WUAM: Weltherrschaft und andere Missverständnisse

Podcast über unsere Gesellschaft, Politik, Kultur und Queeres mit Wolfgang, Florian und Maik. Jede Folge ist aufgeteilt in ein Hauptthema und eine meist spielerische wiederkehrende Kategorie (z.B. Verschwörungen zur Weltherrschaft, Astrologie und Sex, Historische Vorbilder,...). Außerdem werden in jeder Folge mindestens sechs Lieder auf eine Playlist gesetzt, die bei Apple Music und Spotify abonniert werden kann.

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episode 20: Der ESC und die Demokratie [transcript]


In unserer 20. Folge reden wir über das queere Highnoon der Glitzer Kleidchen, also den diesjährigen Eurovision Song Contest, warum Florian nach dem Auftritt von Måneskin das Gefühl hatte duschen zu müssen, den Auftritt der Französin Barbara Pravi und über die Demokratie in Deutschland, Europa und der Welt. Hier kommt es zu einem kleinen Disput der drei Podcaster. Endlich bespielen wir also mal kontroverse Themen. Hierbei merkt man aber das wir alle drei flammende Europäer sind. 

In unserer wiederkehrenden Kategorie „Historische Vorbilder und ihre Zitate“ geht es dann um mehr oder wenige historische Personen. 

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Schlagwörter: Demokratie (1) Europa (2) ESC (3) Geschichte (3)


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 2021-06-05  1h4m
 
 
00:00
Music.
00:10
Herzlich willkommen zu unserer zwanzigsten Folge,
00:13
Wir sprechen heute über die Demokratie in Europa und Deutschland und wie gefährdet sie ist. Und ähm zuallererst sprechen wir aber über den ESC,
00:22
Später haben wir dann noch unsere wiederkehrende Kategorie. Mhm. Unsere Vorbilder oder wie wie haben wir es nochmal genannt? Historik. Nein, ist das nicht unsere Helden, sondern historische Vorbilder und ihre Zitate. Äh die die unsere,
00:35
einerseits Beliebte Kategorie. Genau.
00:39
Ja, das Problem ist, wir haben zwei Kategorien so ähnlich sind und bei der Folge, wo wir den Rückblick hatten, hat Wolfgang die auch vermischt. Ja. Ja. Und das, das verwirrt uns jetzt komplett, aber nun gut. Ja, aber erstmal ähm frage ich euch gerne, wie geht's euch denn?
00:54
Mike, wie geht's dir? Ach, mir geht's gut, dass du hast ein wundervolles T-Shirt heute an. Immer ein wunderbares nicht sehen, aber beschreibe es doch, ja. Es ist äh praktisch äh so Pop Art, äh mäßig, die vier Golden Girls. Ähm.
01:09
Dargestellt. Ja. Und dich auch schon bei der Aufnahme zu unserer Golden Girls Folge an. Genau. Eigentlich wollte ich ein anderes T-Shirt anziehen, nämlich eins, was ich äh von euch beiden zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, aber,
01:19
Von aufgrund nein. Das habe ich nicht zum Geburtstag geschenkt bekommen,
01:25
Nein, hat er nicht. Nee, du hast es zu Weihnachten geschenkt bekommen. Ja. Nee, du hast es einfach du hast es mir nachgekauft. Ich hab's dir, also ich habe ein T-Shirt, was auch mittlerweile eine gewisse Prominenz erlangt hat.
01:39
Erwähnen nochmal durch wen du das hast die Inspiration kam von ein von meinen beiden äh lieben Kollegen, nämlich von Florian,
01:48
Vielen Dank. Ja. Und äh ich hab's mir tatsächlich selbst gekauft, aber ich habe von euch zum Geburtstag einen ähm Bobo-Bär T-Shirt geschenkt bekommen, vollkommen richtig. In knallpink. In knallpink. So und deswegen,
02:00
Es schränkte den das Einsatzgebiet ein bisschen ein, wo man nicht sagen. Ja, ich bin gespannt, wann das im Bundestag vorkommt. Ja. Und da drauf ist ein sehr maskuliner Typ
02:12
der ähm mit seinen beiden Händen einen Vorgang andeutet. Echt? Ja.
02:20
Der hat so so der hat die Finger praktisch rund gemacht und den Finger anderen Finger durchgestochen. So auf jeden Fall so viel dazu, dir geht's gut. Eine Penetration
02:29
Ja, aber mir geht's gut. Das ist schön zu hören. Wie geht's dir denn, Wolfram?
02:33
Ich bin gerade ein bisschen verwirrt, weil ich immer dachte, es wäre so ein internationales Symbol gewesen, was der hätte. Aber wow. Ja, gebe damit mal eine Friedensthemen und so.
02:45
Nein. Ich muss mir das vielleicht abgewöhnen am Anfang immer zu fragen, wie's euch geht, weil das eskaliert dann immer sehr gut.
02:51
Also mir geht es sehr gut. Mhm. Weil ich mit euch zusammen sitze, weil wir live aufnehmen.
03:00
Und das ja immer ein Hochgenuss ist mit euch beiden zusammen zu,
03:04
geht es mir sehr gut. Und draußen scheint die Sonne und blauer Himmel, das heißt, der Sommer kommt näher.
03:12
Sehr schön. Ja, vielen Dank, dass ihr mich auch fragt, wie es mir geht. Äh Florian, wie geht's dir denn? Ich habe turbulente Zeilen hinter mir, aber ähm wieso das denn? Was denn passiert? Ja.
03:23
Aber mir geht's soweit ganz gut genau ich freue mich jetzt auf die Aufnahme hier und bin gespannt.
03:30
Wolfgang haut noch gegen sein Mikrofon, weil er nervös ist äh zur Folge. Aber ich bin gespannt auf unsere Folge und wir wollen mit dem ESC anfangen, weil der Eurovision Song Contest war ja wieder am zweiundzwanzigsten fünften.
03:43
Und man kann, glaube ich, sagen, es war ähm,
03:47
und der Glitzerkleidchen. Ähm wie habt ihr denn EST erlebt? Ich glaube, wir alle drei haben ihn ja geguckt. Mike, du und ich haben uns auch dabei ausgetauscht. Mhm. Wie fandet ihr denn ESC dieses Jahr?
04:01
Ausgetauscht? Selbstverständlich.
04:04
Auf Twitter. Ja. Ja, weil ich habe äh wir saßen nämlich nebeneinander, Flo und äh wusste nicht, dass du mit ihm,
04:13
Als ob du irgendwas mitkriegen würdest, was neben dir passiert. So, also ich habe ähm in der Tat ähm ist die Vorbereitung zum ESC ist ein bisschen so gewesen, dass ich ähm.
04:27
Dass es wieder plötzlich über einen kam, dass der ESC ist, war in der Corona-Zeit einfach das irgendwie noch unten gerutscht ist in meiner.
04:36
Hose. Nein, ich meine einfach so, an was man denken muss, muss momentan so. Und deswegen fand ich das sehr schön, dass jetzt der Establier war, weil.
04:46
Dass Menschen im Publikum, also Menschen im Publikum waren. Menschen dort waren im Publikum waren Menschenrechte, echte Menschen, genau,
04:56
Und das hat irgendwie so, es hat so ein bisschen den Anschein von Normalität gehabt und das fand ich sehr schön diesmal. Und es war eine große Songs.
05:06
Ist ganz spannend, dass du sagst, äh du hast das so ein bisschen vergessen, weil äh ich habe darauf ehrlich gesagt hingefiebert auf den ESC dieses Jahr,
05:13
Also mir tat das sehr gut, diese Show äh und diese diese Abwechslung mal so ein bisschen aus dem ähm Alltag rauszukommen und sich so ein bisschen äh treiben zu lassen,
05:22
Man muss ja muss ja sagen, der ESC ist gespickt aus Trash, Hochkultur und schlimmer als.
05:32
So kann man's ganz gut zusammenfassen, aber es ist vor allen Dingen immer eine eine sehr bunte Show und ich fand dieses Jahr ganz schön, dass ähm viele Lieder in in Muttersprache waren. Also ähm das ist mir dieses Jahr aufgefallen, sehr, sehr viele,
05:45
Länder haben ihre in ihrer Muttersprache gesungen und am Ende hat äh Manneskin die.
05:53
Italienische Rockband gewonnen, lieber Mike,
05:57
Wird es nicht Männerskin ausgesprochen? Ich weiß nicht, wie es ausgesprochen wird. Dänisch, glaube ich, ausgesprochen. Ah, ich glaube, man muss gehen. Aber dieser Punkt, über wie hast du denn äh ESC erlebt? Also ich hatte selbstverständlich im Kalender stehen,
06:11
sich das gehört, ja?
06:14
Ich glaube sogar du auch. Ja. Ja. Du warst mit in einem Termin markiert. Wenn du zweiter Tag davor nee, den habe ich letztes Jahr oder? Den hat er zwei, drei Tage davor geändert auf die Uhrzeit, aber den Tag hat er ja immer drin. Genau.
