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episode 5: Dialog über die Zukunft 005 – Stefan Schmidt [transcript]


Ralf Neuhäuser im Dialog mit Pionier:innen und Visionär:innen über die Zukunft Stefan Schmidt über Umwelt in Medien und Journalismus Mein Gast heute

Am 27. Juli 2021 um 19 Uhr sprach ich mit Stefan Schmidt – seit 1987 journalistisch und als Herausgeber von Zeitschriften tätig, seit 2019 veröffentlicht er unter dem futux-Label Podcasts zu Umwelt- und Zukunftsthemen – über „Global2000 bis Unwetter 2021 – Umwelt in den Medien“

Seit 40 Jahren wurde vor dem gewarnt, was wir nicht erst seit diesem Sommer erleben: Das Klima verändert sich und unser Leben. Sich anscheinend häufende Extremwetterlagen werden wahlweise alarmistisch bzw. pessimistisch behandelt oder als normale Einzelphänomene verharmlost. Die Empfänger:innen des medialen „Hagels“ über die kurz- und langfristigen Entwicklungen bleiben oft ratlos bezüglich einer realistischen Einschätzung und der zu folgernden Konsequenzen. Wir reden darüber, wie Medien bisher darüber berichten und wie eine angemessene und sachliche Berichterstattung der Zukunft aussehen könnte.

Ein paar der Themen, die wir diskutiert haben:

  • Wie hat sich der Journalismus verändert, wie muss er sich ändern?
  • Was kann Journalismus verändern?
  • Neue Medienformen
  • Zielgruppen, Jugend
  • Zukunftstechnik
Über Stefan Schmidt

Stefan Schmidt ist seit 1987 journalistisch aktiv, zunächst im Stadtmagazin Talfahrt (Wuppertal), den WupperNachrichten und später als Mitherausgeber von „Gesunde Stadt“. Zu seinen Schwerpunkten gehörten schon damals Umweltthemen.
Neben seiner heutigen Tätigkeit als Webentwickler und Programmierer produziert er seit 2019 Podcasts. Inzwischen ist auch daraus ein fester Zweig geworden und unter dem Label futux entstehen inzwischen mehrere Radiobeiträge und Podcasts, natürlich auch zum Themenkomplex Umwelt und Zukunft.

Links zu Stefan Schmidt
  • futux podcastproduktion
  • Radfunk Düsseldorf (Radiosendung, Podcast)
  • Grünfunk (Podcast, GRÜNE Düsseldorf)
ÜBER “DAS FUTURISTISCHE DUETT”

Dienstags, jeweils 14-täglich (gerade KW) um 19 Uhr stellt Ralf Neuhäuser Menschen vor, die mit ihrer Arbeit, beruflichen und privaten Projekten, Hobbys, gemeinnützigem Engagement oder ihrer allgemeinen Lebensgestaltung “vorangehen”, Neues wagen, innovativ und kreativ sind und die darüber sprechen wollen, wie ihre Vorstellung von der Zukunft ist.

CREDITS

Moderation: Ralf Neuhäuser
Musik (Jingle): Jörg Hoewner aka N.A.T (No Animal Testing)
Sprecherin (Jingle): Eva Moysan
Produktion & Schnitt: Stefan Schmidt / futux podcastproduktion
Studiotechnik: Michael Theine-Dimt
Cover Foto: Joshua Fuller​​​​​​​ / Unsplash

WUNSCHGÄSTE UND -THEMEN

Bist Du Architekt:in, Ingenieur:in, Künstler:in, Philosoph:in, Programmierer:in, Wissenschaftler:in? Hast Du einen zukunftsweisenden Beruf, ein Hobby oder Engagement, an dem Du unsere Hörer:innen teilhaben lassen möchtest? Brennst Du für etwas, das die Welt der Zukunft verändern könnte?

Dann melde Dich: ralf.neuhaeuser@streamd.de

Gerne würden wir Dich und Dein Thema kennenlernen und einen Interviewtermin mit Dir vereinbaren.


