Bildung in Bewegung

Die IG Metall Bildung ist in Bewegung, weil sich die Gesellschaft und die Arbeitswelt in Bewegung befindet. Der Podcast gibt Einblicke, wohin die Reise geht, welche Zwischenstationen für Expeditionen eingelegt werden und welche Utopien sich am Horizont auftun könnten.

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episode 8: Webtalk #08 – Vergessene Klimakrise? Was tun! [transcript]


Vor der „Corona-Krise“ waren die verheerenden Folgen des Klimawandels und die ökologischen Überlebensfragen unseres Planeten zum zentralen Thema nicht nur bei Klimakonferenzen geworden. In Talkshows, Schulen, Gewerkschaftsseminaren und auch in vielen Wohnzimmern wurde über die Art und Weise unseres Konsum- und Wachstumsmodells diskutiert, wurde über andere Mobilitäts- und Energiekonzepte, über Ressourceneffizienz und solidarische Stadtentwicklung gesprochen. Die „Fridays for Future“-Bewegung mobilisierte und beeinflusste die politische Tagesordnung.
Nun scheint die Pandemie dies alles in den Hintergrund zu drängen. Dabei zeigt diese Gesundheitskrise umso deutlicher die Notwendigkeit einer Abkehr von bisherigen neoliberalen Logiken und die Notwendigkeit einer sozial und ökologisch nachhaltigen Perspektive. Über all das und über das, was zu tun ist, werden wir in diesem Webtalk mit unseren Gästen reden.

Gäste
  • Prof. Dr. Ulrich Brand
  • Prof. Dr. Uwe Schneidewind
  • Angelika Thomas
Moderation
  • Petra Wolfram
  • Fritz Janitz
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 2020-07-08  1h34m
 
 
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Ja, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, ich begrüße euch ganz herzlich zum Webtalk, äh, der IG Metall, Bildungsabteilung, äh vergessene Klimakrise, was tun, ist unser Titel.
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Und ich freue mich
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interessant bin dabei zu haben. Ich begrüße euch ganz herzlich, Angelika Thomas, ich begrüße Uwe Schneidewind und Ulrich Brandt äh zu unserem ähm mein Name ist Petra Wolfram, gemeinsam mit Fritz, Jannitz werde ich diese Talkrunde moderieren. Äh im Hintergrund wird Anette Schnorr.
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Für Fragen und Antworten
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von Zuschauern zur Verfügung stellen, stehen. Also, wenn ihr selber als Zuhörer gerne Diskussionsbeiträge einbringen möchtet oder Fragen stellen möchtet, könnt ihr das über diese Funktion F und A und Annette wird im Backoffice sozusagen einsammeln
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eure Gedanken, eure Anregungen, eure Fragen und dann entsprechender Stelle
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auch zur Diskussion stellen und einbringen. Wir werden auch unterstützt natürlich technisch von äh Guido Grombach, der,
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uns technisch supportet, ähm ja, ich freue mich sehr. In der ersten Runde würde ich gerne ein bisschen euch als Expertinexperten ein bisschen dem Publikum den Zuhörern der vorstellen
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Ähm ich beginne mal mit Uwe, Uwe Schneidewind. Ähm schön, dass du da bist. Du bist äh,
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ja, Professor an der Bergischen Uni, in Wuppertal
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Du warst bis April zwanzig zwanzig äh wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie
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Und dann ein ganz interessanter.
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Finde ich Schritt von dir, hast du dich dafür entschieden, als äh Oberbürgermeister zu kandidieren in der Stadt Wuppertal
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das finde ich ganz wirklich interessant, bemerkenswert. Und meine Frage an dich ist, was hat dich dazu beworben?
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Ich meine, ich habe ja jetzt fast zwanzig Jahre zu Transformation, zur Veränderung, Gesellschaften geforscht
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und ähm wenn man das so lange macht und irgendwann so das Gefühl aufkommt hat vermeintlich sehr, sehr viel verstanden, aber im Kern ist es doch ein sehr, sehr viel komplexerer Prozess, Veränderung, Gesellschaften auszulösen
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äh dann ähm kommt dann irgendwann so ein Gefühl ähm ja auf so einer fehlenden Authentizität auf und das kam eben zusammen
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mit der Anfrage von zwei Parteien in Wuppertal, ob ich mit dem vorstellen könnte, als Oberbürgermeister zu kandidieren
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und ich mir dann gesagt habe, das ist auch irgendwie ein Zeichen, also ein bisschen so Kairos, äh jetzt die Chance zu haben. All das, worüber man so lange philosophiert hat.
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In der Stadt, in die man sich in den letzten zehn Jahren wirklich verliebt hat, ähm das vielleicht mitgestalten zu können. Also von daher bleibe ich meinem Transformationsleidenschaft treu
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aber äh eventuell dann ab ersten November, auf der anderen Seite. Ein Schritt in die Realpolitik. Ja. Ja, äh, dann begrüße ich ganz herzlich
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Ulrich Brandt. Äh du bist auch Professor, du bist in Wien
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an der Hochschule, in den äh du bist Herausgeber der Blätter, für deutsche und internationale Politik. Du bist Buchautor, dein jüngstes Buch zu sagen, äh.
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Ist da Postwachstum und gegen Hegemonie. Das hört sich so ein bisschen sperrig an, aber wenn ich das so richtig sehe, bist du ein, eigentlich dein Thema,
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treu geblieben, im Grunde dieser, wie du sie letzt im perialen Lebensweise im Grunde deine Vorstellung, deine Ratschläge auch für sowas wie eine solidarische Lebensweise gegenüberzustellen. Äh
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was ist für dich eine solidarische Lebensweise.
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Hat die Frage ist nicht äh gut für eine Vorstellung. Ich mache es ganz kurz. Erstmal herzlich willkommen. Alle, die äh jetzt zuhören oder später zu und ich freue mich, dass dieses Format zusammenkommt.
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Wir wollten mit dem Begriff der Impajalebensweise darauf hinweisen, mit Markus Wissen, meinem Co-Autor, dass ähm der Globalisierungsprozess und.
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Fehlende Nachhaltigkeit, nicht nur der Frage von Politik, von Unternehmen ist, also von den großen Strukturen, das ist sie auch,
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aber dass sie sich eben auch in den Alltag einschreibt. Denn Menschen ganz selbstverständlich in ihrer Konsum auf äh Produkte zurückgreifen, Handys, Klamotten, Nahrungsmittel,
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die äh eine Vorstellung.
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Eben aus aus anderen Teilen der Welt kommen. Und die solidarische Lebensweise ist ein Begriff, der natürlich unglaublich komplex ist, wie kommen wir daraus? Also, was gibt es für Möglichkeiten,
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das ist, glaube ich, die Kernidee nicht auf Kosten anderer zu leben und nicht auf Kosten der Natur. Und das ist ja ein sehr wichtiges Thema für die Gewerkschaften. Wir sind auch ähm,
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gut diskutiert, wird immer wieder eingeladen, ähm in gewerkschaftliches Spektrum heraus. Also, was die wieder Solidarität bedeutet ja, nicht auf Kosten anderer und nicht auf Kosten der Natur zu leben. Das wäre der Kerngedanke.
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Mhm. Ja, dann ist Angelika Thomas dabei, hallo Angelika, schön, dass du da bist. Ähm Angelika arbeitet beim Vorstand der IG Metall
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äh für diesen Schwerpunkt auch äh Umwelt, Energie
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schon viele Jahre, du gilst Angelika als ja Klimaexpertin der IG Metall ein bisschen.
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Mich interessiert, du machst das eben schon lange und äh die IG Metall ist ja nicht unbedingt äh als Umweltbewegung mit diesem Topthema äh in der Presse gewesen, die vielen Jahre äh,
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kannst du selber irgendwie sehen, dass ich das verändert hat, auch mit der Klimakrise mit der Zuspitzung der ökologischen Situation, vielleicht auch mit Fridays for Future, ist dieses Thema präsenter geworden in der IG Metall.
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Du musst dich äh laut schalten.
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Hallo Petra, schön, dass wir wieder mal zusammen hier diskutieren und arbeiten können und hallo auch an alle anderen. Ähm ja.
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Ich mache das schon lange und ja, das Thema hat sich auch innerhalb der IG Metall äh verändert, äh ganz deutlich äh glaube ich schon in den letzten zwei Jahren.
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Ähm man kommt Stärke mit dem Thema aus der Nische so ein bisschen in den Mittelpunkt der Debatten, ja? Hm, ich sag's jetzt mal so ganz flapsig, das merkt man auch daran, wenn plötzlich zu dem Thema nicht mehr.
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Die Klimaexpertin gefragt ist, sondern der Vorsitzende selber die Antworten gibt, dann ist noch ein Thema, glaube ich, schon in der in der,
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auf der Leiter der Themen, die wichtig sind, ziemlich weit nach oben geklettert.
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Und wir diskutieren wir haben ja auch glaub ich als IG Metall im letzten Jahr mit unserem Transformations
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Aktivitäten, mit den Transformationskongress, auch mit der äh großen Kundgebung in Berlin und auch mit diesen
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von uns ja auch geprägten Hashtag Verwandel, da schon auch die Diskussion ziemlich äh,
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geprägt, wie sie im letzten Jahr
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sowohl innerhalb der Gewerkschaften, als auch in das politische Spektrum reingespürt worden ist. Also, ich denke schon, dass wir da
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äh erkennbar deutlich weitergekommen sind.
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Ja, soweit diese kleine Begrüßungsvorstellungsrunde äh man sieht schon, dass wir unterschiedliche Perspektiven anschauen werden zu diesem Thema, ich freue mich sehr drauf. Fritz.
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Ja, herzlich willkommen auch von mir. Ich glaube, das wird eine spannende Runde heute Abend. Wir wollen jetzt äh das erste Mal etwas tiefer inhaltlich einsteigen,
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ähm ja, Klimakrise. Was ist das eigentlich? Klimakrise, was ist das genau? Der Zustand des Klimas.
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Ähm wie ist die Dimension des Problems? Äh man es gibt ja auch Leute, die sagen, mit Chorona ist das Klima-Thema erstmal gelöst. Ja, äh und das ist gut fürs Klima, wenn man genauer hinguckt, könnte gerade aber auch auf die Idee kommen,
08:10
ähm Corona äh ist extrem schlecht fürs Klima, wenn man etwas weiterdenkt.
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Aber da das soll jetzt nur der Aufhänger zum Einstieg sein. Wir wollen ein.
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Genaueren Blick werfen, mal auf die Bestandsaufnahme, Zustand des Klimas, Dimensionen, das Problems dabei euch als unterschiedliche, eure Perspektiven als Expertinnen und Experten nutzen.
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Uwe Schneidewind, lass uns anfangen, ne, dass du vielleicht als Erster aus deiner Perspektive,
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beschreibst, Klimakrise, Zustand des Klimas, was ist das eigentlich.
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Ähm und vielleicht kannst du in deinem Beitrag zuspitzen, auf die drei, aus deiner Sicht, wichtigsten zentralen Aspekte.
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Dieses Thema dieses Problems äh die ein Handel erfolgreich machen. Bitteschön. Ja, sehr gerne, danke für's.
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Ja, also in kompakten fünf Minuten vielleicht drei Thesen, also auch von meiner Seite aus nochmal ein herzliches Willkommen. Also ich freue mich auch sehr.
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Auf die äh diese Diskussion, weil das auch ein Wiedertreffen von vielen Wegbegleitern wirklich
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ist, unter anderem, ja, auch von Uli Brandt, mit dem wir zwanzig elf schon in dieser Enquete-Kommission, Wachstum, Wurst, Lebensqualität zusammen gesessen haben
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und äh vieles von dem vermutlich, was wir damals noch diskutiert haben, um so wenig herausgefolgt ist und auch heute wieder eine Diskussion begleiten wird.
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Und das führt vielleicht gleich zum ersten Punkt. Ähm ich glaube, dass interessante sind ja so gewisse Strukturidentitäten von äh Corona und Klimakrise.
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Denn natürlich ist es nicht so, dass ähm jetzt durch Chorona sich die Klimafrage erledigt hat, äh ganz äh im Gegenteil.
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Ähm natürlich die die äh sagen, massiven Klimaveränderungen sind jetzt durch den ökonomischen Stück abgebremst, aber.
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Äh entwickeln sich in der Kontendenz natürlich genauso dramatisch weiter wie bisher.
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Und wir jetzt die große Herausforderung haben, dass all die Kräfte, die den Eindruck haben, da kommt jetzt ein solcher ökonomischer Schock auf uns zu und lasst uns doch alles, was jetzt nicht unmittelbar mit ökonomischer Wiederbelebung zu tun hat.
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Mal beiseite stellen.
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Sogar einen erheblichen neuen Rückenwind bekommen. Und man merkt das ja auch eine Diskussion, dass versuchen zum Teil auch zu nutzen, denn ähm dieses Thema Klimakrise war ja unter anderem auch durch die Fahrt des verfügerbewegung.
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Ganz tief in der Mitte der Gesellschaft und der politischen Prozesse gerade in Deutschland, aber auch in Europa ähm angekommen. Und letztlich ist ja das, was wir in äh der Choronakrise erleben.
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Wie gehen wir mit einem Phänomen um,
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dass uns im Wesentlichen ganz entscheidend durch Wissenschaft und medial vermittelt wird und für die meisten aber doch so unendlich weit weg wirkt, natürlich auch bei Chorona, jeder kennt über drei Ecken, auch jemand, der erkrankt war, vielleicht sogar,
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Situation, Todesfälle im Umfeld, aber für die meisten ist es sehr, sehr weit weg.
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Und es dennoch gelungen ist, sehr, sehr massive politische Reaktion darauf zu organisieren.
