digi hoch 3

Wir reden mit Angehörigen der TH Köln über Digitalisierung & Digitalität in der Lehre

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episode 9: Freie Software im akademischen Kontext [transcript]


In dieser leicht technikangehauchten Folge geht es um Sinn und Unsinn von freier bzw. offener Software im Bildungs- und Forschungsbetrieb. Dazu habe ich mir als Gäste Johanna May, Tobias Krawutschke, Rabea Müller und Konrad Förstner eingeladen, die selbst in unterschiedlicher Ausprägung mit freier Software im akademischen Umfeld unterwegs sind.

Zur Sprache kommen unsere diversen (GNUlinux-)Betriebssysteme, wir philosophieren über die Bedeutung von Freier Software für die Forschung und Bildung und geben uns auch noch Tipps für den Umgang mit E-Mails.

Zu dieser Folge gibt es auch ein automatisch erstelltes Transkript, das nur einmal grob gegengelesen und korrigiert wurde. Daher sind ziemlich wahrscheinlich noch eine Reihe von Fehlern im Transkript. Es gilt das in der Sendung aufgezeichnete gesprochene Wort. Das Transkript liegt in folgenden Formaten vor: HTML, WEBVTT.

Notizen (Shownotes)

Johanna May (TH Köln: Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik)  — TH Köln: Institut für Elektrische Energietechnik (IET) — Cologne Institute for Renewable Energy — Projekt OER4EE: Technologien für die Energiewende — OER-CONTENT.NRW — Jupyter Notebooks — Gallery of Jupyter Books — Python — Tobias Krawutschke (TH Köln: Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik)  — TH Köln: Institut für Nachrichtentechnik (INT) — Rabea Müller — ZB MED — Carpentry-Workshops am ZB Med — Kornrad Förstner (Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften)  — Institut für Informationswissenschaft — Git — Unix Shell — SQL — Open Suse — GNOME — GTK — Ubuntu — Gentoo — Compiler / Kompilieren — Arch Linux — NixOS — Scientific Linux — Server — X Server — Cygwin — Fedora — Debian — CERN — Windows-Subsystem für Linux — Terminal — Steve Ballmer — Linux ist für Steve Ballmer kein Krebsgeschwür mehr — elementary OS — Pop!_OS — DistroWatch — OpenBSD — Raspberry Pi — Ubuntu Server — Open Suse Leap — Linux (Kernel) — Compiler / Kompilieren — Anaconda — Candy Crush Saga — Multi-Boot-System — Tim Berners-Lee — Fenstermanager — WYSIWYG (What You See Is What You Get) — WYSINWYW, what you see is not what you want, — Konsole / Kommandozeil — Shortcuts / Tastenkombination — vi — Emacs — VHDL: Very High Speed Integrated Circuit Hardware Description Language — ls — cd — Embedded Linux — Serielle Schnittstelle — Linux auf Nintendo Switch — make — Souce Code — ASCII — Millennials — Generation Z — KDEnlive: Nicht-Linearer Video Editor — Videobearbeitung unter Linux — GNU/Linux als Möglichkeit für die medienpädagogische Soziale Arbeit (Christian) — Blog zu StoMoX (Christian) — git bash — MS DOS — Stockholm-Syndrom — Windows 7 — Windows 10 — Ribbon — LiMux — Public Money, Public Code — Stadt München setzt auf Open-Source-Lösungen — Guess Who Contributed the Most to Linux Kernel 5.10 Development? — Bluescreen (Windows) — .NET Framework — C# — Ein Fisch schaut in die Röhre — IgNobel Prize in Neuroscience: The dead salmon study — Wenn sich die Genforschung der Logik von Excel unterwirft — Von Excel in Datumsangaben umgewandelt: Dutzende Gene umbenannt — Growth in a Time of Debt — The error that could subvert George Osborne's austerity programme — TeXstudio — Free as in Freedom: Richard Stallman's Crusade for Free Software: For Want of a Printer — Secure Boot /wiki/Unified_Extensible_Firmware_Interface#Secure_Boot — LibreOffice — Apache OpenOffice — FreeOffice — Oberon — Unix — Deklarative Programmierung — configuration.nix — Ansible — Konfigurationsdatei — Kryptographische Hashfunktion — Telnet — Pine — AOL — i3 — Emacs: org-mode — EXWM: Emacs X Window Manager — Kanban — org-kanban — Kanban with emacs' org-mode — Plain text — Unix-Philosophie — Empowerment — Patch — Treiber (Microsoft Outlook <https://de.wikipedia.org/wiki/Microsoft_Outlook - Outlook on the web -)  — Mozilla Thunderbird — Pegasus Mail — Mbox — mu — notmuch — Notmuch Emacs Interface — mu4e — Webinterface — Kommunikationsprotokoll — Internet Message Access Protocol (IMAP) — Use plaintext email — w3m — Email-Header — What Everyone Is Wrong About Achieving Inbox Zero — Sciebo — Matlab — GitLab — Offene Wissenschaft — OpenLCA — Nullius in verba — Royal Society — Gute wissenschaftliche Praxis — Faire Pflastersteine in Berlin — VS Cod — Open Educational Resources — Open Access — Projekt OER4EE: Technologien für die Energiewende — OER4EE: Systemtechnik für Energieeffizienz (Johanna) — ORCA.nrw — FDM — Camtasia — OBS — GNU/Linux-Namensstreit — Tux (Maskottchen) — GCompris — TuxPaint — Tux4Kids.


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 2021-06-14  1h57m
 
 
00:05  Christian
Willkommen zu "digi hoch drei: zugehört, abgeschaut, weitergedacht", dem Podcast aus dem Zentrum für Lehrentwicklung zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre und heute eben auch zum Einsatz im Forschungsbereich.
00:17
Mein Name ist Christian-Maximilian Steier und ich habe weitere Gäst*innen hinzugeladen. Ich fange mal einfach der Reihe nach an, wie ich sie mir aufgeschrieben habe. Ich habe einmal Konrad Förstner dabei.
00:27
Einmal Rabea Müller.
00:28  Rabea
Hallo.
00:30  Christian
Einmal den Tobias Krawutschke und Johanna May.
00:35
Und wie das bei uns Tradition ist, bitte ich die Gäste, sich einmal kurz selber vorzustellen und die entscheiden dann in welcher Dimension sie auch was zu sich sagen möchten.
00:43
Ich fange jetzt mal hinten rum an.
00:45
Einfach so schöner ist, wenn ich einfach von hinten wieder die Reihe aufrolle. Das heißt, Johanna, ich würde dich mal kurz bitten, dich mal ganz kurz vorzustellen.
00:50  Johanna
Ja, mein Name ist Johanna May, ich bin Professorin an der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik und stand an einem Institut für elektrische Energietechnik angesiedelt
01:01
Und dann bin ich auch noch Fakultätsübergreifend bei diesem Cologne Institute for Renewable Energy für aktiv und.
01:09
Ja, was mache ich? Ich mache mit Open Source zum Beispiel in diesem Projekt OER-CONTENT.NRW. Da haben wir OER4EE eingeworben und da mache ich mit Jupiter Notebooks was für meine Masterstudierende, dass die Energiedaten
01:23
analysieren können mit Phyton, was ja Open Source ist und den Vorteil hat, dass ich nicht rummachen muss mit Matlab-Lizenzen.
01:29  Christian
Sehr schön, vielen Dank. Dann habe ich gerade den Tobias.
01:35  Tobias
Ja, ich bin am Tobias Krawutschke, Professor am Institut für Nachrichtentechnik, selbe Fakultät wie Johanna und jetzt auch erst seit letzten Herbst berufen.
01:46
War vorher schon hier als Lehrbeauftragter schon Lehrer gemacht, auch die Vorlesungen, die ich jetzt mache und.
01:55
Nutze da auch Open Source im Grundlagenfach Digitaltechnik gibt es ein Linux-System als virtuelle Maschine, wo dann auch Open Source Tools eingesetzt werden.
02:07  Christian
Jetzt währest du an der Reihe.
02:10  Rabea
Genau, also mein Name ist Rabea Müller, ich arbeite bei ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften im Programmbereich Data Science and Services als Data Librarian.
02:23
Ich weiß gar nicht, ob ich mehr teache oder mehr nutze. Auf jeden Fall haben wir die Carpentry-Workshops, das ist jetzt
02:32
gar nicht so viel sagen, aber dort lehren wir Programmierfähigkeiten im Einsteigerformat und dort eben auch vor allem Open Software, wie zum Beispiel Python oder Git.
02:45  Christian
Super, vielen Dank. Gut, dann haben wir noch zum Schluss einen Gast ja schon mal Gast bei uns war, der heute ein zweites Mal eine Folge begleitet. Ich freue mich, dass du da bist. Konrad, stellst du dich auch noch mal kurz vor?
02:54  Konrad
Ja, du kriegst mich jetzt glaube ich leider nicht mehr los, befürchte ich, ne.
02:58
Ja hallo, mein Name ist Konrad Förstner. Ich bin Professor an der Fakultät 3, also Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaft,
03:05
am Institut für Informationswissenschaft, gleichzeitig bin ich aber auch wie Rabea bei ZB MED
03:12
Informationszentrum Lebenswissenschaften, auch in dem gleichen Programmbereich, wie das bei uns so schön heißt: Data Science and Services
03:18
Ja und ich überlege gerade, eigentlich nutze ich nur Open Source Software, wenn ich das so vielleicht so abstrahieren kann. Klar, man weiß nicht, was da sonst noch irgendwo läuft manchmal, aber zumindest bei den eigenen Sachen, das heißt in der Forschung
03:29
Das ist so eine Mischung aus Informationswissenschaften und Bioinformatik und auch in der Lehre, das war das schon meinte, setzen wir eigentlich,
03:38
radikal offene Software ein und,
03:43
Ich versuche das auch, um allgemein Wissenschaftsbetrieb unterzukriegen, das heißt so Open Science ist eins meiner Steckenpferde würde ich mal sagen und da gehört Open Source natürlich auch mit dazu.
03:52  Christian
Super. Jetzt habt ihr alle schon verraten, weil ich hatte es bei meiner kurzen Intro nämlich gar nicht erzählt, dass heute das Thema eben freie Software, Open Source sein soll
04:00
und das im akademischen Kontext, also bezogen auf die Bildung und eben auch auf die Forschung. Aber ich fand's super, dass ihr es so eingestreut habt. Das heißt, alle Zuhörer, die den Titel nicht gelesen haben zu der Podcast-Folge wissen jetzt schon worum's gehen wird
04:11
Ich möchte noch ganz kurz den Bezug klarmachen, weil,
04:16
Vielleicht nicht ganz klar ist, wo Rebea gerade herkommt, also wie wie kommt es, dass wir Rabea in der Runde haben? Vielleicht kann Konrad das auch kurz erklären?
04:24  Konrad
Genau. Ja, das ist relativ einfach. Zum Einen muss man sagen, es ist gar nicht so lange her, dass Rabea auch eine Studierende an
04:32
an der TH Köln war, aber Rabea unterstützt mich sehr
04:37
durch eben unser Trainingsprogramm, das heißt, diese Carpentries, da gehen wir vielleicht später ein bisschen näher rein, das heißt, da lernen Leute grundlegende Python-Kenntnisse, Git, Unix Shell, SQL, Wiki Data und noch viele andere Nettigkeiten,
04:48
und da ist Rabea nicht dies reibende Kraft dahinter, Rabea muss man sagen, ist sogar in diesen Carpentries
04:54
jetzt sagen wir es halt doch mal so eine Organisation, die die innerhalb der Wissenschaften, aber auch sagen wir mal so den Informationszentren Berufen wie Bibliothekaren und derartigen Jobs,
05:06
dass die Organisation und Rabea ist für ganz,
05:10
für die Dachregion sogar die der Regional Koordinator wie das da so schön heißt also organisiert da Workshops, koordiniert das Ganze,
05:17
Warum erzähle ich das eigentlich Rabea? Ja gut, aber okay, ich beweihräuchere dich jetzt sozusagen.
05:21  Rabea
Fühle mich sehr geehrt mit dieser Spezialbehandlung.
05:25  Konrad
Genau und das ist auf jeden Fall ein Grund sie dabei zu haben, weil sie auch diese besonders diese Lehrperspektive damit einbringen kann.
05:31  Christian
Genau und das war eben auch die Brücke, dass wir sagen, also der Podcast digi hoch 3 aus dem Zentrum für Lernentwicklung hat ja so ein bisschen die Idee, dass wir die
05:39
Also dass wir sozusagen aus der technischen Hochschule Köln und eben
05:42
Gäste, Anverwandte, Freunde und Bekannte, die irgendwie mit dem Forschungsglocke der TH Köln zu tun haben und ich finde, Rabea passt halt super rein, weil sie einerseits bei uns ja auch mal studiert hat und zweitens im Dunstkreis des Forschungs-Netzwerks auch noch stark unterwegs ist und wie wir jetzt gehört haben sogar ziemlich zentral und eine wichtige Position inne hat und auch eine Instanz.
06:01
Zu sein scheint. Um das jetzt nochmal abzuholen.
06:04  Konrad
Ohne jede Frage.
06:05  Christian
Genau. Gleich machen wir mal eine ganz kurze Runde und fragen mal kurz ab, unter welchem Betriebssystemeda unterwegs ist, damit wir das mal für die Zuhörer klar haben. Ich fange.
06:14
Ganz hinten bei Johanna an. Ich mache mir erst die Frauen diesmal beide. Johanna.
06:19  Johanna
Ich habe.
06:22
Ich arbeite hauptsächlich unter Linux. Ich habe noch zu Hause einen Windows-Rechner stehen, den ich immer anmache, wenn ich irgendwelche Sachen
06:30
brauche, die in Powerpoint genauso aussehen sollen, wie der Kollege sie auch schon hat oder der, wenn das die Wordformulare Verwaltung sind.
06:41
LibreOffice dann doch mal zerschießt, aber ansonsten arbeite ich eigentlich unter Linux, bin da sehr zufrieden.
06:46  Christian
Welche Distribution?
06:48  Johanna
Open Suse.
06:49  Christian
Open Suse. Oh schön, das alte Urgestein sozusagen.
06:53
Ja für alle Zuhörer und Zuhörerinnen, die das nicht kennen. Es gibt nicht das eine Linux, sondern es gibt viele verschiedene Variationen und Linux ist halt ein sehr schön freies gewachsenes System, wo es verschiedene Oberflächen gibt,
07:04
Also nicht jedes Linux sieht gleich aus. Da gibt's verschiedene Geschmacksrichtungen und Vor- und Nachteile in der Bedienbarkeit sozusagen, je nachdem, wofür man's braucht und Open Suse ist eine Variante. Und welcher Desktop?
07:14  Johanna
Gnome. Schon im Studium habe ich mich mit Gnome angefreundet und seitdem habe ich Gnome am liebsten.
07:20  Christian
Ich sag mal was, was wahrscheinlich heutzutage sehr umstritten ist. Es ist
07:23
GTK-lastige Oberfläche, die, man hat früher mal gesagt, sehr apple-ähnlich aussieht. Also MacOS. Heute stimmt das so nicht mehr, würde ich sagen, aber es war mal so eine Zeit lang.
07:33
Also es war das nicht so, wie Windows sich aufgestellt hat, sondern es hatte einfach ein bisschen mehr diese minimalistische Richtung von Apple.
07:40  Rabea
Ja, also ich habe mehrere Systeme. Kann man jetzt sehen, wie man will. Ob ich mich nicht entscheiden kann
07:46
finde immer, jedes System hat so seine Vorteile hauptsächlich tatsächlich Windows 10
07:55
Und ansonsten noch Ubuntu
07:58
Und neuerdings auch noch, also auch Linux noch für die Zuhörer*innen und eine weitere Distro, was gerade so die Spielwiese ist, mit der mich Konrad angesteckt hat ist NixOS.
08:10  Christian
Ach, echt. Ja, wunderbar, da kommen wir auch später nochmal.
08:13
Jetzt mit Archlinux oder so gedacht, aber NixOSwas ist auch schön. Oder Gentoo, alles schön durchkompilieren. Okay, das ist jetzt so Nerdwissen. Konrad, wo bist du denn da?
08:23  Konrad
Ja, also Rabea hat's ja schon verraten, also ich bin gerade unter NixOS unterwegs,
08:29
und das ist auch erst seit ein paar Monaten. Vor war ich tatsächlich auf Arch unterwegs also.
08:35
Ja
08:36
also ich denke, dass nichts ist, da schon einiges an coolen Features bringt und wirklich auch im Vergleich zu anderen Distros einfach Innovationen reinbringt. Das finde ich einfach sehr cool daran und das ist dieses Reproduzierbare, ne, auch wieder offene Wissenschaft und so, dass es da eigentlich ganz cool umgesetzt.
08:51
Aber er hat auch eine steile Lernkurve und sehr schlechte Dokumentation.
08:54  Christian
So und da ich jetzt Tobias übersprungen habe, darf Tobias den goldenen Abschluss bieten in der in der vierer Runde.
08:59  Tobias
ja ich benutze jetzt auch Windows 10 gerade und meistens auch als System mit der grafischen Oberfläche, habe aber ein.
09:09
Linux-Server, auf dem dann halt all die anderen Tools laufen, die ich halt gerne benutze. Und benutze die meist mit der Remote oder per X-Server
09:19
dann habe ich sozusagen auf meinem Rechner hier alles von beiden Systemen, so wie Rabea, das vielleicht auch macht, habe ich das beste oder was mir gerade gefällt, also ich lasse dann hier auf dem Windows meisten Cycwin X laufen, damit ich den X-Server habe.
09:33
Hole ich mir die entsprechenden. Von dem Server und den habe ich noch sozusagen als noch oder lange gepflegt und auch immer,
09:41
updated ein das ist auf Fedora basiert das und,
09:48
benutze ich auch gerne, weil es also wirklich auch leicht zu bedienen ist. Man muss sich da jetzt auch mit Paketinstallationen, Updates und sowas. Also jedenfalls muss man ja heute ja gar nicht mehr, aber früher war's schon dann halt vom CERN-Rechenzentrum alles wunderbar vorbereitet, wo man das,
10:03
benutzen konnte, ne.
10:05  Christian
Das stimmt. Beim Server, womit bist du da unterwegs, Debian?
10:08  Tobias
Genau das ist dieser ne?
10:11  Christian
Dein Server basiert auf. Ich kenne nur die die Desktop-Variante, dass ich schon die ganzen Formelzeichen für uns erlebt habe und so weiter, aber du hast es als als Servervariante ach so.
10:20
Wunderbar. Ah schön und Zeit wingen, um das nochmal zu starten, um das nochmal in Cygwing/X ist das, glaube ich, dann ist, um nochmal zu sagen, das ist eine Möglichkeit, den virtuell, also die Umgebung virtuell sich den das Betriebssystem sozusagen bei sich reinzuholen. Also das was.
10:33  Tobias
Ja genau.
10:34  Christian
Oder erklär du nochmal genau, was ist, weil ich arbeite damit nicht so viel.
10:37  Tobias
Das ist also mit Windows 10 gibt es ja jetzt, ich weiß gar nicht mehr, wie es heißt, gibt es ja so eine Art Linux-Erweiterung auch oder eine eine und,
10:45
wer vorher sozusagen unter unter Windows die Linux Erfahrung oder so eine Schellerfahrung haben wollte, der könne sich dieses installieren und,
10:54
ja, das öffnet sich halt mit dem Terminal-Fenster und dann kann man halt anfangen,
11:00
ja Programme zu starten, gleichzeitig gibt's natürlich noch einen X-Server, was dafür da um halt grafische.
11:07
Programme darzustellen und dann kann man halt auf seinem Bindungsrechner entweder lokal ein.
11:14
Programm starten, was grafisch benutzt wird oder halt auf einem entfernten Rechner, wo dann halt wurde. Das Fenster auf dem lokalen Desktop angezeigt.
11:22  Christian
Alles super. Ja, da hat sich Windows auch ein bisschen ein bisschen entwickelt, muss man ja mal sagen. Also seitdem Steve Ballmer weg ist, das Krebsgeschwür sozusagen nicht mehr so,
11:32
so präsent ist, geht's auch besser. Ich muss auch noch mal vielleicht auch kurz sagen, also ich bin selbst im Moment berufsbedingt unter Apple MaOS unterwegs und arbeite privat ziemlich lange mit Linux. Ich habe.
11:45
Verschiedenen großen Linux-Betriebssysteme durch, also bei Debian angefangen mit Gentoo eingestiegen, was eigentlich schlimm war
11:55
Aber ich habe sie eine sehr steile Lernkurve gehabt und fand danach alle Systeme nur noch als Erleichterung, die danach kam, wo ich dachte so, ah, es geht doch einfacher. Nicht nochmal alles bauen müssen.