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 2021-08-16  40m
 
 
00:00
Ihr hört Stream der Radio.
00:04
Das futuristische Duett.
00:32
Music.
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Im Dialog mit Pionierinnen und Visionärinnen über die Zukunft.
00:44
Ja, schönen guten Abend zur fünften Folge des futuristischen Duets. Ähm heute das erste Mal live aus dem Stream Day Radio Studio und äh
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Heute ist mein Gast Stefan Schmidt. Er ist äh seit neunzehnhundertsiebenundachtzig journalistisch tätig und hat seit über dreißig Jahren Erfahrung auch in
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Journalismus zu Umwelt und Klimathemen und wir wollen uns heute ein bisschen drüber unterhalten, wie in den Medien über.
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Wetter, Klima, Phänomene und Veränderungen berichtet wird und wie das in Zukunft möglicherweise besser geschehen kann.
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Dass es eben sachlich bleibt und informativ bleibt und weder Alarmismus noch Pessimismus äh das Geschehen beherrschen. Hallo Stefan.
01:30
Ja hallo Ralf. Die Handkrüge mit dem Visionären ist natürlich gleich ein bisschen dicker, aber das ist der Vorspann hier in deiner Sendung und du hast es angekündigt, Journalismus ist ein Teil bei einer Karriere in den letzten Jahren gewesen. Ähm ich
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bin daneben noch äh tätig als Programmierer, habe aber eigentlich immer wieder journalistisch gearbeitet, habe vor allem damit auch angefangen. Ende der achtziger Jahre in meiner Zeit noch in Wuppertal.
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Bei den Wupper-Nachrichten und habe selber auch ein Stadtmagazin mit herausgegeben und
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Bin dazu eigentlich gekommen hm früh geprägt durch einen Freund meines Vaters, der irgendwann in den ich
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Ja, jetzt muss er dann schon in den Siebzigern gewesen sein, mit diesem global zweitausend, das kennt heute kaum noch jemand, ein ziekelstein dickes Buch.
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In dem im Grunde schon sehr viel von dem Stand, was wir jetzt gerade so erleben, der ist vielen bekannter, da
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ist ja auch schon einiges angekündigt worden, wo, ja, unsere Lebensweise hinführen wird. Und das hat mich damals alles sehr
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beeinflusst. Die Grünen sind vor vierzig Jahren gegründet worden. Da kamen zum ersten Mal Umweltthemen auch stärker in der in der Politik auf.
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Und in so einem Alter, es wird ja eh nicht gegangen sein, mit fünfzehn, sechzehn, spätestens überlegt man sich auch noch von einem gewissen Enthusiasmus getrieben, wo man selber was verändern kann und dann
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Gab's für mich eigentlich nur die Möglichkeit Politik
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oder Journalismus und auch wenn ich das dann über verschiedene Etappen gemacht habe, ja, habe ich da zumindest versucht, in dem Bereich was
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zu schreiben und später eben auch in einer Form zu veröffentlichen. Dann bist du schon genauso lange im Thema wie das behandelt wird, also wo das Siegel die größere Presse dann beschäftigt äh Klimaveränderung und.
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Ja, nicht ganz, aber, aber es ist schon die Zeit gewesen, klar. Also, wir hatten in den achtziger Jahren hatten wir dieses große Sandersunglück am Rhein. Wir hatten zehn Jahre vorher schon Seveso, wo ja wirklich nochmal allen vor Augen geführt worden ist
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was Chemiebetriebe und auch diese chemische Produktion bedeuten kann
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Damit kommen wir eigentlich auch schon zu einem aktuellen Punkt. Also wir haben gerade heute diesen diesen Unfall in oder diese Explosion in Leverkusen mitbekommen, wo wir jetzt zur
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Zeit ja noch gar nicht sagen können, was da genau passiert ist. Das äh geistert ja noch durch die Ticker auf den verschiedenen Nachrichtenseiten. Aber ich denke, es hat uns auch nochmal vor Augen geführt, dass es neben der Klimakatastrophe
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deren Auswirkungen wir nun auch gerade
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auch ganz aktuell erlebt haben. Also diese Woche ist ja im Grunde voll von von solchen Ereignissen. Ich hatte heute noch mit einem äh Freund gesprochen, der aus Ahrweiler auch Bilder geschickt hat davon selber betroffen ist und.
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Es ist unfassbar, äh was da zu sehen und geschehen ist, aber um nochmal auf Leverkusen zurückzukommen.
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Das ist so eine Sache, die haben wir so ein bisschen vergessen, weil wir die letzten dreißig Jahre auch sehr viel Industrie einfach, ja.
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Irgendwo in in die Welt gesourct haben. Wir freuen uns, äh dass hier unsere Flüsse sauber sind und denken über viele Sachen nicht mehr nach, aber wir sind tatsächlich immer noch von solchen Sachen umgeben.
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Ja, da muss ich, glaube ich, kurz nochmal einmal ähm thematisch das äh in die Klammer setzen.
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Umwelt, in den Medien, Umwelt denkt man ja zuerst mal an Umweltschutz, ähm Umweltverschmutzung, aber eben dann auch auf Klima und und Wetter. Äh das heißt, wir haben ja.
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Sozusagen, die langfristig, womöglich menschengemachten äh Auswirkungen, die eben sich in der Klimaveränderung äußern. Wir haben die kurzfristigen Starkwetterereignisse, die durch die.
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Veränderung im Klima ausgelöst sind und wir haben die unmittelbaren Menschen gemachten Katastrophen, die dann meistens auch in in technischen Katastrophen münden.
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Und die alle sind ja letztendlich immer irgendwie Katastrophenszenarien.
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Wo es eine Berichterstattung im Nachhinein gibt, aber eben natürlich auch im Vorhinein womöglich Warnungen und auch im im längeren Diskurs natürlich auch äh
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Entwicklung, wie geht man mit solchen Themen um? Das heißt, es gibt das Akute, das äh das rückblickende und dann diese drei Themen Wetter.
