Der dicke Preusse spricht

Ein Podcast über das Leben und die Spiele

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episode 43: Schlechte Ideen gibt es nicht! [transcript]


Wir sprechen über Spielideen und ob und wie man sie umsetzt.

Danke an Ralf und Jens für die Zeit und expertise.

Natürlich haben wir uns in Geschichten verloren ????

Und hier der Link zu dem Hut (Achtung Affiliate)

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 2020-10-08  1h42m
 
 
00:00  Track 1
Hallo und willkommen zur neuesten Aufgabe vom dicken Preußen. Heute spreche ich wieder mit den zwei Tiervätern, einmal mit dem äh Bärenvater, den Ralf, hallo Ralf.
00:12  Track 2
Hallöchen.
00:14  Track 1
Und dem Katzenvater, hallo Jens.
00:16  Track 3
Das klingt irgendwie falsch.
00:18  Track 1
Ja, soll ich mir auch beim Sprechen dann hinterher?
00:22
Ich habe aber mal eine Frage bevor wir zum eigentlichen Thema kommen. Ähm übrigens also Thema heute ist äh verrückte Ideen, die man nicht umgesetzt hat oder vielleicht doch umgesetzt hat. Schauen wir mal. Meine Frage an euch beide ist. In einem,
00:36
Comic Film, würde die Katze oder würde der Bär gewä.
00:39  Track 2
Eindeutig der Bär, der setzt sich einfach auf die Katze drauf und danach zieht er sie sich aus dem Fell und wirft sie weg.
00:45  Track 3
Wenn man von reiner physischer Gewalt ausgeht äh und es kein äh ich sage mal,
00:52
Old School Comic ist, wo man halt am Ende nur eine nach einer Explosion ein schwarzes Gesicht hat und dann geht's weiter, mag das vielleicht so sein. Also wenn's langweilig.
01:01  Track 2
Du meinst viel spannender wäre es, wenn sich der Bär auf die Katze setzt, die Katze fährt, die Krallen aus. In den Po vom Bären rein und der Bär dann gut springt so ungefähr einmal in die Stratosphäre und wieder zurück.
01:15  Track 3
Ja, ich überlege gerade, ähm gibt's da nicht so, also nicht mit einer Katze, aber es ist nicht bei Backs Money, kommt da nicht auf dem Bär vor.
01:24  Track 1
Ja, da gibt's auch so ein Bär, der äh dieser Bär, der mit dem äh Nationalpark Ranger da macht, der mit seinem Sohn, oder?
01:32  Track 2
Du meinst Jogibär.
01:34  Track 3
Bin mir grad nicht ganz sicher, es ist nicht mein Spezialgebiet, aber.
01:38  Track 2
Yogibär gibt es. Das war den habe ich früher auch immer geguckt und der war immer mit dem Parkranger. Ich überlege bloß gerade, der wollte immer irgendwas klauen. War das Honig oder was woll.
01:48  Track 3
Picknickhöre.
01:50  Track 1
Die Puck genau zu essen.
01:51  Track 2
Genau, Picknickkörbe waren das, der wollte immer Picknickkörbe klauen und der Ranger wollte das verhindern.
01:56  Track 3
Gut, also nachdem wir dieses Thema jetzt ausgiebig äh behandelt haben, würde ich sagen, ich wünsche allen noch einen guten Abend und wir hören uns beim nächsten Mal wieder.
02:03  Track 2
Ja, tschüss.
02:08  Track 1
Aber Jens. Was ist das? Was ist dein deine Idee, die du so im ersten Moment so geil fandest und im zweiten Moment so komisch oder nicht so doll, dass du sie wieder verworfen hast?
02:22  Track 3
Also ich habe was ich dringend drüber nachgedacht, aber.
02:25
Ich wusste tatsächlich keine. Also äh keine, wo ich sagen würde, die die habe ich zuerst super gefunden, dann irgendwann festgestellt, nee war eine doofe Idee. Ähm,
02:35
Also ich kann mich zumindest nicht dran erinnern. Es ist ja so, man hat ja dann jede Menge Ideen und und dann schreibt man da was auf, dann löscht man's wieder und schreibt's oben und macht wieder neu und so. Äh und da ist die erste Idee oder der erste Gedanke immer schnell wieder vergessen,
02:47
ähm aber so wirklich,
02:50
quasi durchkonzeptioniert und dann immer festgestellt, nee war Quatsch. Ähm also ich habe einige Sachen nicht fertig bekommen, ja, wo ich gesagt habe, okay, das ist eine coole Idee, ich habe noch keine Ahnung, wie es endet,
03:00
das ist mir schon das ein oder andere Mal passiert,
03:03
das sind so Dinge, die mir teilweise bis heute irgendwie so arbeiten durch den Kopf durchgehen wie wie ich's mittlerweile machen würde, ähm, aber wirklich zu sagen, okay, es war wirklich eine gute Idee, um dann immer festzustellen, nee, war eher blöd,
03:17
Nicht, dass ich mich hier erinnern könnte.
03:19  Track 1
Okay. Und Ralf.
03:21  Track 2
Ich könnte fast die gleiche Antwort geben, weil ich habe manchmal einfach Ideen, die so aus einer Situation heraus entstehen. Ich nehme mal ein Beispiel, was ich tatsächlich, was ich im letzten Jahr ergeben hat, wir haben eine Runde Private Eye gespielt,
03:35
und es gab diesen bescheuerten Versprecher, dass irgendeiner plötzlich Pirate Eye, also Piratenauge sagte und äh natürlich ging das dann los am Tisch, also und ähnliches und äh.
03:49
Daraus entstand eben die Idee, warum macht man nicht Private-Eye auf einem Piratenschiff? Und das habe ich dann zum Beispiel tatsächlich,
03:55
Erstmal verworfen, weil ich gesagt habe, nee, das ist eigentlich bescheuert. Aber die Idee blieb halt im Kopf drin und ähm.
04:03
Ich habe dann mit einem Freund darüber gesprochen.
04:05
Und habe gesagt, hier pass mal auf, das ist doch eigentlich die Idee ist irgendwie total bescheuert, äh auf einem Piratenschiff so eine klassische Detektivgeschichte zu machen, aber kann man das? Kriegen wir das hin? Fällt dir was ein?
04:18
Der hat sich dann hingesetzt und ähm hat tatsächlich angefangen, das ein bisschen auszuarbeiten. Ähm.
04:26
So dass die Idee die ursprüngliche Idee war von mir dann die weiterführende Idee war von ihm, die haben wir gemeinsam ausgearbeitet und nachher auch aufgeschrieben,
04:35
Das ganze Ding ist tatsächlich zum Grabsis-Rollenspieltag zweitausendzwanzig erschienen in dem Almanach ist also auch,
04:42
erhältlich ist auch als Download inzwischen da und hat mir eben auch gezeigt.
04:49
Selbst eine Idee, die auf den ersten Blick jetzt erstmal bescheuert klingt, kann man sich durchdenken,
04:56
Wenn sie einen einfach fasziniert und dann kommt man irgendwann dadrauf, aber genau wie Jens gesagt hat, es gibt eben einen Haufen Ideen.
05:04
Die fängt man mal an, aber dann fällt einem nicht ein, wie man sie zu Ende führt,
05:08
weil sie ist vielleicht so als Grundidee gut, aber nee, das ist irgendwie hm, das ist so doof, warte, nee, das funktioniert auch nicht.
05:17
Und da braucht man dann manchmal Jahre für bis die Idee wirklich rauskommt.
05:22  Track 1
Was war die Idee, wo du am längsten für gebraucht hast.
05:25  Track 2
Also die Idee, wo ich am längsten dran gearbeitet habe, ist ein Kosulu-Abenteuer,
05:30
nämlich sie haben ihr Ziel erreicht, das ist erschienen in der Gotthilfe. In der dritten Auflage des Spielleiterhandbuches für Chris Hudo, das ist diese dieses dicke Ding, was so ungefähr wie ein Ziegelstein aussieht,
05:45
Ähm die Idee dahinter ist ja, ich glaube etwa acht oder neun Jahre vorher entstanden. Ähm,
05:53
auf einer Fahrt Zirkus Hulu Convention, wo unser Navi uns irgendwo in die Gegend
05:59
Der Convention geleitet hat, es war aber schon abends, es war Duster, wir haben nix gesehen und irgendeiner meinte dann so und jetzt gleich sagt das Navi hier irgendwo mitten im Wald, sie haben ihr Ziel erreicht.
06:12
Und ich habe sofort gesagt, ey, das ist eine coole Idee. Man übergibt sich dem Navi, man überlässt sich der Technik und plötzlich steht man irgendwo, wo man gar nicht hin wollte.
06:22
Und wir waren uns alle einig, das ist eine super Idee, daraus kann man was machen. Aber wir wussten nicht was. Wir haben jahrelang tatsächlich dran überlegt
06:30
Ich habe mich mit mehreren Leuten ausgetauscht, aber es wurde nie was draus. Wir haben nie irgendwie so den richtigen Weg gefunden, wie wir von diesem Anfang, du stehst irgendwo zu einem spannenden Ende kam,
06:44
Nachher ist dann aber tatsächlich, ich will das jetzt auch nicht spoilern, weil das Ding gibt's halt immer noch, ähm aber wir haben tatsächlich so etwa acht Jahre gebraucht, bis wir auf die Idee kamen, ähm.
06:56
Wie man aus dieser Anfangsgeschichte mit mehreren Charakteren ein Abenteuer machen kann und das ist heute.
07:04
Einer meiner absoluten Lieblinge, weil es nämlich in Abenteuer ist, wo man,
07:09
Mit komplett unterschiedlichen Charakteren, reinstarten kann, das heißt, wir haben diesen Einstieg wirklich nachher zu seiner Stärke gemacht, das heißt, ich kann jetzt sagen, mach dir irgendeinen Charakter.
07:19
Und sag mir, wo du hin willst. Und das sage ich zu allen Spielern und nachher führe ich sie aber trotzdem zusammen, weil dieses Abenteuer das für mich macht.
07:27
Und darum, das war so eine.
07:29
Idee, die war irgendwo nicht blöd, sie war faszinierend, aber ich habe sie einfach nicht zu äh ja zum Laufen gebracht. Das dauerte dann eben Jahre und dann irgendwann kam der Punkt, wo wir gesagt haben.
07:43
Das ist es. Das ist die Idee. Und das Abenteuer ist dann daraus entstanden.
07:47  Track 1
Auch nicht schlecht. Bin immer spannend. Ist das denn aktuelle Kulturlow-Version oder die davor oder.
07:52  Track 2
Nee, das ist noch die Alte, das war also die äh englische Six Edition, die deutsche Dritte. Und das ist aber für die Dinger ja eigentlich vollkommen egal, ähm weil Cassulo ist halt so regelarm und man muss einfach nur ein paar Sachen anpassen.
08:07
Dann funktioniert das wunderbar.
08:09
Und ja das das sind halt so die Abenteuer die man auch eben besonders liebt weil man eben so lange daran gearbeitet hat. Das passiert.
08:20
Es passiert auch zum Beispiel bei Brettspielen. Ich mache ja nebenbei auch manchmal so Brett und Kartenspieldesign. Und da ist das dann auch so, oh, ich habe eine tolle Idee und dann.
08:29
Macht man das Spiel das erste Mal und das Spiel ist totaler Müll. Und da lässt man's liegen.
08:34
Jahre später denkt man sich aber, ah, warte mal, die Idee war doch eigentlich ganz cool, vielleicht, wenn ich das und das ändere. Dann ändert man das Spiel, dann probiert man's wieder aus oder Spiel ist totaler Müll. Und.
08:46
Ich hab ein paar dieser Müllideen tatsächlich auch immer noch in der Schublade, ähm weil ich sage vielleicht fällt mir nochmal was dazu ein und einige andere Müllideen habe ich inzwischen soweit, dass ich sage, ey die sind gut, die funktionieren, das sind schöne Spiele, die kann ich
08:59
auch mal rausholen, kann ich mal Leuten vorlegen und ja die machen das dann. Und spielen das Daten und finden das auch gut,
09:08
Und es gibt natürlich Ideen, die sind, ja, die hat man dann mal oder das ist auch mal so ein Gag und damit hört's auch auf. Ja, wir hatten mal irgendwann in einer Rollenspielrunde waren wir unterwegs und haben quasi das äh so den, wie in dem alten Astrix-Film, das Haus, das Verrückte macht,
09:22
Also so eine Überbürokratie ähm vor uns gehabt und da sagte irgendeiner, boah, da müsste man ein Rollenspiel draus machen. Büros und Bürokraten.
09:31
Und das war so natürlich ein Lacher in dem Moment, aber dann denkt man so, nee, das ist doof. Das mache ich nicht. Also so würde ich's eher sagen, es fasziniert einen etwas, dann bleibt man auch irgendwo dran oder.
09:44
Es ist halt etwas, was man ein kurzer Gag ist und dann wieder runterfällt.
09:50  Track 1
Und Jens, was ist deine Idee, wo du am längsten für gebraucht hast.
09:54  Track 3
Also ich habe quasi so eine eine Idee Nemazis, die ich bis heute mit mir rumtrage, die ist jetzt auch schon,
09:59
Ich weiß nicht alt, äh das ist ein, also ich habe so einen so einen Grundplott und so eine Eröffnung sozusagen für ein Abenteuer, aber es es will sich nicht schließen,
10:09
Also es gibt ich komm nicht zu 'nem interessanten Finale, es es gibt man kann das beenden aber es ist dann nicht sehr spannend. Die Grundidee ist.
10:17
Das Frantisy Setting, es gibt Komma in, also wir haben was mit DSA, um Gesetzkäuber, vermutlich auch mit anderen äh Fantasy-Sachen machen,
10:24
es gibt eine kleine Baronie, einem Sumpf und es gibt irgendwie Knüppeldamm, der durch diesen Lump führt und das ist alles ein bisschen am Arsch der Welt und und alles ja so ein bisschen schäbig
10:35
und es gibt eine eine Gruppe Goblinz die irgendwie in diesen Sumpf geraten ist,
10:42
und durch ein, also bei DSA ist das so eine so eine Pflanze, die die äh Leute, die sich sticht irgendwie in in Summfranzen verwandelt, das sind so.
10:52
Viecher die halt total aggro sind und ziemlich blöd. Äh das kann man auch ein anderer Fluch sein,
10:59
Und die Schamanin, dieses dieses golpeden Stammes kriege ich das irgendwann mit, dass da ihre Leute verschuldet gegangen sind. Ähm
11:06
Und überleg jetzt, was sie das machen kann. Und sie kommt halt, also sie vermutet, dass immer die Pflanze irgendwie kaputt macht oder wenn man da irgendwas macht, dann äh werden wir zurück verwandelt, zumindest immer eine gewisse Chancen
11:17
Aber es klappt halt nicht, weil diese Sumpffranzen halt da wohnen und jeden angreifen, der dahin will. Und deswegen,
11:23
kommt zum Plan des wenn es direkt nicht geht, dann muss halt der Sumpf weg. Also weil das eine riesengroße Sumpfpflanze und wenn der Sumpf,
11:30
ist, dann ist doch dir geht die Pflanze kaputt und dann kann sie ihre Leute ja wieder rausholen. Ähm also überlegt die sich, okay, wir machen das die Menschen, die hier wohnen,
11:39
Weil das sind viel mehr als wir, wir sind nur so eine handvoll dazu motiviert sind diesen Sumpf trocken zu legen und daraufhin fangen die an in dumpf allen möglichen Scheiß zu veranstalten
11:48
Also irgendwie die rennen dann nachts mit blauen Laternen durch die Gegend, um irrlicher zu simulieren, machen irgendwelche komischen Geräusche oder verlegen diesen Knüppeldang äh die heimlich in der in den Sackgasse rein, dass man da sich verläuft.
