Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1112: Memento Mori [transcript]


Sascha Berretz, freischaffender Künstler aus Aachen mit einem Faible für Bauhausarchitektur und vielen amüsanten Anekdoten, die er mit warmer Stimme gerne preisgibt. Beispielsweise berichtet er mit charmanter Art über sein Kunststudium in den Niederlanden und resümiert ehrlich „Ich weiß, dass ich etwas sehr Prägendes mitgenommen habe: nämlich genau das, was ich nicht machen möchte.“ Auch erzählt er sehr lebendig von seiner ersten „wahrhaftigen Berührung“ mit einem Gemälde des alten Meisters Hieronymus Bosch – als damals 6-jähriger. Doch, wie genau diese „Begegnung“ ablief, müsst ihr selber hören. Nachhaltig inspiriert ist Sascha Berretz von der Poesie verlassener Architektur in Kombination mit der Macht der Natur, besonders prägend ist für den Künstler – und großen Fan Mies van der Rohes – die Biografie des Farnsworth House in Chicago. Einst als Wohnhaus geplant – steht es nun Synonym für die Metamorphose eines Hauses zu einer Skulptur. Den Einfluss von Natur auf Architektur beschreibt er als sein Hauptthema, dabei interessieren ihn mehr Formen als Farben. Möglicherweise ein Grund warum er vielschichtig in schwarz und weiß arbeitet. Beeinflusst ist er ebenfalls von den reduzierten Farbspektren japanischer Kunst.

 


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 2020-12-14  50m
 
 
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Music.
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Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, ganz, ganz glücklich schätze ich mich, dass mich heute Sascha Beretz empfängt.
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Ein Aachener Künstler mit einem Fabel fürs Bauhaus, Architektur, Natur, Wasser, natürlich Kunst.
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Betrete seinen Ausstellungsraum, sein Atelier, ich glaube, es ist äh Leben und Wirken in einem mich empfangen ganz viele Bilder.
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Ja, die mich tatsächlich an die Architektur des Bauhauses erinnern, müssten Mies van der Ruhe vorstellen, dass wir später nochmal näher darauf eingehen, die Bilder sind.
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Sowohl sehr großformatig als auch Kleinformatisch. Ich sehe Art Collagen und Installationen. Ich sehe sehr, sehr wenig Farbe.
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Gefühl, dass du sehr im Schwarzweißen unterwegs bist in allen Facetten des Graus.
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Und ich bin extrem gespannt dich und deine Kunst näher kennenzulernen.
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Vielleicht legst du einfach mal los und erzählst wer du bist. Mhm,
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Also, ich bin Sascha Berritz, äh, sechsundvierzig Jahre alt, ähm, bin jetzt seit zwanzig Jahren Freischaffender Künstler und mein Hauptthema ist eigentlich Natur und Architektur, also
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was die Natur mit Architektur anstellt und wie die Architektur auch verändert, wie auch ein Haus zu
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zu einer Skulptur wird und gar kein bewohnbares Haus mehr ist oder zerfällt sich auflöst und das ist so eigentlich so mein Hauptthema. Mit dem schwarz-weiß ist es so, dass mich viel stärker die Formen interessieren
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als wirklich ähm Farben. Und ich auch gemerkt habe, äh für mich persönlich, dass da einfach.
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Eine ganz andere Tiefe entsteht.
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Und bin auch sehr stark beeinflusst von japanischer Kunst und da gibt's auch ganz, ganz reduzierte Farbspektren, viel schwarz-weiß. Was mich einfach immer unheimlich interessiert hat.
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Wie bist du dahin gekommen? Also ich sehe einen Mann vor mir, der eine ganz, ganz, ganz charmante und sympathische Aura hat, schwarz gekleidet, ein bisschen so, wie man sich einen Künstler vorstellen. Wir sitzen hier an einem Tisch,
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Eine schwarze Platte mit ziemlich vielen weißen Klecksen. Wirkt schon wie ein Kunstwerk. Und im Hintergrund sehe ich schon ein Bild. Ja, es ist.
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Ein weißes Bauhaus. Wir haben vorne die Natur spielt eine wesentlich größere Rolle. So wirkt das auf mich. Es scheint, als würde das Haus im Wasser versinken.
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Es ist so
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das ist von Gropius, das sind die Meisterhäuser in Dessau. Also die Häuser in denen die Bauhausmeister wirklich gelebt und zum Teil auch gearbeitet haben. Und es gibt einfach eine ganz klare Art und Weise, wie man Architektur fotografiert
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und ich wollte genau das Gegenteil machen. Und Architekturfotografie ist eigentlich und gerade auch die, die vom Bauhaus kommt wie so eine Art Visitenkarte,
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Das muss alles ganz perfekt sein. Ähm meistens gibt's ein ähnliches Licht, es wird so.
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Ähnlichen Zeitpunkt fotografiert und ich wollte sie einfach so machen, ich wollte es fotografieren, wenn irgendwas mit diesem Haus geschehen ist
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und habe dann darauf gewartet, dass es schneit und äh war gerade in Magdeburg aus Zufall
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Und es war gerade Sommer. Nein. Das war im Januar. In der Nacht war ein Schneesturm, ganz krasser,
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Und dann bin ich von Magdeburg aus nach Dessau und habe die Fotos gemacht bei fünfundzwanzig Grad Minus Sonnenschein und das war einfach ein wahnsinniges Licht,
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ganz krasser Schattenfall. Die Häuser haben mich überhaupt nicht mehr äh an Dessau erinnert, sondern fast zum Teil sah die Bäume plötzlich aus wie Pinien, das hat mich an die weiße Stadt in Tel Aviv erinnert und ich fand's unheimlich spannend
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Und äh habe da eine ganze Serie von dreihundert Fotos zugemacht.
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An dem Tag. Gab es schon Digitalfotografie? Ja, geil, ja. Es gab schon digitale Fotografen. Ist gar nicht so lange her.
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Und ist auch besser so äh bei ähm.
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Digitalfotografie geht. Mehr Platz Frau freut sich. Und gibt's ja gar nicht mehr. Nee und dann habe ich angefangen da eine ganze Serie zu zu machen. Also wirklich wie ein Porträt eigentlich von diesen Häusern
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Also was passiert damit, was geschieht damit? Habe dann auch irgendwann diese Häuser unter Wasser gesetzt
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Das war eigentlich eine Idee, die von dem Haus von Miesfahne Ruhr kam, vom Fahne zur Haus, dass ein Chicago steht, an einem Fluss.
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Ist gebaut worden als Wochenendhaus für 'ne ganz berühmte Chirurgin aus Chicago,
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Die hat aber nie in dem Haus gelebt. Die hat wirklich nur eine Nacht daran verbracht und dann gesagt, nee, das ist mir zu krass. Das ist ja wie ein Glashaus in dem Wald, ohne Wege, ohne alles, du wohnst wie im Wald. Das geht.
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Nicht, da kann ich nicht drin wohnen. Und.
