Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1211: #gezeichnet - so schön kaputt [transcript]


Neulich habe ich einen Song gehört. Er trägt den Titel „so schön kaputt“, ich glaube er ist von der Band SDP. Wenn ich recht informiert bin, steckt Vincent Weiß dahinter. However, mir geht es um den Impuls. Denn in diesem Song geht es um Fehler, Wunden und Narben, die uns im Laufe des Lebens ebenso zeichnen. Der Refrain lautet: „Wir sind vom Leben gezeichnet in den buntesten Farben. Und wir tragen sie mit Stolz, unsere Wunden und Narben.“

Tatsächlich bin auch ich an der ein oder anderen Stelle gezeichnet. Mal wurde ein Muttermal entfernt, mal hat mich ein großer Hund als recht lecker empfunden und ja, auch die 10cm lange Narbe an meinem Oberschenkel wurde schon das ein oder andere mal hinterfragt.

Bisher habe ich darin nie einen Bezug zur Kunst erkannt… Und dann habe ich im Sommer die junge Fotografin Marion Sonnenberg kennengelernt.

Marion handelt ganz im Sinne des französischen Filmregisseurs Robert Bresson: „Fotografie macht sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre“ und widmet sich in äußerst empathischer Fotografensprache den Menschen, deren Körper von Narben gezeichnet sind.

 


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 2021-03-08  1h12m
 
 
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Music.
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Hashtag gezeichnet.
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Ein dreiteiliges Special zum Thema junge Künstlerinnen, die mit einfühlsamem Blick die meist verborgenen Zeichnungen ihrer Mitmenschen,
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und auch ihre eigenen wahrnehmen und sich auf ästhetisch, empathische Weise mit der Visualisierung der These.
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Ich bin nun nicht ganz so, wie ihr mich haben wollt, auseinandersetz.
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Hashtag gezeichnet, gezeichnet vom Leben, gezeichnet von einer Künstlerin. Neulich habe ich einen Song gehört.
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Er trägt den Titel so schön kaputt. Ich glaube, er ist von der Band SDP. Und wenn ich recht informiert bin, steckt Vincent Weiss dahinter, genau weiß ich das nicht, entschuldig.
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How ever, mir geht es um den Impuls, denn in diesem Song geht es um Fehler, Wunden und Narben, die uns im Laufe des Lebens ebenso zeichnen.
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Der Rafra lautet, wir sind vom Leben gezeichnet in den buntesten Farben und wir tragen sie mit Stolz, unsere Wunden und Narben. Tatsächlich bin auch ich an der ein oder anderen Stelle gezeichnet,
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mal wurde mir ein Muttermal entfernt. Mal hat mich ein ziemlich großer Hund, als recht lecker empfunden,
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Und ja, auch die zehn Zentimeter lange Narbe an meinem Oberschenkel wurde schon das ein oder andere Mal kritisch oder auch interessiert, neugierig.
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Bisher habe ich darin nie einen Bezug zur Kunst erkannt. Und dann habe ich in diesem Sommer eine junge Fotografin kennengelernt. Marion Sonnenberg.
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Marion handelt ganz im Sinne des französischen Filmregisseur Robert Bresson.
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Fotografie macht sichtbar, was vielleicht ohne dich nie wahrgenommen worden wäre. Und widmet sich in äußerst empathischer Fotografensprache den Menschen, deren Körper von Narben.
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Gezeichne.
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Music.
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Liebe Marion, du porträtierst Menschen, deren Wege von Geschichten und Schmerzen geprägt sind. Stell dich einmal vor.
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Hallo, vielen lieben Dank, dass ich hier sein darf. Ich bin Marion Sonnenberg, bin Fotografin, komme aber eigentlich aus der Mader und Lackiererszene und bin aber über Produktdesign zur Fotografie gekommen und
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Ja.
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Find's immer spannend, was hinter Geschichten steckt und so auch hinter den menschlichen Zeichnungen, was uns eigentlich auch ausmacht und unsere Geschichte repräsentiert und auch wortlos erzählt.
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Wir haben ganz, ganz, ganz großes Glück, denn du erzählst, dass du dich für die Geschichten interessierst, sie haben verraten schon, dass du.
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Narben porträtierst, dass du Menschen in ein Licht drückst, dass sich trotz,
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was man vielleicht im im großen Sinne als Schönheitsmakel bezeichnen würdest. Ein neues Gefühl von Schönheit schenkst,
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Wenn wir, wir haben auch eins deiner Models bei uns sitzen, liebe Elke, ich freue mich so sehr, dass auch du den Weg zu uns gefunden hast und dass du bereit bist über all deine Erfahrungen zu sprechen. Herzlich willkommen,
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Vielen Dank, dass ich dabei sein darf und auch mal erzählen darf und ich muss auch der Mario danken. Sie hat's eigentlich erst möglich gemacht. Aufgrund des Buches,
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Mensch mit Narben bleibt Mensch. Es verändert einen Menschen hier nicht. Nur die Hülle.
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Und ich versuche mein Bestes zu geben,
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Wie gesagt, für mich ist es ein Neuland. Marion, vielleicht fangen wir einmal an und du erzählst uns von deinem Projekt, was dich dazu inspiriert hat
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wenn ich dich so anschaue, du bist wunderschön. Danke. Die ist auch noch ein ganzes Stückchen jünger aus als ich und ich frage mich, woher der Impuls kommt
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Menschen auf diese Art und Weise zu betrachten. Es ist eigentlich schon im Kindesalter angefangen, dass ich schon mit dreizehn, vierzehn Jahren, wo man,
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wo ich auch sagen muss und ich glaube, jeder muss jetzt ein bisschen lachen und grinsen mit sich selbst überfordert ist und sagt, was passiert eigentlich mit mir, welche Emotionen habe ich gerade
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auch so ein bisschen, wie geht man miteinander um, auch in der Schule, das ist ja alles so unbekannt, jeder verändert sich und,
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man stößt und eckt öfter an und ich lese eigentlich gar nicht so viel, muss ich sagen, aber da mich,
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Bücher, über äh Magersucht und halt geprägende Geschichten, auch Lokomie, Krankheiten, sehr beschäftigt und die habe ich verschlungen. Ähm meine Eltern haben sich immer sehr gewundert und dachten auch so
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okay, Magersuchten, warum liest sie die Bücher, was ist und es hat mich halt, was heißt eher abgeschreckt, aber dadurch, dass ich mich mit den Geschichten beschäftigt habe.
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Ist mit mir was ausgelöst, andere Sichtweisen zu betrachten, okay, was steckt eigentlich dahinter? Nicht nur zu sagen, hey, das ist doch Schwachsinn, sondern was sind die Gedankengänge, was treibt einen eigentlich dahin
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also auch die Connection in der Gesellschaft, weil manchmal ist es ja auch ein Drang, okay, der sieht so aus, der sieht so aus, das möchte ich,
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und aber auch andere Geschichten eine prägende zweite Geschichte war auch,
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dass meine Mutter von einem Kind gezeichnet wurde und äh sie meinte so oder mehrere Menschen und sie meinte, oh, wer, wer ist das denn und da hat ein Kind auf eine Person auf dem Bild gezeigt und meinte, ja, nee, das bist du und äh
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das Gesicht wurde halt mit einer sehr großen
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Nase gezeichnet und äh meine Mutter musste halt lachen, weil das Kind hat einen Charakterzug von ihrem Gesicht genommen, was äh für sie war, okay, das ist Carola, das ist meine Mam, aber ohne Wertung, sondern einfach so, wie wir sind so unterschiedlich,
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Das ist das Besondere daran, aber das heißt nicht, dass es uns irgendwas wegnehmt und die Schönheit wegnimmt und in der Zeit, wo ich dann auch mit dem Buch und mit der Fotografie so in mich
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wurde, war es halt auch so, dass ich mit vielen gesprochen habe über so welche Themen und auch Freunde in meinem Umkreis hatte und so dachte, hey okay, ich weiß deine Geschichte gar nicht, was dahinter steckt,
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das bist ja du, das zeigt eine Stärke oder auch was du ja im Leben erlebt hast, ob es jetzt eine witzige Geschichte war. Ich bin äh bei einer Party gegen den Verein gerannt zu, was dramatisch ist. Ich habe eine Krebsgeschichte hinter mir oder.
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Ich habe eine Brandwunde schon im Kindesalter wie eine Verletzung.
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Wir drei, wir haben das Buch vor uns liegen, wir sehen ein Buch Schwarz-Weiß, Hochglanz, man erkennt nur die hellen Konturen, es sieht ästhetisch einfach
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wunder wunderschön aus. Lass uns doch einfach mal gemeinsam Auditiv durch das Buch blättern und unsere Hörer daran teilhaben.
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Was der Inhalt des Buches ist, was wir genau sehen, wer dargestellt wird. Also in diesem Buch ist es
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so dass die mehrere porträtierten und mehrere Geschichten stecken. Der Hintergrund warum auch später ein Buch daraus gemacht wurde ist, dass
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Man sieht, dass man nicht alleine ist mit seiner Zeichnung
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dass mehrere eine Geschichte haben und sozusagen, wenn man auch aufblättert, wird man durch mehrere Geschichten geleitet und das heißt, die Fotografien sind natürlich,
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prägend. Sie zeigen eine gewisse Ästhetik, aber es steht im Dreiklang zu. Wer steckt eigentlich dahinter und was ist eigentlich auch die Geschichte dahinter? Und deswegen bin ich auch sehr froh, dass Eck hier ist, denn sie hat das
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Buch auch sehr geprägt, weil sie auch einen Satz später nach dem Shooting zu mir gesagt hat, der ja mir in Gedächtnis geblieben ist. Welcher Satz ist das.
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Der Satz war, ich hätte nie gedacht, dass meine Narben so schön aussehen können. Ich habe gesagt, dass ich.
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Nicht ahnen konnte, trotz meiner Narben.
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Trotzdem schön bin. Es ist nicht eine Narbe, es sind viele Narben, die.
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Durch meine Krankheit entstanden sind und ich selber immer gedacht habe, okay, kein Bikini. Ich muss mich verdecken, brauche ich nicht.
