Bildung - Zukunft - Technik (BZT)

@schb und @gibro reden in regelmäßigen Abständen miteinander über die digitale Bildungsszene. Wir nehmen Schule und Ausserschulisches in den Blick, sprechen über aktuelle Blogbeiträge und Säue, die durchs (digitale) Dorf gejagt werden und wollen Tools vorstellen, die wir benutzen und Apps empfehlen, die uns helfen unsere Arbeit zu machen.

https://bildung-zukunft-technik.de

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episode 82: Vorbilder [transcript]


Felix und Guido unterhalten sich über Abschlussprüfungen, Digitale Zeugnisse, Vorbilder für Bildungsarbeiter*innen, Podcasts und Bildung, Fotos in HDR und Schöne Apps.

Shownotes
  • Digitale Zeugnisse
  • Podcasts in der Bildung
  • Schöne Apps
    • PayByPhone + Vignette
    • Tailor
    • AdGuard
    • Apple Notizen
    • Apple Erinnerungen
    • Podcast zur EM


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 2021-06-22  1h40m
 
 
00:00  Sound
00:12  Guido
Ihr hört Bildung, Zukunft, Technik.
00:24
Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Episode Bildung, Zukunft, Technik,
00:30
wir haben den einundzwanzigsten Juni Felix und ich haben damit auch den Juni das Juni Häkchen im Kalender gemacht, wir wollten uns eigentlich früher treffen, jetzt ist es endlich soweit, hallo Felix.
00:45  Felix
Einen wunderschönen guten Tag in die Runde. Heute vielleicht kurz, ne? Längste Tag des Jahres. Ab morgen werden die Tage wieder kürzer.
00:57  Guido
Ja, wir wir gehen so langsam auf den Winter zu. Ja, ja, ja.
00:58  Felix
Aber gerade angefangen und äh äh also tatsächlich glaube ähm heute und morgen, also ich einundzwanzigste, zweiundzwanzigste, ich glaube, der zweiundzwanzigste ist es sogar, ist ähm Sommersonnenwende.
01:13
Ab. Bis heute wurde es immer besser und ab heute wird's wieder dunkler.
01:20  Guido
Und wie ist dir? Äh was macht die Pandemie.
01:24  Felix
Ja ähm aus irgendwelchen, also Laschet hatte recht, ne.
01:32
Sinne von, wir haben ja gehofft, dass wenn das Wetter schöner wird, dass das dann alles einfach wieder sich in Luft auflöst und irgendwie habe ich das Gefühl, also entweder ich ich verstehe es nicht. Ja, aber es ist fast weg, ne,
01:44
Also fast weg ist relativ. Aber wir sind jetzt eigentlich in dem Bereich, wo wir immer gesagt haben, da müssten wir hin,
01:49
um das Ganze von den Gesundheitsämtern noch kontrollieren zu können. Ich habe eher das Gefühl, dass im Moment alle sagen, ach jetzt ist es eh alles vorbei.
01:58
Wir wir steuern auf den spaßigen Herbst wieder zu wahrscheinlich, also mindestens unter den Schülern wird das nochmal richtig spaßig, weil ist halt nicht vorbei, ne? Fühlt sich nur so an im Moment,
02:07
Aber was haben wir denn? Kunden, können wir noch kurz zahlen? Äh machen hier zur ähm Pflicht. Ähm wir haben in Wuppertal im Moment eine Inzidenz von fünfzehn.
02:18  Guido
Ja
02:19  Felix
Nordrhein-Westfalen weit neun Komma zwei, also einstellig und ähm bundesweit acht Komma sechs.
02:23  Guido
Ja. Bundesweit. Wahnsinn, oder?
02:30  Felix
Das ist schon echt wenig. Ähm ich weiß aber nicht, ob es nur Zahlendreher sind. Ich habe tatsächlich auch die äh Coronameldungen ähm hier von äh.
02:39
Pavel und Tim, nichts verfolgt, sodass ich nicht sagen kann im Moment äh.
02:46
Also es gab ja diese diese andere Meldesystem beim RKI.
02:51
Ob das damit zusammenhängt auch oder ob's wirkliches Wetter ist oder ob die Impfung wirklich so durchschlagen, ich kann es gar nicht sagen. Aber tatsächlich sind ja fünfzig Prozent geimpft, also das das wirkt wahrscheinlich schon auch, ne?
03:01  Guido
Da bin ich mal, das da bin ich mal äh ganz fest von überzeugt, äh dass das äh einen deutlichen Effekt hat, aber ich würde umgekehrt eben auch sagen, ähm,
03:12
Hast du dir mal die Fußballstadien angeguckt? Ich, also bei dem bei dem Ungarn Spiel habe ich gedacht, meine Güte, ich glaube, die haben's voll besetzt.
03:20  Felix
Haben die.
03:22
Also die haben da irgendwie fünfzig sechzigtausend reingetan und da bin ich mal gespannt, was in Ungarn passiert, weil ähm also bei fünfzig, sechzigtausend Leuten,
03:32
die Wahrscheinlichkeit relativ groß, dass da ein paar dabei sind und wenn das dann die Deltavariante ist und die Haut nochmal doller durch.
03:40  Guido
Also ähm ich, ich äh
03:43
mir ging's jetzt ein bisschen zu schnell, muss ich ehrlich äh ehrlicherweise sagen, ähm gleichermaßen ist man aber auch irgendwie froh, ähm dass so viel wieder geht oder umgekehrt, man äh schnallt erst
03:56
Ähm wie eingeschränkt man eigentlich gelebt hat, äh wenn jetzt gerade so viel wieder geht, hm finde ich
04:04
Also, viele Dinge, wo ich irgendwie so dachte, ah ja Gott, ja, das das war früher normal, ne. Ähm und damit meine ich jetzt nicht äh irgendwie äh unbedingt äh,
04:14
nicht mehr warten müssen bevor man mit dem Einkaufswagen nach Lidl rein kann, ähm sondern damit meine ich eher so äh nee, wir brauchen dafür keinen Test und das ist ehrlicherweise, ehrlich gesagt, ja auch ein bisschen angenehmer.
04:29  Felix
Ja, aber ich habe tatsächlich gedacht, dass mich dieses dieses Normalitätsgedönse mehr flashen würde.
04:36  Guido
Naja, doch, das äh das ja, das sind die kleinen Errungenschaften, wo wo ich so sagen würde, Gott, ja, das du kannst das jetzt einfach wieder machen.
04:44  Felix
Ja, aber es ist so, also wenn ich zum Beispiel irgendwo diese vollen ähm äh Straßencafes oder sowas sehe. Einerseits total schön, aber auch irgendwie so ich weiß nicht, also ich ich bin, glaube ich, aber auch ein anderer Typ.
04:59  Guido
Ja, du bist nicht der Straßenkaffee-Typ.
05:01  Felix
Nicht so richtig. Ähm ich kann das mal genießen, aber ich glaube, ich bin jemand, also es gibt ja so zwei Typen. Ich hatte ähm als ich jetzt auf dem Campingplatz war, ähm war da auch ähm,
05:13
eine äh Frau hinter der äh in hinter dem Tresen ähm die sagte auch irgendwie sowas in so einem Nebensatz im Sinne von boah es ist schon wieder so voll. Und ich so, ja, also meiner wie meiner,
05:25
mir geht, kann es ruhig noch so bleiben, weil äh ich ich komme damit sehr gut zurecht,
05:30
und sie meinte, ach, auch so einer, ähm weil es gibt ja, glaube ich, tatsächlich so Leute, die sind mit dieser ganzen Pandemiegedönse, also ich glaube, so vor allen Dingen in diesem Programmierer Kreisen so, weißt du,
05:41
ich bin ja kein Programmierer, aber ich ich bin da wahrscheinlich vom Typ her so ein bisschen so. Ich komme dann eigentlich ganz gut zurecht mit,
05:47
Also ich habe ähm es war nervig, diese diese vier, fünf Wochen Quarantäne oder vier Wochen Quarantäne, weil dann fällt dir echt irgendwann die Decke aufm Kopf,
05:57
und ähm wir haben aber einfach in den letzten Wochen hier schon durch äh soziale Kontakte mit ausgewählten Leuten eigentlich einen Sozialleben wieder etabliert, was relativ.
06:10
Befriedigend ist. Also es ist jetzt nicht so, dass ich das Gefühl habe, boah, also das, was ich noch vermisse, ist tatsächlich mal in die Sauna oder ins Schwimmbad zu gehen.
06:18  Guido
Du und Schwimmbad, ne? Da kannst du jetzt zwar rein, aber äh du kriegst eigentlich äh auf auf Wochen keinen Platz, die sind einfach ausgebucht.
06:26  Felix
Genau und das ist tatsächlich noch das, wo ich so denke, boah, wenn ich das machen kann, das wäre gut, aber ansonsten ähm bin ich jetzt nicht der, der irgendwo ähm kennst du dieses diesen, diesen Film beging bei Twitter rum, wo äh einer so das erste Bier trinkt?
06:41
Hier schaue ich mal. Vielleicht, vielleicht packen wir's in die Shownotes, wenn ich es ähm noch finde.
06:46  Guido
Ja. Ja, sehr schön, sehr schön.
06:48  Felix
Aber ansonsten, wie, wie geht's euch?
06:50  Guido
Ach gut, also.
06:51  Felix
Allen Dingen schultechnisch.
06:53  Guido
Ah ja, äh wir wir hatten ja Abschlussprüfungen hier im Haus. Die äh Tochter ist ähm äh das nennt sich ZAPs, das kannte ich bisher eigentlich nur äh von.
07:05
Harry Potter, da heißt es glaube ich zacks ähm,
07:09
Da ist es also ZAPs zentrale Abschlussprüfung und ähm die die äh,
07:16
Ja, die waren eigentlich unter den äh also Corona spielte da keine große Rolle, sagen wir's mal so.
07:24
Ähm war also vollkommen äh normal, die äh waren deswegen ja auch schon ähm dauerhaft eigentlich ähm im Wechselunterricht und.
07:35  Felix
Weil das ja die Abschlussklassen sind, ne.
07:36  Guido
Weil das die Abschlussklassen waren, genau und äh mussten die mussten da ähm,
07:41
ganz ordentlich lernen und ähm interessanterweise, ich weiß nicht, ob ich das mal erzählt hatte, ähm konnten konnte ich zumindest ähm bei uns zu Hause beobachten, dass so vieles, ja, was äh ich, was man sonst so als Eltern so, so mühsam jetzt
07:55
tu doch mal was! Jetzt lerne doch mal was! Jetzt setze dich doch mal hin! Das äh das war gar nicht mehr nötig. Also ich glaube, das lag auf der einen Seite natürlich irgendwie an diesem ähm an diesem an dieser mystifizierten Prüfung, ja?
08:07
Dass es die große Abschlussprüfung und ähm das hat natürlich auch eine gewisse Spannung aufgebaut zu Hause, aber vor allen Dingen auch ähm,
08:17
so ein Effekt entstanden, dass sie sich dann selbstständig hingesetzt haben und gelernt haben. Und ähm das,
08:25
Das war sehr, das war sehr gut. Äh ähm weil,
08:30
da schon mal so ein so ein Motivator nicht mehr nicht mehr hin musste. Und dann fanden diese Prüfungen statt und
08:36
da muss man ja mal ganz ehrlich sagen, wer A sagt muss auch B sagen und das passiert dann auch tatsächlich in diesen Prüfungen
08:44
Das heißt, die die äh hatten ja im Prinzip die Schule leergeräumt und äh dann packen die irgendwie haben die so,
08:51
drei, vier Leute in jede Klasse gepackt. Ähm,
08:55
und ähm da saßen die im Prinzip auch so weit auseinander und so einzeln für sich ähm dass da ähm nicht.
09:04
Nicht getäuscht werden konnte.
09:07
Und äh da das ist das ist nach wie vor für mich finde ich wahnsinnig befremdlich unter welchem,
09:15
absurd unter welchen absurden Situationen diese Prüfungen stattfinden müssen um zu gewährleisten, dass da niemand täuscht.
09:24
Und oder betrügt oder wie auch immer man das nennen mag. Und ähm das macht
09:28
das macht letztendlich diese Prüfung ähm zu einer, wo ich mir sehr, sehr gut vorstellen kann, dass Menschen, die nach Hang zu Prüfungsängsten haben, ähm da nochmal besonders getriggert werden,
09:40
und ähm da das,
09:41
Hm würde ich sagen, war jetzt irgendwie,
09:44
bei äh Hannah, aber auch bei ihrem Freund, so so gar nicht der Fall. Die waren da irgendwie ziemlich cool. Ähm und was ich auch interessant fand, äh die kamen aus den Prüfungen raus mit ähm.
09:58
Das müsste eine Drei sein, oder? Das müsste eine Zwei sein. Also mit wahnsinnig guten Einschätzungen realistischen Einschätzungen, was das für eine Note sein müsste.
10:09
Liegt natürlich auch daran, dass diese Prüfung äh zu einem hohen Prozent äh Satz ähm ähm ja ähm standardisiert ist, auch was letztendlich irgendwie die Art und Weise angeht, wofür man wie viel Punkte kriegt,
10:22
und dass sie natürlich äh ähnliche Prüfungs äh arten ähm äh in so einem Buch, was du dir kaufen kannst, irgendwie durchgespielt haben.
10:31  Felix
Kennen dies alles, genau. Die das ist im ja, also das Test und ich weiß nicht, ob ich sage da gleich was zu.
10:38  Guido
Ja, das ne, ähm das ich gebe das jetzt,
10:41
gib das jetzt erstmal so so wertfrei wieder, wie ich das äh wie ich das beobachtet und erlebt habe, ne? Und ähm da muss man schon sagen, dass ähm,
10:49
die ähm als sie dann ihre Noten bekamen, das ist ähm die setzt sich ja dann zusammen aus einer Vornote und einer,
10:56
äh normalen, also der der Prüfungsnote und ähm.
11:01
Ich würde sagen, ähm der Hannah zumindest äh äh war von also wirklich auf die Note genau in allen Fächern äh,
11:09
was die Einschätzung anging auch mit der mit der realen Note stimmte das überein
11:16
Ähm und ähm das war deswegen so ein so ein bisschen.
11:21
Irre fand ich, weil äh Mathe äh bei äh Hannah zumindest eigentlich ist das eher so eine so eine Fünfer-Note, ne. Also das ist
11:29
normalerweise so das Fach, wo ähm sie genau weiß, da braucht's irgendeinen Ausgleich, den den hat sie auch, aber ähm Mathe und die kam nach Hause und sagte
11:37
ich glaube, ich habe in Mathe eine drei geschrieben
11:39
und die hatte wirklich eine Drei in Mathe und das äh war ähm das das fand ich schon ziemlich beeindruckend, ähm wie gut du offensichtlich anschließend in der Lage bist, ja, weil weil du diese Tests oder diese Prüfungen halt irgendwie äh bis zum Abwinken durch,
11:54
gegangen bist, ähm wie gut du dich dann offensichtlich selbst ähm einschätzen kannst. Und äh jetzt äh stehen halt noch die äh ja
12:02
die Abschlussfeier steht jetzt noch an. Ähm,
12:05
zwischendurch noch eine Klassenfahrt geplant, die natürlich ausfiel und das äh äh Land NRW hat glücklicherweise die Scheunekosten übernommen. Und äh die die Stornokosten sind dann sozusagen aber jetzt ähm,
12:18
In der Schule verblieben, die sind sozusagen nicht ausgezahlt worden mit mit Einverständnis der Eltern. Ähm und jetzt hauen die halt nochmal äh mit den Lehrern vier Tage auf den Sack,
12:27
und ähm machen irgendwie ein paar schöne paar schöne Sachen zusammen und dann haben die halt.
