Der dicke Preusse spricht

Ein Podcast über das Leben und die Spiele

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episode 53: Die Revolutionsheere [transcript]


Heute sprechen wir über die Revolutionsheere und einzelne herausragende Aktionen der Revolutionsarmee

Und die Buchempfehlungen:

Karl Geisel; Die Hanauer Turnerwehr; Hanauer Geschichtsblätter-Band 25, 1974

Sabrina Müller; Soldaten in der deutschen Revolution von 1848/49; Schöningh; Krieg in der Geschichte;


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 2021-05-03  57m
 
 
00:00  Track 1
Hallo und willkommen zur neuesten Podcast der Interessensgemeinschaft Revolution achten acht neunundvierzig. Heute spreche ich wieder mit dem Christian, hallo Christian. Wir brauchen unbedingt einen kürzeren Prägnantenrand. Prägnant, einen einfachen Namen.
00:13  Track 2
Sag doch einfach, IG achtzehn achtundvierzig neunundvierzig.
00:18  Track 1
Ja, aber ist ja auch schon wieder Breffkast oder so.
00:20  Track 2
Interessengemeinschaft, lebendige Geschichte. Es steht ja im in Beschreibung.
00:25  Track 1
Oder Ref kaufst oder REWE kaufst. Podcasts enden ja immer mit Kaffee.
00:29  Track 2
Ja, lass uns da doch mal auf dem Workshop drüber reden.
00:32  Track 1
Nächstes Jahr meinst. Frühestens, eventuell.
00:34  Track 2
So ich denn so hoffe ich doch ganz stark.
00:37  Track 1
Also ähm erstmal an euch äh frohes Neues.
00:42
Wir sind immer noch da, wir haben uns auch eine kleine Winterpause gegönnt, äh, gegönnt und äh haben drüber überlegt, welche Themen wir alles machen wollen und wir haben festgestellt, es sind viele und deswegen nehmen wir Erfolge auf. Heute, worüber sprechen wir.
00:55  Track 2
Wir sprechen heute über das äh Revolutionsherr. Wir haben jetzt ganz viel über die Preußen gesprochen. Jetzt wollen wir doch mal über die äh über den Konterpart sprechen und äh danach werden wir dann.
01:07
Ein paar zivilere Themen aufgreifen wollen. Aber jetzt kommen erstmal die Baden oder beziehungsweise die revolutionäre dran.
01:13  Track 1
Okay. Revolutionäre. Das waren äh oder es gab äh gab es nur eine Armee oder gab es.
01:19  Track 2
Im Prinzip gab es mehrere. Es kommt darauf an, worauf wir uns jetzt beschränken wollen. Wenn wir jetzt von der Revolution an sich sprechen, dann könnte man theoretisch noch die Ungarn mit reinnehmen und die wollen,
01:30
die auch, ich sage mal, auf dem deutschen Schauplatz in Anführungszeichen, ähm, mitgespielt haben,
01:36
aber ich glaube wir beschränken uns mal auf dem badischen Feldzug, damit das nicht allzu sehr ausufert. Ähm wobei wir auch gleich sehen werden, dass da wieder Kompatanten aus mehreren verschiedenen,
01:48
Schauplätzen zusammenkommen und ich glaube, wir können, wenn wir über den badischen Schauplatz sprechen, können wir von zwei Revolutionsherren sprechen. Zumindest zum Anfang und zwar von der pfälzischen Armee,
02:00
die in der Rheinpfalz aufgestellt wurde und von der badischen Armee. Beziehungsweise von dem badischen Revolutionsherr.
02:07
Ja, die es war so, dass die pfälzische äh Armee aufgestellt wurde, die ist dann äh von den Preußen recht schnell über den Rhein gejagt worden,
02:17
Ähm da kommen wir vielleicht gleich noch zu und ähm hat sich dann mit der Badischen verbunden. Insofern war es dann hinterher eins und im westlichen Deutschland war es da mit den aufständischen auch schon ähm,
02:30
Äh ja, weil insofern äh liegt dann halt nur noch bisher das äh Baden verteidigt. Also zwei.
02:37  Track 1
Okay. Und wo gab's die von Anfang bis Ende dann sozusagen oder wo ist die erste äh dann nachdem sie über den Leiden gedrängt wurde, war sie dann wieder oder ein U.
02:46  Track 2
Ja, die wurde eingegniedert, äh dass ähm das äh Revolutionsherr in Baden, das war gegliedert in fünf Divisionen,
02:54
Und äh die pfälzische Armee wurde dann quasi die sechste, die wurde dann äh aufgefüllt mit einem paar Badischen äh regulären Einheiten,
03:01
Und auch mit ein paar Volkswehreinheiten, das war dann die sechste Division der badischen. Beziehungsweise das Revolutionsheeres. Ja.
03:10
Vielleicht.
03:12
Fangen wir erstmal mit mit dem allgemeinen Ruf des Revolutionsheeres an, weil das glaube ich das ist, was jeder, äh, der das hört, so macht oder es macht sich ja jeder, der diesen Begriff hört, macht sich erstmal Bilder im Kopf,
03:25
und äh da gibt's natürlich ganz viele volkstümliche ähm Gemälde und und Skizzen und Stiche. Und man sieht eigentlich immer äh gelotterte Personen,
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Meistens natürlich Männer ähm in irgendwelchen fantasievollen Uniformen möchte ich's nicht nennen.
03:45
Äh Kampfanzügen. Es war ein sehr neu.
03:48  Track 1
Jetzt tragen, es ist doch auch eine Uni.
03:50  Track 2
Es ist ja halt äh alles bunt, checkig und durcheinander, ne? Da da ist kein einheitlicher Hut, kein einheitliche Hose und keine einheitliche Bluse. Ähm.
04:00  Track 1
Jetzt vergleichst zum Beispiel mit dem amerikanischen Bürgerkriegliedstadler, die sahen ja auch alle irgendwie anders.
04:06  Track 2
Ja, aber dennoch Uniformer, glaube ich, als das, was du äh im Revolutionsherr gesehen hast. Ähm anders als die Konföderierten,
04:15
Vielleicht sogar das Lederzeug und die Bewaffnung äh zumindest äh größtenteils. Meteorogen.
04:23
War das bei dem Revolutionsherr, äh.
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Hast Leute gehabt, die kamen ähm Moment, das ist ja, nein, ich das ist ja das Bild, was was man heute davon hat, ich da ich möchte ja nur äh sagen, dass wir gleich dahin kommen, wo die Konfigurierten wahrscheinlich waren.
04:41
Ja, also das allgemeine Bild, was man heute hat, wenn man an das Revolutionsjahr denkt, das sind, glaube ich, ganz klar Hackers freischaden, das ist woran jeder erstmal denkt. Wir hatten.
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Kurz abzuschweifen. Wir hatten mal eine Veranstaltung im Ladenburg. Ähm ich dann äh den Reportern, die anwesend waren. Das war zum internationalen Museumstag hatten wir da eine Veranstaltung,
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und habe, ich habe äh wurde dann interviewt und hatte dann kurz erklärt, dass sie Preußen achtzehn neunundvierzig halt dann Ladenbruch besetzt hatten,
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und äh die Reporter kamen immer wieder auf Hacker zu sprechen, obwohl Hacker damit überhaupt nichts zu tun hatte, aber das ist halt das, was die Leute heutzutage,
05:19
in Baden noch mit der Revolution verbinden. Und deswegen, wenn man Revolutions hier hört, hat man, glaube ich, diese in Anführungszeichen Hacker gestalten,
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Im geistigen Auge, was ja gar nicht äh der Fall ist oder der Fall gewesen ist, zumindest nicht allgemein.
05:36
Genau und äh du hast es schon gesagt, äh die äh koffürdrierte Armee war jetzt auch nicht äh gesegnet von äh üppigen äh Nachschubgütern. Und beim Revolutionsjahr war das natürlich so, dass man da in der Armee quasi aus dem Nichts heraus aufbauen musste,
05:51
Und da kommen wir eigentlich schon dann äh zur Zusammensetzung des Revolutionsherdes. Woraus hatte aus welchen Einheiten hat sich dieses Jahr zusammengesetzt,
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Da sehen wir natürlich als als äh ganz starke Fraktion. Ähm!
06:04
Die badische Armee. Damit hat ja theoretisch dann achtzehnhundertneunundvierzig auch angefangen.
06:09
Als äh das Militär gemeutert hat. Ähm also dann wurde als als demokratische äh als als ähm Anführungszeichen ähm militärische Macht des demokratischen Staates wurde dann halt,
06:24
Volksherr, also die Volkswehr aufgebaut, das war ein allgemeine,
06:30
Eine Armee, die der allgemeinen Wehrpflicht unterlag, so ein bisschen parallel zur badischen, regulären Armee äh aufgebaut wurde.