12:02
Oder überfallen irgendwie einsame Reisende und hinterlassen irgendwelche Sumpfmonsterspuren sowas in die Richtung,
12:09
Das klappt eher so mittelmäßig, das daraufhin geht dann irgendwie die Schamane dazu über den lokalen Baron, der hat in seiner Gammelburg irgendwie in der Nähe von diesem Sumpf wohnt,
12:19
in die magisch zu traktieren, dass er da bitte schon mal in Wallung kommt,
12:22
Möglicherweise bringt er auch zuerst irgendwie dessen störrischen Vater um, weil der das alles irgendwie nicht will. Ähm und irgendwann,
12:31
Stellt sich dann fest, während sie da den den äh jungen Baron in die weich kocht, dass der halt eigentlich ein ganz süßer ist,
12:38
und irgendwann landen die in der Kiste. Ähm und das ist so dann irgendwann so die Zeitphase, wo die Charaktere auftauchen, irgendwie im Sumpf von von Goplins angegriffen werden.
12:47  Track 1
Nochmal ganz kurz, wer landet in der Kiste? Die Gobling-Schamanen mit dem.
12:52  Track 2
Diese Bilder.
12:53  Track 1
Ist es physisch überhaupt möglich.
12:55  Track 3
Klar, warum nicht? Also ich weiß nicht, ob dein dein Spezialgebiet Gobby in Anatomie ist, aber ich wüsste zumindest nicht, dass es offiziell irgendwas dagegen spricht.
13:05  Track 1
Okay. Ja, okay.
13:08  Track 3
Und das ist so das der hat dann dadurch irgendwann totale Selbstzweifel und und irgendwie wird versucht irgendwie bei irgendwelchen Göttern irgendwie mit mit langen Gebeten und sowas, weil er halt selber nicht so ganz rascht, was da grade passiert,
13:20
weil das hat für den eher so traumartige Sequenzen sind, die er erlebt.
13:26
Und ähm die Charaktergarten hat irgendwie Reilen, weil sie auch irgendwie in in Sumpf irgendwie unterwegs sind auf diesem Damm und dann irgendwie auch von diesen Gopplins angegriffen werden, die sich danach bald so schnell wieder verdrücken, als,
13:38
feststellen, dass der Widerstand zurückkommt. Äh, aber weiter bin ich nie gekommen. Also das heißt, dieses Grundsatz ist da,
13:44
Das ist auch glaube ich zuerst gar nicht so leicht rauszufinden was da eigentlich passiert, weil's halt schon so ein bisschen abwägig ist,
13:52
Also man erwartet halt klar in dem Sumpf, da gibt's halt irgendwelche Monster und da gibt's irgendwie auch auch irrlich da und ähm da gibt's irgendwelche Legenden von einem schlafenden Drachen, der im Sumpf liegt und sowas und.
14:04
Wenn man da irgendwie deswegen wohl irgendwelche Arbeit glaube ich für Leute nicht, dass der ausgetrocknet wird, weil wenn er austrocknet, dann könnt ihr da Drache sich befreien und so, also es gibt da also Gruppen, die dafür sind, damit dieser Sprub aufhört und welche die dagegen sind, weil Aberglaube und so.
14:18
Und der, der baron kann das halt nicht entscheiden, weil der halt mittlerweile geistig völlig durch ist, was also auch mega Suspekt ist, weil und das man merkt halt schon, dass bei dem irgendwas nicht stimmt ähm aber
14:31
Es führt halt nicht zu einem interessanten Ende,
14:34
bis hier. Vielleicht irgendwann, wenn ich mich nochmal hinsetze und mir das zu Ende denke, äh kann man natürlich auch zu lustigen Sachen kommen. Ähm, aber bisher ist das momentan nur so die, die Startsituation, die ich, die ich ganz spannend finde
14:47
Aber die bisher zu nichts führt.
14:49  Track 2
Ich glaube tatsächlich, dass es auch das, was man wirklich haben muss, wenn ich eine Idee habe. Ich habe sehr häufig, glaube ich, entweder einen Anfang oder ein Ende,
14:59
Also ich weiß wie es enden soll.
15:01
Ja, das ist so ein Kampf gibt oder dass sich irgendwie eine besondere Situation erreichen will oder dass ich so eine Ausgangssituation habe, wie mit dem ähm,
15:10
mit den Navigationsgeräten oder mit der sexuell aufgeheizten Gopplind-Schamanin. Dazu sagt, da komme ich jetzt erstmal nicht rüber für den Rest des Abends.
15:20  Track 3
Da kannst du mal sehen, irgendwie hat diese Idee eine Wirkung.
15:23  Track 2
Ja absolut, also ich muss auch sagen so diese ich weiß nicht ob ich den Plott jetzt also mit dem mit dem Trockenlegen des Sumpfes, ob ich dem jetzt ganz folgen kann, aber äh diese Charakter.
15:36
Eben Baron, der äh der letztendlich eine Affäre mit einer Goplin Schamanin hat, aber das vielleicht so habe ich's verstanden, gar nicht so recht weiß, weil er das fast für einen Traum hält,
15:48
Ähm das finde ich super spannend. Also da könnte man mit Sicherheit irgendwas draus machen. Ähm ich weiß nicht, ob ich den Rest so lassen würde.
15:56
Aber das ist eben finde ich genau das ähm warum man sich bei solchen Ideen, wo man wirklich nicht weiterkommt. Also ich hole mir da unheimlich gerne Hilfe.
16:05
Das ist also eine Sache, die ich ähm fast immer eigentlich inzwischen mache. Ich habe eine Idee und ich spreche sie mit irgendwem durch. Ich habe da so drei.
16:15
Drei Leute habe ich eigentlich mit denen ich äh.
16:19
Alle meine Plots durchspreche, das sieht man dann immer, wenn irgendwas von mir veröffentlicht wird, dann steht da von Ralph Sandfuchs nach einer Idee von bla, bla, bla.
16:28
Und teilweise von mir und dieser Person oder nur von dieser Person ähm weil ich das eigentlich unheimlich hilfreich finde, um zu erkennen, bringt meine Idee was.
16:40
Habe ich mich vielleicht in irgendeine Ecke verlaufen, wo ich vielleicht ja irgendwas mache, was gar nicht spannend ist. Mhm. Und wenn mir jemand anders dann aber sagt, ja, das ist toll, aber da fehlt noch was und ähm.
16:53
Da müssten wir noch dies und das äh dazubringen oder da müssen wir vielleicht die Ausgangssituation ändern. Ich glaube, das hilft sehr, um tatsächlich dann die Spreue vom Weizen zu trennen,
17:03
und ich glaube, dass man teilweise dann auch einfach ähm das fertige Projekt oder das fertige Produkt,
17:10
Was dann dabei rauskommt, ist dann vielleicht auch anders als das, was ich am Anfang mir überlegt habe, aber ich hoffe, dass es dann auch besser ist. So wäre zumindest jetzt meine Denkweise dabei.
17:20
Also ich wüsste jetzt bei deiner Geschichte nicht so richtig, wie soll's jetzt enden, weil so ähm wie mache ich jetzt das Trockenlegen eines Sumpfes spannend.
17:30  Track 1
Das ist ja das Ende. Mir fehlt gerade das es ist ja bei selbst nur die Hintergrundstory. Was passiert ist, die Helden kommen
17:37
Aber wer heuert die Helden jetzt an und jemanden anheuern, weil weil irgendwo was trocken gelegen
17:44
werden muss, also ist ja auch eher selten, es gab ja von DSA-Malt im Heldenwerk, der den Deichbauer oder wie das hieß. Da könnte man so ein bisschen beim Deich befestigen. Aber da ging's ja dann auch äh war ja dann eher so Nebenplot.
17:58  Track 3
Ja, also erstmal für Auftraggeber finde ich sowieso etwas schwierig. Ähm aber also tatsächlich ist die richtige Frage, was ist die Motivation der der Charaktere und der Spieler,
18:08
Das ist etwas, was manche gerne mal vergessen. Mathe im Prinzip. Ja, Spieler, denn sie machen das schon. Ähm,
18:15
in dem Fall ist die Motivation wahrscheinlich erstmal nicht diesen Sumpf trocken zu legen oder irgendwem zu helfen, sondern es war festzustellen, ja was stimmt in diesem in dieser Baronie nicht,
18:25
Ja, also irgend also man kriegt halt mit irgendwas läuft schief, dabei wundert sich da irgendwie eingeeagelt und irgendwie äh wird wurde von einem lebenslustigen, jungen Mann zu einem äh religiösen, verzweifelt, religiösen Fanatiker,
18:37
und irgendwie weiß ich nicht, ist er vergiftet worden oder verzaubert, gibt's eine Hexe. Ja ganz klar, es wird keiner Fall von Hexerei oder sowas, man weiß es nicht
18:45
Und dann eskaliert das halt hoch, ja? Oder sollte es halt hochexkalieren? Es gibt dann falsche Beschuldigungen und äh
18:52
Weil eben es ist alte Geschichten gibt und Streitigkeiten die dann daran sich entzünden und da kann man entsprechend dann als als Charakter auch drin agieren, wenn man merkt, okay da
19:04
Da geht grade irgendwas ganz schrecklich schief,
19:06
und dann wird's halt überhaupt erst. Also man muss überhaupt erstmal dazu kommen, dass die Charaktere und auch die Spieler verstehen, was passiert hier überhaupt.
19:14
Also die werden ja nicht einfach damit konfrontiert, dass da die Schamanen quasi gerade in dem Augenblick durchs Fenster klettert. Ja, das wäre halt relativ kontraproduktiv, sondern muss halt erstmal,
19:26
mit mit dieser seltsamen Situation klarkommt, schauen, was was ist das Problem und was geschieht hier wirklich? Also eigentlich ist es erstmal eine Dejektivgeschichte wahrscheinlich,
19:35
Und irgendwann kriegst du was halt raus, was da eigentlich geschieht. Und dann kommt quasi der zweite Teil, gehe ich mit der Situation um,
19:43
gibt es viel echte Lösungen, die die Charaktere haben, die die Schamane nicht haben kann,
19:49
Es muss auch festens auch keine Gopplins unten und eine Pflanze, vielleicht auch irgendwie welche Geisterscheinungen, die da irgendwie festsitzen oder irgendwas anderes, die Koppeln sind ja auch nur Platzhalter,
19:59
Ja? Also du kannst also auch irgendwas anderes für nehmen,
20:01
ähm um dann quasi in der zweiten Phase, also nach der der Erkenntnis, was ist wirklich äh so eine Handlung.
20:09
Also was kann ich tun, damit sich das auflöst, damit dieses Problem gelöst wird? Ähm das ist halt quasi, das ist also klar, es ist quasi so die.
20:19
Die hier Leitung. Und dann muss es eben zu einem zu einem Ende kommen, das vielleicht auch einen irgendwie netten Twist hat, was was eine schöne Idee hat. Ja, was halt nicht einfach hin, ich nicht, daraus besteht, ich gehe dahin und mach's kaputt,
20:30
Ja? Ähm sondern vielleicht irgend so ein oder ein, also entweder ein Töst oder
20:35
eine moralische Entscheidung, mache ich's eher so oder mache ich's eher so, weil es ja schwierige Konsequenzen, ja, aber ich muss also irgendwer muss halt die Entscheidung treffen und das idealerweise sind es eben die Charaktere und nicht einfach in der NSC
20:48
Das heißt, die die Frage ist eben, was erleben die Spieler und was können die Spieler tun oder was können auch was erleben, die Charaktere und was können die Charaktere tun,
20:58
und deswegen ist es halt ein Grundsetting, das sicherlich interessant ist, herauszufinden, was geschieht da eigentlich, ähm aber das ist ja nur die Eröffnung quasi. Ähm und bei grade bei Detektiv Geschichten ist halt das Ende unglaublich wichtig,
21:11
Und das ist halt nicht einfach nur ja Drache, Ringgehen, kaputtkloppen, äh Gold abtransportieren und Prinzessin heiraten oder Prinz äh sondern ähm,
21:21
ganz zentrales Element, das sollte halt irgendwie ein Twist sein oder eine Überraschung oder was so man sagt, ja stimmt jetzt wenn jetzt wo ich drüber nachdenke macht das auf einmal Sinn.
21:33
Ähm,
21:34
Wobei bei solchen Geschichten, also da da gebe ich Ralf Recht. Entweder man hat halt den Anfang oder macht das Ende, wobei es durchaus auch, also ich habe auch schon Abenteuer gebaut,
21:44
die eigentlich nur noch aus bestanden aus Mittelteil, weil ich irgendwas immer mal gerne gemacht haben wollte,
21:50
oder 'ne Situation generieren wollte und quasi um diese eine Situation herum.
21:56
Irgendwie mit viel gutem oder schlechtem Willen, Abenteuer rumrumgebaut
22:02
für den einen Abenteuer, das da ging es für mich nur darum, ich fänd's witzig
22:08
wenn die Charaktere von einem Hubschrauber auf einen Fahrerzug abgeseilt werden
22:14
Und dann habe ich tatsächlich eine eine Eröffnung und ein Ende und eine Situation gebaut, wo das mittendrin Abenteuer geschieht. Ja, wo also das, also der ganze Rest quasi nur um die Idee und dieses Bild herum drum rumgebaut ist
22:26
Die seien sich auf diesen Zug ab, während der Fährt und vielleicht schießt da doch irgendjemand oder sowas. Das ist noch ein bisschen Action reinkommt.
22:33  Track 2
Ich denke, das kann man auch machen, aber.
22:36
Es ist ja, das ist dann ja nur die Grundidee und ähm ich kann mal vielleicht eine Sache sagen, äh wo ich weiß, wo wirklich blöde Ideen
22:45
Mir persönlich passieren und das ist, wenn ich anfange, Abenteuer zu improvisieren. Also, würde ich jetzt beispielsweise Jens Idee übernehmen
22:52
und würde Leute in diesen Sumpf schicken und ich hätte diese ganze Ausgangssituation und ich hätte ich wüsste dieser Sumpf soll eigentlich trocken gelegt werden, weil dann geht die Pflanze ein und die Goblinz äh leben wieder.
23:06
Und dann würde ich auf diese Situation aufbauen, versuchen ein Abenteuer zu bauen. Da kann ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, ich würde versauen,
23:16
auf gut Deutsch gesagt, weil ich bin relativ schlecht darin wirklich Sachen zu improvisieren ohne sie vorher zu durchdenken und,
23:24
Dann mache ich plötzlich Klamotten, wo meine Spieler dann auch vor mir sitzen und sagen, ja, wir haben jetzt rausgefunden, dass das und das passiert ist.
23:34
Und ich denke so, oh Gott, nein, was hast du gesagt? Nein, das sollte doch gar nicht passieren. Aber du hast sozusagen jetzt einmal.
23:41
Ähm ja, wie will man sagen, den Knüppel aus dem Sack gelassen und äh jetzt schlägt er auf mich ein. Und da passieren dann wirklich teilweise ganz schlimme Sachen für mich als Spielleiter.
23:53
Weil ich dann merke, ich habe irgendwelche Gedanken, irgendwelche Bilder in den Köpfen meiner Spieler erzeugt, äh die jetzt eigentlich völlig dem zuwiderlaufen, was ich in dem Abenteuer machen wollte.
24:05
Und das ist wirklich etwas wo ich dann auch merke ich hätte das vorher durchdenken müssen.
24:13
Ich hätte vorher mehr überlegen müssen, so zwei, drei Wege, wie kommen sie zu dem und dem Punkt, wo ich sie haben will,
24:20
Oder wo ich jetzt eben um beim Beispiel zweiten Beispiel von Jens zu bleiben, äh wir haben ein ähm.
24:27
Wir wollen jetzt, ich möchte sie jetzt gerne auf diesen Zug bringen und es gibt eben zwei, drei Möglichkeiten, wie ich das schaffen kann. Dann habe ich mir irgendwas habe ich irgendwas woran ich mich entlang hangeln kann,
24:38
Und das ist glaube ich äh für mich persönlich dann sehr wichtig, das einfach mal zu durchdenken und selbst wenn ich es dann nicht so nutze, wie ich es mir überlegt habe, weiß ich aber schon mal so zwei, drei Sachen, die ich einsetzen könnte und das hilft mir dann,
24:52
tatsächlich bei der Weiterentwicklung des Plots.