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Ja und dieses Haus ist dann äh lange im Besitz auch der Familie von Mies von gewesen, von seinem Enkel, vor allen Dingen von Dougladen und ist sieben Jahren siebenundneunzig überspült worden, also wirklich komplett überschwemmt worden.
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Ich habe die mal vor ein paar Jahren kennenlernen durften. Das war total spannend und der hat dann wirklich erzählt, dass da gerade eine Ware-Ausstellung war. Und
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die Fenster sind zerbrochen und das ganze Wasser ist in dieses Haus gelaufen, hat es komplett überspült, die Möbel, die Bilder, alles zerstört und weg und wenn die Scheiben nicht zerbrochen wäre, das Haus wirklich zerdrückt und zerstört worden.
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Das war für mich so eine spannende Geschichte, dass ich mich da unheimlich stark mit beschäftigt habe.
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So fing das eigentlich an, dass ich so diesen diesen Umweltgedanken, wie verändert sich eigentlich das Klima? Bezogen auf diese Architektur halt,
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dann weiterverfolgt habe. Und mich das bis heute unheimlich fasziniert. Wenn ich mir die Bilder genau anschaue, dann habe ich den Eindruck, als würden sie aus.
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Locker dreißig bis vierzig Schichten bestehen. Mhm. Sie wirken fast schon ein wenig als würdest du sie auf Proca
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zeichnen. Es ist so eine Struktur darin. Mhm. Was ist denn der Zauber?
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Also es ist auch so, ich baue im Endeffekt ein abstraktes Bild auf. Das ist dann sogar bunt. Und erst dann, wenn so ein gewisser Moment erreicht ist, wo ich denke so.
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Jetzt ist so ein Punkt da, wo ich mit dem Zeichen anfangen möchte, da ist jetzt genug Spannung im Untergrund. Dann fange ich erst an im Endeffekt Zeichnungen aufzulegen. Und dann geht das zum Teil bis zu zweihundert Schichten hoch.
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Also wirklich ganz, ganz dünne Farbe am Schluss und die wirklich ich musste ja noch im Liegen bearbeiten und das.
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Kommt er immer wieder aufeinander bis zum wächst hierartiges ja so ein so ein Zusammenspiel zwischen diesen ganzen Untergründen geschieht
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Und der letzte Punkt, weil viele Leute denken, auch das weiß, ist noch die Grundierung, aber das weiß es sogar das letzte, was drauf kommt und das tropfe ich dann Tröpfchen für Tröpfchen auf und hängen hätte
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und dadurch bekommt man so ein ganz hochreines Weiß
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so dass die Bilder wirklich wie so Lichtfänger sind. Also es sind so viele Schichten, je nachdem welche Tageszeit es ist, wie das Licht in dem Raum ist, sind das komplett andere Bilder, die leben halt wirklich
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Und das war mir eigentlich auch immer ganz wichtig, dass es nicht einfach nur so ein Bomben, das ist jetzt da, sondern dass es eigentlich eine Art Lebewesen wird, so ein Bild
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dass ich das ständig verändert und äh man ständig was Neues drin sieht, eine ganz andere Atmosphäre davon irgendwie äh
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ausgeht und und das finde ich halt unheimlich spannend.
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Wie lange arbeitest du an einem Berg? Kann ich so nicht sagen. Also es gibt welche, da bin ich wirklich bis zu zwei Jahren an einem Bild gewesen
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und es gibt welche dort, die geht so oft was schneller drei Monate. Also es dauert immer etwas länger, ja. Wenn du sagst, dass du die weiße Farbe zum Schluss mit der Pipette drauf tröpfeln lässt.
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Klingt gar nicht so sehr nach Arbeit und natürlich ist es dein Schaffen, aber es klingt viel mehr nach Ruhe nach.
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Vielleicht ein Stück weit Meditation. Mhm. Wie empfindest du deinen Bluten? Das ist auch so. Also im Endeffekt, wenn ich male, bin ich weg.
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Komplett weg. Also ich komme hier rein und dann brauche ich so eine Stunde, um reinzukommen irgendwie und dann weiß ich auch nicht mehr, wie viel Uhr es ist oder was was ist, ich arbeite einfach und bin wirklich wie in so einem leeren Raum drin. Und das ist total meditativ,
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Und eigentlich bin ich jemand, der gar nicht so viel Geduld hat beim Malen dann total. Ich weiß auch nicht warum. Das war schon immer so.
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Hast du den Bezug zum Malen schon immer gehabt?
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Also nicht immer, aber mit sechs Jahren habe ich eine Ausstellung von Bosch gesehen in äh Brügge.
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Das hat mich so umgehauen, ähm dass ich eigentlich von dem Tag an immer nur malen wollte,
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Ähm es war auch so, ich habe das Bild angefasst, die Alarmanlage ist losgegangen. Ist eigentlich so fasziniert war davon. Also ich bin da wirklich hin, die waren noch gar nicht so böse, ich war eure,
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auch noch sehr klein und ich war komplett weg. Und von dem Moment an wollte ich das eigentlich machen,
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und dann hat mein Grundschullehrer und meine Mutter haben mich da sehr gefördert und haben im Endeffekt dafür gesorgt, dass ich äh es gab damals eine Kindermalschule äh in der neuen Galerie in Aachen, also.
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Das, was jetzt das Ludwig-Forum ist, ne, das war früher an einem anderen Ort, was kleiner, am Bushof direkt und da gab's so unter ähm unter dem Dach so einen riesen Raum so eine Malschule für Kinder drin war und das war.
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Super toll. Und ich muss auch sagen, es hat mich unheimlich beeinflusst diese Zeit, weil's wirklich so war, ähm,
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zum ersten Mal Bilder von Gerichter gesehen von Chaklas, der mich komplett umgehauen hat, als ich dann wirklich das erste Mal vor diesem Porträt von Richieard Sera gestanden habe und gesehen habe, dass es wirklich gemalt, es ist hier ein riesen riesen Bild
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Vielleicht kommt auch daher die Affinität zu schmarzen, weiß, weil ähm dass man zu der Zeit schon ah Künstler, die mich unheimlich beeindruckt haben. Also gerade Richter und Jaquelaus
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Ja, dann gehen noch so ein paar Jahre, bis ich glaube ich zwölf war und dann habe ich aber ein paar Jahre Pause gemacht, habe eher so Graffiti gemacht oder ähm
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Schwarz weiß ähm Silber, am liebsten Silber. Ist doch ein hattest du auch also ein, wie heißt das? Tech. Tech. Ja. Verrate ihn. Nein. Ah. Du hast dich will ihn resocken
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Nee und im Endeffekt nach ein paar Jahren war mir klar, nee, eigentlich ist das schon das, was du willst,
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dann auch zeitgleich also so mit fünfzehn, sechzehn angefangen Musik zu machen. Das fand ich auch unheimlich spannend, aber irgendwie.
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Also wirklich Kunst hat mich eigentlich nie losgelassen
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Auch zu der Zeit bin ich noch immer in Ausstellung Ludwig Forum gegangen, habe mir S neun acht noch Kunstvereine angeguckt in Galerien und so ging es immer weiter, bis so irgendwann.