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Magst du uns von deiner Krankheit erzählen? Ja, ich werde fünfundfünfzig und lebe seit fünfzehn oder kämpfe mich seit fünfzehn Jahren mit verschiedenen Krebsarten durchs Leben.
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Bin angefangen zweitausendfünf mit meiner Brustkrebserkrankung, habe dann zweitausendacht ein Rezediv gehabt.
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Bin in der Zeit sehr oft operiert worden, Brustaufbau, es hat nicht funktioniert, Implantate, es hat nicht funktioniert.
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Dann hat es funktioniert, wo ich eigentlich ganz glücklich mit war.
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Und dann kam zweitausendsechzehn wieder die Diagnosekrebs Knochenmetastasen.
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Und ich glaub jeder der weiß, was Knochenmittagstasen sind, ist einfach da kann man nichts mehr dran tun.
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Man kann da eine Zeit mit leben, aber es geht irgendwann auf die Organe. Ja und.
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Was das bedeutet, das muss ich glaube ich gar nicht wirklich so.
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Wir haben zweitausendzwanzig, wie geht es dir heute? Wie geht es mir heute? Ich habe ja den Krebs immer noch. Ich lebe damit.
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Ich muss auch dazu sagen, mir hat mal oder ich habe die ganzen Jahre immer gedacht, ich brauche keinen Psychologen. Weil ich einen Mann habe, drei Kinder, die mich eigentlich sehr gut unterstützt haben und auch immer werden, auch Freunde.
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Dann habe ich doch einmal mit einer Psychologin ein Gespräch geführt und die hat mir dann mal gesagt.
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Lebe dein Leben, aber mach den Krebs nicht zu deinem Leben. Liebe mit dem Krebs.
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Aber nicht der Krebs bestimmt nicht dein Leben. Ich versuche es, natürlich ist es nicht immer einfach.
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Aber ich glaube, dass ich's eigentlich ganz gut.
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Im Griff hab und durch dieses Buch jetzt mit Marion die Fotos das hat mir dann nochmal so gezeigt.
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Ja, ich habe viele Namen, ich habe auch nicht mehr zwei gleiche Brüste. Ich habe eine Brust mit Brustwarze, eine ohne, aber.
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Brauche ich das? Für mich ist doch wichtig, dass ich lebe, ob mit oder ohne Brustwarze, ob jetzt mit einer Narbe am Rücken aufm Bein, am am Bauch, an der Brust.
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Für mich ganz allein ist wichtig, dass ich lebe und hier sitze,
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und das auch mal so aus meiner Sicht erzählen darf. Und ich denke mal, es hilft vielleicht auch manchen Leuten. Es ist ja nicht immer alles schlimm.
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Und man muss auch nicht immer alles schlimm machen. Man kann damit leben. Hast du das Gefühl, dass ähm.
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Dass du es richtig gut schaffst, dass der Krebs nicht so.
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Lebensumfassend ist, so so jede Phase beeinflussend ist.
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Denke mal, wie gesagt, es hat ja auch was damit zu tun.
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Habe ich eine heile Familie, habe ich einen Mann, der an meiner Seite steht, ob ich jetzt eine Brust habe oder wie gesagt, mit Brustwarze, ohne. Und ich finde.
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Wenn ich das spüre.
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Man hat sich ja vor Jahren mal oder bei der Trauung geschworen, in guten wie in schlechten Zeiten. Und das sind nun mal schlechte Zeiten. Und ich finde, wenn ich da mich auf meinen Mann,
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darauf meine Kinder verlassen können. Das ist mit Geld, mit Liebe.
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Nicht zu bezahlen? Hast du das Gefühl und ich hoffe, dass ich sehr einfühlsam vorgehe, dass das die wirklich schönen Momente sind.
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Dieses Gespür, das in einer Zeit, die so prägend ist und die sogo Energie so viel Energie kostet, dass es schön ist, einfach zu wissen, da sind Menschen, die mich sehen.
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Und die mich so wahrnehmen und mich so stützend, ja.
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Das macht es aus. Das ist auch sehr wichtig. Ist das eine Definition von Schönheit für dich? Also ein schöner Moment.
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Eher auch natürlich gibt's auch Tage, wo wenn ich in dem Spiegel stehe oder vorm Spiegel und denke, super.
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So, es ist nicht schön für mich in diesem Moment, aber.
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Menschen, die mich kennen, finden es schön. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust.
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Eine ich glaube so für mich zu sagen eine sehr starke Frau, klar nicht immer, es gibt auch Tage.
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Wo es nicht so ist, wo auch ich meine Tiefpunkte habe, aber ich glaube, ich kann sagen, ich schaffe es, mit dieser Krankheit.
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Zu leben und mir mein Leben auch so zu gestalten.
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Ich es für richtig halte. Und wenn so junge Menschen wie Marion, du hast gesagt, du bist fünfundfünfzig.
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Jan ist Mitte zwanzig würde ich sagen. Fünfundzwanzig Jahre alt. Das sind dreißig Jahre dazwischen. Wenn jetzt
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so junge Frauen und ich sag's nochmal Marion. Wirklich im klassischen Sinne auch schöne Frauen, aber auch von innen heraus strahlende Frauen auf dich
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zukommen und sagen ich möchte dich fotografieren, ich möchte mir.
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Time strahlen, mit deinem Körper, mit deiner Art, ein, einen Schritt in meine Existenz aufbauen. Du bist für mich ein wichtiges Puzzleteil.
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Bitte mach mit, wie war dieser Moment für dich.
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Wie war dieser Moment? Erstmal war ich erschrocken. Warum äh ja weil man sich ja selber.
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Man sieht sich ja immer nur vorm Spiegel oder der Partner sieht ein und wenn dann so ein junges Mädchen kommt und auch noch ein hübsches Mädchen, was,
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alles hat. Es ist ja vollkommen mich dann fragt, ob sie mich fotografieren darf, dann habe ich wirklich erst dreimal geschluckt und habe dann gedacht, was oh Gott, jetzt will die meine Brust fotografieren,
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die ja in meinen Augen keine ist und ich habe dann auch mit meinem Mann drüber gesprochen und da sagt er, ich weiß nicht, wo das Problem ist. Du hast ja eine Brust. Zwar nicht so.
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Sein sollen, aber sie ist doch da und wer guckt auf die Narben.
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Wie Elke ja schon einmal gerade im Gespräch erwähnt hat, wie man sich selbst im Spiegel sieht. Das sind unterschiedliche Facetten jeden Tag, man guckt rein und man sieht sich jeden Tag einfach anders, aber
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nicht weil eine andere Person davor ist oder weil das Spiegelbild etwas anderes wiedergibt, sondern unser Gefühl in uns drinne, das lässt dieses Spiegelbild verschwimmen und immer unterschiedlich aussehen la.
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Aber dass andere diese Liebe von den Menschen uns gegenüber,
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oder auch anderen, die wir kaum kennen, also ich kannte Elke nur flüchtig. Wir sehen eigentlich die Person, die Schönheit, den Charakter dahinter und
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Da ist die Narbe, da ist die Zeichnung, aber das ist ja das, was die Person ausmacht auch. Also das ist ja die Geschichte dahinter, diese Stärke, die Elke ausstrahlt,
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ist ja nicht so entstanden, die ist durch negative wie wie auch positive Momente entstanden. Also ich meine
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von außen kann man nicht immer alles sehen. Es ist ja auch viel innerlich. Auch diese Namen haben ja innerlichen Einfluss. Und das, was wir jetzt in diesem Buch sehen, deswegen war es mir auch wichtig
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die Fotos neben den Geschichten zu stellen und die Geschichten auch nicht wegzulassen. Die Narben erzählen sie wortlos. Das ist unsere Schönheit, das ist das, was
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uns ausmachst und so wie wir sind. Deswegen ist die Fotografie auch sehr gezielt gerichtet und zeigt.
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Sehr nah und sehr punktuell, also durch diese Loki-Fotografie, durch diese dunklen Bildanteile.
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Lenkt man ja auch für den Betrachter sozusagen den Fokus und das aber auch nicht nur für den Betrachter, sondern für beide Seiten, sondern auch die porträtierten sollen das sehen.
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Was wir sehen, was wir von außen sehen, wie schön sie eigentlich sind und wir sehen nicht oder ist keine Brust, sondern da ist etwas und es ist schön so, wie es jetzt,
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ist und zeigt, was für eine Stärke du hast, was für eine Ästhetik du hast, was für eine Leidenschaft du hast. Und da muss man nicht wegsehen. Und deswegen.
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Dieses Spiegelbild, was man sieht, wollte ich eigentlich nochmal.
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Transportieren und zeigen, okay, da ist nochmal eine ganz andere Sichtweise, die du gar nicht irgendwie aufnimmst und siehst
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was für mich auch echt immer eine sehr nervöse Situation ist natürlich auch der Anruf, wo ich Elke angerufen habe. Da war ich sehr nervös, wie gehe ich mit dem Thema um
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wie spreche ich es eigentlich an? Und dampf muss ich sagen war Elke auch
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mit vielen anderen porträtierten in diesem Buch, den ich sehr dankbar bin, dass sie diese Geschichten allen erzählen,
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prägend, weil sie mir auch lehrten, wie ich damit umgehen soll. Ich meine, man fängt mit einem Thema an und alle denken so, oh ja, da steht ja eine Fotografin hinter der Kamera und sie steht da so selbstbewusst und fotografiert mich jetzt und sie stellt mir die ganzen Fragen, aber,
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auch in dem in der Fotografen oder in mir passiert in der Zeit so mega viel und eigentlich, was eigentlich auch keiner sieht, was auch hinter den Kulissen immer stattfindet ist Nervösität, schaffe ich das,
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Du möchtest den Menschen ja auch wirklich zeigen, du bist schön,
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Aber bekommst du das hin, wirst du dem gerecht, wirst du der Stärke, die und der Offenheit, die dir gegenüber jetzt geben,
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eigentlich wirklich gerecht und kannst das auch zurückgeben, weil genau das ist ja dein Ziel, das möchtest du machen und das auch für dich,
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für dich selbst und deswegen war's irgendwann so ein Herzensprojekt, wo ich mich auch selbst bald nochmal stellen möchte, mein Zeichnung selbst gegenüber, weil's auf beiden Seiten ja auch ja.