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Und Menschen gemachte Umweltkatastrophe. So klingt das eigentlich nach einer ganz vernünftigen Unterscheidung, klar.
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Ähm der Bereich, in dem wir jetzt hier so arbeiten können, ist natürlich dann eher die Nachbetrachtung oder dass das äh ja Auftruhe so ein einzelner äh Probleme und dann auch vielleicht Lösungen zu finden, was.
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Eigentlich auch in der letzten letzten Jahre bei mir eigentlich eher so ein Ansatz war, als ich
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Hab angefangen siebenundachtzig eben mit diesem Stadtmagazin tatsächlich auch ähm mit Artikeln über Altlasten. Das war damals ein ganz großes Thema Wuppertal bringen noch viele in Verbindung mit dem Bayer Konzern, der da ja auch seine Wurzeln hat und.
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Schon seit Ende des neunzehnten Jahrhunderts natürlich auch eine Menge an Müll erstmal in der Erde vergraben hat und es wurde also in den Achtzigern immer mehr davon gefunden. Man hat immer genauer dann auch Katasterkarten angelegt
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und überhaupt erstmal lokalisiert, wo was liegt
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Ich hab's dann dieses Thema speziell dann nicht mehr so weiterverfolgt. Ich weiß aber, dass damals ganz große, weiße Flecken immer auch noch zum Gelände selber waren, die auch heute noch im Firmenbesitz sind, wo man.
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Auch gar nicht weiter geguckt und und gesucht hat, was sich da äh verbirgt. Und hatte heute auch gerade noch mit dem Kollegen ein Gespräch zu Leverkusen.
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Wo man ja auch noch schauen muss, diese Mülldeponie ist ja auch nicht erst gestern angelegt worden, auf der es da heute zu dieser Explosion gekommen ist. Ich würde aber trotzdem auch ganz gerne nicht nur die
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Berichterstattung, also die Nachbereitung von ähm äh solchen Ereignissen und Katastrophen äh betrachten, sondern die Medien sind auch Teil einer äh sage ich mal Alarmkette. Wir haben ja inzwischen
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die Diskussion über Sirenen, die Katwaren und Nina, Apps und
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Daten, da sind auch die Medien in der Verantwortung, die eben mit zu verbreiten, also auch äh Teil der Warnkette vorher sozusagen.
06:44
Ja, das ist sicher richtig. Äh wir haben natürlich durch äh immer schneller werdende Medien und natürlich auch vor allem durch die zunehmende Bedeutung der der äh Social Media Kanäle
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Da kommen wir, glaube ich, dann später nochmal zu. Ähm eine unheimliche Vermischung, also wo du auch nicht mehr weißt, was ist jetzt Qualitätsnachricht, was ist äh
07:00
eine wirkliche Information, wo ist äh Historie? Das vermischt sich ja auch alles sehr und ich glaube, das macht es auch vielen Menschen immer schwerer, äh hier zu unterscheiden. Dann kommt natürlich dazu, dass in den Kanälen, wo man bestimmte Informationen erwarten würde, dann vielleicht nicht rechtzeitig Informationen kommen
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und man sieht dann auch noch rausfiltern muss
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Genau und da musste sie ihn rausfiltern und und bewerten. Na ja, das ist dann. Also wir haben die Cassandras, die sozusagen immer die Welt untergehen sehen und dann muss man natürlich äh
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dann tatsächlich Meldungen über Twitter und andere Kanäle äh reintickern und dann noch über die Warn-Apps und äh andere Medienkanäle muss man ja äh sehen,
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Was ist jetzt aktuelles Ereignis? Wo muss ich die Ohren spitzen, wo muss ich handeln? Oder was ist jetzt nur allgemeine Betrachtung oder ähm äh Prophecy, ne? Prophet.
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Ja, da ist dann auch die Frage, wie weit äh kann man Medienkompetenz erwarten? Also es ist sicher für viele Menschen möglich und und auch wichtig, aber wen kann man da alles mitnehmen? Also es gibt einfach bestimmte Medien, äh die da auch
07:56
dann wiederum eine eigene Verantwortung haben, äh da nicht alles weiter zu tragen, weil du kannst dich von jedem Medienrezipienten.
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Erwarten, dass er alles dann nochmal aufschlüsselt und und beurteilen kann. Also in der Vergangenheit war's vielleicht stärker so, dass.
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Jeder seine Kanäle hatte seine seine Tagesschau, seine Zeitungen, äh den er dann auch irgendwo vertraut hat, weil dann gewachsenes Vertrauen war, ob berechtigt oder nicht, aber jeder hatte da auch so seine seine äh.
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Ausrichtung
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und äh das vermischt sich immer mehr. Es kommen ständig neue Medien dazu und die Medien leben aber auch von so einem gewissen Alarmismus. Das heißt, es gibt ja bekannten Schlagworte wie Russenpeitsche oder sowas, ein Freund von mir regt sich immer wieder über diese
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dieser Kältebegriff aus dem Wetterbericht, ja. Diese mega Begriffe, die das so hochputschen, äh obwohl's am Ende vielleicht nur ein ähm Sommergewitter war oder oder gut, bei der Russenpeitsche, vielleicht ein kleiner Kälteeinbruch.
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Was. Ja äh inwieweit äh ist da auf der einen Seite die Medienkompetenz der Rezipienten gefragt, aber auch die die Verantwortung der Medien da irgendwie eine eine
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Versachlichung wieder stattfinden zu lassen. Ja und wie weit können die Medien da noch versachlichen? Also es ist ja selbst bei klassischen Printmedien und Sendern, wo ordentliche Trennung zwischen dem äh wirtschaftlichen Teil und dem äh redaktionellen Teil ist.
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Ist es ja trotzdem so, also das hat mir mal ein Journalist aus dem Zeitungsbereich erklärt, dass die inzwischen einfach so getriggert sind durch den Klickbegriff
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Also klar, in der Zeitung wird nicht geklickt, aber du siehst spätestens am nächsten Tag, welche deiner
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Printartikel dann auch im Netz am meisten geklickt haben und das führt natürlich dazu, dass gerade auch jüngere Kollegen ihren Schreibstil verändern, dass die Überschriften anders aufgebaut werden, die dann ganz anders
