Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1250: Schimmer und Glanz [transcript]


Manchmal, da denke ich über Wörter nach. Wörter, die häufig benutzt werden, vielleicht sogar achtlos behandelt werden. Und dann frage ich mich, ob man diesen „generischen Wörtern“ neuen Zauber verleihen kann. „Schimmer“ ist beispielsweise so ein Wort, „Glanz“ auch.

Habt ihr – liebe Zuhörer und Zuhörerinnen – euch schon einmal Gedanken über „Schimmer und Glanz“ gemacht? Ich übernehme das jetzt einmal für euch – und dabei bin ich nicht alleine. Doch dazu gleich mehr.

Also, das Wörterbuch sagt: Schimmer ist zum einen ein mattes Leuchten, ein gedämpfter Glanz und zum anderen eine nur leise Andeutung, eine Spur von etwas“. Zum Beispiel der durchschimmernde Hauch eines Lächelns.

Glanz steht für ein Licht, das besonders Körper mit glatter, spiegelnder Oberfläche reflektiert. Den hellen, strahlenden Glanz kennen wir bestimmt alle. Gleichzeitig steht Glanz auch für einen Bewunderung.

Heute trage ich ein sehr, sehr großes Lächeln im Gesicht, eins das viel mehr glänzt als nur leicht schimmert. Denn ich bin im Museum Marta in Herford. Diejenigen unter euch, die mich ein bisschen besser kennen, ahnen, dass sich mit dieser Episode ein lang gehegter Traum erfüllt.

Mir gegenüber sitzen – Ladies first – die wunderbar vielschichtige Berliner Künstlerin Brigitte Waldach und der aufgeschlossene und chancenschenkende Museumsdirektor Roland Nachtigäller. Ich vermute, neben der Liebe zur Kunst eint uns auch die Freude am Wort, doch hören wir selbst.


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 2021-04-01  1h38m
 
 
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Music.
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Anfang des Jahres habe ich meine Hörer gebeten, Wünsche für künftige Gesprächspartner zu äußern.
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Ich habe versprochen, zu versuchen, diese Wünsche in zweitausendeinundzwanzig zu erfüllen.
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Ganz glücklich, schätze ich mich, dass ich auf Menschen stoße, die mir helfen, diese Versprechen wahr werden zu lassen. Diese Folge möchte ich daher einem besonders treuen und lieb gewonnenen Hörerpaar aus Düsseldorf widmen.
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Der Titel lautet Dislik.
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Warum das Like? Steht ein Dislike nicht im Gegensatz zu Wunscherfüllen, warten wir es ab.
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Vielleicht finden wir ja Antwort in Hattingen, denn hier beginnt meine Hörerwunschtour.
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Hattingen liegt im südlichen Teil des Ruhrgebiets. Und hier treffe ich mich mit dem Vielfach ausgezeichneten Bildhauer Stefan Marienfeld in seinem lichtdurchfluteten Atelier,
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Seine Kunst ist im wahrsten Sinne des Wortes Fessel.
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Scheinbar schwerelos, also mit einer gewissen Leichtigkeit, schweben Würfel und Kugeln geheimnisvoll an Häuserwänden und Bäumen.
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Und warum? Sie wurden gefesselt, fest vertreut und gut festgeschnürt.
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Mit diesen Skulpturen hat Stefan Marienfeld auch die Besucher des Palazzomoore der Biennale zwanzig neunzehn verzaubert. Doch hören wir selbst, was Stefan zu erzählen hat.
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Lieber Stefan, ich reiche dir jetzt mal ein Tau und du stellst dich vor. Erstmal hallo Claudia.
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Dankeschön für die lieben Worte. Ähm Stefan Marienfeld, Jahrgang sechsundsechzig, Hattinger.
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Immer noch. Mich würde ja interessieren, wie du zur Kunst gekommen bist. Das hat dich geprägt. Schon als kleiner Junge
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Also ich glaube diesen Moment kann man tatsächlich gar nicht richtig festhalten. Ich denke ähm geprägt hat tatsächlich die Erfahrung mit meinem Vater irgendwie er selber Steinbeltower war und auch äh ein künstlerisch bewandert
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somit irgendwie auch mir nicht an die Hand gelagt und liegt äh sondern mich schon so in dieses Steinbildhauer Wesen brachte, wo ich dann halt auch äh meine Lehre machte in Wuppertal.
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Und da dann halt mit sehr vielen interessanten Leuten zusammengekommen bin, ähm dann,
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kam das, ich weiß nicht, ob der, ob es da irgendwie ein Funke war oder ob es da einfach die, ich kann's nicht beschreiben, also ich glaube, man kann's auch nicht festhalten, dass man sagt, an dem Moment war ich dann auf einmal.
02:49
Künstler oder wollte mich der Kunst verschreiben. Das ist glaube ich auch eher so ein schleichender Moment, der vielleicht in einem drinsitzt. Ich war will's gar nicht festlegen. Zumindest kam ich damit Menschen zusammen wie ähm Frank Breitenbruch.
03:03
Der damals gut befreundet war mit Arje Penk und so machte das so nach und nach eben seine Kreise. Ja und bis heute.
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Bräuchte ich nicht einen Tag, also dann mich der Kunst tatsächlich verschrieben zu haben, wenn man das so sagen möchte. Ist es so? Ja.
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Ich würde sagen, vielleicht verhauen zu. Ja, verhauen wäre ja dann. Stimmt. Wie negativ. Aber weißt du was? Eben im Vorgespräch hast du erzählt hier in Hattingen
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Grenze zwischen Bergischen und
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Ruhrgebiet. Hier gibt es viele Fossilien. Vielleicht ist ja da schon deine Stunde null zu sehen, dass dass du früher viel Fossilien gesucht hast, dass dich damals schon Steiner fasziniert haben
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oder über interpretiere ich gerade ein bisschen. Ja, vielleicht
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bisschen, aber das passiert mir schon mal. Na, ich meine, Stein ist ein schönes Material, mit dem man gut arbeiten kann und wenn man in die Kunstgeschichte zurückschaut, in die Jahrtausende ist Stein immer
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immer wieder das Material gewesen, wo man äh sich verewigt hat. Aber getrieben von dem Stein, ich habe ja eine Zeit lang, als ich dann halt nach meiner Lehre, nach Zivildienst beim
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Tony Tony Crack im Studio anfing. Nur zeitweise Stein tatsächlich bearbeitet. Das kam mir dann anschließend eben natürlich mit ganz anderen Materialien in Verbindung kam und da war der Stein eigentlich für mich dann auch eher zweit.
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Rangig, weil es einfach eben auch als Bildhauer ist man ja gewillt auch schnell zu arbeiten
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Ich will's nicht sagen, also Malerei geht schneller manchmal, manchmal und da lässt ein Stein natürlich irgendwie nicht die Möglichkeit schnell zu arbeiten. Das ist eben, da muss man eben mit Überzeichnungen über Modelle dann halt,
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erst dahin kommen, wo der Gedanke einen hintreibt. Und so hatte ich dann halt damals die Möglichkeit mit anderen Materialien viel schneller zu arbeiten und habe dann halt den Stein so mehr oder weniger zur Seite gelegt.
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Und ähm was ich bis nicht bereut hab.
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Sollte nicht, weil ich eben jetzt irgendwie auch andere Sachen mache, auch Steinzwarbearbeit, aber letzten Endes irgendwie so komme ich natürlich mit größeren Schritten.
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Weiter. Das finde ich auch ein ganz spannendes Thema. Du sprachst ja eben an, du hast in Wuppertal deine Ausbildung gemacht, du hast schon einen Namen fallen lassen, der sicherlich sehr, sehr vielen Menschen ein Begriff ist. Tony Craig.
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Magst du mir von ihm erzählen und vielleicht.
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Menschen, die ihn nicht kennen, keine Verbindung zu ihm haben, erklären wir Tony Craig ist.
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Tony Crack. Ich habe ihn kennengelernt, da war er gerade vierzig, einundvierzig, sehr geil, sehr fantasievoll, extrem charmant.
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Liebenswürdig und.
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Sehr geschäftig. So, also es ist ein Typ, ein Typ Mensch, den ich so vorher nie kennengelernt habe. Das mag irgendwie daran liegen, so dass dass er Engländer ist vielleicht, aber es mag auch daran liegen, dass er vor Energie tatsächlich.
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Protzt, das ist wirklich ein Energiebündel und ich gab es bis heute noch so. Und mit einer mit einer Formsprache, also ich bin jedes Mal fasziniert, wenn ich
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Katalog von ihm in der Hand halt und das sind ja Bibeln
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welcher Formsprache er arbeitet, wie vielseitig er ist von den Arbeiten, den Plastikarbeiten aus den Siebzigern, Achtzigerjahren bis heute mit den Edelstahlarbeiten. Es ist so ein älterer
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ich kenne keinen anderen, der so so vielseitig ist. Und trotzdem findet man immer wieder diesen roten Faden, dass mir dann eben auch wahrscheinlich dann auch
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aufgegangen ist eben so, dass das eben das Wichtigste ist, dass man halt nicht nur.
