Bücher sind wie Kekse

Wer Bücher liebt, verschlingt sie wie Kekse! Autorin Dagmar Hager spricht ganz offen mit KollegInnen und spannenden Menschen. Die Themen? Alles, was mit Buchstaben zu tun hat! Bücher, Literatur, Lesen, Schreiben, Neuerscheinungen und und und. Du hast Feedback zum Podcast? Schreib uns an podcast@liferadio.at!

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episode 22: Erebos. Saeculum. Vanitas. Bestsellerautorin Ursula Poznanski im Talk [transcript]


Erebos. Saeculum. Vanitas. Die Wienerin Ursula Poznanski schreibt einen Spiegel-Bestseller nach dem anderen. Jetzt erscheint Teil 3 der genialen Vanitas Serie. In diesem Podcast mit Autoren-Kollegin Dagmar Hager erfahrt ihr worum es geht, wie Ursula tickt, was sie als früher als Medizinjournalistin so alles mit Ärzten erlebt hat oder warum sie nie einen Erotikthriller schreiben würde.


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 2021-03-24  25m
 
 
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Bücher sind wie Kekse, der Live-Radio-Bücherpodcast mit Dagmar Hager. Deripos, Vanitas oder Seakulum, Ursula Puzznanski schreibt einen Spiegelbestseller nach dem anderen
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über sich selber sagt sie, sie ist weil ziemlich genau zehn Jahren hauptberuflich Autorin davor, Journalistin, noch
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vor Langzeitstudentin mit X Nebenjobs, ja Mutter eines mittlerweile schon ziemlich erwachsenen Sohnes, Dienerin am Stadtrand.
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Wo wir uns auch gerade befinden, Weintrinkerin nach Möglichkeit auch Reisende, was im Moment ein bisschen schwierig ist. Anfang April erscheint Teil drei der genialen Vanitas Serie. Worum geht's diesmal? Wie ti
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die Ursula. Was hat sie früher als Medizinjournalistin so alles mit Ärzten erlebt? Was macht sie glücklich.
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Warum sie nie einen Erotik-Trailer schreiben würde. Sie erzählt sonst und noch viel mehr
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jetzt. Ich bin die Dagmar, los geht's. Wolltest du eigentlich immer schon Autorin werden oder früher doch lieber Prinzessin oder Schauspielerin? Ja, das hat bei mir so im zwei Wochen Takt gewechselt
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als Kind speziell, also da wollte ich Fernsehanzagerin werden, die gab's damals ja noch, die fand ich toll. Dann wollte ich Meeresbiologin werden.
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Aber dann auch so ganz banale Dinge wie Sekretärin und ich hätte mir alles vorstellen können.
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Autorin war mit dabei, aber war jetzt nicht so zwingend auf Nummer eins. Bei mir war's Busfahrerin. Ich fand das so sexy. Ist auch cool.
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Aber Lidi im Busse, also Bus, ja. Ja, wurde auch nichts. Ähm wie war denn die Corona Z.
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War es gut äh ist er. Am Anfang fand ich's ganz gut
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Weil ich bin die letzten Jahre, war ich wahnsinnig viel auf Lesereisen unterwegs und wirklich unheimlich viel in Deutschland und immer so, weiß ich nicht, vier Tage weg, zwei Tage zu Hause, eine Woche weg, vier Tage zu Hause und am Anfang habe ich das sehr genossen, einmal nicht
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wegzumüssen, weil das ist ja jetzt auch kein Genussreisen, sondern man ist jeden Tag woanders und es ist also eigentlich mehr stressig als Spaß, wobei die Lesungen selber haben mir schon recht schnell
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weil die machen mir tatsächlich wirklich Spaß. Und ich bin bei mir draußen im Garten gesessen, habe gemütlich getippt, habe gefunden, dass ich's jetzt einmal gar nicht schlecht so ein bisschen durchatmen.
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Dann wurd's aber relativ bald relativ. So, eintönig. Ja, Zach, im Sinne.
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Kann nicht ins Caféhaus gehen, man kann nirgends hinfahren, man kann nicht ins Theater gehen. Wobei ich das auch alles wirklich eingesehen habe und sehr, sehr brav war und mich an alles gehalten habe,
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Aber heute war ich auch in Wien in der Innenstadt und es war strahlend schöner Sonnenschein und ich habe innerlich geweint, dass kein einziges Caféhaus offen hat, wo man sich draußen hinsetzen kann, so ein bisschen die Nase in die Sonne halten und.
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Latte trinken und das Leben schön finden. Also ich glaube jetzt nach einem Jahr sind alle schon recht müde und mir geht's auch so.