06:28
Aber das ist an diesem Samstag,
06:30
Aber da sieht man wieder, wie wichtig ihm unsere gemeinsamen genau. So ich ich fand, ich fand's toll. Also auch dieses wirklich die Normalität äh wirklich zu spüren, da das ist nicht nur irgendwie in so einem Studio, ganz leer, sondern,
06:45
Ist auch ein Experiment, ja, die Leute werden ja jetzt beobachtet, welche geguckt, wie sie das mit der Infektionslage aus, kann man in diesen Zeiten getestete Leute,
06:54
ähm negativ getestete Leute muss man dazu sagen, in einem Schnelltest. Ja äh so in so einen Raum packen und äh ohne dass da große,
07:03
Infektionsherde geschehen und das ist wird natürlich auch ganz spannend. Und äh ich habe ich habe leider das erste Semini-Finale verpasst.
07:11
Ich habe jetzt weiter geguckt, das fand ich auch schon sehr schön.
07:15
Nicht nur bei Königin maximal dabei war, sondern auch weil auch äh durchaus noch Songs dabei waren, die ausgeschieden sind, die ich auch eigentlich ganz gut fand. Ich fand beispielsweise das Dänische sehr schön.
07:25
Weil das war total ironisch, das hatte sowas von neunziger Jahre Popmusik und das war auch in dänischer Sprache. Und ich finde das auch sehr gut und ich hoffe, das traut sich Deutschland auch ein bisschen mehr,
07:35
Die Leute äh da, also natürlich Frankreich schickt immer französischsprachige Songs und selbstverständlich. Ähm und ähm.
07:43
Andere auch. Und ich finde es sehr schön, dass Europa praktisch auch die die äh Sprachvielfalt annimmt, dass das kein rein englischsprachiger Wettbewerb ist und dass das immer vielfältiger wird,
07:53
Und ähm es war schon ein wirklich ein ja, ein Gefühl äh von Aufbruch,
07:59
Man muss sagen, ähm die achtziger, neunziger Jahren äh Jahre waren die in diesem ESC sehr zu sehen. Mhm. In vielen Teilen. Also ich erinnere da nur an die Show, wo die ähm das muss auf in in,
08:12
in der Halle selber so bescheuert ausgesehen haben mit diesem blauen äh grünen Menschen, Menschen, die sie da über die Bühne getragen haben und wo man dann nur sie quasi schwebend oder äh es war der griechische Song, genau. Ja, also ganz ganz schlimm,
08:25
Also das auch im im TV sah das echt schlimm aus. Ja. Weil teilweise auch die Socken man gesehen hat und die Schuhe und so. Also das war echt auch nicht gut gemacht.
08:33
Aber das muss im im der Halle so bescheuert ausgesehen haben. Aber komme vielleicht einmal zu den Italiener,
08:39
ist ja auch ganz spannend, ein italienisches Suite hat gewonnen. Mhm. Ähm.
08:44
Ich muss ja sagen, äh ich habe dir nach dem Song schon geschrieben äh lieber Mike. Ähm ich habe das Gefühl, ich muss duschen. Mhm, weil ähm,
08:54
schon etwas angetan habe, war von dieser Band. Ähm gerade der Schlagzeuger, den fand ich sehr attraktiv, aber auch den Sänger,
09:01
und man muss ja sagen, das war wirklich ein toller Sieg auch für für das offene Ausleben von und von Diesexualität oder Schulsein, ähm weil.
09:11
Der der Bassist, was glaube ich und der Sänger haben sich geküsst und der Schlagzeuger der Sänger haben sich auf der Bühne geküsst und das fand ich ähm ein sehr, sehr starkes Zeichen, dass so offen auszuleben. Ähm,
09:22
Wie habt ihr die Band erlebt, die am Ende gewonnen hat? Ich muss ja sagen, ich habe für sie mit abgestimmt. Ach, ja, guck mal. Äh also ähm ich habe ja nachher bei Facebook ähm.
09:32
Gab's viele Kommentare, wär's sehr schön, dass dass man sieht, dass äh der Sänger bei der italienischen Band Rechtsträger ist,
09:38
man hat schon einiges so wahrgenommen da auch. Man muss sagen, sie, sie hat ein komplettes Lederoutfit, ne, also äh aber nur die Hose davon. Mhm. Und das war schon,
09:49
Äh ich fand, ich fand's gut. Äh es war hat sich alles rausgestochen. Äh es ist äh ist ein sehr mutiges Lied, letztlich auch ein mutiger Auftritt gewesen,
10:01
und äh ich fand's sehr schön, dass bei der ähm also bei der ähm also das machen sie sehr spannend, dass erstmal die.
10:08
Die Jury voten kommen und da waren die ja so im im vorderen Mittelfeld, sagen wir mal so, ne?
10:16
Und dann durch das Publikumsvotum haben dir dermaßen dermaßen abgeräumt, dass er dann auf Platz eins gekommen sind, da gar nicht mehr weg kam. Das fand ich sehr schön.
10:25
Weil das hat die ganze Sache nochmal extra spannend gemacht, ne? Und äh.
10:30
Gibt ja Leute, die sagen, man sollte diese Jury abschaffen, aber ich finde das nicht. Also ich finde schon, dass dieses fifty-fifty eigentlich ganz gut ist, weil grad dadurch auch diese spannende Inszenierung am Schluss möglich ist. Ja und habt ihr euch den Song mal auf Deutsch durchgelesen?
10:45
Ich find's ganz spannend, weil ähm der Refrain ging, ich bin verrückt, aber anders als sie,
10:51
Und äh und du bist verrückt, aber anders als sie. Wir sind verrückt, aber anders als sie und dann nochmal, wir sind verrückt, aber anders als sie. Also wirklich ein Feiern des Andersseins und ein Feiern, das ist der Vielfältigkeit, äh der auch in diesem Song irgendwie erlebbar war,
11:04
wie wie hast du oder wie man sie jetzt auch immer ausspricht erlebt.
11:14
Das war nicht beim Favorit. Hm. So beim beim beim.
11:18
Als mein Favorit war einfacher, der französische Song, der Chanson, der gefällt mir, der hat mir sehr gut gefallen, der hat mein Herz angesprochen. Die Darbietung war nicht schlecht, also ich fand die gut, sehr gut.
11:33
Ähm.
11:36
Es ist halt, also ich habe im Nachgang das CSD nochmal ähm die deutschen Beiträge von neunzehnhundertsiebzig bis äh zwotausendfünfzehn mir angeguckt. Da hat man gesehen, wie sich hier der Eurovision Song Contest doch auch entwickelt hat, auch bei den deutschen,
11:51
Sachen entwickelt hat, aber auch wenn man sich dann die ganzen Sieger der letzten Jahrzehnte jetzt anguckt, wie sich der entwickelt hat. Ich finde nicht, dass er sich raussticht, weil es gab auch schon mal ähm Lody, war ja auch eine gut Heavy Metal Dance. Lordi.
12:05
Oder so. Ähm.
12:10
Also sprich es ist jetzt nichts was heraus sticht das ist jetzt so was ganz neu das war ich hab nicht das Gefühl das was neues kommt aber es wird immer wieder neu interpretiert und.
12:20
Deswegen fand ich's gut interpretiert der Stil.
12:25
Ich habe auch gleich meinen Bruder gefragt, wie er denn als alte ACDC-Fans so etwas findet und er sagt, ja auch mal was sehr Gutes, sehr gut, das was gewinnt.
12:34
Also ähm.
12:36
Oder beziehungsweise war das einzige Lied, das ihm gefallen hat beim ESC. Ja, spannend. Also sprich, es spricht was an. Was ich eher interessant finde, ist diese auf diesen ersten drei, vier Plätzen
12:47
Unterschiedlichkeit von Liedern, die ganz nach oben gekommen sind. Einmal Chanson aus ähm Schweiz und aus äh Frankreich und.
12:57
Das war kein klassischer Chance.
13:03
War ein Lied. Es war ein französisches Lied. Ja warst du nun Liebe?
13:12
Ja, okay. Ja, das ging's bei Italiener im Zweifelsfall auch. Also, wenn man's genau sieht. Gut. Ähm und äh also wie gesagt,
13:25
ein würdiger Gewinner sorgenwürdige Band und ich fand auch, was du gesagt hast, zusammen diese Queens, die man dann gesehen hat, fand ich auch sehr gut.
13:34
Ich frage mich halt jetzt grade, ob dann in Russland oder sonst in irgendwelchen Ländern ob das zeitverzögert gesendet worden ist und dann rausgeschnitten worden ist. Ja. Solche Fragen stelle ich mir dann halt immer.
13:45
Ich fand's sehr spannend. Ähm ich fand den französischen Song, der stach aus diesen Performances sehr rau ist, weil er sehr,
13:52
minimalistisch war, ne? Also diese Sängerin stand auf der Bühne. Ähm es war beleuchtet, ne, sehr hell beleuchtet und der Fokus der Kamera war in Weitwinkel ausschließlich auf sie.
14:05
Das fand ich hatte so eine Klarheit in diesem in diesen äh turbulenten ESC in diesem vielfältigen ESC. Das fand ich sehr, sehr schön. Also das war so ein beruhigendes Lied, wovon es diesmal nicht so viele gab.