06:38
Und hier war's schon wo es daran mangelte an an genügend Waffen, an ausreichend Uniformen, sodass wir da schon sehr fantasievolle,
06:49
Ähm ja, Uniformierung und und auch Rangabzeichen haben,
06:53
Und dann kam dazu natürlich noch die Freischaren, also wir haben äh da alle Qualitäten von einer Freischau, wo die Leute alle in Zivil hinkamen, mit ihren dem wundervollsten Bewaffnung,
07:03
oder so ähm Formationen wie zum Beispiel die Hanauer Turnerwert, die äh sehr militärisch,
07:10
Gedrillt war und auch im Auftreten halt sehr militärisch wirkte und auch einheitlich uniformiert war, obwohl's halt keine militärische,
07:18
ähm keine ähm reguläre militärische Einheit war. Also dann das ist die Spanne, also du hast wirklich von von so einer Räuberbande in Anführungszeichen, die für die Freiheit kämpfen möchte, bis äh zu einer zu einem äh Elitemäßig ausgerüst.
07:33
Niederbayerischen Armee hast du alles da drunter gehabt.
07:35  Track 1
Die hatte waren ja vorher dann schon eine Bürgerwehr. Und Bürger werden gab mir vorher auch schon, oder?
07:42  Track 2
In dem Sinne, die hat sich halt ähm müsste ich mir jetzt äh genauer einlesen, speziell auf die Hanauer Turnaver, aber die Hanauer Turnaver war quasi entstanden aus einer aus einem Turnverein.
07:55
Ähm die Turnvereine wurden damals ja also zu ihrer Gründungszeit wurden sie ja gebildet, um so während beziehungsweise vor dem äh Befreiungskriegen oder während.
08:07
Nach dem Befreiungskriegen gegen Napoleon wurden diese Tourenvereine gegründet, um den deutschen Mann für den Kampf oder auf den Kampf fürs Vaterland körperlich vorzubereiten, dass er fit ist und äh entsprechende Fähigkeiten hat, zum Beispiel in Vechten.
08:21
Er sah aber auch schwimmen kann ähm körperlich fit ist, ne? Das war der Hintergrund und so waren die natürlich im gewissen Sinne immer,
08:30
So hatten hatten die schon so im Grunde ihres Daseins hatten sie so einen kriegsvorbereitenden Hintergrund. Und als dann die Revolution kam, gab's natürlich auch demokratische Bestrebungen innerhalb der Turna. Ne? Und als dann die Reichsverfassung,
08:43
das geeinte Deutschland, das war ja eigentlich auch ein Gedanke derjenigen, die in den Befreiungskriegen gegen Napojion gekämpft hatten, dass äh Deutschland endlich ein Nationalstaat wird und der,
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Wurde dann halt nochmal aufgegriffen und zu hatten, denn die Hanauerturne, aber auch äh ich glaube aus Heilbronn haben sich dann auch noch welche den äh Normalen angeschlossen. Ähm da sie halt nah am Geschehen waren, haben die sich dann,
09:05
in Anführungszeichen rekrutieren lassen eigentlich für die Pfalz, sind dann aber nur bis Baden gekommen, wo sie dann direk.
09:12
Ja in die Revolutionsarmee einverleibt wurden. Auch vor dem Hintergrund, dass äh in der Pfalz halt nicht mehr so viel los war. Es hätte keinen Sinn gehabt, da noch weiter dahin zu marschieren.
09:23  Track 1
Warum? Was war, was war jetzt da nicht.
09:25  Track 2
Ähm machen wir es folgendermaßen, schauen wir mal kurz in die Pfalz. Ähm als die Reichsverfassung scheiterte,
09:33
Und äh die Nationalversammlung in Frankfurt beziehungsweise dass dann nur noch stehende Rumpfparlamente zu den Waffen gerufen hat haben sich in der Pfalz,
09:42
Die Menschen erhoben und äh wollten halt sich für die beziehungsweise nicht wollten, sondern haben sich für die Reichsverfassung ausgesprochen,
09:49
Und ähm haben die bayrischen Behörden vongejagt.
09:53
Eine provisorische Regierung gebildet, welche dann falls beziehungsweise später dann oder welche die Pfalz dann später in die Nationalstaat eingliedern sollte. Ähm die bayrischen Behörden haben sich zurückgezogen,
10:06
Die Verwaltung ging an die revolutionäre über und natürlich war den revolutionären klar,
10:11
Das kurz oder lang irgendeine reaktionäre Macht, vermutlich die Preußen kommen und wieder für Ruhe und Ordnung sorgen würde. Deswegen mussten sie eine Armee aufbauen.
10:21
Das sollte dann erstmal der Tiroler,
10:24
Fanna von Fenneberg übernehmen. Er hatte dann aber schnell die Lust verloren und deswegen suchten die Zuständigen in der Pfalz schnell nach einem anderen, fanden den französischen General,
10:34
Franko polnischen General Franz Schneide. Der junge Mann war nicht mehr ganz so jung, er war eigentlich schon sehr betagt, hatte unter Napoleon als Kavaleriegeneral gekämpft, auch in Russland, war unter anderem auch,
10:46
Träger aus der Medaille der Ehrenlegion,
10:49
Und ähm hatte ein natürlich total grandiosen Neumund, also eigentlich sprach nichts dagegen, dass er der falsche,
10:59
Oberbefehlshaber für die Truppen wäre, er hatte leider nur ein Problem, er war seit Seitlebens immer Befehlsempfänger gewesen.
11:07
Er hatte nie wirklich eine Armee geführt und hatte immer jemanden über sich. Das war in diesem Fall jetzt aber nicht mehr,
11:14
Und deswegen verlor er sich dann in Planung und Organisationen von irgendwelchen Dingen, die total sinnlos waren,
11:22
Und deswegen war der Aufbau der pfälzischen Armee ein grandioses Desaster,
11:27
Es gab in der Pfalz sehr viele sehr viele, aber relativ viele Flüchtlinge aus anderen Staaten, wo die Revolution bereits schon niedergeschlagen worden war,
11:37
wie zum Beispiel auch Preußen, ähm Länder, die aus Westfalen und im Rheinland nach Süden geflohen waren,
11:43
Und äh die bildeten halt Freikurs, aber es sollte die dann in Baden auch eine Volkswehr auch aufgebaut werden. Ähm das sah dann so aus, dass die Leute,
11:53
der einen Berufung folgten oder gewaltsamen ähm zusammengetrieben wurden, äh sich dann aber auch nach kurzer Zeit, sobald sich die Möglichkeit ergab, äh davon davon strahlen.
12:02
Und äh,
12:04
Die Ausrüstung war natürlich miserabel. Es war überhaupt kein gab kein Hand und Fuß bei der Ausrüstung bei dem bei der Organisation, bei dem Drill. Ähm ja und so kann konnten es natürlich nur so kommen, wie es dann auch kam, als die Preußen,
12:18
Zwischen dem zwölften und dreizehnten, nee, achtzehnhundertneunundvierzig in die Pfalz einrücken, dass so gut wie gar kein Widerstand geleistet wurde. Es gab ein paar kleine Gefechte.
12:28
Kann man aber auch nicht Schlacht nennen und die endeten natürlich immer mit der Niederlage der Pfälzer, als Ausnahme oder was heißt als Ausnahme, als heroisches Beispiel ist da natürlich,
12:38
Das Gefecht bei Kirchheimbolanden zu nennen, wo die ähm Kämpfer,
12:43
Beziehungsweise ein ein kleiner Teil der Kämpfer, fast bis zum letzten Mann aushielten, um gegen die Preußen zu kämpfen,
12:49
Aber letztendlich natürlich auch der Übermacht gemacht. Übermacht unterlegen werden. Ja und so kam es, wie es kommen musste und ähm schneide es Armee, hat sich dann bei Knielingen so gegenüber von,
13:03
In Karlsruhe gesammelt am Rhein und ist dann dort auch den Rhein äh gewechselt. Und die Preußen hatten sich dann halt bei Germersheim gesammelt.
13:13
Badischen her, welches am Neckar so tapfer ausgehalten hat in den Rücken zu fallen. Das ist ganz kurz und grob die Geschichte der pfälzischen,
13:21
Man muss dazu sagen, dass äh sehr viele äh Offiziere und Anführer, die.
13:26
Später zum Beispiel im amerikanischen Bürgerkrieg in Anführungszeichen relativ berühmt wurden ähm unter den Deutschamerikanern wie Willig, Schimmelpfennig, ähm auch Anecke,
13:37
haben zum Beispiel in der Pfalz äh ihre Freischaden geführt und später wurden sie auch als Brigade Offiziere,
13:44
Gadeführer ähm sechsten, in der sechsten Division der des Revolutionsjahres übernommen,
13:50
andere wie schneide, die hatten dann eher unrühmliches Ende,
13:55
kann ich auch kurz erzählen, Zuge der Gefechte während nach der Schlacht von Keusel ähm da haben die,
14:07
Soldaten, die unterscheidet dienten natürlich gemerkt, dass er,
14:10
Mit der ganzen Situation vollkommen überfordert war und äh als die Preußen dann wieder in Angriff starteten und äh schneide keinen wirklichen Befehle auf die Reihe kriegte, um um das Ganze irgendwie,
14:23
dem Ganzen irgendwie zu begegnen, äh haben sie ihn vom Pferd bezogen und verprügelt,
14:28
Und ihm die Orden, auch vom vom Uniformrock äh gerissen und nur das Einschreiten von anderen Offizieren zu seinen Gunsten hat ihm wohl vermutlich das Leben gerettet, worauf wir in er natürlich dann sich gesagt hat, okay,
14:39
wisst ihr was, ich schmeiße den, ich gehe zurück nach Frankreich und das war dann das Ende seines Engagements für die Freiheit. Ja, was also ganz kurz.