12:32  Felix
Ausflüge dann oder so.
12:33  Guido
Genau, ne? Park und ähm heute äh sind sie gemeinsam frühstücken gewesen und ähm also machen halt jetzt einfach schöne Sachen zusammen.
12:42
Und ähm das äh und das Gipfelt dann am am Freitag in der in der Abschlussfeier. Aber dazu gleich, lass uns erstmal dieses Prüfungsthema vielleicht durchgehen.
12:52  Felix
Ja, ich ähm.
12:54
Wollte das nur kurz äh ergänzen oder zumindest so eine Art Einschätzung abgeben, weil ich bin da tatsächlich sehr ambivalent. Ähm ich glaube nämlich, dass wenn wir Schule rund um diese Abschlussprüfung.
13:08
Strukturieren würden. Und dafür ganz, ganz viele Leistungsüberprüfungen im Vorfeld weglassen würden.
13:16
Einfacher werden würde, weil ähm diese Abschlussprüfungen sind tatsächlich ziemlich und das gilt auch fürs Abitur in so einem erwartbaren Rahmen,
13:26
Die sind in in der Regel nie vollkommen unerwartet, sowohl vom Aufgabenmodus her, wie auch von den Inhalten her. Das heißt, die orientieren sich eigentlich an einem sehr soliden Mittelfeld.
13:42
Sind also, wir haben's jetzt ein bisschen platt, zu sagen, tendenziell, einfach. Wenn du mit dieser Einstellung allerdings drangehst, scheiterst du natürlich. Also du musst mit der Einstellung drangehen, die sind kompliziert, aber du kannst halt auch mit der Sicherheit da dran gehen.
13:54
Packte, also ich ich kann das packen. Das ist kein Himmelfahrtskommando. Und ich finde das eigentlich sehr, sehr cool, dass man einfach sagt, ähm,
14:02
Schreiben vielleicht wirklich auch mal Arbeiten oder Tests.
14:07
Vorab der fünften Klasse, um diesen Modus einer Arbeit eines Testes zu machen. Aber immer.
14:14
Perspektive, dass man diesen Modus übt, es kommt hier darauf an, auf einem Punkt ein gewisses Themenfeld, mal,
14:23
ausspucken zu können, weil dieser Testmodus ist natürlich irgendwo eine gewissen Weise so eine Frontallappenbeladung ähm.
14:30  Guido
Ja
14:31  Felix
Learning for the test, aber das ist ja nicht schlimm. Das ist ja durchaus ein Modus, der in Ordnung ist, der
14:35
trifft ja auch im im beruflichen, kann dir so was passieren, dass es einfach heißt, so, du hast gleich eine Präsentation, du musst einfach da fit sein, du musst Dinge sagen und Dinge machen, die eventuell gar nicht
14:45
hundert Prozent deinem sonstigen Leben entsprechen, aber da musst du jetzt mal durch. Und das ist ja in Ordnung.
14:51
Du musst halt aber drum herum dann auch loslassen können. Also wenn man sagt, ZAPs und äh Zentralabitur, da kannst du halt drum herum.
15:02
Eigentlich lockerer,
15:04
und nicht in jedem Fach drei Klausuren pro Halbjahr oder Tests oder sonst was, weil das ist das, was eigentlich anstrengend ist. Dies dieses Üben für diesen diesen Modus der zentralen Abschlussprüfung oder des Abiturs,
15:19
Das kannst du äh mit deutlich weniger Vorlauf machen und dann kann man wirklich sagen, so wir beschäftigen uns jetzt mit diesen Themen, im Großen.
15:29
Und am Ende dampfen wir diese Themen auf den Bereich ein, der für die Prüfung relevant ist und den büffelt ihr. Das heißt, ihr habt euch vorher mit dieser, mit diesem kompletten Themenbereich.
15:39
Ebene der intrinsischen Motivation, der Sinnhaftigkeit möglicherweise sogar beschäftigt und für den Test.
15:48
Da kann der Lehrer ja mitmachen, weil der Lehrer weiß ja auch nicht, was kommt. Der Lehrer ist ja nicht derjenige, der die Kinder über die Klinge springen lässt, sondern der Lehrer sagt so, ich weiß es auch nicht,
15:57
übe mit euch jetzt so, dass ihr darauf vorbereitet seid, dass ihr die wichtigsten, so die big points belegen könnt. Das wird also zum Beispiel im Abi, habe ich gesagt, es gibt so Aufgaben.
16:08
Das sind diese äh Anforderungsbereich drei Aufgaben, wo wo man Punkte holen kann, aber die sind dafür da, um von der drei Plus auf eine Zwei oder eine Eins zu kommen,
16:17
Wichtig ist erstmal, dass ihr die Reproduktionsaufgaben,
16:20
dass ihr die habt. Und damit habt ihr im Grunde genommen die drei safe. Und dass man einfach auch so Strategien entwickelt, wie man an diese diese Aufgabentypen drangehen kann und dann ähm also ich finde, das äh ist nicht nur schlimm. Ich komme ja natürlich auch, dass.
16:35
Wissen die Hörerinnen und Hörer ja wahrscheinlich auch, ich bin ja selbst durch so eine Schule gegangen, wo ich das im Grunde genommen so gemacht habe, ich bin ja Waldorfschüler.
16:43
Wir haben viel getanzt und geschreinert aber nicht immer so gebüffelt wie das an der Staatsschule im gleichen Alter sozusagen der Modus war und trotzdem haben wir hinterher das Abitur halt unter staatlicher Aufsicht,
16:56
müssen und wir haben im Grunde genommen das letzte Jahr nur für diese Prüfungen gelernt. Also tatsächlich.
17:05
Gelernt vorher, vielleicht sogar gelernt was Lernen ist. Ist die Frage. Das will ich jetzt grad gar nicht bewerten, aber zumindest die Möglichkeit gehabt und dann,
17:15
Ein Jahr lang Vorbereitung auf diese Abschlussprüfung. Und es funktioniert,
17:19
Da holst du all das nach, was du vorher halt nicht hast, dann musst du das halt können, dann musst du da durch. Ähm aber du weißt ja, wofür du es tust. Du hast du hast eine Sinnhaftigkeit, mindestens auf der Ebene, dass du sagst, ich möchte das für einen Abschluss tun.
17:32
Um dieser rosa zu zitieren, auch das ist Sinnhaftigkeit und ist durchaus legitim. Auch wenn es für die Prüfung ist, aber es ist ein legitimer Grund.
17:40  Guido
Ich würde auch sagen, dass so im Nachhinein ähm
17:46
hast du halt dieses Gefühl, etwas geschafft zu haben, ja? Also natürlich ist irgendwie fällt vieles von dir ab, wenn diese Abschlussprüfung hinter dir liegen, aber es erfüllt dich auch mit einem gewissen Stolz und mit einem gewissen Selbstbewusstsein das geschafft zu,
17:59
und ähm das würde ich auch sagen, ist ein nicht zu unterschätzender ähm Effekt. Also ne, äh ähm wenn, also das ist so ein bisschen wie,
18:10
ähm,
18:11
Ach das, ich, das ist jetzt natürlich ein ganz furchtbarer Vergleich, ähm weil er, weil er an so vielen Stellen hinkt, wie die Herausforderung, ja? Das ist so ein bisschen wie über die Alpen gehen,
18:21
Ähm das ist natürlich auch.
18:22  Felix
Auch tatsächlich vergleichbar. Es ist nur gesetzt, ja.
18:23  Guido
Das ist natürlich auch ein total ähm ein total konstruiertes äh ähm total konstruierte Herausforderung, weil eigentlich niemand freiwillig über die Alpen gehen will.
18:37
Ja
18:39  Felix
Ja, ja, nein, nein, das ist ja, es ist auch, es ist halt gesetzt, aber äh du setzt es dir selbst, das andere ist extern gesetzt, aber ja, ja.
18:45  Guido
Aber aber das da dieser dieser Effekt danach, so diese Glückshormone, die man die man äh ausgeschüttet bekommt, äh weil man's geschafft hat. Aber äh dafür zu sorgen, dass man es auch schaffen kann, ja? Ähm
18:59
dass das sozusagen irgendwie in dieser ganzen Prüfungskultur in den Blick genommen wird, ne? Das ähm,
19:07
dann hätten Prüfungen sozusagen auch wieder etwas, was sich dem ich durchaus sehr, sehr viel abgewinnen kann, ja? Ähm
19:15
Aber ähm ich zeigte, ich ich äh schildere nochmal das das krasse Gegenteil, also ne, diese Abschlussprüfung ähm äh von Hannah ist das eine und das andere ist ähm,
19:26
gingen die jetzt alle wieder in die äh in den Präsenzunterricht. Die die Kids und dann haben.
19:32  Felix
Sinn befreit.
19:34  Guido
Vollkommen sinnbefreit und dann haben die Lehrerinnen auf Teufel komm raus,
19:39
äh noch ähm Prüfungs ähm äh Leistungen abgefordert. Auf Teufel.
19:45  Felix
Weil die Kinder ja sonst nicht arbeiten, genau.
19:47  Guido
Ne? Ja und um vielleicht am Ende tatsächlich etwas zu haben, was man irgendwie vorzeigen kann und zu sagen, ja, der hat eine Vier bekommen, weil und ne, dann äh hat
19:57
man irgendwie noch äh drei, vier Prüfungsleistungen aufgeschrieben. Aber allen Lehrern muss klar gewesen sein, solange diese Prüfungsleistung,
20:04
eigentlich nur in den letzten drei Wochen vor den Ferien erbracht wurden, ja, äh so ganz sechs Wochen waren's am Ende. Ähm.
20:13
Dann nimmt dir das äh dann ist das dann ist das letztendlich noch nicht mal justiziabel, weil du ähm letztendlich immer auch in die Waagschale werfen kannst, was es eigentlich an Prüfungen oder was ist eigentlich an Leistungen während der Pandemie
20:26
erfolgt, ja?
20:28
Und ähm da äh äh kann ich nur sagen, ähm da ist auf Teufel komm rausgeprüft worden, äh zumindest äh bei uns nochmal in den Hauptfächern und für den Paul,
20:38
in der achten Klasse war das einfach sinnbefreit ja? Also das hat ja einfach nicht,
20:44
Das hat er einfach nicht verstanden, dass der jetzt nochmal, obwohl der doch eigentlich irgendwie dreizehn Leistungen erbracht hatte. Ein Beispiel war äh in Erdkunde wurden wurden nochmal die Hefte eingesammelt,
20:55
Und dann sagt der Paul, ich habe auch kein Heft. Und da sagt die Lehrerin, ähm ja, dann dann hast du das jetzt, übers Wochenende zu machen.
21:03
Da hat der ist der Paul zu mir gegangen und dann haben wir gemeinsam überlegt und dann haben wir sozusagen das was der ins iPad geschrieben hat einfach ausgedruckt haben das in eine in eine Klappe gepackt und haben der das vorgelegt. Haben wir nie wieder was von gehört,
21:15
nie wieder, ne.
21:17
Und das waren in vielen anderen Fächern ist das halt genauso gelaufen, noch eben schnell ein Vokabeltest, noch eben schnell eine Mathearbeit und alles irgendwie auf den letzten Drücker und ähm.
21:28
Dass ähm da hatte niemand das Gefühl, geil, was wir dann auch geschafft haben, ja?
21:32
Wie jetzt zum Beispiel bei den Abschlussprüfungen, wo die sich äh intensiv auch über mehrere Wochen vorbereitet haben, ne? Kann man definitiv nicht sagen. Und da würde ich sagen, da ähm äh tut
21:43
tut ein Lehrer gut oder auch einer Lehrerin gut, sich nochmal in alternativen Prüfungsformaten umzuschauen. Und es ist nicht so, dass die bei uns an der Schule nicht,
21:52
nicht bekannt sind,
21:53
Also es gab irgendwie auch in Englisch schon äh zu Pandemiezeiten irgendwie ähm äh war klar, okay, es wird keine mündlichen äh Prüfungen geben und es sollte, gibt normalerweise in einer Achten dann so eine mündliche, englische Prüfung, die ersetzt sozusagen eine
22:07
Arbeit und da haben die haben die ein Video auf Video machen,
22:12
und mussten sozusagen ihr Thema in ihr Handy reinsprechen und konnten das dann auf unterschiedlichen Wege an die Lehrerin schicken
22:22
Ähm das fand ich ehrlich gesagt ganz toll. Ja, dann hat er sich halt hingesetzt und er hat sozusagen irgendwie ähm auch sich eine Atmosphäre geschaffen, ähm so dass
22:31
da irgendwie jetzt niemand reinkam und alles und hat sich da sozusagen hingesetzt und hat äh Englisch geredet. Also hat sozusagen eigentlich das gemacht, was so eine so eine mündliche Prüfung am Ende eben auch ausmacht. Ja? Ähm
22:42
und ähm das, das gab's in in anderen Fächern gab's ähnliche äh Formen, wo ich sagen würde, okay, also so ein Portfolio oder so, ne, wo wo ich sagen würde, okay, das ähm das hat super funktioniert.
22:55
Da äh mussten die ähm praktisch auch ein bisschen selbstständig äh sich so Dinge erarbeiten ähm aber äh konnten sozusagen auch fragen, wer das irgendwie nicht wollte, der hat hat dann auf eigene Faust halt einfach was produziert. Und das kann man schon auch irgendwie als eine Prüfungsleistung
23:09
äh wahrnehmen. Ähm auch wenn ich da jetzt nicht das Gefühl habe, dass wie bei einer Abschlussprüfung die Schüler am Ende sagen, boah,
23:16
Ich hab's geschafft. Ich bin drei, ich bin drei Köpfe größer, ja.
23:21  Felix
Also bei diesem,
23:25
Das ist sinnbefreit. Das ist äh da hat das, was da halt äh antriggert, ist ähm
23:32
Wir haben jetzt ein Jahr lang nicht getestet, die haben zu Hause gearbeitet, wir müssen doch jetzt was testen und das ist in der DNA von den Lehrerinnen und Lehrern, ich nehme mich da nicht raus
23:41
einfach drin. Und zwar ähm gar nicht mal, glaube ich, aus der Perspektive, dass die Lehrerinnen und Lehrer das für pädagogisch sinnvoll halten.
23:50
Sondern dass du tatsächlich, du hast es eben schon ähm das Wort genannt, so diese Justizabilität hast. Natürlich ist das einerseits nicht justiziabel,
23:58
die Note auf Basis der irgendwie jetzt Tests vor den Ferien irgendwo dann zu digital aber keine Tests zu schreiben.