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Wirklich der Punkt für mich da war, ähm ich muss jetzt Kundstudieren und ich muss das einfach machen. Was ich jetzt direkt nach dem Abitur klar.
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Nee, das hat relativ lang gedauert, da bin ich Mitte zwanzig gewesen. Und was hast du dazwischen gemacht? Auch alles Mögliche. Empfehlt schon. Der Teck nicht verrät. Ich gut. Also ich habe jahrelang in der Band gesungen
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Mhm
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dann habe ich mir noch Kochausbildung angefangen als Erzieher angefangen. Äh eine GTA-Ausbildung gemacht, also alles Mögliche gemacht und wollte es eigentlich nie.
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Es war immer irgendwie so mach mal was Augenschiss, dann ganz nebenher hobbymäßig malen und äh.
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Bin gar nicht auf die Idee gekommen, dass wirklich professionell anzugehen und irgendwann war für mich die Entscheidung ganz klar, dass ich das wirklich machen muss. Dann ähm bin ich nach Maß durchgegangen, an die Akademie.
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Zeitgleich angefangen, die ersten Ausstellungen zu machen und dann ging das irgendwie so Stückchen für Stückchen weiter, Athlet genommen,
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und dann gehen wir's los. Hatte ich die Zeit in den Niederlanden beeinflusst? Äh ich habe da nie gelebt. Also ich bin immer von Aachen aus gependelt, weil es ist ja nicht so weit weg und hat mich schon, hat mich schon beeinflusst auf jeden Fall
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Kannst du jetzt noch sagen, in welchem Bereich? Am meisten habe ich gemerkt, was ich nicht will.
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Porträt. Ehrlich gesagt an der Akademie. Nein, ich fand es zum Teil unheimlich schwierig da einen Weg zu finden.
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Mhm. Erzähl genauer. Ich habe mir mal vorgestellt, man geht da eine Akademie, lernt Leute kennen, macht mit den Ausstellungen, entwickelt irgendwie was ganz Neues, was ganz Großes. Und im Endeffekt war's dann für mich
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ist das da nicht passiert? Ich habe dann zeitgleich lustigerweise in Aachen einige Künstler kennengelernt.
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Die wesentlich älter waren als ich und die zum Teil bei Boys studiert haben, viele, die in Düsseldorf an der Akademie waren und
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das hat mich eigentlich damals viel, viel mehr inspiriert, als wirklich die Zeit an Akademie. Also es war unheimlich wichtig für mich.
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Aber am stärksten habe ich wirklich von da mitgenommen, dass ich weiß, was ich möchte.
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Als Künstler machen will und einfach gelernt habe, jeden Tag zu arbeiten und an so einem Thema dran zu bleiben. Ich glaube, das war halt total wichtig für mich.
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Wie waren deine zeichnerischen?
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Ich muss mich entschuldigen. Ich stoße immer ein wenig Ungeschickte in die Arbeitsplatte. Du so rumstehe manchmal. So meine Hand ist weg. Ähm hast du ähm.
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Bist du dir äh schon damals bewusst gewesen, dass du in diesem Schwarz-Weiß-Bereich tätig sein möchtest, der im Naturarchitektur.
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Miteinander eint, hast du das irgendwie schon gespürt, das ist mein Weg. Ich habe nicht so richtig Lust irgendwie ins Porträt zu gehen.
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Es ist eigentlich eher so, dass ich relativ früh interessiert war an Konzeptkunst,
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Also im Endeffekt ähm Lotti Ball hat mich total interessiert. Eben Leute wie Gerhard Richter. Äh Sigmar Poike war für mich unheimlich wichtig.
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Und ich habe eher also das das hatte gar nicht so viel mit schwarz-weiß oder so zu tun, sondern eher ähm ich habe wirklich einen Weg gesucht, einen eigenen Weg wie ähm.
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'ne eigene Technik, 'ne eigene Art, auch 'ne eigene Sicht auf die Welt, das war mir ganz wichtig und hab dann sogar erstmal nach der Akademie eigentlich sehr bunte Sachen bemalt. Zu der Zeit war es so
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dass mich zu dieser Zeit haben mich unheimlich Künstler aus den USA beeinflusst, die so aus dieser Neo-Geo-Ecke kamen. Also Leute wie Philipp Taff, äh Ross Black New
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die viel mit Mustern gearbeitet haben und wo eigentlich so eine Idee dahinter war durch Muster.
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Die universell sind, die aus der ganzen Welt zusammengesucht werden, so eine Art komplett Weltkunst zu machen. Und das fand ich war ein unheimlich spannender Ansatz. Ich habe dann zeitgleich.
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Auf der TEV in Maaslich, auf der Kunstmesse, Ledertapeten aus Barock und Rockoko gesehen und habe dann angefangen Muster so oft übereinander zu malen, dass da im Endeffekt abstrakte,
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Bilder draus werden, auch aus ganz verschiedenen Eporten und äh zum Teil mit Werbegrafik.
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Reingearbeitet. Es gibt zum Beispiel so einen Schädel von ähm äh das war vor dem Horst, muss ich dazu sagen von einer Modemarke aus Italien, Mushino, glaube ich, war das.
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Die habe ich dann in diese Barocke Sachen eingebettet und
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so oft übereinander gemalt bis abstrakte Bilder draus geworden sind. Die sind sehr bunt gewesen. Also das war, ich glaube der Hauptfarbton war Magenta. Und das habe ich jahrelang gemacht, habe mir da auch so ein bisschen so eine Art
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und Weise von Technik umgearbeitet. Habe da auch viel auf Stoffe gearbeitet. Ich glaube, das,
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Das hatte dann auch viel so mit den Leuten wie Sigma Polke und so zu tun, also so ein Experimentieren, auch mit Material, mit Untergründen. Was geschieht da nicht einfach nur malen, sondern wirklich versuchen.
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Archimistische Geschichte mit reinzubekommen. Und so ging das dann jahrelang,
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bis ich irgendwann das Gefühl hatte, so ich komme an diesem Punkt nicht mehr weiter und dann gab's so eine Zeit, da habe ich unheimlich viel rumexperimentiert.
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Und bin dann auf Leute wie Mondreanum Zug gestoßen. Also auf diese eigentlich Vorbaus Künstler hier von Distay aus aus den Niederlanden. Vor allen Dingen Theo von Duisburg und Mondrian und habe dann durch.
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Das war ein totaler Zufall, eine Aufnahme von einem Haus von der gesehen, was mich unheimlich an Mondreal erinnert hat,
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Also das war ein Foto von RW glaube ich und so fing das an, dass ich mich für Architektur interessiert habe und habe gemerkt, dass gerade so dieser internationale Stil aus dieser Zeit.
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Der setzt sich so durch. Du kannst darauf arbeiten. Abstrakt wieder drüber schütten. Dieses jenes machen und trotzdem sind das so starke Formen, dass sie sich am Ende oft durchsetzen,
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Und das fand ich unheimlich spannend. Und von da ab ging's dann los und dann kam im Endeffekt diese Beschäftigung mies von der Ruhe. Dann eben mit diesem Fahnenzwölfhaus und von da ab wird das schon Selbstläufer eigentlich.