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Gute Formen findet, sondern auch einen Faden hat, an dem man sieht, was ich mein roter Faden heißt, ebenso, dass man halt abweicht, natürlich manchmal von dem Weg, aber auf der anderen Seite immer straighter Head, das macht eben so,
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wo man sich immer wieder erkennen kann. Und das ist schon wichtig gewesen, finde ich. Was hast du für ihn gemacht? Ähm wir haben angefangen damals, ich hatte meine Zivildienstzeit.
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Das war neunundachtzig. Genau schon etwas her. Und er hatte ähm.
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Gerade seine Professur an der Kunstakademie bekommen. Das ging scheinbar mit einher, mit einer Ausstellung in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen.
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Ein Freund von mir, der Eckart, der hat mich angefragt irgendwie, ob ich Zeit hätte und also sind wir da angefangen, haben Steine.
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Bearbeitet. Und zwar Kugeln, achtzig Zentimeter groß. Die Arbeit hieß damals Sepentine. Es waren vier Kugeln, die übereinander lagen
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Das war das erste und die erste Job und die erste richtig große Aufregung, weil es einfach es ist, war für mich eine ganz andere Welt. Ich bin hier auf dem Land groß geworden
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man genug rausguckst, siehst du's ja und auf einmal steht man in Düsseldorf wenigstens unter Leuten wie Ulrich Krempel, der ja damals das Museum leiten durfte, der dann nachher nach Hannover ins Springenmuseum gegangen ist
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und andere Leute ihm sie dir dann halt Filme über den Toni gemacht haben. Das war für mich schon sehr aufregend. Also das, ich fand ich äh
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sehr spannend. Das waren so die ersten Züge eben so mit ihm zusammen und da habe ich ihn kennengelernt. Also ich hatte die gedacht, ihm so, er sitzt wahrscheinlich so als Künstler auf der Wiese
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und lässt sich seiner Fantasie hin, aber es war ganz anders, also es war eigentlich eher so, Jungs, so, dass er jetzt so bussy war und bis heute eben noch.
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Es war spannend, also es war eben was ganz Neues für mich. Das hat mich auch sehr geprägt bis heute sehr geprägt. In welchen Bereichen? In meiner Formsprache, also Ausdruck zu finden. Also das ist ja so.
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Ich liebe ja die Dreidimensionalität. Drum war es immer von Tony.
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Was er immer so gepredigt hat, war eben so das Volumen da sein muss,
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dass es das eben so, was ich natürlich darstellen möchte. Ich möchte Volumen zeigen, nicht kleinklein, aber es ist eben so, dass dass man die, die Kraft in der Arbeit spürt,
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Es gab so ein paar Sachen ebenso, die ich mir merken konnte oder gemerkt habe, das ist eben so eine Bildhauerei, ist von allen Seiten schön, auch von unten, wo sie steht und das Bildhauerei auch gänzelnd, ne, auch Leichtigkeit hat, wie du gerade sagtest in der anderen Moderation
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Ich finde es schön, ebenso wenn man einen schweren Körper seiner Leichtigkeit oder seinen Schwere entnimmt oder entzieht und so ein so eine Leichtigkeit dem gibt,
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Das macht schon Spaß. Wie lange habt ihr zusammengearbeitet? Zehn Jahre. Seine Werke.
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Auf mich wirken sie so als würde ein Wirbelsturm kommen und einen Moment einfrieren. Mhm.
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Und das finde ich schon sehr faszinierend.
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Deine Werke, die wirken auf mich so sehr organisch, sie wirken auf mich, als würden sie mir Geborgenheit schenken, als würden sie mich einhüllen, als würde ich mich ummantelt fühlen.
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Ich glaube, wenn man.
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Auf die Dislikes schaut, damit kommen wir hier auch zum Titel des Podcasts. Die Dislikes bieten zusätzlich noch sowas gehaltenes. Möglicherweise kommt das durch die Schnüre.
10:10
Hab den Eindruck, als würde ich.
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An einem festen Moment gehalten werden, könnte aber durchaus eine Frechheit, wo ich rutschen, ist das ähm von mir.
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In Anführungszeichen richtig betrachtet, was steckt hinter den Dislys? Ja das Distags bedeutet ja, es ist ja hart und so eine Jugendsprache aus dem Facebook und das bedeutet ja nichts mögen und eigentlich ging's darum, es war damals eine Ausstellung in Frankfurt.
10:37
Da ging es halt um Kunst und Natur und ich sah dann die Bäume und hab ja vorher schon mit Bonic gearbeitet, sprich halt immer so mit den Seilen gearbeitet, was ja auch ein großer Teil eben zu meiner meines Schaffens.
10:50
Ist oder irgendwie Materialität irgendwie mit dem Seil.
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Und somit habe ich dann gedacht, Jungs, ich nehme einen Baum und fessel da dran einen Luftballon
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So sieht es hier auch aus und der möchte natürlich das gar nicht, weil das ist ja wie beim in dem Cowboy und Indianerspielen, der möchte eigentlich weg davon. Der der hat ja mit der Natur so gar nichts
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und möchte auch gar nicht dadran gefesselt werden. Deswegen kam diese Begrifflichkeit Dislike, dieser Name dazu und die Arbeit, die dann dabei entstand.
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Ist das Like, wenn man jetzt mal auf Social Media geht, das Like.
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Gegenteil von Like, Like ist ja, ich möchte etwas teilen. Ein Dislike.
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Mein Verständnis möchte ich das auch teilen, weil ich sie wirklich lieb gewonnen habe und ich sprache eben, dass lieb gewonnene Hörerpaar an
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über sie bin ich auf die Dislikes aufmerksam geworden. Sie haben die Dislikes
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in Venedig entdeckt? Ja, okay. Ja. Im Palazzo, ich hoffe, ich sage das jetzt richtig. Mora. Da hingen sie in den Bäumen.
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Wie war das für dich, als du auf einmal den Anruf bekamst? Du kannst mit den Dislikes an der Biennale teilnehmen, wie, wie kommt man überhaupt.
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Wie kommt man dazu? Sich dazu bewerben? Nein, wegen wie kommt, wie kommt die Zusammenarbeit zustande? Es kommt über äh die Galerien zustande. Die werden angeschrieben, also scheinbar ist das so, dass die jetzt.
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Spreche ich's wahrscheinlich falsch aus oder ich weiß, ist das die ECC, glaube ich.
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Galerien sucht oder Künstler sucht und Galerien dann anschreibt, dass man sich da bewerben kann. So. Sie sagen auch schon ebenso wen sie haben möchten bei dieser Birnan und dann ist es so, dass ich dann halt über meine Galerie.
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Eine Bewerbung geschrieben haben und dann kam der Anruf, ich glaube, das war ein Monat später. Sie würden das gerne machen. Dann kam ein Katalog.
12:45
Wo man dann halt dran teilnimmt und ich hatte dann wirklich, das war ein Gänsehautmoment, wo ich dachte, boah, das ist wirklich ein Ritterschlag
12:53
den man auch gerne mitnimmt natürlich aber auch dann irgendwo hinzufahren, das aufzubauen, die Leute kennenzulernen, den Chef kennenzulernen und Künstler, das ist ja immer sehr schön, wenn man da mit anderen Künstlern zusammenkommt, weil das sind einfach
13:07
andere Synapsen spielen da, ne? Also man hat irgendwie das ähm
13:10
Das ist ein anderes Flair, wenn man mal auf der Biennale war. Ich er hatte damals ähm einmal das Vergnügen mit Toni was da auszustellen, sprich halt irgendwie was aufzubauen, ja. Das war damals im Jugoslawisch und dann hieß er noch Jugoslawischen Pavillon
13:23
Terrasnovadis die Arbeiten, das fand ich schon sehr spannend. Dann kommen da Joko auf einmal. Hi,
13:31
Und das das ist eben ganz was anderes, sind Leute irgendwo, die mit denen man natürlich auch so hier auch in Düsseldorf oder hier in im Ruhrgebiet erstmal nichts zu tun hat. Und es ist eben ein anderes Flair,
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gut, was natürlich auch Venedig dann naja gibt. Also bis heute Gänsehaut. Und wie, wie lange ist der Aufbau? Du bekommst ja einen Anruf.
13:50
Und dann geht es an die Produktion wie habe ich mir das vorzustellen? Es gab die Arbeiten schon. Mhm.
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Kam der Anruf, dann wurde alles abgewickelt, es mussten Fotos hin und her geschickt werden für den dicken Katalog, den es dann gab, dann kamen die Versicherungswerte, was man alles so kennt, ebenso wie man's ins Aushandeln ging,
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dann durfte es auch nicht zu groß oder zu klein sein, weil es ist natürlich nach Venedig was zu schicken, ist gar nicht so einfach. Äh Spezial beauftragt und, und, und, dann hingefahren
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Die Leute getroffen dann halt an einem langen Vormittag, die Arbeiten aufgebaut und das ist alles in allem, wenn man so
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weiß eben zu dieser Ausstellung funktionieren, ist das sehr spannend. Italien funktioniert dann noch ein bisschen anders. Das ist eben so, dass man halt irgendwie manchmal doch ein bisschen länger wartet auf einen Hammer als sonst. Aber im Großen und Ganzen ist das ja ein Team. Die machen das ja seit Jahr Jahrzehnten. Die Biennale aufbauen. Und das war schon
14:40
Ja, es war aufregend. Wie viele hattest du ausgestellt? Ich hatte zwei Arbeiten ausgestellt und ich hatte eine an einem äh an einer Palme
14:46
da gibt's da halt auch ein Foto von einer anderen Palme auf auf Mallorca und die haben sie dann halt verwendet für die Arbeit, also für den Katalog und direkt an der Fassade.
