Das Filmmagazin

Wir lieben Filme. Wir lieben aber nicht nur die Geschichten, die uns durch sie erzählt werden. Sondern auch die Geschichten hinter den Filmen. Wie entstehen Filme? Welchen Einfluss haben sie auf uns und auf die Gesellschaft? Wir, Martin und Lucas, erzählen Euch in jeder Folge zwei Geschichten über Filme.

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episode 116: Ein Film, zwei Schauspieler außer Kontrolle und ein gefeuerter Regisseur im Dschungel


Herr Brando möchte weißes Make-Up! Herr Brando möchte Pfauenfedern für sein Kostüm! Äh ... und Herr Brando hätte jetzt gerne auch einen anderen Darsteller an seiner Seite! Die Literaturverfilmung Die Insel des Dr. Moreau nach einem Roman von H.G. Wells hatte es von Anfang an nicht leicht. Schon zu Beginn haderte das Filmstudio New Line Cinema mit seinem Regisseur Richard Stanley. Zu jung, zu unerfahren und einfach ein bisschen zu verrückt schien der durch B-Movies, wie M.A.R.K. 13 - Hardware, bekannt gewordene Filmemacher. Nachdem eine Naturkatastrophe den Dreh in Australien für mehrere Wochen unterbrach, feuerten man Stanley schließlich und holte sich einen Ersatz-Regisseur mit längerer Filmografie. Doch damit begannen die Probleme des Films erst so richtig. Marlon Brando, der den titelgebenden Moreau verkörperte, war schon seit Langem alles scheißegal. Er lernte seine Zeilen nicht, verhielt sich während der Produktion destruktiv und forderte ständig die abstrusesten Änderungen am Drehbuch. Dass der Pate-Darsteller dann auch noch mit Val Kilmer zusammenspielen musste, der sich nach Top Gun und Batman erfolgstrunken von niemanden etwas vorschreiben ließ, machte das Chaos komplett. In dieser Folge erzählt Martin die Geschichte eines völlig katastrophalen Drehs, die unterhaltsamer ist, als der fertige Film. Wir erfahren, wie Die Insel des Dr. Moreau eigentlich hätte aussehen können und wie das Übel seinen Lauf nahm. Ach und wo war eigentlich der gefeuerte Richard Stanley die ganze Zeit?


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 2021-03-28  49m