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Also es ist so ein Zusammenschluss und deswegen war es mir auch immer wichtig in der,
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in der Fotografie und auch in dem Shooting zusammenzuarbeiten und zu gucken, hey, fühlst du dich wohl
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fühlst du dich in der Situation wohl? Ich habe auch immer meine Kamera umgedreht, was man ja jetzt auch nicht immer unbedingt macht, weil unbearbeiteten Bildern und wie findest du das? Was stört dich? Wie wollen wir noch damit umgehen und auch.
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Die Fotografie an sich so ein bisschen erklärt. Die Person oder die porträtierten kommen ja auch wirklich und sind in dem Buch ja auch wirklich.
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Nackt fast. Was halt aber, was ich auch wollte, weil nicht nur die Zeichnung, sondern in der Gesellschaft mehr integriert werden und zu sagen, so hey, das ist normal, das gehört zu uns, das ist,
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das sind wir, sondern halt auch,
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unsere Haut, das sind wir ja auch und wir müssen uns ja auch nicht damit verstecken, sondern wir müssen uns nicht immer komplett anziehen oder was verstecken. Das sind wir, wie wir sie halt
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bohren wurden und mit dieser Fotografie wollte ich den aber trotzdem wieder wie so ein Tuch überlegen, also so die dunklen Wildanteile wie ein Tuch
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wo man dann wieder mit OK ich möchte meinen Arm jetzt aber nicht von der rechten Seite zeigen, da das ist wieder für mich unwohl, okay, dann legen wir dein Tuch da drüber und das ist sozusagen, da ist kein Tuch,
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diese dunklen Bildanteile, diese Loki-Fotografie konnten wir dafür nutzen und ich habe versucht, ganz am Anfang immer mit einem Portrait anzufangen und sozusagen das auch zu erklären und dann so peu peu reinzukommen, dass man wirklich.
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Sich wohlfühlt, also das war mir auch immer sehr wichtig, weil man ja schon.
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Seine, also seine Zeichnung präsentiert seine Geschichte und viel offen legt. Ist dir bewusst, dass.
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Du mit deiner Arbeit den weiteren Weg der Geschichte deines porträtierten prägen wirst.
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Ich habe es immer gehofft
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aber ob es wirklich stattfindet, war halt immer die Sache, aber welchen Ausmaß es eigentlich nimmt und das fand ich auch vorhin wunderschön, auch von Elke, Zähne, wo sagen, da kommen mir auch wirklich einfach recht die Tränen, was für ein Ausmann da eigentlich macht und was man,
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dann sozusagen mit den Porträtäten schafft. Natürlich fotografiere ich, aber ich finde, das ist immer so schön, das zusammen zu machen. Gelöst bei mir einfach,
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unheimliche Gefühle in mir los und da denke ich mir auch, okay, ich möchte das mit mehr Menschen machen, mit mit mehr Menschen zusammenarbeiten und gucken, okay, hey, das bist du und so sehen wir dich und.
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Ja, weil es schreibt ja auch deine Geschichte weiter. Definitiv, es hat mich sehr geprägt. Ich musste sagen.
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Ich habe diese Menschen fotografiert und.
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Auch mit denen viel, viel gesprochen und es kam Gänsehaut, es hat für mich natürlich auch okay, was ist denen passiert? Wir haben auch darüber gesprochen, wie gehen denn andere damit um und da kamen so Sachen wie ja, ich.
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Ich gehe da eigentlich so oft mit meiner Narbe um und ich trage auch einen Bikini so langsam wieder und anstatt einer vor mir und hat gesagt, oh, du hast aber nur große Bauchnabel, trägst einen Bikini? Finde ich gut. Und wieso?
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Was ist denn das? Finde ich gut. Also schön, dass du das gut findest, aber.
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Warum sollte ich denn kein Bikini tragen und auch diese Geschichten haben einen so geprägt und dann auch,
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zu gucken, okay, wie geht man selber damit um? Wie ist denn die eigene Sprache? Und es soll ja zu Normalität werden, aber wie sensibel muss man auch mit der Ansprache umgehen? Also ich kann fragen, hey.
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Was ist dir denn passiert? Ist das okay, dass ich frage oder was ist denn deine Geschichte und nicht oh du trägst ein Bikini, finde ich gut.
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Das hat mich auch für mich als Person sehr weitergebracht und ähm auch für meinen Körper. Ich gucke selbst auch manchmal in den Spiegel und denke mir.
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Heute, heute ist es nicht. Heute ist nicht mein Tag und das hat mich aber auch sehr geprägt, anders mit mir selbst und mit meinem Empfinden umzugehen und äh mich auch mal von ganz anderen Winkeln zu mögen.
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Das muss sagen, hat dieses Projekt mich sehr geprägt und auch das innerliche Empfinden, weil ich ja auch innerlich immer sehr am Struggle teilweise bin und das hilft auch.
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Mir selbst immer sehr und auch besonders die Gespräche mit den porträtierten. Ich stelle mir das schwierig vor.
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Du gehst hin, als als junger Mensch kommst aus der Maler und Lackiererszene, was sich tatsächlich auch ein.
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Entschuldigt, es ist jetzt ein wenig Klischee denken, ein wenig ungewöhnlich finde. Ähm.
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Du gehst hin und sagst, ich habe jetzt noch nicht so ganz viele Referenzen, aber ich möchte dich gerne in deiner Schönheit mit deinen Narben fotografieren.
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Also ich finde, das ist sehr, sehr mutig, ich weiß nicht, ich fotografiere selber auch ab und zu mal ganz gerne, ich weiß nicht, ob ich den Mum hätte zu jemandem zu gehen und sagen,
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gehört, du hast eine eine,
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'ne intensive Geschichte hinter der ist vielleicht irgendwie ein Schnellkochtopf explodiert, du hast vielleicht eine eine schwierige Krankheit, ich möchte dich jetzt fotografieren, das ist ja nichts wo man sagt komm wir gehen mal eben und machen hier Street Fotografie mit irgendwie 'ne coolen Verkleidung, das ist ja.
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Wahnsinnig persönlich und du betrittst damit ja einen einen geschützten Raum. Wie war das für dich, deine.
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Deine Models anzusprechen und wie hast du sie gefunden? Dann gibt's halt also zwei Seiten, erstens dachte ich mir auch immer nur so, ja, ich bin ja noch, ich bin fünfundzwanzig, bin relativ jung und es ist ja.
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So viel hat man ja noch nicht gemacht, aber es ist halt immer genau das Gegenteil, was mir auch jetzt viele einfach zurufen. Es ist.
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Deine Bildsprache, die du nicht lernen kannst. Natürlich kannst du sie weiterentwickeln, aber wenn du ein Gefühl hast, dann kannst du es auch transportieren. Das heißt, du brauchst gar nicht die jahrelange Erfahrung, was ich auch selber immer lernen musste, sondern,
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Ich bin zwar jung und ich bin gerade am Start, aber ich bin Fotografin. Ähm oder ich bin, sage ich mal, eine Künstlerin und das Ding ist auch an der Sache, dass du bei denen Fotografien, das musste ich auch lernen, nicht
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unbedingt aus dem Buch, also aus dem Lehrbuch fotografierst oder so, sondern du musst dich frei machen, du musst gucken,
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wo du hin willst, was möchtest du drauf machen? Also du machst nur was falsch, wenn du es für dich selbst nicht begründen kannst und ich wollte es.
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Näher haben. Ich wollte es aber auch auf den, den Betrachter, auf den Punkt lenken und ich wollte den
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Betroffenen oder auch den Menschen zeigen, hey deine Narbe, deine Zeichnung ist gerade fast mitten im Bild, aber sie ist da, weil sie wunder wunderschön ist und weil sie du bist
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und ähm das musste ich auch lernen und da bin ich jetzt an dem Punkt und die zweite Seite ist halt auch einfach die Ansprache, weil überhaupt nicht einfach.
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Das Finden total. Guckt man sich um und guckt man gerade in diesem Raum alleine oder auch wenn der nächste Mensch hier reinkommt und es könnte ein Fremder sein.
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Den wir noch gar nicht kennen, den wir gerade erst kennenlernen oder es könnte einer aus unserem Verwandtenkreis sein.
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Wir wissen so viel nur nicht über diese Menschen und jeder hat eine Zeichnung, weil
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Wir gehen ja in unserem Leben immer wieder Schritte und in jedem Schritt könnte uns was passieren, ob,
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wir jetzt auf einer Party wirklich gegen den Pfeiler rennen oder beim Spielen oder beim toben mit einem Hund, der Hund uns kratzt, egal wie klein, egal wie groß, es sind ja so Lebens.
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Werk oder Lebenssituationen, die uns dann für immer begleiten und deswegen war es wirklich gar nicht schwierig. Ich habe mich umgeguckt und dann war das wie so eine Welle, die aufgenommen wurde und dann war, ja, ich kenne den und ich kenne den und der hat das und der hat dies oder
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Ich habe dann geguckt und ja, ich habe eine Freundin und da wusste ich gar nicht, hey, was steckt jetzt eigentlich hinter deiner Narbe? Ich habe d
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gar nicht irgendwie gefragt, weil ich nicht wusste wie. Und dann kam halt, das waren so Gedankengänge, die immer wieder aufeinander kamen, ob,
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Ich wusste gar nicht wie, warum spreche ich das nicht an und.
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Du hast auch eine Geschichte, ich möchte dir jetzt wirklich wissen, erzähl sie mir doch natürlich, nur wenn derjenige dafür bereit ist, das ist auch immer wichtig, die Akzeptanz zu gucken, okay,
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Wie weit ist derjenige, möchte er sie schon erzählen oder sagt er, hm, gerade noch nicht, gibt mir noch ein bisschen Zeit, aber ich komme auf dich zu, dass das ja auch diese in der Gesellschaft muss das ja auch integriert werden, diese Ansprache zu warten oder den anderen kommen zu lassen und richtig zu fragen,
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aber es auch als normal anzusehen. Und das war halt einfach sehr spannend und sozusagen,
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Ist das von Freunden über Freunden da, von der Verwandte, also wie man das immer so als Witz auch in anderen Geschichten erzählt, wirklich passiert. Und dann waren damals schon.
