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episode 1: INSIDER mit Walid El Sheikh [transcript]


Walid El Sheikh ist ein sehr erfolgreicher Gastronom aus Düsseldorf und betreibt seit Jahren mehrere Bars und Locations, u.a. in der Düsseldorfer Altstadt.
Als INSIDER der Düsseldorfer Gastronomie wird er viel zu erzählen haben.
Vor allem, wie es in Zeiten von Corona um die Gastronomie in Düsseldorf und in der Altstadt bestellt ist.

INSIDER ist das neue Format von Michael Theine auf StreamD, in dem Gäste aus dem Großraum Düsseldorf zu Wort kommen.
Menschen, die in Düsseldorf etwas bewegen und besonders tiefes Wissen in Ihrem Bereich haben. Michael Theine | StreamD Radio


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 2021-03-02  1h8m
 
 
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Willkommen bei Stream Day Insider. Ich freue mich, heute als Gast.
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Zu haben, welche Profigastronom in Düsseldorf ist. Er wird uns sehr viele Insights über die Düsseldorfer Gastronomie mitteilen können und ich bin sehr gespannt.
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Wenn es denn soweit ist und wir wieder dürfen. Ähm hier im Düsseldorfer Hafen ein Restaurant eröffnen, das aber ein wenig mehr bietet als nur ähm Essen gehen.
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Und das nur, es ist halt nicht, äh, das Ganze nicht kleinreden, sondern soll einfach Freude machen auf ähm mehr Genuss, außer nur dem Speisen, die man dort aufgetischt bekommt
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ist das dann auch geht das auch mehr so ein bisschen in Richtung Partys immer so wie das alte Doktor Thompson oder ist es dann doch eher wirklich nur Essen? Ähm.
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Das Restaurant ist aufgeteilt in drei Bereiche, die für sich genommen zu hundert Prozent das darstellen, was sie sind. Das heißt, äh wir haben ein Restaurant la Carte Bereich und dort wird gegessen, dort werden die Tische nicht verschoben, dort
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drehen wir nicht die Musik auf und äh und äh erwarten, dass die Gäste tanzen. Ähm
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Dann haben wir einen Barbistro, dort laden wir ähm natürlich auch zum Essen ein, Kleinigkeiten, dort äh wird die Spontanität großgeschrieben.
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Besteht die Notwendigkeit nicht zu reservieren, man kann jederzeit ähm reinlaufen und aber auch nur auf einen Drink reinkommen und dort ähm erwartet man, dass so ein bisschen Hintergrundmusik läuft, aber die Masse jetzt nicht angepeitscht
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durch einen DJ. Und äh das werden wir an sich auch nicht verändern. Das heißt, wir werden's nicht radikal überhöhen. Und dann gibt es einen dritten Bereich, der
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ich versuch's erstmal nüchtern auszudrücken und nicht die Vorfreude auf das zu geben, was man dann äh dort äh
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zu sehen und zu hören bekommt, dass es im klassischen Sinne ein Veranstaltungssaal, der aber ein ganz besonderes Setup bekommen hat, ähm das an, ja, an einem Jazz-Club.
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Während der Pohibition erinnert, ähm sehr viel ähm ja.
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Blickachsen werden besonders werden. Ähm, er wird alles das können, was man von einem Jazz-Club erwartet und fordert, aber auch alles.
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Das bedienen können, was man sich in einem klassischen Club vorstellt und ähm dort äh wird dann hin und wieder auch mal eine eine richtige Party stattfinden. Das heißt, ähm diese drei Bereiche, die wir haben, die bleiben für sich.
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Immer das.
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Was wir ihnen zugefügt haben, ohne dass sie, ohne dass sie versuchen, zwei Dinge gleichzeitig abzubilden und das ist, glaube ich, das, was uns dann von einem
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Doktor Thompson unterscheidet, dass äh dass er versucht hat, alle Themen aber in einem großen Feld abzubilden. Das ist äh das ist äh das ist glaube ich das, was uns
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hauptsächlich unterscheidet.
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Also das hört sich für mich nicht immer sehr, sehr interessant an, weil ich muss zugeben, ich bin ein Mensch, der gerne essen geht, der auch, wenn es denn möglich ist, viel Essen geht und ich leide momentan
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extrem darunter, dass das leider nicht möglich ist. Also ähm aber ich denke, das ist äh
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von meiner Seite aus dich so dramatisch wie für die Gastronomie selber, also ich sehe, dass in bei den
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Leuten, die ich in der Gastronomie kenne, dass die massiv leiden dadrunter und ähm ich vermute oder ich befürchte, dass einige das auch finanziell nicht überstehen werden. Ähm wie sieht das so in der Altstadt, die äh ja.
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Wie sehen die Wirte das in der Altstadt oder die Gastronome?
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Ja, die Not ist, die Not ist groß. Ähm das hat mit mit vielen, mit vielen ähm.
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Komponenten zu tun, es ist einerseits natürlich, dass ähm dass man das Geld, das man hat, das weiß man gar nicht so richtig ähm.
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Zu zu streuen, denn wir wissen alle nicht, wann es losgeht und äh wie es los ist, in welcher Form es losgeht und äh das heißt, man man versucht dem, das Minimale an Mitteln
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einzusetzen um den maximalen Überlebenszeitraum hinzubekommen und ganz viele haben einfach.
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Gar nicht so große Reserven und da helfen auch die
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Ja wie soll ich sagen, die Hilfen, die uns bereitgestellt werden bei weitem nicht aus, denn wenn man bedenkt, dass die allermeisten Gastronomen in der Altstadt Einzelunternehmer sind und ähm
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und ihre ihr eigenes Gehalt.
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Nicht ersetzt bekommen, beziehungsweise nicht nicht gefördert bekommen durch ähm durch die Landeshilfen und die und die die Bundeshilfen
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dann löst das eine Not aus, denn viele haben Geld, um irgendwie zwei Monate, drei Monate ohne Einnahmen zu überleben, aber mittlerweile sind's elf Monate.
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Also für die, die von der ersten Sekunde angeschlossen sind und bis heute nicht öffnen können. Ähm und viele haben das Geld, was sie in dem Monat, in denen sie noch öffnen durften.
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Äh in Hygienekonzepte, in Trennwände, in Plexiglas, in Schulungen, in in Hygieneartikel investiert, um vor allen Dingen dem Gast das Gefühl von Sicherheit äh zu geben und das ist jetzt.
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Mittlerweile auch schon seit drei Monaten nicht mehr erlaubt, also die Frustration ist enorm hoch und tatsächlich ähm sind einige schon ähm.
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Weggebrochen. Also sie sind pleite und bei vielen ist es so, dass sie faktisch pleite sind, aber nicht in der Lage sind äh Insolvenz anzumelden, schlicht und ergreifend, weil das äh Insolvenzrecht ausgesetzt ist, bisher, also das, weil's nicht so einfach ist.
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Ich denke auch, also das ist äh für die Gastronomie eine Katastrophe, muss man ganz ehrlich sagen. Und ich finde, dass insofern sehr schade.
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Weil ähm gerade in Düsseldorf die Gastronomie äh gehört einfach dazu, das ist Kultur, also man man kann das sehen, wenn man will, man hat halt verschiedene Bereiche.
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Aber für mich ist Gastronomie wirklich in Düsseldorf ein ein hohes kulturelles Gut. Das sehe ich genauso, denn ähm es darf der, es darf einer Stadt nicht das passieren, ähm.
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Was in den letzten Jahren zum Beispiel in der in der in der Textilbranche passiert ist, dass die Identität einer Stadt verloren geht, weil Individual.
