MKL - Mit Kindern leben

Patricia Cammarata, die zu ihrem eigenen Erstaunen ein Sachbuch zum Thema tiefenentspannten Umgang mit Kindern geschrieben hat und Caspar Clemens Mierau, der eine angeblich lustige wöchentliche Kolumne über das Familienleben mit drei Kindern schreibt, reden in halbstündigen Gesprächen über die ganz alltäglichen Elternthemen.

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episode 48: Väter- und Mütterbilder [transcript]


Caspar und Patricia sehen sich in Filmen, Serien und Kinderbüchern meist nicht so richtig gut in ihrer Vater- oder Mutterrolle repräsentiert, denn Väter sind nicht selten sog. „Idiot Dads“ und die Mütter als Gegenstück verspannte, humorlose, überperfektionistische Schreckschrauben.

Die freundlich-trotteligen Papas gibt es überall: Bei Modern Family, Al Bundy, Peppa Wutz, Bibi Blocksberg, Conni und den Simpsons.
Sie haben im Grunde ein gutes Herz, aber auf die Reihe bekommen sie nichts. Vor allem nicht, wenn es um Sorgethemen geht.

Die Mütter auf der anderen Seite sind Alleskönnerinnen, aber leider auch ständig überlastet und die einzigen, die Sachen nachhalten.

Einen guten Ansatz dieses Dilemma zu verdeutlichen liefert der Film „Yes-Day“ (derzeit z.B. auf Netflix).

Auf das Thema sind Caspar und Patricia durch den hervorragenden Artikel „Pippi oder Peppa – Machtkritik in Erzählungen für Kinder“ von Berit Glanz gekommen, der nur sehr am Rande die Idiot Dads streift und zwar als Gegenpol zu autoritativen Hegemonie-Konzepten der 1950er Väter (ja gut, Patricia hat „autoritativ“ und „Hegemonie“ in einer Suchmaschine eingegeben), die durch die lieben Trottelpapas von ihren Herrscher-Sockeln gehoben werden.

Auf der Suche nach den guten Väterfiguren ist Patricia dann eine seltsame Sache aufgefallen: Da wo Väter sich kümmern (Willi Wiberg, Finding Nemo…) sind die Mütter wo? Genau! Nicht da, weil leider tot oder eben weg. Das führt zu der Frage „Why Are All the Cartoon Mothers Dead?„

Mit Figuren in Kinderbüchern ist es übrigens leider nicht anders. Patricia fiel als einsames, aber gutes Gegenbeispiel die Kleinkinderbücher „Baby ist da“ und „Alex, abgeholt“ von Katja Seide und Danielle Graf ein.

Vielleicht standen die beiden aber auch auf der Leitung: Wo sind sie die guten Klischeefernen Mütter und Väter, der Filme, Serien und Bücher – lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Lockdown-Aktivität zum Ende: Patricia beamt sich mit den Kindern geistig 50 Jahre in die Zukunft. Die Kinder sind jetzt Großeltern und erzählen von 2020/2021 – den Pandemiejahren. Wie verrückt war das alles? Als sich Kinder selbst unterrichtet haben? Als in weniger als einem Jahr ein Impfstoff erfunden wurde? Als man nur mit Maske in den Zoo durfte? Als allen klar wurde: Kinder und Jugendliche sind dem Staat egal, Hauptsache die Wirtschaft brummt. Was wird sich verändert haben? Was hat die nächste Bundeskanzlerin anders gemacht?
Das schafft geistig Abstand und kratzt die letzten Humorreserven zusammen – denn es ist einfach alles so absurd, oder?

Achtung: Diese Folge verfügt erstmals über ein automatisiert erstelltes Transkript. Das Skript ist zu 99% unredigiert und kann den Inhalt falsch wiedergeben oder lustige oder auch unlustige Fehler enthalten. Wir testen diese Funktion – Ihr könnt uns gern Feedback dazu geben.

WIR FREUEN UNS WEITERHIN ÜBER BEWERTUNGEN UND KOMMENTARE AUF ITUNES.

Wir sind für kommende Folgen immer dankbar für Themenwünsche. Kommentiert sie hier, schreibt uns eine Mail (kontakt@mkl.wtf) oder ruft uns an 030-49910023.

Der Beitrag MKL S05E06: Väter- und Mütterbilder erschien zuerst auf MKL - Mit Kindern leben.