12:04
Und bin mittlerweile bei elementary OS privat, das ist ubuntubasiert, das versucht tatsächlich Apple so ein bisschen nachzubauen und habe jetzt PopoOS für mich entdeckt, das ist so ein bisschen für die Multimedia-Ecke.
12:18
Für die Medienpädagogik ganz gut, wo ich ja auch mal so ein bisschen unterwegs bin. Das sind meine privaten Favoriten im Moment.
12:25
Aber das wechselt sich im Laufe der Zeit. Also ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber ich habe, also ich kriege auch alle paar Jahre immer den Hieper, dass ich mein neues Betriebssystem, also eine neue Distro ausprobieren muss, warum auch immer.
12:34  Konrad
In der Tat, da kommt das kleine Teufelchen, setzt sich auf die Schulter und flüstert ins Ohr
12:38
Schönes Betriebssystem hast du, aber du wolltest doch immer noch mal das hier testen. Mittlerweile, also jetzt nachdem ich jetzt nichts zuerst drauf getan habe, ist das Teufelchen erstmal weg, aber ich habe auch, wie du erstmal mit,
12:47
der bin angefangen und weiß auch noch stundenlang irgendwie und solche Späße. Ich habe sogar mehrere Jahre habe ich OpenBSD genutz,
12:54
aufm Laptop. Ja, irgendwann habe ich auch gesagt, jetzt muss ich produktiv werden.
12:59  Christian
das hat bei mir übrigens auch aufgehört, seitdem ich ein Raspberry Pi habe, weil ich das sozusagen das Nerdige alles jetzt auf den verlagert habe und dadurch mein Desktop mehr in Ruhe lasse. Dass es das hilft. Also so Tobias, ich fliege ja auch noch in Server privat und so, also dass das wo auch der wie dann läuft
13:13
ich zwischendrin auch
13:14
ein paar Mal überlegt habe, ob ich da irgendwie ein anderes Betriebssystem laufen will, was ich aber immer Gott sei Dank nie gemacht habe, weil Server nicht unter debianbasierten Systemen ist wirklich schlimm, glaube ich. Also da hat man keine Freude.
13:24
Braucht man schon die Stabilität.
13:26  Konrad
Also wir nutzen bei uns auch tatsächlich Ubuntu-Server auf unseren Maschinennetz, macht allerdings unsere IT dann. Also für die, für die großen Kalkulationen nutzen wir da hm dann ein bisschen mehr Rechenleistung und da ist dann entsprechend auch der Ubuntu
13:41
am Laufen.
13:42  Christian
Eigentlich irgendjemand eine Runde, der bei dem Gespräch jetzt schon nicht mehr folgen kann oder sind wir alle auf der selben Höhe? Das ist schon sehr nerdi, was wir hier gerade von uns geben.
13:49  Johanna
Ich muss sagen, ich habe nicht so die Lust, jetzt mal zu gucken, ob Debian noch besser wäre als Open Suse oder ob,
13:58
was auch immer. Also da muss ich echt sagen, ne? Aber ich weiß jetzt, ich bin bei Open Suse lieb, fünf10 zwei und da kommt ab Juni fünf10 drei raus und Open Suse ist also leap ist relativ konservativ mit den Phyton Versionen. So und
14:13
ich merke jetzt halt, ich komme da an Grenzen, weil ich will eigentlich Sachen machen, die die neueren Bibliotheken können, aber ich habe jetzt auch keine Lust
14:19
da irgendwelche experimentellen Sachen zu installieren, wo ich dann Angst habe, dass mir irgendwas anderes nicht mehr äh
14:26
und da hoffe ich auf dann die Neue und dann wird's wahrscheinlich mir auch in den Fingern jucken, aber das ist nicht so sehr, weil ich so, also ich habe noch nie einen Kernel kompiliert
14:35
Und hab da auch keine also das hat mich noch nie in den Fingern gejuckt.
14:41  Konrad
Brauchst du auch nicht heutzutage, aber da haben wir vielleicht sogar mal eine Empfehlung, was wir bei unseren Carpentries-Workshops den Leuten empfehlen ist Anaconda. Das ist so eine Distribution von Python und da ist das eigentlich.
14:53
Ganz solide dabei und da musste dann so Gesamtsystem, wenn ich dann zerschießen.
14:55  Johanna
Ja, aber wenn ich das auf habe, dann muss ich mich auch, das habe ich noch nicht. Ich habe,
15:00
ja gesagt, ist ja eigentlich cool. Ich kann ja Python auch nutzen und ich benutze Anaconda, sage ich meinen Studenten immer, das sollen die benutzen.
15:07
Aber ich benutze auch ich komme eigentlich gut klar mit den Bibliotheken, die drauf sind und mit dem System, was drauf ist, ich habe bisher noch nicht so gesehen, ich brauche dass ich unbedingt anaconda bräuchte und ich wüsste nicht, ob da nicht Konflikte entstehen, da.
15:22
Habe ich noch nicht rausgefunden.
15:23  Christian
Ganz kurz, warte mal kurz, aber ich finde, wir haben jetzt gerade eine schöne Kurve geschafft. Johanna, warum nutzt du denn überhaupt Linux? Also jetzt tatsächlich, weil du darauf programmierst, was war der Einstieg für dich in.
15:30  Johanna
Das war schon im Studium und das war natürlich, also wenn man Elektrotechnik studiert und dann so gewisse Mitstudenten hat, die sagen, Windows ist
15:40
na ja ich sag jetzt das Wort nicht was die dann gesagt haben und
15:46
wenn man auch selber im PC Pool, ich weiß noch, das war die Zeiten, wo wir Praktikumsprotokolle, dann im PC geschrieben haben und seitdem ist dieses Steuerung S bei mir in dem Muskelgedächtnis drin, weil
15:58
dass alle naselang abgestürzt ist, also wirklich alle fünf Zeilen, spätestens ist das Wort abgestürzt. Und.
16:05
Das sind so so Erlebnisse, wo man dann an verschiedenen Stellen verzweifelt und dann zieht man, oh, Linux und dann habe ich mir damals noch diese
16:14
Suse Versionen gekauft, Studentenversion gab's da ja auch und es waren so dicke Pakete, weil mit so einem dicken Benutzerhandbuch und ich weiß nicht, was,
16:23
Und das war irgendwie und damit kam ich echt gut klar. Also ich hatte dann
16:27
Das erste Mal hatte ich dann einen Windows wie, ich hatte zum Beispiel auch keine Virenprobleme, also das erste Mal ein Windows Virus dann, als ich in eine neue WG umgezogen bin, wo es WLAN gab und ich hatte so einen Rechner, der
16:38
konnte das noch nicht gut mit dem WLAN musste ich erst das Windows starten und zack habe ich mir den geholt.
16:45
Aber war nicht schlimm, weil auf der Windows Patition war eh nichts drauf. Also damals war das noch so, ja.
16:52  Christian
Wie lange ist das her?
16:54  Johanna
Das war 2004.
16:58
2003, 2004, sowas. Ja, da war das mit dem Virus, aber ich habe davor schon zweitausendzwei oder so, schon mal mit Linux dann sicher schon länger gearbeitet, genau.
17:09  Christian
Und seitdem nie wieder gedacht, ich möchte wieder zurück oder so.
17:12  Johanna
Ich habe da einen beruflicher, ich habe in der Industrie gearbeitet und da
17:16
war ganz klar Windows gesetzt und dann habe ich also mit Windows gearbeitet, das war auch nicht die Frage. Da bin ich auch privat dann eine relativ lange Zeit dann wieder mit Windows gearbeitet, weil dann,
17:28
ja das hat dann aus aus verschiedenen Gründen irgendwie Sinn gemacht
17:33
Weil ich habe da auch in der Industrie promoviert, musste auch mit meinem privaten Rechner manche Sachen bearbeiten und das war dann irgendwie gut, wenn man da ähnliche Systeme hatte und nicht irgendwie, dass einer auf Linux, das andere auch benutzt,
17:43
lief
17:44
und dann war ich lange in der Industrie bis ja und dann als an der Hochschule habe ich auch erstmal Windows drauf gehabt, da war das aber der Rechner, den hat mir dann jemand
17:56
An der Hochschule noch schnell bestellt, damit ich direkt arbeitsfähig bin. Da war dann aber irgendwie noch kein so ein Hochschuldesktop drauf. Warum weiß ich jetzt nicht mehr, jedenfalls war dann bei jeder bei jedem Update wieder das Candy Crush Saga drauf.
18:09
Und ich musste das wieder runterschmeißen, also nicht nur das Update hat Zeit gekostet, sondern auch solche
18:14
solche Späße und das dieser ist zumindest in dieser Variante der Installation immer wieder abgestürzt, so dass ich damit auch nicht sinnvoll arbeiten konnte und ich habe dann
18:25
ja mein Lebensgefährte hat auch Linux und macht es auch gerne so und dann
18:32
habe ich gesagt, ah, können wir vielleicht doch mal wieder probieren und so und genau. Und dann hat das relativ schnell ging das dann, dass ich auch kein Dualboot mehr habe, weil es auch Probleme heutzutage macht,
18:46
sondern ja nur noch Linux drauf.
18:49  Christian
Ich habe beim Dualboot ist ja immer die Gefahr, dass man sich, dass man sich zu schnell immer für das falsche Betriebssystem entscheidet. Also es gibt halt
18:55
Früher weiß ich noch Mitte der 90er Jahren habe ich auch angefangen mit Linux, also da war ich sehr, sehr jung, also eine tatsächlich noch in meiner Schulzeit,
19:02
bin ich da reingekommen und bin so das Kind, was so richtig so reingewachsen ist. Ich kenne Telefone noch, habe das Internet noch mit,
19:07
einwählen erlebt, aber war auch sehr jung dabei sozusagen. Und habe dann immer gedacht, dieses Windows, das hat mich nie überzeugt. Und dann weiß ich aber, dass Leute, die umsteigen wollten auf Linux immer gesagt haben, ja machen wir mal Dualboot. Dann kann ich ja überlegen. Dann habe ich immer gesagt, wenn du das machst, dann entscheidest dich so oder so immer für Windows. Und das haben die Leute tatsächlich gemacht, also ich kenne wenig Leute,
19:23
über ein Dualboot, denn tatsächlich immer,
19:25
rigoros ihr Linux genutzt haben. Bei dir scheint es jetzt ein bisschen anders gewesen zu sein, wie du beschreibst, aber Bekanntkreis, weil das nie so zu sagen und die Leute haben nie wieder angefasst, ne? War das ewig veraltet, dann haben sie es einmal gestaltet, tausend Pakete, die haben sie gesagt, boah, damit kann ich nichts anfangen.
19:39
Das macht ja nur Ärger, das System, ja? Wenn man's nicht lebt, macht's auch keinen Sinn, sozusagen. Und,
19:46
heute, also aktuell zwanzig einundzwanzig zu Coronazeiten, bist du immer noch happy mit deiner Entscheidung, dich für dieses als Betriebssystem mal freie Software zu setzen?
19:57  Johanna
Ja, ja. Also, es ist natürlich,
20:01
einfach so diese Masse an, das ist aber, ich glaube, das ist einfach Mehrheit, eine Minderheitending, diese Masse an
20:08
Windows-Nutzern, die einen dann immer dazu zwingen, irgendwie von mir aus auch schlecht formatierte Dokumente trotzdem in Word weiterzubearbeiten, weil es einfach für sie sonst nicht weiter machbar ist oder so. Und die da einfach sehr beherrlich sind, das macht's immer schwierig, aber
20:24
Davon habe ich ja nicht so viele. Also wenn ich wenn das 90% meiner Zeit wäre, dann wäre ich wieder bei Windows, da hätte ich keine Lust drauf. Aber nachdem das relativ selten ist.
20:32
Ist das ist das voll in Ordnung.
20:35  Christian
Das heißt, würde sich dein, dein, dein Arbeitsinhalt anders gestalten und du mehr mit diesen proportierenden Kämpfen zu tun haben, würdest du vielleicht eher überlegen, aufgrund von der Zeit, Energieaufwendung, dich denn da eher drauf einzulassen wieder? Viel stärker.
20:47  Johanna
Genau, dann würde ich, dann würde ich gucken, wie kann ich mir meine meine Arbeitsabläufe in Windows optimieren? Ähm
20:53
Genau und das soll ja zum Beispiel noch der Hochschu-Desktop inzwischen recht gut sein, also zumindest eben, dass so was wie Candy Crush Saga nicht die ganze Zeit immer wieder installiert wird, weil man also
21:02
Entschuldigung, ich möchte nicht immer Zeit damit verbringen, mein also ich finde, das ist bei Linux viel einfacher
21:09
die Oberfläche aufgeräumt zu gestalten, so dass ich,
21:13
immer abgelenkt werde durch Haare wollen sie wirklich nein, vielleicht.
21:18  Christian
Ich sagte doch schon nein.
21:19  Johanna
Was wollte ich nochmal machen? Jetzt hab ich's vergessen.
21:23  Christian
Und das Interessante ist ja, dass man so ein so ein Windows-Desktop, das ist ja eigentlich der Linux-Welt entnommen sozusagen. Die Idee, diese diese Software oder ein Betriebssystem so über ein Netzwerk zu verbreiten, hat sich ja auch seinerzeit ganz früh schon Linux überlegt, dass man so das eingespielt bekommt
21:35
Im Grunde ließe sich das ja auch mit einer Lebenswelt eher bestellen, was wir jetzt mit Windows machen. großen Stil.
21:41  Johanna
Nee, es ist, glaube ich, also da würde ich jetzt denken, als Campus IT würde ich mich auch entscheiden, am liebsten für eins, weil man braucht ja dann auch kompetente Kollegen, die sich gegenseitig helfen können. Und wenn man zu wenig Leute, also wenn das dann,
21:55
das Wissen wird dann kleiner in Summe, weil die einen können nur das eine und die andere, also das ist.
21:59  Christian
Am Anfang ist das so. Irgendwann haben aber alle mal Windows gelernt, ne?
22:03
Und jetzt kommen wir zu dem Thema, wenn man mal ein ein Softwareebene gehen, also das Konzept, wie man mit Word arbeitet. Wir haben halt das Konzept
22:11
gelernt, wie man mit diesen Textverarbeitungsprogrammen arbeitet und,
22:13
Viele Leute können mittlerweile, weil Microsoft ja irgendwann diese Oberfläche so aufgeräumt hat, nur noch damit bedienen, weil sie nur Microsoft gelernt haben und nicht diese Kompetenz, die Medienkompetenz, das Prinzip gar nicht mehr durchblicken, sondern nur noch Software durchblicken,
22:26
Das ist ja das alte Thema dieses wo entsteht Kompetenz an der Stelle. Und ich glaube, dass das tatsächlich trainiert ist.
22:32
Ja ich finde betriebswirtschaftliches Überlegungen sind die dahinterstecken, ich will sie jetzt mal nicht bewerten, die aber oft dazu führen, dass wir einfach auch,
22:42
nicht so richtig über den Rand hinaus kommt. Das mag jetzt sinnvoll sein. Es gibt Momente, wo es definitiv sinnvoll ist, aber ich glaube, gerade im Bildungsbereich sollte man immer wieder versuchen, zumindest den Raum zu erweitern. Und das sehe ich manchmal zu wenig. Sagen wir's mal so.
22:53
Das ist mein persönliches Verständnis von freier, offener Medienwelt sozusagen. Weil wir ja auf Serverebene.
23:00
So oder so eigentlich mit freier Software unterwegs sind oder dass 90% des Internets basiert ja auf freie Software Internet, Google, Google System und so weiter die sind ja gar nicht denkbar gewesen,
23:10
ohne den Einsatz der ja seinerzeit von Tim Burners Lee gemacht wurde, der ja wiederum auf freie Software aufbaut, insofern bin ich ja total dankbar drum,
23:19
Tobias, jetzt kommen wir vielleicht auch zu dir, hat ja auch schon gesagt, dass er seinen Server auch mit seiner Scientific.
23:25
Betriebssystem vom CERN betreib,
23:29
sag mal, was was heißt das? Auf Serverebene? Also was was ist denn da der Vorteil gegenüber anderen linuxbasierten Servern?
23:34  Tobias
also ich sehe das jetzt gar nicht sozusagen, dass der Server Dienste hat, also E-Mails oder Webserver oder so, das ist, ich sehe den sozusagen mehr als.
23:44
Application-Server für die Programme, die ich dann gerne nutze oder ich benutze das, was ich um meine E-Mails abzulegen oder als Gateway.
23:55
Und das ist eigentlich auch ein ein Desktop-Rechner, der wo halt einfach nur der Desktop nie benutzt wird, ne. Dann also.
24:05  Christian
Okay, jetzt also deswegen hatte ich vorhin die Irritation. Das ist schon ein Desktop-Betriebssystem, was du aber auch im Server installierst, also ohne Monitor, ohne Maus und Tastatur oder Tastatur vielleicht noch dran.
24:15
Du holst dir das Bild von dem, also die Oberfläche über das übers Netzwerk, auf dein Windows-Computer rüber, als wenn du echt an ihm sitzen willst, hm, okay, das ist mir vorhin so ein bisschen an mir.
24:24  Tobias
Genau und dann halt auch meistens nicht das.
24:28
Desktop selber, sondern halt nur die einzelnen Fenster, ne? Das heißt, ich habe da gar nicht den, ich glaube, da läuft auch ein Gnomen drauf, ich weiß es gar nicht genau.
24:35
Aber das wird dann ja sozusagen von dem lokalen Windows Manager erledigt, ne? Also wer ne, ob das ob der Titelbalken halt blau ist und ein Kreuzchen hat oder ein Kreis oder sowas zum fließen, ne? Das ist dann sozusagen das.
24:49
Macht dann Windows auf meinem Rechner, ne. Aber wie's bei dem.
24:53
Eine Diskussion eben da eingefallen, dieser, das kennt ihr bestimmt auch diesen Unterschied zwischen Wat You Seas, what you get, ne? Das ist Team von Word,
25:01
das ist eigentlich das, was man dann sozusagen aus der freien Software oder aus Linux kennt und das war ja für mich eine
25:10
Riesenschritt bei Windows, ich glaube bei Windows acht ging das los oder so, dass ich beim Startmenü die ersten Buchstaben eintippen konnte und dann
25:19
tauchte auf, welches Programm ich starten möchte. Das kenne ich so von der Konsole. Wenn ich ein Programm starten will, tippe ich halt schnell ein
25:26
Firefox oder sowas oder"fire" Tab, ne? Der Rest wird dann ja ergänzt und das hat sich dann ja Windows irgendwann,
25:33
hat es das übernommen und für mich die die Bedienung fand ich dann wesentlich angenehmer, ne?
25:39
Statt dann halt irgendwo zu suchen, wo muss ich hinklicken oder ja.
25:45  Konrad
Sowieso diese ganze Keyboard getrieben hat, finde ich auch eigentlich das Schöne daran, dass man sich das alles, also
25:50
vielleicht kann man sich auch wo man das so hinbiegen, weiß ich gar nicht, aber tatsächlich kann man mit einem sehr Keyboard getriebenen Ansatz bei Linux einfach enorme Effizienz gewinnen. Das ist das Ding hat eine steile Lernkurve, ohne jeden Fall, auf jeden Fall, aber,
26:03
ohne jede Frage. So. Ähm
26:05
Aber das das sind einfach Konzepte, die einem dann sehr schnell helfen, Sachen zu beschleunigen, sei es die Interaktion selber, sei es Automatisierung und solche Sachen, das ist sicher eine wichtige Motivation, da reinzuste.
26:14  Johanna
Geht aber bei Windows auch eine ganze Menge. Da habe ich am im ersten Jahr meines Studiums seit ich noch so eine Maus mit so einem Ball und die war irgendwie dann so halb kaputt und dadurch habe ich aus Versehen ziemlich viele Shortcuts und
26:27
das ist nur ein Windows, also nicht so, dass man da so,
26:34
Ja, ich weiß auch nicht. Ich habe ich auch ein bisschen gelernt, dadurch, dass wir Unix hatten in der in der in Informatik, in dem in dem Grundlagenfach und da gab's ein und dadurch musste ich mal mit dem VI, ich weiß immer noch doppelt Punkt Q komme ich wieder raus.
26:49
Solche Sachen, das das muss einem aber auch mal jemand sagen, wie soll man denn da selber rum.
26:53  Christian
Oh ja,
26:54
Ich bin ja in jungen Jahren eingestiegen und als ich einmal im VI mich verlaufen habe, ich habe gesagt, wie komme ich denn aus diesem blöden Programm hier raus? Ich hab's nicht verstanden. Ich hab's auch, ich konnte auch nicht nachlesen, weil ich war auch nicht im Stande dann irgendwie parallel was aufzumachen. Das hat mich wirklich fertig gemacht.