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Ich möchte einfach vom Landmann in die Sonne gesetzt, in die Sonne, nämlich, das geht ja. Ja, ja, ich bin im Coffee zu wohnen, um das Feeling ein bissel zu haben. Das ist schon, ja, das ist schon schön, das stimmt. Ja.
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Ja. Jetzt bist du ja nicht, weil du gerade Tippen angesprochen hast, eine sehr fleißige Tipperin
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glaube ich mittlerweile über zwanzig Werke von dir, übersetzt in achtunddreißig Sprachen, habe ich irgendwo gefunden? Ja, nicht alle, aber ja, ja, in Indsumme, wir zählen zusammen. Insgesamt, genau. Zwei Bücher jedes Jahr, im Frühjahr gibt's immer den äh Erwachsenen, im Herbst immer das Jugendbuch.
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Hast du nicht schon Schwiegen an den Fingern vom vielen Tip.
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Das geht. Also das Tippen an sich ist ja so jetzt rein körperlich, kennt ihn nicht sehr anstrengend. Aber es ist ein ehrgeiziges Pensum. Das stimmt.
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Und ich werde auch tatsächlich nächstes Jahr nur ein Buch schreiben, das habe ich mir äh vorgenommen, um mir mal ein bissel mehr Luft zu kriegen und auch wieder zu erwachsen.
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Ich lasse einmal jetzt Jugendbuch aus. Im zweiundzwanziger Jahr, einfach weil ich auch gern wieder mal auf Urlaub fahren möchte.
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Ja, auf Urlaub fahren, ohne Laptop, wäre schon einmal eine eine echte Wahnsinnsabwechslung. Aber auch so ein bisschen Luft im Kopf kriegen für neue Ideen. Wenn ich jetzt schon gemerkt habe, es wird auch immer enger mit dem jetzt müssen wir wieder was Neues einfallen und es muss mir wieder was Neues einfallen
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Ich habe so ein bisschen die Vorräte aufgebraucht. Ich muss einfach für mich ein bisschen den Eindruck haben, das gibt's jetzt nicht schon. Zwanzig Mal in anderer Form.
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Also du bist auf Urlaub gefahren wohin? Und ich dürfte, also ich bin ja ein großer Italien-Fan. Mhm.
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Ich war auch letztes Jahr, also als der Lokdown kein Lokdown war, ich war in Venedig und habe das wirklich sehr genossen, äh fünf Tage die Stadt so richtig leer zu erleben und das war toll. Ein bisschen länger, Italien wäre super, wieder so ein bisschen mehr
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sehen, was ich aber auf jeden Fall machen werde so oder so. Ich habe ja so eine kleine Depondance am Wolfgangsee und dort werde ich auf jeden Fall im Sommer wieder sein.
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Ja, es sind aber schöne Pläne. Jetzt aber zum aktuellen Buch war eigentlich das drei. Wie geht's denn mit der Heldin Carolin jetzt.
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Ja, also da kann ich jetzt natürlich nicht so wahnsinnig viel verraten. Ne, wir spoilern nix, aber also wer Band eins und zwei gelesen hat
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der weiß ja, dass sie da schon eine gewisse Wandlung durchgemacht hat, während sie sich in Band eins
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eigentlich die ganze Zeit am liebsten nur verstecken möchte, um auch nur ja von keinem ihrer Verfolger entdeckt zu werden oder eigentlich, um auch noch weiterhin den Eindruck aufrechtzuerhalten, dass sie ja tot ist.
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Glauben, die in Band eins ja noch, in Band zwei dann nicht mehr so und im dritten Band ist es jetzt.
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Tatsächlich so, dass sie versucht, den Spieß umzudrehen, dass sie sagt, äh nicht mehr verstecken, sondern gegen Angriff und das ist natürlich aus ihrer Position heraus extrem riskant, aber ja, sie lässt sich da einiges einfallen.
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Sie wird von dir auf jeden Fall ziemlich gebeutelt wieder? Ja. Aber das klingt nur so, dass es keinen Teil vier mehr geben wir
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Nein, tatsächlich. Also das habe ich für mich auch wirklich auf drei Teile konzipiert und abgeschlossen. Man weiß ja auch gar nicht, überlebt sie den dritten Teil. Man überlebt sie den dritten Teil nicht. Auf jeden Fall ist kein vierter geplant. Na okay. Und wenn das mal verfilmt geben wird
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hoffentlich vielleicht. Wer sollte denn die Carolin spielen? Manche hat jeder so eine Bilder im Kopf, aber wer welche Schauspielerin würde da passen,
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Es gibt tatsächlich eine Filmproduktionsfirma, die das optioniert hat, was ja jetzt nicht wirklich viel bedeutet. Genau. Und da haben wir uns schon so ein bisschen den Kopf zerbrochen. Sie ist ja.