14:49
Ja, natürlich. Aber das halt ganz kurz äh zu dem Hintergrund der der pfälzischen Armee und das können wir dann und damit eigentlich auch abhaken. Nur was ich äh kurz noch sagen wollte, es gab einen ganz, ganz geringen Teil von äh bayrischen Soldaten, die sich der pfälzischen Armee anschlossen
15:04
Ansonsten war das wirklich ein total bunt gewürfelter Haufen da. Sehr viele Sensenmänner,
15:09
ähm äh Waschen aller Art ein komplettes Durcheinander an Zivilkleidung. Ähm,
15:17
Da war also nicht viel Uniformität oder sonst irgendwas ähm erreicht worden,
15:23
Und äh wir uns dann die Geschichte des äh der anderen Seite an, also des Revolutionsjahres, welches in Baden kämpfte da,
15:30
wie gesagt, ähm am zehnten meine ich am zehnten Juni,
15:34
Am zehnten Mai, Entschuldigung, ähm achtzehnhundertneunundvierzig meuterte das äh badische R, das badische Militär, zugunsten der Reichsverfassung.
15:43
Ähm die meisten Offiziere verschwanden äh mit dem Großherzog, der sich kurz darauf äh aus dem Landstahl und äh mit dem Kriegsminister,
15:52
Die wenigen Offiziere, die blieben waren von fragwürdiger Qualität.
15:57
Fragwürdiger Gesinnung. Und viele Soldaten nutzten ähm diese Situation, um nach Hause zu gehen, weil in ähm Aden galt eine Wehrpflicht.
16:06
Die sehr unbeliebt war und auch sehr ungerecht, als auch das Einsteher äh System noch gab, anders zum Beispiel als in Preußen, in Preußen gab's ja die allgemeine Wehrpflicht in äh,
16:15
Fragen konnten sich Wohlhabende noch freikaufen vom Wehrdienst sind dafür ein Ersatzmann äh kaufen und äh zum Dienst schicken, zum Beispiel aber auch die Umstände,
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die Verpflegung und die Ausrüstung und die jestlichen,
16:27
Umstände an sich waren äh sehr unvorteilhaft für den einfachen Soldaten, deswegen der Dienst in der badischen Armee nicht unbedingt sehr beliebt.
16:37
Deswegen stahlen sich halt oder nutzen viele, die revolutionären Unruhe nicht einfach äh davon zu machen. Und wenige von denen kehrten zurück, als es dann hieß, äh kommt Soldaten, wir brauchen euch, wir müssen für die Freiheit kämpfen. Deswegen die Batterione.
16:50
Ich in voller Stärke auszogen relativ in Anführungszeichen klein blieben,
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Dann haben wir, hatte ich schon erwähnt, äh die Volkswehr, die von Johann Philipp Becker aufgebaut werden sollte. Das war eine wehrpflichtige Armee, wie man sie auch äh sage ich mal aus Preußen kannte,
17:07
Halt nicht für einen Fürsten, sondern für ein, ja, für die Freiheit, für ein demokratische Regierung,
17:13
Sie sollten eigentlich auch einheitlich uniformiert werden, vor allem mit blauen Blusen sollten mit Musketen bewaffnet werden, Majonetten.
17:23
Und äh entsprechend dem badischen Militär äh Sozialreglement auch gedrillt werden.
17:29  Track 1
Du hast jetzt die die Mosketten und Boynette so besonders erwähnt, weil die die anderen die nicht hatten.
17:34  Track 2
Ja weil das äh sollte so sein, aber natürlich kam es so, dass äh einige halt auch wieder mit diesen Kriegssensen ausgestattet wurden, einfach weil zu wenig Musketn,
17:44
da waren oder der Nachschub halt nicht ankamen bei den Truppen, weil in irgendwelchen müssen wir uns das so verstellen die ganzen Leute, die jetzt an die Regierung kamen.
17:53
Oder auch in die Posten der Zivilkommissire,
17:56
oder der anderen äh Zivil örtlichen Verwaltung. Ähm es waren ja nicht Menschen, die das schon konnten, sondern die kamen mit dahin und dann musste jeder kleine Zampano, der vorher vielleicht ein kleiner Angestellter war, plötzlich äh.
18:11
Ein großes Depot verwalten und fühlte sich natürlich wie was weiß ich, ne? Trotz am Berge,
18:16
Und äh meinte, er müsse jetzt zeigen, dass er die Macht habe und dann blieb halt mal so ein Haufen Uniformen oder blauer Blusen.
18:24
Liegt dann halt mal bei ihm liegen, weil er meinte, irgendein anderer sei jetzt nicht so mächtig wie er, dass er das anfordern dürfe oder es müssen es fünf Durchschläge machen oder irgendjemand müsste woanders anrufen oder hinfragen oder beziehungsweise anschreiben und,
18:36
Die ganze Verwaltung des Oblag ja irgendwelchen wohlhabenden Leuten, die sich entweder in Posten gekauft haben oder vom von irgendwelchen anderen,
18:44
und Berufsbeamten halt eingesetzt wurden. Es gab ja keine Möglichkeit für die für die Menschen, das zu üben. Die mussten ja auch erstmal diese ganze Bürokratie und alles. Das mussten ja auch erstmal verstehen lernen.
18:55
Passiert ja nicht von heute auf morgen, aber du musst es ja,
18:57
die Leute, die noch auf dem Posten waren, denen konntest du teilweise oder größtenteils natürlich nicht trauen, die waren natürlich noch dem Großherzog ergeben. Ja und die anderen, die haben natürlich,
19:06
was wie gesagt erstmal lernen müssen, deswegen hapete das natürlich an allen Enden und Enden. Das heißt, es konnte sein, dass irgendwo.
19:13
Bodensee hundert Musketenlagen, die vielleicht in äh.
19:18
Karlsruhe gebraucht wurden, aber nie den Weg dahin gefunden haben. Vielleicht sind sie bis nach Freiburg gekommen, denn überhaupt. Und als die Truppe dann hätte darauf zugreifen können, war sie schon auf dem Weg in die Schweiz. Insofern,
19:28
Ja, sehen wir, dass es hier ein riesiges Problem,
19:32
gab, was aber natürlich aufgrund der Gegebenheiten einfach, weil's keiner eine Ahnung davon hatte, so auch nicht anders hätten, bewältigt werden können,
19:41
ich sage immer so Schlanken setze, hinterher weiß ich gar nicht mehr, wie ich angefangen habe, ob das grammatikalisch überhaupt noch so Sinn gibt, was ich da rede.
19:48  Track 1
Im Prinzip schon.
19:49  Track 2
Ja okay. Ja du fragst heute, bin ich, das macht mich sehr stutzig. Ähm.
19:55
So und dann haben wir natürlich noch äh Freischalen gehabt, ne? Wir haben jetzt das badische Militär, dann das Volks, die das Volksherr, die Volkswehr,
20:03
Und äh da hatten wir noch Freischaden, wie zum Beispiel die polnisch-deutsche Legion,
20:07
Ähm die hat sich aus ehemaligen polnischen Freiheitskämpfern von achtzehnachtundvierzig äh aufgefüllt, vielleicht sogar noch vom Veteran von achtzehnhundertdreißig, von den beiden großpolnischen Aufständen. Und da waren auch viele Männer gegliedert ähm,
20:21
Wie zum Beispiel in Breslau oder äh Dresden oder in Elberfeld oder Iserlohn gekämpft hatten und nach Baden gekommen sind. Die sind dann halt mit in diese äh,
20:30
Region eingetreten beziehungsweise zusammengefasst worden und es dienten aber auch zum Beispiel in der Flüchtlingsregion viele ähm äh Deutsche, die aus Frankreich wieder zurückkamen, die vorher schon für die Freiheit gekämpft hatten, vielleicht auch unter Hacker oder Strube,
20:45
kamen aber dann auch noch Leute aus Bayern oder aus Dresden und Preußen,
20:50
äh zusammen. Die wurden halt in diesen äh ja bunten Kurs oder in diesem Freikurs äh zusammengefasst,
20:57
Waren in sich natürlich auch nicht Uniform. Weil das war nun halt ähm es wird auch beschrieben, zum Beispiel beim Einzug aus aus Rastatt, das äh griechische Trachten, darunter waren äh oder italienische Uniformen, also so ein wirklich so,
21:09
Komplett, alles bunt.
21:10  Track 1
Gab es denn diese verschiedenen Waren, die dann alle zur gleichen Zeit aktiv oder war das jetzt so ein Nacheinander.
21:17  Track 2
Ähm die haben sich nacheinander natürlich im im Baden gesammelt, aber theoretisch als die Kämpfe losging, war das äh waren die alle nebeneinander.
21:26  Track 1
Okay. Und gab's denn da den Oberbefehlshaber?
