8 Fuß - der Orgelpodcast

Dieser Podcast beschäftigt sich mit Kirchenmusikern und ihren Instrumenten. Ich selbst spiele seit vielen Jahren Orgel und finde die unterschiedlichen Klänge sowie auch die Persönlichkeiten an der Orgel immer wieder schön zu entdecken. Ich möchte euch auf eine Reise durch diese Welt mitnehmen!

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episode 5: Wie nimmt man eine Orgel auf? [transcript]


Ben das Brot ist seit vielen Jahren Organist und hauptberuflich Veranstaltungs- & Tontechniker. In diesem Podcast zeigt er mir anhand der Lutherkirche in Baden-Baden, wie man eine Orgel aufnimmt, aber auch wie in manchen Gemeinden die Orgel langsam verfällt.

Sein berühmtestes Video auf YouTube:

Eindrücke der Orgel in der Lutherkirche:

Der Beitrag Wie nimmt man eine Orgel auf? erschien zuerst auf 8 Fuß.


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 2021-01-24  59m
 
 
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Viele von euch werden Bernd das Brot kennen, wenn man spätabends auf Kika hängen bleibt zum Beispiel. Heute zu Gast bei mir im Orgel Podcast ist in Hommage an diese Filmfigur
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wenn das Brot. Wir sprechen heute über die Orgel als mechanisches Instrument, ihre Funktionsweise und vor allem, wie man sie aufnimmt. Für viele Hobbyorganisten, wie auch Orgelinteressierte, eines der spannendsten Themen überhaupt
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Ben, ich freue mich, dass du heute dabei bist.
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Da ich über dich keine weiteren Infos gefunden habe im Internet, so wie man das von anderen Organisten mehr oder weniger ein bisschen kennt, würde ich sagen, stell dich doch mal kurz vor, wenn du magst.
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Ja, lieber Benjamin erstmal äh vielen Dank für die Einladung. Ähm ich freue mich sehr, dass ich auch mal beim Orkel-Podcast dabei sein kann.
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Und ja, so möchte ich ein bisschen was über mich erzählen gerne. Ähm ich komme aus einer musikalischen Familie und hab da.
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Keyboard-Unterricht und Akkordinterrichten im Verein anfangs gehabt, wurde dann an der Heimorgel unterrichtet und später wurde mir dann
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nahegelegt, auch die klassische Musikausbildung zu machen und äh entweder mich für dich für das Klavier oder die Orte zu entscheiden und ähm ich habe mich für die Orgl entschieden, weil ich von klein auf tatsächlich schon
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großes Interesse an der Orgel gezeigt habe, wenn man äh im Urlaub waren, musste ich immer,
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zur Orgel hochschauen in den Kirchen und das war also für mich immer das Highlight in der Kirche.
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Zu mir privat. Ich bin neunzehnneunundachtzig geboren, bin da so zweiunddreißig Jahre alt, äh, wohne in Baden-Baden und ähm genau ähm.
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Was ich jetzt noch sagen wollte ist ähm die klassische Ausbildung hat mich eben hier zu Orgel geführt äh durch meine ähm Großeltern,
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im ältesten Kreis hier in der äh ortsansässigen Gemeinde waren, habe ich natürlich erstmal Zugang zur Orgel bekommen.
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Und ähm war dann direkt angetan, habe dann ähm Beutelunterricht beim Bezirkskanto Ebert gehabt.
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Ähm beruflich äh bin ich in einer etwas anderen Schiene. Ich wollte zwar auch Musik studieren, entweder Popular, Musik oder Kirchenmusik, aber.
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Popular oder Jazz äh Musikstudium war mir dann doch ein bisschen zu unsicher hinterher mit der mit der Berufsauswahl ist man dann doch ähm.
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Nicht ganz so flexibel und.
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Also es war mir einfach zu unsicher und für die Kirchenmusik habe ich schlichtweg zu wenig Disziplin beim Üben ähm und äh ja äh dementsprechend bin ich äh in den technischen Beruf gegangen. Ich äh habe eine Ausbildung zur Fachkraft für Audiotechnik gemacht, also,
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und hab jetzt noch den Meister Veranstaltungstechnik dazu gemacht, das heißt ich sitz quasi nicht auf der Bühne, sondern in der Regel vor der Bühne und hab natürlich dann auch die Möglichkeit.
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Tolle äh tolle Acts da live zu sehen, ja. Das macht mir sehr viel Spaß. Das mache ich seit über zehn Jahren jetzt mittlerweile und bin da sehr happy.
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Du bist als Veranstaltungstechniker trotz Korona Happy, also von dem her Glückwunsch, ich denke, das ist eine Seltenheit in diesen Zeiten. Ähm du hast gesagt, die Orgel hat dich fasziniert seit je an,
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Was genau hat dich fasziniert? Kannst du das in Worte fassen? Ja, also zum einen ähm.
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Die Kirchenakustik gepaart mit dem akustischen Schallereignis, um's jetzt mal physikalisch auszudrücken, ähm ist einfach überwältigend. Also ähm.
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Mein eine meiner ersten nachvollziehbaren Erfahrungen in Sachen Orgel war in Riga im Dom und da ist natürlich eine riesen Akustik, eine große Walkarorgel,
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hochromantisch äh es hat mich hat's mir wirklich angetan. Und auch der technische Aspekt der Orgel, ja, wie wie viel Handwerk da drin steckt, wie viel Know-How da drinsteckt, wie viele Aspekte man beachten muss, die Intonation,
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die Auswahl von Materialien, das fand ich alles sehr sehr faszinierend, schon als kleines Kind und ähm auch was für äh Töne mal der Orgel äh unterschiedliche Töne man der Orgel dann entlocken kann.
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Ähm und auch äh unterschiedliche Musik. Man ähm.
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Darbieten kann auf der Orgel, das fand ich immer immer sehr, sehr, sehr spannend, ja.
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Was ist es dann genau, was dich am Klang fasziniert sind, ist die hohen wabernden Töne in der Akustik oder es ist der tiefe Bass, der durch alles hindurchgeht.
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Ja, das ist so eine, so eine Sache. Es kommt natürlich immer stark auf den Raum an, also einen Orgelklang kriegt man in einem großen Raum ohne die ganz hohen Registen natürlich auch nicht zum Tragen. Ähm.
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Natürlich bin ich ein Freund von tiefen, grundtönigen äh ähm Registern und auch dem großen Orgelklang, wie man ihn so kennt. Aber ich finde auch, dass ähm spitze, Mixtouren oder hohe Flöten ähm,
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da ihr durchaus ihren Reiz haben, wenn sie gut intoniert sind und wenn sie zum Raum passen und wenn auch das richtige, äh die richtige Literatur oder die richtige ähm Improvisation drauf gespielt werden auf diesen Registern.
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Ich tue mich ja bei Orgelaufnahmen meistens immer ein bisschen schwer, wenn ich mir ältere Orgelaufnahmen anhöre, denke ich mir, hm, das klingt irgendwie sehr weit weg. Irgendwie gar nicht so richtig füllig.
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Wenn ich dann teilweise auch Ludwigsaufnahmen höre, die natürlich nur mit einem Zoom H vier gemacht werden, ohne dass sie jetzt groß Raumakuste wirklich aufnehmen könnten, sind diese Aufnahmen zwar sehr präsent, aber dennoch geht zum Beispiel ein bisschen, habe ich das Gefühl, der Bass ab.
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Gibt es denn so generell Prinzipien oder ähm Weisen, wie man heute so ein riesiges, auch akustisch.
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Sehr schwieriges Instrument wirklich gut abnehmen kann, sodass man einerseits die Nähe aber auch die Raumakustik mit dem füllenden Bass überhaupt noch hinbekommt.
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Ja, das gibt's. Ähm, zunächst sei gesagt, dass der, dass die Aufnahme von also Kirchenorgeln ähm,
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so eine der Königsdisziplinen ist, sage ich jetzt mal, also weil es ja kein äh kein grundsätzliches Rezept dafür gibt. Jede Orgel, jeder Raum ist verschieden,
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jede Aufnahmesituation ist anders und man muss sich dann immer als als als Tontechniker auf den Raum und auf das Instrument ein,
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einlassen und man ist am besten vom Fach und weiß genau, wo klingt die Orgel? Wo ist der sogenannte Sweet Spot der Orgel? Äh wo klingt die Orgel am besten im Raum? Ähm auf welchen Platz ist die sogar intoniert,
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ja bestimmte Ordnung sind ja auf einen bestimmten Platz direkt intoniert,
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oder auf eine bestimmte, weiß nicht, ja, äh Raumsituation hinten turniert. Also äh im Grunde ähm ist es wichtig, dass man äh die Orgel also aufnimmt, selber den Orgelklang, aber auch den Raumklang. Man stelle sich mal vor, ähm man hat eine Gitarre,
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nur die Seiten und ohne den Korbus. Das ist bei der Orgel genau das Gleiche. Der Gitarrenkorpus der Orgel ist der Kirchenraum,
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davon hängt meiner Meinung nach, also bestimmt dreißig, vierzig Prozent des Ordelklangs auf jeden Fall ab. Ähm, es gibt zum Beispiel ich kann jetzt leider nicht genau sagen, was für ein Orglos ist, in USA gibt's eine Argel, die steht im Freien ähm.