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Ich habe hier ein bisschen vorab gelesen. Werde ich.
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Ich habe dich gegoogelt. Okay. Und? Da habe ich herausgefunden, dass du ja tatsächlich sogar.
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Persönlichen Bezug zu mies von der Ruhe hast. Mhm.
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Dass die Öffentlichkeit dran teilhaben. Was heißt ich habe den? Ja, das ist so die Galerie hier, also die Straße, in der ich hier arbeite, die Steinhornstraße in Aachen. Hier ist Miesvana Ruhr geboren.
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Und in den Räumen drüben von der Galerie hat sein Vater gearbeitet und hat auch eher eine Ausbildung gemacht. Es ist so
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Ich bin gut mit dem Vermieter des Hauses befreundet, mit dem Hubert Peters
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und der hat im Endeffekt in diesem Grundbrief, diesen Eintrag gefunden, Miesvernorm wäre da geboren. Dann hat er angefangen zu forschen. Es stimmt aber auch nicht. Das Geburtshaus von ist hier auf der äh also wirklich in dieser Kurve.
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Straße, da ist das Geburtshaus von Miss von der Ruhr und das Haus, wo diese Galerie Freitag achtzehn dreißig drin ist,
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Da ist im Endeffekt die Werkstatt drin, wo sein Vater gearbeitet hat und er seine Ausbildung gemacht hat. Jetzt hat er irgendwann mal angenommen, gut, wenn der Vater da gearbeitet hat, vielleicht hat er sich da vertan irgendwie äh als er den angemeldet hat.
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Auf jeden Fall steht das da so drin. Und es ist auch so, als ich die ersten Arbeiten hier gezeigt habe zu Liquicier.
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Kam dieser Vermieter zu mir und meinte, hör mal, du weißt schon, dass Mies war eine Ruhe hier in der Straße geboren worden ist, warum beschäftigst du dich mit Leko Bussier? Lustigerweise war ich ein Jahr vorher in Barcelona.
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Und hab in Barcelona Pavillon zum ersten Mal gesehen und auch Fotos da gemacht und das war sowieso ein Thema, was mich interessiert hat. Und so ging das ganz, ganz, langsam los,
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Die Puzzleteilchen haben sich zusammengefügt. Und
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das fand ich halt auch total schön, da gab's dann zwei Begegnungen für mich, die unheimlich toll waren. Das eine war Berner Blase, das war im Endeffekt ein Schweizer Fotograf, der leider letztes Jahr gestorben ist.
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Und der hat wirklich den ersten Katalog für Miesvernower fotografiert.
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Und hat eigentlich dann sein ganzes Leben dieser Geschichte gewidmet, war Professor in Basel für Architektur. Ähm ist ein Hauptthema war eigentlich Holzarchitektur
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Und der hat halt bei Mies von Roh im Büro gearbeitet und,
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und auch bei ihm studiert und so haben die sich kennengelernt und hat dann Fotoband für ihn gemacht noch Ende der sechziger Jahre.
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Und das war total toll, den habe ich kennengelernt bei einer Ausstellung. Wir haben uns ziemlich schnell, ziemlich gut verstanden und ich habe dann sozusagen Vorlagen von ihm bekommen, die ich so an die wäre ich nie wieder rangekommen,
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Also für meine Bilder.
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Weil muss man auch sehen, die Häuser sind zum Teil inzwischen zugebaut, auch verändert worden und äh das war ganz, ganz fantastisch. Wir haben dann auch hinterher mehr mal zusammen ausgestellt, haben uns auch wirklich ein bisschen angefreundet und es war wirklich fantastisch.
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Und das zweite war, das war auch ganz, ganz toll. Da war der Enkel von Miss Sano. Dirk Lohan, hier in Aachens zu Besuch.
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Und die sind halt auch zu diesem Geburtshaus gekommen und ich hatte gerade eine Ausstellung in der Galerie und dann sind die auch in die Galerie gekommen und halt das war auch ganz lustig, weil ich zuerst ein bisschen so das Gefühl hatte, okay äh.
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Der wird dann, muss dahin, muss dorthin, also sehr anstrengender Aufenthalt eigentlich und im Endeffekt war's dann so, dass wir eine Stunde.
21:44
Unheimlich nett miteinander geredet haben und der mir dann auch ganz viel zu diesem Fahren zur Faust erzählt hat, wie es mit dieser Überschwemmung war, wie es aber auch generell gelaufen ist. Ähm das sind natürlich Sachen, die sind so toll. Also.
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War unheimlich faszinierend für mich. Wenn wir auf das, ich habe ein wenig ähm.
22:03
Func World House. Mhm. Brost am Ring zu sprechen können wir sehen das Bild. Wir sehen ganz ganz viel Natur,
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Wie ist das für dich, wenn wir diese wunderschöne Architektur siehst und.
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Sie ist auf einmal umgeben von von einem Wildwuchs, die Natur nimmt sich das zurück, was ihr gehört
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Und auf der anderen Seite weißt du ganz genau, in diesem Haus sind so kostbare Kunstwerke kaputt gegangen, dieses ganze Haus, was ja ein Kunstwerk ist, ist ähm damals ein Stück weit zerstört worden
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welche Ambivalenz steckt da in dir? Also was ich.
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Sehr spontan, finde es ja erstmal die Idee, dass Miesvernarhe das Haus genauso geplant hat. Also die Idee war, man steht in diesem Haus,
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Die Natur drumherum ist wie ein riesiges Bild. Du hast das Glas zu sehen,
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Das war eigentlich die Grundidee von diesem Fahren zu erfahren. Wirklich im Endeffekt wirklich ein Haus im Grünen zu bauen, im wahrsten Sinne des Wortes. Und natürlich ist es so, dass durch ähm.
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Veränderung der Umwelt, zum Beispiel dieser Flusslauf von dem Foxulver hat sich wohl leicht verschoben in den in den letzten Jahrzehnten
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Das ist plötzlich überschwemmt wird. Er hat es ja auch ursprünglich schon auf Steelen gebaut, also das ist ja nicht ebenerdig, sondern es steht wirklich in einer gewissen Höhe mit so einer Travetin Treppe davor und.
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Im Endeffekt ist dann genau das passiert. Also er wollte im Endeffekt in diesem Haus stehen und die Natur betrachten und jetzt kommt die Natur sogar rein. Und das ist aber.
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Das ist ja generell so.
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Im Endeffekt, das ist mir auch zum allerersten Mal eigentlich bei der Kürbis sehr aufgefallen, bei Bauten von ihnen, der viel mit Stahlbeton arbeitet hat und plötzlich so bei Moos Algen
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und es wird auch übernommen. Viel viel kleiner, viel, viel feiner und das fand ich da schon sehr spannend. Also so eine Art Mementomori Portrait von dem Haus
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Mhm. Was geschieht damit.