14:56
Diese des Likes waren mit einem sagst du Tau? Ja, Tau.
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Oder Tauthaus, aber besser, wahrscheinlich, weil's auch dicker ist, das ist richtig, ne? Also du darfst die Dislikes sind mit einem Tau jeweils an der Palme und.
15:11
An der Hauswand befestigt.
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Hab aber auch Werke von dir im Kopf. Da wirkt es als hättest du nicht mit einem Tau
15:23
den Luftballon. Mhm. Befestigt, sondern es scheint, als würdest du ein eine Skulptur nehmen und die von allen Seiten fest
15:32
treuen fest verzurren, als würdest du einen Kern festhalten wollen. Wie heißen diese Serien? Das sind die Bondage,
15:38
Das sind die, mit denen du deinen Durchbruch gefeiert hast oder? Ja, das ist so. Genau. Ähm sind ja auch schon.
15:44
Ich glaube seit zwanzig Jahren sind wir erst große, die ich gemacht habe. Das war eigentlich ging es um deformieren, verformen und man sieht natürlich die Grundform ist ein Ball.
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Und der wird gezwängt dazu, mit einem Seil, seine Form.
16:01
Nicht mehr einzunehmen oder besser als und das Volumen geht auf einmal verloren. Und man sieht dann halt nur ebenso wo die Masse rechts links oben und unten rausquellt zwischen den Seilen
16:10
Wie gehst du vor? Nimmst du tatsächlich einen Ball und umwickelst ihn und schaust, wie er sich verhält oder,
16:16
Ist das alles Teil deiner Fantasie oder wie kann ich mir vorstellen, wie so der erste Schritt einer deiner Arbeiten aussieht
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mir ist ja schon ins Eingemachte jetzt, ne? Nein, nein. Nee, es ist, es ist tatsächlich so, dass ich dachte, ich probier's mal. Nee, äh die ersten Arbeiten.
16:33
Habe ich tatsächlich geshapet, nennt man das. Also, dass dass man von einer Grundform einen Ball aus Styropor.
16:41
Die Linien aufzieht und dann halt die Linie mit einem Messer tief schneidet, sodass dann halt die.
16:47
Furchten entstehen und das Volumen wird dann anschließend mit Kunststoff aufgetragen. Also es ist schon so, das ist in in meiner Fantasie
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Es gibt auch Skizzen dazu und dann fange ich halt an in so diese Form in einer Kugel einzuarbeiten. Styropor stelle ich mir sehr schwierig vor. Ich kenne es jetzt nur von Paketen. Mhm. Die natürlich sehr selten zu uns kommen.
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Es ist ja so bröselig. Ne, es ist sehr feste,
17:11
Das sind Kugeln, die aneinander geklebt sind und man schneidet die, man kann sie schleifen. Man findet da eigentlich relativ schnell auch eine Form
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Ich habe gestaunt, ich war im Sommer in Berlin, im Hamburger Bahnhof und habe mir genau Katharina Große. Genau. Ich habe das Modell vorher gesehen in der Fabrik, die sie es hergestellt haben.
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Ist es.
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Ich habe wirklich äh wirklich gestaunt, weil ich dachte, wie kann man denn Styropor so akkurat und so feinlinisch bearbeiten.
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Ohne dass diese kleinen Kügelchen raus. Ja, das ist so, es ist, man muss sich so vorstellen, da sind kleine Kügelchen, die zusammengebunden werden. Ich weiß nicht, ob sie geklebt werden, aber sind zusammengebunden zu einem für den Katharina hat man.
17:52
Einen Fräser genommen, der das abgefräst hat und zum kleineren Arbeiten wurden dann halt mit einem heißen Draht nennt man das rausgeschnitten
18:00
sodass dann halt, dass es ja ein Kunststoff und der schmilzt dann
18:03
Und so kriegt man halt diese ganz feinen Formen, diese ganz feinen Übergänge. Ah, okay, guck mal, wenn ich Leinen habe. Nö, ja, aber ich ich habe mich auch gefragt, weil ich hatte das Modell gesehen
18:15
hatte dann halt gedacht, puh, das ist aber sehr groß, dann haben sie noch gar nicht angefangen und äh als ich's dann gesehen habe, habe ich gedacht, das ist schon wirklich,
18:23
bombastisch. Also so kriegt man große Formen hin, anderes Material gäbe es wahrscheinlich nicht um sowas Großes herzustellen
18:29
Wenn wir zurückkommen zu deinen Bondage-Skulpturen, aus welchem Material sind sie?
18:35
Offensichtlich nicht styropor. Also ich verwende viel Kunststoffe. Früher habe ich viel Kunststoffe, weil es eben.
18:43
Günstigern zu verarbeiten war. Ich konnte es halt auch selber machen. In den Jahren bin ich dann halt hergegangen, es macht viel in Bronze oder Aluminium, dass das Gießen. Es gibt hier eine wunderbare Gießerei in in Düsseldorf,
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die werden dann halt in dem Fall entweder mit einer Patina überzogen, das schwarz oder in anderen Fällen dann halt lackiert.
19:05
Die schwarzen, sie wirken ein wenig stumpf, so vom Lichteinfall. Parallel steht eine Skulptur, ich glaube, das ist blau ab. Richtig. Bondage in sehr lang gezogen.
19:17
Wenn man mich jetzt sehen könnte, würde man lachen, weil ich sehr viel mit den Händen arbeite, was natürlich ein Podcast ein wenig überflüssig ist und die ähm Bondage-Skulptur, die wir sehen, ist aus Bronze,
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Ich hab das Gefühl, dass du danach mit einem Mehrwert spielst, nämlich mit der Reflexion und mit dem Lichteinfall.
19:37
Ja, ich ich habe angefangen mit den Cans, also wenn ich den, muss ich mal eben umschweifen, mit der Oberfläche ist es tatsächlich so, dass die Cans mich dahin geführt haben, weil äh da sich die Oberfläche, dadurch, dass sie halt hochglanzpoliert und.
19:52
Verbeult werden, die Oberflächen gänzlich.
19:55
Verzehrt. Mhm. So, auch das Umfeld verzehrt. Und mit dem bin ich dann irgendwann dann dazu gekommen, auch die Bronzen zu polieren
20:03
Was sie ihr im ersten Moment so ein bisschen sehr hochwertig scheinen lassen, aber ich find's
20:09
viel interessanter zu sehen, was da drinnen passiert, weil letzten Endes ist ja immer der Betrachter dann auf einmal im Mittelpunkt der Arbeit. Und das ist eigentlich sehr schön, das erinnert mich so ein bisschen an den Rabbit von Jeff Cooms. Es gibt Aufnahmen, wo man noch nicht mal einen Fotografen sieht, ist natürlich nachbearbeitet, aber die Idee natürlich
20:25
dass sich in so einem kleinen Hasen.
20:29
Ganze Umfeld bricht, das ist ja wie so ein Kosmos, der auf einmal da drin entsteht, fand ich sehr spannend, dann habe ich dann halt angefangen mit den Oberflächen zu arbeiten und es gibt hier vorne siehst du diesen.
20:40
Tropfenähnliche, das ist ein Zerrbild, eben auch eine Hochglanzpolierte Bronze, was mir Spaß macht insofern ist fast wie eine Malerei funktioniert. Es ist das Objekt ist da.
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Das ist unwiderleglich, wie hängt das an der Wand, aber mit dem Objekt, ebenso ist das ganze Umfeld halt eingezogen und reflektiert das. Und das finde ich schon sehr spannend.
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Darf ich einmal auf die Form von Blowup eingehen.
21:07
Möglicherweise bei dem Namen, aber auch bei der Form und auch bei der Verwendung der Schnüre kommt dem ein oder anderen ein Gedanke, der einen vielleicht.
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Schmunzeln lässt. Der äh vielleicht erotisches, rein interpretiert, vielleicht soll das auch reininterpretiert werden.
21:29
Ich find's immer spannend, also es wäre eine Frage an dich vielleicht, irgend sowas siehst du? Nein, nein, nein, nein, ich bin die Interviewerin. Ja, aber es ist tatsächlich so, dass es äh nach Freude ist ja alles das, was höher ist, als breit ebenso wir dann halt äh.
21:44
Menschlich interpretieren
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und ähm na ja, vielleicht in zehn Jahren Interpretiert man das, was breiter ist als so. Ja, okay. Und in Amerika ist es wahrscheinlich anders. An Brasilien halt, ne? Musst du noch einen weißen Tennissocken rein?
22:02
Also äh dieser erotische Teil, ich meine klar, diese Assoziation eben so von Bondage ähm zur Erotik ist ja nicht weit.
22:12
Ist es eben eigentlich eher nur ein Wortspiel, weil Bonnisch heißt ja Knechtschaft, sich unterwerfen. Jetzt wird's natürlich irgendwie Bonic irgendwie als als sexuell oder ein Sexspiel, als das Wort genommen, also ich nehm's ja halt eben nur als Metapher.
