Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

subscribe
share





episode 1430: Das Mercantile [transcript]


Ich gebe es gerne an dieser Stelle einmal zu: Um mich ein wenig auf meine Gesprächspartner:innen vorzubereiten, hole ich mir „Unterstützung“ im Netz. Ich les mich ein bisschen über die Verbindung zur Kunst ein, lasse mich weitertragen zu dem ein oder anderen Hintergrundinformatiönchen und freue mich immer tiefer in das digitale Gegenüber einzutauchen. Umso mehr steigert sich meine Vorfreude auf das dann folgende analoge Kennenlernen.

Wie aber, wenn sich einfach nichts googeln lässt? Bzw. es hört 2018 auf? Ganz ehrlich, da stoße ich ein wenig an meine Grenzen. Mein kunsthistorischer Hintergrund ist ja nun immer noch ausbaufähig und meine Fähigkeiten Bezüge herzustellen, lassen bestimmt auch den ein oder anderen amüsiert reagieren. Und genau an der Stelle stehe ich nun.

Mir gegenüber sitzt nun – ich sehe es genau, du schmunzelst breit wie ein Honigkuchenpferd – der Herr mit dem wunderbar wohlklingenden Namen bzw. Titel Dr. Philipp Herzog von Württemberg.

Als ich Philipp von Württemberg das erste Mal in die Suchmaschine eingetippt habe, musste ich schmunzeln. Denn Philipp von Württemberg wurde am 30. Juli 1838 in Neuilly sur Seine geboren. Ganz ehrlich, sooo alt siehst du nun auch wieder nicht aus.

Und meine Vorfreude dich näher kennenzulernen – trotz Herausforderungen bei der Recherche – ist ungetrübt. Ganz im Gegenteil, ich bin so gespannt, mehr über dich und deine Spuren in der Welt der Kunst zu erfahren.

Also ich weiß, dass du bis 2018 Chairman von Sothebys Europe warst, dort einen fantastischen Giacometti Verkauf verantwortet hast und dich dann laut Presse sehr spontan zurückgezogen hast. In einem einzigen Artikel habe ich lesen können, dass du nun wieder als Kunstvermittler eingestiegen bist. Über einen digitalen Zugang findet man die Philipp von Württemberg Art Advisory aber nicht. Also nutzen wir die Chance und lernen uns auditiv kennen.


share







 2021-06-21  1h4m
 
 
00:00
Music.
00:05
Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit.
00:11
Music.
00:19
Gebe es gerne an dieser Stelle einmal zu. Um mich ein wenig auf meine Gesprächspartnerinnen vorzubereiten, hole ich mir Unterstützung im Netz.
00:29
Ich ließ mich ein bisschen über die Verbindung zur Kunst ein, lasse mich weitertragen zu dem ein oder anderen Hintergrundinformationchen und freue mich immer tiefer in das digitale Gegenüber einzutauchen.
00:42
Umso mehr steigert sich meine Vorfreude, auf das dann folgende analoge Kennenlernen.
00:48
Wie aber, wenn sich einfach nichts googeln lässt, beziehungsweise es hört einfach zweitausendachtzehn auf.
00:56
Ganz ehrlich, da stoße ich ein wenig an meine Grenzen,
00:59
mein kunsthistorischer Hintergrund ist ja nun immer noch ausbaufähig und meine Fähigkeiten Bezüge herzustellen, lassen bestimmt auch den ein oder anderen amüsiert reagieren. An genau an der Stelle stehe ich nun
01:12
mir gegenüber sitzt nun, ich sehe es genau, du schmunzelst
01:16
breit wie ein Honigkuchenpferd, der Herr mit dem wunderbar wohlklingenden Namen beziehungsweise Titel, Doktor Philipp Herzog von Würtemberg.
01:25
Als sich Philipp von Württemberg das erste Mal in die Suchmaschine eingetippt habe
01:30
musste ich schmunzeln, denn Philipp von Württemberg wurde am dreißigsten Juli achtzehnhundertachtunddreißig geboren.
01:39
Ganz ehrlich, so als siehst du gar nicht aus.
01:43
Und meine Vorfreude dich näher kennenzulernen. Trotz der Herausforderungen bei der Recherche ist ungetübt. Ganz im Gegenteil. Ich bin so gespannt, mehr über dich und deine Spuren in der Welt der Kunst zu erfahren.
01:55
Also, ich weiß, dass du bis zweitausendachtzehn Schermen von warst.
02:02
Dort einen fantastischen Giaco-Metti-Verkauf verantwortet hast und dich dann laut Presse sehr spontan zurückgezogen hast.
02:09
In einem einzigen Artikel habe ich lesen können, dass du nun wieder als Kunstvermittler eingestiegen bist.
02:15
Über einen digitalen Zugang findet man die Philipp von Württemberg Art Advisory aber nicht. Also nutzen wir die Chance und lernen uns nun Audities kennen.
02:26
Bitte erzähl mir ein bisschen von dir.
02:28
Oh Gott. Was soll ich anfangen? Oh Gott. Achtzehnhundertachtunddreißig. Nein, wir können ein bisschen spät. Später. Erzähl. Aber ich find's ja schon spannend.
02:39
Achtzehnhundertachtunddreißig Philipp von Württemberg und jetzt sitzt mir neunzehnhundert irgendwas Philipp gegenüber. Wo ist denn der Bezug? Der Bezug ist da, dass dieser Philipp Württemberg meine Ur-Urgroßvater war, der
02:50
in Wien lebte, das war sein Stadtpalais, eine Nebenlinie der Könige von Württemberg in Österreich
02:58
für die katholische Linie. In Württemberg waren sie Protestanten, die Könige. Und als der letzte König vom Württemberg Wilhelm der Zweite keinen Nachfolger hatte.
03:07
Nachgeforscht, wo es in den nächsten Württembergen. Da gab's diese österreichische Linie
03:11
und da kam mein Großvater, auch Philip, das war der zweite Philipp, mit seinem Vater Albrecht aus Österreich nach Deutschland, um das Königreich zu übernehmen, noch vor Beendigung der Monarchie
03:21
und das war mein Großvater dann, der hieß Philipp und ich bin der dritte Philipp in dem in dem Bunde
03:26
bin ganz stolz, einer von den Dreien Philippe zu sein. Mein großer Vater war auch Doktor. Äh Joa, ich bin der zweite Doktor in der Familie in Kunstgeschichte.
03:35
Ja und da komme ich her, aus diesem, aus diesem Zweig, der Herzog von Württemberge, beziehungsweise der Könige von Württemberg und das hat mich geprägt in einem gewissen Sinne, dass
03:43
Kunstkultur mich geprägt hat, weil ich in einem Haus aufgewachsen bin, was mich näher gebracht hat, eine Kunst. Also. Da wächst man natürlich muss ich zugeben, in einem Schloss auf, wo viel Kunst ist
03:53
alte Kunst, mittelalterliche Kunst bis zur Neuzeit, aber mein Glück war, ich habe eine Mutter, die Künstlerin ist. Unser erstaunliches, meine Mutter
04:01
Künstlerin, aus dem Hause Frankreich, da ist ein Linked auch da, weil dieser Ururgusvater Philipp, dessen Motor war auch eine wie meine Mutter. Es waren alle immer sehr künstlerisch begabt. So, diese künstlerische Begabung meiner.
04:14
Mutter hat sich auf mich ausgewirkt, ausgewirkt, insofern, dass ich als kleiner Bengel einer von sechs Geschwistern sehr gerne bei meiner Mutter Matelier war. Und dort mit
04:23
geholfen habe am Anfang. Also man musste erstmal mit kennenlernen, das heißt Pinsel richtig putzen können, wissen wie eine Leinwand vorbereitet wird und so weiter und das habe ich wirklich jahrelang Spaß gehabt bei meiner Mutter im Atelier zu sitzen. Und habe da gelernt
04:37
künstlerisch zu zu entfalten letztendlich
04:40
und aus dieser künstlerischen Entfaltung und Hilfe meiner Mutter, die zeitgenössisch gemalt hat und so weiter auf Ausstellung gegangen ist, habe ich viel gelernt, auch mit anderen Künstlern, mit denen sie zusammengearbeitet hat. Und ich war in dem Schloss da und habe mich für Möbel am Anfang interessiert, weil ich war, ich bin der Bastler, ich war immer ein kleiner Bastler, habe immer gern geflickt, gemacht
04:57
zusammengebaut und so weiter. Möbel war ein interessantes Objekt und in so einem Schloss, wo ein bissel Kälte und Wärme
05:04
sehr, sehr unterschiedlich ist, fallen von Möbeln noch ein paar Stücke immer wieder weg, Foniere und so weiter. Dann habe ich angefangen, die hinzu
05:10
mit billigen Kleber, bis meine Eltern gesagt haben, jetzt lernst du mal, wie man das richtig macht. Also wurde ich mit vierzehn zu einem Möbelrestaurateur geschickt, um mal nur für zwei Wochen in Osterferien zu lernen,
05:22
Was heißt Möbel restaurieren? Die dir macht Spaß, lern doch da was. Und war dort bei den Möbelrestauratoren, fand das toll. Hab gelernt, wie man Möbel also.
05:31
Angelernt mitgeschaut, wie man Möbel restauriert, was es heißt, Restauration, Politur und habe in dieser Zeit und schon mit vierzehn, fünfzehn, sechzehn viele Bücher gelesen über Möbel, Möbel, Stiel und so habe ich mir meine Kunstgeschichten.
05:44
Wissen angeeignet, was Möbel, Möbel Kunst, Möbelstiele angeht und aus dem heraus immer mehr Interesse an.
05:54
Antikitäten und Möbel lebten wir natürlich aufm Land und in Süddeutschland, wo das Schloss ist und meine Eltern haben.
06:00
Wohltätige Zwecke aus den Dachböden, wo dieser voll sind in manchen Schlössern, Flohmärkt.
06:06
Drei Flohmarkt in der in der Reihenfolge organisiert und die Möbel und.
06:10
Dinge, die wir nicht mehr nutzen, zu verkaufen für einen mutigen Zweck. Das war für mich das Eldorado in einem der
06:16
der mit Kunsthandwerk mit Möbeln und Antiquitäten zu tun hat und da war auch noch das Merkantiele dabei. Da habe ich herausgefunden, na ja, restaurieren ist eine gute Sache, aber ich glaube, der Verkauf ist, ist lukrativ an. Also war ich da auf diesen Flohmärkten, habe selber Dinge
06:30
verkauft. War stolz mit fünfzehn, sechzehn ärmliche solche
06:35
interessante Menschen, die zu meinen Eltern kamen und natürlich was Schlosshausen war wichtig, der Flohmarkt, da kamen Leute aus Gesellschaft, aus
06:42
Tick und so weiter und kauften eben Möbel und wir haben die Dinger für gute Preise verkauft. Machen wir ein bissel mehr als veranschlagt wurde von irgend so einem Kunsthändlerfreund, meine Eltern und da waren wir stolz, hat mein Geschäft gemacht.