21:29  Track 2
Ja klar. Ähm Befehlshaber war erst äh general beziehungsweise Oberst Siegel. Franz Siegel, ein ehemaliger badischer äh,
21:38
das so ein bisschen zu verstehen, was jetzt gleich kommt, muss ich ein bisschen vorgreifen und zwar war der Grundgedanke oder die Grundsituation war, dass Baden,
21:48
Das war ja umgeben von der Pfalz quasi im im äh Westen, Frankreich, Pfalz,
21:54
ankam Hessen und rechts lag das Königreich Württemberg und unten grenzt es ja noch an das Königreich Bayern. Ähm Bayern war politisch relativ klar, weil da war es auch relativ ruhig, also relativ, ne? In Anführungszeichen.
22:08
In Württemberg hatte das Militär selbst auch schon für die Revolution demonstriert, hat aber nicht gemeutert, es kam auch,
22:17
nicht zu größeren Ausschreitungen, aber da war man sich sicher,
22:20
Dass wenn man jetzt vom Baden aus ein Zeichen nach Württemberg geben würde, würde das Militär vermutlich sich auf die Seite der Revolution stellen, ob wir den König vertreiben können oder auf seine Seite ziehen, wie auch immer,
22:31
Und hätte Württemberg mit an seiner Seite,
22:34
In Hessen hatte man in gleichen Gedanken, zumindest war man sich ziemlich sicher, dass in Südhessen die Stimmung sehr revolutionär war. Und als dann,
22:42
Karlsruhe dann die provisorische Regierung Macht übernahm, wusste man jetzt nicht, was sollen wir machen? Siegel war eigentlich oder beziehungsweise der Gedanke war eigentlich, dass man nach Württemberg geht und Württemberg auf seine Seite zieht, was natürlich eine.
22:57
Anführungszeichen nochmal so große Armee.
22:59
Zugeholt hätte, das Gebiet nochmal vergrößert, auch noch mehr äh wehrpflichtige vielleicht hätte ausheben können. Ähm nach Norden zu gehen, hatte aber in Anführungszeichen den Vorteil,
23:12
Was heißt Vorteile, aber halt hätte den Hintergrund gehabt, die die Reichshauptstadt Frankfurt einzunehmen, zu befreien und somit ein Zeichen zu setzen, dass hier,
23:19
Nationalversammlung frei tagen kann und vielleicht würde das dann andere Länder zu bewegen sich äh.
23:28
An die badische Seite zu setzen und vielleicht auch noch Hessen.
23:31
Und deswegen ähm fiel dann hinterher der Entschluss, dass man äh es versuchen wollte, nach Frankfurt zu marschieren. Es gab auch eine eine Bahnverbindung,
23:40
im Norden abends nach nach Frankfurt und ähm deswegen hatte man Siegel, deine Befehl gegeben nach Norden zu marschieren. Was aber natürlich schon kurz hinter der hessischen,
23:54
Grenze äh am Widerstand des Militärs scheiterte, die Palmer wurden zusammengeschossen und mussten sich zurückziehen,
24:00
wurde äh Siegel verwundet. Er musste Rede und Antwort stehen bei der Regierung,
24:07
Man hat sich da rhetorisch und auch mit äh Argumenten so gut verteidigt, dass man ihn dann direkt zum Kriegsminister machte.
24:15
Allerdings hat man wohl doch die das Vertrauen in ihn verloren. Man guckte gleichzeitig nach links und rechts. Wer könnte denn unsere Armee nun führen.
24:24
War das auch so ein so eine Beförderung äh so eine Wettlobe wegloben siegeln, ne, dass man ihn dann zum Kriegsminister machte, weil man.
24:33  Track 1
Jetzt schon so angehört, mal so.
24:34  Track 2
Ja
24:36  Track 1
Äh zurück. Alle haben gesagt, ja okay, ähm du komm geh doch mal, wir befördern dich dahin, haben sie keinen Schaden mehr.
24:42  Track 2
Ja, so in etwa, genau, richtig. Und äh man fand dann den äh polnischen,
24:48
Generalen Ludwig Mirowslawski. Leoslowski hatte achtzehnhundertachtundvierzig, beziehungsweise hatte achtzehnhundertsechsundvierzig. Nein, alles. Er hat achtzehnhundertdreißig schon ähm als junger Fenrich,
24:59
Gegen die Russen im Aufstand für die äh polnische Unabhängigkeit gekämpft, hatte dann achtzehnhundertsechsundvierzig an einem Aufstand ähm teilgenommen,
25:09
An einem hatte einen Aufstand geplant, der hat so nicht stattgefunden, er wurde an die preußische Polizei verraten,
25:15
Und äh er wurde dann verhaftet, auch zum Tode verurteilt, wurde dann begnadigt,
25:20
achtzehnhundertachtundvierzig hat er sich dann wieder an die Spitze der des Freiheits der polnischen Freiheitsheres gesetzt. Der Aufstand wurde von einem preußischen Militär in mehreren Gefechten niedergeschlagen und der Flo dann nach Frankreich,
25:32
Ähm woher auch sein Vater kam, seine Mutter war, meine ich, Engländerin, bin ich richtig. War also sein Vater war auch polnischer Offizier in der Podiumsdienst.
25:41
Von Frankreich ähm ging er dann nach Italien nach Sizilien, um da die Freiheit zurück nach Paris und war, als dann.
25:51
Der ardische Emission auf der Suche nach einem Oberbefehlshaber war zufällig in in Paris ansprechbar und hat dann das Angebot der badischen Regierung auch angenommen und so wurde dann Ludwig Miroslawski Oberbuffetshaber.
26:05
Deutschen Freiheitsheeres. Ja,
26:08
Und die Anzeichen oder die die Voraussetzungen der mich, die er mitbrachte, waren ganz gut. Also er hatte den Ruf ein polnischer Napoleon zu sein,
26:17
Hatte allerdings bis jetzt kein ähm Aufstand bis zum Ende mitgemacht. Also er hat immer vorher hingeschmissen quasi als der Karren im Dreck war. Andererseits hatte er,
26:26
Ähm den preußischen Offizieren in Polen auch ähm mindestens eine Niederlage bei äh zugefügt. Und äh er hatte halt gegen die Preußen gekämpft und das alles sollte daraufhin, dass die Preußen.
26:38
Der neue Feind oder der nächste Feind des Revolutionsjahres sein würden, insofern versprach man sich davon, dass er wusste, dass er tun muss.
26:46
Und äh ja, ob Siegel jetzt sehr erfreut war ähm angeblich, also so frostig soll er äh das Zusammentreffen der beiden nicht gewesen sein. Ich glaube, ähm.
26:58
Ja, also Siegel wurde dann auch seinen Generaladjutant. Ich und wenn man sich anguckt, wie die Ereignisse dann gelaufen sind im Nachhinein glaube ich auch, dass äh Siegeln durchaus mit Neoslawski zurecht kam. Loslawski hätte leider nur ein Problem, er sprach kein Deutsch.
27:12  Track 1
Das ist schwer. Aber jetzt nochmal ganz kurz zu Siegel. Ich dachte, der war Kriegsminister war ja da nicht eigentlich sehr vorgesetzter sozusagen.
27:18  Track 2
Das wäre theoretisch so gewesen,
27:20
Wenn, ich wollte, ja, okay, das muss ich natürlich erklären. Ähm das Problem war, dass Siegel, nein, Moment, ich revolutionäre in Karlsruhe, die waren sich nicht alle einig. Da gab es, äh, Rentano war ja der Präsident,
27:34
Wurde der Vorsitzende, wie man hier hinterher später war, dann auch Diktator offiziell.
27:38
Bentano hatte natürlich seine Partei und Strube, also Brentano war ein sehr liberaler Demokrat, der wollte eigentlich von Anfang an,
27:47
Hat sich auch nie als Revolutionsregierung gesehen, sondern als Übergangsregierung. Er wollte immer im Namen des Großherzogs Baden quasi in die Reichsverfassung,
27:56
in den deutschen Nationalstaat. Ähm er hat immer auch versucht, sich mit den Fürsten zu arrangieren, wollte äh Gespräche führen, er wollte es auf dem diplomatischen Wege irgendwie gütlich sich einigen äh Lösungen finden, wie auch immer,
28:10
Das führte natürlich zu Unmut bei so radikalrepublikanern, wie zum Beispiel Stufe,
28:15
Siegel war damals auch schon mit Hecker gezogen, war natürlich an Strobes Seite und äh es gab eine Situation, wo sich das Ganze zuspitzte,
28:25
Und äh sich freischarren und Volkswehreinheiten in Karlsruhe quasi gegenüberstanden und beinahe aufeinander losgegangen wären, als dann Brentano die Reißleine gezogen hat und Strube und seinen Verein,
28:37
Fortschritts dann verhaftete,
28:41
musste sie dann auf Druck der Freischaden, die vor der Tür standen, quasi wieder freilassen, aber ähm das Thema war da gegessen und da wurde dann Siegel quasi gejust als Kriegsminister und.
28:51
An die Front geschick.