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Wirklich zwanzig Charaktere, die ich fotografieren durfte und deren Geschichte ich wirklich sehr intensiv kennenlernen durfte.
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Hast du das Gefühl, wenn du jetzt dich mit Menschen unterhältst und recht schnell wird dir wahrscheinlich das Gespräch auch auf deine Fotografie, auf das Buch, auf das Projekt kommen, dass
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Menschen, die automatisch offener gegenübertreten, weil sie wissen, dass du mit einer gewissen Feinsinnigkeit.
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Dein Gegenüber betrachtest. Es ist ganz witzig, Tatsache habe ich das nie selbst gemerkt, wie ich da eigentlich reingehe, das wurde mir dann später auch von Elke oder von den anderen gesagt.
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Weil es ist ja auch einfach meine Person. Ich versuche das schon immer so mit mit meinem Ich und wie ich manchmal auch so holprig meine Sprachweise habe und ja, ein bisschen schusselig bin, da reinzugehen. Und Tatsache waren sie sehr offen. Also umso.
27:46
Wenn man mit einer gewissen Normalität daran geht, aber trotzdem mit Respekt, ist es für andere auch gar nicht das Problem und dann versteckt
27:55
das halt auch einfach gar keiner mehr. Und das Wichtige ist halt einfach immer in einem geschützten Raum zu machen. Also klar, man kann's auch auf offener Straße machen, aber warum sollte man, ich habe die meisten dann angerufen und gefragt, okay, hey
28:07
würde ich das jetzt auch am Telefon fragen, aber ich habe das und das Projekt wollen wir uns dann nicht mehr mehr treffen und da war für mich halt auch einfach die persönliche Ansprache sehr wichtig und da waren sie dann auch,
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sehr offen und meistens war ich sehr nervös und die Nervosität wurde von den Charakteren dann auch meistens direkt genommen. Das war immer sehr spannend,
28:26
Sie hat ja gefragt, ob wir oder ob ich auch mit diesen Bildern einverstanden bin.
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Erst habe ich gedacht, Mensch, so ein junges Mädchen, weiß die, was die sich antut oder was sie dann sieht.
28:39
Weil sie wusste, ja, ich bin krank und habe die Narben, aber sie wusste ja nicht, wie sehen diese Narben aus oder wie sieht eigentlich Elke jetzt mal,
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nackt aus und dann habe ich immer gedacht, also sie hat das wirklich mit so einer Ruhe gemacht und und auch so einfühlsam, wo ich auch sagen muss, also Marion war jetzt wirklich,
29:02
die erste einzigste junge junges Mädchen, die mich wirklich.
29:07
Nackt gesehen hat, außer natürlich meine Familie, aber ansonsten bin ich da immer noch so ein bisschen, wo ich denke, obwohl Maran ist einem jetzt anders gezeigt hat in dem Buch. Also wenn man die Bilder gemacht hat und man sieht dieses Buch.
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Mit sich selber drin. Ja, dann denkt man warum sagst du dir selber, du bist nicht schön? Warum.
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Warum? Genau. Hast du eine Antwort gefunden? Ja, ich glaube schon.
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Weil es ja nicht nur um meine Person geht, meistens macht man's ja, was denken die Leute.
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So und ich bin glaube ich schon so weit aufgrund auch meiner Erkrankung. Ich mache nichts oder ich mache es nicht für andere Leute.
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Das muss ich sagen ist mir auch eigentlich wirklich egal. Andere Leute helfen mir nicht. Ich muss für mich.
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Gucken was ich mir zutraue, was ich zeigen darf.
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Was ich auch wirklich, also ich habe mich so über mich selber gewundert, dass ich das Fotoshooting mit Maron gemacht habe, aber ich fand das jetzt gar nicht mehr schlimm hinterher. Das hat so einen Spaß gemacht und wir haben gelacht und es war.
30:23
Man hat gar nicht mehr gemerkt, dass man.
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Nackt ist, dass Maron Bilder macht von meiner Brust und ich fand das also nein, man muss auch dann lernen.
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Dinge zu machen oder einfach dann auch a zu sagen, ich mache es nicht für andere Leute. Ich mache es ja für mich.
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Und ich kann auch drüber reden, aber wann noch suche ich mir die Leute aus, mit denen ich rede? Weil jeder ist nicht.
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So einfühlsam. Jeder kann's auch nicht verstehen.
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Ich bedanke mich ganz herzlich, dass du an der Stelle mit mir redest. Ja. Zum Mikro. Ich habe ganz, ganz viele Fragen, die du vielleicht nicht beantworten möchtest. Ich plappe einfach drauf los und du kannst jederzeit sagen, Claudi, ganz ehrlich,
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mein Bereich.
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Als du eine junge Frau warst, als du in Marions Alter warst. Hast du dich da als schön empfunden? Jein.
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Aus dem einfachen Grund.
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Ich hatte damals in Marons Alter, da hatte ich schon ein Kind, ich war schon verheiratet, ich hatte eine ziemlich große Brust.
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Und ich hab immer gesagt, wenn ich mal ganz viel Geld hab, dann lasse ich mir die verkleinern.
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Gut, dazu ist es nicht gekommen, es hat sich ja denn dann später von alleine erledigt. Heute.
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Würde ich's nie wieder machen. Selbst wenn ich sagen würde, ich habe das Geld, ich lasse mir meine Brust verkleinern, weil die zu groß. Nein.
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Das ist ein Eingriff und nein das ist dann nichts mehr.
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Persönliches, nichts menschliches mehr, was der liebe Gott mir gegeben hat. Wie hast du Menschen vor deinem Fotoshooting wahrgenommen.
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Und auch vor der Erkrankung. Eigentlich also ich bin ein Mensch, ich bin sehr offen, sehr ehrlich.
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Ist vielleicht auch nicht immer gut, es kommt auch nicht immer gut an, aber so eine Krankheit prächt einen dann ja.
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Dass man wie gesagt gerade schon ich mache das nicht für andere Leute, ich mache das für mich, für meine Familie.
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Der Moment, als du ins Studio gekommen bist und dir bewusst geworden ist, jetzt ziehe ich meinen Pulli aus.
32:50
Öffne den BH und ich bin nackt. Wie hat sich dieser Moment vorher angefühlt.
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Der hat sich angefühlt erstmal hab ich glaub ich ganz kurz überlegt Elke was machst du da.
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War so für mich und dann sagt Maron, ist dir zu kalt? Müssen wir die Heizung anmachen? Sie hat dir so ein Prakt oder mir die Angst so ein bisschen genommen, so.
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Ich habe, als ich fertig war und bin nach Hause, da sah ich zu meinem Mann, die Maron, war wie eine kleine liebe Mutti. Ist ihr kalt? Soll ich eine Decke holen? Und dann vergisst man das, man vergisst.
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Dass man nichts mehr anhat. Also kann man mit Worten eine Decke erzeugen? Ja.
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Und hast du gemerkt, Marion hat's ja eben angedeutet, dass sie selber ganz nervös war, erste ihre Nervosität auch gespürt und gedacht,
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ich bin jetzt auch die kleine liebe Mutti, ich muss dazu sagen
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Ecke ist keine eins achtzig aus. Hast du dich auch wie eine kleine liebe Mama gefühlt, die da gerade dazu kommen? Wir machen das jetzt gemeinsam. Ich glaube, das habe ich auch zu ihr gesagt
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ich glaube, ich habe zu Maren gesagt, du hast mich gefragt und wir machen das jetzt.
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Und wenn das für dich Neuland ist, ja, ich stehe auch nicht jeden Tag vor der Kamera. Also das war dann so, ne, da haben wir uns gegenseitig.
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Die Angst genommen und dann ist das gelaufen. Genau
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Ihr könntet euch vorher flüchtig, jetzt sitzt ihr hier zusammen und ich will nicht sagen, Mutter und Tochter rein vom Alter her würde das passen. Ich würde aber viel mehr sagen, wie zwei Menschen, die zueinander gefunden haben und eine tiefe Freundschaft aufgebaut haben.
34:36
Wenn ich jetzt sehr, sehr plump wäre, würde ich sagen, durch die Geschichte Krebs.
34:45
Durch die Erkrankung. Habt ihr auch ein Stück weit zusammengefunden? Ist es so, wenn man ein solches Schicksal.
34:55
Übergestellt bekommt, so schmerzhaft ist. Kann man an all diese schönen, diese dankbaren Momente wahrnehmen und sagen.
35:03
In allem Schlechten steckt was Gutes.
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Das glaube ich schon, aber das findet, glaube ich, jeder Mensch individuell für sich aus, weil jeder Mensch ist anders, wie jeder Mensch empfindet es auch anders.
35:17
Ich kann nur sagen diese Krebserkrankung.
35:25
Mich wirklich ja ruhiger werden lassen. Beste Beispiel, das sage ich, ich glaube, ich hab's Maron auch immer wieder erzählt. Ich finde das so ganz schlimm, wenn die Leute kommen und sagen, oh, dein Fenster, dein Fenster sind schmutzig.
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Ja. Das finde ich auch schlimm. Ja. Und immer schlimm. Aber das ist so, dann habe ich immer die Fenster geputzt. Und irgendwann habe ich gesagt, Elke, bist du eigentlich blöd?
35:47
Du putzt die Fenster jetzt, weil dir jemand gesagt hat, die sind schmutzig, nein.
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Oder auch der Moment, Besuch kommt, man staubt saugt, man saugt, man Staub saugt. Nein, der Gast geht und man Staub saugt wieder. Ja. Nein, aber das mache ich, das habe ich ja nur gemacht für die anderen. Aber ich kann das jetzt machen,
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Wie ich mich wohlfühle und wenn ich mich den ganzen Tag in den Wald setze und sehe mir nur die Bäume an, ich kann es genießen, ich sehe es mit anderen Augen.