24:07
Eine Klage zu kriegen, ist halt auch extrem schwierig, irgendwie für die Lehrerin oder den Lehrer dann irgendwie das justiziabel zu machen. Das heißt, die sind einfach in so einer totalen ähm.
24:17
Zwickmühle drin. Nicht zu testen ist schwierig zu testen, ist,
24:23
auch irgendwie sinnbefreit, aber das ist halt tatsächlich dadurch, dass unser Modus so ist und auch die Routine, dass nur das, was getestet ist, auch irgendwo da ist, also überhaupt dieser Vorstellung, aber das ist jetzt ja nochmal was anderes. Das ist tatsächlich ähm,
24:38
nachvollziehbar. Einen anderen Punkt ist mir grade noch durch den Kopf gegangen, um einfach Verständnis aus der Perspektive von Lehrern,
24:45
zu haben. Diese zentralen Abschlussprüfungen in der Zehn,
24:49
Und die zwei, drei Wochen, die danach oder vier Wochen manchmal, die danach noch bis zum Schuljahresende sind, die sind manchmal extrem wichtig und es gibt Schulen, die machen dann zum Beispiel eine Oberstufenvorbereitung.
25:03
Ob die funktioniert oder nicht erfolgreich ist oder nicht, ist nochmal eine andere Sache, aber es gibt tatsächlich Dinge, ähm die man den Schülerinnen und Schülern auch vor den Ferien für den Modus der Oberstufe durchaus schon mal mitgeben kann.
25:16
Weil ähm nämlich ansonsten oft nach den Ferien für viele Schülerinnen und Schüler ähm einen Schreckmoment kommt.
25:26
Wenn ihnen klar ist, dass ihre Position im Rahmen des Lernarrangements einer Klasse,
25:32
Ich war ja immer im guten Mittelfeld, in der Oberstufe plötzlich dazu führt,
25:37
Schlusslicht sind, gefühlt, weil nämlich gerade in Realschulen, Gesamtschulen ähm der Modus ja doch eine heterogene Lerngruppe ist.
25:49
Das heißt, du hast in der Klasse, in der Regel Leute sitzen vom äh Hauptschulabschluss, eventuell H neun sogar bis eben zum Qualifikation für die Oberstufe.
25:59
Und ähm die Oberstufe ist aber dann plötzlich eine,
26:02
immer noch heterogen, bitte, aber es ist eine homogenere äh Lerngruppe, die sich plötzlich nur aus dem besten Viertel, Drittel Hälfte, je nachdem, der Klasse zusammensetzt,
26:13
Und damit verschieben sich die Dinge und das tut zum Beispiel gut, tatsächlich vor den Sommerferien, diese Zeit, auch wenn sie's irgendwie sinnbefreit ist, die haben grade ihre Prüfung gemacht,
26:23
feiern.
26:25
Aber zu sagen, liebe Leute, nach den Ferien geht's los und der Modus ist ein anderer. Der wird nach den Ferien haben die das wieder vergessen, aber zumindest ist es bei denen schon mal ins Bewusstsein gerückt,
26:35
und es ist nicht eine totale Enttäuschung, sondern es war schon mal da, weil es tatsächlich so. Also das einfach jetzt nur als Oberstufenlehrer für in der äh Einführungsphase, also in der, je nachdem, gehen acht,
26:48
Klasse, die neun, elfte Klasse. Dies erste halbe Jahr.
26:54
Und manche schleppen sich da auch noch bis ins zweite, in die zweite Hälfte des Jahres, ist für einige eine echte Qual, weil die davon ausgehen, sie haben's jetzt ja geschafft.
27:03  Guido
Ja ja.
27:04  Felix
Jetzt geht alles, aber sie haben's vielleicht wirklich,
27:08
geschafft und der die Oberstufe ist echt nochmal ein anderer Modus, also vor allen Dingen die, die Schriftsprachlich ähm sich grade so durch,
27:17
haben,
27:19
In der Oberstufe spielt die Schriftsprache halt eine so dominante Rolle. Also ich will damit nur einfach sagen, ich ich legitimiere gerade nicht, dass den Modus der Schule oder sowas, ob das gut ist oder nicht, sondern einfach nur als Empfehlung
27:31
ähm um Verständnis auch zu haben, wie da der Modus ist und der Modus in der Oberstufe basiert auf Schriftsprache,
27:39
mündlich sicherlich auch, aber auch Schriftsprache. Und wer sich da schwer tut.
27:44
Oder auch Mathe, ist auch ein typisches Ding. Du hängelst, hangelst dich in der Mittelstufe ähm eigentlich durch Mathe so durch, indem du einfach fleißig bist.
27:53  Guido
Ja und in Formeln einsetzt. Mhm.
27:55  Felix
Genau und das funktioniert in der Oberstufe nicht mehr. Oder zumindest schwerer und ähm das macht echt echt Mühe oder Chemie habe ich das das Gleiche
28:04
Das Teilchenmodell kannst du in der Sekundarstufe eins noch verstanden haben oder nicht, aber du kannst zumindest irgendwie das so annehmen und wenn du dann in der Oberstufe bist und es geht plötzlich nur noch um Strukturen.
28:15
Vorbild, dann brechen plötzlich einige einfach weg, weil die diese Abstraktionsebene nicht so richtig drin haben. Aber in der Unterstufe hat es halt immer noch geklappt. Also ähm,
28:25
diese Tests,
28:27
Wenn die mit dieser auch dahingehend gemacht werden, könnte ich sogar noch verstehen, wenn's nur dafür dient, die Noten zu legitimieren, ist es halt schade, aber das System ist so, ne. Aber für die Realschule steht ja eh ein Schulwechsel für alle an, ne?
28:41  Guido
Ja genau und bevor wir dazu kommen ähm.
28:46
Möchte ich noch äh kurz was zu den Abschluss äh zur Abschlussfeierlichkeiten sagen, weil da hat sich jetzt nochmal eine, wie ich finde, äh ganz schöne äh äh Geschichte abgespielt an äh diesem Wochenende. Und zwar ähm,
29:01
hatte ich letzte Woche, ich bin der Klassenpflegschaftsvorsitzende, ähm hatte ich letzte Woche nochmal mit der mit der Klassenlehrerin Gespräch,
29:08
wie und in welchem Rahmen die Abschlussfeier ähm stattfinden kann und,
29:12
dann war irgendwie klar, okay, die machen das in der Turnhalle und machen da irgendwie äh eine Klasse nach der anderen. Man darf zwei Begleitpersonen mitbringen, alle mit müssen äh getestet oder ne, geimpft und
29:22
so weiter sein
29:24
und ähm dann habe ich mich halt äh hingesetzt und die äh Eltern informiert bei ähm einer Realschule ähm,
29:35
das ist, glaube ich, auch nicht so richtig typisch, aber ähm bei uns war das halt so, ähm erstens es,
29:43
in unserer Klasse relativ wenig Eltern, die überhaupt ähm die die überhaupt, sagen wir mal so ein aktiver Teil äh,
29:52
dieser Klassengemeinschaft sind, also wir sind normaler, also wir sind seit der fünfzehnten Klasse bei Elternabenden zu sechst von von fünfundzwanzig.
29:59  Felix
Ach echt? Okay.
30:01  Guido
Ganz wenig. Und das hängt aber äh auch ähm damit zusammen, dass relativ viele Eltern gibt, die nicht besonders gut Deutsch sprechen können.
30:11
Was auch dazu führt, dass ein Großteil der Kommunikation über die Eltern, über die äh Kinder erfolgt.
30:16  Felix
Mhm.
30:17  Guido
Das heißt, ähm ähm diese sogenannte Elterngruppe ist eigentlich eine Eltern-Kindergruppe,
30:22
wobei man Kinder ja jetzt auch in dem Alter nicht mehr so nicht mehr so sagen kann. Und äh das gleiche gilt im Prinzip für den E-Mail-Verteiler.
30:29
Und ähm dann schicke ich immer ähm äh die wichtigen Informationen auch schon während der Pandemie immer an den äh an die E-Mail und an WhatsApp, weil es eben auch viele gibt, die gar keine E-Mail mehr haben. Äh damit man sozusagen alle erreicht. Ähm und jetzt ging's halt irgendwie um die Abschlussfeier und die letzten ähm
30:47
die letzten Informationen dazu und vor allen Dingen das Auflösen der Klassenkasse. Und die die,
30:55
Klassenkasse so der Plan sollte jetzt eigentlich äh für die äh Ausflugswoche ähm auf den Kopf gehauen werden. Ähm aber es mussten halt
31:03
auch noch ein paar ähm sagen wir mal kleinere Geschenke für äh Lehrerinnen und Lehrer besorgt werden. Und äh das hatte ich dann sozusagen alles äh verfasst und geschrieben und und weggeschickt und äh dann ging ähm,
31:18
Letzte Woche,
31:20
Punk ab, weil die Schüler gesagt haben, wieso? Das ist unsere Klassenkasse. Ähm wir wollen eigentlich eine Abschlussparty äh am am Freitag machen und ähm die Klassenkasse soll sozusagen ausgezahlt werden.
31:35
Ne?
31:36  Felix
Das geht ja auch ja, hm, ja, okay. Ich verstehe den Wunsch der Schülerinnen und Schüler, allein.
31:42  Guido
Den habe ich auch verstanden, ne. Ähm und und dann ähm,
31:48
äh hat sich die äh die äh dann dann hatte sich sozusagen in der Klassengruppe, das hatte mir aber nur Hanna äh irgendwie äh gesteckt
31:56
ähm da ordentlich ähm ähm sagen wir mal, hat sich das so ordentlich aufgemischt und die haben das auch sehr, sehr stark auf mich bezogen. Und äh dann äh wand sich die,
32:06
Klassensprecherin aufgrund der Möglichkeiten über diese ganzen WhatsApp
32:11
und äh Nummernvergabe wandt sich an mich und sagte, ähm total freundlich und äh so, ähm sie wollten eigentlich äh die Kohle für die äh für die Klassenfeier äh
32:23
danach einsammeln ähm oder gerne haben und äh haben sich überlegt, dass sie nochmal zusätzlich äh sammeln, äh auch gesammelt haben schon
32:32
und ähm für für Geschenke an die an das Kollege hier. Und dann ähm.
32:37
War aber irgendwie klar, äh an der Abschlussfeier werden wahrscheinlich irgendwie so zehn Prozent nur äh äh teilnehmen. Ähm,
32:46
äh und dafür hätte die Kohle wahrscheinlich auch gereicht und und der Rest die wollen nicht äh irgendwie ähm nochmal mit der Klasse in in so einem Park oder wo auch immer wollten die gar nicht zusammen feiern.
32:58
Das wurde aber, das wurde auch sozusagen klar, also ähm war dann die Entscheidung zu sagen, okay
33:04
dann kümmert ihr euch doch um die Geschenke für die Lehrer und sammelt dafür irgendwie nochmal Geld ein und
33:10
wir stecken das dann eben komplett in die Ausflüge und dann entspannte sich sozusagen so eine ganz nette Kommunikation und dann wurde irgendwie klar, okay, lass uns doch irgendwie was zusammen machen und vielleicht
33:20
ihr als Eltern auch noch 'ne coole Idee und was ich am Ende sagen will ist eigentlich da sind,
33:27
sehr unbemerkt aber dann doch über solche Geschichten bestimmt sagen wir mal sehr,
33:37
selbstbewusste und und auch tolle Menschen herangewachsen und
33:45
Das sind halt definitiv keine Kinder mehr und da ist sozusagen auch eine auch ganz, ganz, ganz, ganz viel passiert. Also damit meine ich jetzt irgendwie nicht nur, also ich,
33:54
ich kannte sozusagen die Sprache, die sie benutzen, wenn sie über mich äh geredet haben und und über diesen Vorschlag, wie man mit diesem Klassenkassengeld umgeht
34:01
Und die Art und Weise, wie sie sich dann an mich gewandt haben. Und äh ich persönlich fand das äh
34:08
schon ähm schon sehr beeindruckend und faszinierend und ähm jetzt.
34:15
Gibt's eigentlich einen ganz guten Kompromiss, ähm,
34:18
dass wir das äh irgendwie gemeinsam machen. Es ist halt irgendwie bei äh dieser Art und Weise total schwer, ähm mit den Eltern zu einem demokratischen,
34:27
in demokratischen Prozess zu kommen, weil ne, da sind halt auch nur fünf, die irgendwie äh bestenfalls ihren Senf dazugeben. Und äh die habe ich Theorie, die hatte ich abtelefoniert.
34:36
Schon und äh der Rest da wissen wir relativ wenig. Die äh die hat noch niemand von uns jemals gesehen, ja? Wir wissen gar nicht, ob's sie wirklich gibt,
34:44
außer durch die Klassenlehrerin. Und ähm insofern würde ich jetzt mal äh sagen, die der Abschlussfeier steht nichts mehr im Wege
34:51
Es äh er wird ähm ein bisschen festlich. Wir freuen uns alle drauf. Ja. Und ähm wir haben äh ich ich habe ja mit den Kindern immer so Medienprojekte gemacht,
35:02
Und äh da gibt's unter unter äh anderem noch aus der sechsten Klasse äh wunderschöne Aufnahmen, die wir äh die wir noch einmal zeigen können, bevor ich sie dann lösche.
35:12  Felix
Das heißt, du hast im Archiv gestöbert.
35:15  Guido
Ich habe im Archiv gestöbert und äh ich ich glaube, sie wissen gar nicht mehr, dass es die gibt. Es gab äh in der sechsten Klasse eines der wenigen auch sehr, sehr erfolgreichen Eltern-Schüler-Projekte ähm
35:27
wo ähm die Schüler halt diese kleinen Videos, also die haben ja so so so ein Selfie-Video über sich gedreht.
35:34  Felix
Ach, das ist natürlich geil. Also so persönliche.
35:37  Guido
Und es gibt jetzt praktisch äh von und die sind halt alle noch äh in der in der gleichen Klasse. Ähm da haben's dann doch viele äh geschafft und ähm,
35:46
können wir dieses Selfie äh Projekt äh Minivideos, die hatten wir damals irgendwie mit,
35:51
ach äh heute würde man das mit Quick machen, also mit irgend so einem Ding, weißt du, wo du so Fotos und so einem Video und damit Musik unterlegen kannst, ne.
35:59
Und äh das war irgendwie so das Projekt so ein bisschen Selbstbewusstsein stärken und äh seine eigenen Stärken und sich selbst auch zeigen und so weiter. Und dann haben wir die ähm äh damals in der sechsten Klasse äh großartig aufgeführt.
36:12
Und haben alle Eltern eingeladen und es gab Buffet hinten dran und es war wirklich eines eigentlich die einzige wirklich tolle äh Feier, die wir mit allen zusammen hatten,
36:22
und ähm äh da äh gibt's jetzt die diese Videos werden wir nochmal, die werden wir nochmal zeigen. Also Ausschnitte.
36:30  Felix
Ähm haben wir da nicht auch damals drüber geredet.
36:34  Guido
Haben wir, haben wir. Ja, ja, ja. Ähm.
