Staatsbürgerkunde

Ein Podcast über das Leben in der DDR. Im Gespräch mit Zeitzeug:innen und Expert:innen schaut Martin Fischer in jeder Folge zurück auf die Lebensaspekte in der Deutschen Demokratischen Republik. Ohne Ostalgie und verbunden mit der Frage, was sich aus der Geschichte lernen lässt.

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episode 91: Vertragsgemäß [transcript]


Vom Miteinander, Gegeneinander und Füreinander Veröffentlicht am 11.06.2020
Laufzeit: 2 Stunden und 21 Minuten


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 2020-06-11  2h21m
 
 
00:00
Musik
00:05  Hai Bluhm
In der DDR Zeit, da waren wir so herzlich willkommen. Dann plötzlich immer wurden wir immer gefragt, wann macht ihr nach Vietnam? Ist das nicht mehr beliebt und nicht mehr geb.
00:19  Vu Thanh Van
Passiert den Link in Hagen. Woher kommst du diese Fehler? Wer ist du ständig für den Licht in Hagen? Haben sie immer so gesagt, dass
00:26
gesellschaftliche Versagen, aber ich denke, das heißt, auch wieder einen Art von Kollektive Verantwortung am Ende. Ist niemand in diese Verantwortung. Warum passiert das.
00:44  Martin Fischer
Staatsbürgerkunde. Ein Podcast über das Leben in der DDR, von Martin Fischer.
00:56
Folge einundneunzig, vertragsgemäß.
01:26
Herzlich willkommen zur neuen Folge. Schön, dass ihr wieder mit dabei seid,
01:30
Wir feiern in diesem Jahr zum dreißigsten Mal die Wiedervereinigung Deutschlands. Dieser Glücksmoment der Geschichte geht einher mit vielen persönlichen Umbrüchen, positiven, wie negativen, im Leben vieler Menschen, die sich in den frühen neunzehnhundertneunziger Jahren in einem neuen Alltag zurechtfinden mussten,
01:45
In dieser Folge möchten wir den Blick auf diejenigen richten, die in der DDR gelebt und gearbeitet haben, die aber dennoch nie als Bürgerinnen dieses Landes galten,
01:53
Ab neunzehn Uhr achtzig kamen Menschen aus Vietnam als Vertragsarbeiterin in die DDR. Vorrangig sollten sie hier eine Ausbildung erhalten und von der DDR lernen,
02:03
oft wurden sie aber als billige Arbeitskräfte eingesetzt und mussten auf engem Raum in Wohnheimen zusammenleben,
02:08
Als die friedliche Revolution das Land DDR hinwegfegte, begann für viele von ihnen eine ungewisse Zeit,
02:15
diejenigen, die blieben, gründeten Familien und eröffneten oft kleine Geschäfte oder Restaurants
02:20
Und das, obwohl es ihnen das wiedervereinigte Deutschland dabei nicht leicht machte. Und in den rassistischen Pogromen der frühen neunzehnhundertneunziger Jahre, die vormals unterschwellige Aggression gewaltsam zu Tage trat,
02:30
Im ersten Gespräch wird diese Episode spreche ich mit Haiblumen aus Potsdam, die als junge Studentin volle Euphorie aus Vietnam in DDR kam und die sich an die spannende Zeit ihres Studiums in Berlin erinnert,
02:42
Später sollte sie noch einmal als Vertragsarbeiterin in die DDR zurückkehren und bleiben.
02:47
Was sie während dieser Zeit alles erlebt hat und was sie heute antreibt, das berichtet jetzt High Blumen aus Potsdam. Schönen guten Tag, Frau Blum, hallo.
02:57  Hai Bluhm
Ja, hallo.
02:59  Martin Fischer
Vielen Dank, dass sie sich die Zeit genommen haben, um uns hier ein bisschen was zu erzählen über die Situation der Vertragsarbeiterinnen und ihre Biografie. Ähm also Vertragsarbeiterin in der DDR. Sie selbst standen ja auch aus Vietnam,
03:14
und sind in die DDR gekommen. Was war denn der Auslöser für sie zu sagen, sie können verlassen Vietnam und kommen in die DDR und in welchem Jahr war das?
03:26  Hai Bluhm
Eigentlich, dann bin ich ähm neunzehnhundertvierundsiebzig fertig mit meiner Schule. Ich habe auch hier äh Abitur gemacht,
03:36
aber vorher,
03:38
fast zehn Jahre war ich äh in der Schule, aber evakuiert, das war, kriegt eben Vietnam. Auch sogar in Nordvierdnahmen, vor durch Amerikaner.
03:52  Martin Fischer
Und dann waren sie, hatten sie Abitur und ähm.
03:55  Hai Bluhm
Vierundsiebzig, ja hatte ich Abitur und dann ich wurde ausgewählt für ein Auslandsstudium.
04:08  Martin Fischer
Hatten sie sich da beworben oder kamen da jemand.
04:10  Hai Bluhm
Nein, das kam wurde äh ausgesucht, wer also ähm für Studiumsaufnahme so gut waren. Und ich war auch gut.
04:25  Martin Fischer
Okay. Was was wollten sie denn studieren oder was, äh was durften sie denn stu.
04:30  Hai Bluhm
Da eigentlich, wenn äh äh ich zur äh in Vietnam studiert äh hätte, hätte ich auch gerne Pharmaziel studiert.
04:40
Ich danke immer so äh das ist es sehr praktisch, weil ich Medikamente für Soldaten, an der,
04:50
vielleicht herstellen konnte. Aber dann äh mit dem Studium im Ausland dann äh konnte ich auch nicht aussuchen,
04:59
es wurde nur so angewiesen, wer was äh studieren wird und äh,
05:08
Studienrichtungen waren vielleicht äh wichtig für Vietnam in Zukunft.
05:15  Martin Fischer
Hätten sie denn sagen können, ich möchte das nicht und ich möchte in Vietnam bleiben.
05:20  Hai Bluhm
Ja, aber ein Auslandstudium, es ist eine Auszeichnung, eine Ehrung,
05:28
und natürlich, das war das Familien äh absolut so absolventen, aber dann wurden nur vielleicht tausend, insgesamt,
05:40
ausgesucht, für Ausladenstudium, damals.
05:44  Martin Fischer
Und die sind dann alle in die DDR gekommen oder auch ein anderes sozial.
05:46  Hai Bluhm
Neunundsiebzig, da war siebzig in die DDR, aber in die Sowjetunion war über siebenhundert. Und dann noch Tschechien, Ungarn, Rumänien.
05:59
Also andere Länder noch. Albanien, auch Kuba auch, ja. Monkolai auch noch.
06:06  Martin Fischer
Also alle sozialistischen Länder quasi, die dann ähm die dann Studien angeboten haben. Das heißt, sie haben sich dann schon gefreut, ausgewählt worden zu sein und ähm hat, haben sie dann erfahren, was sie dann studieren durften.
06:20  Hai Bluhm
Nein erstmal nicht und wir haben so circa sechs Monaten äh äh gelernt an der äh Hochschule für Fremdsprache in Hannover.
06:30
Und da wussten wir erst,
06:34
wo wir fast fertig mit Sprach lernen, dann Sprachlehrgang war, dann haben wir erst erfahren, was wir studieren werden.
06:44  Martin Fischer
Stammen sie aus Hangoi oder mussten sie dann extra für diesen Sprachlernkurs dahinziehen.
06:50  Hai Bluhm
Ne, ich stamme auch kein neues Jahr. Aber sowieso, wir waren alle in äh im äh Studentenheim in Hanoi. Alle wurde dort in Wohnheim gebracht. Das wird, dass wir Tag und Nacht lernen könn.
07:03  Martin Fischer
OK und dann haben Sie diesen Sprachkurs gemacht, fanden Sie Deutschen einfache Sprache zu lernen.
07:12  Hai Bluhm
Nein, einfach war nicht.
07:15
Aber wir waren so begeistert, wir waren jung und äh motiviert und na ja, das war äh ich, wie gesagt, eine Auszeichnung für die, die in Ausland studieren äh Kunden damals.
07:29  Martin Fischer
Und sie kannten auch die anderen nicht, die mit ihnen dann nach Deutschland gekommen werden. Also es waren dann alles neue Gesichter für sie.
07:36  Hai Bluhm
Ja, dass sie sie kommen, äh äh von äh allen Teilen äh des Landes. Aber vor allem aus Nordvietnam.
07:45
Damals war noch äh Vietnam war noch, hier getrennt äh äh Nord wird Namen und Südviernahmen.
07:52  Martin Fischer
Und warum kam dann aus, äh, warum kann man aus dem Norden so viele.
07:56  Hai Bluhm
Das waren nur Krieg äh vierundsiebzig. Fünfundsiebzig kaum erst hier ähm äh Frieden oder oder Einheit wird namens.
08:05  Martin Fischer
Das heißt, sie hatten dann sechs Monate diesen Sprachkurs und äh haben dann am Ende des Sprachkurses erfahren, ähm ja, welches, welches Fach sie denn jetzt angehen dürfen. Und was war das bei ihnen.
08:20  Hai Bluhm
Ähm Wirtschaftsinformatik.
08:22  Martin Fischer
Okay, das durften sie dann studieren in der, in der DDR. Hatten sie eine Vorstellung davon, was sie erwartet in der DDR gab's da auch Informationen über das Land oder hat man erstmal nur die Sprache gelernt?
08:36  Hai Bluhm
Na, erstmal nur Sprache. Na, wir hatten gar nicht für uns, das waren war nur die Sprache wichtig. Und äh wir haben nur auf die Sprache konzentriert.
08:49  Martin Fischer
Fühlten sie sich dann sicher nach den sechs Monaten ähm in der Sprache oder dachten sie, oh das wird jetzt vielleicht doch schwierig zu sein dort, ähm gab ähm ich wusste ja nicht, wie viele Unterstützung sie dann noch hatten vor Ort, aber haben sich gut gewappnet gefühlt mit den Sprachkenntnissen.
09:04  Hai Bluhm
Ja, aber ich muss auch sagen, wir äh haben auch nicht nur,
09:09
Sprache gelernt, wir haben auch noch hier irgendwie auch hier äh Fächer noch gelernt. Da nebenbei noch,
09:17
da wir nur zehnter Klasse hatten und äh die Schüler in der DDR haben zwölf Jahre Schule. Und wir nur zehn Jahre.
09:28  Martin Fischer
Das heißt, sie haben dann auch noch die, die Hochschulreife dann quasi gleich mitgemacht in den sechs Monaten.
09:34  Hai Bluhm
Und dann wir haben noch ein Jahr in äh in Leipzig auch noch gelernt. Sprache und auch hier so wie Studienkollektion.
09:42  Martin Fischer
Ah, okay, bevor es dann richtig losgeht mit dem Studium.
09:46
Sie waren dann also fertig in Hanoi und ähm wie alt waren sie dann so Anfang zwanzig vielleicht, Ende Ende.
09:55
An neun, achtzehn, neunzehn, zwanzig, so in dem Dre,
09:58
achtzehn, also wirklich, ja, es stimmt nach der zehnten Klasse und dann direkt die sechs Monate, okay. Das heißt, die sind dann mit.
10:05  Hai Bluhm
Monaten aber fast wie ein Jahr, ja. Wir haben auch noch hier ähm Mausolium von auch noch mit äh äh gebaut. Gearbeitet, nicht gebaut.
10:19  Martin Fischer
Ach sie hatten noch Arbeitseinsatz.
10:21  Hai Bluhm
Ja wir hatten auf drei Monate, glaube ich, aber ist ein Satz gehabt, ja.
10:26  Martin Fischer
Ah, okay, das war nicht so, dass man gesagt hat, so, jetzt äh Studienvorbereitung, dann geht's direkt ins Flugzeug, sondern das war dann wirklich noch mit mit Arbeit und.
10:33  Hai Bluhm
Wir haben Sprachkurs war schon fertig und wir mussten auf Flugzeug oder aus Züge warten. Und das war äh wieder drei Monate lang,
10:48
hat nicht geklappt. Wir waren äh dreimal.
10:58  Martin Fischer
Als kein Flugzeug gab oder Flug.
11:01  Hai Bluhm
Ja und dann.
11:03
Ich glaube vierte Mal, ja, dann äh auf einmal wurden wir informiert sofort zum äh Bahnhof.
11:13
Hauptbahnhof in Hanoi. Da waren alle dort und wir haben auch getagt, vielleicht klappt das auch nicht.
11:21
Aber er hat geklappt und ich hatte damals keine Lust mehr von alle Verwandten oder Freunden äh so äh zu verabschieden. Keine Lust mehr und dann hat,
11:36
erst geklapp.
11:38  Martin Fischer
Das heißt, sie hatten gar nicht so, also ah, keine Lust und vielleicht auch gar nicht so viel Gelegenheit noch großartig Abschied zu feiern, sondern ging's direkt in den Zug.
11:46  Hai Bluhm
Ja, wir haben auch getagt, vielleicht das klappt auch wieder, wie wie äh vorher, auch nicht mehr und deswegen,
11:53
brauchen wir nicht zu hoffen, dass es klappt. Das ist aber auch top ober gewesen. Und wir sind mit Zug hier in die DDR gekommen.
12:01  Martin Fischer
Wie lange fährt man denn da?
12:03  Hai Bluhm
Das war, ich glaube äh vierzehn Tage lang. Ja, über China,
12:11
und äh über Sowjetunion damals und dann Polen, aber in äh
12:17
in der Sowjetunion damals genau in Moskau hatten wir noch zwei oder drei Tage zwischen Aufenthalt. Wir mussten auch auf den Zug hier nach in die DDR,
12:29
warten.
12:30  Martin Fischer
Konnten sich noch ein bisschen Moskau angucken oder war da gar nicht so gelegen.
12:32  Hai Bluhm
Ja. Doch, doch,
12:34
das war Oktober sehr kalt und wir hatten nur einfach, Sandale, Dünnehose und äh Bluser und äh Strichjacke gehab,
12:46
alle Menschen haben so so ein Mäntel an und,
12:51
Winterschuhe oder Stiffe und wir haben so einfach gehabt, aber wir waren jung und.
12:58
So begeistert und wir haben die Kälte gar nicht gemerkt.
13:03  Martin Fischer
Hatten sie noch was machen, ist zum anziehen dabei oder haben sie das dann erst später gesagt.
13:07  Hai Bluhm
Na ja, Strichjacke. Dann haben wir, ja, äh, Strichlacke, Sandale und ein Koffer, alles haben wir. Äh von Ministerium bekommen.
13:19  Martin Fischer
Also, eine kleine Reiseausstattung. Und äh haben dann noch Moskau angeguckt in den in der Strickjacke und den Sandalen. In den zwei Tagen. Und ähm dann ging's weiter.
13:32
Und wo sind sie dann angekommen in der DDR.
13:35  Hai Bluhm
Ich weiß nicht mehr, das war äh hier Ost, Ostbahnhof, ja. Ja, in angekommen und dann singen äh wurden wir sofort mit Bus nach Leipzig gefahren.
13:46  Martin Fischer
Für dieses äh für diese Vorbereitung dann noch? Okay und dann äh hatten sie gar nicht so viel Gelegenheit in Berlin, sich erstmal umzugucken, weil's dann die.
13:56  Hai Bluhm
Nein, überhaupt nicht, wir kamen so irgendwie am Arm oder spätabend oder die nach schon an.
14:02  Martin Fischer
Also haben da nicht in Berlin übernachtet, sondern direkt in den Bus dann. Okay.
14:05  Hai Bluhm
Nein, die recht. Ja. Und dann in Quarantäne gestellt. Erstmal alle Koffer und äh Sachen, die in einen Raum und wurde äh desinfiziert.
14:17  Martin Fischer
In Berlin noch oder dann schon in Leipzig.
14:19  Hai Bluhm
Nein, in Leipzig, Herde und sie tut Leipzig.
14:21  Martin Fischer
Wie, wie waren denn die ersten Tage in Leipzig? Was haben sie denn da gemacht?
14:26  Hai Bluhm
Oh, ich weiß nicht mehr, war kalt und dann, ne, eigentlich äh wie gesagt hier, wie in Quarantäne und wir dürfen noch nicht raus und,
14:36
erstmal gucken, ob wir überhaupt äh mit ihm infizierten, Inge, mit dir, Infektionskrankheit oder so, ja.
14:45  Martin Fischer
Aber es ging's allen gut und ähm die ähm ja anderen Mitstudentinnen und Studenten, die die kannten sie dann auch schon näher, die haben auf so einer Zugfahrt, da muss ich wahrscheinlich dann auch gut kennen und auch den sechs Monaten kennt man sich wahrscheinlich auch gut.
14:59  Hai Bluhm
Ja, natürlich auch durch die äh Sprach äh Kurse in in äh Hanoi schon.
15:05  Martin Fischer
Wie haben sie denn alle dann so Deutschland wahrgenommen oder die DDR? Was was ist denn so in Erinnerung geblieben von den ersten Tagen, was was so
15:13
war oder anders war.
15:15  Hai Bluhm
Es war kalt,
15:17
Ja und wir müssen natürlich auch lernen hier irgendwie ähm an das Leben anzugewöhnen, weil Essen,
15:26
ne, wir haben auch Essen bekommen und von Mensa und alles und auch für uns alles so fremd, aber na ja, wir waren wie gesagt, wir waren sehr jung und,
15:39
irgendwie neugierig.
15:40  Martin Fischer
Wie wart in der Stadt.
15:42  Hai Bluhm
Problem gewesen.
15:43  Martin Fischer
Wie war denn der Stadt an der Uni? Ist da jemand gekommen und hat gesagt, so funktioniert das alles hier oder hat man sie dann einfach hingeschickt und dann ging's.
15:52  Hai Bluhm
Wir haben, wir haben auch schon hier beim äh Lehrgang so Sprachlehrgang sowas schon alles erfahren, ja.
15:59  Martin Fischer
Und dann sind sie einfach in die Klasse mitgegangen oder in die in das ähm ja die Seminargruppe in in Leipzig an der Uni.
16:06  Hai Bluhm
Ja. Äh nein, Herdeinstitut, hat doch gehört, gehörte auch hier äh zu Uni. Ja. Herde Institut, Leipzig. Extra, das ist mir für Sprach äh Ausbildung oder so.
16:20  Martin Fischer
Okay und das heißt, sie haben dann ihr Studium da begonnen und ähm was war es wirtschaftsinformatik studiert?
16:28  Hai Bluhm
Erstmal wie gesagt wieder in Leipzig hier beim haben wir nur Sprache und wie gesagt auch hier Fächer so Wissenschaftsgesellschaft gelern.
16:41  Martin Fischer
Ach so, also, das war da, das war noch dieses Vorbereitungsstudium, bevor es dann in die eigentlichen Fächer ging. Mhm.
16:47  Hai Bluhm
Ja wie, ich habe gesagt, die Studienkollektion.
16:50  Martin Fischer
Stimmt, stimmt.
16:52  Hai Bluhm
Weil wir noch nicht so weit war. Auch in Mathematik und äh na ja, Landeskunde, politisch und alles.
17:01  Martin Fischer
Um diese zwei Jahre noch aufzuholen quasi, die dann ähm bis zur zwölften Klasse noch notwendig waren.
17:09
Äh wo haben sie denn gewohnt, während sie da studiert haben.
17:13  Hai Bluhm
Bis auch Studenten Wohnheim.
17:14  Martin Fischer
Ah okay, da hatte die ganze Zeit mit den äh mit den Mitstellern aus Vietnam oder auch mit äh DDR, Studenten.
17:22  Hai Bluhm
Naja, beim äh Herde im City, dann natürlich mit wird eine Messen. Aber an der äh Hochschule für Ökonomie, dann mit äh äh deutschen äh Kommilitonen zusammen.
17:34  Martin Fischer
Und das war dann auch in Leipzig, das heißt, sie ähm sind dann nochmal umgezogen im Wohnheim als dann das neue Studium anfing oder sind dann noch.
17:41  Hai Bluhm
Ja nach in Berlin.
17:43  Martin Fischer
Ja, nachdem nach Leipzig sind sie dann quasi nach Berlin zurück, um da dann das richtige Studium zu beginnen.
17:47  Hai Bluhm
Ja in, in Leipzig waren wir nur, äh na ja, sechs, sieben Monate, ja, gewesen.
17:50  Martin Fischer
Okay und haben sie was gemacht in Leipzig in diesem kalten Winter? Oder war dann wenig Zeit außerhalb des Studiums? Oder das Studien.
18:00  Hai Bluhm
Nur lernen und dann die Staat dann angucken, ja.
18:03  Martin Fischer
War wahrscheinlich auch gerade so, also Oktober haben sie gesagt, ne? Gegen war das, ging es dann los.
18:08  Hai Bluhm
Ja, wir kamen so fast Ende Oktober an, ja.