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Und äh also der Klang von dieser Orgel ist wirklich,
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Also mir gefällt's überhaupt nicht tatsächlich, es ist vielleicht Geschmackssache, aber es klingt so sehr leer. Das Rezept ähm ähm um es jetzt gescheit aufzunehmen, wäre zum Beispiel ähm eben Raummikrofone nochmal separat ähm aufzustellen und eben ähm.
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Die Orgel äh nah abzunehmen. Ähm ganz wichtig dabei ist auch äh das Stereospektrum, ja? Man muss ja, man muss aufpassen, dass man,
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das Stereo, das Spektrum, Sterespektrum der Orgel richtig abbildet, weil,
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der Raum ist ja nicht äh ist ja kein Mono-Ereignis, sage ich jetzt mal. Das ist ja ein räumliches Ereignis,
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was auch Stereo richtig eingefangen werden muss. Da gibt's so ein paar Tricks, die man beachten soll. Ich weiß nicht, ob das vielleicht jetzt ähm äh zu weit führt, was ich auf jeden Fall raten kann,
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jemanden, der sich damit jetzt beschäftigt oder der da einsteigt ist, man kann also an dem Punkt, wo man selber, wenn man allein in der Kirche ist, nochmal Raummikros um einhundertachtzig Grad verdreht zur Orgel,
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äh hinstellen. So habe ich das auch. Also ich habe quasi ein ähm ein paar ein Pärchen Mikros für Stereo zuorgel, ein Pärchenmikrostereo weg von der Orgel. Das ist sicher nicht optimal, aber man kann das dann in der Postproduktion so zusammenmischen,
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Das ist doch ein homogen Klang gibt und äh die Tiefenfrequenzen, wie du sagst, äh die kommt tatsächlich,
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oft durch den Raum, weil durch Reflexion der Wand, der Decke oder so weiter sich diese hm Bassfrequenzen im Raum.
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Unten zum Beispiel im Kirchenschiff ähm erst wiederspiegeln, ja. Genau. Da waren es schon sehr viele interessante Infos dabei. Ich denke, fangen wir langsam an.
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Du hast gerade davon gesprochen, jetzt erstmal die Orgel direkt abzunehmen. Ich denke, das wären auch die meisten Hobbyorganisten so machen, dass ein Aufnahmegerät,
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hinstellen meistens auf der ähm auf der auf dem Spieltisch,
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und es Richtung Orgel richten zum Beispiel. Ja. Aber was sollte man denn generell vielleicht bei den Mikrofonen beachten? Ich meine, ich arbeite ja auch mehr oder weniger im Audiosektor, wenn noch nicht ganz so spezialisiert wie du. Ähm.
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Es gibt den Unterschied zwischen Kondensator und dynamischen Mikrofon, also Kondensator sind, sage ich mal, sehr empfindlich, weil da läuft Strom durch, sprich äh man braucht Phantomspeisung
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und sie haben dadurch aber auch einen sehr viel wärmeren Klang, weil so ein gewisses, wie soll es beschreiben, Grundrausch noch mit dabei ist
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und dynamische Mikrofone sind ja quasi, man muss sehr viel Lautstärke geben, also Stichwort Trompete zum Beispiel. Was empfiehlt sich denn generell da, weil oftmals rein von dem.
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Lautstärkespektrum, was eine Orgel kann, sind ja manche ähm Kondensatormikrofone schon überfordert. Was würdest du da raten.
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Na ja, das ist jetzt die Sache. Also ähm eigentlich ähm um das Ganze mal ganz kurz abzukürzen, es es empfiehlt sich auf jeden Fall Kondensatormikrofone für die Orgel zu nehmen.
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Äh wie du sollten, wie du schon sagst, dass die Empfindlichkeit von Kondensator, Mikrofon ist und ein wesentliches höher als die,
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dynamischen Mikrofonen, das hat physikalische Gründe in mikrodynamischen Mikrofonen sind Spulen drin, bewegliche Teile, die können nicht auf hohe Frequenzen oder halt dann nur sehr, sehr, sehr, sehr teure Mikrofone,
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so hohe Frequenzen wie jetzt Tieren Einfuß oder eine Mixtour könnt die so gut reagieren, sage ich einfach mal vereinfacht,
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Also man äh und die Konditionmikrofone, dadurch, dass die elektrisch funktionieren, ich auch abgekürzt ähm.
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Können die also quasi das Obertonspektrum viel, viel präziser abbilden. Zum Beispiel auch beim Schlagzeugbecken oder sowas, werden immer mit Kondensatormikrofonen abgenommen, zum Beispiel Kleinmembrankkontanz äh ähm Kondensa oder Kondensatormikrofon. Ähm.
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Weil da eben die Membrane auch sehr klein ist und dadurch die äh durch die Schwingungen empfindlicher ist. Man muss also gucken, dass man
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Man hat ja bei der Orgel ein riesengroßes Frequenzspektrum. Das geht darunter von, was er sich zwanzig, dreißig, Herz bis hoch bis in die Kiloherze, ja, ein Fuß, da hat man irgendwie keinung, fünfzehn, sechzehn Kiloherz oder so oder vielleicht auch weniger. Ich bin mir jetzt nicht genau sicher.
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Dieses Frequenz sprengt Spektrum sauber abzubilden, linear abzubilden. Das ist auf jeden Fall die Aufgabe von einem Kondensautor Mikrofon und es ist da sicher richtig. Am besten ein Kleidmembrankondenser.
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Mikrofon, im besten Falle zwei. Ja, ähm,
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Was was war's noch? Was war da noch deine Frage? Jetzt habe ich gerade ein bisschen der Faden verloren. Kein Problem, dankeschön. Ähm fangen wir vielleicht beim beim Hobbyequipment an. Also wenn ich jetzt normaler Hobbyorganist bin, keine Ahnung zum Beispiel auch Ludwig.
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Würdest du sagen, ein Zoom H4 zum Beispiel ist vollkommen ausreichend oder würdest du eher sagen, nimm dir lieber zwei Zoom H, weiß ich nicht, zwei zum Beispiel.
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Gibt's so bestimmte Geräte, bei denen du sagen würdest, wenn du dir die nimmst, dann bist du mit dieser Ausrichtung auf die Orgel eigentlich zu achtzig Prozent immer safe.
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Ja, also äh die Zoom-Geräte, um jetzt mal bei der Marke Zoom zu bleiben. Ich sag's einfach mal, Handyrekorder, nennt sich ja das äh die Sparte. Äh die sind ähm grundsätzlich sehr empfehlenswert. Ich habe auch einen Zoom H sechs. Ähm der hat halt noch mehrere Eingänge, um,
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ähm Mikros anzuschließen. Das sind so sehr sehr gute Mikrofone. Ähm.
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Und ähm ich würde tatsächlich aber ein kleineres Modell nehmen äh beziehungsweise ein günstigeres Modell, äh damit äh noch Budget bleibt für externe Mikrofone, weil das ist unheimlich wichtig. Ein Zoom alleine,
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ähm damit äh ist es nicht ganz so befriedigend. Was ich jetzt noch äh sagen wollte, du hast vorhin gesagt, die Kondensautoma äh die Orgel war zu laut für Kondensatormikrofone, so pauschalisieren kann man das nicht, weil es hängt ja viel an der Vorstufe.
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Wie regel ich die Mikrofone nachher ein, ja? Also wenn die ordentlich zu laut ist für die ähm Mikrofone, was also wirklich.
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Hier nicht so der Fall sein kann, sage ich mal, dann äh musst du das an der Vorstufe regeln, dass es leiser wird. Du kriegst Kondensatormikrofone mit der Orgel immer in den Griff.
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Also das heißt, wenn du ähm zum Beispiel einpegelst, wie es jetzt mal im im Amateur-Chargon sagen würde.
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Dann nimmst du immer ein ein Tutti oder eine sehr volle Orgel oder wie würde man die Lautstärke erstmal festlegen.
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Genau, genau, genau. Also man fängt immer mit dem lautesten Schallereignis beim Soundcheck an und einpegeln hast du schon gesagt, ja, das ist der Fachterminus dafür, also ähm beim Einpegeln immer das Lauterstalereignis am besten nehmen
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manchmal hat man ja so Erfahrungswerte, es gibt auch Zoom äh Geräte oder Handyrekorder, die ähm,
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so eine Art Backup-Spur äh mitlaufen lassen, die noch ein bisschen leiser ist zum Beispiel.
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Genau, das kenne ich, ja. Das hat das zu Massex. Das ist eigentlich ganz schön. Ich habe auch das Thomas Sex. Und ich denke ähm je nach Budget, also.
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Damit haben wir ein gutes Einsteigermodell, aber was ja du gerade in äh gesagt hast, was interessant ist, sind die externe Mikrofone, die man sich vielleicht bei zusätzlichem Budget noch dazu kaufen könnte.