06:53
Mein erstes richtiges Geschäft war eigentlich das und das habe ich auch immer erzählt, war da kam ein Mann da zu mir am Stand und hat gesagt, ich suche so einen Bierhunden
07:02
sind schön.
07:04
Ich habe keinen, ich finde ihn ein. Ich bin eine halbe Stunde über den Flohmarkt rumgerast, habe eingekauft für fünf Mark, hab's für zehn Mark an ihn weiterverkauft. Sauber. Und da habe ich gemerkt.
07:13
Ist das doch was tolles, das mag einen Tele. Kaufen, verkaufen, günstig kaufen, verhandeln und so weiter. Und da kam das Merkantele rein, neben diesen künstlerischen
07:23
immer noch weiter mit meiner Mothematerie sein, immer noch weiter sicher, für Möbel interessieren, vielleicht auch Restaurationen machen. Da kam so als Kindeswunsch, ich will mal Händler werden
07:31
ein Kunsthändler, Möbelhändler mit einem dicken Laden
07:36
München, Paris, New York. Als Halbfinose, meine Mutter Franzosen war natürlich Paris wichtig, München war das war damals der wichtigste Platz für Kunsthandwerk, für Antikitäten, da waren die besten, größten Händler. Natürlich werden jetzt die Düsseldorfer sagen, es war bei denen, aber als Schwabe konzentriert man sich gerne auf Süddeutschland
07:52
weil die Weißwurstlinie, die Donau, da geht man nicht mal nach Norden. Soll ich dir mal was verraten.
07:56
Meine Mutter ist Münchenerin und mein Vater Mecklenburger und ich bin in Köln aufgewachsen. Bei Köln. Ja. Also ich kenne das mit dieser.
08:03
Weißwurstlinie sehr gut. Sehr gut, genau. So und da kommt's eine ins andere rein und nach der Schule oder ich habe aus Abitur mit Kunstgeschichte gemacht und so weiter und dann überlegt man sich, was macht man dann? Und meine Eltern waren immer recht
08:18
cool und sehr offen und haben gesagt.
08:20
Was dir Spaß macht, mach es. Und mir hat immer Kunst und Antuitäten und der Handel Spaß gemacht und danach haben mich
08:28
letztendlich gefördert, indem sie gesagt haben, mach, was du für richtige hältst. Auch der Schule, Abitur kann natürlich die übliche Bundeswehrzeit und so weiter und dann bin ich nach der Bundeswehrzeit gleich zu einem großen Auktionshaus gegangen. Die hatten wie Sarabis diese Jahreskurse angeboten,
08:43
Kunstgeschichte lernen, hat man Kunstgeschichte am OB.
08:46
Gelernt. Also Neuzeit bis heute am Objekt, das heißt über Möbel, über Waffen, über Bilder, über Silber, Porzellan und zwar ein Jahr, ein nennen wir so ein Vorstudium. Und ich fand das so cool und so
08:58
erfrischend und so lehrreich, da war man am Objekt dran und lernte von Leute aus dem Auktionshaus, die das Merkantiale hatten über Sachen.
09:06
Als Museumsmenschen, an Museumsmensch schaut sich ein Objekt an, sagt kunsthistorisch wichtig und so weiter. Aber die anderen sehen es und es sind die zwei Welten
09:16
Das Objekt ist zwar kunsthistorisch, wisst ihr, aber es gibt keinen Markt dafür, also was sind die interessanten Dinge für einen Markt? Und das fand ich einfach sehr viel interessanter, das äh das da trete man mehr ein größeres Rad, da tritt immer mehr um
09:29
Und nach diesem Jahr wollte ich dort bleiben. Da hat man meine Eltern gesagt, mein Vater vor allem dann als Studier mal was.
09:37
Du bist jetzt gerade mal äh vierundzwanzig, du wirst ja nicht gleich in den Handel reingehen. Der wievielte von den sechsen warst du? Ich werde die Nummer vier. Die Nummer vier. Also ist immer schön, die Jüngeren zu sein, weil da hat man keine Verantwortung fürs Familienunternehmen.
09:49
Und dann haben sie gesagt, studier mal was. Habe ich gesagt, okay, ich studiere Kunstgeschichte
09:53
Am liebsten Tübingen, weil's in der Nähe von den Eltern ist und als ich zu diesem Professor hingegangen bin, der war ganz lustig, Professor Hoffmann, Professor Hoffmann, war so ein mittelalterlicher Typ, also fürs Mittelalter zuständig, bis hin zu Rembrandt.
10:06
Und ich habe erst in dem ersten Gespräch mit ihm herausgefunden, der liebt auch den Kunsthandel, der ging selber auf Messen.
10:12
Museen und Ausstellungen und so weiter. Und zudem eben bin ich hingegangen, frech wie ich war. Habe ich gesagt.
10:17
Herr Hoffmann, wie vieles Studium doch ziehen, so schnell wie möglich. Ich will meinen Doktor auch machen, wenn's geht. Nach dem Maggister gleich draufknallen
10:23
Sie können mir viel über die Kunstgeschichte erzählen, was in Bücher steht. Ich sage Ihnen, ob das Bild der Rennbrand original oder Fälschung ist. Sie meinen das Kunsthistorische, ich mache das mal.
10:34
Da will ich jetzt so schnell wie möglich das doch zu studieren, ja? Weil ich will danach wieder in den Handel gehen. Das fand er cool. Sage, würden wir, was machen wir?
10:43
Dann habe ich das Studium denke ich mir relativ schnell durchgezogen mit dem Doktor draufgeknallt und in dieser Zeit und das war für mich wichtig und ich denke für jeden, der in die Richtung
10:53
tendiert, habe ich viel, viele Dinge parallel gemacht. Das heißt, parallel nicht parallel negativ, sondern positiven Sinn.
11:01
Ich war mal in einem Museum, habe da mal gearbeitet. War bei einer großen Weltunternehmen, habe für die Kunstsammlung gearbeitet und habe äh ein Händler gearbeitet
11:10
für eine Versicherung gearbeitet. Alles im Bereich Kunst und bissel so abzudecken. In welche Richtung kann man denn gehen? Und habe da so viel dazugelernt
11:17
Dass ich danach war ich grade mal mit dem Studium also mit dem Rico kurz vorm Rigo Rosen, da war die berühmte Schlossauktion Baden-Bahn in Baden-Baden und da war ich als Käufer dort.
11:29
Kirchenglockensonntag. Genau, wir sind in Frankfurt und wir sind in Frankfurt, auch hier klingen die Glocken, protestantischen Hessen. Und bin hingegangen zu dieser Auktion und habe Freunden.
11:38
Verwandten und Kunden, wenn man so nennt, als Student gesagt, ich gehe dahin
11:44
Ich schaue mir die Sachen an, wenn du dich für was interessierst, schaue ich mir genau an, hole mir einen Zustandsbericht, schaue wie gut es ist und ich kaufe es in deinem Auftrag.
11:52
Für diesen Kauf will ich einen Prozentsatz haben. Und so habe ich ein paar Leute gehabt, für die ich dann im Auftrag dort,
11:57
gekauft hab und hab dann mein Prozentsatz geholt plus meine Kosten umgesetzt auf alle damit sie gleichberechtigt war und hab da einfach mein Spaß gehabt hab etwas gutes Geld verdient und der damalige Geschäftsführer von der mich dann.
12:11
Über zwei Wochen Vorbesichtigung und zwei Wochen Auktion da gesehen hat. Ich war ja fast schon Mitglied von Startups, weil ich die alle persönlich dann irgendwann kannte, hat man am Ende, nachdem die letzte Auktion am Abend vorbei war, am nächsten Tag eingeladen ins Parkhotel
12:22
und hat mich gefragt, du.
12:24
Willst du nicht für uns arbeiten? Da habe ich gesagt, du, willst du mir nicht einen Vertrag schicken? Und so hatte ich dann Oktober fünfundneunzig und das Gespräch, da war die Auktion vorbei und
12:34
November sechsundneunzig haben wir bei angefangen. Ich find's ja super. Ich wollte dich eben schon, ich kenne ja auch manchmal frech Fragen, ne? Ja, frag euch. Ja.
12:42
Ob's für deine Eltern nicht ein totaler Schock, weil es gibt doch dieses Sprichwort, die erste Generation bleibt auf, die Zweite hält's, die dritte studiert Kunstgeschichte. Ja. Nein, vielleicht war nicht der dritte war immer der Älteste übernimmt natürlich das Familienunternehmen, der zweite macht dann
12:56
der zweite ist ist der Geschäftsmann, der dritte macht die Landwirtschaft und der letzte ist der Geistliche. Ähm aber ich war eben der, der eben.
13:05
Kunst und Kunstgeschichte macht. Ich war der, der die Kunstgeschichte abgedeckt hat. Aber es hat mir einfach Spaß gemacht, aber ich glaube einfach, der Einfluss vom.
13:12
Älterlichen Haus, wie man aufwächst, Einfluss meiner Mutter, die selbst Künstlerin ist und einfach das Interesse, was sie hat. Ich will nicht sagen, dass meine anderen Geschwister nicht zu viel Kunstinteresse haben wie ich, die haben etwas weniger, aber sind auch alle Kunst interessiert, nur ich war der, der wirklich künstlerisch
13:25
wie man in zwei Schwestern auch, begabt das sind. Und damit habe ich aus der Begabung künstlerisch begabt zu sein, habe ich ein Metier gemacht. Habe mein Hobby zum Beruf gemacht und das ist das Schönste, was man machen kann. Wenn man Eltern hat, die haben das machen lassen
13:39
Natürlich, wenn man den Hintergrund hat und alles und wenn man auch irgendwie den Ehrgeiz hat, glaube ich, im Leben. Und das braucht man Ehrgeiz. Egal, was man macht im Leben. Ich sage auch zu meinen Kindern, egal was ihr macht. Ihr braucht Ehrgeiz, ist so machen, wie ihr gerne machen wollt. Damit ihr erfolgreich seid. Mhm.
13:53
Und das ist es letztendlich. Und ich habe, hoffe ich, glaube ich doch, mache ich relativ erfolgreich und hab's bei zwanzig Jahren, zweiundzwanzig Jahren geschafft.
14:02
Bis ich mich dann selbstständig gemacht habe. Erzähl doch mal, magst du ein bisschen erzählen von deiner Zeit? Ich stell mir das so spannend vor da
14:09
oben zu stehen und wunderbare Kunst zu verkaufen. Ja, wirklich nur für eine ganz, ganz spitze Zielgruppe. Kaufbar ist, ich finde das Wort, was du benutzt, so schön, ja, kein Ziel. Ich hab's vorher noch nie gehört. Ich werd's sofort in meinen Sprach aufnehmen. Du musst wahrscheinlich viel recherchieren und es kam auf einen Job darauf an.