18:12
Es kommt die Winter, ja. Ah, weil kalt, kalt, kalt, ja. Für uns in Vietnam, damals, wenn sehr kalt, dann ist sie plus siebzehn Grad.
18:23  Martin Fischer
Dann ist, dann sind die Winter, dann ist der Winter direkt in Deutschland wahrscheinlich eine sehr große Umgewöhnung gewesen.
18:29  Hai Bluhm
Ja, natürlich. Große Umstellung gewesen, ja.
18:32  Martin Fischer
Aber dann mit dem Frühling war dann ähm wartet es rum und dann ging's nach Berlin.
18:37  Hai Bluhm
Ja. Nee, ich glaube im Mai oder Uni, dann waren wir schon nach Berlin, ja. Verteilt äh im ganzen äh Republik, ja.
18:48  Martin Fischer
Ah, je nachdem, was man dann tatsächlich studiert hat, kam dann manch.
18:50  Hai Bluhm
Ja, wir vier, vier, ja,
18:53
zwei äh Märchen und zwei Jungs hier äh nach äh äh zur Hochschule für Ökonomie und äh Uni so Humboldt Universität, auch äh einige, die so Rechtwischenschaft studieren,
19:09
oder äh nach Greifswald, Mathematik studieren, äh Uni Leipzig, auch ganze Truppe.
19:26  Martin Fischer
Also ganz verstreut.
19:28  Hai Bluhm
Siebzig Leute, aber sehr äh zerstreut.
19:32  Martin Fischer
Haben sie, haben sie sich dann irgendwann nochmal alle wiedergetroffen oder war der Kontakt dann eigentlich weg.
19:37  Hai Bluhm
Dann haben wir uns getroffen, dass es natürlich von äh äh Butscher von der Botschaft organisiert.
19:43  Martin Fischer
Ah, ja, okay.
19:44  Hai Bluhm
Lassen sie wie politische Lehrgaben. Müssen wir jedes Jahr im Sommerferien äh so absolvieren. Dass er Pflicht für alle,
19:55
aller Studierenden, vietnamesischer Studierenden in der DDR.
19:59  Martin Fischer
Kommt dann zusammen und kriegen dann nochmal im Sommer eine Schulung.
20:04  Hai Bluhm
Ja, aber will jedes Jahr, es ist auch schön, weil jedes Jahr ist es äh ist es dieser Veranstaltung in äh andere äh Städten.
20:13  Martin Fischer
Und eine Gelegenheit alle wiederzusehen.
20:15  Hai Bluhm
Ja und auch die Stadt, äh äh die Städte besuchen, ist auch gleich mit.
20:22  Martin Fischer
Wie war denn das eigentlich ein Studium? Also sie haben dann äh angefangen eben Ökonomie oder Wirtschaftsinformatik zu studieren. Ähm wie, wie war's denn dann so richtig im Studium zu sein?
20:33  Hai Bluhm
Äh bisschen schwer am Anfang bei wir sehr viel äh,
20:41
Fächer mit politischer Erkonomie, Philosophie und sowas gehabt haben und das,
20:47
dass es sehr viel neuer Wörter, es ist schwierig, deswegen mussten wir da mal sehr fleißig sein,
20:55
immer ähm zu vorlesung, Seminar und dann Bibliotex,
21:02
ist es Freizeit nur äh Wochenende frei äh so nahm und Sonntag und dann,
21:08
die wird ermäßiger Gruppen. Wir äh spielen so Volleyball oder sowas zusammen.
21:17  Martin Fischer
Wie sind sie denn generell aufgenommen worden von den anderen Studentinnen und Studenten? War das äh Problemlos oder gab's dann erst so Berührungsängste.
21:24  Hai Bluhm
Sehr herzlich. Die äh die deutsche Studenten, die so in uns immer äh helfen oder uns unterstützen bei allen Sachen.
21:35  Martin Fischer
Und das haben sie auch gemacht.
21:36  Hai Bluhm
Ja, die haben aufgemacht, sehr, sehr freundlich und äh äh herzlich, ja.
21:43  Martin Fischer
Waren sie denn viel auch ähm unterwegs in der Stadt oder war dann zwischen Volleyball und Studium eigentlich wenig Gelegenheit? Hat man, hat man dann auch mal einen Ausflug gemacht zusammen oder ist dann doch eher auf dem Campus geblieben oder beim Sport?
21:58  Hai Bluhm
Dann ich glaube von äh hier äh dass es gab so eine Abteile an der äh Schule heißt international Beziehungen,
22:10
und von dieser Abteilung wurden wir so irgendwie einmal oder einmal im Jahr irgendwohin äh organisiert. Irgendwie so Städte besuchen oder sowas.
22:25
Ich hatte sogar auch noch äh Fotos damals, wo wir in in Lausitz waren, mit Kan gefahren.
22:32  Martin Fischer
Also gab dann schon Möglichkeiten auch mal rauszukommen aus der Stadt.
22:37  Hai Bluhm
Ja, natürlich von hier international Beziehung, Abteilung organisiert. Ja. Für alle ausländische Studierenden und Aspiranturen.
22:48  Martin Fischer
Was sind Aspiratoren.
22:55
Ah ja okay, hm.
22:57  Hai Bluhm
Heißt das jetzt auch so.
22:58  Martin Fischer
Ähm das weiß ich jetzt gerade gar nicht, ich kannte das Wort noch nicht, deswegen habe ich jetzt nochmal nachgefragt, ähm.
23:03  Hai Bluhm
Berannt oder äh.
23:04  Martin Fischer
Ja, zu, ja, aber vom vom Wortstamm her, dass jemand quasi auch was hinarbeitet, ja, auf das.
23:10  Hai Bluhm
Die Doktor machen.
23:11  Martin Fischer
Ja. Okay, das heißt, die waren dann auch mit dabei. Ähm hatten sie denn, also wie lange, wie lange haben sie denn dann studiert in Berlin? Wie lange ging das Stut? Hatten sie in der Zeit mal Kontakt nach Hause oder sind mal nach.
23:24  Hai Bluhm
Natürlich nur, aber über Briefe.
23:28  Martin Fischer
Wie lange ging denn dann ein Brief hin und.
23:29  Hai Bluhm
Bis zu ein Monat oder bisschen mehr oder wenn sehr schnell dann zwei Wochen.
23:42  Martin Fischer
Aber nicht so, dass man jetzt ähm in die ständigen Austausch war, sondern es war dann immer größere Zeitabstellen, die man berichten konnte.
23:50  Hai Bluhm
Ja und äh Telefon gab es in Vietnam noch nicht. Wir konnten auch nicht anrufen. Wenn man nur schnell Information äh nach Vietnam schicken wollte, dann muss man so äh Telefa,
24:05
äh schicken. Und das ist ziemlich teuer.
24:07  Martin Fischer
Ja, das das glaube ich, oder gab's mal die Gelegenheit, wo sie das machen mussten, weil irgendwas vorgefallen war oder,
24:15
war soweit alles in Ordnung.
24:17  Hai Bluhm
Nur alles in Ordnung. Das ist bestens. Na ja wir waren wie gesagt so äh schon ähm,
24:28
wie äh geehrt, dass wir im Ausland Studienkunden, wir haben erstmal genug zum Essen und,
24:37
alles besten. Im Verhältnis zu äh meine Freundin äh oder Freunde in Vietnam, die instudiert,
24:48
damals. Die haben nicht mal genug zum Essen gehabt.
24:52  Martin Fischer
Das heißt, sie haben sich schon ja, wie sie gesagt haben, geehrt gefühlt und ihre Familie war wahrscheinlich dann auch ja, vielleicht ein bisschen stolz und froh, dass sie auch im Ausland studieren konnten zu dem Zeitpunkt. Ja.
25:02  Hai Bluhm
Ja, natürlich, ja. Das ist es eine, wie gesagt, hier Auzeichnung und eine Ehre für die Familien, das ist einer in Ausland. Studieren äh dürfte, ja.
25:14  Martin Fischer
Und als die dann diese vier Jahre als Studium abgeschlossen hatten, also,
25:19
erfolgreich gehe ich mal davon aus. Ähm wie, wie ging's denn dann weiter? Also, was, was war denn dann die Aussicht oder was war vielleicht auch schon während des Studiums die Aussicht, was nach den vier Jahren passieren wird.
25:31  Hai Bluhm
Na zurück nach Vietnam, ja.
25:33  Martin Fischer
Also es war wirklich nur für das Studium.
25:34  Hai Bluhm
Gekehrt. Ja. Und ich wollte doch in Vietnam arbeiten. Damals waren wir sehr ehrgeizig. Und für mich ist es wichtig, in irgendwie beim Aufbau des Landes so irgendwie äh mitzumachen.
25:49  Martin Fischer
Hat sich ja schon gesagt, am Anfang, weil sie eigentlich Pharmazie studieren wollten, um halt damals halt noch im im Krieg halt zu unterstützen und jetzt dann, ich weiß nicht, war der Krieg dann zu Ende? Zu dem Zeitp.
26:01  Hai Bluhm
Äh fünfundsiebzig.
26:02  Martin Fischer
Ja? Und dann wollten sie quasi beim Aufbau des das Landes mithelfen, weil sie zurückkommen.
26:07  Hai Bluhm
Ja, aber das Land äh im Jahr bin ich zurückgekehrt und das war irgendwie am Ende. Jetzt schaffst am Boden,
26:17
und unser Land war auch noch irgendwie ging's auch schlecht auch wegen Embago Empaco, Wirtschaftsempfahrung von Amerikanern.
26:28  Martin Fischer
Ah, okay, weil das dann auch ein, ja, sozialistisches Land war und deswegen gab's dann dieses Embargo? Das heißt, sie hatten gar keine Möglichkeit, eigentlich in dem Beruf zu arbeiten, den sie jetzt studiert hatten.
26:40  Hai Bluhm
Wo ich nach Hause kam und dann hat man mir auch gesagt, irgendwie, das ist er für Zukunft, aber sehr weit,
26:47
weiter Zukunft äh für Wirtschaft, Informatik, dann äh gab's noch nicht in Vietnam. Es ist so einfach, gibt's da gab's noch keine, also äh äh rechten Zentrum oder sowas.
27:01
Es ist äh sehr weit gedacht und äh die Wirtschaft war erstmal am am Boden,
27:08
und äh ich hatte keine Chance, eine Arbeit zu bekommen. Ich habe auch keine damals nur Meißen durch, ob Beziehungen und ich hatte keine Beziehungen.
27:18  Martin Fischer
Das heißt, sie standen da und konnten eigentlich gar nicht gar nicht arbeiten und haben aber trotzdem Arbeit gesucht, gehe ich mal davon aus.
27:26  Hai Bluhm
Ja, natürlich überall, Arbeitsgesucht,
27:29
ich habe immer versucht, Arbeit zu bekommen und nicht und ich habe überall beworben, auch für äh eine Stelle, als ihr Sprachmittlerin oder tolle äh Dolmetscherin für ehemalige Vertragsarbeiter in, in der DDR,
27:44
es hat auf einmal geklappt.
27:46  Martin Fischer
Hatten sie denn da schon eine Vorstellung davon, was denn Vertragsarbeiter sind, war das bekannt in der Bevölkerung in Vietnam.
27:53  Hai Bluhm
Ja äh am äh im Jahr neunzehnhundertachtzig, wo ich noch in Berlin war.
28:00
Der Kampf da kamen schon die ersten die ersten Katratze arbeiten aus Vietnam, die in Berlin gearbeitet haben,
28:10
und ich äh ich äh kannte auch einige schon.
28:14  Martin Fischer
Und was haben die erzählt, was ähm wie's denen ergangen ist? Hatten sie da schon.
28:18  Hai Bluhm
Na, die erste Truppe, die haben in der ähm Gastronomie gearbeitet.
28:24  Martin Fischer
Und das ähm das war eine gute Arbeit, was die erzählt haben.
28:28  Hai Bluhm
Nein, die erste Truppe, das war wenig und da Meißen kommen aus hier äh so hohe Beamten, Familien sowas,
28:37
und die Kinder, die oder ich meine, die Vertragsarbeiter hier, die waren noch nicht so gewöhnt, so so richtig intensiv abstunden pro Tag zu arbeiten,
28:49
Und für sie war sehr anstrengend.
28:53  Martin Fischer
Aber sie haben's trotzdem gemacht, weil's eben wirtschaftlich notwendig war, weil's in Vietnam keine Arbeit gab.
29:01  Hai Bluhm
Ja, nicht überall, ja. Wenig arbeiten, sehr wenig.
29:05  Martin Fischer
Wir haben ja jetzt in diesen Tagen ist jetzt gerade, glaube ich, dreißig Jahre, hat man jetzt dieses ähm oder eine Landeszeitsicher oder neunzehnhundertachtzig, sagen sie, das sind dann vierzig Jahre.
29:15  Hai Bluhm
Fünfundfünfundsiebzig war war Einheit und dann.
29:22  Martin Fischer
Vierzig Jahre Jubiläum jetzt für diese Vertragsarbeiter äh für diese Vertragsarbeiterabkommen.
29:28  Hai Bluhm
Ja. Genau, ja.
29:29  Martin Fischer
Waren jetzt, glaube ich, im April waren das.
29:31  Hai Bluhm
Zig Jahre, ja. Genau.
29:32  Martin Fischer
Das heißt, es ging dann grad so los, wo sie zurück waren und ähm,
29:37
sie haben dann übersetzt für diejenigen, also sie waren ja dann noch in Vietnam, das heißt, was haben sie denn als Übersetzungstätigkeit vor Ort in Vietnam dann äh gemacht für die Vertragsab.
29:47  Hai Bluhm
Eine Invietnahme überhaupt nicht. Nur Arbeit zogen. Ich war arbeitslos.
29:50  Martin Fischer
Okay. Und haben dann haben dann überlegt, was was sie machen können und war dann die ähm Option schon da wieder zurückzukommen in die DDR oder wie wie kam's dazu?
30:01  Hai Bluhm
Nein, gar nicht, war unbestimmt unsicher, alles. Ich habe überall beworben, auch bei äh Ministerium, für äh Landwirtschaft, überall.
30:14  Martin Fischer
Und kam immer absagen.
30:16  Hai Bluhm
Ja für ihn Ministerium für Industrie, überall wo das wo ich hier meine Bewerbung schicken konnte, habe ich das gemacht.
30:27  Martin Fischer
Und da war immer die Aussage, das wird gerade nicht gebraucht, vielleicht in ein paar Jahren und ist jetzt.
30:32  Hai Bluhm
Nein, gar nicht, nur Ablehnung, ja.
30:34  Martin Fischer
Wie sind sie denn weiter vorgegangen? Also, was war denn dann der nächste Schritt oder das nächste, ja, der nächste Erfolg dann auf dieser Arbeitssuche.
30:43  Hai Bluhm
Na nur warten, warten, baden und äh mit der Hoffnung, dass es ihren äh irgendwann mal äh geklappt wird und dann tatsächlich ich äh ähm wurde aufgesucht am ähm Sonnabend,
30:58
am einen Sonnabend, von Ministerium für Arbeit.
31:03
Und die haben mich direkt gefragt, ob ich Montag,
31:08
in die DDR fliegen möchte als ihr Sportmittlerin für fünfzig Leute, die in äh DDR arbeiten werden. Und ich habe sofort zugesag,
31:23
von so nahm zu munter. Und Montag ist schon Abflug.
31:26  Martin Fischer
Welches Jahr war das dann? Also wie, wie lange war denn dann ihre Arbeitssuche.
31:29  Hai Bluhm
Zweiundachtzig Sommer zweiundachtzig, ja.
31:33  Martin Fischer
Und dann haben sie die Gelegenheit ergriffen und ähm haben sie sich haben sich jetzt gefreut auf die Arbeit oder haben sich auch gefreut zurückzukommen, die DDR oder dachten sie, ja.
31:41  Hai Bluhm
Nur beides. Arbeit und dann noch in die DDR, ja.
31:45  Martin Fischer
Und dann sind sie Montag diesmal in den Flieger gestiegen und ich find's nicht in den Zug.
31:51  Hai Bluhm
Nee.
31:53  Martin Fischer
Und sind wieder nach Berlin geflogen.
31:56  Hai Bluhm
Ja und dann von Berlin wurde, wurden wir auch mit äh Bus abgeholt, von Betrieb abgeholt.
32:02  Martin Fischer
Was war das für ein Betrieb, wo sie dann zuständig waren?
32:05  Hai Bluhm
Viel schränke, wäre mega Schafenstein. Im Erzgebirge.
32:09  Martin Fischer
Ach, doch nicht mal, also gar nicht in Berlin, sondern noch weiter weiter weg im Erzgebirge.
32:14  Hai Bluhm
Mit äh ich glaube vier oder fünf Stunden mit Bus noch.
32:18  Martin Fischer
Und hatten sie dann schon eine Wohnung und alles dort im Erzgebirge oder war das dann noch gar nicht geklärt?
32:24  Hai Bluhm
Ja, nee, wo wir kommen, äh meinen sie hier mit dem Erzgebirge, dann Betrieb hat schon vorbereitet. Wir waren in ein Schulungsheim untergebracht.
32:35  Martin Fischer
Also die fünfzig Vertragsarbeiterinnen und äh sie.
32:40  Hai Bluhm
Und dann haben wir auch erstmal drei drei, drei Monate durchgeladen. Ich meine, ich wir nicht, dann äh die äh Vertragsarbeiter.
32:50  Martin Fischer
Aber sie waren nicht die Lehrerin, die äh sondern.
32:53  Hai Bluhm
Nein, ich muss äh oben alles äh kümmern, so übersetzen und dann um äh äh Mittagessen, um alle Sachen hier Organisation hier kümmern.
33:05  Martin Fischer
Weil im Gegensatz zu ihnen die Vertragsarbeiterin in ähm in Vietnam keine Sprachschulung bekommen hatten, bevor sie gekommen sind oder nicht so eine ausführliche.
33:15  Hai Bluhm
Nein, die hatten gar keine äh Sprachkurs gehabt. Erst in in der DDR, dann betribb hat so ermögliche drei Monate äh Deutsch zu lernen.
33:27  Martin Fischer
Wie war denn die Situation, die sie vorgefunden haben für die Vertragsarbeitungen? Also sie haben gesagt, sie haben in diesem Schulungsheim gewohnt und ähm war das, war das eine gute Situation vom Leben und Arbeiten her für die Vertragsarbeiterin?
33:41  Hai Bluhm
War sehr gut,
33:43
sehr, sehr gut, ja. Es äh wurde äh alles organisiert. So ähm Bekleidung einkaufen. Die kriegen auch Geld von Bit.
33:55
Und Essen wurde dreimal am Tag in Speisesaal äh organisiert und ähm,
34:04
Unterrichte Vormittag und Nachmittag. Vormittag drei bis vier Stunden und Nachmittag nochmal.
34:12  Martin Fischer
Oder ich habe jetzt auch gelesen, dass es teilweise auch so ein bisschen Berührungsängste gab zwischen den deutschen Mitarbeiterinnen und den Vertragsarbeiterinnen, manchmal auch so Konflikte, haben sie da mal was mitbekommen in der Zeit.
34:24  Hai Bluhm
Nein, bei uns nicht. Wo ist weiß ich nicht, aber äh bei uns in Betrieb überhaup.
34:33
Wir waren so sehr herzlich willkommen,
34:37
und nach äh drei Monaten äh Deutschunterricht, dann sind wir äh alle ich meine wir, die annehmen wurde, so ein, in alle Abteilungen, in Betrieb hier eingesetz.
34:49  Martin Fischer
Und sie waren aber so übergreifend als Dolmetscherin dann angestellt.
34:53  Hai Bluhm
Ja ja. Ist aber alles in in der alles hier äh Dolmetscherin und auch äh zu Betreuerinnen auch noch.
35:02  Martin Fischer
Hatten denn die Vertragsarbeiterin dann so die, die Hoffnung, dass sie in Deutschland bleiben würden oder war dann immer nur der Plan auch okay, wir arbeiten jetzt hier eine Zeit lang und dann geht's irgendwann zurück nach Vietnam.
35:14  Hai Bluhm
Ja, das war fest gleich am Anfang schon. In Vietnam schon,
35:18
ähm am Anfang da war Arbeitverträge oder im Abkommen äh,
35:26
ted, das ist nur vier Jahre. Arbeitseinsatz. Und dann alle mussten wieder zurück nach Vietnam und dann kommen wieder neue,
35:35
Und es wurde auch immer so. Ja, vier Jahre und dann gewechselt, kam wieder neuer,
35:40
aber natürlich in mein Betrieb. Äh da waren wir auf hohe Zeit bis äh dreihundertfünfzig Vietnamesen. In Kühlschränke wäre.