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Was wäre denn das? Also zum Beispiel ich liebe, wobei das ja jetzt schon sehr, sehr hochpreisige Mikrofone wären, ein bisschen mit den äh Neumanns Stereoset wobei. Ich habe da einmal aufgenommen und ich dachte mir so, boah, das klingt richtig kark.
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Gibt's da vielleicht bessere Alternativen? Also Neumann Stereoset, ich ich gehe mal davon aus, du meinst äh die Neumann KM einhundertvierundachtzig. Äh,
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die kosten natürlich knapp über eintausend Euro. Genau. Äh und sind dementsprechend schon, also im Profibereich, aber ich kann dir aus Erfahrung eigener Erfahrung sagen, dass das wirklich sehr, sehr, sehr gute Mikros sind, um akustische,
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Instrument aufzunehmen, allgemein, also auch Gitarre, Klavier, die Orgel ähm.
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Ja, also das ist mir sind wirklich sehr sehr gute Mikrofone und wenn das mm
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Kark klingt, wie du sagst, dann müssen wir mal schauen, wie hast du aufgenommen äh ähm hast du vielleicht in ähm
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einem falschen Audiocode aufgenommen, das ist ja auch noch ein ein weiterer Punkt, also man darf auf keinen Fall äh meiner Meinung nach äh.
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Sind die Orte in einem komprimierten Format aufnehmen, also MP drei oder so, weil dann eben genau die Obertöne, die den Orgelklang ausmachen, werden durch MP3 quasi gespiegelt, um die ähm nach unten gespiegelt, ins Frequenzspektrum, um so ein.
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Ja eben um die um die Dateigröße zu zu verringern, ja? Und das ist bei der Orgel immens wichtig, immens wichtig, das heißt auf jeden Fall immer in unkomprimierten Dateiformaten aufnehmen,
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und also Neumann ist super. Es gibt auch ähm günstigere Alternativen, zum Beispiel die rote NT fünf Mikrofone liegen wir bei zweihundertfünfzig Euro,
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oder so, also das ist wirklich auch ein gutes, gutes Equipment, mit dem kann man was anfangen, habe ich auch selber welche. Kann ich nur empfehlen, ja.
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Okay, danke für die Eindrücke. Ja, ich habe damals, als ich's probiert habe, äh ich meine, ich habe ein Medienstudium gemacht und da konnte man Mikrofone ausleihen, was sehr schön war, auch Aufnahmegeräte
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Ich hab damals das Neumann Stereoset aus Stuttgart erwähnt, hast einfach unten in den Zuhörerraum gestellt und die Mikrofone Richtung Orgel gerichtet. Natürlich
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was deswegen karg, weil ich hatte quasi kein, keine, wie sagt man, Nahfeldmikrofone oben bei der Empore, die wahrscheinlich gefehlt haben in dem Fall.
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Deswegen war ich mir da ein bisschen unschlüssig, ob man quasi ähm und da können wir vielleicht so ein bisschen noch kurz auf Setting eingehen,
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muss ich dann zum Beispiel manche Mikrofone runterstellen und eins oben haben oder reicht's auch, wenn beide oben sind und ich quasi nur ein bisschen schaue, wo ich's oben dann auf deinem Pore ausrichte.
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Also.
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Wenn man fünf Leute fragt, bekommt man zu der Thematik sicher fünf unterschiedliche Meinungen, aber meine Meinung ist, dass also äh die Orgel an den Positionen
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immer jeweils in Stereo abgenommen wird. Das heißt, zwei Mikrofone an der Position, um das Stereobild ähm sauber abzubilden. Es kann auch sein, dass du
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vielleicht mit deinem ähm Neumann, äh, mit deinem KM hundertvierundachtzig im Raum. Ähm,
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die hast du, hast du vielleicht in AB Sterefin, das heißt, beide sind gleich äh zur Orgel ausgerichtet, aufgestellt und dann muss man in der Postproduktion auch aufpassen, dass man die nach links und nach rechts im Stereospeck.
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Setzt, also es ist jetzt sehr sehr technisch, sehr speziell, aber das ist unheimlich wichtig, weil wenn man die beide in der Monomitte lässt, ja, dann in der Post Production, dann äh,
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bekommt man so ein äh wie sagt, also das kann man gar nicht beschreiben, so es rumpelt und es klingt einfach nicht gut. Ähm auf jeden Fall kann man auch mal ähm.
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Zur Not denke ich dem nah, den nahen Teil der Orgel auch mit mit einem Mikro ab, einem Mikrofon abnehmen, aber den Raumteil würde ich auf jeden Fall immer, immer, immer, immer, immer, immer, Stereo nehmen, das ist sehr, sehr wichtig. Da gibt's dann auch unterschiedliche,
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unterschiedliche wie sagt man Ausrichtung der Mikrofone, XY und so weiter führt jetzt vielleicht zu weit? Ja, ähm, danke.
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Okay, ich versuche nochmal zusammenzufassen, weil ich glaube, ähm der ein oder andere Hörer ist es vielleicht schon ein bisschen ausgestiegen, aber kriegen wir alles, denke ich, gut hin. Ähm.
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Das heißt, du würdest wahrscheinlich oben auf der Empore ja die treueren oder die billigeren Mikrofone aufstellen. Wie würdest du da vorgehen.
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Ich würde oft empore die billigeren, tendenziell die billigeren ähm,
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Mikrofone aufstellen, weil das Feine äh auch die Hallfahne, äh sagen wir, der der Nachhalt des Raumes
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der ist unheimlich fein im Frequenzspektrum und das abzubilden, das braucht man, guckt, da braucht man gute Mikrofone dafür. Ich würde also teure Mikrofone in den Raum stellen und gute äh und und die äh tendenziell ihre günstigeren auf die
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Empore zum Beispiel. Okay, also das Initialsetting ist jetzt zum Beispiel, ich habe meinen Zoom H Sex, am Orgelspieltisch, direkt auf die Mitte der Orgel zum Beispiel gerichtet.
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Genau, genau, genau. Ähm, vielleicht ein bisschen zwei Meter, wenn das möglich ist, zwei, drei Meter äh so äh je nachdem wo der Spieltisch steht
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äh von der Audio natürlich weg, ja? Also wenn du jetzt die quasi die Organistenposition abnimmst, da hast du natürlich auch nicht viel, viele Organisten sitzen hier am Katzentisch, so wie ich jetzt gerade,
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ich kriege von der Orgel nicht viel mit, ja, am Organistenplatz.
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Ja, für Spieltisch. Okay, also zwei Meter von der Orgel weg, direkt auf die Orgel gerichtet, so grob die Mitte, sage ich mal, so wahrscheinlich Schwellwer.
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Okay. Und das heißt, jetzt habe ich zwei Möglichkeiten, entweder ich mache jetzt ein langes Kabel runter in den Zuhörerraum der Kirche.
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Oder ich stell's um hundertachtzig Grad gedreht zu meinem Zoom H sechs nochmal zwei Mikrofone in den Zuhörerraum runter von der Empore aus.
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Genau, genau in den Raum rein. Das ist zwar nicht optimal sicherlich, aber so ähm ich sage mal neunzig Prozent meiner Videos hier in der Lutherkirche auf YouTube, die sind genauso aufgenommen.
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Auch dieses hier jetzt.
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Und wenn wir jetzt eben über den Raumklang sprechen, das hast du grad sehr schön, wenn auch technisch zusammengefasst, dann sollte man immer Stereomikrofone nehmen, gerade für die, die in den Zuhörerraum reinschauen,
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und dabei muss man darauf aufpassen, dass die Mikrofone nicht parallel sind, also.
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Quasi auf der gleichen Achse liegen, sondern dass quasi ein Stieg mehr nach links und einen steht mehr nach rechts.
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Ja so pauschal kann man das nicht sagen. Es gibt unterschiedliche Anordnungen von Mikrofonen, es gibt AB, das ist quasi genau gleich.
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In einem Abstand von fünfzehn, zwanzig Zentimetern,
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so die Standardausrichtung, da gibt's XY, da sind die zu neunzig Grad zueinander gedreht. Es gibt auch für die verschiedensten Sachen, also es kommt auf den Raum drauf an. Ähm
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Ich glaube, um es abzukürzen, man kann sagen,
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das ähm man äh mit anderen Anordnungen kriegt man ein breiteres Stereobild und mit anderen Anordnungen kriegt man so das eher enger, das heißt,
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dann ist vielleicht weniger Seitenempore mit drauf oder so. Ja, also da gibt's ganz unterschiedliche Herangehensweisen aber.
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Okay, Dankeschön. Ja, ich glaube, das hat schon mal einen sehr guten Eindruck gegeben, ähm wie man aufnimmt und,
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probiert einfach aus. Ich denke es sind jetzt wesentliche Geräte gefallen, also Zoom-Handy-Rekorder kann nie schaden. Und wenn er noch Geld übrig bleibt, entweder die rote NT, Mikrofone oder wenn ihr natürlich ganz viel Geld habt,
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schaut man bei Neumann vorbei und ähm ja super,
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Wenn du es dann in die Postproduktion gehst, also wahrscheinlich wie bei jeder Aufnahme, wie auch bei jedem Foto. Man kann nicht alles sofort veröffentlichen, sondern man sollte es vielleicht nicht nur schneiden, sondern auch mal schauen, ob man eventuell das Klangbild noch ein bisschen verfeinern kann.