14:27
Ich habe angefangen als Möbelexpertin. Da macht man natürlich, wenn man
14:31
bekommt, weil ein Kunde es einliefert, macht man die Recherche übers Objekt, über den Künstler, über den Stil und macht die Katalogisierung und so weiter und hilft,
14:40
im Team, ein Katalog
14:41
Möbelkataloge bis London. Es waren zwei Hauptauktionen und zwei kleine Auktionen. Mitgemacht hat. Da gab's noch andere Auktionen.
14:50
In anderen Ländern New York, Paris, vor allem mit den zwei Orten und da hilft man mit und dann ist man da drin, macht Recherche klar. Das Schöne.
14:59
Job ist, zum einen diese Recherche, das erkennen, feststellen, was es ist, einen Preis festlegen, ist danach auch Dinge zu suchen, zu finden. Highlights, weil das übliche Objekt, was äh über die Hintertür reinkommt, schaut mal an.
15:13
Ab, man nimmt, man nimmt's nicht und so weiter. Aber dann zu recherchieren und das ist die Recherche.
15:19
Das ist auch der Job, den ich heute mache. Die schönen Dinge der Welt zu finden, die jemand hat, natürlich muss man die Kunden kennen, natürlich muss man das Objekt kennen und wissen, das Objekt ist
15:27
bei dem man dem Kunden oder der Kunde hat das und das Objekt
15:30
und genau zu wissen, das ist bissel das Jäger und Sammlerprinzip. Also ein Jäger geht er auch raus und sagt, ich habe fuffzig Hirsche auf meinem Revier, aber ich will den herrscht da drüben, der heißt da andauernd mit den zehn, zwanzig Ändern, keine Ahnung, dem möchte ich jetzt schießen.
15:42
Zu kommen ist nie einfach. So und dasselbe machen wir auch. Wir versuchen herauszufinden, wo sind die schönen Kunstwerke der Welt, um Dinge auch zu akquirieren für die Auktion oder für den Privatverkauf
15:51
was ich heute mache. Und die Recherche ist interessant und da findet man Dinge, manchmal bewusst, aber auch unbewusst und schöne Dinge sind eben die Unbewussten
16:00
Dinge, das heißt, als wir über Experte oder als dann, wo ich dann Chef Deutschland wurde, nach drei Jahren, drei Jahre später, wo ich dann Chef Europa, dann hat man natürlich nicht mehr mit Katalokisierung zu tun. Da hast du nur noch mit Kunden zu tun,
16:13
die dein Service haben wollen, die deine Beratung haben wollen.
16:18
Mit denen du einfach deine tust, ja? Um die zu beraten, was sollen sie kaufen, verkaufen. So und da habe ich am Anfang von Social als Geschäftsführer haben wir solche Schlossauktionen gemacht, das heißt, wir sind so
16:30
adligen Familien gegangen, die Schlösser haben gesagt, was habt ihr im Dachboden, ist alles, sind Objekte, die an Kapital haben, aber kein Geld abwerfen, weil das geht nur kaputt, wenn's weiter im Dachboden rumliegt. Also machen wir Auktionen für euch. Auktionen mit diesen
16:42
Thema Schlossauktion oder aus Adeligem Besitz
16:45
Und da kann man interessante Sachen oft raus. Erzählt. Ich bin gespannt. Da da äh wird man eingeladen, heißt ja, komm doch mal vorbei und dann kommt man nicht in den Nadelstreifenanzug, sondern in Jeans und ein T-Shirt und hat am Ende dreckige Hände, weil du rennst nur durch
16:59
Böden und Keller und Schränke. Und Buddels eigentlich rum.
17:02
Bissel auf Erkundungsfahrt, ja, du buddelst rum, findest was und findest nicht und gehst so durch den, als Beispiel, den Stapel von Bilder, die da stehen, weil über hunderte von Jahren kauft man Bilder und heute die zeitgenische Kunst und das, was sie Urgroßeltern gekauft haben, wurde auf die Dachböden.
17:18
Band und da lag das Zeugs. Und einmal war ich auf so einem Dachboden und ging durch so ein Stapel von.
17:24
Dann doch, die da hintereinander lagen, total verstaubt. Kannst dir gar nicht vorstellen, weil Zentimeter ein hoher Staub drauf und da steht man da und auch wie so ein Buchkatalog, ein Bild nach dem anderen schaut man an, aus runder Erfahrung. Denkt man,
17:36
Bild wär für die Auktionsmaß, aber das vielleicht nicht und so selektiert man. Also ging ich durch den Stapel dadurch und kam mit dem Stapel auf ein Bell
17:44
interessantes Bild, fünfzig auf vierzig Zentimeter groß, Querformat, total verstaubt, man schaut auf die Rückseite, auf Holz, also.
17:53
Öldorf Holz gemarkt, hielt es so hoch, so ging die Leinwand oder ging das Bild, um bissel Staub wegzuwischen und sah, okay, ein Thema, da ist.
18:03
Totenbild, das sind Figuren, Frauen drauf, am Ende hat man, nimmt man die Kamera und fotografiert das, der Blitz geht sauber durch den durch den Staub durch, darf man jetzt kein Museumsdirektor sagen. Aber dafür hat man am Ende.
18:14
Perfekt äh die Farbigkeit und man sieht, was habe ich gesehen?
18:19
Tote Marin, ja, der heilige Anna und der tote Marien war das, also kein sexy Thema, aber.
18:25
Bild, was auf Holz gemalt war, wo ich dachte, hm, das ist nichts
18:30
neunzehnhundert natürlich umso älter, umso besser. Ähm schaut es mir an und dachte, das wäre was. Nehmen wir auf. Plus an hunderte Bilder, hunderte Möbel, Kleinszeugs, alles aufgenommen, fotografisch
18:41
schickte man dann den Experten nach London, New York, um das zu prüfen, von Foto erstmal und die sind gleich auf das Bild aufmerksam geworden, haben gesagt, Philipp, was hast da entdeckt? Ich sage so, ja
18:50
war mir schon klar, dass ich ein bisschen eine Ahnung habe, was ist es denn? Ja, also wir glauben, wir glauben, das ist was ganz Besonderes. Okay, okay, okay. Äh lass uns mal für sechstausend Euro nach Amsterdam schicken, ja. Es wird mal exportiert, es wird dahin gebracht. Äh
19:05
gereinigt und dann schauen wir es nochmal genauer an.
19:07
Und die kamen dann drauf, die Experten, oh, das ist was Besseres. Das ist nicht neunzehnhundert. Habe ich gesagt, liebe Leute, es glaubt mir, wusste ich auch schon, dass kein neunzehnhundert ist. Ich kann euch zwar nicht sagen, wer der Künstler ist, dafür seid's ihr die Experten. Haben sie rausgefunden, es ist ein Künstler namens Morales, Moralisch sind spanische Künstler, der nicht viel gemalt hat, in Spanien lebt,
19:25
und aus dem sechzehnten Jahrhundert ist. So.
19:30
Das Bild ist nicht fünftausend Euro wert, sondern wir denken, das also haben die Experten in London gesagt, das ist.
19:37
Dreihundert bis fünfhunderttausend Pfund jetzt wert. Und wir können das nicht nur Schlossauktion verkaufen, was ich auch verstehe, es muss in eine bessere Auktion gehen, bla, bla, bla. Ich rief den Kunden an, guter Freund von mir und ich habe gesagt.
19:48
Du weißt, das Prinzip dieser Auktion ist ja das relativ niedrige Kunst, die keine.
19:54
Asset-Klasse, also wenn man als von Aktien reden würde, ein Top-Aktie ist, verkauft man die schlechten Aktien, das war das Prinzip. Wir verkaufen schlechtere Kunst, um
20:02
bessere Kunst zu kaufen oder die, die du hast, zu erhalten und zu konservieren. Wenn deinen Schlössern, mit dem, was du lebst.
20:09
Das ist jetzt ein tolles Bild, ein Nugget, was wir da entdeckt haben, was selten ist, ein seltenes Bild von seltenen Künstlern aus Spanien, was jetzt der Preis nicht fünftausend Euro ist, sondern dreihunderttausend Pfund.
20:20
Unterschätzbar ist. Und da habe ich gesagt, wäre ich, du, würde ich's behalten, weil es ist ein Qualitätsbild für was behält man? Da sagt du, Philipp,
20:28
das Thema war ja schon etwas eine tote Marien, das ist nicht mein Ding und ganz ehrlich, passt doch auch. Es war eh für uns abgeschrieben.
20:37
Lass uns ihn verkaufen. Dann hat er noch als Witz gesagt, aber nicht unter fünfhunderttausend. Er sagt, nein, nein, er ist nur nicht gierig werden, machen wir den Schätzball, jetzt lassen wir ihn bei dreihunderttausend. Da wurde es verkauft.
20:47
Und zwar direkt an den Prato,
20:50
Madrid, Madrid de Prado hat's gekauft, weil moralisch ein spanischer Günst ist. Und heute hängt das Bild im Prado. Immer wieder, wenn ich mit den Kindern hingehe, gehe ich dahin und erzählt die Geschichte und sage, ich bin doch stolz etwas im Dachboden in Deutschland gefunden haben
21:02
was heute im Prado hängt. Und deine Kinder sagen toll und das sind solche Geschichten. Wenn man Dinge findet, die dann plötzlich.
21:11
Wert gewinnen, weil
21:13
unentdeckt waren, versteckt waren, weg von der Oberfläche und ob's jetzt eine Art Meister ist oder ein wunderschönes Schmuckstück war oder ein Silberstück oder ein selbst ein Bild der Zeit gänischer Kunst, wie ein Tromli, der unbekannt in einer Sammlung in
21:27
Deutschland war und den wir entdeckt haben,
21:30
deckt. Also insofern, dass man zum Kunden kam und der einen eingeladen hat und irgendwann mal hat er sich entschieden, den es zu verkaufen. Aber ein Bild, was einfach der Kunde bei seine Formel direkt gekauft hat für tausend
21:40
Dollar in den neunundsechziger Jahren, was viel Geld war, ich glaube es waren fast zehntausend Mark damals und neunundsechzig, zehntausend Mark war viel Geld, aber am Ende,
21:48
frisch war, weil's einfach nie gesehen wurde
21:51
und du hast dann die Chance dieses Bild verkaufen zu dürfen im Auftrag des Kundens über die Auktion und es macht dann doch achtunddreißig Millionen, ja? Und das ist einfach eine schöne Entwicklung von einem Objekt. Wenn du dann noch die Chance hast.
22:04
Ich durfte.
22:05
Sein, da auch noch da oben zu sitzen und das Objekt, was du gefunden hast, auch noch zunieren, dann ist es doppelt so.
22:14
Sorry, mein Deutsch, geil, ja. Da gibt's ein geiles Beispiel, was ich habe, das ist das sogenannte Bouison, das ist ein Diamant, vierundzwanzig Grad, also im deutschen örtlichen Familie, kann das sagen, weil es ist durch die Presse gegangen, der Stein.
22:28
War bekannt in der Familie, den Stein habe ich vor meiner Sorte bis Zeit in einer Ausstellung in München gesehen und sehe diesen Diamanten da und habe mir damals so überlegt, oh wie schön, dieser Stände würde ich mal gerne mal in der Hand haben. Verging.
