Mensch, Frau Nora!

Mein Name ist Nora. Und irgendwie fühlten sich Menschen in meiner Umgebung schon immer veranlasst, mich „Frau Nora“ zu nennen. In den unterschiedlichsten Gemütszuständen. Das kann ein „Mensch, Frau Nora!“ sein wie in: Schön, dass du da bist, lange nicht gesehen. Oder ein „Mensch, Frau Nora!“ wie in: Das ist ja mal ein dickes Ding. Oder ein „Mensch, Frau Nora!“ wie in: Was hast du denn da schon wieder angestellt?! Es gibt da aber noch den anderen Teil in mir. Den Definitionsteil. Wer bin ich eigentlich? Und auch darauf kann ich nur im Dreiklang antworten: Mensch. Frau. Nora. Heißt im Klartext: In erster Linie bin ich ein Mensch – mit allen Vor- und Nachteilen, die das Menschsein so mit sich bringt. Dann bin ich biologisch betrachtet eine Frau. Das kann ich mit einiger Gewissheit wohl sagen. Für manche Menschen ist das wichtig, für andere weniger. Letzten Endes bin ich aber vor allem ich: Nora. Und das, was aus mir raus kommt: Gedanken in Texten und Tönen.

https://www.mensch-frau-nora.de

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episode 43: "Wir versuchen, den Schülerinnen und Schülern trotz Pandemie ein Stück Normalität zu geben."


Gespräch mit der Hauptschullehrerin Bahar Aslan

Bahar Aslan ist Lehrerin an einer Hauptschule in Gelsenkirchen. Sie unterrichtet an einer sogenannten Brennpunkt-Schule Englisch und Sozialwissenschaften. Ihre Schülerinnen und Schüler sind von der Pandemie noch stärker betroffen als viele andere. Denn vielen fehlen schlicht die Voraussetzungen, damit digitaler Unterricht sinnvoll eingesetzt werden kann. Nicht nur technisch, sondern auch räumlich und sozial.

Mediale oder politische Aufmerksamkeit für ihre Schüler:innen gibt es kaum, sagt die Lehrerin. Wir sprechen über Bildungschancen, Bildungsgerechtigkeit und die besondere Herausforderung für digitalen Unterricht mit Schüler:innen, für die nicht nur Schule ein wichtiger Ort ist, sondern Lehrer:innen auch wichtige Bezugspersonen auf dem Weg durchs Leben.


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 2020-11-16  38m