35:50  Martin Fischer
Oh, weil dann immer mehr gekommen sind.
35:53  Hai Bluhm
Und das ist es ja verschiedene Truppen, die ersten kamen, die erste Gruppe so zwanzig Leute kamen äh einundachtzig schon,
36:03
und dann in zwei äh zweiundachtzig, ich meine, neunzehn, zweiundachtzig, kamen äh äh,
36:11
drei Gruppen. Und wir waren dritte Gruppe im Jahr dreiundachtzig. Als zweiundachtzig und dann immer dreiundachtzig,
36:21
kamen auch so drei äh Gruppen, ja.
36:24  Martin Fischer
Das heißt, es sind immer mehr Gruppen gekommen und ähm dann für vier Jahre geblieben und deswegen ist die Gesamtzahl immer größer geworden. Und sie sind aber die ganze Zeit dort geblieben oder war für sie dann auch die Aussicht, dass sie nach vier Jahren zurück müssen oder.
36:38  Hai Bluhm
Eigentlich war äh hatte ich auch am Anfang auch nur äh Arbeitsvertrag, nur vier, vier Jahre,
36:46
aber es äh es hat auch immer an äh Sprachmittlerinnen oder Sprachmittler gefällt. Deswegen,
36:56
können wir immer länger bleiben.
36:59  Martin Fischer
Und haben sie sich dann irgendwann mal überlegt, ähm vielleicht bleibe ich einfach tatsächlich hier in der DDR, war das irgend so irgendein Zeitpunkt äh ihre Überlegung.
37:11  Hai Bluhm
Nein, nach äh sieben oder sechs Jahren habe ich immer gedacht, ich äh ich werde nah zurück nach Vietnam. Und irgendwie in meinen Beruf arbeiten.
37:23
Und dann ja und äh dann auf einmal,
37:28
ich meine, ich wusste auch gar nicht, dass jetzt die Wände kam, aber kussvor, der Wende, das, das heißt, ab und achtzig äh wollte ich zurück nach Vietnam, aber Betrieb hat nein gesagt, ich musste immer noch bleiben.
37:43
Da ich äh einzige Dolmetscherin war und in Betrieb arbeiteten hundert, circa hundertfünfzig Frauen.
37:54  Martin Fischer
Was haben die denn, was war denn die Tätigkeit, die dann die dreihundertfünfzig ähm Mitarbeiter oder dann die hundert Frauen dann noch gemacht haben in dem in dem Werk war das ganz normal auch mit der Fertigung oder.
38:05  Hai Bluhm
In allen Abteilungen äh verteilt von Mechanikerabteilungen bis zur so momentage Wand und äh.
38:21
Für Kühlschränke, das heißt äh bei heiß Lock heißt Lok, ja.
38:26  Martin Fischer
Warte, die Situation neunzehnhundertneunundachtzig dann eine andere, also dann gab's ja die DDR dann irgendwann offiziell nicht mehr und das Abkommen gab's dann auch nicht mehr.
38:38
Gab's dann trotzdem noch weiterhin ähm Menschen, die aus Vernahmen gekommen sind und vielleicht dann auch geblieben sind.
38:46  Hai Bluhm
In meinem Betrieb äh war die letzte Truppe achtundachtzig. Passt Ende achtundachtzig gekommen, aber nur in Achse, dann nicht mehr.
38:54  Martin Fischer
Und die musste dann auch dreiundneunzig zurück oder es sind davon dann auch welche geblieben.
39:00  Hai Bluhm
Äh muss eigentlich äh dürfen alles, also bleiben, nach der Wende, äh wie so vier Jahre,
39:09
insgesamt. Und danach äh kam dreiundneunzig kam hier äh Bleiberecht Regelung für ehemalige Vert.
39:25
Äh hat, dann durften wir bleiben.
39:29  Martin Fischer
Das heißt, ich stelle mir jetzt gerade vor, also sie hat mir am Anfang gesagt, ähm sie haben dann diesen Schulungsheim gewohnt, aber als dann dreihundertfünfzig Leute mal irgendwann da waren, die haben doch dann wahrscheinlich nicht alle in der Schulungsheim gepasst oder war das so groß.
39:42  Hai Bluhm
Nein, das war nur am Anfang Zeit. Und danach müssen wir in in äh richtig Arbeiterwohnheim wohnen. Und Betrieb hat, hatte auch ganz schnell so ein äh neuer Arbeiterwohnheim äh äh gebaut,
39:56
so richtig aus Plattenbau, ganz schnell.
39:59  Martin Fischer
Ah, das heißt, das waren dann auch die ähm Unterkünfte, die man dann angeben konnte, wenn man dann nach dreiundneunzig bleiben wollte.
40:06  Hai Bluhm
Nein, dann danach, dann drei neunzig wurde zwei Wohnheime schon wurde schon zugeschlossen,
40:18
und alle müssen die noch hier bleiben dürfen, müssen raus und dann selber Wohnung suchen.
40:24  Martin Fischer
Ah, okay. War das schwierig? Also war das, weil das.
40:27  Hai Bluhm
Ja, sehr schwierig. Das ist meine neunzig, ja,
40:31
Und nach der Wende war das so vieler wussten überhaupt nicht, ob die hier in, in, in der DDR bleiben dürfen oder,
40:40
oder wieder zurück und äh wie wird das mit Arbeit,
40:44
wie äh äh werden sie das irgendwie äh schaffen über die Jahre vielleicht in der DDR oder sowas, wussten sie überhaupt nicht. Alles unbestimmt, alles unsicher,
40:57
deswegen äh haben achtzig Prozent oder bisschen mehr sind, abzig Prozent entschlossen,
41:06
zurück zu kehren. Und dann wir als Gruppenleitung oder Betreuer, wir müssen damals hier organisieren die so gruppenweise zurückzuführen,
41:20
und äh als Aufwandenentschädigung hat damals jede dreitausend äh Markt bekommen.
41:29  Martin Fischer
Zurückgegangen sind.
41:32  Hai Bluhm
Ich glaube, demach schon, ja.
41:34  Martin Fischer
Aber achtzig Prozent, das ist eine ganz, ganz schön große Zahl. Warte die Situation dann in Vietnam besser inzwischen, dass man sagen konnte, okay, wenn ich zurück gehe, finde ich wahrscheinlich auch dort eine Arbeit.
41:46  Hai Bluhm
Ich glaube auch nicht besser, aber äh hier war äh sehr riskant. Mit Wohnung suchen und dann arbeitssuchen.
41:56  Martin Fischer
Das hört man ja auch von vielen, also äh gebürtigen DDR-Bürgern, dass ich halt neunzehnhundertneunzig so viel geändert habe, dass man sich auf so viel neu einstellen musste. Und die stellen's mir dann auch nochmal schwieriger vor für jemanden, der noch nicht mal sicher sein kann, dass er in drei Jahren hier noch,
42:11
wohnen darf und bleiben darf.
42:13  Hai Bluhm
Ja und jede ist es für sich selbst hier gestellt, die da gab's keine Gruppenleitung mehr, gab's keine Betreuer mehr,
42:22
keine Dolmetscher für sie mehr,
42:26
und ich habe nur nebenbei gearbeitet. Natürlich werden Probleme äh gab's, dann haben die immer an an uns angewandt und na jener, der haben so privat und äh so geholfen, denn Leute unterstützt und geholfen.
42:40  Martin Fischer
Wie war's denn für sie persönlich die Wände für sie? Hat sich das ja dann auch geändert, das heißt sie mussten dann auch wahrscheinlich vieles neu organisieren in ihrem Leben.
42:50  Hai Bluhm
Ja total.
42:52  Martin Fischer
Was was war denn so die größten Veränderung.
42:52  Hai Bluhm
Das größte ist Arbeit weg.
42:57  Martin Fischer
Weil sie nicht mehr da angestellt waren bei dem Kühlschrank, Herstellung.
43:00  Hai Bluhm
Nein, das ist es hier neunzig Gleich äh gekündigt.
43:04  Martin Fischer
Ah, okay.
43:06  Hai Bluhm
Weil Betrieb so äh Personalabbau,
43:10
und all das Personal abgebaut wurde, dann wäre zuerst alle ausländische äh Werttätige oder oder als hier Vertragsarbeiter aus äh Kuba, aus Vietnam,
43:23
und die polnische Arbeite. Die wurden erstmal abgebaut.
43:29  Martin Fischer
Wie wie haben denn das die anderen? Wir haben es, dass die DDR-Mitarbeiter,
43:34
äh aufgenommen waren, die haben die dann gesagt, dass das lassen wir nicht zu oder war dann eigentlich schon die Stimmung so, dass sie gesagt haben, ja, dann lass mal lieber erstmal die äh Kollegen aus Vietnam und Kuba gehen.
43:49  Hai Bluhm
Dann habe ich nicht gehört, aber unser Leuten war irgendwie war irgendwie nervös und dann noch hier, da lagen die Nerven auch blank. Da.
44:08
Äh äh gefragt haben. Wann macht ihr nach Vietnam? Wann seid ihr zurück nach Vietnam?
44:14  Martin Fischer
Weil die auch Angst hatten um ihre Arbeit und gedacht haben, dass es eine Konkurrenz.
44:18  Hai Bluhm
Kühlschränke wurden auch nicht mehr viel bestellt oder gebraucht und die äh die Produktion wird auf minimal reduziert und nach und nach, dann äh wurde sogar äh,
44:31
die Werkstätte so zugemacht oder Abteilungen zugemacht. Und äh da äh waren auf einmal.
44:41
Und immer gesagt hier wir müssen weg. Aber in der DDR waren wir so herzlich willkommen.
44:52  Martin Fischer
Ja, so, so haben sie erzählt, ja. Und deswegen jetzt auch diese dieser Umschwung dann so plötzlich.
44:58  Hai Bluhm
Dann plötzlich immer wurden wir immer gefragt, wann macht ihr nach Viertnamen? Ist es nicht mehr beliebt und nicht mehr gebraucht.
45:05  Martin Fischer
Das ist nicht schön, zu hören. Ähm vor allem für die zwanzig Prozent, die haben wir gesagt, zwanzig Prozent sind ja dann geblieben, also achtzig Prozent sind zurück und zwanzig Prozent sind geblieben. Die haben sich dann wahrscheinlich auch nicht so willkommen. Dann gefühlt.
45:17  Hai Bluhm
Nein, überhaupt nicht. Äh wissen sie, das ist es ja für viele die erst Ende ab und Absicht gekommen sind. So kurz vor der Wende,
45:26
gekommen sind und dann mit äh äh mit dem Plan hier vier Jahre in der DDR zu bleiben, zu arbeiten. Um ihre Familien äh in Vietnam zu unterstützen oder zu helfen, ja,
45:39
und auf einmal noch nicht mal ein Jahr und kam die Wände.
45:44  Martin Fischer
Und dann auch gleich durch diese dieser dieser Umschwung gegenüber der eigenen Person, wo man dann eigentlich gedacht hat, man ist jetzt unter Kollegen und sobald dann halt sich irgendwas ändert, merken wir auf einmal so eine Ablehnung.
45:56  Hai Bluhm
Ja, am Anfang waren alle beliebt von äh deutschen Arbeitskollegen und dann kam die Wände und überhaupt nicht mehr. Die wollen alle weg haben.
46:06  Martin Fischer
Wie ging's denn, wie ging's denn dann weiter? Also ähm wenn man jetzt mal Richtung zweiundneunzig guckt, waren ja dann auch die Ausschreitungen in Rostock Lichtenhagen, das war eine ganz extreme Geschichte, ähm wo es dann wirklich auch,
46:18
ja, um Todesangst ging. Ähm wie ging's denn den Menschen,
46:23
die sie so ähm im Bekanntenkreis hatten weiter die dann geblieben sind. Also wie haben die sich denn dann,
46:31
umgetan in der, in dann in Deutschland wiedervereinigten Deutschland.
46:36  Hai Bluhm
Naja, war auch schwierig und äh weil die äh die Sprache auch nicht so mächtig sind.
46:46  Martin Fischer
Weil man halt im Betrieb das gebraucht hat, was man halt im Betrieb gebraucht hat und sonst wurde für alles gesorgt, an vielen Stellen.
46:52  Hai Bluhm
Ja, nee, gar nicht mehr. Betrieb ist es, ich schicke hier die, die äh Abteilungen für aus, für äh hier Vertragsarbeite. Gab's nicht mehr? Alles gab nicht mehr.
47:03  Martin Fischer
Gab's gar keine Ansprechpersonen mehr für so Alltagsprobleme.
47:06  Hai Bluhm
Nein, überhaupt nicht. Das ist nur privat. Ich als Privatperson nur.
47:10  Martin Fischer
Das heißt, sie haben es dann weitergemacht und die und ihre ja ihre Landsleute unterstützt.
47:14  Hai Bluhm
Ja die Leute geholfen, wenn die, die selbstständig machen, erstmal bei ähm äh hier Gewerbeanmeldungen,
47:24
oder äh Geschäft Mieten und Verträge, um alles, ja.
47:32  Martin Fischer
Was, was haben die denn da für Geschäfte gegründet und äh für exzellent, also ist natürlich dann schon auf ein großer Schritt eigentlich, also zu sagen, ich ich gründe jetzt ein eigenes Geschäft und suche jetzt gar nicht erst eine Anstellung, sondern ich gründe jetzt selber, was was machen denn so die,
47:47
die Geschäfte, die dann so gegründet wurden.
47:49  Hai Bluhm
Sagt die ersten Geschäfte, das ist hier äh so Bekleidung verkaufen. Auf dem Markt oder oder Laden äh mieten oder Meißen auf dem Wochenmarkt.
48:04
Und dann äh äh imbiss, ja, ihm bissel, ja. Die versuchen alle zu überleben.
48:11  Martin Fischer
Und da haben sie jetzt mitgeholfen, auch ähm ja, Anträge ausfüllen, auf Behörden mitgehen, zu erklären, was notwendig ist und zu verstehen, überhaupt erstmal, was notwendig ist, um so ein Geschäft zu gründen.
48:23
Und war dann war dann die Stimmung besser gegenüber ähm den vitamesischen Mitbürgern in der Situation, wo dann,
48:33
wo sie dann nicht mehr als Konkurrenz wahrgenommen wurden, sondern als ja, Teil des Wirtschaftslebens in der Stadt.
48:41  Hai Bluhm
War irgendwie nicht so gut irgendwie äh
48:45
da denken sie immer, wir haben immer äh wir wurden irgendwie so ähm als hier vorteilhaft, werden wir, wir kriegen mehr Vorteile als hier DDR-Bürger, aber das
48:57
das stimmt gar nicht.
48:58  Martin Fischer
Also auch so eine Neiddebatte eigentlich.
49:00  Hai Bluhm
Ja auch, ja, wenn wir, wenn einige so vielleicht Geschäft äh äh hatten und dann vielleicht äh wirtschaftlich besser ging und,
49:11
da denken sie, wir kriegen immer so Vorteil so den einheimische Gegenüber.
49:19  Martin Fischer
Aber das ist natürlich auch ganz schöner Mut erforderlich, um überhaupt zum Geschäft zu gründen. Also das ist ja da noch viel Risiko dabei. Das ist ja dann das wird dann nicht gesehen.
49:28  Hai Bluhm
Ja aber es ist müssen alles versuchen zu machen, ja.
49:35  Martin Fischer
Was haben sie denn dann gemacht? Also sie haben dann quasi im privaten oder ähm ja im privaten Bereich dann unterstützt, ihr die Leute um halt Geschäfte zu gründen, äh war das dann eine offizielle äh haben sich dann auch selbstständig gemacht damit oder war das.
49:50  Hai Bluhm
Nein. Gar nicht, ich war arbeitslos.
49:53  Martin Fischer
Dann erneut in der in Deutschland diesmal her.
49:56  Hai Bluhm
Habe ich doch Fortbildung gehabt, ja. So qualifizierung in der Richtung hier Computer und sowas.
50:08  Martin Fischer
Und haben sie dann.
50:09  Hai Bluhm
Habe ich gehabt und dann äh neunundachtzig nochmal äh fortbildung gehabt.
50:16  Martin Fischer
Und haben dann eine Stelle gefunden, äh später wieder als als was? Gar nicht.
50:20  Hai Bluhm
Nein, dort nicht. Na, ich habe so eine, äh ja, an einer Beratungsstelle äh.
50:28
Arbeit gehabt für ein Jahr, wo der Besitzer so ähm Förderungen von Arbeitsamt hatte und wo die Förderung aus war, dann war ich wieder arbei.
50:41  Martin Fischer
Aber dann sie haben da eine andere Tätigkeit gefunden tatsächlich.
50:44  Hai Bluhm
Im Erzgebirge, dann war ich noch zwei Jahre äh als ja ABM Kraft in einer Jugendclub in in Chemnitz.
50:57
Da hatte ich ein Jahr oder zwei Jahre gehabt, ja. Als ABM Kraf.
51:03  Martin Fischer
Und dann nachdem das vorbei war, war dann auch.
51:05  Hai Bluhm
Wieder arbeitslos.
51:07  Martin Fischer
Schwierige Zeit dann wahrscheinlich für für sie und viele andere auch, denke ich mal.
51:12  Hai Bluhm
Weil dort überall arbeitest du arbeitslosen äh im Erzgebirge, ich meine oder Bezirk Chemnitz äh oder damals Kammerstadt äh war Doc hier äh so industriezentrum von der DDR,
51:28
und nackter Wende einer nach anderen alles hier tot zugemacht. Und das ist es nur Arbeitslosen.
51:35  Martin Fischer
Und das betraf wahrscheinlich dann ja, die vietnamesischen Vertragsarbeiter sowohl ja.
51:39  Hai Bluhm
Einheimischen, ganz schlimm, geschweigen und Ausländer, ja.
51:43  Martin Fischer
Ja, dass dann nochmal ein extra äh ja Ressontimor, vielleicht auch da war, zu sagen, wir stellen jetzt vielleicht auch jemanden einen, der Vertragsarbeit aus Vietnam mal war.
51:53  Hai Bluhm
Und damals äh blieben nur einzige Chance so selbstständig zu machen. Das heißt Textilien zu verkaufen, Obst und Gemüse äh verkaufen und dann äh Gast steht da aufmachen. Das war,
52:07
hauptsächlich drei äh so Richtungen.
52:12  Martin Fischer
Das heißt, das war noch nicht mal so sehr so eine unternehmerische Entscheidung, sondern eigentlich so eine Überlebensstrategie auch zu sagen, ich muss mich jetzt selbstständig machen, weil mich stellt keiner ein.
52:22  Hai Bluhm
Ja, genau. Ich ich kenne da nur in in ähm Erzgebirge, ja? Und woanders kann ich das nicht sagen, aber ich denke auch genauso.
52:31  Martin Fischer
Ja, das ist eine das ist eine interessante Beobachtung.
52:33  Hai Bluhm
DDR-Industrie war total erstmal tot.
52:37  Martin Fischer
Ja und wenn sie sag,
52:39
man stellt jetzt auch oder man merkt dann auch, okay, wenn ich jetzt nicht ähm in der DDR geboren worden bin, dann habe ich es auch schwer eine Anstellung zu finden, dann bleibt einem ja nur dann übrig, sich selbständig zu machen und,
52:52
selbst zu schauen, dass man ein Wirtschaft, eine Wirtschaft ins.
52:54  Hai Bluhm
Aber ich muss aber ich muss auch sagen, nicht nur wir als Ausländer, sondern auch hier DDR Bürger, die auch fast die meisten waren auch arbeitslos.
53:07  Martin Fischer
Weil, ja, gab dann Betriebe viele Betriebe zugemacht und viele Regionen dann quasi gar keine großen Betriebe mehr hatten.
53:14  Hai Bluhm
Nein, gar keine, besonders im Erzgebirge oder Kammerstadt.
53:19  Martin Fischer
Sie selbst haben sie ja dann noch engagiert, eben auch und machen das jetzt, glaube ich, so wie es verstanden habe, auch noch weiterhin,
53:26
um halt ähm ausländischen Menschen zu helfen, hier in Deutschland zurechtzukommen, anzukommen. Ähm vielleicht können sie dadrüber noch ein bisschen was erzählen, was sie da jetzt gerade mach.
53:35  Hai Bluhm
Bevorwiegen, Vietnamesen muss ich sagen.
53:37  Martin Fischer
Vorwiegend wird nachwesen, ja, weil die, die jetzt nach wie vor in der zweiten oder dritten Generation schon hier leben oder auch neu kommen aus Vietnam.
53:45  Hai Bluhm
Auch viele neue äh kommen aus Vietnam oder die ähm.
53:52
Ehemalige Flüchtlinge und die haben so Bleiberecht bekommen.
53:58
Oder die hier äh so Partner von sagen wir Bio National Ehe, Familien hier.