14:17
Das war auch mal anders und ich fand diese diese Klarheit auf sie gerichtet und ohne viel Tamtam drum herum fand ich sehr, sehr schön, dass da war sie auch meine Favoritin, sie war ja auch die Favoritin der Jury,
14:29
oder der Jurys, ähm hat sich dann äh so ein bisschen gewandelt äh durch durch das Telefon.
14:36
Aber das fand ich sehr sehr spannend und auch da habe ich mir den Song nochmal in Deutsch durchgelesen und ich fand den auch so lyrisch sehr, sehr stark, also ähm.
14:47
Mal ein paar Zeilen daraus. Äh geht bitte nicht. Ich bitte euch, bleibt für lange Zeit. Das würde mich vielleicht nicht retten, nein, aber ohne euch zu leben. Ich weiß nicht, wie das geht. Liebt mich, wie man einen Freund liebt, der für immer weggeht,
15:01
Ich will, dass man mich liebt, denn ich kann meine Umrisse nicht mögen. Und,
15:06
das das finde ich hat, hatte so eine Tiefsinnigkeit, die ich sehr, sehr spannend fand, auch vom Songtext her. Deshalb muss ich sagen, ähm auch großen Respekt an,
15:15
Frankreich ähm und einem Barbara ähm würde ich ähm sehr, sehr stark. Ähm wollen wir mal unsere Top fünf durchgehen?
15:24
Mike, du hast mich ja ich hab die hier auch nicht gucken. Du hast ja in der Gruppe vor dem Televoting und vor dem vor den Jury-Votings gefragt wer unsere top fives sind. Mhm. Ähm.
15:38
Und ähm soll ich meine erstmal vorlesen?
15:42
Also ich habe äh auf Platz eins Frankreich. Auf Platz zwei ist Italien. Dann die Schweiz, Portugal und die Ukraine.
15:49
Muss man jetzt sagen, ich war nicht so weit äh von dem Ukraine war sehr verrückt vor allen Dingen. Mhm. Ähm ich war nicht sehr weit von dem Ergebnis entfernt. Ähm Mike, du hattest die Schweiz vorne,
16:02
Frankreich, dann Italien, Litauen und Malta. Mit Malta hast du dich so ein bisschen aus unserer Runde Moldau? Moldau, bist du dir sicher? Malta, nicht Moldawi. Ja, dann Moldawien, war nicht Moldawie, auf Platz eins bei mir.
16:16
Nee, egal. Auf jeden Fall hast du dich da aus unserer Runde sehr rausgekickt, weil Moldawin jetzt nicht so überragend Zucker
16:24
Sugar, genau. Auch da muss man sagen, ich fand das nie toll, weil man konnte gut mitgehen und die konnten überhaupt nicht mitgehen. Die Tänzer waren sehr gut, aber die Inszenierung war sehr gut.
16:33
Aber ich hab jetzt beim neuen Musikmix dieses Lied in der in der Landessprache bekommen wenn sie das in der Landessprache gesungen hätten hätten sie gewonnen,
16:44
Haben sie aber nicht, kann sie nicht. Ähm und die Top Fünf von Wolfgang noch. Frankreich auch vorne, so wie ich, ähm Spanien hattest du dabei. Hatten wir jetzt nicht, aber ich glaube, das kam auch eher aus äh anderen Gefühlen bei dir, dass du Schwanien soweit nach vorne gewählt hast.
16:57
Ja, genau. Ähm dann die Schweiz, die Niederlande, finde ich sehr spannend. Mhm. Ähm das war dieser ähm äh,
17:06
niederländische Sänger, der selber schwul ist und sich aus seiner Familie rausgekämpft hat, wenn ich das richtig verstanden habe, ähm,
17:12
fand ich geflüchtet, ja. Genau. Genau. Äh fand ich eine sehr interessante Geschichte dahinter und dann Russland. Russland muss man sagen ähm.
17:22
Fand ich das Lied jetzt nicht überragend, aber tolle Botschaft. Am Ende dieses äh hatten wir wirklich nochmal Gänsehaut, ähm wenn man an das Land denkt und was da so passiert, äh,
17:34
Gänsehaut beschaffen. Also das fand ich wirklich ähm sehr, sehr schön, aber ich glaube, deshalb hast du es nicht gewählt, so wie du gerade guckst.
17:40
Nö, ich fand das Lied eigentlich auch. Ähm ist ja appart. Ähm das fand ich zu, also.
17:50
Hundertprozentig meinen Geschmack. So, aber ich fand das schon spannend. Ähm und das Kleid war toll.
17:59
Erinnert sich ein bisschen an deine bayrische Heimat, ne? Ja, vor allem das erste, das erste Kleid, das Klappkleid? Nee, eben schon. Ich fand das schon sehr ähm sehr spannend.
18:11
Und den Hosenanzug, das wär dann was für dich gewesen. Da hat der Maiker gesagt, ähm ey, das hättest du auch, äh das ist dein Outfit quasi.
18:17
Ähm du meintest glaube ich eher das Kleid, aber ich habe dann zu dem Hosenanzug, zu den Roten, glaube ich, oder blau
18:24
ich dann geschrieben, die Farbe stirbt dir leider nicht. Ähm ja, aber äh guckt's euch nochmal an, sehr spannender Song, sehr spannende ähm Botschaft,
18:32
genau könnte man damit über die Autobahn fahren, wenn man Rollen drunter macht, genau. Wollen wir noch eine Botschaft aussenden? Und zwar mit unseren ESC-Liedern. Genau. In diesem Jahr.
18:42
Und zwar ich fange einfach direkt an. Ich würde gerne voil von Barbara drauf packen, weil mich das Lied wirklich sehr,
18:51
berührt hat. Ich finde das sehr schön. Äh eine sehr schöne Klarheit. Ich stehe ja auch auf auf so sensible Lieder. Ja. Muss ich zugeben. Wirst du meins auch mögen?
18:59
Deshalb würde ich gerne das Lied draufpacken. Was hast du uns denn mitgebracht, Wolfang? In der Tat habe ich mir mitgebracht. Russian Looman.
19:10
Einfach ähm aus der Botschaft heraus. Also ich habe heute einen anderen Livestream mir angeguckt.
19:17
Da wird auch etwas debattiert und das wusste ich gar nicht, dass in Russland ähm pro Tag vierzig Frauen ähm ähm zu Tode kommen.
19:26
Durch häusliche Gewalt vierzig Frauen pro Tag,
19:30
Nur die offiziellen Zahlen. Genau und das das äh Gesetze abgeschafft worden sind, die den Schutz von Frauen in der häuslichen, in ihrem eigenen Heim,
19:39
sozusagen dass dass sie geschützt werden, dass das abgeschafft worden ist zweitausendneunzehn und das wusste ich alles gar nicht und deswegen finde ich diese Botschaft sehr gut und dass auch starke Frauen in Russland gibt und dass man sie stärken muss in Russland.
19:52
Immer wieder auch betonen muss wie wie schlimm dieses Regime dort in Russland herrscht. Mhm.
20:02
Das ist auch starke Frauen in Russland. Was hast du uns mitgebracht, genau.
20:08
Also ich möchte nochmal an die letzte unsere letzte Folge erinnern, wo du ein Lied vorgeschlagen hast, was ähm was du mir gegeben hast, ne. Das muss man dazu sagen, was du uns präsentierst, was bei mir
20:19
einiges an Gefühlen ausgelöst hat. Das ist schön, das freut sich sogar. Genau, ich habe angefangen, das Wort queer zu hassen. Dank Melanie Müller
20:28
Genau. Grüße gehen raus. Aber ich ich muss ganz, ich habe damit auch gearbeitet innerlich. Ich habe ähm ich habe mich auch meinen Gefühlen gestellt. Warum äh fühle ich das jetzt und äh warum begegne ich dem so ablehnend?
20:41
Und bin dann eigentlich zu dem Entschluss gekommen, dass dass es das nicht so bringt. Ja. Und deswegen wird mein Lied auf der Playlist das deutsche, das Lied der deutschen Hoffnung in Rotterdam sein, äh nämlich von unserem.
20:56
Jendrik. Schön, gut. Können wir kurz mal zu der Frage kommen, wie ihr unsere deutschen Beitrag fandet?
21:06
Also wir sind in der Mitte gelandet von allen Angetretenen. Na ja, also erster, erstmal muss ich sagen, äh.
21:14
Ich habe großen Respekt, wie er das durchgezogen hat. Also ähm auch wir danach auf auf die Kritik, die ja wirklich hart im Netz war. Also ich ähm ähm.
21:23
Dann auch nicht mehr sachlich war, sondern wirklich unter die Gürtellinie teilweise ging. Vor allem von Wolfgang. Ich fand die, ich fand die Botschaft sehr, sehr ich fand die Botschaft sehr, sehr schön aus dem Lied, eigentlich.
21:33
Weil's da ja um Hass im Internet ging und um Hass auch von anderen Menschen. Deshalb fand ich die Botschaft gut, aber es gab so viele politische Botschaften, dass die, glaube ich,
21:44
verfangen ist. Und dann war sie auch einfach vom musikalischen und von der Qualität her wirklich nicht.