27:06
Es war ja noch in der Anfangszeit,
27:08
Mittlerweile ist das auch intuitiv, aber da dieses, ne, das ist bei mir, da habe ich das auch Muskelgedächtnis, dieses Doppelpunkt und so, dass ich jetzt verstanden habe, wie man da arbeiten muss. Wenn man's, wenn man's versteht, ist es auch toll, aber bis dahin, schrecklich, also für einen Umsteiger,
27:21
Tobias, was machst du auf der was machst du auf deinem Desktop viel, also was nutzt du am liebsten oder was sind die Sachen, die dich da, die du dir da holst?
27:29  Tobias
da ich nutze dann eher so Entwicklungsumgebung oder.
27:33  Christian
Entwicklung.
27:34  Tobias
ich habe auch einen Editor, nicht den Vi. Ich benutze halt gerne Emacs und,
27:41
das ist sozusagen auch gelernt von früher, ne? Der kam da auch durch über die Schulter schauen. Ich habe.
27:47  Christian
Ich glaube Richard Stallman, der hat da noch mit ihm zu tun gehabt, ne? Also der ist doch noch sein sein Baby auch unter anderem.
27:54  Tobias
Kann gut sein, ja, richtig, also es ist schon ein ein alter Editor und war aber, als ich angefangen habe Hardware zu machen, also.
28:06
Ich mache viel mit VHD, das ist eine Hardwarebeschreibungssprache und da.
28:11
Gab's halt damals irgendwie keinen ernstzunehmenden Editor oder einen, der halt ein schönes Highlighting hatte oder Ergänzung und so. Und dann bin ich halt den steilen Weg gegangen, habe.
28:22
Imags gelernt, weil da ist natürlich auch so die Kopieren, einfügen, ist nicht europ.
28:28
Natürlich irgendwelche anderen Tasten und es sind ganz komplizierte Kombinationen, Emacs wird ja auch gerne gesagt, ne, steht die, die Buchstaben stehen für Escape, Meter alt, Control Shift, ne, das sind die ganzen,
28:40
Tasten, mit denen man irgendwie so hinbekommt.
28:46
Und richtig und da kann mich dann sozusagen auf auf dem Rechner von da aus dann halt auch direkt starten oder Synthese Tools und sie, die dann darauf laufen und.
28:57
das ist der Need, weil da die Installation auch mal ein bisschen aufwendiger ist und so ist das halt ganz schön, wenn das dann so zentral ist, wo ich dann halt von verschiedenen Rechnern drauf zugreifen kann oder mir dann halt auch das Ergebnis wieder,
29:09
abholen kann auf meinen lokalen Rechner, auf den ich dann, wenn ich das komplizierte Ergebnis dann in irgendein Board reinspiele oder so. Genau.
29:18
Das hat mich so mitgenommen oder auf auch von der von meiner Promotionszeit da, obwohl ich halt häufig am CERN war und.
29:28
Die da hatte ich mich nämlich auch dem Linux von einer anderen Seite noch genährt, nicht nur sozusagen das benutzen oder das.
29:38
Wie man effektiv damit arbeiten kann, sondern ich hab das auf 'nem eingebetteten System.
29:43
Entworfen. Und das war natürlich wirklich.
29:48
Hartes kombinieren und da ist halt damals eingebettete Systeme noch sehr wenig Speicher hatten, war auch klar,
29:56
kommt man wirklich nur bis zu einer ne, wo man LS und CD eingeben kann und wenn das funktioniert hat und nicht abgestürzt ist, dann ist man schon ziemlich weit.
30:03  Christian
Und.
30:09  Johanna
Ich glaube, die Leute verstehen das immer noch nicht. List heißt alle Sachen, Anzeigen, die in dem Verzeichnis sind und CD heißt jetzt zu dem Verzeichnis wechseln, wo man hin möchte.
30:19  Christian
Genau. Tobias, willst du nochmal kurz erklären, was ein embedded Linux ist für alle, die es gar nicht wissen von unseren Zuhörern.
30:26  Tobias
ja also das also werden Raspberry Pi kennt, der kennt's, obwohl das eigentlich schon dann fast vollständiger.
30:35
PC ist oder vollständiger Rechner ist, auf dem ist es aber eigentlich geht es darum, dass man,
30:41
sehr schwache CPU, wenig Speicher hat und meistens auch wenig oder bis gar keine,
30:47
Input und Output, also keine Tastatur oder ein Bildschirm und das dann halt irgendwie über Netzwerk oder über serielle Schnittstelle dann bedient und halt auch mit sehr begrenzten Ressourcen, dass die nur sonst ans Laufen bekommt
31:02
mittlerweile ja schon mit acht Gigabyte Ram und so was schon eigentlich in einer normalen Rechner eben.
31:09  Christian
Bit und so, ne, also da sind wir eher schon.
31:11  Tobias
Früher.
31:13
Ja, genau, also es war eigentlich immer ein Sport irgendwie Linux irgendwo auf allen möglichen Geräten ans Laufen zu bekommen. Ob oft ein Nintendo ist oder weiß ich nicht, irgendwelchen Fernsehern und so und das ja, da.
31:26  Christian
Heute sind sie auch die Sportuhren, ne? Also wenn's jetzt nicht für die großen Firmen sind, sind ja tatsächlich meistens sogar angepasste MikroLinuxsysteme drauf, die entwickelt wurden.
31:34
Ich habe irgendwann mal einen Aldi-Automat gesehen, so ein Flaschenautomat, der das Betriebssystem sowohl gehabt und da hat gezeichnet, da war der Tux zu sehen, da habe ich auch gedacht, okay, die haben auch ein kleines.
31:43
war auch kein BSC, sondern war tatsächlich Lynux. Fand ich auch spannend. Was ich an was ich bei dir, Tobias, was mir gerade aufgefallen ist, was,
31:51
scheinbar der Reiz zu sein scheint für dich, was ich raushöre ist,
31:55
Nutzt deswegen so gerne dein, weil so hört sich das für mich an, weil das mit dem mit den Bibliotheken und den Abhängigkeiten viel besser unter Linux in der Welt zu kontrollieren ist,
32:06
das Bauern und welche Bibliotheken Johanna hat das vorhin auch gesagt, ne, mit Peißen und mit welcher Version arbeiten Mann? Das relativ,
32:14
Aus meiner Erfahrung heraus auch sich gut organisieren lässt und teilweise Down und Upgrades auch,
32:18
Einfacher wie ich finde herzustellen lassen, als sie's jetzt von der Windowswelt her kenne. Obwohl ich ja jetzt nicht mehr so stark unterwegs bin sozusagen. Und das macht den Reiz von für mich auch für Linux aus, dass die Kontrolle,
32:28
Abhängigkeiten und die Kontrolle der Pakete ist ja so oder so das Prinzip, dass man mehr die Kontrolle dadrum hat, also dass man volle Kontrolle hat,
32:35
gleichzeitig sind die Mechanismen, wie man sie kontrolliert, finde ich, sehr ausgebüxt und machen einem das Leben oft
32:42
sage ich extra einfacher, nicht immer. Manchmal wird's auch komplizierter, wenn Abhängigkeiten zu X-Abhängigkeiten reinhören. Aber ist das der Reiz, dass du sagst, also deine Entwicklerumgebung ist unterliegen uns tatsächlich besser aufgehoben, weil du da einen guten, schnellen Zugang hast und das eigentlich gut kontrolliert kriegst.
32:58  Tobias
Würde ich, würde ich so unterschreiben, also das man findet auf jeden Fall immer irgendwie eine eine Möglichkeit, irgendwas ans Laufen zu bekommen, wo ich dann bei Windows einfach sage, es geht nicht, ne? Oder da wo ich dann,
33:11
selber nicht mehr weiter weiß oder ich finde halt oder ich finde auch in anderen Rechen, auf die mich dann unter Linux irgendwie ausprobieren kann oder als letztes komponiert man's halt wirklich neu und hat dann.
33:23
Auch schon Erfolg, ne? Also das das sozusagen.
33:27
Ne? Das ist ja auch schon fast so eine so eine Bewegung, die man so nacheinander ausführt und dann funktioniert das auch meistens.
33:36  Christian
Du musst den Zuhören kurz in Dreiklang erklären, den du grad genannt hast. Also ich weiß, was du meinst, aber du musst das mal kurz ausführen.
33:42  Tobias
also wenn wenn man jetzt sozusagen keine direkte ausführbaren Dateien installiert, sondern.
33:49  Christian
Excel-Dateien.
33:50  Tobias
Genau, sondern das vom her neu kombinieren möchte, dann gibt es so das Autokonfirp, heißt das, damit es sozusagen auf verschiedenen Systemen auch kompliziert werden kann, damit's auf einem.
34:05
Weglaufen kann oder auf einem PC oder auf einem Armprozessor und dieses Konfigurskript, das erstellt erstmal alles, also,
34:14
sozusagen drum herum gebraucht wird, um diese Source-Dateien, also den Quellcode zu übersetzen und danach kann man mit Make, nächster Schritt, wird es übersetzt,
34:23
und dann hat man sozusagen die ausführbaren Dateien auf seinem eigenen Rechner erzeugt, ne und hat nicht heruntergeladen und mit installiert und mit make install wird das dann halt irgendwo auf den Rechner verschoben.
34:34
dann auch gefunden wird zum Ausführen, ne? Und das ist eigentlich so
34:38
Genug oder sowas, ne, man macht das, glaube ich, aus, dass man sich das komplette Betriebssystem selber kompiliert von, also das dauert dann auch schon sehr lange und dann aber da ist wirklich alles aufeinander abgestimmt und.
34:51  Christian
Wenn man's richtig gemacht hat, also da kann ich auch Geschichten erzählen. Tagelang habe ich mir die alles noch angeguckt, wieder gebaut und kopiniert wurde, um dann festzustellen, hm, noch mal von vorne anfangen. Doch nicht richtig gemacht. Mein USB Treiber geht doch nicht.
35:05  Tobias
Genau und das auf der Ebene ist es ja, also wenn wirklich was nicht funktioniert und dann geht man auf die Suche in Foren und sagt dann, ja, ich habe dann doch mal versucht
35:12
irgendwo in der Quellcodesdatei
35:16
Main Punkt C in der Zeile siebentausend irgendwas auszukommentieren, dann kann man das halt mal selber auch ausprobieren, ob's dann für eine aber auch gut funktioniert, ne. Also das das ist eine Möglichkeit, die man sonst eigentlich nicht hat, ne, weil bei reinen Distributionen, ne.
35:31  Christian
Du hast gesagt, du bist vielseitig unterwegs. Was ist, was ist dein absoluter Favorit?
35:37  Rabea
Dadurch, dass ich ja quasi ein Triple Boot habe, habe ich keinen Favorit, sonst hätte ich nur ein System aufm Laptop.
35:44  Christian
Nach welchen achso, das wäre dann.
35:45  Rabea
Ähm.
35:49  Christian
Müsstest du dich entscheiden, stell dir mal vor, du musst dich jetzt entscheiden. Komm knallhart.
35:55  Rabea
Würde es vielleicht nochmal System auf Windows 10 ausprobieren, das System.
35:59  Christian
Nein. Voll überrascht. Super.
36:03  Rabea
Ja, vielleicht muss man noch dazu sagen, dass ich auf der Schwelle zwischen den Millennials und Generation Z bin und dadurch
36:11
schon mit drei Jahren vor einem Windows fünfundneunzig äh
36:14
so aus. Und deswegen vielleicht gar nicht diesen habe. Also dadurch, dass dass ich das einfach so
36:21
ja mit der Muttermilch aufgenommen habe, habe ich da gar nicht so die diesen Pain, den ihr alle verspürt bei Windows gespürt,
36:30
eher nur die Vorteile aus Linux dann gesehen. Also Linux habe ich jetzt auch erst seit
36:36
drei Jahren entdeckt für mich und unter Linux ist es natürlich diese Entscheidungsgewalt, die ich auch viel besser finde, also es gibt ja unter Windows die Möglichkeit,
36:50
die zu nutzen, also auch eine Shell mit der das Tool mitkommt und das natürlich.
36:58
Unerträglich, wenn man weiß, wie ein Terminal auf läuft
37:03
Trotzdem finde ich, dass einfach manche Programme oder Windows für mich viel sinnvoller sind, zum Beispiel
37:09
Bin ich auch so ein bisschen bei Videoschnittprogrammen unterwegs und da ist es oft so, dass die guten Programme kein Support haben. Sieht man dann immer schön, ja, Mac und Windows und dann ist wieder vorbei.
37:23  Christian
Aber jetzt sprichst du ja mit einem Medienpädagogen mit Hang zu freier Software, der ja für seine seine Diplomarbeit eine eigene Linux-Distribution, eine eigene für den Stopp-Trick-
37:30
Technik in der Jugendwelt entwickelt hat tatsächlich.
37:34
2009 und habe mich da viel mit Multitrack-Videoeditoren beschäftigt und KDEnlive und andere Systeme, es gibt großartige, großartige Schnittprogramme, die unterliegen uns auch gut laufen, um jetzt mal eine kleine.
37:48  Rabea
Ja, es stimmt schon. Also wenn man.
37:50  Christian
Aber ich gebe dir recht, weil also das hat Johanna vorhin auch gesagt, weil es geht ja auch so ein bisschen um das um wo kriege ich Hilfe und wer kann mir helfen und muss ich das Universum jetzt alleine erfinden? Und wenn man
38:00
im Videoschnittbereich will man ja nicht alles allein machen, sondern braucht man auch Power, man braucht Hilfsseiten, man braucht Unterstützung und hier und da und da ist es oft nicht klug
38:09
Underdog Software zu setzen, die keiner kann, weil dann ist man alleine sozusagen sitzabends, nächtelang alleine und denke, ich kriege das Problem hier nicht gelöst. Und dann fragt man sich, wofür eigentlich? Wofür?
38:20  Rabea
So ungefähr. Also wenn du mir jetzt das Messer an die Kehle halten würdest, dann würde ich mich wahrscheinlich für Linux entscheiden, einfach weil dir Möglichkeiten für Open-Source viel größer sind
38:33
unterrinderst dann doch meistens vor irgendeinem Geldhahn stehst und dein Geld reinwerfen musst, damit du was Gutes dabei erhältst.
38:44
Aber ich würde da ein bisschen weinen. Ich mag, wenn das.
38:49  Christian
Ich ich kenne also ich kenne sehr, sehr viele Leute, die sie mit mit Windows groß geworden sind, auch die älteren Semester und die die halten ja alle große Stücke, weil es sich auch so ein bisschen,
38:58
ja, warum auch nicht? Also wenn man sich mit der Geschichte auseinandersetzt, wie wie sozusagen DOS auch abgekauft wurde und was sie draus gemacht haben, ist das auch so ein heißes Eisen, aber viele Leute, ey, es gibt so ein paar Leute, die sind in Geiselhaft, also Stockholm-Syndrom
39:09
ne, die kommen dann nicht mehr raus, die haben sich verliebt sozusagen in den Geiselnehmer, der ihnen beigebracht wurde in ihrer Kindheit,
39:14
Und andere Leute sagen, für mich ist das die Lösung, weil warum sollte ein Betriebssystem auch anders sein? Also dieses wirklich auch zu sehen und verstehen, das finde ich auch total legitim. Ich würde auch nicht gegen gegen Windows reden. Ich sehe nur mehr Vorteile bei Linux, tatsächlich. gerade.
39:25  Johanna
Wobei, wobei das ja schon losging, also als du's dann von Windows 7 auf Windows 10 gewechselt
39:31
hat, da hatte man sich gerade mal optimiert quasi mit sieben.
39:38
Firma, wo ich gearbeitet habe. Man waren alle wussten wie es geht und dann haben die da dann ging das ja erstmal los mit diesen Office, mit diesen komischen ribbens,
39:46
wo man dann also, ne, wenn man irgendwie einfach, also so halb im Schlaf bestimmte Abfolgen macht, weil man weiß, für diesen Bericht muss ich das immer so.
39:54
Geht das nicht mehr, weil die diese blöde Oberfläche geändert haben. Und dann kommen wir wieder auf den Punkt, wo man das in Linux besser konfigurieren kann, wobei ich bezweifeln würde, wenn das jetzt
40:06
so ein Interprise Version wäre, wenn die Firma mir das zur Verfügung gestellt hätte, dass ich dann als einzelne Nutzerin diese Möglichkeiten hätte. Ne, da würde auch,
40:15
die IT entscheiden, ne? Also so und ab jetzt gibt's das. Weil ne, weil wir da jetzt auch nicht die Möglichkeit haben, alles zu supporten, was was grundsätzlich möglich ist.
40:27  Christian
Ja genau, das.
40:28  Johanna
Dann auch so ein Thema, wo weil wir auch ja.
40:31  Christian
Ja, das ist mal die Frage von der zentralen Kontrolle, ne. Also wenn jemand sagt, wir wir streben für euch auf, wir sind der Support-Dienstleister, denn da wird natürlich alles versucht, ein Pakete zu machen und wie kann schwer, dieses Paket wieder öffnen und sagen, jetzt hier nicht nur ein X,
40:41
Paket rein, nein, nein, weil das müssen wir ja nicht supporten und so. Das Thema haben wir hier in der Hochschule ja auch in anderen Bereichen, also unsere freie Open Source Ilias-
40:48
Based-Plattform und so weiter. Da sind ja auch tausend Sachen, wo wir drüber uns gleich auch noch unterhalten können, wo es ja in die ähnliche Richtung manchmal geht. aber.
40:55
Das große aber bei Linux ist zumindest kann die jederzeit flexibel entscheiden wie die Mehrheit das wahrscheinlich braucht und das vielleicht nochmal ändern, während du bei anderen Sachen.
41:04
Schon ein bisschen starrer in den festen Konstrukt festgefangen bist sozusagen und das halte ich für den großen Plus nochmal zu Linux nach wie vor.
41:13
Diese Flexibilität, die sehe ich, also die sehe ich zunehmend mehr unter Windows mittlerweile, witzigerweise, aber die sehe ich halt sehr, sehr stark immer noch in der und da sehe ich halt oder im Open-Source,
41:22
basierten Programm und da sehe ich halt den großen Mehrwert für.
41:28
Nicht nur für den Bildungsbereich, sondern auch für den öffentlichen Bereich, ne? Man sagt ja immer, Public Money, Public Code, wenn man die Debatte um in LiMux mitbekommen haben, die ja gerade im großen Linux das wir zu machen wollten. Und ich habe letztens mir mal die Zahlen angeguckt, also kurz bevor es abgeschafft.
41:41
Die fünfundzwanzig Prozent ihrer laufenden Kosten einsparen können. Das war richtig viel Kohle. Sie haben die meistens gefixt. Sie haben gesagt, unsere Fehleranfälligkeit ist gesunken.
41:50
Aber Auslöser war ein Virus oder oder ein Trojaner, der sich eingespielt hat über ein Virussoftware,
41:58
Und das hat alles ins Gespräch gebracht, habe ich gesagt, ja, das passiert ja nur unter Linux, was ja gar nicht war, weil es kam ja gar nicht von Linux aus, aber es hat leider Infiltrationsgrade erreicht, den dann diskutiert wurde, wo man gesagt hat, wir müssen hier weg von dieser Gruppe, in der Software.
42:10
Ich weiß nicht, ob ihr es wisst, München ist ja wieder dabei, wieder hinzugehen. Sie nennen es jetzt nicht mehr Linux, aber sie haben halt schon verstanden, wie genial das war mittlerweile.
42:17  Johanna
Ach, wir gehen jetzt wieder noch mal wieder zurück zu Lino.
42:21  Christian
Ja ja genau, sie machen es jetzt nicht mehr unter eigener Diskussion, sondern wir haben das jetzt ein bisschen runtergefahren, aber sie gehen tatsächlich wieder hin so, weil sie gemerkt haben, das ist wirtschaftlich auch tragbarer und sinnvoll gewesen.
42:31  Konrad
Genau.
42:32
Man muss dann einfach sagen, dass das auch wirtschaftlich sehr sinnvoll ist, sieht man, dass Firmen wie Google, Intel, ich meine, wer wer programmiert in den, den, den Dehnungskelle heutzutage hauptsächlich? Das sind,
42:43
Firmen. Das ist aber eine Community, das ist ein Gemein Gut und die haben geschnallt
42:47
Warum sollen wir hinter verschleurdersten Mauern was machen oder sonst irgendwas teuer einkaufen? So haben wir Möglichkeit, unsere unsere Features reinzukriegen, wir wir kriegen gleichzeitig die Features von den anderen dran. Wozu? Ja? Und dass das in der öffentlichen Verwaltung nicht ankommt, das.
43:00
Ja zeigt über den Stand der Digitalisierung bei uns, ne?
