digi hoch 3

Wir reden mit Angehörigen der TH Köln über Digitalisierung & Digitalität in der Lehre

https://digi3.web.th-koeln.de

subscribe
share





episode 8: Eigene Podcasts in der Lehre mit Konrad Förstner & Martin Bonnet [transcript]


Unsere Gäste Prof. Dr. Konrad Förstner und Prof. Dr. Martin Bonnet veröffentlichen selbst in unterschiedlichen Formaten einen eigenen Podcast und erzählen uns, ob und wie sie diesen in ihrer Lehre einsetzen.

Notizen (Shownotes)

Podcast: Welt der Werkstoffe talk — Podcast: Open Science Radio — Podcast: Hoaxilla — Podcast: WRINT: Bargeld ist eine Blase (Staatsschulden auch) — Barcamp Science Köln — Interviews mit Zoom aufzeichnen (PDF) — Medienbüro des ZLE der TH Köln — Podcast-Tipp Konrad: Forschergeist vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. — Podcast-Tipp Konrad: omega tau — Podcast-Tipp Konrad: Freakonomics — digitalelehre@th-koeln.de.


share







 2021-05-25  53m
 
 
00:00
Digi hoch drei, vom Mund zum Ohr aus dem Zentrum für Lernentwicklung der TH Köln.
00:14
Herzlich willkommen zu einer weiteren Folge zu unserem Podcast hoch drei aus dem Zentrum für Lehrentwicklung. Mein Name ist Christian, Maximilian Steier und ich bin zusammen wieder mit Susanne Glaeser, auch Zentrum für Lehrentwicklung und befasst mit allem, was das Digitale angeht.
00:18
Wunderbar, und heute haben wir uns zwei Gäste eingeladen. Wir haben einmal Professor Doktor Konrad Förstner von der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften dabei. Hallo. Hallo Konrad und Professor Doktor Martin Bonet von der Fakultät für Anlagen, Energie und Maschinensysteme.
00:33
Ja, hallo zusammen. Hallo, ich grüße euch, dass ihr da seid. Ich freue mich, dass es klappt und dass ihr die Zeit gefunden habt.
00:38
Wir haben euch zusammengeholt, weil ihr beide äh eine besondere Eigenschaft mitbringt, die ich für diese Folge sehr interessant finde, aber ich will noch nicht zu viel verraten und nicht zu viel zu viel spoilern.
00:48
Ich dachte oder Susanne hat dir die schöne Idee, wir versuchen mal ein bisschen hintenrum einzusteigen, indem wir mal so eine Frage in den Raum schmeißen und ich richte mich mal direkt an Martin.
00:56
Martin Sachen, welchen Podcast hast du zum Schluss für dich selbst privat gehört?
01:00
Ähm ja, da muss ich jetzt grade überlegen. Ich glaube, es war tatsächlich ein englischsprachiger Werkstoffkunde-Podcast gewesen.
01:08
Das nenne ich echt eifrig. Also ein du hast die Konkurrenz belauscht
01:12
Genau, ja, nee, äh ich ich bin tatsächlich äh extra auf die Suche gegangen. Habe so geguckt, gibt es da eigentlich irgendwas da draußen, äh was was Ähnliches macht?
01:22
Weltweit natürlich und dann mal geguckt, was sie so für Themen bearbeiten, fand die natürlich auch sehr interessant, wenn da auch mal reingehört.
01:31
Aber dann gemerkt, dass sie dann doch in der äh andere Richtung zielen, nämlich sehr stark ähm so höchstes Level, was äh wissenschaftliche Erkenntnisse angeht.
01:43
Und äh aber wieder das Fahren war für mich natürlich auch
01:45
trotzdem spannend zu hören gewesen. Da muss man nochmal sagen, bevor wir gleich bei Konrad weitermachen, Martin, woran du machst selbst ein Podcast, eine Podcast-Reihe. Kannst du uns vielleicht kurz sagen, den Titel und was ist deine primäre Zielgruppe?
01:57
Genau, der Podcast heißt Welt der Werkstoffe Talk und ich glaube, damit ist dann auch schon relativ viel gesagt.
02:03
Geht halt um alle so rund um die Welt der Werkstoffe, das heißt um die Werkstoffe selber, Werkstoffearbeitung, äh Weiterverarbeitung, Recycling, zirkuläre Wertschöpfung, alle Themen, die dann also irgendwo Berührungspunkte zu Werkstoffen haben und äh Zielgruppe sind meine Studierenden primär
02:21
äh also Studierende von Ingenieurstudiengängen, das ist äh Maschinenbau, Rettungsingenieurwesen, mobile Arbeitsmaschinen und erneuerbare Energien.
02:32
Okay, da gucken wir gleich mal später nochmal rein, aber ähm Konrad, was hast du als letztes gehört? Ich musste gerade äh nochmal reinschauen tatsächlich, das ist ähm das war jetzt
02:42
Das war jetzt unfair. Du hattest jetzt das ist gemein. Du wolltest dich jetzt auf
02:46
und dennoch wird meine Antwort jetzt auch nicht viel ausgiebiger sein, also es ist Hooks Cars special Kryptozoologie. Wer Hoxila kennt, einen Klassiker unter den deutschen Podcast ähm und die haben auch, ich würde, ich will, also ich will das Gemein jetzt nicht gemein sagen, aber auch noch ein Laber-Podcast mit vielen anderen mit dabei und
03:01
ein sehr sehr tolles Team einfach wo verschiedene Meinungen mit reinkommen dann also neben neben den Kernteam von HOAXILLA mit diesem.
03:10
Ja anderen Leuten noch mit dabei, super Ding. Aber mal gerne. Konrad, aber ganz kurz.
03:15
HOAXILLA ist ein Podcast, der,
03:20
sich schon seit vielen, vielen Jahren, das ist ein Ehepaar der Szene. Nein, echtes Urgestein der deutschen Podcastszene,
03:29
sich auseinandersetzt mit ähm ja.
03:33
Verschwörungstheorien und ähm auch psychologischen Hintergründen zu allen solchen Sachen. Superding und äh so eben eher Psychologe, sie ist so Kulturwissenschaftlerin.
03:42
Wirklich tolle Themen und holen sich auch immer wieder Spezialisten dazu. Also das lohnt sich auf jeden Fall und das äh.
03:48
Kann ich wärmstens empfehlen und wirklich ein Klassiker. Vom Format hat es so die Idee von so einem Küchengespräch mit mit Wissenschaft und Kultur ähm,
03:57
bezügen, die auch teilweise sehr fundiert sind, also sie setzen sich sehr mit ihren Themen auseinander und gehen sehr in der Tiefe auch rein. Ich habe gerade spontan die Idee gehabt, äh Konrad, bevor wir gleich mit dir und
04:06
deinem Podcast weitermachen. Vielleicht äh Martin und Konrad, habt ihr die äh habt ihr die Lust, am Ende mir nochmal so drei eurer Lieblingspo
04:13
zu schicken, die ich dann in die Shownotes einbaue, um einfach mal zu bekommen, was ihr so hört neben, was es da noch so gibt, wo ihr so das wird sehr, sehr schwierig
04:20
denn also drei aus denen wahrscheinlich, keine Ahnung, dreihundert oder so was, nein, also nicht ganz so viele, aber rauszukratzen. Aber wir können das versuchen, ja, probieren wir mal, ja. Genau, das ist ja die Herausforderung sozusagen, gerne.
04:30
Solche Sachen stellt man ja Studierende auch gerne als Aufgabe. Die sagen dann auch, oh, das ist.
04:34
Kindertart. Aber Konrad, ich hab's schon ein bisschen verraten. Du machst auch einen Podcast. Magst du die mal kurz? Ja, sehr gerne. Der heißt Open Science Radio und.
04:43
Name ist Programm, äh da geht um Open Science im breitesten Sinne.
04:48
Den Podcast, den hat Matthias Fromm 2013 gestartet, hat er so als Monolog l
04:54
aufen lassen, hab so News vorgelesen zu dem Zeitpunkt war Open Science würde ich sagen noch nicht so breit aufgestellt wie das heute der Fall ist.
05:01
Hat dann irgendwann festgestellt, hm, so Monolog ist irgendwie langweilig und hat e
05:05
infach mal rumgefragt, wer hätte denn Lust ähm und ich habe mich gemeldet und er hat mich äh genommen und seitdem machen wir das zusammen und das ist ein ja
05:13
Wir nennen es, wir nennen uns, wir nennen es ab und zu so therapeutisches Gespräch, ne, wenn man so rausschaut, wie sollte die Wissenschaft sein und wie ist sie tatsächlich? Man denkt, das kann doch nicht sein und das heißt so im Dialog, so News durchgegangen, sich über bestimmte Sachen aufgeregt
05:28
später dann auch Leute mit dazu genommen, also extern,
05:32
Gesprächspartner so wie wir das jetzt hier machen, eingeladen ähm auf Deutsch und auf Englisch. Gelegentlich sind wir auch auf Konferenzen und sammeln dann äh dort Sachen ein, zum Beispiel auf dem Barcamp Open Science und der Open Science Konferenz und so
05:46
oder Wikiside und das ist, ja, einfach ein, wie soll man sagen, das ist ganz schwierig, tatsächlich für mich auch auseinanderzuhalten, ist das Hobby, ist das ist das Beruf, denn.