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Händler nicht mehr vorhanden sind. Also wenn ich durch die Düsseldorfer Innenstadt laufe und dann
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Geschäftesuche, die Inhaber geführt sind und die es nur hier gibt und die ein ganz spezielles Angebot haben und äh ähm wofür Leute von ganz weit her nach Düsseldorf kommen, um das eben dort zu kaufen, also etwas Unique ist besonderes
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da muss ich sagen
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diese Geschäfte nicht mehr. Der letzte war, glaube ich, Robert Schmitz Berufsbekleidung, der der jetzt auch wieder zugemacht hat, wo ich ganz gerne mal hingegangen bin, da habe ich meine erste fünf null eins gekauft und äh wenn ich wenn ich äh wenn ich äh feste Schuhe haben wollte, bin ich ja auch hingerannt und
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ähm es ist alle Städte sehen irgendwie gleich aus. Also die Straßen verändern sich, die haben andere Namen, aber wenn ich.
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An die Fassaden gucke, sehe ich überall die gleichen Geschäfte und das darf der, das darf der gastronomischen.
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Dem gastronomischen Angebot in einer Stadt nicht passieren, denn
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warum sollten die Leute sonst nach Düsseldorf kommen? Wenn sie das Angebot, das sie hier bekommen, auch in Köln, in Bonn, in München, in Hamburg bekommen und
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was macht diese Stadt dann so besonders? Und welche Geschichte erzähle ich denn dann? So und und vor allen Dingen auch in welcher Sprache. Das ist ja
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Kultur hat ja auch seine eigene Sprache, wenn ich mir überlege, ähm wie ich, wie ich angesprochen werde in von einem Köpes in einer in einem Brauhaus
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dann bin ich im ersten Moment verdutzt und lerne das aber irgendwann schätzen und lieben und erzähle gerade, wenn ich nicht aus Düsseldorf stamme und das mal erlebt habe, diese Geschichte auch außerhalb und das ist äh
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Das ist ein so wertvolles und ein so großartiges Kulturgut, das es zu schützen gilt und ich denke aber ähm und das ist, das kriegen wir von der Politik sehr oft zu hören, dass ähm.
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Dass das mittlerweile bewusst ist und ähm dass es sehr viele Fördermaßnahmen gibt, ähm die individuelle
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den individuellen, den Individualgastronomen zu schützen, zu fördern und ihm tatsächlich ähm den Einstieg in den Markt sogar zu erleichtern. Das ist tatsächlich ein großes Learning jetzt. Ähm.
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Aus der Krise heraus durch die Politik. Okay.
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Das wundert mich insofern, weil ich habe immer den Eindruck, dass die ähm ja, ich sage mal, die, die Stadt, wie heißt denn die Stadtförderung, die die Förderung der Stadt Düsseldorf? Die Wirtschaftsförderung. Wirtschaftsförderung, genau, dass die eher an an größeren Konzernen interessiert ist als so ein Individual
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Gastrobereich, aber ich finde das toll, wenn das sich geändert hat oder wenn das äh so ist, weil.
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Genau das macht eine Stadt aus. Das ist ja auch der Grund, warum viele in Düsseldorf leben, weil sie einfach sagen, Düsseldorf ist halt eine kleine Stadt, muss man offen sagen.
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Aber sie hat halt ein großes Flair, also sie, sie könnte größer sein, man könnte es auch negativ ausdrücken, Düsseldorf wird größer, aber das finde ich das
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trifft es nicht, sondern Düsseldorf ist einfach wirklich, wie du eben schon sagtest, Unique und da gehört, wie gesagt, Gastronomie ganz, ganz vorne mit dazu.
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Ja absolut. Ähm ich muss für die Wirtschaftsförderung an dieser Stelle aber eine Lanze brechen. Natürlich ähm ähm suchen sie auch Kontakte in die in die große Wirtschaft
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Ähm das liegt aber daran, dass die Synergien daraus schaffen und ähm
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und sie so übersetzen, dass viele kleine Kulturschaffende daran teilhaben können als Beispiel ähm der Leerstand des ehemaligen Kaufhofs auf der äh am, auf der Kobistraße, da ist es die Wirtschaftsförderung, die in Zusammenarbeit oder die durch die Stadt befähigt wurde. Ähm eine Zwischennutzung dort anzubieten und dort einfach vielen.
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Ähm
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Kulturschaffenden völlig unabhängig äh vom Genre die Möglichkeit zu geben, Flächen zu bespülen, einerseits, das Gleiche hat sie zum Beispiel auch in der alten Kämmerei ähm im Herzen der Düsseldorfer Altstadt gemacht. Also die Wirtschaftsförderung ist schon
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interessiert daran ähm die die Kulturschaffenden ähm und die kleineren Unternehmen in Düsseldorf zu fördern und
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denen aber auch die Möglichkeit und die Fähigkeit zu geben, sich mit
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Playern auseinanderzusetzen, so unter anderem auch wurde ich von der Wirtschaftsförderung eingeladen, ähm an einem an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen.
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Mit dem CEO.
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Der Metro AG. Und ähm das ist etwas äh die die jetzige Chefin der Wirtschaftsförderung des Theresa Winkels. Ähm die ist schon sehr bemüht darum
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diese diese Schnitt beziehungsweise diese diese Schnittstelle zu schaffen und ähm und sich ähm für die Kultur einzusetzen.
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Das freut mich sehr zu hören, weil ich hatte immer so ein bisschen den Eindruck, vielleicht auch weil das Bild der Wirtschaftsförderung draußen falsch wiedergegeben wird, vielleicht sollten die.
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Intern oder extern nach kommen dann die Kommunikation nach extern verbessern. Auf jeden Fall Variante. Das könnte, das könnte vielleicht helfen.
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Ich habe hier von dir eine Playliste und ähm bin sehr überrascht über die Auswahl gewesen, muss ich sagen
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Welchen Song hättest du denn gerne als nächsten Song aus deiner eigenen Playliste? Wir können gerne mit äh Tim Meyer anfangen.
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Kibellessa wäre es.
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Music.
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Ja, wenn ich schon mal einen hier habe, der so professionell und wirklich gut Gastronomie kann und macht, dann stellt sich ja eigentlich die Frage, wie bist du zur Gastronomie gekommen.
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Ja, die allermeisten auch ähm als äh Schüler habe ich
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einen Job gesucht und äh als Schüler hat man ja meistens nur am Wochenende Zeit und ähm so viel hat man ja auch äh nicht
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gelernt, also zumindest nichts, was man ähm im im Berufsfeld einsetzen kann, außer die eigene, wie soll ich sagen, die Jugendlichkeit und den Willen Einsatz zu bringen und vielleicht auch noch ein bisschen Kraft, weil man ein junger Sportler ist und
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äh so habe ich ähm Rainer Wengenroth damals gefragt, der ähm Jochen Hülle zusammen den Malkastenclub hatte, ob er äh
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nicht ein Job für uns hat und tatsächlich hat er einen, wir waren äh sechzehn und ist ähm und äh es waren händeringend Versorger, Gläserblitze
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gesucht, also Gläser einsammeln, Leergut wegbringen, Vollglut an Vollgut an die Theken bringen, sie mit Eis und und äh neuer Ware versorgen und äh das war wirklich.
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Damit hat sich für mich damals eine Welt aufgetan, die ich ja so nicht kannte. Wir waren sechzehn. Wir wir haben von Clubs gehört, äh
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und da hatten vielleicht mal auf einem Geburtstag Blues getanzt, aber so ein so ein Club von drinnen zu sehen, das war schon, das war schon wahnsinnig. Äh
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und so bin ich in die Gastro gekommen und war einfach fasziniert von der Stimmung von dem Miteinander, aber auch von dem Teamgeist, das äh Team, das damals dort gearbeitet hat war, besonders alle haben auf einen aufgepasst, weil man doch äh recht jung war und
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äh und wir fanden's einfach toll dabei zu sein. So so habe ich meinen Einstieg gefunden und war irgendwie ja infiziert und äh
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ja bin irgendwie immer auch dabei geblieben als Nebenjob. Natürlich ähm wenn man wenn man studiert, dann hat man, kann man, muss man auch schauen, wie man irgendwie am Wochenende und am Abend sein Geld verdient und dafür ist die Gastronomie ja der beste Ort. Tagsüber kann man äh das machen
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was man fürs Leben braut, also Schule, Studium ähm oder ein Vollzeitjob, viele arbeiten ja in der Gastronomie auch ähm nebenbei nach dem Haupt.