22:26
Und bei den Blowups
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Es ist, ich find's immer wieder spannend, weil ich sehe keinen, also ich sehe natürlich anschließend, wenn man mich darauf hinweist, sehe ich auf einmal, oh ja, es könnte das ein oder andere
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anrüchige oder zumindest auch menschliche da drin sein, aber es ist nie die äh Intention, ebenso, wenn ich anfange, Bildhauerei
22:45
zu denken, sprich halt eben so dann auch meine Modelle zu machen, dass ich tatsächlich einen Menschen da rein interpretiere. Das kommt tatsächlich mit,
22:54
den Gedanken des Betrachters. Ich stehe meistens da und denke so, oh ja, stimmt, das könnte durchaus sein, aber es ist nie so, dass ich denke, jetzt machst du aber mal einen Menschen, der aussieht, als würde der im Luftballon eingespannt. Also das ist.
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Nicht meine Intention. Du hast gerade was Spannendes gesagt und zwar Knechtschaft.
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Irgendwie auch macht. Wer hat denn die Macht das Material,
23:20
oder das Seil, das Material, was sich aus dem Seil rauswinden möchte oder das Seil, was das Material festhält. Ja, das ist äh wenn man sich mit Material, also Materie, also Materialität ebenso
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fast kommt man schnell an den den Punkt, wird dann sehr philosophisch. Da ist der Stein.
23:40
Der das nicht macht mit sich, also oder das Material, die die Hochglanz polierte Edelstahl Cobus, indem man einzwingt. Das macht das Material nicht.
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Und dann fängt es an, was ist denn da, dass er es zuerst gewesen oder das Ruhen halt, ne? Wenn man's so sehen möchte, nee, das ist eben das Spiel, was ich dabei spielen möchte, dass man eigentlich immer das Gefühl hat, eben so der,
24:03
ich spiele Bertin schon auf die Schliche kommen, irgendwo, warum das so ist und warum da auf einmal Beton aussieht, als hätte man den gezwungen, dazu sich.
24:12
In sich selbst zu ziehen. Das ist eben das Spannende. Ich finde eigentlich, dass das macht eigentlich dann auch die Arbeit aus, wenn der Betrachter auf einmal tatsächlich so ein bisschen irritierter vorsteht und.
24:23
Tritt zum Beispiel vor so einem Kuhbus, der aus Stein ist, weil er dachte, och, das sieht ja aus wie ein wie ein Schwamm.
24:29
Tritt davor und merkt, oh, das ist aber ein hartes Material. Also es ist schon so ein bisschen so ein Spielerei dabei. Es ist auch bei der neuen Werken. Ich glaube, sie heißen Hitton.
24:40
Sind das die neuesten Werke? Nee, es ist eigentlich auch schon vor zwanzig Jahren angefangen mithin.
24:49
Über Unbekannte bin ich jetzt dabei ähm.
24:53
Neue Arbeiten zu machen, die stehen einfach vorne auf einem äh Sockel. Ja, das ist eigentlich eher die Hedengeschichten, hat eher was mit verstecken zu tun, eben
25:03
hinten hat auch eine Deformation, das sind verschiedene Grundformen, die man kennt, Kreise ähm,
25:12
Cans, also Zylinder oder oder auch Vierecke, Rechtecke, die dann halt so eine Morphose-Form einnehmen,
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und wir fangen dann wieder an irgendwas Fremdes da rein zu interpretieren. Das eine sieht aus wie ein Kopf, habe ich gehört. Es ist ein Helm, der da drunter ist, aber es ist eben keine Büste
25:30
Man hat aber das Gefühl, es könnte eine sein
25:32
Und das finde ich eben spannend, ne? Dass wir eigentlich immer nur damit spielen, ebenso wie wir uns selber sehen. Eigentlich sehen wir uns immer selbst in der Kunst oder wir suchen ja auch immer, nach irgendwas, was wir fassen können, Herr Kunst. Das sitzt zum Beispiel, wenn ich die Arbeiten zum Beispiel vom Toni sehe.
25:48
Gibt's ganz viele Arbeiten, wo die Leute dann sehen, ah guck mal, das ist doch ein Gesicht.
25:52
Oder das dies und das äh Toni arbeitet viel natürlich auch mit diesem mit dieser Formsprache. Aber es ist immer so, dass wir immer sowas suchen, wo wir sagen, zum Beispiel bei abstrakten Bildern, da muss doch irgendwas sein, was ich erkennen kann,
26:05
ob das jetzt irgendwie ein Mensch ist oder eine Landschaft oder so und das finde ich schon spannend ebenso, dass wir immer uns immer so als Mittelpunkt der Welt sehen und denken eben ist alles das was wir schaffen hat auch gleichzeitig was mit uns zu tun oder sonst müssen wir unser Anglitz sein.
26:19
Und das ist eben das auch eben so, was diese Blowups mit einem machen, scheinbar auch bei dir, also wo du dann denkst, eben so, ich sehe da was
26:27
Ich sehe einen Luftballon. Ja, wie ich, ich habe schon viele andere Sachen gehört, irgendwie, was man da drin sieht, äh aber es ist eben äh nicht so gedacht, weil so denke ich nicht, ne, so funktioniert meine Kunst nicht, ne, dass ich dann halt
26:39
im Suplum dann irgendwas mache, irgendwo, wo die Leute dann sagen, ach, das ist aber eher anruhig, der Marienfeld
26:45
Da schmunzelst du da drüber. Ich schmunzel darüber, wenn ich dann höre, das sieht aber aus wie ein Po.
26:50
Zum Beispiel mit einer Kordel da drin, wenn man das so sagen darf, aber dann denke ich so, ach ja, haben sie auch echt? Irgendwie sieht das so aus, aber.
26:58
Wer mir ein Sony eingefallen, weil es ist für mich ein Ballon und Saal drum rumgezogen ist oder der
27:03
Seil überm Bauch hat und dann halt eben an einem Baum, an der Wand oder an einem Gebäude hängt. Ich habe an ein Herz gedacht. Ja, ist auch schön. Ja. Also die Spitze abgekappt
27:14
und dann sieht man die Wölbung des Herzes. Ja. Und das wird festgehalten. Gut. Also für mich ist es eher spannend zu hören eben sowas die äh anderen
27:21
Der Betrachter eben dann da sieht ähm ich höre auch ganz oft von den Cans, ja gut, wir können auch das wieder rausmachen, Herr Mar.
27:29
Die Beule. Ja ja, das waren so die ersten äh Erfahrungen. Wir sprechen kurz vorher mit der Versicherung. Ja, genau. Das waren wir nicht.
27:42
Und du spielst mit der Dreidimensionalität und sagst, dass deine Werke von Kopf bis zum Fuß und,
27:50
Von allen Seiten wahrgenommen werden können. Gerade bei den Cans staune ich, denn die sind ja von knapp dreißig Zentimetern Höhe bis.
28:01
Zweieinhalb Meter Höhe. Wie schwibt es dir vor, dass man ein zweieinhalb Meter hohes Kenn.
28:09
Von allen Seiten wahrnimmt. Dieses steht ja meistens also Bildhauerei steht ja meistens im Raum und wird nicht an die Wand gehängt und es ist so, dass die Cans.
28:19
Nie feste auf dem Boden stehen. Ich kann dir das zeigen, damit so ist das hier.
28:27
Wenn man das so im Podcast so sagt, ne?
28:32
Es ist es schwebt immer. Du hast immer das Gefühl eben so dass die eigentlich nie auf dem Boden sitzen, sondern sind geknickt.
28:39
Und man hat immer eine kleine Lippe hier vorne, die nach oben geht. Für den Betrachter natürlich immer eigentlich, also ich unterstelle mal vielen, die bildhauerisch arbeiten. Sie hätten das,
28:49
abgeschnitten, weil die gibt's jetzt auch noch gröber, also dass die auch richtig hochgehen, die hätten es abgeschnitten, um's dann halt fester auf einen Sockel zu verzören oder zu fest zu machen. Das ist aber nicht das, weil das wäre ja dann ein Teil des Sockels auch. Und ich möchte einfach, dass die
29:03
die Arbeit autark ist von dem. Drum schwebt die dann halt eher. Wenn das für dich okay ist, dann würde ich davon gleich ein Foto machen. Genau. Denn ich glaube, es ist.
29:13
Auditiv schwer zu erfassen und dann könnt ihr lieber hören, beispielsweise auf meiner Insta-Seite.
29:21
Dieses Foto betrachten und wahrscheinlich auch noch weitere von deiner Kunst und natürlich auch von Stefan selber. Ich war ich war noch nicht beim Friseur
29:29
Genau, nächste Woche nicht mit zwei Wochen. Nee, nee, alles gut. Mit meinen langen Haaren kann ich ja schnell einsetzen. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Jetzt muss ich mich mal gerade wieder sammeln.
29:42
Die das Likes, die Blowups, die Cubes. Über die Cubes haben wir noch gar nicht gesprochen.
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Ja, das ist doch, wir hatten gerade, ich hatte es angerissen und zwar sind das die Steine. Mhm. Ja, sie funktionieren eigentlich, wie die.