24:56
Aber ansonsten, also ich bin fürchterlich, schlecht im Improvisieren. Bewundere die Leute, die das können, ich kann das überhaupt nicht.
25:04  Track 1
Aber es ist ein Thema so so generell beim meistern wir das auch öfters mal auf so willst, wenn irgendwas die Fragen irgendwas, was überhaupt gar nicht,
25:11
Zum Thema passt, aber du hast irgendwie gerade gesagt, ja, schöne Frage. Beschreibst das noch, schmückst es noch ein bisschen aus und dann ähm kommen die Spieler so, oh, er beschreibt das sehr ausführlich, es ist,
25:22
stimmt wichtig. Was machst du jetzt.
25:26  Track 2
Noch schlimmer sind diese Spiele ähm wo man sozusagen ein durch einen Erfolg Fakten schaffen kann und so weiter. E.
25:37
Ob's jetzt oder powered by vier Pockelips oder was auch immer ist
25:41
erfolgt ein Wurf und auf einmal heißt es, ja wir haben was entdeckt, was haben wir entdeckt? Und ich stehe dann da und äh eigentlich gibt's hier gar nichts zu entdecken und dann erfinde ich irgendwas.
25:52
Und das was ich dann erfunden habe, dass.
25:55
Funktioniert dann in dem Kontext so miserabel, dass meine Spiele plötzlich der Meinung sind, ha ha, wir haben das Geheimnis aufgedeckt. Äh der König hat in Wahrheit einer Affäre mit der Paronin und ich so,
26:09
Verdammt, was hast du jetzt gemacht? Äh nein, äh so nicht und ah, das sagt er nur. Ja und ich sitze da teilweise da und denke so, oh Gott, was hast du wieder angerichtet.
26:19
Und darum äh ich glaube, dass es, wenn man so über Ideen und blöde Ideen und so weiter spricht. Ich glaube, diese Sachen ähm es gibt ja so mal von Frank Heller, also vom.
26:31
Äh der ehemalige Chefredakteur hat irgendwann mal gesagt, nimm die dritte Idee. Das heißt, wenn du nach irgendeiner Idee suchst, um etwas.
26:41
Im Abenteuer zu machen, dann hast du eine und dann sagst du, das könnte gehen. Aber das ist die Idee, auf die jeder kommt.
26:48
Dann hast du eine zweite Idee. Das ist dann normalerweise die, auf die auch der Spieler direkt danach kommt, weil's meistens irgendwie eine Umkehrung, das der ersten Idee ist. Und dann denkst du nochmal nach und dann kommst du auf eine dritte Idee,
27:01
Und das ist dann meistens die Gute. Wenn man bei der ersten Idee bleibt, hat man eben ganz schnell, ich sage mal, das Klischee einfach am Wickel. Klischees sind gut.
27:11
Um sich erstmal ein Bild zu verschaffen, aber danach muss man sie brechen. Und wenn ich das eben nicht tue, dann habe ich eben auch wieder diesen Fall einer Idee, die ich bisher nicht verfolgt hätte.
27:21
Ja, weil.
27:22  Track 3
Wird dann Fermark äh Cocos auch mal reinklinken darf. Gibt da einen Klassiker, also beziehungsweise ich esse was ich beobachtet habe. Ja, ich treibe mich ja auch bei Facebook und so weiter rum und in Foren und so
27:33
Eine klassische Frage, die alle paar Monate in verschiedenen Facebook Rollenspielgruppen kommt, ist,
27:39
sowas in die Richtung wie meine, also meine Spiegelgruppe ist jetzt mit dem Schiff unterwegs,
27:45
Was könnten da passieren, Interessantes? Weil klar Charakteren sind ja wohl einmal irgendwie on tour und du musst die eben von A nach B transportieren, weil da das Abenteuer halt stattfindet oder stattfinden soll, weil der Ort in Migranter ist oder was auch immer,
27:57
und die Seereise ist halt ein klassisches Thema,
28:00
und achtzig bis neunzig Prozent der Antworten, die dann kommen, sind völlig wie die Tonne. Weil das sind da so Sachen wie äh äh Nebelflaute,
28:10
Das Wasser wird schlicht, sturm zum I-Piraten,
28:16
Piraten ohne Zombies, äh, Geisterschiff, äh, von mir aus noch Eisberg, wenn's richtig gut läuft. Das heißt, die, also die Standardsachen, die Dinge, die einem einfallen, wenn man fünf Sekunden übers Thema nachgedacht hat.
28:31
Der Standard sozusagen. Ähm und das sind, also das sind tatsächlich lang, das sind tatsächlich schlechte Ideen, weil sie belanglos sind,
28:38
Also weil sie jeder entweder schon tausend Mal gedacht wurden,
28:42
Zombie-Piraten, ja? Ist halt ein Topos, der ist durch, ja? Also man kann das jetzt vielleicht noch irgendwie in einem in einem äh äh.
28:51
Machst dann Tribut, artig äh oder als als Verneigung zu Flug der Karibik irgendwie machen,
28:58
oder von mir aus auch mit einem mit einem irgendwie ironischen Twister drin oder so was ich das aber alles Pazifisten oder so was ja aber,
29:07
Ansonsten ist es halt durch. Das sind halt teilweise Ideen, wo du halt sagst, okay, können wir machen, aber was bringt's dem Abenteuer oder was können die Charaktere da machen, die bei einer Flaute,
29:16
oder oder dichtem Nebel, das ist blöd, aber was soll die machen, rausklettern und anschieben, also.
29:24
Ja, also das äh hilft halt nicht. Ja und selbst sollen wir da ist ein Windmagier dabei, der macht das Zauber sauber und dann kommt der Wind wieder auf. Das war's dann.
29:32
Da gibt's keine keine äh Motivation, keine Handlungen dahinter, kein Konflikt, kein nichts.
29:38
Und deswegen, ja, das, das sind immer die ersten Ideen. Ja, das ist teilweise nicht mal Idee, eins, teilweise noch Ideen null,
29:45
Ja, also wo wirklich einfach nur so der der null acht fünfzehn Gramm durchgenudelt wird. Und ähm das ist ganz kurios, weil das passt immer,
29:54
Also ab und an kommen dann lustige Ideen oder abgefahrene Ideen, wo erst okay, da hat einer ein bisschen weiter gedach.
29:59
Ja ähm aber das kommt immer erstmal, also fast immer. Ähm ich habe das aber mal experimentell mal selber ausprobiert, äh nach einer Diskussion, genau über dieses Thema. Ähm und dann alles, aber wie lege ich wieder so ab,
30:11
ja ähm und das darf man nicht unterschätzen, also äh vielleicht auch einfach, weil weil viele Leute halt einfach nicht die Übung drin haben,
30:20
kreativ tätig zu werden. Ähm! Aber ja, deswegen, also es gibt viele schlechte Ideen, aber es sind meistens die, die langweilig sind. Ja, langweilig, langweilige Klischeeideen hatten wir ja gerade drüber gesprochen,
30:34
Ideen, die halt zu nichts führen,
30:37
die zwar situativ irgendwie plausibel sind vielleicht aber keine Handlung in sich tragen, keine keine,
30:46
Konflikt, keine Motivation, keine Bewegung,
30:49
oder die schon tausend Mal gemacht wurden, ja, wo man dann schon sehr viel guten Willen haben muss zu sagen, komm wir machen jetzt nochmal Zombie-Piraten,
30:58
Man kann das George ändern, ja? Dann habe ich gestern äh finde ich ist das Spiel das in der Wüste und das sind irgendwie
31:03
Wüstenräuber, Zombies oder sowas, ja also das zumindest irgend dem Dinge Drehung geben. Aber ansonsten ist das halt auch tot. Also es ist halt dann auch nur noch,
31:14
Abziehbild, ja?
31:16
Und es gibt so Grundideen, die sind sehr klassisch und da kann man durchaus sagen, lasst uns das mal wirklich durchziehen, mach lass uns mal ein Abenteuer draus machen, ja, das ist irgendwie dann die, die Zombie-Apokalypse oder äh,
31:31
Der große Organgriff oder sowas, ja? Und das das machen wir jetzt mal richtig so mit Hand und Fuß,
31:36
Kann man auch ein Abenteuer draus bauen, so dass das nicht, wenn man, wenn man sich da im Klaren ist, das ist jetzt nicht der der große Super äh Plop Twist drin, sondern das ist halt einfach ein klassisches Thema, ist gleich durchgezogen,
31:47
Das kann man mal machen, so ist es nicht.
31:49
Aber in den meisten Fällen ist es halt langweilig. Ja, dann kann ich auch einfach einen Film nacherzählen, ihn der gesehen hat.
31:58
Da kann ich auch nicht viel gucken, das ist vermutlich besser als die Nacherzählung. Und deswegen ja, es ist tatsächlich so, also man kann man eine Idee hat,
32:06
Mal gucken, okay, warum habe ich die? Ist das einfach nur null acht fuffzehn, habe ich die irgendwo gelesen und eigentlich ist es aus dem gleichen Genre ähm oder ist es tatsächlich irgendwas, was zum Genre irgendwie neu ist? Deswegen,
32:19
habe ich mich auch sehr erfolgreich dagegen gewehrt
32:24
Mich mit Game of Thrones zu beschäftigen, weil äh das in den letzten Jahren, also mittlerweile ja nicht mehr, dank irgendwie, ich glaube, die letzte Staffel wohnt muss wohl sehr, sehr schlimm gewesen sein, aber vorher war das halt so,
32:34
dass das Thema mit dem sich Leute beschäftigt haben, die Fantasy-Fans sind,
32:40
und das heißt, wenn man sich von sowas inspirieren lässt, hat inspiriert man sich aus einer Quelle, die jeder kennt, der in dem Themenfeld unterwegs ist,
32:49
Das ist halt ein Problem,
32:51
Ja, das heißt, du kannst halt nicht einfach irgendwas übernehmen. Es machen Leute trotzdem, also ich habe was durchaus auch erlebt, das die Meeratoren gesagt haben, ja, der äh ist jetzt, der heißt so ähnlich und der ist auch so, ja, wo man sagt, ja, wie wär's denn das lieber nicht zu machen,
33:05
Weil das werden Leute erkennen und wenn das nicht gerade eine Verbeugung an den Herrn Martel ist würde ich es lassen.
33:13
Ähm wenn man auf die gleiche Art und Weise, also inspirieren heißt im Endeffekt auch nur sich bedienen, ja? Das aus einer anderen Quelle macht, also aus Quellen, die die Leute vielleicht nicht auf dem Schirm haben
33:24
die vielleicht ein bisschen obscurer sind oder oder ein bisschen abwegiger oder halt zumindest mit dem Genre nichts zu tun haben. Ähm, da kann man seine Ideen glaube ich deutlich besser rausziehen oder auch, ich sag mal, entlaihen,
33:36
ja als ähm aus, was ich ähm Tulkin oder wie wie predge ich das immer so schön gesagt hat, äh hätte,
33:45
Kein Problem mit Leuten, die sich
33:47
inspirieren lassen, er hat aber ein Problem mit Leuten, die sich von Leuten inspirieren lassen, die sich von Leuten inspirieren lassen, die sich von Leuten inspirieren lassen, die sich von heute inspirieren lassen. Ja, weil das hat am Ende irgendwann wirklich so die allerletzte durchgenugelte Idee ist.
34:02  Track 2
Ich glaube tatsächlich man tut vielleicht gut daran, so wie du eben gesagt hast. Ich nehme eine Idee.
34:12
Und ich erzähle sie in einem neuen Kontext. Was reizt mich jetzt zum Beispiel an Game of Thrones, mich persönlich nichts, aber das ist ein ganz anderes Thema. Ähm,
34:21
Die meisten Leute reizt ja zum Beispiel ähm dieses Spiel mit den verschiedenen Häusern
34:28
diese Machtgefüge und so weiter. Das kann ich jetzt nehmen und kann das in ein beliebiges anderes Genre versuchen zu übertragen,
34:37
Wandel das vielleicht noch ein bisschen um, dann habe ich auch vielleicht eine gute Idee, die ich ja tatsächlich ähm ich sage mal gewinnbringend,
34:46
für den Spieler oder Spielleiter einsetzen kann. Aber ansonsten ja ist es einfach so, äh, niemand braucht heute noch eine weitere Welt
34:55
in der die Elfen herumlaufen und keine Zwerge mögen und die Zwerge graben unterirdisch nach ihren Metallen und die Menschen sind die aufstrebende Rasse und irgendwann sterben die Elfen aus
35:08
Das braucht man nicht mehr. Das haben wir schon gehabt, das haben wir mehr als einmal gehabt und äh das reizt keinen mehr. Wenn ich das jetzt aber.
35:16
Möglicherweise umdrehe, also wirklich ein Twist da reinbringe und äh eben zum Beispiel die Elfen schon.
35:25
Mehr oder weniger rauskicke oder dass die zum Beispiel von den Zwergen unterjocht wurden oder dass die Menschen komplett unterjocht wurden, ähm.
35:35
Und ähnliches, das heißt, ich beginne wirklich die Inspiration aus dem Eigentlichen zu ziehen, drehe es aber. Oder ich werfe etwas gänzlich neues ein,
35:44
dann kann ich wiederum was Interessantes vielleicht draus machen.
35:48
Ich nehme vielleicht mal ein Beispiel. Ähm ich habe für mich das ganz große Ziel ausgegeben, egal in welcher Rollenspielwelt ich mich bewege. Ich mache irgendwas mit Luftschiffen.
35:59
Weil Luftschiffe sind toll und alles ist besser mit Luftschiffen. Also egal wo ich unterwegs bin, ich versuche irgendwie Geschichten zu erzählen.
36:09
Wo es um Luftschiffe geht. Gut bei Space Aighting ist das recht einfach gewesen, da,
36:15
sind die halt drin, aber Bikes Hudo musste ich schon so ein bisschen warten, wie kriege ich die unter, als dann damals niemandsland kam?
36:23
Also im ersten Weltkrieg, da konnte ich eine schöne Geschichte um ein Luftschiff erzählen. Ich hab's auch geschafft in Private Eye.
36:30
Ein Luftschiff unterzubringen in einem Abenteuer. Da war es sogar ganz zentrales Element und,
36:36
So kann man, glaube ich, wirklich neue Elemente in eine Welt einbringen, wo es sie eigentlich nicht gibt und kann versuchen, sie da eben so plausibel zu machen,
36:48
der Leser, der Spielleiter, die Spieler sie auch kaufen und ähm.
36:55
Letztendlich auch sagen, das ist etwas, was ich gut finde, weil es eben nicht die abgedroschene Idee schlechthin ist. Nur im ersten Moment klingt es eben recht albern, zu sagen, ich bin in einer Fantasy-Welt und hier fliegt ein Luftschiff durch die Gegend.
37:09
Da gibt's vielleicht ganz andere Sachen und trotzdem auch das habe ich mal geschrieben, ist schon eine ganze Weile her.
37:15
Aber auch da war mir eben ganz wichtig, ich baue jetzt hier mal einen eine Komponente mit ein, die es so in der Fantasy-Welt einfach noch nicht gegeben hat.
37:26
Genauso, dass der Tribut ist eben auch, glaube ich, ganz wichtig, weil.
37:31
Ich sag mal Verdrakular kennt ähm der wird dann auch irgendwann mal auf den Gedanken kommen, äh wenn er, ich sage jetzt mal, so ein viktorianisches äh.
37:41
Horror oder Detektivspiel oder sonst was, hat so eine Geschichte auch mal zu erzählen, weil das einfach ein Klassiker ist.