28:53
Miroslowskis ähm und seinem Posten übernahm dann, also die die Aufgaben des Kriegsministers übernahm dann äh seinen Stellvertreter,
29:03
und später als es dann eine Neuwahl gab, wie gesagt, als die drei Ditatoren dann in Baden an die Macht kamen. Ähm war er dann auch nur noch Offizier, also,
29:12
den Posten des Kriegsministers dann nicht mehr in doch ich erinnere mich da jetzt richtig, das ist Politik ist bei mir immer etwas hinten an, muss ich gestehen. Action ist.
29:21
Aber ich meine so ist das gewesen. Ja. Und deswegen ist Siegel dann halt hinterher bei der Armee geblieben und äh war dann auch kein Kriegsminister mehr. Das war halt nur so eine kurze Phase des Übergangs. Ja.
29:32  Track 1
Konnte Siegel denn polnisch.
29:33  Track 2
Konnte nicht polnisch, aber beide konnten sehr gut Französisch.
29:37
Ähm es war so, dass äh er einer der Atjutanten von Miroslawski vermutlich der ähnliche Staatshauptmann Zukowski ähm Deutsch sprach, aber Sigl hat dann auch ähm,
29:50
Natürlich die Kommunikation oftmals bei den ähm Stabs,
29:55
Äh Besprechung übernommen, beziehungsweise hat dann übersetzt und äh Französisch war damals in Baden jetzt auch keine seltene Fremdsprache.
30:04
Andererseits traf, also gab's natürlich auch die Nationalisten unter den Revolutionären, die gesagt haben, äh.
30:12
Was soll der Ausländer hier? Wir wollen noch nicht von einem ausländischen äh Offizier in die Freiheit.
30:17
Ähm es gibt heute natürlich auch äh Untersuchungen, warum hat Miroslawski diesen Posten angenommen? Warum gerade bei den Deutschen? Und ich glaube, ähm,
30:25
Ausgelesen zu haben, dass Miroslawski äh im Hintergrundgedanken äh gespielt hat, dass ein geeintes Deutschland gut für Polen ist,
30:33
Es gab Bestrebungen in der Nationalversammlung zu befreien, beziehungsweise zumindest den polnischen preußisch polnischen Teil, also Posen.
30:43
Und äh das wäre natürlich schon mal ein riesiger Schritt für die Polen in Richtung Unabhängigkeit gewesen. Und wenn man jetzt über.
30:49
Dass ähm ein demokratisches Deutschland hinter Polen gestanden hätte, wäre,
30:54
ein Krieg äh Russlands gegen Polen oder auch gegen Deutschland vielleicht etwas ähm gewesen, was der Zahl sich vielleicht nochmal hätte überlegt,
31:02
Und äh damit wäre dann das echt geschafft, was äh mir auslawski und seine äh Betreuen sich natürlich erhofften. Und zwar,
31:09
freies, vereintes, unabhängiges Polen.
31:14
Ich glaube, das war so die Motivation, die bei ihm dahinter steckte und er war natürlich äh machen wir uns jetzt vor, in Anführungszeichen Söldner und äh Berufsrevolutionär,
31:22
ne, hat sich ja anheuern lassen, wo's so ging. Er hat auch später in den achtzehn, sechziger Jahren noch unter Garibaldi gekämpft. Also wo es los war, da war er zu finden.
31:31
Achtzehnhundertsechzig beim großen achtzehnhundertsechzig oder einundsechzig beim großen polnischen Aufstand war er dann auch wieder zugegen, wurde dann auch Diktator, aber letztendlich hat das alles nicht gefruchtet und er ist dann den.
31:42
Gestorben.
31:43  Track 1
Hört sich schon mal komisch an, dass äh der Revolutionärdiktator wurde.
31:46  Track 2
Ja, wir haben heute, glaube ich, eine andere äh Vorstellung von Diktatur als die Menschen damals, weil Brentano und seine ähm zwei anderen Mitdikatoren, also es war eine Dreierdiktatur
31:57
die wurden auch von dem Volksvertretern, also da gab's auch keinen großen Aufstand, dass das so gewesen ist, weil alle Macht lag halt bei den Dreien,
32:05
Wir hatten dann glaube ich noch drei Unter oder mindestens zwei Untergeordnete Minister. Einer hat sein Amt gar nicht mehr angetreten. Ähm aber das war halt was anderes als äh.
32:14
Das, was wir heute darunter verstehen, als einfach an der pervertiert ist das Ganze.
32:19  Track 1
Aber dann war das zu der Zeit.
32:22  Track 2
Und äh diverse koreanische und chinesische und deutsche und was weiß ich, Menschen denke, die das Amt eines Diktators ausgefüllt haben, dann äh kann man das, glaube ich, mit den Diktatoren damals nicht vergleichen.
32:33  Track 1
War das jetzt eher so, also die hatten trotzdem noch ein Parlament, oder?
32:36  Track 2
Ja, lass mich nicht lügen. Ich meine, sie hatten, wie sich das genau schimpfte Volksversammlungen, die irgendwie so äh da wurden diese Diktatoren halt auch Zeit gewählt.
32:46  Track 1
Also ist es eher so eine konstitutionelle Diktatur.
32:50  Track 2
Ja, genau. Aber so kommt, ja, ja, richtig. Also der Diktator ersetzt letztendlich den den Großherzog, nur, dass sie halt drei davon hatten, statt ein.
32:59
Ich aber mussten halt Beschlüsse fassen und das hat die haben halt gemerkt, dass die Preußen äh rückten vor, das Militär war im Kampf,
33:08
ganze Infrastruktur funktioniert, die irgendwo nicht und es konnte nicht sein, dass das alles in Bürokratie erstickte.
33:14
Der darüber reden musste, dann da einen Ausschuss geformt und und und. Also die mussten jetzt irgendwie einen Weg finden.
33:19
Dass sie die Macht so bündeln, dass sie diesen Konflikt siegreich beenden können. Wie gesagt, das war alles ja nur ein Versuch. Es hat ja vorher noch keiner wirklich.
33:28
Es war brentano vorher, ich glaube Rechtsanwalt, wenn ich mich richtig erinnere, insofern woher sollte der das alles, ne? Da war kein, kein, kein, kein professioneller Staatsdiener drunter.
33:38
Sag mal, das jetzt. Es gab ja auch in dem Sinne kein keine Verwaltungsschulen, die man hätte besuchen können oder so, aber schon gar nicht in der Zeit, wo es war ja nicht geplant, nix.
33:47
Sprach über die Leute so herein und die haben natürlich nach ihrem besten Wissen haben die halt getan, was sie für möglich erachteten oder.
33:55
Benötige, hielten, um äh die Revolution zu über äh also durch die Viren der Reaktion zu bringen.
34:04  Track 1
Ne, OK.
34:05  Track 2
Wie gesagt, mit dieser Ludwig Minus Lowski war halt der Oberbefehlshaber, dieses Haufens und er hatte natürlich Schwierigkeiten, die einzelnen Strömungen,
34:13
ja zusammenzuführen, ne? Er hatte dann viele polnische Offiziere mitgebracht, mit denen er natürlich gearbeitet hat, um vielleicht denen aber auch noch ein Posten zu verschaffen, dass sie da auch über die Runden kamen, dass sie Geld verdienten,
34:24
Was natürlich bei den deutschen Soldaten da wieder für Unmut sorgte und ja, die stopfen sich hier nur die Taschen voll und solches Gerät und die kämpfen ja eigentlich gar nicht für uns,
34:33
verraten uns alle nur. Ähm dieser Konflikt zeigt eigentlich schon, dass äh dass er generell was im Argen war, was vielleicht auf Dauer gar nicht so hätte funktionieren können.
34:43  Track 1
Du sagtest, die haben die haben ja Geld, folgten ja nur Geld. Haben denn die Deutschen, die Revolutionäre, haben die Außensold bekommen, bezahlt oder waren das alles nur.
34:53  Track 2
Nein, es hat jeder Sold bekommen. Warte. Es sollte jeder sollte kommen.
35:01
Weil wenn's schon beim beim Essen gehabert hat, hat's natürlich beim Geld erst recht gehaper.
35:06
Also da war man auch drauf und dran die ganze Zeit äh Mittel und Wege zu finden. Es wurden äh Dinge verkauft und.
35:13
Leute enteignet, natürlich mit Vorliebe, Adelige und äh des Interieur der der Schlösser und so zu Geld gemacht, damit die Soldaten äh bezahlt werden konnten.
35:23
War so ein bisschen wie im dreißigjährigen Krieg, ne? Also ja, das Geld kommt, aber erstmal stirbt.
35:27  Track 1
Wir teilen an die Überlebenden, denn wo brauchen wir nicht so viel Geld aufgeben? Ich versteh.
35:31  Track 2
Also aber theoretisch sollten sollen, also die im Volks in der Volkswehr, das war Wehrpflichtigen Armee, die das waren ja Saul, Soldaten des Staates und und die badische Armee natürlich auch,
35:41
Äh die sollten bezahlt werden und äh alle anderen, die sich äh in der Revolutionsarmee befanden, sollten natürlich auch bezahlt werden, klar.
35:49  Track 1
Okay. Wir haben also eine Armee, wir haben einen Oberbefehlsaber und gut am Ende haben sie es jetzt nicht geschafft, wie wir es, aber haben die auch was gerissen, da gab es herausragende Aktionen unter ein Oberbuffet oder auch.