43:05  Tobias
Aber ist es nicht auch merkwürdig, dass es so eine so ein,
43:09
Nur so ein geringer Teil. Es ist eigentlich nur der Teil, wo man, wo die Mensch-Maschine-Aktion ist, ne? Also der Desktop, also die ganzen Set-Top-Boxen, Telefoner, Router,
43:21
alles läuft unter freien Betriebssystemen.
43:23  Christian
Ich stelle mir gerade mein mein Router zu Hause unter Windows 10 vor, um Gottes Willen, was.
43:29  Johanna
Mich noch im Studium gab's die ersten Busse, die dann so Bildschirme oben drin hatten statt dieser ja
43:36
Laufschriften, die hatten dann so Bildschirme, wo man sehen konnte, okay, nächste und übernächste. Und da war dann immer mal so ein Bluescreen, so ein typischer Windows,
43:44
und wir haben schön immer gelästert, wie man sowas nur mit Windows machen kann. Inzwischen denke ich, nee, ist klar, die haben da jemanden mit beauftragt, der das halt konnte und dann
43:56
wurde das.
43:56  Christian
Also wenn man lang genug in gewissen Strukturen ist, merkt man auch, wie solche Sachen zustande kommen, warum gewisse Entscheidungen getroffen werden. Ich weiß, die das beste Plattform ist. Wobei, ich will das jetzt auch gar nicht negieren, also gerade hier so, was ist denn hier unter Windows, die sitzt
44:09
C, wie heißt heute auch so eine eigene Programmiersprache? Scharp oder so was? Ich weiß nicht.
44:13  Konrad
Nachbau von Java nachgebaut virtuelle Maschine und dann obendrauf halt verschiedene Sprachen geklemmt.
44:25  Christian
Es ist aber nicht schlecht, also ich ich glaube, also tatsächlich gibt's richtig gute Projekte damit und kann man jetzt vielleicht bewerten, man sagt ja, im Grunde machen die was nach, aber das, was sie jetzt haben, machen sie jetzt auch nicht schlecht. Es gibt,
44:36
Szenarien, wo es auch gut passt
44:37
Die Frage ist, welche Philosophie und welcher Dogmatismus geht damit denn her? Und das ist ja das, was mich persönlich umtreibt, dieses was macht es mit der Gesellschaft und der Menschheit. Deswegen rede ich so gerne auch anhand von Linux über das Problem, Bildung und Forschung, weil das sind wichtige Statusen.
44:50  Johanna
Kennt ihr das mit dem Atlantiklachs, der im MRT war?
44:54
Nein. Nein. Erzähle bitte. Die Hirnforscher, die haben also die Geschichte ist einfach so schön, die die Hirnforscher haben haben ja immer die sie schicken ja immer die Leute ins MRT und dann zeigen die denen, weiß nicht, äh
45:08
Bild von dem, von der süßen Katze und gucken, wo die, was da passiert in dem, in dem Hirn. So,
45:13
daraus werden dann irgendwelche Publikationen generiert, was weil man daraus irgendwelche Schlüsse zieht, ne
45:20
und dann hat irgendwann mal, das findet man auch, wenn man das googelt, salmen oder so was
45:27
dann haben die da so einen Lachs eben ausm Supermarkt ins MRT gelegt und haben da auch irgendwelche dem irgendwelche Bilder gezeigt, damit er mal also,
45:37
kann, wie die ihm gefallen und so, der war auch tiefgefroren vorher. Also ziemlich sicher, was da eigentlich war und dann haben die denen, dann war dieser Lachs eben.
45:46
Ja, der hatte dann da ne, der hat dann also auch unterschiedliche Ergebnisse angezeigt und haben die gesagt, liebe Leute, also,
45:52
Wir können jetzt hier in diese Software nicht reingucken, was dieses MRT macht, die ist prothea. Da ist ein Problem, weil
45:59
wenn wir jetzt reingucken könnten, dann könnten wir ja fast feststellen, ach so, an der Stelle wird irgendwie, keine Ahnung, irgendeine Kalibrierfunktion gemacht und die macht irgendeine Genauigkeit. Und deswegen entsteht dieses Artefakt, das ist ja ein Artefakt, was wir hier sehen. Wir sehen ja hier nicht,
46:12
Also ne, eine echte Reaktion von einem gefrorenen Atlantiklachs. Und das das ist irgendwie immer so dieses Beispiel für, ja, man muss
46:21
Open Software haben, um also reproduzierbare Ergebnisse auch zu erzielen, also nicht zu sagen, naja, müssen wir auch nicht, wie das passiert ist. Gestern der Praktikant, als er es gemacht hat, hat's noch funktioniert.
46:35  Konrad
Bei Excel kann man kann man auch noch diese diesen großen ähm
46:38
bezüglich Genam anschauen, also es gibt viele humane Gene, die einfach sehr seltsame Namen haben und Excel hat die Konsequenz mehr umbenannt. Das heißt, es gibt einen nicht vernachlässigbaren Anzahl an Publikationen, wo das einfach falsch wurde.
46:50
Was war die Lösung? Die Namen, die Genam wurden geändert. Das war erst vor einem, glaube ich, vor einem Jahr oder zwei wurde dann gesagt, okay Leute, es ist,
46:57
Wir müssen dem entgegenwirken und das ändern. Ich meine, der andere große Fehler ist doch dieser, muss ich mal nachschauen, dieser.
47:05
Dieses,
47:10
Du warst sozusagen das ganze Osteurage-Programm in UK eigentlich vorangetrieben hat und eigentlich ein Excel Fehler war. Wobei das gut, das ist das ist jetzt vielleicht gar nicht so die die Software selber, das ist ein Bedienungsfehler gewesen, aber eben man konnte es nicht reproduzieren. Das das was Johanna gerade angesprochen hat, ne. Wenn wir das in sagen wir mal Peißen gemacht hätte oder sowas,
47:25
hätte man das viel besser kontrollieren können, wo wo der Fehler auftrat.
47:29  Christian
Genau, Forschungsbedarfsgetrieben, zu sagen, wir haben hier was entdeckt, was die Firma, die es produziert hat, vielleicht noch nicht gemerkt hat, wir haben aber was gemerkt, dürfen wir reingucken und wir haben die Möglichkeit zu sagen, unsere Forschung ist falsch oder die Software an der Stelle hat
47:40
nicht mal ein Fehler, sondern sie muss einfach weiterentwickelt werden, weil Software muss ständig weiterentwickelt werden. Dann werden immer wieder neue Bereiche bekannt. Und das ist halt das Ding, wenn's eine Blackbox ist oder mal eine Abhängigkeit hat, dass das
47:49
Firma sich, ohne jetzt den Buchstaben zu nennen, sich herunterlässt und sagt, ja okay, wir gehen da jetzt mal vielleicht nächstes Jahr oder so. das ist halt im Forschungsbereich, wo es wirklich um Niveaus geht und wir haben hier jetzt alle grad in den letzten anderthalb Jahren gemerkt, wie sehr wie wichtig Forschung auch sein kann, wenn man zusammen gut arbeitet und was das bringt.
48:05
Dann finde ich's halt tatsächlich teilweise bedenklich bis schade, wenn wir diese diesen ja diese diese Handschellen auferlegt haben.
48:14  Tobias
Ich finde ja, ich würde jetzt mal ein eine Land zu brechen, jetzt auch für es, es geht ja nicht nur um Lino, sondern es geht ja um freie Software und da will ich ja jetzt wirklich nicht dran gebunden. Also ich,
48:24
Ich mag meinen Windows, das Look und vieles irgendwie ganz hübsch und der
48:29
aber ich benutze halt gerne freie Software drauf, ne? Ich habe da mein Textstudio, um um Texte zu schreiben, das ist das ist freie Software oder das Office, den Emacs gibt es auch für Windows, also das ist,
48:41
muss ich mich dann auch nicht einschränken und insofern glaube ich, ist es natürlich dann auch der,
48:48
Benutzer, der das sozusagen fordert, ne? Und sagt, ich dann wird das Betriebssystem tritt in den Hintergrund und das ist dann, denke ich mal, hier apopuläre, dann vielleicht auch
48:58
Unsere Aufgabe oder vielleicht unsere Mission, wenn wir das jetzt hier so sehen wollen, dass auch dann halt den Studierenden beizubringen und mitzugeben, ne? Und das.
49:05  Christian
Aber das ich würde das ein bisschen kritischer sehen. Also ich gebe dir recht,
49:10
Tatsächlich dass das freie Software aufm System ist auch richtig und wichtig und viele Leute machen das und da gibt's auch schöne Sachen und es geht im Grunde nicht um das Betriebssystem und als sich damals über seinen Drucker geärgert hat
49:23
Dehner, der immer im Papierstau produziert hat und er den Treiber-Code nicht anpassen durfte, damit er auf sein Desktop irgendwie ein Symbol bekommt, damit er sich immer über den Flur hinlaufen musste, um dann zu sehen, dass der ein Papierstau hat,
49:34
Und dann gesagt hat, wir müssen bei null anfangen, wir müssen hier mit Betriebssystem schreiben, weil der Treiber um den Treiber aufzuarbeiten, muss ich hier einfach mal alles aufräumen sozusagen.
49:41
Das muss man heute nicht mehr denken. Heute muss man nicht ein ganzes Betriebssystem reformieren oder revolutionieren, um um mit freier Software zu arbeiten. Da gebe ich dir Recht. Aber.
49:49
Die großen Anbieter und ich glaube Microsoft ist auch weit vorn dabei, versucht er dem auch immer mehr einen Hebel vorzuschieben.
49:55
Nicht bewusst und böswillig, sondern immer unter dem Deck meinte, wir schützen den User im im Sinne vor Schadsoftware oder ähnliches, aber sie schaffen halt Barrieren, wo freie Software immer schwieriger reinkommt, sei es, dass sie jetzt den,
50:06
den sicheren Bootmodus hast, wo du ein Linuxsystem auf so ein diesen Secure-Boot-Bereich erstmal frei kompliziert freischalten musst, um Dino zu buten,
50:14
Sicherheitszertifikat unter Apple macht es sehr sehr stark, die haben ja auch eins auf den Deckel bekommen, weil die freie Software, wenn die nicht zertifiziert anerkannt wurde, hat Apple das jetzt auch erstmal nicht gleich durchgelassen, sondern man musste,
50:24
mehrere Mechanismen umgehen und das machen. Mittlerweile geht's wieder einfacher, dass man sagen kann, ist für mich doch in Ordnung, ich weiß, was das ist,
50:30
Das halt so Sachen, wo ich sage, total ist eine Nutzerfrage, aber so ein bisschen auch eine Politik und Kulturfrage sozusagen. Also es,
50:38
ein bisschen mit rein. Und da wünsche ich mir und jetzt bin ich, glaube ich, bei dir total, dass wir als Nutzer das verstehen, wie wichtig das für uns ist, dass wir diese Freiheit haben, auch aufm Propotensystem.
50:48
Das eben auch zurückspielen, also das auch einfordern, weil ich kenne leider genug Leute, die nehmen das hin.
50:55
Denen wird es aber auch nicht beigebracht, dass es vielleicht anders geht. Da kommt so, also ich bin halt Pädagogik, da kommt halt der Bildungsauftrag. Also viele Leute, die wissen das gar nicht, dass das auch anders geht oder dass sie sich auch einfach frei ist auf installieren können, ne? Das ist LibreOffice, OpenOffice, FreeOffice, gibt auch noch andere schöne Pakete, die super sind
51:10
und die sind halt Gold wert sozusagen und.
51:14
Da frage ich mich, ist das nicht auch Teil der Hochschulkultur, dass wie sowas auch ein bisschen hier als Hochschule, als als Lernkörper und Forschungskörper auch.
51:24
Irgendwie mehr zumindest ins Bewusstsein tragen sollten, weil Johanna und du Tobias, ihr habt ja auch erzählt, ihr seid im Studium damit konfrontiert worden.
51:31
Aber aus einer rein pragmatischen rein pragmatischen Hintergrund weiß halt.
51:34  Johanna
Kann man nicht ganz aus rein pragmatisch, also die waren schon in in Ulm, wo ich studiert habe, die hatten
51:40
Zum Beispiel haben die uns beigebracht zu programmieren in Oberon. Also ich weiß nicht, ob das jemand kennt,
51:45
der Konrad nickt zumindest. Das ist so eine Pascal Variante für Unix und es gibt nur irgendwie drei Unis auf der ganzen Welt, die das
51:55
also cool finden und Ulm war eine davon und ich habe dann extra noch freiwillig ein drittes Semester Informatik gemacht, damit ich ein bisschen z lerne, weil ich das,
52:04
total ja nutzt.
52:10
Ich habe das nur da und also nur für die Übungsaufgaben und für die Klausur, die damals ja auch noch auf Papier war genutzt, der
52:19
und nee, aber die hatten eben Unix-Systeme, die hatten auch Unix-Rechner und damals, ich glaube, das waren auch noch so die Anfänge von,
52:28
so was wie Rechenzentren und die haben natürlich als Informatiker gesagt, Leute, also das was das Rechenzentrum hier macht, das
52:34
können wir nicht akzeptieren, wir machen unser eigenes Ding und für unsere Studierenden machen wir auch unser eigenes Ding. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist
52:42
aber damals war das ganz logisch auch nachvollziehbar, dass das Rechenzentrum noch nicht so weit gewesen wäre, so was auch anzubieten.
52:52
Und dadurch kam ich dann relativ leicht auch rein, weil dann natürlich, wenn man ein bisschen was mit Unix gemacht hat, dann auch mit Linux kommt man leichter rein.
53:01  Christian
Konrad, du bist auf NixOS unterwegs. Warum?
53:07  Konrad
Also, sagen wir so, auf meinem Laptop, ne? Wie gesagt, auf unseren Servern haben wir da bunte Server am laufen, aber ansonsten, ja oder da, wo ich sozusagen meine eigene Kontrolle drüber habe, machen wir das Ganze, mache ich das ganz recht. So, ja.
53:21
Nix so, weil es hat.
53:24
Einen ganz anderen Ansatz ist, als alle anderen Distributionen. Da fängt man nämlich eigentlich an, man hat ein großes, eine große Konfigurationsdatei und das ist diskriptiv. Das heißt deklarativ, ja. Das heißt also, ich möchte auf meinem Rechner das und das haben, das schreibe ich in diese Konfiguration rein,
53:38
lasse dann sozusagen ein ein Two laufen und das implementiert mir das Ding. Wenn Rabea das Gleiche auf ihrem Laptop haben will, dann gebe ich ihr diese Konfigurationsdatei und sie hat exakt das gleiche System.
53:47
Und das ist.
53:48  Christian
Die Lösung für die Campus hat die.
53:50  Konrad
Tatsächlich, tatsächlich, das ist das ersetzt viele, viele von den Tools, die man dann irgendwie anderweitig bauen muss, um die oder was auch immer, um um sozusagen System zu replizieren und diskriptiv irgendwie darzustellen und nicht zu sagen, installiert das und ziehe dir das und du sagst, das soll da sein.
54:05
Und das soll nicht da sein.
54:06  Christian
Jetzt stell dir mal vor, in deiner Familie fragt dich jemand, Konrad, ich glaube, ich muss weg von Windows. Was soll ich nehmen?
54:13  Konrad
So wie bei dir elementaryOS, mache ich ja auch.
54:16
Also ich bin dir sozusagen der Administrator der Familie möchte unter ausgepackt. Kann ich niemanden in die Hand drücken? Das ist total klar, dass es eine sehr ich sage immer, esoterische Distribution, das ist
54:28
ist ein relativ kleiner Nutzerkreis, aber er ist vom Konzept her, sucht meiner Meinung nach so verdammt richtig, da da ist noch viel zu machen und sowas, ohne jede Frage. Aber der der Ansatz ist einfach super cool.
54:41  Johanna
Ähnliches
54:42
nutze ich, wenn ich wenn ich mir, wenn ich das für Suse update und einfach alle Daten irgendwo wegappe und die dann wieder reinhole, dann nehme ich mir zum Beispiel die .mozilla, .thunderbird und solche Dateien
54:56
und die nehme ich einfach und zack habe ich meine ganzen Bookmarks wieder und und und. Das ist ja.
55:03  Konrad
Genau, das ist oder für dein Homeverzeichnis. Klar, du ich schmeiße auch meinen Homeverzeichnis einfach, kann ich von einem Ding zum anderen runterschmeißen. Aber da geht's darum, das ganze System so aufzuziehen,
55:11
und das ist halt der große zum Beispiel bei konzeptionell hast du erreicht, ne? Man hat auch das sozusagen diesen NixOS-Ansatz auch noch ausgebaut, um die eigenen ähm
55:19
Konfigurationsdateien der eigenen Tools nochmal zu macht, das kann man auch machen, aber tatsächlich diese Idee, ich hab hier meine,
55:25
Datei und das, was da drin steht, ist Gesetz sozusagen, was ja unter Gründes auch irgendwo versteckt und rumliegt, auch in der auch in der Art, aber hier,
55:34
man das ganz sozusagen explizit zum Pfeiler des Ganzen gemacht und sagt, hier ist dieses eine Ding, ich möchte wenn das Ding startet, möchte ich System die hier laufen haben, ich möchte die und die Pakete installiert haben
55:43
Und ich möchte die und ich möchte sogar die und die User mit dem und dem Passwort haben. Also ich kann dann ein gehashtes Passwort reinschreiben. Also ich kann theoretisch super verteilen, ne? Also ich könnte einfach von von dem Ding tausende Dinge oder hier sagen,
55:55
Nutzt diese Konfigurationsdateien oder du hast den gleichen Spaß wie ich. Also das das finde ich einfach.
55:59  Christian
Dann immer trotzdem der gleiche Spaßumfeld, das weiß ich jetzt nicht, bei so einer Leidenschaft. Theoretisch wird alles gegeben
56:06
aber Johanna hat eigentlich was spannendes gesprochen, was mir auch widerfahren ist. Also was ich unter Limousin gelernt habe, ist, wie einfach man seinen eigenen Nutzerordner tatsächlich sichern
56:15
und wieder einspielen kann, also mit allen Profillateinen oder ähnliches, wie es bei anderen Betriebssystemen selten so minimalistisch erlebt habe, an den Orten, wo man sie erwartet, nimm das Ding, kopiere das einfach rüber, kopiere das wieder hin und dann ist alles wieder da, das fand ich großartig. Also das finde ich einer der größten unter Linux, ne, man gibt ja auch viele Schwächen im Grunde von so einem Linux-System, aber das ist auf jeden Fall definitiv eine in der Größen. Aber
56:35
Konrad warum nutzt du überhaupt ein Linux-Betriebssystem.
56:40  Konrad
Ästhetik.
56:43  Christian
Das ist ja der Grund, warum viele nicht Linux nutzen.
56:46  Konrad
Die sind auf einen ganz falschen Track. das kannst du nicht sagen. Also
56:50
Ja, aber ich, ich, also, ich ich kann es nicht sagen, ich ich weiß einen Moment in meiner nicht frühen Kindheitd, in meiner Jugend, würde ich sagen, da kam mein Bruder zurück, der hat Physik studiert zu der Zeit
57:01
und ich hab System oben gedaddelt, also wirklich gedaddelt im Zuge von gespielt, er hat,
57:07
glaube ich, glaube ich, das war zu der Zeit muss das gewesen sein, hat aufgemacht, hat wahrscheinlich oder so was, Remote aufgemacht und dachte, wie geil.
57:16
Das lag dann ganze paar Jahre im Asylrecht, um das zu beschreiben, also das ist ein, ein kleines, schwarzes Fenster tut sich auf, man gibt etwas in diese Konsole ein und etwas tut sich dort, ne. Ich ich habe auch vorher natürlich mit mit mit Dos und sowas ganz früher auch ein bisschen rumgefummelt, aber es war für mich dann schon noch ein bisschen cool, denn ich kannte so
57:30
tatsächlich so noch Achtung, AOL und solche Sachen, ne, habe ich ja auch E-Mails genutzt und so, aber dann sagen, hey, ich kann meine E-Mails in so einem Fensterchen aufrufen,
57:38
und Sachen machen. Das fand ich sehr cool. Hat er noch ein paar Jahre gedauert tatsächlich bis zum Studium, wo dann ein Freund von mir mich da eingeführt hat, die ganze Sache. Und das war, ich glaube zwei.
57:48
Zweitausend und zweitausendeins aus seitdem hat's klick gemacht und ich habe nie mehr was anderes drauf getan und ich nutze auch immer noch hier matt als als E-Mail-Client.
57:56
Ich bin, ich liebe tatsächlich sehr stark in der Konsole. ich bin der Meinung, dass das auch sehr, sehr effizient ist.