37:48
Da muss ich aber auch was Interessantes zu erzählen haben, dann muss ich nicht dann darf da nicht einfach der Typ aus Transsilvanien auftauchen, sondern ich muss es dann,
37:57
Genau wie Jens gesagt hat, wirklich irgendwie drehen, dann ist das vielleicht kein Vampir, sondern der tut nur so oder
38:03
Er hat vielleicht eine ganz andere Agenda als äh ähm äh Dracula sie damals hatte oder
38:09
Vielleicht ist er gar nicht der Böse, sondern er ist der Gute und die anderen sind die Bösen oder was auch immer oder er glitzert in der Sonne oder keine Ahnung.
38:19
Ich denke, man kann, man kann aber eben, man kann aber eben sagen, ich muss mir immer was Neues einfallen lassen, solange ich mich einfach nur an dem orientiere, was irgendwo schon mal dagewesen ist und das nicht mal versuche, irgendwie.
38:33
Ein bisschen ja zu modernisieren, umzuwandeln, zu verdrehen, vielleicht auch ironisch zu durchbrechen ähm.
38:42
Dann funktioniert das einfach nicht.
38:44  Track 3
Denke man sollte da auch unterscheiden, also zwischen quasi dieser dem Tribut, also dieser dieser Verbeugung,
38:52
Da finde ich, darf es erkennbar sein? Vielleicht solltest du erkennbar sein, zumindest für für Leute, die so ein bisschen Auge drauf haben.
39:01
Also, nochmal, also es gibt natürlich nochmal die Verbeugung und das Eastereck quasi beim beim Eastereck ist es halt nochmal ein bisschen verschwubelter. Es ist also dann wirklich nur für Insider, äh aber bei einem Tribut finde ich es völlig in Ordnung, muss man erkennen kann, okay, wo kommt's her,
39:13
Also ich habe jetzt tatsächlich jetzt gestern,
39:16
NSC eingebaut für die schwarze Katze, es ist äh äh ein eine relativ offensichtliche auch Übernahme von Treiblich-Selbsteroiden, Dipler von äh,
39:26
von der Scheibenwelt, eben weil ich das richtig äh durchaus jetzt wie viele andere Menschen auch, auch äh Predigt sehr, sehr schätze,
39:35
Das ist in Ordnung. Also man sieht das halt auch. Also man liest sich das so, ich habe gesagt, hier den kenne ich. Ähm,
39:40
Bei, ich sag mal, einer Inspiration in dem Sinne, wo es also eben nicht darum geht, dass man's erkennt
39:46
ist es halt genau das Gegenteil, da genau geht's dann darum sich zu überlegen okay ich hab jetzt 'ne Idee beziehungsweise noch besser wo kriegt man die Idee eigentlich her,
39:55
wo ist das Risiko gering? Also wo gibt's genug? Und wo ist das Risiko gering, dass irgendjemand das,
40:02
kennt. Ja, also ich habe schon Abenteuer erlebt oder beziehungsweise auch gelesen.
40:06
Da konnte man das halt sehen. Das finde ich immer sehr unangenehm, ja? Wenn ich bin nicht, dass dann dann die grobe Handlung sehe und stelle fest, okay, das ist jetzt für ein XY,
40:14
Du hast am Ende so ein bisschen was gemacht worden, ja, damit's äh ein anderer ein anderes Ergebnis hat, aber grundsätzlich ist das die Konstellation, die kenne ich aus dem Kinofilm. Ähm das nicht cool, ja? Also mich ärgert das dann,
40:25
als als Leser,
40:27
ähm und deswegen äh kann man sich eben Sachen suchen, wo man von ausgehen kann, dass es Leute halt, die vielleicht nicht auf dem Schirm haben. Also da da bricht bei mir halt immer der Historiker durch, also irgendwelche,
40:40
ohne alten Quellen,
40:43
wenn man sich sowas eben ansieht wie Game of Thrones das ja auch sehr stark auf den Rosen kriegen et cetera sich abstützt ähm kann man sehen also es scheint zu funktionieren,
40:52
eben weil äh die Geschichte zeigt, dass Menschen zu den bezahlten Dingen in der Lage sind,
40:58
auf allen Ebenen, also sowohl was den Willen angeht, was die Möglichkeiten angeht, was was Abschuldigkeiten aller Art angeht, aber auch äh,
41:09
die Bereitschaft etwas zu erreichen, also sowas wie Pyramide zu bauen, auch immer darauf kommen, ja? Und es auch durchziehen. Ja, lass uns mal einen Berg in die Landschaft stellen, der schön dreieckig ist.
41:20
Und da findet sich dann relativ viel, gerade wenn man halt nicht so den die Startsache nimmt, also nicht schon wieder Artus, ja, zum fünfzigsten Mal, äh, sondern einfach so ein bisschen,
41:29
guckt, was ist denn noch so in der Weltgeschichte passiert? Und dann ergeben sich viele Dinge, wenn man das da zu Ende denkt oder sich überlegt, okay, wie könnte es,
41:36
anders ausgegangen sein oder wie würde X mit Y zusammen fungieren, äh glaube ich kommen.
41:42
Schnell viele Konzepte bei Rum, die ganz spannend sein können.
41:47  Track 2
Ich denke auch äh unabhängig von Geschichte kann man Mythen auch sehr gut aus,
41:52
schlachten, wenn ich mir alleine das angucke, was so über die Jahrhunderte im Bereich des Christentums alles passiert ist und woran Christen geglaubt haben.
42:03
Dann komme ich an so vielen Sachen vorbei, die ich nutzen kann. Ja, angefangen von der Hexenverfolgung und den äh Grundlagen, die man sich dafür überlegt hat.
42:14
Über irgendwelche Engels, Mythen und Ähnliches. Ich hatte zum Beispiel mal die Idee, ein äh Geschichte über gefallene Engel zu machen.
42:23
Und ich war völlig verwundert, als ich mal so ein bisschen angefangen habe zu recherchieren, wie viele Mythen über gefallene Engel es geht. Es gibt also durchaus nicht nur Luzifer und seine äh Herrscharen, ähm,
42:35
sondern es gibt noch ganz andere.
42:37
Engel, die tatsächlich irgendwann auf der Erde angeblich zurückgelassen wurden, weil sie irgendwelche Sünden begangen haben, sich gegen Gott gewandt haben und Ähnliches und denen der Rückweg ins Simmelreich jetzt versperrt ist.
42:51
Wenn man also so eine Geschichte tatsächlich mal machen will, dann.
42:55
Guckt man sich diese Mythen an, überlegt sich gut, wie kriege ich die jetzt in zum Beispiel in einen modernen Kontext? Wenn ich sie heute erzählen will.
43:02
Und lässt sich dann vielleicht nochmal so ein, zwei Besonderheiten einfallen, die das Ganze eben äh besonders hervorheben.
43:12
Und wenn ich das mache, dann komme ich auch auf eine interessante Idee und die verfolge ich dann auch, aber die kann eben auch wiederum dauern. Ja, das ist nicht unbedingt etwas äh.
43:22
Wo ich sofort äh dann da bin und sage, ah ja und so äh kann ich das jetzt sofort aufbauen.
43:30
Sondern da mache ich vielleicht ein bisschen mehr Recherche, da gehe ich vielleicht ein bisschen tiefer in die äh Mythologie rein.
43:37
Und wenn ich's wirklich ganz abstrus haben will, dann nehme ich irgendwelche Länder, die hier gar nicht bekannt sind, so
43:44
richtig ja ich sag mal Beispiel was noch einigermaßen bekannt ist wäre Gilgamesh,
43:51
oder auch russische Geschichten sowie Baba Jaga und Ähnliches, das sind Mythen, die teilweise schon bekannt sind, die sind aber so.
43:59
Teilweise fremdartig für uns, dass sie, also für uns westliche.
44:06
Äh Menschen, dass wir wirklich da drauf gucken und sagen, ja, das ist wirklich total seltsam, das hat noch nie jemand gehört.
44:14
Also ich habe mal russische Mythen für verschiedene Rollenspielprojekte recherchiert und äh da gibt es so absolut irrsinnige Geschichten, wie man sie hierzulande nie gehört hat. Aber man kann was draus machen.
44:27  Track 1
Kommen. Das kann man aber jetzt, glaube ich, generell sagen, dass Mythen eine sehr ein Quellunerschöpflicher Ideen ist. Auch wenn sich einigen ähm.
44:37  Track 2
Ja, aber man muss ja auch eben teilweise ändern, weil wenn ich zum Beispiel äh dran denke, ich habe mal einen für ein Projekt bei Systemmatters, habe ich eine russische äh Geschichte, eine russische Sage adaptiert. Ich komme jetzt gerade nicht mehr auf den Namen,
44:51
Ist auch egal. Ähm das Entscheidende dabei war, dieser,
44:57
äh russische Gigant war äh unbesiegbar, weil er hatte kein Herz. Das Herz war äh.
45:04
In einer Kiste, in dieser Kiste war eine Ente, in der Ente war ein Ei und in dem Ei war sein Herz,
45:12
Das kann ich nicht unverändert übernehmen, weil das kauft mir kein Mensch ab. Das ist einfach so eine absurde Idee. Aber ich kann die grundsätzliche Idee einfach erstmal nehmen und sie ein bisschen umgestalten, sodass,
45:26
ich nachher auf eine Idee komme, die ich auch akzeptieren kann und die auch meine Leser akzeptieren.
45:31  Track 1
Ähm zum Thema äh alternative oder Änderung von bestehenden Sachen zum Beispiel, es gibt ähm Computerspiele, das nennt sich Deep Rock Galaktic
45:41
und das nimmt das Thema Zwerge und Minegraben praktisch äh in die Zukunft
45:48
und im Endeffekt spielt man dort ein Team aus vier Zwergen, die auf irgendeinem Planeten nach Erbsenschürzen von
45:55
Alien, obwohl ja eigentlich wie Zwerge ja die Aliens sind, weil aber ihr wisst, was ich meine. Also von Aliens dann angegriffen werden und dann sich halt verteidigen müssen. Aber im Endeffekt ähm ist es das klassische Zwergenthema. Zwergengraben
46:07
aber halt in die Zukunft gesetzt und allein dadurch hat es einen einen großen
46:13
es bringt viel Neues, obwohl das Grundthema ja das Gleiche kann ich hier übrigens nur jedem empfehlen.
46:19  Track 2
Ja das ist das ist das, was ich hier eben auch meinte, als ich gesagt habe, man nimmt etwas Bestehendes und wirft es in eine Umgebung, wo es einfach auf den ersten Blick nicht reingehört.
46:29
Wenn ich das eben hinbekomme dann hab ich eine ja dann tatsächlich etwas wie eine Innovation, ich tu mich immer sehr schwer mit dem Begriff, weil ich glaube das ist Innovation in dem Sinne eigentlich nicht mehr gibt.
46:43
Aber ich habe wenigstens etwas, was noch nicht so abgenudelt ist, was ein bisschen originell ist.
46:49
Und womit ich meine Spieler auch irgendwo ein bisschen noch überraschen kann. Ich glaube, dass ist sehr sehr wichtig.
46:58  Track 3
Sowas ist auch nicht zu unterschätzen. Das äh also man kann Ideen haben, man kann auch gute Ideen haben,
47:03
man kann auch Ideen kombinieren und eine neue neue Situation setzen, aber Genoi neu, also man wirklich sagt, diese Idee gab's in der, also,
47:14
noch nie, ja auch in einem, du machst auch eine abstrakte Ebene, hebt,
47:18
gab es diese noch nie, also in einem konkreten Punkt vielleicht nicht, ne? Aber äh wenn man das eins eins höher denkt, ja, also der, der unbesiebbare äh Schoke hat sein Herz in der Kiste
47:29
zum Beispiel finden sie in ganz vielen, also in ganz unterschiedlichen Geschichten, wo wir auch wieder bei den Piraten äh der Karibik wären.
47:37
Deswegen eine wirklich neue Idee zu haben, das echt selten. Das muss man sich glaube ich auch bewusst machen, ja? Also selbst wenn man irgendwie stolz ist auf das, was man sich gerade ausgedacht hat, ähm die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Gedanke schon gedacht wurde, ist nicht sehr gering,
47:52
und es ist auch nicht ganz unwahrscheinlich, dass es irgendwer mal zu Papier oder zu filmen oder zu was auch immer gebracht hat,
47:59
Von daher ist das
48:02
auch keine keine Schande sage ich mal sich zu bedienen äh an an dem reichen Ideenschatz eben, ob was nun die Methologie ist oder die Geschichte oder das äh äh
48:15
Medium der der Musikvideos der neunziger Jahre, ja? Es ist eigentlich relativ offen. Ähm solange man sich darüber bewusst ist ja und damit entsprechend umgeht.
48:26  Track 2
Ich liebe es zum Beispiel absolut, wenn ich an irgendwas arbeite oder wenn ich Gedanken versuche irgendwie in eine richtige Reihe zu bringen, mich an bestehenden Medien so ein bisschen entlang zu hangeln. Das heißt
48:39
Wenn ich jetzt weiß, ich möchte eine Geschichte über Zombies machen, bleiben wir mal bei dem Beispiel. Dann gucke ich mir an.
48:45
Wie wurden Zombies bereits gemacht? Das heißt, was für Filme gibt es, was für Spiele, was für Comics, Computerspiele, was auch immer.
48:55
Einfach um abzuklopfen ist meine Idee, die ich jetzt im Kopf habe überhaupt in irgendeiner Form relevant oder ist das etwas, was es schon hundert Mal gegeben hat,
49:04
Und nur ich kenne das nicht und ähm ich find's, ich find's ganz schlimm, es ist mir schon so oft passiert, ich habe eine super tolle Idee, erzähle irgendeinem Freund davon und der sagt dann, ja, den Film kenne ich.
49:18
Das ist total ätzend. Äh ich habe äh das auch schon so oft erlebt, dass man
49:25
meint, man hat eine total tolle Idee, ähm so wie ich zum Beispiel auch schon mal ein Spiel geschrieben habe, das auf der äh Empfehlungsliste, Spiel des Jahres stand,
49:34
Es war auf der Empfehlungsliste leider nicht von mir, weil äh es hat jemand anders rausgebracht und der hat auch nicht bei mir abgekupfert, er hat's einfach parallel zu mir entwickelt.
49:44
Pech gehabt, aber es war eben sehr, sehr ähnlich und ähm das kann einem immer passieren. Und darum ist es glaube ich auch ganz wichtig, sich so ein bisschen äh.
49:53
Nicht auf die eigene Schulter zu klopfen, was man Tolles sich ausgedacht hat, sondern tatsächlich erstmal nachzugucken, zu recherchieren, was haben andere zu dem Thema, mit dem ich mich beschäftige schon gemacht.
50:05
Und ähm,
50:06
vielleicht Teile davon auch zu übernehmen und zu sagen, boah, das ist eine tolle Idee, die klaue ich mir, aber eben auch immer wieder zu denken, ja, jetzt bin ich zu nah an etwas dran, was es schon gab.
50:17
Dann sollte ich mich davon auch wieder entfernen.
50:19  Track 1
Ja, es gibt äh für manche Sachen jetzt, wie zum Beispiel diese Zombies, was du Zombies gibt es
50:24
es ist ja auch endlich was die können, also ich glaub was es noch nicht gab weil wenn die Zombies wenn du gewissen wirst und zum Zombie wirst, dass du dann fliegen kannst. Das gab's jetzt glaube ich noch nicht, aber so ist es entweder langsamer Zombies oder schnelle Zombies, die wir auch dazwischen,
50:37
jegliche Form.
50:39
Was sollen die sonst noch können, was jetzt sage ich mal äh zumindest mit der Physik und einem unserer unserer Welt funktioniert.
50:48  Track 2
Dann will ich es mal anders äh sagen. Ich bin bekanntermaßen großer Fan von Schlefaz. Also die schlechtesten Filme aller Zeiten bei Tele fünf. Wer es nicht kennt, sollte da unbedingt mal reinschauen. Ich liebe das.