22:43
Fünfzehn Jahre, sowas? Bis ich dann.
22:46
Diesen Freund, Kunden mit ihm das besprochen hat, dass wir den verkaufen, bis ich die Chance hatte, den in der Hand zu haben. Und dann, das war ein.
22:55
Tolles Gefühl, einfach so ein Objekt in der Hand zu halten, was historisch seit fünfzehnhundertachtzig dokumentiert existiert
23:03
dann in die Hanfmedici gehen von Holland, von der Königin von Holland, Andy Maria von England, von an Friedrich den Großen, von Preußen, also vier
23:13
Familien in vier, fünfhundert Jahren Besitzer waren. Du hast dieses Stein in der Hand, ja, du nochmal in einer Vitrine gesehen hast und hoffst mal, ihn mal physisch in der Hand zu haben und dann hast ihn endlich und dann.
23:24
Absoluten Experten den bewerten, du kriegst ihn zu Verkauf, du machst die gesamte
23:29
Marketing und und und Werbung dafür filmen alles möglichst bald bis zu Abendessen war was ganz Lustiges hatte und wir haben Essen.
23:43
Ich sage so, Ladies, es zeige ich ihnen was. Und hatte den Stein in meiner Hosentasche so drin. Geschätzt.
23:49
Zwei bis vier Millionen. Hat in der Hosentasche drin, sagt zu meiner Nachbarin, machen sie mal ihre Hand auf. Hand aufmacht, ich zeige ihnen was, griff in meine Tasche rein, nahm die Hand so und leg sie meine über
23:59
geschlossener Hand in Diamanten auf ihre Hand und öffnete meine Hand an lag bloß was ist denn das? Fünfhundert Jahre Geschichte, kurz erklärt.
24:08
Zwei bis vier Millionen. Da fangen die an zu zittern und haben das Ding in der Hand. Ja, die Security hinter mir hat auch schon angefangen zu zittern, weil bevor der Stein irgendwohin verschwindet und dann zeigt man das rum
24:16
So und da hast du die ganze Aufregung.
24:19
Findens, des Bekommens zur Auktion, die Katalisierung, das Marketing, Abendessen von New York über Europa, nach Asien.
24:28
Bis zur Auktion. Da durfte ich auch die Auktion machen für für den Stein und da ist man auf dem Auktionspult da oben. Und für mich war das ein Stein
24:37
für mich selber und das habe ich auch dem Kunden vermittelt. Für mich war es ein Fünf-Millionen-Stein.
24:41
Weil die Geschichte, es war mir der Stein an sich waren zwei bis vier Millionen geschätzt, aufgrund des, was man da sieht. Provinz kann man ja nicht schätzen.
24:48
Und für mich war es ein Fünf-Millionen-Stein und ich bin da oben auf dem Pult gewesen. Natürlich war eh eine ganze Woche davor und eine Tage, davor hat so viel Interesse da, dass ich wusste, das Ding wird abgehen wie die Rakete. Aber es wird dauern. Und so einen Stein verkauft man nicht mal schon schnell mit dem Hammer und
25:02
quatscht die Zahlen da hoch und dann kam dieses Los und geschätzt.
25:07
Zwei bis drei Millionen. Ich habe bei achthunderttausend angefangen, USA und es ging dann.
25:12
C, aber recht schnell, plötzlich mit Telefon, sondern vor allem zehn Telefone und zwar im Saal ging es bis zwei Millionen hoch.
25:21
Zwei Komma zwei, zwei Komma fünf Millionen. Plötzlich stockt es so und das ist eine Sache eines Auktionators, glaube ich.
25:28
Mit einem guten Auktionator gut ist oder weiß das Objekt, verkauft sich gut, dann hält er mal inne für.
25:36
Für mich waren's nur zwei Sekunden. Für die Zuschauer ist es wie zwei Stunden. Ich bin da einfach ruhig. Schweigen.
25:46
Alle Gesichter wie dein Grinsgesicht mich anschauen und alle und alle und alle anderen mich anschauen und nicht schweigen einfach alle an. Bis dann der nächste.
25:57
Einfach aufspringt.
25:59
Und dann gibt's den zweiten, ist wie so eine so eine Herzkurve. Es geht hoch, geht runter oder besser geht's noch mal höher. Und plötzlich gingen die Gebote wumm wie die Rakete hoch bis fünf Millionen
26:09
da hat mein innerer Schweinehund mir gesagt yes ich warte nochmal.
26:15
Und wartete nochmal, weil wir wussten, ein Hintern bekommst du, ein Grund im Saal, der sich nicht outen wollte, wer es ist, aber der darauf bieten wollte.
26:25
Keiner wusste, wo ist der Kunde, der hat sich noch nicht geoutet. Ich habe gedacht, er muss noch mehr sein.
26:29
Bei fünf Millionen gewartet, dasselbe, das war wirklich schwein, weil du konntest einen wirklich eine Feder am Boden fallen lassen und das machte einen Lärm besondersgleichen,
26:40
und danach gab's wieder zwei, die einfach aufgesprungen sind und Peng, am Ende haben wir uns bei.
26:46
Aufschlag bei neun Komma zwei Millionen verkauft. Und das dauert auch so ein Objekt an zehn bis zwanzig Minuten. Und das ist einfach schön, wenn du das Gefühl hast, du hast für deinen Kunden das Beste gegeben. Beratung.
26:57
Marketing Katalog und Verkauf.
27:01
Und am Ende wird's belohnt. Doch einen guten Preis. Und natürlich sind es auch Kunden, die einem sehr treu sind und so weiter und sagen, das war toll und super und wie hast du das gemacht? Und das ist der innere Schweino. Ist was wunderschönes, wenn man das machen kann.
27:15
Optionieren darf, aber oxinieren heißt auch.
27:18
Showmaster sein. Kannst du gut Skat spielen eigentlich? Nee, Skat nicht, aber ich spiele gern Karten, aber ich habe gern Theater gespielt in der Schule.
27:26
Und Pokerface. Ja und da oben zu sein ist wirklich, es ist ich möchte nicht sagen Theater, aber es klingt negativ, aber es ist man muss als guter Aktionator muss man einfach Atmosphäre kreieren. Und ich habe
27:37
vor jeder Auktion ein super Lampenfieber. Ich kann weder jemanden die letzten zehn Minuten oder die zehn Minuten vor dem Pult.
27:45
Bevor er aufs Pult geht, kann ich mit niemand reden und niemand sehen. Ich bin einfach für mich blank.
27:51
Muss im Raum allein für mich sein, geht da hoch. Moment, wo ich den ersten Satz sage, dann macht es klick.
27:57
Und ich bin befreit von allen. Die Ohren gehen auf, die Augen gehen auf und dann ist es.
28:03
Show, aber nee, professionelle Show, man muss professionell sein, man muss gut sein in Zahlen, man muss einfach charmant sein, man kann auch Witze machen, man sollte nicht zu viele Witze machen, weil jeder Käufer und Verkauf ist da, sagt, macht einen Hampelmann oder auf der anderen Seite, der ist ja langweilig wie die Peste oben.
28:17
Und das merkt man. Ein guter Auktionator kann, glaube ich, bis zu zehn, zwanzig Prozent raushauen. Ist das so, dass die Leute diese Show auch erwarten?
28:24
Wenn ich mir vorstelle, ich gehe in eine Auktion, erwarte ich dann, dass ich
28:28
unterhalten werde, auch natürlich im Sinne des des Merkantien ähm aber dass sich etwas geboten bekommen möchte. Nein, es sollte keine Show sein, aber es sollte einfach professionell verfolgt man, wie sich Objekte verkaufen. Aber wenn der Auktionator.
28:43
Gewissen hat, also bissel einen kleinen Witz, ein kleiner ich schaue mir dann die Dame vor mir an, die mich anlächelt und sagt.
28:53
Die schon mitgeboten hat und dann nicht mehr bieten will, dann schaue ich sehr halt lange in die Augen und tun meine Augenbrauen zu hoch. Also mit dem Blick.
29:01
Stützt du anderen eine noch?
29:04
Und da geht es. Und das ist der gewisse Charme, den der ein oder andere will, der auch Mitbieter, der andere findet's als eine Show, aber der der Mitbieter findet, oh der hat mich nochmal überredet, um ein Geburt mehr. Und Angebot sind immer gleich zehn Prozent.
29:16
Für den Verkäufer habe ich einen tollen Job gemacht. Und dann schaue ich zum anderen und schaue mir den nochmal an. Sag, wenn's hier ging.
29:23
Auch da. Und so spielt man das auf, aber man merkt, wenn ein Objekt nicht geht, das merkt man auch, dann geht's gleich. Dann zieht man's doch und hämmert's weg
29:33
aber man man muss dieses Gefühl im Raum kriegen, da ist noch was da drin, das kann nicht sein, das muss noch gehen und glaub.
29:40
Sind gute Auktionatoren haben eben diesen Warteeffekt, nenne ich's mal. Man wartet einfach und schweigt einfach mal bis jemand anders wieder aufspringt, weil er sagt.
29:51
Das ist vielleicht jetzt die Chance und probier's mal.
29:54
Ich kenn's ja selber bei mir auch, wenn ich mitbiete. Ich biete viel mit und kaufe auch meine Kunst, nicht nur in Galerien, sondern auch in Auktion. Ich lasse mich auch gerne überreden.
30:03
Und ich habe mein, ich probier's noch einmal. Und das ist das, was wir eben haben wollen, den Kunden zu haben, dass uns noch einen draufsetzt,
30:11
ist dir das auch schon mal passiert, dass du sagtest ja, dass durchaus auch Leute, die du kennst, im Publikum sind, dass die dann hinterher zu dir kommen, sagen Mensch.
30:19
Warum hast du mich denn nicht angeguckt? Ich hätte so gerne nochmal. Ja. Eigentlich nicht, weil,
30:25
Ist erstaunlich als Auxonator hat man den Saal gut im Blickfeld. Du schaust so einen ganzen Saal.
30:31
Das sind dann manchmal zwischen hundert und fünfhundert Leute. Aber der, der was haben will, der schaut dich so.
30:38
Der durchdringt an, dass das Gefühl hat, oh, der will was. Das, das erkennt man. Äh natürlich hat man auch Helfer in der Auktion, das ist links und rechts oben.
30:45
Damen und Herren, die da sind, die Spoter und die sehen auch, wenn da einer ist, also für grad, wenn einer so bissel nicht so winkt und hier also so ganz
30:53
dezent winkt, den finden sie dann. Und dann helfen die einen, aber ich sehe das schon, weil du hältst ja immer Blickkontakt mit dem ganzen Raum und eine kleine Bewegung sieht man, weil da kommt ja die Alte Meere. Nur nicht
31:04
an der Nase oder an den Ohren kratzen, sonst hast du ein Gebot für zehn Millionen, ja?