58:04
Ich hab nie die die Gegenmessung gemacht ob ich irgendwie anders besser fahre aber tatsächlich ist es dieses eine diese,
58:10
Transparenz, ich ich kann ein Backup jederzeit einfach aus dem Nichts zaubern oder nutzen, um aus dem Nichts ein System zu zaubern. Ich kann eben,
58:19
Schritte, die ich häufig mache, automatisieren, ne. Ich kann sozusagen den Rechner die Arbeit machen, selber mich um interessante Sachen kümmern,
58:25
ich hab Kontrolle über das System, ne? Ich kann das anpassen, ich will auch diese ästhetische Elemente, ich kann sagen OK jetzt mach hier bloß 'n Transparenz rein, also ich nutze, das ist so 'n, so 'n Timing Window Manager und.
58:39
Also ich glaube alle, alle sind hier wirklich ihr E-Mails verdienen, was nicht immer der Fall ist. Linux ist es.
58:47
Es ist sozusagen mein zweites Zuhause. Man kann damit auch super Projektmanagement mittlerweile machen, also Emacs Ordmut, alleine für wechseln Leute zu Emacs.
58:58  Johanna
Also bin ich auch ein Beispiel für.
59:00  Konrad
Man sagt ja auch, dass ein Betriebssystem eigentlich es fehlt nur ein guter Editor. Manchmal so der Witz dazu. man kann sogar im als Window Manager nutzen. Da blutet man sozusagen ah.
59:10  Christian
Wenn du mir jetzt, wenn du mir jetzt erzählst, was man mit E-Mails auch ein Kanban Board bauen kann so.
59:13  Konrad
Ja, kannst du, natürlich. Ja. Gibt es doch doch Orcanband. Schau dir das an.
59:17  Christian
Da machen wir jetzt und dann sind wir demnächst mal im Bildungsbereich. Da.
59:19  Konrad
Machen wir das mal so. Nee, aber das ist einfach der Punkt und im Endeffekt ist es alles unter der Haube. Ist das Rabea kann da auch noch was dazu erzählen, dass wir sozusagen den Leuten auch beibringen, hey, das sind eigentlich Formate, die irgendwie seit,
59:32
Herumschwimmt, könntest du eine Datei von Anno Domini in die Hand nehmen? Kannst du einen Text draufschauen?
59:38
Läuft, ne? Ich kann das in Git reinschmeißen, also ich kann das versonieren, so Software-Kontrollsystem oder Softwaresystem. Es ist alles ein Guss, es ist alles konsistent. Das ist das ist wahre Schönheit, ne? Und,
59:51
Ja, also es gibt natürlich auch gewisse Kritik an der klassischen Unix-Philosophie, aber per se diese kleinen Tools, die eine Sache gut machen, wo ich mir dann meine Pipeline zusammenbaue,
1:00:00
dass es pure Ästhetik und auch von der Optik, wie gesagt, man kann sich das einfach schön zusammenfummeln.
1:00:06  Christian
Also wir sind hier in so einem richtigen Fanboy sozusagen.
1:00:10  Konrad
Absolut. Absolut.
1:00:10  Christian
Gibt ja wie wie war das, es gab ja bei zur Mac-Welt gibt's ja diesen Spruch, es gibt Windows Fans.
1:00:19
Apple wie war das religiöse oder sowas oder Sekten? Ich weiß auch nicht mehr so genau. Und bei Linux gibt's sowas auch in Pardon zu Linux. Kennt ihr da irgendwas? Mir fällt gerade nix ein.
1:00:29  Konrad
Keine Ahnung. Aber ich sage mal so, es gibt es gibt ja schon viel Fanatiker, muss man sagen. Also ich würde mich auch dazu zählen, ne? Ihr habt das so ein bisschen gehört, aber ich ich will auch niemanden dazu zwingen oder bekehren, Rabea wird jetzt widersprechen. Aber ,
1:00:44
aber.
1:00:45  Rabea
Also ich darf hier auf der Arbeit noch mein Windows System benutzen.
1:00:48  Konrad
Aber nur bestimmte Zeiten. Nein, aber sagen wir so, das ist das ist tatsächlich bin ich der Meinung, dass es dass es eine harte Lernkurve ohne jede Frage, auch wenn das heutzutage.
1:00:58
Viel einfacher geworden ist, aber es ist eine super Investition und vor allen Dingen Christian, da bin ich auch ganz bei dir dabei, einfach das ist ein Bildungsthema, weil man dann auch einfach unter die Haube schauen kann, versteht, ah.
1:01:10
So funktioniert das Ganze. Ah, hier kann ich was kaputt machen. Hey!
1:01:13
Das heißt, das funktioniert so und so. Und das ist einfach so ein Riesending. Ja, man verschwendet viel Zeit irgendwie, irgendwelche Tools einzurichten, aber man lernt doch jedes Mal was dabei und nicht nur über das Ding, sondern über das Gesamtsystem. Und das ist dieses Empowerment, das ist unglaublich wichtig.
1:01:28  Christian
Jetzt habe ich das Gegner, also jetzt habe ich sogar ein Argument. Immer noch Verdienungs gegen dieses Zeitverschwendung, weil wie viele Leute kenne ich, die mit Windowszeit verschwinden? Weil sie sagen, ich kriege das Problem nicht gelöst. Wer kann mir denn mal helfen? Denn Frank ist im Bekanntenkreis, denn hier, dann ist da irgendein Patch einzuspielen, dann hier und da. Also ich meine These ist ja, Windows ist nicht im Vergleich zu Linux, unbedingt in Zeitersparender, weil alles funktioniert, weil ich
1:01:47
erlebte so oft, dass vieles auch nicht unter Windows.
1:01:50
Und wenn du dieselbe Lernkurve in Dino steckst, also die selbe Zeit hast du eine größere Lernkurve, was hinten rausfällt und du kriegst dich schneller, also du bist schneller im Power
1:01:58
Dass du das selber lösen kannst, als bei Windows. Würde ich jetzt mal in den Raum stellen. Als Medienpädagoge, so.
1:02:02  Konrad
Langfristig ja, würde ich, würde ich auch so unterschreiben.
1:02:06  Christian
Johanna ist nicht ganz der Meinung.
1:02:10  Johanna
Ich denke gerade an so Leute wie meine Eltern und an so Leute wie meine früheren Kollegen in diesem Großunternehmen und
1:02:19
die also auch gar kein Bock drauf haben im zu sein, sondern wollen, dass wenn sie da auf den Knopf drücken, dass das dann so läuft wie gestern auch, weil inzwischen wissen sie das, wenn der Knopf
1:02:32
dass das dann so läuft. Die wollen auch nicht, dass das upgedatet wird, unnötig, oft, weil sie sonst nämlich dann das gleiche Problem haben wie da.
1:02:40
Und die haben da gar keine, also das ist, das wollen die nicht. Die wollen was anderes, ja? Die die tun vielleicht sich
1:02:48
da drin verkopfen in Facebook oder was weiß ich oder in irgendeinem Firmenforum oder in ganz anderen Dingen in ihrem Leben tun die sich gerne empowern, aber da nicht.
1:02:59  Christian
Ja, da bin ich ja ganz bei dir, aber die Leute, die das nicht wollen
1:03:01
Den kann man ja genauso, egal ob jetzt Windows oder Linux, da braucht's halt Leute um dich rum, die das Problem fixen können so. Und das heißt, wäre Linux Vieh selbstverständlicher, würde es auch mehr Leute ansprechen können, dann wäre das für die hat sich nichts verändert im Zweifel, ne. Da kommt irgendeiner, der drückt wie ein Knopf und sagt, ach nee, da musst du da klicken. Ach so, alles klar, okay, wusste ich jetzt nicht
1:03:16
neu. Weißt du so, aber für die, die es wollen, also ich kenne genug Leute, die verbringen wirklich Abende mit Treibern und hier und für die ist das eine Leidenschaft und dann redest du mit denen und merkst, im Grunde haben die nur gelernt, wie sie bei HP auf irgendwelche Unterforenseiten, irgendwelche alten Treiber noch mal gekommen, die sie dann irgendwie irgendwo noch hinschieben müssen,
1:03:34
Aber verstanden haben sie es nicht, was sie machen. Habe ich geführt, sage ich jetzt mal. So.
1:03:38  Johanna
Aber ich habe auch nicht alles verstanden, was ich bei Linux mache, muss ich jetzt schon.
1:03:42  Konrad
Wer tut das schon? Also das das würde ich jetzt auch sagen. Also,
1:03:45
ich würde jetzt auch sagen, ah, knutsch, ich setze dich mal kurz ran und und gucke hier mal, was ich im Kernel noch ein bisschen optimieren kann, um noch ein paar Prozent rauszukitzeln. Nein, natürlich nicht, also auch auch bei nix würde ich auch sagen, da habe ich auch noch
1:03:56
zahlreiche Lücken und und kommt auch immer über welche Sachen, wo ich denke so okay, ist mir jetzt nicht ganz klar, ich mache das mal so, aber dennoch ist da die Wahrscheinlichkeit, dass man doch noch was irgendwie mitnimmt irgendwie, doch,
1:04:07
höher.
1:04:07  Christian
Okay, das ist jetzt aber der persönliche Bildungswert. Jetzt gehen wir mal kurz auf unsere beruflichen Tätigkeiten oder Forschungstätigkeiten, davon nicht mal bei Rabea an, weil sie ja auch geführt jetzt sehr aktiv mit dem Betriebssystem und dem Programmieren zu tun hat.
1:04:22
Also beziehungsweise du programmierst sehr stark und hast dir da eine eine britische System Grundlage. Worin programmierst du auch unter Linux oder machst du da auch viel mit Windows?
1:04:30  Rabea
Nee, also wenn's um Programmieren geht, dann ist Windows raus. Also dann bin ich nur noch auf Linux unterwegs, weil das alle Punkte, die wir schon angesprochen haben, durch die Automatisierung und dass ich mir auch
1:04:43
dann mal schnell noch was dazu installieren kann. Das läuft einfach viel besser unter die Nox beziehungsweise ist
1:04:49
in meinem Know-how unmöglich auf Hunders. wenn ich jetzt hier mal so ein Skript ablaufen lassen will, das wird nicht funktionieren.
1:04:59
Ja und
1:05:01
für unsere Workshops, um vielleicht darauf nochmal zurückzukommen. haben wir ja Menschen aus Bibliotheken oder Forschende, also meistens so Pirate, die Studenten, Studierende bei uns
1:05:15
und du hattest eben oftmals das Betriebssystem Windows.
1:05:21
Und um diese Leute nicht zu verlieren und trotzdem den Gefallen daran zu zeigen, dass Programmieren
1:05:27
mega cool ist und das in kleinen Streps auf jeden Fall auch unter Windows läuft, mache ich das Tiechen unter Windows, weil diese kleinen Dinge,
1:05:37
funktionieren schon unter Windows. Aber sobald es zu meinen beruflichen Tätigkeiten kommt, würde ich also,
1:05:45
fortgeschrittenes Programmieren würde ich jetzt mal sagen, dann wäre LiNux immer die Wahl.
1:05:51  Christian
Frage, womit rufst du deine E-Mails ab?
1:05:54  Rabea
Noch nicht mit Matt.
1:05:58  Christian
Okay, gut aufgepasst.
1:05:59  Rabea
mir ganz klassisch mit Outlook.
1:06:05  Christian
Okay und Herr Wittnuss.
1:06:06  Rabea
Ja, beides. Habe ich ja dann auch auf. Also.
1:06:12  Christian
Mittlerweile geht Outlocker auf.
1:06:13  Rabea
Über das Webinterface.
1:06:16  Christian
OWR denn sozusagen.
1:06:19  Rabea
Ja, ansonsten dann.
1:06:20  Christian
Okay. Aber du hörst direkt erstmal Outdoor genannt. Okay, dann Johanna, womit rufst du unter Open Suse deine E-Mails ab im Moment? Hast du.
1:06:28  Johanna
auch und unter gibt's auch ein Programm dafür.
1:06:34  Konrad
Da gibt's einige sogar, muss man sagen. Das ist richtig coole Sache.
1:06:37  Christian
Konrad, stimmt's? Tobias.
1:06:40  Konrad
Sorry. Du hast mich ja eingeladen.
1:06:42  Christian
Stimmt schon, war ja auch richtig toll. Tobias.
1:06:45  Tobias
Ja, das ist ein bisschen exotisch. Ich benutze Pegasus Mail für Windows.
1:06:50
und aber weil's das Schöne ist, also damit bin ich sozusagen auch groß geworden. dass ich kann die.
1:07:01
Es speichert im M-Box-Format. Also ich kann genauso, ich wenn ich das auf dem Unix-Rechner speichere, auf dem Minusrechner, kann ich auch mit Peinen darauf zugreifen. Also das heißt, ich habe das Lokal und überall.
1:07:13
Und dann irgendwann haben vor langer Zeit ja mal dieses Problem gelöst, was denke ich vorhin auch sagt, dass es so cool ist über aufzurufen und seine E-Mails da einfach aus der Ferne abzurufen,
1:07:26
Das hätte ich dann damals so gelöst, mit Pein und Pegasus May und ja, bin ich noch nicht von losgekommen.
1:07:33  Konrad
Wieder ein Plantextformat,
1:07:34
Das ist also ich nutze letztendlich eine, aber letztendlich ist M-Box halt auch so eine Möglichkeit, einfach E-Mails und das ist das müssen Leute auch klarmachen. Hey, das ist eigentlich erstmal eine Datei, die rumliegt, die man in die Gegend schiebt.
1:07:44
Oder auch wo wo Johanna das meinte mit mit den E-Mail-Programmen und das ist letztendlich auch das also unter unter dass es da dass sie
1:07:53
sorry, dass sie unter E-Max ein E-Mail-Programm nutzt, da gibt es verschiedene Möglichkeiten und da kannst du zum Beispiel auch mal sagen, hey, ich injiziere meine E-Mails mal selber mit Programmen wie not much oder oder und so. Und dann okay, hier läuft das Indizien ab und hier habe ich jetzt ein Interface,
1:08:07
Nutze ich E-Max dafür, um da ranzugehen. Und genau das ist also Christiane hat mich nicht bezahlt, muss ich sagen, aber ich.
1:08:13
Aber genau das ist dieses Grundverständnis, hey okay ja ich kann mich auch irgendwie auf so einer Seite einloggen und hier übers Webinterface Sachen anfassen und dort kapieren nicht, dass es ein Interface zu
1:08:23
E-Mails, aber man kann auch eben
1:08:25
lokal das machen und letztendlich werden der gleichen Protokolle genutzt und das sind dann alles Sachen, die man sich theoretisch zusammenschrauben kann und kann man eben mit dem gleichen Tool auf den gleichen Daten herum quanschen und das irgendwie synchronisieren und sowas nebenbei man kann auch mit
1:08:37
verschiedenen Tools, also auch iMap sozusagen, entsprechend lokal runterspeichern und so. Das sind alles so, so, so, so schöne Sachen, und um dieses Verständnis auch einfach für diese
1:08:46
grundlegenden basalen Technologien irgendwie Leuten in die Hand zu drücken, das ist doch das Coole dran. Und wie gesagt, Christian hat mich nicht bezahlt. Aber vielleicht kommt ja noch was, mal gucken.
1:08:57  Christian
Ich glaube die entlohnt dich schon genug. So leidenschaftlich wie du bist. sag mal Konrad, bei dir wissen wir jetzt ja schon, welches Programm du nutzt. Wo wie schreibst du denn deine E-Mails? Benutzt du HTML Text oder schreibst du auch einen Klartext?
1:09:09  Konrad
Nee, nee, das ist also ich nutze es also ich habe matt, ruft dann E-Max auf und ich schreibe dann sozusagen in E-Max Plaintext-Dateien verschicken.
1:09:17  Christian
Und.
1:09:18  Konrad
Und dann das wird SM, nee, M, S, MTP ist das, dann das Tool, was, ne? Das matt, muss man vielleicht sagen, das ist so, hat so als Slogan all E-Mail,
1:09:28
Slash. Also ein kleiner, minimaler,
1:09:31
Textkonsolenbasierter Text E-Mail und der macht tatsächlich nicht viel. Also
1:09:38
der kann dir die E-Mails anzeigen daran schreiben, kann er nicht, du brauchst ein anderes Programm musst du schreiben, ich nutze dann halt E-Mails, kannst auch VI dranhängen oder Nano oder was auch immer,
1:09:48
um das Ding zu verschicken, braucht's ein anderes Tool, das heißt, es nutzt so ein MS MCP.
1:09:52
um um Lokalsachen zu lesen, braucht es erst mal ein Tool, was die Sachen runterlädt. IMAP kann es tatsächlich in sogenannte
1:09:58
tief, aber das ist auch wieder so, diese Unix-Philosophie kann eine Sache richtig gut und für die anderen Sachen wird halt was dran gepflanscht. Und dann bin ich kein Bock hab auf E-Mails zum E-Mail schreiben, kann ich mir irgendwas anderes dran,
1:10:09
dranhänger.
1:10:09  Christian
Ich mag ihr das, ich mag ja tatsächlich das Konzept aus der Unix Welt, was Richard Storman sich damals ja auch überlegt hat, dass er sagt, wir brauchen hier nicht ein Programm, was viel kann, sondern wir brauchen ein Programm, das die eine Sache, wofür es geschrieben wurde, super gut kann und für eine andere Sache brauchen wir eben ein anderes Programm und das mag ich ja im Bildungsbereich auch und das
1:10:24
sehe ich ja auch in diesen ganzen Medienlandschaften, in der wir uns bewegen, nicht die eierlegende Wollmilchsauer, wie war's jetzt mit Microsoft Teams haben, wo ich denke, auch so völlig überladen, sondern,
1:10:32
Was ist der Kommunikationskanal? Was ist der Kanal? Gerne auch zusammen denken, aber es muss nicht deswegen ein Tool sein, sondern es darf halt auch gerne miteinander logisch verbunden werden sozusagen.
1:10:41
Mehr Brücken schlagen ist ein großes Thema und das machst du offensichtlich beim E-Mail-Verkehr.
1:10:45  Konrad
Zumindest, genau, ganz genau.
1:10:46  Christian
Du hast keine Signatur, ich hab gerade mal schnell geguckt, du hast tatsächlich keine Signatur in deine E-Mail, das heißt du schickst wirklich nackigen Text,
1:10:56
raus. Wahnsinn. und das und wie gehst du um, wenn du Sachen von von Kolleginnen und Kollegen bekommst?
1:11:02  Konrad
Das wird gerandert, was ist das? Macht das mit der Haube oder links? Weiß gar nicht, ob die macht das, glaube ich, das ist besetzt das Ding sozusagen in intext. Ich kann das nicht auch im Firefox dann anschauen. Also
1:11:13
wenn wenn ich sehe, okay, hier ist irgendwie ein Schlodder dran, dann gucke ich mal. So
1:11:17
Also hier ist ein HTM-Datei dran, die, die man anschauen sollte, weil da irgendwas farbig ist und toll sein soll, dann mache ich das halt im Firefox auf. Also da habe ich ein ein Tastenkombination und dann wird mir das da angezeigt.
1:11:28  Christian
ehrlich gesagt finde ich das nicht gut, dass ich das jetzt gehört habe, weil ich sehe mich jetzt schon nächtelang mich damit jetzt nochmal auseinanderzusetzen.
1:11:33  Konrad
Tut mir so leid. Es tut, es tut mir so leid.
1:11:34  Christian
Sehr faszinierend und sehr, sehr verführerisch, weil ich mag das ja auch gerne sozusagen.
1:11:38  Konrad
Auf die auf die dunkle Seite der Macht.
1:11:41  Christian
Ja, ja, genau. Ich habe ja, lange habe ich ja tatsächlich Paintex verschickt, bis die Leute sich mal beschwert haben bei mir, auch so Signaturen und so, weil ich habe ja auch mein mein PGP da mit drin und so, weil ich immer denke, das finde ich halt wichtig mitzugeben, wenn niemand mal verschlüsselt schreiben will.
1:11:53
Auch da habe ich mir lange überlegt, den wollte ich immer im Klartext haben und so weiter und hatte da gedacht, aber mittlerweile bin ich auch schon so, ne, und HTML, ach komm, gib ihm alles, weil die Hochschule will sie ja so ungefähr, aber im Grunde, ja, sehr verführerisch und das System macht's möglich und es spart
1:12:08
wenn man's richtig gut macht, also bei dir ist es so, ob's bei mir zu wäre, weiß ich jetzt nicht, Zeit.
1:12:12  Konrad
Ohne jede Frage, aber nebenbei.
1:12:14  Christian
Wie sortierst du denn aber die E-Mails? Also organisierst du dich in Ordnern in E-Mails? Das mache ich ja ganz viel.