36:38
Ne, die haben halt irgendwie über äh über ein paar Wochen ähm haben die Bilder von sich gesammelt, auch von von äh ihren Geschwistern und von ihren Tieren zu Hause und also von allem äh wo sie sagen, da bin ich stolz drauf
36:52
und ähm dann haben die daraus, haben die das sozusagen in so ein in so ein Video verbraten in so ein Selfie-Video.
37:00  Felix
Ach krass, es ist auch wie viel Jahre ist das her? Das ist ja auch vier Jahre her, fünf Jahre her, ne?
37:03  Guido
Fünf, fünf, fünf Jahre.
37:07  Felix
Zweitausendsechzehn. Ich finde das so krass, wenn wir halt äh so rückblickend auch äh einfach in unsere Podcasthistorie. Ich kann mich noch dran erinnern, wie du das erzählt hast, dass du dieses Medienprojekt da gemacht hast und so. Ähm das ist echt zweitausendsechzehn müsste das dann irgendwann gewesen.
37:21  Guido
Ja, genau.
37:22
Und und das ist das ist jetzt natürlich Gold wert und die niemand also ich hab das natürlich mit den Lehrern abgestimmt weil ich irgendwie ein Beamer und so brauch und weil ich auch wissen muss ab in,
37:35
Turnhalle, das überhaupt funktioniert wegen Lichteinfall und so. Äh und wir haben mal Sonnenstände angeguckt und das müsste eigentlich irgendwie hinhauen.
37:43
Und das ist halt wenig Arbeit, ne. Die sind halt da, die muss man halt im Prinzip nur noch äh irgendwie so ein bisschen ähm hintereinander.
37:51  Felix
Sag mal nicht, es ist wenig Arbeit. Weil das ist für dich jetzt wenig Arbeit, das ist für dich jetzt ein Klacks, aber du hast ja die Vorarbeit geleistet. Ähm andere würden sich daran jetzt echt äh einen Bruch heben, also von daher ähm.
38:06
Es ist für dich ist schön, dass es jetzt für dich so einfach ist. So, aber genau.
38:12  Guido
Also das äh sind so sind so die Dinge, die gerade passieren und äh wo man schon auch irgendwie sieht ähm dass dass da mehr mit den Kindern passiert ist, als einfach nur Wissen reinzupressen. Ne? Ähm.
38:27  Felix
Hast du denn,
38:28
jetzt auch, was also Vorbereitung der Abschlusssachen hatten wir ja glaube ich auch schon, das ist so das Wichtigste für hatten wir es im letzten Jahr, glaube ich, für die äh die äh die die Abiturienten. Das ist ja eine der Hauptaufgaben,
38:41
im Februar diese Sachen vorbereitet ist auch gut oder auch nicht, es spielt überhaupt keine Rolle, aber ähm hast du dir äh neuen Anzug geholt.
38:52  Guido
Nein, nein, nein, nein. Ähm ich,
38:56
meine meine Tochter hat sich tatsächlich äh jetzt ein ganz tolles äh Kleid gekauft, so,
39:02
so was und äh hat ihren Freund auch nochmal äh eingenordet, dass er nicht mit der Trainingshose kommt?
39:10  Felix
Hm? Wobei ich's eigentlich cool finde.
39:12  Guido
Ähm.
39:15  Felix
Immer sagen.
39:17  Guido
Nee, nee, nee, das ist sehr das sehr, sehr kontraproduktiv.
39:19  Felix
Nee.
39:21  Guido
Nee, nee, die, die, die beiden waren äh zusammen am Samstag nochmal shoppen und äh haben äh ihm zumindest äh mal so eine so eine Hose gekauft, mit der man auch mal auf Föhn kann, ne. Ähm,
39:36
und ja, das ist ja für äh für Leute, die jetzt eine mittlere Reife machen, ähm,
39:42
so eine vorgezogener Abschluss. Ja, also äh da bedaure ich ja so ein bisschen die Menschen, die nur ein Abitur machen. Ich äh hast du, hast du gehört, wer versichert, die machen nur ein Abitur.
39:53  Felix
Ja, aber nee, ich bringe jetzt gerade die, weißt du, was da teilweise gefeiert wird, auch nach der zehnten Klasse?
39:59  Guido
Nee.
40:00  Felix
Also das, ja, nein, also diese diese ähm mittlere reife Geschichte, zumindest an der Gesamtschule ist auch ein Riesending. Am Gymnasium weiß ich tatsächlich nicht, ob die das auch feiern, weil das ja so mehr durchläuft.
40:12  Guido
Genau.
40:15
Also so was ich so mitbekomme ist das glaube ich nicht so ein Ding, ne? Aber ähm äh für für die ist das halt jetzt schon auch irgendwie und ich.
40:24
Einfach mal gespannt äh wie das so wird.
40:28
Ähm aber ähm neues Thema äh apropos Abschluss ähm Prüfung ähm.
40:38
Wenn du
40:39
keine Abschlussprüfung hast, kennst du diesen Effekt, dass du irgendwie so drei Wochen vor den Ferien und ich habe das Gefühl, äh durch äh Corona ähm hat sich diese Zeit halt einfach nur ein bisschen weiter nach vorne gedrängelt und ähm das konterkarierte dann so ein bisschen diesen
40:52
äh diesen Abschlussprüfungswahn oder wollen wir mal den den ähm,
40:57
die letzte die letzten Arbeits waren. Also die auf der einen Seite haben die ihre Bücher abgegeben und parallel dazu haben die aber noch irgendwie in Mathe eine Arbeit geschrieben und in englischen Arbeit geschrieben und in deutschen Arbeit geschrieben.
41:09
Ähm aber die Bücher waren schon abgegeben. Und ähm das das war einfach äh irrsinnig. Ähm und jetzt äh sind die haben jetzt nur noch zwei Wochen Schule und ähm,
41:20
gefühlt,
41:22
könnte man so viel geiles Zeug in diesen zwei Wochen machen, wo du einfach als Lehrer auch freestylen könntest? Und die machen das nicht und das ärgert mich eigentlich ein bisschen.
41:33  Felix
Ja, ähm du bist kein Lehrer, ne? Weil die Lehrer haben gerade auch eine Aufgabe.
41:41  Guido
Ja klar, die müssen jetzt irgendwie Zeugnisse machen und so, ne?
41:44  Felix
Ja
41:45  Guido
Noten und äh irgendwie.
41:47  Felix
Zeug des Konferenzen gibt's da. Also ich kann das verstehen und das tatsächlich kannst du in der Zeit ja auch Projekte machen. Du bist aber auch irgendwann wirklich durch.
41:53  Guido
Stimmt, ja.
41:55  Felix
Erschöpft. Ähm muss man auch sagen, für die Kinder gibt's ein Adrenalinkick. Für die Lehrer gibt es Routine. Das darf man auch nicht unterschätzen und ähm.
42:05
Geile Sachen machen bedeutet halt auch nochmal enormen Aufwand und vor allen Dingen irre zeitliche Flexibilität. Und im Moment die Konferenzen, Zeugniskonferenzen, die Noten überhaupt erstmal zu machen ähm.
42:19
Schuljahr muss abgewickelt werden. Ähm,
42:22
Beschaffungsanträge fürs nächste Jahr. Also da gibt's schon auch noch Dinge, die einfach jetzt laufen, wo man das äh so ein bisschen im Verständnis haben muss. Nicht umsonst,
42:31
finden einfach auch sehr verkürzte Unterricht auch auf einmal weil nicht mehr viel läuft aber auch,
42:38
einfach die Lehrer die Zeit brauchen um die Sachen zu machen. Also das darf man nicht ganz aus dem Blick machen. Es wäre natürlich total cool. Ähm.
42:47
Wenn man das programmatisch anders anbinden würde,
42:49
Aber dann würde ich das tatsächlich und das machen andere Schulen ja teilweise mit den Themenwochen, die sie dann zum Beispiel auch ganz bewusst nicht nur ans Ende des Schuljahres setzen, so im Sinne von Aufbewahrung, sondern ganz bewusst zum Beispiel vor die Herbstferien setzen,
43:03
wo das Schuljahr sozusagen gestartet ist, wo man dann eben auch mal.
43:07
Thematisch ganz frei sich mit Dingen beschäftigen kann, damit es nicht nur so eine Beschäftigungstherapie ist,
43:13
und eben im Schuljahr ist, aber jetzt vor den Sommerferien, ich glaub alle sind nur noch irgendwie auf dem Ding jetzt.
43:23
Irgendwie noch über die Bühne zu kriegen, vor allen Dingen dieses Schuljahr.
43:24  Guido
Ja, ja.
43:27  Felix
Rettest eh nichts mehr oder also zumindest.
43:31
Ich glaube, die wollen da jetzt, die meisten wollen da jetzt einfach nur noch durch. Und ich kann es in einer gewissen Weise auch.
43:36  Guido
Ja, ja. Ähm, bin ich bei dir. Also, äh, ich wollte.
43:41  Felix
Oder andersrum noch. Wenn du es nicht geschafft hast, jetzt wird's ein bisschen fies. Ähm man möge mir das verzeihen. Den Distanzunterricht irgendwo projektbasiert oder äh attraktiv zu gestalten.
43:52  Guido
Da brauchst du jetzt nicht damit anfang.
43:54  Felix
Keinen Sinn, jetzt zwei Wochen vor den Ferien nochmal ein tolles Projekt zu starten.
43:59
Weil das und der Unterricht in diesem Jahr war sicherlich der flexibelste und coolste oder zumindest von den Vorgaben her, den du bisher hattest,
44:09
Natürlich Deutsch, Mathe, Englisch, zentralen Abschlussprüfungen, die die diese Hauptfächer, die mussten wirklich wie auch im Unterricht abgearbeitet werden. Aber bei den Nebenfächern hat's schon, glaube ich, Freiheiten in diesem Jahr, wo man das mal so ein bisschen flexibler hätte angehen können,
44:23
wenn es nicht an, der Rest auch so anstrengend gewesen wäre. Also das mit Homeschooling und selbst Kinder und sonst was, ist das, glaube ich, auch alles nicht immer ganz so trivial.
44:32  Guido
Das stimmt. Das stimmt. Ähm neues Thema äh digitale Zeugnisse.
44:41  Felix
Ja
44:43  Guido
Mhm. Hol mal aus.
44:48  Felix
Nee, das ist tatsächlich ähm ich ähm also bei Twitter gibt's ja dieses Meme, keiner.
44:59
Dann der Bund so, ey, digitale Zeugnisse, im Sinne von keiner, ich kenne keinen, der irgendwie, also wirklich, man möge mich korrigieren, der bisher danach gerufen hat, dass digitale Zeugnisse jetzt das ist, mit dem wir uns unbedingt beschäftigen müssen.
45:12
Weil ich auch den Sinn und Zweck von digitalen Zeugnissen gegenüber analogen Zeugnissen,
45:17
überhaupt nicht sehe. Ich sehe diese komplette datenschutzrechtliche Sache dabei noch und so weiter. Also das ist alles so, dass ich eher so denke so.
45:23  Guido
Also wenn du das am Ende noch in den digitalen Impfpass reinkriegst, ist doch super.
45:27  Felix
War ja,
45:29
hier Zutritt nur für Leute, die in Chemie eine Zwei hatten, sonst äh ist,
45:34
Nee. Ähm holen sie sich ihr Zertifikat ab. Also, nein, es ist äh ich ich verstehe tatsächlich, dass äh nicht, das ist genau das Gleiche wie bei Wahlen oder sowas, was gegen ein Papierzeugnis einzuwenden ist.
45:45  Guido
Ja. Ja, ja, das stimmt. Da wird ein irrer Aufwand betrieben. Äh.
45:49  Felix
Sicherheit, wo ich mir denke, ey boah nee. Also ich zumindest äh also das
45:56
es ist für mich äh das ist halt jetzt irgendwo gestern äh gemacht worden, es äh Nordrhein-Westfalen, äh Sachsen und ich glaube Rheinland-Pfalz machen da jetzt
46:06
Pilotprojekte in Kooperation auch mit der Bundesdruckerei und sonst was. Und ich frage mich halt.
46:14
Das ist doch wahrscheinlich wieder vor irgendeiner Consulting-Agentur, die ihre eigenen Schäfchen ins Trockene bringen kann, irgendwie vorangetrieben. Also das ist so zumindest mein Ding, weil das ist, da sind etablierte Strukturen,
46:24
kein Lehrer schreit danach, dass man bitte die die Zeugnisse jetzt digital machen muss.
46:31
Natürlich, die Oberstufenkoordinator, beziehungsweise die Mittelstufenkoordinatoren, Unterstufenkoordinatoren, die müssen diese ganzen Zeugnisse unterschreiben. Das ist echt beschissen, da werden Signal äh einen ähm Zertifikat sicherlich angenehmer, aber,
46:43
Das wird's ja trotzdem weitergehen. Es wird ja nicht nur digitale geben, aber auch selbst wenn ich,
46:48
muss mich auch gar nicht aufregen. Ist das dir wurscht? Nur ich verstehe es nicht, warum man bei so vielen offenen Baustellen.
46:54  Guido
Ja, Energien auch am falschen Fußballfeld, ja.
46:57  Felix
Anfängt an der Ebene zu machen, wenn man nicht eigentlich grade den Impfpass jetzt mal so ein bisschen erproben, wie wir das wie das mit Zertifikaten und sonst was ist. Und dann ist doch auch gut, weil eigentlich.
47:09
Ist doch das ein vernünftiges, etabliertes System, du hast deine Zeugnisse, die kannst du dann irgendwie einscannen und jemanden schicken oder du lässt es beglaubigen oder sonst was. Das sind aber doch alles,
47:19
Das ist doch kein Problem und vor allen Dingen macht es Schule keinen Deut besser,
47:27
wir jetzt irgendwie Millionen da drauf werfen, dass man digitale Zeugnisse entwickelt. Ich, ich, also, ich, ich, ich verstehe es nicht.
47:37  Guido
Ähm.
47:38  Felix
Wie findest du das?
47:39  Guido
Ach, ich ich bin da auch leidenschaftslos. Also äh sollen sie halt machen,
47:44
aber wenn das sozusagen der Grund ist, weswegen sie andere Dinge nicht geschafft haben, ist halt doof, ne. Ähm ich persönlich würde auch sagen, es gäbe normalerweise noch andere äh Baustellen und ähm,
47:58
nicht priorisieren dürfte, würde ich auch anders priorisieren, glaube ich.
48:03
Aber ne, steckst du halt nicht,
48:06
ne? Also äh da das ist ja auch manchmal irgendwie ähm so diese Longhanking Fruits, wo du vielleicht sagst, okay, das da haben wir jetzt eine konkrete Idee von. Das ist ja irgendwie kann man sich ja unter einem digitalen Zeugnis,
48:20
Ähm mal abgesehen im Sommer von den technischen Problemen hinten dran, aber doch deutlich mehr vorstellen,
48:26
unter einem einer was weiß ich digitalen Lernplattformen.
48:33
So eine ganz allumfassende digitale Lernplattform. Ja, sowas, was das BMWF da angekündigt hat, ja? So was ganz Großes. Der der riesen Wurf, ja, wo äh im Prinzip die eierlegende Wollmilchsau und alles in einmal, ne?