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 2021-05-01  35m
 
 
00:00  Einspieler
MKL? What the fuck? Mit.
00:07
Kindern leben. Ein Podcast von Patricia Cammarata. Und Caspar, Clemens Mierau.
00:20  Caspar
Hallo und willkommen zur sechsten Folge der fünften Staffel vom "Mit Kindern Leben"-Podcast. Hier sind Patricia, hallo.
00:27
Und ich, Caspar, hallo. Heute wollen wir uns mit dem Thema Väterbilder und Mutterbilder beschäftigen. Patricia, wir fangen ja gerne mit der,
00:36
an, also unserer eigenen Kindheit. Ähm wir haben ja, glaube ich, schon viel gesprochen über so Rollen, Verteilung, ähm ähm Bereich der Kehrarbeit. Aber gibt es vielleicht Dinge, die dich
00:50
außerhalb deiner eigenen Familie, also das, was du in deinem eigenen Familien gesehen hast, geprägt haben, was solche Bilder anging.
00:59  Patricia
Ich habe im Vorfeld natürlich darüber nachgedacht, aber ich glaube nein.
01:04
Ähm also tatsächlich ähm war das, was außerhalb meines
01:10
direkten Familienumfeld zwar doch recht ähnlich. Also jetzt gesehen eben auf Mütter und Väterrollen, wie das bei uns in der Familie einfach war
01:20
und ich habe diese Varianz, das ist überhaupt andere.
01:25
Frauenrollen auch gibt und andere Männerrollen. Ähm das habe ich erst in meinen späten zwanzigern nach meinem Studium
01:33
kennengelernt ähm durch meine Connections dann nach Berlin. Weil da gab's plötzlich Mütter, die ähm.
01:43
Eigene Interessen hatten.
01:46
Hobbys, ähm die politisch aktiv waren, ähm ja, die halt nicht äh ähm.
01:55
Vor allem eben Sorge, Personenbahn und das fand ich total faszinierend und ich hatte neulich auch nochmal so ein Gespräch mit einer, ich glaube, die war jetzt nicht mehr Studentin oder gerade so äh kurz vorm Master.
02:10
Die sagte, dass sie ganz lange auch gebraucht hat, ähm sich für Kinder entscheiden zu können, weil sie immer geglaubt hat.
02:20
Dass man Kinder eben nur haben kann, wenn man sich auch entscheidet, Hausfrau und Mutter.
02:26
Hauptsächlich zu sein und ähm das war für mich so ein Aha-Moment, da dachte ich, ja stimmt, deswegen habe ich mir auch ganz, ganz lange nicht vorstellen können, selber Kinder haben zu wollen. Also es war eher.
02:39
Eingeschränkt und äh ja, so wie wir aus anderen Folgen äh wissen, bei dir war's wahrscheinlich etwas bunter und vielfältiger, oder?
02:49  Caspar
Ja, also ich bin ja aus Berlin, da wo du hin hingegangen bist, aber bin ja noch äh also früher aufgewachsen, nicht in der Zeit, in der du nach Berlin
02:57
bist, da war's ja schon alles etwas traditioneller, aber in der DDR war das ja nochmal ein bisschen anders als äh in der Bundesrepublik, beziehungsweise in Westberlin, wobei ich jetzt,
03:07
Berlin gar nicht so sehr weiß, das war ja auch eher bunt. Ähm ich habe ja schon mal erwähnt, den.
03:12
Berühmten zehn Euro Schein zumindest für eine arbeitende Frau zu sehen war, der mich schon auch geprägt hat als Kind natürlich mit, aber das war keine Mutter. Ähm.
03:22
Aber außerhalb der Familie, also.
03:25
Na ja, im schulischen Bereich gab's schon das Muttiheft und wir haben die Mutti-Lieder gesungen und so, also das Besondere bei uns bei dem, was von außen herangetragen wurde, also als Bilder, das war schon.
03:39
Die Frau arbeitet, vielleicht im Gegensatz zu deinem Umfeld, aber Mutter ist sie trotzdem, ne, sie musste halt einfach beides machen. Das war eigentlich
03:48
Die Zumutung kann man vielleicht sagen. Ähm und ich weiß gar nicht so sehr, wie das in wo wir ja vielleicht auch ein bisschen darauf hinaus wollen heute
03:58
in meiner Kindheit im medialen Umfeld war, also Fernsehen spielt ja nicht so eine riesige Rolle. Als ich noch kleiner war, das kam ja erst mit der Wende dann, dass das Fernsehen
04:07
im wahrsten Sinne des Wortes bunter wurde. Ähm und mir fällt da nichts ein, was nicht einem klassischen.
04:16
Also nichts wirklich Wichtiges, was nicht nur im klassischen Familienbild äh traditionell entspricht. Und bei dir.
04:23  Patricia
Also da da geht's mir auch so und ich habe dann gedacht, das gibt's doch nicht, dass mir da irgendwie nichts einfällt und dann habe ich mal angefangen.
04:31
Die aktuellen Serien und Kinderserien mir anzugucken die
04:38
Eben jetzt so äh sind und das war ja auch ein bisschen Anlass unserer Folge. Ähm es gab diesen tollen Text von der Berit Glanz ähm Pipi oder Pepper Machtkritik in der Erzählung für Kinder.
04:53
Also ähm geht nicht vornehmlich eben um äh Mütter und Väter rollen, aber äh wie ich den gelesen habe, dachte ich, aha, Peppa Wutz, äh da ist ja Caspar relativ geschädigt. Und es gibt so einen kleinen Sp
05:05
bin da drin, also der Text selber geht ja um Trickstar-Figuren, also Figuren, die
05:11
quasi so alte Strukturen aufbrechen, indem sie eben Chaos da reinbringen und ein ganz kleiner Teil.
05:20
Davon, ähm der so angekratzt war und der mich zum Nachdenken gebracht hat, das waren die ähm ja die Väterfiguren hauptsächlich.
05:29
In den ähm ja aktuellen Serien, die in der Regel sozusagen dieses Klischee erfüllen, die sind zwar freundlich,
05:38