21:49
Hatte auch danach offen zugegeben, ne. Das finde ich ganz spannend. Also er hat danach äh in dem Posting ganz klar gesagt, jo, ich ich muss noch dazulernen,
21:57
muss lernen bessere Lieder zu schreiben, ich muss lernen besser Englisch zu sprechen, also er war da sehr selbstkritisch auch mit sich selbst. Ähm deshalb ähm.
22:07
Habe ich großen Respekt vor ihm, ehrlich gesagt. Also, dass er da so mit diesem, mit diesem mit diesem Hass, den ihn da nach dem Beitrag wirklich begegnet, ist ähm,
22:17
so gut umgeht, habe ich Respekt vor. Aber der Beitrag war natürlich nichts. Hm,
22:23
Das liegt glaube ich nicht am Englischen, weil die Briten sind auf Platz sechsundzwanzig gelandet. Und die können ja noch besser Englisch. Ja, aber auch die die Hand, das war jetzt auch nicht so toll, was mich ein bisschen irritiert. Ach, ja, die Hand. Die Hand.
22:37
Und äh was mich ein bisschen irritiert ist, dass äh es ich soweit ich weiß, gibt's über hundert Leute in der NDR Jury zur Fahrauswahl. Ähm.
22:46
Was läuft da falsch? Ja. So und dann mal ein bisschen was mit mehr Mut, aber auch gleichzeitig,
22:54
was schöneres, aber wir haben's jetzt hier auf der Playlist. Es geben wir dem noch eine ganze Chance, sorry. Ich bin da ganz entspannt. Ich glaube, du wolltest mir damit jetzt eigentlich einen aushauen
23:04
Aber ich bin da ganz entspannt mit Mike. Nein. Hate. Ich fand's ganz spannend. Ähm sorry. Ich ich ähm war da sehr zurückerinnert an Stefan Graab und an die Zeiten, wo er bei war. Und ähm das fand ich ganz spannend
23:18
Ähm ja, aber euch geben wir jetzt erst mal eine kurze Pause, würde ich sagen. Ähm und wir hören uns gleich wieder. Macht's gut.
23:25
Music.
23:35
Hey, herzlich willkommen zurück. Ähm schön, dass ihr weiter hört nach unserem äh nach unserem ESC Eskapaden. Ähm wir sprechen jetzt über die Demokratie in Europa beziehungsweise,
23:48
gefährdet die Demokratie in Europa ist ähm.
23:51
Da muss man ja sagen, ähm in einigen Ländern in Europa steht die Demokratie unter Beschuss. Ähm.
23:59
Wieso sind wir auf das Thema gekommen, lieber Mike?
24:03
Weil ja wir haben ja schon öfter beispielsweise über Polen gesprochen und das ist etwas, was uns sehr interessiert. Wir sind ja Europäer und äh ich glaube äh in großen Teilen an diesem Tisch auch ähm aufrechte Demokraten,
24:15
und äh,
24:18
und wir stellen uns halt natürlich dann immer die Frage, wenn man sich dann äh so bestimmte Länder anguckt und und vor allem so Entwicklungen auch außerhalb Europas ähm,
24:28
Wie kann es auch sein, dass stabile Demokratien.
24:31
Irgendwann mal in Frage gestellt werden und in sich morsch zu werden drohen ja? Wenn man beispielsweise USA anguckt und deswegen wollten wir mal kurz drüber sprechen.
24:41
Genau. Sehr gut zum Erstsee. Zumal man ja auch sagen muss, ähm in
24:45
Österreich kam jetzt einiges auch raus, ähm ähm wo die Demokratie, ja, ich ich würde nicht sagen, total morsch ist, aber auch unter Beschuss gerät teilweise. Ähm deshalb haben wir auch äh so ein paar aktuelle Anlässe leider wieder mal. Ähm.
25:01
Wieso ist dir das Thema so wichtig? Also.
25:08
Mir ist das Thema Europa deswegen wichtig, weil ich einfach in einer, man muss da einfach von einer, von der Geschichte hergehen. Wir sind jetzt im Jahr zweitausendeinundzwanzig und seit neunzehnhundertfünfundvierzig gibt es kein Griech mehr wenigstens im Westen.
25:23
Europas zwischen den Ländern, also zwischen Frankreich und Deutschland oder Spanien und Frankreich, England und Spanien, England und Frankreich und so weiter. Das ist ja die längste Friedenszeit innerhalb wenigstens von Westteil Europas.
25:37
Man muss das nochmal einklammern mit und so weiter, aber trotzdem hat.
25:42
Innerhalb der Länder in Europa, also die Länder in Europa haben nicht gegeneinander einen Kopf. Ja, man muss auch wieder einklammern wegen kalter Krieg und so weiter. All das muss man einklammern, aber trotzdem ist es kein heißer Krieg gewesen in den.
25:55
Fünfundsiebzig, sechsundsiebzig Jahren. Und deswegen ist das für mich etwas sehr, sehr Wichtiges, dass wir eine europäische Integration leben, damit wir im Frieden leben. Das ist nichts Gott gegebenes, sondern das muss jeden Tag erarbeitet werden.
26:09
Arbeiten. Und das ist nicht nur nicht nur wirtschaftliche Kooperation, sondern es ist auch ähm,
26:17
menschliche Kooperation unterhalb unter den Ländern, unter den Menschen der Länder. Und deswegen ist mir das Thema sehr wichtig und was ich halt immer wieder merke und das bringe ich auch immer an uns Diskussionen, wenn wir da auch
26:28
äh nicht aufnehmen ein, dass ich schon immer wieder Bedenken habe über die europäischen.
26:35
Demokratien, die wir haben. Ich bin nicht überwiegend besorgt und nicht immer besorgt, aber manche Tendenzen sind doch so, wo ich immer denke so, wow, wo geht das Ganze hin, Inhalt der Demokratie,
26:47
und da bin ich weniger bis hoch um die alten Demokratien. Ich sage mal Frankreich, England, Italien.
26:54
Deutschland, sondern auch eher so ein bisschen besorgter über die, die ja erst seit neunzehnhundertneunzig Demokratien geworden sind und wo,
27:03
innerhalb von kürzester Zeit ähm Institutionen beschädigt worden sind. Und das treibt mich gerade um.
27:11
Ich würde nicht nur in den Osten blicken. Ich persönlich. Äh ich finde äh das, was da gerade in Frankreich geschieht, dass wir da eine Präsidentin Le Pen bekommen könnten,
27:20
die es auch nicht unbedingt für den demokratischen Weg in Europa steht, finde ich auch sehr beendigend. Ich finde es sehr traurig, mit anzusehen, dass scheinbar dieses Wertekonstrukt Europa.
27:32
Ähm von einigen Ländern überhaupt nicht gesehen wird, ja, also sondern ähm man sieht irgendwie, ja gut, Europa ist profitabel,
27:40
Europa gibt uns Geld, ähm Europa schafft äh ähm wir eine Wirtschaftsunion, wo man wo man freien Handel drin haben kann, ähm aber dieses Wertekonstrukt, das ist halt wirklich ähm stark unter Beschuss,
27:52
und das treibt mich treibt mich sehr um in letzter Zeit. Also wie kriegt man ein Europa hin, dass wirklich auch wieder stärker ausstrahlt, dass es,
28:02
klarmacht, wir haben gewisse Grundwerte und Grundrechte und ein Land, das diese Grundrechte nicht.
28:10
Abbaut oder oder dagegen arbeitet eine Regierung in dem Land, da muss man ja auch ein bisschen unterscheiden, ne? Also es sind ja nicht die,
28:17
unbedingt immer die Menschen, die da leben, sondern die Regierungen, ähm die die Rechte abbauen und die da den den Rechtsstaat aushöhlen. Ähm,
28:26
Wie kriegen wir da ein starkes Europa hin, was da klar in die Schranken weist und da vielleicht dann auch oder auf jeden Fall mit mit ähm.
28:34
Nichtzahlung von von gewissen Mitteln vielleicht ein Hebel hat um dagegen anzugehen das finde ich 'n spannenden Punkt und wenn ich mir beispielsweise jetzt Frankreich angucke, ich mein da sind wir jetzt demnächst Präsidentschaftswahlen wieder.
28:49
Vielleicht hat man da auch eine eine Chance äh verpasst als Deutschland
28:54
'nen Reformationsweg mit mit Macron zu gehen, der jetzt vielleicht abgewählt werden könnte und das halte ich für sehr gefährlich, also ich glaub da könnte man 'ne Chance verpasst haben, um die die EU etwas zu reformieren.
29:10
Also der das die Frage, welche welche Hebelwirkung hat die EU monetär? Äh ich meine, das ist dann letztlich nur so ein Hilfsmittel, was äh also eine Krücke.
29:21
Also wenn wenn demokratische Grundwerte de facto erkauft werden müssen, dann ist man, glaube ich, schon ein Punkt, wo es schon fast zu spät ist. Ähm.
29:31
Na ja, wir hatten es gibt die Fragereform der EU. Ich meine, man muss sagen, dass das ähm wird mit dem Brexit auch genug zu tun.
