Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

subscribe
share





episode 1092: Salapanga - Kinderkunstreise [transcript]


Mit unserem Podcast „Die Leichtigkeit der Kunst“ möchten wir gerne der Kunstszene eine Stimme schenken – manchmal kommen auch 2 oder 3 Stimmen gleichzeitig zu Wort. Wir unterhalten uns liebend gern mit großen Künstlern und Kreativen in den Startlöchern. Wir lauschen gebannt den Anekdoten von Museumsleitern und Kuratoren. Wir erforschen Biografien und Visionen. Doch um eine – und zwar eine ganz bedeutende – Künstlergruppe haben wir uns – schändlicherweise – noch gar nicht gekümmert. Diese Künstlergruppe ist mal laut, mal leise; mal wild, mal ruhig; mal größer und mal kleiner. Auf jeden Fall eint sie immer eins: sie sind unermüdliche Fragesteller, Forscher und Kreative. Genau – wir sprechen von: den Kindern. Sie handeln unbefangen und voller Fantasie. Doch manchmal werden sie in ihren Bedürfnissen und Ansprüchen nicht gesehen und in ihren Fähigkeiten nicht wahrgenommen.

Kinder sollten ermutigt werden, kreativ zu antworten und ihren Blick stets geöffnet zu halten. Und das gelingt durch ideenreiche Vermittlung von Kunst, Kultur und Geschichte. Dieses wertvolle und spannende Thema hat sich die Kreativagentur Salapanga auf die Fahne geschrieben. Sala – was? Salapanga! Und was sich hinter dem exotisch klingenden Wort und der Arbeit von Salapanga verbirgt, erzählen uns die Gründerinnen Barbara Falkner und Petra Larass.

Zum Beispiel nehmen Barbara und Petra die Kinder mit Salapanga auf Reise, um fremde Kulturen kennenzulernen – ein bisschen wie es auch Alexander von Humboldt einst tat. Barbara und Petra verraten, welche Bereiche die Kinder auf ihren Salapanga-Reisen kennen lernen, ob sie auch mal auf Zeitreise und Spurensuche gehen, an welchen Stationen innegehalten wird und welche Menschen die Reise begleiten werden. Auch schenken die Beiden Einblicke über Reflexion und Feldforschung. Doch die Kinder treten auch selbst als Künstler auf. Und aus welchen kreativen Tätigkeitsfeldern sie dabei schöpfen und welche Experten ihnen zur Seite stehen, erfahrt ihr in dieser Episode unseres Kunstpodcasts.

 


share







 2020-11-30  1h3m
 
 
00:00
Music.
00:16
Du hast ganz.
00:18
Mit unserem Podcast die Leichtigkeit der Kunst schenken wir der Kunstszene gerne eine Stimme. Manchmal kommen auch zwei oder drei Stimmen gleichzeitig zu Wort.
00:27
Unterhalten uns dabei liebend gern mit großen Künstlern und Menschen in den Stadtlöchlern.
00:32
Lauschen gebannt den Anekdoten von Museumsleitern und Kuratoren. Wir erforschen Biografien und Visionen.
00:40
Um eine und zwar eine ganz bedeutende Künstlergruppe haben wir uns schändlicherweise noch gar nicht gekümmert.
00:47
Diese Künstlergruppe ist mal laut, mal leise. Mal wild, mal ruhig, mal größer und mal kleiner.
00:54
Auf jeden Fall eins immer eins. Sie sind unermüdliche Fragesteller, Forscher und Kreative.
01:02
Genau. Du weißt, von wem du jetzt sprechen. Wir sprechen von den Kindern. Sie handeln unbefangen und voller Fantasie.
01:11
Manchmal werden sie in ihren Bedürfnissen und Ansprüchen nicht gesehen und in ihren Fähigkeiten nicht wahrgenommen. Kinder sollten ermutigt werden, kreativ zu antworten und ihren Blick stets.
01:21
Zu halten. Und das gelingt durch ideenreiche Vermittlung von Kunst, Kultur sowie historischem Wissen und Wissenschaf.
01:30
Dieses wertvolle und spannende Thema hat sich die Kreativagentur Sala Panga auf die Fahne geschrieben.
01:36
Salam, was? Ja, ich weiß, was fragst, bin ich jetzt? Ich mich auch.
01:41
Sala Panga. Und was sich hinter Sala Panga verbirgt, erzählen uns Barbara Falkner und Petra Laras.
01:48
Liebe Barbara. Gerne möchten wir euch ein bisschen kennenlernen. Bitte stell du dich doch einmal vor.
01:55
Ja hallo, mein Name ist Barbara Falkner und ich ähm lebe in Berlin
02:02
und habe in Bayern in den Architektur studiert. Ähm, das Diplom zu diesem ersten Studiumgang habe ich dann aber schon in Berlin geschrieben, wo ich dann relativ nahtlos
02:14
Sinographie für Audiovisuelle Medien in
02:17
Potsdam Babelsberg noch studieren konnte im Anschluss und diese beiden Studiengänge haben mein künstlerisches Verständnis von Raum und von Begegnung im Raum.
02:28
Und Geschichten, die im Raum erzählt werden können, nachhaltig geprägt
02:33
Am Ende meines zweiten Studiums gründete ich dann mit meinem Lebenspartner ein Atelier für narrative Raumideen, welches bis heute so auch als GmbH existiert. Und in diesem Atelier haben wir in den letzten elf Jahren
02:48
ganz viele kleine und größere Projekte im Bereich Szenenbild für Filme, Clips, Medien, Interaktionen, Veranstaltungen, Ausstellungen, Möbeldesign, Innenarchitektur verwirklicht. Also du siehst, es sind
03:02
wahnsinnig viele Projekte und das ist sehr, sehr vielseitig und vielfältig und
03:08
Was hat mir geholfen hat dabei ist, dass wir in unserem Atelier eine angeschlossene Werkstatt für Materialbearbeitung haben und dass man im filmischen Kontext eigentlich auch lernt, dass es nichts gibt,
03:19
was man nicht bauen kann und man lernt kreativ mit Materialien zu denken und umzugehen. Special Effects, äh partynahe Geschichten, all diese Dinge kennen und
03:29
dieses angebundene Wissen und praktischen Erfahrungen von Materialitäten haben mir geholfen, mein angewandtes gestalterisches Denken.
03:39
Komplett zu vertiefen und nicht nur in der Theorie oder in einem
03:43
Design zu bleiben, sondern immer auch ganz praxisnah zu arbeiten. Und als dann unsere gemeinsame Tochter vier oder fünf Jahre alt war, habe ich natürlich in mir den Wunsch verspürt
03:55
was von diesem gesammelten Wissen und von den Erfahrungen weiterzugeben letztendlich an die Gesellschaft. Ich glaub das können ganz viele junge Eltern
04:04
verstehen und nachvollziehen, warum man dann diesen Wunsch da irgendwann verspürt und so kam es dann
04:11
Zuerst über kleinere Bildungsprojekte im Bereich Film, weil das auch lange Zeit ein Haupt
04:17
beschäftigungsfeld war letztendlich zu unserer Kreativagentur Sala Panga zu einem Kennenlernen
04:24
von Petra Laras meiner Partnerin und zu einer zweiten Firma, die letztendlich.
04:31
Noch mehr erweitert, was die erste Firma schon angefangen hat.
04:35
Nur liebe Petra, komm jetzt zu dir. Genau, ich bin Petra und bin in München groß geworden
04:44
meine künstlerischen Ambitionen sind durch familiär schon geprägt
04:49
mein Großvater war Maler und hat acht Kinder großgezogen in diesen Kriegsjahren als Professor auch für Kunst und in dem Sinne sind in meinem Familienkreis viele Künstler unterwegs.
05:00
Für mich war klar Kunst leiden werde, es werde keine Künstlerin, aber die Kunstgeschichte interessiert mich und ähm deswegen habe ich das in München auch studiert. Kunstgeschichte mit Kunst Didaktizik begleitend. Und diese beiden Schwerpunkte haben mein
05:15
berufliches Dasein in vielen Ebenen eigentlich immer durchwirkt. Also einmal der Blick, der wissenschaftliche Blick auf die Kunst und die Vergangenheit und zugleich aber auch das Umsetzen in die Gegenwart mit den entsprechenden.
05:27
Gesellschaftsbegleitern
05:30
und ähm um ein Studium zu finanzieren habe ich an der Schule der Fantasie auch unterrichtet. Das ist eine städtische Einrichtung von München, die gibt's heute noch
05:40
und wir haben den Grundschulkindern ermöglicht, am Nachmittag, wenn zu Hause niemand war, bei denen in der Schule kreative Werkstätten zu besuchen.
05:48
Und da habe ich mich also wirklich austoben können und habe auf Pferd sehr viel experimentiert und ich glaube manche Eltern zum Verzweiflung geb
05:56
weil wir meistens sehr große Kunstwerke gemacht haben, die eine zwei Zimmer Wohnung sich stapelten und auch
06:02
gelernt, die Bedarf und die Bedürfnisse von Kindern, von Familien, von Schulen, als auch in der Kooperation mit den Lehrern zu wirken. Das hat.
06:10
Mir sehr viel Spaß gemacht und ich fand's auch total schön, diese Erfahrungen aus dem Studium dort mit einzubringen und kennst Kunstdidaktik war ja im Grunde eine Einladung ins Paradies, ich habe Workshops machen können für Kunsttherapie, für
06:23
Film, für Fotografie, für Malerei, für Buchdruck, also ich hab das alles ausgekostet, weil das einfach wunderschön war, diese verschiedenen Techniken kennenzulernen und diese im kreativen Kontext mich auszutoben.
06:35
Nach dem Studium ist es ja immer schwierig als Kunst es zurückkam dann eine Anstellung zu finden, aber es hat sich eigentlich immer nahtlos ergeben an vielen vielen verschiedenen Orten Deutschlands
06:43
und der rote Faden, der sich da immer wieder aufgetan hat, ist, dass ich eigentlich immer an historischen, also wirklich alten historischen Gebäuden gearbeitet habe, die
06:52
die gerade neu überarbeitet worden, restauriert, neu eingerichtet, konzeptionell bearbeitet worden. Das sind alles Schlösser oder Repräsentationsgebäude gewesen, die einen für Könige, die anderen aber auch für Kinder und zwar für Waisenkinder
07:05
Und am Ende bin ich in den frankischen Stiftungen als leitende Kuratorin gelandet, wo ich genau diese historische Waisenhaus neu inszenieren durfte. Es wurde gerade eingerichtet, es gab noch nicht viele Ausstellungen und ich habe natürlich gleich angefangen für Kinderausstellungen zu machen vor Ort.