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Weil sie einfach Spaß daran haben oder weil sie sich einfach ihr Einkommen aufbessern möchten und ähm
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ja so, so bin ich irgendwie über all die Jahre dabei geblieben und habe irgendwann kurz vorm Studium ähm die Gelegenheit gehabt, mich an einem ähm an einem Konzept zu beteiligen. Ähm und dort habe ich wirklich dann.
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Die Gastronomie dann wirklich von der Pike aufgelernt und zwar nicht nur was das äh Schleppen von Getränken angeht, sondern vor allen Dingen ähm was im Innenverhältnis zu einer Gastro notwendig ist, ähm
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Die ganze Buchhaltung ähm Kassensysteme et cetera et cetera. Das ist, das ist ja den Kaufmann, den vergisst man immer, äh dass man den mitmachen muss, wenn man erfolgreich äh Wirtschaft, also auch Gastwirtschaft betreiben möchte.
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Das äh sehe ich tatsächlich in, im Freundes und Bekanntenkreis, die Restaurantbesitzer, wo die.
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Sage ich mal, in der zweiten Generation, die haben in der Regel wirklich halt ein Studium oder äh höhere Schule, eine höhere Handelsschule oder sowas, wo sie halt mit dem kaufmännischen wesentlich besser zurechtkommen als die Eltern
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Ähm aber da sehe ich auch häufig das Problem, dass die Eltern nicht loslassen können. Also ich meine, das Problem, was du nicht haben.
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Weil du es selber aufgebaut hast, aber das sehe ich bei vielen, die halt einen Laden übernehmen.
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Dieser Generationenwechsel ist glaube ich schwierig, wenn man sowas macht. Ja, ich ähm stell's mir einfach schwierig vor, ich persönlich habe das jetzt nicht, ähm aber ich ähm
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kenn auch Unternehmer, die den Familienbetrieb übernommen haben und oft.
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Oft gab's dann ja Neuerungen, die ähm holprig waren am Anfang, weil das alte Klientel irgendwie damit nicht so ganz zurecht gekommen ist oder nicht
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den neuen Gästen zurecht kamen, die dann aber es gibt auch Erfolgsstorys, also als das die die größte, die größte Erfolgsstory für eine erfolgreiche Übernahme durch den Junior ist, zum Beispiel die Füchsebrauerei
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mit dem Rücken an der Wand stand eh Peter König, ähm, sie seinerzeit übernommen hatte, mit einer vollkommen neuen ähm auch.
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Recht provokanten und offensiven Marketingstrategie ähm ein so traditionelles Produkt.
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Wie er an dem Standort einfach so populär gemacht hat mit dem gesamten Entertainment, den er dazu noch gegeben hat. Ähm dass äh dass die Füchsen Brauerei lange Zeit eine der wirklich.
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Ja beziehungsweise mit zu den größten Privatbrauchereien jetzt in Düsseldorf in der Stadt gehört und lange Zeit der Platzhirsch war in Sachen ähm in Sachen.
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Ja Jugendlichkeit ein anderes Beispiel, unsere jüngste, ähm, unsere jüngste.
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Bierbrauerei, die wir hier in Düsseldorf haben, das ist die Kürzebrauerei, die hat ja jetzt auch die Situation, dass der Junior mit eingestiegen ist oder beziehungsweise mitarbeitet.
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Da geht es zum Beispiel völlig unproblematisch, weil der Junior so früh eingestiegen ist, sind das Ganze, dass er die Philosophie des Vaters und die Vision des Vaters äh.
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Mittragen kann und tatsächlich noch so seine Ideen und die Jugendlichkeit mit verwurstet und äh und das Ganze sowas von authentisch ist, dass äh das Klientel
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einfach von, ja, von, von sechzehn bis ja neunundneunzig, alles anspricht und ähm
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und das ganz gut übergeht. Also es ist es kommt immer ganz drauf an.
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Mit welchem Anspruch, mit welcher Kommunikation im Innenverhältnis und ähm ja, was, was die Marke am am Markt verspricht. Es ist also.
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Beispiele für beides. Das ist richtig und das freut mich auch sehr, weil ähm ich bin ein Mensch, der selber eigentlich immer gerne das Positive und nicht das Negative sieht
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deswegen auch was ich halt so mitkriege, ich kenne Leute in der Gastronomie, wenn man die fragt.
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Würdest du es wieder machen? Die würden sagen, nein, du wirkst für mich nicht so. Also für mich wäre Gastronomie tatsächlich, das ist ein Knochenklopp, ich sehe es immer bei Leuten, die es machen. Es ist.
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Irre, viele Stunden, die ich persönlich nicht investiere wollen würde, äh bei vielen Leuten auch ein Einkommen, wo man sagt, das kann man auch woanders generieren mit anderer Arbeit.
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Und äh deswegen habe ich ja immer hohen Respekt vor vor Leuten, die in der Gastronomie arbeiten, weil das ist also
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oft wenn sie einen eigenen Plan machen, weil ähm es ist wirklich ein richtiger, harter Glaub. Ja, absolut, das ist es und
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ähm ich ich habe ja selbst lange, lange, lange Jahre auch im operativen, also im Tagesgeschäft mitgearbeitet, die ganze Administration auch mitgemacht und habe auch festgestellt, dass es, dass es derart
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zerrt, dass man, dass man sich in Frage stellt, das, was man macht und ob man's irgendwie ewig weitermachen möchte und äh die Antwort darauf war, ähm Weiterentwicklung
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dass äh nicht nicht die Angst davor haben, die Visionen und die Gedanken, die man sich im ersten Objekt ähm.
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Oder im einzigen seiner Zeit gemacht hat, äh nicht die Angst davor haben, sie in in ein Zukunfts-OP.
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Zu zu investieren und versuchen Dinge anders
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neu zu machen, sich zu verbessern, also sich einem permanenten Verbesserungsprozess zu unterwerfen. Und tatsächlich muss man, muss man dann auch in der Lage sein, loszulassen. Das heißt, äh Aufgaben, die man selbst wahrgenommen hat
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Tagesgeschäft, das heißt am Abend übertragen an Mitarbeiter ihnen sie befähigen und ihm äh und ihnen und ihnen ähm die Macht geben.
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Beziehungsweise die Verantwortung geben ähm Dinge selbst zu entscheiden. Und das führt dazu, dass man, dass man sich selbst entlastet, dass man immer einen Backup.
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Dass man auch immer jemanden hat, mit dem man streiten, diskutieren, ähm überlegen kann, was besser wäre, wo wohin man, wohin man gehen kann
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und äh das hat das hat dazu geführt, auch nur das hat dazu geführt, dass ich in der Lage war
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mich derart vielfältig abzubilden, denn alles, alle Betriebe, die wir aufgemacht haben, ich kann ja nicht gleichzeitig in fünf
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Betrieben oder vier Betrieben sein, sondern ich brauche Mitarbeiter, die die verantwortungsvoll sind, die die Vision mitgehen, ähm
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die auch ein Stück weit eigenen Charakter mitbringen, das heißt im Betrieb ein Stück weit auch zu ihrem machen und ähm der aber der aber tatsächlich zu der Gesamtphilosophie passt und dann ähm ist man natürlich auch in der Lage hin und wieder zu sagen, okay.
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Jetzt schalte ich mein Telefon aus.