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triggern, als der Artikel letztendlich dann Informationen wiedergibt
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viele Menschen lesen dann aber nur sehr oberflächlich oder lesen und die Überschrift und dadurch entsteht dann irgendein Blödsinn. Also das hat sich da sicher sehr verändert und das äh wird auch in Zukunft eine große Herausforderung sein. Dann ist da sicherlich auch irgendwo die.
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Gefragt, die dann eben Medienkanäle schafft, die eben schon äh einen Grundvertrauen oder eine Grundsachlichkeit eben haben. Wir haben ja eben äh im Moment gelesen, dass es.
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Das Versagen der Sirenen. Im letzten Jahr war das, glaube ich, äh stattgefunden hat. Dann dieses Casting
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in anderen Ländern schon eingesetzt wird und hier noch verschleppt wird, wo das ein mögliches äh Mittel wäre, schnell und flächendeckend zuverlässig zu warnen.
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Das gehört für mich auch zu Medien, ne? Das ist natürlich äh nicht das journalistische Medium in dem Sinne, aber es sind Medienkanäle, in denen dann äh eine Vorbeugung, eine Warnung und eine Schadensminimierung mit den möglich ist.
10:27
Wollen wir eine kleine Musikpause machen. Warum nicht? Ja. Dafür machen wir heute eine Livesendung. Okay, du hast ja ein paar als Gast ein paar Titel mitgebracht, was hast du dir.
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Ja, ich habe natürlich so ein bisschen geschaut, dass wir so die üblichen äh Titel haben, die zu dieser Umweltthematik auch stehen und ich glaube, da muss man einfach anfangen mit dem guten, alten äh Minigold-Titel.
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So, jetzt haben wir ein bisschen den Status quo festgestellt. Daraus ergibt sich dann natürlich die Frage, ähm wie muss sich der Journalismus, die
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Berichterstattung in den Medien in Zukunft ändern, um sachgerecht und den Krisen, die ja entstehen, auch gerecht zu werden und
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sage ich mal, den emotionalen Aspekt ein bisschen.
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Zu dämpfen. Ja, du hast das vor der Musik her eigentlich schon ganz gut einsortiert. Also wir haben auf der einen Seite so Alarmismus und Pessimismus und auf der anderen Seite müssen wir aber versuchen, immer noch Optimismus zu verbreiten. Und vor allem auch die Chancen zu zeigen. Es gehört natürlich
11:24
gerade in.
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Phasen wie jetzt, also wie in dieser und letzter Woche gehört natürlich einfach auch ein gesunder Realismus dazu. Ich glaube, Optimismus alleine könnte dann auch sehr schnell in so eine Schönfärberei geraten, aber es nützt ja
11:35
nichts, wenn man den Menschen permanent erzählt, was alles passieren kann, wie schlimm alles wird. Ich glaube, das haben viele verstanden, die dies nicht verstanden, verstehen wollen oder aus welchen Gründen auch immer sich dagegen strömen, daraus Konsequenzen zu ziehen. Die wird man jetzt auch
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mit diesem Inhalt kaum noch erreichen. Ähm wir wir kennen das Problem, äh wir kennen auch einen Teil der Lösung, aber ich glaube, ganz wichtig ist, diese Lösung weiterhin
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zu beschreiben, neu zu suchen und auch wirklich zu motivieren daran mitzuarbeiten
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und dann kann diese ganz dringend nötige Veränderung, die wir brauchen, also wir reden jetzt natürlich vorrangig über dieses dieses Klimaproblem.
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Dann kann das auch zu einer interessanten Aufgabe werden. Und ich glaube, da kann man auch Journalismus wieder interessant machen. Es muss nicht immer nur Alarmismus sein, sondern ich glaube, dass auch Themen, die
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über neue Technologien oder über neue Ansätze, es muss ja nicht immer nur technisch sein, das klingt auch jetzt so ein bisschen nach FDP, aber es gibt ja viele Ansätze, also andere Anbaumethoden
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andere Ernährungsweisen und und und. Darüber zu berichten und das darzustellen und damit dann auch wirklich nicht jetzt so exotische Rennprojekte, sondern wirklich aufs äh
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Perspektiven, die zeigen, wie man so eine Gesellschaft wirklich so umbauen kann, dass sie auch weiterhin Spaß macht, darin zu leben und interessant ist. Das können gute Themen sein. Und ich finde,
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das passiert noch zu wenig, da wo es passiert, habe ich aber den Eindruck, das auch ganz gut aufgenommen? Ja, das klingt aber schon nach einem aufklärischen oder nach einem fast nach dem Bildungsauftrag. Du hast auf der anderen Seite gesagt, dass
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Teil äh der ähm
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da vielleicht an der Stelle verloren ist, also die notorischen Leugner oder Verharmloser, die da die Augen verschließen und ja, die Scheuklappen oder den Blick rückwärts gewandt haben, die die erreicht man nicht, gleichzeitig ist natürlich da so ein gewisser.
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Aufklärungsauftrag da dabei, ne? Wie kriegt man das hin, sachlich zu bleiben, für die Leute, die schon offene Ohren haben
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sachliche Information und gleichzeitig aber auch äh die noch abzuholen, die vielleicht äh das Thema noch von sich ja fernhalten.
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Ja, ich glaube, das kann man aber auch in verschiedenen Medien machen und in verschiedenen Mustern, also genauso wie wir heute ja auch sehr verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlicher Ansprache, mit denen kann man das auch sicher mit solchen Themen machen. Also es muss nicht immer wissenschaftlich und ja, sehr intellektuell sein oder so, ja? Also ich glaube, du kannst auch Interesse an solchen Themen aufbau
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bauen über lebendige, interessante Beispiele. Hast du vielleicht in der aktuellen Berichterstattung zum Beispiel um die Flutkatastrophe ähm.
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'ne Berichterstattung gesehen die da sehr positiv. Na gut es wird ja diskutiert welche Lösung sich es anbieten würden. Interessant fand ich das man.