05:56
Ich bin Forschender, ich versuche Open Science zu pushen und ich habe das irgendwann sozusagen mit mit Matthias äh dann sozusagen geführt und mittlerweile ragt das natürlich auch klar in meinen beruflichen Alltag mit rein. Und das ist einfach ein sehr, sehr äh spannendes Format und ich wünschte, ich könnte das noch sehr viel mehr machen.
06:11
Ja, das ist so grob die Gruppe der Hintergrund von Open Science Radio.
06:16
Mal an euch beide die Frage, wer zuerst antworten will, was ist die größte Herausforderung, wenn man einen Podcast macht?
06:23
Ja, bei mir ist es ja so, dass ich äh jedes Mal tatsächlich einen Gast da habe.
06:29
Und ähm ich mich dann auch immer dadrauf vorbereiten muss. Also ich ich
06:34
lauter Leute, das ist eine größte Herausforderung. Ja, also wirklich, ich ich lade äh Leute zu ganz, ganz spannenden Themen äh ein, weil sie natürlich äh Experten und Expertinnen sind auf Gebieten, äh wo ich jetzt mich nicht so zu Hause fühle.
06:48
Natürlich mein Fachgebiet immer tangiert aber ich muss mich da schon nochmal immer ein bisschen reinfuchsen, um dann eben auch die klugen Fragen stellen zu können.
06:57
Glaube die die Auswahl, weil.
07:00
Doch mittlerweile so viele Sachen da sind und dann jemanden anzusprechen oder nicht anzusprechen, sondern einfach auszuwählen, wir haben relativ viele Leute auch bei uns auf der Liste, die wir schon immer mal äh sprechen wollten und äh die auch zugesagt haben, aber dann die Zeit zu finden und dann auszuwählen, so jetzt machen wir das mal
07:14
Das ist tatsächlich gerade auch so, eben wenn man das doch mehr so hobbymäßig betreibt, dann doch immer schwierig und das.
07:22
Eigentlich die härteste Entscheidung. Bei den Vorbereitungen würde ich mal dir Martin sozusagen mal fast unsere Perspektive mal mitgeben. Ähm wir haben manchmal einfach so.
07:32
News zusammengestellt, was ist gerade aktuell und so und da wurde uns gesagt, ihr seid ja immer so fantastisch vorbereitet. Und,
07:40
da fällt bei uns gar nicht so oft, dass wir das eigentlich nicht sind, sondern die Links zusammenpacken, nochmal schnell panisch vorher nochmal durchgehen und dann sagen, okay, jetzt legen wir los.
07:47
Und dann ist es das. Also von daher ähm äh Hut ab, wenn du da auch gut gut vorbereitet reingehen kannst. Wenn wir Gäste haben, versuchen wir auch ein bisschen natürlich vorher zu recherchieren, zu gegebenerweise.
07:56
Also ich kann ja mal, ich kenne mich ja immer outen, ich höre ja auch Open Science und ich muss auch sagen, also man merkt nicht, dass das hier so in Panik Panik äh runterreißen ist, sondern tatsächlich äh ist es immer.
08:06
Fühlt sich das rund an und das ist ja das Wichtig.
08:08
Reine Show. Genau, eine Show arbeitest du der journalistische Anspruch von Martin, den kann ich total nachvollziehen und auch das macht ja auch ein bisschen den Reiz aus, Martin wahrscheinlich, oder? Dass du sagst, ich ich hole mir mal Expertise rein, die ich ja nicht habe,
08:19
Dazu will ich aber auch mal meine Fragen loswerden, die mich auch brennend interessieren.
08:23
Genau, also ich äh lerne jedes Mal richtig was dazu und äh von daher macht es also doppelt Spaß und ist auch äh interessant für mich. Also,
08:31
dass ich jetzt einfach nur mal ein anderes Gesicht, eine andere Stimme präsentiere, sondern tatsächlich eine.
08:37
Sichtweise oder eben auch äh Erfahrungen natürlich ganz, ganz viel und Know-How.
08:44
Was ich so nicht mitbringen könnte. Mhm. Ist das auch die Motivation, dass du damit angefangen hast, zu Podcast?
08:49
Genau, also ich hatte ja äh früher, sage ich mal, häufiger schon ähm Gäste eingeladen für meine Vorlesung auch.
08:58
Um da einfach mal den Studierenden anderer Einblicke geben zu können.
09:01
Aber das ist eigentlich ja irgendwie ein undankbares Format. Also die, die Gäste machen sich unheimlich viel Mühe kommen ja hin und können dann halt in einem Studiengang
09:10
einmal was erzählen und wenn ich das dann für einen anderen Studiengang haben wollen würde, müssten sie nochmal kommen, wenn ich das im nächsten oder übernächsten Semester haben wollen würden, müssen sie wiederkommen.
09:21
Und dann habe ich mir gerade hier so einen so ein Podcast-Format. Ist doch eigentlich viel angenehmer. Ich kann das tatsächlich ähm in aller Ruhe mit den Diskutieren, gestalten äh und dann können wir das auch archivieren und dann natürlich meinen Studierenden
09:34
Verfügung stellen und das ist natürlich für die auch doppelt spannend, weil wir es natürlich über dieses Format nicht nur meinen Studierenden, sondern auch dem Rest der Welt zur Verfügung stellen.
09:45
Komme ich jetzt direkt mal auf den Einsatzzweck. Da kommen äh Martin, du hast es ja gerade schon gesagt. Gesagt, dein,
09:50
Kann man das so sagen, primärer Anreiz ist ähm ein Stück äh Information für
09:56
in der Lehre zu produzieren, dass das natürlich noch andere Möglichkeiten der Verbreitung hat. Ähm das ist klar. Was sind denn ähm deine ersten Erfahrungen mit dem Einsatz des Podcasts in der Lehre?
10:09
Ja, ich sage mal, ähm ich ich mache das ja nur zur Zeit, zumindestens nur als Ad-On.
10:14
Das heißt, für Studierenden, die sagen, wow, das das Fach ist aber auch spannend und ähm.
10:20
Noch mehr hören oder manchmal ist es auch andersrum, dass gerade wenn sie dann halt auch äh,
10:25
mal so drüber stolpern und dann mehr hören, äh also auch mit hineingesogen werden in die Faszination, die natürlich äh die Gäste auch immer mitbringen, für ihr jeweiliges Thema. Ähm das ist, dass man einfach begeistern kann äh für das eigene Fach.
10:40
Die äh Studierenden da mit hineinnimmt.
10:43
Und ähm wie gesagt, ebend Erfahrungen und Blickwinkel auch hinein in Forschung und äh Industrie gewähren kann, die man sonst nicht gewähren könnte.
10:55
Ich habe mir jetzt noch nicht so große Gedanken gemacht, ob ich das jetzt noch irgendwie stärker äh einweben will, dass ich sage, okay.
11:05
Ich ich werde dann auch hier in in meinen Präsenzveranstaltungen dann nochmal konkret drauf Bezug nehmen oder das womöglich an irgendeiner Stelle abprüfen oder sowas, sondern das ist tatsächlich läuft das als freiwilliges Angebot nebenher.
11:17
Okay, das heißt, das ist so ein so ein äh wie du sagtest, ein Add-on, also du du machst deine Lehre, die ist durchstrukturiert und bietest zu der Lehre noch zusätzlich einen Informationskanal an, der aber freiwillig äh genutzt werden kann.
11:28
Genau, ich ich mache da nur ab und an gebe ich dann schon mal gezielt Empfehlungen. Wenn ich sage, wir sind jetzt hier bei dem Thema und äh so ein bisschen an dieses Thema anknüpfen, gibt's zum Beispiel eine spannende Folge, die ich ihnen wirklich ans Herz lege, die sich damit beschäftigt.
11:43
Wisst ihr, äh aus der Geschichte heraus kommst du ja, dass du dir Gäste dazu geholt hast, um Expertise in dein in deine Veranstaltung reinzuholen. Jetzt habe ich gerade so sprachwissenschaftlich mal gemacht, also wenn man jetzt mal so Jakobsen nimmt, der hier sagt, ähm wir brauchen halt das Mietersprachliche, also den Rückkanal, Studierende, Feedback.
11:56
Dass mit dem Gast die Information, die gerade kommt, ob
11:58
ob man dabei bleiben kann oder du kriegst auch den Rückkanal, dass es dass das für sie relevant war, dass das Thema irgendwie überhaupt in contect gepasst hat oder sie verstehen überhaupt nicht, was der Experte dort erzählt. Das ist ja beim Podcast in der Form nicht gegeben. Hast du denn über deine Studierenden zum
12:11
schon mal Feedback bekommen
12:13
Ja, ich sage mal, ich bediene mich ja eines kleinen Tricks an der Stelle, äh weil ich ja sowieso schon seit etlichen Jahren einen YouTube-Kanal habe, mittlerweile etwas über fünfundzwanzigtausend Abonnenten und äh das ist auch so ein bisschen Zugpferd, warum ich halt auch so die top Experten eingeladen bekomme. Ich sage denen, wir nehmen das auch als Video auf
12:29
stellen's auch da hin und damit sind sozusagen also auch die entsprechenden ähm
12:34
der entsprechende Bekanntheitsgrad garantiert. Und äh das Format hat natürlich den Charme, dass da auch äh einfacher kommentiert werden kann
12:42
Das heißt, ich habe dann natürlich auch äh da die die Möglichkeit, mir das Feedback anzuschauen, durchzulesen, da drauf wieder zu reagieren. Im Feedback studieren? Ja da auch. Aber das zeigt,
12:52
Ja, aber das entschuldige Christian, aber das zeigt natürlich, dass du mit YouTube einen deutlich mächtigeren Verbreitungskanal für deine ähm Videos hast, den du jetzt auch für die Podcasts, in denen du da noch ein Videoformat produzierst, nutzen kannst, was natürlich im Mainstream.