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Und es ist natürlich eine Einbildung des Menschen immer zu glauben, so ich stelle jetzt ein perfektes Ding hin, da wird nichts mit passieren. Entweder kümmert man sich ständig darum, dass das nicht geschieht oder es wird halt übernommen.
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Das ist einfach der Lauf der Dinge und ich muss schon sagen das ist für mich nicht unbedingt nur so ein.
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Mahnung ist, sondern auch eine gewisse Form von Schönheit, die da geschieht. Also für mich war eigentlich die ersten Bilder, wo dieses Haus ähm leicht überschwemmt war und man plötzlich diese Spiegelungen von diesem
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perfekten, geraden Linien, die im Wald stehen. Das sind ja eigentlich schwebende weiße Balken.
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Und das spiegelt sich im Wasser, wird im Endeffekt durch die Strömung dann auch äh verändert, verzerrt.
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Wie das Licht durch die Bäume fällt. Das das fand ich einfach unheimlich faszinierend, das ist das ist wie so ein.
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Wie so ein Lauf durch den Wald eigentlich. Und wenn dann das Licht durch die Bäume blitzt und es es geschieht halt irgendwas, irgendwas an der Atmosphäre passiert und.
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Ja und so ging das dann immer weiter. Also dass ich mich immer stärker dafür interessiert habe, was mit diesen Häusern geschieht, wie die Zuwucher, wie die zerfallen.
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Was da geschieht. Wie hat der Enkel auf deine Bilder reagiert.
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Dem haben die ganz gut gefallen. Hat ja auch eins mitgenommen. Er wollte ein kaufendes Papagei verkaufen. Schön für dich.
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Denkst du die Bilder in Serie, also stellst du dir vor, ich möchte einmal ein Werk malen wie es um.
25:43
Zum Morgengrauen aussieht und vielleicht auch einmal zur blauen Stunde. Möglicherweise auch in der vollen Mittagssonne.
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So gar nicht, weil äh es ist eher so, dass ich das alles in einem Bild haben will. Wie machst du das? Für mich ist, ich kann das gleich mal zeigen und einfach mal das Licht ausmachen
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Mhm. Dann werden das komplett andere Bilder. Mhm. Also ich habe mir das eigentlich so gedacht, dass da so viele Schichten übereinander liegen. Und dann auch so ein reines Weiß.
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Da mit reinspielt. Dass im Endeffekt diese Bilder lebendig werden. Ich fand das mal ganz spannend. Ich habe mal mit dem Professor Becker gesprochen
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der das Ludwig-Forum aufgebaut hat
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und der hat mal sehr schönen Text für mich geschrieben und wir haben uns sehr sehr lange unterhalten und der meinte mal irgendwann über meine Arbeiten, das ist ja gar nicht gemalt.
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Das ist ja gebaut. Mhm. Also im Endeffekt dieses Prinzip von Architektur ist ja nicht einfach nur, dass ich das male, sondern ich arbeite auch so
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Weil es so dieses Aufeinanderschichten Leyjahr auf Layer, auf Layer, auch eine Zerstörung von Oberflächen. Es ist auch nicht.
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Bei meinen Bildern immer so, dass da eine Stelle ist, die ich ganz toll finde und da passiert dann nichts mehr mit, sondern.
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Ich arbeite, bis da wirklich in den gesamten irgendwas geschieht und dann wünsche ich mir eigentlich, dass bei jedem Licht, bei jedem.
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Neuen Tag, das bilden anders ist.
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Es klingt auch ein bisschen nach dreidimensionität in zweidimensionalität. Ja. Hat auch damit zu tun. Das ist auch ein Thema, was mich sehr interessiert. Mhm.
27:21
Und der Gedanke der Serie.
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Es sind ja nun mal Porträts von diesem Haus. Also im Endeffekt diese Serien zeigen ja, was mit diesem Haus geschieht, zum Teil,
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absolut fiktional. Also das gibt's ja so gar nicht. Ist eine Mischung aus Historie und Fiktionalität eigentlich, ne? Und in Serien ist es einfach so.
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Das ist mir irgendwann aufgefallen. Dadurch wie ich male, kann ich das gar nicht mehr wiederholen. Es funktioniert nicht. Ich könnte nicht,
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genau das Bild nochmal malen und das wird genauso aussehen. Sondern durch diese ganzen Schichten, was gerade für ein Tag ist, wie es trocknet, was da geschieht.
28:03
Sind das immer andere Bilder, komplett andere Bilder und diesen Seriencharakter ich finde halt dieses Grundthema.
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Diese Häuser, mit denen ich mich dann beschäftige. So spannend, dass ich auch will, dass da was mit geschieht. Das ist für mich oft viel, viel mehr wie ein Film,
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als wie ein Bild einfach nur. Also das ist was, was immer weiter immer weiter hinaus wächst.
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Ist diese Unique, diese diese Einzigartigkeit, diese nichtreproduzierbarkeit.
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Durch diese vielen Schichten ist es das, was die Sammler auch an deinen Bildern so faszinieren? Das mag sein. Wo werde ich fündig.
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Außer wenn ich in Aachen bin, wo finde ich deine deine Ausstellungen, wo finde ich deine Werke? Mhm. Also inzwischen sind die durch ganz Europa bis nach Kanada, also wirklich eigentlich weltweit.
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Sehen,
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arbeitest du mit speziellen Galerien zusammen? Äh ja im Moment mit der Knallerie Freitag achtzehn dreißig jetzt auch schon seit vielen Jahren und das ist meine Hauptgalerie.
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Sascha, jetzt erzähl doch mal ein bisschen aus dem Anekdotennähkästchen in der Zusammenarbeit mit den Galerien.
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Also was ich ganz äh schön fand, war das Ding zum Beispiel Sankt Moritz
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habe ich zweimal bei den Artmasters oder an den Artmasters teilgenommen und einmal
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habe ich da ausstellen dürfen mit Robert Roggenberg, das finde ich natürlich grandios. Also Bayerse halt auch
29:30
Seit ich ein kleiner Junge bin einfach jemand war, der mich komplett umgehauen hat. Also auch unheimlich stark beeinflusst hat. Und solche Sachen sind so im Laufe der Jahre immer wieder passiert. Ich äh.
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Äh einmal zum Beispiel auch mit Karl To Götz ausstellen können und den auch kennengelernt, war da aber sehr ruhig. War einfach mal zugehört. Aber das war
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ganz ganz toll einfach. Also solche solche Begegnungen, wenn man das dann wirklich, wenn das zum Teil dann Leute sind, die man schon als kleiner Junge bewundert, plötzlich lernt man die
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zufällig oder auch durch Ausstellung kennt, das einfach fantastisch. Hatte auch mal so einen so eine Begegnung. Das war eigentlich eine der,
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Schönsten, die ich hatte, hat Jack Lose hat hier in Aachen eine Einzelausstellung, eine große.