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Worauf ähm gibt's da ein eins ein Grundvorgehen, was ich machen kann, wenn ich jetzt meine Orgelaufnahme schneide und ich habe jetzt einmal mit Zoom aufgenommen und einmal mit zwei Steromikrophonen versuche den Raum noch aufzunehmen.
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Also ähm fängt man fängt am besten mal von ganz vorne an. Also wir haben ja,
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zwei Mikrofone an zwei oder vier Mikrofonen an zwei unterschiedlichen Orten,
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Und der Schall ist ja, wie man uns sagt, der Schal ist eine faule Sau. Mhm. Äh das heißt dreihundertdreißig Meter pro Sekunde und der Schall trifft an den Mikrofon zu unterschiedlichen Zeiten ein. Das heißt, man muss,
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auf jeden Fall, das ist auch sehr sehr wichtig in der Postproduction nachher die Laufzeiten angleichen. Das heißt, man muss.
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Spur, an der der Schall zuletzt ankommt, ein bisschen vorziehen, ein bisschen vorziehen. Manche,
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manche Softwarelösungen haben da so 'ne so 'ne Funktion, da kann man das in Metern sogar einstellen, das heißt A, das Mikro steht zwanzig Meter weg,
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macht X Milisekunden äh Latenz auf diese Spur. Also das ist sehr sehr wichtig, weil wenn man das nicht macht, man kann sein, dass es zu.
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Phasenauslöschung kommt oder dass der, dass der äh dass der Ton irgendwie.
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Ähm ja wie sagt man ähm vielleicht ein bisschen verwischt oder so, ja. Ähm.
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Also ins Klangspektrum selber eingreifen, würde ich eher nicht unbedingt raten, es sei denn äh man hat wirklich extreme Defizite zum Beispiel im Bassbereich, aber,
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ähm.
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Die Orgel ist halt so intoniert, wie sie intoniert ist, ja? Und die gibt schon den Bass selber aus und wenn man das alles gut befolgt hat, gute Aufstellungsorte gewählt hat, dann wird das auch in der Postproduktion so abgebildet, wie es sein soll.
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Das ähm ja, das würde ich jetzt so sagen. Mehr ist da eigentlich in der Postproduktion. Fahr vielleicht nicht zu tun, Lautstärke angleichen noch, ne? Vielleicht.
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Das ist ein guter Tipp mit äh der Verzögerung aufpassen. Ich glaube, diesen Tipp habe ich bisher noch nicht beachtet. Ähm kurz zur Erklärung, was Phasenauslöschung ist. Ich glaube, den Begriff ja nicht viele kennen, kannst du es kurz zusammenfassen?
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Ja okay, also stark vereinfacht ist es so, dass ähm äh wenn zwei Schallereignisse zu unterschiedlichen Zeiten,
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auf ein Mikrofon, also ein Schaltereignis äh zu unterschiedlichen Zeiten auf zwei Mikrofone treffen, man das nahe zusammen äh zusammen ähm abmischen möchte, dann äh löscht dann quasi die eine Spur äh die andere so ein bisschen aus. Ähm.
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Das ist jetzt vielleicht bei der Orgel ja nicht unbedingt der Fall, aber es kann schon sein und das zu umgehen.
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Würde ich auf jeden Fall ähm äh würde ich auf jeden Fall ähm trotzdem machen, ja? Also Phasenauslöschung ist ja ein interessantes Konzept und ich habe mich auch ein bisschen,
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mit Orgel Bau beschäftigt, da gibt's zumindest auf Amazon ein paar Bücher und ich habe mich mal ein bisschen reingeschmückert und auch beim Orgel Bau ist das ja ein Thema. Also zum Beispiel ich weiß es nicht, ähm wie es dann,
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in der Lutherkirche Baden-Baden ist, in der du gerade sitzt, wie man vielleicht auch ein bisschen am Sound hört. Ähm aber es ist ja so, dass man beim Orgelbau, gerade bei den Bässen, auch teilweise so das Ganze arrangiert.
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Dass man teilweise in den tiefen Tönen zwei Töne zieht, auch wenn man gerade nur eine Taste spielt.
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Um diesen tiefen Ton zu erreichen und dass wenn der Orgelbauer nicht aufpasst, die Akustik des Raumes so sein kann, dass sich Töne gegenseitig auslöschen können.
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Weil eben der Schall so wieder heilt, dass er du quasi nichts hörst. Genau das ist das, genau das ist das Prinzip
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genau das das Prinzip. Also ähm äh zum Beispiel also hauptsächlich im Bassbereich das anzutreffen, weil die Bassfrequenzen sind langweilig, äh werden
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schnell und gut von den Räumen hier gespiegelt, ums Dach warm wieder vereinfacht zu sagen äh und äh die Wellen selber sind so groß, dass dann quasi,
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von der Einwand kommt, von der anderen absorbiert wird, so kann man das vielleicht grob grob zusammenfassen, ja. Je einfacher der Ton,
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ja, je einfacher der Ton, sprich der Idealton ist ein Sinus, der löscht sich sehr schnell aus, ja.
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Ich hoffe, wir haben euch jetzt nicht mehr verwirrt ähm und mehr geholfen. Oh je. Aber wir haben uns mindestens sehr bemüht, es so einzufangen, dass ihr damit arbeiten könnt ähm und.
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Ich denke, wenn Fragen sind, du hast einen YouTube-Kanal, Benders Brot und vielleicht einfach mal.
25:16
Weil wenn ähm eine Frage hinterlassen, probiert euch gerne aus. Ich denke, deine Orgelaufnahmen können sich hören lassen,
25:23
Ja, gar kein Problem, sehr gerne immer melden, ja. Und äh du hast natürlich nicht nur populäre Musik auf YouTube gestellt, eines deiner bekanntesten Stücke,
25:33
ist ja Fluchter Karibik, sondern du hast ja auch ein paar Grottos Loblieder ähm aufgenommen.
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Was ist so mehr deine Schiene? Also bist du mehr derjenige, der an der Orgel versucht, populäre Stücke für die Orgel zu übersetzen? Oder ist dir schon die klassische Orgelliteratur eigentlich sehr wichtig? Und das andere ist halt ein bisschen Spaß.
25:55
Ja, also wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, dann würde ich zuerst darin tendieren, also ähm ich finde zwar die Orgelliteratur ähm
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unheimlich wichtig, gerade klar Bach, ähm, Buxtehude, die
26:09
Barockliteratur aber auch ähm romantische Literatur Cesar Frank und so das ist als unheimlich unheimlich wichtig und,
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das auch wirklich gern, wobei auf einem, so sagen wir, also nicht gerade sehr hohen Level, aber mein Ding ist halt eher so, weil ich nämlich weiß, dass Leute das viel, viel, viel besser können, als ich meine,
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Meine Herangehensweise oder meine Intention ist eher Popular, populäre Melodien. Auf der Eugel Dart bieten da zu bieten, weil ich finde, dass ähm.
26:37
Das das Instrument ist dafür prädestiniert einfach und ähm.
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Wenn man äh das wenn man, wenn man, wenn man sich die richtigen Stücke raussucht, dann kann das richtig gut sein, ob man das natürlich in einem Gottesdienstkontext machen sollte,
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sei dahin gestellt, ist eine ganz andere Frage. Also ich würde mich zum Beispiel davon distanzieren jetzt äh bei bestimmten liturgischen ähm ähm Feiern oder oder beim Gottesdienst sitzt immer Flug der Karibik zu spielen. Das geht vielleicht mal bei.
27:05
Beim Konfi, beim Konfi Gottesdienst oder sowas, was spezielles, ja? Da ist auch das Video übrigens entstanden. Die Konfis haben sich das gewünscht zweitausend, weiß nicht, zweitausendsieben als Kameras Kartoffeln waren, da habe ich das aufgenommen und für die Confis äh.
27:19
Gespielt in der Stadtkirche, genau.
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Sehr fein. Du hast grad gesagt, die Orgel ist prädestiniert dafür, ähm populäre Stücke damit aufzuführen. Warum?
27:31
Warum? Also ähm wenn man jetzt äh von populären Stücken äh redet, dann sollte man's vielleicht ein bisschen jetzt ähm doch abgrenzen. Also ich meine jetzt nicht, dass man ähm auf der Orgel unbedingt also was gut ist, aber sowas spielen sollte,
27:45
Aber ich finde zum Beispiel, dass für manche Musikchenres es durchaus ähm gut klingt ähm zum Beispiel Filmmusik oder auch äh bestimmte Jazz äh Richtung
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auf der Orgel, das klingt wunderbar, warum das prädestiniert ist? Das ist 'ne gute Frage, also.