31:07
Das stimmt auch, die Leute haben Angst sich da am Kopf zu kratzen. Andersrum, ich habe so viele Auktionen gehabt, wo
31:14
Der eine Zuschauer einer anderen Zuschauer zuwinkt, weil die kennen sich, dann mache ich als Witz
31:18
War das ein Gebot? Nein, nein, nein, sag, ah, ich habe gedacht, bei eins Komma fünf Millionen und so weiter. Nein, da macht man den Witz, man weiß, man kann den Witz machen, weil man weiß, der macht der winkt nicht, um zu bieten, sondern um niemand anders zuzuwinken. Aber dann.
31:33
Bin da und
31:35
unterhält es das Publikum einfach auch ein bisschen. Und da lachen auch alle und und der ist da oder die ist dann so rot gepeint im Gesicht, dass sie so, na, nein, es war keine Geburt.
31:44
Das sind die kleinen,
31:45
Witze, die man oder Jokes, die man machen. Es soll keine Witzgesellschaft sein, weil man muss ja professionell für einen Verkäufer etwas verkaufen, zum bestmöglichen Preis. Und den nach oben
31:55
zu schieben, soweit es geht. Du hast jetzt schon ein paar Mal gesagt, möglicherweise darf ich dann auch selber die Auktion leiten. Wovon hängt das denn ab? Also in der Regel sind oft.
32:05
Die Top-Experten eines Departments die eigene Auktionatoren, also für Möbel, wo ich Experte war, da habe ich viele Auktionen gemacht.
32:12
Sehr viele. Dann gab's natürlich, weil ich dreisprachig war, deutsch.
32:16
Englisch durfte ich und konnte ich Auktionen in der Schweiz machen. Da waren Möbelauktionen, das war auch mein Thema. Ja, natürlich ist immer gut, dass du was verkaufst, von dem du eine Ahnung hast, ja. Ich sage jetzt eine Biedermeierkommode, wo ich mich auskenne, ich muss den Text nicht lesen, ich schaue das Ding an und schaue bitte meine Kommode so und so von hier und so weiter.
32:33
Und dann, als ich Geschäftsführer Deutschland wurde und German Europa, habe ich natürlich auch versucht, im Bereich Contempe, also zeitgenische Kunst, ob ich dann hier und da die Auktion
32:42
machen dürfen in Frankreich, was vor allem, weil da war ich auch dann Chef Frankreich und Chef Deutschland gleichzeitig und hab dort natürlich die wichtigen Auktionen gemacht. Und dann natürlich, Hauptauktionator ist, wie ich in Paris als Geschäftsführer Frankreich, macht man auch die Haupt
32:56
ja da war auch eine Option mit Afrikakunst dabei, da war eine Auktion mit Schmuck dabei, da war eine Auktion mit Möbel dabei, mit und die macht man dann. Und auktioniert die.
33:07
Letztendlich auch die Experten als die Partner suchen einen auch den Auktionator aus, sagen, mit dem kann ich gut oder.
33:14
Ist für mich der richtige Auktionator, weil er verkauft meine Auktion gut. Das ist auch. Nicht jeder Experte ist ein Auktionator. Da muss man sich nicht so einbilden, aber die, die es gerne machen wollen, wurden auch.
33:24
Gelassen, wurden trainiert, wie ich auch, ich wollt's mal machen und gemacht haben
33:29
Ich hatte die Chance, dass wir uns mir gegeben hat, ich habe Spaß dran gefunden, andersrum, meine Kollegen fanden ich bin gut und da macht man's auch weiter. Wenn man Kollege einen nicht gut findet, äh sind wir auch sehr ehrlich miteinander und sagen
33:42
lasst es mal, du merkst selber, dass du da nicht gut ankommst. Das ähm der Experte möcht's nicht, du hast kein gutes Selbstgefühl da oben
33:52
und das braucht man. Deswegen muss man auch mir hat geholfen eben beim Theaterspielen aus der Schule und das ist auf der Bühne sein und wenn man das hat, hilft das glaube ich.
34:02
In den Schlagzeilen standst du ja wahrscheinlich total oft
34:06
Ich habe das jetzt mit dem Jacko. Hin und wieder. Manchmal. Ähm mit dem Verkauf der
34:12
Giacometri, sprich's eigentlich richtig Figur, ja? Genau. Wenn jetzt mal jemand Giaco Metti nicht kennen würde. Mhm. Wie würdest du Metti beschreiben und seine Kunst? Ich würde es so beschreiben und zwar mit einer Anekdote auch wieder.
34:23
Ich war mit meiner Mutter.
34:25
Wohnen in Süddeutschland am Bodensee, da ist Zürich nicht weit und da waren wir mal in Zürich. Ich mit meiner Mutter shoppen, keine Ahnung.
34:33
Und liefen dadurch
34:35
durch die Stadt und in einer Galerie, ich weiß immer welche, da war ich so jung, kann mich auch nicht mehr erinnern, wohin die Stadt es war, schauten wir in eine Schaufenster ein und sahen.
34:44
Künstler namens Alberto und da waren so.
34:47
Lange, kleine Figürchen, vierzig Zentimeter und eine sechzig Zentimeter und einen halben Meter hoch
34:54
und ich habe zu meiner Mutter gesagt, Potsdam, Dollar Künstler, macht mir Spaß und meine Mutter war immer sehr offen und sagt, lass uns doch reingehen und fragen wir noch einen Preis
35:01
haben uns die angeschaut und da war so ein Preis für so eine Figur, ich glaube bei fünfzehntausend Schweizer Franken, viel zu teuer. Äh sind wieder raus gegangen, auch ich habe zu meiner Mutter gesagt, boah, ich hätte so gerne so ein Ding gehabt.
35:12
Und es war.
35:13
Jahrzehnte nicht mehr natürlich dann in Auktion und kann mich einfach nicht mehr darauf an, ich hatte eine Erinnerung, ich hatte so eine erste Deja-Vu Geschichte mit Jakomating und da kam mir das auf als damals dieser Walking Man.
35:27
Von der Dresdner Bank Sammlung her über verkauft wurde in New York in London, den ich erfolgreich akurieren konnte
35:37
und da kommt diese Geschichte dann einen auf
35:40
und was ist ein? Ist so toll, ich meine äh jeder beschreibt Kunst anders. Ich finde es Kunst zu beschreiben möchte ich gar nicht, will nur jemand haben, der den stelle ich davor und sage, schaue sie an und wenn's dir gefällt, freut's mich
35:52
Und wenn nicht, dann akzeptiere ich das auch. Und ich weiß, gerade wieder in Zürich und habe mir die in dem Kunsthaus.
36:00
Ähm nochmal den neuen Raum angeschaut, uns einfach toll einzugehen, einfach eine Freude, einfach das anzuschauen, da war auch so ein ähnlicher Walking Man, wie den, den wir verkauft hatten, damals für einen Weltrekordpreis von hundert.
36:12
Vier Komma sechs Millionen, glaube ich. Aber Künstler zu beschreiben und das Objekt zu beschreiben, man kann's profan machen und sagt
36:18
dünne, lange Metallfigur, sehr explosionistisch bearbeitet und gegossen. Ich find's einfach, es ist eine Figur, die
36:25
die strahlt zu viel, auch wenn sie so dünn ist, so viel aus, ja. Die Oberfläche ist einfach interessant. Äh die das das Längliche von der Figur ist so interessant, einfach.
36:35
Künstler.
36:36
Wie er es behandelt, ne, so ein Objekt finde ich hoch interessant, da wäre die Venus und in römischer Figur finde ich weniger interessant. Das ist so haptisch, es ist.
36:48
Wenn der Künstler mit seinem Daumen die Figur bearbeitet, ist einfach die Oberfläche, finde ich einfach so hochinteressant. Deswegen, ich bin der haptische Mensch, ich will ich schaue mir die Oberfläche genauer an
36:58
weil jetzt im Lehmbruck Museum auch schön. Einmal anfassen, bitte. Ja. Ja, nur nicht anfassen, dann kriegt man gleich einen auf die Finger. Aber ja, Kunst ist.
37:08
Was ich immer interessant finde, wenn Leute mich fragen, ja, was was gefällt dir und warum das und das nicht oder das schon und das nicht? Ich sage immer, Kunst anschauen und bis auch besitzen, ist abhängig von Emotionen.
37:19
Schaue ich mir ein Bild an, was abstrakt ist und ich habe Freude daran, entsprechend meine Emotionen oder morgen schaue ich meine Art Meisterbild an, Blumenstill, wo kleine Käfer sind und Viecher sind und man schaut da rein und versetzt sich in das
37:31
rein und hab da wirklich riesen Spaß dabei, aber es ist oft abhängig von meiner Emotion und oft gehe ich in ein und dasselbe Museum immer wieder und sie einfach neu ist, was ich vorher nicht gesehen hab, weil heute schaue ich
37:40
wie die Bilder mit einer anderen Emotion, mit einer anderen Blickwinkel, mit einem anderen Gefühl an.
37:45
Und sehe was, was ich gestern nicht gesehen habe. Darf ich verraten, dass wir nicht an deinem Küchentisch, sondern an deinem Wohnzimmertisch sitzen? Und dass wir umgeben sind von wunderbarer Kunst. Mhm. Ich sehe hier ein sehr großformatiges Bild
37:57
Ich würde sagen, also es ist äh locker bestimmt zwei Meter fünfzig hoch und vielleicht auch über einen Meter fünfzig breit.
38:04
Okay, ich geb's zu, du hast das eben verraten. Und du umgibst dich privat auch gerne mit hm? Bist mehr kein Team unterwegs als Händler
38:16
Wie ist das in deinem Zuhause? Kannst du dir vorstellen, deine Kunst, ich will jetzt nicht sagen, durchlaufen zu lassen, aber ist das so, dass du, wenn du neue Werke siehst, die gegen die alten Werke eintauscht, dass du, dass du denkst, ach, das große rote Bild, was ich jetzt hier hängen habe, das
38:30
hinnetz
38:31
Vier, fünf Jahre, jetzt kommt mal was Neues oder? Ich glaube, jeder Sammler, wie ich in dem Beruf bin, ist, ist jeder ein Sammler. Sammler ist so das alte, alte Spruch Jäger und Sammler.
38:42
Man jagt nach schönen Dingen. Und wenn man die Möglichkeit hat, sie zu bekommen, sammelt Gänsefield, kauft man sie und ich habe immer gern.
38:51
Dinge gekauft, meine erste Kunstwerke habe ich glaube mit fünfzehn gekauft
38:56
nicht gekauft, ich bin immer ganz ehrlich, sondern geschenkt bekommen, weil ich meiner Mutter gesagt habe, das finde ich schön und habe mein ernstes Kunstwerk geschenkt bekommen. Und das war nicht die nein, es war keine Figur, leider war viel zu teuer, aber es war wunderschöne Kunst von Künstlern, die mit meiner Mutter zusammengearbeitet haben. Und so kam ich eins ins andere, habe gesagt.