48:46
Ähm und dagegen ist natürlich so ein Projekt wie digitale Zeugnisse, einfach geil.
48:52
Kannste halt einfach ähm das versteht auch sofort jeder.
48:56  Felix
Es eignet sich als äh Wahlkampf äh Thema hervorragend, weil du sagst, wir tun was, richtig,
49:03
Und ähm jetzt mal ähm bekommt gerade noch eine andere Diskussion äh hoch. Äh wir hatten mal über die ähm Badges gesprochen
49:12
Open Badches äh beziehungsweise über die Frage, welche Bedeutung eigentlich Zertifikate noch haben.
49:19
Der Schule und äh wenn Schule sozusagen da zumindest äh gleichzieht und sagt, ich kann mein mein Abitur, ähnlich wie äh eine Google Akademie, eben auch,
49:31
zertifiziert, zum Beispiel auf in meinem Online-Lebenslauf ähm.
49:37
Mit einem QR-Code zur Validierung irgendwo ähm darstellen.
49:44
Ist es nicht schlecht, nur auch trotzdem, es bleibt dabei, das ist echt nicht unser dringendes Problem und ich finde, dass irgendwo diese äh das Wahlkampfmäßig jetzt zu machen im Sinne von äh Sachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind ganz vorne bei der Digitalisierung,
49:59
hakt an so anderen Stellen und es ist so ein bisschen schade, dass das so. Vielleicht ist es auch einfach nur gar nicht von denen so gedacht, äh sondern äh,
50:08
es kommt in so eine Medienaufmerksamkeit, Sommerloch-Geschichte. Kann ja auch versehen sein, aber es ist zumindest so, dass ich so denke, ähm.
50:19
Gibt Wichtigeres.
50:20  Guido
Bin ich sofort bei dir, bin ich sofort bei dir? Ähm lass uns mal ähm auf ein neues Thema gucken,
50:29
Ich äh hätte da noch was. Und zwar ähm machen wir gerade hm in Sprockhövel, da wo ich arbeite ähm,
50:38
haben wir dieses Jahr das fünfzigjährige Jubiläum der IG Metallbildungsarbeit. Und da laufen ganz unterschiedliche ähm äh Dinge ab
50:48
Unter anderem äh machen wir ein Projekt, das heißt Oral History. Ähm das ist sozusagen Verfahren.
50:58
Bei dem bei dem man sozusagen Zeitzeugen ähm ihre Lebensgeschichte erzählen lässt.
51:06
Man kann das, sagen wir mal, auch offensichtlich mit so einem bestimmten Fokus tun, aber das ist jetzt, sagen wir mal, nicht so interviewartig angeleitet, wie man das eventuell bei Zeitzeugen Gesprächen kennt, sondern die fangen halt an zu erzählen und hören irgendwann auf,
51:20
und dann gibt's meistens stellt der Historiker oder Historikerinnen und paar Rückfragen. Und äh wir haben das halt jetzt äh irgendwie mit
51:29
Leuten gemacht, die äh in den IG Metallkontexten Bildung gemacht haben
51:34
Ähm da sind auf der einen Seite Leute bei, die sind jetzt irgendwie, was weiß ich, so seit drei, vier Jahren eigentlich aus der Bildungsarbeit raus, einigen auch noch noch gar nicht. Ähm aber ähm morgen habe ich ein Gespräch mit einer Kollegin, die ist äh siebenundachtzig.
51:48
Ähm die die war sozusagen damals bei der Grundsteinlegung dabei und ähm,
51:54
die äh haben alle, sagen wir mal, in unterschiedliches Sendebewusstsein, kannst du sicherlich irgendwie vorstellen, wenn Menschen, ähm, die, die irgendwann mal so, so Bildungsmenschen waren,
52:04
wenn wenn die die vergessen das nicht. Das ist so wie bei Lehrern, ja. Ähm die haben sozusagen irgendwie so ein also,
52:12
die können gut reden, die können ähm die reden auch,
52:15
gerne natürlich, aber das meine ich in dem Fall gar nicht so negativ, ähm wie das jetzt vielleicht klingen mag, sondern ähm wenn die dann ihre Geschichten erzählen, ist es wahnsinnig interessant und mir sind ein paar Dinge aufgefallen, die ich ganz gerne nochmal ähm hervorheben möchte
52:30
äh an diesem Projekt. Also diese diese Gespräche sind so zwischen anderthalb und vier Stunden lang.
52:35  Felix
Boah krass. Wo wo werden die denn gepostet? Ist das Podcast?
52:39  Guido
Ich bin da jetzt gerade dabei noch mal, also die die werden jetzt erstmal in das in das äh Friedrich-Ebert-Stiftungs äh Archiv überführt. Ähm
52:48
äh werden da sozusagen irgendwie ein Teil äh des historischen Archivs und parallel dazu ähm wäre mein feuchter Traum ähm dass man daraus so seriös macht.
52:58
Ähm also da dadurch, dass die ja im Prinzip relativ chronologisch erzählen, äh die Menschen, mit denen wir bisher geredet haben, ähm springen sie manchmal, also aber ich habe
53:07
sagen wir mal in so einem vier Stunden Gespräch habe ich so vierzig ähm Kapitelmarken gemacht und theoretisch könnte man diese diese könnte man das so Kapitelmarkenweise als äh veröffentlichen, ne. Immer mit so einer Art
53:17
Cliffhanger, ne? Ähm das würde, würde, glaube ich, ganz gut funktionieren und ähm aus meiner Sicht ähm also
53:23
mein großer Wunsch ist das auch, jetzt ähm äh haben da noch ein paar andere mitzureden, aber ich glaube, dass man sich da insgesamt, glaube ich, einig ist, dass man daraus mehr machen muss, als jetzt einfach nur äh diese diese Gespräche in irgend so ein Archiv zu zu äh äh
53:36
Und das äh Interessante ist halt
53:38
schon, also ich gehe davon aus, dass wir die äh irgendwie ab der ähm also in der letzten Jahreshälfte äh anfangen dann äh auch zu veröffentlichen, hoffe ich zumindest. Ähm
53:47
aber ähm,
53:49
die Menschen äh erzählen halt äh von äh aus aus ihrem Leben, auch auch wie sie sozusagen zu äh Bildungsarbeiterinnen äh geworden sind.
54:00
Und allen,
54:02
ist sozusagen gemein, allen Gesprächen, die wir bisher, also Gespräche, aber allen Erzählungen ist bisher gemein, dass sie Vorbilder hatten,
54:10
Und das Interessante ist eigentlich,
54:13
dass diese Menschen, die ja eigentlich selbst, das muss man mal ungeschminkt zu sagen, deswegen haben wir sie auch ausgewählt, eigentlich Vorbilder sind, ja? Ähm aber dass die eigentlich.
54:22
Kein Geheimnis oder sagen wir mal das überhaupt nicht verbrennen und sagen, na ich hatte halt auch ein Vorbild. Und es spielte sozusagen auch für ihre Bildungsbiografien eine ganz, ganz entscheidende Rolle
54:32
Und dabei wurde mir nochmal interessant, ich hatte das auch, wenn wenn mich da jemand nachfragt, hattest du eigentlich so ein Vorbild, dann würde ich so als allererstes sagen, nee, ich habe
54:41
Nee, aber wenn du diese Erzählungen gehört hast und das, was sozusagen sie so letztendlich zu Rollmodels, also zu solchen äh Vorbildern gemacht haben
54:51
dann sind das eigentlich ähm Menschen ähm die entweder ähm für sie während
54:59
des Studiums, also die haben auch nicht alles studiert, also man kann ja ähm ähm bei uns ähm in der IG Metall oder überhaupt als Gewerkschaft kannst du auch ähm an die Ader gehen, die äh Akademie der Arbeit, da kannst du letztendlich auch studieren
55:12
ohne. Äh ohne äh ein äh entsprechenden Abschluss. Ähm und die haben halt alle äh,
55:19
entweder ähm so ein Prof aus der äh Ader oder ähm irgendwie dann ähm jemand, der sie an die Hand genommen hat in einem Bildungszentrum oder äh in in irgendein Betriebsrat oder irgendwie sowas, aber die hatten auf jeden Fall alle
55:33
irgendwie so ein Vorbild. Und.
55:35  Felix
Das ist ja noch eine Generation davor dann sozusagen, ne? Du stellst das dann, ja.
55:40  Guido
Genau, aber ähm diese Vorbilder und dann äh korrelierte das so ein bisschen mit ähm einer
55:47
einem einem Projekt, einem Forschungsprojekt äh über das ich gelesen habe, wo man untersucht hat, äh welche Rolle spielen eigentlich äh Role Models.
55:57
Ähm in äh für für Bildungsmenschen, Bildungsarbeiterinnen. Und da wurde mir ähm schon auch nochmal klar, dass ist,
56:08
total interessant, sich das anzuschauen, weil man natürlich irgendwie durch die geprägt wurde.
56:12
Und damit meine ich ähm dass das schon auch irgendwie Menschen sind, die du auf irgendeine Art super inspirierend fandest. Und deswegen ähm ähm mal an dich gefragt, äh Felix, hattest du äh so ein Vorbild,
56:27
oder in deiner Arbeit, als Lehrer vielleicht oder vielleicht auch jetzt, vielleicht kam's auch irgendwann später.
56:35  Felix
Ich würde sagen ja ähm und ich würde das Ganze aber ähm so ein bisschen phasenbezogen machen. Also ähm im Rahmen der Schule, sicherlich gibt's da irgendwie ein, zwei Lehrer, die eine irgendwie eine bedeutende.
56:50
Position hatten im Studium eine Professorin, nur ein Professor ähm in der Referendars Ausbildung, einen Seminarleiter ähm und tatsächlich,
57:05
wird es dann dünner. Aber ähm es gibt sicherlich so eine so eine Reihe an Menschen, die äh in diesem Werdegang.
57:15
So als Orientierungspunkte als moralischer Kompass irgendwie gedient haben. Ja, würde ich sagen.
57:26  Guido
Auch so weit, dass man sie versucht suchte irgendwie nachzuahmen.
57:32  Felix
Ja, sicherlich. Also äh Nachahmen ist jetzt immer relativ, ne, ähm weil ähm.
57:38  Guido
Ja, ja, ja, niemand hat.
57:39  Felix
Ich würde eher sagen ihrem Rat zu folgen, also nachahmen kann ja genau das sein, was es eben auch nicht sein soll, ähm sondern so ähm die, wenn die irgendwie was gesagt haben oder ja schon. Also sie waren äh Orientierung, definitiv.
57:54  Guido
Und das waren auch alles Menschen, die das äh denen du nah standest? Oder ähm.
58:03  Felix
Professionellen Ebene gar nicht mal privat. Also ähm also in einer gewissen Weise äh ergeben sich natürlich dann auch vielleicht mal private Bezüge. Aber ähm ich würde das ähm professionalisieren,
58:17
glaube ich. Ähm das ist nicht so,
58:21
Man hat sich auch geduzt möglicherweise oder man hat sich man hat sich auch mal zum Abendessen getroffen, aber das ist nicht so, dass da ähm eine eine Freundschaft draus geworden ist, so würde ich das jetzt sagen, sondern wirklich so.
58:35
Im ja als Orientierung und man geht dann auch weiter.
58:41
Ich ich könnte sicherlich fünf, sechs Personen benennen, die in meinem Leben eine besondere Rolle im Rahmen dieser beruflichen, dieses beruflichen Werdegangs irgendwie gefunden haben.
58:53  Guido
Also, ich gehe jetzt erstmal der Aufruf, bevor ich gleich meine Geschichte erzähle. Hier jetzt erstmal der Aufruf an die ähm BZT Backstage Telegram Gruppe. Wenn ihr solche Vorbilder hattet,
59:04
Wenn ihr uns davon erzählen wollt, wir senden das in der nächsten Episode auf jeden Fall raus. Ähm gerne auch so ein bisschen so hintereinander weg. Ähm,
59:14
was waren eure äh Vorbilder? Ähm und was war so vorbildhaft?
59:21
An ihn, ja? Ähm bei mir war das der ähm Mensch, der mich äh im Bildungswerk eingestellt hat,
59:31
ähm der äh der Gerd Hurlich ist der, äh mit dem hatte ich auch äh schon würde ich sagen, eine intensive, private ähm,
59:41
privaten Austausch, der war auch auf meiner Hochzeit und so und das, also das war schon echt eng. Aber ähm als Bildungsmensch war das halt jemand, der ähm.
59:53
Unglaublich erfahren und routiniert,
59:57
in der Bildungsarbeit war. Und das hat sich zum Beispiel in sowas niedergeschlagen wie ähm dass der mit Kritik an der eigenen Person umgehen konnte.
1:00:06
Fällt dir natürlich, wenn du da total frisch drin bist, total schwer. Und dann beziehst du das auch äh viel stärker auf dich,
1:00:13
Und das war auch derjenige, der das total souverän äh damit umgehen konnte und dann auch irgendwie so Dinge sagen konnte wie ähm.
1:00:23
Da äh kannst du es nochmal äh präzisieren und ähm äh der der sozusagen auch versuchte da immer eine professionelle Ebene äh äh zu solchen äh Sachen zu haben. Das das war so das eine und das andere war, dass das jemand,
1:00:38
äh war, der dir ähm obwohl du glaubtest, etwas über eine Sache umfänglich zu wissen,
1:00:46
ähm der dir interessante Neuigkeiten äh verpacken konnte. Ähm der interessante Gedanken miteinander verknüpfen konnte. Ähm kennst du so Leute, ähm hm.
1:01:00
Dass also Leute, die sich sagen wir mal in der Tiefe mit etwas befassen und die sozusagen irgendwie ein winziges Detail ähm,
1:01:10
so auch nochmal mit einem anderen äh winzigen Detail so verknüpfen und verbinden können, dass du denkst.
1:01:16
Mensch, das ist interessant, da musst du länger drüber nachdenken. Eigentlich das, was, was ich später nochmal viel stärker, so Impulse.
1:01:24  Felix
Tiefe Disultation, Dissonanzen hervorrufen, wo man denkt so, Moment.
1:01:29  Guido
Das, was das, was eigentlich später Podcasts ähm ähm auch äh zu einem zu einem Teil erfüllt haben, diese diesen Zweck. Ähm das ähm aber solche Menschen, also und, und, und Gerd war so einer.
1:01:43
Ähm.
1:01:46
Ist bis heute so, wenn ich eine Seminarkonzeption mache, dass ich nicht in die der letzten drei Jahre gucke, sondern in die von vor zwanzig Jahren von ihm,
1:01:55
ja? Weil ich genau weiß, also auch wenn ich was irgendwie jetzt so zur Zukunft der Arbeit oder zu ähm zu zu Algorithmenethik und so mache, ja? Weil äh Gerhard damals schon äh genau das ähm,
1:02:08
das in den Blick genommen hat. Und ähm das hat nicht nur so einen, so eine historischen Anklang, sondern das war sozusagen eine Herangehensweise in der Arbeit,
1:02:17
Ähm,
1:02:18
diese winzigen Details zu achten. Also nicht, sagen wir mal, den großen allgemeinen Bogen zu spannen, sondern ähm ähm im Detail sozusagen äh ähm vom vom Einzelnen zum äh vom Einzelnen zum Allgemeinen äh zu kommen, ja?