54:10
Oder die ähm ehemalige Vertragsarbeit aus Tschechien, aus Sowjetunion, aus Polen, die kamen auch in die DDR und nach Deutschland.
54:20  Martin Fischer
Wie geht's dir denn heute? Also, finden die jetzt leichte Arbeit.
54:25  Hai Bluhm
Auch nicht,
54:27
wegen Sprache. Muss ich sagen. Meißen arbeiten unter äh unter sich oder äh bei Landleute. In der Gaststätte oder in Geschäften von wieder Land leiten, ja.
54:40  Martin Fischer
Und fühlen sie sich wohl in Deutschland oder ist es tatsächlich eher wegen des wegen des Einkommens wegen des Verdienstes aber man fühlt sich dann doch nicht so richtig willkommen hier wie ist denn da gerade so die Stimmung die Situation.
54:56  Hai Bluhm
Ich meine nach und nach ist es doch besser, man fühlt sich irgendwie doch wie angekommen. Hier in Deutschland, ja. Ähm.
55:06  Martin Fischer
Weil ich jetzt schon Sorge hatte, waren wir jetzt auch wieder viel hört in ähm ja und sich auch bestätigt, dass in Ostdeutschland natürlich auch
55:12
ja ähm rassistische Tendenzen steigen und ich mir deswegen vorgestellt hatte, dass vielleicht auch für Menschen schwierig ist, die jetzt nicht, wie sie gerade gesagt haben, Biodeutsch sind.
55:22  Hai Bluhm
Ja, man muss, man muss durch.
55:25  Martin Fischer
Ja, das ist, dass das klingt erstmal einfach, aber viel,
55:30
aber ist wahrscheinlich dann manchmal mit Sorge verbunden, ob's einem dann auch ja weiterhin gut geht, aber die sagen, da gibt's erstmal mit den Menschen, mit denen sie zusammen keine keine Sorge in dem Bereich.
55:44  Hai Bluhm
Ach ich meine Sorge hat man immer. Ja, aber ist es nicht so, so schlimm wie nackte Wende hier.
55:52  Martin Fischer
Ah, okay, das ist das interessan.
55:55  Hai Bluhm
Ja, jetzt ist es viel besser noch. Ja.
55:57  Martin Fischer
Das heißt, nach der Wende war dann wirklich so, ist wirklich die Stimmung so einmal komplett gekippt, dann wirklich.
56:03  Hai Bluhm
Ja, aber hier ist natürlich Sorge, hat man immer, ich meine auch nicht nur Ausländer hier oder Migranten hier in in Deutschland, auch Deutscher haben auf Sorgen, muss ich ja sagen, auch um Arbeit auch.
56:16  Martin Fischer
Und arbeite es halt oftmals doch ein wichtiger Faktor, ne? Im im Leben von jedem.
56:20  Hai Bluhm
Ist das A und O im Leben, ja.
56:22  Martin Fischer
Ja, ich denke mal, jetzt gerade auch in der jetzigen Situation, der wir uns befinden, also ähm wenn man das jetzt später nachwird, wir sind im äh Mai zweitausendzwanzig und äh ja, die Nachwirkungen oder immer noch die Auswirkungen, der Corona, Panthemie sind,
56:35
spürbar, wenn sie noch aufm Arbeitsmarkt spürbar.
56:37  Hai Bluhm
Ich möchte, ich möchte nicht dran denken. Äh weil äh die Leute, die selbstständig sind, die machen alle Gedanken, wie das weitergeht und,
56:48
aber ich meine, die meisten Vietnamesen oder die Geschäftleute, die sind auch C, die machen weiter und.
56:56  Martin Fischer
Und müssen wahrscheinlich auch weiter.
56:57  Hai Bluhm
Denke, es geht schon, ja.
56:59  Martin Fischer
Wie ist denn die Situation in Verdammt, wenn man grade dabei sind gerade? Was kriegen sie denn so mit ähm wie wie wirkt sich denn die Corona Geschichte in Vietnam aus, gerade?
57:08  Hai Bluhm
Oh, das ist äh Vietnam ist der Stolz auf dem Gebiet. Bei in Vietnam bis jetzt so nur über zweihundert infizierten und toten gab's noch keiner.
57:19  Martin Fischer
Weil die sehr ja, äh, sehr ähm ja, strikt vielleicht auch umgehen oder auch sehr Respekt.
57:26  Hai Bluhm
Am Anfang schon. Bei Vietnam äh äh liegt gleich an der Grenze zu China.
57:31  Martin Fischer
Und man hat dann schnell reagiert.
57:35  Hai Bluhm
Und wenn mal eine infiziert, egal aus Ausland kommen oder sowas. Die ganze Stadt führte geriegelt und dann äh so desinfiziert.
57:48
Und Ausgangssperre und und die Leute tragen äh so Mundschutz gleich am Anfang.
57:57  Martin Fischer
Das hat in Deutschland ganz schon lange gedauert, bis das mal zumindest jetzt im beim Einkaufen und äh im öffentlichen Nahverkehr soweit war, aber,
58:05
das da hatten wahrscheinlich ähm ja die, die Kultur, die das schon öffentlich schon länger machen, auch wenn sie erkältet sind, einen Vorteil.
58:13  Hai Bluhm
Ja, ich denke, das ist,
58:15
vielleicht nicht hundert Prozent, es gibt so gar nicht absolut, aber relativ ist schon gut vielleicht äh wurde deswegen hier Infektion durch äh Tröffchen vielleicht reduziert,
58:30
mindestens denke ich mir.
58:32  Martin Fischer
Aber das Schönste hört, dass das Vierteinander so so gut durchgekommen ist, bislang.
58:36  Hai Bluhm
Ja, aber trotzdem, die Wirtschaft leidet auch.
58:40  Martin Fischer
Ja, das das das denke ich mir, dass da ja, wie wahrscheinlich überall auch.
58:46  Hai Bluhm
Besonders hier Tourismus, äh Branche und na ja, anderen auch damit auch.
58:53  Martin Fischer
Zum Abschluss vielleicht nochmal eine Frage, ein ein Sie persönlich, sie hatten sie haben sich ja engagiert, also ich habe gesehen, sie haben einmal eine Ausstellung mit Kuratiert, wo es eben um die Situation der Vertragsarbeiterinnen ging und ähm,
59:08
wie war denn da die Arbeit dran und die Reaktion darauf,
59:12
sind dann Menschen noch gekommen und haben gesagt, ah, das wusste ich noch gar nicht, wie die Situation war, vielleicht können sie da nochmal ganz kurz was berichten.
59:19  Hai Bluhm
Ja, doch, ja, äh, doch, ja, ich äh, so äh in Potsdam, da war gleich nach der äh äh Ausstellung. Da kamen auch viele äh Fragen oder ich war in Chemnitz,
59:31
ich war in Erfurt und ich war auch woanders noch,
59:35
und äh kam auch viel äh Fragen von der ich meine äh Bevölkerung,
59:43
äh die äh viele Sachen wussten sie äh nicht über Vertragsarbeite,
59:49
das ging. Alle denken, manche denken, wir hatten nur Vorteile, wir,
59:54
verdienten mehr als ihr äh deutsche Kollegen oder sowas, das das stimmt gar nicht.
1:00:01
Und äh viele Sachen noch. Die wussten überhaupt nicht, dass wir nur vier Jahre hier und alle wollten natürlich länger in die DDR äh bleiben, um zu arbeiten und zu verdienen und dann äh ihre Familien,
1:00:15
in Vietnam unterstützen zu können oder so.
1:00:19
Aber das ging nur vier Jahre und dann äh äh wieder wechselt, die kommen wieder neue Truppe und andere Seiten ist es nicht nur Arbeiten. Viele, die noch keinen Beruf hatten,
1:00:31
in Vietnam keinen Beruf hatten, die in meiner Betrieb, die müssen auch mag der Arbeitszeit noch, hier beruflern,
1:00:39
und wir hatten an Betrieb auch sehr mehrere sagen wir mal Absolvetten in in Beruf.
1:00:50
Nach der vier Jahre arbeiten, einige haben auch noch hier, also äh Urkunde als Schlösser äh bekommen. Berufabschluss, als Schlös.
1:00:58  Martin Fischer
Ah, okay. Äh, das Schloss hat.
1:01:03
Ja, Schlosser. Äh das hat die Ausstellung nochmal deutlich gemacht, dass eben
1:01:07
ja viele Kanten vielleicht dann noch, aber da hat man noch ein Kollege aus Vietnam dabei gearbeitet und haben dann nur gesehen, oh, jetzt haben sie da selber ein Geschäft aufgemacht, aber wie die Situation wirklich war, dass waren vielen dann gar nicht bewusst, habe ich jetzt so rausgehört, dann,
1:01:21
dass die das nochmal deutlich gemacht hat für viele.
1:01:23  Hai Bluhm
Ja
1:01:25
Ach, ist es, äh, ich meine, es ist auch nicht einfach, aber äh irgendwie im Ausland zu leben, aber irgendwie äh das geht schon. Ähm,
1:01:36
aber ich denke, ist auch für viele, die sind noch nicht so richtig hier wie angekommen hier in, in Deutschland.
1:01:43
Aber die sind trotzdem zufrieden mit dem Leben hier.
1:01:46  Martin Fischer
Es ist schön zu hören und ich mein, Mensch, wie sieht die Unterstützung ja auch die, die ankommen dabei, sie haben, sie haben, ähm, also sie ab in einem Verein mit, das sind ja auch im Vorstand der Verein Songhon, ähm.
1:01:58  Hai Bluhm
Ja, wissen sie, ich habe immer so gedacht, ich habe so viel Frau Teile gehab.
1:02:06
Ne, ich hab Studium hier in der DDR bekommen und ich kenne die Sprache ziemlich gut, besser als die Annen,
1:02:15
und deswegen muss ich auch hier zurückgeben. Ich äh soweit ich denn Leute helfen kann, mache ich das auch. Und ich fühle mich so wie das Leben ist es irgendwie gefühlt, ist es besser, ja.
1:02:27
Bessere Gefühl hier äh so oder auch sinnvoll äh zu leben, hier in, in, in Deutschland.
1:02:37  Martin Fischer
Das ist auch gewürdigt worden, was sie jetzt gemacht haben. Also sie haben ähm das Verdienstkreuz am Bande bekommen für ihre Arbeit. Das kann man jetzt hier vielleicht auch nochmal sagen. Das ist eine ganz tolle Auszeichnung, eigentlich für das, was sie dann äh jahrelang gemacht haben,
1:02:50
sei es jetzt mit oder ohne Bezahlung. Ähm äh und ihr Engagement in den ganzen Jahren, dass das so gewürdigt wurde.
1:02:59  Hai Bluhm
Och, das ist aber große Überraschung und ich war so sehr gerührt und war selbst überrascht,
1:03:06
warum ich das bekommen habe, obwohl äh viele andere Menschen, die äh auch hier ähm den äh Migranten oder anderen Menschen äh geholfen haben,
1:03:18
und ich ausgerechnet das, äh die äh Ehrung bekommen habe, das ist es auch schon. Äh schon großartig,
1:03:29
es sind immer noch große Überraschungen für mich.
1:03:31  Martin Fischer
Und sie machen, sie machen auch weiter. Also sie,
1:03:35
wo wir uns das erste Mal gesprochen haben, da haben sie auch gerade gesagt, sie sind jetzt immer noch, also gerade dabei auch ähm
1:03:41
Menschen zu helfen, die jetzt irgendwie in aktuellen Situationen viele Sachen neu denken müssen, neu ausfüllen müssen, neu organisieren müssen. Das heißt, sie haben jetzt auch auf jeden Fall noch viel zu tun, auch die nächsten Wochen, Monate.
1:03:54  Hai Bluhm
Ja, ich glaube, die Arbeit hört nie auf, die Sozialarbeit wird nie auf, ja.
1:03:59
Man kann auch Tag und Nach äh äh Arbeit bekommen. Aber das ist es damit das Leben irgendwie so nützlicher und schöner.
1:04:09
Denke ich mir, wenn ohne zu tun, ist es auch nein, es ist ja nicht schön, finde ich. Langweilig.
1:04:17  Martin Fischer
Nee, das ist eine schöne Einstellung. Dann würde ich sagen, ich,
1:04:21
bedanke mich an der Stelle für dieses dann doch. Ja, lange Gespräch. Ähm jetzt sind wir doch bei der Stunde gelandet. Am Anfang haben wir noch überlegt, ob wir die schaffen.
1:04:30  Hai Bluhm
Ja, habe ich nicht gedacht.
1:04:31  Martin Fischer
Ja, jetzt sind wir schon über eine Stunde, aber ähm es war auf jeden Fall sehr interessant. Ähm und ich glaube, wir haben sehr viel erfahren über ja, die Situation der Vertragsarbeiterinnen und Vertragsarbeiter in Vietnam und ähm ja auch ihr persönliches Leben.
1:04:44  Hai Bluhm
Und wissen sie noch, wir treffen uns hier noch hier die ehemalige Vertragsarbeit hier in der hier in Deutschland. Alle zwei Jahre einmal hier,
1:04:54
treffen wir treffen sie sich immer in Hanoi in anderen Bezirke wenn jemand aus Ausland kommen oder wenn sie sich so,
1:05:06
ihren Besitz zusammenfinden, treffen sie sich immer in Vietnam und wir in Deutschland alle zwei Jahre.
1:05:12  Martin Fischer
Und auch noch aus dem Studium oder dann ähm aus ihrem.
1:05:15  Hai Bluhm
Auch noch. Ich habe,
1:05:16
einmal alle zwei Jahre mit Kombiniton damals und dann alle zwei Jahre mit ehemaliger Vertragsarbeiter immer zu Pfingsten.
1:05:29  Martin Fischer
Ach toll und das äh.
1:05:30  Hai Bluhm
Dann habe ich auch jedes Jahr immer zu tun, ja. Dieses Jahr, leider müssen wir absagen.
1:05:35  Martin Fischer
Ja
1:05:36  Hai Bluhm
Eigentlich dieses Jahr äh dann treffen von ehemaliger Vertragsarbeiter, die Jesse zerstreut waren. Hier in ähm ehemaliger in in äh bei Kühlschränke wäre.
1:05:50  Martin Fischer
Aus dem Erzgebirge.
1:05:51  Hai Bluhm
Ja. Äh dieses da sollte eigentlich hier in äh in Potsdam sein. Ich habe alles vorbereitet und dann muss alles absagen.
1:06:02  Martin Fischer
Ja, das wird dann nächstes Jahr nachgeholt, hoffentlich.
1:06:06  Hai Bluhm
Ja, aber dann äh muss ich beim Studientreffen nicht mehr dabei sein. Ist es, da muss ich einer verzichten, ja. Schade, immer zu Pfingsten.
1:06:16  Martin Fischer
Ach so, nächstes Jahr können sie nicht, oder das ähm.
1:06:18  Hai Bluhm
Dort können äh ich habe schon wieder reserviert für äh ehemalige Vertragsarbeiter,
1:06:26
treffen hier in in Botsdorm, aber für Studenten, vielleicht muss ich wieder äh nein da äh muss ich absagen.
1:06:36  Martin Fischer
Ah, okay.
1:06:37  Hai Bluhm
Kann nicht dabei sein, ja. Und in Vietnam haben wir so viel treffen,
1:06:42
im November auf ehemalige Studierende aus äh aus allen Ländern, aus Sowjetunion, aus Deutschland, aus Tschechien, aus Ungarn, alles zusammen in in Vietnam,
1:06:55
da fahre da fliege ich auch nach Vietnam in November.
1:06:59  Martin Fischer
Dann hoffe ich, dass das.
1:07:00  Hai Bluhm
Dabei zu sein.
1:07:01  Martin Fischer
Ja, dann hoffe ich, dass das klappt, wenigstens.
1:07:04  Hai Bluhm
Ja, ich ich denke schon, ich hoffe auch, das wäre schade, wenn das nicht nicht klappt, wegen äh Corona.
1:07:12  Martin Fischer
Das hoffe ich auch, dass im November vielleicht schon na ja, ich weiß nicht, ob's dann schon Medikamente oder Impfstoff gibt, aber auf jeden Fall die Situation sein so ist, dass man reisen kann. Das wäre natürlich gut,
1:07:21
Frau Blum, vielen herzlichen Dank für ihre Zeit und dass sie uns das alles erzählt haben.
1:07:27  Hai Bluhm
Gerne. Das ist äh schöne Erinnerung an die Studiumzeit, sowie Vertragsarbeiterzeit. Das ist schöner Erinnerung.
1:07:36  Martin Fischer
Ja, das ist auch schön, das mal zu erzählen zu bekommen. Vielen Dank.
1:07:39  Hai Bluhm
Nicht so danken. Und bleiben sie gesund. Und weiterhin viel Erfolg.
1:07:42  Martin Fischer
Sie auch, danke schön. Danke, auf Wiederhören.
1:07:43  
Musik
1:07:56  Martin Fischer
Und wie immer an dieser Stelle begrüße ich Frank Meißner aus dem Archiv des DDR Museums. Hallo Frank.
1:08:03
Ja, hier am Mittelteil des Podcasts sprechen wir über Objekte aus eurer Sammlung, die mit dem Thema der Folge zu tun haben. Und da haben wir uns auch dieses Mal wieder,
1:08:13
eins, zwei, vielleicht auch drei Objekte rausgesucht und äh ja, schilder mal, was wir heute vor uns haben.
1:08:21  Frank Meißner
Ja, also wir haben jetzt zunächst einmal für uns zwei Briefe
1:08:25
die Auswirtnamen in die DDR geschrieben wurden und adressiert offenbar an eine Person, die wahrscheinlich aus Vietnam stammte und in der DDR gelebt hat, zu dieser Zeit und vielleicht fangen wir an mit dem,
1:08:39
etwas älteren, der ist aus dem Jahr neunzehnhundertsiebenundsiebzig und man kann darauf deutlich die Adresse lesen, das ist eben in Neubrandenburg, in Mecklenburg-Vorpommern, ähm in der Helmut Juststraße acht
1:08:53
ähm wenn das Zimmer acht fünf acht und ein Personen mit dem Namen und Entschuldigung schon mal für die wahrscheinlich komplett falsche Betonung oder Aussprache, aber ähm Nujen, Jun Quang.
1:09:05  Martin Fischer
Der da wohnt, genau der, der hat's bekommen,
1:09:08
was was mir gleich aufgefallen ist, dass der, dass der Name sehr schön geschrieben wurde und das neue Brandenburg und die Helmut Juststraße auch ähm versucht ehrt, wahrscheinlich das nachzubilden, wie die ähm komplizierte Straßenbezeichnung da war.
1:09:23  Frank Meißner
Genau, das ist auffällig, ja. Diese sehr, sehr schöne, schönen Schrift, wirklich ähm für den Namen und auch für den Namen der Absendenperson, äh wo ging dann eben die Postadresse, ist ganz relativ nüchtern und den Druckbuchstaben gesch,
1:09:37
damit man sie eben wahrscheinlich lesen kann, aber ja, das fand ich auch auffällig, es ist bei dem anderen Brief ist es ganz ähnlich. Genau, aber zu diesem vielleicht noch, man kann eben,
1:09:45
hier ähm auch bemerkt ist jetzt vielleicht noch die Briefmarken, denen die sind zwei Briefmarken auf dem Brief aufgeklebt, die jeweils sozusagen ein bisschen ähm man könnte es auch ein proporganistischer auch Inhalte zeigen,
1:10:00
ähm hier auf dem Brief äh die sind auch jeweils nur zu zwölf zu. Also das ist sowas wie dieses Cent. Und da werden der messischen Währung ähm,
1:10:12
und ähm man kann auf der Link,
1:10:14
kennen ähm ja Arbeiter und in der Arbeiterin und in Soldat und in einer Ingenieur, also so eine klassische Aufreihung der Arbeiterschaft ähm eine sozialistische Staates im Hintergrund auf roten Grund, in gelb Hammer und Sichel
1:10:29
und äh das äh Antlitz von ähm Profil. Genau und auf der rechten Briefmarke sieht man so eine,
1:10:38
an sich in einer Vordergrund hier landwirtschaftlich, industrielle Landwirtschaft ähm eine Ackerfläche mit einer Traktor, rechts, das scheint fast eine Art Staudem zu sein.
1:10:50  Martin Fischer
Ja, hätte ich auch gesagt.
1:10:52  Frank Meißner
Und im Hintergrund ähm sieht man Industrie und ähm Wohnbauten, die da irgendwie hochgezogen werden, genau.
1:10:58  Martin Fischer
Ich weiß nicht, ob du's gesehen hast, wenn man da weiterblättert bei euch in der Objektdatenbank, da kommt ja noch die Rückseite des Briefes. Da sind ja auch nochmal Briefmarken drauf. Also auch die gleichen.