29:40
Wir haben eine Pandemie und die Frage ist, an welchem Punkt man da hätte was anders machen können, da hätte man vielleicht ein bisschen mehr Leidenschaft auch für die ist das Projekt Europäische Union und eine Demokratisierung dieser Europäischen Union,
29:53
bringen können. Das wäre, glaube ich, ganz wichtig gewesen. Frage ist halt nur, wie passiert das. Ich bin jetzt mal beim äh.
30:00
Demokratie entdeckt. Mikrofon. Ja, es gibt ein Mikrofon und es gibt ein Demokratieindex, was bei mir neben dem Mikrofon steht, deswegen hat Florian darauf hingewiesen.
30:08
Es steht immer noch neben dem Mikrofon. Du sprichst immer noch nicht in das Mikrofon. Ich spreche. Genau. Ja. Ich spreche in das Mikrofon rein und,
30:18
Es gibt äh von der Universität Würzburg einen Demokratieindex und da äh praktisch ein Ranking äh verschiedener Staaten als funktionierende Demokratie.
30:27
Und laut diesem Demokratieindex gibt es auf der Welt fünfunddreißig äh Staaten, die man als funktionierende Demokratie. Ähm,
30:34
werten kann. Auf Platz sechsunddreißig sind die Vereinigten Staaten als erste defizitäre Demokratie. Und es gibt da durchaus Staaten, auch in Europa, die als diese defizitären Demokratien gelten können.
30:45
Mein Deutschland ist da auf Platz fünf. Also bei uns ist es eigentlich ich mach mir bei uns jetzt nicht so riesen Sorgen, dass das da was passieren kann,
30:53
Aber wenn man sich beispielsweise Frankreich anguckt mit Le Pen, warum ist die erfolgreich?
30:59
Das ist immer ein ein Mittel, was die verwenden, nämlich Angst. Sie erzeugen Angst.
31:07
Entweder vor dem äh was fremd ist oder vor ähm ähm vor einer konkreten Bedrohung und ähm.
31:15
Es äh wird immer das Spiel gespielt, das praktisch demokratische Prozesse verhindern, dass äh das, vor dem man Angst hat, wirklich aus dem Weg geräumt werden kann. Und ähm und das funktioniert leider in vielen europäischen Staaten sehr gut.
31:28
Also ich möchte noch einmal was Cockitisieren, warum warum ich voran den Unterschied gemacht habe zwischen neuen Demokratien und alten Demokratien.
31:38
Und das ist glaube ich auch in dieser Frage Frankreich jetzt sehr wichtig. Also ich möchte keine Präsidentin Le Pen haben, aber selbst wenn sie gewählt werden würde.
31:45
Keine großen Bedenken hinsichtlich der Funktionsfähigkeit einer Demokratie sie auch wieder abzuwählen und nach fünf Jahren jemand anders wieder hinzubekommen. Dass ihr das.
31:56
Lange Erfahrungen, wie man mit Systemen umgeht. Und da habe ich sozusagen ähm.
32:05
Bedenken, dass in einigen Staaten Sachen geschliffen worden sind wie Verfassungsgerichte und so weiter, die in anderen Regionen noch nicht geschliffen worden sind. Deswegen habe ich in diesen älteren Demokratien, ich sage das jetzt vorsichtig,
32:20
eher eher noch vertrauen und das habe ich jetzt auch in auch wenn du sagst, sechsunddreißig mit den Vereinten Staaten, ja, das Rumpel dort, aber trotzdem hat es dort einen.
32:31
Mehr oder weniger friedlichen Machtübergabe gegeben. So, es gab einmal einen Aufstand über vier, fünf Stunden in Washington, aber es war jetzt keine Rebellion, wie man sie in anderen Teilen der Welt sieht, wenn Macht übergeben wird,
32:45
Deswegen würde ich immer sagen, dass ein Indiz für eine funktionierende Demokratie eine geordnete, geregelte Machtübergabe übernahmen.
32:55
Und deswegen ähm.
32:58
Bedenken in zum Beispiel Ungarn, ob es dort jemals wieder zu einer Machtübergabe gibt von Orban zu irgendjemand anders und ob das noch funktioniert in dem System. Und bei Polen weiß ich das auch nicht, ob es von der Piece Partei in eine andere Partei nochmal funktionieren wird,
33:12
Übergabe,
33:14
Und das muss man einfach mal von von der Länderseite her gucken. Und wenn wir jetzt von der europäischen Ebene her denken, die muss man ja auch ein bisschen davon sehen. Da muss man sich fragen, ob da nicht ähm.
33:26
Ob man nicht einige Entscheidungen, die dort gefallen sind, nicht weiter wieder zurück,
33:32
ob es nicht wieder zurückkommt und dass der Subsidiaritätsgedanke.
33:43
Wieder nach vorne gestellt werden müsste. Also,
33:47
ein Europa der Regionen wieder organisiert werden müsste und Regionen mache ich dann zum Beispiel auch eine Benelux-Region und Narren oder irgendwo bei Berchtesgarden mit österreichischen Schweiz zusammen,
33:59
diesen Gedanken wieder mehr nach vorne bringt. Denn habe ich in den Neunzigern und Zweitausender Jahren öfters gehört, hört man jetzt nicht mehr Europa der Region, nicht mehr so stark, dass man das wieder nach vorne holt.
34:11
Mhm. Wie siehst du das Flo? Also du, du hast gerade Amerika angesprochen und äh,
34:21
da sind wir glaube ich unterschiedlicher Meinung. Also ähm ähm so stark wie da wieder Rechte teilweise von Minderheiten.
34:29
Abgeschafft werden, ja? Wenn ich mir beispielsweise die schwarze Bevölkerung da angucke, die die stark darunter leidet, dass sie teilweise nicht wählen darf, äh weil sie, weil sie im Gefängnis war.
34:40
Solche Themen angucke, wenn ich mir da gucke, wie sehr diese Menschen unter Politik zeige, weil also unter Gewalt durch den Staat leiden, wenn ich mir angucke, dass es da Aufschreitungen auf.
34:52
Ähm ähm demokratische Institution gibt.
34:57
Dann weiß ich nicht, ob ich das so und und wenn ich da einen Ex-Präsidenten sehe, der ja ähm jetzt nicht unbedingt ähm.
35:07
So die Macht übergegeben hat,
35:11
tue ich mich etwas schwer mit, ähm ähm dass das so ähm sozusagen, dass ähm ich da Vertrauen drin habe, äh dass das eine gute gefestigte Demokratie da gerade ist. Also das.
35:24
Auch Frankreich, also ganz ehrlich, ich ich mache mir da schon große Sorgen, ähm was so ein Rechtsruck da jetzt äh geben kann, äh Frankreich ist nun mal eine Präsidialregierung
35:33
wo vieles auf den Präsidenten und oder auf die Präsidentin zugeschnitten ist.
35:40
Also wenn da eine Le Pen an die Macht kommt und ähm da mache ich mir schon große Sorgen, auch um Europa gerade,
35:46
Also ähm es gab immer diese Achsel, Deutschland, Frankreich, die versucht haben, ähm europäische Werte zu festigen und versucht haben, ähm ähm da mit einer Stimme zu sprechen, hat mal besser, mal schlechter geklappt.
36:02
Ich ich glaube, das äh würde mir eine Le Pen äh nicht nicht mehr so äh funktionieren, äh wie es aktuell mit Macron, von dem man auch halten kann, was man will. Wir.
36:11
Inländisch ähm äh Politik macht, ne, aber ähm er ist zumindestens ein gefestigter Europäer. Mhm. Und das ist Le Pen ganz klar nicht.
36:20
Stell mal die Situation vor, äh man könnte ja durchaus passieren, dass Annalena Baerbock Bundeskanzlerin in Deutschland wird und Marine Le Pen wird Präsidentin äh der französischen Republik und ähm.
36:34
Die das wird schwierig da eine Achse, weil man muss ja schon praktisch über Parteigrenzen hinaus sozusagen gewisser Grund.
36:43
Beibehalten und da ist natürlich total wichtig, dass das Tandem funktioniert und,
36:47
sie eh schon sehr schwierig, vor allem bei Le Pen wird kein Interesse daran bestehen, dass dieses Tandem funktioniert. Ihr Interesse wird sein, äh Frankreich, der erste Europäische Union rauszugehen und die Europäische Union zu sprengen und.
37:00
Ausgeschlossen ist das alles nicht,
37:02
Wir haben schon einen großen Partner verloren mit Großbritannien. Ja, also die letzten Jahre auch eine Achse gebildet haben, was die Bedeutung be,
37:11
muss man schon sagen. Also und wenn ich mir dann beispielsweise noch die Entwicklung jetzt grade in Österreich angucke mhm. Ja, ähm dass dann Kanzler eventuell vor Gericht gestellt werden kann, weil er Gefolgsmänner von sich in Entscheidungspositionen gebracht hat und auch,
37:24
stark gegen Pressefreiheit angeht und unter ja Shows fast schon untersagt.
37:34
Zu setzen, die die ihm nicht gefallen. Also ich mache mir da schon recht große Sorgen, wenn Österreich dann beispielsweise vielleicht auch noch wegbricht, äh die ja jetzt auch nicht unbedingt ähm in den letzten Jahren ähm für Europa so stark eingetreten sind.