13:07
Immer noch nicht so angekommen ist, was den Podcast angeht, Konrad, wie siehst du das? Ist dann schwierig, weil wie soll ich sagen.
13:14
Diese ganzen Metriken erstmal eingeholt werden müssen. Wir haben, wir haben das für Open Science-Redie und haben da, denke ich, auch ganz gute äh Downloads. Also du meinst Download-Zahlen? Ja, ganz ganz genau richtig. Ähm das Problem ist.
13:28
Wie soll ich das sagen? I don't care, ja. Ich habe das schon äh schon fast ein bisschen gesagt, ne? Das ist vielleicht ist zum Beispiel Open Science Radio, ich würde das oder mich vielleicht, es ist ein Nischen-Podcast, ne, so. Und ich produziere das mit Matthias zusammen, um
13:40
Ja, weil es uns Spaß macht, weil uns Freude macht und wenn und wenn nur eine Person zuhört, dann ist mir das Recht. So. Und das heißt also, dieser dieser harte hinterher äh buddeln
13:50
Wer hört uns denn oder wer ist da abgesprungen, das was.
13:53
Machen wir gar nicht. Haben wir gar nicht die Zeit zu und auch gar nicht die Motivation zu, sondern wir machen das und wenn wenn ein, zwei Leute das anhören, in Ordnung ist. Wir wissen, es sind sehr viel mehr, das ist äh
14:03
für so ein Nischen-Podcast sind das mehrere tausend äh Episode. Ähm das ist schon relativ gut, also Downloads, sondern wir wissen natürlich nicht, ob das da noch abgehört wird,
14:10
Aber da geht einfach unsere Energie nicht rein. Und äh brauche ich persönlich auch sozusagen nicht. Mhm.
14:17
Jetzt würde wäre meine Frage, ähm wir haben ja bei Martin gerade gehört, dass er produziert und auch
14:22
eigentlich seine seine Motivation aus der Lehre herauskommt, wenn ich das richtig ähm so verstanden habe
14:27
Konrad, wo siehst du denn oder siehst du Anknüpfungspunkte jetzt mit deinem speziellen Podcast oder aber auch Podcast als OER, als Open Educational Resources
14:38
Wo siehst du da ähm Anknüpfungspunkte ähm für deine also da sehe ich's äh enorm viel Anknüpfpunkte, die sich.
14:45
Nicht so gezielt ergeben wie das bei Martin der Fall ist, wo das sozusagen auch wirklich Zielpublikum ist, aber ich bin häufig meinen Vorlesungen, zum Beispiel zu äh Knowledges oder so.
14:54
Und dann kann ich sagen, hier hören sie sich mal die und die Episoden zu,
14:58
Wikiside oder als ich auf der Wikisidee war und da den Experten das Mikrofon unter die Nase gehalten habe und mich mit denen unterhalten habe. Und das ist
15:06
ähnlich wie bei Martin dann mehr ein Zusatzangebote. Es ist so, okay, wer wer's wirklich wissen will, wer wirklich jetzt mal sozusagen an der an der ähm vordersten Front mal reinhören möchte.
15:15
Der oder die kann das gerne machen. Und da sich dann sozusagen auch den, den Anspruch, dass man hier Experten reinzieht, die entsprechend auch.
15:24
Aktuelle Sachen machen. Ich persönlich,
15:27
mir auch sehr gut vorstellen, das habe ich tatsächlich selber noch nicht gemacht, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich auch Defiziiert für Studierende entsprechend Podcast aufnehme, weil ich persönlich einfach so.
15:37
Enorm viel über Podcasts mir selber an Wissen aneigne. Das ist einfach mein Medium. Ähm also ich bin äh vom Hintergrund her bin ich Bio-Informatiker. Das heißt, ich schaue den ganzen Tag auf den Rechner auch und jetzt durch Corona hat sich das nicht verbessert, ne? Und.
15:51
Da ist der Audiokanal einfach super, weil man, ne, kann man nebenbei, kann man kann joggen, man durch die Gegend laufen, man kann an der Kasse stehen, kann kann Informationen reinkriegen
16:00
kann die Augen entspannen dabei und das ist, denke ich, für Studierende genauso ein Ding, ja? Die, die und diese multimediale ähm
16:07
eben nicht nur Beschallung, sondern äh der multimediale Zugang ist natürlich ideal und.
16:12
Ein Podcast ist natürlich eine wichtige Komponente oder eine mögliche Komponente, die da meiner Meinung nach super ist. Und ähm.
16:20
Bei mir mehr bisher der Zeit geschuldet, als äh der dem Willen, das nochmal umzusetzen. Ich mache manchmal so kleine Videos, wo äh ich irgendwie so Coding Sachen zeige, aber ich denke.
16:30
Oder ich würde sehr gerne auch die Geschichte zum Beispiel bei bestimmten Sachen nochmal auf äh rollen und da kann man sich echt hinsetzen, kann so ein bisschen sagen, okay hier äh Geschichte hat so Ende der sechziger Jahre angefangen so was, dass man da den
16:42
interessierten
16:43
Studierenden auch nochmal ein bisschen mehr Sachen unterfüttern. Du hast es gerade eben gesagt, was ich auch so schön finde, deswegen will ich's auch nochmal hervorheben, was mir beim Podcast auch so gefällt, ist es halt, dass dass sich das so gut in den Alltag im Grunde integrieren lässt, also dieses Lernen, also lebenslanges Lernen, dass sie irgendeinen Kanal haben, der über das eigentliche Studierformat hinausgeht und sich überall bis ins Bett,
17:02
bis in die Hosentasche einbetten lässt und nicht mal unbedingt Internet braucht, weil man.
17:06
Nicht über Spotify macht, also sich die Sachen auch tatsächlich automatisiert runterladen lässt, was ja die vom Podcast ist.
17:12
Finde ich sehr schön. Sag mal aber äh hast du denn über deine Studierenden Konrad schon mal Feedback.
17:17
Als du das eigene. Also wenn du so Sachen bewirbst oder sagst, schaut mal rein, dass sie sagen, Mensch toll, danke schön.
17:24
Nein, noch nicht in dem Großmaß, doch ich überlege gerade mal, bei, beim Einschwimmgang schon mal ein bisschen im, im, im Forum, im, im Mudelforum dann was zurückbekommen, aber nicht, nichts intensiv
17:36
aber, wie gesagt, einfach auch, weil das bei mir ein sozusagen Nebenprodukt ist, dass ich den Studierenden das auch mitgeben kann und das äh folgt dann unter vielen
17:43
links mit dazu, ich wie soll ich sagen, mir ist das fast schon ein bisschen unangenehm, ja, hier ist mein Podcast, hier können sie reinhören, sondern ähm wer Interesse hat, kann da reinhören. Das ist äh von daher auch nicht, noch nicht so forciert, aber wie gesagt, ich bin da eigentlich sehr interessiert dran, nochmal mehr Informationen,
17:56
einzubinden, die spezifischer sind. Und dann würde ich tatsächlich auch noch mehr in die Feedback-Schleife reingehen und sagen, hat Ihnen das denn überhaupt was geholfen? Bringt Sie das weiter? Hören Sie das oder habe ich jetzt für für die Tonne produziert?
18:10
Mal eine Frage an euch beide. Was macht denn einen guten Podcast Podcasts aus? Was sind denn so die Ingredienzien? Auf was muss man achten,
18:19
ganz privat jetzt, also gar nicht auf dem Bildungskontext bezogen, sondern nur für euch. Was denkt ihr, ist ein guter Podcast?
18:26
Also ich würde sagen, dass das äh hängt natürlich sehr stark mit den sprechenden Personen zusammen, ob man den einfach gerne zuhören möchte.
18:35
Also manche haben ja einfach äh da ist keine Betonung, kein gar nichts. Also da kann der Content so interessant sein, wie er will. Das wird dann einfach anstrengend. Ähm
18:44
je nachdem wie lang dann auch so eine Folge ist, wo man sagt, nee, also ich, das kann ich ganz sicherlich keine Dreiviertelstunde jetzt hier zuhören. Also es muss irgendwie
18:52
Person muss irgendwie, man muss merken, die muss ist selber begeistert von dem, was sie da eigentlich gerade erzählt.