29:55
Von der Geschichten. Die Cubes ist nur das Material des Anlass und die Form ist anders. Also es ist ja so, dass ich eigentlich immer aus aus Grundformen her arbeite. Das ist der Kreis.
30:05
Kugeln, der Quarter, das Rechteck, die Säule.
30:10
Es sind so Grundformen, die wir kennen, unsere Formsprache und unsere Form Verständnis, was auch ganz wichtig ist.
30:17
Athmatisch untereinander. So und dann ist es halt so, dass die von mir verändert wird, also deformiert wird, wenn ich's so zum Beispiel bei den Cans hab,
30:26
wir haben so ein Schema, wir haben den Kubus und auf einmal, was macht der Kobus? Warum zieht der sich so zusammen? Und warum hält das Seil den so zusammen.
30:35
Die Cubes wirken wie ein Schwamm.
30:40
Aus dem noch das Wasser raustrommeln. Und ich habe förmlich das Gefühl.
30:47
Als würde ich ich denke an Schulschwamm? Ja. Und wie früher, als es noch keine Whiteboards gab, musste man ja mit diesem soweit ist das gar nicht weg
30:56
ne? Bei mir ist das schon ein bisschen her. Ja, bei mir auch, aber.
31:01
Und mit diesen Schwämmen, ich weiß nicht, wie alt die waren. An der Tafel gab es so eine Mulde,
31:07
Da war immer schon so ein bisschen wach. Was hat ähm moderig und dreckig? Genau, ich habe auch noch den Geruch in der Nase und wenn du deinen Tafeldienst hattest und den Schwamm nehmen musstest,
31:17
ein, an diesem nur in sauber und mehr an haben wollen und ich erinnere mich an das Gefühl, diesen Schwamm in die Hand,
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genommen zu haben, auszudrücken. Meine ganzen Hände waren weiß.
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Ich habe die Tafel sauber gemacht und das Gefühl, diesen Schwamm zusammenzudrücken. Es hat mir so viel Spaß gemacht. Da habe ich mir ganz kurz.
31:39
Ich muss klar, nee, du kannst gut da bleiben. Eine Arbeit zeigen.
31:47
Weil du sagst gerade was zusammenzudrücken. Das ist ähm ach hier erkenne ich äh eine Hand, ne? Genau. Genau. So. Ja. Das ist.
31:57
So, wenn du da reingehst, genau. Ah. Ah, ich muss die Hand nehmen. Genau, ich muss die und dann die andere Seite.
32:05
Siehst du? Ah. Ich lasse sie mal ganz kurz. Oh, das ist aber auch schwer. Das ist Bronze. Das fühlt sich toll an. Das fühlt sich toll an. Ja gut, es ist warm, es ist eben glatt, aber man hat es war ein Luftballon.
32:19
Nimmst mir doch grad einmal ab. Ist ein bisschen schwerer als ein Follower. Und ich fand diese Form, also ich fand dieses Zusammendrücken, was du gerade sagte, deswegen so, dass es eben auch so, weil ich so haptisch bin, fand ich diese Kraft.
32:32
Die mag für sowas brauch mal darzustellen ohne die Hände. Das war die Idee für diese beeindruckt,
32:40
somit habe ich dann halt einen Luftballon zusammengedrückt, aber das, was du gerade sagst, ist eben diese dir im Moment irgendwas zusammenzudrücken. Wir haben ja früher mal die Battles oft zusammengedrückt und mal geguckt, wegen dem so, ah, wie lange die halten, was machen die mit unseren Händen, was drücken die so ab? Das habe ich dann halt mal
32:54
so versucht darzustellen. Es ist gar nicht so sehr die fossile Steinsuche, sondern es ist tatsächlich das haptische, was dich prägt, ne? Das das Gefühl mit den Händen zu arbeiten.
33:07
Macht auf etwas auszulösen, aber die Reaktion herauszufinden, was passiert, wenn du mit einem Material so arbeitest? Ja den Moment festhalten. Mhm. Also es geht ähm in einer Arbeit, die heißt Now
33:20
Das sind Kisten, wo sich Material raus.
33:24
Fließt. Mhm. Ich finde es spannend eben so Momente, die wir so hatten, wie zum Beispiel mit diesen Luftballon, so zusammendrückt. Den werden wir ja festhalten können
33:34
Aber das kann man nicht irgendwo, weil A ist ja Luftballon, irgendwie lässt man los, weil die Kraft einem verlässt oder halt irgendwie ähm
33:42
oder zerplatzt, aber man kann diesen Sternmoment nicht festhalten. Mhm. Und das finde ich schon spannend ebenso, weil das sind im Moment eben so, wie ich dann halt für mich dann halt auch wieder ähm so äh aus den Alltag ziehe, das sind ja eigentlich auch Alltagsmomente
33:55
das ist ja mit dem Schwamm, es ist ja genauso mit dem Kopus, also den Qualm ähm.
34:01
Wie hast du sie genannt? Cubes. Cubes. Genau, ja, ja, also dass man sie halt eben so zusammenzieht. Man kennt den Moment, dass man das mal gemacht hat,
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Kissen oder irgendein Schaumstoff, wenn man einen Schaumstoff hat, dann zieht man das andere rum. Aber es kann man eben nicht festhalten. In diesem Moment festzuhalten. Ich glaube, das ist auch das insofern, woran viele Leute dann auch einfach stehen davor und denken so, wow, ja stimmt, ich erinnere mich daran.
34:22
Und dann noch mit der Materialität zu spielen, wenn man zum Beispiel die Arbeit dann in mit Beton.
34:29
Das ist ja sowas wie so ein Kubus, aber da stehen die Leute, die zum Beispiel Architekten davor und denken, so.
34:36
Wie geht das? Ne, warum, was Material macht das nicht? Wir kennen das Material in Wand oder in Säulenformen, in eckigen oder runden Formen, war niemals so. Und das ist spannend,
34:47
Leute dann halt denken so, ja gut, das ist so, wenn ein anderer Aspekt eben so das Material der Materialität.
34:54
Was für ein Künstler bist du? Bist du jemand, der lieber für sich im Stillen Kämmerlein arbeitet? Es ist wunderschön dicht durchflutet, hier ein traumhafter Blick. Also ich würde hier gerne arbeiten.
35:05
Der Skulpturen schafft, sie abgeben kann, sich dem nächsten zu widmet, bist du jemand, dem der Austausch mit.
35:15
Den Sammlern, den Käufern, den Fans sehr, sehr wichtig ist? Ja und ja, ich bin schon gerne.
35:24
Aus, also rede gerne auch gerade mit mit Sammlern, mit Galeristen und natürlich auch mit befreundeten Künstlern.
35:32
Aber im Großen und Ganzen ist es so, dass ich eigentlich lieber hier bin, sehr gerne hier und das auch tagtäglich und dann auch meine Zeit hier verbringen möchte, weil es ist so.
35:44
Ich hab das Gefühl, es ist so wie ein Stein, den man anstößt oder den ich angestoßen habe und der zum Glück nicht auffällt zu rollen. Dann hat man so einen Schaffensdrang. Man möchte einfach.
35:54
Na ja, immer weitermachen, hört sich blöd an, das wäre ja so wie eine Qual. Ich hätte gerne.
36:01
Jemanden zu, der mir viel mehr Hände gibt, ne, damit ich das schaffe, ihm sowas ich so mache, weil wie du gerade sagtest, Abgeben ist es schwierig. Also es ist so, ich bin so ein Oberflächenphetisch ist. Und äh auch gerade Formen, weil Formen.
36:15
Sind für mich also gerade die diese grundlegenden Oberflächen sind für mich so wichtig, dass man da keine kein Makel sieht, dass man einfach das Gefühl hat eben so, das ist perfekt, hört sich nicht gut an, also aber äh.
36:29
Fast perfekt. So eine Vision zu schaffen, eben so von etwas, ebenso was vielleicht wir kennen
36:36
eben dieses Volumen, was ich gerade sagte, ebenso man hat wirklich das Gefühl, das platzt gleich raus und das kriegt man nur hin, ich muss immer mal selber dran arbeiten. Da kann einem, dass keiner abnehmen und helfen da,
36:46
Das stimmt jetzt, wo du das sagst, wird mir erst dieser Gegensatz bewusst zwischen diesen ganz, ganz glatten Oberflächen der Bronzuskulturen.
36:54
Im Vergleich dazu deine Werke aus Basaid Lava mit ihrer porösen Oberfläche
37:00
Also du magst schon auch beides, ne? Das ist ganz, ganz glatte. Ja, das ist bei den Porösen ist es natürlich so zweckgebunden, muss man ja ehrlich sagen, weil letzten Endes die Assoziation zum Schwamm möchte ich schon natürlich herstellen, aber dann passiert das natürlich, dass der ein oder andere.
37:14
Betrachter auf Messen, dann mal guckt, irgendwie ist der Künstler da oder ist der Gallerist da und tritt dann mal kurz davor die Arbeit und merken so ach ja natürlich, alles schon gesehen. Nein, aber es ist weil man nicht das Gefühl hat eben so das
37:28
das könnte doch kein Stein sein, sondern das ist doch äh das kann doch nur ein grauer Schwamm sein,
37:33
und dann ist es natürlich, dass es natürlich für mich dann die große Freude die Vision oder weshalb die die äh Realität so dargestellt zu haben, so als hätte das ja, als wäre es das ich das,
37:43
Was nicht ey. Wie würdest du deine Sammler beschreiben? Sind das auch sehr haptisch geprägte Menschen?