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Gerade in den Städten wird es zum Teil schon gemacht. In Köln ist es schon gelöst worden in, in, in Hotelneubau, glaube ich, äh, wo
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wo man anfängt, Tiefgaragen sucht zu konzipieren, dass sie als Flutungsräume funktionieren. Gut, das ist jetzt aber wirklich nur die Lösung. Das hilft jetzt. Das ist jetzt eigentlich nur noch die Problemlösung. Da sind wir jetzt nicht beim, das fiel mir jetzt gerade dazu ein, weil ich da gerade gestern oder heute noch was zugelesen hatte. Mhm.
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Na ja, nimm den ganzen Bereich der Energieversorgung. Das wird bis heute dargestellt, als ob wir
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da eigentlich nur verzichten müssen und wir hören immer nur, dass wir sparen müssen und äh Energie wird teurer und das ist natürlich nur ein Teil der Wahrheit. Also zum einen äh haben wir ja alle schon seit seit über zehn Jahren.
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Deutlich länger schon schon gelernt, dass unsere fossile Energie ja eh nicht so lange reichen wird. Sie hat jetzt offensichtlich.
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Man muss schon fast sagen, leider, länger gehalten, als wir das gedacht haben, aber wir haben parallel einfach eine Menge äh alternativer Energiemöglichkeiten entwickelt. Dabei rede ich jetzt nicht nur von den Windrädern, wo hier gerade in Nordrhein-Westfalen ja auch eine sehr absurde Diskussion begonnen hat, sondern
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gerade auch Solarenergie ist einfach sehr günstig geworden und kann auf immer mehr Flächen eingesetzt werden, also diese alte Diskussion
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Dächer man noch damit besetzen kann, äh ist schon fast hinfällig. Wir können heute Straßenbelege damit bauen, warum soll man nicht durch eine Stadt wie Düsseldorf auch einen überdachten Radweg ziehen?
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Der entsprechend Dächer aus Solarzellen hat, wo du zwei Fliegen mit einer Klappe schlägst. Also da gibt's ja viele interessante Konzept.
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Ich komme jetzt schon wieder in so einzel äh rein, die du äh die dir und mir ja auch relativ klar sind, weil wir äh einfach den Blick in die Zukunft
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gesandt haben und da
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Erstens äh zum einen sehr offen und und sehr ein breites Blickfeld haben. Ähm aber es sind ja alle diese Themen, die wir heute besprechen sind äh so wie die Coronakrise natürlich sehr.
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Themen werden ideologisch aufgeladen, komplett entsachlich und wie schaffen wir da sozusagen die
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schon bestehende Kluft, die sich schon aufgetan hat durch eine entsprechende Berichterstattung wieder vielleicht zu schließen.
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Unabhängig von den Lösungen, die die werden wir heute nicht äh ausdiskut.
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Ich glaube ein ganz wichtiger Punkt ist, sich nicht von dieser Aufgeregtheit anstecken zu lassen. Mhm. Also es wird ja.
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Von wem auch immer, von Menschen, die in diese Diskussion ganz gezielt auch zum Teil auch Fehlinformationen reinbringen, oft mit einer unglaublichen Aggressivität und Aufgeregtheit argumentiert. Also
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typisches Beispiel, die Umstellung auf andere Antriebe, da kommt sofort das Argument, äh.
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Das Lithiumverbrauchs, also beziehungsweise der Lithiumerzeugung und äh der der zum Teil auch äh extrem hohen Herstellungskosten dieser, also auch im Sinne des CO2-Verbrauchs dieser Fahrzeuge
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was alles richtig ist, da kann man sich auch sehr sachlich darüber unterhalten und äh wird dann auch zu dem Punkt kommen, dass es sicher
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Keine gute Idee ist, jedes Autos heute mit Benzinantriebpferd äh zu einem Elektroauto umzuwandeln. Oder einfach oder dadurch zu ersetzen
16:46
aber wenn diese Diskussion von vorneherein so aggressiv geführt wird und
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du sehr schnell merkst, dass bei deinen Gesprächspeilnehmern dann eigentlich die einzige Lösung ist, dann doch irgendwie bei dem Verbrennungsmotor zu bleiben, dann
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ja, macht diese Form der Diskussion vielleicht keinen Sinn mehr, aber wenn man das sachlich führen kann und und eine vernünftige Diskussion auch in Medien hier führen kann, wo in in der man die berechtigten Argumente aufnimmt
17:09
und weiter gemeinsam dann nach weiteren Alternativen sucht? Also weg vom, vom ja, aber, sondern äh wirklich
17:16
wegen da und gegenüberstellen da und nicht immer wieder die die Keulen schwingen sozusagen in den äh unterschiedlich
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politisch verorteten Medien. Da auch immer wieder die die Fakten reinzubringen. Fakten ist natürlich immer ein sehr sehr schwieriger Begriff, weil natürlich jede Seite für sich.
17:33
Glaube die äh Faktendeutung da zu haben, aber.
17:36
Sachlichkeit ist der Punkt, die Emotion muss raus, diese diese Feindschaft, diese Lagerbildung, die Kluftbildung
17:46
Das muss überwunden werden, um in all diese Themen ein Konsens fähige oder oder zumindest eine Diskussion zu bringen, in der man ähm gemeinsame Standpunkte.
17:56
Ja und ich glaube, dazu gehört auch schuldige zwar schon zu benennen, aber eher
18:01
Prozesse zu benennen und nicht sich auf einzelne Personen zu konzentrieren. Das ist aber ganz schwierig, aber wir haben äh ein sehr häufiges Argument in der Umwelt äh Debatte ist auch seit seit Jahrzehnten ja immer wieder
18:11
wenn jeder vor seiner Tür kehrt, wenn wenn jeder erstmal für sich und wenn Menschen nicht mehr in Urlaub fahren oder kein Auto mehr haben oder dies und und jenes machen, das ist sicher im Einzelnen nicht verkehrt und schadet der äh Umwelt auch nicht, aber die die
18:23
die meisten, die sich da in den letzten Jahren oder Jahrzehnten bemüht haben, haben natürlich für sich immer festgestellt,
18:29
dass die dann in erster Linie Verzicht erleben, sich aber in der Welt nichts ändert, also das Klima da draußen hat sich offenbar in keiner Weise verbessert, auch wenn ich Dutzend Jahre nicht Auto gefahren bin und auch viele andere Dinge wie Flugreisen verzichtet habe. Das ist natürlich Quatsch. Der Einzelne.