1:11:07  Frank Meißner
Genau, das sind die nochmal, ja.
1:11:08  Martin Fischer
Hat wahrscheinlich alle fünf gebraucht und es zu verschicken.
1:11:12  Frank Meißner
Genau anscheinend, dass auch der andere Brief, zu dem wir gleich noch kommen können, der hat ja auch sechzig zu gekostet anscheinend, um den zu.
1:11:18  Martin Fischer
Ah ja, richtig.
1:11:19  Frank Meißner
Hier haben wir quasi fünf mal zwölf als
1:11:23
Genau, was sind wir noch, was noch bemerken wird, dass zu den Briefmeuten, die äh das, was da drauf steht, ist äh Day Hoi und eine römische vier und das äh steht für den vierten Parteitag der kommunistischen Partei Vietnams der neunzehnsechsundsiebzig stattfand, also im Jahr bevor die Brief abgesandt wurde
1:11:41
Ähm genau, also das lässt sich vielleicht noch zum historischen Kontext sagen.
1:11:46  Martin Fischer
Ist aber interessant, ne, wenn der Brief aus Vietnam von neunzehnhundertsiebenundsiebzig kommt, soweit ich weiß, das Vertragsarbeiterinnen und Programm begann erst neunzehnhundertachtzig. Also ich meine, wir haben jetzt vierzig Jahre dieses Abkommen,
1:11:58
äh begangen, gefeiert vielleicht jetzt der richtige Austritt ist auch begangen zumindest. Ähm,
1:12:05
Interessantes, da anscheinend auch schon Kontakte gab, beziehungsweise erste Arbeitskontakte vielleicht auch, weil oder vielleicht ist es auch tatsächlich ein Studienstudium, was hier,
1:12:15
ich weiß nicht ob.
1:12:17  Frank Meißner
Oder eine Kombination davon. Ähm ich habe, was ich rausgefunden habe, ist eben genau neunzehn achtzig gab's dann erst den das äh Vortragsarbeiterabkommen mit Vietnam, aber auch schon seit den sechziger Jahren sind Menschen aus Verdammen
1:12:29
also einen kommunistischen Teil wird namens in die DDR äh gekommen im Rahmen eben von auch so Saison, Entwicklungshilfe ähm Programmen, äh wo
1:12:38
die,
1:12:40
mit namesischen Gäste dann sozusagen eben ausgebildet wurden für eine Zeit, eine Zeitung gearbeitet haben und dann wieder zurückging äh nach wetten haben, um dort äh auch eben das technologische Neuhau vielleicht mitzubringen.
1:12:51  Martin Fischer
Und hast du was rausgefunden, was das für ein Wohnheim war, wo ähm ja wo der Brief hingehen.
1:12:57  Frank Meißner
Ja, also ich habe äh hausgefunden, dass es zumindest in der Brandenburg äh auch schon in den siebziger Jahren in Wohnheim gab, wo auch Leute aus Vietnam ähm hingekommen sind, um dort Deutsch zu lernen
1:13:08
Ähm die sind quasi nach ihrer Ankunft in der DDR ähm
1:13:13
dann zunächst noch eine Brandenburg gegangen für sechs Monate, haben dort Deutschkurse absolviert
1:13:19
und sind im Nachgang dann an verschiedene andere Standorte in der DDR gegangen, also meistens größere Industriebetriebe, wo sie dann erstmal ausgebildet wurden. Und bei guten Leistungen haben einige dann auch eben noch ein Studium angeschlossen.
1:13:33  Martin Fischer
Das deckt sich auch mit den Erzählungen. Ähm meine ersten Gäste in Heilblum, die wir jetzt gerade schon gehört haben, dass sie eben auch zuerst sechs Monate Deutsch
1:13:41
ähm ja, Kurs hier nochmal hatte, zusätzlich zum ähm zu Kursen, die sie schon in Vietnam hatte. Und was ich dann im Nachgang noch rausgefunden habe, ist, dass diese Zeit, wo ähm Deutsch vermittelt wurde
1:13:53
dass die dann immer weiter gekürzt wurde. Also erzählt Frau Blum auch. Also das war am Anfang tatsächlich so ein halbes Jahr oder drei Monate. Und dann wurde es
1:14:00
immer mehr, also auf das nötigste, was man halt in Betrieb gebraucht hat, reduziert und ähm,
1:14:05
da sieht man, aus meiner Sicht eigentlich auch schon, wozu denn eigentlich das, das Deutsch benutzt werden soll, also hauptsächlich um halt die die Arbeitsleistung zu erbringen und weniger jetzt um so ein umfassendes Studium der deutschen Sprache.
1:14:17  Frank Meißner
Genau, da hat sich das aus dem Akzent, Verschiebung auf jeden Fall vollzogen, die vielleicht in den siebzigern noch eher gegeben war, dass es da noch mehr um die Ausbildung auch ging und dann in Achtzigern
1:14:27
wie auch die Zahlen zeigen, dass immer mehr ebenfalls dabei der Innendank in DDR kam, äh dass die sozusagen die Facharbeiterkräfte ersetzt haben. Ähm und dann möglichst schnell einfach in die Betriebe mussten wahrscheinlich.
1:14:39  Martin Fischer
Die der zweite Brief, der ging an das gleiche Wohnheim, aber ein anderes Zimmer. Und auch eine andere Person natürlich. Ähm.
1:14:48  Frank Meißner
Also der erste der erste ging ans Zimmer achthundertachtundfünfzig, in der zweite jetzt ins Zimmer, achthundert, vierundfünfzig, also wahrscheinlich
1:14:55
direkt nebenan. Äh zwei Türen weiter, aber ähm genau, äh eben zwei Jahre später am Jahr neunzehn, neunundsiebzig und eine Person mit dem Namen Nujan Hunchi,
1:15:06
Genau.
1:15:07  Martin Fischer
Und bei euch in der Beschreibung zum Objekt steht auch, dass es ja eben der Sohn war, der offensichtlich oder vermutlich Studentvertrags,
1:15:16
Gastarbeiter oder Lehrling der DDR-Weiße, das waren die anscheinend die Gründe, aus dem wir in dieses Wohnheim kamen oder überhaupt in der DDR, ja, aus Vietnam,
1:15:25
tätig war, als Student oder als Arbeiter.
1:15:27  Frank Meißner
Genau, also das ist zumindest in der Plausible Interpretation, wir haben eben leider nicht äh den genauen Hintergrund, genauso wie der Brief selbst, also es handelt sich um das nochmal zu betonen, auch hier nur um die Umschläge
1:15:37
der geschriebene Brief selbst, den haben wir leider
1:15:39
nicht, wo quasi auch noch in eine Nachricht vielleicht stehen könnte, auch diese Umschläge sind selbst äh anscheinend gefaltet aus äh Schreipapier, was eben auch liniert ist schon und dann quasi hinten einmal umgeklappt und geklebt
1:15:54
Ähm das vielleicht auch noch ganz interessant.
1:15:56  Martin Fischer
Ja, ist so ein bisschen selbstgebastelt, umschlafen muss, als Kind, vielleicht dann auch früher manchmal gemacht, aber ich hatte mal so ein Buch, wo so ähm, ja, wie man immer
1:16:04
detektiv spielt und so ein bisschen, da waren auch so Tipps drin, wie man dann ähm ja, sich so Umschläge sehr verbastelt,
1:16:10
Ja, da habe ich auch gleich dran denken müssen, ähm also ganz andere Assitationen, aber habe ich auch gleich dran denken müssen, wo ich dachte, ah, das ist, das ist gar kein richtiger Umschlag gewesen.
1:16:17  Frank Meißner
Genau, da hatte man auf jeden Fall improvisiert, ja.
1:16:19  Martin Fischer
Ja, gibt's noch was zu diesem Brief zu sagen? Oder haben.
1:16:24  Frank Meißner
Könnt ihr hier nochmal kurz auf die nur auf die Briefmarke zu sprechen kommen.
1:16:27  Martin Fischer
Ja, auf die zweite, vom zweiten Brief.
1:16:28  Frank Meißner
Genau da sieht man eben auch nochmal mit äh quasi der Hand zum Gruß erhoben in einer
1:16:37
ihr geblich beige, ähm Jacke und Uni oder Uniform fast
1:16:43
und die wurde an Scheint, äh dann irgendwie zwei Jahreszahlen, den neunzehnten, fünften, achtzehn, neunzig, in den neunzehnten, fünften, neunzehnhundertfünfundsiebzig und die wurde offenbar eben zum fünfundachtzigsten,
1:16:54
Jubiläum des Geburtstages von Hochschiminder eben am neunzehn.
1:16:56  Martin Fischer
Ah okay.
1:16:58  Frank Meißner
Achtzehn neunzig geboren wurde, herausgegeben. Genau, Stab ja schon, ähm neunzehn achtundsechzig, aber,
1:17:04
wurde dann anscheinend das äh Jubiläum nochmal groß begangen. Ein paar Jahre später.
1:17:09  Martin Fischer
Und in der Erinnerung wahrscheinlich dann immer auch nochmal ja, wieder auferleben lassen.
1:17:14  Frank Meißner
Ja, genau.
1:17:16  Martin Fischer
Gut, dann haben wir noch ein äh drittes Objekt, das also erzähl uns mal was es ist und dann meine Vermutung dazu.
1:17:25  Frank Meißner
Ja. Also das dritte Objekt ist ein Lesezeichen. Das trägt oben die Aufschrift, Strom für Wettvietnam
1:17:33
und ähm zeigt darunter eine Darstellung von einer äh weiblichen Person, die ein kleines Kind in Arm hält, in einem Feld und darüber sieht man
1:17:44
so eine Art wie kleine Pfeile oder man könnte auch denken, sind Bomben, dann weiter oben finden sich noch zwei Flugzeugsilouietten im Himmel sozusagen und auf dieser Himmel sieht so ein bisschen fast aus, als ob da irgendwie Flammen
1:17:57
brennen eher als als dass das jetzt vielleicht Wolken wären, genau. Alles in schwarz, weiß, grafisch dargestellt,
1:18:04
und auf der Rückseite wiederum ähm finden wir eine Aufschrift, wo steht äh Kollege Günther, spendete zehn Mark und ermöglichte damit die Lieferung einer Stromerzeugungskapazität von zwanzig Watt für das Kämpfen der Vietnam. Und äh dazu noch
1:18:19
die Abschrift deutscher Schriftstellerbund.
1:18:22  Martin Fischer
Und da habt ihr jetzt aber keine Jahreszahl dazu.
1:18:25  Frank Meißner
Na nur in einer eine Waage, also das wurde offenbar seit neunzehn siebenundsechzig herausgegeben. Ähm das äh Lesezeichen und neunzehndreiundsiebzig Ende der Jahr sozusagen mit dem,
1:18:36
zumindest könnte man sagen, mit dem Abzug, der US-Truppen, die Hauptphase des Verdammkriegs ähm ich würde es in diese Zeit einordnen.
1:18:44  Martin Fischer
Genau, das wollte ich grade anfangen sagen, auch, dass das meine Vermutung war, dass das halt noch zu noch zu Kriegszeiten rausgegeben wurde.
1:18:51  Frank Meißner
Zumal, das ist noch ein Hinweis, der deutsche Schriftstellerbund, in dem eben die Schriftsteller, innen der DDR organisiert waren, äh der hieß nur bis neunzehn neun, neunzehnhundertdreiundsiebzig, so danach hieß er Schriftsteller Bund oder Schriftstellerverband der DDR,
1:19:05
Also da haben wir auch noch meine zeitliche Markierung auf jeden Fall in die genau neue Zeit hin.
1:19:10  Martin Fischer
Jetzt kann er aufgefallen, also diese diese Formulierung ähm zwanzig Watt für das Kämpfen der Vietnam. Also
1:19:16
aus meiner Innerung raus war eine DDR hat man eigentlich immer für irgendwas gekämpft, auch wenn kein Krieg war, also es war dann immer mal kämpft für den Sozialismus, für die Freiheit ähm
1:19:26
Ja, für gute schulische Leistungen, also die, die, diese Formulierung, man das kämpfender wird, ne? Wir vermuten, dass es der Krieg war
1:19:35
legt auch das Bild nah, aber das also diese Formulierung ist irgendwie so eine ganz typische für mich aus meiner Sicht, für sozialistische Staaten, weil es da immer um den um den Kampf gegen irgendwas ging,
1:19:45
oder für.
1:19:45  Frank Meißner
Ja, das stimmt, das genau. Also es rührt ja auch her, einfach vom vom Klassenkampf und den Wurzeln der sozialistischen
1:19:51
Staaten in mehr oder weniger revolutionären, vielleicht auch umstürzen, zumindest immer den Vogel zur Wettunion. Und das trägt sich dann auch in die ganze Rhetorik, ne? Oder auch am Arbeiterkampf, aber der Kampftag und so weiter. Das findet sich überall ganz recht.
1:20:06  Martin Fischer
Ja, Frank, das waren die drei Objekte, die wir hier gefunden haben, wir verlinken die euch natürlich wie immer, damit ihr sie dann auch anschauen könnt. Äh im Museum sind die wahrscheinlich gerade nicht ausgestellt, aber in Objektdatenbank eben zu finden
1:20:20
Das Museum hat aber wieder geöffnet.
1:20:23  Frank Meißner
Genau, also wir haben schon seit wieder ähm Anfang Mai geöffnet äh zu den regulären Öffnungszeiten natürlich mit den geltenden Hygienebestimmungen, mit einer Person,
1:20:35
Begrenzung, die gleichzeitig im Museum sein dürfen und Maskenpflicht, aber man kann das Museum gerne wieder besuchen.
1:20:41  Martin Fischer
Gut, dann macht das gerne, wenn ihr in Berlin seid und oder euch das Thema interessiert oder beides zugleich. Ähm ich bedanke mich auf jeden Fall bei dir, Frank, dass du dir Zeit genommen hast, uns bisschen was zu erzählen zu diesen Objekten,
1:20:57
und ich gebe jetzt gleich wieder zurück zu mir selber zu einem zweiten Gespräch ähm oder zum zweiten Gespräch für diese Folge, ähm was nochmal einen wichtigen anderen Aspekt auf das Leben von vietnamesischen Menschen in der DDR wirft,
1:21:12
Danke dir Frank.
1:21:12  
Musik
1:21:14  Frank Meißner
Danke dir, Martin.
1:21:29  Martin Fischer
Im Gespräch mit Heilblum haben wir kurz über die Anschläge auf die Wohnungen von ehemaligen Vertragsarbeiterinnen in Rostock Lichtenhagen im Sommer neunzehnhundertzweiundneunzig gesprochen,
1:21:37
Die Menschen im Sonnenblumenhaus, das von einem aufgeheizten Mob angegriffen und im Brand gesteckt wurde, konnten sich nur knapp über das Dach des Hochhauses in Sicherheit bringen.
1:21:47
Der Name Rostock Lichtenhagen stand ab da als Synonym für die rassistisch motivierten Gewalttaten im Frischwiedervereinigten Deutschland und für ein Versagen der Politik und Zivilgesellschaft im Umgang mit Menschen aus anderen Ländern. Wie macht man danach weiter,
1:22:01
Wie er ging es den Menschen aus Vietnam, nach diesen schrecklichen Ereignissen,
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Im zweiten Gespräch für diese Folge spreche ich mit Wutan-Wang. Vorstandsmitglied und Projektkoordinatorin beim Rostocker Verein Diän Hong, gemeinsam unter einem Dach.
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Als Antwort auf das Pogrom gründeten Vietnamesinnen aus Rostock, den Verein, um Kontakt zu Deutschen Einwohnerinnen und Einwohnern von Rostock zu suchen und zu gestalten. Frau wohl berichtet uns über ihre Arbeit und die Situation in Rostock heute,
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das Gespräch konnte ich erneut nur über Telefon führen und bietet dadurch nicht die gewohnte Hörqualität. Ich bitte euch aber, hört zu bei diesem aus meiner Sicht enorm wichtigen Thema.
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Ich bin jetzt verbunden über das Telefon mit Frau Doktor Wu. Ähm aus äh Rostock. Herzlich willkommen,
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und wir wollen auch nochmal ein bisschen sprechen über die aktuelle Situation, beziehungsweise das Engagement von Ihnen in Rostock, hauptsächlich für Menschen aus Vietnam,
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und dafür würde ich sie bitten, stellen sich doch bitte mal kurz vor und was machen sie in Rostock? Und was machen sie? Womit beschäftigen sie sich gerade?
1:23:06  Vu Thanh Van
Ja, vielen Dank. Mein Name ist V. Also das ist schon auch viel Schwierigkeit für den Leute, weil sie weiß gar nicht,
1:23:20
heiß ich beide Seite geht also habe ich kein Problem damit,
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seit zweitausendzwei bin ich nach Deutschland angekommen für meine Magiste Studium und danach bin ich weiter formuliert an die Uni Poster.
1:23:38  Martin Fischer
Was haben sie da studiert?
1:23:40  Vu Thanh Van
Ich studiert äh also für meine Magiste, das war eine Programm für die Mitte äh Manager aus unterschiedlicher Entwicklungsländer und das war ein Programm auf Englisch,
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und dann nachher, wenn ich promoviert weiter in die Uni auf äh wenn dein Fach Verwaltungswissenschaft. Denn vorher ist, nenn man das Mann.
1:24:03  Martin Fischer
Das sind die zweitausendzwei hier nach Deutschland gekommen, einfach als Teil ihres Studiums oder äh als komplettes Studium.
1:24:09  Vu Thanh Van
Fertig gemacht, ja.
1:24:16  Martin Fischer
Okay. Und das Studium haben sie dann abgeschlossen und sind in Deutschland geblieben.
1:24:24  Vu Thanh Van
Ja, wegen Familienwund. Ich ähm,
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dann zweitausendsieben bin ich hier äh verheiratet und mit einem Sohn und zweitausendachtzehn hier nach Rohstoff umgezogen, weil mein Mann hat einen Jobangebot hier
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und äh seit zweitausendelf arbeite ich bei gemeinsam und in einem Dach sie ein,
1:24:48
und seitdem ja, bis jetzt.
1:24:52  Martin Fischer
Das ist ein Verein. Ähm die wir in Hong.
1:24:55  Vu Thanh Van
Und jetzt bin ich Projektkoordinatorin für zwei Projekte, eine ist Spaßmittel, habe kurz zum Spiel in Rostock und Umgebung und zweite Projekt ist es angemalt, politische Bildung.
1:25:09  Martin Fischer
Was ist denn das Ziel des Vereins? Also womit ähm was ist, also womit beschäftigt er sich und was ist denn so das große, übergeordnete Thema.
1:25:19  Vu Thanh Van
Also die übergeordneten Vereins und unser Ziel ist eigentlich, dass wir sind aktiv und wir versuchen, das ist die ähm integration,
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gelingen kann. Also das heißt und den beiden Seite, weil äh von unser unser Einstellung, wir denken, dass ich,
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wie gesagt, wir fangen einfach auch nicht von einer Seite an, sondern ist von zweien Seite und wir versuchen, dass ich die Möglichkeit, dass ich die Deutsche Einheimisch und mit unterschiedlicher,
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zugewandert oder alles mit den Migrationshintergrund, dass sie die,
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wer zueinander kommen können, durch unterschiedliche Projekt. Also, das heißt, wir unser Motto ist eigentlich auch Vielfalt. Also, Vielfalt erleben in Vielfalt. Das ist am Ende,
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die alles hier in Deutschland eigentlich auch füglich miteinander umgehen und fühle ich miteinander zusammen.
1:26:21  Martin Fischer
Das ist ein ganz wichtiges Stichwort, weil die Gründungsgeschichte des Vereins ähm geht ja zurück bis ins Jahr neunzehnhundertzweiundneunzig. Äh im Nachgang der der Ausschreitungen damals in Rostock Lichtenhagen, wo halt,
1:26:33
das friedliche Miteinander nicht geklappt hat, beziehungsweise auf eine sehr schlimme Art gescheitert ist äh und,
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da eben in diesem, in diesem einen Haus, in diesem Sonnenblumenhaus, ähm, vinamesische Vertragsarbeiterinnen, angegriffen wurden, nachdem zuvor,
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eben die zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber geräumt wurde und dieser aufgeheizten Stimmung gab's dann eben diese diese schlimmen Ausstellungen im August. Und im Nachgang dessen hat sich ihr Verein gegründet.
1:27:07  Vu Thanh Van
Ihr also ungefähr an, gewinnt es da mal, das ist so auch also also sagt man diese diese.
