Das Filmmagazin

Wir lieben Filme. Wir lieben aber nicht nur die Geschichten, die uns durch sie erzählt werden. Sondern auch die Geschichten hinter den Filmen. Wie entstehen Filme? Welchen Einfluss haben sie auf uns und auf die Gesellschaft? Wir, Martin und Lucas, erzählen Euch in jeder Folge zwei Geschichten über Filme.

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episode 114: An diesem Film haben die Fans selbst Schuld


Justice League war zu seiner Veröffentlichung im Jahr 2017 eine Enttäuschung, sowohl für das Filmstudio Warner Bros., als auch die DC-Fangemeinde. Jahrelang hatten sie dem großen Aufeinandertreffen ihrer Lieblings-Superheld*innen entgegengefiebert und hofften auf einen ähnlichen Erfolg, wie es Disney mit den Avengers-Filmen vorgemacht hatte. Es kam aber alles anders. Kreative Differenzen und eine familiäre Tragödie hinter den Kulissen machten aus Justice League ein Flickwerk ohne Vision. Das Scheitern des Films markierte aber nicht das Ende. Es begann ein dreijähriger Proteststurm der Fans, die dem Blockbuster unter dem Slogan #ReleaseTheSnyderCut eine zweite Chance geben wollten. Der ursprüngliche Regisseur von Justice League – eben jener Zack Snyder – hatte das Projekt noch vor der Veröffentlichung verlassen und damit die kreative Kontrolle verloren. Irgendwo zwischen enthusiastischer Fanliebe, Shitstorm, toxischem Online-Verhalten und einem bewundernswerten Durchhaltevermögen formte sich ein Gebilde, das das Milliardenunternehmen Warner Bros. schließlich zu einem bemerkenswerten Schritt bewegte. Mit "Zack Snyder's Justice League" erscheint am 18. März die Wiederauferstehung eines Films als 4-Stunden-Monument. Im Podcast besprechen wir die vielen verschiedenen positiven wie negativen Seiten der Protestbewegung, versuchen uns an einer Einordnung und blicken auch auf vergangene Entrüstungsstürme in der Popkultur mit ähnlichem Ausgang.


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 2021-03-14  1h16m