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Oder ich ich mache ich schalte stumm, ganz ausmache ich es nicht. Und äh und verbringe mal einen Abend privat
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Das ist und das ist natürlich die Erholung, die man dann in dem Moment braucht, weil es eben einen Knochenjob ist. Und es muss einem permanent vor allen Dingen dann als Arbeitgeber und als als als Chef im in meinem Fall dann es muss ein permanent bewusst sein, was die Mitarbeiter da für einen Knochenjob
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haben und ähm was sie auch in ihrer Freizeit aufgeben, gerade weil wir auch äh bis spät in die Nacht arbeiten
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ähm und dieses dieses Bewusstsein reicht nicht nur aus, es ist zu haben und zu verstehen und nachzuvollziehen, nachvollziehen zu können, empathisch zu sein, sondern man muss in der Lage sein, das Ganze auch in eine gewisse Ökonomie zu übersetzen, denn am Ende des Tages ist es auch
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Arbeit. Die Menschen müssen davon in der Stadt, in der wir Gastronomie machen, damit's eine ein buntes Angebot gibt.
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Müssen sie davon leben können. Das ist in der Stadt wie Düsseldorf ähm na ja nicht nicht so einfach mit wenig Geld.
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Ja, das ist richtig, wobei du hast ein paar Worte genannt, die eigentlich das Wichtigste sind, wenn man den einladen führt, man muss in der Lage sein, abzugeben.
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Man muss in der Lage sein, zu delegieren
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Man muss aber auch in der Lage sein, gutes Personal zu ikotieren. Das ist äh zumindestens in einigen Bereichen nicht mehr ganz so einfach. Ich kenne auch Leute aus der Gastronomie, die sagen.
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Manchmal sehr schwierig, ähm aber das scheint der ja gut von der Hand zu gehen, du hast wahrscheinlich eine sehr gute
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Menschenkenntnis, um Leute zu rekrutieren, weil sonst würdest würdest du das nicht mit solcher Freude machen
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Ja, das ist wir haben ähm in der, was das Recruiting anging, ähm haben wir äh als wir noch relativ klein waren, hatten, hatten wir im Prinzip, das ganze sich Bodybusiness
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Prinzip, das heißt ähm wenn ein Mitarbeiter einen Freund, einer Freundin, eine Bekannten ähm hatte, der einen Job gesucht hat, dann hat er ihn empfohlen, dann ähm hatte er quasi einen, einen, einen, einen Paten
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im Betrieb und äh und hat ihn auch an die Hand genommen und ihm alles gezeigt und äh so sind wir relativ relativ lange Zeit gut gefahren. Irgendwann ähm hat sich aber dann.
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Ist man größer geworden, hat mehr Leute gebraucht und äh da hat sich eine ganz andere Qualität, die wir im Innenverhältnis hatten, rumgesprochen und zwar ähm.
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Die Qualität, dass wir ein Team sind, dass ähm dass fair bezahlt wird, dass pünktlich bezahlt wird, dass äh dass man.
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Bezahlt. Ähm dass man nicht von oben herab ähm delegiert das Team, sondern dass man versucht, ähm der ein Team anzuführen
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dass man aber auch andere Führer neben sich zulässt in einzelnen Bereichen, dass man auf die Qualitäten derjenigen, die für einen arbeiten möchten
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setzt, dass man diese Qualitäten fördert, indem man ihn in Centives ermöglicht, sie fortbildet, weiterbildet, ähm indem man aber auch ihre Wehwehchen.
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Zulässt äh beim sind nun mal Menschen, die hier und hier und da auch mal einen einen äh ja, wie soll ich sagen, schlechteren Tag haben und dann gilt es dann.
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Die nicht dafür zu verurteilen, sondern zuzuhören. Also es ist alles das, all diese Führungsqualitäten, die man, die man als guter Chef mit das das spricht sich dann herum. Und ähm gerade in der Branche, in der sich fast jeder kennt und sehr viele gegenseitig kennen
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hat man dann plötzlich relativ viele Initiativbewerbungen und wenn man immer am, ja, wenn man sich permanent weiterentwickelt und immer wieder neue Orte eröffnet
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dann ähm lässt man diesen Strom nicht abreißen, sondern stellt diese Person ein, die wiederum multiplizieren ist, weil sie es erzählen und es bewerben sich wieder neue Leute. Das heißt, äh wir haben tatsächlich bisher wirklich großes Glück gehabt.
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Ähm unsere Mitarbeiter zu finden und wir haben vor allen Dingen das große Glück, dass unsere Mitarbeiter auch äh bei uns bleiben und uns nicht äh
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Nach kurzer Zeit wieder verlassen und ich glaube, das ist dann, das ist dann das Siegel, das man dann als guter Chef braucht, um dann für die Zukunft weiter neue Leute zu finden.
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Das hört sich großartig an. Also wenn ich tatsächlich
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doch mal gegen alle Gedanken, die ich so habe, äh nicht mehr als Gast, sondern als in der Gastronomie arbeiten möchte, wobei ich gerade sage, nie passieren, weil ich weiß, wie anstrengend es ist. Äh dann weiß ich ja, wo ich anfangen kann. Herzlich gerne
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Ähm du hast als zweiten Song dir auch von Tim Mayer Meier? Meier. Maja, genau. Meier.
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Auch ein brasilianisches System, ne? Genau, genau, ich finde, ich liebe es. Wir können im Augenblick nicht reisen und deswegen verreise ich mit der Musik, deswegen ist es Brasilien ist so einer der Sehnsuchtsorte und ich finde Tim Mayer einfach unfassbar
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sinnlich und hören gerne zu. Okay, dann werden wir das jetzt machen.
27:19
Music.
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Ja das ist ein toller Song gewesen für wirklich so.
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Ja, die Atmosphäre Urlaub. Ähm ich hatte ja gerade schon erwähnt, wir sitzen in der Parkkultur, hier gab's halt ein ein brasilianischen Fotokünstler und ähm ich.
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Hab's leider nie geschafft nach Brasilien zu kommen. Es wäre eigentlich mal notwendig, warst du schon dort
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Ich war noch nicht dort, die besten Freunde von mir, die waren in den letzten Jahren dort und haben eine ganz eine ziemlich lange Reise gemacht und wir haben ausgiebig im im Anschluss drüber gesprochen. Ich habe mir die Bilder angesehen und ich muss sagen, es ist äh
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definitiv ein ein Sehnsuchtsort, den ich zwingend zwingend besuchen möchte und ähm wahrscheinlich wahrscheinlich ist das so der Grund, warum ich gerne viele Brasilien
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was aktuell viel brasilianische Musik höre, weil es einfach äh weil es die die tatsächliche Reise ersetzt. Man schließt die Augen, man man lässt sich seinem Gefühl hin, wie es denn wäre in Brasilien zu sein, diese Stimmung einzuatmen und ähm und das ähm.
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Dass das füttert, das füttert die Seele äh mit dem, was sie grade ähm nicht in der Realität bekommen kann und ähm das mag ich ganz gerne. Ähm.
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Was was mir dabei so einfällt ist äh wenn ich selber etwas Fernwehr habe und das habe ich ja häufig, weil ich bin wirklich einer von denen, der gerne reist ähm höre ich meistens ausländische Radiosender, also jetzt
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bewusst dadurch, weil ich auch längere Zeit schon in Spanien mal arbeiten musste, viel spanische, also.
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Katalonien oder so. Äh es wäre ja auch eine alte Alternative, dass man da mal brasilianischen Radiosender hört, weil bei Stream ist das heute ja gar kein Problem. Absolut, also wenn wenn ich mit Freunden Abend esse und wir machen italienischen Abend, das heißt wir haben eine Pasta gekocht, dann äh machen wir sehr oft
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äh ja italienische
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Also nicht Radiosender, sondern er wird italienische Playlisten, die wir dann, die dann der italienische Kurator dann irgendwie zusammengestellt haben an und
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geben uns dem Ganzen hin und äh fühlen uns einfach dann für einen Moment, wie, wie in Italien, das ist ähm
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eigentlich ähm die die beste Form nicht nur kulinarisch, äh sondern auch äh akustische
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Ja für einen Moment zu verreisen, wegzukommen. Ja, vor allem in der in der momentanen Zeit, also ähm wie gesagt, die die äh.