37:51
Ich bin in den meisten Sammlungen, wo äh überwiegend Bildhauereien und Zeichnungen vertreten sind. Das ist tatsächlich so, ich glaube, das ist eben.
38:01
Es gibt ja auch Museen, ebenso, die sich eigentlich eher da auch der Malerei ihn zu verschreiben, also anstatt Heppeltauerei und dafür sind wir ja eher so Stiefkinder.
38:09
Welthauer. Das sieht man ja schon manchmal auch. Das Sammlungen von bildheurischen Arbeiten, die geben dem Platz. Weil Bildhauerei brauchen Luft und Licht. Und es gibt.
38:23
Sammlung, wo man merkt, ebenso da sind viel mehr Malereien, dann darf die Bildhauerei auch mal an der Wand stehen. Und das ist natürlich für einen Bildhauer irgendwie das Schlimmste, was man dann sieht, ne, dass seine Arbeiten irgendwie gar nicht,
38:36
genug Luft zum Atmen hat. Das meine ich jetzt, dass man rumrumlaufen kann, dass man hinter dahinter fragen kann, hinterschauen kann, irgend sowas die Arbeiten, wie der Rücken aussieht. Nee, das ist dann mehr.
38:48
Sammler, die natürlich dann halt wäre. Bitte eure Arbeit sammeln. Ein Bildhauer ist aber hundert Prozent als Künstler anerkannt, oder?
38:57
Oder gibt es da auch Herausforderungen.
39:00
Herausforderung, ich meine es sind Maler hundert Prozent als Künstler anerkannt. Na natürlich. Ja, du hast ganz recht. Nee, ich kam da drauf, weil du sagtest, dass äh vielleicht eine Skulptur nicht den,
39:10
Raum bekommt, die sie braucht. Och, was meinst du, ja, nee, das du hast auch als Maler, Malerin auch nicht immer die Wand
39:18
du denkst, die dir zusteht. Das ist so, ist immer witzig ebenso, wenn man Gemeinschaftsausstellungen hat und man kommt so als Bildhauer dazu und merkt wie das gehackert dann anfängt irgendwie mit den Wänden
39:29
Ich brauche die Raummitte. Ja, ja. Genau, ich brauche immer nur die Raummitte. Ich wollte gibt einen Platz. Ja, es ist aber, es ist tatsächlich. Oder ein Baum? Ja, aber das ist eben natürlich, man kann das verstehen bei Ausstellungen, sprich halt äh wenn's dann halt Galerien sind
39:43
wo sie dann eben einen nicht unbedingt immer den Platz geben. Den muss man sich erkämpfen als Bildhauer und das muss man sich auch dann in den Sammlungen erkämpfen.
39:52
Wenn man.
39:53
Dran teilnehmen darf, in uns, wenn die Arbeit dann steht. Schön ist es zu sehen dann, ich frage dann meistens die Sammler, Sammlerinnen, ob sie mir auch ein Foto schicken können.
40:02
Das machen die meisten auch und dann sehe ich dann halt auch, was für welche Plätze ich bekomme. Es gibt auch schon mal den Moment, wo ich dann
40:09
schreib und das fände ich aber schöner da, ob das dann gemacht wird, weiß ich nicht, aber die nehmen auch schon Rücksicht drauf, weil die möchten ja auch wissen eben so wo der beste Platz für die Arbeit ist und das ist mir schon wichtig zu sehen,
40:20
da passt.
40:21
Ich könnte mir auch vorstellen, dass viele Sammler sehr, sehr dankbar dafür sind, wenn du ihnen ein Feedback gibst. Möglicherweise ist ja eine Unsicherheit da. Man findet die Skulptur so wunderschön, möchte sie gerne haben.
40:34
Und erkennt aber den Raum noch nicht, wo sie am besten zur Wirkung kommt und ich glaube, wenn du hingehst und sagst, hm, da könnte sie noch besser wirken, dass du auf.
40:44
Sehr dankbaren Moment stößt. Du, das, das ist tatsächlich auch so. Ja. Sind deine Skulpturen eigentlich nur für innen oder auch für Outdoor gedacht? Nö, das ist, das ist sowohl als auch, also es gibt Arbeiten unter anderem.
40:58
Fand ich's mal sehr schön. Also für innen und für außen, ja. Weil das ist ja selten so, dass ein Baum innen wächst.
41:06
In Berliner Hotels oder so habe ich das schon mal gesehen. Ja okay. Ja, die haben mich noch nicht angefragt, aber.
41:13
Guter Tipp. Rinka. Ich wurde vor vier oder fünf Jahren eingeladen nach Vorlinden. Das ist äh einer der größten.
41:21
Gänsehautmoment gewesen damals.
41:32
Und da durfte ich mir einen Baum aussuch.
41:35
Also man muss sich vorstellen, man kommt auf einen Anwesen, der Herr von Kaldenburg ist einer tatsächlich einer der größten Sammler weltweit und da steht man dann zwischen.
41:46
Tony Cracks, Richard Deakons, Anhenry Moor, der so groß ist wie ein House, eine Arbeit von SolidWit
41:52
hat dann die Möglichkeit mit ihm zusammen einen Baum auszusuchen, wo dann der Dislack hängt und das war schon auch jetzt gerade wieder mal ein Moment, wo ich dachte so wow, ja, das ist.
42:02
Das ist ein Ritterschlag, das war wirklich sehr schön. Und da durfte ich dann eben auch selber aussuchen, da war er auch erfroh zu sagen, so okay, das ist der Baum.
42:12
Den nehmen wir. Schön, den nehmen wir. Ich glaube auch, dass was gerade ein Baum hat, der ich finde ein Baum ist,
42:20
für mich das Sinnbild von Leben, weil es wurzelt und in die Höhe geht. Und tief wurzelt und hoch in die Höhe gehen kann und er hinterlässt Spuren und er nimmt sich selbst aber auch wieder zurück. Und.
42:35
Er nimmt und er gibt und er bietet zu Hause und braucht aber auch seinen eigenen Raum. Also ich mag Bäume sehr sehr gerne und als.
42:45
Meine Freundin mir damals dein Werk gezeigt hat, ich habe das gesehen, ich glaube, es ist das Pinke gewesen, was in dem in dem Baum hing. Mhm.
42:54
Und ähm ich finde diesen Gedanken so schön etwas Eigenes in einen Baum.
43:04
Zu hängen und für Geborgenheit zu schaffen, dieses Gehaltene, das hat mir damals sehr, sehr gut gefallen und.
43:13
So glücklich, dass ich heute vor dir sitzen darf und wir uns über dich und deine Kunst unterhalten.
43:20
Dürfen können wollen. Dazu noch schönes Wetter. Ja, es ist traumhaft. Wir blicken hier auf eine Schneelandschaft und dass du mir Einblicke schenkst in wie du arbeitest und in dein Atelier.
43:33
Ja, ich ich habe da sogar auch noch ein Anekdötchen. Schieß los, ich liege Anekdoten. Vor zwei Jahren bekam ich einen Anruf, wo eine.
43:42
Freundin einer Sammlerin mich gefragt hat, äh auf einer Disclike, weil sie.
43:48
Einen Baum vor ihrem Mann retten wollte, der in Rente geht und den hätte abschneiden wollen, also eine Birke, weil der so viel Dreck macht. Und daraufhin hat sie ihm eine Distag geschenkt, die sie dann an den Baum hing.
44:02
So
44:03
ist der Baum heute noch da und ich fand diese, dieses, also das war so schön, ich habe mich so gefreut darüber, nicht weil ich den Baum gerettet habe, weil trotzdem ich mag Birken, mein Lieblingsbaum meines Vaters
44:15
Aber ich fand die Geschichte so schön dahinter, dass ich sie jedes Mal immer erzählen muss, wenn's dann halt um Design geht, ebenso, dass es so wie.
44:21
Sichern, ne? Schützt den Baum, wegen dem Umhänge einer Display.
44:26
Das finde ich eine super Anekdote. Ja, weil es einfach so. Also ich ich fand schön, also er hat er liebt es, er liebt den Baum auf einmal auch
44:34
ne? Pflegt die Disclike, die dranhängen und natürlich auch den Baum, auch wenn er noch immer so viel Dreck macht, aber trotzdem äh ist es für ihn.
44:43
Vielleicht sollten wir mal Greenpeace oder so. In die Wälder der Welt bitte. Oh ja, ich nehme auch gern noch ein Stück. Wir trinken Ingwer, Ingwerwasser.
44:56
Ganz gesund, so. Ich denke, Tauerei ist ja kein Hexenwerk. Das ist eben.
45:05
Oder vielleicht doch. Nein, eigentlich. Nein. Nein, es ist so, es ist ich weiß nicht, also ich bin ja eben, ich bin ja ein klassischer Bildhauer. Und ähm von denen gibt es ja.
45:18
Kaum noch. Also es gi.