36:14
Du hast eben gesagt, als junge Frau, du bist recht frühe Mutter geworden,
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und hast einen recht üppigen Busen dadurch bekommen oder schon vorher gehabt, das hatte ich vorher schon. Genau, also du bist als junge Frau, hast du halt wahrgenommen wahrscheinlich, ach ja, ich bin eine zierliche Frau, aber ich habe einen recht öppigen Busen
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immer ich glaube, das kennt jede und wahrscheinlich auch jeder ähm Zuhörer, dieses Gefühl, och
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also so ganz hundert Prozent fühle ich mich jetzt aber nicht und viele Jahre später.
36:47
Ist genau der Bereich, den du schon als junge Frau irgendwie ein bisschen kritisch beäugt hast, gezeichnet. Ist nicht mehr symmetrisch, ein elementares Teil, wie die Brustwarze wurde abgenommen.
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Und ausgerechnet dieser Teil wird nun fotografiert und publiziert.
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War es für dich wie eine Art Befreiungsschlag, dass du dachtest, jetzt habe ich diesen Dämon diese Stelle gefällt mir an mir nicht, endlich besiegt.
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So kann ich's nicht sagen. Die erste Zeit habe ich gedacht ganz ehrlich, ich hätte meine große Brust behalten.
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Anstatt diesen Krebs zu bekommen. Gut, das Leben ist kein Wunschkonzert. Man arrangiert sich damit.
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Ich, wie gesagt, ich rate schon, ich werde fünfundfünfzig.
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Ich mache kein FKK, habe ich noch nie gemacht, fange ich jetzt auch nicht mit an und wenn ich einen BH an habe und einen Pullover, man sieht es ja eigentlich nicht.
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Und als du dann dieses Bild das erste Mal gesehen hast war es ein Moment von ich bin schön.
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Ja. Also muss ich sagen ja.
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Bin, glaube ich, nach Hause und war total aufgeregt, weil ich mich ja das erste Mal wirklich auf einem Foto mit meinen.
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Narben oder mit der nicht vorhandenen Brust gesehen habe. Und ich war so aufgeregt, ich habe meinem Mann irgendwas erzählt und da sagt er, hm, okay.
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Ich sag aber das Buch kommt und dann hatte Maron irgendwann Peter das Buch gebracht und da war ich auch das.
38:33
Ich glaube, ich war so bereit. Ich habe meinem Mann ganz freiwillig das Buch gezeigt, meinen Söhnen.
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Was man ja als Mama eigentlich nicht macht, das ist ja was Persönliches und.
38:45
Selbst Freunden von uns männlichen Freunden habe ich das Buch gezeigt, wo ich drin bin und dann haben die nur gesagt wow.
38:55
So, das war dieses wow.
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Das war so. Ich glaube für mich auch so, ja, jetzt ist es so. Es ist eh, ich kann's nicht ändern und hast du das Gefühl, dass du.
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Damit, also mit deiner Zeichnung ein Zeichen für andere setzt, die in einer ähnlichen Situation sind, aber vielleicht sich noch etwas mehr hemmen lassen.
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Ich wünsche es mir.
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Natürlich ist oder macht die Brust die Frau aus. Das ist ja keine Frage, aber ich finde.
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Endeffekt, ob ich jetzt eine Brust habe oder wir sind eh individuell unterschiedlich. Der eine hat große, kleine. Also ich kann nur sagen, die Brust alleine macht mich als Frau ja nicht aus.
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Das ist vor allem dich als Menschen. Ja, das ich wäre ja auch ich wäre auch Elke.
39:54
Wenn ich sie nicht mehr hätte, wenn man sie mir hätte abnehmen müssen.
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Und ich habe damals immer gesagt, wenn ich also ich bin mit vierzig Jahren angefangen, mit meiner Krebserkrankung. Ich habe damals immer gesagt.
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Wäre ich zwanzig Jahre älter, dann hätte ich sie mir beide abnehmen lassen und kein Aufbau und Implantate.
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Weil das ist wirklich die Hölle und dann wäre mir das egal gewesen, aber mit vierzig habe ich gedacht, da war ich dann auch noch so, nee, wenn du dann Pulli, Bikini.
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Dann hätte ich sie mir wirklich abnehmen lassen, aber jetzt.
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Ich mache mich nicht von der Brust aus. Also ich bin nicht schön, weil ich die Brust habe. Definitiv nicht. Deswegen bist du schön. Ich bin schön.
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Weil ich schön bin, weil ich ich bin.
40:44
Und ich glaube mein Mann sagt mir, dass auch jeden Tag drei Mal, ich wäre die schönste Frau der Welt für ihn und mehr kann ich doch als Frau und auch als kranke Frau nicht erwarten.
40:54
Was macht auch Schönheit aus? Also die Definition dahinter ist ja auch immer unterschiedlich. Also wir gucken morgens in den Spiegel und denken uns da entweder bin ich heute nicht schön oder ich bin heute schön, aber was macht es aus? Das Lachen, was du rüberbringst, aber auch mal da zu sitzen und,
41:09
ja so in dich zu kehren und manchmal sagen soll, oh, du guckst gerade grummig, aber was geht in dir vor oder du stolperst über einen Stein und bist ein bisschen teupatschig oder was du, was du schaffst, was du sagst, was du bist,
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auch deine Geschichte, da sind ja so viele Faktoren und es geht ja nicht immer nur um das rein körperliche und deswegen diese Fotografien in dem Buch sind ja auch sehr ästhetisch, sie sind ja auch ein sehr ästhetischen Position aber auch nicht um zu sagen man ist nur schön
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weil du gerade so da stehst, sondern ich zeige dir eine Facette, die du nicht siehst,
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Aber was eigentlich noch da drin steckt, ist deine Geschichte
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So dieser Zusammenhang deswegen sind auch diese ganzen Faktoren in dem Buch gekoppelt, die Lovie-Fotografie, die ästhetische Fotografie, aber auch mit dem Fokus auf die Narbe, auf die Zeichnung und dann gekoppelt mit den Geschichten
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und was ich auch die Frage so schön fand, so fandest du dich schön damals und heute.
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Diese Frage kann man so vielen stellen und sie wird äh glaube ich in vielen Belangen immer auch gleich beantwortet, also auch bei mir fandest du dich früher schön, wie findest du dich jetzt und dann muss ich sagen, nein, ich fand mich damals nicht schön, auch manchmal jetzt.
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Struggele ich mit mir selbst und kompensiere jeden Tag mein Gefühl damit, wie ich mich,
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Kleider auch. Also manchmal habe ich so schlechte Tage, da würde ich sagen, okay, ich mache jetzt ein Kunstwerk aus mir selbst und mein Gefühl für mich zu pushen, nicht um draußen zu zeigen, hey, guck mal, was habe ich an? Ich habe einen kurzen Rock, einen langen Rockern, ich habe,
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'ne große, also 'ne flussrige Bluse an oder doch nur 'n Top, sondern ich mach es ja für mich selbst, um mir zu zeigen, nee, ich fühl mich heute nicht so wohl,
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aber ich hab Lust mich dementsprechend zu klein oder heute,
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da habe ich so einen Wohlfühltag, schmeiße ich mir meine Leggings, ich fühle mich heute schön, ich tanze durch die Wohnung und jeder kompensiert es ja auch anders und fühlt sich ja auch anders.
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Und was uns immer stark beeinflusst, was Elke auch vorhin gesagt hat, ist.
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Die Außenwelt, also die Menschen, die von außen kommen und sagen, hey, du hast aber heute dein Fenster nicht geputzt oder hast du dein T-Shirt seit heute Morgen und da ist aber schon ein Fleck drauf und,
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dazu einmal die Gesellschaft zu sensibilisieren, denn hey, es muss nicht alles perfekt sein und du musst so die Menschen nehmen, wie sie auch sind, weil so sind sie schön.
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Auch wenn sie sich nicht jeden Tag so fühlen, aber zeig es ihnen und sag es ihnen und auch auf der anderen Seite, dass wir selbst sagen, hey nein, ich musste auch so einen klaren Cut für mich selbst finden und für mich ein Gefühl finden, weil,
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ich bin es mir selbst nicht schuldig, aber die wichtigste Person bin ich selbst, w,
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mein Gefühl ist wichtig, was ich tue, ist mir wichtig und nicht, dass ich mich an erster Stelle stelle, sondern meine Gesundheit hängt ja auch davon ab und andere, wenn ich lache, dann nehme ich ja auch andere Leute mit und wenn ich wie Elke
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die auch also eine starke Geschichte hat, aber trotzdem will sie nach außen geht, dann strahlt sie die Stärke aus
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aber auf der anderen Seite sagt sie, hey, das ist aber auch schwierig. Sie zeigt beide Seiten und genau das zieht ja auch Leute mit
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wie mich wie andere, die, die auch vielleicht eine ähnliche Geschichte haben, zu sagen, okay, die Akzeptanz, dass ich mal traurig bin und dass es schwer ist und dass ich auch einfach mal schreien darf und sage, es ist Scheiße. Und auf der anderen Seite, hey, aber ich habe auch die Stärke,
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bin schön und auch diese Beeinflussung was von deinem Mann und der Familie die Elke dann auch mal sagt diese,
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Er sagt mir dreimal am Tag, dass ich schön bin, was ruft das denn in einem Menschen aus? Das ist Freude, Endorphine und auch da kann man viel stärker damit umgehen und auch.
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Die Gesundheit nimmt ja auch positive Effekte davon mit,
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Da ist auch diese Fotografien, da muss ich sagen, das geht mir auch immer so ans Herz, wie wenn andere dich Fotografien sehen, weil ich das nicht nur für mich selbst schön finde, sondern auch für die
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die Porträtierten, für die Menschen, die dahinter stecken, nicht, wenn du das Bild siehst.
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Hast du nicht mit deiner Narbe abgeschlossen, aber ich schenke dir einen Teil einen Schritt in eine Richtung, wo du hingehen sollst, die Akzeptanz, dass du auch mal vorm Spiegel sichst und sagst, boah, ich bin Scheiße, aber dann schlägst das Buch und so, ne.