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Bildenden Künstler oder die Künstler generell, aber auch die Veranstalter und die Gastronomen, das ist natürlich ähm ja katastrophal. Äh da fällt mir gerade ein, wie ist es eigentlich
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die die Vermieter ein Gastronom entgegen oder ist das äh völlig utopisch, dass die sagen, nee, kommt ich helfe mit oder so.
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Tatsächlich ist es äh ist es ähm ja so, also es ist
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beides passiert, also ich in meinem Fall hab das große Glück, dass äh die Vermieter mir sehr entgegengekommen sind ähm und vor allen Dingen auch Eigeninitiativen mir entgegengekommen sind, dass sie mich angesprochen haben, gefragt haben, wie es mir geht, wie es wirtschaftlich aussieht. Und ähm haben zum Beispiel.
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Von sich aus fünfzig Prozent der Miete
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ausgesetzt und ich rede, ich meine nicht nur gestundet, sondern tatsächlich auch ausgesetzt und äh haben damit ihren Beitrag äh
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geleistet, weil sie einfach weil sie einfach wussten, welches Leid einem da gerade angetan wird und dass man tatsächlich selbstverschuldet äh und nicht selbstverschuldet ähm
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da rein geraten ist und ähm ich
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höre aber leider auch aus äh aus der Branche, dass es sehr viele Vermieter gibt, die sich dem versperren. Ähm das ist, das hat auch äh individuelle Gründe, also wenn's eine ältere Dame ist, die nur von ihrem Mieteinnahmen lebt und äh wo nun mal
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die Gewerbemieteinnahmen höher sind als die aus privaten Einheiten
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dann kann sie nicht ohne Weiteres sagen, Mensch, ich verzichte da auf die Hälfte, dass es ähm, dass es ein Problem, auch für sie dann
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Also da muss man sich anderweitig ähm anderweitig orangieren.
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Wo ich absolut gar kein Verständnis für habe, ist, wenn große institutionelle Vermieter äh die meisten Zahlen auch irgendwelchen Fonds angehören oder ähm Teil eines Fonds sind, dass die ähm.
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Nicht den den Mieter nicht entgegenkommen.
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Die die größten beziehungsweise die größten Reserven, die größten Gewinne in den letzten Jahren erwirtschaftet haben und
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ähm und dient am leichtesten fallen würde zu sagen, hey, wir verzichten, dafür haben wir aber einen gesunden Mieter auch für die Zukunft und ja
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tragen unseren Teil eben zur zum Erhalt dieser besonderen Kultur bei.
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Da ist aber auch die Bundesregierung jetzt hingegangen, hat ja in den letzten Monaten Gesetze geschaffen, ähm
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daran zu gehen. Jetzt muss man immer für sich ähm beurteilen können, wen treffe ich damit? Also, wenn ich Mieter in einem OP.
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Wenn das eben keiner großen Gesellschaft gehört, dann werde ich aber auch nicht mit den Messern zwischen den Zehen da in diese Verhandlungen reingehen. Es sei denn
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eben, dass ich selbst äh vielleicht wirtschaftlich nicht mehr könnte. Also das, das muss man so oder so abhängig von der jeweiligen Situation, glaube ich, immer neu beurteilen.
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Ähm wie ist es eigentlich so, was wie hoffst du, dass der.
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Restart, sage ich mal, erfolgt. Ähm ich höre auch so aus der Gastronomie, die einen sagen, oh schwierig, ich glaube nicht, dass die Leute kommen, die anderen sagen, ich glaube, die werden uns überrennen ähm.
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Wie siehst du das? Also ich glaube auch, dass wir überrannt werden, weil ich einfach tagtäglich mitbekomme, wie groß die Sehnsucht
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ähm auch wenn's nur eine ganz banale Sache ist, wie ein Espresso äh draußen in einem Kaffee trinken, dass die Sehnsucht danach einfach gewaltig groß ist
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und äh natürlich gibt's auch sehr viele Leute, die weiterhin Angst haben. Deswegen wird es wichtig äh werden, dass die Hygienekonzepte, die wir alle schon erarbeitet haben, äh womit wir nach dem ersten Lokdown auch erfolgreich teilweise wieder an den Start gehen konnten
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dass die einfach wieder eingeführt werden und ähm
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und dass wir uns einfach bewusst machen, ähm dass es Orte geben wird, die einfach ganz stark frequentiert werden und dann dann gilt es dann darum, Disziplin zu haben und zwar sowohl als Gast, aber auch als Wirt
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dass man sich nicht äh davon einschüchtern lassen darf, wenn die Masse dann vor der Tür steht, zu sagen, hey, habt Geduld, wartet ein bisschen, wir wollen, wir wollen uns diese Chance, die wir, die wir gerade wieder bekommen irgendwie nicht
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nicht kaputt machen und natürlich ähm nach so einer langen ähm Zeit des Stillstands ohne Arbeit müssen die Mitarbeiter natürlich auch wieder in die Prozesse ähm
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sich einfinden.
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Und das dauert dann ein, zwei Tage, vielleicht auch eine Woche, bis sie, bis sie die alte Geschwindigkeit und Routine wieder haben, ähm ja, äh die Arbeit so
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Zu vollziehen, dass sie auch ähm schnell beim Gast ankommt und äh also ich bin da recht zuversichtlich, weil wir die Konzepte nicht neu entwickeln müssen, sondern die haben wir da, die Erfahrung haben wir nach dem ersten Lokdown gemacht und wenn wir das Stückweise wieder übersetzt bekommen
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dann wird's uns gelingen.
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Mir die größere Frage ist eher was sich die Politik da vor so? Ja gut, das ist seine Frage das ist halt schwierig, weil ich.
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Also es ist meine persönliche Meinung. Ähm es wird momentan keine ordentliche Vision dargestellt von der Politik. Also es ist immer so ein bisschen ja
40:28
verschwommen das Ganze. Also das finde ich insofern schade. Ich find's schöner, wenn die Politik da ein bisschen mehr das die Ziele.
40:36
Ähm klar äußern würde. Also in Österreich ist es ja so, dass da schon bisschen klarer und ganz offen gesprochen wird. Die Österreicher haben ja auch.
40:45
Angefangen jetzt schon länger ein bisschen wieder zu öffnen und haben aber auch halt Konzepte entwickelt um Sachen zu verfolgen.
40:54
Wir haben eben im Vorfeld über Musik ein bisschen gesprochen und du sprachst das beim Fanta-Konzert, warst die Fantasie haben ja auch eine App rausgebracht
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Ähm ich hab's mir die mal angeschaut. Das sah auch ganz interessant aus. Also es ist müsste halt irgendein Konzept geben, dass man halt das Ganze ordentlich digital verfolgen kann, weil
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sagen wir ähnlich, dass so auf Papier und Fax die Zeit ist einfach vorbei und das geht auch heute nicht mehr. Nee, das ist das das.
41:21
Papier und Fax ist tatsächlich Vergangenheit und tatsächlich hat die die Digitalisierung auch in unserer Branche Fuß gefasst, auch durch die Krise und das funktioniert alles ganz gut.
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Wenn ich nochmal was zur Politik sagen dürfte, ich glaube, was was uns gerade widerfährt, ist, dass diejenigen, die die Verantwortung tragen, ähm.