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Ich kann's nicht genau sagen, aber ich kann ja sagen, dass das äh Prinzip der Kinoortel sich woanders sehr bewährt hat. Die Kinoargel ist auch aus der klassischen Argel entstanden, auf der Kinoorgel, also nur popular Popularmusik äh,
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ähm gemacht, ja. Ähm wie gesagt, woran das jetzt genau liegt.
28:25
Das kann ich nicht genau sagen. Es ist der große orchestrale Klamm wahrscheinlich, der große orgistrale Klang, ähm Solostimmen äh in die Richtung wird es gehen.
28:34
Ja, kann ich nachvollziehen. Hm, der orkestrale Klang, darauf wurde ich auch schon mal angesprochen in der Kirche von einem Zuhörer.
28:42
Gibt es denn ähm aktuell Projekte, an denen du arbeitest im Bereich von Soundtracks oder eher populärer Musik, die du gern umsetzen möchtest.
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Also auf der Orgel im Moment leider eher nicht. Ich bin so beschäftigt im Moment mit ähm.
29:00
Anderen musikalischen Projekten äh in der elektronischen Musik äh da habe ich jetzt also zu der Orgel. Im Moment liegt das eher, sage ich mal, brach, aber ich,
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bin immer am Überlegen, ach, was könnte man denn noch machen oder hm, was könnte man mal oder hier oder ja, also es ist es ist nie ganz, es steht nie ganz still.
29:19
Also der Running Gag in jedem Orgel-Podcast ist, dass ich mir immer wünsche, dass Star Wars Medli auf der Orgel.
29:25
Aber spielt niemand. Ja, das Star Wars Metle, ja. Äh das habe ich mir auch schon mal tatsächlich überlegt, aber es ist ähm es ist schwierig, es ist das äh Problem ist, dass es
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unheimlich übel intensiv. Also es gibt ganz, ganz viele unterschiedliche Titel in der Star Wars in der Star Wars Filmmusik. Da,
29:44
von dem Einmarsch in den Drohnenraum oder wie es heißt bis zu bis zu der Kantinerband oder so. Also man muss es auch irgendwie so machen, dass es ähm auf ein,
29:54
auf eine Partitur runtergebrochen wird, die.
29:57
Alles zusammenfasst irgendwo und ist viel Arbeit, das zu machen. Außerdem braucht man auch das richtige Instrument dafür. Also es ist gar nicht einfach. Man braucht auf jeden Fall ein Instrument mit Sätzeanlage
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wo man Registrierung einprogrammieren kann und auch also 'ne gute Akustik meiner Meinung nach.
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Ja, ich weiß nicht, ob ich noch in diesem Leben Glück haben werde damit, aber ich gebe die Hoffnung zumindest nicht auf. Vielleicht kriege ich was hin.
30:23
Wenn du an deine Gemeinde Arbeit denkst, weil du bist ja auch ganz normal Organist,
30:27
ist so diese Brücke mit Soundtracks oder auch der Versuch populäre Melodien zu spielen stößt das teilweise auf Unverständnis oder finden das die Leute eher toll mal was anderes zu hören.
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Also ich bin hier in den evangelischen Gemeinden in Baden-Baden bisher nie nie auf äh.
30:48
Schlechte Resonanz gestoßen ist man man ist da sehr offen ähm meiner Erfahrung nach das war jetzt mal was Erfrischendes oder so oder,
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Ach mal wieder was anderes oder was war denn jetzt da? Also man ist dann sehr interessiert und fragt dann auch nach, was äh äh wie man dazu kam, jetzt genau diesen Titel zu spielen, vielleicht.
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Vielleicht kriegt man ja sogar eine Brücke zum zum äh zum äh zur Kirchenjahreszeit oder oder oder. Also hier habe ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht tatsächlich.
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Du bist ja wahrscheinlich schon länger Organist so über die Jahre. Was sind dir an Erlebnissen in Erinnerung geblieben, die dir jetzt gerade in den Sinn kommen? In deiner Gemeindetätigkeit.
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Also äh so ein paar Highlights sage ich mal da gibt's schon was. Also zum Beispiel ähm.
31:38
Hat mich ein Ehepaar aus der Schweiz kontaktiert, das war zweitausendzwölf, zweitausenddreizehn, die haben das Flug der Karibikvideo gesehen
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nebenbei gesagt, ich bin da jetzt nicht sonderlich stolz drauf auf das Video, es ist wirklich nicht gut, es ist nicht gut gespielt, also aber das ist ein anderes Thema, auf jeden Fall fanden die das ganz toll und die haben gesagt, ach.
31:57
Ob ich nicht bei der Hochzeit spielen kann, in der Schweiz. Und dann sage ich in der Schweiz, ja gut, wo denn ja und da und da und.
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Und da habe ich gesagt, ja, also das mache ich sehr gerne, bin in die Schweiz gefahren und habe so nette Leute kennengelernt. Es war so ein tolles Erlebnis ähm für diese Leute, meine mein Mettleder zu spielen. Das hat so hast du war.
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Tolles Gefühl, es hat wirklich richtig Spaß gemacht und vor allem das miteinander mit den Leuten, das war wirklich klasse. Ähm.
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Das Zweite, wo ich's vielleicht das zweite Highlight, also na, es gibt ja nur ein Highlight, aber ich wollte noch kurz was noch eine Background-Geschichte. Man äh sieht ja bei mir auf dem Kanal viele Märsche,
32:35
Das hat natürlich auch irgendwo einen Hintergrund, ähm weil sich jemand einen Marsch zu einer Beerdigung gewünscht hatte.
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Da schluckt man natürlich erstmal und denkt so, hm äh oh je, aber.
32:50
Ich konnte den Wunsch nicht abschlagen, ich konnte es wirklich nicht abschlagen und wenn man das einfühlsam darbringt, der Mann hatte wirklich, wirklich ähm.
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Da äh eine sehr innige Beziehung zu dieser Melodie und das war ihm einfach wichtig und.
33:07
Ihm den Wunsch zu erfüllen oder ihr den Wunsch zu erfüllen. Wer wer auch immer das jetzt war, das war wirklich ein tolles Erlebnis auch, ja. Und deswegen sind die Märchen auf meinem Video auf meinem Kanal gelandet auch. Es ging dann immer weiter, kann zu dem Marsch spielen, kannst du das spielen und so.
33:19
Ja. Du sitzt ja auch gerade an der Empore und ich weiß, dass zumindest jetzt dann.
33:27
Ihnen nicht allzu ferner Zukunft bald wieder Betrieb ist, deswegen schauen wir mal kurz an deine Orglern, an der du gerade sitzt und ja. Vielleicht magst du sie kurz kurz vorstellen? Was ist es für eine Orgel, was sind so die Besonderheiten.
33:40
Ja, sehr, sehr gerne. Also ich habe diese Orgl ausgewählt, weil ich da schon sehr, sehr lange dran spiele und ähm endlich die Restauraierung ähm terminiert wurde auf hoffentlich neuntausendeinundzwanzig Mitte.
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Äh dieses Jahres ähm hoffen wir, dass es endlich stattfindet und die Orglertz bitter bitter nötig und das ist eigentlich ein schönes Instrument, aber eben ein Kind seiner Zeit,
34:00
Also nochmal, ich bin hier in der Juttakirche in Baden Baden, die Kirche ist erbaut neunzehnhundertsieben, die Orgel ist hingegen viel, viel älter. Die Orgel ist erbaut ähm achtzehn siebenundfünfzig.
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Durch Philipp Fortwengler und Söhne, aus Elze bei Hannover.
34:15
Und der Furt Wengler hat diese Orgel gebaut für seine Heimatgemeinde in Gütenbach.
34:22
Also der Stellenwert dieses Instrumentes ist auch schon recht hoch, muss ich wirklich sagen und ähm der Fordfängler war ja Turmuhrmacher und die Ort ist so klein, für die hat dreißig Register, zwei Manuale, Pedal,
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Die hat vielleicht hier drei, wenn ich mich umgucke, drei Meter breit und vielleicht vier Meter tief, also ist wirklich kein großes Instrument, die ist total eng gebaut, also da merkt man den Uhrmacher raus. Ähm.
34:45
Wie ist jetzt diese Orgel hier in die Lutherkirche gekommen, der hier in Baden-Baden hat man leider Gottes in den siebziger Jahren viele ähm.
34:53
Romantische, pneumatische Instrumente, abgebrochen äh noch in den siebziger Jahren. Hier war eine Feudorgel vom Durlacher Orglbauer Vold, sehr bekannt.
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Hier in der Gegend und dann wurde dieser Orgie in siebziger Jahren hier eingebaut. Ähm also die Hardfacts habe ich ja schon gesagt, das ist eine mechanische.
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Mechanische Traktor, äh, mechanische Registertraktur, dann haben wir dreißig Register, ähm, auf zwei Manualen hab ich schon gesagt, wir haben keine Manualkoppel mehr, die wurde nicht mehr eingebaut, ich ist mir nicht nachvollziehbar, warum hier keine Manualkoppel mehr drin ist.
35:26
Pedalkoppeln haben wir noch immerhin. Ähm es wurden dann geringfügige.