07:21
Und ich habe auch angefangen, dort eine Kinderkreativzentrum an den Keller einzurichten. Das nannte sich oder nun sich heute noch Krokoseum
07:29
weil es mit der Wunderkammer der historischen Wunderkammer des Hauses verknüpft ist und da hatte ich schon wieder dieses Urmuseum, dieses Ausstellen, dieses Kuratieren, aber auch eben diese Waisenkinder, die dort früher aufgenommen worden sind und ich wollte natürlich.
07:41
Straßenkinder auch des heutigen der heutigen Zeit dort ähm wieder berücksichtigen und habe dazu Gott sei Dank offene Ohren gefunden und das war ein
07:50
ausleben von tollen Verquickungen und ja, es war einfach großartig
07:55
Da habe ich auch meinen ersten Kontakt mit Berlin, mit dem Kindermuseum in Veetz. Es ist sozusagen Ostberlin.
08:02
Aufgenommen und wir haben eigentlich mein zweiter Kinderausstellung, also die wirklich für ein Kindermuseum konzipiert worden ist zum Thema Tod
08:08
Und das hat damals unglaubliche Wellen geschlagen. Im Vorfeld gab es große Bedenken, weil das Thema Tod für Kinder ja fürchterlich sei und die ähm damit überhaupt nicht umgehen können und das war aber natürlich überhaupt nicht so, sie konnten besser umgehen damit als Erwachsene.
08:23
Die Ausstellung nannte sich, erzähl mir etwas vom Tod und die läuft auch heute noch nach zwanzig Jahren war es wirklich beeindruckend ist als Wanderausstellung und da habe ich eben gemerkt, dass die Impulse der Kinder für unsere Gesellschaft eigentlich wahnsinnig wichtig und gut sind
08:37
und insofern wollte ich das gerne vertiefen eigentlich und über andere Umwege, familiär geprägt
08:44
bin ich dann in Berlin gelandet tatsächlich und habe dann auch den Kontakt zu dem Museum wieder aufgenommen und zu vielen anderen auch. Meine Kinder kamen in die Schulzeit, mir ging's ähnlich wie Barbara, dass ich dann so merkte, okay, meine Kinder wachsen und welche Bildung will ich ihnen eigentlich zukommen lassen und ich war neu in Berlin und musste eigentlich auch alles neu wieder anfangen
09:01
da haben wir eine Schule gegründet. Ich wollte mal die andere Bildungsseite kennenlernen und wir haben eine Naturschule gegründet
09:07
die den Kindern die er Möglichkeit gaben in der Natur sich zu entwickeln und zu entfalten.
09:12
Und auch dort viele Projekte gemacht. Und zunehmend immer mehr so kulturelle Bildungsprojekte in Berlin verankert
09:18
und der Schlüsselmoment, wo Barbara und ich zusammen trafen war eben eine Ausstellung zu Lukas Kranach, wo wir auch eine Ausstellung für die Gemäldegalerie hier in Berlin gemacht haben und die nannte sich Pop-up Kranach und ich
09:29
habe ein Atelier gegründet mit ähm zehn Künstlern und ich glaube fünfzehn Kooperationsschulen und wir haben da wochenlang Workshops gemacht und Barbara hat dann eben die filmische Seite abgedeckt mit wunderbaren ähm tollen
09:42
auch nicht nur filmisch, sie hat auch ähm Collagenartig gearbeitet und da haben wir festgestellt, also wir haben eine ganz ähnliche Grundhaltung zu dem Umgang, wie wir kuratieren und ausstellen und.
09:53
Machen und das wäre auch wirklich schön diese Firma dann hier zu gründen und die.
09:57
Mit Sala Panga loszulegen. Sagt mir mal, was verbirgt sich eigentlich hinter dem Wort Sala Panga? Sala Panga ist ein ähm.
10:05
Zusammenfassung aus zwei Wörtern und zwar einmal von Pangea kommend.
10:10
Pangea ist das letzte ähm tektonische Urkontinent, super Kontinent, wo alle tektonischen Platten noch zusammenhängen. Ähm ist mehrere hundert Millionen Jahre her und sala
10:23
kommt eigentlich von.
10:24
Safari, Bedeutung ist ja bekannt und es gibt eine Kinderbuch, das nennt sich die kleine Dame und die verwendet auch immer den Begriff Safari, allerdings verwendet sie nicht den Begriff Safari, sondern Sala
10:36
als fantasievolle.
10:39
Und das haben wir uns zunutze gemacht und haben dann quasi aus Salafari und Pangea unseren Namen gefunden, der sich dann nennt, Sala Panga
10:50
und die Namensfindung hatte für uns deshalb
10:53
Herz und Verstand, weil wir über die Pangea-Idee letztendlich auf der Mieterebene uns
11:01
alle als wir gehören zusammen. Wir waren alle mal eins, warum sollten wir gegeneinander arbeiten
11:06
verstehen, also eine Gleichheit im Sein und die Stallapharide, also die Safari ist für uns einfach das Kreative auf die Reisen gehen, neue Dinge mit offenen Augen sehen und entdeck.
11:19
Ja, ich hatte auch den Eindruck, dass als ich das Wort gelesen habe, kam bei mir direkt die Assoziation
11:24
ich möchte reisen, es klingt nach Reisen, aber nicht im Kleinen, sondern auch in die Ferne reisen. Ich möchte mit dem Wort irgendwie auch fremde Kulturen kennenlernen und ja, ist das so, dass ihr die Kinder und die es ja in diesem Podcast heute auch geht, mit auf Reise nehmt.
11:42
Ich glaube der Ansatz ist eher, wir gehen mit die Canon auf Reisen, also wir gehen auf sie zu, wir entwickeln gemeinsame Fragestellungen an die Welt
11:50
an unsere Gesellschaft, an die Kulturen und überlegen, wie wir zu Antworten kommen. Das heißt, wir selber haben natürlich auch Ideen und gehen mit diesen Ideen auf.
11:58
Kinder zu, aber wir sind total offen, auch selber zu lernen. Also wir sind nicht diejenigen, die sagen, wir machen jetzt die und die und die Schritte, sondern ach das interessiert euch, was können wir euch dafür
12:09
zusammenstellen, damit ihr
12:11
zu einer guten Idee kommt. Also sie sind unsere Partner, sie sind genauso Experten wie wir und wir laden in den Projekten auch andere Experten ein. Also wenn wir eine Fragestellung haben, dann überlegen wir uns, wen können wir uns dazu einladen, wo holen wir uns Wissen ab
12:24
gehen, welche Bildungshäuser gehen wir, ähm es können auch Wissenschaftler sein, es können aber auch Experten ein Hausmeister ist auch auf seine Weiseexperte, verschiedene Leute, die unterschiedliche Kulturen vertreten, sind Experten und insofern
12:37
gehen wir gemeinsam auf Reise und auch wir haben keine Antwort auf die Dinge und auch wir wissen, dass es mehrere Antworten, sehr viele multiperspektivische Antworten gibt
12:45
Und das macht's für uns auch so spannend, weil wir eigentlich prozessoffen sind, um für Kinder spannende Reisen anzubieten, die ja doch auch.
12:54
Nicht wirklich unserem also ist ja jetzt nochmal eine andere Generation, die sind ja deutlich jünger, die haben ja zum Teil auch Interessen, äh die können wir nicht so einfach nachvollziehen. Es sind Digital Natives, das sind wir alle hier nicht, um Kindern einen offenen Raum
13:11
erfahren und im Asoziativ-ästhetischen erforschen zu bieten braucht es.
13:20
Eigene Entscheidungen, die bei Kindern selbst getroffen werden und in dem Moment, wo man zu sehr vorgibt
13:25
macht man die Tür für diesen Raum zu, weil jeder einzelne Mensch und das kennen wir sicherlich auch alle von uns großen Erwachsenen schon, eben individuelle Neigungen und Interessen hat und.
13:37
Wenn die Richtung zu sehr vorgegeben wird, dann kann man sich darin nicht mehr entfalten und
13:42
das ist eigentlich der Hauptgrund, weshalb wir Fragen stellen und viele Zwischenergebnisse festhalten für uns, um immer wieder diesen dieses Feld aufzuspannen, wo kann die Reise hingehen, ohne unser Ziel aus den Augen zu verlieren und ohne zu viel vorzugeben und das ist eine ganz
13:59
Abstimmungs.
14:01
Bedürftige Form mit mit Kindern zu arbeiten und das ist ein offenes Arbeiten und das ist in unserer Gesellschaft leider immer noch sehr schwierig
14:11
offenes Arbeiten zu ermöglichen zuzulassen ohne zu wissen welches Ergebnis da rauskommt. Das ist auch insgesamt in den Künsten
14:21
überhaupt gar nicht einfach, wenn man sich die verschiedenen Kunstgattungen ansieht, dann sieht man sehr schnell, dass viele Künstler wirklich ergebnisorientiert sind, sein müssen.
14:31
Um finanziert werden zu können, um Erfolg zu haben, allein die Kunstwelt als solche ist ja.
14:37
Wirklich schwierig zu durchdringen und das gelingt dir auch nur manchen. Also ich meine jetzt die wirklich große Kunstszene, ne, mit den ganz teuren Gemälden. Und da passt auch in unsere Gesellschaft, auch in unsere Schulbildung, dieses offene Arbeiten
14:51
immer noch nicht wirklich rein und ich glaube, dafür stehen wir schon, dass es uns sehr wichtig offene Prozesse anzustoßen. Wie ist das denn eigentlich? Eigentlich könnte man sagen, es ist eine eine Frage vorab.
15:02
Die Kinder, die können offen arbeiten, aber wie kommen die Kinder zu euch?
15:06
Also welche Kinder sind das? Sind das Schulklassen oder sind das Eltern, die.