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So ein bisschen Deutsche mit österreichischen Wurzeln, also man könnte sowohl eine Deutsche als auch eine österreichische Schauspielerin nehmen und sie sollte so um die fünfunddreißig vom Spielalter her sein.
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Mir ist eingefallen, die Sibille Kekile, die finde ich sehr toll und die könnte ich mir gut vorstellen, ich könnte mir auch vorstellen, dass dieser wandelbar ist.
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Ich könnte sie mir auch vom Tipp her gut vorstellen. Mhm. Spannend, schön, schönes Bild. Und jetzt Hand aufs Herz, wie viel Ursala steckt in der Carolin? Gar nicht so arg viel
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Also die äh Caroline ist auf jeden Fall wesentlich wagemutiger, was aber auch so ein bisschen die dummen Entscheidungen angeht. Also ich würde mir gewisse Dinge vorher wesentlich länger durch den Kopf gehen lassen und dann vielleicht
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mich auf manche Dinge nicht einlassen, die ihr jetzt dann im Nachhinein ja sehr auf den Kopf gefallen sind. Ich wüsste jetzt nicht, inwieweit ich mich in ihrer Situation nicht doch unterkriegen lassen würde, wahrscheinlich schon. Aber so eine Tendenz zum äh Stehaufmännchen habe ich
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glaube ich auch und auch eine gewisse Tendenz zum originelle Lösungen finden und das tut sie definitiv. Mhm.
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Das war jetzt das Aktuelle wird nachdem wir nichts spoilern wollen. Auf jeden Fall super erfolgreich, ist schon sehr sehr lange, jetzt schauen wir mal zurück zu den Anfängen, ein bissel hast du's am Eingang schon erwähnt, du warst mal medizinjournalistin. Wenn du an diese Zeit denkst, was fällt da sofort ein.
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Ärzte interviewen positiv oder negativ, sowohl als auch äh also ich kenne glaube ich jedes wieder Krankenhaus von innen.
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Als Nichtpatientin, sondern ich kenne die ganzen Chefarztbüros, wobei bei uns sagt man, also die ganzen Primariate. Mhm.
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Und fand das sehr spannend zu sehen, wie wie unterschiedlich Ärzte sein können und wo sie ihre Prioritäten setzen.
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Also es verängstigt oder hat dich das eher beruhigt? Was hat mich
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Ja, sowohl als auch, es gibt die Ärzte, bei denen man sofort merkt, äh ihnen geht's hauptsächlich um die Patienten und die äh arbeiten also Tag und Nacht und bemühen sich unglaublich und bilden sich fort und sind auch
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dauernd für Patienten reich und das merkt man ja auch, wenn ein Interview fünfmal unterbrochen wird, weil ein Patient was braucht und der Arzt sagt dann okay, ist wichtiger als jetzt von einer Journalistin Gebrauchpinsel oder interviewt oder was auch immer zu werden. Und dann gibt's die anderen, bei denen ist es genau umgekehrt, also das sind so ein bisschen die
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Also ich ich weiß zum Beispiel, dass es durchaus geburtshelfende Gynäkologen. Und da muss ich jetzt wirklich Gynäkologin sagen, weil das kenne ich nur von Männern.
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Gibt, die sagen, Kaiserschnitt ist schon super, weil dann weiß ich, wann ich am Golfplatz bin. Ehrlich? Äh ja. Jawoll. Also die so ein bisschen in die Richtung gehen, so ein bisschen die schicke Mickey-Ärzte, die auch
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von Kongress zu Kongress hoppen, was nichts wo ich jetzt auch einmal sagen muss, das geht nicht darum, dass die Kongresse sind toll, da geht's ja um Forschung und darum die Medizin weiterzubringen.
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Und das ist auch bei den meisten der Hauptgrund, dass sie hinfahren und manchen halt nicht,
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Okay, das heißt Medizinjournalistin war dann nicht mehr, dann hast du ja schon ein bissel dem Schauern zugewandert, du hast glaube ich Krimis geschrieben oder war das so? Also das allererste, was ich geschrieben habe, waren Kinderbücher, das war aber noch in der Journalismuszeit, da war mein Sohn ganz klein und
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ich habe wahnsinnig viel vorgelesen und habe dann gefunden, so was schreibe ich jetzt auch, weil es ist kurz und das macht Spaß und ich schaue mal, ob das wer haben will
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Und das hat dann funktioniert. Mhm. Erstaunlicherweise und dann habe ich da halt noch eins und noch eins und noch eins geschrieben. Und irgendwann wollte ich da noch was für Größere machen. Mhm.