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Und die Klimakrise das ja mit einer ganz anderen Zeitsgala.
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Ähm äh auch verkörpert, ne? Es geht um absehbar massive Bedrohung, menschlichen Lebens- und Gesundheit, im globalen Maßstab, in ganz anderen Größenordnungen als Balkona.
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Diese Erkenntnis äh ganz entscheidend vermittelt über Wissenschaft und die Frage gelingt es, äh.
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Dafür Solidarität äh zu organisieren. Und hier im Solidarität auch im globalen Maßstab.
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Wir haben ja die Solidaritätsprozesse, die wir bei Chrona erleben, sind ja ein wesentlicher National. Und insofern, beide Krisen durch ihre Strukturidentität äh sind ähm.
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Auf die mal sie hilfreich aufeinander zu beziehen.
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Und eben nicht über den vermeintlichen Zusammenhang aha, über Korona ist jetzt auch das Klimathema gelöst, weil wir zurückfahren, der ökonomischen Aktivität haben
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Das führt mich zum zweiten Punkt, was,
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ähm wenn wir uns jetzt fragen, wie wird das vermutlich ähm sich weiterentwickeln? Die Kopplung von.
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Maßnahmen, um die ökonomischen Choronafolgen in den Griff zu bekommen und Klimaschutz, dann zeichnet sich eben ab.
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Dass dort, wo das kompatibel ist, mit ähm auch den Funktionsweisen.
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Unseres äh jetzigen ähm äh Wirtschaftslogik und System, dass das vermutlich ganz gut funktionieren wird, denn.
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Man spürt in Deutschland, aber auch in Europa, äh doch eine wachsende Mehrheit dafür, die sie jetzt anlaufenden Konjunkturprogramme.
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Zu verbinden, mit einer klaren, technologischen, ökonomischen Zukunftsperspektive.
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Sind also sehr schöne Begriff, wir wollen in eine neue Normalität. Also, wenn wir jetzt Wirtschaft und Industrie wieder anlaufen lassen,
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sehr viel Geld in die Hand nehmen, für Investitions äh.
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Äh Hilfen und die Förderung einzelner Branchen. Dann soll das Direktimpulse setzen in die Themen, die wir künftig brauchen.
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Neue Form der Energieversorgung, die neue Mobilität, die Erneuerung von Infrastrukturen, auch durchaus für eine Nachhaltigung, klimagerechte Perspektive
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Also viele der jetzt diskutierten Konjunkturpakete tragen ja genau eine solche Note,
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sowohl das, was unser äh von der Leyen und die Kommission mit dem äh Kopf um das Konjunkturpaket mit den Queen Deal vorhaben, aber auch Dinge, wie sie auf der eben der Bundesregierung diskutiert werden.
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Aber und das wäre jetzt der dritte Punkt, der andere Teil dessen,
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was wir am Wuppertal Institut immer als sie doppelte Entkopplung diskutieren, nämlich.
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Die These für die Beherrschung der Klimakrise wird es vermutlich nicht alleine reichen, nur unsere technologische Basis auszutauschen, aber ansonsten,
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einfach so weitermachen zu machen, die bisher, sondern wir brauchen auch ein Verständnis von einem erweiterten Wohlstand,
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der sich durchaus ein ganzes Stück entkoppelt von dem heutigen Form ähm wirtschaftlicher Entwicklung.
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Diese Diskussion, die ist aktuell nur in klein Ansätzen zu spüren,
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Es gibt zwar viele Diskussionen über die neue Achtsamkeit, wir erkennen plötzlich wieder was uns wichtig ist.
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Dass es nicht unbedingt eine Fernreise sein muss, sondern ist auch mit Naherholung geht.
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Dass ich ein Arbeitsleben vielleicht doch nochmal in ganz anderen Formen zwischen Digitalisierung, Präsenz organisieren lässt. Ähm also das sind Momente, die ihm darauf hinweisen.
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Formen des Wohlstandswandels, euer Lebensstile, flackern auf, aber es ist eben völlig unklar.
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Wie viel davon sich auch nach der Krise fortsetzt oder ob wir sehr schnell wieder in die alten Muster zurückfallen.
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Und am Ende einfach nur der schnellere Umstieg auf Elektromobilität dann übrig bleibt, aber nicht völlig andere Mobilitätsmuster.
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Ähm sagen dann doch irgendwann wieder sehr schnell die Kreuzfahrten äh und äh die Fernflüge, sowohl im beruflichen, als auch im privaten, das alte.
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Niveau auch erreichen.
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Und da sind wir genau bei den Themen, die jetzt ja Uni sicher gleich nochmal intensiv thematisieren wird, nämlich der Frage, wie tiefst sitzt das eigentlich in der DNA unseres wirtschaftlichen Systems.
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Ähm und wie viel lässt sich als Krisenerfahrung dort äh
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als ein Lärmprozess in Gesellschaften tragen und wir werden in der dritten Runde ja auch drüber diskutieren, welche Rolle können Gewerkschaften dabei spielen
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aber das weißt du die die drei Punkte erstens Klimakrise bleibt. Wir können strukturell, aber vielleicht von Korona Lärm, zweitens auf der Ebene.
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Äh ökonomische wieder Anlaufprogramme und Technologie und Investitionsförderung werden wir das zusammenbekommen.
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Klimaherausforderung, Krone auf der Ebene, neuer nach neuem Nachdenkens, über Wohlstand, Lebensstile, da wird es sehr, sehr viel schwerer.
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Ja, erstmal Dankeschön ähm Ulrich Brand, du wärst jetzt, ne? Der nächste, also du.
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Ähm du musst nicht, aber du kannst dich selbstverständlich auch auf Uwe beziehen. Ja, okay? Also wir wollen das nicht streng voneinander trennen, jetzt in der Struktur.
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Sondern so wie es zusammenpasst, sondern dass durchaus eine offene Diskussion sein, aber du hast jetzt genauso wie Uwe erstmal die Gelegenheit.
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Äh deine Position oder zugespitzt, deine drei wichtigsten Aspekte in dem Zusammenhang jetzt hier äh uns vorzutragen, bitteschön. Dankeschön.
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Ähm, ich habe zwei Vorbemerkungen zu eurem Einladungstext. Ich glaube, das ist ganz wichtig, weil das ist ja auch ein bisschen euer Selbstverständnis, was wollt ihr mit dem Klimathema beim ersten Punkt habt, den hat Uwe schon angesprochen. Ihr sagt
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tritt alles in den Hintergrund. Klimapolitisch, die Panthemi und ich würde auch sagen, nein, es ist viel gebrochener, zweitausendacht, zweitausendneun ging die Abfragprämie viel klarer durch,
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als heute, sie ist breit diskutiert, ich kann mich da direkt an Uwe anschließen, wir haben den European Green Deal, den von der Leyen irgendwie jetzt auch verteidigt. Sie hat von einem Deal gesprochen, also auch einem Gesundheitsdeal,
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ich glaube, da ist was drin. Äh und die Engführung auf Klima ist auch oft ein Problem, weil zum Beispiel die Ressourcenproblematik,
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äh äh da ich ganz schnell draußen ist, aber auch da könnt ihr Uwe viel besser äh ausführen. Aus meiner Sicht, wir sind im Gewerkschaftsspektrum werden ähm die Klimapolitischen Initiativen, wie auch Vorkorona an den Machtverhältnissen erstmal.
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Scheitern. Und die müssen verändert werden. Oh auch ohne Chorona hätten wir zwar die Fridays for Future Guter, wir haben ja schon im Dezember Januar diskutiert, warum wird da jetzt so wenig umgesetzt? Und da ist eine wichtige Aufgabe und da spielen natürlich,
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Geratschaften mit zentrale Rolle. Zweiter Punkt zur Einladung.
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Ist die Abkehr endlich notwendig. Äh meine Einschätzung wäre, es ist ja gerade eine gewisse Abkehr von der Neoliberalogik, nämlich mit wahnsinnigen äh kensianischen ähm Konjunkturprogramm. Ähm die Frage ist, ob die,
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Kräfteverhältnisse, also die starke Verschiebung zu Kapitalkräften, zu Finanzmärkten, das muss ich im Gewerkschaftsrecht und gar nicht groß erklären, ob die auch dauerhaft gebrochen werden kann. Also die Frage, ob Vermögen äh angegriffen werden können. Das sind ja auch eine, also nicht kurz zu schließen
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Neoliberal ist nur die Abkehr, wenn der Staat wieder stärker ist, sondern wir haben ja tief verankerte gesellschaftliche neoliberalisierte Kräfteverhältnisse
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das wollte ich nur als Vorgemerken sagen, wir können's gerne in der Diskussion aufnehmen. Warum ist Engagement wichtig? Das ist eure erste Frage an uns.
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Das erste ist, glaube ich, äh und auch da spielen jetzt Gewerkschaften eine ganz wichtige Rolle. Es gibt ja Ansätze von sozial ökologischer äh Veränderung,
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denken wir jetzt beim UM Ausbau von öffentlicher Infrastruktur, von öffentlichem Verkehrssystem, von erneuerbaren äh Energien äh und die drohen jetzt unter Druck zu geraten. Also es ist ein offenes Feld,
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ob das jetzt weiter ökologisiert wird oder nicht, ähm die Kommunen kommen in enorme Finanz ähm
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Probleme, äh Uwe muss die ab November ähm dann lösen für Wuppertal. Ähm was bedeutet das? Und da muss, glaube ich, Kante gezeigt werden, dass eben diese langsam entstehende, ich bin da gar nicht super. Den müssen sie sich aber die langsam entstehenden Ansätze von ökologischer,
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ähm Umbau, dass die, ähm, dass die nicht verloren gehen. Das ist, warum ist Engagement wichtig? Die zweite Frage.
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Irgendwie eine Grün, eine begrünung der Ökonomie wird kommen und zwar schon aus den äh Kapitalinteressen selber, viele von euch den Zuhörern werden im Automobilsektor tätig sein, die ganze Debatte um E-Mobilität, globale Konkurrenzverhältnisse, Dieselskandal.
19:56
Die Frage für mich ist, das habe ich in dem neuen Buch mit dem leidersperrigen Titel, wie Petra sagt, äh dargelegt. Es gibt aus meiner Sicht zwei Projekte,
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einer Ökologie, ökologisierung des Kapitalismus. Ein Autoritäres Projekt, wo wirklich das Kapital weitgehend sich durchsetzt, fossiles Kapital sehr stark und Grüne, Kapitalfraktionen werden stärker oder ein
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progressiver, grüner Kapitalismus, das ist immer noch nicht, was ich als soziale ökologische Transformation verstehen würde, aber zumindest
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Einsatzpunkte Bündnispartner bei in einem pressiven, grünen Kapitalismus,
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Gewerkschaften der Rolle spielen werden, sozialpartnerschaft eine Rolle spielen werden, Verbindung gespielt werden
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Und aus meiner Sicht wird es und das zeigt sich schon in den Diskussionen, um den Alleinplan, wird es darum gerungen. Ja.
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Für Gewerkschaften, für kritische Wissenschaft, für motive Politik, wird es ganz wichtig sein, ähm genau unter kapitalistischen Bedingungen, erstmal diese progressiven Anteile ähm zu äh zu stärken.
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Und da wird sich, glaube ich, ganz stark die Frage stellen, wer zahlt für die Krise
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Das ist eine hoch soziale Frage, das muss ich hier nämlich Spektrum nicht sagen, aber auch eine ökologische Frage. Also wie werden jetzt die Krisenkosten, die es schon jetzt gibt, die es im noch weitergeben wird? Wie werden die Umverteilungen, dann sind wir bei Umverteilungsfragen bei Vermögenssteuern,
21:18
äh und anderen.
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Der dritte Punkt, warum wir uns äh engagieren müssen und warum auch die Gewerkschaften unbedingt ihre, ich sage mal, sozialökologischen, pflänzlichen Hegen und Pflegen sollten weiter entwickeln, sollten Angelika wird das gleich.
21:32
Ähm ähm noch ähm äh besprechen. Ich habe in einem Artikel der Blätter für deutsche internationale Politik. Vor einem Jahr argumentiert.
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Es gibt so eine Art Wellenbewegung in den Gewerkschaften, ähm dann, wenn's eine ökonomisch einige macht, stabil ist, dann öffne ich Gewerkschaften
21:49
den ökologischen Fragen, siebziger Jahre, Anfang der Achtziger, neunundachtzig war's weg. In den neunziger kommt wieder ein bisschen was
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mit der Dot-Com-Krise, Anfang zweitausend was weg. Anfang der Zweitausender kommt wieder ein bisschen was mit der Wirtschaftsfinanzkrise, was weg. Jetzt kam die letzten Jahre wieder was Transformationskongresse Bündnisse mit Umweltbewegung. Jetzt droht es unter Druck zu kommen. Ich hoffe nicht, dass es wegkommen wird
22:10
Aber dass die Gewerkschaften sozusagen ihre ökologischen Anteile auch in der Krisensituation halten, das zahlt dich für ganz wichtig.
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Das war jetzt ein kleiner Einschub aber ich wollte das äh vorbereiten sagen und mein letzter Punkt, warum lohnt es Engagement ist Uwe hat es angesprochen,
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wir haben relativ wenig Antworten
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und aber wir müssen diese Frage ganz genau stellen und verstehen, was ist eben die internationale Dimension. Uwe hat es gesagt, die Krisenbearbeitung ist weitgehende Nationalstaatlich weitgehend eine sehr unsolidarische, was die internationale Dimension angeht
22:42
die Gelder, die jetzt ähm sozusagen zur Verfügung gestellt werden für die Länder des globalen Süden, sind ein Witz, wenn wir das vergleichen mit dem Geld
22:50
was für unsere eigneten Gesellschaften in die Hände genommen wird.