15:12
Ich sage jetzt mal überspitzt Wert auf eine kreative Wahrnehmung ihrer Kinder liegen, die dann im Privaten auf euch zukommen. Wir arbeiten.
15:20
Hauptsächlich mit Schulklassen
15:22
Ja, überlegen uns natürlich ein Projekt, wir müssen ja auch an Gelder kommen, wir müssen ja auch Konzepte erstellen. Wir werden auch angefragt von Bildungseinrichtungen wie äh Museen zum Beispiel, ob wir nicht zu einem bestimmten Thema als Ausstellungsvorbereitung oder Begleitung auch mit Kindern bestimmte
15:36
Projekte entwickeln oder Ideen entwickeln, aber in erster Linie stoßen wir auf Schulklassen und das finden wir eigentlich auch ganz schön, weil die ähm aus verschiedenen.
15:45
Reichen kommen, aus verschiedenen Gründen nennt man das und verschiedene Bildungsniveaus, genau. Zum Teil. Also von Grundschule über.
15:52
Das sind Kindergärten, Grundschulen, auch Oberstufe, Abiturienten und das Schöne ist eigentlich, dass wir damit auch ein bisschen die die Schulstruktur sprengen können, zu mit so einem kleinen Rahmen, was uns manchmal auch
16:03
ganz glücklich macht, manchmal auch zur Verzweiflung bringt, aber ich glaube genauso wie auch andere Schulleitungen. Wir werden eingeladen, wir können den Unterricht mitprägen
16:12
und ähm Lehrerinnen, die offen sind dafür, empfinden das auch als wirklich große Bereicherung, aber natürlich funktioniert's nicht immer eine Struktur wie so eine Schulablauf, eigentlich so ein Tagesablauf.
16:23
Vorgesehen ist. Und insofern ist das aber für die Kinder eine große Erleichterung, weil sie plötzlich mal eine Projektwoche haben, wo sie einfach mal nicht an diese ganzen schulischen Leistungen denken müssen, sondern.
16:33
Peu a peu spüren, dass sie auch auf andere Ebene gefragt sind und dass alle ihre kreativen Impulse total wichtig sind für unser gemeinsames Tun und deswegen stellen sie sich nicht ständig in Frage, ist das richtig? Ist das falsch? Habe ich etwas Dummes gesagt? Es ist
16:48
nichts Dummes. Ja. Also muss ich das schon im Sinne einer einer ganzen Projektwoche sehen, so wie du es gerade ansprachst? Idealerweise einzelne Punkte
16:57
im Kunstunterricht oder Geschichtsunterricht. Es gibt ganz unterschiedliche Formate auch an dieser Stelle. Also wünschenswert für eine nachhaltige Entwicklung zum Thema, für eine nachhaltige Entfaltung ästhetischer Art
17:08
Für die Kinder ist eigentlich ein möglichst langer Projektbezug und möglichst lang bedeutet an der Stelle nicht unbedingt.
17:15
Fünf Tage hintereinander, sondern beispielsweise das ganze Jahr über.
17:20
Möglichst lang auch im Sinne der der Vermittlungsarbeit und auch im Sinne der Forschung zur Vermittlung, die noch relativ jung ist, also es gibt das natürlich schon seit mehreren Jahren, aber da gibt's immer noch wahnsinnig viele Erkenntnisse zu finden, wäre
17:35
eigentlich sogar noch viel länger, es wäre sehr wünschenswert, noch länger zu beobachten, wie verhält sich ein achtjähriges Kind zu einem
17:43
Thema zu einer Kulturinstitution, welche Erfahrung nimmt es mit, wenn es zwölf ist und wie schaut's mit fünfzehn aus, weil die kulturelle Bildung in der Form, wie wir sie versuchen zu betreiben, also Ergebnisoffen
17:56
ist letztendlich ein Same, der wird gepflanzt wie der Klavierunterricht, dem ich einem Kind anbiete als Beispiel schlechter Vergleich, aber gut. Ähm und ich weiß nicht, ob das Kind später irgendwann mal.
18:08
Klavier spielt und dran bleibt oder nicht und bei der kulturellen Bildung oder kulturell ästhetischen Forschung ist es eben auch so. Ich weiß nicht was
18:18
von den Eindrücken, die ein achtjähriges Kind über einen Barockschloss oder irgendwas anderes erfahren hat mit fünfzehn eventuell noch prägend ist und aus diesem Grund ist es wichtig
18:28
da längerfristig dranzubleiben. Und die Form kann ganz unterschiedlich sein, das kann eine Projektwoche sein, das kann einmal.
18:35
In der Woche sein, erfahrungsgemäß ist zu viel Abstand zwischen den Projekten, also sowas wie einmal im Monat.
18:42
Dann aber auch wieder schwierig, weil man muss auch wie in jeder Arbeit mit Menschen erstmal Bindungen herstellen, Vertrauen schaffen und das ist halt mit einmal im Monat Treffen doch ein wenig
18:53
schwierig. Ist euch da schon mal passiert, dass ihr ein Kind mit Acht hattet? In einer Grundschule
19:00
und zwei, drei Jahre später war es dann auf der Oberstufe, wie sagt man in Berlin eigentlich, Entschuldigung, ich komme aus dem anderen Bundesland, gibt es hier ähm Hauptschule, Realschule? Nee. Ja, genau.
19:11
Sekundarstufe eins und zwei. Okay. Und ist das schon mal passiert, dass ihr ein Kind in einer dritten Klasse betreut habt und in einer fünften, sechsten, siebten Klasse, was.
19:21
Wieder da und sagte, Mensch, Barbara, Petra. Ähm wir haben eine Zeit lang jetzt tatsächlich Kinder über die Jahre hin begleitet und wirklich
19:30
relativ klein, ist größer, pubertierend und auch drüber hinaus schon, also aber wir haben sie mitbegleitet zu sagen. Also es kam aber immer wieder ein Hallo und es war manchmal auch ein sehr schüchternes Hallo, weil die auch gar nicht genau wussten, wie sie mit uns umgehen und sie waren da jetzt auch inzwischen ein bisschen cooler, aber das ist schon, also das Bauer sagt ist sehr wichtig, diese Bindung und dieses auch.
19:49
Spaß haben miteinander und und ein bisschen über sich hinauswachsen und jetzt auch diese, also wir hatten zum Beispiel ganz oft die Situation, dass die Lehrerinnen auch gesagt haben,
19:57
in der Zeit, wo wir die Projektwoche machen, dürft ihr mich duzen
20:00
Ich bin ein Teil von euch und die Kinder waren erst so ganz irritiert, aber plötzlich zu merken, oh, unsere Lehrerin will auch was lernen oder sie geht einfach mit in diesen Prozess
20:07
Das ist natürlich eine völlig neue Bindung auch für die Kinder mit den Lehrerinnen und das ist dann viel, viel einfacher für sie im Unterricht auch zu folgen. Und dieses Feedback haben wir auch bekommen. Ich habe hier mal Zitate mitgebracht
20:17
weil wir evaluieren auch unsere Arbeit. Es ist uns total wichtig, weil uns oft die Prozesse wichtiger sind als die Ergebnisse am Ende. Und wir haben dann mal die Kinder gefragt, was es an diesem Projekt anders als im normalen Unterricht und sie haben dann gesagt, erste Sache
20:32
man muss keinen Unterricht machen. Zweite Sache, man hat Spaß daran und es ist fast wie ein Ausflug. Nur viel besser
20:39
Also es ist nicht nur wir müssen nicht in die Schule gehen, sondern es ist eben auch noch mehr als ein Ausflug. Also es kommen Impulse rein. Und sie wir haben sie gefragt, was lernt ihr denn dann? Und sie sagen, wir trauen uns andere Leute was zu fragen und das andere Kinder meinte, ja genau.
20:54
Mutigkeit, wir lernen Mutigkeit. Und diese Art von Feedback, die ist also das geht uns natürlich durch und durch, weil es ist nicht wichtig, ob sie wissen, wann der König, wie, wo geleb.
21:02
Und ob ich jetzt in perspektivisch arbeiten kann, sondern es ist unnehmend wichtig, dass sie ein Standing bekommen, ein Feedback bekommen, dass sie stark sind, dass sie auf Leute zugehen können und du willst noch was ergänzen? Ähm ja, ich wollte noch ein konkretes Beispiel geben oder zwei. Mhm. Ähm.
21:16
Das eine ist, wir haben einen jungen äh begleitet, der Sprach äh Schwierigkeiten hatte, über drei Jahre hinweg und die Begleitung war in einem audiovisuellen Projekt, das heißt, die Kinder waren eigenständige Kinderreporter und mussten eben so, wie wir jetzt auch gerade mit diesen Geräten hier, mit denen wir das aufnehmen
21:33
sprechen und fragen lernen und dieser Junge war überhaupt gar nicht gut in Deutsch, er konnte sich nicht gut ausdrücken, er konnte nicht gut formulieren und nach.
21:42
Zweieinhalb Jahren Projektarbeit haben wir einen filmischen Beweis dafür und deswegen ist auch die Dokumentation wichtig und auch die.
21:50
Der Kunst, also zum Beispiel Filme an der Stelle können dokumentarisch wirken und das ist auch das Spannende daran, dass man das nicht mehr nur verschriftlicht an einer wissenschaftlichen Abarbeitung festmacht. Dieser Junge hat hervorragende Fragen und Antworten gestellt und wird
22:05
bis heute von seiner damaligen Lehrerin, die mittlerweile junge Lehrer selbst ausbildet
22:11
Unterricht für die Lehrer als Beispiel verwendet, wie kulturelle Bildung prägend sein kann und was die eben bewirken kann. Das ist das eine Beispiel und das andere Beispiel sind Kitakinder
22:24
dann in die Schule gekommen sind, die dann Schulkinder wurden und die schon als Kita-Kinder mit der medialen Sprache in Kontakt kamen, das heißt, wann es was eine totale, wann ist, was eine Nahaufnahme, wie arbeite ich mit Film, wie erzähle ich mit filmischen Bildern
22:38
und die das durchaus zu ihrem Vorteil umzusetzen wussten und wo man beobachten konnte, dass die Kinder eine Form von
22:48
Bildung bereits haben. Also es ist so, dass ihr.