36:03  Track 2
Also Ludwig Mauslawski.
36:05
Hat es meiner Meinung nach oder es wirklich nur meine Meinung, hat meiner Meinung nach sehr gut verstanden, dass äh Terrain und die Einheiten so zu nutzen.
36:16
Dass er, ich sage mal, den Preußen relativ relativ lange Widerstand hat leisten können, ohne dass die ähm Vorteile erringen können.
36:26
Zwar möchte ich da als äh ich möchte ein Beispiel für Meroslawski äh ins Feld bringen und zwar ist das ganz klar seine Verteidigung an am Neckar. Ähm,
36:35
Er hat's geschafft. Gut, das waren jetzt keine Preußen, sondern äh äh das Bundesheer,
36:40
Ähm also die verbündeten Mecklenburger Hessen Württemberger schieß mich tot Bayern, ähm, die dagegen ihn kämpften. Äh grundsätzlich dazu noch ganz kurz die badischen Kämpfer waren keinesfalls schlechter als die Preußischen oder die.
36:54
Der Bundesarmee,
36:56
Die Offiziere waren vermutlich das Problem, weil sie halt ihre Offiziere gewählt haben und das waren meistens einer von den sie sich keinen harten Drill erhofften oder ähm wir mehr spendiert bekommen hatten. Also da waren keine ähm.
37:09
Militärtaktiker oder irgendwelche tollen Kämpfer drunter, die jetzt oder Führungsqualitäten. Und äh das war am Ende eins ein Problem auf der unteren Ebene,
37:19
des Revolutionsheeres. Aber am Neckar ähm rückten halt die die Bundessumme oder die die Reaktionären, die Fürstentruppenrücken halt vor und Miroslawski schafft es, wirklich diese Neckerlinie zu halten.
37:32
Sein Problem war eben, dass er zu wenig in ja doch zu wenig Männer hatte, um ähm dann zu kontern, als die das Bundesheer in den Odenwald abgezogen ist und die Preußen an den Neckarrück.
37:46
Preußen versuchten anfangs erst gar nicht äh den Neckar zu überqueren, weil die genau wussten, dass es keinen Erfolg haben würde. Aber als dann später bei Germersheim dann ein prussisches Chor Neon Sabs gegen den Rücken fiel,
37:58
Da war's dann halt eigentlich schon geschehen, aber auch da hätte er mit seinen fünfzehntausend Mann das Chor,
38:07
Zurückgeschlagen über den Rhein hätte er vielleicht die Stellung halten können, aber letztendlich auch nicht für lange. Also dann wären sie halt woanders rübergegangen. Hätten wären durch durch Württemberg dann doch durchgebrochen oder wie auch immer,
38:19
Aber ich finde, dass man ihm noch zugute halten konnte, dass er das da oben ganz gut gemacht hat. Ja. Auch das würde ich.
38:26
Ja und äh man muss auch äh sagen, dass seine Unterführer zum Beispiel Siegel hat da auch äh sein Können gezeigt, also was heißt sein Können, aber er war zur rechten Zeit an der rechten Stelle, hat dann,
38:37
sehr wachsam aufgepasst, wo seine Reserve, äh, die er da befehligte in Heidelberg gebraucht wird, zum Beispiel in Ladenburg, ähm, die Stadt wieder nehmen konnte.
38:47
Nachdem sie von den Mecklenburgern eingenommen worden war, also das äh das funktionierte also da oben war noch alles in Ordnung. Da war die Moral der Truppen war gut.
38:55
Ähm, ich glaube auch die äh Ausrüstung und Versorgung an Munition war,
39:00
Zu dem Zeitpunkt noch äh sehr gut. Und da funktionierte auch noch das Hinterland, also der Nachschub funktioniert vermutlich besser als dann später als alles zusammenbracht. Und ähm das so das zu Meroslawski und dann möchte ich noch,
39:14
Äh eine für mich herausragende Tat oder vielleicht,
39:18
Erwähnenswerteste, das erwähnenswerteste Gefecht des ganzen Feldzuges erwähnen und zwar den Kampf um Durlach. Ähm, auf Waghäusel liegt so ein bisschen das Augenmerk einfach, weil da ähm,
39:29
Die revolutionäre ich kann in Anführungszeichen eigentlich weiß ich gar nicht warum der Augenmerk so drauf liegt, sondern manchmal die größte Schlacht war.
39:37
Mit den am meisten Beteiligten revolutionären Truppen.
39:41
Fuß halt erst so ausgesehen hat, als hätten sie die Preußen geschlagen und sich das Blatt dann noch wendete. Aber wenn wir nach Durlach schauen, haben wir dann in Johann Philipp Becker mit seiner fünften Division, welche keine Artillerie hatte.
39:55
Keine regulären Truppen. Wir haben hier also nur Volkswehr und äh Freiwilligen beziehungsweise Freikurs oder Freiwilligenverbände. Ähm die haben halt Durlach behalten, um den Rückzug der restlichen badischen Truppen animur zu decken.
40:08
Philipp Ecker gelang es mit dieser zusammengewürfelten Haufen drei ja doch drei Divisionen der Preußen aufzuhalten festzuhalten,
40:18
und sich hinterher noch zurückzuziehen, ohne dass er aufgerieben worden ist. Und ich meine, das ist eine Leistung, die wird heute leider kaum noch,
40:27
Erwähnt, genannt, ähm die überragt meiner Meinung nach auch in Leistungen äh die Leistungen der Badener bei Käusel bei weitem.
40:36  Track 1
Mhm. Und wie hat er das geschafft.
40:38  Track 2
Ja, wie hat er das geschafft? Seine Männer haben verbissen gekämpft und die Preußen waren einfach zu zögerlich. Ähm er hatte hier den den Findsbach und den Turmberg als,
40:47
Als Position, wo man die, die gut zu verteidigen waren, den Turmberg mussten die Preußen hoch und er konnte natürlich runterschießen und am Findsbach waren mehrere Brücken, die er verteidigen konnte,
40:57
Da ähm waren zwei Gräben, also einmal die Finns und äh ein parallel laufendem Mühlengraben und die halt,
41:04
drei beziehungsweise vier Mühlen äh an der Finsternis äh Wasser versorg.
41:08
Und äh diese Brücken versuchten die Preußen dann halt anfangs vorzurücken und wurden von solchen so einem Feuer empfangen,
41:15
Ähm, dass sie versucht, mit ihrer Artillerie sich den Weg freizuschießen, was aber auch nicht funktioniert hat.
41:20
Deswegen zogen sie sich erstmal zurück und es entstand eine relativ lange Gefechtspause, während dann die Meusen versuchten über den Berg vorzurücken, was anfangs auch nicht so einwandfrei funktionierte,
41:31
Und dann versuchten sie irgendwann den Berg zu umgehen, was allerdings schon recht spät am Tage war und erst da, erkannte Bäcker dann, jetzt bin ich in der Gefahr eingekreist zu werden, ich ziehe mich zurück,
41:40
Dadurch gab er dann Durlach auf und die Preußen konnten nachrück.
41:43
Waren dann aber schon so spät am Tage und so erschöpft, dass sie ihm nicht weiter folgen konnten und wollten. Zumal sie sich dann natürlich auch darauf konzentrieren wollten, dass äh nächstgelegene Karlsruhe erstmal zu be.
41:54
Aber ähm wie gesagt, einen Tag lang am Eckersmänner die Preußen aufgehalten und haben Eroslawsis komplette Armee den Rückzug an die Murk ermöglicht.
42:05
Sie hatten sehr hohe.
42:06  Track 1
Das wurde jetzt glaube ich noch fragen, gibt's denn Infos über.
42:09  Track 2
Also sie hatten wohl sehr hohe Verluste, aber leider gibt's generell zu den Verlusten der badischen Armee sehr wenig ähm äh sehr wenig Daten und äh,
42:19
Auch die Daten, die manchmal die Preußen angeben, chronisten, wie zum Beispiel äh Daniel Sausto oder so. Ähm die sind auch nicht immer wirklich,
42:27
Vertrauenswürdig, weil ja, da werden dann was weiß ich, da da ist äh der Rhein der Neckar voller Blut und äh leicht schwimmender rum. Ähm was eigentlich nur die,
42:38
Roschen Karten der Preußen darstellen soll, die so viele auf ihre Feinde niedergestreckt haben, was aber glaube ich auch eher eine Legende ist. Die Verluste der,
42:46
Der revolutionäre.
42:48
Entsprechend höher als die der Preußen und des der Bundestruppen, das äh mag durchaus so sein. Einfach auch weil sie die ungeübteren und vielleicht äh ungeübrentrum waren und zum Beispiel in Wackhäusel mussten sie die Zuckerfabrik stürmen,
43:02
Haben das viermal versucht.
43:04
Denen den Mut als ungeübte Armee muss man auch erstmal aufbringen und sind im äh Feuer der Zündenheimgewehre äh zusammengebrochen. Die ersten drei Angriffe, da werden die sehr hohe Verluste gehabt haben. Das glaube ich schon. Ähm sieht man sich aber die Verluste der Preußen an diesem Tag an,
43:18
Ähm glaube ich, dass vielleicht, ja, mögen's gewesen sein. Ich vielleicht hatten sie dreihundert Verluste, was natürlich verglichen und verglichen mit dem preußischen,
43:28
vier oder fünffache ist. Aber ähm.