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Und so wie das ist, wir waren bei dieser ganz normalen Ausstellung, man konnte auch nicht viel sehen, weil das war so voll im Ludwig Vom es war unglaublich und,
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Es war ein schöner Sommerabend und wir haben jetzt ein paar Leuten draußen hingesetzt und was getrunken und auch sehr lange getrunken, wie das bei den blauen Sommerabende so ist. Und irgendwann gab's ein Gewitter.
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Und wir saßen da halt noch, wir wollten eigentlich schon los.
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Und plötzlich stand Chaklas neben uns im Rollstuhl. Hast ihn sofort erkannt? Ja, ja, natürlich.
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Und wir haben dann ganz kurz uns unterhalten. Ich war sehr eingeschüchtert, muss ich sagen, aber ich fand das unheimlich toll und war ganz, ganz stark äh starker Moment fand ich.
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Kennst du den Moment, dass dein Gegenüber dir gegenüber eingeschüchtert ist.
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Uwe Sascha Behre. Nö. Tatsächlich wirst du glaube ich auch viel zu offenherzig und einschüchtern zu wirken. Ne,
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nein nein. Außerhalb der Malerei.
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Sehe ich, wenn ich jetzt meinen Blick hier in der Galerine finde, dass du auch eine Art Collage machst. Mhm. Ich wende den Blick zurück und ich sehe Installationen, eine Art riesengroßen Stern in weiß. Mhm.
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Eine eine Skulptur aus mehreren Schwarzen.
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Kugeln wirkt sehr organisch. Erzähl mir ein bisschen was zu deiner Installationskunst. Also es ist generell so.
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Dass es einige Jahre her. Ich kann mich noch dran erinnern an der Akademie war es immer so, wenn du Maler bist, bist du Maler.
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Und auf jeden Fall in der Klasse, wo ich war. Und irgendwann habe ich das Gefühl gehabt, ich will.
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Eigentlich auch andere Sachen machen. Mich interessieren schon auch Skulpturen. Mich interessiert immer ganz stark, wie ist ein Raum.
32:13
Und was geschieht in dem Raum? Also wie wird auch äh ja.
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Das Blödsinn virtueller Raum und nicht mehr einfach nur ein Bild, was da hängt,
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und das hat auch mal der Karsten Probst über meine Bilder gesagt, das ist ein Kunstgeschichte aus Berlin, äh der meinte mal meine Bilder kann man nur noch mit.
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Mit dem Blicken betreten. Mhm.
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Und zu der Zeit war das auch so, dass ich angefangen habe, dann Skulpturen mit einzubeziehen, Zeichnungen mit einzubeziehen. Ich habe auch irgendwann gemerkt, bei einer Ausstellung
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mal in der Galerie war, die ich nicht selbst gehangen habe und der Galerist hat einfach alle Bilder an die Wand gehangen. Es war mir viel zu voll. Man hat eigentlich überhaupt nicht mehr in das Bild reinkommen können
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und da war so ein Punkt für mich.
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Wie gehe ich wirklich mit einem Raum um? Wie mache ich eigentlich eine Ausstellung? Und was soll da eigentlich passieren? Wie geschieht auch eine Konzentration wirklich auf ein Bild? Und habe dann gemerkt, einfach, ich habe so viele Ideen, in so viele Richtungen gehen,
33:14
dass ich dann angefangen habe, das miteinander zu kombinieren und da war auch das erste Projekt direkt eine sieben Meter große Skulptur, die durch den kompletten Raum ging,
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eigentlich um den zu versperren. Das ist ein großer schwarzer Stern. Die Idee basierte damals auf dem Film mit David Boey, der Mann der vom Himmel fiel. Das war zweitausendelf
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Und ich wollte einfach so einen riesigen Stern bauen, als hätte Jean Proveet das.
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Kristalline Lichtskultur im Hormon gebaut. Und äh habe die aus Holz gebaut
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habe die so verzapft und verklebt miteinander, das ist wie ein Stück Holz war, sind hinterher auch ein paar Kinder draufgekrabbelt und standen da oben drauf. Fand ich auch sehr cool und die Idee war eigentlich erstmal.
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Den Raum zu versperren. Also dahinter waren Bilder, Zeichnungen, relativ feine Zeichnungen auch. Und die Idee war.
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Was macht der Betrachter dann eigentlich, geht er da überhaupt ran.
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Geht ja fast auf diese Skulptur drauf, steigt er drunter weg oder was was macht er denn überhaupt? Das anfasst. Genau und ähm.
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Und das fand ich halt unheimlich spannend mit Sperrungen zu arbeiten.
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Und dann hinterher habe ich aus der Ausstellung raus, weil ich hätte gar nicht mehr da raus bekommen im Endeffekt bin ich erst dann hingegangen und habe eine Skulptur draus gemacht, also ähm weil erstmal wurde es ja nur an den Raum angepasst und dann
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hab ich daraus was geschnitten, was für mich spannend war in dieser.
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Was ist mit dem Raum macht? Also irgendwie so diese Stäbe, die so neugierig in den Raum ragen und habe erst dann eine Skulptur draus geschnitten, ließ dann auch Darkstar Chor
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also der Kern davon
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Und hab das dann wieder bei Ausstellungen aufgebaut verlängert, zum Teil mit Fäden gearbeitet, die durch den ganzen Raum gesponnen und und und. So dass immer was komplett neues mit diesem Stern passiert.
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Und das mache ich bis heute, das finde ich unheimlich spannend und darauf
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aufbauend habe ich dann angefangen noch ganz andere Skulpturen zu bauen irgendwie diese Kugelserien, große Konjunktion,
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und zur Arbeit eigentlich bis heute. Also dass ich immer Dinge mit meinen Bildern kombiniere
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habe zum Beispiel auch bei Ausstellungen dieses Func World Haus im Endeffekt ja als Skulptur nachgebaut. Dieses Podest davor, habe dann Dschungelbilder
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malt den Hintergrund gehangen, so dass das wirkt wie die Scheiben im Fahrzeug aus. Also immer weiter in diese installative Richtung erarbeitet.
35:50
Und das finde ich unheimlich spannend.
35:53
Ist es so, dass wenn du mit neuen Kunstformen, also jetzt nicht neu entwickelten, aber für dich neuen Kunstformen in Berührung kommst, dass du das kennenlernen möchtest, fassen möchtest,
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dass du selber damit einen Weg finden möchtest umzugehen.
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Ja, absolut. Also so ist das ja zum Beispiel auch mit den Zeichnungen entstanden. Das sind auch keine Zeichen, das sind Auszeichnungen.
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Ach äh und Leichtigkeit der Kunst. Ich habe in meiner eigenen Auszeichnung gemacht. Nein, die Idee war eigentlich damals.
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Ich hab auf Zeitungen gezeichnet. Und irgendwann hat mich was genervt und ich hab im Kugelschreiber gezeichnet und bin da.
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Drüber und habe gemerkt, oh, ich hab's mir jetzt komplett zerstört. Mhm. Und habe dann gemerkt, man kann mit einem Kugelschreiber schneiden.
36:39
Durch die Zeichnung. Also wenn man so oft.
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Über dieselbe Linie geht, fällt das ja irgendwann raus. Und man hatte aber auch so einen Rand, einen bezeichneten Rand und das fand ich halt.
