OTTO M SCHWARZ - PODCAST

Das ist der Podcast des Komponisten Otto M Schwarz. Hier spricht er über seine Gedanken zu seinen Werken. „Einige Chancen auf meinem Weg haben sich eher zufällig ergeben. Aber hinter dem Erfolg stehen letztendlich Fleiß und zwei Jahrzehnte leidenschaftlicher Arbeit. Heute werden meine Kompositionen rund um die Welt und auch in den hintersten Winkeln aufgeführt, und ich kann es eigentlich noch immer kaum glauben. Allen Freunden meiner Musik weltweit ist diese Website gewidmet.” (Otto M. Schwarz) DIE FRÜHEN JAHRE Der gebürtige Niederösterreicher erhielt seine erste musikalische Ausbildung an der Musikschule Wimpassing und später an der Musikhochschule in Wien. Dort wurde er im Jahr 1978 als jüngster Student in die Vorbereitungsklasse von Prof. Franz Weiss aufgenommen. Es folgten weitere Studien beim Wiener Philharmoniker Prof. Josef Pomberger für Trompete und bei Prof. Heinz Kratochwil für Tonsatz. Bereits im Alter von 15 Jahren begann sich neben dem Studium das Talent für Komposition abzuzeichnen. Seine ersten Erfolge verbuchte Otto M. Schwarz im Bereich der Pop-Musik...

https://www.ottomschwarz.com

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episode 10: THE MINER S SAGA


Eine Komposition von Otto M Schwarz Bergwerke – Drachen – Teufel – Riesen - Heilige – Rettung in letzter Not - sind oft Ingredienzien alter Sagen. Wie in Märchen sind die Geschichten oft brutal und abschreckend. Unter den Mottos „Ehrlichkeit währt am längsten“ oder „Lass dich nie mit dem Bösen ein“ entstanden viele dieser Erzählungen. So auch in diesem Fall: Es lebte einst ein einfacher Bergmann namens Gottlieb Bäumler. Er war fleißig, sehr gläubig und arbeitet in einem Kohlenstollen untertags. Es kamen schlechte Zeiten, wo er keine Kohle mehr fand und seine Familie in großer Not war. Der Teufel hatte schon lange auf diese Situation gewartet, stieg als einfacher Bergmann zu Gottlieb in die Grube und flüsterte ihm listig ins Ohr: „Wenn du mir deine Seele gibst, dann soll deine Not ein Ende haben. Du brauchst sie mir nur nach sieben Jahren verschreiben. Niemand wird davon erfahren und du wirst bald der reichste Mann sein. Brauchst dich nie mehr zu plagen!“ Gottlieb war erschrocken, willigte aber wegen der großen Not ein. Der Teufel ritzte ihm ein wenig den Arm und mit Blut wurde der Vertrag unterschrieben. Sofort raste der Teufel los – Tag und Nacht arbeitete er und förderte Unmengen an Kohle. Seine glimmenden Augen erhellten den Stollen. Gottlieb wurde nach und nach immer reicher, jedoch gab er auch den Armen davon. Sieben Jahre waren vergangen, da stand der Teufel wieder vor ihm und wollte sich seine Seele holen. Doch Gottlieb sagte: „Heute ist Barbaratag ! Noch drei Wochen fehlen an der Zeit. Komm am Heiligen Abend wieder. Dann erst werde ich dich begleiten, wenn ich will!“ Der Teufel wurde extrem wütend, riss von einem Kirschbaum einen Zweig und warf ihn Gottlieb hin. Nur wenn dieser zu Weihnachten blüht, würde er von ihm ablassen. Verzweifelt schlich Gottlieb nach hause, da erschien ihm ein Mädchen in heller, weißer Gestalt – die heilige Barbara. Als sie sah, dass Gottlieb seine Taten zutiefst bereute, sagte sie: „Gehe heim und stelle die Zweige in einem mit Wasser gefüllten Krug. Bald werden sich Blüten und Blätter im Überfluss zeigen!“ Als am heiligen Abend der Teufel wieder kam um sich seine Seele zu holen, streckte Ihm Gottlieb die blühenden Zweige entgegen. Der Teufel stampfte voller Wut mit seinem Pferdefuß auf, dass die Funken stoben und ein Kampf um Leben und Tod begann. Als der Kampf schon verloren schien, begannen plötzlich die Weihnachtsglocken zu läuten und die Kraft des Bösen versiegte. Der Teufel war plötzlich verschwunden und Gottlieb lebte noch viele Jahre glücklich und zufrieden. Als Andenken stellte er jedoch jedes Jahr, am Barbaratag, Kirschenzweige in einen Krug, die immer am Weihnachtstage Blüten und Blätter trieben.


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 2020-11-15  14m