37:50
Wobei wenn er tatsächlich vor Gericht kommt, dann zeigt er, es funktioniert. Genau, also zumindestens äh diese Institution Gerichte funktioniert. Ähm so. Aber klar ist auch, ähm ähm die ganzen Länder im Osten.
38:05
Sehr viel schwerere Situation da,
38:11
Ja, also was mir ein bisschen Hoffnung macht, ist, dass beispielsweise in Polen eine starke Bewegung auch gegen die Pissregierung grade angeht, ja, ähm von Queers und äh von von Frauen, ja,
38:23
die für ihre Grundrechte einstehen.
38:27
Aber in Polen beispielsweise gibt es kein unabhängiges Oberwasser des Gerichts mehr.
38:34
So und und ähm und das hat natürlich eine gewisse Bedeutung. Also das ähm.
38:39
Also bei uns ist das Verfassungsgericht ja nicht so stark ähm im Fokus, äh wie beispielsweise der Supreme Core in USA, äh wo das äh immer auch politisch äh, ich wollte gerade sagen, ist auch nicht so stark politisiert, mhm. So. Genau.
38:54
Ähm äh also ist schon aber wichtig, dass es so ein funktionierendes Gericht gibt und äh das auch unabhängig arbeitet.
39:01
Ähm ja, dass äh ich hoffe nicht, dass wir das mit Spannung erleben dürfen, wie das in Frankreich dann aussehen würde, einer unter einer Le Pen, ob's äh.
39:10
Ob's diese Unabhängigkeit gibt, ähm äh es wird auf jeden Fall darauf hinauslaufen, dass das äh dann ein städter Kampf zwischen Elysee-Palas und äh.
39:18
Möglicherweise an Ananas gelagerten Parlament gibt, aber letztlich ähm die Befugnisse von so einer Präsidentin sind schon nicht gering.
39:26
Und man kann da sehr viel kaputt machen.
39:29
Das habe ich auch nicht bestritten. Ne, so. Ich habe nur gefragt, was sind das an Grund, Grundannahmen einer funktionierenden Demokratie, dass es für mich Machtwechsel? Das ist ein ganz, ganz wichtiger.
39:40
Natürlich kann viele viel Schaden passieren das hat man ja auch gesehen zwischen,
39:47
USA und Europa als Trump da war Verträge aufgekündigt, aus der WTU rausgegangen, er aus der WHO rausgegangen ist und so weiter,
39:55
Nichtsdestotrotz gab es jetzt einen neuen Präsidenten, der sofort das Ganze wieder rückgängig gemacht hat, aufgrund der systematischen Logik, die es gibt. Deswegen ist immer so meine Frage,
40:05
und natürlich wird dann auch eine Demokratie nicht weiterentwickelt mit mit Personen wie Trump oder und so weiter.
40:14
Aber trotzdem muss man sagen, mache ich mir dann Sorgen.
40:18
Die Punkte, die eigentlich fundamental für eine funktionierende Demokratie wichtig sind, das sind Institutionen und das zweite ist die Verfassung.
40:26
Eine Demokratie funktioniert und ob eine Verfassung weiterhin Bestand hat. Und das sehe ich halt in Frankreich, das sehe ich in Deutschland, das sehe ich eher in diesen.
40:41
Ich sage mal, länger mit Tradition, länger mit Demokratien,
40:46
ausgestatteten Ländern. So, dass das eher dort,
40:52
in der Bevölkerung angekommen ist, dass es Menschenrechte gibt und dass man die schützen muss und schützen kann. Und wenn man jetzt guckt,
41:00
dass man in Amerika drüben, ich habe jetzt äh die Woche nochmal eine Statistik gesehen, dass eigentlich,
41:07
der amerikanischen Bevölkerung sagt, man muss eigentlich mehr Wirtschaftshilfe geben,
41:13
im Parlament aber nur fünfzig Prozent dass zwischen Bevölkerung und die, die sie repräsentieren auch nicht immer alles so dakor läuft,
41:25
das muss man auch mit einbeziehen. Und deswegen.
41:29
Mein Punkt, den ich sage, ja, es läuft nicht alles gut, aber ich habe keine Angst um die Demokratie in Europa und um die demokratischen Wandel Wandlungsmöglichkeiten. Dass nicht alles gut läuft,
41:41
konkreten Politik, außer Frage, da bin ich bei euch.
41:46
Also in den USA, also man muss schon sagen, der äh Trump kündigt ja schon seine Rückkehr an.
41:55
Und ähm also natürlich, es gab eine Wahl.
42:00
Die war am Ende dann noch Saisonmond manipulierbar, wie er sich gedacht hat und die hat dazu geführt, dass ähm es eine Änderung gab. Es gab zum allerersten Mal eine Stürmung des Parlamentes.
42:10
Praktisch angestachelt durch den Staats überhaupt, dass da gar nicht praktisch es war er stand jetzt nicht direkt an der Tür, das war ihm dann doch zu unangenehm, aber er hat's hat's er hat's ähm hat sie da los geschickt,
42:22
und ähm so äh und dafür gibt's keine Konsequenzen und ähm.
42:29
Und möglicherweise kann er nochmal antreten. Also jemand, der praktisch 'n Parlament stürzen wollte, um an der Macht zu bleiben,
42:38
möglicherweise nächstes Mal wieder Präsident und äh mit der Leichtigkeit, mit der sozusagen seine Beschlüsse rückgängig gemacht werden können, kann er dann auch wiederum an äh in die andere Richtung gehen und
42:48
Demokratie gehört natürlich auch das Grundrechte so fest sind, dass man sie nicht ähm bei jeder Wahl neu erkämpfen muss.
42:54
Und ähm Institution existieren, sie können aber auch sehr leicht ausgehöhlt werden, sodass man zwar formal.
43:01
Polen an oberstes Gerichthof, ja? Also formal ist her, ist alles da,
43:06
Aber unter dem Formalen äh ist ja da die gelebte Praxis und da muss man sich wirklich manchmal Gedanken machen, funktioniert das da und da und da. In Deutschland gibt's auch mal immer Diskussionen, ob äh ob die Institution wirklich so respektiert wird, wie sie sind.
43:20
Beispielsweise wir haben es in der Pandemie ist jetzt die Ministerpräsidentenkonferenz ein sehr starkes Gremium geworden, ist in der Verfassung nicht vorkommt.
43:29
So, aber die Diskussionen finden ja statt und äh das ist noch nicht an dem Punkt, wo man sich Gedanken über die Demokratie machen muss, sondern um die Funktionsfähigkeit der Institutionen schon.
43:39
Nicht über die Demokratie, aber diese Diskussion über die Funktionsfähigkeit der Institution ist ja schon wichtig, um mein Abgeleiten möglicherweise zu verhindern. Man muss ja auch sagen,
43:48
auch in Ungarn und in Polen ist das ja nicht von einem auf den anderen Teil passiert, sondern das war ja ein stetiges Aushöhlen der demokratischen Prozesse und der der demokratischen Institution. Deshalb ähm,
44:00
ja, mag sein, dass in den USA es noch nicht so weit ist mit dem Ausfüllen und dass da ähm noch,
44:07
demokratische Prozesse funktionieren, aber ähm ich mache mir schon sehr, sehr große Sorgen um die Demokratie, auch in USA. Ähm,
44:16
Genauso wie in Frankreich, ähm also.
44:21
Und ich ich finde auch nicht, dass ähm die Menschen in Polen und Ungarn nicht wissen, was Menschenrechte ist und wie man sich dafür einsetzt. Also ich glaube, die Menschen vor Ort wissen das schon sehr, sehr klar. Das sieht man an den Bewegungen, die da teilweise ähm jetzt auch,
44:35
gegen den Staat angehen, aber ähm.
44:40
Dadurch, dass die Gängelung, dadurch dass die dass die Kämpfe gegen solche Proteste und ähm,
44:46
Demokratiebewegung in diesen Ländern vom Staat aus so hart sind,
44:52
glaube ich, dass viele Menschen auch einfach nicht auf die Straße gehen, weil sie sich nicht trauen. Mhm. Ich ich glaube, was Menschrechte sind und und ähm wie es der Bevölkerung da vor Ort geht. Ähm das weiß die Bevölkerung schon relativ genau
45:07
so ähm.
45:09
Also das würde ich denen da nicht absprechen. Ich glaube, in Polen und in Ungarn sind schon genügend Menschen, grade in Polen, die ähm da eine sehr dezidiert andere Meinung als sie als die Regierung haben, ähm das aber einfach nicht auf uns zeigen können, weil sie
45:22
Repression befürchten. Ja, aber es gibt mit Sicherheit eine ganze Menge Leute, denen ist das vollkommen egal. Ja. Ja. Die gibt's überall. Genau.
45:31
Trotzdem können sie sie einmal offen zeigen und zwar bei der Wahlabstimmung und das tun sie nicht so. Muss man ja auch so.