35:32
Muss man sagen, wirklich für die damalige Zeit geringfügige Veränderungen an Dispositionen vorgenommen, es wurden zwei Register umgestellt und die Pedallage wurde erneuert und so,
35:39
ein Fuß ist dazu gekommen, ein Achtfuß ist rausgeflogen so. Das war's im Grunde schon. Ähm, wir haben ein paar.
35:47
Ein paar kleine Mängel, aber jetzt gehe ich erstmal drauf ein, was wirklich schön ist an dieser Orgel. Ähm wir haben eine unheimliche Variation Varieté von acht Fuß,
35:56
Grundierung. Hier ist zum Beispiel ähm die Holzflöte. Also ein wunderschönes Register steht auch ganz, ganz vorne hinterm Prospekt, Spitzflöte acht. Ähm.
36:12
Dann haben wir also äh zwei Vierfußflöten, das also ein Streicher Salicät ist auch.
36:18
Man jetzt unbedingt nicht sehr oft antrifft, spiel ich jetzt mal mit Wintertönen zusammen. Alles eine unheimlich schöne Klangfarbe, finde ich äh an der Orgel. Ähm dann haben wir die klassischen Registerprinzipal Optave, super optiv, äh,
36:33
da spiele ich auch noch ganz kurz das Prinzipalplenum bis zum Zweifuß einmal.
36:38
Music.
36:43
Sehr kräftiges, sehr strahlendes Plenum. Das muss ich sagen ist wirklich wirklich schön. Dann haben wir im zweiten Manuel ganz viele acht Füße, Flöte, Gambe, salitional, gedackt, äh spiele ich jetzt einfach alle mal zusammen.
36:55
Music.
37:01
Grundtönigen Sound, ja, ist wirklich gut. Das ist wirklich schön gemacht. Ähm hingegen nicht so schön und jetzt kommt der eigentliche.
37:11
Grund warum ich jetzt hier bin. Ich wollte auch mal zeigen, wie so abseits der großen Pfarrkirchen so abgeht äh und ähm.
37:18
Bei uns ist das leider sehr oft so, dass abseits der großen Kirchen da mh vielen, ich sage mal, Restaurationsbedarf ist. Wir haben hier
37:26
ähm Mängel in der Intonation, ich spiel's mal die Gambe zum Beispiel, ich glaube nicht, dass eine Gampe so grundtönig sein sollte.
37:34
Music.
37:45
Fast eine Flöte. Also es ist keine Gambe irgendwo. Finde ist jetzt für mein Empfinden. Ich kenne das den Ortelbauer nicht besonders gut, aber.
37:51
Dann haben wir eine Zunge, dass die Trompete acht Fuß, die ist im Diskant durchaus schön.
38:00
Music.
38:09
Und also ich finde jetzt die Tiefen, das ist mehr ein Geräusch als äh also ein schöner Ton und äh auch der Trompetbass acht Fuß.
38:17
Der ist genau das Gleiche. Ja, das ist also ja, es ist nicht schön, äh.
38:27
Kann dazu jetzt nicht sagen, was die technischen Gründe sind, aber.
38:31
Das ist leider so der Mangel hier. Wir haben viele Probleme mit dem Ventilweg, äh ist das meiner Meinung nach äh.
38:41
Music.
38:48
Die sprechen nicht richtig. Also das Ventil, das Tonventil geht vermutlich nicht weit genug auf. Also ein Schleifenproblem ist es nicht, das auszuschließen. Dann haben wir noch eine große Sache, ist die Windstößigkeit, weil dieser Orgel ist leider sehr, sehr, sehr lästig.
39:03
Also wenn ich jetzt zum Beispiel mal eine.
39:06
Anzahl von acht Fußflöten und die zwei äh vier Fußflöten dazunehmen und ich spiele so ein bisschen.
39:13
Music.
39:29
Extrem, also der Wind geht jetzt orgini aus, aber sie ist sehr, sehr, sehr windstößig. Ja, was gibt's noch zu sagen? Ähm.
39:38
Wir haben hier eigentlich einen kleinen Otto muss man wirklich sagen, die Orglie ist klanglich. Also das Pfeifenmaterial ist zu neun. Fünfundneunzig Prozent original,
39:47
Einzigste, was nicht original ist, ist diese Oktave äh die hat man einfach ins zweite Mal gemacht, ums zweite Manuel ein bisschen heller zu kriegen. Hier geht's zweite Mal nochmal ein bisschen bis zum Zweifuß. Ja ähm,
40:02
Ja soweit jetzt mal ein kurzer Abriss für die Orgel, ne? Ja, ich denke.
40:07
Mehr gibt's erstmal nicht zu sagen. Es gibt hier Nachholbedarf, es wird hoffentlich angegangen. Ach so, ja, ach Gott, ein ganz wichtiger Punkt ist die Äugel, die Orgel steht hier ganz hinten in einer Nische, das heißt, ich habe hier,
40:17
fast drei Meter fünfzig Orgel empore hinter mir. Äh das und die Orgel ist vielleicht drei Meter hoch oder so, also die spricht hier nicht richtig einen Raum, die wird nach vorne versetzt. Ein Meter meines Wissens nach.
40:30
Das ist ein großer, großer Punkt, die kann ich richtig in den Raum reinsprechen, ja?
40:35
Soweit so gut. Das war ein sehr umfassendes Bild. Vielen lieben Dank. Oh je. Ähm nein, hat wirklich Spaß gemacht und man konnte wirklich schön mitfühlen, hat das auch mit den Grundtönen äh gehört oder ich hoffe, ihr äh könnt es auch im Podcast dann natürlich hören
40:48
Vielleicht schaut ihr auch auf Auge Podcast Punkt DE. Dort findet ihr ein paar Bilder, die du uns vielleicht noch machen wirst, ähm zu Auge, zu Empore, damit man sich auch ein kleines Bild machen kann. Aber was mir aufgefallen ist, die Orgel klingt relativ
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präsent, also sehr, weiß ich nicht nach vorne im Klang. Tausche ich mich da?
41:07
Nein, das täuscht nicht, dass ähm Aufnahmemedium, über das du jetzt gerade hörst, das liegt äh.
41:14
Am, am Orgel, Spieltisch, ein Stückchen weiter hinten und.
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Da spricht quasi der Prospekt direkt rein. Also wenn ich jetzt, wenn ich jetzt nach oben schaue, kann ich direkt Prospektpfeifen stimmen so. Das ist alles sehr, sehr, sehr klein, sehr ähm sehr kompakt gebaut hier. Ähm das sieht man vielleicht auf den Bildern auch.
41:34
Ja? Klingt nach einer ich hatte das auch mal in Österreich an einem Übungsinstrument in Schadenberg, so auch eine zweimanualige, sehr wacklige, aber komplett mechanische Orgel. Ähm wahrscheinlich sogar ein bisschen breiter. Ist jetzt deine, aber.
41:47
Ja, hat er eine gewisse Ähnlichkeit auch auch vom Klang, habe ich jetzt so den Eindruck. Mhm.
41:54
Gibt es denn ein ein kurzes Stück, was du uns vielleicht noch ähm präsentieren magst, so als als gesamt Höreindruck.
42:02
Ähm ja, ich kann's mal probieren, äh wenn man die Orgel äh während dem Gottesdienst hören möchte, kann man das ja auf YouTube jederzeit tun.
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Jetzt möchte ich einfach so einen kleinen, einen kleinen Swing-Standard spielen, das heißt Java Musikant.
42:20
Es ist sehr bekannt, vielleicht kennt man's ja. Darf ich schon? Die Bühne gehört dir. Danke, die Audi Bühne.
42:29
Music.
44:00
Ja, oh mein Gott. Applaus Applaus. Wie viel Geld müsste man dir spenden, damit du das während der Kommunionsausteilung spielst?
44:09
Kommunion bei evangelischen Geld. Tut mir leid, ich kenne die Begrifflichkeiten dem Evangelischen nicht, aber du weißt, wo ich meinem Abend
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das Abendmahl. Äh das Abendbad. Nein, nein, um Gottes Willen, wie viel Spenden, Einzelsachen mache ich nicht. Ich stelle mir das gerade so lustig vor, wie doch. Das etwas,
44:25
die etwas ältere Zielgruppe,
44:28
Zum Abendmal schreitet und du diesen äh kleinen Swing-Marsch spielst. Ja, aber man muss sich mal vorstellen, auch die älteren Leute waren mal jung und das ist auch Musik, die die auch kennen, ja äh
44:38
ja
44:40
Ich habe das Stück schon mal gespielt in der in Gotte Gottesdienst irgendwann mal zu irgendeinem Anlass und da haben die älteren Leute gesagt, ah das kann ich doch, das kenne ich doch. Und so, ja, es war schön.
44:49
Ja, ich ich war sehr erinnert an eine äh Filmmusikorgel, weil da können wir ein neues Thema anreisen, Hauptwerk,
44:55
angesprochen, ich hab zu Hause auch 'ne kleine Discount und dachte mir so boah irgendwann der Klang ist irgendwie nicht so schön und hab mir dann Hauptwerk gekauft und ja RME Sound Karte Paste.