18:57
Äh das macht für mich ganz, ganz viel aus. Und äh schön finde ich natürlich, wenn tatsächlich jetzt wie hier in unserer Runde mehrere Leute zu Wort kommen, also mal minimal zwei und nicht einer so vor sich alleine hin philosophiert
19:10
äh das dann auch so ein bisschen äh Leben da drin ist und und dann möchte ich natürlich eigentlich schon am Ende des Tages entweder unterhalten sein, das kann natürlich auch schon mal äh Ziel an sich sein
19:20
oder wenn man natürlich jetzt hier über so Wissenschaftspodcast sprechen, dass ich tatsächlich mit irgendwelchen neuen Erkenntnissen oder Informationen da rausgehen. Denke, oh Mann, das war aber spannend. Da habe ich mir eigentlich noch nie Gedanken drüber gemacht, aber klingt interessant.
19:33
Ich würde mich da gar nicht festlegen, um uns um um ehrlich zu sein. Tatsächlich
19:39
Weil ich Podcast auch mit ganz unterschiedlicher Zielsetzung anhöre. Manche, so wie Martin meinte, ich will unterhalten werden, ja, also Infotainment, nicht nicht reine Unterhaltung, aber dass ich irgendwie, ich.
19:48
Keine Probleme habe, auch mal zwei Stunden was anzuhören, wo viel Laberei mal dabei ist. Es gibt auch Sachen, wo ich ganz deiziert sage, ich
19:56
möchte jetzt einfach mal in dieses Thema relativ zügig einsteigen. Oh, hier gibt's einen Podcast dazu, ich ich skrippe dir mal kurz, dass ich alles mal runterlade und habe dann irgendwie äh zehn Stunden Audioformat dazu und und.
20:07
Haut mir das in den Kopf sozusagen. Ich habe hier äh lustigerweise kürzlich ähm einen Podcast zum zum äh angehörte. Einfach weil ich dachte.
20:16
Irgendwie das muss doch irgendwie besser gehen bei mir und habe mir jetzt einfach mal einen Garten-Podcast angehört und da wirklich coole Sachen noch ähm auch äh leider noch wir Verweise auf andere Podcasts, wo man auch wieder reingehen kann. Ganz gefährlich, ganz gefährlich, weil man dann plötzlich ähm
20:29
einfach einen Backlog an an Formaten hat oder an an Daten hat, die man einfach nicht mal abführen kann, aber äh kurz gesagt soll das heißen, für mich gibt es.
20:39
Gut in ganz unterschiedlicher Art und Weise. Manchmal ist so ein zehn Minuten
20:43
komm auf den Punkt Podcast super und manchmal möchte ich einfach so wirklich die volle Tiefe haben wo drei oder vier Stunden, ich erinnere mich also ich glaube Holger Klein hatte mal ein Podcast zum zum.
20:54
Was war das zu unserem Wirtschaftssystem oder sowas? Ich fand das so klasse.
20:59
Super und da bereue ich keine Minute. So und das heißt also es ich ich kann mich da nicht entscheiden, was es für mich gut ist, weil es doch sehr auf den Kontext abhängt, was ich gerade haben möchte.
21:11
Möchte nochmal einen Bogen zurück zur Leere schlagen, kurz, ähm weil
21:16
habt, ich frage an euch beiden. Habt ihr schon mal als Lehrformat eingesetzt, dass Studierende mhm. Ein Audiostück produzieren
21:25
um irgendeine Aufgabe, irgendeine Erkenntnis zu verarbeiten, abzuarbeiten. Und wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
21:32
Also ich habe nur mal Videos produzieren lassen. Äh da war die Erfahrung äh sehr, sehr gemischt, also von wirklich brillanten Ideen,
21:41
Bis Katastrophe war alles dabei gewesen. Das war einem Master-Wahlpflichtfach. Ähm aber Audio habe ich tatsächlich noch nicht produzieren lassen.
21:51
Bei mir steht das grade an. Wir planen für den äh Juni ein Barcamp Open Science Köln. Und,
22:00
da werden Studierende mit eingebunden sein und eine Möglichkeit.
22:05
Entsprechend ja die die Abschluss zu machen ist auch,
22:10
ein Podcast zu machen dazu. Das heißt, so wie das bei uns üblich ist, also üblich heißt in dem Fall, wenn wir auf dem Barcamp Open Science, was normalerweise in Berlin stattfindet, jetzt halt entsprechend remote alles stattfindet.
22:23
Dass man in die Sessions reingeht, sich den Verantwortlichen oder die Verantwortlichen der Session
22:29
und einfach nur mal bittet, diese Session zusammenzufassen und genau das sollen Studierende dann auch bei diesem äh Barcamp mal machen
22:37
und damit, ja, zeigen, dass sie sowas moderieren können, dass sie vielleicht auch selber nochmal Input äh geben können, dass
22:44
verdauen können und wiedergeben können und das steht jetzt sozusagen hier in Bälde bei uns dann an.
22:50
Wunderbar. Wie würdet ihr beide denn die Zukunft von Podcast im Bildungs- und Wissenschaftsbereich jetzt einschätzen? Aus der, aus dem Moment heraus jetzt? Tja, schwierig.
22:59
Also bei wird jetzt auch nur von von auditiven Podcasts aber weil bei medialen Sachen äh weiß man immer nicht, wo die Reise hingeht.
23:08
Also als ich mit dem Podcast angefangen habe, hier das ist vor einem halben Jahr gewesen, ziemlich genau.
23:14
Beziehungsweise ich hab bisschen früher produziert und dann bin ich vor einem halben Jahr.
23:19
Gegangen sozusagen, ähm habe ich erstmal so ein bisschen Umfragen gestartet hier unter meinen Masterstudenten zum Beispiel.
23:26
Wer von euch hört denn eigentlich überhaupt äh Podcast und es ging alle Hände hoch und dann habe ich die auch gefragt, was das denn für Podcasts sind, die die da hören.
23:35
Und äh alle hörten auch tatsächlich Wissenschaftspodcasts, also.
23:41
Und dann dachte ich doch da scheint also das das Medium zu sein, wo ich auch meine Zielgruppe erreichen kann, weil das weiß man ja immer nicht, ne? Also ich habe, sorry irgendwie vor.
23:51
Ähm paar Monaten mal was auf TikTok gemacht und habe das meinen Studenten gesagt und dann haben die dann gesagt, nee, sorry, ich glaube, dafür sind wir zu alt. Na ja
24:00
Aber ich und ich sehe das bei meinen eigenen Kindern, äh die die sind ähm achtzehn, zwanzig und zweiundzwanzig. Äh die Zwanzigjährige und der Zweiundzwanzigjährige.
24:11
Haben damit nichts am Hut, aber meine achtzehnjährige lebt TikTok. Also da verschieben sich natürlich auch die die Formate, die Plattformen,
24:20
wo man tatsächlich Studierende erreicht und da muss man natürlich auch drauf Rücksicht nehmen. Also ich kann natürlich jetzt irgendwie drauf pochen und sagen, das ist ein didaktisch tolles Ding, deshalb will ich das unbedingt machen. Kann man machen, aber wenn wenn die das nicht abholt, wird's dann auch schwierig, ne.
24:35
Aber kurz im Konrad bevor die Frage auch noch an dich geht, äh Martin, ich finde das ähm ähm sehr spannend, was du gerade sagst, weil das ist ein bisschen auch meine Wahrnehmung, ähm dass der Podcast mit einer gewissen.
24:47
Langsamkeit, ja, und auch einer gewissen Möglichkeit, sich einfach mal auszubreiten, auch über längere Zeit
24:53
und mal tiefer also tiefer reinzugehen und mit rohe Dinge auszusprechen, scheint mir fast so ein bisschen wie so ein Gegenpol zu sein gegen.
25:04
Je kürzer, desto besser TikTok oder ähm ne, es geht ja der Trend auch äh in der in der in der Musikkomposition durch Spotify dahin, dass man irgendwie
25:14
im Grunde genommen viel kürzere ähm Songs produziert, die im Grunde genommen alles Wesentliche schon in den ersten irgendwie eins dreißig oder dreißig Sekunden sagen, weil da darüber hinaus wird nicht mehr ausgewählt.
25:25
Ja? Mhm. Das heißt, das verändert ja auch das, was an Kunst oder Kultur produziert wird.
25:30
An sich, weil ich für ein Format produziere und der Podcast scheint mir ja so ein bisschen was ähm in die andere Richtung zu gehen. Und ich ähm ich teile deine Wahrnehmung, ne? Ähm meine Söhne auch ähm achtzehn und zwanzig, da wird Podcast gehört und zwar nicht zu knapp.
25:45
Aber aber genau da muss man sich jetzt überlegen, äh stämme ich mich jetzt mit aller Gewalt dagegen, weil ich zum Beispiel das eine Format einfach
25:51
persönlich auch viel, viel besser und viel, viel geeigneter äh finde oder ähm
25:57
gucke ich auch tatsächlich so ein bisschen die Leute abzuholen und das wird dann immer, immer ein Abwegen sein und dass man sagt, an der Stelle gehe ich halt auch nicht mit, weil ich das Format nicht toll finde oder die Plattform oder was auch immer. Und halte doch noch hier an an bestimmten Formaten fest, weil ich die einfach auch äh besser
26:13
finde und vor allen Dingen für jetzt auch mal Thema Wissenschaftskommunikation oder so geeigneter. Aber da wird man, also ich finde zumindest gut, wenn man die Sachen im Auge behält, äh beobachtet und sich dann überlegt, wo bringt man sich
26:25
wie eine
26:26
und man kann ja auch das eine tun, das andere nicht lassen. Äh da man muss sich dann natürlich wieder mit ganz anderen Fragen dann auseinandersetzen, was kann ich denn überhaupt auf einer Plattform machen, wo äh die Länge auf eine Minute beschränkt ist.
