Wie geht's? - Kultur in Zeiten von Corona

Wenn etwas nicht mehr da ist, bemerkt man es oft erst richtig: Wegen des Corona Virus hatten die Kultureinrichtungen in Deutschland geschlossen. Doch was macht die Krise mit der Kulturlandschaft in Deutschland und international? Im Podcast "Wie geht's" fragt Gastgeber Martin Zierold pro Fole je eine*n Kulturmanager*in, Künstler*in, Wissenschaftler*in oder Kulturpolitiker*in genau das. Worüber denken sie nach, seit sie erlebt haben, wie schnell sich vermeintliche Gewissheiten ändern können? Woran arbeiten sie? Was fehlt, wenn die Kultur in der Krise steckt? Was wird möglich, wenn man auf einmal über alles neu nachdenken kann und muss? Und nicht zuletzt auch: wie steht es mit der digitalen Transformation? Ein Podcast für alle, die gern hinter die Kulissen von Kunst und Kultur schauen. While the podcast is usually in German, we produce international episodes in English now and then. These can be found on the website: http://covid-culture.com/

https://wiegehts-kultur.de

subscribe
share





episode 20: Anne Schwanz - Office Impart


Im Gespräch mit Martin Zierold

Anne Schwanz studierte Kunstgeschichte und Kunstpädagogik in Greifswald, Lissabon und Wien. Seit 2004 arbeitete sie 13 Jahre lang in verschiedenen Funktionen für die Galerie EIGEN + ART, zuletzt in der Funktion eines Senior Directors. Sie leitete zudem das EIGEN + ART Lab. 2017 gründete sie das Good To Talk Festival in Berlin, 2018 dann Office Impart, ihr Projekt, das Galerie neu denkt.

OFFICE IMPART, gegründet im April 2018 von Johanna Neuschäffer und Anne Schwanz, ist eine Galerie. Aber eine, die der herkömmlichen Definition von Galerie kaum noch entspricht. Denn die Welt ändert sich und damit die Art, wie Kunst vermittelt wird. Um Teil des Wandels zu werden, muss das traditionelle Galeriemodell erweitert werden. Und genau das tun wir mit OFFICE IMPART. Nur eine von vielen Auswirkungen der Digitalisierung, aber eine für die Kunstvermittlung wesentliche, sehen wir in einem neuen Verständnis von Raum als multidimensionales, in alle Richtungen vernetzbares Gefüge. OFFICE IMPART lebt dieses Raumverständnis als flexibles, dynamisches Konstrukt, das sich mit unterschiedlichen Partnern vernetzt und Inhalte vermittelt, die sich in unterschiedlichen Formaten und Räumen manifestieren, digitalen wie realen. Dabei ist uns mit OFFICE IMPART das Ausstellen von Kunst genauso wichtig wie ein Vermittlungsprogramm, von Künstlergesprächen und Führungen bis hin zu gemeinsamen Projekten zur Vernetzung unterschiedlicher Felder des Kunstbetriebs. Auch OFFICE IMPART verkauft Kunst, aber das Galerieprogramm definiert sich nicht vordergründig über die vertretenen Positionen. Vielmehr ist für uns eine persönliche und bewusst subjektive Vermittlung von Sichtweisen und Bewertungsstrategien entscheidend, die auf individuelle Interessen und Bedürfnisse eingeht und eine eigene Urteilsbildung ermöglicht. Damit löst OFFICE IMPART ein, was für die meisten Kunstinteressierten das eigentliche Ziel des Kunsterwerbs ist: nicht nur Besitz, sondern Teilhabe.

Web: https://officeimpart.com

App-Tipp von Anne Schwanz:

König Galerie / SURPRISINGLY THIS RATHER WORKS (Apple iOS App) https://apps.apple.com/us/app/könig-galerie/id1505554478


share







 2020-04-09  24m