22:51
Leipzig Fahrt. Zum einen können die Kinder ihre ihr künstlerisches Potenzial in ihrem eigenen Kern entdecken und das ausleben.
23:00
Zum zweiten lernen sie ganz viel über die Kunst und Kultur aller Epochen.
23:07
Und zum dritten, ja, dann ist es sogar dreigleisig wie ihr fahrt, wachsen die Kinder über sich selbst.
23:13
In ihrer, in ihren Stärken hinaus und machen etwas, was vielleicht als Schwäche war, formulieren sie in eine Stärke, dass sie sich.
23:22
Trauen, Fragen zu stellen, dass sie, dass sie auf einmal sich trauen am Leben teilzunehmen und sich.
23:27
Ganz neu wahrnehmen. Also beim ersten Gleis kann ich nur noch hinzufügen
23:33
dass es wirklich wichtig ist, wenn man als Künstler, egal aus welcher Sparte der Kunst man jetzt mit Kindern arbeitet, aber sie ernst zu nehmen, bedeutet auch, ihnen die Kamera in die Hand zu geben
23:47
Bedeutet auch, sie selbst Tonaufnahmen machen zu lassen.
23:51
Auch das dann zu verwerten und aufzuzeigen, auszustellen, ähm das das ist schon ernst nehmen. Also sie nur vorzuführen und zugucken zu lassen bei einer Sache, das ermöglicht mir als Mensch keine eigene Erfahrung.
24:06
Ja, es ist auch ganz spannend, ich könnte mir vorstellen, dass in dem ein oder anderen Zuhause es tatsächlich heißt, pass auf, mach es nicht kaputt. Das mache ich jetzt mal schnell für dich und hier haben Sie wirklich die Möglichkeit
24:16
ohne Angst etwas kaputt zu machen, die Dinge in die Hand nehmen. Ja, das ist das eine, dass es erlaubt ist und das andere ist aber, dass wir auch das totale Vertrauen haben, dass die natürlich, wenn sie
24:26
gute Technik zur Verfügung gestellt bekommen, dass wir wissen, dass sie damit gut umgehen werden, weil wir sind ja Partner im Tun, die Befähigung, äh, die Techniken zu können, die gehört natürlich auch immer mit dazu, also
24:37
man muss dann schon auch kurz mal gucken, wie funktioniert denn sowas, wie gehe ich damit um? Was hat einen Wert, was hat keinen Wert? Aber das ist ja auch schon wieder lernen. Also lernen
24:46
hört ihr nicht nur, fängt ja nicht nur da an, wo ein Stoff Themengebiet vorgesetzt wird zum Lernen und auch zum sich in unserer heutigen Gesellschaft
24:55
bewegen können, gehört ja viel, viel mehr an Softskills und diese Softskills wie Teamgeist, Verknüpfungsfähigkeit, Abstraktionsvermögen, das können Kinder in in diesen ästhetisch forschenden kulturellen Bildungsprojekten whatever, wie man das nennen möchte, es gib
25:11
viele Bezeichnungen durchaus sehr, sehr gut lernen und da liegt das Potential.
25:16
Jetzt sitzt ihr mir zu zweit gegenüber und das ist eine wahnsinnig große Verantwortung, die ihr tragt und ihr bietet den Kindern.
25:24
Unfassbar viel Raum. Sicherlich habt ihr doch auch Kooperationspartner oder ein Netzwerk aus dem ihr schöpfen könnt
25:32
Ja, ohne dem ging's natürlich gar nicht und das wäre auch ein bisschen äh frech von uns zu behaupten, dass wir alleine all diese Ebenen, die wir gerne ansprechen in diesen Projekten auch
25:41
bedienen können. Wir haben ein großes Netzwerk an Künstlerinnen aus verschiedensten Sparten, also wirklich sehr, sehr unterschiedlich
25:48
Und wenn es dazu kommt, dass wir ein Themenkreis sozusagen
25:52
öffnen und auch wissen, welche Interessen die Kinder entwickeln, dann schauen wir eben mit welchen Künstlern wir dazu arbeiten können. Also es kommt auch drauf an, was eben welches.
26:02
Medium wir nutzen wollen, was am Ende vielleicht tatsächlich soll's ein Film werden, soll es eine Ausstellung werden, ja.
26:07
Unser Netzwerk und deswegen glaube ich, war auch die Vorstellung eingangs relativ wichtig von uns beiden, besteht natürlich aus den verschiedenen Lebenserfahrungen, die wir beide gesammelt haben, das heißt, das Netzwerk erstreckt sich auf der einen Seite über institutionelle
26:21
Bindungen rein in museale Häuser oder wissenschaftliche Partner, die man so kennt, aber eben auch auf ein ganz großes Netzwerk an
26:31
Künstlern, die eben mit verschiedenen künstlerischen Plattungen arbeiten. Und diese Gattungen sind dann eben Film, Ton, Musik.
26:39
Darstellende und bildende Kunst. Wenn ihr euch ein Projekt überlegt und dann an euer Netzwerk herantretet, stoßt ihr da offene Türen auf oder.
26:48
Ja auf jeden Fall, natürlich jeder freut sich mitmachen zu dürfen. Es ist aber auch eine Verantwortung und es ist auch ein Abgeben können. Also ähm wenn wir eine Vorstellung haben von einem Projekt.
26:59
Und wir Künstler hineinholen, dann ist klar, dass sie dieses Projekt auch gestalten werden. Und das geht nicht immer in die Richtung, wie wir uns das vielleicht vorstellen, aber sie müssen ja authentisch arbeiten dürfen. Auch das spüren Kinder sofort, ob jemand authentisch im Umgang ist, ob er wirklich auf dieser und das ist auch das Besondere daran, ein Künstler hat sich entschieden, sein Leben über
27:16
Kunst zu definieren.
27:18
Der geht mit einer ganz anderen äh Herangehensweise ran, als ein ein Pädagoge, das muss ich so sagen, obwohl ich selbst auch Kunstpädagogik studiert habe, der gleich was vermitteln möchte, das ist ein ganz anderer authentischer Moment
27:29
und deswegen darf das auch ein Vertrauensebene, dass man sagt, wir geben hier ab, ihr gestaltet
27:34
und ihr gebt wieder zurück und wir gestalten weiter. Also ist immer ein ein Geben und Nehmen, ein neues Vernetzen, ein neues Gewichten, ein, eine neue Dimension, die da entsteht und da muss man sehr viel kommunizieren und das es geht meistens gut, aber auch nicht immer, das ist auch klar.
27:49
Ja. Es wird normalerweise immer sehr gerne angenommen, weil es ist ja auch ein Kompliment, wenn man als Künstler für ein Projekt angefragt wird. Das ist für jeden Künstler schön in erster Linie. In zweiter Linie ist leider immer sofort das nächste P
28:03
und das ist das liebe Geld in der künstlerischen kulturellen Bildung ist einfach
28:09
Nach wie vor nicht genügend Geld vorhanden. Ich muss es hier leider erwähnen, weil es mir das Herz zerschneidet und äh so gesehen ist es dann für alle auch.
28:17
Relativ schnell ein wenig komplizierter. Und wenn dann auch noch Erwartungsdruck seitens eines Auftraggebers, der ein bestimm.
28:27
Ergebnis erwartet vorhanden ist, dann wird's noch ein wenig komplizierter. Und ein Künstler hat normalerweise, also gibt natürlich ganz viele verschiedene Menschen, aber
28:38
Künstlerische Persönlichkeit möchte gesehen werden, das heißt, man muss ihr schon Raum geben, sie müssen freie Projekte anstoßen können, freie eigene Betrachtungsweisen, anstoßen, aber wenn man dann dieser Schnittstelle steht, zwischen Erwartungshaltung, Auftraggeber, als
28:53
und ausführenden Künstlern, dann wird's eben wie Petra gerade schon sagte, sehr kommunikationsintensiv und das ist auch an dieser Stelle ein Prozess
29:03
den kann man nicht
29:05
festlegen, man kann sagen, das und das und das sind Gelingensparameter, damit es besser funktionieren könnte. Deswegen sind auch Reflektionen und Dokumentationen so ein essentielles äh Handwerkszeug dieser Art von Arbeit, aber letztendlich muss man es auch immer wieder rausfinden und neu definieren.
29:24
Auch Sponsoren? Nein, soweit haben wir noch nicht gedacht. Aber wir haben wir haben neue Dinge in Planung ganz andere Art.
29:33
Aber mit Sponsoren zu arbeiten wäre durchaus sehr angenehm, weil man dann auch noch offener reingehen kann.
29:39
Das ist schon schon tatsächlich ein Thema. Also das finde ich schon, also das würde mich sehr freuen, wenn jemand hier mal zufälligerweise zu viel Geld hat, der darf uns das gerne geben. Wir haben äh wir wurden gefragt, ob wir aus unseren Projektergebnissen, die wir ja
29:52
durchaus sehr akribisch.
29:53
Gesammelt haben, beispielsweise wie Petra vorhin erwähnte, wir gehen mit Fragen in die Projekte rein und notieren auch die Fragen der Kinder, während der Projekte und versuchen auch während.
30:03
Projektes Fragen der Kinder zu beantworten, deswegen müssen wir die dokumentieren, damit wir die dann auch eben beantworten können gemeinsam und aus all diesen gesammelten
30:14
Versatzstücken der Projekte wurden wir jetzt gefragt gebeten, das war nicht geplant Produkte zu entwickeln.
30:21
Die wiederum in Museumsshops verkauft werden können und.
30:25
Dazu mussten wir Hersteller werden, weil um die Rechte der Kinder zu wahren und weil wir die einzigen sind, die wissen, wie sie da reingegangen sind, mit welcher Fragestellung und mit welcher Haltung. Äh da kann man ja dann nicht einfach irgendwelche Zwischenergebnisse verkaufen, damit jemand drittes, irgendwas,
30:40
anstellt, was dann möglichst
30:41
gewinnbringend wieder weiterverkauft werden kann. Äh aus diesem Grund wurden wir zum Hersteller und da haben wir uns jetzt schon entschieden, zu versuchen von diesen Einnahmen
30:51
Verkäufe Geld zurück in die kulturelle Bildung zu schicken, Geld oder Sachspenden und auch gar nicht unbedingt für uns selbst direk
31:00
aber einfach für dieses Feld der Arbeit, weil das Feld der Arbeit ist sehr wichtig, wird auch als solches erkannt, also von Institutionen sämtlicher Art und auch von Schülern steht in Berlin zum Beispiel im Rahmen leer.