51:01
Wieder eben wirklich schlimme Filme gezeigt werden und dann einfach so ein bisschen ironisch darüber erzählt. Aber ich kenne viele dieser Filme auch,
51:11
kannte ich schon vorher. Und äh ich denke da an einen Film, der passt da rein, obwohl er, glaube ich, bei Schläfert's nicht gezeigt wurde bis jetzt. Das ist Wellmut,
51:20
Wellmut ist ein, ich glaube australischer Zombiefilm. Es gibt die Zombie-Apokalypse, wie üblich, man hat also kaum noch Überlebenschancen.
51:30
Und ähm die Leute können sich auch kaum noch bewegen, weil eben Benzin knapp wird und so weiter und dann findet plötzlich jemand heraus, dass Zombieblut.
51:41
Brennbar ist. Und daraufhin gibt es jetzt eine Gruppe von Leuten, die also Zombies jagen und die an ihre Autos anschließen, weil sie können jetzt mit dem Zombieblut ihre Autos betreiben und haben praktisch immer Treibstoff, solange sie Zombies haben.
51:56
Dieser Film ist herzhaft absurd. Ich hab mich.
52:00
Köstlich abisiert, als ich den geguckt habe und der schafft es eben auch am Ende das Ganze nochmal zu drehen, indem also dann plötzlich intelligente
52:10
Zombies auftauchen, die jetzt sagen, was ihr da mit unseren Brüdern macht, ist auch nicht, ist nicht gut. Das können wir so nicht durchgehen lassen. Und dann habe ich nochmal eine andere Ebene.
52:18
In diesem ganzen Streifen drin. Ist das eine schlechte Idee oder eine bescheuerte Idee mit Sicherheit,
52:25
aber sie wird mit so viel Spaß und so viel ich sage mal Freude an der Absurdität der Situation einfach durch äh durchgezogen ähm.
52:36
Dass ich also zumindest meinen Spaß daran hatte und ich liebe diesen Film. Ich habe den also auch schon mehrfach gesehen.
52:42
Und äh das ist halt etwas, wo ich wirklich sage, das ist originell, sowas habe ich in der Form noch nicht.
52:49
Uwe Zombies gesehen und ähm.
52:53
Ich glaube an solche an solche Punkte oder an solchen Filmen kann ich erkennen, dass eben.
53:00
Eine Idee an sich kann noch so Bizarr und seltsam im ersten Moment wirken. Ich kann sie dann aber vielleicht doch so umsetzen, dass sie irgendwie einen Sinn ergibt, wenn ich sie einfach mal sauber durchdenke.
53:14
Aber da muss ich auch bereit sein, eben zu sagen, okay, ich mache jetzt keinen Horrorfilm hier draus. Jedenfalls nicht im klassischen Sinne, sondern ich mache da jetzt wirklich eine Komödie draus, eine Zombie-Komödie, wo eben,
53:26
Ja, Zombies als Benzinersatz äh dienen.
53:30
Und da muss ich auch bereit sein, mich darauf einzulassen, sonst ist die Idee weiterhin einfach bescheuert und hätte äh besser in der Mottenkiste liegen bleiben sollen, so denken dann viele.
53:41
Aber wie gesagt, ich mochte das sehr gern.
53:43  Track 1
Ich möchte noch eine äh kleine Anekdote zum Thema Zombies bringen, auch wenn die jetzt gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hat. Irgendeiner hat mal ausgerechnet
53:51
mit den ähm bei der Serie The Walking Dead hat einer gerechnet, ähm die haben so und so viel umgebracht, wenn man das jetzt hochrechnet, auf wenn nur keine Ahnung, zehn Prozent oder so überlebt haben, irgendwie nach zwei Jahren wäre die Erde von Zombies befreit.
54:05
Nicht so schnell die Leute alle. Die Zombies plattmalen. Ich kann gar nicht so lange gehen.
54:10  Track 2
Ja, aber das sind ja nur die Helden. Das ist ja die anderen sind ja nicht Helden.
54:14  Track 1
Die überleben Ecke.
54:17  Track 2
Nee, die anderen, die äh die sind ja eigentlich nur dann Zombie-Futter. Das kennt.
54:21  Track 1
Mhm.
54:23  Track 2
Das ist ja, das ist ja dann auch so diese diese grundsätzliche Frage, die man sich immer wieder stellen muss, auch wenn ich ein Abenteuer schreibe, ähm warum.
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Gerade meine Helden, das können, was auch immer das gerade ist.
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Warum kann das nicht auch jemand anders? Da darf man aber nicht so genau drüber nachdenken. Das macht bloß, das macht einfach keinen Spaß.
54:44  Track 1
Macht nur Kopfschmerz. Da gibt er ähm lässig ist das jetzt, glaube ich, ne. Das hat der System, das jetzt gerade rausgebracht.
54:52
Hat ein äh Kumpel, die das nennt sich ja Trichterarbeit. Du fängst ja mit vier Charakteren oder mehr oder weniger, je nachdem wie groß die Gruppe ist an. Und das sind halt keine Helden, sondern einfach nur irgendwelche Dorfbewohner und die machen jetzt Dinge, das Überleben hat man danach dann ein Held, hält
55:07
und da merkt man eigentlich der einzige Unterschied zwischen dem Helden und dem Normalen ist ja sehr einfach, dass man irgendwo den Mut gebracht hat, irgendetwas zu tun, was man sonst nicht. Ja,
55:17
hier mache jetzt nicht, ich gehe da nicht rein, sondern ich gehe jetzt nach Hause und das war's.
55:22  Track 2
Oder dass er jemand anders vorgeschubst hat.
55:24  Track 1
Ja. Äh geh du doch mal.
55:27  Track 2
Das ist zum Beispiel, es ist zum Beispiel eine ganz interessante äh Sache, dann schon bald Dance and Core Classics. Ähm das Ding ist, ich glaube sechshundert Seiten dick oder irgendwie sowas.
55:37
Und ähm es soll wohl, ich hab selber also nur einmal gespielt, aber es soll wohl auch ein sehr funktionierendes System sein, aber bleiben wir jetzt mal wieder bei dem Thema Ideen.
55:48
Ähm.
55:49
Alles, was man dazu hört, ist genau das. Am Anfang hast du vier Charaktere und nur einer überlebt und das ist dann dein Charakter und die anderen sind alle tot. Das ist alles, was man über dieses System hört und.
56:01
Dass das eben da Teil der Regel ist.
56:04
Eigentlich oder anderes Beispiel fällt mir auch in dem Zusammenhang ein Traveller, das ist das System, wo du bei der Charaktererschaffung sterben kannst.
56:13
Beides wird eigentlich völlig bescheuerte Ideen.
56:16
Ja, ich zieh mit vier Charakteren los und muss drei umbringen oder ich würfel und würfel und würfel, oh schade, ich bin tot, ich fang wieder vorne an zu würfeln. Aber trotzdem sind das Alleinstellungsmerkmale der Spiele geworden.
56:28
Die für die Fans auch etwas ganz Besonderes darstellen. Ich habe Leute gehört, die gesagt haben, ich spiele frei Traveller, immer nur diese Variante, wo ich auch sterben kann,
56:38
Wo ich sage, das ist doch eigentlich absurd. Ich will einen Charakter erschaffen und nicht umbringen.
56:42
Also ich denke, es ist auch so, dass eben die Frage blöde Idee, ja oder nein, eben sehr stark auch davon abhängt,
56:52
was ich von einer Sache erwarte beziehungsweise wie ich vielleicht auch mit einer Sache in Berührung gekommen bin,
57:00
Völlig egal, ob das jetzt ein Spiel, ein Film oder was auch immer ist, wenn ich da eine besondere Beziehung zu einem bestimmten, vielleicht auch seltsamen Aspekt.
57:09
Habe, ähm, werde ich den tatsächlich positiver bewerten als er möglicherweise ist.
57:15  Track 1
Weißt du es nicht, dass sich die blöden Ideen äh nur in der Rückschau gut finde? Oder meistens oder positiv verkläre.
57:22  Track 2
Vielleicht, aber ich denke, es ist auch eine Frage, wie ich sie das.
57:27
Erste Mal wahrnehme, wenn ich zum Beispiel bleiben wir beim Beispiel Ballspiel Traveller, äh ich erschaffe meinen ersten Charakter und da kommt der entkommt vielleicht gerade so dem Tod.
57:39
Aber mein Kumpel, dessen Charakter stirbt in der selben Situation. Ähm dann habe ich das so im Kopf.
57:47
Und dann denke ich vielleicht eher daran, boah mein Charakter, der hat die ganze Zeit mit diesem anderen zusammen irgendwas gemacht und dann war der andere tot.
57:56
Davon, als wenn es einfach so ist, dass ich sage, gewürfelt gewürfelt, gewürfelt, tot, mist, gewürfelt, gewürfelt, gewürfelt, gewürfelt, tot, mist,
58:08
Ähm.
58:09
Dann habe ich in dem einen Fall da wirklich eine persönliche Beziehung zu entwickelt und in dem anderen Fall habe ich ja mich vielleicht auch geärgert über die Idee, meinen Charakter sterben zu lassen. Durch so.
58:22
Und darum denke ich ich sag mal des einen blöde Idee ist es anderen Geniestreich vielleicht auch.
58:29  Track 1
Ja doch kann man auch sagen, es ist so lange eine blöde Idee, bisschen irgendein anderer sagt, es ist ja genial.
58:36  Track 2
Nehmen wir das, nehmen wir das Ganze auch wieder ganz bekanntes Beispiel, nehmen wir PP und P.
58:41
Ja, Plüschbauer und Plunder. Äh es ist ein Rollenspiel, überlebende Plüschtiere. Ich glaube, dass viele Leute damit überhaupt keinen Spaß haben.
58:50
Sie sagen, das ist bescheuert, ich will sowas nicht. Ich bin, ich spiele doch kein, ich spiele doch nicht den Teddybären von meiner Schwester oder was auch immer.
58:58
Und jemand anderes sagt, ach, das ist so cool, ich bin ein total cooler Bär, ich habe eine
59:03
Direktivausrüstung und darum bin ich jetzt, ich hab so 'n Trenchcode an und eine Fedura auf dem Kopf und darum bin ich jetzt ein cooler Detektivbär und damit erlebe ich jetzt Abenteuer. Der hat da einen tierischen Spaß dran
59:17
und äh die Idee ist dieselbe, aber sie wird halt anders aufgenommen.
59:23  Track 1
Was ist eine Fidora.
59:24  Track 2
Ähm das ist dieser typisch klassische Bogie Hood. Also den den dann äh haben für Boga hat immer in seinem Film getragen, hat das eine Fidora.
59:32  Track 1
OK und jetzt nochmal für die Jüngeren.
59:34  Track 2
Ah okay äh wenn du in irgendeiner Fernsehserie, in irgendeinem Film
59:41
In äh irgendeiner Comic Serie
59:44
einen knallharten Detektiv stößt. Der am Anfang einen Vortrag darüber hält, wie hart die Welt ist und dass er sie nur mit viel Zigaretten und Whiskey erträgt
59:56
Und der läuft dann durch die Gegend und hat einen Hut auf. Das ist eine Fedora.
1:00:00  Track 1
Ah. Also okay, also Hut äh rund und mit diesem Knick drin sozusagen. Ja. Okay.
1:00:08  Track 2
Das ist das ist so die, das ist so die klassische Fidora und das sind äh,
1:00:15
Das sind eben die äh wie ich, wie ich meinte, ja, dass ich da eben auch dieses Bild bediene, das ist das, was Jens vorhin sagte. Das ist eine Hommage.
1:00:25
Ich erzähle ja zwar eine Geschichte von lebenden Blühstieren, aber ich erzähle sie so, dass eben so ein klassischer Noah-Detektiv äh im Mittelgrund, im Mittelpunkt steht
1:00:35
Und dieser Detektiv, der lebt jetzt natürlich genau die Geschichten, die ähm so ein ähm.
1:00:44
Ja, Noah Mensch, tatsächlich da in den fünfziger Jahren erlebt hätte. Ich kann vielleicht mal, wenn ich, wenn ich darf, ähm ich bin.
1:00:53
Ich habe eine absolute Lieblingsserie und meine absolute Lieblingsserie ist die Serie Castle.
1:00:58
Für diejenigen, die das nicht kennen, Kerstell ist ein äh Autor, der darf mit einer.
1:01:05
Äh hübschen Detektiven zusammen Fälle aufklären, ähm weil er.
1:01:13
Ja genau, mit einer Polizistin darf er eben äh Mordfälle aufklären und äh.
1:01:19
Natürlich verliebt er sich auch in sie. Sie kann ihn natürlich nicht ausstehen, aber eigentlich liebt sie ihn auch. Ähm und er ist so ein Typ, der im Grunde genommen, ja, mit vierzehn Jahren aufgehört hat zu altern. Äh.
1:01:34
Sieht alles also wirklich wie so ein Kind und mit absoluter Begeisterung und wenn eben ein Fall kommt, in dem plötzlich ein Zombie der Täter zu sein, scheint, dann taucht er vor der Kamera auf und so, bist du voller Zeiten.
1:01:48
Und ich liebe diese Serie, weil sie über ihre Laufzeit immer wieder genau das gemacht hat, was wir gerade gesagt haben.
1:01:57
Es gibt Folgen über Zombies, es gibt Folgen über unsichtbare Menschen, Zeitreisende. Äh es gibt eine Folge auf einer.
1:02:07
Science-Fiction Convention. Jetzt muss man aber dazu sagen.
1:02:11
Diese Serie spielt in unserer Jetztzeit oder in der von vor zehn Jahren und sie ist nicht übernatürlich,
1:02:19
Das heißt aber trotzdem diese ganzen Sachen werden da von den Autoren reingestreut und machen die Geschichten, die an sich relativ normale äh Kriminalfälle sind,
1:02:31
eben durch diese ganzen Absurditäten, die sie mit reinstreuen zu einem, ja, zu etwas Besonderem, zu etwas Interessantem, weil man eben nie weiß,
1:02:40
Was passiert jetzt in der nächsten Folge, ja? Der Zombie stellt sich dann eben heraus, hatte in Wirklichkeit war das einfach nur jemand in einem Kostüm? Klar, äh der Zeitreisende war kein Zeitreisender, nur in der letzten äh Szene fragt man sich dann, ha, vielleicht,
1:02:55
doch und so weiter. Also.
1:02:58
Was ich an dieser Serie toll finde, neben den Charakterkonstellationen, die ich einfach mag, ist eben genau dieser Einfahrtsreichtum, der da immer wieder völlig.
1:03:07
Ich sage jetzt mal Genre, fremde Elemente reinwirft und die mit einer unglaublichen Liebe fürs Detail auch dann parodiert oder sich davor verbeugt,
1:03:17
Und ich glaube, das ist etwas, wo man wenn man sich die Serie mal anguckt an vielen Stellen tatsächlich auch von lernen kann, wie man sowas auch macht,
1:03:26
Ohne dass es wirklich äh seltsam rüberkommt.
1:03:29  Track 1
Also äh kann ich auch nur empfehlen. Es war eine Jens kennst du die auch.
1:03:34  Track 3
Äh ja ja äh ab und an gesehen, also jetzt nicht so extensiv, aber äh doch ist, ist auf dem Schirm.
1:03:40  Track 1
Lobenswert, äußerst lob. Okay.
1:03:42  Track 2
Ich muss die allein deshalb gucken, weil meine Frau mal irgendwann gesagt hat, ich sei genau wie Kessel.
1:03:47
Das sind das Schlimme ist, sie hat, glaube ich, an einigen Stellen recht, das ist äh irgendwie erschreckend. Ich suchte die gerade mal wieder durch, weil die bei Amazon Prime gerade äh.
1:03:57
Tschuldigung Werbung. Äh gerade kostenlos sichtbar ist und äh ich bin gerade in der siebten Staffel und bin bald wieder durch. Yes. Ich weiß nicht zum wie vielten Mal.