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Und habe dann mit Jugendbuch begonnen und dann hatte ich irgendwann eine Idee, die fürs Jugendbuch nicht tauglich war, weil viel zu brutal und viel zu blutig
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und mein Agent hat dann gemeint, es macht ja nichts, schreibst halt für Erwachsene auch. Mhm. Und seitdem
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mache ich diese beiden Sachen. Obwohl die Jugendbücher sind ja auch jetzt nicht so ganz harmlos. Das stimmt, das stimmt, aber das war schon noch einmal ein ganzes Eck mehr an, also richtig so mit Morgen.
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Leichenteile, die man im Tapawertdosen im Wald findet. Also das war als Jugendbuch nur so mittelgut, gell? Ja, aber dann kam zwei elf und dann kam das Jugend.
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Das war zwei zehn tatsächlich. Schaut sie, aber zwei elf habe ich den Preis erhalten. Zwei zehn kam Eribos raus, Anfang des Jahres,
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war ganz erstaunlich, das hat nicht sofort so eingeschlagen, sondern das ist so peu peu immer mehr geworden und
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sich immer besser verkauft und immer mehr herumgesprochen, also das war richtig so Graswurzel, Marketingartig von Leser zu Leser weitergereicht.
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Rennt bis heute. Ja. Das ist ganz faszinierend, dass sie nicht. Ja, wirklich, weil ich ja
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relativ spät auf Eribus gekommen, nämlich durch meinen Sohn und weiß aber, dass das jetzt immer noch sehr viele, aber es wundert aber auch nicht, weil das Thema ist ja nach wie vor.
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Brennend, also Jugendliche, virtuelle Welten verschmelzen mit echten Wänden.
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Ist ja nicht jetzt weniger aktuell als vor zehn Jahren zu elf Jahren jetzt schon. Stimmt, ja, ja, ja. Die, die Technik im Buch ist natürlich jetzt schon ein bisschen ähm ja, ähm nicht mehr ganz die Aktuelle, aber von der Geschichte her funktioniert's immer noch äh total gut
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die Technik habe ich dann in Band zwei ein bisschen aufgepeppt.
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Genau. Wie weit hat denn damals eigentlich bei dieser Idee denn damals, was war denn so damals, wie alt war der da? Damals war er neun, wenn ich das richtige, also wie ich's geschrieben habe, war er neun. Also er hat schon so ein bisschen so Schach gespielt
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deinem Computer und so kleinere. Sagst du die Idee war nicht? Aber die Idee kam jetzt nicht über nein, das war jetzt nicht, dass er damals schon großartig Computer gespielt hätte.
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Also gesagt, mein jetzt knapp sechzehnjähriger hat's dann gelesen, hat ihm super gefallen. Danach war komplett Schluss mit Lesen
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Oh nichts, macht mich fertig. Katzekulum oder solche Sachen, habe ich gedacht, das könnte ein wirklich interessanter Null nadern. Was soll ich machen?
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Und wie, na ja, wenn sechzehn ist, also meiner äh liest jetzt gerade auch nix, kann der jetzt auch nur Tipps geben, also bedingt äh ja, vielleicht irgendwas, zwei Versuchen ähm echt schmackhaft unter die Nase gerieben, null
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Er hat die Nibelungen lesen müssen. Das fand er dann spannend. Ja, das war auch schön. Ja. Das ist ja auch nicht schlecht. Also ich meine, super, dass alle ermordet werden, alle sterben. Es kommen alle sterben zum Schluss cool. Wo bist du gekommen? Ja
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Es stimmt. Da sind da ist was dran. Ja, dann sollte vielleicht schon in der eher in die erwachsenen Bücher schauen
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Also das muss ja nichts von mir sein, aber jedes zu nehmen, was er kriegt, der nimmt den diesmal ein Buch in die Hand, das ist.
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Ist ist schwierig, weil es ja auch so, weil sie auch so abhängig vom Geschmack ist. Na ja. Ähm also ich hoffe einfach, dass es wieder wir
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Mhm. Das hoffe ich auch bei meinem, also der Musik. Ja, ja, aber der nicht. Ja, isst grad gar nichts. Also der liest aber auch schon seit fünf Jahren. Ist nicht mehr wichtig.
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Passt mich auf. Traurig, es tut mir leid, aber es ist versuch.
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Auch immer noch tatsächlich, weil ich auch sage, er ist total geschäftsschädigend, wenn nicht einmal, wenn wenn er meine Bücher nicht liest.