aber eben auch eher trottelig. Und wenn ich den Text richtig verstanden habe.
05:44
Dann ist das sozusagen so ein Spin ähm diese alten Strukturen, also noch der Generation eher unserer Eltern oder der davor
05:53
Vater, so das autoritäre, die autoritäre Vormachtstellung in der Familie auch hatte als Oberhaupt. Ähm und das ähm sozusagen diese Trottelväter.
06:07
Ähm ja diese diese strengen Autoritären Väter vom Sockel holen.
06:14
Und ähm das hat irgendwie nicht so richtig resoniert bei mir und äh wie gesagt, also ich habe dann gedacht, na ja, äh die ganzen modernen Serien, wenn man so nachdenkt.
06:25
Das sind schon hauptsächlich na ja sehr klischeebehafte Figuren vom Vater der entweder nicht da ist.
06:35
Oder der halt, wie gesagt, so trottelig, freundlich ist.
06:40
Ja, deswegen also empfindest du das auch so, wenn du mit deinen Kindern Serien guckst, dass da eigentlich die Väter nie so richtig Vorbild sind oder auch.
06:52
Nicht gut darstellen, einfach ähm wie du dich vielleicht als Vater auch sehen willst, nämlich als ernstzunehmende.
07:01
Figur oder Teil eines Familienteams.
07:06  Caspar
Ja, also ich muss dadrüber nachdenken, wo eigentlich, also was meine Erwartungshaltung ist, äh
07:15
erfüllt werden kann, dass ich denke, das ist jetzt mal ein normaler Vater, wie ich mir den wünsche. Ähm der vielleicht einfach so Tätigkeiten nachgeht, wie ähm
07:24
ohne dass er ein großes Traar drum macht, äh einkaufen geht, Essen kocht und äh Wäsche wäscht oder irgendwie so was. Also es muss ja nicht alles sein und kann das ja auch aufteilen. Und da bleibt nicht viel übrig. Also oft ist äh der Vater so ein
07:38
ähm entweder so ein Deos X, der der manchmal reinkommt äh und und irgendwie sowas besonders auflöst oder es gibt ja auch wirklich dieses Genre
07:47
der wilde Vater, der zum der wilde Mann, der der zum Vater gezähmt wird,
07:52
so, das ist ja so ein so ein typischer amerikanischer Plot, wo jemand so, so plötzlich Vater, ja, so als äh als als Plotbeschreibung, ähm der dann plötzlich seine Gefühle entdeckt, aber da.
08:04
Zu dieser richtige Alltag oft keine Rolle oder es wird immer diese Trottelhaftigkeit.
08:09
Vor vorgebracht. Also mir fällt eigentlich nicht viel ein, ich glaube, ich habe schon was gesehen, aber mir fällt's nicht mehr ein, dass es zumindest nicht so viel, dass ich sagen würde, ja, ich kann dir jetzt hier zehn, zehn Sachen auf äh
08:20
ähm zehn Sachen zeigen
08:22
und das ist schon irgendwie schade. Jetzt weiß ich natürlich, bei meinen Kindern ist das jetzt den ist das insofern egal, als dass wir das ja anders machen, ähm aber andererseits ist das,
08:34
sind das natürlich auch Bilder, die generell ja weiterhin gesellschaftlich.
08:37
Werden. Also ich halte das ja für sehr relevant, was in in Filmen Fernsehen und Serien gezeigt werden. Deswegen habe ich mich auch lange Zeit mit dem Hacker oder der Hackerfigur, der der Hacker ist ja schon männlich,
08:49
der Figur des oder der Hackers Hackerin beschäftigt, um mal zu gucken, was da transportiert wird, weil da gibt's ja eine Wechselbeziehung zu dem sie sich dann die Menschen sehen. Und das halte ich bei Elternschaft
09:00
für relevant. Ja, da gab's ja, wie wie hieß denn die, diese Hangover? Kann sich noch an Hangover erinnern? Da hat doch dann,
09:06
einer so einen trägt dann immer verkehrt rum in der Tragehilfe das Kind und so. Das sind dann so so lustigen Fetabilder, aber sonst
09:14
ist da nicht viel. Nee, also das ist äh schon wirklich schwierig. Und.
09:19  Patricia
Da muss ich mal nachhacken, weil du ja mehr oder weniger jetzt gesagt hast, weil deine Kinder das ja in eurer Familie anders erleben. Äh glaubst du, das hat nicht irgendwie doch auch Einfluss auf die Kinder.
09:30
Eigentlich die gesamte Umgebung oder sagen wir mal der Mainstream eben genau.
09:36
So vorgibt, also was du ja im Alltag auch ähm dann ja vielleicht erlebst, selber als Vater, wenn du deiner deiner Sorgearbeit einfach
09:46
kommst, dass äh dass das dann schon wie so ein Weltwunder irgendwie von außen äh behandelt wird und so herausgestrichen wird als irgendwie was ganz Besonderes. Gibt's da nie Momente, wo die Kinder dann irgendwie.
09:58
Ja, irritiert sind oder so, also auch wenn die Sachen gucken, nehmen die das einfach so hin, dass es so anders ist.
10:07  Caspar
Also sie nehmen unseren Alltag nicht als merkwürdig da, weil er anders ist als im Fernsehen.
10:12
Und ich glaube, das Fernsehen nehmen sie schon als Fiktion dar. Ich will das jetzt aber natürlich nicht runterspielen, ne, wie wichtig ich eben die prägende Funktion auch von Medien halte, aber ich glaube, da überwiegt.
10:24
Bei uns die die.
10:26
Gegenüber den Geschichten. Also die finden das nicht merkwürdig, dass wir dass ich das Essen hauptsächlich einkaufe und zubereite und und solche Sachen mache. Das das ist für die einfach, das war schon immer so. Ja, also das äh das
10:40
einfach nicht anders. Ähm da ist dann eher, dass sie dann außerhalb des manchmal merkwürdig, wenn vielleicht irgendwann man
10:48