18:44
Wirkt zwar in diesem Prozess mit, aber man kann ihm da nicht die Schuld geben. Und das ist, glaube ich, auch so ein so ein Problem, was auch bei einem großen Teil der
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Leser und Hörer und Zuschauer äh auf Dauer auch zu so einer Abwehrhaltung geführt hat, dass in den vergangenen zwanzig, dreißig Jahren diese Diskussion wirklich oft mit so einer
19:03
persönlichen Schuld geführt worden ist. Also ich habe das Gefühl, das hat sich auch so ein bisschen geändert. Also es geht inzwischen häufig zumindest, in so eine Richtung, dass doch mehr als ein.
19:13
Änderungsimpuls zu verstehen, aber wegzukommen von dieser Vorwurfebene. Es ist nun äh unzweifelhaft, dass es auch ein politisches Instrument ist und äh was mehr denn je polarisiert. Es gibt eben
19:24
große Lager, die eben der der alten Wirtschaft ja verpflichtet sind oder sich verpflichtet haben und andere, die eben an
19:32
Veränderung wollen, ich sag das mal versuche das mal ganz neutral zu sagen und das heißt wir sind jetzt natürlich auch in der super speziellen Situation, dass wir natürlich Bundestagswahlkampf haben, da wird werden die Themen auch nochmal neu umrissen und
19:46
äh für sich für sich beansprucht. Das heißt, wir können
19:51
Medienberichterstattung über die Tatsachen an sich, über die Ereignisse an sich gar nicht äh von der politischen Debatte auch mehr trennen.
19:59
Ja, sicher nicht, nein, weil das sind natürlich die Steuerungsinstanzen über die dann auch alles geht und von der diese Polarisierung natürlich auch ausgeht
20:06
Das heißt im Prinzip, wenn ein Medium äh in eine bestimmte Richtung über das über die Ereignisse berichtet,
20:13
macht sie sich natürlich äh möglicherweise gleich verdächtig auch eine eine politische Position zu beziehen. Eine bestimmte Agenda zu verfolgen, ja. Wollen wir nochmal vielleicht einen kleinen Musikbreak machen, bevor wir zum nächsten Thema kommen
20:26
Gerne. Was hast du noch auf wo wir doch jetzt schon wieder zwangsläufig natürlich dann doch wieder so einen leichten Pessimismus drin haben?
20:33
Hören wir doch einfach nochmal RBM mit C End of the World, obwohl die Musik dann letztendlich ja dann auch wieder ganz nett dabei ist, nicht ganz so düster.
20:42
Ja, das
20:45
Ende der Welt, wie wir sie kennen und ich fühle mich gut. Ich versuche jetzt nicht, Michael Stype da zu interpretieren, ob das jetzt äh zynisch oder optimistisch oder pessimistisch ist, aber ich deute das einfach mal optimistisch und sage, das Ende der Welt, wie wir sie
21:00
bisher kennen, kann man ja auch als Neuanfang oder als Wandel in eine positive Richtung sehen. Stefan.
21:05
Interpretation, aber das war zumindest das, was wir uns für heute vorgenommen hatten. Ähm das ganze Thema.
21:13
Doch noch mit zum Restoptimismus anzugehen, obwohl eben die aktuellen Themen ja nun wirklich nicht dazu geeignet sind eigentlich. Ich hatte gerade noch darüber gesprochen, äh dass diese ewige Vorurteilung dieses Einzeln, der alles in der Hand hat und alles verändern kann, als Konsument oder wie auch immer
21:26
so nicht aufgeht. Er stößt dann einfach an an Grenzen. Gleichzeitig ist er natürlich als Teil der Gesellschaft schon in in seinem Verhalten auch.
21:33
Entscheidend, aber er hat's eben halt nicht alleine in der Hand. Was mich auf der anderen Seite oft nervt.
21:38
Da mache ich mir jetzt nicht so viele Freunde mit, aber das ist so eine generelle Verurteilung der Wirtschaft, des Kapitalismus, das ist mal so ein.
21:47
Quasi kaum greifbarer Gegner. Da kann man sich natürlich schön drauf einigen, darauf kann man schimpfen.
21:52
Wir verstehen natürlich auch, glaube ich, beide, was da gemeint ist und äh würden es wahrscheinlich auch in manche Diskussionen dann in in der gewissen Weise mittragen, aber ich nee, also worauf ich hinaus will, ist
22:01
ich glaube, wir haben hier in vielen Themen, sei es unser Umgang mit Energie, mit Verkehrstechnik, wir wir sehen's im Moment an an diesen Beispielen besonders, dass es hier eigentlich um alte, sehr starke und damit sehr vernetzte Industrien geht und auf der anderen Seite durchaus eben auch
22:15
ganz normale wirtschaftliche, kapitalistische arbeitende Unternehmen sind, die aber, ja, zu so einem Wandel, der nötig ist, natürlich auch dringend gebraucht würden
22:23
und wenn du siehst, was zum Beispiel, also ich finde immer ein schönes Beispiel ist, wir haben deutlich weniger Arbeitsplätze in der Kohleindustrie, wo man sich natürlich auch Gedanken drum machen muss, das ist sicher auch in der politischen und auch in der Mediendiskussion
22:35
Du hast es gerade beschrieben, äh dass wir auch in den Medien dann immer sehr schnell diese politischen Pole haben. Da ist äh dieser Teil sicher auch äh zu wenig behandelt worden, führt dann natürlich auch wieder zu Frustration. Aber auf der anderen Seite ist die, ich glaube, fast zehnfache Menge an Arbeitsplätzen neu entstanden im Bereich der neuen Energien
22:51
und da wird wenig drüber gesprochen, da wird dann durch rigorose Maßnahmen, wie jetzt eben zum Beispiel wieder dieses Verbot von Windkraftanlagen in der Nähe von Siedlung, wird eine komplette Industrie kaputt gemacht und da fragt.
23:02
Dann der gleiche politische Partner, um es mal so vorsichtig auszudrücken, gar nicht so besorgt nach den Arbeitsplätzen, ne. Also da da merkt man, dass da einfach so Antagonisten sind und die.
23:12
Etablierten Unternehmen da ihre deutschstärke Rolle spielen. Ja, ich bin auch der Meinung, dass wir
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auch das gesellschaftliche Phänomen und Problem haben, dass in jeder Art von Veränderung vielen Arten von Veränderungen immer erstmal die riesigen Verluste, der Preis, die er gesehen wird, der zu zahlen ist,
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die Chancen. Also ich bin völlig sicher, dass äh
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umweltpolitisch, was ja eine sehr große Klammer ist, ich muss gestehen, ich bin da immer noch so ein bisschen in dem Klimathema verhaftet, aber Umwelt ist ja ein weit weit größeres Thema, was viel mehr umfasst. Was wir heute gerade gesehen haben. Genau und äh da bin ich auch noch gedanklich ein bisschen verhaftet, aber.
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Äh in all den Wandlungen, die jetzt da ähm notwendig sind. Äh es stecken ja auch viele, viele Chancen und äh.
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Muss kein Arbeitsplatzverlust bedeuten, das muss kein Verlust an Freiheit bedeuten, wenn wir versuchen, neue Freiheiten zu entdecken, äh obwohl wir vielleicht alte Angewohnheiten oder lieb gewonnene Gewohnheiten