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Das ist die Facette, die ich heute wirklich nicht sehe und es soll nicht alles,
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nehmen, dass das kann man nicht erreichen, aber ein Teil und deswegen gibt es ja auch viele Projekte, die auf den Bereichen hingreifen und sagen, hey, das bist du, so siehst du aus, ganz unterschiedlich, fotografiert oder auch mit Worten, wie wir es jetzt hier machen,
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Aber wenn man die Facetten aufzeigt und wir Menschen in der Gesellschaft anders damit umgehen, das führt uns allen positiven Effekt bringen und,
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Das versuche ich zu greifen und da da mitzuwirken und das finde ich,
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Ja, da bin ich echt froh, dass die ganzen Porträtierten in diesem Buch sind und ein ganz großes Danke und auch alle mit denen ich jetzt noch arbeite. Ich habe jetzt auch noch weitere Menschen gefunden, die die Geschichten erzählen wollen. Ein großes Danke,
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und ja, ich hoffe, ich komme selbstvertrauen mal vor die Kamera und kann auch nochmal mit mir mit mir selbst in Einklang kommen, sage ich mal, um zu gucken.
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Ja, wie, wie kann ich mich auch anders sehen? Weil ich glaube, jeder guckt in den Spiegel und sagt mal, nee. Was siehst du denn.
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So langsam neige ich dazu wirklich eine schon in die Richtung selbstbewusste Person zu gehen. Das sind aber lange und große oder ein langer, großer Weg gewesen, sage ich mal.
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Ich weiß nicht unbedingt,
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Schön, das würde ich gar nicht mehr sagen, aber auf jeden Fall eine, die sehr sensibel ist und aber auch sensibel mit Themen umgeht, sehr empathisch. Also ich bin gar nicht bei den Schönen, das ist fürn empfinde ich nicht, aber empathisch und.
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Ja, doch, doch doch die Empathie und gerade so.
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Selbstbewusstsein steigt damit. Also die Epathie ist für mich ein sehr, sehr wichtiger Punkt, sage ich mal, aber ich glaube, du hast dein Selbstbewusstsein schon gefunden, indem du.
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Die Menschen angesprochen hast, A wegen der Fotos.
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Es ist ja für dich, ich sage jetzt mal, du bist Jungmarerin und du bist wirklich ein wunderschönes Mädchen immer wieder zu betonen, dass du auch den Mut hast, so wie jetzt mich auch anzusprechen.
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Weil du ja nicht wusstest oder auch gar nicht von Anfang an wusstest, was kommt dabei rum? Wie sieht sie denn aus? Ich finde, da gehört unheimlich Mut und Selbstbewusstsein so.
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Du hast den Leuten ja auch gezeigt so ein Foto zeigt dem Betroffenen.
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Ja, das sind Narben. Aber deswegen musst du dich jetzt nicht verbuddeln, du musst dich jetzt auch nicht verstecken oder ein, keine Ahnung. Deswegen kannst du doch ein Bikini tragen oder eine kurze Hose,
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weil die Narbe hat sich ja nur in dem Sinne auf der Haut verändert. Die hat ja nicht meinen Charakter genommen, die hat nicht meine Seele genommen.
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Klar hat sich vielleicht ein bisschen anderen Menschen aus einem gemacht, aber.
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Der Mensch an sich ist ja noch da. Es ist ja nur die Hülle, die verändert worden ist.
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Die Seele ist natürlich auch angegriffen, aber die kann man mit viel reden, mit Freunden,
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mit einem Paten an der Seite oder so wie du einem dann mut machst und sagst, jetzt lass dich mal fotografieren und guck dir das an, dann auch einfach die Seele reparieren lassen, weil.
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Das Leben ist eigentlich schön, um sich da mit zu beschäftigen, oh Gott, ich bin jetzt krank oder habe eine Narbe oder nein.
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Das Leben hat, geht weiter, auch mit einer zerrissenen oder geflickten Hülle.
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Definitiv, definitiv.
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Danach als ich auch dieses Buch dann erstmal fertig hatte und das Thema ist ja noch längst nicht vorbei. Ich möchte noch so viele Menschen auch diese Seite zeigen und nicht nur die Seite zeigen, sondern auch
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Geschichten hören und so viele besondere Charaktere und wir alle sind da wirklich besonders kennenlernen, da bin ich so spannend. Also das finde ich wirklich spannend.
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Aber ich brauchte wirklich ein paar Tage echt mal Zeit für mich, ich musste das Ganze erstmal sacken lassen und okay, welche Geschichten habe ich da jetzt eigentlich gehört.
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Die besonderen Menschen, die sich mir geöffnet haben auch und,
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dem Ganzen auch erstmal Raum zu geben auch nur für mich selbst und gar nicht mehr wirklich mal mit anderen zu sprechen, sondern in mich zu gehen und zu gucken, okay hey, was ist da nochmal passiert, das ganze reflektiert und das war so eine intensive Zeit auch für mich selbst und
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da möchte ich auch wirklich Menschen Mut geben. Also wer sitzt nicht auch mal in dem Raum und sagt die so,
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Wer bin ich eigentlich? Was bin ich eigentlich, auch sich in Spiegel betrachtet oder auch gar nicht, weil es in der Öffentlichkeit
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mit sich umzugehen, präsentiere ich mich gerade richtig, sage ich das Richtige und auch da hat mir dieses Buch und diese Thematik und diese Gespräche so für mich geholfen, wo ich auch immer sehr,
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nicht weiß, was sich hier in der Gesellschaft, als wie ich mich verhalten soll, ähm weil ich da auch immer.
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Komm nicht schüchtern rüber, aber eigentlich immer dann sehr schüchtern und sehr, ja.
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Doch so manchmal hat man das Gefühl. Und ähm auch da hat es mir sehr sehr viel geholfen, weil man einfach merkt
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okay, ich bin mit diesem Gedanken nicht alleine, nicht nur mir passiert, es passiert auch anderen und wie gehen andere damit um, wie denken andere darüber und welche Antworten haben sie gefunden und auch,
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also muss ich sagen.
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Geht raus, sprecht Leute an oder kommt in Gespräch auch in Familienkreis. Es gibt ja auch so viel selbst etwas,
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und aber auch dem Gegenüber, es stärkt wirklich und auch die Verbindung, die können dadurch viel stärker wachsen und auch,
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wie du über dich selbst denkst oder wie du am nächsten Tag in den Spiegel guckst ähm,
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Ihr habt eben beide das Wort Selbstbewusstsein in den Mund genommen. Ich denke manchmal ist bewusst sein, denn äh.
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Ich weiß gar nicht genau, wie die genaue Definier Definition lautet, aber
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Selbstbewusstsein einfach nur ich fühle mich groß, ich fühle mich stark, ich bin ich zeig der Welt was für ein super Potential ich hab oder es Selbstbewusstsein viel, viel,
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differenzierter, dass man mehrere Bewusstsein für sich selber hat, dass man einmal das Bewusstsein hat.
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Ich kann anderen Menschen sehr empathisch gegenübertreten, an der Stelle bin ich groß. Ich kann.
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Raum für Geschichten schaffen. Mein Selbstbewusstsein steigert sich, indem ich die,
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Hintergründe anderer Menschen verstehe sie auf mich adaptiere, gucke, was das mit mir macht. Dadurch steigert mein Bewusstsein für mich selbst ja auch. Ich kriege mit,
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Was auf der einen Seite passiert,
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Auf der anderen Seite passiert und wachse daran, ist das nicht eigentlich Selbstbewusstsein, ist Selbstbewusstsein, nicht viel, viel mehr als oh, ich bin der stolze Held und.
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Schaut mich alle an, was für ein cooler, schöner Mensch ich bin. Tatsache wird das aber der Gesellschafter gezeigt, das ist ja das klassische bin von
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die Person ist selbstbewusst und genau da war ich auch immer nur so okay, auch gerade so in der in Realschulalltag, der steht da vorne und präsentiert, lässt sich nichts anmerken
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ganz cool.
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Wörter passen, die Sätze, kein M, kein irgendwas und irgendwann habe ich aber gemerkt, nee auch gerade mit dem Buch oder mit den äh Projekten, die ich auch gemacht habe, ich habe auch mal ähm Produkte, Charakterisiert sozusagen. Ich finde immer die
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Geschichte dahinter immer sehr spannend und da habe ich gemerkt, die Stopp, du musst jetzt nicht da vorne stehen, die Schultern nach hinten, sondern wenn du deine Stärke weißt und die dir auch
52:53
dann gerade in solchen Projekten gesagt wird, so wie mutig oder so, das wurde mir dann ja auch so gezeigt und da habe ich dann gemerkt, okay, stimmt, das bin ich
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wenn du das weißt und nach außen präsentierst und andere damit ansteckst, dann finde ich ist diese Person selbst
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auch, also geht selbstbewusst mit seinen Charaktereigenschaften um und kann sie transportieren. Das finde ich immer sehr praktisch. Die Definition geht da auseinander, bei jedem, glaube ich, aber da muss ich auch sagen, habe ich irgendwie so ein Umdenken hat der Stad,
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funden und ich glaube auch
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die Charaktere in dem Buch, das heißt ja auch nochmal ein ganz anderer Schritt gewesen, den die da gemacht haben, wo sie auch dachten, oh kann ich das, kann ich das nicht, ist diese Fragen sind ja,
53:30
da gewesen, aber das ist ja auch so ein Bewusstsein, was du dann entwickelt hast für dich selbst. Nein, ich habe die Stärke, das zu machen und für mich das zu machen und ich habe diesen Mut und.
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Kann andere damit auch anstecken. Ähm in dem Buch,
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ist aber auch natürlich so, man kann anonym bleiben, man kann auch die Bilder nur für sich selbst machen, also ne. Man macht die Bilder ja für sich selbst, man kann aber auch andere mit den Geschichten anstecken und man kann halt auch selbst entscheiden in dem Buch oder auch wenn sie
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es gibt ja nicht nur ein Buch, sondern es wird ja auch jetzt in der Galerie präsentiert sogar, aber da kann man entscheiden,
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Was möchte ich, damit möchte ich es für mich selbst, möchte ich andere anstecken.