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Also das wäre noch ganz wichtig, vielleicht kommen wir drauf was wäre die internationale Dimension.
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Letzter Punkt und dann bin ich auch bei der Zeit in der Uwe war, die Strukturidentität. Ich mich beschäftigt das natürlich auch sehr, ähm was ist die Struktur in die von Corona Krise und Klimakrise und ich würde ein Punkt stark machen wollen, Uwe,
23:15
die Choronakrise.
23:17
Wird deshalb so akzeptiert, weil der die Unterbrechung einer Imprallebensweise auf Zeit ist, sie ist nicht dauerhaft,
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wenn das über ein halbes Jahr geht, dann haben wir Rambazamba. Ja, es ist völlig klar, die Ansage ist, der lockdown ist für einige Wochen.
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Die Klimakrise der Produktion zur Lebensweise. Das macht es glaube ich so schwierig. Und dann weiter diskutieren oder werden wir jetzt ja auch gleich diskutieren, was es genau so weiter und viel macht.
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Ja, erstmal erstmal danke. Ähm Angelika Thomas, du fehlst jetzt noch in der Runde.
23:59
Ähm mit der mit der Bitte ähm deine Sicht der Dinge, wie man so sagt, dazu zulegen äh und äh nochmal etwas deutlicher zu machen.
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Ähm ja, wie denn die Perspektive äh wie er in der Blickwinkel aus Sicht der Gewerkschaften, insbesondere Regelmetall.
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Ist auf das Thema Klimakrise und die aktuelle Situation im Sinne einer Standsaufnahme und Bewertung der Situation, die wir im Moment haben.
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Bitte Angelika. Muss den Ton den Ton.
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Vergesst immer den Ton anzuschalten, Entschuldigung. Also gerne äh ich wäre gerne anschließen und muss, glaube ich, nicht alles wiederholen,
24:42
äh sondern äh kann sicher bestätigen, dass wir auch und das ist vielleicht auch mein erster Punkt, ähm dass ihr in den Gewerkschaften diese Frage eine äh solidarischen.
24:56
In das äh.
24:58
Auch Lebensweise und Produktionsweise auch im internationalen Zusammenhang äh glaube ich immer diskutiert haben und hat sicher Recht mit Brüchen in zeitlichen Verlauf.
25:10
Ich könnte auch sagen, Mann, Mann, was mir ein Jugendthema ist, ein erwachsenen Thema, wäre so eine ähnliche Welle, die du beschrieben hast, aber es ist
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immer Bestandteil, glaube ich, auch unsere internen Debatten in den in den Gewerkschaften gewesen, dass wir diesen Solidaritätgedanken
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immer auch als Solidarität nicht nur äh der Beschäftigten in
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den entwickelten Industriestaaten gesehen haben, sondern auch als eine Solidarität mit anderen Regionen dieser Welt definiert haben und ähm von daher
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ist in der Analyse, sind wir da, glaube ich, immer sehr gut, dass wir auch wissen, dass
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die unser Wirtschaftssystem, als kapitalistisches Wirtschaftssystem, wie es jetzt organisiert ist, auch,
25:59
äh unsere Industrie und unsere Lebensweise in Standard ähm darstellt, den wir nicht so ohne Weiteres auf die ganze Welt übertragen können. Da werden wir sehr schnell
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das weiß Uwe besser bei der Frage, der Ressourcen verfügbarkeit, wir haben von fünf, sechs Jahren noch diskutiert, dass wir in den Industriestaaten leben,
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wie in einem.
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Als hätten wir drei Erden zur Verfügung. Wir haben aber nur eine, das wollen wir jetzt gar nicht vertiefen, aber wo man weiß, dass es ein tiefgreifenden.
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Dauerhaften Umbau, auch unseres Industrie und Wirtschaftssystems geben muss und geben
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wird in den nächsten Jahrzehnten. Das glaube ich ist so, Punkt eins ähm den von,
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den ich als Ausgangspunkt auch für die gewerkschaftliche Debatte sehe, auch und das ist Punkt zwei, wenn wir natürlich als,
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IG Metallen als Gewerkschaften dabei nicht immer auf der globalen Ebene unterwegs sind, sondern
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erstmal natürlich auch unterwegs sind, ganz konkret in den betrieblichen Zusammenhängen
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und da ist, glaube ich, als Punkt zwei für uns als IG Metall von Anfang an klar formuliert worden, dass es um sowas wie ein sozialökologische Transformation.
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Gehen muss, ähm denn es ist klar, wenn wir.
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Die Energie und Mobilitätswend in unserem Land es uns nicht gelingt, die Sozial auszugestalten, sodass sozusagen nicht die besser verdiener ähm.
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Dass alles finanziell organisiert bekommen und die niedrig verdienen an den Folgen zum Beispiel ähm Heizkosten in unsanierten Wohnungen leiden werden. Also, dass wir diese,
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äh Transformation sozial, ökologisch hinbekommen wollen, müssen ist,
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mit eine wesentliche Voraussetzung, weil wir ans Wissen auch ähm, dass wir ansonsten ähm die Folgen
28:09
äh auch einem Feld populistischer Schalatane und Meinungsäußerung äh äußere überlassen, die ganz schnell dabei sein werden. Wir haben's ja jetzt ein bisschen in dem Effekt der,
28:23
Wiederöffnungsdebatten nach dem Chorona Schachtaun und der Demonstration erlebt, wie schnell das gehen kann, so ein Effekt, das war das nicht haben wollen. Das ist glatt Punkt zwei.
28:36
Äh und Punkt drei ist natürlich, dass wir selber auch die Verantwortung auch als Gewerkschaften haben und sehen
28:46
diese äh sozialökologische Transformation auch in den Betrieben zu organisieren, auch gemeinsam mit unseren Betriebsräten
28:55
und vertrauensleuten im Betrieb ganz konkrete Perspektiven zu entwickeln, dass die manchmal einfacher.
29:04
Und dort wo es Krisen bewährt ist, geht's eben auch schwerer, wie wir das wahrscheinlich auch noch
29:12
in einzelnen Branchen und Bereichen, gerade im Automobilsektor erleben werden, aber die Strategie als IG Metall ist da ganz eindeutig, dass wir sagen, wir wollen nicht,
29:25
warten, die bist sozusagen der Strukturwandel uns kalt erwischt, sondern wir wollen jetzt dafür sorgen, dass wir auch mit Zukunftsvereinbarungen
29:35
ähm mit
29:36
einzelnen Betrieben, wirklich bezieht für Betrieb, dafür sorgen, dass über die Frage, welche Investitionen sind notwendig? Welche Qualifizierungsmaßnahmen für Beschäftigte sind notwendig
29:49
wie können wir selber sozusagen unseren Standard, unseren Betrieb Zukunftstauglich für die Veränderungen, die aus den.
29:57
Aus der Notwendigkeit und auch aus der Regulierung, ja, der Klimapolitik kommen. Ich will da ja gar nicht sagen, dass wir das alles nur aus freien politischen Willen und der Klugenerkenntnis machen, sondern natürlich.
30:11
Ist es auch eine Folge, der ja jetzt zunehmend verschärften auch Regulierung, die auch aus der Klimapolitik kommt.
30:19
Ja und jetzt mache ich einen Punkt, weil meine fünf Minuten sind vorbei. Ja, danke schön,
30:25
ähm ich überlege jetzt gerade, bevor ich Petra an dich wieder wiedergebe, äh gab es direkte Bezüge, die man, auf die man sofort reagieren könnte, gefällt eine Sache ein,
30:39
ähm.
30:40
Die war, glaube ich, von Ultrich von dir an an Uwe gerichtet. Äh wenn ich's richtig, äh, wenn ich's richtig aufgenommen habe, dann war das diese Geschichte äh Choroderkrise, ähm als Unterbrechung der gewohnten Lebensweise für einige Wochen.
30:55
Uwe, du hattest ja äh mit diesem Aspekt ähm mit diesem Aspekt doppelte Entkopplung, also das du ja darauf gesetzt, dass ich,
31:04
ausgelöst durch die Kronerkrise ähm auch veränderte Lebensweisen entwickeln, ne, die vielleicht nicht komplett verschwinden.
31:13
Wenn die oder Krise zu Ende ist, Ulrich, da hattest du ja direkt so ein bisschen Richtung Richtung Uwe äh auch adressiert.
31:21
Wo möchtest du da direkt jetzt was zu sagen oder sagst du lieber in der späteren späteren Verlaufdiskussion? Ja, ich meine, das ist ja ein wichtiger Punkt, den ähm Uli dort gemacht hat.
31:33
Die Frage ist ja, ist all das, äh was äh jetzt an Veränderungen stattfindet.
31:39
Wird das mehr Kompensatorisch wahrgenommen. Also man schränkt sich in Dinge ein.
31:44
Wo man sagen würde, das ist einfach nur unangenehm. Also ich möchte schnell mein altes Leben zurück.
31:50
Und äh was sind im Phänomene, wo man plötzlich äh in diesem unerwarteten Entdecken neuer Qualitäten ähm ein.
32:00
So ein Stück äh den äh Boden dafür seht.
32:04
Dass dann auch diese langfristigen Veränderungen der sind, ne? Also äh wenn ich jetzt wirklich spüre,
32:11
dass äh ich in einer Umgebung lebe, äh in der im Nahrhaus sich auch unendlich viel entdecken lässt.
32:19
Wird vielleicht das durchbrechen, bisherige Urlaubsmuster ist dann vielleicht gar nicht mehr in dieser Form ähm Angst besetzt, ne? Denn ich merke
32:27
was diese Zeit äh plötzlich mit Familie und Kindern mit sehr viel intensiver und länger auch am positiven Effekten hat,
32:36
lasse ich mich auf andere Diskussionen ein, äh aber das ist eben nur ein,
32:40
kleiner und am Gewissen heute noch nicht wie großer Anteil der Erfahrung, die durchgemacht werden, denn weil vielen der Erfahrungen sind Anschränkungserfahrungen. Da hat Uli natürlich Recht, sobald
32:52
dann das wieder freigegeben wird, werden wir in die alten Muster zurückgehen,
32:57
und wenn wir die jetzigen Einschränkungen zu lange aufrechterhalten, dann ist wirklich eine Gefahr da, dass ich auf Widerstand äh vermiert. Und das wird vielleicht gleich auch noch ein wichtiger Punkt sein.
33:07
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass da auch eine Reihe am positiven Erfahrung zurückbleiben, die wir für die Bewältigung dann diese anderen Krisen nutzen können.
33:16
Uli.
33:18
Ja, ich ähm ich stimme den zu. In meinem Punkt waren nur, äh es gibt diese Erfahrung, es gibt die die Möglichkeit von Lernprozessen, die sind sehr ungleich, weil ähm ich selber bin im Homeoffice,
33:28
und ähm bin eher sozusagen, ich habe keine ähm Pflege ähm Verpflichtung. Also ich gehöre zu demierten, weil Halt fließt weiter. Viele werden präkarisiert in der Krise, aber trotzdem gibt es,
33:38
die Möglichkeit von Erfahrung, aber aus meiner Sicht und ich glaube, das hast du auch äh damit ge,
33:42
meint, der Umbau der Lebensweise heißt ja, ein struktureller Umbau. Also wenn jetzt die Diskussion nur noch läuft, bei den Lufthansahilfen, dann fährt Lufthansa wieder hoch. Und wenn Altmaier sogar in den Tagesthemen sagt, ich mische mich nicht ein, beim Verbot.
33:57
Kurzflügen, weil das ist nicht die Sache der Politik. Das ist dann ist die Politik nicht glaubwürdig,
34:02
aber zu sagen, es gibt eine Erfahrung von weniger Fliegen, Nahraum in der Holung oder eben auch in geschäftlichen ähm Dingen, wir reden ja gar nicht von alle Fliegen, sondern in Deutschland fliegt ein Drittel der Menschen. Im Jahr ist es ja eher ein Vielfliegerphänomen äh in Deutschland. Das Problem Österreich genauso. Ähm
34:17
Wo sagt jetzt die Politik? Die Lufthansa soll nicht kaputt gehen oder die Airlines, ich bin ja in Wien, aber die Ansage ist, ihr baut zurück.
34:27
Geplant zurück Change bei Design, nicht Change bei Desaster. Die Krise, jetzt ist chaytisch bei Desaster. Aber Change bei Design, wer die Ansage
34:34
Lufthansa als Teiglerglobal, noch nicht das dann davon reingeht oder Mary Con Airlines, wir brauchen ein Rückbau des Flugverkehrs. Was aber die Politik gerade macht, ist nicht an der Erfahrung ansetzen
34:45
vielleicht können wir weniger fliegen, sondern Ansage zu machen, die Lufthansa soll wieder möglichst schnell auf den Stand äh von Februar.
34:53
Da da wird es ähm ganz unglaubwürdig und dann kommen wir zudem, ich dann belasse ich's schon. Ähm was wir ähm in der unterpsychologie als Cityson Consumer Gad bezahlen rechnen.
35:02
Der Sitison, die Bürger und Bürgerinnen
35:04
die wissen vielleicht, um die Klimaprobleme. Die wollen was verändern, aber als Konsumer sagen sie, solange die Gesellschaft nichts werden, solange die Politik das daher redet, solange die Reichen,
35:13
äh machen können, was sie wollen, mache ich auch nichts. Ne, diese Lücke, die zu bearbeiten, um diese Erfahrung aufzunehmen. Das, das ist jetzt gerade eine ganz wichtige Position. Eine ganz wichtige Situation.
35:25
Ja, es ist vielleicht genau der Punkt, äh, wo wir jetzt anknüpfen können. Petra, ne? Und jetzt äh.