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dann ablegen müssen, was ja zuerst mal als Beschneidung der Freiheit dann gesehen wird, ne. Ich glaube, im Gegenteil, also ein wirklich
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konsequenter Umbau dieser Gesellschaft, also auch mit entsprechenden Technologien. Alleine im Energiebereich, im im Verkehrsbereich bedeutet natürlich unglaublich viele neue Branchen, neue Arbeitsplätze und damit eben übrigens auch wieder äh in interessante Felder über die Journalisten, Wirtschaftsjournalisten auch berichten können
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es geht dann um die Verteilung, aber es es geht, glaube ich, nicht darum, dass hier Arbeitsplätze verloren gehen. Also der Umbau einer Gesellschaft ist ein hochspannendes Thema.
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Und wie gesagt auch eine Menge, wo man auch äh sehr interessant und und
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wirklich auch positiv optimistisch drüber berichten kann. Ja, würde ich dann gerne persönlich noch eine Sache dazu eingeben. Also ich empfinde das zum Beispiel nicht als äh
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der Freiheit, dass sich seit vierundneunzig kein äh eigenes Auto mehr habe, das ist ja im Moment auch so ein
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Kernthema, der irgendwie die Partei XY nimmt uns die die Autos weg oder oder sowas.
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Den Verbrennermotor oder die individuelle Mobilität oder wie, wie auch immer. Ich habe meine Mobilität umgestaltet und fühle mich dadurch durchaus frei. Ich habe
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Keine Sorge mehr um den Besitz Auto, der gewartet, gehegt, gepflegt, versichert, poliert und gewaschen werden muss, sondern ich benutze ein Auto und bezahle das, so wie ich's eben grade brauche und die Verantwortung liegt.
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Bei jemand anderem und ich zahle nicht für ein Auto, was ich aber nur
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vielleicht einmal die Woche eine Stunde brauche, aber das empfinde ich als große Freiheit und nicht als einen Verlust der Freiheit. Das ist nur ein ganz, ganz kleines Beispiel. Ja, ist aber vielleicht ein ganz schönes Beispiel, weil ich glaube, dass das ähm geht ja vielen Menschen so, die
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das Auto gar nicht, weil sie so unglaubliche Autonarren sind
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Die sollen übrigens gerne ihre Autos behalten, meinetwegen auch ihre entziehen Oldtimer. Das wird eine sehr kleine Gruppe sein und ich glaube, davon muss man wirklich auch weg. Hier, rigoros
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also überhaupt gegen diese Rigorosität, aber Menschen etwas zu verbieten. Aber ich glaube, viele Menschen
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würden's eher begrüßen, wenn sie einfach bequem mit anderen Verkehrsmitteln irgendwo hinkämen oder wie wir es jetzt ja durch andere Gründe haben, auch mehr von zu Hause arbeiten können und, und, und. Und das kann auch nett und schön sein.
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Ja, natürlich, also
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wie gesagt, ich empfinde das als Freiheit und nicht als Einschränkung der Freiheit. Natürlich gibt es Momente, wo ich sage, ach wäre schön, wenn jetzt ein eigenes Auto direkt vor der Tür steht und ich nur einsteigen muss, Schlüssel umdrehen und ich kann genau von A nach B fahren, wie ich das gerne möchte, wann ich das gerne möchte.
26:27
Aber dann habe ich die Einschränkung. Dann stehe ich im Stau, dann finde ich keinen Parkplatz und dies und das, das sind dann natürlich die Einschränkungen der Freiheit, die ein Autobesitzer hat, die ich aber als nicht Autobesitzer nicht habe, weil ich vielleicht ein ganz anderes äh Verkehrsmittel benutze
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entscheidend glaube ich ist, dass wir einfach wirklich diese äh Alternativen als etwas
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Positives annehmen, auch uns überraschen lassen, was sich da alles noch entwickeln kann, was man noch alles machen kann. Die Unternehmen äh aus dieser Branche da auch zu Verbündeten machen und ähm.
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Ich hab's jetzt glaube ich schon mehrfach gesagt, diese Gesellschaft oder die, dieses System, wie immer man das nennen will, so umzubauen, dass es
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mehr Spaß macht, daran zu leben und angenehmer ist. Nicht, dass wir auf.
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Dass das als Verzicht empfinden äh oder irgendwelche Nachteile haben. Aber wollen denn noch ein bisschen zurückkehren zu der Verantwortung oder der Rolle der Medien dabei
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Ich glaube, das gehört einfach zusammen. Wir reden letztendlich hier darüber, um welche Themen es geht und ob man über diese Themen berichten kann. Und ich glaube, um jetzt mal wieder ganz konkret auf die Medienform zu kommen,
27:25
da haben wir auch äh inzwischen eine Menge mehr Möglichkeiten. Wir haben über Onlineformate, über ganz spezielle Themenblocks, die dann zwar
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nicht mehr so große Zielgruppen erreichen, dann aber besonders Interessierte. Wir haben das Podcastformat.
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Wir haben auch neue Radiosender, wie hier Stream DE, indem wir auch äh ganz anders, also alleine so etwas, dass wir eine Stunde lang über sein Thema reden können. Wo man einfach in der Summe dann doch wieder sehr viele Menschen erreicht, die die auch sehr offen für solche Veränderungen sind und auch an Diskussionen teilnehmen wollen.
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Ich glaube, dass wir die Rolle der Medien sein, hier informierend, aber eben auch begleitend tätig zu sein und die, diese Umgestaltung wirklich auch äh darzustellen und und auch wieder aufzunehmen und auch
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der Politik wiederzuspiegeln. Also in mehrere Richtungen zu wirken. Aber neben der reinen Präsentationsform der Vielfalt an Medien, Formaten ähm brauchen wir ja vielleicht auch so eine Art Lotsenschaft. Also ich äh
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kenne immer noch genug Leute, nicht nur der Generation sechzig plus die linear TV gucken, viele davon konsumieren meinetwegen auch noch Netflix, ähm aber das ist zwar nicht mehr linear, ist aber auch nicht weit davon entfernt, wenn man da eine Serie nach der anderen runterbindt oder so, aber sich in dieser großen Vielfalt von Formaten, von Video-Podcasts,