45:20
Die Installationskunst machen, aber so klassische Bildhauerei ist schon wirklich schwer auf Messen zu finden oder auf Ausstellung zu finden. Es gibt noch welche, aber tatsächlich noch eine Handvoll
45:30
Ich finde, man kann ruhig sehen, wo das herkommt. Das es ein Handwerk ist. Es ist tatsächlich ist ja wie bei Malerei, das meinte ich gerade mit den Fingerabdruck von Remrans Nachtwache, mal zu gucken, wo ist denn der? Finde ich aber auch ebenso das Bildhauerei, aber auch einen Fingerabdruck haben darf. Also das kann auch schon mal schief gehen. Ich finde auch Kunst kann auch schon mal
45:48
befremdend oder auch aus dem Fehler heraus entstehen. Da denke ich irgendwie,
45:53
ich natürlich versuche äh mit meiner klassischen Bildhauerei, meinen eigenen Stellen.
45:59
Oder bis an meine eigenen Standing darzustellen
46:03
Aber manchmal hätte ich gerne auch einen Fehler drin. Was was ich meine, also so, dass man halt irgendwie das Gefühl hat, es ist auch menschlich. Also ich wüsste nicht. Ich kann da gerne meinen Fingerabdruck drauf machen. Ja, aber du, das ist so, äh man hat immer so das Gefühl, irgendwie so das System so so perfekt.
46:17
Gedackt. Hm, so, aber wenn ich dann Arbeiten sehe von Dieter Roth zum Beispiel, diese,
46:22
Schokoladen oder alte Arbeiten von Josef Boys oder Arbeiten von Thomas Schütte? Dann hat man das Gefühl, irgendwie das ist so zwischen, also das ist so bisschen gebastelt
46:34
Also hier zum Beispiel die von Thomas, die arbeiten äh United Animes,
46:39
Ich weiß nicht, ob du die kennst. Das sind so meistens zwei Köpfe, die werden zusammengebunden mit so einem Stoff und drei Beine, ganz groß auch irgendwann in Bronze gemacht. Dann hat man dieses Spiel da drin
46:50
Das ist wirklich total verspielt, der hat so aus Femoköpfe gemacht und du siehst ihm so, dass er wahrscheinlich seinen alten Morgenmantel zerst
46:57
um den dann halt so einen Mantel zu geben und die dann zusammenzubinden. Der Titel ist total klasse und United Animes. Da bin ich manchmal echt neidisch, weil ich denke eben so, du bist versuchst so perfekt zu sein
47:09
Du versuchst irgendwie die Oberflächen so perfekt wie möglich hinzukriegen und die Rundung, die die Wölbung äh.
47:15
Dieser Tropfen besteht nicht nur aus dem Tropfen, aus einer Fläche, sondern eben so, das sind so viele unterschiedliche äh Radien, die da drauf sind.
47:24
Da wird jeder verrückt werden, sodass er das alles so machen musste und mir macht es einfach Spaß, dass wir da herzuholen. Aber auf der anderen Seite finde ich's.
47:33
Bemerkenswert, dass andere Leute richtig rotzig arbeiten und dann näher mich manchmal neidisch. Also da habe ich dann manchmal das Gefühl, ich habe da so mein meine Stellung.
47:43
Mit,
47:44
fast perfekten Oberflächen, aber finde Arbeit ebenso von anderen ebenso die wirklich so ein bisschen so in so einer Grauzone arbeiten. Ähm eigentlich auch sehr hervorragend. Also da kann ich auch äh,
47:55
gut mit Leben eigentlich. Wenn du deine Werke betrachtest du von der ersten was war das eigentlich? Meine allererste Arbeit, och Gott, das kann ich dir nicht sagen, aber ich kann dir Arbeiten zeigen, da hinten unter dem, warte mal, da muss ich mal ganz gut, da habe ich das einmal klar.
48:10
Ist das in den Achtzigern? Das ist äh Ende der Achtziger tatsächlich,
48:18
Die sind arbeiten, sind dann demnach einunddreißig Jahre alt. Ähm natürlich sieht man auch eine Beeinflussung, die man so von anderen Künstlern, klar
48:26
man ist ja kein unbeschriebenes Blatt und als kreativer zieht man ja sowieso alles an Formen an, hinzu die man so hat
48:34
Und eigentlich so, du siehst eben so diese auch da wiederum diese komplett perfekte Oberfläche. Das hat,
48:41
Tage gedauert hierher zu stellen, aber es hat mir eben nur Spaß gemacht, die so herzustellen,
48:47
hätte ich sie ganz grob gemacht und so wäre es überhaupt nicht mein Ding gewesen. Ich wollte es eben so, ne? Das ist äh irgendwie in meinem Kopf. Vielleicht kommt das irgendwie, weil ich's so gelernt habe, als als Steinbildhauer beim Tony so gelernt habe, perfekt zu sein, also perfek
48:59
nicht zu sein, sondern perfekte Oberflächen herzustellen, wo keine Beulen drin sind, keine Vertiefungen, keine Wölbung, wo dann halt die Linienführung ebenso genau richtig ist
49:09
Und das hat mich auch geprägt. Und das ist, glaube ich, macht auch meine Arbeiten dann in dem.
49:13
Demnach auch aus. Wobei es ja schon irgendwie erstaunlich ist, ne? Dein erstes Werk ist komplett glatt. Mh.
49:20
Dann kommen die Schnüre dazu, die ja dem Glatten schon auch, ich will nicht sagen, einen Strich durch die Rechnung ziehen, aber zumindest mal.
49:29
Durch das Tau, das Glatte wegzurennen. Genau. Dann hast du die Serie.
49:35
Die wirkt wie eine Nonne. Mhm. Du sagtest eben einen Helm, da hast du ja nicht mehr das komplett glatte, es kommen auf einmal auch Ecken und Kanten hinzu. Dann hast du die Cans mit ihren Knicken. Es geht ja von dem ganz perfekten,
49:49
ein wenig in Richtung. Jetzt machen wir mal.
49:53
Ein Fehler rein, zwar einen bewusst gesteuerten Fehler, aber es ist nicht mehr das ganz Glatte wie in der Anfangszeit einer Schaffung. In der Kunst passiert es oft so eben so, dass man beim Tun tatsächlich auch Farbe, Form natürlich findet und da auch Veränderungen hat und ich glaube.
50:08
Diese ganz hochglanzpolierten, du siehst da vorne zum Beispiel auf dem Plakat. Mhm. Von zweitausenddrei, das war eine meiner ersten
50:16
Also ich habe zwei Bonnets zu derzeit hergestellt, eine meiner ersten Großen, die ist ein Meter und zwanzig groß. Da wartet die Oberfläche mir sehr, sehr wichtig, dass sie.
50:25
Hochglanz perfekt ist. Du siehst da keine Brüche in den, in den Schattierungen, keine Brüche, in den Spiegelungen vom Lichtspiegelung.
50:34
Was natürlich auch immenser Zeitaufwand war damals schon. Aber ich dachte mir, wenn ich was, wenn ich was mache, dann möchte ich es genauso machen.
50:41
Wie es perfekt aussieht, wie die Natur, also die Natur gibt ja uns vor ihnen, sowas perfekt ist tatsächlich. Und somit entstanden dann die ersten Arbeiten, die dann halt so sahen. Und so nach und nach habe ich mich zurückgezogen aus einem extrem Hochglanz, was,
50:55
die schwarzen Spricher, die die Bones Geschichten angeht und habe dann angefangen halt auch
51:01
Mathearbeiten zu machen. Was natürlich hier auch irgend so eine Material geschuldet ist, ist Bronze. Bronze zu lackieren, es gibt.
51:09
Künstler, die machen das. Ich habe das auch mal eine Zeit lang gemacht. Aber es ist eigentlich frech, finde ich, aber ich finde es eben auch manchmal einen frechen Moment, also da ist es eben dann halt eine eine Patina, die ich auch sehr schön finde, weil es eben auch da auch wieder dieses Gummi.
51:23
Diese Oberfläche ist es ja ein Gummiball, auch wieder darbietet,
51:27
darstellt. Bei den Arbeiten, die sind nicht fertig, muss ich dazu sagen, die da hinten, ich weiß noch gar nicht, wie die tatsächlich sich entwickeln, die sind, die stehen jetzt da auf Protesten
51:37
die Materialität habe ich noch gar nicht, sprich halt eben so, es wird wahrscheinlich gegossen, ob's jetzt Bronze ist oder Aluminium weiß ich noch nicht, dann da ringe ich gerade noch mit mir oder weshalb auch mit der Formsprache und wie dann letzten Endes.
51:50
Die Arbeit, die dann nachher rauskommt, aussieht.
51:53
Das wirst du wahrscheinlich erst in Monaten sehen. Also ich hab's im Kopf, aber ich habe eben, ich kann's dem noch nicht ausdrücken, also ich kann's noch nicht irgendwie genau festlegen und so, das wird jetzt hochglanzt. So, da ist es matt.
52:05
Setzt du dich da selber unter Druck oder denkst du dir, das kann jetzt einfach mal ein, zwei Monate ruhen, vielleicht ein halbes Jahr? Du, ich hab
52:11
ein Lager hier angemietet, das ist sehr groß und da liegen all meine Formleichen, die irgendwann mal gemacht wurden und äh dann einfach zur Seite gelegt worden. Weil es ist eben so Zeit, hat auch
52:24
Kunst hat auch seine Zeit. Und ich denke irgendwie, das ist, das sieht man bei der Malerei oder ein Zeichen
52:29
extrem bei der Bildhauerei nicht so schnell, aber es kommt immer darauf an, wie man sich gerade fühlt und wie gerade der Tag ist. Ich hatte gerade letztens ein sehr schönes Gespräch mit einem befreundenten Maler.