41:40
Ja, also nicht mutig sind, sie, sie argumentieren und sagen, wir wollen keine Fehler machen und ähm
41:48
machen dafür agieren dafür gar nicht, dass sie aber nicht sehen, dass in ihrer Nichtaktion sie die größten Fehler oder auch einen ganz großen Fehler beginnt, das sehen sie nicht und äh da kann ich immer wieder nur eins sagen, mutig sein
42:00
und ähm ich damals im beim Sport hatte einen Trainer, der gesagt hat, du, wenn du einen Fehler machst,
42:05
dann mach ihn zu hundert Prozent, dann weißt du nämlich auch, dass es vielleicht zu hundert Prozent ein Fehler war, aber ein Fehler ähm
42:11
nur so ein bisschen zu machen und dann wieder was anderes zu machen und dann wieder einen Fehler zu machen, um wieder nur ein bisschen zu machen. Das ist eine Verkettung von ganz vielen Fehlern und das kann zur Folge haben. Das ist, das ist, das ist noch viel schlimmer wird. Und das ist das äh was ich mir wünschen würde einfach zu sagen
42:25
macht etwas, ähm gebt eine Vision, nehmt tagt die Verantwortung und äh macht gerne auch mal einen Fehler.
42:34
So und äh das ist ähm das ist das gehört zur zur Verantwortung, tragen dazu. Entscheidungen zu treffen, die auch manchmal unbequem sind. Ähm aber.
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So eine Branche oder es ist ja nicht nur unsere Branche, ganze eine ganze Wirtschaft ausbluten zu lassen ohne ohne ähm.
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Ohne Aussicht, das halte ich für.
42:55
Persönlich schwierig, also es muss zumindest Aussichten geben. Ja, auf jeden Fall, weil äh Menschen, die keine, wie soll ich sagen, keine keine Zukunft sehen
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das ist 'ne Katastrophe, also das, das geht gar nicht, wofür 'n ganzes Land, da richtet man ganz schnell so 'n Land mit hin, also. Absolut, das, das, das muss sich ändern, aber ich denke auch, ähm, das wird sich oder ich hoffe, sehr stark, das wird sich ändern
43:18
weil ähm ja ich mag Deutschland, also ich ich.
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Klar, ich bin hier geboren, natürlich mag man das Land, wo man geboren ist, aber nein, ich mag das Land, ich mag auch irgendwie, wenn's die Stadt Düsseldorf ähm ich war.
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Düsseldorf hat halt was, das hat ein Flair und ähm ja da muss man halt schauen oder hoffen, dass sich das äh bald wieder ähm ja einspielt sozusagen.
43:43
Das hoffe ich sehr, ja. Ähm letztendlich ist es so.
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Ich habe deine Musik mir angehört und gesagt, das ist äh sehr, sehr, sehr ja.
43:54
Wie soll ich sagen? Sehr, sehr interessant. Du hast halt auch viel Gläs oder einiges an Glaz dabei. Ähm wir selber hier im im bei uns im Sender sind.
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Ja stark. Gläslastig oder sagen wir mal lieber Soul Funglaslastig
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Und ähm dein nächster Musikwunsch äh Gregor Reporter, der gefällt mir natürlich auch sehr gut.
44:16
Ja, das ist Gregory Porter ist für mich einer der größten. Das ist äh komplexer kann man in dem Genre nicht sein, als das, was er macht. Das ist ich äh ich bewundere ihn.
44:27
Ja du hattest auch gesagt, du warst äh zweimal, hast du in Düsseldorf mitbekommen live. Ich habe ihn leider nur einmal live mitbekommen und äh muss auch sagen, es war großartig und äh ja.
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Spielen ihn einfach mal, ist großartig.
44:43
Music.
48:25
Ja, Gregor Reporter, ein großartiger Künstler, der ähm schon zweimal in Düsseldorf war. Ich hoffe ja, er kommt bald mal wieder. Ach, dass das hoffe ich auch. Ich habe ihn zuletzt in der Tunhalle gehört und gesehen und das war wirklich äh
48:39
Das waren Gänsehautmomente durch und durch. Das ganze Konzert über es ist, ich habe selten jemand auf der Bühne erlebt, der so bei sich ist, so wenig
48:48
Körperliche Dynamik reinbringt, weil er tatsächlich wie ein Fels dort stehen, aber so viel Tiefe mitbringt, das ist, das ist ich.
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Gänsehau
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durch und durch. Das ganze Konzert über Wahnsinn. Waren also wann immer Gregory Port in der Nähe ist, ich empfehle jedem. Kauft euch Karten, geht in dieses Konzert, es äh es bleibt unvergessen.
49:08
Das ist ja auch so ein so ein Thema in Düsseldorf hier mit Einstadt Herbst und und diese ganzen Veranstaltungen. Ähm das sind halt so Sachen, wo ich sage, das das finde ich so toll und so großartig an Düsseldorf auch wie heißt und
49:22
Was alles für Veranstaltungen sind und so schade, dass das momentan nicht stattfinden kann, aber ich habe die Hoffnung, dass es natürlich bald weitergeht, aber auch da ist es halt so, ähm
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Ich find's toll, dass dass sowas veranstaltet wird und ich kann mir vorstellen oder auch hier was
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leider nicht mehr stattfindet ist äh auf der Grafenberger Rennbahn an das äh Open Source.
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Dass das halt auch für die Leute schwer ist sowas zu machen, weil ich.
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Glaube, dass es kaufmännisch nicht so olukrativ ist, also zumindestens beim Open Source weiß ich, die haben
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da nicht wirklich glaube ich Geld mit verdient
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Nee, das ist eher im Gegenteil, da hat die Stadt ja auch durch die durch die Förderung sehr viel Geld noch mitgebracht und ähm
50:04
Ich muss sagen, das ist äh das das Format fand ich persönlich ganz gut, äh auch den Ort fand ich fantastisch, der natürlich ähm aber auch seine Schwierigkeiten mit sich gebracht hat, schlicht und ergreifend, weil ab einer gewissen Uhrzeit äh Lautstärke nicht mehr ähm.
50:17
Nicht mehr möglich war, das heißt um dreiundzwanzig Uhr mussten die Konzerte vorbei sein und gerade in so einer schönen.
50:24
Lauen Sommernacht auf einem Berg in angrenzend und einen Wald.
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Da hätte man wunderbares machen können und ähm diesen Mut damals nicht gehabt zu haben, das zumindest für die Dauer dieses dieses Festivals auszusetzen.
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Persönlich sehr schade, aber auch da hat die Stadt ein großes Learning daraus gezogen und sucht Flächen, ähm wo das möglich sein wird, nicht zuletzt ähm ist äh deshalb auch der.
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Brust ins Gespräch gekommen, weil man dort vieles machen kann, so wie auch jetzt während des erst.
50:56
Das das Autokino, was ja großen Anklang gefunden hat und also das ist das, was ich an dieser Stadt so sehr liebe, wenn sie Dinge macht und und
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kennt, dass das vielleicht etwas falsch gelaufen ist, eine Kultur nicht mehr fortgesetzt wird, wie das Open Source Festival
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dann steckt man den Kopf nicht in den Sand und sagt, okay, sowas gibt's nie wieder, sondern man sucht das Learning daraus, beziehungsweise man sucht ähm die Verbesserung aus dem, was man bisher hatte und sucht neue Flächen und macht weiter und ist
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Gott sei Dank dann auch noch potent genug zu sagen, ja komm. Das fördern wir sogar auch noch mit ein bisschen mit ein paar Mitteln. Es ist natürlich immer toll, wenn wenn sich.
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Pur selbst trägt und selbst finanziert. Hm, aber es ist natürlich immer gut eine Stadt als Partner zu haben, die sagt, Mensch, das ist uns wichtig, das fördern wir und das da erleichtern wir
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Genehmigungsprozesse oder geben geben Hilfestellungen, die Feuerwehr oder des Ordnungsamt mit an den Tisch kommt man eine quasi Expertentaskforce bildet, um
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Hauptfragen zu beantworten und damit dann auch weiterzugehen. Das ist ich finde, das ist auch Düsseldorf und zwar.