45:40
Und wenn ich jetzt sage von Menschenrechte, dann ähm gucke ich mir äh Polen an, dass es dort auch ähm ähm,
45:49
Mengen an oder eine große Anzahl von äh Menschen, von von Einwohnern in Branchen, die äh LSPTIQ-Rechte egitieren. Die ganze katholische Kirche in Polen,
46:01
ein großer Teil auf den Landbevölker, also in den ländlichen Bereichen,
46:08
wo das sozusagen nicht als Menschenrecht angesehen wird. Und dort holt sich ja eine Peace jedes Mal dann die Mehrheit auch. Und das meine ich eben, dass dort zu sagen, das noch nicht ähm.
46:21
Ähm weitergegeben worden ist oder noch nicht äh äh angekommen ist, dass auch.
46:27
Menschenrechte sind.
46:33
Und nicht nur irgendwie was on top in der Demokratie, sondern dass das fundamentale Rechte sind,
46:38
Aber das ist doch hier in Deutschland auch nicht unbedingt. Also äh wenn wenn du früher äh äh also,
46:44
Ja, früher. Nein, auch heute, wenn du heute teilweise noch Menschen fragst, also tut mir leid, aber dann dann ist es nicht so, dass die sagen, oh ja, also LSBTIQ Rechte, oh ja
46:54
sind Menschrechte und die sind wichtig, sondern die sagen, ja ist mir eigentlich scheißegal. Mhm. So, also dann noch ganz andere Sachen. Oder noch ganz andere Sachen. Also ich ich,
47:02
Glaube nicht, dass du das ähm auf Polen so ummünzen kannst, dass es da äh ähm,
47:08
Ein bisschen die Statistiken halt einfach gewälzt. Ja, aber.
47:15
Also der Anteil ist schon höher in Polen. Natürlich das ist auch getragen durch die katholische Kirche und äh,
47:21
ne? Das ist ein Staat, der so krass abhängt vom vom Katholizismus, ähm wo die Menschen auch dem hinterher rennen, was der Priester in der Kirche sagt. Ganz klar, natürlich, aber ähm.
47:35
Es gibt da schon ähm.
47:37
Ich glaube, das ist auch einfach viel Unwissenheit und und genauso ist es in Deutschland viel Unwissenheit, dass die Menschen das einfach nicht interessiert,
47:46
Das kann man falsch finden. Ich finde das ja auch falsch, verstehe mich da nicht äh ne, aber ähm ich würde den Menschen in Polen und in Ungarn nicht absprechen ähm,
47:56
dagegen angehen, so dass das würde ich so und so einfach nicht sehen oder dass sie nicht wissen, was Menschenrechte sind. Weiß ich nicht, das würde ich nicht so einfach einfach so sagen.
48:10
Also es ist ja nicht so, dass das das das Thema queere Rechte da nicht präsent ist.
48:15
Wieder genutzt von der katholischen Kirche und von der Pisspartei um Stimmung zu machen.
48:21
So eine sehr antima, um sich auch klar von Europa abzustellen, um äh äh zu einem Nationalstaat äh Staatsdenken zurückzukehren. Ja, genau. Und ähm.
48:32
Also ist nicht so, dass das nicht angekommen ist halt. Ja, falsch angekommen, beziehungsweise falsch übersetzt worden.
48:40
Aber ja und da könnte man theoretisch auch sagen, es ist doch deren demokratisches Recht, da eine andere Haltung zu zu haben.
48:52
Allerdings geht's hier um Grundrechte. Genau. Und da,
48:55
ähm muss man sagen, Demokratie heißt nicht nur, dass es Institutionen gibt, dass es einen Machtwechsel gibt, sondern auch das ähm Grundrechte und vor allem auch Minderheitenrechte geschützt werden. Und äh,
49:06
und äh in dem Sinne muss man sich auch mal angucken, was ist wo äh möglich und da geht's auch um ähm.
49:13
Also das Thema äh Frankreich und Rassismus, das ist auch ein anderes Thema. So und,
49:19
Manchmal ist äh ist gibt's nicht nur aktive Diskriminierung von Staaten, sondern auch.
49:24
Passive, passives, diskriminieren lassen von Staaten, indem man sozusagen willentlich wegschaut, wenn Leute diskriminiert werden und das ist ähm was, was man auch ein bisschen berücksichtigen muss.
49:37
Werten gar nicht, wir gehen jetzt in die Pause, genau. Wir haben vorher noch Lieder, genau, aber ist ja auch mal ganz schön, dass wir ein äh Despot haben, ne? Ja, dass wir ein nicht,
49:48
Genau, also Wolfgang sagt alles okay und wir machen uns Sorgen, ernsthafte Sorgen unsere Preise ist immer gut, so ernannt. Genauso wie Farbe deines Oberteils. So äh Leader, was hast du uns denn mitgebracht Wolfgang?
50:03
Ähm ich habe eine Ballade mitgebracht. Und zwar ähm ach ich ähm.
50:12
Vom. Ist ja achtzig Jahre alt geworden Nobelpreisträger,
50:18
Ähm und in der Tat ach nicht Medizin? Nein, nicht Medien. Okay. Und in der Tat ähm ich habe den nie, nie so.
50:30
Ich wusste halt, dass es gibt und so. Ich habe das nie so verfolgt,
50:34
Bis ich jetzt vor einer Woche einen anderen Podcast gehört habe, dann bitte. Und da wurde eben diese achtzig Jahre thematisiert und dann haben die auch ein paar Lieder eingespielt und lass mir war's etwa ein Zeitpodcast? Mhm.
50:47
Und wow einige dieser Lieder habe ich in der oder in der Hauptschule Deutschland.
50:55
Ist doch jetzt egal. Da sind wir mal sprechen.
50:58
Und da dachte ich mir, wow, der hat mich doch beeinflusst, einige Lieder, konnte ich dann damals mit der Gitarre noch begleitet hat, haben wir gesungen. Mein Freund,
51:24
ein bisschen kürzer, ich habe ein schönes Lied, ähm ähm wo es über Männlichkeit geht und zwar das Lied Männer von Lost Boy Lino. Das würde ich gerne ähm hat mich äh ist ein neues Lied, hat mich äh die letzten Tage sehr gut durch die Tage gebracht.
51:38
Also ich habe ein Lied, in dem es darum geht, dass dass diejenigen, die die Macht haben in dieser Welt, ja und äh also,
51:45
ähm jetzt seien sie aufm Thron oder Präsident, ne, Politiker oder was auch immer oder Politiker im Innen, genau. Präsidentinnen, genau. Also die Personen.
51:59
Ist schön, mit welchem Nachteil du das machst. Äh mal äh auf die inneren Generationen hören sollen, die auch ein Recht darauf haben, also jetzt wir, äh die,
52:11
ihre Position. Also ich also hört doch mal auf die Kids und deswegen nehme ich das Lied äh Kids mit Z geschrieben von.
52:21
Super. Ja und damit gehen wir jetzt in die Pause und äh wir hören uns gleich wieder.
52:26
Music.
52:41
Zurück.
52:45
Hallo. Die beiden Jungs lachen, weil ich ähm wie soll ich sagen? Gute Laune hast.
52:54
Genau, anderthalb Tage lang an den Nervensägen wirkt sich dann doch irgendwann aus,
53:02
aber ich kann natürlich immer ein Lächeln, ich mir einen Showmaster. Und was an Nervensegen dran? Nee, ich an meinen Nerven wurde gesägt lieber Mike. Ähm aber ich kann natürlich immer ein Lächeln aufsetzen,
53:15
gut talentierter Showmaster. Hm. Wir haben jetzt unsere wiederkehrende Kategorie hier historische Vorbilder und ihre Zitate. Und ähm wer von euch möchte denn anfangen?
53:25
Ich kann gerne anfangen, fange an bitte. Fang bitte an. Werden ja grad am Anfang, da waren die werten Zuhörer, noch nicht Zuhörerinnen, noch nicht dabei, äh den Diskurs, aber historische Vorbilder
53:38
schon tot sein müssen oder nicht. Meins ist vor allen Dingen, ob sie über fünfzig sein müssen oder nicht. Fünfzig und nicht, meins ist äh mein Vorbild ist dran.
53:47
Meine ich. Also wie wie viel älter als du Mike? Halt die Schnauze. Hast dreiundfünfzig. Ähm.
53:56
Und die Frage habe ich mir wirklich vorgestellt, ob man historische Persönlichkeit tot sein muss oder nicht. Ich finde nein.
54:01
Es kann auch jemand in einem Akt, der heute passiert, trotzdem historisch werden, wo man weiß, es bleibt historisch. Nein, so. Loui Armstrong zum Beispiel, der erste Mann aufm Mond, wird der erste Mann auf dem Mond sein. Das ist historisch. Und der Mann ist.
54:16
Ich bin jetzt die Latte gerade sehr, sehr hoch. Ich bin jetzt sehr gespannt, was da kommt.
54:24
Das Zitat, das ich bringe als ein Zitat von ihr, heißt und das hat so ein bisschen auch so, also so einen persönlichen Bezug zu mir, weil ich das immer sehr gut fand.
54:35
Jedes Problem, das man bewältigt, bringt einen in der Zukunft weiter und gibt eine neue Kraft.
54:44
Hera Lindt? Nein. Ist ein Sportlerin aus den achtziger und neunziger Jahren. Es ist Steffi Graf. Du lässt uns noch nicht mal als Ratten ey. Ach, ihr versteht mich gar nicht richtig. Nee, ich verstehe. Steffi Graf. Hm.