52:41
James Rotchers, der ähm Zeichnungen gerade macht, die ich total,
52:46
begeisternd finde und wir haben dann halt darüber geredet, die waren früher ganz rund. Nach einmal fing er an, ganz zackig zu zeichnen.
52:54
Und das merkt man. Also man merkt in der Kunst, wie man drauf ist. Das wird man Musik ist genauso. Theater ist wahrscheinlich genauso, da muss man irgendwas abgeben, aber das ist eben so. Das kann durchaus sein, dass man einen schlechten Spieltag hat und das ist eben in der Bildhauerei genauso. Nur habe ich das.
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Einerseits das Glück ebenso, ich kann die Arbeiten dann mal zur Seite legen und dann liegen die mal da, ich gehe mal die besuchen und denkst so, ach du bist ja doch eine gute Form, dann nehme ich die Sommer wieder mit und dann äh wird sie dann halt weiter dran gearbeitet,
53:24
an dem Tag ging es eben nicht und so ist das auch mit Oberflächen
53:28
Es kann durchaus sein, eben so, dass ich dann irgendwie eine Idee habe für eine Oberfläche, aber dann merke dann über Nacht so, nee, das ist es nicht. Das ist, das muss was anderes sein. Das muss irgendwie eine andere andere Oberfläche, anderes Material sein und wie es, ich bin ja immer auf der Suche, wir sind ja wie.
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Entdecker. Wir entdecken ja nicht nur Formen.
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Wir entdecken eigentlich keine Form. Stimmt nicht ganz. Also die Form ist ja schon immer da. Also wir werden auch jede Form, die wir hier sehen, irgendwo finden, das ist es so
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Aber wir entdecken die trotzdem für uns. Und mit der Form entdecken wir natürlich Oberflächen. Das ist eben das, was so was so spannend ist bei der bei der Kunst. Mhm. Dass man eigentlich
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auf einmal vor ihm irgendwas steht, also ich auch als Betrachter, als Bildhörer betrachte und denke so boah, das das flasht mich richtig und denkst so, wie kommt man da rein? Wie kommt man auf sowas, wie kommt man die Form.
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Die Farbe, die Oberfläche stimmt dann ist. Und dann dann bin ich auch oftmals neidisch und das finde ich so, dann ich gönn das natürlich jedem.
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So und das ist dann eben nicht mir in die Hände gespielt worden, aber ich finde das dann klasse, weil ich bin dann halt äh.
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Bist du dir denn bewusst, dass es auch Menschen gibt, die auf dich neidisch sind im im wohlmeinendsten Sinne, dass man denkt, wow, so eine schöne Skulptur.
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Ich bin ein echter Fan. Ja doch eben an den Klarheit, da hört man das natürlich oder man sieht es ja auch, wenn ich Sammlungen, ich habe Sammlungen im sogenannten, ist nicht ein Marienfeld, das sind dann,
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tatsächlich auch mal zwei oder drei oder vier oder fünf. Dann merkt man schon eben so, die sind wirklich Fanat in den Formen, aber wenn ich arbeite, das ist so und unter Kolleginnen, Kollegen.
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Es ist immer schwieriger. Ich meine, die Kunst ist wirklich ein Haifischbecken. Das ist so ähm das hört sich jetzt so theatralisch an, aber es gibt viele.
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Kunst machen. Es gibt nur wenig die gute Kunst machen. Und dann ist es ein Markt, der vielleicht auch
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nicht so groß ist und da wird natürlich ziemlich gehackt, also da wird irgendwie auch ziemlich viel mit Ellenbogen gearbeitet, was ich eigentlich total schade finde, weil letzten Endes ist jeder ja ein Individuum.
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Man muss sich eben nur rauskehren, ne, sondern man muss nichts wiederholen und nichts klauen, aber wenn man sein eigenes.
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Dann gefunden hat seine eigene Formsprache in meinem Fall gefunden hat dann kann man mir das nicht neigen, weil es einfach.
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Ich hab's ja selbst gefunden, ich hab's ja für mich gefunden.
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Du sagst, ich habe die Form gefunden, es ist meine Formsprache. Wie lange bleibst du an einer Form? Wie lange
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experimentierst du mit den Cans, mit den blauen Ups, mit den Dislikes, wie lange sind die Bestandteil deiner Kreativität.
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Ich hoffe ewig. Also es ist so, ich suche ja nicht die perfekte Form. Das ist ja nicht so, dann wäre ja schrecklich, dann wäre ich ja fertig. Ne, ich hätte die Welt entdeckt. Es gibt ja auch kein Konzept, irgendwie was zu finden. Ne, ich.
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Denke, es es entwickelt sich immer wieder und immer wieder, es wird wieder neu, manche Sachen natürlich irgendwie, die wiederholen sich vielleicht auch
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Aber zumal in den bei den Cansings ist das Spektrum für mich also viele sehen's vielleicht so, ja das ist ein Knick, dann ist er mal so, dann ist er mal rechts mal links und mal unten. Es entwickelt sich. Ich habe Arbeiten gemacht und so in der Zwischenzeit irgendwie die sind.
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Nicht nur größer, sondern die haben viel mehr Knicke, viel mehr Reflexion. Das ist bei.
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Geschichten genauso. Man es gibt natürlich eine Art der Wiederholung
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keine neue äh Formsprache, aber ist eine Art an Wiederholungen, die sich aber dann trotzdem über das Volumen verändert. Also ist jedes Stück ein Unikat.
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Also eigentlich schon ist es jedes Stück an Unikat, es gibt natürlich serielle Arbeiten wie zum Beispiel bei diesen Bronzen, aber letzten Endes ist es so, dass dass ich dann trotzdem noch die Oberfläche bestimmen. Mhm. Das heißt.
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Eine Party, da ist ein Prozess, ein chemischer Prozess, der sehr langwierig ist und auch sehr kompliziert scheint und da passieren eben auch in der Oberfläche dann wieder Veränderungen. Und somit ist eigentlich jeder arbeitende Unikat,
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Das ist tatsächlich dann eben so. Die sind meistens seriell nebenbei, Auflagen von sieben, sind sowieso Unikate, da haben ja die Bildhauer das Glück eben so, dass sie sagen können,
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Das ein Bild ist ein Bild, es ist ein Unikat, aber bei der Bildhauerei sind's bis sieben immer Unikate.
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Und demnach eben ist es auch so, dass jede jede Oberfläche, jedes Seil.
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Jede Windung des Seils irgendwie, das wird hier alles von Hand dann nachher noch dran gesetzt, auch wiederum was Neues ist. Und du machst das alles selber, außer das Gießen, was in der Gießerei stattfindet.
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Ja, ich mache ja gut, ich mache natürlich diese Oberflächenspriche halt, das Patinieren hatte ich mal eine Zeit lang gemacht, aber ich bin kein guter Patineur
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man's so nennt. Wir sagen's einfach mal so, es klingt viel besser. Nee, ich lasse die dann halt, aber ich muss dann halt anschließend trotzdem noch die Oberfläche, weil diese das meistens sehr matt ist, das ist ein Achsüberzogen, muss ich dann halt polieren, schleifen und dann passiert es eben
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auch da, wenn man es aus Luftballon kennt, wo das meiste Volumen rauskommt, die große Wölbung ist es meistens glänzender. Und da versuche ich das natürlich auch so ein bisschen
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herauszuholen. Das ist dann mein Part. Das Seil drum rum, das ist auch mein Part, das mache ich dann halt mit meinen Jungs hier. Und dann.
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Ja, dann kriegt es dann halt seinen eigenen, seine eigene Bindung und Bindung. Seinen eigenen Charakter. Seinen eigenen Charakter, genau.
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Und mit diesen Worten würde ich diesen Podcast sehr gerne.
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Das stimmt gar nicht, ich möchte eigentlich noch stundenlang möchte ich euch sprechen. Ich bin doch gerade schon entsetzt gewesen also sagte es irgendwie so wir wären fast fertig. Also wir können noch ein bisschen ich könnte was zu Essen organisieren.
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Herzlichen Dank, Claudia hat mir eine große Freude gemacht. Ich äh bin ja sehr unfroh, wie gesagt, unvorbereitet. Dort ist mir deine deine Podcast geschickt, aber ich hab's einfach gedacht, nee, lass mal irgendwie, ich bin da eher sehr,
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wollte er sehr jungfräulich da reinspringen und äh danke. War sehr schön.
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Ich bedanke mich bei dir, Stefan, das war so ein schönes Gespräch, es ist warm und ich finde es ist wieder eine Kunst, man fühlt sich in nicht eingeschnürt, nicht fest verteuert, aber man fühlt sich gehalten und
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Ja, ist eine schöne Stimmung. Schön. Ich danke dir ganz herzlich. Danke.
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Music.
1:00:24
Sie hörten eine Produktion des Podcaststudio Punkt NRW.