26:37
Äh hilft das irgendwas? Ich habe dann zum Beispiel mal so eine knifflige Sache, die immer wieder gefragt wird, äh wie man nämlich so Sachen in so ähm einfach Logarithmischen Darstellungen abliest, habe ich einfach da mal in einer Minute erklärt. Ich denke, sowas
26:50
könnte dann zum Beispiel durchaus hilfreich sein. MikromikroImputs
26:54
Genau. Ja, es muss es muss halt äh zur Zielgruppe, aber auch zu einem selbst passen, ne? Also das hast du so schön rausgearbeitet. Also nur, weil's für die Zielgruppe jetzt das äh sozusagen das Medium der Wahl ist, muss es ja ausduzierenden Perspektiven nicht das Medium der Wahr sein, weil eben auch erstmal der
27:06
eigene pädagogische Einspruch da noch rein, gleichzeitig einem das Medium auch irgendwie sympathisch sein muss. Das zieht auch noch.
27:13
Konrad. Mhm. Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich viel Neues dazu bringe, weil ich Martin eigentlich zustimme
27:20
ich sehe, also erstmal ich sehe den Trend-Podcast, der hat ja auch in Deutschland mittlerweile doch Fuß gefasst, nachdem da doch viele, viele Jahre jetzt erstmal so herumlagen. Und ich hoffe, das hält
27:28
auch, denn ich sehe da einen Riesenvorteil. Also ich ich bin auch jemand, der seit, glaube ich, zweitausendacht oder so was twittert, ich mag die kurzen Sachen, aber ich befürchte.
27:38
Es trainiert uns in die falsche Richtung,
27:40
Und ich bin ein ganz großer Freund von Call äh Newport. Ich weiß nicht, wer den kennt, so Deep Work, ähm End of E-Mail und äh Digital Minimalismus. Das ist ein das ist ein Informatiker, der eigentlich
27:52
meiner Meinung nach wirklich ähm am Zahn der Zeit ist und ein wichtiger Punkt gemacht hat. Wir.
27:58
Zerfransen uns durch diese kleinen kleinen Sachen wie, sagen wir mal Twitter, da kann man keine solide Meinung wirklich an Mann und Frau bringen, da kann man kein Diskurs haben und wir trainieren unser Gehirn leider eben also auf kleine Informationshäppchen und das ist ein Riesenproblem.
28:11
Unser Gehirn, diese Neuroplastizität, die wir haben, die sollten wir nutzen, um wirklich diese tiefen Probleme, die die Menschheit bewegen, anzugehen und das muss trainiert werden und ein langer Podcast,
28:21
ist meiner Meinung genau das Ding dafür, dass man sich mal in die Tiefe reinbewegt, dass man eben auch mal wirklich jedes Stöckchen, jedes Hölzchen mal umdreht und mal anschaut und da kann so eine tiefe durch den Podcast wunderbar
28:34
gegeben werden. Und das muss dann nicht ein Laber-Podcast sein, sondern es ist einfach notwendig, um ein Thema gut abzudecken. Und.
28:41
Auf der anderen Seite kann ich auch verstehen, ne, wird ja immer gesagt, so maximal so ein Video so acht bis zehn Minuten, damit die äh die die Studierenden das auch gut aufnehmen können
28:51
kann ich auch nachvollziehen, wenn man äh kleine Informationshäppchen an Mann und Frau bringen möchte, ohne jede Frage. Und irgendwo in diesem
28:58
Spannungsbereich bewegen wir uns jetzt. Ich will natürlich irgendwie,
29:02
dafür sorgen, dass Menschen Tiefe gewinnen, dass sie nebenbei, weil das auch äh nebenbei da ungemein erfüllend ist, der sich tief in was reinzu äh bewegen, dort Probleme zu lösen, dort was anderes zu machen und das muss geübt sein. Das ist nichts, was man.
29:15
Einfach so machen kann und.
29:18
Irgendwie macht man die Leute natürlich auch schnell mit Informationen versorgen, die ihre Probleme äh äh beseitigen und ich mache gerade mit einer Kollegin äh für ZPMED, ich muss auch noch sagen, ich bin neben dessen neben der Tatsache, dass ich Professor an der TH Köln bin, bin ich auch ähm.
29:32
Leiter des Programmbereichs äh Dath Science and Services bei ZBMED, einer großen zentralen, deutschen Bibliothek und Forschungsinstitut und
29:39
Da machen wir sehr viel Day durch seins Training und da machen wir halt so kleine Videos mittlerweile auch, haben wir angefangen, wird wird bald auch äh an den Start gehen. Und da geht's wirklich darum, okay, äh wir wollen mal hier mit der anfangen, was kann man daran machen und das sind halt kleine, kurze, knackige Videos
29:52
und dass das auch gut dafür.
29:54
Dennoch finde ich diesen Podcast einfach super, wenn man die Tiefe gewinnen möchte. Und das würde ich tatsächlich auch gern in die Lehre reinbringen, aber da bin ich nicht ganz sicher, ob man.
30:03
Ob man das fordern darf, kann, ich meine, man sollte es, eben, um ja, äh, um, um auch diese Tiefe zu trainieren, um dieses tiefe Denken wieder hinzukriegen.
30:13
Ich habe da so eine so eine Idee, weil das eine ist ja, wenn ich jetzt ein Lehrvideo produziere, dann dann stehe ich ja da und erkläre und bringe also so quasi knallhart den Content drüber und dass man, dass es da schwerer fällt, sich, sage mal, eine Dreiviertelstunde oder womöglich zwei, drei Stunden dadrauf zu konzentrieren, ist ja irgendwie auch Selbstredend.
30:30
Ähm aber wieso könnte man das nicht tatsächlich in so einer ähm in einem Gesprächsformat auch versuchen rüberzubringen
30:40
also das kann dann auch Video sein wieder, aber dass man sich im Prinzip für die Videos was vom Podcast abguckt. Das, was weiß ich, ich nehme dann jetzt einen äh Mitarbeiter.
30:49
Und der interviewt mich. Wofür brauchen wir jetzt überhaupt Zustandsdiagramme? Und wie baut sich das auf? Und sodass man das tatsächlich mehr in so einem Gespräch entwickelt und ich könnte mir vorstellen, dann kann man auf tatsächlich auch äh
31:01
solchen Lehrinhalten äh interessanter
31:04
gestalten und auch länger zuhören, als das vielleicht bei dann auch wieder das Thema, weil ein ein Lehrvideo, wenn das in acht bis zehn Minuten ähm gut sein soll, das muss geskriptet sein. Sprich, da braucht's ein gescheites Konzept, weil sonst
31:17
Kriege ich nämlich das nicht alles unter in acht bis zehn Minuten. Mein Gefühl beim Podcast ist oft so, ich muss schon eine Idee haben, um was es geht. Aber ich kann mich auch ein bisschen mit dem Flow treiben lassen, wo so ein Gespräch auch hingeht.
31:29
Und dann dann tauchen auch vielleicht mal unerwartete Dinge auf, ähm wo sich das einfach ähm verplätschert. Und das ist im Audio.
31:37
Natürlich auch deutlich einfacher. Ich brauche ja keine Bild, keine visuelle Ebene bedienen. Ich muss ja kein, kein, kein, keins, kein Feuerwerk irgendwie auslösen auf einer visuellen Ebene, weil
31:47
das ist deutlich simpler zu produzieren, ja? Natürlich kann ich auch ein Video produzieren, in dem jetzt äh auf der Bildebene
31:54
eher weniger so Talkshow-mäßig, eher weniger ähm ähm passiert. Aber ich glaube gerade die Reduktion ähm
32:01
auf die Audioebene ähm bewirkt auch, was in der Konzentration auf das Gesprochene, auf das Gesachteunter, vielleicht bin ich ein bisschen bei dir, Konrad, das könnte ich, ohne dass ich mich auskenne in Neuro Neurowissenschaften oder irgendwas, könnte ich mir hier aber vorstellen, dass das andere Verarbeitungsprozesse auslöst.
32:16
Kopfkino, Kopfkino, ne? Ja. Ja. Bilder in einem selbst hervor.
32:22
Ich äh finde auch tatsächlich, äh Konrad, du hast es so schön gesagt, weil eigentlich ist äh sind Podcasts eine Kulturbewegung, die gerade eine Nische bedient, die einfach weggegangen ist im Laufe der, der weiter Veränderung der Medien, weil äh YouTube, Susanne hat's gesagt, wird immer schneller, viel punktierter,
32:35
Selbst Radio und Fernsehen ist alles auf schnell und werbe kommerzielle Zwecke und alles so zugespitzt,
32:40
irgendwie alles hat sich alles so in ein besonderes, extremes Schnelllebigkeit zugespitzt und Podcasts sind zum Gegenprogramm. Wir nehmen uns wieder die Zeit, was das Radio nicht mehr macht.
32:48
Kein Magazin zu machen, sondern mal länger in die Tiefe zu gehen und mal länger drüber zu reden.
32:52
Das kommt, deswegen ist es für den Wissenschafts- und Bildungsbereich, wie ich finde, auch ein sehr schönes Format oft ein Gespräch gleich, dass man sagt, wir machen ein Fach.