manchmal nochmal erklären muss, dass es so ist, wie in den Filmen wirklich, die sie hauptsächlich sehen, aber da ja da auch Fäden drin vorkommen und so ist, ist das, glaube ich, dann verbuchen die das wahrscheinlich einfach unterfiktional.
11:00  Patricia
Das ja eigentlich dann auch eine ganz gute Sache, aber ich habe also zunehmend gemerkt, mich stört das total. Also weil natürlich das Pendant zu dem Freundlichen, trotteligen Vater, der aber irgendwie nix hinkriegt, also,
11:13
so stereotypien ähm ist ja eine meiner Lieblings ähm
11:17
Serien, also als Pixie äh ist ja Conny, die immer alles irgendwie kann und alles ist irgendwie so klischeebehaftet. Da gibt's ja, ich weiß gar nicht, wie wie der Teil heißt Conny, muss ins Krankenhaus oder so
11:31
wo der Vater ausnahmsweise mal auf das Kind aufpassen muss abends und die sich dann äh eben, weil sie ähm
11:39
irgendwie eine Rutsche baut oder so und das Bein bricht.
11:43
Und also dieses ganze Buch und das ist halt finde ich sehr repräsentativ leider für eben dieses Männerbild, ne? Also dieses Ausnahmsweise kommt man mal seiner Vaterrolle nach und im Gegenzug dazu gibt's ja eben diese sehr unangenehme.
11:57
Mutterstereotypie in Serien, nämlich diejenige,
12:02
ähm ja immer so ganz angespannt ist, die nie lacht, die,
12:08
Perfektionistisch ist und die natürlich mit Händen und Füßen irgendwie immer versucht auch so einen Gegenpol zu diesem ideal irgendwie ähm zu finden ähm aber das nervt mich halt auch total. Und es gab.
12:23
Neulich auf Netflix einen Film, den ich gar nicht so sehr empfehlen will, weil der auch ein bisschen ähm
12:30
schlimmen Klischee behaftet ist, aber der hat sich das so zum Thema gemacht. Ähm der heißt Yesterday. Ich weiß nicht, gehst du den auch gesehen?
12:37  Caspar
Ja, den haben wir auch gesehen, seitdem ist bei uns ein Thema, hm?
12:41  Patricia
Sehr gut, also und da war ja der Plot im Grunde genau diese Verteilung, ne, so der Vater, der ausnahmsweise mal irgendwie so dabei ist und dann natürlich immer der lockere, lustige Typ ist und die
12:53
Mutter, die eigentlich so ein ganz lebensbejahender Mensch war und die durch das Muttersein so ganz verkrampft und nur nein strahlend irgendwie ist. Und das ähm wurde dann therapiert eben durch diesen Yes-Day
13:06
wo sie eben gesagt haben, also es gibt einen Tag, da sagen sie zu allem ja, also alles, was die Kinder vorschlagen, es wird gemacht und ähm das sozusagen so als Challenge auch.
13:18
Und da gibt's also eine ganz kleine Szene wo der Vater eben so 'ne Kinderparty auflösen muss.
13:27
Und dann, glaube ich, sogar die Tochter, die älteste Tochter oder so an irgendeinem Punkt quasi dann so wahrnimmt auch so, ach guck mal, jetzt
13:35
hat der da auch eingegriffen und fand das gar nicht so lustig, dass irgendwie das Haus fast explodiert ist.
13:41
Weil er Verantwortung für die Familie übernommen hat und da kam dann plötzlich eben auch mal so ein Nein, so in Grenzen setzen und so ein bisschen so ein einfangen von diesem Chaos.
13:51
Das fand ich einen ganz schönen Moment in diesem Film, weil das auch zwischen den beiden,
13:56
das dann so aufgelöst hat, nämlich auch zu erkennen, die Partnerin ist noch der gleiche, fröhliche Mensch eigentlich. Äh der sie war, ähm als sie sich kennengelernt haben, aber eben durch dieses alleine gelassen werden mit der Verantwortung
14:11
ist sie eben so ja ablehnend geworden. Hattest du auch so ein Moment mit dem Film oder.
14:18  Caspar
Ja, das ist
14:18
das ist lustig, weil ähm also wir haben den geguckt, weil der Trailer war einfach sehr lustig und dann äh der ist ja auch streckenweise irgendwie lustig, schon sehr klamaukig, aber am Anfang war ich irgendwie ein bisschen guter Dinge, weil ich dachte so, boah krass, vielleicht entwickelt sich der Film genau dahin, dass nicht die Mutter
14:35
stempelt wird, als die Verkrampfte, äh sondern äh gezeigt wird,
14:39
ist da eine Rolle gedrängt und die fühlt sich verantwortlich, muss die ganze Zeit für Ordnung sorgen. Und dann rutscht das aber, denn der Film finde ich immer mehr dahin ab, äh in in so einem Motto, na ja, macht,
14:51
euch einfach alle mal locker dann dann wird das schon irgendwie bis auf diese genau diese eine Szene wo der Vater kurz ausflippt, weil das Haus wirklich also sprichwörtlich äh.
15:01
Kurz davor es zu explodieren. Und dann ist war das war so eine total vertane Chance, fand ich an dem Film, weil der hätte wirklich,
15:08
richtig was reißen können, wenn der am Ende eben rausgekommen ist. Das ist alles anstrengend und wenn man das gemeinsam macht, dann sind.
15:16
Beide zwar immer noch angestrengt, aber aber nicht nicht mehr einer nur so ganz dolle oder eine.
15:22
Witzig, weil ich den auch vor Kurzem gesehen habe. Aber seitdem äh hoffen die Kinder immer auf und sind äh der Meinung, äh wenn wenn sie einen Elternteil loswerden, dann dann haben sie leichtes Spiel. Wie heißt jetzt
15:33
bekommen. Haben aber auch gegrübelt, dass sie eigentlich sowieso die ganze Zeit die erste haben und insofern, ja.
15:39  Patricia