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Und ich habe mir jetzt vor kurzem dafür fünfzig Euro so ein Sample Set für irgendeine ganz kleine,
45:12
weiß ich nicht, Paramount, Diato Orden äh gekauft, funktioniert zwar nicht ganz richtig, aber hat mich gerade vollkommen daran erinnert und jetzt muss ich nur mal schauen, ob ich irgendwelche Noten dazu finde, die ich spielen kann für diesen,
45:26
aber ähm Procul Harry mit der Whiter Sheet of Pale geht auf jeden Fall. Ah ja, natürlich, das geht, das geht, ja, das ist ein Klassiker. Also
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liebe Hobbyorganisten da draußen, vielleicht mal bei der Kommunionsausteilung oder Abendmahl oder auch beim Auszug. Einfach mal was anderes.
45:44
Ja, Walter Shade of Pail, viele Leute verbinden, damit ja äh,
45:49
Ja, ich sag jetzt nicht was, aber es ist so, ähm, es ist eigentlich ein super Lied, ich find das richtig stark, ja. Ja, vor allem, ähm, viele verbinden ja damit was trauriges, aber die wenigsten wissen, dass es einfach nur ein Lied über Drogenrausch ist.
46:02
Ja, genau, ja, stimmt, ja. So, das ist der erste Orgelpodcast, wo ich Drogenrausch in in den Mund genommen habe, das möchte ich ihnen mal äh festhalten und nein, es steht in keinster Art und Weise in Relation,
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zu seinen Fertigkeiten und Überzeugungen. Wo wir gerade beim Thema Hauptwerk sind, hast du selber Hauptwerkzuhause auch zum Üben.
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Ich hab leider kein Hauptwerk zu Hause, ich hab die Demoversion. Ähm ich hab Grandorg, heißt das, das ist der
46:29
Freewerk Freeware, ähm Pendant zum zum Hauptwerk quasi. Ähm das habe ich zu Hause, so ein bisschen zum Üben, ja, aber ich habe keine wirklich
46:40
taugliche Meditation. Ich habe mir mal einen Midi Spieltisch gebaut, aber es ist zu wenig Platz und andere Instrumente nehmen da mehr Platz ein. Ähm ja, das ist alles ein bisschen schwierig. Das ich gehe zum
46:51
äh zum Üben lieber an die richtige Orte in die Kirche. Auch wenn's kalt ist.
46:57
Auch wenn's wie jetzt sehr kalt ist. Du hast gerade gesagt, du hast dir einen Midi Spieltisch gebaut. Erzähl doch mal, was genau ist das, weil der letzte Orgel-Podcast ging ja um eine komplett.
47:06
Eigene gebaute Orgel zum Üben für zu Hause mit Hauptwerk.
47:10
Ja, das habe ich äh auch gehört, dass ein tolles Projekt, also wirklich ein Gruß an die Kollegen, das ist wirklich hervorragend.
47:17
Ich hab da, ich hab da das ein bisschen diletantischer gemacht, ich hab ja eine kleine Auswahl von.
47:24
Elektronischen Musikinstrumenten, darunter auch eine Ahlborn, eine ganz alte Aderbornorgel aus den fünfziger Jahren eine elektronische Orgel. Ähm aber mit Holzklaviatur und so richtig mit abstrakte ein bisschen und das ist wirklich ein.
47:37
Äh ein ein mechanisch hochwertiges Instrument, da dachte ich, ja, da kann man ja mal Midi Elektronik reinbauen, mit Hallgebern, das habe ich dazu probiert, so und die Komponenten gibt's ja online, zum Beispiel beim Herrn Pausch, ähm.
47:51
Sie kann ich durchaus weiterempfehlen.
47:53
Äh das hat sehr gut funktioniert und äh das war ein bisschen kleben, basteln und reinschrauben und programmieren und dann auch was funktioniert.
48:01
Also perfekt mit null Latenzer. Sitzt sehr gut.
48:06
Gut als ähm nicht Elektroniker habe ich jetzt wahrscheinlich so viel verstanden, wie die meisten vorhin bei uns im Aufnahmekapitel, aber ähm kannst du kurz beschreiben, was genau ist das für ein elektronisches Instrument? Ich kann mir darunter noch nichts vorstellen.
48:19
Also das ist Entschuldigung, das ist ähm äh eine, es war eine alte Orgel, eine alte elektronische.
48:25
Aus den fünfziger Jahren, die habe ich die Elektronik habe ich rausgemacht und hab die Meetie Elektronik reingemacht, die Ortler hat keine Midi Schnittstelle,
48:33
sondern man muss die Mieteschnittstelle selber nachrüsten. Also sprich die Orgel selber ist nur noch Fernsteuerung. Kein kein ähm kein ähm äh sie erzeugt keine Klänge mehr selbst. Ähm,
48:44
Man kann sich das Video gerne auf meinem Kanal anschauen, wie das im Einzelnen so von sich ging.
48:50
Es ist war viel Schrauberei, Kleberei und so, also jetzt um ins Detail zu gehen. Ich denke, ich fühle jetzt zu weit. Ähm also es gibt bestimmte Komponenten, die baut man rein.
49:01
Die kriegen dann über Magneten, über Magnete ein Signal von der Tastatur und dann wird das über in Midi interpretiert. Das war's im Grunde.
49:10
Und dann am Ende wie er USB an den PC.
49:12
So ist es. Okay. Also dann doch sehr ähnlich eigentlich zu meinem letzten Gast. Ähm ja, vielen Dank für den Eindruck. Klingt spannend. Gibt es denn, wo wird schon beim Thema elektronische Organs sind oder ganz generell vielleicht,
49:26
Klänge oder Samplesets oder generell Organ, die du besonders schön findest.
49:33
Also ich jetzt bei der ähm Pfeifenordnung, bei der Pfeifenorgel zu bleiben würde ich tatsächlich sagen gefallen wir gefallen mir die klassisch-französischen Ordnung am besten Saar Maxima,
49:47
zum Beispiel die Isnarchorgel siebzehnhundertundfünfundsiebzig sechsundsiebzig irgendwie sowas. Ich mag tendenziell eher so.
49:56
Baroppenklang oder den Renaissance oder sogar den Älteren, den godischen Klang der Orgel, weil ich mich da einfach an ich fühle mich da wie in einer Zeitkapsel, das wenn ich an so einem Instrument sitze, was äußerst selten der Fall ist. Ähm.
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Das finde ich unheimlich ein unheimlich gutes Gefühl. Ähm,
50:14
jetzt äh wenn man jetzt bei der beim elektronischen Orgels sind, dann muss ich klar sagen, ist die Hemmendorgel,
50:21
ähm mein absoluter Favorit, ja, das ist also eine Orgel, die kann zakral, blusig, rockig klingen, die kann also auch unheimlich viel,
50:29
ist leider sehr schwer, sehr groß, relativ teuer und auch nicht ganz so einfach zu unterhalten auch. Mhm.
50:38
Du hast jetzt schon Instrumente angesprochen, auch zum Beispiel jetzt die Hemmend Orgel und ich weiß aus dem Vorgespräch, das wir geführt haben
50:45
dass du auch als aktiver Tontechniker ähm zu Hause viele Instrumente stehen hast, gibt es denn Kombinationen, die du mal gerne mit der Orgel ausprobieren wollen würdest, also zum Beispiel mir fällt eine Band ein, wie heißt sie gleich wieder Arcod Fire, glaube ich,
51:00
als mein. Mhm. In dem Moment, wenn man's braucht, ist die Information meistens nie da. Ihr ähm Orgel und Popmusiker ein bisschen verbunden hat.
51:08
Gibt es aus deiner Perspektive ähm vielleicht elektronische Instrumente, die du gerne mal mit der Orgel kombinieren wollen würdest? Ja, auf jeden Fall ähm.
51:17
Es gibt da eine eine unschätzbare Tiefe an an Kombinationen, die man da machen kann. Es ist ich finde Progmusik oder so Schlagzeug mit der Orgel ist gefällt mir jetzt persönlich nicht so gut. Es ist auch immer in der Kirche,
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der Klang ist verwäscht alles und so ich mag das nicht so. Ähm was ich mir unheimlich stark vorstelle ist wenn man ein Monophone Synthesizer hat.
51:42
Zum Beispiel ein Minimug heißt das Instrument ähm und das mit der Kirchenorgel kombiniert so als einer Zolo Stimme, das finde ich unheimlich reizvoll.
51:51
Oder wenn man in der Stadtkirche haben wir jetzt eine Midi Schnittstelle, da kann man natürlich mit der Orgel sämtliche sämtliche Klangfarben kombinieren, was man da will, Chöre,
52:01
Trompeten, also das ist schon stark. Aber wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wär's tatsächlich einmal so ein Monophone, ein Sünddesigner mit der Orgel zu spielen, das dann quasi wie ein Zusatzregister, was aber,
52:14
sehr variabel ist. Ja.