35:33
Äh sehen können, wie wie wir weitermachen, wie wir anknüpfen können, mit möglichen Fragen, beziehungsweise mit der zweiten Runde,
35:40
Dankeschön. Ja, ich glaube auch, dass äh dieser Dilemma Tas, die sich mit diesem Ökologiethema verbinden, eigentlich schon relativ
35:48
gut öffentlich sind. Annette, ich würde trotzdem, bevor ich jetzt quasi eine eine weitergehende Frage stelle, erstmal dich ins Boot holen, du hast Frage und Antwort,
36:00
äh organisiert, äh welche Zuschauermeinungen gibt es denn bisher? Du musst den Ton anmachen.
36:14
Ja. Ja, hallo an alle, die zuhören.
36:20
Also es gibt ein Zuhörer, ein Teilnehmer der sagt,
36:26
ich glaube so in Antwort auf Uwe und noch bevor Ulrich richtig zu Ende gesprochen hatte aber der war's daraufhin, dass wahrscheinlich gerade wir als Gewerkschaften,
36:37
als Ursache der Klimakrise und Gesellschaft und so weiter mehr unser Wirtschaftssystem in den Fokus rücken müssen, dass wir also.
36:48
Äh feststellen, dass mit kapitalistischen, immer mehr produzieren und so wir nicht weiterkommen. Das.
36:56
Dann gibt es eine, ein, eine Meinung oder eine Frage direkt an Uli Brandt, äh der sie aber auch schon gelesen hat.
37:05
Befristete Zeit zu zahlen wenn sich daran Kauf oder Leasing eines Elektroautos anschließen,
37:18
könnte das eine IG Metallposition sein.
37:22
Und in der in die gleiche Richtung ein noch ein eine dritte Meinung.
37:29
Ähm ein Kollege, der fragt, ist die Gewerkschaft bei diesem Thema nicht grundsätzlich in der Zwickmühle? Passt ökologisches Handeln? Und das erhalten und schaffen von Arbeitsplätzen zusammen, gerade im Autoland Deutschland.
37:44
Das ist ja ich würde gerade das letzte direkt auch Angelika nochmal äh dir geben. Was das eigentlich zusammengewerkschaftlich. Wir hängen ja äh auch als mit unseren
37:55
Arbeitsplatzinteressen, natürlich auch äh an der Produktion und auch an Wachstumsoptionen. Ähm,
38:03
ja, lässt sich das verbinden, die Ökologiefrage und dieses Dilemma äh
38:10
Also ein schwieriger Spagat ist es immer, ja,
38:19
weil natürlich ähm es nicht so einfach ist zu sagen
38:24
die Arbeitsplätze sind uns jetzt nichts wert oder die Zukunft dieser Bereiche ist es uns nicht wert, die sie verändern müssen oder die vielleicht auch wegfallen äh werden,
38:36
ähm dabei ja, will ich vielleicht so sagen, ähm,
38:43
die Frage der Ökologie ist ja nicht die einzige, die ähm Strukturveränderungen unserer Industrie in den letzten Jahrzehnten ähm
38:51
gebracht hat, ja. Wir bauen heute auch keine mechanischen Schreibmaschinen mehr, wir bauen überhaupt keine.
38:59
Schreibt Geräte in Deutschland mehr, weil alles als Computer nach Asien gegangen ist. Also beide strukturellen Umbrüche gib
39:07
der auf Technologie getrieben durchaus äh schon immer in unserer Wirtschaft, die wir auch bewältigt haben und die wir auch bewältigen können
39:15
wenn wir äh nicht als Gewerkschaft sagen, es geht darum, den zweites Boot zu erhalten, sondern wenn man
39:23
uns in so eine Position begeben, wo wir sagen, wir wollen diesen Wandel gestalten und wir wollen die Transformation gestalten, aber auch in Bezug auf die Mobilindustrie ist,
39:34
eine ähm der Forderungen, die wir als IG Metall da auch aufgestellt hat oder die nach der wir auch versuchen,
39:42
unsere äh eigene Politik und auch unsere Möglichkeiten, Handlungsmöglichkeiten in den Betrieben auszuschöpfen, ist die zum Beispiel zu sagen,
39:53
Umbau geht von Neubau, ja? Wir wollen die bestehenden Standorte auch,
39:58
in der Automobilindustrie oder Zulieferindustrie fit machen, für die neuen Technologien
40:03
Und was wir nicht wollen, ist, dass wir quasi altes zumachen und das schöne Neue auf der grünen Wiese irgendwo anders wieder aufmachen. Also diese diese Position, das die ja auch in den USA oder anderen,
40:18
ähm ja, anders eben auch anders organisierten, kapitalistischen, ökonomischen Erleben.
40:27
Das ist nicht unsere Position und da wollen wir gerade unsere Chiraki innerhalb der Betriebe insbesondere auch der Automobilindustrie.
40:37
Um da Veränderung zu gestalten. Also nicht gegen Veränderung, sondern Veränderung gestalten und dafür sorgen.
40:45
Investitionen an den Standorten in die Zukunft möglich sind.
40:52
Äh Ulrich der Produktion eine grüne Note geben, geht ihr das weit genug? Ähm.
41:01
Ich glaube, man muss den Kontext sehen, ähm ich, also die Frage, ich gebe dich auf die Frage von dir, in Werhos noch ein zu dem ähm Wiesen von den PKW mit den Verbrennungen.
41:10
Ähm ja, erstmal ist es Kapitalismus und Kapitalismus heißt expandionswang. Also Akkumulations äh Zwang muss sich ein Gewerkschaftsspektrum nicht betonen,
41:18
aber es heißt eben auch die Gewerkschaften sind Kinder des Industriekapitalismus. Äh das Expansiven und sind in diesem Dilemma
41:25
dass eben damit auch materieller Wohlstand für Menschen erkämpft wird, gekämpft hat und die Menschen diesen materiellen Botschaft schaffen. Das muss man erstmal anerkennen gegen die Großperspektiven, die ja so ein bisschen fast verächtlich gegenüber beschäftigten und Gewerkschaften sind und
41:39
Verzicht von Verzicht darunter reden, sondern erstmal eine Anerkennung es hier wird auch ein Material Wohlstand.
41:45
Geschaffen, in einer langen ähm historischen Phase, aber wir sind eben in der Umbruchphase. Wir müssen die ökologische Krise deutlich ernster nehmen, das hat Angelika wunderbar ausgeführt und dazu nur ein paar Stichworte.
41:56
Aus meiner Sicht ist eine Forderung, die ähm äh Senders und andere aufgestellt haben oder jetzt äh OK, Cortes.
42:03
Bedeutet eine Arbeitsplatzgarantie.
42:07
Aber eine Arbeitsplatzgarantie nicht an dem Arbeitsplatz, wann dann nicht auf dem Rücken der Beschäftigten als Prinzip.
42:14
Sondern es wird in einem Strukturwandel, der nicht von heute auf morgen geht, systematisch auch geschaut, dass die Menschen über Umqualifizierung
42:21
und anderes auch ein auskömmliches Leben haben,
42:24
zweiter Punkt, wo sich hier an den Spektrum auch nicht betonen natürlich, Arbeitszeitverkürzung, also erstmal im ersten Schritt, das ganze Arbeitsvolumen, das es ja gibt, wenn wir an die Automobilindustrie denken, beispielsweise um zwanzig Prozent auch
42:36
zurückzunehmen, da da ist ja auch dann was drin,
42:39
immer gedacht, bitte als Change bei Design nicht, auf heute auf morgen und bitte als Kampf, immer mir ist schon klar, dass die, das ist eine Kapitalseite gibt und und die erstmal an den Schritten hängen, das weiß schon, in welchem Spektrum wir sind.
42:52
Weiterpunkt, Expansion des Kapitalismus heißt,
42:55
Sozialstaat der Sozialstaat in Kapitalismus ist auch eine expandierende Ökonomie angewiesen, warum die Krise in Deutschland anders bearbeitet wird, anders der Arbeit der dann kann
43:04
als in Ecuador oder in Brasilien hängt auch damit zusammen, dass wir hier gute Institutionen des Sozialstaats haben, zum Glück nicht ein privatisiertes Gesundheitssystem und das hängt an einer kapitalistischen Expansion. Also brauchen wir, ich mache das nur stichwortartig.
43:18
Einen anderen Gedanken, wie bauen wir den Sozialstaat aus, aber er hängt nicht mehr systematisch am Tropf
43:24
von kapitalistischer Expansion. Dann sind wir auch bei Umverteilungsfragen. Wir sind bei der Bestimmung des Sozialstaats. Wir haben interessante Diskussionen, das kann besser ausführen, am Wuppertal Institut, einer sozialökologischen Infrastruktur,
43:37
Also das öffentliche ist ja nicht nur Gesundheit und Bildung, sondern ist eben ein auskömmliches sich bewegen. Mobilität und so weiter.
43:46
Und der dritte Teil, ich gebe das nur mit ähm äh hier ins Gewerkschaftsrecht und weil Angelika, die internationale Solidarität so stark gemacht hat.
43:54
Jetzt gibt's ja viel Diskussion um Regionalisierung, ne? Und in bestimmten Branchen macht das natürlich Sinn, wenn wir an Lebensmittel umzudenken, aber jetzt zu regionalisieren, relativ rasch heißt ja, Menschen in den Textilfabriken im globalen Süden.
44:08
Die Lebensgrundlage wegzunehmen und das heißt ja nicht, dass die Menschen gerne in der Textilfabrik sind, aber sie müssen ihre Arbeitskraft verkaufen, auf Teufel kommen raus, zu beschissensten Bedingungen.
44:17
Was heißt also jetzt.
44:18
Von Gewerkschaftsseite, eine internationale Solidarität, die einen Umbauprozess aus meiner Sicht ist, regionalisierung durchaus sinnvoll, in bestimmten Branchen, es muss nicht jedes Land Computer herstellen, aber in vielen Branchen ist es sinnvoll,
44:30
aber bitte,
44:31
in Anbetracht einer Globalisierungskonstellation, wo ja Menschen in anderen Ländern an diesen Globalisierungsprozess hängen und zwar zu ziemlich beschissene Bedingungen, das muss ich auch in dem Spektrum nicht sagen.
44:41
Damit sehr unsichtig umzugehen, das halte ich für eine Aufgabe. Und der letzte Gedanke zu Jachim, der Horst, also der die Frage war.
44:50
Wenn wir jetzt, wenn PKWs mit Verbrennungsmotor geliest werden und danach kommt ein Elektromotor, ist das eine gangbare ähm IG Metallforderung.
44:59
Ich würde sagen, es könnte eine Forderung unter anderem sein und so eine Art Übergangsforderung. Aus meiner Sicht wäre es natürlich noch besser, mittelfristig äh Autos zu teilen.
45:09
Auch Verbrenner, wir wissen, die Autos stehen dreiundzwanzig Stunden rum. Die Autos werden auch sollten besser genutzt werden. In Österreich wird jede Autofahrt von eins Komma zwei Personen gemacht und nicht von drei oder so, da kann man viel machen.
45:21
Und das, der zweite Punkt, ähm, ist natürlich.
45:25
Die Gefahr der Festschreibung der E-Mobilität und damit der Autozentrierter, also als kleine Forderung, als als eine Forderung hatte ich das für wichtig.
45:39
Oh, es hallo Ulrich, bist du eingefroren? Mittendrin sieht so aus.
45:46
Und wenn wir impräsanten Gesetz ausdrucken. Ja äh aber das ist natürlich eine wahnsinnige Gesellschaft.
45:56
Jetzt fehlt uns leider so ein kleiner Teil deiner deines Redebeitrags, weil du zwischendurch eingefroren warst
46:03
der ist eingefroren gewesen, aber ich spiele jetzt nochmal den einen Gedanken vielleicht äh von äh dir Ulrich weiter an Uwe, weil äh was der Ulli jetzt gerade macht, ist ja das Thema im Grunde nochmal komplexer.
46:19
Anzupacken und zu sagen, natürlich ist die Frage der Lebensweise. Natürlich der politischen Intervention. Das hat was mit Verteilungsgerechtigkeit zu tun, aber eben auch mit einem internationalen äh Kokos, ja, nochmal versehen,
46:31
jetzt entscheidest du mich für Kommunalpolitik, wie geht das zusammen?
46:36
Wo, ja, ich meine, das ist jetzt ja nochmal wieder eine ganz andere Brücke. Also ich glaube ähm das
46:43
zieht sich jetzt ja auch schon die, die gesamte Diskussion durch. Also, wenn man ähm mit so einer äh Kapitalismuskritischen Perspektive da drauf äh geht. Ich glaube, dann ist das
46:54
aus der aus der analytischen Sicht äh ist das
46:57
hilfreich, ne, weil dann äh das auch äh nochmal sehr stark auch für Zusammenhänge sensibilisiert. Wenn wir über die Frage nachreden, äh, nachdenken, äh wie kommen wir dort eigentlich nach vorne? Wie sehen Lösungen aus
47:11
dann ähm ist es, glaube ich, extrem hilfreich.
47:15
Die Gestaltungskraft und die Wirkmächtigkeit einfach einzelne Akteure in den Blick zu nehmen, weil
47:22
die ganze Geschichte des Kapitalismus zeigt ja, dass er vor dem Hintergrund der Krisen, die erzeugt, auch immer wieder in der Lage ist.
47:32
Dann äh sich evolutionär weiter zu entwickeln und Antworten zu finden. Und ich glaube vor dem Hintergrund spielen die Gewerkschaften eben eine ganz zentrale Rolle, weil sie.
47:42
Einer der zentralen auch Gestaltungskräftigen und fähigen Akteure sind äh sich genau in dieser Dilemma Situation auch befinden.
47:52
Aber natürlich viele Themen, die Uli auch gerade adressiert hat.
47:55
Auf ihrer Agenda haben, ne? Den Umgang mit Arbeitszeit, ne? Und Arbeitszeitverteilung. Also die Frage.