31:12
Für Berlin steht die kulturelle Bildung als essenzieller Punkt mittlerweile vorgeschrieben drin. Trotzdem hat sie in den Schulen natürlich nachgeordneten Stellenwert
31:22
Was sehr schade ist, weil Dinge wie Zukunftsdialoge, Verknüpfung von Wissenschaft, mit Kunst, das
31:27
ist ja jetzt mittlerweile in aller Munde und bietet auch tatsächlich ganz neue, spannende Ansätze. Für unsere sich doch sehr verändernde Gesellschaft und da müssen wir eigentlich dran bleiben
31:38
und da Geld und Material und Unterstützung zurückzuführen über Verkauf von Produk
31:46
ist im Moment eine Idee, mit der wir schwanger gehen und die wir gerne realisieren möchten. Habt ihr schon einen zeitlichen Rahmen.
31:55
Ende des Jahres. Ich drücke meine Daumen. Möchte ich euch verraten, um was für Produkte es sich handeln wird? Nur so viel?
32:03
Es handelt sich um Produkte, es ist mehr im Papeteriebereich angesiedelt und es handelt sich um Produkte, von denen wir wissen, dass sie in der vermittlerischen Arbeit sehr gut funktionieren können.
32:15
Also beispielsweise sowas wie Papierklebeband. Mhm. Und wird es dann in den Museumsshops vertrieben, nur innerhalb der
32:23
also nur in Führungszeichen innerhalb Berlins oder wird es bundesweit vertrieben? Wir fangen klein an. Innerhalb Berlins und wir wollen's auch erstmal austesten, wie sich's für uns anfühlt. Auf jeden Fall ist es ein wahnsinnig tolles und spannendes ähm Feld, was
32:38
tatsächlich wie bei Haushalt neu ist und wir wollen's auch ganz gerne erstmal dabei belassen, dass wir mit diesem Auftraggeber arbeiten
32:46
aber natürlich sind wir offen für weitere wie Felder und wir haben natürlich auch schon sehr viele neue Ideen, aber wir müssen beide eben auch immer gucken, dass wir das mit der Zeit auch noch hinkriegen, weil wir ja beide noch ein zweites Standbein haben, insofern Sala Panga blüht auf in vielen Facetten, also genau
33:01
da, ich finde das immer ganz spannend. Die sind ja auf der Meterebene gesehen, auch verschiedene Netzwerke. Es sind die Netzwerke im gemeinsamen Tun, aber es sind auch die Netzwerke in den verschiedenen
33:10
Künsten und in den verschiedenen Materialien und so weiter. Insofern haben wir einen kleinen Minikosmos, also doch wieder Pange ja aufgetan und da
33:19
manchmal verleuchten sich auch ganz gerne ein bisschen dabei. Aber um bei den Wortspielen zu bleiben, abschließend, weil das ist jetzt wirklich vorausschauend und noch ein wenig unter der
33:27
Decke, gehalten halten. Um beim Wortspiel zu hart zu bleiben, ähm unsere Produkte werden mit dem Produktnamen.
33:34
Colores auf den Markt können. Also macht
33:38
Koko macht, das ist ja das spricht mich sehr an. Ich möchte unbedingt auch über Cocolores. Ich würde wahrscheinlich Kokolorus sein. Das das hat so eine kleine Dialekt ähm die Alektik drin.
33:53
Ein ganz klein bisschen. Ähm das möchte ich unbedingt dann auch mit euch besprechen, wenn das so weit. Es ist ein interessantes Experiment an der Stelle tatsächlich, weil man sich da schon fragen muss, ab wann wird, was, wie kommerziell. Jetzt sind wir Gott sei Dank.
34:08
Versuchen wir da sehr bewusst mit umzugehen und wir haben eben auch Reflexion als wesentliches Element in unserer Arbeit mit drinnen und haben da auch schon einiges an Erfahrung sammeln dürfen und werden jetzt gucken, wie sich das auswirkt und wie reflektiv.
34:21
Wir das beobachten können und was man damit machen kann an positiven und wo es möglicherweise nicht funktioniert. Also es auch an der Stelle ein ganz vorsichtiger Umgang damit.
34:30
Gefragt und deswegen auch. Das ist ja, das ist glaube ich sehr wichtig, weil die geschützten Räume
34:35
müssen erhalten bleiben und es gibt viele Dinge, die wir wahnsinnig gerne rausgegeben hätten, aber wo ganz klar ist, das ist ein geschützter Raum
34:43
Also hier ist so viel Vertrauen von den Kindern auf uns auch gelenkt worden, ihnen wirklich ein Herzensanliegen war, wo wir gesagt haben, das würden wir niemals so der Öffentlichkeit.
34:51
Zukommen lassen. Andere Dinge, also sie hatten zum Beispiel zu dem Jubiläum von Alexander von Humboldt
34:56
die zweihundertfünfzigjährige Jubiläum den Auftrag bekommen, eine Interaktion zu gestalten und da war zum Beispiel ganz klar, dass wir gesagt haben, A nicht wir alleine machen das, wir machen das
35:06
natürlich mit Kindern und Bildungseinrichtungen gemeinsam, aber wir haben den Kindern auch ganz klar gesagt,
35:12
was ihr hier entwickelt mit uns gemeinsam wird in eine Installation hinein
35:17
fließen. Also sie wussten, sie produzieren Kunst und Reflektionen und Sätze und Filme und Collagen und ähnliche Dinge, um es dann in einem Gemeinschaftswerk
35:26
aufleben zu lassen und es der Gesellschaft dann auch zu zeigen. Und das ist glaube ich wahnsinnig diese Art und Transparenz ist sehr wichtig in dem Kontext
35:34
ist das, was ich mir unter eurem Projekt Baustelle vorzustellen habe. Das Projekt Baustelle ist ein Projekt, was vorher ähm lief und zwar tatsächlich über zwei bis drei Jahre. Und das steht im Kontext des Humboldt-Forums. Das ist die größte europäische Baustelle, die in Berlin eben in der Hauptstadt sozusagen entstanden ist.
35:52
Oder jetzt gerade läuft schon seit oh, ich weiß nicht, wie viel Jahren sehr lange schon
35:57
und ich arbeite dort als Freiberuflerin, um Vermittlungsprojekte zu generieren und zu überlegen, was interessiert die zukünftige Generation an dieser Baustelle vor Ort. Das ist im Grunde ein historisches Stadtschloss, was rekonstruiert wir.
36:11
Ähm was eine sehr bunte Geschichte hat, wo vorher auch der Palast der Republik war, wo Wiese war, wo archäologische Ausgrabungen stattgefunden haben. Und jetzt hat man sich eben seit zweitausendelf entschieden, diese äh Barock schloss wieder
36:24
zu rekonstruieren. Und ich habe gesagt, ich kann nicht sagen, was
36:29
Kinder interessiert an dem Projekt, wenn ich sie nicht frage. Und daraus hat sich erst ein kleines Projekt dann zwei größere und daraushin dann
36:35
acht größere Projekte entwickelt und wir sind eben mit den Künsten und sehr wirklich sehr vielen Kindern. Es waren hundertsechsundsiebzig Kinder, die an diesem Projekt
36:43
beteiligt waren. Es waren neunundzwanzig Künstler, die daran beteiligt waren. Es ist eine Geschichte von neunhundert Jahren zu reflektieren gewesen und wir hatten acht Kunstgattungen. Also das war wirklich eine große, große
36:55
Veranstaltung über einen langen Zeitraum und da war das Ziel tatsächlich
36:59
äh eine Ausstellung zu generieren daraus. Wir hatten acht Module aus diesen Prozessen entwickelt, die dann in einer Art Familienausstellung präsentiert haben und die Kernfrage war
37:09
Das Humboldtforum wird gebaut, es ist der Prozess einer Baustelle. Was interessiert unsere Generation daran.
37:17
Es ist ein super kurzer Zeitpunkt in dieser neunhundert Jahre Geschichte
37:21
Aber es ist eben jetzt auch schon Geschichte geworden, denn jetzt wird das Humboldt-Forum diesem Jahr eröffnet. Die Baustelle geht ihrem Ende zu und wir haben bereits.
37:32
Teilgenommen daran mit der neuen Generation, die durch diese Fragestellung und was interessiert mich eigentlich Berlin-Mitte, was interessiert mich so eine riesen Baustelle, was interessiert mich, warum Leute da was.
37:42
Wieder aufbauen.
37:43
Was es vor langer, langer Zeit gab, warum machen die das? Und ich kann auch da zitieren ein Kind was seit der von der Geschichte her ich verstehe euch nicht ihr habt ein.
37:53
Altes Schloss aus der Barockzeit im Krieg zerstört. Ihr habt das abgerissen, ihr habt einen neuen Palast gebaut, einen Palast der Republik. Ihr.
38:03
Wurde wieder abgerissen und jetzt baut ihr schon wieder ein Schloss, habt ihr vor, das auch wieder abzureißen? Eine Frage. Absolut zu reden. Und an der an der Stelle finde ich, ist es auch wichtig, zu sagen, dass
38:16
es nicht einfach ist, um so ein großes Touchet, was sowieso schon auf europäischer Ebene ein Politikum darstellt, was auch hier die Berliner Bürger durchaus spaltet. Also der Neubau des Berliner Stadtschlosses und der Einzug des Humboldt-Forums
38:31
kritisch zu beleuch.
38:33
Und das haben wir schon versucht mit den Kindern. Es war auch nicht immer einfach, weil man hat auf der einen Seite eben ein Politikum, was eben wiederum zielorientiert, was haben möchte. Und auf der anderen Seite Kinder, die völlig zurecht.
38:44
Solche Fragen stellen, warum baut ihr das denn da jetzt wieder auf?