32:59
Ich hole mir den Experten ran und gehe mal in die Tiefe, mit ihm und fragte ihn mal die Fragen und der erklärt mir das mal wirklich von Anfang bis Ende. Und ähm und durch diesen Dialog und das ist, glaube ich, das, was Martin auch so schön findet, dass es mehr als eine Rednerperson ist.
33:10
Ähm.
33:11
Sozusagen gleich das entsteht so ein Mitdenkeneffekt, den ich als Zuhörer auch habe. Ah, Moment, das interessiert mich. Und wenn der, wenn der zweite Gast dann auch diese Frage stellt, dann denkt man, ja Gott sei Dank, das muss ich jetzt gerade noch mal weiter hören. Gut, dass du's fragst, weil ich will wissen, wie es ist, weil ich hab's noch nicht verstanden so ungefähr.
33:25
Sind diese langen Gespräche, wo man halt wirklich auch immer wieder iterative Prozesse durchläuft, auch ganz wichtig, um wirklich alle Zuhörer auch abzuholen. Und ähm das ist, wie ich finde, tatsächlich auch ähm ein Trainingsfeld, was für Studium Gold wert ist, gerade wenn man sich eben,
33:40
immer mehr voran arbeitet. Nehmt diesen Fachaustausch. Aber ich denke, das ist auch erst möglich geworden durch das Aufheben der traditionellen Distributionskanäle von Medien.
33:48
Weil ähm ich habe selbst früher äh äh fürs Fernsehen produziert und ich meine, ich sage nur, siebenunddreißig Komma fünf Minuten, ne
33:56
zuzüglich Werbewerbeblöcke. Das heißt, ich kann jetzt Formate produzieren, da ist das egal, ob die eine Stunde, zwei Stunden, fünf Stunden oder oder dreißig Sekunden sind und es gibt Kanäle, die das distrubuieren und das tut der
34:08
Medienlandschaft und dem, was wir rezipieren können oder auffinden können aus äh aus meiner Sicht entscheidend gut. Entscheidend
34:16
Absolut. Und es gab jetzt nochmal einen ganz spannenden Multiplikator Doris Hammergeschmidt hat es in ihrem Podcastbuch auch nochmal sehr deutlich hervorgebracht, dass digitale Lagerfeuer. Wir treffen uns jetzt alle mit Christian Drosten,
34:26
und hören zu, wie wie sozusagen die die Gesellschaft sich gerade an den Impfstoffen und an dem an dem an der Herausforderung mit Corona gerade weiterentwickelt und.
34:34
Das ist auch nochmal so ein spannender Multiplikator, auch in der Jugendszene gewesen oder auch für ältere Generationen. Also selbst meine Mutter hört seit sozusagen dem Beginn seit zwanzig zwanzig jetzt auf.
34:43
Weil es eine gewisse äh Gesellschaftsgewichtung bekommen hat sozusagen, weil da sind die Kanäle
34:48
die öffentlich rechtlichen Medien konnten das nicht so gut bedienen wie sie es über einen Podcast bedienen konnten, obwohl es aus den öffentlichen rechtlichen Kanal kommt.
34:55
Sie gesagt, wir brauchen aber ein Format, was wir in die normalen Formaten gar nicht drin haben und da passt es perfekt rein und das hat auch
35:00
im Bildungsbereich, also ich lebt es um den Studierenden und auch mit Lehrenden, die jetzt zu mir in meinen Workshops kommen, ich mache ja ab und an diese Podcast-Workshops hier. Äh die kommen halt auch rein, weil sie sagen, ähm ja, seit Corona höre ich auf einmal Podcast und ähm mich interessiert es, wie das funktioniert und wie wir das einsetzen können. Das finde ich hoch spannend.
35:16
Das wäre jetzt mal meine Frage so gegen Schlussgehend ähm Martin Konrad, was sind eure nächsten Podcast-Projekte?
35:24
Ja, also ich habe schon ein paar.
35:27
Gäste auf der Liste, ganz ganz spannende Gäste, zum Beispiel die Frau Professor Milo, die ist Lehren da an der Uni Köln und gleichzeitig Direktorin bei der.
35:37
DLR Imports.
35:39
Ähm die ich mache, weil meine Podcast-Aufzeichnung immer hier vor Ort ähm und da muss ich noch ein bisschen warten wegen der aktuellen Inzidenzahn, weil die äh aktuell wirklich ähm Dienstreiseverbot.
35:52
Haben. Und äh nicht hierhin kommen kann, aber die bearbeitet das Thema Aerogele und das ist so eine super spannende Werkstoffklasse und da freue ich mich schon riesig drauf.
36:01
Genau und äh in der Art, also da habe ich so so schon so ein paar Leute in der Pipeline. Äh ich lade ja auch ab und an mal gerne Kollegen hier an der von der Hochschule ein, habe jetzt auch die äh danke Katra, Koffer Krüger angefragt, die wird wahrscheinlich kommen. Da werden wir nochmal über
36:15
Reifen sprechen, Herausforderungen, Probleme, das ganze Thema Mikroplastik und so weiter. Also.
36:23
Freue mich schon auf die Sachen, die da kommen werden. Ähm bei mir ist das angesprochene Barcamp Open Science, wahrscheinlich das, was am spannendsten ist und
36:29
ja auch mal andere Stimmen dann hineinbringt. Von daher freue ich mich da sehr drauf. Wir haben auch noch ein paar Leute auf der Gästeliste,
36:38
Von daher äh wird es nicht knapp werden an an Inhalten, aber erstmal dieses Barcamp hier mit Studierenden bestreiten.
36:47
Dazu, weil ähm Martin, du hast es gerade so gesagt, es drängt sich jetzt eine Frage auf sozusagen, weil du gesagt hast, ihr, ihr trefft euch vor Ort und und
36:55
zeichnet im Studio auf. Ich habe jetzt dazu auch gleich die Frage, ähm wie ihr beide sozusagen, dass ihr nochmal kurz beschreibt, wie eure Settings in der Regel sind. Vorweg für die für die Zuhörenden, die hier äh zu hören. Wir sind gerade auf und nehmen mit Zoom auf und Zoom hat mittlerweile auch nachgebessert und bietet auch Möglichkeiten, professionelle Headsets mit einzubinden und den Ton nicht zu komprimieren, dass man im Nachgang nochmal ein bisschen
37:14
besser schneiden und nacharbeiten kann. Wer sich dafür interessiert, ich habe da auch ein kleines PDF zusammengestellt. Das werde ich noch mal in die Shownotes reinmachen, was für.
37:21
Beachten kann. Ähm aber mich würde interessieren, Martin, wie du fährst du denn deine Podcastaufzeichnung?
37:30
Ja, ich, ich liebe es, dass ich hier die professionelle Unterstützung von meinem ZLE äh an der Stelle nutzen kann. Bin jetzt nicht so der Technik-Geg, äh was äh Audio-Medien et cetera angeht. Ähm spaziere dann einfach mit den ähm.
37:44
In das Studio des ZLE. Äh wir haben da
37:48
so ein Setting, wo wir weit genug auseinandersitzen, wir haben noch eine Plexiglasscheibe dazwischen, haben dann aber vernünftige Mikrofone natürlich da, eine tolle Kamera da.
37:57
Dann machen das Ganze eben als Video und als Audioaufzeichnung ähm schneiden bekommen das Ganze dann auch noch geschnitten, also Jingle davor, Jingle dahinter.
38:08
Ähm und ich kümmere mich dann natürlich um ähm Thumbnails und so weiter und das Ganze einzustellen.
38:15
Ich habe sogar eine eine SVK, die mir hilft, ähm den so einen kleinen Content dann dazu zu schreiben.
38:22
Genau, so produziere ich jetzt seit ähm mittlerweile zwölf Folgen meine Podcasts.
38:28
Also schon mit einem Team und also mit einem kleinen Team, sowohl für die, für alle, die es nicht wissen, wie am Zentrum für Lehrentwicklung hier in der technischen Hochschule Köln. Wir haben auch ein Medienbüro schon seit längerem Susanne Glaeser und Co, also ein großartiges Team hat das aufgebaut. Da stecken tolle Leute dahinter.
38:41
Die ähm Filmtechnik auch gelernt haben und Audiotechnik und den Martin schon länger beraten, auch einige YouTube-Videos, die vor der Zeit waren, sind ja auch darüber entstanden
38:50
Ähm und da gibt es mittlerweile auch die Möglichkeit, wer sich dafür interessiert auch ähm analog aufzeichnen zu lassen, so wie der Martin es macht. Das heißt, ruhig eine E-Mail an uns schreiben.
38:58
Verlinken und dann können wir einen Termin finden, sofern es denn äh,
39:03
vom Hygienekonzept und der äh viralen Verbreitung grade angesagt ist, können wir auch da live aufzeichnen. Aber das ist ja nicht immer die Lösung, gerade wenn man Gästen über.
39:12
Sozusagen sich weltweit ins ins Studio holen müssen. Ja, man kann natürlich auch Geräte ausleihen. Das möchte ich jetzt, während wir schon in diesem nochmal ähm ergänzen. Aber Konrad, wie machst du das?
39:23
Ja, also bei Matthias und mir war das schon immer Remote. Das heißt, wir hatten ganz am Anfang hatten wir das gleich sogar über über.