48:02
Wie ähm Arbeit der Zukunft aussieht äh und aussehen muss. Das ist ja auch ein Projekt gewesen, das Rainer Hoffmann dann im DBGB mit angestoßen hat.
48:11
Das ist ja ein Thema äh das gehört in die Hand der Gewerkschaften. Haben wir gut organisierte Akteure. Und wir brauchen Orte, wo wir diese Fragen äh verhandeln und diskutieren können.
48:22
Und uns dann fragen, wie ist das zu übersetzen in die Praxis,
48:27
aber auch in die Weiterentwicklung unseres ähm Sozialrahmens. Und ähm im dann kommt äh im, ich glaube, das ist eine wichtige Herausforderung, die die Gewerkschaften eben dazu,
48:40
dass das natürlich teilgewerkschaftenübergreifend passieren muss. Weil wenn wir über die Zukunft der Arbeit nachdenken.
48:47
Dann ähm haben wir ja die große Herausforderung, dass wir auf der einen Seite diese, auch für die deutsche Wirtschaft sehr wertschöpfungsintensiven Industriebranchen haben, ne, den die IG Metall jetzt unterwegs ist.
49:00
Und auf der anderen Seite aber diese Arbeit der Zukunft eine sein wird, in der gerade die Personenbezogenen Dienstleistungen im Gesundheitswesen, in der Bildung.
49:10
In der Pflege einen sehr viel wichtigeren Stellenwert haben. Und wir natürlich spüren.
49:16
Dass die Frage ähm äh sagen wir der Bezahlung in diesen Bereichen extrem unterschiedlich ist.
49:22
Und wir das nur mit einem Gesamtklick werden, thematisieren können.
49:26
Und dann kommen wir natürlich gerade in der Gewerkschaft wie der IG Metall zu gewaltigen Herausforderungen, ne? Wenn,
49:33
im Wesentlichen der Kampf dafür da sein muss, dass diese Hoch.
49:37
Äh äh und gut bezahlten Industriejobs genau in der Form erhalten bleiben und äh man darüber.
49:45
Dann große, sag mal, Verwerfung auch bekommt, jetzt zu all dem, was man in der Choronakrise haben, nämlich der Frage.
49:53
Wie sieht eigentlich Lohn, Einkommensgerechtigkeit, äh der äh der Zukunft aus.
49:58
Wo setzen, wo schöpfen wir eigentlich diese Form der Wertschöpfung, auch übersteuern, äh sinnvoll ab und wie setzen wir sie ein und das sind
50:06
in Themen, wo ich glaube, die Gewerkschaften, wenn sie sich äh Teilgewerkschaft übergreift und zu Perspektiven ähm äh sagen wir mal äußern, ganz, ganz wichtiger Faktor sind
50:19
Und das ist, glaube ich, auch und das hat Udi ja auch angesprochen
50:22
ähm äh ist, dass auch deswegen wichtig, weil wir eben aufpassen müssen, dass ich.
50:29
Die zivilgesellschaftlichen Gruppen, die sich mit der sozialökologischen Debatte auseinandersetzen, wie und Co, die sich nicht komplett entfremden von diesen evolutionären Kräften, die die Gewerkschaften,
50:42
in der, ja, in deine Weiterentwicklung sein können, denn.
50:46
Die Systemkritik, wie sie jetzt von diesen Jungen Bewegungen über äh vorgetragen wird, die ist ja auch analytisch, hat die in Charme,
50:55
weil diese Gruppen können natürlich kaum ähm äh Lösungsansätze so in die politische Prozesse einbringen, dass das dann wirklich auch zur realer Bewegung führt, sondern es führt dann eher zu Reaktanzen, Abwehrbewegungen,
51:08
und das macht glaube ich die Gewerkschaften.
51:11
Zu so einer äh ganz wichtigen Scharniergruppe in diesen Reformprozessen, die wir jetzt vor uns haben, ne? Das fordert die Gewerkschaften in hohem Maße.
51:20
Aber sie sind in wirklichen Schlüsselakteur und vielleicht mit deiner Ursprungsfrage zu enden.
51:28
Ähm auch aus dem, was ich in der Nachhaltigkeitsforschung gemacht habe, ist bei mir in den letzten Jahren auch immer starker, die Überzeugung gewachsen, dass den Kommunen eine ähnliche Funktion zu kommen. Wir können viele Diskussionen,
51:41
über neue Wohlstandsverständnisse, über die Frage, wie wir unser Miteinander
51:46
klug und mit hoher Lebensqualität, ökologischen, sozial vernünftig organisieren.
51:51
Können wir kaum ähm auf 'ner nationalen Ebene äh im im theoretischen Raum lösen. Diese Debatten verhaken sich extrem schnell, wir haben das in der Enquete-Kommission gemerkt, wir merken's in den politischen Diskursen.
52:04
Vor Ort, mit den Menschen, in Städten und Kommunen.
52:08
Können solche Synthesen lebendig werden und sind dann wichtiger Impulsgeber, auch für diese nationalen internationalen Debatten.
52:16
Und da äh bin ich sozusagen ganz bei denjenigen, äh die der festen Überzeugung sind, dass die grundlegende Transformation unserer Gesellschaft.
52:25
Von vielen Experimentierorten, in den Kommunen gerne Ausgangspunkt nehmen wird.
52:30
Und gerade wenn ein die großen Fragen bewegen, ist man sozusagen in der konkreten Gestaltung vor Ort genau am richtigen Platz. Also das vielleicht als Antwort auf die Ausgangsfrage.
52:40
Ja, äh bei uns gibt es ja äh.
52:49
Initiative im Grunde die Formulierung von äh Hans-Jürgen Ober zu sagen, wir müssen Gewerkschaften auch stärker als Mosaiklinke begreifen
52:57
die äh diese großen äh Sozialökologischen Reformalternativen auch im Bündnis mit vielen anderen Bewegungen äh vorantreiben müssen
53:07
und Orte schaffen
53:09
der Diskussion über wie du das sagst, neue Orte gemeinsame Orte auch der Reflektion schaffen. Ihr selber jetzt, äh, Uli und auch Uwe, ihr habt euch ja selber im Grunde auch dafür entschieden, äh
53:20
äh in der sozialen Bewegung aktiv zu sein, um du bist bei BUND schon viele Jahre,
53:25
Mitglied und aktiv Ulrich ist bei Attack unterwegs und ne
53:31
ihr selber habt euch ja auch genau so entschieden zu sagen, es braucht auch sowas wie soziale Bewegung, um Druckentfaltung
53:37
sage ich mal, für die eigenen Politisch inhaltlichen Anliegen zu machen. Ähm
53:41
Angelika, wenn auch die Betriebeorte sind von politischer Debatte und Aufklärung und Mainstream äh Veränderung ähm wie siehst du da die Chancen, dieses Thema auch betrieblich zu platzieren
53:55
äh hilft da. Auch diese äh draufhin, wie es auch dieser Choronaerfahrung, das ist auch durchaus ein bisschen langsamer, ein bisschen weniger, ein bisschen anders gehen könnte. Hilft sowas für die betriebliche Debatte, was glaubst du.
54:11
Also das ist jetzt wirklich schwer zu beantworten, weil natürlich die Erfahrung äh in Verbindung mit dem von Carbona, ähm erstmal.
54:25
Ganz dringend es erfordert hat, dass man die sozialen Verwerfungen, die dahinterstehen auch,
54:32
gelöst bekommt, die Debatte, um kurzarbeiter Geld, also sozusagen auch die ähm den.
54:40
Zeigen wird, als Gewerkschaft mehr übernommen haben, dass es nicht nur darum gehen kann, finanzierungshilfen für die Unternehmen zu haben, sondern auch entsprechend sozusagen drauf zu gucken, was bedeutet das eigentlich für Arbeitnehmer, wenn sie
54:53
und heute auf morgen auf vierzig Prozent ihres Einkommens verzichten müssen, wenn sie in Kurzarbeit sind
54:59
und das dazu in tollen Ballungsräumen, wo sechzig Prozent des Einkommen schon
55:04
auch für die Fixkosten draufgehen. Also man sozusagen dann kein Geld mehr hat, um sich was zu essen zu kaufen. Das ist jetzt ein bisschen zugespitzt, aber um das mal deutlich zu machen, dass es.
55:15
An der Situation ja auch erstmal darum ging,
55:18
äh diese soziale Situation für die Beschäftigten auch zu verbessern, was uns ja auch gelungen ist. Das ist ja auch denke ich schon ein Erfolg der Gewerkschaften gewesen, dass man die Erhöhung des
55:29
Kurzarbeiter Geldes auch in Stufen erreichen konnten. Ähm eine andere Erfahrung.
55:36
Und da will ich jetzt keine Illusionen machen ähm.
55:41
Auch das ökonomische Druck, den es in den Betrieben geben wird. Wir haben im Moment eine Situation, wo natürlich die Produktivität in den Keller geht, auch
55:50
Wegen, zum Beispiel, Gesundheitsmaßnahmen, Abstandsregelungen, weil
55:55
äh Schicht mit ähm Wechsel, anders organisiert werden muss und und und diese.
56:02
Diese Frage von produktivitätsrückgang, die wird uns spätestens im Herbst, glaube ich, auf einer ganz anderen Stelle wieder erwischen, ja. Da werden die Arbeitgeber kommen und sie tun sie ja jetzt schon. Und äh verlangen, dass eben.
56:18
Arbeitszeit,
56:19
äh Begrenzung auch vierzig Stunden aufgehoben wird, dass es mehr äh längere Schichtzeiten gibt, dass Samstag, sonntags gearbeitet wird und,
56:29
das macht den Unterschied, die werden dafür nicht bezahlen wollen, ja? Sie werden das haben wollen, ohne dass es da für irgendwelche Zuschläge gibt oder ähnlich,
56:37
Also da glaube ich, dass wir uns da auf keiner äh Erfahrungsebene befinden, die wir wirklich für eine nachhaltige Veränderung von Wirtschaften.
56:49
Äh nutzen können, jedenfalls nicht in ohne es im Kampf und in der Auseinandersetzung, mit genau diesen, ja, auch ähm.
56:59
Betriebswirtschaftlich getriebenen Faktoren in den Unternehmen äh tun zu müssen. Äh, dass das.
57:06
Eine andere Seite, dieser Debatte, die auch erst noch in ihrer ganzen ähm Heftigkeit kommen wird.
57:15
Ähm was anderes ist, dass natürlich auch die Erfahrung von Corola, aber noch mehr die Erfahrung, die wir in der Transformationsdiskussion als IG Metallia verarbeitet haben, die es, dass es natürlich auch darum,
57:29
gehen wird, dass wir langfristig auch ein Stück weit Einfluss auf,
57:36
wirtschaftliche Entscheidungen in den Unternehmen brauchen, mehr als wir das heute haben. Das heißt auch die Frage von Mitbestimmung und Demokratisierung in den Betrieben da eine
57:48
ähm ein wichtiger Hebel ist, ja, denn.
57:52
Die Frage, wie weit sich Unternehmen auch mit äh Investitionen, wohin investiert wird, ja, was.
58:00
Nach vorne kommt, ob's hier zum Investitionen geht, die als erstes möglichst hohe Renditen erwirtschaften oder ob sie Investitionen geht, die langfristig sozusagen im sozialökologischen,
58:12
umbauen notwendig sind und solche Entscheidungen, die um die,
58:16
werden wir uns, glaube ich, im Zusammenhang mit der Transformation betrieblich nochmal viel stärker.
58:23
Kümmern müssen, denn die können wir nicht den ähm Unternehmen überlassen. Äh die werden's an manchen Stellen tun, ja, aber es
58:32
die Erfahrung ist auch, die wir jetzt ja auch äh zum Beispiel mit der Auswertung unseres Transformationsatlasses äh gemacht haben, wo wir ja genau danach gefragt haben, wie weit die Unternehmen sich vorbereiten.
58:46
Und investieren in diesen sozialen, ökologischen Wandel.
58:50
Festgestellt haben, dass es eben auch einen sehr hohen Anteil von Unternehmen gibt, die bisher gar nichts getan haben, ja. Sondern die darauf warten.
58:59
Sozusagen bis, ja, die Klappe fällt. Und da.
59:05
Werden wir als Gewerkschaften eben auch eine Rolle haben oder versuchen sozusagen auch unsere Mitbestimmungsrechte einzusetzen. Die, aber gerade bei der Frage von wirtschaftlichen Entscheidungen, Investitionen.
59:20
Im Moment nicht stark genug sind, sich da durchsetzen zu können. Da wollen wir mehr, sage ich jetzt mal einfach so, ja.
59:29
Oder brauchen wir mehr?
59:32
Ja, auch das wird sichtbar. Ulrich wäre das nicht ein Thema jetzt für dich auch nochmal? Äh, dass man das diese Krise auch zeigt, äh so eine Forderung, wie mehr Wirtschaftsdemokratie oder mehr Demokratie der Wirtschaft und Einfluss nehmen auch auf Investitionsentscheidung und so weiter, kriegt das jetzt auch wieder einen Schub, ganz interessant, oder?
59:51
Ja, ähm ich halte das für ganz wichtig auf allen Ebenen, also auf der betrieblichen Ebene, auf der Branchen oder ähm bei Tarifverträgen bis ähm im auf eine Makroe eben auf einem Markosteuerung, das war ja mein Argument
1:00:03
ein bisschen auch mit Lufthansa und was der Start geht da jetzt rein. Ich würde halt sagen die Form der Steuerung, also die Mitbestimmung muss dann auch ein ökologischen Inhalt bekommen.