38:49
Die Kinder hatten auch wirklich ganz tolle Zugänge gefunden und wir konnten mit ihnen nicht auf die Baustelle, weil Kinder
38:54
nicht drauf dürfen, grundsätzlich nicht unter sechzehn Jahren, das heißt, wir konnten immer drum herum gehen oder wir konnten uns die Leute von der Baustelle auch rausholen. Ich habe das gesehen, ich musste so schmunzeln auf der Webseite, ist ja ein Kranführer, der dann gesagt, na
39:07
Also ich kriege das jetzt leider berlinerisch nicht hin. Seid ihr die zukünftigen Architekten? Genau. Ja und er saß doch da drin und meinte.
39:17
Äh die Baustelle hier äh wollt ihr mal, nee, wie sagt ihr das nicht? Wollt ihr mal sehen, sondern er sagt ja hier, ihr seid wegen der Baustelle hier.
39:26
Wisst ihr welche Situation ich meine? Ja, ich weiß, welche, aber ich krieg's nicht wiedergegeben. Ja und am Beispiel dieser Kinderreporter sieht man eben wieder, wie das ist, wenn wenn Kinder längere Zeit zu einem Thema forschen. Das sind nämlich genau
39:37
diese Kinder gewesen, wo dann eben der eine Junge nach zweieinhalb Jahren wirklich ein perfektes Beispiel für Sprachbildung.
39:45
Abgeliefert hat im im Rahmen des Filmes. Die haben sich wirklich dran gewöhnt und wir hatten da eine ganz tolle Künstlerin, die mit uns zusammengearbeitet hat
39:52
Wie stellt man Fragen? Man redet nicht die ganze Zeit rein, man atmet leise und die haben so viele unsinnige Antworten von Erwachsenen bekommen.
40:01
Also jede Menge. Und wir haben auch an der Stelle ein ganz tolles Team. Äh wir haben eine ganz liebevolle Cutterin, die das eben auch so liebevoll zusammengeschnitten hat, dass es dir auch auf der Webseite immer noch gefällt.
40:12
Es war auch interessant, weil die wollten eigentlich wissen, wer braucht man einen Führerschein, um Kran zu fahren
40:17
und diese Frage ging durch alle Leute auf der Baustelle und es war sehr lustig so. Was? Ich hab
40:22
kein Kranführerschein, bisschen an jemand gefunden hatten und der meinte, ja, ich kann ein Zehntonner für also es war wirklich äh faszinierend, die sie sich an, also auch gut vorbereitet haben selber, aber dann eben auch offen waren über das, was die äh Leute vor Ort dann
40:36
und die haben sich natürlich auch gefreut, weil niemand interessiert sich, was die da bauen und wer da baut und wie er baut und so und das ist ein schöner Austausch, ja. Das ist so ein entscheidendes Bauwerk auch. Ja. Ja. Schön, dass dann auch alle beteiligt werden
40:47
Ich musste auch ein bisschen schmunzeln. Ich bin über Humboldt von Forum gestolpert.
40:51
Das das war der Begriff unsere ersten zwei Projekte, die wir gemacht haben. Es ging einmal um die Skulpturen, um die Fassaden ähm Skulpturen, da konnten wir in die Schlossbauhütte gehen, wo wir die Künstler beobachten durften und mit ihnen auch
41:05
kreativ gearbeitet haben und im Grunde war das eine Wortschöpfung der Kinder, ein Mädchen, die
41:12
nicht so viel von dieser Stadtmitte und von dieser Geschichte dieses Bauwerkes wusste, hat im Projekt irgendwann einfach mal gefragt, ja und wer noch zum Teufel nochmal, wer war denn jetzt dieser Humboldt von Forum? Und daraus ist diese Begrifflichkeit entstanden und das zeigt.
41:27
Ganz gut wie wie offen Kinder letztendlich auf Dinge zugehen und wie wichtig es an der Stelle auch ist
41:34
dort raum zu lassen und nicht vorzugeben, was das zu sein hat. Ich sehe das auch als Spiegel, wie komisch auch erwachsen sein können. Wieso nennen sie das Humboldt-Forum, was
41:44
Was passiert hier eigentlich, was ist ein Forum, warum Humboldt? Also da gibt es
41:48
Weil Humboldt. Warum genau? Ja Humboldt ist ein und ausgegangen und Humboldt ist aber auch der Begriff von zwei Brüdern, die in Berlin sowieso sehr präsent waren und sind und die aber ganz unterschiedlich
42:03
diese vielen Kulturen reflektiert haben oder auch also
42:07
Willämpfungen, Bohuma, der in einem Bildungsbereich sehr stark war und alle Sprachen erforscht hat und sogar in den Sprachen mit seinen Kindern am Tisch auch gesprochen hat, also der viele Sprachen noch festgehalten hat, die es heute gar nicht mehr gibt
42:18
Und Alexander von Humbaddem auch diese Welt ähm.
42:21
Sekt hat aus einer Perspektive, aus einer europäischen Perspektive, aber trotzdem auch sehr viel vor Ort lernen konnte und vor allem systematisiert und archiviert hat von
42:29
Tierwelten und Pflanzenwelten und vor allem um diesen kosmischen Zusammenhang festzulegen. Also das kam natürlich Sala Panga da auch wieder an der Stelle sehr zugegen und das war das Thema für diese Begrifflichkeit. Ja
42:40
und zum Thema Forum, weil ich finde das nämlich schon sehr zurecht, also warum eigentlich Humboldt Forum Humboldt wurde jetzt erklärt, der Begriff Forum wurde noch nicht erklärt
42:49
Das ist auch einer Künstlergruppe aufgefallen, mit denen wir da in diesem Projekt zusammengearbeitet haben. Das ist die darstellende Kunst, die kommen aus dem Theaterbereich, auch aus der ästhetischen Forschung und die waren durchaus nicht Humboldt-Forum positiv gestimmt und die haben zurecht die Frage gestellt, ja okay, gemeinsam mit den Kindern
43:07
was ist denn eigentlich ein Vorrum? Und ähm mit den Kindern in der Projektarbeit ist dann rausgekommen, dass ein Forum eigentlich ein Freiraum zu sein hat
43:16
in dem aber auch letztendlich gewisse Regeln gelten müssen, weil wenn es gar keine Regelwerke gäbe
43:22
dann würden Menschen in ihrem individuellen Freiraum auch beschränkt werden durch die anderen, die eben was brauchen, was sie selbst nicht haben wollen und
43:31
die sind diesen Begriff des Forums als Freiraumforschung.
43:35
Nachgegangen und das war auch tatsächlich, das muss man nämlich ehrlicherweise an der Stelle auch sagen, es war nicht einfach.
43:42
Mit so einer großen Institution Ergebnisoffen zu arbeiten. Nein.
43:47
Hatten mehrere Stufen, ob wir eine Ausstellung zum Thema am Ende machen dürfen, war nicht klar, am Anfang, wir hatten das zwar so projiziert.
43:55
Immer schon in der Konzeption, aber das war letztendlich das einzige Projekt, was wirklich ergebnisoffen dann auch in der Ausstellung einen Raum bekommen hat, wo keiner davor so richtig wusste, was kommt denn da
44:07
Wir haben eine Idee gehabt, aber das endgültige nicht. Das hätte mich auch interessiert, wenn jetzt die Kinder, wenn wir auf äh Gleis eins springen, ne, Kinder als Künstler
44:17
ob es auch einen Raum gibt, wo sie ihre Ergebnisse präsentieren können. Künstler wollen doch ausstellen, wollen sich zeigen, wollen vielleicht Feedback dafür bekommen
44:26
bei den Kindern stelle ich mir vor, ist doch diese Art der Bestätigung auch ganz wichtig, Kinder brauchen
44:31
immer einen Raum, wo sie auch zeigen können, wo sie stehen, ob sie das dann zu dem Moment auch wirklich tun wollen, ist eine andere Geschichte, aber unsere Projektkonzeptionen beinhalten letztendlich
44:44
immer diesen Raum zum Abschluss. Das ist wichtig, das gehört mit zur Reflexion dazu.
44:51
Das ist auch vom vom Grundeinsatz ähm eine Entscheidung, die man vorher treffen muss. Ist es sozusagen so, dass die Kinder
44:57
ihre eigene Ausstellung präsentieren und kuratorisch tätig sind und wir ihnen den Freiraum lassen. Das hatte ich in einem anderen Projekt mal. Wo dann die Erwachsenen völlig irritiert waren, dass das nicht den Gewohnheiten eines Ausstellungs äh Präsentation ähm entsprach.
45:11
Da war großer Missverständnis da, weil die Kinder natürlich andere Ideen hatten, wie man ausstellt und wie sie ihre Kunstwerke ausstellen. Das andere ist.
45:20
Raum zu geben, um sich zu präsentieren und ihre Wünsche zu erfüllen. Und das haben wir glaube ich hier auch ganz schön machen können. Wir haben an verschiedenen Stellen.
45:28
Hatten zum Beispiel eine Zeitmaschine, die die Kinder entworfen haben und da haben sie gesagt, sie möch.
45:32
Die Geschichte dieser Zeitmaschine äh mit viel Bewegung ähm machen und dann haben wir ihnen tatsächlich so Baustellen. Ähm das kannst du eigentlich.
45:40
Besser erklären, weil es auch dein Projekt mit, ja. Konnte man diese Sachen rauffahren und hinführen und bewegen und anklicken. Also all all ihre Interaktionen, die sie sich gewünscht haben, hat
45:51
im Raumsektor in dem Fall tatsächlich ermöglicht. Es gibt aber nur ein anderes Projekt, auf das ich auch kurz hinweisen will, weil ich das ganz schön finde, wieder auch so ähm wie man sich auch da so entscheiden kann.
46:00
Es gab ein Musikprojekt, das nannte sich Klangschloss.
46:03
Und wir sind total in die Klischees reingegangen. Wir haben friedlichen zweiten, also Kompositionsmeister, der ja diese Symphonien gemacht hat, die auch.
46:11
Kennt, also jeder gebildete in Anführungszeichen äh Mensch, der sich mit dieser Musik auseinandergesetzt hat. Und dann hieß es, wieso wollt ihr mit Friedrich dem zweiten als Klischee und dieser Musik, die europäisch kontiert ist. Wieso geht ihr da rein?