1:12:19  Konrad
Gar nicht. aber tatsächlich habe ich dann durch diesen kompletten Absprung geschafft denn theoretisch könnte man das nämlich mit machen, also ist so ein E-Mail E-Mail-Indexer
1:12:28
Matt, indizierte E-Mails schon selber, aber das dauert teilweise länger zu suchen. Also wie normale Programme. not much ist tatsächlich eine sehr, sehr effizientes Tool zum Indexieren. Und das nutze ich manchmal, wenn ich irgendwie was,
1:12:39
partout nicht finde, dann suche ich damit. Ich nutze tatsächlich eine Inbox und so eine Ding und das heißt also, ich habe also eine Inbox, ich mache das nicht in Ordnern und das könnte man zum Beispiel sehr gut über Tegging machen
1:12:48
mache ich Angst nicht. Tatsächlich bin ich mit dieser Kombination von von Matt und Nort Matsch relativ gut dabei, um Sachen schnell wieder zu finden und Leuten hier um die Ohren zu hauen, das haben sie mir an dem und dem Tag dann und dann geschickt, habe ich schon alles beantwortet.
1:13:00  Christian
Kultur. Aber Moment, jetzt hat sie ein Schlagwort gesagt, was mich wirklich aufhören lässt.
1:13:04  Konrad
Ja, man kann man kann tatsächlich, man kann tatsächlich E-Mail ticken, das ist ziemlich so, wie, wie bei Google Mail ist das, glaube ich, ne,
1:13:10
gibt's halt zwei Philosophien. das eine ist, jetzt wird's sehr technisch. No Match macht das sozusagen auf Datenbank-Eben, das heißt, man indiziert das Ding und hängt das dran
1:13:18
Macht das tatsächlich auf Dateiebene und es gibt diesen Dominik, den man sozusagen in die Datei reinschaut, da verderbt man aber dann die Datei letztendlich. So, in diesen zwei Philosophien, ansonsten sind die Tools sehr, sehr ähnlich, kann man folgen. Und natürlich gibt es für beide schöne was reinzupack,
1:13:32
beziehungsweise man kann auch in matt kann man das nutzen um Suchen zu machen, na? Das geht auch, wenn man möchte.
1:13:38  Christian
So, bevor wir das jetzt, wir schießen das jetzt mal ab, weil das aber ich würde trotzdem eine Frage stellen, wenn du dein Matt aufmachst, was siehst du denn? Siehst du die letzte E-Mail oder.
1:13:44  Konrad
Die Inbox, die neusten sozusagen. Also ich.
1:13:47  Christian
Und hast du denn Text von Kolleginnen und so vor der Nase direkt.
1:13:50  Konrad
Nutze die Text noch nicht ausreichend dafür. Also das würde ich sehr gerne machen, dass ich da noch irgendwas dran mache. Man kann da auch Autotalking machen, alle solche Sachen.
1:13:58  Christian
Nee, nicht nicht Text, sondern Text, also öffnest du dein Programm und Programm und hast eine E-Mail direkt zu sehen mit Inhalt. Also wenn du.
1:14:03  Konrad
Sehe die Liste der E-Mails unten drunter, sehe ich dann sozusagen den, den Text der der letzten E-Mail sozusagen wenn ich draufgehe, genau.
1:14:08  Christian
Und das ist das, was ich nämlich nicht möchte, weil das also ich fache die Philosophie, wenn ich meinen Arbeitstag starte, möchte ich nur E-Mails drin haben, die in der Zeit aufgelaufen sind, als ich aufgehört habe zu arbeiten sozusagen. Das heißt, ich versuche am Ende des Tages mein E-Mail Postfach leergeräumt zu haben, wie wie ein sauberer Schreibtisch.
1:14:22  Konrad
Indoc Zero kriegst du auch hin,
1:14:24
natürlich, genau, aber Moment, das das ist ja auch der Fall. Also, nicht, dass ich habe, das ist tatsächlich mein großer Kampf, wie wahrscheinlich alle haben, aber letztendlich eine E-Mail, die bearbeitet ist, da
1:14:33
landet bei mir im im in der Box sozusagen und das war's. Und sozusagen und das war's. Und
1:14:38
Idealphase der der der Traum schnief, den ich so schnell nicht erreiche, ist natürlich das auch, dass ich sozusagen abends meine meine
1:14:46
ich mein System runterfahre, aber meine E-Mail Inbox Verlass und alles leer ist und sich freut auf neue E-Mails, die am nächsten Morgen dann aufschlagt. Leider sieht das natürlich etwas anders aus, dass da ein paar,
1:14:56
mehr E-Mails noch rumliegen, aber die ja, gelegentlich kommt man dann doch so in den zweistelligen Bereich rein.
1:15:03  Christian
Ich würde jetzt das Ganze mal nochmal auf diese diese arbeitswissenschaft wir teilen unsere Arbeit und müssen damit arbeiten und müssen auch transparenter mit umgehen. Ebene mal reinholen. Weil ich eben gedacht habe, es ist doch.
1:15:16
Kann man, also könnt ihr euch eine Welt,
1:15:19
ohne freie Software jetzt in eurem Arbeitsalltag vorstellen. Und ich hole nochmal ganz kurz aus, weil wenn ich überlege, wie ich mein Studium gemacht habe, wie ich meine Diplomarbeit geschrieben habe, mit Latech
1:15:27
ich arbeite im Studium hab ich schon immer mit freien WordProgramm gearbeitet, weil mir hat die Hochschule damals das war angeboten, aber ich hab's halt nicht genutzt.
1:15:36
Unterwegs war und so und ich stell mir manchmal vor, wäre ich gezwungen gewesen, in einer vorgefertigten Welt so zu arbeiten,
1:15:44
hätte ich erstens anders meine Denken entwickelt, mein Diplomarbeit anders geschrieben.
1:15:50
Habe immer das Gefühl, wenn ich das nicht so frei leben kann, also nicht, dass mir mein Arbeitgeber sagt, ja, schreibe in Latech, wenn du willst, Mensch, Gott, mach, wenn's dir einfacher fällt,
1:15:57
Ich es hilft mir, wie du schon sagst, meine Umgebung zu schaffen, in der ich klarer denken kann, klarer mein Wissen ausbreiten kann,
1:16:03
Es hat das Problem, dass ich nicht unbedingt kooperativ arbeiten kann, weil ich Leute oft Leute habe, die das nicht können und dann stehe ich da und denke so, okay, was macht ihr denn? Ach so, ja gut. Na gut, jetzt haben wir wenigstens ein,
1:16:13
Da können wir auch online mal zusammen ein bisschen arbeiten. Das finde ich auch gut. aber,
1:16:19
Könnt ihr euch denn vorstellen, dass wir sagen, vergesst das. Wir arbeiten nur mit Windows. Wir arbeiten bei Microsoft Word. Wir haben unser Excel-Tabellen, wir machen
1:16:25
In, weiß auch, ob's da banal ist, aber an sich ist ja schon eine offene Sprache so. Also eigentlich der Grundgedanke ist schon verwerflich, aber nichtsdestotrotz versuchen wir es mal zumindest aufm Desktop.
1:16:34  Johanna
Ich habe es ja in der Industrie erlebt und und von daher kann ich sagen, ja, das das geht natürlich und.
1:16:42  Christian
Und jetzt im Wissenschaftsbetrieb, also jetzt im Moment, an deiner Hochschule, jetzt hier.
1:16:46  Johanna
Das hat was, das hat was damit zu tun, wenn es den Service gäbe, den ich in der Industrie hatte, der auch nicht, also wir haben auch geschimpft über,
1:16:55
Mögliche, was ja so nicht in Ordnung ist, wenn die IT bestimmte Sachen so und so entscheidet. Also es war nicht so, dass wir super glücklich waren mit allem
1:17:06
Aber es ist tatsächlich so, dass ich denke, in wenn da ganz viel gemanaged wird, dann kann ich mir das vorstellen,
1:17:15
Vorsicht, Klammer auf, wenn ich ab einem rechten kriege, Klammer zu.
1:17:23  Christian
Okay, das ist wichtige Einschränkung. aber ich ich habe jetzt bewusst jetzt mal die die Schneise auf die auf die Wissenschaftsarbeit gemacht, weil ich weiß, draußen in der freien Wirtschaft ist das gar nicht so unüblich. Und die Leute bauen sich ihr Nest,
1:17:36
gucken, was brauchen wir, damit das Nest am Lehmarken bleibt. Deswegen haben sie auch offen ausgewickelte IT-Servicepläne, wie sie das gemenscht kriegen. Und das funktioniert auch. Die haben sich dann auf fruritäre Software eingeschmissen, also Ingenieure, Elektrotechniker, Maschinenbauer, haben dann ihre Programme, in denen sind sie eingearbeitet, na klar.
1:17:52
Die gucken auch kaum noch über den Rand hinweg, weil sie es auch nicht müssen, weil ihr Eiter funktioniert darauf. Aber jetzt jetzt denke ich explizit in die Wissenschaft, weil,
1:17:59
Ich komme immer wieder hier an den Stellen, sei es in den Sozialwissenschaften, sei es in den Ingenieurwissenschaften, wo es halt nicht ginge, dass wir uns rein auf Software in der Form so einlassen, wie wir's manchmal gefühlt, gefordert wird oder zumindest.
1:18:12  Johanna
Damit los, dass wenn ich Studierenden, wenn ich jetzt studentische Forschungsprojekte habe und wenn ich mit denen, wenn ich denen irgendeine Software geben möchte
1:18:20
gibt es manche Software, also ich mach so teilweise Sachen mit so Lebenszyklusanalyse, da können die dann so 'ne Education nutzen, die ist zwar nicht freie Software, aber wenigstens kann das jeder Student auf seinem Laptop installieren und ich muss nicht
1:18:34
jetzt ein ein Hochschullaptop zur Verfügung stellen auf dem diese Software installiert ist den der Student dann also in Präsenzzeiten jedenfalls nicht die ganze Zeit dabei hat, weil das aber,
1:18:44
das mit zwei Laptops rumzulaufen und dann halt irgendwie auch das Risiko ist, was dann passiert mit dem Blatt
1:18:51
wenn der Student irgendwie sein Studium abbricht und, und, und.
1:18:54
Und das ist halt bei Phyton und und Co ist das halt viel einfacher. Da kann ich einfach sagen, ja, installiert euch das mal und
1:19:01
macht einfach mal, ich hab da, ich muss mir nicht Gedanken machen bin ich noch im Lizenzbereich oder wenn ich jetzt da.
1:19:09
Doch mal mit 'ner Firma auch spreche über das was ich da machen wollte, ist das dann schon
1:19:15
Bin ich dann schon raus aus der und dann das sind alles Dinge die kann ich mir dann sparen
1:19:24
ich habe natürlich auch,
1:19:27
ja das sind aber lass es einfach 'ne Sache bei den großen Tools also ich kam ich komme aus Mattlab, ich hab in im Studium viel Matlab gemacht
1:19:37
Das war natürlich nicht Open-Source, aber damals gab's auch im Internet alle möglichen Sachen zum Finden, wenn man Code gebraucht hat. Und das ist natürlich bei Phyton inzwischen auch der Fall. Das ist also auch.
1:19:47
Man jetzt ganz viele Sachen finden, aber das hat jetzt auch wieder nicht mit Open oder nicht Open zu tun, das hat jetzt was mit der Größe der Tools zu tun, aber ich bin jetzt grade an dem Punkt, wo ich sage, ne, Studierende, die das einfach sich installieren können, ohne dass ich mir Gedanken machen muss
1:19:59
Das ist ein großer Vorteil.
1:20:02  Christian
Jetzt mache ich mal eine provokante These. Eine provokante die Gegenthese. Muss man nicht gerade, weil du's sagst, wenn man jetzt an die Wirtschaft draußen denkt, die Studierenden dahingehend vorbereiten, dass sie für die Wirtschaft vorbereitet sind, wie die arbeiten und die arbeiten ja nicht mit freier Software, sondern oft in diesen.
1:20:15  Johanna
Ja, die Wirtschaftsarbeit, es gibt ja nicht die Wirtschaft in dem Punkt, sondern es gibt ja da ganz unterschiedliche Firmen und unterschiedliche also Organisationssysteme
1:20:25
und ich hab das schon als hilfreich wahrgenommen ein Stück weit zu wissen wie da was grundsätzlich zusammenspielen könnte weil wenn ich dann bei der IT was nachgefragt
1:20:35
Dann konnte ich vielleicht ein bisschen besser nachfragen als jemand, der irgendwie nur sagen konnte, geht nicht, ist blöd
1:20:41
aber das das finde ich ist jetzt nee, weil außerdem ändert sich das ja so oft und
1:20:48
also auch die pro prientäre Software ändert sich so stark die ganze Zeit. Also nur weil jemand vor, also was habe ich jetzt, ich habe jetzt einen Studenten, der hat tatsächlich mit,
1:20:58
nochmal gearbeitet vor 10 Jahren oder so schon mal als weil er irgendwie da Bock drauf hatte
1:21:04
Und jetzt macht er seine Bachelorarbeit und muss sich aber letztlich nochmal einarbeiten, wie das jetzt eigentlich geht mit Pyten so. Und das sind Dinge, das ist bei allen Software-Sachen so. Das ist,
1:21:15
natürlich hilft einem das, wenn man da schon mal was gemacht hat, aber es ist
1:21:18
An der Stelle muss ich meiner Uni recht geben, ist ein bisschen egal, ob ich in Oberon mal was gemacht habe oder in Pascal. Wenn ich dann in 10 Jahren später programmieren muss
1:21:28
ist es wichtig, dass ich weiß, es gibt ein if und ein Rs und solche Sachen, da ist es egal, ob ich in welcher Sprache, weil das kann ich eh nicht mehr auswendig.
1:21:37  Christian
Prinzip der, wenn dann, also das Konzept verstanden zu haben, ne, also dieses und Schleifen bauen und so weiter, also grund.
1:21:42  Johanna
Genau, da
1:21:43
da mal überhaupt sowas gemacht zu haben. Genau so ein bisschen wie die die Argumentation, wenn du mal Latein gelernt hast, kannst du auch eine andere Sprache gut lernen so. Also auch,
1:21:53
ne. So ähnlich ist die Argumentation an der Stelle, würde ich sagen. Deswegen, also ich finde, es ist das kann man so nicht sagen, was die Wirtschaft braucht. Ich würde,
1:22:01
schon sagen allerdings bei der Sache, wenn's umgeht Ergebnisse zu präsentieren, da geht's mir aber auch nicht darum, dass sie ihren PowerPoint das machen, das können die auch
1:22:10
Man kann auch mit super Notebooks Präsentationen machen oder man kann den irgendwas anderem Präsentationen machen, das ist nicht das Thema, also es geht mir drum, dass die Präsentationsfähigkeiten, die
1:22:20
die Fähigkeit, Dinge zu rüberzubringen, das ist wichtig. Aber auch wieder da, das ist nicht abhängig vom Tool so sehr.
1:22:28  Christian
Wie willst du das sehen?
1:22:30  Rabea
Also ich seh's von zwei Seiten, wenn ich an meine Arbeit denke bei, dann stehen wir ja für offene Wissenschaft und ähm
1:22:40
Forschenden im Forschungsdatenmanagement, im Kreislauf, die Fairprinzipien mit, also das und
1:22:50
User sein soll. Also davon abgesehen, dass es technisch nicht möglich wäre in meiner Arbeit, nicht Open Source oder Software zu benutzen
1:22:59
allein durch, also wir benutzen auch und, allein durch und wäre es auch.
1:23:08
Ja, häuslerisch, dann bei ZPMED nicht mit Open Source zu arbeiten.
1:23:14  Christian
Ja und also aber wie denkst du darüber sozusagen, also jetzt mal von dir heraus direkt so ausm Bauch, von der Leber weg.
1:23:21  Rabea
Also ich finde das total wichtig. Also gerade, also es ist ja nur möglich Wissenschaft offen zu machen, wenn man auch offene Tools nutzt dafür und das dann eben nicht probretär ist.
1:23:34
Also frei zum Bauhaus kann ich mir eine offene Wissenschaft und und Bildung nicht ohne offene Software vorstellen, jeden Fall.
1:23:43  Christian
Für mich wusste ich, ich drehe jetzt Vertreter ganz stark den Bildungsbereich, würde ich sagen. Erscheint mir das, als kein Gewinn und sehr, sehr schwierig. Bei der Wissenschaft, also im Rhein Forschung getriebenen Raum bin ich mir nicht so sicher,
1:23:56
ob es nicht tatsächlich propotiere Software und die gibt's mit Sicherheit gibt, die so gut ist, dass das mit freier Software niemals gestemmt werden könnte sozusagen.
1:24:06
Also das ist mit Sicherheit so, weil Geld bezahlt ja auch Leute, die es programmieren. Das muss man ja auch mal so sehen tatsächlich.
1:24:11  Tobias
Ja. Ja, das hört sich super.
1:24:16  Johanna
Lebenszyklusanalyse, Datenbanken letztlich so, da gibt's ja auch ein Programm, das heißt Open ACA, also das ist auch unter LYNUX und
1:24:23
so weiter verfügbar, aber die Datenbanken dahinter, wo das Ganze, welche ökologischen Effekte hat denn welche, was weiß ich, wenn man eine Schraube den Herstellungsprozess durchdekliniert und guckt.
1:24:34
Gibt es ganze Datenbanken dahinter und die sind kostenpflichtig, das ist auch ein Abo-Modell, wenn man da immer up to date sein will
1:24:42
Und da gibt's dann auch eine Diskussion darüber, ob das der Wissenschaft dient, wenn das so ist, aber das ist natürlich irgendwie nachvollziehbar, dass man dafür Geld bezahlt. So,
1:24:54
weil das einfach so viel Arbeit ist, wenn man diese kleinen, kleinen Details irgendwie in einem gewissen Qualitätsformat auch zur Verfügung stellen möchte
1:25:05
Ja, also da da würde ich jetzt sagen, das das ist wahrscheinlich bei anderen Themen vielleicht so, da kann man sagen, nö, das kann ja die die Crowd macht das, aber in dem Fall, glaube ich, ist die Crowd zu klein, um das,
1:25:15
in in diesem in dieser Detail-Tiefe so gut dann zu machen.
1:25:20  Christian
Aber es gibt ja auch so Mischmodelle, also die arbeiten ja mit der Open Source. E-Learning Plattform Elias bei uns in der an der Hochschule. Und da steht ja ein Verein hinter und der Verein,
1:25:28
sorgt ja dafür, dass der Elias ständig weiterentwickelt. Und wir nehmen ja als Hochschule auch Anforderungen auf, die wir teilweise auch.
1:25:34
Versuchen umzusetzen, also einfließen zu lassen und dafür nie mehr als Hochschule auch Geld in die Hand. Also wir stecken gar nicht mal so wenig Geld von der Campus IT, in die Weiterentwicklung dieser Plattform, weil wir sagen, für unsere Verhältnisse,
1:25:44
Wir brauchen hier in Mathe, weil jetzt um großes Thema zum Thema Prüfung haben wir jetzt viel viel Probleme, auch im PHP entdeckt, also Rundungsfehler durch PHP, die sich auch nie lösen lassen können bei
1:25:52
in der Programmiersprache drin stecken, was wir jetzt gelernt haben und wir sagen, OK, ist ja auch nicht die Lösung für alles sozusagen, aber man lernt und steckt halt Geld rein. Und da denke ich mir, es gibt ja so so Vereinsorganisationsstrukturen in der freien Softwareszene, die man ja mit Geld beschmeißen kann,
1:26:05
Ne, als Einrichtung sagen kann, ihr könnt das bitte machen oder wir unterstützen euch, dass ihr den Code sauber für uns weiterpflegt. Und wenn ihr's nicht mehr wollt, suchen wir uns einen anderen, der es für uns macht sozusagen. Und das ist ja dieses schöne Modell, dass man theoretisch wählen kann, wer es macht, aber ich gebe dir Recht,
1:26:18
Es gibt so eine gewisse Hoheit von Leuten, die sagen, wir haben eine gewisse Expertise. Also wir bringen da was mit. Wir haben uns da reingearbeitet, wir haben was aufgebaut. Und das kriegt man.
1:26:25  Johanna
Wenn die Gemeinschaft.
1:26:26  Christian
Gemeinschaft gestemmt.
1:26:27  Johanna
Man's nicht, weil.
1:26:29  Christian
Ja genau, genau, genau.