1:00:13
Also, ich glaube, so weit sind auch die Gewerkschaften inzwischen. Also nur in Anführungsmittelstimmung ist immer gute Demokratisierung, aber es nur zu machen,
1:00:20
damit dann sozusagen mehr rausspringt, ohne Ökologie, da würde ich sagen, das wäre ein Schritt zurück oder wenn jetzt der Staat sagt, er geht mit zwanzig,
1:00:27
plus fünf Prozent zur Lufthansa. Aber hat überhaupt kein Interesse, ökologische Auflagen zu machen, dann ist diese Form der Mitbestimmung,
1:00:34
Anteilnahme ähm oder Teilnahme. Ähm äh mir zu wenig, aber ich möchte einen Punkt von Angelika aufnehmen, den ich ganz wichtig finde, wir schließen gerade eine Forschungsprojekt ab in Österreich.
1:00:45
Wo wir auch immer wieder mit der IG Metall ja Kontakt hatten zur Rolle der Gewerkschaften und Beschäftigten im Umbau der österreichischen Automobilindustrie. Wir haben gerade den Abschlussaufsatz gemacht, da wird in einem Band in jeder Erscheinbarklaus Större, die ja ähnliche Studien.
1:00:58
Für Deutschland machen. Wir hoffen jetzt im Herz kommt es raus.
1:01:01
Was wir herausbekommen haben, ist ein ganz interessantes Ergebnis. Also, Österreich ist Automobilzulieferer für Deutschland sehr stark, aber ähm hochqualifiziert, relativ gut qualifiziert, Antriebe und so weiter.
1:01:12
Und es gibt ein Bewusstsein, ein sehr gebrochenes Bewusstsein der Beschäftigten um die ökologische Krise.
1:01:19
Sie wollen durchaus auch teilhaben an Umbauprozess und ihre Kompetenzen einsetzen.
1:01:25
Das ist, glaube ich, also es gibt mehr Spielräume, vielleicht auf der betrieblichen Ebene und das Rede ich rede jetzt nicht von allen, Angelika hat das auch angedeutet, aber dass es durchaus vielleicht mehr gibt.
1:01:34
An Einsatzpunkten. Na dann zweiter Punkt, wir hatten gestern ähm so einen sozialen, ökologischen Ratschlag und da war ein Vortrag, der nochmal gezeigt hat, aus Betriebsanalysen auch in ähm Österreich Deutschland.
1:01:44
Das kennt ihr im Gewerkschaftsspektrum so ohnehin. Es gibt ja viel Unmut. Es gibt auch viel Einsicht, die Notwendigkeit von Veränderung. Es gibt nur ganz wenig Handlungsmöglichkeit, die Handlungsmöglichkeit bleibt auf der Managemente, die bleibt auf der Kapitalseite,
1:01:58
und ähm ich glaube vorhin schon angedeutet.
1:02:01
Die Gewerkschaften als Scharnier könnten ja viel stärker nochmal zu einem, also als Kampfeinheiten sowieso, aber auch nochmal als Bewusstsein bei den Beschäftigten,
1:02:11
diesen Umbau mit voranzutreiben. Also einerseits gegenüber Management oder gegenüber Politik, wir wollen das ein Stück weit, andere Kompetenzen.
1:02:18
Äh äh und andere Produkte herstellen, aber eben auch als Einsichtsfähigkeit und als Handlungsfähigkeit für die Belegschaften. Weil nichts schlimmer ist ja.
1:02:27
Einerseits gibt es Vorstellungen von dem guten Leben, das nicht nur ist mehr, mehr mehr,
1:02:31
Aber andererseits gibt's eine ein Wissen, wir können ja eh nichts machen. Das ist ja das Schlimmste, das ist wahrscheinlich eure alltägliche Erfahrung, auch mit vielen Kollegen, Kollegen. Wir wollen, was aber wir können nicht. Und da was aufzuöffnen, da kommt die Frage der Demokratie,
1:02:45
natürlich ganz stark ein. Ja, ich nehme noch ein Aspekt auf, weil es im Chat war mit dem Fahrradproduktion.
1:02:51
Ich halte es für ganz wichtig, nicht nur auf die Automobilindustrie zu schauen, obwohl's in Deutschland natürlich angemessen ist. Wir haben.
1:02:57
Einen interessanten Punkt in Österreich. Ähm und das ist aus unserer Sicht auch noch unterschätzt. In Österreich hängen die Arbeitsplätze in der in der ähm Mobilitätsproduktion fünfzig Prozent automobil, aber fünfzig Prozent öffentliche Verkehrsmittel,
1:03:09
Da ist ja viel Musik drin und zwar beides hochqualifizierte und gut auch gewerkschaftlich organisierte Arbeitsplätze
1:03:15
Also auch nochmal zu schauen in Deutschland, was wäre denn auch in einem Umbauprozess mit aller Qualifikation mit aller Kompetenz möglich.
1:03:23
Öffentliche Verkehrsmittel, auch Fahrräder, ja, aber auch öffentliche Verkehrsmittel ähm äh viel stärker herzustellen. Annette, du hast dich gemeldet.
1:03:33
Ja, weil ähm.
1:03:35
Ist, ich glaube, es ist äh nicht ganz klar, dass die Zuhörer können den Chat nicht lesen, also von daher müsste ich das jetzt erst nochmal erläutern. Herr Kollege, da gemeint hat.
1:03:46
Und ich finde auch, das passt gut in diesem Zusammenhang, also er sagt eine eine Volke von ähm Korona wird sein, dass es eben mehr Fahrräder gibt.
1:03:56
Und seiner Meinung nach geht es da aber nicht um die traditionellen Zweiradfahrräder, sondern um sogenannte Bio-Hybridfahrzeuge und das sind vier Redrige, vier Retrike, Witterungsgeschützte, Fahrräder mit E-Antrieb.
1:04:11
Und die konnten durchaus Autos in kurzen Entfernungen ähm ersetzen.
1:04:15
Er macht auch nochmal darauf aufmerksam, dass die Fahrradindustrie ja auch ähm zum Organisationsbereich der IG Metall gehört, aber als man selten etwas darüber erfährt.
1:04:25
Er meint jetzt, ob es nicht eine Möglichkeit wäre, wie das die Diskussionsteilnehmer auch sehen.
1:04:31
Ob ich eine Möglichkeit sei, dass die Autokonzerne solche Bio-Hybridfahrzeuge herstellen zum Beispiel. Als Konversion.
1:04:42
Ja eine Idee.
1:04:45
Ich weiß nicht, wir haben die Autokonzerne nicht da, Angelika, ein Gedanke über Conversions äh Möglichkeiten, das hattest du ja auch schon begonnen zu sagen, ne? Äh in den Betrieben zu schauen, wo gibt es da,
1:04:58
im Grunde Möglichkeiten von Umbau äh mit ökologischen äh ja,
1:05:05
Ja, sicher. Also, da ist natürlich verendetes Verkehrsverhalten, wird auch Veränderungen,
1:05:13
ähm in der Verkehrsindustrie mit sich bringen ähm,
1:05:17
denke, dass es ja auch nicht so, dass wir jetzt die Automobilkonzerne brauchen, um Fahrräder herzustellen, da eine eigene auf Branche, die das ganz gut kann,
1:05:28
und die glaube ich ähm in diesem Markt ja auch akten kann.
1:05:33
Fahrrad ist nur ein Baustein, andere Baustellen ist ja richtigerweise schon gesagten Worten, dass wir viel stärker auch nochmal auf die Finanzierung von öffentlichen Verkehr schauen müssen und hinter der Finanzierung vom öffentlichen.
1:05:46
Becken natürlich auch eine Menge hochqualifizierter im übrigen auch, weil ich immer die Wahrnehmung, die.
1:05:54
Ähm ist da ja nur ein Beispiel, aber auch der ganze Zulieferung von Wagen und war groß für den öffentlichen Nahverkehr oder ähnliches, die hat auch Fuß.
1:06:04
Verkehr und so da.
1:06:08
Würde jetzt nicht mal die nicht mal den Organisationsbereich der IG Metall verlassen, aber darauf kommt's, glaube ich, an der Stelle nicht an, sondern.
1:06:17
Natürlich mit dem Wandel auch von Mobilität und das IG Metall auch,
1:06:24
wird es nicht nur darum gehen, eins zu eins sozusagen, den jetzigen PKW-Markt in E-Mobilität, PKW Mark umzustellen, sondern da wird es auch darum gehen.
1:06:38
Die die Struktur des Verkehrs auch zu verändern. Auch die Autokonzerne haben dazu ja schon erste Projekte vom Karstering und Shuttle Verkehr für die Städte mit kleinen Mobilverkehr, um
1:06:52
sozusagen ähm auch die Verbindung von den großen Nahverkehrsnetzen, zu den.
1:07:00
Ja eher kleinteiligen Siedlungsgebieten an Stadtrenten oder im Land oder Ähnliches zu kapisieren. Da gibt's viele
1:07:08
ganz, ganz viele Möglichkeiten, die bisher noch äh sehr ähm viel zu wenig entwickelt sind, ja?
1:07:17
Wo auch viele Möglichkeiten tritt. Wird sich aber nur entwickeln, wenn wir die öffentlichen Hauthalte und auch das öffentliche Nahverkehrssystem eben entsprechend finanziert, ja?
1:07:31
Äh zum Beispiel Erde jetzt, die Lufthansa ist geregelt, die Frage, wie die Defizite der deutschen Wahl ausgeglichen werden.
1:07:40
Die haben sie jetzt erst überhaupt mal zum ersten Mal benannt, ja? Ohne dafür schon eine Lösung zu haben und die Defizite der Deutschen Bahn sind mindestens genauso groß wie die in der Lufthansa, ja.
1:07:52
Also so ein Beispiel dafür, dass da noch viel halt.
1:07:57
In ganz bestimmte Richtungen geht und sehr häufig gerade der öffentliche Verkehr der letzte ist der in dieser.
1:08:05
Äh Hierarchie eben eine Rolle spielt, weil er halt mit hohen Kosten in den öffentlichen Haushalten am Ende ähm landet äh und das eine Frage ist, äh wie will man das.
1:08:19
Finanzieren und welche.
1:08:22
Wir hatten ja vorher schon mal andere Stelle, die Frage wer Zeit dafür, ja. Wer zahlt für diese äh Struktur, die öffentliche Hand eben auch zur Verfügung stellen müsste.
1:08:36
Ja, da hat Ulli ja schon im Grunde auf die Uferteilungspolitik hingewiesen, ne? Aber Uwe wollte was sagen.
1:08:43
Ja, ich ich glaube, dass es daran annimmt, auch wichtig ist, sich dem jetzt nicht nur aus so einer äh technologischen Perspektive zu nähern, nach dem Motto, da haben wir jetzt das oder den Fahrzeugtyp.
1:08:54
Sondern wirklich ökonomisch draufzuschauen, denn wir haben heute ja einen ganz erheblichen Anteil unserer Wertschöpfung
1:09:01
ähm und auch unseres Bundessozialproduktes stecken wir in das Herstellen von äh Mobilitätsdienstleistungen. Und wenn man von oben draufschaut zum Teil ja auch in einer Volkswirtschaftlich,
1:09:15
irritierenden Form, ne? Also wir nehmen viel Geld für eine Mobilität äh in die Hand, wir kaufen uns sehr, sehr teure Autos
1:09:23
die dreiundzwanzig Stunden am Tag irgendwo nur rumstehen, für die müssen wir Parkraum schaffen
1:09:28
die Beeinträchtigungen massiven Weise unsere urbane äh Qualität.
1:09:34
Und das ist euch vermute, auch wenn wir da unsere Enkelin Enkel mal zurückschauen, äh die werden sich nur die Augen reiben und fragen, ist ja echt Wahnsinn. Ihr habt so viel Geld für Mobilität in die Hand genommen.
1:09:45
Und habt damit ähm ja also Form von äh Mobilität geschaffen, äh die doch so auch völlig ineffizient war.
1:09:54
Und man sich ihm fragen muss, wie sieht bei einem gleichen Wertschöpfungsanteil, eigentlich die Mobilität der Zukunft aus, ne,
1:10:00
die eben nicht mehr ein Großteil des Bruttosozialproduktes für Steff Zeuge aufwendet, ne, an denen man sich einfach nur erfreut, dass sie vor der Tür stehen und sie übernutzen kann, sondern
1:10:12
in Form von Mobilitätsdienstleistungen oder in der öffentlichen Nahverkehr eine wichtige Rolle spielen wird
1:10:19
der aber in seiner Qualität gewaltig gewinnt, ne, wo du plötzlich während des Fahrens äh an Informationsangebote mit angedockt bist
1:10:28
du aber auch jetzt bestimmte Dinge, die wir über Mobilitätsdienstleistungen der heutigen Form befriedigen, wie ein Inlandsflug, um den Jobtermin wahrzunehmen,
1:10:36
zukünftig durch eine gute Web- und Videokonferenz geleistet wird. Denn wenn man so drauf schaut, dann stellt man natürlich fest.
1:10:45
Vermutlich wird auch in der Mobilitätswelt des Jahres zwanzig vierzig mit Mobilitätsdienstleistungen genauso viel Geld verdient wie heute,
1:10:54
aber es sind völlig andere Schlüsselqualifikat äh Schlüssel ähm äh Fähigkeiten, die es braucht, auch als Unternehmen, um in dieser Welt zu bestehen. Und das bedeutet.
1:11:05
Gesamt- und Volkswirtschaftlich müssen wir uns überhaupt keine Sorgen machen, ne? Also Mobilität wird ein ganz wichtiger, wertschöpfungstreibender Faktor bleiben, der Strukturwandel für einzelne Branchen.
1:11:16
Kann und wird aber äh wird aber massiv sein. Und jetzt ist die große Frage, wie organisieren wir die Orte ähm in denen äh das verhandelt wird? Und wie wichtig ist eine Politik? Äh also oder wie mutig ist auch eine Politik.