43:32
Einfach nur deswegen, weil sie halt ungeübt sind, wahren und aber auch die schlechteren Waffen hatten. So einen Sensenchor, das kann halt nicht auf Distanz schießen, das muss ran an die Männer. Also muss es irgendwie versuchen, eine Feindentdeckung zu umgehen, dann angreifen.
43:44
Ja, aber die werden zusammengeschossen. Ja, das ist ein toller Angriff, sieht vielleicht toll aus, spricht auch von von Mut und und Aufopferungsgeist der Männer.
43:53
Den Angriff machen, die einmal, danach haben die genug. Dann suchen sie hier entweder Moskette oder gehen nach Hause. Weil die Verluste sind natürlich da, ne?
44:00
Wie gesagt, an der Murk, auch da äh in einem im äh Gefecht um Bischweiher, Oberweiher, diese Orte dabei Kuppenheim, ähm auch nochmal versucht, die Preußen äh den Preußen in die Flanke zu fallen,
44:13
wenn man auch hier sieht, ne, da hat eine preußische Kompanie gegen zwei, beziehungsweise zwei Revolutionsbataillone standgehalten,
44:22
Ähm sie haben angegriffen, angegriffen, aber letztendlich gegen eine Kompanie einfach aufgrund des des gezielten Feuers, der Preußen des geübten Feuers äh,
44:31
Sind sie dann daran gescheitert,
44:33
Es fehlte also nicht am Hut oder oder Kampfeswillen das nicht. Das kann man ja in dem Baden und auch nicht nachsagen und ich glaube auch ähm dass der Ruf des Revolutionsheres einfach viel schlechter ist als ein Wirklichkeit oder als das Revolutionsherr in Wirklichkeit gewesen ist.
44:47  Track 1
Irgendwo ist ja meistens so, dass die, die verloren haben, die Schlechteren waren von den Sieger.
44:51  Track 2
Ja, aber sie waren nicht, sie waren ja nicht die schlechteren Kämpfer, die schlechteren Soldaten. Es war ja in dem Sinne einfach nur, sie waren zu schlecht bezahlt.
44:58
Versorgt, zu schlecht verpflegt, zu schlecht ausgebildet. Ähm zumindest was was sie die Freiwilligen Verbände anbelangt,
45:05
dass die Moral nach den ganzen Niederlagen auch nicht mehr die Beste war, das kann man denen ja nicht vorwerfen. Ich meine, das ist was ganz Normales. Ganz natürlich.
45:14
Ne? Und wenn man dann noch äh von irgendwelchen Hayopis äh angeführt wird, die überhaupt keine Ahnung von tut und blasen haben, die lieber mit ihrer schicken, neuen PCsuniform äh durch die Straßen flanieren.
45:26
Ja, dann äh ist glaube ich klar, warum das Ganze dann gescheitert ist. Normal, man die die Übermacht war einfach erdrückend, also es war eigentlich von vornherein.
45:37
Ja, ich hätte man damals gewusst, was wir heute wissen, hätte es vielleicht nicht einen Schuss gegeben, aber.
45:42  Track 1
Ja gut, das das wäre jetzt meine Frage auch gewesen, hatten die eigentlich hätten sie eine
45:46
Chance gehabt, hätten sie bessere Offidiere oder wären sie eigentlich immer aufgrund der zahlenmäßigen Unterlegenheit immer zum Scheitern verurteilt, weil die weil es die Unterstützung derer in der Restregion und Führer nicht gab.
45:58  Track 2
Ja natürlich habe ich das auch in meinem Kopf schon oft durchgespielt, was wäre gewesen, wenn ähm es bei Historie kann ja immer umschritten, umstritten, aber.
46:10
Wäre gewesen, wenn Siegel nicht nach Norden, sondern nach Osten gezogen wären nach Württemberg.
46:15
Württemberg wäre auf die Seite Badens gekommen und der Rheinpfalz hätte sich Bayern vielleicht angeschlossen oder hätten die Aufstände in Sachsen von neuem begonnen,
46:27
Hätte sich Hessen dann vielleicht doch angeschlossen, das ist alles äh ja also ich aus militärischer Sicht glaube ich.
46:34
Hätte der Kampf so oder so, auch mit besseren Offizieren letztendlich äh als niedergelage geendet. Ich glaube ähm dass es nur ein größeres Blutvergießen gegeben hätte.
46:44  Track 1
Warum sitze denn noch Hessen.
46:45  Track 2
Mehr hinten einstecken müssen.
46:47  Track 1
Warum sitzt er denn nach Hessen und nicht nach Alfenberg rüber.
46:49  Track 2
Ja, weil sie nach Frankfurt wollten. Die wollten Frankfurt sichern für die Nationalversammlung. Sich quasi letztendlich war es ja, es war ja keine badische Revolution, es war ja eine deutsche Revolution.
47:00
Meiner Meinung nach heutzutage leider auch nicht so transportiert wird, weil die Badener sich natürlich damit brüsten und der Rest Deutschlands das für Follower hält.
47:10
Traurig genug ist, aber letztendlich wollten sie nach Frankfurt und ihrer Armee unter den Oberbefehl der Nationalversammlung stellen.
47:17
Darum ging es ja, es war die Reichsverfassungskampagne, es ging darum, die Errungenschaften,
47:23
Das Märzparlamentes, also die Errungenschaften der Revolution zu verteidigen. Das war der Hintergrund. Heckers und Strowes Aufstand irgend basische Revolutionen in Anführungszeichen gewesen sein, aber letztendlich ging es denen auch.
47:36
Ein vereintes Deutschland. Also es war kein in meinen Augen kein rein badisches Phänomen, es muss immer im Zusammenhang mit den Kämpfen im Presslau, Dresden,
47:48
Iserlohn Elberfeld, Düsseldorf und wo es noch gebrannt und äh geschossen worden ist, äh genannt werden.
47:55
Äh gehört für mich alles zusammen. Das hat äh nix mit Baden an sich zu tun. Natürlich hat's im Baden funktioniert.
48:01
Äh Laden hat in dem Sinne Herausforderungsmerkmal, aber letztendlich war es eine deutsche Sache und keine badische.
48:07  Track 1
Was haben denn Frankfurt gemacht, nachdem wir gehört haben, die.
48:11  Track 2
Äh gar nichts, weil die Ami kam ja nicht, die wurde ja sofort für in Hessen zusammengeschossen, also zumindest das, was da marschierte und äh in Frankfurt war seit dem Wachensturm äh Preußerschuss und österreichisches Militär stationiert,
48:24
und äh aus Angst, dass dieses Militär.
48:28
Gegen die Nationalversammlung vorgehen würde, zog die Nationalversammlung ins Württembergische Stuttgart, zumindest das Rumpfparlament, also das, was noch übrig war.
48:37
In der Nationalversammlung. Und das zeigt eigentlich, dass man von vornherein hätte nach Württemberg gehen sollen, weil auch da wurde es geduldet, bis dann.
48:46
Absehbar war, dass die Revolution im Baden, beziehungsweise, dass sie Preußen nach Baden einmarschieren, in revolutionären Streichern Ende setzen werden und dann erst hat das württembergische Militär nämlich die Nationalversammlung mit Stuttgart auseinander getrieben.
49:00
Und äh den ganzen Spuk beendet. Und von da an war das, was in Baden geschehen ist. Also die sind dann über Umwege nach Freiburg, die letzten verbliebenen Abgeordneten der Nationalversammlung,
49:11
Dem Ganzen noch irgendwie einen Anschein zu geben, aber letztendlich liefert da die ganze Sache dann schon verloren. Militärisch ging's dann auch nur noch bergab.
49:20  Track 1
Ist das nur das Parlament.
49:21  Track 2
Übermacht, die war auch einfach zu erdrückend.
49:24  Track 1
Ist das Parlament also nach oder vor dem vor dem Bug der badischen Armee nach Frankfurt in Frankfurt äh umgezogen.
49:31  Track 2
Ähm man muss das so sehen, dass die Preußen und die Bundestruppen, die haben sich ja schon lange vor dem Einmarsch.
49:38
Zusammen gefunden und gesammelt. Also es war ja absehbar, welchem Truppenmassen quasi in Baden einfallen würden und in der Rheinpfalz.
49:46
Übermacht einfach äh das waren fast siebzigtausend Mann und die Badener konnten zusammen mit den Pfälzern.
49:54
Sage ich mal fünfundzwanzigtausend aufbringen. Also wer diese Zahlen sieht, der weiß eigentlich, wie das Ende hätte ausgehen müssen.
50:02
Und äh es war kurz nach dem Einmarsch der Preußen beziehungsweise kurz nach dem Beginn der Offensive. Äh Preußen und Bundestruppen.
50:09
Dass äh im Moment zwar kurz vorher, dass sie nach Stuttgart ging und äh ja, wie gesagt, als ich dann die Niederlage auch bei Wacke abzeichnete, ähm alles ganze Thema dann auch vergessen.