1:27:15
Diese Rundungsversammlung äh Leute, diese,
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viel davon ist es eigentlich auch eher mal für Tag arbeite und der Tag arbeite wie und noch ein paar einheimliche Deutsch,
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und ich denke, die die so ist, dass ich nach den diese Ausschaltungen in in München haben, schockiert den Vietnamwesen. Also,
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ich hab's einfach auch nochmal recherchiert, weil für mich
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einfach auch viel fahren, wenn ich hier nach Lust auch umgezogen, weil ich hatte einen eigentlichen ganzen anderen Hintergrund, warum bin ich hierher nach Deutschland, also verstehe ich einfach auch gar nicht, warum die Leute so lange hier in Deutschland warum,
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sprechen sie kein Deutsch, einem Licht äh war ich in Vietnam, ich habe an eigentlich auch noch nie gehört, überlegt in Hagen.
1:28:02  Martin Fischer
Okay.
1:28:03  Vu Thanh Van
Also seit zweitausendzwei bin ich auch mal dieses Studium in in Deutschland ähm,
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genommen eine Freundin. Von mir hast du mir gesagt, nach kennst du das? Äh diese Geschick über Lickenhagen in Lostopf, also ich sag nur keine Ahnung, also sag,
1:28:20
zweitausendzwei hat einfach auch eine diese Ausscheitung noch nie beweg.
1:28:29
Ich habe keine Ahnung. Und ich habe eigentlich auch nicht so so tiefe kaschiert über diese Themen, weil ich,
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wenn die Leute hat, mir ist ja, ich denke, das passiert irgendwie nur ein Tag, aber wenn ich einfach auch sehr normal mehr erfahren, dass ich einfach auch fast drei Tage lang und einfach auch nicht nur, dass uns passiert und dann gibt die Leute dabei und dann,
1:28:50
applaudiert, was haben den anderen getan? Also ich war wirklich Schock. Ich war, also das ist eigentlich allgemeine Vorstellung,
1:28:59
und ich denke, für die, die sie vietnamesische Tag arbeiten, die da hat mir so erzählt, ich sage das vorher,
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haben sie eigentlich auch immer gute Beziehungen mit den Deutschen, die sie fleißig bei der Arbeit und und die sind eigentlich auch nicht war für den deutschen Gesellschaft,
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und plötzlich sowas passiert. Ich denke, für viele Vietnamesen haben sie einfach auch nicht akzeptiert oder nicht so sehen, das ist die,
1:29:27
die damals passiert in den Licht in Hagen ist es gegen wird eine,
1:29:30
die sagen, dass es gegen diese Asylbewerber, weil, weil diese, diese Lebensbedingungen dort ist so schlimm und das ist alles so schmutzig, also das ist irgendwie.
1:29:41  Martin Fischer
Das war, das war die Aussage damals und dann ist es halt auch über gesprungen oder übergegriffen, quasi auf die ehemaligen Vertragsarbeiterinnen.
1:29:50  Vu Thanh Van
Ja, also ich denke schnell, Leute, die bisher sie denke immer weiter so, natürlich diese Diskriminierung erfahren sie auch, aber ähm,
1:30:00
aber so sagen, okay, liegt in Hagen, so eine Ausschaltung, ohne gegen Vietnamesen, ich denke, viele wird eine bis heute sagen, nö, das, das ist nicht, das war nur Zufall, wir sind in einer falschen Ort.
1:30:12  Martin Fischer
Ja und ich habe ähm, also wir haben auch in dem Vorgisch, in dem Gespräch, was ich zuvor geführt hatte, kam eben auch zur Sprache, dass eben mit der Wende,
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aus ehemaligen Kollegen und Kolleginnen auf einmal ähm ja jetzt nicht,
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ja, vielleicht auch Feinde, aber auch so, äh, Neider wurden, die dann gesagt haben, okay, ihr nehmt uns jetzt hier die Arbeitsplätze weg und wann geht ihr zurück nach Vietnam? Und das ging, das war wirklich für viele ein Schock irgendwie mitzukriegen ähm,
1:30:42
dass, dass die Leute, mit denen ich jetzt jahrelang zu sagen gearbeitet habe, auch zu solchen Sachen dann fähig sind.
1:30:48  Vu Thanh Van
Ja, ich denke, das ist einfach auch ein viel, dass es so sagt, man diese diese schwierige Zeit so, weil das ist ähm äh Mauerfall und,
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denke viele Vertrag arbeiten, haben sie,
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also so es mit den Namen verkraft, das heißt, ich denke, die meisten hat einfach auch keine Planen hier,
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lange in Deutschland bleiben und ich bringe selten nach dem Mauerfall, manche einfach auch so bleiben, weil ich denke, ihr ähm
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Lebensitation, also diese wirtschaftlich, das haben sie so viel ähm für diese Arbeit in Deutschland. Gegeben,
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Ja, also das heißt, sie hat das abgegeben, manche auch wie in Arbeit, mancher ist so ein fast alles. Und sie haben einfach auch sehr gesagt, was mache ich jetzt, wenn ich einfach auch zurücknahm, also in Vietnam, sehr habe ich auch keine Zukunft,
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anzusagen, okay, ich bleibe hier so einmal noch und mal gucken und versuche noch ähm also etwas nochmal zu verdienen und dann,
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dann kann ich jederzuguck nach Vietnam und sage ich einfach auch eine neues Leben an. Weil habe ich auch diese Fragen gestellt. Ich sage na, warum? Also ich selbst werde ich einfach sofort nach Vietnam fliegen, Entschuldigung,
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warum sie nicht hier bleiben.
1:32:00  Martin Fischer
Ja das also wie gesagt, das das hat mich auch, das hat mich auch fasziniert, dass dann wirklich die die Menschen sechs Monate nach diesen Ausschreitungen den Mut aufgebracht haben oder die Initiative diesen Verein zu gründen. Ich glaube, ich selbst,
1:32:15
wer auch nicht in Rostock geblieben oder hätte Angst gehabt in Rostock zu bleiben.
1:32:19  Vu Thanh Van
Ja, also ich habe auch so jetzt wirklich so auch meine Vorstellung, aber dann natürlich dann, ich habe einfach auch, wie gesagt, einen anderen Hinterhund, wenn ich selbst versuche, das wird nach, habe ich auch einen anderen,
1:32:29
Also, aber sie haben gesagt, also manche ist auch Syndat und würde gewählt nach Deutschland,
1:32:36
und das war zum Beispiel seine Zeit in Deutschland, ich will nur ein Jahr, aber sie, er hat mir erzählen, dass um diese Stelle zu bekommen, denn er hatten alles gegeben, er hat einfach auch keine Anspruch mehr auf seine Rente und wenn er jetzt,
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nach Vietnam er hat nichts und er hat noch ein Frau und mit zwei Kindern, also er kann das nicht machen. Und dann deswegen äh er versucht normal seinen Chang, also,
1:33:00
Also ich, wenn ich kenne diese Geschichte noch äh so von den Vertrag arbeite. Ich denke, also so ein großer Respekt als als wird eine melden, ne.
1:33:10  Martin Fischer
Ja, das das ist, das erfordert wirklich großen Respekt dann zu sagen, ich,
1:33:14
ich bleibe auch, wie gesagt, wie sie gerade gesagt haben, man hat dann auch nicht immer die Option gehabt, zurückzugehen und aber dann auch zu sagen, okay, ich ich versuche jetzt mit dieser Situation umzugehen und sie zu einem besseren zu wenden, dass ähm ja, das ist ja beeindruckend.
1:33:29  Vu Thanh Van
Und sie haben das war auch den Verein gegründet, weil sie denken, das müssen sie irgendwie einfach auch mal abziehen, mehr sichtbar sein, um ihr Leben und ihr zu
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einfach auch mitgestalten. Also das ist nicht so keine Überraschung mehr und ich denke, das ist einfach auch sehr, sehr mutig.
1:33:46  Martin Fischer
Wissen sie noch oder haben sie erzählt bekommen, wie denn so die Anfänge des Vereins waren, was dann wie die Gründung vonstatten ging, was die ersten Reaktionen darauf waren?
1:33:56  Vu Thanh Van
Ich finde, dass das auch sein soll, ist dann, weil dann sind den Real wird gegründet,
1:34:01
und die arbeitet diese Berufung, den Verein Sinnhaus ist in diese Sonnenblumenhaus bis neunzehnhundertneunundneunzig,
1:34:09
sie arbeitet dort und natürlich dann fangen sie an mit den unterschiedlichen Projekt an diese Richtung, total unberufliche Integration.
1:34:19
Und sehen haben einfach auch eine Begegnung also Begegnungsstätte dort,
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in den Sonnenrumenhaus, einfach auf einem Ort, wo die Einheimische und den, den wird nach,
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Also das finde ich einfach auch sehr interessant, weil ich denke, okay, dann die Arbeit,
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jeden Tag, sie gehen sie, wie viel Abend für den Verein arbeitet, da mal, ne? Die geht so wie so ein Blumenhaus und von einfach auch fast jeden Tag bis neunzehnhundertneunundneunzig, dann äh sind sie ein, würde nach Weinemann, du hoffst, diese interkulturelle Zentrum umgezogen,
1:34:56
wie gesagt, am Anfang an ist, die machen einfach auch viel, diese, ich bringe eine Seite, Begegnung, Süßen, Deutsche und,
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und nochmal diese Kultur zu pflegen, für die, die vietnamesische Jugendliche. Und ich denke da mal,
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haben sie auch noch viel Beratung für den Vietnamesen, so wegen ihr Aufenthalt, wo können sie einfach auch ähm Arbeitslosgeld anmelden, wo können sie einfach auch ihre Wohnung finden. Also, dass halt die
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die die Hand einfach auch äh so viele Milchen da mal geholfen und einfach auch normalen Schwachkurs dann die an. Also ich denke.
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Zusammenarbeit mit den Deutschen, dann ist selbst wenn man ich denke die,
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viel durch den Projektförderung und wir arbeite also in diese Richtung. Und ich denke so elf,
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sehr sehr viel für den Vietnam und ich denke,
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war einfach auch Anfang zweitausend haben sie auch einen Satz umgeändert, das ist nicht nur für den Viertel, sondern äh für alles zugewendet, mit unterschiedlicher.
1:36:12  Martin Fischer
Was denn schwierig dann wirklich diesen Dialog zu starten mit den Einheimischen oder mit den deutschständigen Einheimischen.
1:36:20  Vu Thanh Van
Ich denke, damal ist nicht gleich, weil ich denke, dieses Geschick von Licht in Hagen, wenn ich äh äh also ich denke, fast jeden Jahr im im August, das hat immer nochmal unterschiedliche äh äh Journalisten oder ein Projekt, hat,
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Gefahr, wenn ich ich lese immer nochmal weiter, uns recherchiert oder einfach auch selber mit den Zeitzeugen im Gespräch,
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denke und auch selbst ich finde es ist einfach auch für mich noch ein,
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keines klar, Entschuldigung, was passiert, denn liegt in Hagen, äh wo Herkunftswiesefehler, wer ist so ständig für den Licht in Hagen? Haben sie immer so gesagt, das ist
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äh äh gesellschaftliche Versagen, aber ich denke, äh das heißt auch wieder einen Art von äh,
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kollektive Verantwortung am Ende ist niemand nehmen diese Verantwortung. Warum passiert das? Also ich denke, Begründung, ich denke,
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wenn das ist ohne den einfachen unterstützen dann ist es,
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möglich. Das ist, wenn das ich pur eine Vereine, denn wird eine milden. Und das ist einfach auch nicht ohne Rund, nannen sie einfach auch Wien hung, gemeinsam unter einem Dach,
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denker ähm da mal diese diese Verantwortung, diese diskriminierung, diese ganzen Geschichte. Da man in Deutschland ist,
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noch sehr, sehr wenig und es Dinge auch noch in Ostdeutschland. Es ist nicht eine kann.
1:37:50  Martin Fischer
Woran liegt das, glauben sie, was was muss da passieren, damit das anders wird?
1:37:56  Vu Thanh Van
Also ich denke, es ist schon viel mit den äh,
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Bildung zu tun und einfach auch nochmal mit den Erfahrungen, weil äh also,
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denke auf diese manche dachte unser Ergebnis von den manche Wahlkommune mit den AFD, die haben einfach aufgeregte, dass ich die meisten diese,
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wieder äh waren Ort, wo haben sie einfach sehr hoche äh ASD, wo er keine Migranten dort in keiner keine Flügling einfach auch dort. Ich denke, dass ich
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diese sich öffnen, die zusammen miteinander im Gespräch ist, ist sehr sehr wichtig,
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und äh wenn das ist, ich weiß nicht, wir haben bisher auch in vielen Projekt, wir laden den den Leute ah ja, man kommt immer, dass ich
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unser schon gute Freude, die einfach auch sehr sehr freulich und haben sie einfach auf viele Kontakt mit mir gehandelt schon und wir hoffen immer, dass ich
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ihr Mann, die hatten weniger Kontakt mit mir einfach auch, komm zu uns und einfach auch nochmal,
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uns etwas machen, zuhören, aber also die die Teilnehmer ist für uns immer eine große Herausforderung,
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Ich denke, dass ich äh viele Leute ist ganz einfach. Ich denke, das war ihre Antrag, haben sie einfach auch keine Interesse daran,
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und das ist einfach so.
1:39:26  Martin Fischer
Das heißt, ähm sie hatten's vorhin schon mal angesprochen, so ein ganz wichtiger Schritt, für sie ist dann einfach auch erstmal Sichtbarkeit zu zeigen, ähm oder herzustellen und zu sagen, wir ähm ja, wir wir leben auch hier, das sind wir, das machen wir. Und ähm
1:39:41
sich jetzt nicht jetzt nicht zurückzuziehen, vielleicht, auch wenn da aller Grund dazu da gewesen war, damals.
1:39:48  Vu Thanh Van
Ja, also das sind sicher. Ich denke äh äh die wird nasen,
1:39:54
ist von den Charakter her. Ich denke, ist auch sehr, sehr praktisch. Und ich denke, wir malten wir wir,
1:40:03
wir gucken viel nach vorne, also rufen viel in die Zukunft statt was schon geschehen,
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und äh wie gesagt, nach dem Lied in Haken haben sie einfach auch vielen gesagt, natürlich es ist auch in der dann, wenn ich Fragen haben, sie Angst, ich sage, immer nei, habe ich keine Angst, aber äh sie gehen nicht so spät,
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aus dem Haus oder sie gehen eher immer zusammen. Also das heißt, ein Achtel wahrscheinlich haben sie Angst und wenn sie auch keinen anhätte, sie das
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Nick machen, aber das sieht die Art von den Vietnamesen, wenn sie antworten, ne? Also nie direkt, die sagen, nein, nein, habe ich auch keine Angst, aber wie gesagt, es ist einfach auch die positive Sache, weil sie sagt, dass ich
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kommen einfach auch ein paar solche persönlich und sagt, dass ist es, tut mir leid, das ist passiert,
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oder sie erfahren einfach auf die Knocken und andere Deutsche, die den Vietnamesen weiter,
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Also, ich denke vielleicht auch von den Geschick oder vielleicht auch von den Charakter von vielen Leute. Ich denke, sie gehen nach vorn, wir wir halten diese Hasse eigentlich einfach auch.
1:41:10  Martin Fischer
Ja, ich ich stelle mir das tatsächlich sehr, sehr schwierig vor auch. Also, wenn ich mir vorstelle, würde ich werden diese Situation überhaupt erstmal,
1:41:18
zu sagen, ja, das Problem, da ist ein Problem mit Ausländerfeindlichkeit oder Rassismus, in dem Moment, wo man das sagt, ist es
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existiert's ja auch untervor kann man vielleicht noch sagen, ja das war jetzt eine einmalige Geschichte, es war halt aufgeheizte Stimmung und ähm das waren halt nur diese zwei Tage, aber dann wirklich anzuerkennen, das ist halt so eine grundlegende
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grundlegendes Problem. Das erfordert, glaube ich, auch erstmal schon Mut zu sagen, dass das anzuerkennen, dass das so ist und darauf dann weiterzuarbeiten und das zu ändern.
1:41:47  Vu Thanh Van
Ich ich denke, wie gesagt, sie sind Kacke, sie haben einfach auch kein, kein Wahl.
1:41:52  Martin Fischer
Keine Alternative gehabt.
1:41:53  Vu Thanh Van
Hören alternative,
1:41:54
dann sie muss einfach auch durchhalten und sie, dass ich äh dann in diesem Fall den Papistatei, also unsere Sicherheit müssen wir uns in darum sich
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kommen, dann wir gehen nicht so spät aus dem Hause, wir gehen zusammen und den anderen Sache, was müssen wir weiterarbeiten, dann müssen wir arbeiten. Punkt. Also ich denke, ich war auch sehr, sehr fachmaß,
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das haben sie auch keine Internative und dann, wenn das ist keine Unternative, wozu sollen die äh fokussiert einfach auch diese schwarze Seite.
1:42:25
Das ist überleben, Strategie.
1:42:28  Martin Fischer
Das kann ich bestätigen aus dem ersten Gespräch, dass dann halt auch viele ähm laut Aussage der Gesprächspartnerin ähm gesagt haben, okay, ich ich muss jetzt hier,
1:42:37
arbeiten. Ich finde keine Arbeit, ich gründe selber einen kleines Geschäft, ein kleines Unternehmen ähm
1:42:45
Imdes äh war dann viel oder Lebensmittelgeschäft oder Bekleidungsgeschäft, um einfach ein Einkommen zu haben, wenn man selber keine Anstellung findet, also diesen Pragmatismus, den sie jetzt gerade genannt haben, den habe ich da auch wiedererkannt,
1:42:58
Was warn denn, was waren denn so positive Erlebnisse, nachdem der Verein dann gegründet wurde und dann so die ersten Kontakte entstanden? Also was wo hat man denn dann gemerkt, okay, jetzt wird's besser.
1:43:08  Vu Thanh Van
Also ich denke, dass ich jetzt besser, weil ähm damals eine Stimme ja, das bekommen sie einfach auf so S, dass
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dieser Visum, das heißt, dürfen sie in Deutschland bleiben, müssen sie nicht mehr zu und dann nachher, dann haben sie einfach auch nochmal die gute Nachricht, dass die dürfen ihre Familie hierher nach Deutschland holen, also familiär nachzu,
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einfach auch möglich. Ich denke, dass ändert sich alles. Das heißt, sie arbeitet noch hatte und fleißiger, um einfach am besten zu Kunst, nicht nur für sie wird, sondern für die ganzen Familien, für die Kinder.
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Also, das ist für die diese Vertrag arbeite von den Vereinen her. Ich denke, du bin äh mehrer Projektarbeit und Kontakt, denn dann haben sie einfach auch nochmal den den Hosebereich,
1:43:56
geschafft, das haben sie zum Beispiel diese Vitamesische,
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Begegnungsstädter und Belastungsstelle aufgebaut, haben sie die zusammenarbeite, die arbeiten mit Kindern und Jugendlichen,
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und haben sie auch noch eine ist äh Maßnahme für berufliche Koalition, also das heißt also, das Leben, also es ist klar, dass für die Vietnamesen, für den Vertrag arbeite, wenn,
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vorher gesagt, die öffnet einfach ihre eigenen Geschäft und da,
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ist klar, dass sie das Wasser ist,
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Abschluss haben. Ich denke, dass ich,
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und dann wird merken sie, dass ihr Plan endet, sich auch schon wieder. Das ist guck nach Vietnam, jetzt ist für sie ist einfach auch nicht mehr,
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einfach schon, aber ich denke, wie wie kann auch wieder ihr Kinn nicht hier in Deutschland lassen und wieder, wenn sie alte wird und allein wird nahm
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weil ich denke, die Kinder hier in Deutschland äh geworden, ist schon klar und einfach auch hier aufgewacht und ich denke, die meisten sind Kinder, sind einfach auch nicht,
1:45:08
zurück nach Vietnam mit ihrer Eltern.
1:45:10  Martin Fischer
Also, quasi man hat eine doppelte Sicherheit gewonnen, einmal dir persönliche Sicherheit, dass man eben bleiben darf und hier arbeiten darf und dann aber auch merkt, okay
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die die Situation drumrum ist, ist besser und ich muss jetzt nicht,
1:45:25
Angst haben, wenn ich jetzt später rausgehe, weil das vielleicht auch besser geworden ist und meine Kinder können sich tatsächlich auch hier vorstellen, zu bleiben und müssen auch keine Angst haben.
1:45:34  Vu Thanh Van
Also eigentlich es gibt schon auch den Geschick, dass ich die Jugendliche hat, uns erzählen, dass ich ähm lange. Ich denke, diese Sicherheit und da da, dass
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die Vietnamesen äh behalten ziemlich lang
1:45:46
bis zum ihr Kinder, also sie sagt immer, dass ihren Kindern Arschloch auch nicht äh später als äh zehn Uhr nach Hause und hat nie erklärt, warum.