1:26:30  Johanna
Rieseneffekt erst, also ähm
1:26:33
ich habe mal eine eine frühere Kollegin von mir, die hat wahrscheinlich sowas in dem Bereich studiert, was der Konrad unterrichtet irgendwie, die hat dann mal so ein
1:26:41
Wissensmanagement in dieser Firma hochgezogen. Die hat dann auch so ein so ein internes so eine interne Social Media Plattform auch mit aufgebaut
1:26:51
da hat sie irgendwas gesagt von wegen 90% der Leute sind passive Nutzer bei sowas, Social Media, 90% der Leute lesen nur was da in dem Feed kommt, wenn sie überhaupt lesen,
1:27:05
und 10 Prozent sind aktive Nutzer, das heißt wahrscheinlich ist der Prozentsatz 10 schon ziemlich hoch
1:27:11
Wenn man sich überlegt, wie viel Leute bei Wikipedia beitragen, zum Beispiel und und da das war mein Punkt, ne, also
1:27:18
Man braucht dann sehr, sehr große Communitys, damit die Crowd die aktive Crowd irgendwas schaffen kann.
1:27:28  Konrad
Aber dennoch würde ich da tatsächlich reingrätschen. Also ich denke auch, also klar, wenn wenn jemand die Idee hat und so einen Service anfängt, dann dafür Geld nimmt, dann wird das erstmal fliegen, aber wenn man das,
1:27:39
Gesamtökonomisch betrachtet.
1:27:42
Bei diesen kommerziellen Identitäten fließt ja Kapital ab, ne, das heißt, die wollen ja eine Gewinnmarge fabrizieren. Rein theoretisch, wenn ich sage, okay, wir haben hier eine,
1:27:50
Daten sammeln oder irgendeine Art von notwendiger Arbeit zu tun. Wir geben das einem Verein oder einer einer offenen Community, geben ihnen Geld in die Hand für die gleiche,
1:27:59
Arbeit leisten das Ganze und produzieren damit offenen Content.
1:28:02
Müsste man ja eigentlich an der gleichen Ergebnis kommen. Eine reine hypothetischen funktioniert auch an vielen Stellen nicht, aber ich befürchte, das liegt mehr daran, weil wir es immer schon so machen und man müsste eigentlich mehr in diese Richtung gehen. Das fängt an bei
1:28:14
Schulbüchern, ne? Christian hat mich wieder nicht bezahlt. Bei Schulbüchern und Lehrmaterialien jeglicher Art eigentlich auch, ne? Und ich
1:28:22
möchte auch nochmal hier mein mein Open Science-Hout aufsetzen, auch wenn Rabea da schon sehr gut gemacht hat.
1:28:29
Möchte ich noch ganz zurück an die Wurzel der Wissenschaft gehen, ne? Also traue Keimen so ein etwa oder vertraue kein Worten von niemandem. Das ist,
1:28:37
Der Leitsatz der Royal Society. Also eine der ersten oder die erste also ja, Forschungsgemeinschaft sozusagen.
1:28:47
Und das kann ich nur, wenn ich alles habe, wenn ich die Daten in der Hand habe, wenn ich die Software in der Hand habe und diesen kompletten Prozess offen gestalten kann, nur dann macht, meiner Meinung nach, macht man Open Science,
1:28:57
eigentlich nur richtige Wissenschaft. Eigentlich ist das gute wissenschaftliche Praxis. Ne, jetzt rein von der von der reinen Lehre. Und ich weiß natürlich, gibt es kommerzielle Datenbanken, die einem das Leben viel leichter machen, aber
1:29:08
irgendwo irgendwo machen die auch die Arbeit und irgendwo fließt da Kapital ab. Darauf wollte ich einfach so hinaus. Aber es ist ein ein.
1:29:15  Johanna
Dran gedacht habe, ist, wenn man jetzt an so Schaltungssimulationsprogramme denkt, professionelle, kommerzielle Programme können da einfach doch nochmal ein Stück mehr.
1:29:25
Als jetzt so so Open-Source-Varianten wie KiKAD, die auch schon ganz viel können, aber natürlich liegt das dann daran, dass
1:29:33
irgendwie dann so und so viele Millionen tausend Hersteller sind, die irgendwelche Komponenten herstellen, wo man, was weiß ich was, wie viele Datensätze irgendwie zusammenkriegen muss und das ist irgendwie eine Arbeit, die ist auch, die macht, also Entschuldigung, auch wenn euch jetzt Kerneln kommt, wie ihr einen Spaß macht, aber die macht.
1:29:50
Macht einfach zu wenigen Leuten dann auch Spaß. Also.
1:29:54  Christian
Naja, beziehungsweise du musst ja auch bei DIN-Normen und so, da fallen ja auch Lizenzen noch mit rein und so, manche Firmen kaufen diesen ein und das muss ja dann auch wieder monetarisiert werden und so und dadurch und das kann halt so ein Hobbygemeinschaft, so ein Open Source
1:30:05
Projekt, was halt vielleicht aus Nerd-Freunden, die sagen fünf Leute, die sagen, das musst du auch mal so gehen. Das kann halt schwer daraus erwachsen. Das heißt, es steht immer, es fängt immer mit dem Grundkapital an, sozusagen und.
1:30:14
Jetzt sind wir bei der bei der Comments. Was ist denn alles Kapital und wäre das nicht so, wenn wir andere Strukturen unterliegende Unterstrukturen vielleicht auch schon nicht gehabt hätten? Wir haben hier halt nochmal einen anderen Zugang. Ich mache mal ein ganz verrücktes Beispiel. Berlin, Friedrichshain,
1:30:26
Der Stadtteil, also Berlin ist meine Heimatstadt, deswegen höre ich immer noch Berliner Radio sehr viel. Und da ist, die haben jetzt gerade beschlossen, dass sie, wenn sie in die Stadtstruktur,
1:30:35
Geld in die Hand nehmen und Pflastersteine zum Beispiel kaufen, müssen die Pflastersteine nach ökologischen Maßstäben werden die jetzt ausgeschrieben, das heißt, der Anbieter, der die Pflastersteine stellt, muss beweisen, wie die Lieferkette ist, wie die produziert werden, welche Stoffe da drin sind und, und, und.
1:30:50
Die verändern sozusagen die Ausschreibung,
1:30:53
Normalerweise musst du ja immer dreier ne ausschreiben, drei Anbieter einholen und dann immer den Anbieter, der am günstigsten ist, nehmen und sie sagen, nee, ein Kriterium ist jetzt, dass der Anbieter uns eben auch ökologisch beweisen kann, wie er sozusagen die Steine liefert, wo die herkommen, wie die produziert sind.
1:31:06
Und damit sind die innovativ und sie setzen dann sage ich jetzt mal einen Maßstab, der langfristig gesehen dafür sorgen wird, dass Firmen anfangen, sich damit zu rühmen und sagen, wir halten das ein. Also wir können das bedienen. Und dadurch verändert sich der Markt sukzessiv. Das heißt,
1:31:18
Einmal muss man einen Stein ins Wasser werfen und die Wurzel auch ein bisschen verändern, um eine Breitenwirkung zu machen sozusagen. Und das,
1:31:25
ist im Softwaremarkt passiert witzigerweise gerade bei Microsoft sehr stark, um jetzt mal die Bogen zu machen, weil ich finde Microsoft.
1:31:31
Geworden. Also ich nutze zum Beispiel auch.
1:31:35
Microsoft Visual Studio glaube ich oder so, was ja jetzt auch oben so ist, das habe ich jetzt auch schon ein paar Mal reingeguckt, ein bisschen drin gearbeitet und fand's jetzt gar nicht so schlecht, ehrlich gesagt. Und ein ein paar andere Sachen, die funktionieren,
1:31:45
aber im Bildungsbereich und jetzt das hat Konrad so schön reingeschmissen. Also wenn wir jetzt aufm Bildungsbücher gucken oder überhaupt Lizenzen, was ich schon gesagt habe oder eben diese diese ganze Welt von,
1:31:56
von Wissenschaftspublikationen, also Open Education, Open Access und diese ganzen Sachen, also diese offenen Standards, wo wir sagen, nur so schaffen wir es, ein Bildungsniveau zu halten, indem wir gewisse Zugänge schaffen, die nicht.
1:32:10
An finanziellen Mitteln gebunden sind.
1:32:13
Das finde ich halt ein bisschen Statut und es hat ja, es kommt auch nicht von ungefähr, dass wir in der Gesellschaft eigentlich an so einem Punkt angekommen sind, wo das ein bisschen aus Amerika getrieben,
1:32:23
weil die halt viel stärkeres Monetarisierungsmodell hätte im Bildungsbereich haben, wo wir sagen, wir müssen also wir verändern das, indem wir sozusagen ein Gegner schaffen und sagen, nee, Bildung und Wissenschaft sollte doch eigentlich 'n freien Zugang haben, damit wir sie überhaupt gesellschaftlich weiter wachsen können.
1:32:37
Das ist selbst in Amerika ein großes Thema geworden sozusagen. Und auch zunehmen wird. Und jetzt kommt die Frage.
1:32:44
Ist das auch nicht so, dass wir im Wissenschaftsbetrieb eigentlich davon abhängig sind, dass das so ist, meiner Meinung nach, weil ich kann mir das nicht anders vorstellen.
1:32:52
Dass wir nach oben, beziehungsweise anders gefragt, also bei Johanna weiß ich, du machst hier gerade, du bist hier gerade dabei, du hast ein Forschungsprojekt, ne?
1:32:59
ihr seid auch ihr seid sogar ziemlich weit, da habe ich das Gefühl, zumindest hatte ich den Eindruck, letztes Mal, als wir darüber gesprochen haben.
1:33:05  Johanna
Es gibt, ich weiß jetzt nicht, was du meinst, es gibt zwei Vorhaben, bei denen ich beteiligt bin. es gibt.
1:33:13
Wo wir der Kollege Eberhard Waffenschmidt und ich die Idee war
1:33:19
vor Coronazeiten einen Editor zu machen, um diese unübersichtliche Elias-Oberfläche zu umgehen, wenn man Formelfragen erstellt.
1:33:27
Also ich hatte davor schon welche erstellt und das fand ich ziemlich anstrengend und hab oft geflucht und hab gedacht aber eigentlich damit die Studierenden sich nicht immer nur die Lösungen über WhatsApp
1:33:36
schicken können, braucht man einfach viele Fragen
1:33:39
und da war die Idee so ein Editor zu bauen, wenn ich dann festgestellt habe, man kann da so eine XML-Datei exportieren aus Elias und dann müsste man ja irgendein Tool bauen können, mit dem man das machen kann.
1:33:50
Und da sind wir jetzt relativ weit, also da sind wir auch gegen Ende jetzt schon, da gibt's jetzt ein Aufgabenverwaltungstool als
1:33:56
Prototyp in Pyten und auch in der Auswertungsgeschichte, um genau diese Rundungsfehler, die auch schon kam und auch die Fehler, die man ja selber als Dozent immer auch noch macht, man hat ja dann doch immer so eine Aufgabe mit drin,
1:34:09
wo man die falsche Lösung angegeben hat, um solche Sachen nachzukorrigieren und das kann man mit diesem Tool machen. Da haben wir jetzt
1:34:18
da gucke ich jetzt gerade, ob wir eine Möglichkeit finden, das zu verstetigen, damit das also nicht nur jetzt grade funktioniert, sondern auch noch
1:34:25
in ein paar Jahren zusammen mit Elias, dass man auch Line solche Sachen machen kann
1:34:30
Das andere ist OER4EE also für erneuerbare Energien
1:34:38
da sind wir mit sechs Hochschulen zugange und das ist gefördert vom Land NRW OE.
1:34:44
Content NRW ist die von der Linie und da geht es darum, dass wir einfach Lernmaterialien erstellen, die dann eben richtig Open Education und Resources sind und.
1:34:56
Kollegen sind damit ja machen einfach Videos und und lässt sich auch Powerpoints
1:35:01
Aber da stellen wir uns natürlich auch schon die Frage, selbst mit PowerPoint kann man ja sagen, ne, das ist jetzt PowerPoint, das Closed Source an sich, aber PowerPoint ist so weit verbreitet, dass wenn ich jetzt, ne, dem Tobias meine Powerpoint schicke, dann ist er in der Lage,
1:35:17
diese Folie für seine Lehre anzupassen. Ich weiß nicht, ich glaube, er braucht die nicht, weil er was anderes lehrt, aber Hauptsache
1:35:23
Hauptsache ne, also es ist grundsätzlich möglich, das sind das sind so Fragen, die wir anfangen, uns zu stellen. was ist denn eigentlich mit Videodateien? stellen wir nur das
1:35:34
Video zur Verfügung oder auch ne, also gewisse Rohdaten, so die Audiospur, die Videospur separat,
1:35:41
vielleicht, sodass man als Nutzen da auch sagen kann, nee, also bei mir in meiner Veranstaltung, ich mache nur die eine Hälfte von dem Ganzen. Ich will mir das also
1:35:51
ich will mir Minute drei bis fünf und Minute sieben bis 10 zusammenschneiden und aber meinen eigenen Audiokommentar oder was auch immer. Ich weiß auch gar nicht, wie realistisch sowas ist.
1:35:59
Ne? Weil das ist ja auch.
1:36:01  Christian
Na ja oder ich will vielleicht aus eurem Material mal einen Audio-Podcast machen, weil je nachdem welche Lizenz ihr habt, dürfte ich das ja auch im Remix draus erstellen und nur das Audio nehmen und nicht das Video sozusagen. Äh
1:36:10
Also ne, wem mixen und so.
1:36:12
Auch ein großes Thema bei OER, also nimm das und nutze das für deine Zwecke weiter, je nachdem wie ihr das rauspubliziert und ich find das schon schön, das original Material so zur Verfügung zu stellen, dass sich das auch sehr, sehr gut weiterverarbeiten lässt sozusagen, also das.
1:36:24  Johanna
Ja, wir sind da, wir sind da gerade am Überlegen, was heißt das denn? Und diese Plattform Orca vom Land NRW, was dann hochgeladen werden soll, die gibt's ja auch noch nicht live. Das heißt, wir wissen auch noch gar nicht genau, was wir da,
1:36:39
Was ist auch eine sinnvolle Art, die Sachen zur Verfügung zu stellen? Wie funktioniert die Suchmaschine von Orca? Was was ist da möglich?
1:36:47
Meine die ich aktuell auf habe, weil die Hochschule leider bisher kein
1:36:55
Eine solche Möglichkeit selber zur Verfügung stellt. Da habe ich auch jedes Mal dann gefragt, wenn's die Möglichkeit gab, gibt's dann auch einen Git, aber ich weiß noch nicht, ob das Orca das kann. Also ich,
1:37:08
fürchte eher nein.
1:37:12  Konrad
Das, was man sich immer noch so sagen muss, muss man mal einzustreuen, weil ein Giter
1:37:16
tatsächlich einfach der hart ist und es also wir haben ja auch institutionell bei uns, bei auch ein eigenes Gitlab, zum Beispiel, es gibt viele Audias auch nutzen, teilweise auch fürs Forschungsdatenmanagement durch gewisse Erweiterungen
1:37:26
das kleinere Problem, was ich einfach dort sehe oder das Schöne ist, das geht selber ja eigentlich ein offener Standard ist. Das heißt, sollte sich jetzt irgendwie Giter wirklich zum total Empire entwickeln aus irgendwelchen Grund, ja?
1:37:39
Vielleicht wegen des Besitzers oder so, hä? Dann dann kann man,
1:37:43
relativ unproblematisch und zügig das Umziehen und dann läuft's halt auf Gitlab oder halt sonst wo, ne? Das ist der große, große Vorteil.
1:37:50  Christian
Sehr schön. Das heißt, Tobias, eine Welt mit oder ohne freie Software im Wissenschaftsforschungsbetrieb. Du bist ja schon am zehren gewesen, hast dich ja inspirieren lassen, insofern.
1:38:02
Erahne ich deine Antwort, aber ich bin mir nicht sicher.
1:38:05  Tobias
Ja, vielleicht müssen wir uns andersrum fragen, das vielleicht ist eine Welt denkbar jetzt auch ohne Software, ne? Also,
1:38:14
Ich weiß es nicht. Also ich ja, mir gefällt da Konrads Angriff zu sagen, wir,
1:38:19
hier im Wissenschaftsbetrieb und auch in der Lehre benutzen wir die Tools, wo man reingucken kann, wo man wirklich weiß, wie funktionieren die, kann dahinter schauen oder,
1:38:28
grade auch das Zusammenspiel von verschiedenen kleinen Software, wie es in Unix und ich dann,
1:38:35
um um meine Aufgabe zu erledigen. Das ist dann eventuell etwas umständlich, aber man hat es danach verstanden,
1:38:43
wenn dann unsere fettigen Studierenden,
1:38:47
in die Wirtschaft gehen und da dann halt vielleicht nicht so viel Zeit ist, sich damit zu beschäftigen, dann kann man natürlich eine Software nehmen, in der,
1:38:55
Die Lernkurve viel steiler ist, man das viel schneller lernt, aber weil man auch weiß, wie's was eigentlich für eine Funktion dahinter steckt. Und insofern hat sie denke ich da ihre Daseinsberechtigung, also zum Beispiel,
1:39:08
Ich habe mich jetzt nicht groß mit Videoschnitt auseinandersetzen wollen, auch wenn das jetzt ein Thema ist, Christian von der Diplomarbeit, aber oder,
1:39:17
eins deiner Themen. Und ich bin da mit Camtasia echt gut zurechtgekommen. Das ist eine Software und es ging wirklich intuitiv und schnell und so und hätte ich bestimmt auch mit einer freien Software hingekriegt, aber.
1:39:30
Es war Corona, ich musste schnell irgendwelche Videos erzeugen und das war, das war jetzt die effektivste Methode. Ich glaube, das ist dann dieser dieses
1:39:38
zweischneidiges Schwert, was verfehle ich dann hier auch haben, ne? Und sagen ne, wenn wir es beibringen,
1:39:43
auf den schweren, steinigen Weg, dann wissen's alle, nach einer Anwendung kann man mit dem Wissen dann vielleicht einfach effektiver solche Software bedienen.
1:39:51  Christian
Ein schönes Beispiel, weil's tatsächlich so. Also es gibt ja auch schöne freie Programme und OBS, also Open Broadcaster Studio, wird ja auch immer gern genommen, wenn's halt darum geht, so ein bisschen Streaming zu machen oder vielleicht auch mal ein paar Screencasts einfacher zu erstellen.
1:40:03
Aber die Lernkurve dort ist bedeutend bedeutend höher als jetzt mal schnell Camtasia zu nehmen und sich das schnell reinzuziehen, Pfeile reinzumachen und wieder rauszurändern.
1:40:12
das finde ich,
1:40:16
Spannend, weil das ist nämlich genau das das Thema im Bildungsbereich, weil im Grunde gebe ich dir Recht, also du hast relativ schnell einen einen Bedarf damit decken können, der auch naheliegend und richtig war.
1:40:25
Gleichzeitig hast du aber gesagt, also Hochschule oder Wissenschaftsbereich ist auch ein Feld, wo man experimentieren sollte, um Konzepte zu verstehen, also auch mal in den Code reingucken, weil man später nach der Hochschule, also die freie Universum vom Bildungs und Raum Aneignungsraum ja nicht mehr zur Verfügung hat.
1:40:40
Und dann aber die Konzepte mitbringt, um schneller in andere Software reinzukommen und so. Also es ist ein Spagat zwischen beidem und du hast.
1:40:47
Aus dem Arbeitsblickwinkel gesagt, ich habe jetzt ein Problem und ich brauche jetzt mal ganz schnell Software, die das Problem löst. Und da bist du mit Camtasia glücklich geworden.
1:40:55
Wahrscheinlich, weil dir auch nicht bekannt war, hätte ich's dir sagen können, dass es auch ähnlich gute Software gibt, die die du dir auch installieren könntest, aber,
1:41:01
brauchtest du nicht, weil das ist ja dann auch in aller Munde. Das ist halt so ein bisschen der Primus, weil sehr weit verbreitet und und viel Material draußen dafür da. Die sind doch gut aufgestellt. Und wir haben die Lizenz, das ist ja auch mal so. Man guckt ja, was man hat. Also
1:41:12
für dich zur Verfügung sozusagen und du bist nicht in die Situation gekommen, dass du reingucken musstest, um das Konrad Beispiel mal aufzugreifen, du musst es ja nicht hinter die Türen gucken, sondern du wolltest ja auch gar nicht in der Tür gucken, sondern wolltest ja schnell zu Po.
1:41:23
Ich finde aber die Idee, die du vorher gesagt hast zu sagen, eigentlich ist Hochschul, Bildung,
1:41:28
Hochschulforschung, auch der Bereich, wo man eben mal hinter die Hintertüren und Ecken auch in die Ecken reingucken muss, weil wenn wir das hier nicht tun, wo tun wir's denn sonst sozusagen, weil wir's draußen im im sage ich jetzt mal im betrieblichen Institutionen.
1:41:42
Wenig Raum, bis gar kein Raum oft für so was noch ist. Das heißt, wenn freie Software, dann doch eher in den Hochschulsektor oder im Bildungssektor und im Forschungssektor.
1:41:52
Wenn wir uns jetzt mal irgendwie fokussieren müssten.