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Besonders sogar Düsseldorf. Ja, also das ist auch das, was ich immer so mitkriege, aus den aus den Reihen der
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Stadtrat müsste es sein, dass halt da gerne solche Projekte gefördert werden, wobei ich
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persönlich habe halt mit dem Open Source ein ein persönliche Verbindung, ich äh schaue sozusagen auf äh die Rennbahn, also ich wohne dort und ähm für mich war das
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Konzert im Wohnzimmer. Also das war zu Fuß erreichbar, das war
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wirklich ganz großartig und ich hoffe, dass auch dann an der Location nochmal wieder was stattfindet, weil ähm nach wie vor, ich fand die
52:43
Location, nicht nur, weil ich dort wohne, sondern generell halt auch äh klasse, das ist äh war toll. Abends, wie du's beschrieben hast
52:51
äh laue laue Sommernacht und die die Kulisse und dann diese Tribüne, die dann praktisch davor aufgebaut war, das war toll.
52:59
Ja und der weite Blick, also es ist nach wie nach wie vor, es ist einer meiner Lieblingsorte in in Düsseldorf dor
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dort zu sein oder wenn man wenn man von der B sieben, von der anderen Seite hochwert und da gibt's ein kleines Stückchen, da ist so eine Forsterwegung. Genau. Genau da wohne ich.
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Genau, wenn man, wenn man dort irgendwie äh reinfährt und diesen Blick runter ins in das Tal, auf die Rennbahn, auf die das ist, ich
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fantastisch, das ist einfach wunderbar. Das ist ähm.
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Das ist schön sowas in einer Stadt zu haben und vor allen Dingen so zentral, weil es ist tatsächlich mit dem Fahrrad hier nur fünfzehn Minuten von der Innenstadt entfernt, zumindest bergab. Aber gerade in die andere Richtung, das ist ein bisschen anstrengender. Also bergauf, äh ich
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kenne diesen Berg sehr gut. Meine Tochter kennt ihn noch besser
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und ähm das ist das hat schon was, den Berg da hochzufahren mit dem Fahrrad oder? Mit dem E-Bike geht das gut, aber mit einem richtigen Fahrrad ohne E.
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Ist das schon krass? Ja. Aber das ist richtig. Vor allen Dingen, es ist der zweite Berg, den ersten Berg, den gibt's hier unten den G.
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Schon. Das ist wohl da, das ist wohl wahr. Aber da fährt man den Vorteil, runter geht's schnell alles. Genau. Äh sehr, sehr, sehr schön. Ähm
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darf es noch was von Gregor Reporter sein oder möchtest du nochmal was ich anderes gerne nehme? Ich würde einen kleinen, im kleinen, ähm, eine kleine Irritation mit reinbringen, es wird jetzt italienisch, aber tatsächlich das, was da kommt, wird einem, gerade, wenn man aus Deutschland kommt, sehr bekannt vorkommt. Es ist von der Crutschi-Gang
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schön. Aha.
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Music.
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Music.
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Ja natürlich kommt dann der Song sehr bekannt vor, bloß halt äh mit einem anderen Text. Ja, das ist äh genau genau diese Irritation liebe ich an der Crutschi Gang.
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Die ausschließlich oder beziehungsweise in ihrem letzten Album ähm ausschließlich deutsche Songs gecovert hat und ins italienische übersetzert und das finde ich einfach finde ich einfach schön
58:12
wahrscheinlich dann deutsche Italiener, die äh dort agieren vermutlich. Die
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Geschichte hinter den einzelnen Teammitgliedern, die kenne ich persönlich gar nicht. Ich äh fand nur diese Idee wunderbar, weil es doch sehr viel Wiedererkennungswert hat, allerdings eine komplett neue, ja, eine.
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Komplett neue Romantik mit sich bringt, wenn ich das so sagen kann, weil's einfach eine andere Sprache ist und teilweise kennt man ja die Songtexte auswendig im Deutschen. Und ja, denkt sich seinen Teil dazu, aber ich find's, ich find's schön
58:40
ich ich höre sie, ich höre sie einfach gerne.
58:43
Wie schaut denn so die ja Zukunft in der Gastronomie jetzt für dich aus? Also du hast schon erwähnt, du machst einen neuen Laden auf, also ein.
58:52
Zusätzlichen laden diesmal ein Restaurant äh im Hafen. Kannst du schon da magst du sagen, wo genau im Hafen? Ja, das wird äh das das Restaurant, äh der Betrieb wird heißen, the Paradise now
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und äh wird auf der Hammerstraße siebenundzwanzig äh eröffnen. Ähm wenn man im Sommer
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Und im Spätsommer dran vorbeigefahren wäre, hätte man da einen ganz ein ganzes Konvolut an teilweise fünfzehn Meter hohen Palmen erleben können, die wir dort schon eingebracht haben und es werden tatsächlich sogar noch ein paar mehr werden. Ähm das ist so, das ist so das, was als nächstes aufmacht und tatsächlich haben wir auch schon einen weiteren
59:29
Ein weiteres Konzept in der Pipeline gehen damit ähm ähm also sind damit dann auch wieder in der Altstadt und bringen aber.
59:37
Aber es ist, es wird keine Party, es wird keine
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Wird keine Sportsbars, wird, es wird sich auf den Genuss stürzen, es wird äh was die Kulinarik angeht relativ.
59:48
Ich will nicht sagen, eindimensional bleiben, aber wir werden einem von einem Genre uns hingeben, es ist, das ist der Wein und das sind so Kleinigkeiten zu essen und ich glaube der Raum als solches wird äh wird nochmal spektakulär werden, weil ich es äh ich liebe es einfach
1:00:04
den Raum außergewöhnlich zu gestalten, also ähm in dem Fall ist es ein Gebäude, ich glaube, dessen Ursprung
1:00:12
siebzehnhundertfünfundachtzig war und natürlich in den letzten Jahrhunderten diverse Umbauten erlebt hat, das heißt es ist sehr viel Geschichte, die man im Gemäuer alleine schon ent.
1:00:23
Und ähm und wir wollen mit einem neuen Konzept, dass ich wie ein Ufo wie ein Fremdkörper in diesen Raum setzt und tatsächlich sich von dem vom vom.
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Grenz.
1:00:33
Aber das uralte mit einfach mit einer neuen Sinnlichkeit bereichert, da ähm da wollen wir einfach das Erlebnis äh auch das kulinarische Erlebnis einfach ähm.
1:00:44
Auf ein, auf ein, ich will nicht sagen, das nächste Level, aber auf eine andere Ebene ziehen, indem es ähm in dem, in dem Genuss
1:00:51
ähm einfach anders, anders wahrgenommen wird und auch anders konsumiert wird. Das ist äh ich.
1:00:57
Manchmal hat man Ideen und wie sie sich wirklich anfühlen, das äh das weiß man erst, wenn man sie übersetzt und das ist der Grund, warum wir, warum wir weitermachen.
1:01:06
Und ähm warum wir mit dem Konzept dann auch an den Start gehen werden. Was mir bei der Gelegenheit so auffällt, ist äh wir haben in Düsseldorf finde ich ja wenig.
1:01:16
Tanzgastronomie.
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Mal so rum auszudrücken, also ach das sehe ich anders. Ähm, wir haben relativ viel Gastronomie in der getanzt werden kann, wir spezifizieren's nicht, wir sagen nicht, das ist jetzt ein Lokal, in dem nur getanzt wird und äh tatsächlich ist es so, wenn man überlegt, was ist denn tanzen.
1:01:32
Tanzen ist doch die höchste Stufe der körperlichen Euphorie, weil man, weil man aus sich heraus nicht
1:01:37
kann, also geht man hin und bewegt den Körper und ähm weil man auch dabei spontan sich vielleicht einem anderen Menschen annähern kann und ähm wir haben irgendwann in Düsseldorf angefangen ähm.