1:02:32
Konnte der total gut. Und das hat mich unglaublich inspiriert.
1:02:37  Felix
Hm. Aber das ist einer, ne? Aber okay, es ist äh würde es äh gibt's also du sagst jetzt immer, wahr. Ähm.
1:02:46  Guido
Der ist tot, hm? Der ist leider.
1:02:47  Felix
Gehört jetzt? Okay, alles klar. Also das heißt, dort findet dieses dieses Thema all history äh hat da nicht gegriffen. Oder gibt's da was?
1:02:56  Guido
Ähm man würde sich vielleicht mit heute mit ihm äh genau darüber unterhalten wollen,
1:03:00
aber ich ich würde sagen, die die Leute, die jetzt äh in diesem in diesen in ihren Erzählungen von von ihren Rollmodels erzählen, äh bei denen war das äh im Prinzip
1:03:15
ähnlich, das sind Menschen, die haben sie eine ganze Weile begleitet und dann sind die weg und irgendwann hat man natürlich auch so einen gewissen Eigenständigkeitsgrad und dann ähm
1:03:23
wickelt man sich auch irgendwie auf eine Art Selbst für sich weiter, ne? Ähm aber ähm,
1:03:29
alle hatten im Prinzip irgendjemanden, der sie sozusagen so,
1:03:35
gar gar kein oder so, ja, also sondern schon auch jemanden, wo man irgendwie so.
1:03:41
Die erzählten dann zu meinem, war ich irgendwie äh auf einem Jugendseminar und ähm da da war super inspiriert. Das war irgendwie so ein so ein äh so ein Referent
1:03:49
Der saß mit uns zusammen und da saß überhaupt keiner vorne. Und das hat die, ne? Und das war dann sozusagen so ein Erweckungsmoment, ne. Und
1:03:57
dann dann sind dann haben die auch noch ein gutes Seminar hingelegt und ne? Dann waren das am Ende sozusagen die, die man zehn Jahre später wieder traf
1:04:06
ne? Und dann waren das natürlich irgendwie die großen Götter, aber die haben das nicht so die haben diese Rolle sozusagen nicht so angenommen, sondern das waren dann eigentlich so die Leute, mit denen du zusammen eigentlich,
1:04:17
äh die Bildungsarbeit eher erschlossen hast. Ne? Und für dich eine Rolle gefunden hast. So. So so ist das in den allermeisten Fällen, in den allermeisten Erzählungen dann gelaufen.
1:04:28
Und und ähm diese, diese, diese, diese Oran History äh ähm Sache.
1:04:38
Ist dann auch nochmal von der anderen Seite her total interessant, also äh es gibt einmal diese diese Vorbilder äh Geschichte und dann gibt es äh häufig ähm aber auch etwas, was sich so in,
1:04:49
in Jugend oder Kindheit abgespielt hat, ne. Ähm also entweder war es so, dass es ähm irgendein,
1:04:58
besonderes Erlebnis in der Jugend oder in der Kindheit gab, von denen sie sich äh explizit abgegrenzt haben,
1:05:05
und sagen, das wollte ich definitiv anders machen. Und deswegen bin ich das und das geworden,
1:05:10
oder umgekehrt, ähm sie haben dort jemanden gefunden, der ähm etwas so toll gemacht hat, dass sie gesagt haben, genau so müsste man das eigentlich weitermachen und deswegen sind sie
1:05:22
eben in die Bildung gegangen, um das genau so weiter zu äh weiter zu bearbeiten und zu treiben.
1:05:28
Also beides. Ähm beides gab's ähm in diesen Erzählungen und auch da habe ich äh nochmal so in meine äh Jugend geschaut, was waren eigentlich so die Erlebnisse? Und es waren eigentlich eher die
1:05:39
anderen, also ähm ähm die gegen äh die eine Gegeninitiative zu sein, zu etwas erleben,
1:05:47
ne? Also nach wie vor für mich ein total ähm zündendes Erlebnis war, dass mich während des Studiums, ich hatte eine Abschlussprüfung äh in organischer Chemie,
1:05:58
Und ich ähm ich äh sitze sozusagen im Büro des Profs und diese Prüfung äh läuft da ab.
1:06:06
Und ähm der fragt mich Dinge, die wir nicht vereinbart hatten.
1:06:11
Und sagt, dass äh ähm da das mussten sie aber wissen. Und er hat gesagt, nee, nee, wir hatten eigentlich äh äh Folgendes vereinbart. Und dann hat er gesagt, pass auf, gehen sie jetzt raus
1:06:21
äh kommen sie äh kommen sie nochmal wieder, machen sie einen neuen Termin mit meiner Sekretärin aus. Ähm dann äh dann ähm prüfe ich sie erneut. Und dann habe ich gesagt, nee, ich bleibe jetzt so lange hier sitzen, bis sie mich das prüfen, was wir vereinbart haben,
1:06:35
Und ähm.
1:06:41
Das hat funktioniert, aber ich habe irgendwie gedacht, so wie du da in dieser Prüfung behandel.
1:06:45  Felix
Eine Eins hast du dafür nicht gekriegt, oder.
1:06:47  Guido
Nein, nein, nein, definitiv nicht. Aber so wie.
1:06:49  Felix
Weil das finde ich jetzt sehr geil so im Sinne von Herr Brombach, also das habe ich noch nie erlebt.
1:06:54  Guido
Nein, nein, nein. Aber so wie ich in dieser Prüfung behandelt wurde und das ging mir letztendlich auch während des Studiums so grade in der Chemie, ähm dass irgendwie dieses hierarchische total ausgespielt wurde, ja. Ähm
1:07:06
dann ergehst du irgendwie mit Kittel äh in ähm zum Antestat äh äh zu den äh wissenschaftlichen Mitarbeitern. Und ähm da redet keiner mit dir. Und du fragst, können wir loslegen und die sagen, die reden nicht mit dir.
1:07:18
Was ist denn hier los? Und dann sagt einer, sollen wir ihm einen Tipp geben? Und dann sagt der andere,
1:07:24
Ja okay. Und dann ähm sagt er äh äh guck mal, was an dir nicht stimmt. Und ich gucke so an mir runter.
1:07:33
Zimmer Kittel aus, dann kommst du wieder. Dann können wir miteinander reden. So, ne? Das, das, das sind die Dinge, die mir äh während dieses, während dieses äh Chemie-Studiums passiert ist. Und ähm ich war mir so sicher, wenn ich mal,
1:07:47
Bildung mache, mache ich das so anders, so und und reagiere nach wie vor total empfindlich darauf, ähm wenn mir irgendjemand vorwirft, ich würde meine Rolle als äh Bildungsreferent oder so in dieser Gruppe ausnutzen.
1:08:02
Äh nach wie vor.
1:08:03  Felix
Das ist gerade total interessant, ähm deine Berichte aus dem Chemiestudium, weil dich dies auch kenne. Ich habe ja auch Chemie studiert.
1:08:10
Ähm dass man so ganz also stärker als in allen anderen Fächern äh ich mich dort so als.
1:08:19
Wichtiges.
1:08:21
Unperfektes Fehler behaftetes Wesen wahrgenommen habe, der eh nichts auf die Reihe kriegt. Also gerade in diesen Antesttaten oder in den Prüfungssituationen, weil du genau wusstest, wenn die wollen, können die dich halt voll reinreiten.
1:08:36
Weil das geht in in Pädagogik und so weiter, geht das ähm nicht so gut. Ähm und ich glaube auch, die Menschen werden. Also, das ist tatsächlich, ähm ich hatte bei eben einen Prof, der genau anders war, einen.
1:08:49
Und ähm deshalb weiß ich, dass das auch nicht dort,
1:08:54
ist, aber ich kenne diese Situation ähm sehr, sehr gut und ich könnte mir vorstellen, dass das ähm in den Naturwissenschaften, also nicht nur Chemie, sondern in naturwissenschaften insgesamt ähm einen verbreitetes Phänomen ist.
1:09:08
Weil ähm dort einfach ja, ich meine, die sind da auch durchgegangen und es sind keine Pädagogen, das heißt, sie reflektieren ihr Handeln auch nicht unbedingt.
1:09:19
Ebene der pädagogischen Bedeutung, die etwas auch hat bei dem,
1:09:25
und das ist vielleicht, wenn sie es selbst nicht so erlebt leben wollen, auch anders äh machen müssen, ne. Also Veränderung. Aber ähm das war jetzt gerade äh so ein bisschen Déj-vu. Also ich ich konnte mich sehr gut in dich hineinfühlen, als du das berichtet hast.
1:09:39  Guido
Ja, ja, ja, okay. Ja, und das ähm das daraus resultiert sozusagen eine bestimmte Art und Weise,
1:09:48
sich selbst auch als Bildungsmensch zu,
1:09:54
definieren und zu wissen, wie man sein will und wie man nicht sein will und
1:09:59
dieses äh und und diese Beobachtung habe ich auf jeden Fall auch in äh diesen ganzen äh Erzählungen gemacht. Das heißt
1:10:07
natürlich ist klar, niemand ist zufällig so, wie er ist, aber ähm
1:10:11
die Tatsache, dass sie äh zu solchen Rollmodels eben auch selbst wurden, äh ist offensichtlich auch, dass sie einen sehr, sehr reflektiven, äh sehr, sehr äh klar äh,
1:10:23
reflektierten Umgang mit ihrer eigenen Geschichte haben.
1:10:27  Felix
Mhm. Ähm aber mal kurz, du hast du nicht schon mal so eine Reihe gemacht, wo du äh im Sinne von dieser Methodik Zeitzeugen irgendwie zu Wort hast kommen lassen?
1:10:39  Guido
Nee, sowas habe ich, ehrlich gesagt, noch nicht gemacht.
1:10:42  Felix
Oder war das dieses Umgang mit Nazis, wo ja auch.
1:10:44  Guido
Ja, das war das. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Beziehungsweise nicht umgang.
1:10:48  Felix
Erfahrungsbericht.
1:10:49  Guido
Ja, ja, ja, genau. Ja, ja, ja, ja, ja.
1:10:51  Felix
Okay, also dann habe ich das damit in Verbindung gebracht.
1:10:53  Guido
Genau, mit den Berliner ähm ähm ja äh Antirassismus äh Teams. Mhm. Genau das.
1:11:02  Felix
Irgendwie so was, genau. Ja.
1:11:03  Guido
Ähm ich habe ein relativ äh,
1:11:09
interessanten Podcast gehört, über den ich eigentlich gar nicht so viel reden will, wie viel mehr über das Format,
1:11:16
nämlich äh das Audio Only Barcamp. Ich selbst habe da gar nicht mitgemacht. Ich glaube, der Jürgen hat da mitgemacht. Ähm und ich habe jetzt einen.
1:11:23  Felix
Gar nicht mitgekriegt.
1:11:24  Guido
Ja, doch, doch, doch. Ähm, das, das kam sozusagen aus der, ähm, CLC, äh, Community, wie heißt ein Corporate-Learning-Community.
1:11:33  Felix
Ah okay, hm.
1:11:34  Guido
Kam das Heft vor und ähm der.
1:11:41
Ein guter Kollege ähm hat auf jeden Fall dazu einen Podcast gemacht. Ach Mensch ey Namen, verdammte Kacke, schlecht vorbereitet. Ähm.
1:11:55  Felix
Also der Podcast oder was?
1:11:58  Guido
Ja CLP äh Podcast der er hat sozusagen eine eine Folge gemacht mit Audio-Notizen. Die werden da werden sozusagen irgendwie äh die mitgeschnittenen ähm.
1:12:12  Felix
Simon Dückert.
1:12:12  Guido
Nee, das ist derjenige, der's gemacht hat. Ach, der andere, ich komme nicht drauf. Ähm da,
1:12:19
Park Karl-Heinz, genau. Der Karl-Heinz hat da irgendwie äh diese wunderschöne Episode aufgezeichnet und äh beschäftigt sich äh vor allen Dingen äh äh zu Anfang ganz viel mit äh unterschiedlichen ähm,
1:12:34
Sessions, die im weitesten Sinne untersuchen, inwiefern man mit Podcasts Bildung machen kann oder damit lernt, ne?
1:12:44
Und ähm da das ist ja schon auch ein Thema. Ich habe auch irgendwie mit Tim dazu mal ähm äh einen Vortrag gemacht. Ich habe
1:12:52
glaube ich auch schon auf der Republika mal was gemacht. Und es ist aus meiner Sicht jetzt auch nicht nur wegen unseres Podcasts, sondern weil es äh schon auch eine bestimmte Art von Lernenden anspricht.
1:13:01
Ähm die eben jetzt ähm wie soll ich sagen.
1:13:07
Lernen nicht begreifen als ich setze mich jetzt hin und ich schreibe hier mal was mit,
1:13:13
sondern die Lernen begreifen, als äh irgendwie so ein ähm so ein Status ähm Zustand äh während man lebt.
1:13:22
Oder während man arbeitet oder während man Dinge tut auf jeden Fall, ne?
1:13:26
Und ähm das Interessante ist, dass äh Podcasts, ähm also die ja tatsächlich irgendwie jetzt jenseits auch ihrer großen äh Reichweiten äh der letzten zwei Jahre, die sie so erzielt haben
1:13:38
Sich nach wie vor irgendwie und da auch glaube ich eher so im Unterhaltungsbereich unterwegs sind
1:13:43
ähm sich da auf jeden Fall auch nochmal eine Nische gebildet hat von von Menschen, die jetzt nicht so explizit sagen, ähm.
1:13:53
Ich höre das eigentlich, um abzuschalten, sondern die das sehr bewusst hören, um sich sozusagen auf eine bestimmte Art ähm fachlich auszutauschen,
1:14:01
Wobei äh Austausch hier so ein bisschen mal äh in Anführungsstrichen steht.
1:14:05
Und äh das ist deswegen äh so interessant, ähm weil hier nochmal vieles so aufgewirbelt wird, wo ich sagen würde, da haben Podcasts wirklich eine,
1:14:16
ein ein ganz großen äh Effekt. Ähm und äh einer dieser äh äh einer dieser äh Punkte ist.
1:14:24
Ähm dass man audio viel sein muss.
1:14:28
Also einer der Gründe, weswegen Podcasting so gut funktioniert ist, weil man audiophie sein muss. Und das äh und wenn ich.
1:14:38
Naja, also wenn du äh wenn wenn ich irgendwie mit Menschen über diese Podcast äh Sache rede,
1:14:44
viele Podcasts, geh mir weg, ich ich das ist nicht meins, ne? Und die Leute, die man grundsätzlich erstmal mit Podcasts erreicht, das sind Menschen, die sind audiofil, die können ganz gut ähm,
1:14:58
sich irgendwie beim Joggen oder wie auch immer ein Podcast anhören und finden das unglaublich ja also im Kopf funktioniert das bei denen ganz gut,
1:15:07
Und das ist äh aus meiner Sicht ist, ist so in meiner Wahrnehmung eine total wichtige Voraussetzung. Und die wichtige Erkenntnis daraus ist,
1:15:15
Es gibt Menschen, die sind das nicht. Die sind nicht audiofil. Und es gibt wahrscheinlich deutlich mehr, die Video sind, als Menschen, die audiofil sind.