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Möchte ich's mit meinem Vornamen haben, möchte ich anonym bleiben und welchen Schritt mag ich gehen? Wo, wo bin ich mit dem mit dem Punkt gerade? Also meine Entwicklung und auch das ist ja also Selbstbewusstsein ist ja nicht das Ende, sondern.
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Du entwickelst es ja sozusagen und auch deine Charakterzüge entwickeln sich ja mit den Jahren, mit dem was du erlebt hast.
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Was macht die Kunst schön? Für mich macht die Kunst.
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Das Individuelle. Schön. Also das Individuelle ist daran schön und auch.
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Jeder jeder Künstler hat ja seine eigene Sprache, aber er transportiert ja sozusagen ganz viele Eindrücke.
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In jeglichen Bereichen, also in ganz vielen Bereichen, ob ein freudiger Ausdruck oder etwas dramatisches und
55:03
du kannst ein Thema in einem Raum rufen und die Kunst und das Schöne daran ist, dass du bald sechzehn Personen sechzehn unterschiedliche Bilder und Auffassungen hast und davor stehst und
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dann wieder jeder was anderes reininterpretieren kann und dieses Individuelle.
55:19
Auch ich sage in diesem Buch deine Zeichnung, du kannst fast die gleiche wie beide Brustkrebs, aber ihr seid trotzdem individuell und ihr habt was anderes daraus mitgenommen und das ist einfach schön. Ihr seid schön und das Bild ist schön und da steckt immer etwas dahinter,
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Also du guckst da nicht nur plakativ auf einem Bild, sondern du interpretierst da jetzt etwas daraus,
55:39
das ergibt sehr in ganz vielen unterschiedlichen Formen und ich finde das ist die Schönheit von Kunst.
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Du lebst in Düsseldorf, du bist aufgewachsen in einem kleinen Ort.
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Deine Models kommen zum großen Teil wahrscheinlich auch aus diesem kleinen Ort.
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Wie wie unterschiedlich oder wie ähnlich sind die Äußerungen, die du bekommst.
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Einmal in dem Ort, in dem du aufgewachsen bist, wo man vielleicht das Model auch kennt und auch in deinem Schutzbereich Rheinland,
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Tatsache relativ gleich, dadurch, dass so langsam kommen die Models auch aus Düsseldorf oder Umgebung und kommen auch dann zu mir hin, aber,
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die Reaktion ist immer eigentlich dieselbe, manchmal auch, also teilweise am Anfang sehr ruhig, weil es natürlich sehr intensiv ist, man muss sich ja natürlich auch
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reinlesen oder erstmal schauen, hey was ist da überhaupt? Bei manchen Bildern entdeckt man die Narbe auch nicht sofort, obwohl sie da ist, aber klein ist, aber es ist von am Anfang sehr ruhig
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und dann so ein,
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so ein so ein oh so ein okay wow, so kann es diese Facette gibt es auch zu okay, was steckt eigentlich dahinter? Also von erstmal okay, ich muss jetzt gucken, was da ist,
57:00
zu okay schön und dann wirklich dieses Hinterfragen, was einfach manchmal fehlt,
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Also das ist meistens immer so der gleiche Ablauf und dann, was immer spannend ist, braucht man gar nicht fragen, weil die Person an sich denkt, okay, warte mal, was ist eigentlich meine Geschichte.
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Was ist hier in der Kaufmann ganz automatisch ins Gespräch und auch teilweise hey ne,
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Ich möchte das jetzt auch mal sehen. Ich möchte jetzt auch mal meine andere Seite kennenlernen, so wie mich vielleicht auch mal andere sehen, so wie mich mein Mann sieht, so wie mich meine Frau sieht.
57:34
Möchte es auch einfach mal entdecken,
57:37
hast du eigentlich auch witzige Anekdoten, sofern man von Witzig sprechen kann? Hast du ähm Anekdoten zu deinem zu deinen Geschichten, die du in dieser Zeit des Prozesses mitbekommen hast.
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Irgendetwas ja vielleicht etwas besonders Schönes oder auch etwas sehr, sehr Ungewöhnliches.
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Also muss sagen, hinter manchen Zeichnungen stecken halt auch witzige Jugendliche Geschichten, es sind ja auch sehr viel junge Menschen da drin, wo man auch wieder sagen muss,
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Man muss nicht älter sein, um Zeichnungen zu besetzen, sondern schon im jungen Alter wie Verbrennungen.
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Sonstige Dinge gibt es, jeder ist von klein auf was gezeigt, ich meine der Bauchnabel, wie entsteht der eigentlich auch und daher war noch ziemlich witzige Geschichten dabei, wie ich bin, in ein Glastisch gefallen auf einer Party und.
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Zu äh in dem Shooting war es halt auch teilweise so ziemlich witzig, wo man sagt, okay, also ich ich musste ja auch dann anleiten, äh dann streiche doch jetzt mal mit dem Arm über dein Bein und dir was morde denkt sie
58:41
Was soll ich hier gerade tun? Und du musst sozusagen so ja, warte, mach einmal, ich zeig's dir gleich und dann weißt du wieso oder ja, jetzt überstreck mal bitte deinen Rücken nach hinten und,
58:53
Es fühlt sich komisch an und du machst ein Bild und du zeigst was und da denkt sich.
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Wow, so habe ich mich ja noch nie gesehen und darum geht's ja eigentlich und die Nachrichten dann einfach und auch immer gut, weil eigentlich bestimmt siebzig Prozent der Models hatten,
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einfach Muskelkater.
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Oder ich ähm habe einen halben Bauchtanzworkshop gegeben, um's auch zu zeigen, also manchmal war es auch wirklich so, den Körper kennenzulernen,
59:18
kann ich meinen Körper eigentlich führen, was kann ich damit machen, wie kann ich den bewegen, ich kann meine, ich soll dir, warte mal, ich soll jetzt meine Hüfte nach links bewegen, die Schulter aber nach rechts funktioniert das überhaupt, ich bin keine Schlange und es war schon.
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Davor, danach dabei es ist also es es war einfach schön und witzig und überhaupt, also von meiner Situation überhaupt nicht irgendwie
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komisch die Situation oder ernst, also natürlich, wenn man über die Geschichten gesprochen, dann auch, aber selbst dann wurde manchmal wirklich gelacht und
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ja wirklich so eine gewisse Normalität reingebracht und man muss ja auch einfach sagen.
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Meine Mutter ist auch da drin mit ihren Schwangerschaftsnarben oder auch ein Anderer, der Wachstumsnarben hat und auch so welche Narben oder Zeichnungen werden ja auch auf versteckt, obwohl der Herr,
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Schwangerschaft, wunderschön, was kommt dab.
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Das ist ja auch eine Bindung, die man zu dem Kind aufbaut und warum versteckt man die? Warum sagt so, oh jetzt bin ich jetzt erst mein Bauch nicht mehr schön, was man ja auch als Kind so gar nicht versteht und ja, das war schon immer sehr spannend und sehr schön und.
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Auch einfach zwischendurch witzig. Also nimm mal die Brust ein bisschen hoch und mach sie mal ein bisschen nach rechts oder ich musste eine Leiter holen, weil die versucht mit dem Rücken
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einfach auch eins
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neunzig oder groß ist und dann stehe ich da und ich bin jetzt keine kleine Frau, aber stehe ich da halt auch vor Leiter mit einer Kamera, mit einem Raum, mit einem halben Nackenmann vorm vor mir, wo man auch einfach sagen muss, die Situation ist halt auch einfach zum Schmunzeln. Ja, das war,
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Fotoshooting mit Gymnastik in einem. Hattest du Muskelkater? Nein, Muskelkater nicht, aber ich habe, glaube ich, hinterher zu Maron gesagt, ich wusste nicht, dass ich so beweglich bin.
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Ja. Das ist halt auch spannend. In Position zu gehen und ne, das war schon.
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Ja. Aber wie gesagt, wir waren ja alleine und es war trotz.
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Ernst oder die die Geschichte, die hinter steckt hinter jeder Narbe.
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Was ich glaube für manche Leute, für mich auf jeden Fall, ich kann jetzt nur aus meiner Sicht sprechen. Es war sehr erfahrenswert.
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Eine gewisse Leichtigkeit? Ja, die Leichtigkeit der Kunst? Ja.
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Du hast ja hauptsächlich mit oder was heißt hauptsächlich, du hast ja ausschließlich mit ähm Menschen gearbeitet, die so noch nie vor der Kamera standen.
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Du hast mit Menschen gearbeitet von ich glaube achtzehn bis achtzig.
1:01:48
Genau. Ungefähr. Und du hast mit Männern und Frauen gearbeitet. Hast du einen Unterschied festgestellt.
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Da muss ich jetzt mal stark überlegen und wenn ich schon stark überlegen muss, es ist eigentlich schon die Devise nicht wirklich. Es kommt da wirklich einfach auf den Charakter an,
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Also wie geht man mit sich selbst um, wie präsentiert man sich ganz anderes Shooting, aber auch wo ich in Australien war, da habe ich ein Shooting mitten in den Wald gemacht mit zwei Personen, die halb nackt waren, wo wir nur Blätter vorgehalten haben und,
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sie gehen aber auch immer einen FKK-Strend. Für die war's ganz anders, obwohl's auch am Anfang komisch für die war, aber es war halt einfach witzig, also diese,
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Also wenn man halt mit Empathie darangeht und halt auch fragt, wie fühlen sich die Leute, kann ich dir irgendwas Gutes tun, dann war immer eigentlich der gleiche Ausgangspunkt mit am.
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Fünf Minuten im, nachdem das Shooting begonnen hat,
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haben die meisten, würde ich jetzt mal so behaupten und ich hoffe, das stimmt für dich. Dann weiß ich auch nicht. Äh wohlgefühlt. Ähm natürlich war eine gewisse Nervosität dabei, aber,
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dieser Witz oder das, ja hat man teilweise auch
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Also ich glaube, wenn man mich fotografieren sieht und alle, die mich jetzt schon hinter der Kamera gesehen haben, ist auch immer sehr witzig, weil ich da auch rumtour, ne? Ähm da darf man sich bei mir auch mal sehr herzlich drüber kaputtlachen, immer gerne
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da war's irgendwann der gleiche Ausgangspunkt, aber reingekommen sind sie alle unterschiedlicher, weil es war egal, ob Mann oder Frau, sondern es hatte eher was mit dem Charakter zu tun und wie weit die Personen.