1:11:32
Diese ähm Form des Strukturwandels in der guten Weise zu befördern.
1:11:37
Und die Zukunft der deutschen Automobilindustrie wird nicht davon abhängen, ob sie künftig auch Fahrräder bauen kann.
1:11:44
Weil insgesamt das Bauen der Fahrzeuge an sich wird in der Mobilitätswelt der Zukunft eine sehr viel niedige Rolle als heute spielen.
1:11:51
Sondern der Kampf von der Wettbewerb läuft ja darum, wer es in der Lage, die sie integrierten dann sehr stark Datengestützen, Dienstleistungen, Vernetzungs- und Zusatzangebote ähm zur Verfügung zu stellen. Also die Mobilitätskonzerne der Zukunft.
1:12:05
Seht ihn komplett anders aus und ihre Hauptwertschöpfung liegt, glaube ich, ähm in auf dieser Daten und Digitalisierungsebene. Und die große Frage wird sein, haben die deutschen Automobilkonzerne, sind die in der Lage,
1:12:19
diese interne Transformation zu vollziehen.
1:12:22
Und ich glaube in dieser Diskussion hat die IG Metall gerade in den letzten Jahren sehr fruchtbare Rolle gespielt. Also ich weiß noch vor ja oder so, gab's ja Manager-Magazinen, so einen schönen Hintergrundbericht.
1:12:34
Über sozusagen die Spindoktoren in der IG Metall,
1:12:38
die letztlich die Branchenzukunft für die Automobilindustrie, viel Klüger vorausschauen, als viele, die offiziell.
1:12:46
Ähm äh in der Unternehmensführungsverantwortung sind.
1:12:50
Und deswegen Manager-Magazin, also ich meine, das ist ja schon eine Ansage und ein Zeichen und sollte auch Gewerkschaften des Selbstbewusstsein geben, diese Diskussion wirklich mit einer äh größeren, übergeordneten, ökonomischen Perspektive zu führen.
1:13:06
Jetzt eine Gelegenheit äh.
1:13:09
Weiterzumachen, weil ein Stichwort ist ja jetzt gefallen, Gewerkschaften. Mhm. Genau. Ähm die ähm also auch mit Blick auf die Uhr.
1:13:20
Äh haben wir im Moment noch äh das etwas genauer, also die Lupe zu nehmen. Ähm wir hatten ursprünglich die Idee, dass es eine,
1:13:28
jetzt noch eine weitere Diskussionsrunde gibt, explizit zur Rolle der Gewerkschaften, wobei man das unterschiedlich betrachten kann, man kann sagen ähm,
1:13:39
ähm wie es der ist Zustand, das wurde ja zum Teil jetzt auch schon beleuchtet äh von unseren äh unserer Expertin und unseren Experten. Also was ist der Ist-Zustand, was Gewerkschaften betrifft.
1:13:49
Äh was machen die im Moment in diesem Bereich? Äh wie wäre die Anforderung für die Zukunft, wenn man sich was wünschen dürfte? Ähm und ähm.
1:13:59
Es gab ja auch schon dieses Stichwort, äh diese Vision äh von gutem Leben und welche Rolle spielt da die Gewerkschaft und wie kann das dann funktionieren? Ähm im Zusammenhang.
1:14:09
Ähm die kann das dann funktionieren, äh im Zusammenhang äh mit diesen Nachhaltigkeit zum Klima, Klimathemen ähm.
1:14:17
Also ähm und wir haben, wie gesagt, eine Aspekte schon beleuchtet. Ich will nochmal ein paar Stichworte nennen. Ähm also es gibt.
1:14:26
Äh die Rolle, der, wenn ich jetzt das Gewerkschaftsmitglied sehen würde, dann gibt es die Rolle als Arbeitnehmer, der Sorge hat, um seinen Arbeitsplatz, um sein Einkommen, um die Arbeitsbedingungen.
1:14:37
Äh der gleiche Mensch äh ist auch Konsument, der gleiche. Mensch ist auch Bürger, der unter Umweltschäden, zum Beispiel leidet
1:14:47
der, wie gesagt, auch einen Gewerkschaftsbeitrag zahlt äh und erwartet, dass seine Gewerkschaft oder eher mit seiner Gewerkschaft auch erfolgreich handelt.
1:14:56
Ähm und ähm na ja und die Metall hat ja als Stärke sieht ja also erstmal.
1:15:04
Das Haupthandlungsfeld äh Betrieb äh weil.
1:15:10
Ohne dass wir äh oder entsprechende Stärke in den Betrieben können wir auch Gesellschaftspolitik keinen Einfluss nehmen. Äh dieser Einfluss in der, also dieser Stärke in den Betrieben wurde eben in den Diskussionsbeiträgen.
1:15:23
Muss ich ja sagen, vorausgesetzt, das ist aber, ne, das ist aber harte Arbeit und ich muss auch immer wieder neu erkämpft werden.
1:15:30
Ähm und die Frage, wie weit reicht der gesellschaftspolitische Einfluss einer Gewerkschaft, wie der Inge Metall, äh wird dieser Einfluss.
1:15:40
Äh sinnvoll genutzt oder würde man sich dafür in Zukunft etwas anderes wünschen oder auch durchaus einen Ratschlag geben. Dafür sind ja äh Experten oder auch eine Expertin auch da,
1:15:54
ähm so die Idee wäre, dass wir dazu jetzt noch eine kleine Runde machen.
1:15:59
Unter Berücksichtigung, der etwas fortgeschrittenen Zeit, da haben wir Zettel nach sechs, das heißt, wir haben noch eine.
1:16:05
Äh noch mit noch eine Viertelstunde, viertel Stunde. Ähm die würden wir aber gerne dafür noch aufwenden, dass jeder von euch treiben, die Gelegenheit bekommt, nochmal zugespitzt.
1:16:16
Ne, teilweise wurde es ja schon erwähnt, den Diskussionsbeiträge nochmal zugespitzt, etwas zu sagen.
1:16:21
Zu Rolle der Gewerkschaften, äh jetzt ganz besonderes, äh also jetzt nochmal zum Schluss bei der Lösung der Klimakrise, auch wenn das jetzt sehr, sehr allgemeine Global daher kommt.
1:16:31
Und ich bitte um entsprechende Zuspitzung damit wir noch was davon haben in der noch verbleibenden Zeit.
1:16:41
Oder ich möchtest du anfangen.
1:16:45
Ähm Entschuldigung, Entschuldigung, Annette.
1:16:52
Ich möchte das lieber zuerst sagen, als ganz zum Schluss äh die Meinung, also es gibt da gerade auch zu diesem Problem eben achten.
1:17:02
Und am Rolle der Gewerkschaften dabei einige Wortmeldungen. Mhm. Zwei.
1:17:10
Ein, ein Kollege meint, es geht eben einerseits darum, dass wir das in den Betrieben machen und auch andererseits müssen wir auch in der Öffentlichkeit.
1:17:19
Irgendwie präsent sein, um Druck auf das Kapital äh machen zu können und ergänze ich mal auch auf die Politik.
1:17:27
Und ein anderer Kollege meint, äh der ökologische Umbau des Kapitalismus ist durchaus möglich, ohne dass die Lebensqualität der Beschäftigten herunterleidet.
1:17:36
Aber er ist nicht möglich, ohne dass die Prophete der Eigentümer ähm beschnitten werden.
1:17:43
Und das durchzusetzen, erfordert eben eine starke Gewerkschaft und wie kann diese Macht aufgebaut und genutzt werden. Das geht ja in die gleiche Richtung. Ja. Ich wollte das jetzt noch einb.
1:17:56
Bevor die Kollegen da ja Schlusswort sozusagen sprechen. Ja, eines das passt ja wunderbar, wunderbar, genau an dieser Stelle und wir nehmen das jetzt mit in die Statements jetzt äh.
1:18:08
Von euch tragen. Ulli.
1:18:10
Bitte. Ähm also genau, das ist mit der Macht und Eigentumsfrage, habe ich ja versucht, schon stark zu machen. Ich glaube, das ist ein Einfallturm. Das ist eine Frage dann von Macht, aber auch von sich trauen,
1:18:19
ich fand doch eine Frage im Chat, ich spiele ähm passen sie zusammen, weil ich noch kurz antworten möchte, mit einem, auch Forschungsergebnis bei uns. Mehr Leute im Auto würde gar nicht gehen, ähm aus versicherungstechnischen Gründen. Ich ähm spielst es etwas zu? Es ist auch eine kulturelle Frage. Wir haben,
1:18:33
früher mal ein Projekt gehabt, ähm auch mit Gewerkschaften und sozialökologischem Umbau,
1:18:38
und Vorallberg ein relativ wohlhabendes ähm Bundesland ähm in Österreich am Bodensee, also in Westöstereich. Und da gab es sehr entwickelte,
1:18:47
ähm eine sehr entwickelte Kultur der Fahrgemeinschaften, dass die Leute, also sehr dezentral, von ihrem Dorf, in dem Betrieb, ähm zusammengefahren sind.
1:18:55
Und die äh Einführung, die Flexibilisierung der Arbeitszeit.
1:18:59
Hat dazu geführt, dass die Leute nicht mehr zusammen fahren konnten und die Betriebsräte haben Alarm geschlagen, weil die Parkplätze nicht mehr ausgereicht haben und weil die Leute unzufrieden wurden. Also, ich finde das immer mit 'ne ganz gutes Beispiel, das ist auch nochmal eine kulturelle Frage, ein Einüben ist,
1:19:13
benutze ich mein Auto nur alleine fahre ich zur Arbeit oder nicht, aber auch eine Frage von Rahmenbedingungen.
1:19:18
Habe ich auch eine Kollektivarbeitszeit, fange ich zur gleichen Zeit an oder werden wir in der Flexibilisierung auseinandergerissen. Das wollte ich noch sagen. Drei Punkte zu den Gewerkschaften.
1:19:27
Auch wieder Österreich, jetzt ist es Angelika hier und die IG Metall ist natürlich viel besser aufgestellt.
1:19:32
Ein Riesenproblem in Österreich, in den Gewerkschaften und auch in der Arbeiterkammer, da ist es nicht ganz so dramatisch. In den Gewerkschaften ist, dass in den letzten zwanzig Jahren die Umweltabteilung zurückgebaut wurden.
1:19:44
In der neoliberalen Offensive, die in Österreich jetzt gar nicht so dramatisch war, aber schon da war, haben die Gewerkschaften ein wichtiges Feld geräumt, beim Punkt wäre hier und wie gesagt, Angelika ist hier mit der am Tisch, die Kompetenzen der Gewerkschaften.
1:19:57
Auch ernst zu nehmen und aufzubauen, bis auch runter in die betrieblichen Ebene, um auch was zu verstehen. Also jetzt nicht jede ähm Klimagleichung oder jedes Klimaszenario, aber natürlich im Apparat selber oder auch in den Betrieben diese, ich sage mal, sozialökologischen Kompetenzen auch zu.
1:20:13
Zweiter Punkt, was sollen die Gewerkschaften machen.
1:20:16
Ich habe das in diesem Blätterartikel, den ich vor der Welt ja letztes Jahr ähm äh ausgeführt. Ich finde, dass sich die Gewerkschaften und auch die IG Metall drumherum drückt.
1:20:26
Angehendig hat's ein bisschen angedeutet, dass man einerseits stolz ist auf den Exportweltmeister Deutschland.
1:20:32
Stolzes auf die auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit und es hat natürlich auch was mit materiellen Interessen zu tun, aber gleichzeitig tut drüber hinwegschaut, dass man woanders die Lebensverhältnisse ruiniert.
1:20:42
Also das wäre sozusagen auf Kosten anderer und auf Kosten der Natur. Und da finde ich, ich mache das jetzt sehr allgemein. Da finde ich, sollten die Wirkschaft nochmal, wenn sie die internationale Solidarität und ökologie ernster nehmen, nochmal genauer hinschauen, welche Implikation.
1:20:57
Der Exportweltmeister Deutschland. Ja, das wäre der vorletzte Punkt und der letzte Punkt.
1:21:02
Die Rolle der Gewerkschaften ähm Fritz du hast gesagt, erstmal sind sie auf der betrieblichen Ebene völlig richtig und haben die Beschäftigten zu vertreten.
1:21:10
Es gibt ja eine lange Tradition in den Gewerkschaften. Wir sind gesellschaftspolitische Akteure.
1:21:15
Wir ähm wir sind eben, du hast es angedeutet, die ganzen Dimensionen, was ist gutes Leben, was ist eine gute Stadt, was ist eine saubere Umwelt? Da haben ja die Gewerkschaften äh äh Oberhausen Kongress und da haben ja die Gewerkschaften die Geschichte.
1:21:27
Und an das wieder anzuknüpfen, also die Gewerkschaften sind eben nicht nur betriebliche Interessen.
1:21:32
Und jetzt deine deinen Punkt, den ich total teile, erstmal geht's um die Organisationsmacht. Da ist ja viel zu verlieren in der Autoindustrie.
1:21:39
Und vielleicht könnte man mit dem Argument des des jener Ressourcen ähm Ansätze sagen, es geht darum, institutionelle Macht.
1:21:46
Und die Gewerkschaften können, also in der Durchsetzungsfähigkeit.
1:21:49
Und es geht um Mobilisierungsmacht, ja. Vielleicht gewinnen und da bin ich wieder bei der Mosaiklinken, wer es Petra eingebracht hat, können gewinnen, wenn sie noch viel vertrauter,
1:21:59
mit den Akteuren umgehen, die diese anderen Anliegen für ein gutes Leben,
1:22:03
einbringen. Also ich will nicht negieren, dass die Gewerkschaften im Kerngeschäft haben. Ich will nicht negieren, dass die Gewerkschaften Organisationsmacht herstellen müssen, aber bei der Mobilisierungsmacht und bei der institutionellen Macht können sie vielleicht gewinnen.