46:25
Aber Kinder arbeiten ja auch ganz anders und dann haben wir gesagt, okay, wir gehen da jetzt rein und schlussendlich haben sie selbst eine Komposition entwickelt. Sie haben
46:32
Angefangen mit kleinen Instrumenten zu überlegen, ähm wie ist das, wenn eine Kutsche in den Schlosshof fährt? Was Klacker da, wie ähm was klingt da, ähm wie kann ich mich ausdrücken und wenn ich aber will, dass andere Musiker das ausdrücken, muss ich eine Komposition anlegen. Und die sieht natürlich auch ganz anders aus. Wir haben Riesenrollen ausgerollt und sie haben sich überlegt, wie transport
46:50
Tiere ich Musik, also wenn ich einen großen Kratel hinmale, dann ist das Chaos, ähm wenn ich eine zarte Linie male oder einen Schmetterlingen male, dann ist klar, dass es eine eine
46:59
zarte Melodie sein kann und wir sind mit dieser Riesenkomposition, das waren Rollen, die wir unter den Armen gesteckt haben zu ähm professionellen, zeitgenössischen Ensemble.
47:09
In Berlin gegangen, die also hochprofessionalisiert sind und die haben sich diese Komposition angeeignet, haben sie ausgerollt und haben sie abgespielt. Und den Kindern ist natürlich erst dann klar geworden, was Komposition bedeutet, also dass tatsächlich ein Musiker.
47:23
Das ablesen kann und daraus Musik macht. Und daraufhin haben sie wieder neu komponiert, weil sie jetzt wussten, auf was es ankommt, damit der Musiker es ablesen kann. Und sie haben sich gewünscht, wie Friedrich einst mal in der Oper seine Komposition Ruhe aufgeführt hat, dass auch ihre Komposition in dieser Baustelle aufgeführt wir
47:40
wird. Jetzt konnten die Kinder aber nicht in die Baustelle, sodass wir die Kinder gefilmt haben, eine Filminstallation in der Baustelle gemacht haben, woraufhin die Künstler ihr Stück dort aufgeführt haben. Die Kinder haben auch so berock.
47:54
Tüme gebaut, aus Papier und Unterschiede, die haben die sich die Künstler dann auch aufgezogen, sie sind in diese Inszenierung sozusagen reingegangen. Wir haben das gefilmt und dann den Kindern wieder rausge.
48:03
Daraufhin haben sie sich überlegt, wo man diesen Film wie man den jetzt
48:08
ähm mit dieser Komposition und dieser Uraufführung installieren kann. Und wir haben, ich habe jetzt hier mal zum Beispiel so eine kleine Figur mitgebracht, wo wir dann reflektiert haben. Wie sahen die Leute damals aus? Was haben sie gekleidet? Das ist hier eine
48:20
Prinzessin, die Schwester von Friedrich, die im Geige gespielt hat und die Kinder haben daraus in Collagen gemacht und wenn du dich jetzt hinten anschaust, dann ist dahinten diese Figur ein riesengroß. In Menschengröße, das heißt, wir haben ihre Installation, ihre Barockvorstellungen, ihre Collagen, Raumgroß ausgearbeitet
48:38
und ihren kleinen Traum in eine große Lebenswelt gemacht und
48:42
sie können sich jetzt in ihren eigenen Räumen bewegen und das ist natürlich total spannend. Es hat keine Ausstellungskonzept, aber es ist eine
48:49
Raumkreation. Das ist die Sinographie, die an der Stelle reinkommt. Genau. Ähm.
48:55
Wir hatten was dieses Großprojekt betrifft natürlich alle Möglichkeiten der Welt, eine wirkliche Ausstellung zu machen, aber generell
49:03
denke ich schon, dass wir bei allen Projekten abschließend mit einer Ausstellung, ob in klein oder in groß arbeiten, weil es einfach wichtig ist, seine eigenen Werke nochmal zu zeigen und zu reflektieren.
49:12
Haben leider nicht immer die Möglichkeit, so gute Ausstellungen zu machen.
49:16
Ich war dann wissen über welchen Zeitraum wir dieses Projekt realisiert. Es klingt irgendwie nach zwanzig Jahren. An der Stelle muss man auch sagen, dass wir tatsächlich Raumsektor hinter uns stehen hatten. Das ist die zweite Firma.
49:28
Wer hier ja eben auch Sinographen sind und wir einfach dadurch.
49:33
Enger Abstimmung und in ganz enger Zeit ganz viel bewirken konnten. Das ist einfach dieser Kreativität geschuldet, die.
49:42
Dann da auch vorherrschte, sonst wäre das nicht gegangen, hätte man das auf einem normalen Weg mit einem normalen Museums
49:49
Bürogestalt, Büro gemacht. Unter normalen kuratorischen Bedingungen unter Auswahl von Objekten.
49:55
Ecken dann hätte man das in der Zeit Knappheit nicht schaffen können, aber genau
50:00
dieser ungewöhnliche Weg und die Zeitknappheit hat auch ermöglicht, dass ein Ergebnis zu sehen war, was durchaus begeisterte, weil es eben nicht das Gewohnte ist.
50:10
Mich begeistert es schon beim Zuhören. Ich habe eine Frage. Wenn ich jetzt ein Kind wäre, ne.
50:16
Ich würde glaube ich fragen, was ist Senograph? Hm, die Senographie, der Begriff.
50:25
Szenenbild.
50:27
Kommt eigentlich tatsächlich aus dem filmischen Bereich Sinnenbild gezeichnete in den fünfziger, sechziger, vierzigern et cetera. Alles, was man im Filmbild sieht.
50:37
Also auf dem Beweg
50:38
Bild, also die Räume, auch die Außenräume, alles was zu sehen ist, um der Geschichte Raum zu geben. Und Szenenbild wurde auch damals schon ganz gezielt auf die Geschichte hinzugeschnitten. Also es ist schon ein Unterschied, ob ich jemanden in einem Wald küsse oder in einem Industriegebiet
50:53
als Szene, filmische Szene.
50:56
Aber der Begriff Cenografie oder Sinnenbild der hat in den letzten fünfzehn Jahren eine sehr große Aufwertung erfahren, sodass dieser Begriff
51:06
auch in der Innenarchitektur, vor allem aus der Ausstellungsgestaltung herauskommend an neu angewandt wurde und sich daraufhin dann auch
51:16
beispielsweise in Zürich Studiengänge der Ausstellungszenographie entwickelt haben und auch dort hat dieser Begriff nicht aufgehört, sondern
51:26
Der Begriff hat sich mittlerweile durchgesetzt und er ist leider auch ein bisschen inflationär in der Verwendung, weil es ist.
51:33
Schon ein Wissen, was man hat, also das ist nicht nur ein Wissen, was man lernen kann, sondern auch ein Verständnis
51:38
Raum, was man braucht. Also mittlerweile hat man den in Dramaturgien, in Veranstaltungen, in Ausstellungen, im Film, sowieso, also dieser dieser Begriff Senographie ist
51:51
relativ viel in aller Munde und in fast jedem krea
51:55
Tiefteam würde ich sagen kann ein Senograph sich auch gut wiederfinden, weil er eben Raum
52:03
Geschichte, Erzählung, eigenes Erleben im Raum, das verbindet sich alles miteinander, das überschneidet sich. Und das ist eigentlich die Kunst der Sinografie.
52:13
Und auf die Vermittlungsarbeit wieder zurückzukommen, ist das auch genau die Aufwertung, die auch die Vermittlungsarbeit bekommen hat. Also ich habe ja jetzt dann doch schon einige Jahre äh ähm da
52:22
beobachten können, dass am Anfang war es immer so, man hat eine Ausstellung und dann überlegt man sich, was bietet man Schulklassen oder Familien an, damit sie sich Ausstellungen sich
52:30
aneignen können. Heute ist es ganz anders, man arbeitet wirklich schon im Vorfeld, also es gibt auch die
52:36
Bildungskuratoren, die im Vorfeld schon in den Kuratorenteams integriert sind, um genau das schon im Vorfeld an
52:45
mit zu verankern und eben auch dann diese Kindergruppen oder Jugendlichen oder was auch immer für Gesellschaftsstrukturen wir damit einbinden wollen. Es geht auch um ganz andere ähm es geht um Inklusion, um Diversität, um alte und junge Menschen, also dass die schon im Vorfeld mit integriert sind in der Gestaltung einer Ausstellung. Das ist ein Riesenschritt und ich glaube, da ist nach oben noch sehr, sehr viel Luft
53:04
Ist das bei euch auch so, dass ihr euch erst ein Projekt überlegt? Dann geht ihr damit an eure Kooperationspartner, tretet ihr heran und
53:14
sobald ihr die überzeugt überzeugt habt nach dem richtigen Wort gesucht, tretet ihr an die Schulen ran, stellt das Projekt vor und dann können die Schulen entscheiden, ob sie sich daran beteiligen oder nicht. Also das ist der wünschenswerte Weg.
53:29
Der auch in unserem Fall
53:31
jetzt schon ziehe die ganzen Projekte mit dem Humboldt-Forum, wo wir das gemeinsam tatsächlich im Vorfeld ausgearbeitet haben, gut funktioniert hat, aber wir wir erhalten auch Anfragen.
53:42
Es ist eine Mischung aus beiden, aber wir treten normalerweise an Schulen mit einer konkreten Idee ran.
53:49
Und eine Anfrage, ihr erhaltet eine Anfrage, erhaltet ihr die sowohl von musealer Seite als auch von den Schulen.
53:57
Unterschiedlich, die Schulen machen eigentlich immer gerne mit. Mhm. Denen ist bloß das nicht so möglich, Zeit zu ähm verwenden in der Ak
54:05
Querierung von solchen Produkten. Insofern sind die sehr froh, wenn wir mit einer Idee auf die Schulen zukommen. Die Museen kommen eher auf uns zu. Und jetzt sind wir in Berlin.
54:15
Merkt ihr da irgendwie, ich frage mal ganz frech
54:18
ein Ostwestgefälle gibt es irgendwie Stadtteile, die sehr, sehr aufgeschlossen. Das ist der dritte Oktober, ne? Genau, wir sitzen hier in der Frage wieder, für einige. Genau.
54:33
Ähm kann man sagen, dass es irgendwie Bereiche oder Bezirke in Berlin gibt, die sehr, sehr aufgeschlossen sind.
