Böll.Fokus

Ein fokussierter Blick auf ausgewählte Themen der Heinrich-Böll-Stiftung.

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„Es lässt mich nicht los“. 25 Jahre Srebrenica. Künstlerinnen im Gespräch


Srebrenica - was war da noch einmal genau passiert? Die Erinnerung an das Massaker hat keinen großen Stellenwert. Vielerorts, in der Region und in Bosnien und Herzegowina wird der Völkermord häufig geleugnet, die Fakten werden ignoriert, die Geschehnisse umgedeutet.

„So kann es keine Heilung geben“, sagt Vernesa Berbo. Die Schauspielerin, Autorin und Sängerin Vernesa Berbo ist 1992 aus Sarajevo nach Deutschland geflohen. Die Regisseurin Jasmina Hadziahmetovic war noch ein Teenager als sie floh, die Schauspielerin Jasmina Musić ein kleines Kind. Drei Künstlerinnen aus drei Generationen - 25 Jahre nach Srebrenica haben wir sie getroffen und gefragt: Was bedeutet Srebrenica für sie, für ihre Kunst?

25 Jahre nach Srebrenica und dem Bosnien-Krieg sind die Wunden nicht verheilt, denn das Leugnen der Verbrechen reißt sie immer wieder auf. Es geht nicht nur um die Vergangenheit. Es geht um uns. Es geht um unsere Zukunft, es geht um die europäische Zukunft. Es geht um ein Europa, das beweisen muss, dass es in der Lage ist und willens, gegen Verbrechen, Menschheitsverbrechen, gegen Völkermord vorzugehen.

Ein Podcast mit:
- Vernesa Berbo, Autorin, Sängerin, Schauspielerin
- Jasmina Musić, Schauspielerin und Regisseurin
- Jasmina Hadžiahmetović, Oberspielleiterin am Staatstheater Cottbus

Diese Podcastfolge entstand in Zusammenhang mit der Veranstaltung: 25 Jahre nach Srebrenica – Künstlerinnen im Gespräch und dem Dossier: boell.de/srebrenica25

Foto: Dorothea Tuch / All rights reserved


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 2020-07-08  24m