Also so im Kleinen, ich weiß, das hast du, glaube ich, auch mal in so einem ganz anderen Kontext gesagt, eben dieses öfter mal nicht so reflexartig nein sagen, sondern reflexartig ja sagen und dann äh sich den Dingen irgendwie öffnen, bitte.
15:50  Caspar
Du hast es gesagt. Du hast es gesagt, entschuldige.
15:55  Patricia
Ich habe das in Erinnerung, dass ich das für mich übernommen habe, weil du das mal gesagt hast. Aber egal,
16:01
also ich äh ich habe das irgendwann übernommen und habe damit gute Erfahrungen gemacht, also nicht nur in der in der Kindererziehung, sondern dass man auch manchmal
16:10
eben andere Ideen haben, die an einen rangetragen werden, dass man dann nicht so kritisch ist, sondern denkt, och naja, wenn die einem das zutrauen, dann sagt man erstmal ja.
16:20
Und in vielen Situationen eben wenn die Kinder sagen hey willst du nicht mal Minecraft mit mir spielen, dass man dann
16:28
einfach schnell ja sagt, bevor man sich überlegt, dass man das vielleicht doch gar nicht will. Ähm aber ja, ähm,
16:36
Na ja, äh genau, also da das war so ein bisschen, ja stimmt, das ist schon ähm ich würde den Film auch insgesamt nicht äh empfehlen, aber ähm das fand ich so ja, wie du gesagt hast, wäre eine schöne Chance gewesen, diese Umkehr
16:49
da ja besser darzustellen, aber dieser eine kleine Moment, der hat mir eben sehr gut gefallen, weil ich das selber von mir kenne. Ich habe das ja auch in meinem Buch über Mental Lot.
17:00
Diese dass man zunehmend verkrampfter und verbitterter, verbi
17:04
Terrta wird. Ähm und das ist natürlich für für mich jetzt auch nicht schön gewesen. Aber die meisten Figuren, wenn man halt wirklich so nachdenkt, also egal was, ob Kinderserien oder Erwachsenenserien.
17:19
Oder so Familienserien wie
17:22
Modern Family ähm oder was mich ja in meiner Kindheit traumatisiert hat, weil das meine Schwester die ganze Zeit gehört hat, als Hörspiel Bibi Blocksberg.
17:31
Diesem trotteligen Bernhard Blocksberg und der ständig überspannten Mutter
17:37
Conny, Homer Simpson, egal, also es ist eigentlich immer dieser trottelige Vater und die verkrampfte perfektionistische Mutter. Na ja.
17:48
Und dann habe ich noch weiter in meinem Kopf gegraben und auf Twitter auch gefragt und habe ähm.
17:54
Nach den Vätern gesucht, die nicht so schrecklich sind und ähm da ist zum Beispiel genannt worden, findet Nemo oder Willi Wieberg.
18:04
Und jetzt rate mal, was die Figuren alle gemeinsam haben.
18:11  Caspar
Ich weiß, die Lösung schon. Die Mütter sind tot.
18:14  Patricia
Ja krass, oder? Und ähm
18:17
das ist halt tatsächlich auch ein ganz beliebtes äh Motiv in Disneyfilmen, also nicht nur eben Pixa so, sondern auch äh in ganz, ganz vielen Geschichten
18:28
anscheinend kann ein Vater nur ein Sorgen der Vater sein, wenn er die Sorge übernehmen muss, weil die Mutter eben.
18:37
Aufgefressen worden ist oder ich weiß gar nicht, wo Willi Wiebergs Mutter ist. Ähm oder bei Ariel von einem Piratenschiff äh,
18:48
sagt man überfahren, überschifft worden ist, keine Ahnung. Aber das ist schon irgendwie ein trauriges Bild.
18:57
Vätern, oder?
18:58  Caspar
Ja, ne, also genau. Ja. Äh also entweder gibt's gar keinen Vaterbild oder ein Ideothead-Filterbild oder der Vater ist, der.
19:07
Der Mensch, der als Notnagel dann aufblüht, aber alles drei, so bin ich sehr zufriedenstellend, weil alles drei nicht ähm das ist, was man sich als Normalität wünschen kann, ne.
19:17  Patricia
Ja. Und mich ärgert an den it it deads auch, da habe ich neulich auch nochmal so drüber nachgedacht
19:23
weil da fehlt mir auch ein Wort es es gibt ja
19:28
auf Social Media auch ähm so eine Tendenz von Müttern oft
19:34
sich so über Väter lustig zu machen, die versuchen irgendwas so im Familienkontext zu machen, die Kinder dann irgendwie falsch anziehen, die
19:44
vergessen, die keine Ahnung, krumme Torten backen oder so. Und das wird ja oft.
19:51
So in einen Topf geworfen
19:55
und das ähm da hätte ich gerne irgendwie so ein Wort, weil eigentlich ist das ja eine ganz andere Kategorie Mann, die ich so aus Serien und Filmen eben gar nicht kenne, nämlich so Männer, die für sich erkannt haben, hey
20:07
Ich will da eigentlich eine Rolle spielen und ähm eben nicht der Versorger sein, der so abends,
20:14
dazu kommt und ähm da will halt seine eigenen Erfahrungen sammeln und ist vielleicht eben am Anfang noch so ein bisschen unbeholfen, weil ja an der ein oder anderen Stelle
20:26
kompetenz auch fehlt, aber der Wille ist halt da und auch ähm das Tun ist da und äh.
20:34
Ja, da da fehlt mir irgendwie so das Wort für, weil so lernende Väter ist jetzt nicht so.
20:39  Caspar
Was hältst du denn von Amateur-Dat oder so? Äh weil also wo woran, was ich daran festmache, äh ich kenne das ja auch, also ich sehe das auch manchmal. Ähm und.
20:50
Glaube, das Problem ist, dass man sich darüber lustig macht, dass jemand gerade was lernt.
20:57
Ob das jetzt zu spät ist, sei dahingestellt, aber trotzdem, so wie du ja auch immer wieder sagst, besser spät als nie, ja, also besser es fängt dann mal an. Und ähm.