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Ja, was denn das schon macht, ist, wenn ich eine Lesung habe, äh dann will ich immer Rollen spielen. Also dann, das ist ja immer meine äh spiele immer die Kommissarin. Es macht da gut, wer hat der Schauspielschule gemacht? Ah sehr cool. Das Bock doch schon
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Ja? Ja. Vielleicht. Vielleicht sollte ich das auch machen. Ähm.
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Ja, nein, also er, er ist, er steht mir gerne zur Verfügung, wenn ich irgendwie Dinge brauche, die wo ich jetzt sage, ich bin der Altersgruppe ein bisschen entwachsen könntest, die mir sagen, welches Programm verwendet ihr denn jetzt alle so dafür und dafür und.
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Welche Social Media sind denn gerade komplett uncool? Also Facebook scheint tot zu sein bei allen Menschen unter dreißig.
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Ticklock, Snapchat. Ja. Und Ticktox, Snapchat, Instagram, wobei auch das ist glaube ich bei den Mädels mehr. Er verwendet ja nichts davon. Aber er sagt die anderen, also Snapchat ab und zu ganz wenig.
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Und ansonsten sind die dauernd nur über Discod oder solche Sachen miteinander. Weißt du, was das Neueste ist? Online-Schach.
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Ja, das kann man zu viert spielen, Bus. Ja, ja, ja. Die, da wird diskutiert. Ist ja schon einmal besser als.
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Finde ich auch. Online-Schach und Mayon ist offensichtlich auch ein Ding. Das klingt nur, habe ich zurück zu dir jetzt. Ja. Jetzt habe ich dir unterbrochen, da war noch nichts geknallt. Ich wollte sagen, es wird nicht nur geballert, sondern sie machen jetzt tatsächlich auch
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Okay. Okay, also es ist dann mit dir weitergegangen. Dann kamen wir im Sekulum, das ist ja einer meiner absoluten Lieblinge, den finde ich genial. Hi. Dann die Beatrice Casperic Krimis. Ähm,
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Da spielt zum Beispiel Geocaching einmal eine Rolle. Das heißt mit einem Song schon. Genau. Ja. Genau. Da war er noch jünger, da war er so elf herum und das ist ja das Alter, wo du dann deine Kinder nicht mehr so richtig zum.
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Komm, wir gehen mal spazieren, äh, bringst oder ähnliches, also schwer an die frische Luft zu kriegen.
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Und da war dann Geocashing super, weil mein Abschreibener, wer das nicht weiß, in einem Satz, was das kennt. Genau. Also Geocashing ist sowas wie Schatzsuche mit
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GPS-Hilfe, jemand versteckt irgendwo einen kleinen Behälter, meistens sind's kleine Behälter, in dem dann ein Logbuch drin ist und ein Stif.
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Vielleicht noch irgendwie weiß ich nicht, ein Gummischlumpf oder so. Mhm. Und äh das muss man dann suchen gehen und die sind meistens schon tricky
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steckt, also das ist jetzt nicht so, man kommt zu den Koordinaten und sieht sofort, haha, da ist die Dose, sondern man muss suchen und manchmal sucht man lang und.
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Es ist furchtbar frustrierend, aber wenn man das Ding dann gefunden hat, ist es.
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Wunderschönes Erfolgserlebnis und man kann sich dann eben sowohl auf der Seite als auch in dem Logbuch verewigen
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Genau, das ist immer das Tolle, es ist ein Tipp für Eltern, ja, von Jugendlichen, dass das kann schon nochmal miteinander was sein, weil Männer so wandern, ne? Ja. Das ist.
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Aber da vielleicht, ja. Ne, das macht wirklich Spaß. Also geradezu diese Schnitzeljagdartige, da gibt's auch welche mit mehr Stationen und dann gibt's welche, da braucht man wirklich nur an eine Stelle, also dann gibt's welche, da muss man Rätsel lösen. Also es ist, es ist ein echt vielfältiges und lustiges Hobby.
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Ich kenne in Österreich keine Gegend wo nicht Geocaches liegen, ja.
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Okay, dann gehen wir einen Schritt weiter, dann kamen auch die Thriller gemeinsam mit dem Arno Strobel. Ja. Und die schrägen Ziele Ideen, die halt sehr ungewöhnlich sind. Na klar, das zieht halt.
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Und dann aber zum anderen noch hast du immer Themen, so wie im letzten, jetzt in Kryptos
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die wirklich brennen, die sind total, also da geht's um Klima und eine zerstörte Welt, wo die Menschen dann den Kapseln sind, sich in virtuelle Welten flüchten, die dann halt leider auch nicht mehr ganz so schön sind.