54:58
Auf Zeit. Gut, was hast du, Mallorca? Steffi, bin etwas irritiert, dich auch. Ich finde die einfach, also historische Persönlichkeit,
55:07
sie äh ist jemand, die hat den äh Grenzlein gewonnen, sogar in einem Jahr, das ist sozusagen ganz nett, was die vier wichtigsten Turniere in einem Jahr dreihundertsiebenundsiebzig Wochen an der Spitze des Welttennis.
55:19
Jahren einem eine Persönlichkeit geworden, wo ich sage, wow, Kid, da habe ich mal Respekt gehabt, auch,
55:29
nichts angefangen habe, auch wenn ich ähm aber du dehnst den Begriff historisch schon extrem weit aus und steckst die Faust rein, sagen wir mal so,
55:38
Nee, warum das denn? Eh historisch ist eigentlich der benötigte Figur, deren Geschichte abgeschlossen.
55:44
Steffi Graf hört wahrscheinlich unseren Podcast und wird sich darüber freuen, dass sie praktisch Geschichte ist. Grüße gehen raus. Ja, stimmt, aber das das ist es, ja. Sie,
55:52
wird nicht erzielen Tennis da. So, sie waren Tennis da. Und das wird sie nicht mehr werden. Aufgrund des Alters, aufgrund ähm das wird sie nicht mehr werden,
56:02
Sie war's, sie ist es. Jetzt kommen andere, die können sie überflügeln sonst irgendwas, aber trotzdem ist sie sozusagen diese Geschichte ist.
56:11
Tennis ist ja.
56:13
Ich merke gerade, wir verlängern die Kategorie unnötig. Und deswegen ja. Ich sehe für mich äh äh eine historisch Persönlichkeit, die sozusagen für mich auch ein Vorbild,
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Mhm. Okay. Grüße gehen raus. Hallo Steffi. Mike, was ist? Soll ich weitermachen oder mich? Machst du mal weiter? Soll ich weitermachen? Ähm
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Ich habe uns drei Zitate mitgebracht, weil ich mir nicht sicher bin, ob ihr es durch erste bin ja ein bisschen vorbereitet. Ich gehe davon aus, dass das sofort bei mir, aber Excess ist Teil meiner Natur, Langeweile ist kein eine Krankheit.
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Ach so, guck an. Ja. Finde ich eine sehr spannende Persönlichkeit. Ähm leider viel zu früh gestorben. Ähm wie so viele ähm Musiker.
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Innen, innen. Ähm und ich fand seine Extrovertiertheit und sein sein.
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Ja, also er hat sich ja mit seinem ähm Anderssein trotz dessen in der Öffentlichkeit äh versteckt, außer auf der Bühne,
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Finde ich ganz spannend und ich fand äh diese Extrovertiertheit auf der Bühne immer sehr beeindruckend,
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und als Kind fand ich seinen Umgang mit Kleidung und und mit Schminke immer sehr sehr hat mich irgendwie sehr fasziniert und er wäre wahrscheinlich heute glaube ich so glaube ich ähm,
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ähnlicher Vorkämpfer für queere Rechte wie Helden John beispielsweise. Ähm und ich finde ähm.
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Sehr schade, dass er so früh gestorben ist, weil ich gerne ähm auch in der Zeit, wo ich dann mehr mitbekommen habe von Musik und ähm so was ähm gerne ihn auch.
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Bisschen näher kennengelernt hätte dann.
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Oberlippen war toll. Soweit man das kann und äh deshalb finde ich's sehr schade, dass er gestorben ist. Wollt ihr noch die anderen beiden Zitate von ihm haben? Das an. Das Zweite ist ein bisschen länger.
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Du kannst alles auf der Welt besitzen und trotzdem der einsamste Mensch sein. Und das ist die bitterste Art von Einsamkeit. Der Erfolg hat mir weltweite Verehrung und Millionen Pfund gebracht.
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Aber er verunmöglicht es unmögliche es mir das zu haben, was wir alle brauchen, eine liebevolle, anhaltende Beziehung. Oh.
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Traurig. Und das letzte ähm das lese ich erst auf Englisch vor.
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Mhm. Finde ich einen sehr schönen Satz. Ähm passt auch zu mir. Passt, äh,
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fast zu Freddy Mercury auf jeden Fall. Ähm und deshalb ist er meine historische, mein historisches Vorbild dieses Mal. Mhm. Äh ein wirklich ähm ja, beeindruckender Musiker. Ich finde.
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Ja. Was hast du uns da mitgebracht, lieber Mann? Also ich habe nur ein Zitat dabei, aber ich gehe fest davon aus, dass ihr nach diesem Zitat sofort wisst, welche Person das ist, da ist er.
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Nach dem Zitat sofort wissen, wer das ist.
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Ähm so, das Zitat heißt, lass deine Zunge nicht eine Fahne sein, die im Wind eines jeden Gerüchtes zu flattern beginnt.
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Also wässert weniger.
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Ich wiederhole es nochmal. Lass deine Zunge nicht eine Fahne sein, die im Wind eines Segengeruchs zu flattern beginnt. Also du bist es auf jeden Fall schon mal nicht. Das kann man, glaube ich, zusammenfassen. Ähm.
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Die Person lebt auch nicht mehr. Nein. Dann ist es Greta Gabor. Gabor? Nein, es aber Greta.
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Definitiv nicht und auch wie sie wirklich heißt. Und es äh ist ein bisschen früher.
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Die den blauen Engel gesungen hat,
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Ach so, äh, ähm, äh, Sascha, ne, wie? Es ist deutlich früher, sagen wir mal so. Er ist leider eher eure Zeit. Mhm. Keine Ahnung. Lern da.
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Nee, es ist ein Mann. Ah und es ist auch keine Person, die jemals in einem Film mitgespielt war. Ah. Ja und ähm die geh mal so ein paar die Jahrtausende zurück.
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Jahrtausende, so viertausendsiebenhundert Jahre. Nein. Alles tot oder? Nein. Das ist gar nicht mal so alt. Ja, sagt der Name. Äh Immo-Tab.
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So ist es sehr spannende Figur.
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Also du nimmst historisch wirklich sehr wörtlich. Also das sind so die Gegensätze voneinander. Einerseits Mike und äh der viertausendsiebenhundert Jahre zurückgeht
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Und Wolfgang, der eine lebende Person nimmt. Da sind so die die Grenzen bei uns. Fünfzig Jahre alt ist, genau.
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Genau richtige Genie,
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und war auch für den Bau der ersten Stufenpyramiden zuständig.
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Wurde später als Gott finden. Ähm.
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Und er ist ein Vorbild, weil er damals Sklaven hatte oder ähm der hatte kein Navi. Die Pyramiden gebaut haben oder wie so es gab da keine Sklaven, dass du dich danach sehnst, Mike, Sklaven zu haben. Ne, ich ich mag ja viele Titel und er hatte beispielsweise ähm
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den Titel Siegel bewahre des Königs von Unterägypten.
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Und den liest er gerade alles und den Titel, der den Großen schaut.
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Und das hat besonders bewegt. Ja und das Spannende an ihm ist, er wurde ja später vergöttert. Also er war ja nachher so ein Heilgott.
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Ein Heil Gott. Für Gott Heil. Ja. Ach.
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Naja konnte dann nicht mehr, der war tot. Ja, so er wurde halt angebetet für Heilung. Und der eigentliche ähm Immo-Tab-Kult kam eigentlich erst in der Zeit der Tolle mehr.
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Das war über zweitausend Jahre nach seinem Tod, um das historisch einzuordnen. Ja. Ähm und ähm also der ist überhaupt toleo als der Erste.
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Und das interessiert überhaupt kein Schwein. Es war ein Generalunter.
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Auf jeden Fall ähm.
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Also dass man über zweitausend Jahre nach seinem Ableben nochmal so ein richtig durchstartet ja? Das heißt es ist nie zu spät für die katholische Kirche.
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Was? Ja, Jesus Christus ist auch verz,
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Das heißt, Steffi, du schaffst es. Wir drücken nie zu spät, dass das mal noch so richtig durchstarten kann und wir hoffen jetzt richtig auf Steffi. Steffi sind bei dir. Genau. Und drücken die Daumen. Genau. Toi, toi, toi. Genau und weniger lästern.
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Ja. Passform zu dir. Genau, was habt ihr denn noch für Lieder?
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Ich habe ähm passend zum Queen. Ah schön. Für die Playlist. Schön. Und du hast irgendwas mit Tennis oder was? Nö. Ich habe wieder eine Ballade von.
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Also was es hier, was ist schlimmer? Zimmer oder das?
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Der Nino ist schlimm, dass das von Wolfgang kommt, sondern dass das in Bezug auf Steffi Graf ist.
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Schaffst du's noch, um dir noch ein Lied, nämlich äh von den Ärzten? Gehen wir in Ägypter,
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Oh wow. Ja und damit beenden wir das Ganze hier.
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Vielen Dank fürs Zuhören. Ja, vielen Dank. Und ähm hoffentlich äh bis nächstes Mal.
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Music.