21:07
Ich glaube, egal welcher Tätigkeit man nachgeht, wenn man anfängt, läuft's immer schief. Also die ersten Torten sind bei den meisten blöd aus und äh wer noch keine Waschmaschinenladung falsch gewaschen hat, ähm hier wird die erste eingelaufene Socke.
21:20  Patricia
Cashmere Pulli.
21:21  Caspar
Genau. Ja und ähm.
21:24
Und das ist jetzt ganz wichtig, jetzt keine Schuldzuweisung oder so, ne? Weil ich finde das ja, ne, diese ich mag ja auch nicht dieses äh diesen Vorwurf, aber trotzdem muss man dabei aufpassen, dass man insofern nicht entmutigt,
21:38
als dass man anderen nicht zugesteht, weil sie später anfangen, dieselben Fehler zu machen, die man vielleicht bei sich schon vergessen hat
21:45
also ne, das soll jetzt kein Welpenschutz sein und nicht äh Väter sind toll, wenn sie später anfangen. Das
21:50
alles nicht sagen, aber es wäre gut allen zuzugestehen, dass sie am Anfang halt einfach.
21:55
Bauen und dann ähm muss man ihnen das auch nicht abnehmen oder so, sondern dann sollen sie's halt einfach nochmal zehnmal machen. Dann gehen halt drei Kaschmir-Pullis kaputt und äh aber irgendwann klappt das.
22:05
Und ich habe auch ich habe
22:07
ekelhaftes Essen gekocht, Waschmaschinenladung äh meine meine Güte, was ich alles schon kaputt gemacht habe und so, aber das verbuche ich einfach unter unter Lernen so.
22:17  Patricia
Ja, das ist ja auch ganz wichtig. Also, weil es ist ja, wie du sagst, dass äh also man hat ja lediglich dann vielleicht einen Kompetenzvorsprung, weil man das lange gemacht hat, aber also
22:27
ich bin auch äh Spezialistin tatsächlich in Wollsachen ähm aus Versehen unbelehrbar äh mal auf sechzig Grad zu waschen und jetzt haben wir leider gar kein kleines Kind mehr, dem dann diese Sachen passen, sondern.
22:42  Caspar
Diese Festen ne, die man kaum biegen kann. Wir kennen sie alle, ja.
22:46  Patricia
Oh, es ist, es passiert, weiß ich nicht, einmal im Jahr oder so und dann ist es immer so, oh Mann, ey, natürlich weiß ich eigentlich, dass man das nicht macht, aber ja, also ich weiß nicht, ob
22:56
Amateur, Dad oder Amateur, Dad, ähm da nicht schon ein bisschen diese.
23:03
Abwertung hat, die man eigentlich irgendwie nicht will, aber.
23:07
Jeden Fall habe ich gedacht, dass es vielleicht auch was, was man im Kopf behalten kann, wenn man eben dann Serien und Filme anguckt, ähm um diese
23:15
diese ähm Unterscheidung zu treffen zwischen ist das vielleicht einer, der der ein bisschen spät sich einbringen wollte und dann eben ja ein bisschen täupatschig ist und Fehler macht, aber das wird schon noch oder ist es halt wirklich.
23:30
So der unbelehrbare Homer Simpson, der eigentlich seit zweihundert Folgen überhaupt gar nichts irgendwie dazu gelernt hat.
23:39  Caspar
Denke ich die ganze Zeit über Titel nach. Äh Beginner-Date, keine Ahnung. Ich muss mal so eine.
23:45  Patricia
Dad, ist doch klingt klingt doch nett.
23:48  Caspar
Ja, aber jetzt kann man wahrscheinlich falsch verstehen, dass er spät Vater geworden ist, aber das das lädt es wahrscheinlich das Wichtige.
23:55
Ja und was was ich auch eben noch gelernt habe, das habe ich ja auch schon mehrfach, glaube ich, erzählt, dass es generell eben auch wichtig ist, anzuerkennen, dass verschiedene
24:03
Menschen, Dinge verschieden machen. Also wenn ich darüber nachdenke, wie wie äh meine Frau und ich eine Waschmaschine füllen. Äh das ist völlig unterschiedlich. Also ich lese dann wirklich.
24:13
Jedes Etikett und sortiere danach nach dreißig und vierzig Grad die Wäsche so und äh gucke auch mir manchmal noch die Waschmaschinensymbole alle an. Es gibt.
24:22
Viele. Und äh meine Frau macht das einfach so. Die schmeißt das dann rein und so läuft das bei ihr und ich kriege da voll die Zustände, wenn das so ist und mache das eben anders. Aber keiner von uns macht's richtiger.
24:35
Ja, sondern das sind eben verschiedene Arten, mit Dingen umzugehen und das.
24:40
Bezieht sich auf alles, auf Essen, äh zubereiten, einkaufen, jeder und jeder hat hat so eine eigene Art und das ist wichtig, dass man sich das auch lässt und dann nicht versucht, ähm dem Partner oder der Partnerin überzuhelfen, wie wie was zu sein hat.
24:55  Patricia
Ja
24:55
Aber dennoch wirklich ja schade, dass das so wenig eben diese Vielfalt, ne? Also diese Vielfalt an Lösungen und an an oder auch in der Rolle an sich, Vater, Mutter, ähm dass
25:09
dass das so wenig in Serien und Filmen und Büchern auch abgebildet wird. Also für mich waren in der Hinsicht zum Beispiel, wenn man nochmal auf Bücher geht, wirklich auf so
25:19
Kleinkinderbücher. Ähm weiß nicht, ob du da schon mal durchgeblättert hast. Es gibt ähm von der Katja Seide äh und ähm.
25:29
Danielle äh die äh Kinderbücher. Ähm ich weiß gar nicht, wie die heißen. Also zwei äh kenne ich da. Und ähm.
25:38
Das sind so diese typischen Pappbücher,
25:41
wo so zwei, drei Sätze irgendwie stehen und man könnte die Handlung auch äh in zwei Sätzen irgendwie zusammenfassen. Ähm aber da ist das Tolle, dass eben diese optische Gestaltung so vielfältig ist, also zu sehen