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Ja mit ihrer Geschichte nicht abgeschlossen haben, sondern wie weit die Akzeptanz von deren Seite da war und auch wie sie sich nackt an sich selbst fühlen,
1:03:24
Und da war halt die Art von Fotografie, die ich gewählt habe, einfach also dieser dieses Tuch, was nicht da ist, drüber legen, äh sehr, sehr positiv. Genau und hat sehr geholfen. Wie wird dein Weg weitergehen.
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Ich bin ja auch Fotografin in einer Firma
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und was ich halt immer sehr spannend finde, so Hintergründe und Geschichten und mehr künstlerisch ranzugehen, wo ich auch meinen Weg immer weiter finde und auch den Bildstil immer weiterentwickle, was mir sehr am Herzen liegt, ist das Thema
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Mobbing oder auch.
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Wie man sich fühlt, manchmal fühlt man sich alleine, wie was es aber auch was ist, wenn ich mich freudig fühle und so, das, was man jetzt von
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außen nicht sieht, also was ich jetzt in dieser Fotoreihe transportiert habe, möchte ich aber nochmal dieses innerliche Gefühl transportieren und da Themen ansprechen und
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Die Öffentlichkeit die Möglichkeit geben, da auch mal hinterzuschauen, nicht nur meine Gedanken, sondern wahrscheinlich werde ich da auch wieder mit Menschen sprechen, was haben sie erlebt? Was habe ich selbst erlebt, was ist meine Geschichte, was hat mich geprägt.
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Ja und da viel zu machen. Also bei vielen wichtigen Themen und auch Tabuthemen einfach zu gucken, okay, was steckt dahinter und wie sollte die Gesellschaft eigentlich darauf reagieren? Hast du schon Ideen, wie du das Thema Mobbing umsetzen möchtest,
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ja soll auch wieder eher also.
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Das Bildband oder die Fotoreihe jetzt ist ja auch sehr eine künstlerische Fotografie. Also sie sind ja nicht im normalen Umfeld fotografiert worden, sondern.
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Ja sehr speziell auch,
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und auch da möchte ich wieder dahin gehen und mit bestimmten Effekten arbeiten, ob sei mit einem Beamer und ich transportiere eine gewisse Aussage dran oder man arbeitet noch mehr mit Schatten und so weiter und so fort, aber da auch diese Dramaturgie, also,
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dieses Gefühl, was wir innerlicher manchmal haben, also wir explodieren ja manchmal innerlich oder wir lachen innerlich oder aber manchmal zeigen wir es ja gar nicht nach außen und das soll irgendwie rüberkommen
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möchtest du wieder mit Menschen zusammenarbeiten, die vorher noch nicht professionell vor der Kamera standen
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ehrlich gesagt habe ich mit meiner ganzen Laufbahn jetzt meistens mit Menschen gearbeitet, die nicht vor der Kamera standen und ich finde das immer sehr erfrischend. Natürlich.
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Ist auch mal einen einen Model ähm was sehr professionell arbeitet auch total spannend, aber bei solchen Sachen interessiert ja auch eher.
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Der Charakter wieder, also Charakter sehe wie so äh mein Lieblingswort gefühlt, aber in diesem Bild transportiert man das ja auch. Das heißt, nicht jeder guckt gleich, nicht jeder.
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Macht sein so oder hat eine unterschiedliche Haltung, die er einnimmt. Du kannst sagen, mach deine rechte Schulter nach vorne.
1:06:05
Jeder macht die rechte Schulter anders nach vorne. Auf der Rücken bisschen krummer ist, auf der gerade ist, äh welche Kleidung man trägt und das finde ich halt immer gerade das Spannende und auch dieses
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ungeholfene oder nicht zu wissen, also was ich an diesen Shootings auch immer gerne mache ist einfach zu sagen, oh es ist grad einfach mal kurz Pause, schüttel dich mal aus und auf einmal sage ich stopp,
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weil du dich so natürlich bewegst und dich beobachte das Tatsache. Ähm,
1:06:32
dass da einfach eine Haltung oder eine Emotion rauskommt, die ich einfangen möchte, die man so gar nicht erreichen könnte und dass halt dieses Unbefangen und das finde ich immer.
1:06:40
Also auch sehr, sehr schön in meinen ganzen Shootings. Du hast ein Buch rausgebracht, parallel auch eine Ausstellung.
1:06:50
Die Ausstellung können wir ja zur Zeit nicht sehen.
1:06:54
Wie siehst du deine Zukunft jetzt hoffen natürlich alle, dass Corona bald so weit im Griff ist, dass wir wieder Möglichkeiten haben.
1:07:04
Freunde, Kultur.
1:07:07
Leben zu genießen, welche Möglichkeiten der Präsentation findest du für dich heraus, um um deine Geschichten zu zeigen.
1:07:17
Ich hoffe natürlich, dass unsere Ausstellung in Warndorf bald wieder geöffnet hat und dort werden die Bilder auch noch weiter präsentiert.
1:07:25
Was natürlich Schönes da, weil allen Menschen untereinander direkt.
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Gespräch kommen können und philosophieren können oder auch ihre Geschichten, also sozusagen, ne? Der dieser dieses Gespräch, da wird man ja auch immer offener, das zieht einen ja in den Bann. Gleichzeitig möchte ich aber auf den Social Media Kanälen.
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Die Sachen bespielen,
1:07:45
Personen können natürlich anonym bleiben, es werden nicht alle Bilder draufkommen, weil's manche auch nur für sich selbst tun, das finde ich auch gut. Also jeder soll da wirklich selbst das entscheiden, aber da ist es natürlich,
1:07:57
da können sich viele Menschen auch mit den Geschichten identifizieren, die vielleicht das Gleiche erlebt haben oder was Ähnliches oder sagen, ja hey ja okay, warum stecke ich eigentlich meine
1:08:06
Bauchnabel, das ist doch ganz normal, dass ich nach einer Geburt, dass sich der Bauch verändert und ich muss es ja gar nicht und es gibt ja so viele Frauen, warum tun wir das? Und da finde ich es halt einfach ganz gut, weil da so diese schnelle Verknüpfung kommen kann.
1:08:20
Und das sind auf jeden Fall zwei Sachen, die ich bespielen möchte und auch auf der Webseite Matrix Art, das Label von der Firma Matrix GmbH und Co KG. Da werden die Bilder auch,
1:08:31
auf der Webseite sein und sozusagen platziert, sodass man die Geschichten lesen kann und auch die Bilder sehen kann. Auch da ist es wiederum so, dass nicht alle Bilder zu sehen sind, aber die,
1:08:43
die es zeigen möchten, wirst du die Bilder auch verkaufen? Teils ja und auch da muss ich sagen, danke ich der lieben Elke sehr,
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weil ich darüber viel gesprochen habe, wie gehen wir jetzt damit damit um, ähm wie möchten wir das Thema noch platzieren und präsentieren, weil's einfach ein wichtiges Thema ist und auch,
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Nicht zu zeigen, hey, da ist jemand mit Zeichnung, sondern hey, das ist normal. Das ist schön und.
1:09:08
Wer bist du denn eigentlich? Also was steckt hinter deiner Zeichnung und dass auch Leute in ihrem Kämmerchen zu Hause anders über sich mal nachdenken durch
1:09:19
diese Präsentation von den Geschichten. Und da haben wir uns auch drüber Gedanken gemacht, hey wie ist es eigentlich? Kann man diese Bilder auch verkaufen,
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wie kommt das rüber und da haben Elke und also da bin ich auch wieder auf Elke zugegangen, weil ey das ist Elke prägt halt auch einfach dieses Buch und diese Gespräche sind auch immer sehr intensiv und auch,
1:09:40
ja
1:09:41
Person muss ich sagen, also da gebe ich immer sehr viel auf ihre Meinung auch und da haben wir aber auch gesagt, warum eigentlich nicht. Diese Loki-Fotografie, diese Bilder gibt es on Mass auf dem Markt.
1:09:51
Aber immer makellos.
1:09:54
Zum anderen wollen wir in unseren Wohnungen Bilder haben von Naturlandschaften so real und so bunt wie nur möglich.
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Aber dürfen nicht auch wir, so wie wir wirklich sind in die Räume rein, haben die nicht auch.
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Also ein Platz verdient und verdient ist das falsche Wort, sondern.
1:10:16
Warum sollten sie da nicht hängen? Genau das war eigentlich Elkes Frage, warum denn nicht? Also was soll denn daran,
1:10:23
falsch sein, also das sind ja wir, das sind wir in schön und daher sind ein paar Bilder.
1:10:30
Die natürlich auch mit dem Porträtierten besprochen wurden und so weiter und so fort auch Keuflich Airb.
1:10:38
Ich bedanke mich bei euch beiden ganz ganz herzlich für eure wirklich sehr persönlichen Einsichten und Elke dir wünsche ich, dass du.
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Sehr bald, gesund.
1:10:52
Dich gesund fühlst, gesund bist, dass du dich weiterhin als so schön empfindest, wie du bist, wie du mir hier entgegenstrahlst.
1:11:00
Auch mit Anziehsachen und Marion dir wünsche ich, dass du, dass du.
1:11:08
Dein Weg findest Menschen, Produkte, alles was dir vor die Linse kommt, dass du dort den Charakter erkennst und ihn so wunderschön darstellst, wie dir das hier bei deinen Projektzeichnungen gelungen ist.
1:11:21
Ich bedanke mich, dass ihr euch die Zeit genommen habt und ja, liebe Hörer und Hörerinnen auf unserem Instagram Account könnt ihr auch einige Bilder von Marion sehen,
1:11:31
ein Bild der Zeichnung verschaffen. Ich freue mich fürs Zuhören.
1:11:37
Music.
1:12:20
Wir hörten eine Produktion des Podcaststudio Punkt NRW.