1:45:55
Äh will nicht in Hagen, also ich denke, die sind bewusst, aber ich denke, die die Strategie ist einfach auch normal zu vermeiden,
1:46:05
Also der Seil,
1:46:07
Ja. Also ich ich mache das zwo, also sage mal, zu den Team, ich versuche,
1:46:16
stark, aber das ist äh angemalt so.
1:46:20  Martin Fischer
Das heißt, die Sorge ist eigentlich geblieben und ähm ist jetzt nicht mehr so,
1:46:24
ganz groß, wie vielleicht in den Neunzigern, aber die Sorge haben viele dann doch noch mitgenommen und ist auch wahrscheinlich auch noch eine reale Sorge, wenn man jetzt auch in Richtung Ostdeutschland guckt, dass jetzt auch aktuell grad wieder rassistische Tendenzen ähm steigen,
1:46:39
dass, dass viele dann sagen, okay, ich traue mich nach wie vor nicht allein oder spät nachts nach draußen, weil die Gefahr ist immer noch da für mich.
1:46:47  Vu Thanh Van
Also ich weiß nicht, ob sie bewusst oder eigentlich auch immer unbewusst so umgeht. Das weiß ich auch,
1:46:53
weil also wenn ich diese Thema Rassismus oder Disziplinierung, also dass ich sehr selten Gespräch.
1:47:03
Wirklich.
1:47:04  Martin Fischer
Sondern eher unterbewusst, dass man halt sagt, okay, so, so spät komme ich nicht mehr irgendwo hin oder da möchte ich nicht mehr raus und man weiß gar nicht so richtig, woher, wo es herkommt, aber es hat dann vielleicht doch so diese unterschwellige ähm diesen unterschwelligen Grund.
1:47:16  Vu Thanh Van
Ja oder einfach auch so angemalt, wenn sie sehen, also auch nicht so nachricht und einfach auch nochmal, äh, weil ich jetzt seitdem mit,
1:47:23
Info, dann haben sie einfach auch unterschiedliche Nachrichten, dann ist sie sich einfach auch so sicher, also ich meine äh vielleicht direkt miteinander so wie sagen wir wegen äh Rassismus oder so, sondern einfach vorsichtig,
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beste so und ich denke einfach auch sehr viel,
1:47:42
In Vietnam auch und sie wohnen in großen Städten, dann den meisten würde einfach auch mich so spät äh nach Hause oder mindestens die Eltern wollen ihre Kindigen später nach Hause, ob die Jugendliche,
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ihre Eltern heute super zuhören. Es ist ein anderer Sache, aber ich denke, viele Sachen sind einfach auch nur
1:48:01
unbewusst oder einfach auch nur instinkt und als als Menschen.
1:48:05  Martin Fischer
Ja eigentlich trotzdem ein Grund zur Sorge, an manchen Stellen, aber dann würden sie sagen, dass dass jetzt auch die Situation in Rostock,
1:48:15
eine bessere ist, als jetzt zweiundneunzig, er hat diese also die Arbeit ihres Vereins vielleicht auch mitgeholfen, das zu verbessern oder wie es die gesellschaftliche Stimmung jetzt grade, wie nehmen sie die wahr?
1:48:26  Vu Thanh Van
Also ich denke ähm ist schon, ich denke sehr für den Politik und Verwaltung hier in Rostock ist die Region ist so ich sag mal eine äh Thema, das Gewitter geschickt, dass die kein Mann
1:48:41
überhaupt nicht wegnehmen. Es ist einfach auch die soll's einfach auch viel über Lust doch äh E-Mails
1:48:48
ändern, weil als ich äh hier in Deutschland, wenn ich irgendwo hin, wenn ich sage, dann wirst du's, dann ist alles russisch in Hagen oder selbst, wenn ich ihr in in Belgien
1:48:58
wenn die Leute fragen, wo wohnst du denn nicht deine Lust drauf? Und dann selbst die sagen, mit den Haaren, also ich war einfach total überrascht.
1:49:06
Und ich denke, da ist es schon eine eine Aufgabe, dass ich die, die Politiker und die Verwaltung hier in Lusthoff sehr ernst nehmen
1:49:14
äh und einen normalen, dass ich nach Levende, ich denke, also da meine DDR zeigt, gewisse sind Gesellschaft, geht sowieso nicht,
1:49:23
und ich denke, das ist schon viel Änderung, das gibt schon viel dafür und da die, die bewusst daran,
1:49:30
so so dieser diese Rassismus und die diese Diskriminierung zu kämpfen,
1:49:36
denke, dass sich die Stimmung hier in Lohstoff ist ist besser. Mindestens äh war sehr unterschiedlich, weil ich ich gehe zum Arbeit immer mit Fahrrad,
1:49:46
vielleicht sagst du anders, wenn du fährst mit oder so
1:49:52
dann das kann ich kann ich einfach auch nicht so sagen, aber von meine, weil wenn ich arbeite, mit vielen Partnern und es ist einfach auch nicht nur Migranten, sondern viele äh
1:50:02
unser Nestel werden Partner, dann ist äh Finalwiesing, ich arbeite einfach auch in in diesem Bereich und einfach in diesem Netzwerk. Ich denke, wir arbeiten dran
1:50:11
das nicht, das ist alles superleucht, aber ich denke ist besser.
1:50:16  Martin Fischer
Das heißt auch in den Gesprächen, die sie, die sie führen mit Menschen, die zum Verein kommen und äh Hilfe bitten, merken sie auch, dass,
1:50:24
dass da wenig ja vielleicht nicht wenig, aber das das so eine Existenzangst jetzt vielleicht nicht so immer nennt ist und trotzdem halt immer nur so eine Sorge mitschwingt, kann man das so vielleicht formulieren.
1:50:35  Vu Thanh Van
Denke, dass ich er mit den Antrager sich muss, also das ist diese ganz,
1:50:45
war ganz klar, wenn ihr Mann zum Beispiel selbst in in äh Zeiten waren und mit dem Kopf, das von den anderen Leute, guckt sie an oder so. Das ist so diese unangenehme Gefühl oder Mant,
1:50:59
die an unsere Homepage, die diese Kopftuch oder so, dann ist einfach auch sehr unterschiedlich, dass es manche äh Migranten hat, einfach auch reagiert und sagt, dass,
1:51:08
warum was ist also
1:51:11
aber manche einfach auch nur weiter ignoriert und macht das nicht, aber also ich denke, dass das passiert überall hier in Deutschland. Ich denke, es ist nicht nicht erschöne in Wurst und ich denke nicht, ich habe das Gefühl nicht.
1:51:25  Martin Fischer
Nee, ich glaube auch, dass das weit verbreitetes Phänomen ist und ich bin nach wie vor schrocken, also wie gesagt, jetzt haben wir ja im April waren jetzt vierzig Jahre, wo dieser Vertrag geschlossen wurde, das Vertragsarbeiterin kommen,
1:51:39
äh aus Vietnam und ich, ich hätte jetzt erwartet, dass nach vierzig Jahren ist es einfach,
1:51:46
also muss man sich da keine Gedanken machen, also Sorgen drüber machen oder dann ist das auch einfach, das gehört jetzt auch einfach und die Menschen gehören jetzt einfach zu Deutschland, aber wenn sie, wenn sie sagen, dass das dieser Alltagsrassismus immer noch existiert ist, ist natürlich,
1:51:59
genau das Gegenteil davon, also zumindest.
1:52:01  Vu Thanh Van
Das wichtigste auch nicht gegen diese gegen alles aus Länder oder die einfach auch andere aussieht und das ist viele die ganzen anderen,
1:52:11
und ist schon eigentlich, sie sind heute, die hier in Deutschland geboren, die spielt eigentlich,
1:52:15
als gutes Sprache. Also deswegen, also unser Verein, wir arbeiten,
1:52:21
diese Vielfalt im Leben, dass sich die Leute einfach auch akzeptiert, dass ich Deutschland es ist egal, also die echte Mann, dass ich,
1:52:28
aber das ist eigentlich viel, die je geboren, die sind einfach auch nicht mehr zugewandert.
1:52:38  Martin Fischer
Ja. Und die waren vielleicht zum Urlaub in Vietnam, aber können jetzt da den Alltag, das ist ein ganz anderer Alltag, als den Alltag, den sie halt hier kennen. Ja.
1:52:45  Vu Thanh Van
Ja, also die, die, die viele vietnamesische Eltern einfach auch immer so total überlassen, weil das ist die beide Elternteile, die wird gewesen, aber trotzdem ihr Kind denkt wirklich sehr durch,
1:52:58
Und warum? Weil sie geht von Kita bis zum Schule und alles in die Hände und an Gefreude, die hörten andere Musik
1:53:09
manche geht manche keine Vitamine, dieses schwächen kann, also
1:53:20
diese hat nochmal Schwierigkeiten, wenn sie hat keine deutsche Name, nachher wie sie einfach auch mit dem Bewerbung also das ist mir beschäftigt einfach auch mit dieser Richtung, dass,
1:53:38
Das ist so die diese Antrag, es ist.
1:53:41
Ziert mit zu viele junge Jugendliche dieses schon vielleicht auch über vierzig schon,
1:53:52
und sag immer, dass sieht einfach, wenn sie redet und dann manche sagen, oh, nicht später, aber gut euch,
1:54:00
Also, also ich meine, okay, wie die Leute, wie ich, da, äh,
1:54:04
bin nicht so sauer, aber wenn wenn ihr macht am Ende Sachen OK meine Eltern meine Eltern, aber ich kann vielen gut Deutsch,
1:54:15
Stechenreif wird eine Messen. Und eigentlich, wenn sie geht nach Vietnam, die meisten Sachen haben wie schön, siehst du hier bleiben, nein, Urlaub ist gut.
1:54:23  Martin Fischer
Ja und vor allem, wahrscheinlich hat sie nie was anderes gesprochen, als Deutsch oder kann besser Deutsch sprechen, als wird namäßig und dann wird trotzdem mal gleich diese Frage zu bekommen, oh, du sprichst auch gut Deutsch, das ist dass das,
1:54:33
ist ja einfach auch schade und schlimm, dass man dann irgendwie immer dadrauf reduziert wird.
1:54:39  Vu Thanh Van
Ja, aber das ist einfach auch den ganzen Vorurteil, weil viele Deutsche hat einfach auch mit so viel, die wollte, dass das nicht akzeptieren, weil das ist so ein die die,
1:54:50
nicht wie Deutsche aus in diese Definition, aber sie sind wirklich also mindestens von den Sparern her und ich denke auch viele denken sie Deutsch, weil sie hat die ganzen Schulungen durch,
1:55:03
und ähm und deswegen und sie hatten einfach auch mehr mit deutsche Kultur auch viel erfahren, von den Musik von von Licht der Natur. Weil sie kann keine Vietnam. Natürlich,
1:55:15
hat einfach auch von den Schule es gelernt. Was wenn die Bücher mussten,
1:55:19
und wenn dann nicht nachher die ist einfach, was sie sich nehmen. Entweder solche, ähnlich oder sowas,
1:55:25
die Eltern hat mir auch schon erzählt, dass ich sie schwinken, die Kinder zu Hause miteinander auf mit einer Messe zu sprechen. Und dann,
1:55:35
sie rede nicht einander nur durch und den Mama sagt hier spick man kein Deutsch.
1:55:40  Martin Fischer
Aber die Kinder untereinander ist es ist.
1:55:42  Vu Thanh Van
Und dann sie sagt, am Ende die Kinder miteinander auf Englisch gesproch.
1:55:47
Warum und sie sagen, nein, du hat gesagt, keine Deutsche.
1:55:51  Martin Fischer
Das ist ja, das ist dann der Ausweg,
1:55:54
Und ich hätte jetzt aber tatsächlich erwartet, dass das ähm dass wenn jetzt ähm Kinder von mit einem weißen Vertragsarbeiterin hier zur Schule gegangen sind und wirklich das ganze Schulsystem,
1:56:05
durchgelebt haben, dass dann die Akzeptanz vielleicht auch von der von der deutschen Seite eine größere ist, weil man gesehen hat, okay, das ist eigentlich,
1:56:13
das das ist nichts Fremdes, vor dem er Angst haben muss, an dem man gegenüber was neiden muss. Und das dann trotzdem zu sehen, okay, das geht allein übers Aussehen und dann werden dann ganz viele Rückschlüsse gezogen, die gar nicht stimmen.
1:56:27  Vu Thanh Van
Ja, also das ist ähm, ich denke, das waren wir einfach auch nochmal ein bisschen teil, dass ich einfach um den Leute zu akzeptieren also es gibt schon auch, weil ich,
1:56:42
Manche hat schon auch einen Job und Arbeiten schon. Also dann ich denke,
1:56:48
für den jungen Generation hier in Deutschland vielleicht ist einfacher, aber ich ich weiß nicht, weil sie hat einfach auch mehr Erfahrung, dass,
1:56:57
äh zusammen in die Schule, mit den mit den Vietnamesen, weil es ist interessant, weil ich sage, äh sie sagt immer, dass die Schule hatten sehr, sehr gute Ergebnis,
1:57:10
in der Schule und ich ich fahre mich selbst darum, warum wird eine Million Schulenschule.
1:57:16
So schwierig, für sie können sie schreiben, dass ich die deutsche Schüler mit Vietnam der Hund, weil die sie keine visnamesische Schüler.
1:57:23  Martin Fischer
Das klingt immer so nach Austauschschüler und das ist das das stimmt gar nicht.
1:57:26  Vu Thanh Van
Ja. Aber das ist die Medien, die das ist einfach auch selbst alles. Aber sind nach Gewohnheiten. Unbewusst.
1:57:35
Und das ist eigentlich auch, ich wünsche mir viel mehr von den Medien, dass ich die berichtet einfach auch diese,
1:57:43
gute äh Beispiele, dass die Leute einfach auch hier in Deutschland gut,
1:57:49
leben können, haben sie einfach ihr Anteil beitragen. Natürlich kann man auch nicht erwartet, dass ich einhundert Prozent von den Migranten alle so top, aber gibt solche und sollen genauso wie Deutsche, das ist das nannt man's als Gesellschaft.
1:58:03  Martin Fischer
Ja, ich bin.
1:58:04  Vu Thanh Van
Aber kann man nicht pauschalisieren.
1:58:06  Martin Fischer
Ich bin auch der Meinung, das sind alles, das sind alles Menschen und bei Menschen gibt's alle möglichen Ausprägungen, gute, schlechte, nette und freundliche und die Reduzierung auf ein Merkmal
1:58:18
die die Herkunft oder das Aussehen, das das verengt einen Menschen so sehr, dass das lässt dann alle anderen Aspekte quasi außen vor. Und das.
1:58:27  Vu Thanh Van
Ja und dann ist es einfach auch noch äh wenn das ist soweit ist das Seite, wenn das einfach auch nochmal mit den ganzen äh Soßen und dann so und extra die ganzen Teile nur schlechter, wir schicken, dass ich ihn einfach auch auf mich war.
1:58:40  Martin Fischer
Wie sie's denn sagen, also allein die darstellen, die verkürzte Darstellung zu sagen, die, die wir in der messischen Schülerin und dass das stimmt schon mal gar nicht. Das,
1:58:48
man hat immer den Eindruck, in manchen manchen Medien gibt's halt wirklich so das Bild da, dass es, das ist das Bild von jemanden, der in Deutschland ist und alle anderen, die davon abweichen, die müssen dann beschrieben werden, damit man versteht, dass die anders sind.
1:59:00
Und das stimmt dann aber gar nicht.
1:59:02  Vu Thanh Van
Kann man auch nicht, dass ich eigentlich auch immer in den Gehirn zusammen, ich bin hier in Deutschland geworden, ich kann meine Mutter schwarer, ne, wenn man sieht, als den Tisch aus, das kann man auch nicht,
1:59:16
machen, also.
1:59:17  Martin Fischer
Ich ich stelle mir auch vor, wenn man das jetzt liest, als als jemand, der hier zur Schule gegangen ist und dessen oder deren Eltern
1:59:23
aus Vietnam kommen und denkt, ah ich gut, ich bin doch, ich bin doch hier aus Deutschland, ich bin doch genauso deutsch wie meine äh Banknachbarn und dann immer zu hinterfragen, äh sehen mich die anderen tatsächlich so an, dass das
1:59:35
ist ja bestimmt auch keine schöne Erfahrung, wenn man dann immer sich selber hinterfragen muss, wie man von außen gesehen wird.
1:59:42  Vu Thanh Van
Aber wie gesagt, dass das, das, das müssen wir arbeiten. Ich denke, diese Bildung spielen große Roh und ich denke, soll man eigentlich auch von Kita anfangen
1:59:50
weil so in Amerika haben sie diese diese ähm Gegenverurteilung, wenn man antibiert von den Kitas schon angefangen,
1:59:59
Kinder lernen, dass sie die Kinder anbefahrbar ist, aber die, wir sind zusammen als Menschen und sie sind einfach auch anerkan.
2:00:08
Äh so. Ich meine, wie Deutschland soweit, aber ich denke,
2:00:13
wo man einfach auch von den von Gita, von Schule, von Anfang, wo die Leute einfach auch mehrere Kontakte miteinander,
2:00:20
und deswegen, also wir versuchen einfach auch schon viele Seminar, also interkulturell. Kompetenz, unterschiedliche Seminaren, aber ähm ich denke,
2:00:30
so dauert schon und ich denke, sagen wir uns vielleicht einfach auch früher an.
2:00:35  Martin Fischer
Weil sie vorhin auch gesagt hatten zu diesen Seminaren oder zehn Veranstaltungen von ihnen, da kommen dann oftmals auch immer Menschen, die,
2:00:43
die jetzt immer kommen und die halt gute Freunde sind und bekannte, was was glauben sie, was was müssten wir denn machen, damit damit wirklich noch mehr kommen und sich auch mehr drauf einlassen und auch mal interessieren dafür? Also ich,
2:00:56
ich stelle halt auch ganz oft fest, dass viele sich dafür auch,
2:00:58
gar nicht interessieren und sagen, ah, lasst mich doch in Ruhe mit diesen Themen und äh Hauptsache ich habe Arbeit und wirklich so diesen Horizont mal zu weiten von Menschen, dass die auch
2:01:06
Interesse haben, dass es eben nicht nur ihre Lebenswirklichkeit gibt, sondern ganz viele, also haben sie dann Rezept, was man da, was man da machen müsste.
2:01:13  Vu Thanh Van
Also wir haben kein Rezept und das,
2:01:16
einfach auch ähm wir versuchen immer unterschiedliche Verleihstaltungen. Ich denke, hängen einfach auch von den Qualität von den Veranstaltungen ab, aber wir versuchen immer, dass,
2:01:27
zum Beispiel machen wir immer diese vietnamesische Neue.
2:01:36
Also das heißt äh nennen auch Vietnam. Es geht fest,
2:01:41
aber dass ich, wir feiern nach unserem Mondkalender, also das heißt nicht wie ein erste Äste,
2:01:47
für die viel,
2:01:52
Kalender. Und dann haben wir noch Modenkalender. Nach dieses äh Tier zeigen,
2:01:58
das ist auch ähnlich wie China und viele Sachen, das ist äh Chinesisches äh neues Jahr fest. Also als wir hin, dass wir meinen, dass immer wir sagen, dass,
2:02:08
und dann in diesem äh es ist Eimern ja haben wir einfach auch nochmal in den anderen Gelegenheit, also wir versuchen einfach auch die Kinder, die Kinder von den Kita von den Schuhen und die bringt ihre Eltern, also die.
2:02:22
Oder äh wir versuchen einfach auch, wir haben,
2:02:26
diesem Jahr wird schon von der Universität hat, den äh vietnamesischen Azubi aus Vietnam hier geholt, dass sie brauchen nochmal ein drei Jahr Ausbildung, dann nachher arbeitet sie als Pflegekaff,
2:02:39
ist was doch wieder in Deutschland. Dann wir machen einfach auch mit den Jungen nicht hier und dann sag okay, laden deine Freude ein an, deine Bekannte einladen, deine äh äh,
2:02:52
einer Kollegen äh in die Klinik, oder manche hat einfach auch noch mal einen Kontakt mit Patienten, wenn wir einfach also die Leisthaltung dann geladen, diese Leute ein,
2:03:02
Also wir versuchen einfach auch immer für egal von das Seminar oder Workshop und unterschiedliche so bis zum,
2:03:09
malen die zusammen sinken oder so, dass ich nur ein Teil, also wir wir machen viel mehr als das, aber dann wir versuchen, dass ich das ist nicht nur Migranten, sondern sondern die, die,
2:03:22
daran, aber wir werden einfach auch immer sehr, sehr zufrieden, dass ich jeden Jahr einfach neue Gesicht und das.