1:22:16
Wenn sie sich mit Vertrauen auf die Mosaiklinke einlassen und die alte, ich weiß, dass es vielleicht, ich hoffe, es ist kommt nicht schreck rüber. Ähm die.
1:22:26
Die Kultur der Gewerkschaften dann doch ein Stück über den sozialen Bewegung zu stehen und sich dann doch mächtiger zu fühlen und doch näher an der Politik, das ist ein Stück weit aufzulösen in einer Mosaiklinken, die wirklich auf Augenhöhe,
1:22:38
ähm die Probleme angeht. Das würde ich mir von den Gewerkschaften gut schreiben.
1:22:45
Uwe, bitte. Ah ja, vielleicht den Antöpfung daran ähm wird es auch auf drei Punkte bringen wollen.
1:22:52
Ich glaube, das eine ist wirklich Orte zu schaffen, wo diese Zukunftsfragen durchaus auch Teilgewerkschaftsübergreifend diskutiert werden.
1:22:59
Ähm also deutlich zu machen, dass man äh jenseits der legitimen Interessenspolitik, die vertreten werden, muss in der Lage ist.
1:23:08
Zukunft ähm ähm in einer äh wegweisenden Form auch vorauszudenken und damit zu einem attraktiven Partner,
1:23:17
ähm in diesen gesellschaftlichen Debatten zu werden. Äh zweitens, wirklich Mechanismen zu entwickeln
1:23:24
diese inneren Widersprüche und auch Konflikte, die das bedeutet
1:23:28
äh die ähm ähm ähm auszuhalten, weil wenn das in den Gewerkschaften gelingt, ne? Also sagen, diese diese Spannungsverhältnisse, die da sind, dann hat das durchaus auch wichtigen Impuls.
1:23:40
Geber Funktion und eine Beispielsfunktion für die Gesellschaftliche Debatte insgesamt. Und das ist, glaube ich,
1:23:47
die große, starke Jahr von Gewerkschaften eben ohnehin, dass sie in der grundlegenden, politischen Kategorien denken können,
1:23:54
und dennoch verankert sind in der Arbeit im Betrieb vor Ort. Also Gewerkschaften sind per se immer schon Übersetzungsorte und Institutionen gewesen,
1:24:04
von politischen Perspektiven und sehr konkreter Lebensrealität äh vor Ort. Und diese stark jetzt auszuspielen für die Herausforderung, dieses dieses Umbaus.
1:24:15
Und das Dritte ist eben dann wirklich breit in die Bündnisse zu gehen, weil auch hier sind die Gewerkschaften in einer besonderen Situation.
1:24:23
Dass sie sowohl ein Ansprechpartner auf Augenhöhe sind.
1:24:27
Für äh die Wirtschaftsverbände, für ähm ähm Unternehmen, auf der einen Seite und dann aber auch für die Zivilgesellschaftlichen Bewegungen auf der anderen Seite.
1:24:37
Den die Kooperation äh jetzt in den politischen Raum würde ich jetzt nicht nur offene Mosaik-Linke beschränken.
1:24:43
Sondern es gibt auch eine CDA und äh Gewerkschaftsaffine Kreise äh in der Union und dem gesamten Parteien Spektrum.
1:24:51
Und ich würde diese verbindende Kraft der Gewerkschaften im einfach nutzen, weil das gibt ihn in den gesellschaftlichen Prozessen wirklich dann auch nochmal eine ganz eigene Schüsselrolle. Also ich sehe da große Potenziale.
1:25:05
Und habe auch den Eindruck.
1:25:07
Äh dass dort an vielen Stellen sowohl in Einzelgewerkschaften, als auch im DGB äh diese Perspektiven durchaus präsent sind, auch viele Köpfe genau in so eine Richtung denken und da das kann man einfach nur ermuntern.
1:25:19
Und den äh Personen und Kräften in den Gewerkschaften den Rücken stärken. Ja.
1:25:27
Dankeschön. Angelika, du passiert sozusagen, dass äh Schlusswort wäre falsch, aber du setzt jetzt den Punkt, ja, bitteschön. Ja.
1:25:37
Ähm ich habe.
1:25:39
Also mit den die eines dahin, dass sich das Bestärkung hält, was Beschneide, wenn gesagt hat, dass wir als Gewerkschaften uns in diese Bündnisse einbringen müssen und
1:25:48
ähm oder
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und ich hatte gesagt, auch auf Augenhöhe in diesen Bündnissen, miteinander diskutieren müssen, denn ich glaube, dass wir daraus eine gesellschaftliche Bewegung machen können und die Frage der
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ähm in einer nachhaltigen, auch klimagerechten Gesellschaft ist eben auch eine gesellschaftliche Frage und nicht alleine eben eine ökonomische Frage, die
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in den Standorten gelöst werden kann. Aber zu meinen Punkten nochmal, ich,
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will nochmal so andere Beispiele einfach in die Diskussion einbringen, weil ich ja jetzt nicht als Wissenschaftlerin, sondern eben als Gewerkschafterin mit diskutier und.
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Im Grunde meiner Seele auch ein pragmatischer Mensch bin. Ähm deswegen nochmal ähm
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vorher ist die Rede gewesen von der Rolle des Exportweltmeisters Deutschlands. Ich teile das, dass das ähm eine schwierige Debatte auch für die,
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äh IG Metall ist von stolz auf diese Rolle bis eben hin zur Erkenntnis, was dabei passiert. Und wir jetzt mal ein umgekehrtes Beispiel nennen, an das,
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man vielleicht gar nicht so sehr denkt, das ist ähm die Stahlindustrie.
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Ja, wir haben in der Stallindustrie Diskussion, wo es eigentlich darum geht, wie halten wir die Beschäftigung und die Standorte in Deutschland. Äh in Verbindung mit der Frage, wie lösen wir die Klimaproplementmatik für die,
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für die Stahlindustrie, also wir kriegen was so zu, eine neue Technologie hin.
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In die auch investiert wird, will die jetzt gar nicht im Detail beschreiben, mit Wasserstoff und Ähnlichen, worum's uns dabei geht, ist eigentlich unter Diskussion, wo wir sagen, wir wollen transformation.
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Der Grundlagenindustrie und kein Verdrängungswettbewerb. In dem Fall,
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könnte man klimapolitisch, das ist glaube ich nicht immer die erste Motivation, die unsere Kollegen haben, denen geht's um ihren Arbeitsplatz, aber sie wissen auch und wir haben, wir diskutieren das eben auch.
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Klimapolitisch bedeutet das eben auch die technologische Transformation in Deutschland,
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zu stemmen und auch die Investition zu finanzieren, statt sozusagen den billigen
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zur zwei intensiven Stahl aus dem Ausland äh ganz einfach nach Deutschland zu importieren. Also diese Fragen können natürlich immer auch,
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klimapolitisch betrachtet werden und in dem Fall haben wir sozusagen eine Verbindung dieser Produktiv sein kann, wenn man sie so wie wir das im Moment auch tun, weiter voranbringen,
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das ist so ein Beispiel, wie kann man sozusagen diese Seite von ähm wie geht man damit um,
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äh ganze Wertschöpfungsketten auch neu zu definieren und,
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eher auf der Technologischen Seite eben die Innovation zu stimmen. Ähm ich habe aber auch noch einen zweiten Punkt, wo ich aufdenke.
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Ich sage mal so, äh wir haben großes Thema gehabt auch das
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gerade nach zweitausendacht neun Finanzkrise, Kurswechsel für Deutschland, das war eine so
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der getriebenen Themen, die auch damals über den in der IG Metall mit
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am Ende großen Kongress und alles diskutiert worden sind, wo wir stärker auf der Ebene waren, Kurswechsel in der Gesellschaft, gutes Leben.
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Also sozusagen auf einer mehr allgemein gesellschaftlichen Ebene, wir sind jetzt zwotausendneunzehn, zwanzig auf der Ebene.
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Transformation, für Wandel, da sind wir ganz konkret
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sozusagen gelandet jetzt in der umgestaltung unserer Branchen und unsere Unternehmen, also sind ähm wenn man so will,
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von dem Allgemeingesellschaftlichen, zum konkreten gekommen. Das kann man jetzt positiv oder negativ sehen, aber letztendlich ist es auch die Rolle der Gewerkschaften eben genau an diesem konkreten Themen zu arbeiten oder nicht nur die Rolle, sondern.
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Da haben wir vielleicht auch eine Sonderstellung, die eben soziale Bewegungen nicht einnehmen können, weil wir sind drin in den Betrieben, ja? Wir sind nicht nur draußen auf den Plätzen, sondern wir sind eben auch drin.
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In den Betrieben und ähm.
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Als Schlusspunkt, ja, als IG Metaller muss man am Ende immer über Tarifpolitik reden. Ich sage mal so als Lustpunkt würde ich sagen,
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Leider haben wir es nicht zu Ende gebracht, weil Corona uns dazwischengefunkt hat, aber wir haben dieses Jahr eine Tarifrunde gestartet, die.
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Zum ersten Mal die IG Metall keine prozentuale Forderung aufgestellt hat
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sondern eine qualitative Forderung im Sinne, wir wollen mit den mit den Arbeitgebern sowas wie ein Zukunftspaket vereinbaren, für unsere Branchen.
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Äh wo es eben genau darum geht auch ähm.
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Die ab, dass die Arbeitgeber sich verpflichten, Zukunftstarifverträge, für die einzelnen Betriebe, in ihren Standorten,
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auch zu schließen, dort über Qualifikationen, Investitionen zur Einbauungen zu treffen und solange diese Verhandlungen laufen, auch keine Betriebsbedenken, Kündigungen vorzunehmen,
1:31:00
und ähnliches und äh das ist eine ganz neue Qualität, wo es uns genau darum ging, in diese Frage, wirtschaftliche Mitbestimmung.
1:31:10
Einen Fuß in die Tür zu kriegen. Ähm und als Bombon zu let zum Schluss war ja auch über die Fahrradproduktion diskutiert worden ist. Wir haben auch sowas diskutiert wie eine Nachhaltigkeitsbonus.
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Für IG Metallmitglieder in der Tarifrunde zu vereinbaren.
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Ein Bonus, der dann eben zum Beispiel eingesetzt werden kann. Vielen Zuschuss für den ÖPNV-Ticket oder für uns Zuschuss zur Anschaffung eines Fahrrads oder E-Bikes,
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oder für den Bezug von grünen Strom oder ähnliches, ja? Also sowas ganz.
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Konkretes zum Abschluss und ich glaube, da liegt auch so ein bisschen die Qualität, die wir als Gewerkschaften in diese Debatte einbringen können, wenn wir sie wahrnehmen, weil wir da eben auch,
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sehr konkret werden können.
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Ja, vielen Dank, Angelika, ähm, mit Blick auf die Uhr sind wir, na ja, je nachdem, wie man's bewertet, ist es fast eine Punktlandung. Ähm ich ähm.
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Werde mich hüten jetzt hier den Abschluss zu machen in der Form, ähm wie man in Köln gesagt hätte, auf jeden Fall einen Deckel und jetzt irgendwelche zusammenfassungen hier äh.
1:32:26
Äh zusammenzubauen. Ähm ich glaube, dass kann für sich wirken, wir haben.
1:32:32
Ein sehr, wie ich finde, komplexes Thema bearbeitet. Wir waren uns als Vorbereitungsteam durchaus unsicher, ob das gelingt, in der kurzen Zeit ein solches Thema,
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zu bearbeiten äh und zwar mit einem, also so dass es handhabbar ist, in der begrenzten Zeit und trotzdem eine entsprechenden Tiefgang hat.
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Ich persönlich bin ziemlich begeistert, weil ich finde, dass uns etwas gelungen ist, äh jeder einzelne, der uns zugehört hat, muss das selbst für sich entscheiden.
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Ähm und ähm wir als IG Metall haben jedenfalls.
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Ähm das ist auch äh ein Ergebnis, also nicht nur dieser Debatte, rund um Corola, sondern auch schon davor auf dem letzten Gewerkschaftstag, weil das Thema äh haben entschieden, dass diese Nachhaltigkeitsthemen stärker gewichtet werden,
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müssen und das auch in der Bildungsarbeit äh dann berücksichtigt wird. Das heißt, wir sind gerade in der Vorbereitung weiterer,
1:33:27
Seminare äh und dort wird das Thema nachhaltigkeit eine stärkere Rolle spielen,
1:33:33
äh und gerade im Moment bereiten wir da Seminarkonzepte und weitere Bildungsangebote vor.
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in dieser oder eine vergleichbaren Runde das Thema nochmal aufruft zu einem späteren Zeitpunkt, könnte ich mir sehr, wenn ich mir sehr spannend vorstellen will, aber da jetzt auch nichts.
1:33:51
Auch nichts versprechen. Ähm also ganz klar, Dankeschön an alle Beteiligten.
1:33:57
Ähm ja äh für ihre Beiträge, für ihre Geduld, für ihr Verständnis. Ich fand es sehr, sehr hilfreich, sehr anregend.
1:34:07
Und wie ich eben auch schon gesagt habe, auch wenn ich mich da wiederhole, äh.
1:34:13
Bei der Komplexität des Themas mit einem angemessenen Tiefgang äh und äh.
1:34:18
Also nochmal Dankeschön. Für alle, die zugehört haben äh und äh als IG Metall werden wir dieses Thema äh definitiv weiterverfolgen und weiter bearbeiten.
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Und dafür fand ich das ein sehr eine sehr Mutmachende Veranstaltung. Danke an alle. Tschüss. Vielen Dank auch von mir. Tschüss.