1:04:08  Track 1
Ja, also äh könnte ich auch mal wieder. Okay. Ähm wollen wir jetzt schon die äh den zeitlichen Fortschritt haben? Ähm Jens. Möchtest du uns noch was eine Idee.
1:04:19  Track 3
Nicht zu Kessel äh ähm ja.
1:04:24  Track 2
Kerze der Podcast da draus, das ist eine gute I.
1:04:28
Jedes Mal eine Folge.
1:04:29  Track 3
Ja nie.
1:04:31
Ich glaub um das zusammenzufassen, also vielleicht auch für Leute die die sich selber mit Ideen beschäftigen oder schreiben oder es versuchen ich glaube man kann muss grob zusammenfassen, also es ah es gibt sehr wenige wirklich blöde Ideen
1:04:44
Es gibt unpassende Ideen und es gibt langweilige Ideen, ähm aber wirklich,
1:04:49
blöde ist, blöd ist immer eine eine sehr subjektive Angelegenheit. Es kann nicht schaden, Ideen mal umzudrehen oder neu zu denken oder.
1:05:00
Quasi Nachfolgeideen zuzusuchen. Ja, also es heißt nicht einfach alles direkt übernehmen, was dann erst durch den Kopf geht.
1:05:08
Wäre eine besten dritte Idee ist oder ob man eine Idee hat oder sagt OK wie kann ich denn nochmal einen Twist geben oder so was,
1:05:14
und ich glaube, was was unglaublich wichtig ist, ist zu versuchen, seinen eigenen Horizont zu erweitern. Also sich mit mit Dingen
1:05:23
zu beschäftigen, die halt nicht zum zum äh Standard, also nicht irgendwie nur RTL zwei bestehen. Wobei man auch, glaube ich, auch lustige Ideen finden kann. So ist es nicht
1:05:32
das heißt, sich ob es nun Methologie ist oder Geschichte oder irgendwas völlig anderes, ja? Also irgendwas, was nicht zum zum üblichen Dunstkreis dessen gehört, was man selber produziert, wenn man was ich
1:05:45
ähm,
1:05:46
Krimis schreiben möchte, vielleicht nicht nur Krimis lesen, sondern sich auch mit anderen Dingen beschäftigen. Um möglichst breit sich aufzustellen und zu gucken, was was bietet die Welt noch so? Ähm ich glaube, was ist ganz wichtig, weil Ideen aus dem luftleeren Raum,
1:06:00
also quasi die Idee aus dem vom Weise auf was weiße Blatt Papier zu setzen ist glaub ich mit am schwierigsten ja? Das da da tut man sich auch kein Gefallen mit,
1:06:09
sondern sich aus dem aus dem reichen Schatz.
1:06:12
Von tausenden von Jahren und Milliarden von Menschen zu bedienen, die alle irgendwann mal was getan haben oder sich was gedacht haben, was sich ausgedacht und rumfantasiert, ähm,
1:06:22
Man muss man kann nicht immer alles völlig neu,
1:06:27
erfinden oder man erfindet das Rad neu, um mal festzustellen, okay, da war, waren schon fünf Leute vor mir, die hatten diese völlig neuartige und absolut brillante und nie vorher gedachte Idee von zuvor und haben die bereits umgesetzt in welcher Form auch immer.
1:06:40  Track 2
Es gibt natürlich auch diesen Punkt, wo ich sage, die Idee ist zwar neu und noch nie da gewesen, aber vielleicht gibt's dafür auch einen Grund,
1:06:47
Weil ich möchte ja auch eine gewisse Akzeptanz erzielen und je neuer und außergewöhnlicher meine Idee ist, desto mehr werde ich vielleicht auch ja.
1:06:56
Mit nichtakzeptanz oder äh mit regelrechter Ablehnung da auch äh zu tun bekommen.
1:07:02  Track 3
Okay. Welche, was was für Ideen, also mir fällt jetzt nichts ein, äh also mir noch einfallen, die jetzt nicht auf AOXITAN stoßen würden, aber ich weiß nicht, ob es eine gute Idee wäre.
1:07:13  Track 2
Ob's jetzt eine gute Idee ist oder nicht, aber ich mache mal machen wir mal ganz andere Baustelle auf, aber daran lässt sich's gut erklären. Wenn ich nur moderne Kunst anschaue, da sind Sachen dabei, die sind,
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einfach für den Normalbürger glaube ich schwer nachzuvollziehen. Das heißt, ich habe vielleicht eine ganz, ganz neue Idee für äh eine.
1:07:35
Kunstperformance oder sonst irgendwas, ja? Wir erinnern uns alle an harte Kerkeling und Hurz. Ich, also ich zumindest. Ich weiß nicht, äh ob sich die.
1:07:45  Track 3
Da die älteren Herrschaften unter uns.
1:07:47  Track 2
Ja, die älteren Herrschaften werden sich dran erinnern, ja, wo er dann,
1:07:50
vorne stand und eben ein vollkommen absurden Text erzählt hat, da im Hintergrund wurde irgendwie Klavier gespielt, beides passte überhaupt nicht zusammen und er schrie so alle zwanzig Sekunden irgendwann.
1:08:05
Und die Leute haben sich dann darüber unterhalten, inwieweit das jetzt künstlerisch wertvoll oder sonst irgendwas ist. Äh.
1:08:13
Er wollte damit eben auch diese Parodie auf diesem ja.
1:08:18
Diesen Zwang immer wieder neue originelle innovative Sachen machen zu machen. Da wollte er mit Sicherheit also auch eine Parodie drauf setzen und ähm.
1:08:28
Manchmal kommen halt solche Ideen auch aus einer Ecke.
1:08:34
Wo sie ein bisschen gekünstelt sind. Ich glaube, das finden, das würde ich am ehesten noch als eine schlechte oder eine nicht relevante Idee dann auch betrachten, weil solange ich mich im,
1:08:45
Ich sage jetzt einfach mal Unterhaltungsmodus befinde wollen die Leute auch irgendwo sich abgeholt fühlen. Ja, das heißt sie wollen zum Beispiel eine Geschichte,
1:08:55
haben die eine gewisse ja einen gewissen Wiedererkennungswert hat,
1:09:02
Keiner möchte eine, wenn man eine Agentengeschichte hat, dann muss die immer in irgendeiner Form James Bond referenzieren, sage ich jetzt einfach mal. Egal, ob ich jetzt sage, ich,
1:09:11
Mache eine Verbeugung vor ihm oder ich drehe ihn wirklich um, mache aus ihm einen Trottel äh oder mache vielleicht die Geschichte ernsthafter oder was auch immer, aber keiner möchte wirklich
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die Realität eines Spions, der stundenlang irgendwo rumliegt und darauf wartet, dass einer aus einem, aus einer Botschaft kommt oder so,
1:09:30
Das ist genau das, was Jens vorhin sagte, das ist langweilig. Die Leute wollen einen gewissen Wiedererkennungswert, die Leute wollen etwas, was sie.
1:09:39
Ja, woran sie sich ähm so ein bisschen hochziehen können, um in die Geschichte reinzukommen.
1:09:46
Und ich glaube, dass es leichter, wenn man tatsächlich etwas hat, was so ein bisschen Wiedererkennungswert hat.
1:09:51  Track 1
Sie wollen aber doch auch immer wieder was Neues haben und das ja praktisch schon alles gab.
1:09:57  Track 3
Problem, was das finde ich, dass ich einen guten guten Punkt das Problem
1:10:02
dass da die dann äh das Ralf anspricht, ist ist eigentlich ein Klassiker. Äh viele Leute wollen was Neues, also gerade nebenan. Wenn wenn es
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Um Themenfeld geht es bereits beackert wurde,
1:10:15
ebenso was wie Genre, Geheimheimdienst und Agentenfilme oder äh Star Wars oder was auch immer. Ja? Wollen die Leute oder viele Leute wollen,
1:10:26
was Neues, aber das darf nicht zu anders sein wie das, was sie schon kennen. Das heißt, die wollen das Gleiche nochmal, aber neu,
1:10:35
Aber genauso wie vorher. Aber überraschend neu, aber nicht zu überraschen,
1:10:39
ja? Ähm und das macht es tatsächlich äh die ich sag mal die Navigation in äh in Genre, die die sehr klaren erzählerischen Rahmen mal haben,
1:10:51
sehr, sehr schwierig, ist eine sehr große Herausforderung, ja? Und damit kann man also auch böse auf die Schnauze fallen.
1:10:57
Ich glaube gerade gerade Star Wars und die Star Wars Filme, das seht ihr noch. Jetzt Universe und Serientasse nicht gesehen, ne? Aber gerade die die Filme quasi als Kernstück,
1:11:06
Das ist glaub ich auch 'ne sehr undankbare Aufgabe,
1:11:09
weil ähm man da wirklich diese Manifestation von wir wollen das Gleiche nochmal, wir wollen es aber neu und frisch und überraschend haben, aber genauso wie es vorher war.
1:11:21
Ja, also dieses dieses erzählerische Pardux ähm äh da da sieht man das besonders gut und wie auch die Reaktionen da drauf,
1:11:28
Ja, ob das nun irgendwie Episode eins war, die damals ja schon so Kinderfilm und so äh oder die neueren oder sowas. Äh das ist halt, du hast halt ein Erzähl.
1:11:38
Struktur, die ist bei Star Wars sehr klassisch, eine sehr klassische Geschichte erzählt wird. Ähm zwanzig dann halt,
1:11:45
Als, also ein Drehbuchautor ist oder was auch immer, als Plot, für den Plot zuständigen sozusagen, entscheiden, wie weit wiederhole ich das jetzt
1:11:55
Erzähle ich wieder, so ein Kamikoff Age und und äh äh Teenie entdeckt seine seine Kräfte und bekämpft irgendwie das Böse, das irgendwie von einer Generation vorher stammt oder sowas
1:12:07
Oder möchte ich was anderes erzählen, ja? Und das natürlich, also gerade in, das ist ja ein sehr wirklich extremer Fall, wirklich mit Millionen von Leuten im Rücken,
1:12:17
die nur nur dazu Willens und bereit sind einen mit dem Knüppel eins überzuziehen. Ähm.
1:12:22  Track 1
Nicht ein Problem eher von einem bestehenden Universum.
1:12:27  Track 3
Ja. Definitiv. Aber äh oder halt einen bestehenden Genre. Ja, also was ich, wenn ich dann so ein, so ein Agentenfilm mache,
1:12:35
dann hab ich halt immer diesen Gedanken im Hinterkopf, also mein Zuschauer der hat 'ne Erwartungshaltung ja weil der schon diverse vermutlich diverse Agentenfilme gesehen hat,
1:12:44
und,
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Wenn ich dann einen Protagonisten wähle, muss ich halt überlegen, ja wie ist der zu sehr bunt? Ist ja zu wenig Jamesbund. Ist das quasi das Gegenstück zu dem, also so eine Antipode
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Oder ist das vielleicht, also es gibt ja, ich weiß nicht gerade, welcher es ist. Ist das so ein so ein Sesselfurzer, der eigentlich seit dreißig Jahren
1:13:03
irgendwie äh äh Radioberichte aus dem Iran äh transkrebiert und da irgendwie Sachen analysiert und,
1:13:11
Auf einmal bricht da irgendwie die Japokalypse aus quasi in seinem Büro oder ist es was ganz anderes, also das heißt, ich muss immer das mitdenken, weil ich halt ein ein Erwartungshaltung bei meinen Zuschauern habe.
1:13:24
Macht's tatsächlich schwierig, ja? Also es geht jetzt nicht mal zwingend um Ideen und da geht's wirklich dann um Erzählstruktur, ja und Abläufe und sowas,
1:13:34
ja tatsächlich je je,
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also je größer und bekannter und je ikonischer äh die Erzählung ist ähm desto schwieriger hat man's glaube ich da wirklich diesen diesen paar Dogs aus,
1:13:50
dieses Paradoxon aus, äh, wir wollen's haben wie es war und wir wollen's völlig neu irgendwie aufzulösen. Was halt Balanceakt ist,
1:13:59
Speziell, weil es ja nicht ein Sweet Spot gibt, wo man sagt, okay, da treffen sich dann die Gemüter, sondern nach sieben Tauchlöben stehen noch sehr unterschiedlich,
1:14:08
Ja, was dem einen dann zu neu ist, ist dem anderen zu zu alt bekannt.
1:14:12
Im bestimmten Moment, gerade wenn da auch noch die Erwartungshaltung sehr sehr hoch ist, weil das irgendwie gehypt wurde und,
1:14:19
und irgendwelche wenn das Marketing sich da reingeworfen hat und irgendwelche Trailer oder was auch immer produziert hat und die Kraft geile Versprechungen machen
1:14:27
Die Kampfzeit irgendwo, also irgendwann ist es halt nicht mehr möglich, du kannst nicht mehr alle Erwartungen äh erfüllen, du kannst mutig nicht mal mehr die Erwartung von einem hohen Prozentsatz erfüllen.
1:14:37  Track 1
Es äh ist meiner Meinung nach, ist das jetzt generell so, dass die Geschichten und alles, das wird immer immer nur,
1:14:44
Der Shop Effekt wird immer nur größer. Das hat der Game of Thrones zum Beispiel auch an den in den ersten Staffeln gemacht,
1:14:50
dass er reihenweise die Protagonisten einfach niedergespült hat. Das war ja vorher auch nie so, du hattest vorher deine dein dein Cast, sage ich jetzt mal und der,
1:15:00
um den ging es von Anfang bis Ende läuft es bei Game of Thrones zu rauchen,
1:15:05
Karst gewissermaßen, der auch von Anfang bis Ende dabei war, aber der, wo du immer dachtest, das geht jetzt um die
1:15:12
Die wurden alle umgebracht. Und dieses immer schockiger, immer mehr Drama, das kommt mir so vor, dass es im Moment so die Antwort auf
1:15:20
Es gab ja schon alles. Es ist immer eigentlich nur noch mehr Drama, mehr Momen.
1:15:24  Track 2
Sehr häufig ist das glaube ich tatsächlich so, weil man der Meinung ist, man muss da jetzt irgendwas übertreffen, was in der Vergangenheit da gewesen ist. Ich kann jetzt heute kein
1:15:35
Wenn ich heute an einen Vampirfilm denke, an die alten Dracula-Filme, die sind halt äh nach heutigen Maßstäben sehr harmlos,
1:15:42
Die Frage ist nur einfach, wie reagiere ich dadrauf und sehr häufig ist heute die Reaktion tatsächlich, ah ich äh mache jetzt so ein paar krassere Bluteffekte drauf
1:15:50
nur um mal jetzt bei dem Beispiel zu bleiben. Oder bei Star Wars ich mache noch gewaltigere Raumschlachten, eine noch größere Raumstation ähm,
1:16:00
Aber im Endeffekt fliege ich immer auf die Raumstation zu und schalte den äh Schutzschirm ab und fliege durch einen Kanal und mache äh dann mit Torpedos äh alles kaputt,
1:16:11
diese Geschichte haben wir glaube ich in Star Wars jetzt, ich weiß gar nicht wie oft gesehen, ich glaube drei oder vier Mal, ich.
1:16:17  Track 1
Dreimal, glaube ich, erster Todesstern, wenn der Todesstände ja im Bauer war und dann jetzt dieser Planetendings, wo.
1:16:24  Track 2
Und gefühlt hatten wir so sehr ich den Film lieber, aber bei Rogue One hatten wir die Geschichte dann auch nochmal so ähnlich, da war auch wieder Schutzschirm, der ausgeschaltet werden musste, bla, bla, bla. Ähm.
1:16:36
Trotzdem sieht man eben so ein bisschen die Unterschiede dazwischen. Einige Sachen kommen an, einige Sachen kommen nicht an, bei mehr oder weniger Leuten. Und je mehr Leute ich eben,
1:16:47
Ich sage jetzt mal begeistern kann mit dem, was ich tue, desto mehr habe ich dabei auch richtig gemacht. Und wenn eben viele Leute darauf anspringen, dass es immer extremer, immer größer, immer gewaltiger wird, ähm,
1:16:59
Ja dann ist es halt aus der Sicht der Produzenten alles in Ordnung und ob das jetzt wirklich so.