25:54
ähm also was Väter da machen, was Mütter da machen, dass irgendwie zwei Mütter ein Kind irgendwie.
26:01
Polen ähm und, und, und, also so ganz viele Kleinigkeiten, dass eine Wohnung unordentlich ist äh und so was alles. Da habe ich gedacht, das sind eigentlich so ganz
26:11
kleine Details, die ja eigentlich wirklich nicht so schwierig sind, das so umzusetzen und die machen so viel aus.
26:19
Aber man findet das einfach so selten in in Illustrationen.
26:25  Caspar
Ja, also das äh kann ich nur unterstreichen. Ich kann noch äh aus aus der eigenen Geschichte erzählen, dass ja ähm Susanne, meine Frau und ich, wir verkaufen ja auch ein paar eigene Produkte, so Postkarten und so und
26:38
da machen wir auch so einen Entwicklungsprozess durch, also dass wir die Käuferschaft hauptsächlich weiblich und äh sie schreibt auch Bücher wie Mutter sein, auch absichtlich, dass sie bestimmt
26:47
Themen behandelt. Aber wir ändern da auch mit der Zeit immer mehr die ähm Visualisierungsformen, um da auch immer mehr
26:56
ähm auch aus aus einer eigenen Überzeugung heraus eben ähm besser und divers ähm.
27:03
Themen abzubilden und merken auch, wie gut das eigentlich.
27:08
Kommt, also wie wichtig das auch ist, ja, dass man eben nicht immer das äh dasselbe abbildet, sondern die völlig verschiedenen Familienmodelle, die es dies gibt und tätig.
27:16
Und ähm das finde ich irgendwie, also das liegt mir auch wirklich sehr am Herzen. Ich hoffe, dass man eben generell mit dem, was wir jetzt vermissen und was bewegen kann, aber jetzt wäre für mich die Frage,
27:27
ähm muss man jetzt einfach sagen, wir wollen endlich eine, wir wollen endlich Serien und Filme haben, wo wo Väter und Mütter
27:33
fünfzig fünfzig Austausch bei die Sachen machen oder oder also was kommt für uns dabei raus? Weil jetzt im Moment eigentlich klagen wir ja nur oder dass uns was fehlt.
27:43  Patricia
Ja, weil's halt wirklich auch schwierig ist, ähm die ganzen Beispiele zu finden. Also ich habe
27:49
wirklich heute den ganzen Tag so drüber nachgedacht, aber hatte dann so an jedem Ding, dass ich dachte, irgendwie läuft's ja doch wieder aufs aufs äh Gleiche hinaus. Und dieses, das so ganz normal
28:01
weiß ich nicht, in Kinderfilmen so was passiert, wie das Kind fällt hin und äh der Vater geht hin und tröstet das Kind und
28:08
gut ist. Ähm so so was ähm scheint ja irgendwie keine also
28:14
keiner Filmproduktionsfirma irgendwie zu finden. Also ähm ich kann an der Stelle wirklich nur ähm
28:21
sagen, wenn unsere Hörerinnen und Hörer äh gute Beispiele haben, ähm dann schreibt die gerne in die Kommentare, weil mir fehlt das wirklich an an diesen Stellen und das sind ganz, ganz wenige
28:34
Serien, auch selbst für Erwachsene, die mir eingefallen sind, wo ich dachte, oh Gott, da ist die Mutterrolle oder auch die Beziehung zwischen Mutter und Kind nicht.
28:42
Bar, also beispielsweise die Serie Sex Education, da ist schon viel sehr cringe zwischen ähm der äh Psychologinnenmutter ähm und äh dem Teenager-Sohn ähm aber irgendwie.
28:55
Ist es halt nicht so klischeehaft und die wurschteln sich dann irgendwie so liebevoll dadurch. Und von sowas hätte ich gerne einfach tatsächlich mehr und bei
29:05
Kinderbüchern haben wir halt auch natürlich immer versucht, so neutralere ähm Sachen zu finden.
29:12
Wo vielleicht auch Elternrollen mal gar nichts also gar nicht wichtig sind, sondern die Kinder vielleicht im Zentrum irgendwie stehen, mir fallen da.
29:21
Von uns geliebten Franziska und die Elchbrüder und ich weiß nicht, das sind irgendwie drei Teile, die wir immer rauf und runter gelesen haben.
29:30
Aber am Ende kommt halt doch irgendwie aus dem Kindergarten oder ausm Hort kam dann eben Conny wieder zu uns. Also von daher, ich.
29:39
Kann gar nicht so viel kein, kein konstruktives Ende leider finden.
29:44  Caspar
Ich überlege, ob man vielleicht vorschlagen sollte, wir kriegen das jetzt nicht fertig, aber so eine Art an Bechteltest angelehnten Test, womit man bestimmen kann, ob man zufrieden ist, so was wie ähm wir wünschen uns Filme und Serien, in denen es
29:57
Väter gibt
29:58
die nicht durch ähm einen äh Unfall oder ein besonderes Ereignis in ihre Vaterrolle gedrängt werden und wo nicht thematisiert wird, explizit, dass sie dieser Tätigkeit nachgehen als etwas Besonderes.
30:13
Ja, also dass dass man so überlegt, wann, wann, also was würde uns denn eigentlich zufriedenstellen?
30:19  Patricia
Das ist ein total guter Vorschlag und im Grunde ähm wo du gesagt hast, mit dem besser machen, also äh Susanne und du ihr seid ja da auf jeden Fall auch dran. Also ich habe mich zum Beispiel sehr gefreut,
30:31
ihr habt jetzt gerade glaube ich Aufkleber zum zum Wort Gesignation was du ja erfunden hast gemacht und da war das erste Mal im Papa dabei auch oder?
30:41  Caspar
Wir haben schon andere Sachen mit Vätern auch, aber genau, das ist jetzt auch explizit äh ist auch ein Vater dann mit dabei, ja.
30:48  Patricia
Ja
30:48