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Total faszinierend und bin dann hingegangen. In dem Fall sind das zum Beispiel Hochhausansichten von einem Haus von Mies von Chicago,
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von der Wegshort Rive Apartments. Also wenn man ein Blatt dieser Zeitung anhebt, sieht man im Endeffekt eine Flucht von einer von von Fenstern.
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Von dem Hochhaus. Und wenn man das dann übereinander legt, verdreht, kommen irgendwann diese killtartigen Muster dabei raus. Es hat was Kristallines.
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Es hat auch ein bisschen was von dem Hochhaus, es hat was von von Kiltmustern und in die Richtung habe ich dann immer weiter gearbeitet. Dann habe ich eine Serie von Fotografien von diesen Sternen gemacht
37:30
und daraus auch wieder so runde Zeichnungen
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auch so Auszeichnungen gemacht, die wiederum haben mich dann total an Diamanten erinnert. Hast dann auch Diamond Cuts oder.
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Habe dann wieder eine Serie von Bokat Bildern angefangen. Äh das waren Schatten auf Wänden, die ich fotografiert habe von von Fenstern, wie auch so ja,
37:50
wieso Dreiecke, die im Raum schweben oder sowas. Ab da wieder Bilder gemalt und und so habe ich das alles miteinander verbunden und kombiniert.
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Das ist ganz spannend und faszinierend. Auf der einen Seite arbeitest du exakte Form nach.
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Und dann hast du wieder diese vollwunschene Optik der Natur des Wassers, das ja gar nicht so beeinflussbar ist in seinen Lauf und Wuchsrichtungen
38:13
an die beiden Werke nebeneinander, dass er zackt schon eine gewisse Spannung. Mhm. Was ich auch schön finde, da möchte ich nochmal kurz drauf eingehen. Du hast eben erzählt, dass es dir sehr wichtig ist, Räume zu schaffen. Mhm.
38:23
An deinem Raum hier, finde ich es so faszinierend
38:27
weil du eine Umgebung geschaffen hast, an der man die Kunst vom Anfang bis zum Ende betrachten kann. Also man kommt in dein Raum rein.
38:35
Und man sieht dich möglicherweise an deiner Staffelei stehen. Mhm. Wie du arbeitest und hat gleichzeitig schon die fertigen Werke hängen und.
38:44
Du machst Kunst so erlebbar, also nicht nur als fertiges Produkt. Mhm. Sondern wirklich schon.
38:50
In dem Moment des Schaffens. Mhm.
38:55
Das ist auch so, dass mich das zum Teil beeinflusst. Also wenn du Sachen dann da hängen, also ich bin generell jemand, ich brauche äh.
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Gewisse Form von Ruhe. Also zu viel Chaos geht gar nicht mehr
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Ich habe früher zum Teil unheimlich chaotisch gearbeitet und mein Atelier hat ausgesehen, als wir eine Bombe explodiert. Und irgendwann ist mir klar geworden, dass mich das Teil vom Blick auf das Bild oder auf die Skulptur, in der ich gerade bin, ablenkt. Und
39:22
seitdem schon, dass ich das so mische, so vorne ist ja auch eher so.
39:27
Jetzt gerade sieht's fast aus wie wie ein Showroom. Mhm. Obwohl eigentlich die Wand, wo jetzt dieses große trojanische Haus hängt, eigentlich.
39:37
Eine Hauptarbeitsband ist. Ich streiche die auch jeden Abend. Also mache die Flecken wieder weg und so, weil ich will einen ganz reiten Blick auf das Bild haben, in dem ich gerade arbeite,
39:47
dann habe ich das im Vorhang, den mache ich oft zu. Wenn ich dann hier die Grundierung auflege, das sieht aus wie Holle. Dann stehen die jetzt sich.
39:56
Und es liegen, ich arbeite ja auch oft an ganz vielen Dank
40:00
gleich, ne? Weil wir auch in so vielen Schichten trocknen, dass dann dann liegt das mal ein paar Tage, dann ist das wieder dran und so geht das so hin und her. Und trotzdem ist es dann, wenn ich die Fanzeichnungen mache oder wenn ich anfange, wirklich mit diesen feineren Arbeiten,
40:15
dann mache ich den Folgen zu, gehe nach vorne und habe wirklich eine weiße Wand, ich brauche das total. Mhm. Wahrscheinlich entsteht deswegen der Eindruck, dass man so durchgehen kann und das Wachsen sehen kann
40:25
Das kann gut sein. Mhm. Aber es ist mir auch wichtig, dass das irgendwie so um mich rum passiert, weil ich auch oft viel.
40:33
Was geht so hin und her, also manchmal denkt man in Bildern, also ist in so einem Bild total drin, wenn man dran arbeitet, aber mir ist auch immer wichtig, was passiert bei der nächsten Ausstellung, wie wächst das äh,
40:44
wie es sind gewisse Atmosphären, wenn das Bild neben dem hängt.
40:48
Funktioniert das, gibt sich das was? Oder haut sich das auch weg? Und das sind so Sachen. Also für mich ist das nicht nur einfach ein Weg malen, sondern für mich spielt schon auch immer eine Rolle.
41:00
Was macht das.
41:01
'ne Atmosphäre dieses Bild und wie wirkt es mit den Skulpturen mit den Zeichnungen mit allem irgendwie zusammen? Wann entsteht daraus so 'ne Art von Bühne? Und 'ne Art von Verordnung. Und das finde ich halt.
41:14
Das ist eigentlich so mein Thema, wenn's um die Ausstellungen geht.
41:18
Mhm. Wie ist das für dich in diesem Jahr mit dem Thema Ausstellungen.
41:26
Gab ja jetzt nicht so große Möglichkeiten. Mhm. Das
41:31
Das ist schrecklich. Also weil im Endeffekt ja, das ist ja auch von Künstler zu Künstler verschieden,
41:37
Aber ich bin jemand, der unheimlich gern mit Leuten darüber spricht. Also ähm ähm das geht so weit, dass durch Gespräche über Kunst, dass es wirklich so ist, dass ich auf neue Ideen komme,
41:49
Also mir ist es unheimlich wichtig, auszustellen, auch zu sehen, wie wirkt das jetzt in anderen Räumen, was passiert da? Also wirklich auch an diesem, der Installation weiterzuarbeiten
41:59
und bis auf eine Ausstellung sind dieses Jahr alle für mich ausgefallen und man weiß ja jetzt auch nicht, wie es weitergeht. Mhm. Also das ist unheimlich,
42:07
schwierig und was äh wo ich mir da auch Sorgen mache, ist einfach, weil man überhaupt nicht weiß, wie läuft das jetzt mit
42:14
messen, welche Orte werden geschlossen? Also da ist gerade man ist ja eine total unsicheren Zeit einfach.
42:22
Zusätzlich hat der Abbau Gott sei Dank das Glück, dass mein Galavist, der Robert Mertens sich relativ gute Sachen überlegt hat. Also es gab zum Beispiel nach dem Shot Down Zeit wo man nur Einzelbesuche.