39:14
Geburtstag oder Weihnachten schenkt man lieber ein Kunstwerk, den Papierarbeit, eine Grafike und so kam ich auch rein und habe auch selber Spaß, Dinge, schöne Dinge zu kaufen. Und ich kaufe sie nicht, um sie morgen zu verkaufen. Natürlich mit.
39:28
Erfahrung, die ich gesammelt habe über die sagen wir dreißig Jahre Kunstmarkt. Achtzehnhundertachtunddreißig. Ja. Aber zweiundzwanzig Jahre und zehn Jahre davor auf Flohmärkten kaufen verkaufen. Kommt man natürlich rein und sagt, das könnte wertvoll sein. Und da sucht man eben dann doch.
39:43
Schöne Kunstwerk oder den Künstler, wo man das Gefühl hat, der entwickelt sich. Und natürlich, wenn man bei ist, spielen Namen natürlich eine Rolle, aber ich will auch junge Künstler finden, die auch nicht bekannt sind und.
39:57
Schwäbisch günstiger sind als ein ja. Ist das schaffe, schaffe Häusle baue? Schaffe, schaffe Häusle baue. Aber das ist halt äh was finden und.
40:05
Spaß dran haben an das Bild und das ist das große Bild hier im großen Kopf hier drauf. Es hat mir Spaß gemacht. Natürlich wusste ich von einem Künstler und weiß, da entwickelt sie sich und ich.
40:15
Sammle gerne Chinesen, das kann man auch ruhig wagen. Kinesische Künstler und die haben sich in den zweitausendzweier nach oben sehr stark entwickelt, die Öffnung Chinas und so weiter und so fort. Ich habe da sehr viel Spaß dran gehabt mit meiner Frau, die zusammen und haben das früher angefangen zu sammeln,
40:29
Ob die sich entwickeln oder nicht, war zweitrangig. Dass es sich entwickelt haben.
40:35
Schön. Niemand sagt äh och, ich wollte nicht, dass mein Gerhard Richter nicht für zehntausend Mark in den achtziger Jahren gekauft habe, heute fünfzig Millionen wert ist. Jede ist stolz, dass er was gekauft hat, was nach oben geht. Aber am Ende.
40:47
Weiß man erst, was es wert ist, wenn's verkauft wurde. So, ich habe noch nichts verkauft
40:52
Ja. Ja noch nichts verkauft, es sei denn, es kommt jemand und würde mir einen total verrückten Preis zahlen. Und selbst da wüsste ich nicht, ob ich's verkaufen würde. Aber es genau das ist, was ich ja mit Kunden selber mache. Die haben viel gekauft, gesammelt, weil sie Lust.
41:07
Hatten und Freude dran hatten, was aufgebaut haben und vielleicht wissen die Generation ist, wo wenn der Markt toll ist und das Objekt ist so viel wert, dass man sich wirklich
41:19
überreden lässt, ein Bild zu verkaufen, weil äh sagt, man hat das mal von tausender gekauft und plötzlich ist es zwanzig, dreißig, vierzig Millionen wert.
41:29
'ne tolle Webentwicklung, besser als manche Banken ist bei einem machen und dann könnte man schwach werden so mit meiner Frau haben wir viel und alles zusammen gekauft, wir haben noch nichts verkauft, weil wir Freude dran haben, heißt aber nicht, dass wir.
41:43
Hängen und dann ist es voll, sondern wir kaufen weiter. Es gibt immer noch etwas, was man kauft, ja? Da ist da noch was Schönes, da lagert man's halt ein und das ist der Jäger und Sammler. Einen guten Sammler, ich möchte nicht behaupten, ich bin ein guter Sammler, aber ein guter Sammler sammelt einfach weiter.
41:58
Bis ins Alter hohe Alter. Ja, ich glaube auch, das kann nicht aufhören. Man hört da nicht auf, weil eine schöne Sache und das ist Einspruch, denen immer gesagt,
42:05
was heißt sammeln? Was heißt was schönes kaufen? Ist wie wenn man unverratet ist. Wenn eine sehr lustige Geschichte ist
42:15
Und man sieht da lauter Fische, Mädels, aber da ist Ei und die verlegt man sich, das ist man verliebt sich in ein Objekt. Und dann sage ich immer kaufen, die.
42:24
Nebenwirkungen wie Kosten vergisst die mal, ja. Ein Bild kostet was, Versicherung, äh Transport und so weiter Erhalt
42:34
ohne Frau, heirate sie. Die Nebenkosten sind unwichtig, ja. Also.
42:40
Wenn du dich in etwas verliebst und du es leisten kannst, kaufe es. Und das Schöne ist bei den vielen, vielen, vielen großen Sammler
42:48
Die meisten haben sich Kunstwerke gekauft, auch wenn sie sich's nicht leisten können. Sie haben oft so viel angespart, um das Kunstwerk zu kaufen. Das ist echt Liebe auf den ersten Blick. Und das muss man auch dann.
43:00
Machen und dann, wenn man.
43:02
Viele Leute, andersrum, Leute kaufen sich Autos für teures Geld, was im Kauf am Tag, wo man Schlüssel in die Hand kriegt, nicht mal das wert ist. Und fahren die Kiste.
43:12
Ist dessen Bier.
43:14
Aber leisten sich das? Und warum kann man sich nicht auch ein Bild leisten? Natürlich kann man mit dem nicht fahren, kommt man nicht von A nach B, ist pure Luxus, aber
43:23
wenn man meint, es ist etwas, was man unbedingt haben will
43:27
kann man sich's leisten. Manche geben Opfern der andere Dinge auf, da hatte ich einen Kunden, der ist hochinteressant gewesen, der ist Erbe einer wichtigen Sammlung und er hat gesagt, weißt du, Württemberg,
43:38
Also ganz ehrlich, ich habe meine Eltern.
43:42
Gehabt, weil die haben nur ständig Kunst gekauft, ja? Und wir und ich konnte, durfte mir nicht mal ein Moped leisten. Habe ich gesagt, wissen sie was?
43:51
Jetzt haben sie so viel geerbt, es kaufen sich tausend Mopeds, wenn sie wollen.
43:55
Er gemacht? Er hat nein, er hat nur gelacht. Habe ich gesagt, klar, wenn ich's verkaufe, könnte ich mir tausende Mopeds kaufen. Sagen, wissen sie was, genau, das ist Leidenschaft, Leidenschaft, etwas.
44:05
Sich in etwas zu verlieben, uns haben zu wollen
44:07
einfach was Schönes ist, was einen erfreut, was einem Freude gibt, weil ich komme nach Hause, schaue mir die Bilder an, ich setze mich oft hier rein in einen anderen Raum und schaue mir die Bilder an, wenn ich sie wechseln kann, noch besser schaue, wie es das neueste Bild an, was ich gekauft habe und das ist das Schöne, das ist eine Freude, die mit
44:23
kein Geld aufzuwegen ist. Wie gesagt
44:26
freue mich auch jeden Tag. Und sage, das ist einfach was Wunderschönes. Ich rede jetzt nicht von der Frau zur Hängung kommen, aber. Nein.
44:36
Wer hängt bei euch?
44:37
Also oh Gott. Nein, nein, nein, nein, nein. Also wir besprechen das schon, aber manchmal habe ich so meine Nacht- und Nebelaktion, dass wenn was neu gekauft ist, wird's abgehängt oder dazu gehängt und umgehängt und gehämmert. Ich bin natürlich der Handwerker, aber natürlich,
44:51
man will ja beide von dem Objekt profitieren und Spaß haben, von dem was man hat und was man neu gekauft hat. Und wenn man das kombinieren
45:00
neu aufhängen kann, ist es gut. Äh ich würde meistens mal tendenziös sagen, ich habe natürlich eher so, das mache ich schon, richtig. Wissen, dass meine Frau das ganz sicher gerne hat.
45:11
Aber wieso ist Fehlgriff bei der Hängung? Sagt OK ja gib ja zu, wir hängen's wieder um. Aber das ist man findet immer einen Weg. Findest du eigentlich, dass Biedermeier mit chinesischer.
45:25
Zeitgenössischer Kunst gut harmoniert? Ich finde.
45:28
Alles harmoniert zusammen. Bevor wir in Asiatica gegangen sind und in Zeiten der Kunst hatten wir sehr viel mehr Altmeister.
45:35
Aus dem Haus kommend, wo nur Altmeister hingen und so weiter hatte ich Altmeisterbälle, die ich sukzessiv, die wir sukzessiv einfach abgehängt haben, weil wir so viel zeitgenische Kunst gesammelt haben, weil das ist
45:47
Zeitgeist letztendlich und jeder Sammler sammelt eigentlich
45:51
Zeitgeist. Ich kenne viele Sammler, Junge meiner zusammen, Altmeister. Es ist für die eine Inspiration, ja, weil's für die etwas ist, was sie nicht kennen und die wollen einfach
46:01
das kennenlernen und haben da Freude dran, aber in der Regel sammelt man Zeitgeist, ja. Ja das ist das Erstaunliche. Jeder Künstler, den ich gekauft habe, von den
46:09
Asiaten war Jahrgänge plus minus zwei, drei Jahre mein Jahrgang
46:13
Mhm. Und das habe ich erst später rausgefunden, was auch interessant sind, die haben ihren Zeitgeist in China und auch noch in Japan gemalt, aber waren meine Generationen. Fächer Jahrgang. Vierundsechziger. Und das war so wirklich drei, vier Jahre oben drüber und drunter.
46:28
Das zeigt, finde ich, zeigt schon wieder, das ist Zeitgeist.
46:31
Natürlich ein Werk von Eve Cli ist nicht mein Zeitgeist, es ist aber weil ich weiß ist gute Kunst und die kaufe ich dann halt auch, ja? Aber sonst die anderen Künstler, die zeitgenössischen Künstler, die wir so
46:40
gekauft haben, die meistens sind mein Zeitgeist und das ist das Schöne. Und da haben wir angefangen eben als Meister weg. Natürlich ich finde eine Bietermeierkommode, weil sie klassisch ist.
46:50
Immer gut dazu und wenn du dich hier umschaust, ich hab kaum mehr, wir sind zwei Stühle da, der Rest ist
46:56
Zeitgenische Kunst. Ich habe auch angefangen, die Dinge wegzutun, das Alte. Und da kommt oft immer die Frage, ja, so eine Barockkommode, natürlich als Experte, sage ich mal, Barock.
47:05
Möbel, achtzehn Jahrhundert, alles vor neunzehn Jahrhundert, die Kunst vor neunzehnhundert, das Kunstgewerbe vor neunzehnhundert ist leider nicht groß im Thema bei den Sammlern. Es verliert an Wert immer mehr. Fragen sie immer, warum? Sage ich ja, ganz klar, weil die junge Generation, ich und meine Kinder sammeln
47:19
nicht alte Kunst mehr, weil wir sehr viel offener sind, was ja das Kunstwissen angeht, ist mit Podcast, mit
47:28
Zeitungen, mit mit Instagram, mit irgendwas, viel näher an der Kunst heutzutage als früher. Man muss nicht mal eine Ausstellung ergehen, ja. Oder es gibt da schon Kunstwerke, die digital sind, die kosten siebzig Millionen. Also dieser Zeitgeist
47:40
wird immer stärker und da kommt immer die Frage, ja, wird so eine Barockkommode nicht wieder in Not. Ich komme da ganz sicher wieder, sagt, ganz ehrlich,
47:47
Ich glaube nicht dran, weil das wird die alte Kunst sein, es wird ein paar Sammler geben, die das lieben, dieses sammeln, gezielt.