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Ja, wobei lustigerweise habe ich da sehr viel Feedback gekriegt so nach dem Motto, oh ich will auch, ich will auch in so eine Kapsel und dann kann ich mir aussuchen, in welcher Welt ich heute den Tag verbringen will und so.
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Ich glaube also der Wunsch danach irgendwie ich war gerade in Korona logisch ist. Ja erstens gerade in Korona und aber auch sonst, dass man dann mal.
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Kurz schauen, weiß ich nicht, Ritterturniere im Mittelalter bestreiten kann oder weiß ich nicht in der Raumkapsel ein bisschen um die Erde kreisen oder
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Dinosaurier-Watching macht. Also das sind lauter so Dinge, die stellt man sich ja auch gerne vor und das dann wirklich erleben zu können und sei es nur virtuell, aber es fühlt sich halt an, als wäre es echt.
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Könnte mir das auch für eine Zeit lang gut vorstellen? Ja, ja, ich auch immer sehr. Und ich habe
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wieder sein, oder? Genau, das muss ich. Ja, ich habe auch ein paar nicht eingebaut, ich habe zum Beispiel gedacht, ich hätte ich hätte total gerne so eine Schokoladewelt.
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Wo man sich dann so durch flüssige Schokoladedings isst und so. Aber alles kalorienfrei, also das ist natürlich mein man hat total den Genuss, aber es hat keine Kalorien.
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Wäre so meine Welt. Keine meiner Welt. Na hat mir auch sehr gut gefallen. So jetzt haben wir mal sehr viele Bücher von dir abgehangen. Jetzt wissen wir, wie du schreibst und wo die Ideen herkommen, aber wo schreibst du.
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Im Moment schreibe ich bei mir im Wohnzimmer, also jetzt wird sich das wieder ändern, aber ich habe so ein Dachstubenbüro, also so einen
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und die ist im Winter super kalt, also entweder ich heize wie verrückt. Mhm. Oder ich gehe woanders hin und unten habe ich den Kamin und unten ist es wärmer und wir schreiben aber auch sehr gerne draußen im Garten, wenn das Wetter schön ist. Ich bin auch keine Schreibtisch
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Schreiberin, sondern ich suche mir immer. Geht überall, oder? Ja, genau, weil Laptop und ich, ich, ich
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ihr ihr Couch tatsächlich, Couch, Liegestuhl, solche Sachen, weil ich draufgekommen bin, dass ich umso produktiver bin, je weniger sich das Ganze nach Arbeit anfühlt. Loaded sozusagen. Es lotet. Musik beim Schreiben,
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auch nicht immer, aber schon auch, darf nur keiner singen. Also ich nehme sehr gerne so Filmsoundtracks als Hintergrund äh Musik
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Also zum Beispiel bei klassischer Musik, dass auch wenn keiner singt, das schaffe ich gar nicht
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weil das so dominant ist. Mhm. Und mein Freund, der hält sich immer da, wenn ich so Klaviermusik laufen kann, der hält das nicht außer gemacht aus. Ich habe mich nicht mit dir unterhalten mit einem Klaviermusik. Na ja. Und was muss noch in der Nähe sein? Kaffeemaschine, Kühlschrank, Weinglas
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Also Kühlschrank zu nahe ist ein Verhängnis. Äh Weinglas geht leider auch nicht. Also ich kann unter Alkohol nicht schreiben.
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Ich, ich verstehe, also ich finde das immer ganz erstaunlich, wenn man dann liest von Leuten wie Stephen King, dass die ganze Bücher mehr oder minder im Delirium geschrieben haben und.
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Gar nicht mitgekriegt haben, was ihr da gemacht habt. Das geht bei mir überhaupt nicht. Also ich kriege keinen geraden Satz mehr raus.
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Da geht alles andere noch, aber schreiben ist, dann das Schreibzentrum ist dann irgendwie lahmgeleg.
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Und manchmal schon auch ein Stück Schokolade, weil das ist ja hier ein Futter. Also manchmal merke ich auch so richtig, dass jetzt
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zu der Gustav auf Süße ganz, ganz groß, wird speziell dann zum Schluss sind, wenn's stressig wird und ich weiß, ich soll schon abgeben und ich muss jetzt leider nicht kalorienfrei. Nein, leider. So, jetzt brauche ich noch mehr von dir persönlich. Ja. Jetzt mach meinen Word Rap jetzt weg. What Rap?
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Sehr gut. So, Jugendbuch hat ein Kinderbuchautorin. Was war dein allererstes Kinderbuch? Das schönste Ever. Was ist das erste und das Schönste.