1:41:55  Tobias
Würde ich sagen, ja, dann also es ist ja vielleicht auch ein Beispiel, wo ich mir jetzt auch länger Gedanken drüber gemacht habe, ist für eine Veranstaltung, in der es um auch Hardwareentwicklung geht und da gibt es natürlich auch,
1:42:08
eine Auswahl an Tools der Hersteller und ähm
1:42:12
Das wär natürlich auch schön für für Firmen nachher zu sehen, wenn die Studierenden gleich mit Praxiserfahrung an dem Tool Hersteller eins, zwei, drei, rauskommen, aber ich habe mich entschieden halt eine,
1:42:27
offene Software zu nehmen, die das auch Schritt für Schritt ausführt. Das ist dann halt nicht auf den Playknopf drücken und nachher kommt das fertig synthetisierte Modell raus, sondern man hat dann auch.
1:42:37
Zwischen Dateien, die weiterverarbeitet werden und genau, da kann man dem,
1:42:43
Syntheseprozess halt genau zuschauen. Und habe ich mir auch gedacht.
1:42:49
Halt, dass man da auf jeden Fall ein tieferes Verständnis dafür bekommt, wie das vom VHDL Beschreibung, einer Hardware bis nachher wirklich konfigurierten Bausteinen, was da alles passiert auf dieser langen Strecke.
1:43:03  Christian
Ich leite die jetzt mal so ein bisschen so die das die letzte Runde ein sozusagen, weil wir haben's jetzt auch schon zur fortgeschrittene Zeit. und ich fange mal bei Tobias gerade an, weil das gerade so schön passt.
1:43:12
Würdest du denn sagen.
1:43:14
Dass wir zu wenig über freie Bildung, Open Source, Open Software, freie Software reden oder findest du das Maß, in dem wir uns bewegen, eigentlich immer noch ausgewogen genug, dass wir sagen, man muss jetzt gar nicht mehr justieren,
1:43:28
Also wir sollten jetzt nicht hingehen und irgendwas ändern, sondern wie so wie es gerade gelebt ist, dass beides ist, da ist völlig okay.
1:43:32  Tobias
Die Frage, ob wir da zu wenig drüber reden denke ich ja vielleicht schon. Also.
1:43:38  Christian
Zu viel, also oder zu viel.
1:43:40  Tobias
Ja, es wie so manche Dinge, ich denke doch, man müsste schon mehr darüber reden oder einfach.
1:43:45
Austausch haben, um zu wissen, was gibt es da eigentlich an an Open Surce Möglichkeiten und so. Also das,
1:43:52
Johanna zum Beispiel sich mit den verschiedenen Aufgaben dann Ilias beschäftigt, das,
1:43:58
genau, das fand ich jetzt eine ganz wichtige Information, die ich jetzt hier aus unserem Gespräch heute mitnehme und ich werde mich da auch auf die Suche machen oder ich werde das schon.
1:44:08  Christian
Verlinken das in den. Jetzt ist das drin im Podcast, jetzt hast du da du hast jetzt hier Zuhörerschaft geschaffen, die sich dafür interessieren. Und alle, die das hören, sagen, Mensch Johanna, wo ist das? Das müssen wir jetzt ausprobieren.
1:44:17  Tobias
Genau und ich habe da auch eine eine ganze Menge. Ich habe da nichts zu gesagt. Ich habe mal meine E-Mail-Konzept nicht vorgestellt, aber ich habe eine ganze Menge von euren E-Mail-Konzepten mitgenommen
1:44:24
ich weiß ist wahrscheinlich auch nicht perfekt und so, aber das auch das hat zwar jetzt nicht direkt was mit der Open Education zu tun, aber ähm
1:44:33
einfach da drüber reden und mitzunehmen, dass es das gibt. Sonst, ich meine, wenn man nicht drüber redet, dann gibt's halt als Textverarbeitung nur denke ich mal, ist dann.
1:44:43
Das gleiche.
1:44:44  Christian
Rabea. Findest du, dass wir mehr über freie Software reden sollten im Bildungsbereich oder auch im Wissenschaftsbetrieb oder findest du das eigentlich so, wie es ist? Beides ist da, ist völlig okay. Oder weniger, im Grunde braucht man da gar nicht drüber reden.
1:44:58  Rabea
Also das auf keinen Fall. ich gehe da mit Tobias, wenn man nicht drüber redet, dann weiß man nichts davon. ich,
1:45:06
Bin, glaube ich, in meiner persönlichen Blase rede ich jeden Tag darüber
1:45:10
deswegen würde ich jetzt nicht sagen, dass das zu wenig ist, vielleicht noch in dem Hochschulkontext, wenn ich mich an meine Studienzeit erinnere und dies wirklich nicht lange her ähm
1:45:23
war das nie Thema, ehrlich gesagt. Also da war man eher so als Studentin im Watte gepackt, weil man eben,
1:45:30
Studierende Rabatte hatte oder dass man Software
1:45:34
sonst bekommen hat, die eigentlich kostenpflichtig ist, aber so wirklich über Open-Source-Lösungen gesprochen, kann ich mich nicht erinnern, leider.
1:45:44  Christian
Ja, man wird angefüttert in diese Richtung, aber in die andere Richtung wenig. Hättest du dir da mehr gewünscht, auch im Studium schon Kontakt dazu zu haben?
1:45:51  Rabea
Ja, auf jeden Fall. Also hätte ich gerne mehr hm Awareness und mehr.
1:45:59
Ja Vorträge oder vielleicht auch Workshops dazu erwartet.
1:46:06
Ja. Also Hochschule ja, bitte mehr davon in meinem Berufskontext ist gut so, wie es ist.
1:46:14  Christian
Aber da hast du ja vier, darf ich ja gehört. Da hast du ja auch einen guten Ansprechpartner, der dich gut mit.
1:46:18  Rabea
Ja, auf jeden Fall.
1:46:20  Christian
Johanna, würdest du sagen, dass wir das Thema noch ein bisschen weiter ausbreiten sollen, also auch aus dem Bildungsprinzip heraus, vom Zentrum für Lehrentwicklung, sollte das mehr ein Thema sein, auch in Schulungen oder unter Kolleginnen oder
1:46:30
Studierende oder denkst du es eigentlich so wie es ist, alles ist ja da, man hat das Wissen, der eine macht so, der andere so.
1:46:38  Johanna
Hm, also ich wünsche mir mehr Support. ich habe jetzt auch Kontakt zu einem Neuberufenen Kollegen, der einen Job hatte
1:46:47
und den hätte ich auch gerne und den gibt's an der TH noch nicht und ich wünsche mir an der Stelle mehr Support. So, ne, dass da
1:46:57
wie soll ich sagen, dass die Infrastruktur auch für solche Open-Source-Sachen besser wird. Aber
1:47:04
Ich wünsche mir,
1:47:07
nicht unbedingt, also dass ich jetzt irgendwie rummissionieren müsste und bei jedem Kaffeegespräch jetzt über
1:47:15
Open Source als Weltrettungsidee oder so. Also das ist,
1:47:19
das ist auch nicht so mein Thema, ne? Also es ist mehr so dieses da gibt's so tolle Tools, die man nutzen kann, wo man die Lehre, innovativer, digitaler und was weiß ich was gestalten kann
1:47:32
da wünsche ich mir mehr Support und weniger, dass so gesagt wird, na die Hochschule ist hat sich für ein Betriebssystem entschieden und mehr wird auch nicht unterstützt
1:47:41
So, also das mir ist aber auch klar, dass das Geld kostet und dass man da eben gucken muss, wie man sowas priorisiert, wenn sich da so viele Lehrende dann immer alle möglichen Sachen wünschen.
1:47:51  Christian
Und im kollegialen Kreis untereinander, dass man sich ein bisschen mehr befruchtet auch mit, weil du sagt es gerade, ein Kollege, der jetzt kommt, Jupiter hat, der hätte da hat da Ideen und dann.
1:48:01  Johanna
Ja, da, wir haben am, am Cologne Institute for Renewable Energy in der AG., da gibt es also schon so einen gewissen Austausch, das heißt, da
1:48:09
unterhalten sich vor allem die Doktoranden, die in Phyton ihre Simulationen machen, aber auch Studierende, also ich schicke da gerne meine Studierenden hin, die dann
1:48:18
ihre,
1:48:21
Fragen stellen können oder sich informieren können, wie machen andere was und die dann besser reinkommen in dadurch
1:48:28
Das ist dann sehr spezifisch auf das Tool bezogen, ansonsten haben wir jetzt also ich hab noch einen Kollegen am Institut, der auch viel mit arbeitet, der ist mir jetzt witzigerweise irgendwie gar nicht eingefallen, als das hier
1:48:40
ging, deswegen ich weiß nicht, ich kam auf auf na ja.
1:48:46  Christian
Leer.
1:48:47  Johanna
Und und das ist aber und da gibt's scheinbar einen Austausch, also der hat mir seine Latech-Folien zur Verfügung gestellt als Template, die habe ich dann eine zeitlang benutzt, dann habe ich mich mich ein bisschen
1:49:01
verändert, hab ein bisschen mein eigenes Ding gebaut und so und das ist
1:49:06
da gibt es schon einen gewissen Austausch. Also für mich ist da, ich ich weiß nicht, vielleicht ist das ein typisches Ingenieursdenken. Ich will da einfach was haben, was gut funktioniert und was eine gute Lösung ist
1:49:18
Und damit kann man, glaube ich, viele Leute kriegen. Und wenn ihr jetzt, ne, zum Beispiel Notebooks, eine super Sache für viele Lehrende sind, dann ist es eine super Sache, vom Zettel eh aus die didaktisch. Ähm
1:49:30
also zu erklären, warum das eine super Sache ist. Wenn das aber nicht so ist, vielleicht für manche Leute oder wenn irgendein Programm eben nicht so praktisch ist, dann äh
1:49:40
ist egal, ob's Open-Source ist, dann braucht man das halt jetzt gerade nicht für die Lehre.
1:49:44  Christian
Diplomatische Antwort. Konrad, hast du das Gefühl, wir reden eigentlich viel zu wenig im Wissenschaftsbetrieb über freie Software und Open Source oder würdest du sagen, ach egal, braucht man eh nicht mehr drüber reden.
1:49:57  Konrad
Ist die Frage, was man mit wie er meint, ich befürchte, ich rede eigentlich den ganzen Tag nur drüber. Rabea kann das unterstreichen. ja dennoch glaube ich,
1:50:06
Ja, sollte, sollte das etwas homogenisiert werden, nicht nur ich drüber reden, sondern auch viele andere auch.,
1:50:12
Und auch wenn ich hier immer so die ganz radikale Art und Weise vielleicht vorlebe, würde ich das jetzt auch nicht von allen als Anspruch erheben. Aber dennoch glaube ich, dass viele Leute Rabe hat das auch vorhin so schon gesagt, so ein Wattebausch, Watte, Watte gepackt und das gar nicht antesten. Und ich würde da mir mehr Mut wünschen, mal was auszutesten
1:50:29
Und tatsächlich ist das eine riesen coole Spielwiese,
1:50:33
Und man kann so viel lernen. Wir sind ja jetzt zum Lernen. Das ist es geht ja um um Erfahrung sammelnd und natürlich geht's auch noch um Lösungen zu generieren, ja? Also klar, wenn ich irgendwie eine Slines haben möchte und irgendwie jetzt die haben möchte, dann möchte ich irgendwie das mit PowerPoint machen und eben nicht durch und Beamer und sowas durchgehen.
1:50:48
Nachhaltig ist es nebenbei viel besser und kurz gesagt,
1:50:53
Ich würde sagen, ja, wir sollten mehr drüber sprechen. Wir sollten mehr Leuten die Möglichkeiten zeigen und vielleicht auch so kleine Anfänge zeigen, ihr auch, wie die Karten einen super Einstieg nebenbei, ja, um um einfach mal anzufassen, was da draußen geht und auch mal ein bisschen programmieren. Kennst du denn unter die Haube zu blicken
1:51:06
und.
1:51:07
Vielleicht selber mündlich zu sein, zu sagen, OK, in dem Fall nutze ich jetzt dieses coole Open Source, in dem Tool, in dem Fall nutze ich jetzt einfach mal dieses tolle, glatte, probletäre Ding, was einfach, getting shit macht für mich, ja? Und einfach die Sachen fertig macht.
1:51:21  Christian
Okay, jetzt habe ich mir zum Schluss noch Fragen überlegt, die ich euch gerne mal einfach so,
1:51:27
den Kopf schmeißen möchte und ihr guckt mal, wie ihr, ob ihr kurz oder lang darauf antwortet, dass ihr euch freigestellt. Also man kann auch mit einem Satz oder mit einem Wort darauf antworten oder eben ausführen, wo man das Gefühl hat, dass es erklärungsbedürftig.
1:51:37
Und bei Konrad habe ich mir gerade überlegt, habe ich eine Frage, die ich, glaube ich, ganz gut passt. Konrad, würdest du sagen, sprichst du von Linux oder benutzt du Linux.
1:51:45  Konrad
Die alte Debatte. Also man muss sie tatsächlich kurz ausholen, denn.
1:51:51
Ist eigentlich nur dieser harte Kernel, also diese dünne Schicht zwischen Hard- und Software sozusagen und alles drum herum, das ganze Universum, also von ähm
1:51:59
LS und CD, was wir vorhin alles hatten, solche Sachen, also die ganzen Applikationen, die ihr das Ding erst nutzbar machen, ist eigentlich sozusagen
1:52:05
Gnie war zuerst und dann wurde der Kernel geschrieben, früher war der angedacht und solche Späße, also wir können jetzt hier in groß in die Historie einsteigen, machen wir nicht..
1:52:15
Persönlich spreche meistens von Linux, aber ich weiß, man sollte eigentlich GNUlinux sagen und damit auch der, den, dem ganzen Ökosystem drum herum ihre Schulden oder ihre Tun.
1:52:26  Christian
Alles klar, also Tobias, dich würde ich gerne fragen, du bist ja.
1:52:31
Bisschen unterschiedlich unterwegs, aber ich glaube, ich habe vorhin schon gehört, aber ich frag's trotzdem mal. Wenn du dich entscheiden müsstest zwischen einer freien Textverarbeitungssoftware, ist es OpenOffice aus Tradition,
1:52:43
LibreOffice, weil es pragmatisch jetzt ziemlich verbreitet ist oder doch eher Latex oder ähnliche Werkzeuge, die Textsatzsysteme sind.
1:52:51  Tobias
Ja, Latex ist denn die kurze Antwort, hatte ich ja vorhin auch schon gesagt, so, weil ja, what you get is what you want? Das ist mir dann doch irgendwie lieber und ja.
1:53:05  Christian
Super, ja, finde ich gut, reicht. Johanna, Kommandozeit oder doch grafische Oberfläche?
1:53:11  Johanna
Also.
1:53:14
Kommt drauf an, kann ich immer nur sagen, also natürlich mache ich ganz viele Sachen auf der Kommandozeile und irgendwie.
1:53:24
Gibt Status oder irgendwie solche Sachen, wobei ich das mal jetzt auch lernen möchte, diese E-Mails Geschichte davon.
1:53:32
Aber ich kann's noch nicht, also ich hab's noch nicht ausprobiert. und ansonsten also.
1:53:42
Es gibt halt Befehle auf der Kommandozeile, da kann man ganz schön viel Mist machen und ganz schön viel kaputt machen, wenn man aus Versehen
1:53:48
dann, wenn ich in dieser Situation bin, dass ich denke, hm, ich weiß gar nicht, was ich da tue, dann ist mir meistens die grafische Oberfläche so eher
1:53:57
dass ich da mehr verstehe was ich tue
1:54:00
Wenn ich aber einigermaßen verstanden habe, wie der Befehl funktioniert, dann bin ich halt auf dem Terminal schneller. Also bevor ich dieses, das ist der Package-Manager in Open Suse starte, der ziemlich viel Ressourcen braucht
1:54:12
dann mache ich das mit der Kommandozeile mit dem, mit dem Befehl und kann da auch meine Software updaten und nach installieren, was ich da möchte.
1:54:21
Das ist also von dem her, ich kann da jetzt nicht also ich könnte nicht auf eins von beiden verzichten, das muss ich jetzt wirklich so sagen.
1:54:30  Christian
Also sowohl als auch. Okay. Finde ich gut.
1:54:33
Debian. Du hast ja erzählt, du bist sehr stark von Konrad beeinflusst. Und Konrad hat dich auch sehr stark in diese noch ein bisschen oder fördert dich in diese Richtung, ob du jetzt von alleine auch drauf gekommen wärst, weiß ich jetzt nicht, aber ist zumindest dabei, dass du dran bleibst.
1:54:45
Jetzt stell dir mal vor, Konrad müsste jetzt mal in ein Paralleluniversum für ein paar Jahre verschwinden, weil der ist jetzt weg, der wurde abgerufen. Sozusagen. Und du sollst die Fahne hochhalten,
1:54:55
Würdest du hingehen und würdest sagen, dass du die Welt verbessern willst, indem du allen Leuten auch die guten Seiten von erzählst und ihnen nahe legst, das doch unbedingt mal zu probieren? Oder würdest du sagen, so wie du, na ja, beide Welten sind okay, lass die Leute doch selber leben.
1:55:09
Solange wie Konrad weg ist.
1:55:11  Rabea
Ich glaube Konrad macht auch das zweite. Also ich würde es niemandem aufzwingen, aber ich würde auf jeden Fall auch ein bisschen fan-girlen für Linux.
1:55:23  Christian
Sehr schön. Super Antwort. Danke.
1:55:28
Ja jetzt würde ich sagen, in der letzten in den letzten paar Minuten kriegt jeder auch die Chance nochmal so vielleicht nochmal ab für sich einen abschließenden Satz zu sagen in Bezug auf diese Folge jetzt oder in Bezug auf das Thema oder was auch immer
1:55:41
immer oder was er schon immer sagen wollte zu zu für oder gegen Linux oder für oder gegen andere Betriebssysteme oder freie Produkt oder nicht freie Produkte.
1:55:50
Sozusagen die Abschlussrunde mit allen Gedanken, die euch noch durch den Kopf gehen. Wenn ihr keine habt, müssen wir.
1:55:57  Konrad
Eine Gedanke.
1:55:58  Christian
Ja genau, du, das darf nur einer sein.
1:56:03  Johanna
Ich habe vielleicht jetzt was ganz persönliches, ich habe schon irgendwie als Kind mal so ein Wärmflaschenpinguin geschenkt bekommen, vielleicht war das irgendwie schon die Vorprägung.
1:56:15  Christian
Muss man jetzt sagen, der Hörerschaft, die Linux nicht kennen, das Maskottchen von Linux ist ein Tux, also ein Pinguin sozusagen, ein ganz Süßer und der heißt Tuchs.
1:56:23
In der Bildungswelt, also ich benutze ja relativ viele freie Programme, also G-Compriss und Tuxpaint und TuxMath und so. Und das ist immer der Pinguin, der als Maskostchenfigur sozusagen durchgängig in diese Spielewelten für Kinder unterwegs ist.
1:56:36
Meine Tochter liebt es, sie ist großartig. Wunderbar, ich würde sagen, es ist jetzt auch spät, ich bedanke mich für alle, die da waren.
1:56:44
Schön, dass ihr mal so einen Überschlag gemacht habt. Heute war ja tatsächlich mal so ein bisschen von dem Betriebssystem über Software hin, in den Wissenschaftsbetrieb zu gucken. Das war komplett überhaupt nicht fokussiert, was ich aber auch,
1:56:55
persönlich ganz gut fand, da mal so eine allgemeine Überblick zu schaffen, so aus verschiedenen Blicken, die wir jetzt hatten.
1:57:00
und ich würde sagen, dass ich das Thema mit Sicherheit nochmal aufgreifen werde und freue mich über jeden, der dann auch Lust hat, da nochmal dran zu bleiben, vielleicht ein bisschen fokussierter Richtung Open Science mal ähm
1:57:11
denken, wobei ich aufpassen muss, dass ich nicht nur Konkurrenz zum Open Science Radio nachher noch habe, versehentlich sozusagen.
1:57:18  Konrad
Alles gut, alles gut.
1:57:20  Christian
Ja, vielleicht haben wir ja sogar mal eine Folge zusammen gestalten, müssen wir mal gucken. Das wäre vielleicht auch mal spannend.
1:57:24
Ich freue mich über jeden, der da war und hoffe, dass es für euch auch unterhaltsam war. Vielen Dank, dass ihr so zahlreich erschienen seit heute.
1:57:33  Rabea
Danke auch.
1:57:34  Tobias
Ja und danke auch.
1:57:35  Johanna
Danke.
1:57:36  Konrad
Danke dir Christian.
1:57:48  Christian
Diese Folge steht unter einer CC bei SA-Lizenz.