2:03:31
Das ist schon gut. Aber das ist dauert ewig. Ich habe den, äh wie gesagt, in den Verein seit zweitausendelf, also nächstes Jahr ist fast zehn Jahre und ich denke, diese Arbeit, das braucht man wirklich viel, viel Geduld. Und ähm ja,
2:03:46
Und was ist einfach auch schwierig für uns ist, dass äh weil wir arbeitet ähm ähm mit dem Projekt mit,
2:03:54
Also wir haben die Geldgeber und hängen von von unser Geldgeber, dass sie überzeugt unsere Projekt, ob wir das Geld wieder in nächste Jahr bekommen oder nicht, oder diesen Projekt läuft gut, aber sagt
2:04:06
zu Ende, dann haben wir keine Chance mehr,
2:04:09
oder das ist ein großer Herausforderung für uns. Deshalb wir haben einfach auch diese gute Mitarbeiter, dann natürlich, wenn sie einfach auch besser äh Gelegenheiten verabschiedet, sie uns sofort,
2:04:22
Und das ist äh sehr, sehr schwierig und mit dem Projekt niemand kann uns äh verschwenden. Das ist nichts, ja, ist
2:04:29
geht weiter, war ihm gesagt, dass immerhin von bunten
2:04:32
Freiwillig,
2:04:35
dass ich kein Muster, wenn sie kein Geld,
2:04:46
gar nicht, warum ich sage, es ist feinliche Aufgabe, also uns einfach auch Pflichtaufgabe sein.
2:04:53  Martin Fischer
Ja, also es heißt, wenn sie sagen, was was müsste besser werden, dann auf jeden Fall eine langfristigere Planungsmöglichkeit, finanzielle Art und auch personelle Art.
2:05:02
Was was sind denn so grad die Projekte, mit denen sie sich aktuell beschäftigen? Also
2:05:07
ich habe gesehen, eine ganz großer Bereich, da hatten sie auch schon angesprochen, ist eben diese diese Sprach ähm Vermittlung sprach, Unterstützung, weil halt ganz viel auch über Sprache läuft, so wie es der Verein definiert
2:05:18
sind das grad die größten größten Themen oder jetzt auch in Zeiten von Corona vielleicht ich hab auch gesehen sie bieten jetzt viele digitale Sprachvermittlungsangebote an oder digitale Treffen um halt ja die persönlichen Kontakt zu ersetzen.
2:05:32  Vu Thanh Van
Ja, also wir haben so große Dreigroße Bereich, die sich essen, dass ich diese geführte Wand, ja. Bundesamt für Migrations und Flüglinger. Wir haben das diese bereit seit zweitausendfünf,
2:05:47
Also läuft eigentlich bei uns im Gleichzeitig immer, wenn das möglich, das ist drei Kurse, Arthreinkurs am Tag und einen Kurs am Abend
2:05:55
Aber wegen großer Zahl, das können wir das nicht weiter. Äh machen wir zuerst Pause und dann haben wir diese zweite Bereich. Es ist angemeint, politischer Bildung,
2:06:05
wo haben wir viele Seminarbildung, Workshop in Schule oder bei uns das haben wir einfach auch so ich habe gerade mit ihnen erzählt, dass ich die meisten ist in Wiesebereich, angemeinde und politische Bildung.
2:06:18
Und die dichte große Bereit, das haben sie seit zweitausendzwei, also diese Interessanten, die zweitausendfünf an in den Verein diese angemahnt politische Bildung fangen wir seit zweitausendeins,
2:06:31
und den ähm Spaßmittlung,
2:06:36
ist haben wir äh so große Bereich, weil die haben wir zwei Vermittlungszentrale, das
2:06:41
eine Vermittlungsanzahl für Rostock und eine für Schwabbiblum für Pommes und haben wir noch schwindigital und dieser Nestwerk viel Spaß mit Lungen, die ganz,
2:06:57
bisher für diese Spinnwurst, wo ich direkt arbeitet, haben wir mehr als einhundert mit.
2:07:05
Und wir decken mehr als vierzig schwach und jährlich ab. Das heißt Schule, Krankenhaus,
2:07:14
Jobcenter, Behörde, wenn sie brauchen ein Spaß mittlerweile, Sprache, egal, schicken sie einfach eine Alltag an uns und wir werden einfach auch mit den Sportmittlern kontaktieren und wir schicken wieder vor Ort
2:07:27
und wir machen einfach auch nachher den ganzen Verwaltung mit den Spackmittler oder manche Ente, wenn sie einfach auch als Projekt,
2:07:37
Fördergeld für und nicht bezahlen, die anderen müssen sie einfach auch nochmal eine Stimme ähm haben uns bezahlen.
2:07:46
Und äh aber um unser Spartmittler sei, dann haben wir zuerst diese Aufnahmegespräche
2:07:56
diese Competenzfeststellung, also ob sie das,
2:07:59
fit auf Deutsch und dann einfach auch nochmal ihre Muttersprache auch und dann haben wir nochmal den Eissteigeseminar, wo sie nochmal sich,
2:08:09
lernen, was ich die Aufgabe von den Spaß und was ich den Pflicht von den Sprach mitm Beispiel,
2:08:16
Anparteilichkeit, Neuzahl, vorständig, Transparenz und Schweizlich, wenn sie im Einsatz. Also, das heißt, wir versuchen, das ist unsere Sparmittler, die sie, wir nennen das als Sprachmittler, weil die sind keine Domes in diesem Sinn,
2:08:30
keine keine äh abgeschlossene, studierte, sondern.
2:08:35  Martin Fischer
Unterstützen.
2:08:36  Vu Thanh Van
Wie sie die ganzen mit dem Hintergrund, aber sie hatten einfach auch sehr, sehr unterschiedliche von den Koalitionsbäckern, also Hintergrund
2:08:46
Manche hat schon auch äh als Professor in Syrien, Doktor, manche und manche äh auch Wächeler, manche einfach auch nur Schule, Abschluss, Beispiel,
2:08:59
und sie arbeitet für uns als Meist in Atonoa Basis und also das haben wir angefangen mit unser Spiel
2:09:09
da war zweitausendzwei, wo diese Ausländeranteil hier in Lostopf da waren, ist noch geringer als jetzt und den hatten alles irgendwie gesagt, nur warum und wozu bauen wir das?
2:09:20
Aber das ist so langsam merken sie das ist notwendig und was zweitausendfünfzehn sind alles hier den sie total zu vielen und sagt oh ganz stolz das ist das haben wir bei uns in in.
2:09:35  Martin Fischer
Spiegelt sich das auch wieder in der finanziellen Unterstützung, die sie dann erfahren oder ist das dann immer nur Projekt.
2:09:40  Vu Thanh Van
Auch das haben wir weiter immerhin das ist einfach auch große Geldgeber für uns,
2:09:48
diese Spinnluster. Deswegen, also ich denke, die, die Bereicher und einfach auch für diese Interviewer, ich denke, haben das arbeite,
2:10:00
ziemlich dachte dann.
2:10:01  Martin Fischer
Okay, weil ich hatte es gerade schon sorge, weil sie gesagt haben, das ist dann das wird dann immer gern genommen, aber ungern finanziert, dass es tatsächlich funkt.
2:10:10  Vu Thanh Van
Schon wirklich so und dann das ist einfach auch unser Herausforderung, dass nur das ist wie den ganzen Überzeugung arbeiten, ne? Es jedes Jahr nochmal zu sagen, dass Gutes gut dann, dass es geht weiter.
2:10:22  Martin Fischer
Und sonst ähm unterstützt sie äh wenn sie unterstützt durch ehrenamtliche Mitarbeiter, die es dann halt die dann halt da mitarbeiten und und spenden vermutlich.
2:10:31  Vu Thanh Van
Unser Projekt ist eher äh so gefördert von,
2:10:35
Staatsanhand der Stadt Stoff oder Landesmitte oder manche einfach auch von äh wie gesagt von Bund oder,
2:10:48
entwickeln, wenn man als Migranten selbst Organisation,
2:10:52
Also man nand das so, weil die meisten die Mitglieder,
2:11:07
und ich glaube, große Alltag und Migranten. Denn wir sind die ganzen Serviceaktionen, aber ich denke, wir arbeiten von den ganzen anderen Niveau von den ganzen.
2:11:20
Dass diese Finanzierung, wie gesagt, durch Kommunen, Land, Bund und europäische Event
2:11:28
aber natürlich haben wir auch noch vielen ehrenamtliche. Und den ehrenamtlichen Musik einfach auch nochmal sehr dankbar seid, dass ich hier in eine
2:11:37
eigentlich auch immerhin dieser Windnamesische, ein ehermaliger äh Wetter arbeite oder ihrer Familie,
2:11:44
hat uns vielen gehoffen in den Bereiche Kultur zu pflegen. Also sie mariales mit uns wieder na ist ja Festivalfest
2:11:54
und sie magen einfach auch nochmal diese mit Heftfest, also das heißt eine Art von von Eltenfest, ja?
2:12:03
Die nach dem im im August, dass ich äh äh hier so fast wie in Deutschland erstmal Elfensache.
2:12:12  Martin Fischer
Erntedankfest sowas.
2:12:16  Vu Thanh Van
Also die haben uns auch wirklich vielen gehoffen und die, ich denke, die hat auf vielen gemacht, zum Beispiel den da haben sie ihr Geschäft zugemacht, dann haben sie auch wirklich in einer,
2:12:30
und eine Frau mit ihrer Gruppe, diese Vietnameside und,
2:12:35
dieser Unternehmen äh Stammtischer ähm Gruppe, weil die tief auch viele äh äh also die diese eigenen Geschehen und dann sie einfach auch als alles als Unternehmen, ne?
2:12:47
Dann haben sie Mastergenäht und Geschenk für,
2:12:54
äh unterschiedliche Wohnfahrzeugen und Krankenhaus. Also ich finde, dass ich super was gemacht.
2:13:01  Martin Fischer
Wie viele, wie viele Mitarbeiter hat denn der Verein, wie viele anarbeiten dabei, dass die ganzen Angebote sind ja schon sehr beeindruckend, was da was da gerade so ja im Angebot ist.
2:13:13  Vu Thanh Van
Haben wir in dir noch was Angestellter mitarbeite. Diese Arbeiter ist sehr unterschiedlich von zwanzig bis vollzeit,
2:13:24
zwanzig Stunden pro Woche, wie's wohnt, sagt, aber angestellt haben wir fast zwanzig.
2:13:28  Martin Fischer
Das ist schon weit und ist viel. Also für das ähm dadurch, dass es wirklich aus einer Initiative gegründet wurde, vor dreißig Jahren und mittlerweile so ein breites Angebot bietet, ist das, ist das sehr beeindruckend für mich.
2:13:41  Vu Thanh Van
Dankeschön, ich freue mich schön, das ist einfach auch viel Kraf
2:13:45
weil das ist nicht, dass ich immer alles so gut Leute gesagt, ja, also das gibt einfach auch diesen Moment, das ist unser Verein, es ist einfach auch eine große Schwierigkeit, weil eigentlich diese diese äh Maßnahme für berufliche Koalition, das ist
2:14:00
Anteil von den Rose hat ein Teil von den, von den Sinnvereins,
2:14:04
diese Aufgabe ist weg von uns und dann,
2:14:09
weil ich denke diese diese Geschichte von unsere war wirklich in Gefahr
2:14:16
und dann haben wir eigentlich auch Weide gekämpft und das ist einfach auch ziemlich gut
2:14:22
weiterentwickeln bisher, weil ich denke unsere aber wirklich würde einfach auch annehmern von den Verwaltungen, von den Politikern, von unterschiedliche Ebene, einfach auch Kommunen und einfach auch Landesebene und da freue ich mich,
2:14:36
natürlich ähm dass ich vier Arbeit, unheimlich viel Arbeit.
2:14:40  Martin Fischer
Nee und wenn sie auch erzählt haben, also es ist viel Arbeit und es bleibt wahrscheinlich auch noch viel zu tun, was was jetzt so erzählt, was sie so erzählt haben, um ja, das Zusammenleben weiterhin gut zu gestalten und zu verbessern.
2:14:52  Vu Thanh Van
Ja. Mhm. Das ist noch viel Arbeit und ich eigentlich auch für mich, das wäre viel viel besser, weil wenn wenn diese diese Aufgabe in den Interviews sind, ja, besonders,
2:15:02
gesagt, keine freiwillige Aufgabe, sondern es ist in den Mann einfach als ich auch gerne und nochmal nicht zusammen mit den Medien, wenn ich,
2:15:11
wünsche mir immer, das ist die vielleicht besichtigt nochmal ein bisschen mehr Westpraktik und gute Beispiele statt, das ist immer so schwarze Malen.
2:15:20  Martin Fischer
Haben sie denn zum Abschluss noch eine Geschichte, wo sie sagen, das ist ähm die erzähl dich immer gerne, das ist so ein schönes Beispiel, wie die Arbeit des Vereins oder auch das Zusammenleben sich verbessert hat oder geklappt hat, gibt's gibt's da was?
2:15:32  Vu Thanh Van
Also ich hatte einen eigentlich auch ein sehr sehr kurz, aber ich finde, dass ich so so schön, weil, wie gesagt, unsere Sprachmietzung bereit ist es eigentlich, äh, in Wurst doch, ich läuft gut, aber ich finde manches dann oft in den anderen Standort,
2:15:45
nicht so gut läuft, weil ich denke, dass,
2:15:48
viele ähm Sensibilisierung für die Mietarbeit oder für die älte Behörde, dort, dass sie eigentlich einfach auch nochmal zu merken, dass ich, dass ich sie notwendig,
2:15:59
wie unser Sprachmittlung zu nutzen, weil wir unterstützen und dann wir dadurch hatten viele positive Faktor erreichen, wir sparen diese ganzen
2:16:10
Finanz und Zeit und Kraft, dass ich in den vermeiden diese,
2:16:15
die Mitverstandnisse muss man nicht hin und her, mehrere Termine stattfinden und dass ich immer noch den Missverständnis oder so und ähm,
2:16:25
Und ich habe das gesagt und ähm eine äh und ich dachte, dass ich doch nochmal viel viel Arbeit. Aber ich finde, das ist gut, weil sind eine Bekannte von mir, sie sagt,
2:16:37
Weißt du das, ich bin eine unverbesserlich optimistische Mensch. Ich denke, das schaffen wir.
2:16:44
Denke ich, das schaffen wir, aber es haben wir nicht allein. Das müssen wir einfach absahmen arbeiten. Das ist meine letz.
2:16:50  Martin Fischer
Das ist ein ein schönes, ein schönes Schlusswort auch für unser Gespräch. Ich,
2:16:56
ich bedanke mich sehr, Frau Wurf ihre Zeit, die sie sich genommen haben und äh uns Einblicke gegeben haben in ihrer Arbeit und die Situation in Rostock und was ihr vereinen alles leistet. Vielen, vielen Dank.
2:17:09  Vu Thanh Van
Ja, sehr gerne und dann viel Erfolg ihnen auch. Ja, dann tschüss. Tschü.
2:17:09  
Musik
2:17:21  Martin Fischer
Bevor diese Folge nun endet, möchte ich euch noch zwei Empfehlungen zur Vertiefung und Weiterführung der angesprochenen Themen geben,
2:17:28
in dem zweitausendfünfzehn erschienen im Kinofilm, wir sind jung, wir sind stark, werden die Ereignisse des vierundzwanzigsten August neunzehnhundertzweiundneunzig in Rostock Lichtenhagen eindringlich und schonungslos dargestellt,
2:17:38
die Aggression der jugendlichen Täterinnen, die Angst und Hilflosigkeit der eingeschlossenen vietnamesischen Menschen im Sonnenblumenhaus und das Versagen von Politik und Polizei,
2:17:48
auch heute achtundzwanzig Jahre nach den Ereignissen wirken viele Verhaltensweisen und Argumentationen, deren viel dargestellten, besorgten Bürgerinnen, erschreckend aktuell,
2:17:57
schaut diesen Film an. Er ist auf vielen Videostreaming-Plattformen verfügbar.
2:18:02
Die zweite Empfehlung ist ein Podcast. In Rise und Shine schauen die beiden Journalistinnen Minto dran und Vanessa Wu auf das vielfältige vitamesische Leben in Deutschland heute,
2:18:11
Persönliche Beobachtungen kommen dabei ebenso vor, wie Perspektiven von Gästinnen aus Politik, Kultur und Gesellschaft,
2:18:17
wenn ihr also mehr über die Menschen mit metamesischen Butzen in Deutschland heute erfahren möchtet, das ist der Podcast für euch,
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die zum Zeitpunkt der Aufnahme dieser Folge aktuelle Episode vom fünfzehnten Mai zweitausendzwanzig trägt den Titel wie jetzt Masken nähen,
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in der die beiden den Beitrag vieler ehemaliger vietnamesischer Vertragsarbeiterinnen zur Bewältigung der Korona-Pandemie thematisieren. Hier ein kurzes Hörbeispiel.
2:18:39  Einspieler
Ja, aber meine Tante hat auch massenhaft genäht und echt, also ich kenne fast keine äh vietnamesische Frau der ersten Generation,
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gar keine Masken. Also so aus meinem Bekanntenkreis, von meinen Eltern und so weiter. Alle haben irgendwo irgendwas genäht, das ist richtig krass,
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Und besonders bewegen, daran finde ich halt, dass viele von ihnen, also jetzt, wenn mehr also mein Milieu,
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als Vertragsarbeiterinnen in die DDR gekommen waren und dort auch in der Textilindustrie gearbeitet haben. Das heißt, ähm sie beherrschen die Handwerk, sie können es eigentlich richtig gut, die haben es damals gelernt.
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Und viele davon sind dann nach der Wende halt in andere Bereiche gewechselt, in die Gastronomie, in Einzelhandel, manche auch in die Pflege oder
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machen sonstige Dienstleistungen, aber jetzt eben haben sie in der Corona-Krise die Not an Schutzausrüstung gesehen und sind an ihre Nähmaschinen zurückgekehrt
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mit ein paar Personen, die neuerdings Masken nähen haben wir für die Folge vorab gesprochen, zum Beispiel Farben,
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Hallo, ich bin in Habarin des Vegans Webby in Köln. Ich nähe jetzt Stop Gesicht Masken sein Mittelmeers. Dieses Jahres. Als ich mein Laden aufgrund des Videos schließen musste,
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schnell die Masken für bedürftige Stellen wie alte Hammer, Tierheime, Erresserer. Das finde ich richtig, richtig cool. Also wir haben sie auch gefragt, warum sie das macht,
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Weil jeder in dieser Situation mithelfen sollte, sofern es möglich ist. Ich habe bislang außergar fünfhundert Gesicht massen so genäht und verschenkt,
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bleibt gesund.
2:20:07  Martin Fischer
Hören und abonnieren, könnt ihr den Podcast überall, wo ihr Podcast findet. Den Link zur Website von Reis und Schein mit allen weiteren Infos packe ich euch in die.
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Ich bedanke mich für eure Zeit und bei meinen Gästinnen und Gästen in dieser Folge. Hi Blumen, Nutan wann und Frank Meißner.
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Danke auch an Wolfgang Würle für sein Stück Ambient One, dass den Soundtrack zum Podcast bildet,
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Danke auch, an Ulrike Kretzmann, für das Cover-Bild zu dieser Episode und an das DDR-Museum, für die Unterstützung und die Kooperation für das Objekt zur Folge. Die Links zu den besprochenen Objekten findet ihr neben allen anderen Links in den Schonutz zu dieser Folge,
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und natürlich auch ein großes Dankeschön an euch, die ihr den Podcast finanziell unterstützt. Wir freuen uns sehr über jeden Betrag, der per PayPal oder direkt paar Überweisungen zum Fortbestehen des Formatsbeiträgt,
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Seit der letzten Folge haben uns Manuel Robert Jahn Jens eine und Mirko Martin Mario und Christoph unterstützt. Vielen Dank,
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wenn auch ihr etwas in den Hut werfen möchtet, unter WWW Punkt Staatsbürgerkunde Bindestrich Podcast Punkt DE, findet ihr alle Infos unter dem Link unterstützen,
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und falls eure Podcatcher diese Funktion unterstützt, könnt ihr auch direkt über den entsprechenden Button bei dieser Folge einen Betrag eurer Wahl wieder beitragen. In den findet ihr außerdem Links zu den beiden Vereinen meiner Gästinnen, die sich ebenfalls über eure Spenden freuen werden,
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ich würde mich freuen, wenn ihr die Arbeit von Hai Blum und Wutan unterstützt. Wie immer sind wir gespannt auf eure Kommentare zu dieser und anderen Episoden auf der Website,
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2:21:38
daher unsere Bitte, wenn ihr uns unterstützen wollt, muss das nicht immer finanziell sein. Empfehlt uns gerne weiter, kommentiert und teilt diese Folge. Das hilft ebenso,
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Ein großes Dankeschön von uns fürs Zuhören und bis zur nächsten Folge. Tschüss, euer Martin.