42:35
Zu den Ausstellungen in Galerie buchen konnte, damit die Leute auch wirklich keine Sorge hatten, andere Leute zu treffen, auch mit Hygienenkonzepten, allem was dazu gehört. Und das ist eigentlich ganz gut angenommen worden
42:47
und ja, deswegen, ich hatte dieses Jahr nur eine Ausstellung hier in der Galerie, Freitag achtzehn dreißig in Aachen und alle anderen sind verschoben oder.
42:55
Ausgefallen. Was meinst du, bringt das Jahr zwanzig einundzwanzig
42:59
Da bin ich sehr gespannt drauf. Ich hoffe im Moment, dass es wieder Ausstellungen geben wird, wie auch immer. Ich glaube aber man muss sich dann vielleicht auch mal andere Konzepte überlegen und und schauen, was man so machen kann
43:12
Ich würde mir sehr wünschen, eben nochmal eine Vernissage zu erleben. Ich vermisse es unheimlich aufzutreten mit meinen Bands.
43:21
Gerade, das ist ja auch komplett ausgefallen und ich hoffe, dass das nächstes Jahr wieder möglich ist. Aber ich denke.
43:29
Irgendwie äh wird sich da auch schon ein Weg finden. Macht also noch Musik. Mhm.
43:35
Singst du? Nee, Spielgitarre. Welche Richtung? Punk. Und wie heißt deine Band? Im Moment spiele ich in zwei Bands bei The Lostapes,
43:47
Und bei letzte Nacht.
43:51
Und ähm könnt ihr euch noch zu Proben treffen, oder? Zu Proben, ja? Mhm. Zum Teil, aber auch unter totaler.
43:59
Also wir passen da unheimlich auf. Wir waren auch dieses Jahr im Studio, das da war dann wirklich, dass jeder einzeln eingespielt hat, was wir noch nie gemacht haben. Und mit Glasscheiben dazwischen und hast du nicht gesehen. Es ist einfach anders.
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Kannst du dich darauf einlassen oder ist es eher das Gefühl von ach jetzt mag ich nicht mehr. Doch.
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Doch da kann ich mich schon drauf einlassen. Na, ich muss auch ganz ehrlich sagen, ich glaube bei Malern ist das auch was anderes. Ich meine, man muss sehen, ich habe unheimlich viele Freundinnen im Theater arbeiten
44:29
oder Bühnentechnik machen, Konzerte geben, reine Musiker sind, das ist der Horror. Mhm. Also da passiert ja gerade gar nichts
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Als Maler kann ich immer noch sagen, im Moment kann ich noch mal, ne? Und es gab schon auch eine Phase dieses Jahr, als der Lokdown war
44:47
Ich habe mich unheimlich gesorgt um meine Mutter, um Freunde und so, ne, mit denen viel telefoniert, aber war eigentlich nur.
44:57
Zu Hause und hab da kleinere Formate gemalt und das war eigentlich für mich jetzt gar keine so schreckliche Zeit. Muss ich ganz ehrlich sagen
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was dazu kommt, ist manchmal so diese Hoffnungslosigkeit, was passiert denn jetzt wirklich? Wie geht das denn weiter? Und und das ist schon gerade oft auch schwierig. Also man macht sich da schon seine Gedanken.
45:17
Und dann muss man auch ganz klar sagen, wie gesagt, es gibt Bereiche, dass es noch viel, viel schlimmer. Also wenn ich mir auch Gastronomen angucke und so, wie die sich zum Teil
45:25
Bein ausreißen, um um ein paar Leute empfangen zu können und dann wird es jetzt.
45:30
Wie gestern Abend schon wieder einfach äh negiert und geht nicht. Jetzt ist es zu. Das finde ich schon ziemlich heftig. Hast du den Eindruck, dass man in, weiß ich nicht, fünf, sechs, vielleicht zehn Jahren. Mhm. In deiner Kunst erkennen kann, oh, das ist das Korona Jahr gewesen.
45:44
Glaube ich nicht. Also ich glaube, dafür Arbeit zu zu seriell. Mhm.
45:51
Bin ja doch immer irgendwie an diesem einen Thema dran,
45:56
glaube, dass ja generell da was drin ist von so einer Art ja, man könnte vielleicht sagen, moderne Mentomori-Bilder,
46:05
also dass man ja das ist schon mein Thema, was es Vergänglichkeit, was passiert mit der Umwelt, was passiert mit den Häusern? Was passiert auch, wenn das weiter so äh so läuft? Äh mit der Klima, mit dem Klimawandel
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Das ist ja ein Thema meiner Bilder und ähm dementsprechend sagen wir mal dieses Thema Tod, Vergänglichkeit.
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Ist ja schon generell ein Thema, mit dem ich mich beschäftige. Hat das ein Autobiographischen Grund auch? Nee, eigentlich nicht. Ich glaube, das ist eigentlich ein Menschheitsthema ist.
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Ist es so, dass du mit deinen Bildern ein Mahnmal, ein, ein liebevolles Mahnmal setzen möchtest, pass bitte auf,
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Also man hat ja den im ersten Moment den Eindruck, oh, ist das schön, das sieht so schön aus und wenn man es ein wenig hinterfragt, stellt man ja fest.
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Es ist ein sehr schönes Bild, ja. Mhm. Äh tatsächlich ist auch eine Aussage drin,
47:01
Das Komische ist, dass sie sich entwickelt hat. Also es ist überhaupt nicht so, dass ich das äh vorher geplant hätte. Das ist eher.
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Ja, eigentlich wirklich, wie das Leben passiert, also es es geht halt in diese Richtung. Und das liegt erstmal wirklich an reinen visuellen Eindrücken, die mich beeindruckt haben,
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eben an diesem Haus im Wasser. Und wie das dann zugewuchert ist und diese Sinnhaftigkeit, die dabei entsteht oder jetzt auch in den letzten Jahren, das muss man auch sehen,
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Natürlich ist jetzt zum Beispiel der Klimawandel Überschwemmungen und Ähnliches. Sind gerade ein Riesenthema. Aber ich mache die Bilder schon paar Jahre länger. Also.
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Das ist irgendwie kann ich gar nicht äh so unbedingt sagen, dass es ähm jetzt die Idee dahinter ist, jemandem was erklären zu wollen, das will ich sowieso nicht. Eigentlich ist das so, äh es sind einfach Themen und,
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und Geschichten, die mich einfach interessieren.
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Und das ist jetzt daraus geworden. Du hast soeben gesagt, in eine Richtung entwickeln. Ich bin total dankbar, dass du uns.
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Auf einem Stück deiner Richtung mitgenommen hast und.
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Diese Einblicke gewährt hast in dein Werk, in dein, in dein Arbeiten, in deine Umgebung, in deine Gedanken.
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Und denke, dass das sehr, sehr inspirierend für viele Menschen sein wird. Sascha, ganz, ganz lieben Dank für die Zeit, die du mir geschenkt hast. Sehr gerne und vielen, vielen lieben Dank.
48:27
Music.