50:21  Track 1
Okay. Gibt es noch äh irgendwie herausragende Aktionen, die du noch nennen kannst von der Revolutionsarmee?
50:27  Track 2
Also mein, meine Highlights und Favoriten sind einfach das Gefecht bei Durlach, Rebecca, da.
50:32
Preußen, also wirklich komplett. Eigentlich hat er nicht nur drei Divisionen, eigentlich hat er die komplette Armee aufgehalten. Also alles, was nach Süden zog.
50:40
Dem hat er sich da in den Weg gestellt und dann äh ja die Aktion bei bei Bischweyer und Niederweiher diese Kämpfe um Kuppenheim vor Kuppenheim,
50:48
hatten die Preußen die verlustreichsten Kämpfe und ähm da hat man halt nochmal wirklich versucht die Preußen zurückzudrängen. Also ist in die Offensive gegangen.
50:57
Und äh ich was mich man hat so, auch wenn man sich jetzt zum Beispiel den so diese äh Miniserie Lenz oder die Freiheit anschaut, dann wird immer so das Bild drüber gebracht, ja, das ist alles äh zusammengebrochen und äh,
51:09
Ja, wir versuchen uns nur noch hier äh Wasser zu halten und keine Ahnung. Aber die die Jungs, die sind ja nochmal richtig in die Offensive gegangen. Die haben ja nochmal wirklich Mut gefasst, sowas sich anfeuern lassen. Ich ich weiß nicht, wovon sie getrieben worden sind. Vielleicht haben sie auch nur noch für ihre Heimat gekämpf,
51:24
Äh grad das badische Militär kann ich mir vorstellen. Ähm dass sie die Preußen einfach daran hindern wollten, noch weiter nach Süden,
51:31
Die eigene Heimat oder die eigenen Dörfer niederzubrennen oder wie auch immer, daran hindern wollten, aber die haben dann nochmal angegriffen und wirklich verbissen gekämpft. Ähm die sind da noch nicht im im Großteil noch nicht zusammengebrochen. Das kam wirklich erst nachdem Germersheim ähm,
51:45
Gernsbach gefallen ist im im Osten und äh sie ja dabei waren, umgangen zu werden und Rastatt eingeschlossen worden ist. Ich glaube, das war wirklich so der.
51:55
Bei den meisten definitiv dann äh der Gedanke da war, okay, ich muss gucken, dass ich hier wegkomme.
52:01
Die Sation gab's vorher schon, aber wie gesagt, auch der Dienst im in der Volkswehr war nicht sehr populär, weil die Leute ähm nicht alle,
52:09
Leute waren Revolutionäre, nicht alle hatten was mit der Revolution am Hut und die mussten jetzt von zu Hause weg, mussten es waren äh baden, war ein sehr agrarischer Start, die mussten jetzt von den Feldern weg von den Höfen, die wurden woanders gebraucht, die hatten jetzt keine Lust, Krieg zu spielen. Und äh,
52:24
teilweise mussten die aus dem äh,
52:27
aus ähm Seekreis und so, da mussten wir Zivilkommissäre mit mit äh ähm Militärgewalt die Leute zum zum Fahrendienst, also zum Militärdienst holen,
52:38
Weil die einfach keine Lust hatten, sich dafür für die in Anführungszeichen Freiheit oder für die Demokraten kaputt schießen zu lassen. Natürlich haben die sofort, wenn wenn der erste Schuss gefallen war und äh Leute nach hinten laufen, haben die sich angeschlossen. Da sind die Esteline zusammengebrochen,
52:51
wer will's ihnen verdenken? Das waren halt,
52:54
Wie gesagt, es war nicht so, dass jeder Badener äh im Fall ihrer Hackers war oder Brentanos oder der Freiheit oder in in einem deutschen Nationalstaat jetzt sein, sein einziges Heil gesehen hat, ne? Das war dem war nicht so,
53:07
Wenn man sich den Rest Deutschlands anguckt, dann war das da genauso, weil äh außer in den genannten,
53:12
Brennpunkten hat's vielleicht Demonstrationen gegeben, aber so wirklich sein Leben in die Waagschale dafür werfen wollte, keiner Bürger, deren Revolution ist ja später eigentlich war am Anfang sonst halt die Handwerker, die Arbeiter, die Tagelöhner, die halt einfach nur ihre Lebens ähm.
53:25
Bedingungen verbessern wollten, das instrumentalisierten dann später die Bürger, um im Adlen Rang abzulaufen. Die waren aber später halt nicht bereit, bis zum letzten zu gehen, um wirklich äh harb und gut zu opfern,
53:38
für die Freiheit und deswegen ist es dann halt so gekommen, es kam. Ja, was jetzt ganz revolutionär zu sagen, die Bursche bei sie ist schuld.
53:45  Track 1
Okay, ähm aber noch etwas gegessen. Also wir haben vieles noch nicht besprochen.
53:52  Track 2
Noch nicht besprochen, werden wir auch heute nicht mehr schaffen.
53:55  Track 1
Genau. Wir haben.
53:57  Track 2
Auch schon wieder sehr viel.
53:58  Track 1
Äh wir machen nochmal ein äh extra Podcast auch äh direkt über da haben wir auch neues Mitglied bei uns in den Reihen. Ich aber da werden wir nochmal.
54:05  Track 2
Ja, leider. Ja, gute Besserung in diese Richtung. Ähm, ich möchte vielleicht noch ganz kurz äh zwei Bücher erwähnen.
54:12
Die in diesem Zusammenhang sehr, sehr interessant sind. Ähm eins ist leider nur noch im Antiquariat zu bekommen. Wir haben am Anfang drüber gesprochen, ich hätt's vielleicht vorher nochmal, hätte vorher nochmal reingucken sollen. Und zwar ist das von Karl Geisel die Hanauer Turnaver.
54:26
Erschienen im Selbstverlag des Hanauer Geschichtsvereins äh neunzehnhundertvierundsiebzig. Ähm Hanauer Donau wäre einfach mal gut hin, da findet man in irgendwelchen Antiquariaten bestimmt noch,
54:36
das ein oder andere Exemplar und ein Buch, das ich sehr, sehr mag, weil's auch die sozialen Hintergründe der Soldaten beleuchtet.
54:45
Äh die sich für die Revolution stark gemacht hat, vor allem auch ähm gerade im süddeutschen Raum. Das ist von äh Sabrina Müller, Soldaten in der deutschen Revolution von neunzehnhundertachtundvierzig neunundvierzig äh erschienen im Schöning Verlag im.
54:59
Der Rubrik Krieg in der Geschichte. Ähm, wie gesagt, sehr, sehr schönes Buch beschreibt auch die badischen, württembergischen.
55:07
Die bayerischen äh Armeen äh hinterleuchtet, wo die Soldaten herkamen, welche Schulbildung sie hatten, welche Berufe,
55:15
Wie waren die äh Konstruktions äh Verhältnisse, die die sah die Wehrpflicht aus? Welche Zustände und Umstände in den Armeen herrschten und was äh passierte während der Revolution und wie,
55:28
Sah Widerstand und Aufstand aus. Also äh.
55:31
Kann ich nur empfehlen, wie gesagt, Sabrina Müller, Soldaten der deutschen Revolution von achtzehnhundertachtundvierzig neunundvierzig im Schöning Verlag.
55:38  Track 1
Wir haben bestimmt dafür einen Link, also den schicken und dann packe ich den an die.
55:44  Track 2
Dann äh gucke ich da gleich mal, dann äh sollen wir das hinkriegen. Ja, ähm sonst habe ich äh.
55:51
Nix mehr. Nee. Wie gesagt, andere Themen müssen wir noch gucken. Hinten war, ich würde gerne demnächst was Ziviles machen, vielleicht holen wir uns da noch ein paar andere Leute ins Boot. Ich werde da mal ein bisschen Werbung für uns machen bei uns in der.
56:05
Ähm was man vielleicht noch sagen kann in eigener Sache ein bisschen Werbung machen.
56:12
Könnte demnächst irgendwann, ich kann noch nicht genau sagen, wann ein Roman im A Verlag erscheint.
56:18
Den hab ich zu Papier gebracht. Ähm, handelt natürlich die Revolution in Deutschland, die Reichsverfassungskampagne aus Sicht eines preußischen Offiziers.
56:29
Vom Anfang bis Ende quasi, aber mehr wird noch nicht verraten. Vielleicht machen wir darüber dann auch noch eine Podcast. So, eine Dauerwerbesendung.
56:37  Track 1
Shamelas Safe Publish.
56:38  Track 2
Genau. Na ja, aber es wird irgendwann kommen. Äh ich melde mich.
56:45  Track 1
Okay, gut, dann ich danke dir für deine Expertise.
56:49  Track 2
Bis dahin, wo wir's aber belassen.
56:51  Track 1
Und euch da draußen äh danke für die Zeit, die ihr euch genommen habt. Wenn ihr noch Fragen habt, Regungen, Wünsche, könnt ihr euch irgendwie an Spotify überall. Wir sind überall und schönen Tag, schönen Abend. Bis dann. Ciao.
57:04  Track 2
Genau und bleibt gesund. Tschau.