1:17:08
Ja, zielführend ist, ist mal eine ganz andere Sache, weil irgendwann ist die Spirale vorbei, irgendwann schocke ich nur noch, um das Schocken des Willen oder mache nur noch irgendwelche absurden Trickaufnahmen, weil ich es kann,
1:17:21
und ob das wirklich dann das ist, was die Leute sehen wollen, ja das entscheiden sie selbst. Der,
1:17:28
Entscheidende Faktor ist glaube ich immer die Akzeptanz und das was die Leute letztendlich dazu sagen, weil das entscheidet darüber, ob etwas Erfolg hat oder nicht,
1:17:39
Und manche Sachen haben auch Jahre später eine ganz andere Sichtweise.
1:17:45
Oder da entsteht eine andere Sichtweise. Ich weiß, dass ich mal irgendwann einem Verlag, eine Reihe von Abenteuern angeboten habe über Märchen. Also Horrorabenteuer über Märchen. Und das wollte keiner haben.
1:17:58
So nach dem Motto so uninteressant, das will ja keiner sehen, ja?
1:18:02
Irgendwann in den Jahren danach kamen eben Sachen wie die Fernsehserie Grimm, Wanzaponetime, wie Filme wie Hänsel und Gretel, Hexenjäger und so weiter. Ich will gar nicht über deren Qualität jetzt irgendwas sagen, aber.
1:18:16
Es zeigt einfach, dass die Idee im falschen Moment im Raum stand und plötzlich da war sie blöd und paar Jahre später war sie auf einmal äh der heiße Schall ist und ähm wurde tatsächlich,
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Dann auch realisiert und ähm ja irgendwann.
1:18:34
Kommen dann eben kommt die richtige Zeit für alles mögliche. Und ich hoffe halt auch, dass es wieder die Zeit dafür kommt, dass bestimmte Sachen auch wieder so ein bisschen zurückgefahren werden.
1:18:44
Dass ich eben nicht einfach nur noch Spezialeffektgewitter kriege, sondern dass ich auch das Gefühl habe, da hat sich einer auch mal eine halbe Stunde hingesetzt und ein Drehbuch geschrieben.
1:18:55  Track 1
Dieses dieses Mann, man ist zu früh für die Zeit, das ist glaube ich das Bitterste, was man haben kann, obwohl zu spät ist, glaube ich, noch bis.
1:19:01  Track 2
Ja, klar, aber wenn man eine Idee hatte und alle sagen, einem, nee, die ist doof.
1:19:07
Die will kein Mensch haben und paar Jahre später ähm kommt genau diese Idee ähm
1:19:14
dann ganz groß raus und äh man selber sitzt zu Hause und sieht, aha, da hat einer dein Spiel gemacht oder deine Idee für ein Abenteuer jetzt äh umgesetzt,
1:19:28
und er hat das auch gut gemacht, aber vor ein paar Jahren wurde das eben noch keiner haben.
1:19:35
Ja, ich glaube auch diese dieser dieser Zeitfaktor, ja, passt es gerade so in die Welt hinein.
1:19:41
Also jetzt in die reale Welt, der ist glaube ich auch sehr wichtig.
1:19:46
Zum Beispiel an so 'n Film wie ach wie hieß das Ding? John Kater vom Mars oder John Carta zwischen den Welten oder wie der hieß, ähm, mit der größte Flop, den Disney sich jemals geleistet hat,
1:19:58
Weil sie da über zweihundert Millionen in ein riesig aufgemachten Film versenkt haben, der kein Publikum gefunden hat,
1:20:06
Weil da haben sie eine neue Idee gehabt, aber die Idee wollte keiner sehen. Kann auch.
1:20:11
Es gibt Romane von Edgar Rice Barrows, über John Carta von Mars. Das ist ein Mann aus den Südstaaten.
1:20:18
Der wird durch eine Art Dimensionstor auf den Mars geschleudert und hat dort Superkräfte, weil er einfach äh.
1:20:27
Seine irdischen.
1:20:28
Ja, Muskeln sozusagen mitgenommen hat auf dem Maß ist weniger Schwerkraft, darum hat er da eben größere Kraft, kann enorm weit springen und so weiter. Gerät,
1:20:38
an eine sehr fremdartige Rasse von Masianern verliebt sich in eine masianische Prinzessin und so weiter, also
1:20:46
Im Endeffekt auch eine relativ klassische Geschichte, aber mit teilweise sehr ähm andersartigen Wesenheiten.
1:20:56
Und Ideen. Gibt's also mehrere Bücher von und es gibt halt diesen Film äh John Kater zwischen den Welten. Muss man aber.
1:21:04  Track 1
Ist drei Welten heißt, ja? Und.
1:21:06  Track 2
Zwischen zwei Wel.
1:21:07  Track 1
Äh Disney Plus sehe ich gerade von zweitausend.
1:21:10  Track 2
Aber muss man, ich sag mal so, man muss auch aufpassen, weil es gibt natürlich auch die Billigfassung davon.
1:21:14
Weil das Ding ist aus äh ist immer ist in der Public Domain, das heißt als einer gesagt hat, wir machen zwischen zwei Welten gab's natürlich sofort wieder irgendeine Billigfirma, die gesagt hat, hey, machen wir auch.
1:21:24
Und darum gibt's auch äh eben die äh zehntausend Dollar Budget-Version irgendwo.
1:21:30  Track 1
Ähm ja, ich habe hier gerade unterbrochen, sorry.
1:21:34  Track 2
Ne, ich wollte bloß sagen, ich habe natürlich beide.
1:21:36
Hab beide auch gesehen und an beiden fürchterlich Spaß gehabt.
1:21:39  Track 1
Na ja, da verändert mich an ähm im Moment gibt es so ein äh Computerspiel, das nennt sich am Montag. Habt ihr bestimmt schon mal eventuell äh irgend so eine gesehen, wo so ein
1:21:48
praktisch Personen in so einem Raumanzug, wo die Pende auch, also nicht mit Armen verbunden sind, sondern ein bisschen da rumschweben
1:21:55
und die sind halt irgendwo auf dem Raumschiff oder Raumstation und ähm eine davon ist der ist der Verräter und der muss halt dafür sorgen, alle umzubringen,
1:22:04
Und die anderen müssen versuchen, wenn jemand umgebracht wurde, kann man den melden und dann muss man absprechen, wer aber wo, wer war mit wem? Dann kann man den praktisch aus der Luftschneise von der,
1:22:13
Verräter hofft halt, dass dass sie einen anderen rausschmeißen und nicht ihn,
1:22:17
umso mehr Leute, umso mehr macht es halt Spaß, aber auch umso mehr Verräter gibt es dann. Und es geht im Moment total,
1:22:24
durch die Decke, also es wird im Moment nur noch gespielt, ich hab ich kam dadurch jetzt dann auch vor ein paar Wochen dazu und
1:22:31
Es macht ein Heidenspaß, aber im Mongas wurde, ich muss jetzt mal gucken, vor einigen Jahren schon released zweitausendachtzehn und mehr oder weniger anderthalb Jahre hat sich keiner darüber dadrum interessiert und,
1:22:44
angeschaut und jetzt knapp zwei Jahre später geht's total durch die Decke.
1:22:48  Track 2
Ja, es war halt genau wieder so ein Fall, falscher Zeitpunkt. Hat noch einen interessiert und dann plötzlich wird es halt von irgendjemandem erkannt und dann auch weiter getragen.
1:23:00  Track 3
Ja, es gibt halt so obkulturelle Moden, ne? Also ob er so Klassiker sind, Vampire zum Beispiel, Vampire kippen kommen und gehen, äh es gab dann irgendwie die die äh die äh,
1:23:11
später achtziger, frühen neunziger Vampirwelle bei den bei im Agostic Szene, dann gab's irgendwie Interview mit der einmal Vampir, da ging's irgendwie rauf, dann hatten wir mit Twilight irgendwie wieder so einen Vampirschub,
1:23:23
und das das hält dann immer so für ein, zwei Jahre oder zumindest je nachdem wie stark der ist ein paar Monate, dann kommen die ganzen Trittbrettfahrer, die in irgendwelche Groschenromane,
1:23:34
um Maße produzieren oder einfach alte Neben den Namen ändern und nochmal verkaufen.
1:23:41
Und dann gibt's irgendwelche Filme und Serien und was auch immer Produkte in der in dem Kiel Wasser,
1:23:47
Dann verschwinde die Zeit wieder, dann ist es halt wieder nicht cool. Also das habe ich jetzt zum Beispiel jetzt aktuell was mit Vampiren zu machen,
1:23:55
also was ich 'ne Standard, ich sag mal 'ne Standardvampirgeschichte glaub ich deutlich schwieriger. Ja da findest du glaube ich deutlich schwerer jemanden als vor und noch vor ein paar Jahren, weil da war's halt irgendwie modern
1:24:06
und dann kommen halt wieder mit irgendwelchen anderen, da gibt's wieder Zombies eine Zeit lang, ähm oder oder Werwolfgeschichten oder was auch immer. Ja, es sind halt immer so diese diese Moden, viele sind halt,
1:24:16
üblich, alte Sachen, die einfach wieder hochkommen, dann wieder irgendwie neues Thema kriegen. Ähm, oder es ist irgendwie was ich irgendwie so Mad Mac Mad Max mäßige Post Apokalypse oder
1:24:27
oder was auch immer oder oder Space Horror,
1:24:31
was halt dann immer durch irgendein Produkt durch irgendein Film, durch irgendwo gepusht wird, also da das dann einfach Erfolg hat,
1:24:40
dann wird halt draufgesattelt, sofort von den Leuten, die das Produkt gemacht haben, als auch von allen möglichen anderen Leuten, dann wird das irgendwie gehyped und auch medial und mit Marketing äh äh quasi in den Markt geprügelt.
1:24:52
Und dann verschwindet's halt immer wieder. Weil dann irgendwann ist es halt langweilig, also nach der fünften Vampirgeschichte ist halt dann auch wieder durch, ne?
1:25:00
Und wenn du dann halt tatsächlich mit mit einem Thema kommst,
1:25:03
halt gerade nicht cool ist, sondern irgendwie vor zehn Jahren mal cool war und vielleicht in zehn Jahren wieder cool sein wird, ist halt Arsch, ne?
1:25:11
Da weißt du, hat kein Pech gehabt. Außer es ist wirklich der absolute crazy Shit und du machst eine neu eigene Welle auf.
1:25:19
Sich für unser eins schwierig.
1:25:23  Track 1
Das sieht man ja auch im im äh auch im Computerspielbereich, oft so diese Wellen so. Es gab dann Zweiter Weltkrieg. Dann kamen tausende von Spielen, die alle aus dem zweiten Weltkrieg, dann hat's Kinderinteresse. Dann kamen wieder welche mit äh Zombies, mit
1:25:35
Zukunft mit Mittelalter, mit Antike, dass man das auch immer diese diese Wellen durchkommen. Also, stimmt ja.
1:25:42  Track 3
Ja, es gibt ein Laptop einfach so eine Übersättigung, weil also es ist erfolgreich, also machen's viele andere auch, weil die auch erfolgreich sein wollen und äh dann gibt's eine Übersättigung, dann stirbt das halt weg,
1:25:51
braucht's halt eine Zeit lang, also was irgendeine eine halbe Generation quasi, ja bis die Leute, die zu jung waren, um das zu machen, dann irgendwie alt genug sind oder so und die, die es mitgemacht haben, äh das so lange weghaben, dass es vielleicht
1:26:05
wieder so ein Nostalgiefaktor ist, ja? Und dann geht's wieder auf all los
1:26:10
Natürlich mir wieder auf aktuelle Mode getrimmt, deswegen schätze ich mal, Saarland Highlight aus, wie es aussah. Ja, dann hatte man Glitzervampire und eben nicht äh irgendwie den den hässlichen Nospharato.
1:26:23
Aber am am Ende ist es halt wirklich so ein Wellendicken glaube ich.
1:26:28  Track 2
Ja und manche Sachen entwickeln sich dann auch über die Zeit einfach zum Kult. Das ist dann der berühmte Kultfilm, den damals nie einer sehen wollte.
1:26:36
Und plötzlich zwanzig Jahre später ist das ein Kultfilm, weil Leute den wiederentdeckt haben oder weil man herausgefunden hat, oh der hat damals eigentlich schon etwas gemacht,
1:26:45
Was eben heute, zehn, zwanzig Jahre später äh plötzlich Standard ist.
1:26:51
Ich sag mal für mich ein ganz ganz tolles Beispiel ist John Carpentals Big Trouble in Little China.
1:26:57
Das war ein Film in den Achtzigern gedreht und äh der hat zum allerersten Mal diese Hongkong Action und chinesische Fantasy äh mit eigenen Mitteln.
1:27:10
Also mit eigenen amerikanischen Mitteln noch umgesetzt und war ein Monsterflop,
1:27:15
weil keiner sich an dieses Thema oder sich mit diesem Thema irgendwo wirklich anfreunden wollte,
1:27:22
Ich gehörte damals äh auch zu den etwa zwölf Leuten in Deutschland, die diesen Film gesehen haben und ich fand den damals einfach total klasse. Ich war völlig geflasht von dieser
1:27:32
Vollkommen.
1:27:34
Andersartigen Welt von dem Humor, von der Art und Weise, wie er erzählt war und das, ich fand diesen Film klasse, ich gucke den bis heute noch, ich habe den also auch äh mir später besorgt,
1:27:46
der wurde auch immer wieder dann als Kultfilm bezeichnet, wurde neu rausgebracht,
1:27:52
Und die Leute haben dann gesagt, ja, das war ein Film, der war seiner Zeit um zehn, zwanzig Jahre voraus und äh das erlebt man eben auch in vielen Bereichen.
1:28:02  Track 1
So als Fazit könnte man doch sagen, keine Idee ist blöd, es kann nur sein, dass die Zeit grad nicht die richtig.
1:28:07  Track 3
Ja, das ist kein, das ist kein Publikum findet, vielleicht auch so.
1:28:11
Ja, vielleicht ist das eigentlich eine witzige Geschichte oder eine interessante Situation, was auch immer, aber äh,
1:28:18
Also es heißt ja nicht zwingend, dass eine Idee gut ist, weil sie viele Interessenten findet
1:28:23
Ja, weil dann ist die Frage, was hat denn gut? Heißt, ist er, wird etwas gut dadurch, dass es viele Leute gut finden, ja, dann äh äh kann man sich angucken, was für äh äh Fernsehprogramme, die meisten Leute gucken und sagen, das ist jetzt gut,
1:28:37
und dann wird's, glaube ich, viel gruselig. Ähm oder ist das quasi in der Rind? Also kann einfach eine Idee gut sein,
1:28:46
weil du es ist halt eine Definitionsfrage, ne? Also er kann die instanten Gedankengang haben oder interessanten Gehalt oder kann er interessante Sachen dabei rumkommen, macht das eine eine Idee gut, ja? Oder macht das eine gute Idee aus
1:28:59
selbst wenn am Ende zehn Minuten nur noch zehn Leute sagen, das war 'ne coole Geschichte und alle anderen haben wenig verstanden oder fanden die langweilig und doof oder was auch immer, ja? Ähm,
1:29:08
ist auch möglich, ja? Oder sie ist halt zum falschen Zeitpunkt da oder spricht gerade ein Thema an, dass keine Sau interessiert oder das gerade durchgemudelt ist oder so. Ähm das ist halt eine eine Frage der Definition.
1:29:20  Track 2
Und ich glaube auch, es ist so ein bisschen eine Mischung
1:29:24
aus beidem, weil ich muss natürlich irgendwo etwas haben, was eine gewisse Originalität hat, was also nicht so altbacken oder so daherkommt, aber es muss trotzdem von den Leuten akzeptiert werden.