52:17
Innere mich jetzt so ein bisschen an Ambient-Klänge wahrscheinlich. So habe ich's jetzt mir so ein bisschen im Kopf, weil ich bin gerade ein bisschen an Nils Frahm oder Olaf vor Anals erinnert, wenn du das sagst. Mhm. Geht das so um die Ecke oder ist was ganz anderes gemein.
52:30
Ja die Ampiant Musik spielt sich auf einer ist äh also äh ähm auf elektronischem elektronischen Musikinstrumenten beziehend, auf einer Polifonebene ab, aber ich meine jetzt.
52:43
Also quasi einfach nur einen, ein, ein, ein, ein Instrument. Als Zusatzregister und ähm wenn das jetzt Ambiente, das ist ja ja ein Musikstil, ob das jetzt ja, ob das jetzt da zusammenpasst, das glaube ich nicht unbedingt. Ähm.
52:58
Ja, Embian ist auch viel viel mit Beats und so. Und elektronische Musik besteht ja mehr äh aus mehr als nur Techno und House und so. Ja, das sind so.
53:07
Also würdest du sagen wenn ich mal, ja. Also würdest du sagen, dass man äh trotz der Basslastigkeit einer Orgel.
53:14
Nichts im Beats-Universum Mitterorgel machen kann oder sollte.
53:20
Na ja so ganz ganz krass pauschal würde ich's jetzt auch nicht sagen, aber es die meisten Kirchen sind ja doch recht harig,
53:29
und schnelle, perkussive Schallereignisse,
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kriegt man in so 'n großen Raum meistens nicht gut eingefangen, jeder der schon mal so 'ne klassische Prace-Band oder so oder 'ne Kirchenband gehört hat,
53:42
weiß wovon ich rede, man sitzt dann in der Kirche und es wabert und scharlat und macht und tut und meistens ist es viel zu laut, ja? Weil man sich nicht hört und so. Das sind alles so alles so Sachen. Wenn man jetzt natürlich eine kleine, eine kleine ähm.
53:53
Eine kleine Kirche hat mit sag mal Recht.
53:58
Äh äh einem recht kurzen Nachhalt. Äh da kann ich mir sowas schon gut vorstellen. Rein stilistisch ist nichts dagegen einzuwenden. Ich spreche nur von akustischen Beweggründen.
54:07
Ja, das, das kann ich nachvollziehen. Das heißt, man müsste quasi eher mit Hauptwerk oder elektronischen Orgeln arbeiten, weil es vermutlich von der Akustik in Kirchen eher mit sehr langsamem Biet nur zu spielen wäre und dann Beliebe wahrscheinlich nur Ambiente.
54:20
Übrig. Richtig. Mhm. Genau. Mhm. Sehr interessantes Kapitel habe ich zum ersten Mal im Auge Podcast angeschnitten. Äh ich freue mich auf eure Kommentare, auf Orgel Podcast Punkt DE zu diesem Thema. Und ähm wir neigen uns von der Zeit ja langsam dem Ende zu, aber,
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Ein Thema, was wir noch gar nicht angesprochen haben, Orgel-Podcast auch generell. Dieses Jahr zwanzig einundzwanzig ist angeblich ja der Orgel,
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und wenn es etwas gibt auch aus deiner langen Tätigkeit in der Gemeinde, was würdest du dir als unabhängig von den konkreten, vielleicht mechanischen Schwachstellen der Orgel vor Ort generell für das Thema Orgel, für Orgel wünschen.
54:58
Also ich würde mir wünschen, dass ähm vielleicht.
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Anderen Orts nicht bei uns, aber das andernorts vielleicht ähm ein bisschen.
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Die Orgel ein bisschen geöffnet wird auch gegenüber anderer Musik und man sich da nicht so sehr.
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Jetzt auf auf Literatur oder Orgel ähm spielerisch Prinzipien versteift. Ich möchte halt damit sagen, dass,
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ist vielerorts immer noch gang und gäbe ist, dass Organ um Soli Deogloria und das alles was.
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Übers evangelische Gesamtbuch rausgeht oder übers Gotteslob rausgeht, ist grundsätzlich böse. Dem ist halt eben nicht so. Es gibt unheimlich tolles neues, geistliches Liedgut. Ähm.
55:47
Und das das wäre das eine, das andere ist zum Beispiel, dass man die Orgel auch vielleicht,
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gegenüber jüngeren Leuten attraktiver macht irgendwo ähm dass man ähm.
56:00
Den jungen Leuten den Zugang zu Instrumenten nicht verwehrt. Ich kenne das leider, dass man sagt, nein, du darfst hier nicht rein, du schlussendlich kann man, glaube ich,
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durch Spielen an der Orgel nichts kaputt machen und.
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Wenn man dann doch die Befürchtung hat, dann kann man ja auch dabei sein oder so. Also ich finde es grundsätzlich immer nein zu sagen, wenn ich an wenn man eine bestimmte Orgel möchte, das finde ich, das ist das falsche Signal für junge Leute, grad wenn sich die Leute doch dafür interessieren, muss ich doch grad,
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Gerade dann muss ich die da rein lassen und die da drin bestärken irgendwo, weil äh.
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Mal Hand auf das Herz ist fünf nach zwölf irgendwo ähm es ist wirklich es ist ein Thema das würde ich mir wünschen, dass das alles ein bisschen mehr geöffnet wird.
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Um's abzukürzen.
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Das kann ich voll unterschreiben, auch dieses Erlebnis durfte ich schon in Linz machen in meiner ehemaligen Heimatgemeinde, dass man sich dagegen wehrt, dass Leute fragen, hey, darf ich mal am Instrument üben? Ähm.
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Dann ja muss man so ein Spießrutenlauf zwischen weiß ich nicht.
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Äh muss man sagen, sicher einschleimen und präsent sein und hier und immer so, nein, eigentlich ich möchte das so ein bisschen trennen. Ich will jetzt nicht aktiv.
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In der Gemeinde Kuchen verkaufen müssen, um mal dann die Orgel zu türfen, um zu etwas lock zu fahren. Ja.
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Ja, ich meine, man kann es ja kombinieren, man kann sagen, ja du darfst. Oh, klar, du darfst üben, äh du bekommst vielleicht sogar einen Schlüssel, ja, aber dann äh.
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Schreiben wir dich doch in den Verteiler oder so und kannst am mal einen Gottesdienst im Sonntag äh äh ein Sonntag im Monat übernehmen oder sowas. Also man kann sich doch da, man kann auch da miteinander reden, grundsätzlich zu sagen, nein.
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Vielerorts gibt's doch einen Mangel äh Organistenmangel, noch und Nöcher. Bei uns ist das auch so. Da ist man froh, wenn jemand spielt.
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Ja, jetzt müssten aber nur die Pfarrbüros auch am Nachmittag oder Abend mal offen haben. Darüber könnte man reden. Ja, ja. Ähm ja, ja, ja. Das ist ein eigener Orgel-Podcast.
57:58
Genau. Das waren sehr viele coole Eindrücke
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Zum Abschluss darf sich jeder, der bei mir Gast ist, ähm einen potenziellen Gast wünschen, den ich hoffentlich irgendwie versuche mal ans Mikrofon zu bekommen. Gibt es bei dir irgendein Vorbild, Organisten, Organistin,
58:14
die du gerne in meinem Auge-Podcast hören wollen würdest? Ja, also klar, da fehlt mir natürlich sofort der Camera Carpendale ein
58:20
Probier's einfach mal. Ich hatte die äh tolle, tolle Möglichkeit, äh Camel Carpenter und die International Touring Organ ähm persönlich kennenzulernen. Wir haben sogar Trump was repariert, äh das war schon lange her,
58:32
Und da habe ich ihn kennengelernt und ich hatte jetzt wieder Kontakt mit ihm über Instagram, ist ein sehr, sehr netter, netter äh Mensch und ähm.
58:40
Warum nicht? Ja, äh erste auch grundsätzlich immer dabei, wenn's darum geht, äh die Orgel zu öffnen, um das irgendwie nach außen zu tragen und so. Ähm versuch's doch mal.
58:49
Das werde ich in jedem Fall tun oder steht auch ganz oben auf meiner To-do-Liste ihn äh einzuladen und mein Gefühl sagt mir zu siebzig Prozent habe ich vielleicht Glück.
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Ja, es kann gut sein, es kann wirklich gut sein. Ich würde es nicht ausschließen, also wenn er Zeit hat. Ich denke, er hat im Moment Zeit. Ähm ich weiß es nicht, ja.
59:06
Okay. Ich halte mich ran und nehme deinen Wunsch fromm entgegen,
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Brot, vielen Dank, ähm dass du hier im Orgelpodcast warst alle weiteren Infos findet ihr auf seinem YouTube-Kanal und auf Orgel Podcast Punkt DE. Dort habe ich ein paar YouTube äh Videos von dir verlinkt. So, damit den Satz auch noch rauskriege
59:24
Und in diesem Sinne, vielleicht irgendwann mal auch in der Realität vielleicht doch mal irgendwann nach Corona.
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Hoffen wir's, hoffen wir's. Vielen Dank, dass ich dabei sein durfte und alles Gute.