47:55
Museen werden es ansammeln. Aber ganz ehrlich, wie viel mittelalterliche Möbel haben wir noch heutzutage?
48:00
Kaum mehr welche, wirklich mittelalterlich, wir reden nicht von Barock, sondern reines Mittelalter. Elftes, zwölftes, dreizehnten Jahrhundert, gibt's kaum mehr, weil es gab viel.
48:10
Ist verschwunden. Doch Kegel zerstört waren, man hat's nicht mehr gebraucht, weil's umfunktioniert und so weiter und so fort. Und so wird auch der Zeitgeist sich weiterentwickeln.
48:20
Das moderne Möbel, ich hoffe nicht, dass Ikea übermorgen im Kunstmarkt verkauft wird, aber es geht leider in die Richtung, Designmöbel ist das beste Beispiel. Du findest heute, es war für mich ein.
48:31
Erschreckendes Beispiel, wo ich in den achtziger Jahren kunstinteressiert war mit meinem Motorfee in Paris, war siebziger, achtziger Jahren waren wir in Paris auf den Flohmärkten. Da gab's nur achtzehn Jahrhundert und neunzehnhundert Möbel. Vielen und dann neunzehnhundert.
48:45
Ganze Klimpolium von Möbel, Glasporzellan, alles. Gehe heute auf den Flohmarkt in Paris. Was findet man? Design, Design, Design, Design. Das ist schon alte Kunst.
48:54
Das heißt, das geht bis in den neunzig, sechziger, siebziger Jahre Design. Selbst ich habe dann neulich, neulich ist es zwei Jahre her, wo ich mit meiner Frau dort war, die
49:02
Stahl, Bücherregale, der France gab's, also die haben wohl so ein Archiv gehabt aus puren Stahl
49:09
wunderschön einfache Stahlregale. Die wurden da verkauft und zwar nicht für wenig Geld, also.
49:15
Regal, Meter zwanzig breit, drei Meter hoch, für zwölf, fuffzehntausend Mark oder Euro, meine ich. Erstaunlich.
49:22
Das ist Kunst, nicht einmal Kunst, ist es ein Möbel, wie Ikea heute mehr oder minder. Von ausrangiert, moderne äh Regale, Stahl weg und so weiter. So und das findet man heute auf den Flohmärkten.
49:34
Zeitgenische Kunst, Zeitgeist.
49:37
Nicht mehr das Alte. Ich möchte jetzt gerne eine Brücke schlagen. Mach. Du hast gerade gesagt, auch digitale Kunst, man wird inspiriert durch Instagram
49:46
Und ich habe das in meiner Einleitung gesagt. Ich wollte die Fälle von Württemberg Arteria.
49:52
So gerne finden. Und das war schlicht nicht möglich. Ich hätte mich so gerne ein bisschen mehr vorbereitet, aber weißt du, ich.
50:02
Klicke dich jetzt an. Ja. Ich trigger dich jetzt an. Ja. Und dir musst du einfach ansprechen kommen und mir ein bisschen was über die
50:10
äh warte. Art und Weise. Also als ich sorry bis verlassen habe, zwoachtzehn habe ich gedacht, was mache ich? Natürlich mache ich weiter, was ich gut kann und was ich gut kann, ist die Kunstvermittlung, Beratung.
50:19
Und habe dann kurz darauf eine eigene Firma gegründet. Der heißt Philipp Württemberg Art Advisory, also Kunstberatung, Kunstvermittlung und was mache ich? Ich berate weiterhin Kunden, die ich kennengelernt habe über die zweiundzwanzig Jahre und konnte ich neu kennenlerne, um ihn
50:34
beraten, an der Seite zu sein, sei es für Einkauf, für Verkauf, für Umschichtung und so weiter. Und natürlich bin ich nicht.
50:41
Nicht natürlich bin ich nicht, ich wollte nicht digital sein, weil was möchte ich Webplattform mit meinem Namen haben, um
50:50
am Ende was sagen zu können. Äh ich agiere im Diskreten privat Verkauf und
50:57
kann keine Werbung dafür machen, weil das macht man dann nicht. Ich verkaufe nicht dein Giacometti, wenn du einen hättest. Und und mache damit Reklame.
51:06
Was ich gerne machen möchte, aber deswegen ist ja der Privatverkauf im Privatverkauf, damit's nicht öffentlich wird. Und das ist das Wichtigste, was ich momentan mache. Ich verkaufe vermittle weiter für Kunden, ihre Objekte.
51:18
In der Regel ist zeitgenische Kunst, Importionismus, ein bissel Altmeister oder die besten, ich nenn's mal den Masters of this World vom Kunsthandwerk, ob's jetzt ein Schmuckstück ist, ein Silberobjekt ist, ein Möbel ist und so weiter. Und das vermitteln wir weiter.
51:32
An weiter an private oder an Institutionen, ja, Museen
51:36
und das sollte natürlich so diskret wie möglich ablaufen. Äh wenn's mehrere, großes Volumen ist, dann geht's anders, dann verkaufen wir über Auktion. Da hatte ich letztes Jahr einen
51:45
Dezember ein Volumen an zeitgenische Kunst an einem Münchner Auktionshaus vermitteln dürfen und können, damit's dort verkauft.
51:52
Das ist mein Job und jetzt hier eine Webseite zu haben, wo wo ich erkläre, was ich mache, brauche ich nicht, weil ich glaube, die Kunden, die mich kennen, das erklärt schon alles, was ich gemacht habe und wer ich bin, da war ich gedüngt.
52:04
Zur Zeiten. Das, das, was ich mache, professionell ist und richtig gemacht wird und der richtige Rat ist. Und deswegen habe ich Gefühl bis jetzt gehabt, ich brauche keine Webseite, die mich erklärt, ja.
52:17
Hm. Meinst du, du sagtest, dass diese Kunstverkäufe diskret laufen? Ist das eine deutsche Einstellung? Nee, weltweit.
52:25
Weil wenn einer ein wichtiges Kunstwerk hat, was.
52:29
Kollegen, Freunde, Familienmitglieder und andere Leute kennen, es sei denn, er möchte es über die Auktion machen und da ist der Bekanntschaftsgrad genauso wichtig, weil damit
52:39
agieren mehrere Käufer, potentielle Käufer in der Auktion und treiben die Preise nach oben oder du willst es geheim halten, nicht geheim halten, weil's
52:47
Illegal ist, aber einfach diskret halten, damit's nicht jeder weiß, dass du
52:51
tolles Bild verkauft hast. Und vor allem auch für wie viel, wahrscheinlich, ne? Dann noch dazu, weil wenn einer einen großen Künstlername hat an der Wand, äh nennen wir es immer Gerhard Richter oder oder was weiß ich was.
53:04
Dann können sich die Leute ausmalen, was der Wert ist, weil es wird dann genügend in der Presse erzählt ist
53:09
jetzt gerade ein zum Beispiel in New York wieder für achtzig Millionen. Wenn einer hört, du hast einen Basket, der denkt immer gleich, och, der hat auch einen achtzig Millionen Bastian. Manchmal kann's nur zwei Millionen sein, aber zwei Millionen ist auch schon viel Geld. So. Also will ich das
53:21
diskret halten. Und mein Bild so verkaufen, dass zu wenig Leute wissen.
53:25
Würdest du jede Kunst oder ähm jede Sammlung annehmen, die dir angeboten wird? Oder sagst du, ab einem bestimmten Volumen oder? Also sag niemals nie, dafür bin ich ja,
53:36
in der Position beraten zu können. Zu sagen, okay, schaut's mal an, wenn ich keine Chance sehe, dass es im Markt.
53:44
Gehen kann, dann bin ich ehrlich gesagt, es funktioniert nicht, das lassen wir mal. Also da gibt's weder Käufer oder der Markt ist nicht da oder deine Erwartungen sind höher als der Markt.
53:53
Gibt, andersrum, wenn du sagst, du äh mach mal, mach mal das Beste draus, dann berate ich dich. Das kann sein, privat Verkauf, es kann auch sein, öffentliche Verkauf, Aktionen, es kann auch sein, man geht zu einer Galerie zurück, wenn's zeitgenische Kunst ist und so weiter. Aber.
54:08
Denke ich mir, habe ich genügend Erfahrungen gesammelt zu Sonderbezeiten, weil damals haben wir auch alles abgedeckt, ja. Auktion, privat Verkauf und eben auch zurück über Galerien und
54:18
wenn der Kunde mir dann das anvertraut, versuche ich den besten Rat zu geben. Am Ende muss er entscheiden, ist das für mich das finanziell beste Ergebnis
54:25
was dabei rauskommen kann. Auch das kann ich dann erklären und
54:29
aufgrund meiner Erfahrung. Berät sie die Kunden rein finanziell oder auch emotional? Beides letztendlich. Weil erstmal fängt's mit der Emotion an, weil ein Kunstwerk ist emotional, muss ein anderer emotional
54:39
das Kunstwerk gut finden, um es zu kaufen. Und dann kommt das Finanzielle. Wo liegt der Preis bei dem Kunstwerk? Äh sind die Erwartungen zu hoch oder wenn's zu niedrig ist, immer besser? Aber und dann erklärt man, wo der Markt ist.
54:52
Dann erklärt man, wie diese Hand sich entwickeln und vergleicht und gibt die Beispiele, wie sich der Markt entwickelt hat in.
54:58
Letzter Zeit auf ein, zwei Jahre zurück, ja. Und das gibt auch dann moderne neue Kunstwerke, von denen ich vielleicht noch kaum eine Ahnung habe, wie die NFT,
55:08
Kunst, Nonnen, Funsport Tokens, die sich jetzt bei einer siebzig Millionen, so ein Objekt verkauft hat, haben sich überlegt
55:16
Naja ist die neue Art der Kunst vielleicht, die ich noch nicht ganz verstehe, aber die klar war, dass es kommt. Mhm, ich habe mal eine lustige Frage.
55:23
Also vielleicht ist sie auch gar nicht so lustig. Mhm. Aber ist das so? Wenn du Menschen neu kennenlernst, dass du sie ein Stück weit in Kunstwerke kategorisierst
55:31
also dass du siehst, oh das ist ein, bleib mal bei Giaco Metti. Ein Doccometi oder das ist ein nein. Hundert Jahre Boys Typ oder dass du jemanden kennenlernst und spürst, oh, wenn ich ihn jetzt beraten würde, würde ich ihm oder ihr? Nein.