1:15:24
Die äh die Zielgruppe, die du erreichst oder die man überhaupt mit so einem Lernformat, mit so einem Bildungsformat ansprechen kann, äh im im Podcastingbereich, ist im Vergleich zum Videobereich deutlich schmaler.
1:15:37
In dieser Reihe bringt das auch irgendwie jemand nochmal ganz schön auf den Punkt. Wenn ich mir konkret Wissen aneignen will,
1:15:46
dann steht der Podcast ähm bei bei äh also relativ weit unten und äh das Videoformat relativ weit oben.
1:15:56
Ähm ne, wenn ich irgendwie wissen will, wie ähm also ne, auch wenn man so handwerklich jetzt zum Beispiel sich was erschließt, ne, dann äh isst ist man, dann findet man äh im im Video-Podcast oder im im Videoformat deutlich konkretere,
1:16:10
Anleitungen und Hilfen. Das Audioformat ist eigentlich eher etwas für ähm sagen wir mal so Generalisten,
1:16:17
und äh damit meine ich auch Generalisten in einem spezifischen Gebiet
1:16:21
Ja, aber da nehmen wir mal irgendwie Brettspiele oder so, ja? Und dass man aber sich nicht nur irgendwie die historischen Brettspiele, sondern so alle so, ne? Das meine ich jetzt so mit Generalist.
1:16:30
Dass man, sagen wir mal so, so ein bisschen sich, dass man so ein Themengebiet hat für sich,
1:16:35
Camping oder so, ne? Ähm dann ist man immer noch kein, kein generellist für so äh so Urlaubsformate, aber für äh Camping gibt's jetzt auch irgendwie so dreizehntausend Podcasts, ne? Übertrieben jetzt, aber äh so in diese Richtung, ne? Aber Generalist im Sinne von
1:16:50
du interessierst dich ähm sagen wir mal nicht für ein,
1:16:53
eine ganz spezielle Problemstellung, ja, sondern äh irgendwie äh alles, was so in diesem Themengebiet so reinfällt. Und das ähm ist offensichtlich auch etwas, was äh ganz stark so mit diesem Podcasting auch äh korreliert
1:17:08
ne, dass du diese äh Offenheit sozusagen mitbringen musst
1:17:12
ne? Und dass das äh auch Formate technisch, deswegen ähm gar nicht immer darum geht und Podcast sich total schlecht dafür eignen, wenn man Leuten per Podcast ein Spiel erklärt.
1:17:22
Das kannst du viel, viel besser mit einem Video-Podcast mal oder mit einem Video äh Dings machen. Aber äh wenn du grundsätzlich, sagen wir mal, über Spiele sinierst, ist das total gut geeignet.
1:17:32
Hm und das damit sozusagen eigentlich so ein bestimmter ähm Bildungsanspruch,
1:17:39
auch einhergeht, den du damit umsetzen kannst oder eben nicht, ne? Ähm also mit mit Videos kannst du supergut so Anleitung, so kannst du Screencasts machen, aber wenn du so grundsätzlich eigentlich irgendwie mit Menschen mal äh äh etwas reflektieren willst, dann kannst du es super im Podcast machen.
1:17:57  Felix
Ja, äh ich überlege halt grade, wo eigentlich der Podcast besser ist als das Video. Ähm also.
1:18:06
Du kannst auch das ist natürlich viel, viel aufwendiger Dokumentationen, Gedankenspiele, Gespräche, ähm.
1:18:19
Mit Video aufzeichnen. Ähm das, was das Video halt nicht kann, ist Beiläufigkeit herstellen.
1:18:29
Zumindest bei mir nicht, ähm weil ich doch irgendwo immer mit der Aufmerksamkeit dabei sein möchte, wenn ich mir dann was bewusst anschaue. Und das geht tatsächlich beim Podcast gut.
1:18:40
Weil es eben ein reduzierter.
1:18:44
Sinneskanades. Es geht halt nur ums Hören. Aber das intensiv ähm beim Video hast du halt eigentlich dann, wenn du schon das Video machst.
1:18:56
Und nicht einfach nur in der totalen zwei Leute aufnimmst, die sich unterhalten, da kann man auch ein Podcast machen. Hast du beim Video halt in der Regel auch noch visuelle Unterstützungsmechanismen drin.
1:19:07
Der Podcast funktioniert halt super, genau, beim Laufen, beim Saubermachen nebenher und ähm ist du hast das eben so mit Lernen gemacht und Breite. Ich glaube, es ist tatsächlich.
1:19:19
Gar nicht lernen, sondern denken.
1:19:23  Guido
Ja, da haste recht.
1:19:25  Felix
Also im Sinne von ähm ich ich,
1:19:29
nehme an Gesprächen, ich nehme an Gedanken von anderen teil. YouTube nutze ich zum Problemlösen. Ich weiß auch gar nicht, ob das also Lernen geht sicherlich auch, weil natürlich ein Problem lösen auch im Erlernen ist, aber ich muss zum Beispiel irgendeine Sache X machen,
1:19:44
Die Hupe beim Auto ist kaputt, ähm wo ist die Hupe?
1:19:49
In dem Video, es ist besser als wenn du drei Fotos von der Motorhaube machst und mir sagst, da müsste sie sein. Ähm und dabei lerne ich dann, das ist aber ich bin aber auch vielleicht tatsächlich auch der Audiotyp, ne. Also.
1:20:00  Guido
Sind wir beide, dass es äh ja hm hm.
1:20:01  Felix
Viel mehr Audio. Also ich höre auch zum Beispiel viel mehr Musik. Ich habe keinen Fernseher in der Wohnung, ich schalte meinen Mini-Beamer zwischendurch mal ein, um bewusst etwas zu sehen,
1:20:12
Ansonsten reicht mir mein Handy oder mein Computer, um mal einen Film eine Doku oder sowas zu gucken, wenn ich dann sozusagen das bewusst mache, aber.
1:20:20
Es läuft kein Fernsehen nebenher, aber Musik. Aber auch da wird der Unterschied, Musik läuft viel nebenher, Podcast,
1:20:29
Mache ich nebenher, aber in der Regel, wenn ich alleine bin oder was zu tun habe.
1:20:35
Das läuft auch nicht so im Sinne von, spiel mir meine Podcasts und dann äh wusel ich rum und hört nicht zu, sondern das ist dann schon so, ich habe jetzt eine Beschäftigung, die fordert mich äh haptisch,
1:20:46
oder physisch, aber ich habe das Ohr frei und dann mache ich mir den Podcast an und in der Regel bin ich dann auch alleine. Ich mache das nicht, wenn ich hier noch läutet habe.
1:20:54  Guido
Genau. Äh Podcast hört man alleine, Musik hört man auch mit mehreren, ja, ja, ja. Also äh bei bei mir würde ich auch sagen, ist es so, auf der Hinfahrt zur Arbeit höre ich Podcasts, auf der Rückfahrt höre ich Musik.
1:21:07  Felix
Podcast, Rückfahrt Speed Metal.
1:21:09  Guido
Ja, ich ich brauche sozusagen ich ich muss sozusagen äh konzentriert sein dabei.
1:21:15
Man bringt ja schon auch eine Konzentration bei dem Podcast mit und äh folgt sozusagen eigentlich dem inhaltlichen Faden und so, ne. Das mache ich bei Musik gar nicht, ne. Das das äh äh plätschert einfach so durch.
1:21:28
Da höre ich auch nicht zu, so bewusst. Würde ich sagen, bei mir zumindest.
1:21:39  Felix
Wie ist denn insgesamt das, so die, die Wahrnehmung auch der Podcast? Also ähm.
1:21:47
Wie viele Podcasts? Also das würde ich mich tatsächlich mal so interessieren, wie viel Podcast habt ihr abonniert, die ihr regelmäßig hört? Also mal ich habe nur Podcast abonniert, die ich dann doch auch mit einer Regelmäßigkeit höre.
1:21:57  Guido
Ja, bei dir ist halt auch immer Ordnung, ne?
1:22:01  Felix
Ja, auch weil ich sonst einfach äh das ist es geht ja auch darum, einen einen Prozess zu machen. Und wenn dann irgendwie von äh Bits und so eine Folge nicht gehört worden ist und die nächste kommt, dann lösche ich auch die Alte, weil ich dann sage, ich muss jetzt nicht nachhören, weil sonst,
1:22:14
läufst da auch nur hinterher, aber ähm wie viel Podcast haben wir denn so ungefähr, die wir da äh tatsächlich haben? Ich gucke jetzt mal einmal in meine.
1:22:22  Guido
Ich habe auch ganz viele abonniert, äh die ich im Moment nicht höre. Das hat auch, sagen wir mal so, ähm so unterschiedliche ähm Phasen, ne. Manchmal höre ich einen Podcast ganz intensiv und dann wiederum nicht.
1:22:35  Felix
Fünfunddreißig Stück.
1:22:37  Guido
Okay. Das ist viel.
1:22:37  Felix
Sind's immerhin. Das finde ich schon viel. Das finde ich jetzt gerade. Aber es sind natürlich auch viele unregelmäßige dabei. Also es ist zum Beispiel immer noch auch äh NSFW dabei, weil ich mir denke, irgendwann hauen die vielleicht nochmal eine raus. Ähm das ist ja im Grunde genommen eingestellt worden.
1:22:53
Aber das bleibt doch. Aber ja.
1:22:58
Vielleicht in die Telegram-Gruppe. Würde mich interessieren, also ist Podcast bei euch etwas ähm was nebenher läuft.
1:23:06
Eigentlich eher ein überflüssiger Kanal vielleicht auch ist.
1:23:10
Nur ein Teil ist oder ist es äh schon irgendwo hat einen einen bedeutenden Stellenwert im Medienkonsum,
1:23:18
so auf der Ebene vielleicht von YouTube oder sonst was, wo man ja auch Kanälen folgt und eigentlich schaut, ob's da was Neues gibt.
1:23:26  Guido
Ja oder das automatisch zu einem kommt, ne? Ja ja, ja.
1:23:29  Felix
Genau, aber irgendwo, dass man dabei bleibt.
1:23:32  Guido
Ja, ja. Würde mich auch interessieren.
1:23:33  Felix
Also es gibt ja auch die, die durchaus nur Archiv-Podcast hören im Sinne von sie suchen sich Themen aus, die sie interessieren. Und dann hört man diese Folgen. Ähm klar, wir sind natürlich gar nicht der Podcast dafür, weil wir gar keine Themen haben, aber ähm.
1:23:48
Spannend. Okay.
1:23:50  Guido
Sehr schön. Sollen wir weitermachen mit den schönen Apps?
1:23:52  Felix
Ja, ich würde gerne schöne Apps, beziehungsweise ich würde einen Übergang noch kurz machen,
1:23:58
weil es hat nichts mit Apps zu tun, ist aber nur ein kleiner Tipp und zwar die neueren iPhone Modelle, ich glaube ab iPhone elf und,
1:24:10
zwölf jetzt. Die haben ja diese Full HDR.
1:24:15
Fotogeschichte, die im Rahmen auch von dem.
1:24:21
Wie heißt es denn da jetzt? Hier aus verschiedenen Fotos, ein Foto machen. Ich komme gerade HDR, ja, genau. Ähm.
1:24:29
Resultiert. Und es ähm gibt halt technisch zwei Dinge. Das eine ist tatsächlich das HDR-Foto, ähm wo ja mit verschiedenen Belichtungsstufen ein Foto mehrfach belichtet wird und dann die ähm,
1:24:44
überbelichteten, unterbelichteten Teile sozusagen aus den jeweiligen Fotos, wo es besser dargestellt wird, zusammengesetzt wird. Deshalb hast du ja mit den neueren Kameras eigentlich,
1:24:54
weniger Fotos, die wenn du helle Bereiche fotografierst, vollkommen überbelichtet sind oder eben unterbelichtet sind,
1:25:02
HDR da einfach ähm die Fotos schön macht. Und jetzt gibt es aber noch diese Darstellungsfunktion Full HDR HDR ähm auf den,
1:25:13
iPhones und ich glaube auch auf den iPads, ich weiß gar nicht, ob's auf dem Mac ist, das habe ich hier noch nicht geguckt. Auf jeden Fall knallt das dir echt,
1:25:22
Fotos nochmal schärfer und crisper schreibst jetzt erstmal so um die Ohren.
1:25:30
Und ich hatte das immer wieder mal.
1:25:40
Dass ich so denke, irgendwie das ist mir zu viel. Bis ich dann halt gesehen habe, dass auf meinem Handy halt Full HDR, HDR in der Fotos-App aktiviert war,
1:25:50
und ähm das macht die Fotos natürlich alle total geil, weil die sehen aus wie so geleckt. Aber irgendwie auch.
1:25:59
Unecht. Und ähm da es nur wenig Geräte gibt, die full HDR haben, das heißt, äh wenn ich ein Foto bearbeite, so dass es auf einem Display mit Full HDR Darstellung HDR-Darstellung gut aussieht.
1:26:15
Kann es sein, dass es auf anderen normalen Displays total matschig aussieht? Und von daher habe ich.
1:26:23
Tatsächlich auf meinem Gerät komplett deaktiviert,
1:26:30
dass ich Fotos habe, die halt auch auf allen anderen Geräten so aussehen und ich mich nicht mehr über vollkommen übertriebene Details und
1:26:38
so gerade bei Blättern, Wiese oder sonst was, hast du das, dass ich das Gefühl habe, da geht die Computer äh,
1:26:45
Computational audio ist es ja nicht, Video da oder was, die da immer noch im Hintergrund da als Algorithmen drüber laufen lassen, so krass dran,
1:26:54
das sieht einfach nicht gut aus. Also manchmal kann die Technik auch zuviel des Guten sein und ähm wer also auch das Gefühl hat, dass auf seinem,
1:27:05
neuen Smartphone, die Fotos manchmal ein bisschen übertrieben gut aussehen. Ähm.
1:27:12
Full HDR in der in den Einstellungen der Fotos-App.
1:27:17
Ausschalten und sich die Fotos einfach nochmal angucken. Sie sehen ein bisschen matschiger aus, aber nur im direkten Vergleich,
1:27:24
Sie wirkten deutlich natürlicher. Also ich äh bin dadurch Zufall drüber gestolpert und äh weil ich mich geärgert hat und bin sehr zufrieden seitdem, weil meine Bilder einfach wieder wie früher, also.
1:27:36
Gleichbleibend aussehen. Ich kann mir alle Bilder angucken, ohne dass ich Gefühl habe, die springen mir ins Auge. Genau.
1:27:44  Guido
Sehr schön.
1:27:45  Felix
Das war's. Das wollte ich nur kurz sagen. Schöne Apps.
1:27:47  Guido
Kommen wir ja zu den schönen Apps. Ich habe äh immer noch kein äh kein Jingle gefunden. Das äh das nicht so einfach,
1:27:54
Aber ich äh ich bleibe am Ball und irgendwann äh werden wir dazu ein schönes Jingle einspielen können. Äh diesmal kommen die meisten schönen Apps von dir äh Felix, hau rein.