54:39
Denen irgendwie eine äh eine intellektuelle Vermittlung sehr sehr wichtig ist. Also man kann sagen, dass es in Berlin Bezirke gibt
54:46
wo um die Elternschaft durchaus mehr Wert auf äh Kultur und Bildung ihrer Kinder äh legt. Das sind natürlich die etablierten Bezirke wie Mitte
54:56
beispielsweise oder Charlottenburg, also da, wo sowieso schon so eine Bildungsbürgerschicht vorherrscht und natürlich ist es das Interesse von.
55:05
Eigentlich allen Institutionen kultureller Art und unser Interesse auch, dass man da einfach versucht, möglichst alle mit einzubeziehen und das kann durchaus auf unterschiedlichem Weg erfolgen, aber auch an der Stelle sollte man gar nicht so viel
55:19
Unterschiede versuchen zu finden, weil genau
55:23
Da haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Kinder, die vielleicht noch gar nicht so viel von dieser Mitte Berlins wussten.
55:30
Die spannendsten Fragen stellen und die intelligentesten Fragen stellen und den frischesten Blick drauf haben.
55:36
Also da würde ich eigentlich ausschließen wollen, dass das eine, das andere bedingt, aber es gibt natürlich Bezirke, die haben da mehr Interesse dran.
55:43
Von ihren Einwohnern her. Aber ich weiß nicht, ob ich das unbedingt auf Ostwest ähm verschieben würde. Das würde ich nicht so sehen. Also es gibt Brennpunktschulen
55:51
im Osten wie im Westen. Es gibt durch Mischungen, es gibt wirklich ganz unangenehm abgehängte Bereiche, Bezirke, die ähm nicht so interkulturell sind und deswegen auch in keine Förderungstopf ein integriert werden. Also ich weiß genau in Köpenick zum Beispiel hatten wir eine Schule. Das sind jetzt.
56:08
Gutbürgerliche Jugendliche, die sich aber
56:11
ähnliches gewünscht haben als Kunstleistungskurs einmal mit der Klasse ins Museum gehen zu dürfen. Die anderen, die kennen das Bodemuseum und sahen schon da und dort und hier, weil sie al.
56:20
Punkt Schule stark gefördert werden in verschiedenen Bereichen und wo schon Kooperationen, also dauerhafte Kooperationen mit ähm mit der Staatsoper, mit ähm verschiedenen Museen ähm schon sozusagen das in ihrem Curryculum eingebunden ist
56:34
Und das ist sowohl im Osten wie im Westen zu finden und wir versuchen natürlich schon auf die Schulen zuzugehen, wo wir das Gefühl haben, da ist ein großer Bedarf.
56:42
Aber wir müssen auch sagen, wir müssen wirklich auch mit Leuten arbeiten, die Interesse daran haben und zwar von der Schulleitung her und von den Lehrern her, das ist
56:50
sehr wichtig. Es gab auch schon ein Projekt, das wir abbrechen mussten, weil das einfach nicht umsetzbar war. Jetzt haben wir ganz viel über Schulen gesprochen.
56:58
Wie ist das eigentlich mit Kindergärten? Ihr spracht.
57:01
Im Laufe des Gesprächs an, dass er auch mit Kindergärten arbeitet, ähm da wird die Form der Ansprache sicherlich noch eine etwas spielerische sein
57:09
ja bei Kindergärten ist die Form der Ansprache deutlich niederschwelliger und deutlich.
57:16
Zu halten. Also unsere Erfahrungen.
57:20
Ziehen sich da vor allem auf dem Gebiet der ästhetischen Forschung, was auch ein Gebiet ist, was sehr erfolgreich mit Kitas arbeiten kann, das bedeutet, dass man auf ganz niederschwellige Art und Weise Kindern ganz kleine Verweise gibt und ihnen sehr viel Raum ermöglicht, zum freien Erforschen von äh Sachverhalten.
57:39
Man kann da nicht bei bei Kitakindern kann man nicht den komplexen Anspruch ansetzen. Da hat man ein Thema wie Hau
57:47
oder Papier oder Schloss.
57:51
Dass das sind die Themen, um die man sich kreisen kann und und nicht äh das Barockschloss. Das kotische Schloss, das das geht nicht. Also da muss man ganz, ganz, ganz anders
58:00
rangehen und arbeiten und kann wirklich erste ästhetische Kontakte, das kann man bei Kitakindern erreichen und das reicht dann aber auch schon.
58:09
Dass es mehr als genug für ein Kitakind.
58:12
Ästhetischen Kontakt zu einem Thema zu haben, eine Berührung mit einem Material, eine Materialerfahrung. Da da geht's um solche Dinge.
58:20
Um um direkte sinnliche Erfahrungen, nicht um intellekt. Gibt es auch so Art Sala Panga Spiele
58:28
Ja, es gibt total viele Ansätze tatsächlich, wir haben ein Weltspiel entwickelt, das hat sogar grafische Karten, die fertiggestellt sind, das ist ein riesen Bodenspiel gewesen, was wir in der Turnhalle ähm generiert haben, wir haben Riesenpupp.
58:40
Nennt man das Format, also wirklich große Wappen ausgelegt, ähm womit die komplette Weltkugel drauf.
58:46
Ziert und ausgemalt haben und das dann wiederum verkleinert auf eine LKW-Folie, wo eine ganze Klasse sich drum rumsetzen kann und diese Karten zu diesem Weltgeschehen haben die Kinder selber entwick.
58:58
Und dies
58:58
liegt bei uns zu Hause und wir würden das gerne weiterentwickeln. Es gibt aber auch andere Spiele, die wir schon entwickelt haben, wo wir gerne in den Prozess gehen wollen. Gibt eigentlich jede Menge Formen von Spielen, die wir auch äh für die Ausstellung entwickelt haben. Es gibt
59:14
probte Formate, wo man einfach weiß, da funktioniert es mitzumachen. Wir haben eine Kooperation, eine Kollaboration mit Interaction Designbüro, die machen also Interaktionen an an Wänden, mit denen
59:27
wir schon viel zusammengearbeitet, also Raumspiele für Ausstellungen zum Beispiel und es gibt natürlich auch kleinere
59:34
und Wortspielereien, Spielereien, die wir jetzt auch in unseren Cocolores Produkten
59:39
versuchen umzusetzen. Also da gibt es mittlerweile einen Pool aus dem man schöpfen kann, wo auch schon konkret was vorhanden ist und jetzt auch noch was wird und das Gleiche gibt es aber auch mittlerweile interessanterweise nicht nur für
59:52
spiele mit Kindern, sondern auch wenn wir uns jetzt mit Künstlern oder mit anderen Erwachsenen austauschen was wichtig ist, weil das Teil der Reflexion
1:00:02
ist. Auch da gibt's mittlerweile genügend Formate, wo man durchaus kreativer miteinander ins Gespräch kommt und nicht nur an einem Tisch sitzt und redet.
1:00:10
Also da ist auch schon ein wenig vorhanden.
1:00:12
Ich stelle immer ganz gerne die Frage, welches Kunstwerk würdet ihr gerne sehen? Euch würde ich ganz gerne die Frage stellen.
1:00:20
Welches Projekt möchtet ihr mit den Kindern noch realisieren? Gibt es ein Kooperationspartner, mit dem ihr unbedingt zusammenarbeiten wollt?
1:00:28
Das ist eine gute Frage. Also Projektideen gibt's dann doch einige.
1:00:34
Die wir da haben. Wir haben im Moment einen Schwerpunkt tatsächlich, also jetzt mal in die nahe Zukunft geblickt
1:00:42
möchten gerne erforschen, wie man kulturelle, ästhetische Forschung und Bildung so weit ins digitale übertragen kann, dass man trotzdem auch im Falle einer Pandemie, wie wir sie im Moment erleben, Möglichkeiten hat an Kinder ranzutreten oder Möglichkeiten mit ihnen zu arbeiten und.
1:01:01
Mir geht's da jetzt nicht um dieses einfache nur, okay, wenn man für digitalisieren alles, sondern
1:01:07
noch übergeordnete Fragestellung an der Stelle für mich jetzt auch im Bereich Sinographie wäre dann dort auch nochmal und wie kann ich dann
1:01:16
dieses digitale Herangehen so vertiefen, dass man auch im analogen Raum eine Erfahrung macht, die mir digital zurückgespielt wird, also wie kann ich analogen und digitalen Raum so miteinander verfließen lassen, dass eine Erfahrung kulturell, ästhetische Art überhaupt entsteht
1:01:34
Das finde ich eine spannende Fragestellung aus dem Blickwinkel der momentanen Situation heraus und ich denke da sollte man unbedingt weiter dran forschen, weil
1:01:45
weil das einfach im Moment auch ein wenig state of the Art ist und wir brauchen auf diesem Gebiet Antworten und deswegen würde ich da auch gerne Antworten geben können in naher Zukunft und ansonsten sind das natürlich
1:01:58
Bildungsprojekte ökologischer Art, demokratischer Art, da gibt's eine ganze Menge, also für uns ist wichtig die Stimme der Kinder und Jugendliche zu stärken und.
1:02:08
Denke, wir wünschen uns beide, dass die einfach mehr Raum bekommen, dass einen, dass äh dass äh dass eine Demonstration, dass Stimmen, die sich seit eineinhalb Jahren
1:02:18
gegen wie wir mit der Welt umgehen, endlich gehört werden, das ist ihr Recht, das ist ihre Zukunft, das sind die Menschen von morgen
1:02:25
Ich finde, das ist ein sehr, sehr schönes Schlusswort. Wir sagten eingangs, dass wir den Kindern Stimmen geben möchten.
1:02:33
Ihr habt wunderbar Stimme für die Kinder.
1:02:37
Ergriffen, ihr habt das wunderbar dargestellt, ich bin sehr, sehr ergriffen von eurem Projekt, wünschte, ich würde in Berlin leben und ähm danke, dass ihr diese Einblicke geschenkt habt. Ich wünsche euch
1:02:49
alles, alles Gute, ganz viel Energie, aber die haben dir das merke ich und bedanke mich für die Zeit, die ihr euch genommen habt, um über Sala Panga zu sprechen.
1:02:58
Herr Danke, dass du nachgefragt hast.
1:03:02
Music.
1:03:37
Sie hörten eine Produktion vom Podcast Studio Punkt NRW.