Das, das fand ich dann tatsächlich dachte ich so, ach guck, wieder ein Stück eben weiterentwickelt, also von daher hast du auf jeden Fall oder eure Familie hat da schon äh Vorsprung in Sachen konstruktiv dazu beitragen, dass eben diese Rollenbilder vielfältiger auch wiedergegeben werden
31:06
und vielleicht kriegen wir das ja hin, also die Idee finde ich genial, so ein so ein Bechteltest das ist dann der Mierau Test für Familienbilder.
31:16  Caspar
Nein, nein, wir nennen den MKL-Test, damit wir den ja, damit wir den, damit wir den gleich hier brand, der MKL-Test für äh Familienmodell-Darstellung oder so, genau.
31:26  Patricia
Okay, dann brauchen wir jetzt nur noch die Catchy drei Fragen, ähm aber das müssen wir jetzt vertragen.
31:31  Caspar
Wir nehmen auch Vorschläge entgegen. Ich habe ja jetzt schon einen Aufschlag gemacht und dann arbeiten wir das vielleicht aus und präsentieren das in einer der nächsten Sendungen.
31:39  Patricia
Sehr gut.
31:40  Caspar
So ähm jetzt haben wir ganz schön viel gesprochen über Väterbilder und
31:45
Mütterbilder. Es gibt natürlich auch viel äh ansonsten Literatur dazu. Wir haben jetzt eher ein bisschen darüber gesprochen, vor allen Dingen in den Medien, wobei wir mit Medien vor allen Dingen Serien, Filme und ein bisschen Bücher meinten und Kinderbücher
31:59
Ähm und da wir beim Thema Bücher und Kinderbücher sind, was manchmal ja auch ähm mit unserem Tipp zusammenhängt, heute aber vielleicht nicht, würde ich dich fragen, ob
32:07
du noch ähm ein äh Hack, sagen wir gar nicht mehr, ne? Ein.
32:13
Ähm genau, eine Lockdown-Aktivität ähm vorschlagen kannst, die gut zur aktuellen Phase passt.
32:20  Patricia
Ja ähm wir haben gerade sehr Freude dran uns
32:25
das Ende des Lockdowns vorzustellen, auch wenn das sich anscheinend ja noch ein bisschen zieht, aber sehr, sehr viele Jahre in die Zukunft. Also, wenn Sachen echt mega frustrierend sind, ähm dann stellen wir uns jetzt vor, äh wie unser Kind eben selbst,
32:41
äh Großvater oder Großmutter ist und was die dann ihren Kindern erzählen.
32:48
Und wie ich das dann noch als Urgroßoma irgendwie ergänzend darf. Und das ist teilweise dann doch äh also von lustig, also weil man dann manchmal wirklich auch.
32:58
Rauskriegt nochmal wie absurd manche Situationen sind
33:02
bis in den, also größeren Kontext tatsächlich sich auch vorzustellen, wie wird das eigentlich später in Gesellschaftswissenschaften, in der Schule verarbeitet
33:14
Zeit, die wir gerade hatten, diese politische Situation ähm und wir versuchen dann auch so ein bisschen natürlich in also
33:22
quasi nach vorne zu gucken, wie kürzere so hat das irgendwie ein Ende gefunden, hat das ersten Ende gefunden durch die Impfungen und so weiter, aber ähm das ist dann doch ähm immer so ein bisschen schrullig
33:34
sich dann ein relativ junges Kind eben im Kopf da in die Situation versetzt selbst den Enkeln zu erzählen
33:44
was eigentlich früher damals zwanzig einundzwanzig so los war in der Pandemie.
33:50
Und das äh kann man immer mal wieder abends machen und das eigentlich ganz ganz lustig und heitert dieses doch äh traurige Thema ähm auf.
34:00  Caspar
Ja, ich denke gerade drüber nach, wer fast witzig, einen kleinen Podcast darüber sozusagen zwanzig Jahre später, also jetzt äh zu produzieren, der zwanzig, der aber aus zwanzig Jahre später sich das Ganze
34:10
äh erzielt. Das ist bestimmt spannend
34:13
Ja auch so am Anfang war das ja so, da dachte man ja, als ich noch ein paar Monate geht, aber mittlerweile ist es ja wirklich ein Lifechanging-Erlebnis irgendwie, also da werden wir sicherlich noch lange drüber erzählen und irgendwann irgendwelche Enkelkinder nerven, die das dann nicht mehr hören wollen, die Geschichte.
34:27  Patricia
Ja, leider, aber diese, die sind jetzt sozusagen vorbereitet dann schon.
34:32  Caspar
Ich habe äh genau, ich habe das schon alles vorbereitet hier, bitteschön.
34:36
Sehr schön. Ähm ja Dankeschön. Dann sind wir für diese Sendung durch. Ähm in der nächsten Sendung wollen wir reden über ähm wir haben das äh.
34:49
Da darf man das Wort genderprobender eigentlich sagen, irgendwie schon, oder? Genau, wir haben, wir haben das.
34:51  Patricia
Ja. Ja, es gab auch schon den Wunsch, dass Helge Schneider ein Lied darüber machen soll.
34:56  Caspar
Okay, also äh wir haben das Stichwort genderopenda, ähm Mädchen, die Killerspiel.
35:00
Jungs die Nagellack mögen, äh haben wir so als äh interne Notizen für uns, dass nicht die die ganz offizielle Ankündigung, aber mit dem Thema wollen wir uns beschäftigen, weil uns das ja auch mit unseren eigenen Kindern beschäftigt oder auch im Umfeld.
35:12
Wir nehmen da auch gerne noch schon in den Kommentaren oder per Mail von euch Hinweise entgegen, wenn ihr dazu eine Meinung habt
35:20
dass wir vielleicht was mit reinnehmen sollen, ansonsten freuen wir uns auch immer über Kommentare und Bewertungen und verbleiben bis dahin tschüss.
35:30  Einspieler
Das war's.
35:33
Mit Kindern leben der Eltern Podcast. Alles Weitere auf MKL Punkt W T F.
35:42
Dankeschön und tschüss. Bis zum nächsten Mal.