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Das erste weiß ich nicht mehr, weil ich habe wirklich früh zu lesen angefangen und wir hatten ganz viele Bibliotheksbücher und dann doppelte Lottchen. Habe ich er gelebt. Ja, das habe ich total gemacht, dass die
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Ja? Ja, Erich Kisten überall. Erik Kästen. Ja. Ganz großartig und ziemlich gleich auf Astrid Lindgren. Und also die Buller Blue Geschichten habe ich total gern gehabt und
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Pipi Langstrumpf. Also das war, das war schon auch alles ganz, aber Erich Kästner habe ich heiß geliebt, ja. Ja.
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Die Geschichte von ihm gelesen habe, dass der seine eigene Bücherverbrennung dabei war. Ja, Seebühl am Bühlsee. Genau, siebenundfünfzig. Gibt's ein Lieblingswort
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Ja, es gibt welche, die verwende ich zu oft. Ah, zum Beispiel ähm.
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Gut, es gibt welche, um die kommt man nicht rum, wie blickt äh da also schaut der Blick, äh wo wo man sich dann auch denkt, man müsste es irgendwie ganz anders schreiben. Aber ein Wort, das ich vom Klang her mag, weil es so klingt, wie das, was es aussagt, ist allmählich
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Mhm. Das ist so ein ruhiges, weil so allmählich so ein fließendes das ist ein Wort, das mag jetzt verwende ich aber gar nicht so oft, aber ich mag es.
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Okay. Wenn du mal nicht schreibst, gibt's sowas wie Serien, Marathon, Wochenenden gibt's auch. Ja, ja, ja, ja, gerade, weil ich ja auch meistens den ganzen Tag mit Worten und Schreiben und Text zu tun habe, habe ich dann
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manchmal am Abend keinen Nerv mehr zum Lesen, obwohl ich fast jeden Tag vorm Schlafengehen lese. Aber ich schaue schon auch Serien. Also ich habe zum Beispiel
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Queenscare Bitcoins großartig gefunden. Ich schaue dir auch alle sehr gerne auf Englisch. Äh ich finde das super, wenn man das im Original sehen kann. Tue mir in der Zwischenzeit schon fast ein bisschen schwer mit synchronisierten Filmen und Serien, weil
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Ja, erstens das und zweitens kriegt man ja nie den ganzen Schauspieler oder die ganzen Schauspielerin, sondern eigentlich immer nur
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jemanden, der jemand anderen das spricht. Rauslegt, dass man denkst. Ja und das ist ja auch schwierig, eine äh eine Sprache über eine andere zu legen und die Gags funktionieren zum Teil nicht und so. Ähm, was liegt denn dann gerade am Nachtkasten? Was liest denn gera.
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Im Moment böses Blut von Robert Gaul Brave. Mhm. Und das ist irrsinnig dick.
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Seit über tausend Zeiten, aber ich nähere mich jetzt seit der achthundert. Also ich bin bald durch. Schmarkt, also eigentlich ja äh Rolling, oder? Ja, ja, genau. Ja, genau. Genau.
20:48
Unter der Stapel, der dann wartet, ist auch schon wieder sehr hoch. Mhm.
20:52
Was sie jetzt tun könnte, ist österreichische Autorinnen empfehlen, die ganz großartig schreiben, von denen ich tatsächlich alles kaufe,
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Das eine ist die Marake Fallwickel, die kommt aus gegen Fuschelsee, hat bisher zwei Bücher veröffentlicht.
21:07
Das erste heißt äh dunkelgrün fast schwarz und das zweite heißt das Licht ist hier viel heller.
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Die andere ist, die hat jetzt gerade auch ihren Debüt-Roman veröffentlicht, der heißt Ameisenmonarchie. Und sie heißt Robina Pleschko. Auch. Und ich großartig. Und ich habe das Buch so fantastisch gefunden.
21:27
Schreib weiter, jetzt habe ich gleich am Blog, ich habe das Gefühl.
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Krieg gelesen und sofort empfohlen. Ja, ja, dreh du auch, gell? Super gefallen. Das war echt. Also Ameisen war noch hier, ist grandios. Nochmal zu den Filmen zurück, die Lieblingsfilm.