39:29
Skype und wir machen halt so ein Double immer, das heißt, wir haben ähm jeder nimmt lokal auf und dann wird das zusammengetan. Wir haben äh jetzt lange Zeit genutzt, was eine Software ist, die genau dafür auch produziert wird
39:43
ja hat uns an manchen Stellen auch ein bisschen ähm gerade wenn wir mehr Leute eingebunden haben, bisschen äh vor Probleme gestellt. Wir haben kürzlich mal Senf-Chaos da getestet. Das ist ein kommerzielles Angebot, äh was was man auch erstmal so testweise in.
39:55
MP3 Qualität eben nicht unkomprimiert nutzen kann. Das fand ich jetzt auch ganz sinnvoll, aber tatsächlich machen wir das
40:04
in momentan mit und diesen beiden oder die und dieser Sencaster-Option momentan.
40:09
Und das äh Schneiden, das übernimmt bei mir, wenn ich jetzt so sage, immer Matthias oder bei uns, Matthias, das ist sehr, sehr ähm passend. Äh er ist da auch meiner Meinung nach der.
40:17
Schwarzmagier, der Audiobearbeitung, wir hatten teilweise Sachen, wo Leute.
40:22
Die eine saß in den USA, hatte irgendwie so einen Ventilator über sich im Hotel und der andere irgendwo sonst wo und Matthias hat das Ding geglättet.
40:31
Immer wieder äh krass, was da geht. Ähm aber heißt also, ich bin da tatsächlich relativ unbefleckt in der ganzen Editierung und äh schätze das sehr, sehr, sehr hoch, dass Matthias das immer macht.
40:41
Das heißt, da kann ich auch keine großen Empfehlungen aussprechen. Wir nehmen lokal, äh, nehmen wir mit ähm.
40:46
Packen das dann zusammen entsprechend bei Studio kann man auch direkt daran letztendlich auch schon speichern oder aufnehmen,
40:55
Das ist sozusagen relativ einfaches und hobbyistisches Setup würde ich erstmal sagen. Ansonsten, wenn ich unterwegs bin und auf Konferenzen aufnehme, habe ich so ein Zoom Age One.
41:04
Zoom äh ist einfach so, diese Firma, die das herstellt, nicht mit nicht mit der Plattform für Videokonferenzen verwechseln, sondern das sind relativ.
41:11
Günstiges und dennoch relativ qualitativ hochwertiges Gerät, das gibt's in verschiedenen
41:17
Abstufungen dieses Age One ist so das Einsteigermodell. Ich habe hier gerade noch so ein HU von der TH tatsächlich auch vor der Nase. Und äh da kann man, denke ich, mit relativ wenig Aufwand erstmal gut einsteigen und trotzdem eine.
41:29
Adäquate Audioqualität bieten. Und das ist so das Head Up. Wenn du das äh wenn du sagst, du nimmst es dir in analog auf, also du hast dir ein Gerät geholt, wo du sozusagen also dein Interview direkt äh speicherst auf das.
41:38
Was ja meistens auch trotzdem digital ist. Wie schneidest du's dann, wenn du sagst, du hast ja eigentlich deinen magischen äh Schnitt im Hintergrund.
41:45
Wie gesagt, ich reiche und Matthias macht das dann, von daher. Ähm,
41:51
ja, habe ich sozusagen mein Medienteam, danke Matthias, der das dann entsprechend macht. Und der das auch sehr gerne macht.
41:58
Bitte Martin? Jeder braucht seinen Matthias, ne? Ja, ganz genau, lieber Freund. Ihr seid dich schon fast gesagt, jetzt müssen wir Matthias müssen Geld in den Hut schmeißen. Jetzt sind wir schon an dem Punkt angekommen, dass man wirklich mal wirklich danken müsste.
42:08
Ja, auf jeden Fall, ne? Und wie, wie gesagt, also er hat das auch initialisiert. Ich bin es ist eigentlich, man möchte seinen Podcast, ich bin dazu gekommen
42:14
und wir machen das äh so zusammen, aber letztendlich hat er das äh aus der Taufe gehoben und ist da auch äh letztendlich der hauptsächliche Betreiber. Und ich bin halt häufiger auf irgendwelchen Konferenzen und bringe dann auch Sachen mit rein und so, das ist.
42:26
Bei ihm beruflich sozusagen nicht gegeben, aber das ist letztendlich ein Gemeinschaftsprojekt. Und da bin ich sehr, sehr dankbar, dass ich da mitmachen darf, durfte und weiterhin kann.
42:35
Danke euch jetzt sehr.
42:36
Für für für diese interessanten Einblicke und der Christian hatte sich was überlegt, der würde euch gerne nämlich beide noch ein paar kurze, knackige Fragen zum Abschluss stellen, die
42:48
vielleicht auch so ein kleines bisschen einen Ausblick geben ähm
42:52
ähm was den den Einsatz von von Medien grundsätzlich oder ähm Podcasts in der Lehre oder sonst wo auch angeht. Christian, magst du da mal loslegen? Ja
43:01
Ganz genau, also wir haben in den letzten Podcastfolgen hatte ich mir immer überlegt, ich frage die.
43:05
Unsere Gäste nach einem Geräusch, weil wir ein auditives Medium haben, das möchten wir jetzt in Staffel zwei nicht mehr weiterführen, weil wir uns was Neues überlegt haben und ich habe mir gedacht, gerade bei mehreren Gästen ist es auch ganz spannend, wenn wir ein ähm entweder Spiel spielen. Das heißt, ich habe mir vier Fragen überlegt.
43:19
Und ihr müsst euch entscheiden zwischen einem oder anderen und äh gegebenenfalls auch begründen, warum ihr euch dafür entscheidet. Und ich fange mal beim Konrad diesmal an und frage Konrad.
43:28
Selbsteinschätzung, technikaffin, ja oder nein? Ja.
43:32
Ganz klar. Aber wie wie schnell ich dachte, wir machen das jetzt so ein bisschen so wie bei alles gesagt, relativ kurz und schnell. Also think äh fast ähm und
43:41
Oder solche müssen da Leute, also ich bin, also ich persönlich bin sehr, sehr technikaffin, ähm also äh ich nutze hier ein sehr esoterisches äh System, äh nix OS. Ich äh lebe in der Kommandozeile, ich lese meine E-Mails hier in in Matt. Ich würde mich als
43:54
doch tatsächlich sehr technikaffin bezeichnen und auch äh in meinem gesamten Leben doch sehr in die Richtung gehend beschreiben.
44:02
Ja, ich würde, ich würde sagen, kommt bei mir ganz stark auf den Kontext an im im Freundes- und Bekanntenkreis würde ich vielleicht ja sagen. Äh aber wenn ich mich jetzt hier so äh in meinem Fakultät bewege, würde ich wahrscheinlich nein sagen, weil es da Leute gibt, äh die noch
44:16
deutliche technikaffiner sind und wo ich froh bin, dass ich die um mich herum habe. Okay,
44:21
Gut, dann ähm wenn wir jetzt über die Bildung oder auch von mir aus auch gerne über die Forschung nachdenken, synchron oder asynchron?
44:29
Mal gucken, wer zuerst antwortet. Schwierig, beides. Also jein. Nee, entscheiden. Entweder oder. Dann synchron.
44:40
Warum? Weil man dann den direkten Feedback-Kanal noch hat, weil der unwahrscheinlich viel wert ist, um das auch nochmal anzupassen, um individuell auf Probleme einzugehen und so sehr ich auch manchmal so ein Video ganz sinnvoll finde, um das effizient rauszustrahlen, halte ich immer noch
44:54
Diese eins äh nicht eins zu eins, aber diese direkte, diesen direkten Kontakt für unwahrscheinlich wichtig, um Wissen effizient in andere Köpfe zu bringen und zu wissen, dass das auch so angekommen ist, wie ich meine,
45:04
dass ich es senden wollte. Ja, wenn ich mich entscheiden müsste, dass es nur das ein oder das andere gibt, würde ich mich auch für Synchron entscheiden. Okay.
45:13
Habe ich fast erwartet. Gut, wenn wir schon dabei sind. Aber ich möchte nochmal kurz einhaken. Ich habe aber euch bei euch beiden jetzt rausgehört. Das ist ein Jein.
45:21
Ein sowohl als auch? Ja ein, eigentlich klar, also wer liebt, also ich liebe es natürlich
45:26
den Studierenden die Möglichkeit zu geben asynchron, wann immer wo immer es sich die Sachen drauf zu schaffen genau wie wir das jetzt ja gerade auch schon beide erzählt haben, dass wir das ja auch so lieben. Gerade deshalb äh,
45:39
lieben wir Podcasts, ähm aber eben dann tatsächlich das Diskutieren, das Anwenden und äh das Feedback mit Studierenden.
45:48
Das fehlt mir natürlich jetzt schon massiv in der Lernen ist ein sozialer Akt und das kann man schwierig so abbilden und
45:58
dennoch bieten natürlich diese asynchron Formate auch viele Möglichkeiten, auch Leute einzubinden, die
46:03
auch anderes Leben haben und auch irgendwie sich das zurecht packen müssen, das ist auf jeden Fall auch eine Möglichkeit, hier einen besseren Zugang zu Bildung allgemein zu schaffen, aber wenn mir die Pistole auf die Brust gesetzt werden würde und ich kann nur eine Sache nehmen, dann synchron.