55:46
Ich glaube nicht, aber andersrum, wenn einer mich frägt, was soll ich kaufen, ich würde jetzt auch gerne in Kunst
55:52
Oft sagen sie im Leitungswort investieren oder ich will dir gern Kunst kaufen, eine Sammlung aufbauen. Ist ein schwieriges Thema, aber dann sage ich mal als allererstes, äh lass uns erstmal anschauen, was dir Spaß macht. Und.
56:04
Sie gefällt und das heißt wir gehen auf Messen zusammen, wir gehen in Museen, Ausstellung,
56:11
schaut einmal die und die Auktionskataloge an und so weiter, damit ich einen Blick habe von dem, was dir Spaß macht.
56:19
Ja? Um dann zu beraten und sagen, okay, du willst jetzt unbedingt und dann kommt die Frage, wo ist dein Budget? Ist es bei hunderttausend oder bei hundert Millionen? Ist übertrieben gesagt. Und dann pendelt man sich da ein.
56:34
Und dann schaut man, dass man das ein oder andere Werk für den oder die.
56:38
Oder vermittelt und dass er Spaß dran hat und dass er dann, das ist nochmal die Sieger- und Sammlerprinzip, jagen, sei suchen und dann sammeln. Bei Jäger wird geschossen, hier wird die Geldbörse aufgemacht. Und
56:52
Das ist eben das Wichtige und aber die Menschen in Kategorien einzukasteln und sagen, du bist der Typ und der andere ist der Typ und der andere ist der Typ. Nee, nee. Glaube ich nicht, aber.
57:05
Ist aber immer schön als Beispiel Sammler zu finden oder Kunden zu finden, die auch alte Kunst, Wertschätzung auch kaufen, ja.
57:13
Es konzipiert sich natürlich alles immer auf auf Zeitgeist und zeitgenische Kunst und so weiter. Deswegen wird die alte Kunst ja immer weniger gekauft und macht auch nicht so hohe Preise. Wenn ein Highlight ist, dann macht's ein mega Preis und so weiter, aber schaut man sich nur das Auktionswesen an, sechzig Prozent
57:28
nur bezahlt genische Kunst, ja. Das sind Kunsthandwerke, ist da zweitrangig, ja.
57:34
Vermisst du das Auktionieren? Ja schon, es ist schon eine tolle Sache gewesen da im Rampenlicht zu stehen und dann dann haben wir zu schwenken.
57:40
Für den Verkäufer zu erzielen, ist schon eine tolle Sache. Könntest du dir vorstellen, beispielsweise für Charity Auktion, dich mal buchen zu lassen
57:50
Also ich sage mal so, ich ich wird schon hier und da gefragt, welche Optionen. Natürlich die letzten zwei Jahren waren nicht sehr hilfreich für jede Charity. Das stimmt natürlich. Wegen Corona, aber ich war für zwei Charity-Aktionen gebucht, letztes Jahr, die natürlich verschoben worden sind auf dieses Jahr und ich glaube auch aufs nächste Jahr. Ja, mache ich gerne. Habe auch Spaß dabei.
58:08
Also ich habe. Aber was anderes als eine eine richtige Option. Warum? Charity ist irgendwie schwieriger, weil,
58:14
und auch als Auktionate schwieriger, weil die Leute kommen.
58:19
Essen bezahlt, das Trinken bezahlt, die sind social zusammen. Äh jeder denkt, der andere spendet was für die gute Sache, aber ich nicht. Ja, nach dem Prinzip. Also das heißt, den musst du wirklich.
58:32
Denn wo man aus der Nase ziehen
58:34
manchmal sitzen sie auch mit ihren Händen, aufgenagelt aufm Stuhl. Ähm in einer Live-Auktion, sind zwar hundert Leute da, aber du weißt, zehn Leute sind definitiv egal, die kommen, weil sie kaufen wollen. Die ist schwierig, da muss man die Leute
58:48
Überreden, dass sie was kaufen, deswegen muss gut vorbereitet sein, wenn man einlädt.
58:55
Vor allem von mir, die Objekte sollen sie sehen und nicht erst Last-Minute, weil äh niemand entscheidet sich selbst für tausend Euro, lass mir bitte was zu kaufen. Und das ist.
59:04
Immer schwieriger. Ähm deswegen muss gut muss es gut vorbereitet sein. Aber ich mach's gerne.
59:11
Hatten einen anderen Flair und Witz als Auktionator und man kann etwas noch flitteratives sein, noch witziger sein, aber muss immer professionell darüber kommen, dass weil es muss am Ende.
59:22
Der Hammerschlag ist ja wie ein Vertrag. Wenn der Hammer runterfällt, ist wie ein Vertrag, du hast was gekauft, du musst bezahlen. Ja
59:30
weil ja gesagt, morgen, nee, will ich nicht. Vierzehn Tage Rückgaberecht. Ja, ja, gibt's nicht. Wir haben ganz viel jetzt über Sammler gesprochen, über Kunsthandwerk, über Kunst,
59:41
Verkaufen, Kunst selber kaufen, Sammelleidenschaft. Wir haben über deine Mutter die Künstlerin gesprochen, wie viel Künstler sein.
59:49
Blut, fließt dann durch deine Adern. Ah, ich habe immer oft gesagt, wenn ich nicht mehr erfolgreich bin, dann wäre ich selber Künstler. Ich habe Spaß, Kunst zu machen.
59:57
Hatte ich früher natürlich mehr als
59:59
heute, ich bin kreativ, sage ich mal so, ich bin der Bastler, wie ich vorhin schon oft gesagt habe, aber ich hätte nichts dagegen, künstlerisch tätig zu werden.
1:00:10
Ich weiß, es ist ein Zeitaufwand. Es ist viel Zeit und das, was ich gern machen möchte, ist, früher habe ich gern gezeichnet, gemalt. Jetzt würde ich mal gerne.
1:00:20
Stahlarbeiten, Skulpturen machen, sowas grobes, großes. Aber das ist natürlich zeitaufwendig, du brauchst den Platz äh und so weiter.
1:00:29
Ich gehe gern zu Ateliers und zum Künstlern jetzt
1:00:32
und schaue, wie sie arbeiten, weil ich habe gern diese Atmosphäre seines Ateliers äh zu sehen, wie wie die kreativ werden können. Und wie gesagt, wenn ich nicht erfolgreich mehr bin, dann werde ich vielleicht Künstler.
1:00:44
Vielleicht verarmte Künstler, der keinen Erfolg hat, aber Hauptsache, ich mache Kunst.
1:00:48
Und dann Podcasten wählen. Und dann podcasten wir wieder. Da hätte ich mir mal deine Stallskulpturen anschauen. Ja, nein, ich ich.
1:00:56
Gern bin ich künstlerisch tätig. Und das Schöne ist, wenn ich, wenn ich auch sehe, dass meine Kinder alle von den Vieren äh künstlerisch tätig sind
1:01:03
möchte ich fast behaupten, es ist schön zu wissen, dass sich da was was vererbt hat
1:01:08
künstlerisch und zweitens mal auch, weil meine Frau und ich mit den Kindern sehr viel Museen gegangen sind, dass sie auch Spaß dran haben. Früher als Kindes äh schon wieder Museum, äh schon wieder in der Kirche. Und jetzt selbstständig sind sie in Großstädten und sagen, ah, Papa, wir haben uns
1:01:23
die Aufstellung angeschaut, die war ganz cool, kennst du die schon? Und so weiter. Das ist macht schön, macht Spaß, das zu sehen, dass sie sich da weiter vererbt hat.
1:01:31
Ich war neulich ganz glücklich. Meine jüngste Tochter kam zu mir an. Mama, sie hat ein Bild gesehen von einem Kinderzimmer oder von einem Zimmer. Mama
1:01:39
ist das nicht von dem Künstler ja auch die ganzen Sonnenblumen immer mal an. Sie ist sieben und ich bin ja. Ja ist doch schön, wenn sie's erkennen. Ja, das fand ich auch ganz
1:01:48
Da gibt's ja ein herrliches Memory. Wir haben so ein Memory. Genau das. Das Memory mit den zwei. Ja van Gogh, Blumen und dann Blumen. Kinderzimmer. Herrlich.
1:01:58
Ich glaube, das ist, ja, es ist und jetzt ganz ehrlich, ich meine, ich bin ja auch so aufgewachsen in einem Haus, wo Kunst an der Wand hängt, äh dass sich abfärbt.
1:02:06
Normal glaube ich.
1:02:08
Ganz ehrlich, also würde ich und meine Frau nur Ferrari sammeln und die würden hier im Haus und überall rumstehen, meine Wette würden unsere Kinder nur Autofans werden, ja? Und Ferraris vielleicht doch lieben
1:02:18
Aber nachdem wir hier so bissel kunterbunt alles haben
1:02:21
von zeitgerechten Künstlern und älteren Künstlern, Bekannten und unbekannten Künstlern färbt es ab und es ist auch schön. Möchte man auch gern, dass die Kinder auch Freude dran haben. Und entsprechend sich auch.
1:02:32
Ganz kleine.
1:02:35
Da rumkrabbeln, an die ganzen Skulpturen kaputtmachen oder Porzellan kaputt machen und so Bilder mit dem Fuß reintreten
1:02:43
ist nie was passiert, weil wir haben das nicht von denen weggesperrt. Sie durften mit dem alles leben. Das hier und da mal mit
1:02:50
Buntstift, an die Kommode gegangen wurde und dann in die Regeln mal so mitm Bullshit reingemalt wurde. Okay, gab's einen kleinen Anschiss. Wurde dann wieder poliert, dann war alles wieder okay
1:03:00
sie haben noch nicht Fontana gespielt mit uns in Bayern, das ist auf jeden Fall das Positive. Sie haben noch nicht mit dem Messer da reingeritzt, so dass sie denken, hey, wenn das kann, kann ich's auch. Äh nee, ist nicht passiert, zum Glück. Weißt du was?
1:03:11
Und ich glaube
1:03:12
dieses Gespräch, das wird auch abfärben auf ganz, ganz viele Leute. Ich. Ja. Ich bin mir da sehr, sehr sicher und ich möchte mich so sehr bei dir bedanken, dass du. Danke dir. Nicht so
1:03:21
tief hast einblicken lassen. Bitte, bitte. Und ich weiß jetzt, dass ich keine Angst haben muss, wenn ich mal digital was nicht finde. Nein.
1:03:28
Nein. Ich freue mich sehr. Danke dir. Danke dir. Es war sehr gemütlich und ja, danke.
1:03:35
Music.
1:03:40
Immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartnern, die euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln und ein Stück weit näher bringen, reise ich quer durch Deutschland.
1:03:51
Wenn du den Podcast, die Leichtigkeit der Kunst unterstützen möchtest, dann freue ich mich über deine Spende auf PayPal Punkt me slash, Leichtigkeit der Kunst.
1:04:03
Alle weiteren Informationen dazu gibt es auf der Website WWW Punkt die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE Slash Unterstütz.
1:04:12
Schickt mir gerne Fragen, Anmerkungen und Feedback an Claudia at die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE.
1:04:23
Und wenn ihr mögt, schenkt mir gerne ein Like.
1:04:27
Music.