1:01:50
Die Orte einfach überflüssig zu machen, in denen auch schließlich getanzt wird, sondern haben einfach jeden Raum genommen und gesagt
1:01:55
Warum denn nicht? In einem Restaurant kann genauso getanzt werden wie in einer Bar oder in einer Kneipe oder zu Karneval, auch vom Moers, in einer in einer Brauerei. Und ähm deswegen es gibt in Düsseldorf unfassbar viele Gelegenheiten.
1:02:09
Tanzen zu gehen und wenn es jetzt darum geht den Standardtanz auszuüben. Na ähm ja lateinamerikanische Tänze
1:02:16
muss ich sagen, gibt's auch dadurch, dass wir halt eine sehr große lateinamerikanische Community in Düsseldorf haben, gibt's mittlerweile ganz viele Orte, in denen.
1:02:25
Dem Patanz und klassischer lateinamerikanischer Tanz vollzogen wird. Die sind nur nicht so
1:02:32
präsent, weil das Publikum, das dort verkehrt, eher, ja, ja, ich will nicht sagen, speziell ist, aber doch das Besondere, das Spezielle sucht und da gibt's, da könnte ich jetzt aus.
1:02:42
Drei, vier, fünf Orte sagen, an denen an denen sowas stattfinden kann. Also wir sind schon, wir sind schon, ähm, wir haben dieses Angebot schon, es ist nur nicht so offensichtlich, wie man
1:02:51
wie man wie es zum Beispiel ähm in der Bar, Kneipen oder äh ähm ja Brauereikultur der Fall ist.
1:02:58
Das hört sich für mich so an, als hätten wir mittlerweile schon das nächste Level der der Tanzbarkeit in Düsseldorf erreicht, was ja.
1:03:07
Mit Sicherheit gar nicht falsch ist, also wenn wenn die Leute da Spaß dran haben, weil das ist der Sinn und Zweck von Gastronomie, dass der
1:03:13
Kunde der Besucher ja Spaß da dran hat, natürlich darf auch der Besitzer Spaß haben, aber wenn alle sich dadran äh erfreuen und
1:03:22
Das ist doch eigentlich ideal, oder? Das ist, das ist wunderbar und ich meine, wir trauern immer alten Konzepten nach, die dann zumachen ähm und sagen, Mensch und wieder verlieren wir etwas und so weiter, das ist ja, das ist, man verliert
1:03:35
Tatsächlich etwas, was man in in der Vergangenheit Dieb gewonnen hat, aber es hat sehr auf Gründe, warum, warum alte Konzepte oder warum gewisse, also gewisse Läden schließen. Ähm was es aber auch immer zur Folge hat, ist, dass es ähm.
1:03:49
Entweder erfährt dieser Ort dann ein neues gastronomisches Konzept oder das gleiche Konzept mit neuer Energie, weil's ein anderer Betreiber macht, der wieder mit mit sehr viel Kraft und Elan und Ausdauer an diese herangehen kann
1:04:02
Ähm und ähm weil es ich sage immer
1:04:06
Jeder Betrieb, der schließt, der verschwindet nicht, sondern er bleibt ja in der Erinnerung der Gäste, die diesen Ort geliebt haben, bestehen und äh wenn dann ein neues Konzept dazukommt, dann ähm dann verliert sich der alte Ort ja nicht, sondern
1:04:20
man man redet immer wieder darüber, obwohl man im neuen Ort ist,
1:04:24
kann ich aus Erfahrung sagen, weil ich ähm wir haben eine legendäre Kneipe in ihrer Örtlichkeit beerbt, das ist der
1:04:32
Kuhstall ähm auf der kurzen Straße, also Kuh mit tatsächlich Kuh geschrieben und das ist ein eine legendäre Kneipe, eine legendäre äh Rockindipent äh
1:04:42
gewesen. Es haben ganz viele ganz tolle Abende dort stattgefunden. Der Betreiber der Kalle. Das ist ein ganz besonderer Typ und ähm irgendwann war einfach die Zeit.
1:04:54
Kommen zu sagen, Mensch, der Ort hat sie sich vielleicht auch im Außenverhältnis ein bisschen verändert und äh da war, da hat das Ganze nicht mehr
1:05:02
passt oder die oder der Zuspruch war, einfach nicht mehr groß und als dieser Ort zugemacht war, wurde, ähm das waren zwei legendäre Abende in Folge. Es war unglaublich, wie viele Menschen, wie viele alte, wie viele tolle Gesichter man dort äh getroffen hat und das wie viele
1:05:17
unfassbar.
1:05:18
Großartige Geschichten erzählt wurden, wo ich mir gedacht habe, Mensch, diese Geschichten, die ich an diesem Abend oder an diesen beiden Abenden gehört habe, die bleiben eigentlich für die Ewigkeit.
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Dieses die werden auf ewig mit diesem Ort verbunden sein, auch wenn ich jetzt nach nach diesem zweiten Abend
1:05:35
das Ganze auf Links drehe ihn bis auf die Grundmauern abreiße und mit einer neuen Geschichte, mit einem mit einem neuen, ja, Konzept dort reingeht, dass.
1:05:45
Ebenfalls unfassbar großen Zuspruch gefunden hat und wie ich finde auch den Ort
1:05:50
auch das, also den den Makro-Kosmos wahnsinnig bereichert hat. Ähm und tatsächlich.
1:05:56
Begegne ich an diesem Ort immer noch Menschen von früher, die es als Kuhstall kannten und man sitzt in der Elefant-Bar, so heißt es nämlich jetzt und hat einen wunderbaren Abend. Man sieht vielleicht auch draußen auf der Terrasse und bei einem Glas Wein oder bei einem Whisky sauer
1:06:09
und man redet über diese Geschichten von früher und das ist etwas.
1:06:12
Das sind so Momente, die ich unfassbar die gewaltig sind, die ich so besonders finde, weil sie einfach ähm weil sie Entwicklung zeigen
1:06:21
und vor allen Dingen ähm weil nur so Legendenbildung möglich ist, wenn wenn's diese Legen.
1:06:28
Gäbe Hecken sehr oft junge Leute gar nicht den Elan, dem nachzueifern, selbst zu einer Legende zu werden oder eine Legende zu schaffen. Und ähm das ist das ist so das die positive Betrachtung von Vergänglichkeit innerhalb dieser Branche und das wird tatsächlich auch in der Folge
1:06:45
Krise, ähm, an ganz vielen Orten passieren und deswegen kann ich nur sagen, seid froh.
1:06:51
Gespannt darauf, was in Zukunft kommen wird, weil tatsächlich.
1:06:55
Ja verursacht dieses diese Krise nicht nur unfassbar viel Leid, sondern auch unfassbar viel Elan, bei denen die einfach.
1:07:05
Ihren ihre geliebte Stadt, ihren Ort, ihre Branche nicht aufgeben wollen, um was neues starten.
1:07:11
Wenn ich das mal so als äh legendäres Schlusswort von dir nehmen darf, weil ähm wir haben tatsächlich unsere Stunde uns locker unterhalten und muss sagen, die Stunde ist grasenschnell vorbeigegangen für mich, für mich auch, ja?
1:07:24
Und ähm welchen Song hättest du denn gerne als Schlusssong noch dabei? Ich würde mit Jörg Bewing ähm The Gift.
1:07:34
Das es wird jetzt klassisch, romantisch, es ist Klaviermusik, aber ich finde ein perfekter Schlusspunkt. Okay, dann bedanke ich mich
1:07:42
recht herzlich bei dir als dass du uns hier eine tolle Stunde und einen tiefen Einblick gegeben hast, weil du warst äh ein super Vertreter als Insider, der hat sich gerne vielen Dank, dass ich hier sein durfte.
1:07:55
Und äh ja, ich wünsche den Leuten da draußen noch viel Spaß und äh bis nächste Mal.