46:17
Genau da, darum ging's ja auch um die Zuspitzung, ne, sozusagen, das war ja bewusst, denn weitere Zuspitzung ist, also wir haben uns jetzt auf Synchron geeinigt im Zweifel, nächste Zuspitzung,
46:26
analog oder digital? Also in Videokonferenzen treffen oder direkt live vor Ort.
46:36
Mit allen Möglichkeiten, die wir jetzt haben, ne, also wir haben jetzt viele Tools gelernt, wir haben viele Kommunikationskanäle uns erarbeitet, Chats, Videos, wir haben schon echt viel
46:43
Genau, also das ist ganz schwierig. Also äh ich muss ganz ehrlich sagen, mir bluten jeden Abend irgendwie mittlerweile die Augen vom vom ganze Zeit auf diesen Bildschirm starren.
46:52
Und ähm dennoch bietet das halt einfach viele Möglichkeiten. Also ich arbeite auch.
46:58
Mit einem globalen Team an Menschen zusammen. Ich habe irgendwie Kooperationspartner in USA, in in sonst wo und.
47:04
Da komme ich nicht drum herum, dass auch über dieses Medium zu machen, ne. Von daher, ja aber jetzt äh.
47:11
Du musst dann würde ich tatsächlich sagen, dann machen wir's halt online, dann ist es halt so, ja? Wenn, weil ich sonst andere Sachen rausschmeißen will. Wenn ich dann, ja, dann so.
47:20
Genau, ich denke auch, dass es eine ähnliche Diskussion wie bei der Frage davor. Hier könnte es vielleicht ein bisschen stärker zu äh digital tendieren, weil man eben sonst bestimmte Möglichkeiten nicht hätte.
47:32
Auf internationaler Ebene zum Beispiel et cetera. Okay
47:37
Ähm jetzt habe ich noch eine Frage, die aber vielleicht nicht so passend ist, die würde ich vielleicht rausschmeißen. Ich habe mal eine offene Frage am Ende. Wir machen mal eine andere Frage dafür. Wie wäre denn die perfekte digitale Welt an der Uni in Bezug auf
47:50
den Medieneinsatz von Lehrenden.
47:53
Also ausgehend von euch, wie stellt ihr euch ein optimales Lehrformat bei unter euren Kollegen vor, wie sie mit Medien umgehen sollten in einen modernen.
48:02
Zeitgemäßen Umgang an der Universität und Hochschulen. Da gehen wir jetzt mal ein bisschen über Podcast auch hinaus. Das ist bewusst.
48:13
Also die Susanne hatte es ja ganz zu Anfang schon mal irgendwie erwähnt, es musst zu der Person passen,
48:20
und das finde ich eben auch ganz ganz wichtig. Hier wird jetzt nichts äh irgendjemand zwingen, sich vor der Kamera zu stellen. Oder überhaupt nur einen Podcast zu machen.
48:30
Gute Lehre kann so vielfältig sein und ich glaube im Sinne auch der Studierenden ist es eben gut, wenn sie vor allen Dingen vielfältig ist. Wenn wir da.
48:41
An der einen Stelle haben, an einer anderen Stelle äh forschen, dass Lehren hier projektbasiertes Lehren. Und und wenn das einfach so in in der Vielfältigkeit zusammenkommt, weil ja auch jedes.
48:52
Dann doch nochmal wieder andere Dinge triggert.
48:56
Ähm auf andere Typen zugeschnitten ist und und wir dann einfach möglichst viele Studierende möglichst gut ähm wirklich ausbilden und nach vorne bringen können. Von daher habe ich.
49:09
Wünsche ich mir einfach da auch mehr Vielfalt im Medieneinsatz, äh in den Lehrformaten.
49:17
Dass man nicht irgendwie irgendeinem Ding unbedingt hinterherläuft, aber trotzdem sich informiert, was es da alles gibt, um dann für sich äh tatsächlich so einfach kontinuierlich das weiter auszuarbeiten.
49:30
Auszuprobieren, um dann irgendwo anzukommen, ähm was wirklich gut funktioniert. Kann ich mich nur anschließen?
49:38
Ich würde mir da auch selber an die eigene Nase fassen, dass man einfach sagt, man muss vielleicht noch mehr Sachen ausprobieren, testen, was geht und was geht nicht und dann
49:47
Feedback basierend Sachen anpassen und da gibt es auch kein One Size Fits Old, das ist einerseits von der Persönlichkeit äh natürlich abhängig, muss authentisch sein.
49:56
Es muss auch zu der jeweiligen Veranstaltung passen und das ist halt auch einfach sehr, sehr unterschiedlich, was da ja vermittelt werden soll.
50:04
Und von daher, vielleicht einfach generell Mut, sich mit verschiedenen Themen auseinanderzusetzen oder Techniken auseinanderzusetzen, das anzuwenden und auch zu sagen, nee, so halt nicht, das.
50:15
Hat nicht äh ist nicht geflogen, ich mache was anderes wieder. Aber wie gesagt, das würde ich für mich selber auch noch nicht beanspruchen, dass ich das mache und dann würde ich auch sehr gerne noch weiter einsteigen. Vielleicht mit euch zusammen auch, ne? Hm. Sehr gerne. Wunderbar. Gerne.
50:30
Ja. Vielen Dank dafür.
50:32
Ich hätte jetzt noch eine obligatorische Frage. Fehlt euch irgendwas? Wollt ihr unbedingt noch was sagen zu dem Thema? Ja, nochmal an dieser Stelle einfach ein großes Dank an das ganze Team vom ZLE, die ähm
50:42
mich also in meiner medialen Reise in der Lehre von Anfang an ähm begleitet haben, wo eben wichtige Impulse gekommen sind, immer wieder und auch tatsächlich die.
50:53
Praktischen Umsetzung Unterstützung gekommen ist. Also vielen lieben Dank. Ich würde, ich würde meinen Dank dann einfach an Matthias Fromm nochmal wiederholen
51:02
Ich würde gleichzeitig auch noch sagen, wer das Format Podcast nicht kennt, was jetzt ein bisschen seltsam ist, wenn die Leute, wir reden gerade in einem Podcast darüber, aber vielleicht stolpert er ja jemand als erstes über dieses Podcast so als Einstieg in die Podcast-Welt
51:15
das ist so ein fantastisches äh ja Medium, wo eigentlich alle Nischen, aber auch große Themen dieser Welt abgedeckt sind.
51:25
Man man darf das nicht an der Seite liegen lassen und da da sollte man einfach, wenn man das noch nicht getan hat, sich mal reinhören und man kommt da wirklich sehr schnell von einer Empfehlung zur nächsten und hat dann plötzlich in,
51:35
Backlock äh bis bis zum Mond, würde ich sagen, aber.
51:39
Es ist ein sehr, sehr schönes Medium und auch vom vom Machenden her. Also ich kann das wirklich empfehlen, diese ich persönlich habe so viel Spaß dran und ich bin sicher, andere Leute, die einfach reden, äh mit anderen Leuten da Informationen rausziehen,
51:51
und sich dann noch ein Mikrofon hinstellen, die tun nicht nur was für sich, sondern auch für andere und ich kann auch nur wärmstens empfehlen, das einfach mal auszuprobieren und zu testen.
51:59
Und äh Christian, du gibst ja auch sehr schöne Workshops dazu, von daher ist das vielleicht auch noch ein Ansatz für äh die, die sich noch nicht ausreichend ausgestattet fühlen, da mal anzuklopfen, reinzuschauen, das mal für sich auszuprobieren.
52:12
Super, danke für die Brücke. Wollte ich nämlich noch im Anschluss sagen. Also wer sich dafür jetzt noch interessiert und nicht weiß, wie er lostreten soll, gerne eine E-Mail an digitale Lehrer at.
52:19
TH Minus Köln schicken und direkt nach Podcast fragen, dann melde ich mich zurück und lade entweder zu einem Workshop ein oder berate auch gerne mal informell zu dem Thema oder helfe bei den ersten,
52:29
ersten kleinen Schritten in das Thema reinzukommen, weil Konrad hat's deutlich gesagt, das ist ein riesen Universum und jeder findet dort seine Nische,
52:35
So ein bisschen wie das Internet auf dem Auditiven, also das Hörinternet sozusagen, jeder findet sich da wieder und vieles was dabei. Und grade das Selbermachen.
52:42
Ist auch ein Beitrag für sich, für die Lehre, für die Wissenschaft und auch für die Gesellschaft. Also, wenn man gutes zu sagen hat, ruhig, raus damit, weil es interessiert mit Sicherheit jemand anderen auch. Super.
52:52
Ganz herzlichen Dank ähm Konrad Förster und Martin Bournet für diese Folge zu dem Thema Podcast, eine Podcastfolge zu Podcasts und ähm ja, vielleicht treffen wir uns an anderer Stelle nochmal wieder, um das Thema zu.
53:07
Stärken und vertiefen. Danke auch an Christian, Christian Steier vom Zentrum für Lehrentwicklung für ähm diese knappe Stunde, glaube ich, sind wir fast unterwegs und ähm
53:18
bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss und herzlichen Dank euch allen.
53:23
Musik.