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Lieblingsfilm
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Darf ich mal einspringen, wenn ich mal irgendwas gelesen, du bist so ein Herr der Ringefans so wie ich? Ja. Ja, ja, ja. Ja. Also ich mochte auch die Verfilmung wirklich gerne. Ja, ich war jetzt sogar in Neuseeland an total vielen Originaldreh. Oh, ich habe das alles eigentlich bei ne
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Herderinge Reise gemacht. Ja. Toll. Wirklich toll. Also das ist so schön. Lieblingsfigur da drin? Ähm ich glaube Gandal
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Aber Lieblingsfilm tue ich mir jetzt tatsächlich schwer. Ja. Äh auf jeden Fall bist du ein Tuskana, findest, hast du schon Weltakquila spielend auch dort. Ja. Ja. Und wo fährst du denn da immer wieder hin? Ist echt jener oder? Also es ist auch Siena, aber ich war vor zwei Jahren war ich in Florenz. Eben letztes Jahr Venedig war jetzt nicht
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es muss nicht Toskana sein, ich liebe zum Beispiel Apulien sehr. Mhm. Also diese und und da besonders den Gargerner, das ist dieser Sporn vom Stiefel.
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Und da besonders Vieste und Peskici. Und da war ich also wirklich jetzt schon mindestens
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acht neun Mal in der Zwischenzeit gibt's ein hartes Kopfankopfrennen, aber auch mit Sardinien. Mhm. Wo die Strände und das Meer und A
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da brauche ich dann keine Karibik in Wahrheit, weil dort ist es das Wasser genauso klar und man schwimmt neben den Schildkröten und das ist ein Traum. Ah ja.
22:48
Der Motorradreise dorthin gemacht, wochenlang. Und dann verdienen. Kosiker war ich noch nie mega schön. Auch schön, gell?
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Okay, ich bin erstmal hinweg. Ich bin überzeugt. Über Diebstahl komme ich aber absolut auf den ersten Erotikbücher ziehen ja auch immer noch. Würdest du sowas wie fifty Shades of Grey als Thriller mal andenken oder ist sowas überhaupt kein Thema.
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Nein. Nein, also ich finde, dass ich das ist
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sowas gut zu schreiben, finde ich extrem schwierig. Also allein schon sechs Szenen in den Büchern zu schreiben, das ist unglaublich schwierig, weil man mit jedem falschen Wort
23:20
kann das Ganze einfach blöd und lächerlich werden und an denen feilt man also bis zum Umfallen oder zumindest das äh ein ganzes Buch würde mich zur Verzweiflung bringen.
23:30
Ich kann dir auch schlecht lesen, weil sie eben meistens ein bisschen peinlich geschrieben sind. Mhm.
23:34
Also bald irgendwie explizit wird und dann lustige Begriffe für gewisse Körperteile gesucht werden müssen, ja? Ist die erotische. Also wird's ein Witz nicht
23:43
Nein, es wird doch keiner, diese diese Bonbongroser ähm Liebesromane, Frauenromane wird's von mir wahrscheinlich auch nicht befürchten, nein.
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Glücklich macht dich.
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Gott glücklich macht mich. Es gibt irrsinnig viel, was mich glücklich macht, äh weil Glück ja meistens wirklich so eine Momentaufnahme ist, aber glücklich macht mich ein
24:04
Schöner Abend mit Freunden und einem guten Glas Wein. Glücklich macht mich. Ein toller, sonniger Tag am Meer oder in den Bergen oder an einem See. Im Moment macht mich schon sorgenfrei sein ziemlich glücklich
24:16
Im Moment ist schon die Abwesenheit von Unglück im akuten fast ein Grund glücklich zu sein. Die letzte Frage noch.
24:24
Wenn Carona dann hoffentlich bald mal im Griff sein wird, was ist das Erste, was du tust, wenn's wieder geht. Wenn alles wieder geht.
24:32
Rein voll schwer, also was ich tun werde. Ich werde irgendwie schauen, dass ich nach London komme.
24:36
Ich werde mich in irgendeinem österreichischen Wellnesshotel einquartieren für drei, vier Tage. Ähm
24:44
und ich werd's, aber wahrscheinlich wird das schon vorher sein, bevor wirklich alles erledigt ist, sobald die Gastronomie aufsperrt, wieder irgendwo in der Sonne draußen sitzen, mit Freunden und mit Freundinnen und Kaffee trinken und.
24:57
Das extrem genießen.
24:59
Ich habe das jetzt sehr genossen. Dankeschön. Ja, ich auch. Danke dir. Bücher sind wie Kekse. Der Live-Radio-Bücherpodcast mit Dagmar Hacker. Bestsellerautorin Ursula Putznansky war, dass ihm diesem.
25:12
Ihr neuer Warnitas drei erscheint im Knauer Verlag.
25:16
Und wenn du Feedback hast zu Themen oder Fragen zum Podcast, dann schreib mir doch einfach unter Podcast at Life Radio AT oder nimm uns eine Sprachnachricht auf.
25:25
Bis zum nächsten Podcast, eure Dagmar.