1:29:36
Und ich denke da jetzt mal an eine Sache zurück. Ich habe vor,
1:29:43
Ich weiß nicht mehr genau, ich glaube, es ist so zehn Jahre etwa her, habe ich mal bei ein paar Poetry-Slams mitgemacht. Mein erster Poetry Slam-Auftritt war mit einem Text, der.
1:29:54
Sich um einen Mann drehte, der immer ein Gesicht sah und dieses Gesicht.
1:30:00
Kam ihm immer näher und ähm es war im Endeffekt eine Warnvorstellung und es endete die ganze Geschichte, endete mit einem Selbstmord.
1:30:09
Ähm die habe ich auch mal gelesen für meinen Podcast. Kleiner Werbeblog an dieser Stelle. Äh Sandkastenspiele einfach mal googeln. Ähm.
1:30:19
Aber diese Geschichte habe ich damals bei einem äh äh Poetry Slam vorgelesen und das Publikum war vollkommen überfordert von dieser Geschichte.
1:30:28
Ich hab glaub ich damals nur so etwa ein halbes Dutzend, also da hat man Münzen in so eine Kiste geworfen. Ich hab 'n halbes Dutzend Münzen irgendwie bekommen äh von weit über hundert Leuten, die eben da waren.
1:30:41
Aber die,
1:30:43
Podcaster, äh Podcast, da sage ich schon Quatsch. Äh die Poetry Slammer, die da waren. Die fanden diese Idee, diesen Text eigentlich durch die Bank gut, weil sie gesagt haben, das ist eine interessante Idee, die hast du auch gut umgesetzt,
1:30:57
aber das Publikum hat sie nicht toleriert, das Publikum war überfordert.
1:31:02
Was sagt das über diese Idee aus? Ich glaube die Idee war eigentlich gut, aber sie hat nicht ihr Publikum gefunden.
1:31:10
Und genauso ist das glaube ich mit vielen Sachen. Man muss irgendwo gucken, dass man diesen diesen Spagat irgendwo hinbekommt zwischen dem,
1:31:19
künstlerischen Anspruch, den man irgendwo hat und dem, was man tatsächlich an Akzeptanz beim Publikum erzielen kann.
1:31:28
Das gilt übrigens dann genauso auch, wenn ich als Spielleiter unterwegs bin, ne? Ich kann eine ganz tolle, innovative äh Rollenspielidee oder Abenteueridee haben, wenn die aber für meine Spieler vollkommen ungeeignet ist, werde ich damit durchfallen,
1:31:41
Das ist schwer vorauszusehen.
1:31:44  Track 3
Bei, man ja auch die Frage stellen kann, okay, geht's, geht das überhaupt noch um die Idee, da geht's um die Umsetzung? Äh geht's ums Thema, weil ähm,
1:31:54
Also wenn man es kommt darauf an, was für eine Idee das ist. Also ist es tatsächlich ein einer sehr sehr Genre spezifische Sache und was für Teure ist halt aktuell nicht cool. Ähm,
1:32:03
Oder kann ich aus einem Argenre erzählen
1:32:05
Ja? Also was ich, wenn man sich sowas an, was ich äh so was wie anschaut, ja? Ähm ist eine ganz eigentlich eine sehr klassische Monstergeschichte, ja?
1:32:13
Aber sie ist halt, die ist halt in einem Scifi-Kontext und hat dadurch bestimmte, also natürlich bestimmte Visualisierung, die natürlich dann auch noch
1:32:20
von von Guida sehr hilfreich unterstützt wird aber man könnte die Geschichte ist halt sehr klassisch, die könnte auch woanders erzählt werden
1:32:28
völlig anderen Genre, das könnt ihr sogar in dem Mittelalter Genre funktionieren, ja? Äh aus einem fremden Lady, also aus einem fremden, ja, die Kreuzzüger haben aus dem fremden Land ein Ei mitgebracht so ungefähr, ja? Äh oder sowas oder vom vom Meer angeschwemmt auf Island.
1:32:42
Ja und da kann man sich nicht die Frage stellen, Moment mal. Äh in die Richtung äh und ähm das macht die Idee nicht schlecht, die Idee ist trotzdem schön, die ist halt.
1:32:53
Ähm und das ist vielleicht auch noch so ein, so ein Ding, das er mal unterschätzen sollte. Es geht halt häufig gar nicht zwingend um die Kernidee
1:33:01
sondern es ist vielleicht eine Frage des Genres oder es ist eine Frage, wie man damit umgeht, in welchen Kontext man die stellt, ähm
1:33:10
in welchem Medium produziere ich die? Macht es Sinn, da überhaupt ein Rollenspielabenteuer rauszumachen
1:33:17
Ist es eher was, was vielleicht für 'n, für 'ne Kurzgeschichte funktioniert oder für 'n Roman oder ist es vielleicht eher was visuelles, was vielleicht eher für ein Film oder für ein Computerspiegel,
1:33:26
funktionieren könnte. Ähm, ich glaub das macht auch viel aus. Also es geht da gar nicht mehr so um um quasi dieses dieses kleine
1:33:34
dieses kleine Kristall zusammen von von Idee sondern es geht halt irgendwann um den ganzen Schneemann, ja, wo unter Umständen euch auch Probleme entstehen können oder Herausforderungen entstehen können,
1:33:44
Ähm ja, also von daher ist mir fehlt es ein bisschen schwer, da dann immer von der Idee zu sprechen, ja? Also die Idee
1:33:52
nicht oder die Idee ist schlecht oder die ist gut, weil weil da so viel mehr dranhängt.
1:33:57  Track 2
Und ich glaube, ich glaube eben auch äh.
1:34:00
Es sind manchmal auch die Erwartungen an etwas, wenn ich der Meinung bin, ich höre jetzt hier gerade äh oder ich spiele jetzt hier gerade ein klassisches Fantasy-Abenteuer und auf einmal läuft ein Elien durch die Gegend.
1:34:12
Wirklich das klassische Elien aus dem Film Elien. Dann sagt der eine, wow, das ist mal was ganz außergewöhnliches, finde ich cool. Und der nächste sagt dann.
1:34:23
Wow, das finde ich mal scheiße, das passt überhaupt nicht nach Aventurien oder wohin auch immer.
1:34:29  Track 1
Äh gab's mal der Verein, da gab's so einen ähm äh irgend so ein Abenteuer jetzt gab's äh DSR eins war, äh da hatten sie auch irgendwie durch ein Portal und sind auf dem Alien Raumschiff. Also.
1:34:42  Track 3
Norbert Flug, wenn das Raumschiff parkt in der Gur.
1:34:46  Track 1
Irgendwie so ja.
1:34:47  Track 3
Dieser dieser dieser magischen Wüste.
1:34:51  Track 2
Warum sage ich, es sind äh ich glaube, das ist verdammt schwer, das auch vorauszusehen, weil niemand produziert etwas, weil er der Meinung ist, dass es nicht funktioniert, sondern jeder.
1:35:03
Sagt, wenn ich etwas mache, dann glaube ich, dass die Leute das auch akzeptieren, aus welchem Grund auch immer, wenn ich ein.
1:35:11  Track 3
Also ich gehe. Entschuldigung, ich wollte gerecht, Entschuldigung, aber das äh Widerspruch kommt gleich.
1:35:16  Track 2
OK aber ich glaube, dass es sehr schwer ist das vorauszusehen, weil ansonsten hätten wir keine Flops mehr. Ja.
1:35:23  Track 3
Also es gibt Ideen
1:35:25
Also ich ich kann nicht aus, also gerade wenn's eben um um Hintergrundwellen also es gibt die die existieren und wo es ein Fendom oder Komödie gibt. Da kann ich dir also ich habe viele Ideen, die äh
1:35:37
wo ich weiß, wie ich finde die sehr cool und witzig und aber äh ich würde gekräuzigt werden,
1:35:43
Ja, da würden Leute mit mit äh Fackeln und Mistgabeln vor der Türe stehen und äh das äh das ist absehbar.
1:35:52
Ähm zum Beispiel ein Ufo
1:35:55
Ufo und Aventurium, wir hatten das zwar jetzt schon mal, aber wenn es quasi, wenn's dann mehrere gibt, ähm ich wollte nur noch besser eins weiter zu eins, zwei dazu gehen. Ja, wir wollen noch ein Konzept im Schrank für ein Warmer Foto äh DSA-Kursover. Und ich bin sehr überzeugt, dass es funktioniert,
1:36:10
Also auch hintergrundtechnisch und auch über längere Zeit,
1:36:13
Aber ich weiß, äh, würde das offiziell werden, also ich sag mal, ich konnte mir keine Bodyguards leisten.
1:36:23  Track 2
Also ich fänd's interessant.
1:36:25  Track 1
Erik auch.
1:36:28  Track 3
Den ist aber auch schon durchdacht, also das äh ich bin mir relativ sicher, rein mit rein, also erzählerisch äh kann das durchaus funktionieren, hat klare Motivation, hat äh.
1:36:37
Also tatsächlich ein Hintergrund bei dem beide Seiten halbwegs plausibel zusammen funktionieren können,
1:36:45
Aber es wird halt nie äh also absehbar, nie offiziell werden. Ja, weil das sind zum Glück äh genug auch ausreichend Filter davor, äh die das verhindern und sich da schreiend dazwischen werfen.
1:36:58  Track 1
Dann würde ich sagen, äh Warhammer Ford Mikay bei DFK.
1:37:02  Track 3
Ja, das ist wieder was anderes. Also bei DSK kann man viel mehr machen,
1:37:07
Äh als bei DSA, ähm weil das Fendim deutlich offener ist und man hat immer auch so ein bisschen so dieses Augenzwinkerne dabei hat und ähm würde ich jetzt sagen, kommen, ich will ein Ufo in der Gur haben
1:37:20
dann bin ich mir relativ sicher, dass ich einen Ufo in der Gurk kriege. Ja, ähm, das ist kein Problem. Ähm! Und,
1:37:28
Gut, da würde ich mal überlegen, ob das äh also äh ob es ein DSK-Warm-up, Cross Over, Aventuren gibt, wird dann schwierig, ja, äh, aber grundsätzlich möglich ist viel,
1:37:40
bei DSNA, die hat's schon Isozeit schon schwieriger. Ja, also es ist halt eine eine seit vierzig Jahren äh gepflegte Hintergrundwelt sozusagen und eine Erzählung oder ein eine Ansammlung von Erzählungen,
1:37:52
mehr oder weniger eine miteinander funktionieren müssen oder zumindest irgendwie tolerierbar nebeneinander stehen können müssen,
1:38:00
wenn dann der, der verirrte Freihändler mit seinem äh defekten Warmantrieb äh irgendwo im Sonnensystem rausploppt, ja, weil er sich äh im im Unfall hatte, äh dann wird's halt schwierig, ja? Das geht ja zählerisch,
1:38:16
Aber es würde vermutlich äh nicht nur auf positives Feedback stoß.
1:38:20  Track 1
Mhm. Also ich würde sagen plant das Abenteuer doch mal, du hast schon zwei Spieler da.
1:38:29  Track 3
Ja, man kommt ja zu nichts.
1:38:31  Track 2
Ja, ja, das kenne ich auch.
1:38:33  Track 3
Es ist ja nur ich habe noch ich habe noch zwei Exposis offen, die ich immer mal zu Ende schreiben müsste zu anderen Dingen und Gerüchteweise muss ich ja noch eine Rollenspiele zu Ende schreiben.
1:38:43  Track 1
Aber du musst nochmal jetzt Prioritäten setzen.
1:38:48
Ja. Aber nicht zu denen, die wir wollen.
1:38:53  Track 3
Ja, das äh wird schwierig.
1:38:55  Track 1
Ja. Okay. Gut. Äh wir sind jetzt bei fast zwei Stunden irgendwie angelangt, obwohl wir uns ja nach drei Minuten schon verabschiedet haben.
1:39:03  Track 2
Kannst du ja da schneiden.
1:39:04  Track 3
Ist alles postkryptowier.
1:39:06  Track 1
Ja genau, ist ja äh.
1:39:08  Track 2
Danach war eher alles uninteressant, also von daher.
1:39:10  Track 3
Also die Fußnote, das ist jetzt nochmal so ein bisschen.
1:39:13  Track 1
Ja oder ich hab jetzt nebenbei ja schon hier noch in so 'n Discot geschrieben der Episodentitel und wie Ralf sagte längst gibt es schlechte Ideen oder ist nur der Fall? Ist das nur der falsche Zeitpunkt oder die falsche Zielgruppe? Ich finde es passt doch, oder? Oder fällt euch was be.
1:39:27  Track 3
Das ist äh sehr unkurz.
1:39:31  Track 1
Ihr könnt euch ja nochmal mit was überlegen, aber irgendwie so von dem, von dem äh ähm.
1:39:38  Track 2
Ganz provokativ auch weil ich glaube das ist das worüber wir uns jetzt eigentlich so ein bisschen einig waren so nach dem Motto schlechte Ideen gibt es nicht.
1:39:47  Track 3
Ja, tatsächlich, hätte ich auch gesagt. Schlechte äh äh Ideen gibt es nicht, mit zwei Stunden Postkrypto.
1:39:51  Track 2
Genau.
1:39:55  Track 1
Okay, dann machen wir das so. Ähm möchtet ihr noch etwas äh loswerden zum Schluss.
1:40:02  Track 2
Also ich würde gerne einfach den Appell loslassen. Passend zu dem geradegefundenen Episodentitel, dass man eben auch mal.
1:40:12
Abgefahrenen und außergewöhnlichen Ideen und eine Chance geben sollte. Also nicht sofort schreien, nee, das ist eine blöde Idee, das will ich nicht, das ist nicht bei DSA, nicht mein Kurzfudo, was auch immer
1:40:25
sondern einfach mal sagen, okay, da hat sich einer Gedanken gemacht
1:40:29
Ich gebe dem eine Chance, ich muss es dann nicht toll finden. Ich kann auch danach immer noch sagen, nee, das war nix. Ich will keine freie Händler in der Wüste Goa haben. Aber,
1:40:38
Ich sollte nicht sofort sagen, bevor ich mich überhaupt damit beschäftigt habe, das ist nichts, sondern wirklich mal versuchen, mich da auch drauf einzulassen.
1:40:46  Track 3
Er sich den Freihändler sowieso eher in Weiden oder äh im Horasreich äh äh ich sage nur drei Augen.
1:40:54  Track 2
Dann ist das ja ganz was anderes.
1:40:56  Track 3
Aber um um den Bogen zu schließen jetzt zu einem völlig neuen Gedanken äh spielt mehr Rollspiele.
1:41:05  Track 1
Kann man so sagen, spielt mir Rollenspiele. Vor allem äh Freihändler in Aventuri.
1:41:12
Das wäre doch was Schönes für einen MPA, ne? So die eine Hälfte spielt äh Wrestling Glory und die andere DSA. Und ein paar noch DSK und da treffen sich alle zusammen.
1:41:22  Track 2
Oh mein Gott.
1:41:24  Track 3
Bedanke ich das ich vorbereiten muss.
1:41:27
Spur offen.
1:41:28  Track 1
Okay, dann
1:41:30
Ähm wir danken euch da draußen für die Aufmerksamkeit. Danke Rollen äh und hoffe natürlich, dass da weiterhin ganz viel Sachen folgen und das K folgen und das Beronomikon, das es bald erscheint.
1:41:44  Track 2
Das hoffe ich auch. Aber dazu muss ich jetzt auch was machen.
1:41:47  Track 1
Ja dann ähm würde ich sagen, Arbeitsteilung, die Jens macht äh einen DSA und du machst Verenomica.
1:41:54
Also ich danke euch für äh eure Zeit, äh die ihr und äh die ihr euch genommen habt und euren Input, das hat mir wieder sehr Spaß gemacht, euch da draußen wünsche ich noch einen Tag, schönen Morgen, schönen Abend, bis zum nächsten Mal, ciao.
1:42:07  Track 2
Tschüs.
1:42:08  Track 3
Ciao ciao.