1:28:06  Felix
Ja ähm also äh ich war jetzt äh mal wieder unterwegs und ähm.
1:28:16
Musst du ein Parkticket ziehen und habe dann da gesehen, dass äh an diesem Automaten auch so die verschiedene Serviceanbieter standen, mit denen man auch bezahlen kann.
1:28:25
Ähm ich habe mich dann zu einem Anbieter entschieden, Paybal Phone heißt der.
1:28:32
Zufall, keine Ahnung, vielleicht gibt's auch bessere, aber ich find's total super ähm so eine Vignette, je nachdem, ob das in der Stadt, wo dann das Park die Parkzone ist, etabliert ist oder nicht, ähm.
1:28:48
So eine Vignette sich noch in die Scheibe legen, sodass klar ist, ich habe mit
1:28:52
bezahlt, äh über anderen braucht man das nicht, weil das wahrscheinlich direkt übermittelt wird. Das Kennzeichen dann, dass der schon bezahlt hat, also das läuft übers Kennzeichen
1:29:00
und ähm du gehst halt irgendwohin, guckst äh wo ist der Parkzone, die unterstützt wird und dann sagst du entweder Start,
1:29:08
zurückkommt, stopp und dann wird entsprechend abgebucht oder du buchst halt direkt für eine Stunde, zwei Stunden oder den Tag, bezahlst mit der Kreditkarte oder was auch immer du da angeschlossen hast und hast halt diesen kompletten,
1:29:20
Ablauf einfach im Handy,
1:29:22
und es ist total super, weil dieses hinlaufen zur, also auch wegen Bargeld, ne? Hinlaufen zum Park äh Ding, Geld reinwerfen, mit dem Zettel wieder zurücklaufen. Ich hatte nur dafür äh Bargeld im Auto.
1:29:35
Es war dann immer auch wieder weg und das war dann ärgerlich. Und da ist dieser dieser Weg, das irgendwie online zu machen,
1:29:40
zu machen, total super. Also äh wird von vielen Kommunen, also eigentlich überall, wo ich bisher war, wird es unterstützt,
1:29:50
Stadtpark äh Säule dann einfach äh aufm Handy bezahlen und gut ist. Paypal Phone. Super, meine Empfehlung.
1:29:59  Guido
Wunderbar. Ich möchte empfehlen, äh Taylor.
1:30:07
Taylor ist ähm eine App,
1:30:10
die äh im Prinzip Screenshots macht ähm und dabei das Problem löst, dass äh Screenshots, die über mehrere Bildschirme gehen, also wo man scrollen muss, ähm,
1:30:25
die sozusagen äh in eine, in eine äh JPEG-Datei beziehungsweise eine PNG-Datei zu packen und dafür ähm macht das Ding äh macht man das so, dass man im Prinzip,
1:30:35
von jedem Screen ein Screenshot macht und dann wählt man das in der App aus und dann,
1:30:45
setzt die App das so zusammen, dass da auch jetzt nichts Doppeltes steht oder keine Überlappungen da sind und äh da im Prinzip ein schönes Bild durch entsteht. Man wählt im Prinzip aber nur noch die Bilder aus. Das ist sehr sehr äh nice.
1:31:00  Felix
Mhm. Aber nicht für Webseiten, sondern für Apps wahrscheinlich dann, ne?
1:31:04  Guido
Geht überall. Geht überall. Also du du.
1:31:07  Felix
Aber Webseiten kannst du diese Webseite kannst du ja eh als ähm Fullscreen PDF zum Beispiel exportieren.
1:31:13  Guido
Stimmt.
1:31:14  Felix
Da gibt's ja diesen Weg über Drücken glaube ich oder sowas, das zu machen.
1:31:17  Guido
Ja, stimmt. Ja, ja, ja, ja und.
1:31:20  Felix
Deshalb, das wollte ich dann nur sagen.
1:31:22  Guido
Und über diese äh Spezial ähm Programme, na, wie heißt es, äh die, die, diese, diese Programm äh Selbermach äh äh Bude, die sich äh Apple gekauft hat?
1:31:35
Automator oder wie die hießen ja.
1:31:36  Felix
Automator nee, nicht automatisch, das heißt anders Kurzbefehle.
1:31:40  Guido
Kurzbefehle, genau so heißen die jetzt. Und äh in den Kurzbefehlen kannst du dir auch so ein Kurzbefehl bauen lassen, dann kannst du das zumindest bei Webseiten genauso machen. Ja, ja. Aber bei allem anderen halt nicht, ne? Also bei WhatsApp Chats oder so geht das nicht.
1:31:56  Felix
Also ganz kurz, äh genau, da geht's nicht äh und das Eis nicht das Druckenmenü, sondern das äh.
1:32:02
Markieren Menü wo man es dann als PDF machen kann. So,
1:32:08
Dann habe ich äh mal wieder äh das Problem äh mir so ein bisschen vorgenommen, wie ich mit dem umgehe. Weil ich bin irgendwie, welchen AdBlogger nutzt du?
1:32:18  Guido
Äh ich auch diesen Edgart, hm.
1:32:22  Felix
Ja, okay, weil ich hatte nämlich äh als Empfehlung noch von Anno dazu mal beim iPhone Black Block von Alex Ulmer, der hatte äh diesen Warnblocker,
1:32:32
ähm empfohlen und irgendwie äh ist der zumindest bei mir immer wieder,
1:32:38
Probleme reingerast, dass irgendwelche Seiten nicht luden oder bei bei Spiegel zum Beispiel die äh Werbeblöcke dann plötzlich nachgeladen worden sind und das war dann noch schwieriger, weil sie nicht beim Laden, also beim Laden der Webseite geladen werden,
1:32:51
sondern so mit so einer ein, zweisekündigen Verzögerung dann geladen wurden und
1:32:57
Damit das ganze Schrift bilden sich wieder versetzt hatte. Also das war einfach nur nervig. Und ich bin tatsächlich jetzt äh bei Adguard ähm das gibt's fürn Mac und auch für iOS und ich glaube auch für Android. Ähm ich kann überhaupt nicht sagen, ob das gut ist oder nicht
1:33:11
Also im Sinne von äh es gibt ja diese AdBlogger auch, die irgendwo äh sich das bezahlen lassen, dass gewisse Dinge.
1:33:18
Den Filterregeln wieder rausgenommen werden. Ich habe das Gefühl, dass es ganz gut läuft. Also.
1:33:24  Guido
Hm, bezahlst du diese.
1:33:26  Felix
Sowohl technisch wie auch äh.
1:33:28  Guido
Euro fünfzig im Jahr, okay.
1:33:30  Felix
Genau, ich bezahle das auch. Ähm das scheint alles auch auf dem Handy zu laufen. Du kannst ja auch die äh Filterregeln tatsächlich nochmal anpassen und kannst die auch alle sehen und äh noch zusätzliche abonnieren,
1:33:41
Also es macht einen guten Eindruck, aber es ist jetzt nicht eine Empfehlung im Sinne von, dass es datenschutzrechtlich das Nonplusultra ist, sondern es ist praktikabel und liegt aber nur daran, dass ich mit Runblocker tatsächlich einfach zunehmend Schwierigkeiten hatte,
1:33:55
der jetzt hier auch mit VPN und sonst was alles in einer App da noch mehr machen möchte, also Edgar macht das auch,
1:34:01
haben auch einen VPN, was sie promoten und äh einen äh VPN
1:34:06
auf lokaler Ebene, was sie da einschalten können für den, des DNS-Filtering und HTPS über, also DNS über HTPS und so, also dass es da noch Sicherheitsfeatures gibt, aber,
1:34:18
Das ist nicht so prominent und so ähm fies. Also ich fahre über einen Blocker, hat irgendwie äh ist komisch abgebogen vor ein paar Wochen mit seinem Update und deshalb,
1:34:28
ich im Moment Edgard und bin auf ersten Blick sehr zufrieden und wenn du das auch testest haben wir ja sozusagen.
1:34:35
Hat's unseren Segen. Dann ähm noch eine andere Kleinigkeit. Äh einfach nur zum Update,
1:34:42
Ich äh habe tatsächlich jetzt einige interessieren das ja hier. Ich bin ja so ein bisschen verrückt äh in mancher Hinsicht, was meine Notizen angeht,
1:34:52
ähm,
1:34:53
und ich habe tatsächlich, weil ich mit in großartiges Programm, aber ich kann damit keine Notizen machen. Zumindest nicht mobil, weil die Darstellung mobil und Rechner so auseinander,
1:35:08
fällt. Entweder es ist viel zu groß oder viel zu klein und das ich habe mich mehrfach dabei erwischt, dass ich's einfach sein gelassen habe,
1:35:16
mir Notizen zu machen und hab gedacht, das ist nicht der Sinn von einer Notiz-App, dass ich beides äh nervt, es nicht tue,
1:35:25
hab deshalb tatsächlich nochmal die Notizen App von von macOS beziehungsweise iOS getestet.
1:35:32
Muss sagen, ähm wenn man sich da so ein bisschen drauf einlässt, das ist ja echt schon ein schönes Ding. Und äh mit äh,
1:35:39
Systemversionen sollen die ja sogar Text bekommen, sodass ich tatsächlich das Ganze auch ähnlich wie in Evernote dann kann und ähm das macht einen echt guten Eindruck. Also das betrifft sowohl die Notizen, wie auch äh die To-dos,
1:35:54
habe da jetzt mal äh Omnifokus mal ruhen lassen und nochmal irgendwie äh einen Reminder genutzt. Ähm einiges funktioniert nicht so, wie ich mir das äh in meinen Arbeitsabläufen drinne habe, aber ist der Vorteil ist halt, es ist ein reduziertes System.
1:36:08
Was dich auch dazu zwingt, ist ein bisschen einfacher zu machen. Es ist jetzt nicht eine Empfehlung und ich würde auch nicht sagen, dass ich da jetzt fix bin, aber ähm.
1:36:19
Wahrscheinlich würde ich bei Evernote bei bei Omnifokussen und Reminder noch am ehesten wieder schwach werden, aber zumindest bei Notizen äh hat das einen riesen, riesen, riesen, riesengroßen Vorteil, wenn du einfach eine App hast.
1:36:31
Wo die Darstellung der Notizen auf allen Endgeräten gleich ist. Das, was hier auch Evernote hatte. Ich habe tatsächlich auch Evernote jetzt letztens nochmal installiert, weil ich gesehen habe, dass sich da wohl einiges getan hatte, hat aber die App auf dem Mac.
1:36:46
So ein Graus,
1:36:47
Das geht echt nicht. Und von daher ist äh die Notizen App im Moment, scheint es, zumindest eine der Alternativen neben Bier gibt's ja auch noch und so, das habe ich nicht getestet, weil das für mich nicht so langatmig genug wirkt,
1:36:59
Aber das kann sich auch noch als Fehler herausstellen. Ähm eine App, die halt schön.
1:37:06
Praktisch gestaltete Notizen einfach macht, wo ich meine Sachen.
1:37:12
Reinhaue und dann auch überall im Zugriff habe. Also einfach nur einen.
1:37:18
Update, keine Empfehlung, sondern nur die ähm der Status sozusagen, wie es sich bei mir entwickelt hat.
1:37:25  Guido
Und Erinnerung nutze dazu.
1:37:26  Felix
Ähm genau, Notizen ist ja erstmal wirklich nur eine Notize, Notizen Sache mit Dateiablagen. Nutzt du nicht auch Notizen?
1:37:34  Guido
Ja äh für das ein oder andere Jahr. Hm.
1:37:38  Felix
Genau, vor allen Dingen das Schöne ist, und das geht halt super einfach, ist das Teilen von Notizen. Also, wenn du gemeinsam in Urlaub fährst, kannst du da einfach deine Sachen reinhauen,
1:37:46
wenn du äh irgendwo eine Sammlung von Notizen, Fotos, äh Quellen oder sowas hast, kannst du die da kurz reinhauen, die Notiz freigeben und kannst da gemeinsam dran arbeiten. Das geht halt so Smooth vor allen Dingen, wenn die Leute halt wichtig.
1:37:59
Ökosystem sind, ne? Klar. Aber ähm.
1:38:01  Guido
Ja, aber man wird sich auch ehrlich gesagt mittlerweile seine Freunde danach aus. Ja, der Login Effekt, wir haben den viel zu kurz diskutiert, ja?
1:38:13
Anderes Thema.
1:38:14  Felix
Können wir ja nochmal aufgreifen. Ähm,
1:38:17
Genau. Ähm ja und dann äh noch ein letztes Schmankerl ähm und zwar äh EM ist ja plötzlich wieder Fußball in aller Munde. Ähm und ich hatte tatsächlich das Bedürfnis, ähm irgendwie so ein so ein Fachsimpeln von irgendwelchen Leuten zu,
1:38:32
haben. Aber nicht äh der großen Fernseh- oder Rundfunkanstalten, sondern irgendwie so ein bisschen so ein Podcast, der auch ähm,
1:38:41
Genau und dann bin ich halt auf den Rasenfunk gekommen, den ich hier wärmstens empfehle, ähm ein nettes Format, äh man äh fachsimpelt über die letzten Spiele, es ist ein werbefreier, Abofreier
1:38:54
Podcast, der sich unter Unterstützung freut, also so wie Podcasts sein sollten
1:38:59
nicht nur irgendwo in einem Ökosystem verhaftet ist, sondern eben als RSS-Feed.
1:39:06
Sympathischer Podcast ähm kann ich empfehlen Rasenfunk DE,
1:39:11
um die Spiele so ein bisschen nachzuarbeiten und vielleicht auch sich vorzubereiten für das Gespräch unter Freunden, dass man so ein bisschen.
1:39:19  Guido
Ach wie wunderbar. Ja.
1:39:20  Felix
Fachvokabola, die Dreierkette, die einfach hinten Räume offen lässt und so weiter.
1:39:25  Guido
Ah okay, verstehe. Ja, ja, ja, ja.
1:39:26  Felix
Verstehst du? Ich muss mir das nur angucken, was das genau heißt, aber äh ich glaube, es ist gut. Also, Dreierkette hat Vorteile, aber eben auch Nachteile.
1:39:33  Guido
Ja, nee, nee. Äh, vor allen Dingen werden wir mit anderen zusammen Fußball äh schaut, muss man auf jeden Fall glänzen können, finde ich auch.
1:39:39  Felix
Bist du drei, vier, drei oder bist du eher vier drei zwei?
1:39:41  Guido
Nee, drei, vier, drei.
1:39:44  Felix
Dreierkette hinten. Okay, siehst du, ich muss mich damit ein bisschen beschäftigen. Aber äh das äh werde ich nach den äh zwei Podcasts hoffentlich dann, die ich noch irgendwie mal hören werde, vielleicht auch drauf haben.
1:39:45  Sound
1:39:54  Guido
Super. Dann machen wir da machen wir einen Schlussstrich. Äh wir haben auch beide jetzt Anschlusstermine. Äh es war mir eine wie immer eine Freude. Macht's gut, bis bald. Tschüss.
1:40:04  Felix
Ciao.