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Podcast, äh Mikro-Podcast.
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Poste, Nachrichtenportalen, Mediatheken mit ihren Sonderformaten, da in den Mediatheken sind ja nicht nur die äh
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das Archiv der linear gesendeten Sendung, sondern auch Spezialformate. In diesem Dschungel muss man sich ja auch lernen zurechtzufinden, also sprich.
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Ist meines Erachtens die Aufgabe der Medien, nicht nur
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zu präsentieren, Content abzuwerfen, wie auch immer, linear oder nicht linear, sondern eben auch eine gewisse Lotsen schafften zu bieten.
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Linie an ähm Medien war das in der Vergangenheit so und wird hoffentlich auch ein bisschen noch in Zukunft noch so bleiben. Also die Richtlinie ahnen Medien haben
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natürlich einen unschlagbaren Vorteil, den man optimistisch zu deuten kann, dass ich mir äh Informationen
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dann besorge, wenn ich wirklich besonders aufnahmefähig dafür bin. Wenn ich, wenn ich grade großes Interesse an diesem Thema habe, kann ich mich da auch ein, zwei Stunden mit auseinandersetzen, mir das anhören oder ansehen. Die pessimistischere Sicht ist natürlich.
29:31
Wann habe ich das wirklich und grade unangenehme Themen schiebt man da auch gerne vor sich her? Also ich glaube, dass es irgendwann auch zu seinem Medienprokrastination kommen kann. Also das dann im Zweifelsfall doch eher die leichtgängigen Unterhaltungsmedien bevorzugst und dich mit diesen Inhalten nicht mehr auseinandersetze. Also ich habe auch also einige Sachen in meiner YouTube-Playliste, die
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die man dann mal schauen müsste, die ich auch bisher vermieden habe, weil sie dann vielleicht.
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Zu runterziehen, zu ernst, zu oder oder auch einfach zu zu fordern sind. Da ist dann anderes mal eben schneller, leichter, ne? Ich glaube, wir sind beide, denke ich, äh schon eher a-typisch, weil wir uns ja durchaus auch den unangenehmen Themen stellen und nicht nur die leichte Kost, die Serie, den Spielfilm oder das Entertainment-Format gucken, sondern
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auch schon gezielt äh Schmerzthemen aus. Ich will jetzt gar nicht so auf die Zielgruppen eingehen, aber so äh ich ich glaube auch gerade in der in der jüngeren Zielgruppe äh ist es ja kaum noch üblich, lineare Medien zu konsumieren, sondern man geht eben durch diese Themen durch und da sind eben auch sehr viele Menschen, die sich schon für
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ich sage mal so eine eine Dokumentation zu einem schwierigen, ökologischen Thema interessieren würden, aber das eben einfach vor sich herschieben
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Ja, weil es ist halt in dem Moment unbequem. Ist ja nur eine Option. Also auf der anderen Seite, es besteht ja, das hatte ich auch gesagt. Also ob
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die optimistische Sicht ist ja eben, dass man, wenn man sich diese Dinge dann anschaut oder oder äh anhört oder liest, dann auch die volle Aufmerksamkeit dafür hat.
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Früher war es dann aber so oder
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ist auch heute noch in klassischen linearen Medien so, dass du dann nach deinem Krimi eben doch nochmal so eine Dreiviertelstunde Panorama geschaut hast, wenn du draufgeblieben bist, was natürlich als wir jung waren, als es nur sehr wenige Sender gab, äh oft die einzige Möglichkeit war, als einzige Alternative gab's dann eben die Kiste auszumachen oder das Radio
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man hat da sicher zwangsläufig mehr mitbekommen, ob das dann aber diese Tiefe hatte oder auch dieses Interesse erzeugt hat, ist dann ja auch die Frage. Ja
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gut, wir sind wieder ein bisschen beim Blick zurück, wir wollen aber den Blick nach vorne. Ja, das ging jetzt um den und neuer Medien, also wir haben ja auch nicht nur die Streaming-Kanäle, ob
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das jetzt die öffentlich rechtlichen, die privaten oder äh reine Internetformate sind, sondern wir haben ja auch die noch jüngeren Generationen, die von Meinungsmachern, wie meine wegen Luisa Neubauer und Greta Thunberg beeinflusst werden, die ihr gleichzeitig aber auch die eben die.
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Generationen sind, äh wie kann man denn in diesen, in den Medien, die diese Generation erreicht
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auch Themen tiefer gehen erschließen, also für mich so wie ich sie wahrnehme, sind sie eben alle sehr, sehr kurzlebig und äh äh
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kurzfristig äh und Kurzformatig, das sind ja oft nur Sekunden, da kann man ja kaum Themen etwas tiefer erschließen, aber wie kann man die sozusagen dann auch abholen.
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Sie vielleicht dann auch mal ein Thema tiefer einsteigen
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Das naheliegende, was an der Stelle natürlich immer kommt, sind die verschiedenen Social Media Kanäle für uns mit Facebook begonnen und äh vielleicht noch über Twitter fortgesetzt als sehr aktuellem Kanal, was wir auch gerade heute wieder gemerkt haben. Dann hin zu Instagram und T.
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Und diverse andere Dinge, die ich jetzt gar nicht mehr so bewusst kenne, aber ich glaube
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sich darauf zu konzentrieren, ist dann auch ein bisschen abgegriffen und äh wird der Sache auch nicht gerecht, was zu wenig gesehen wird, ist, dass es äh inzwischen
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ja auch andere Medienformen gibt, die eigentlich auch erst durch die neuen Medien, also durch durch das Netz erst so möglich geworden sind. Ein Beispiel, wo man vielleicht gar nicht so direkt daran denkt, ist Wikipedia.
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Ja oder andere Verzeichnisse, Informationsportale, in denen ich äh sehr tief
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selber recherchieren kann, was früher nur Journalisten konnten, nicht zu bestimmten Themen sehr, sehr weit einlesen kann. Auch ältere Artikel hervorziehen kann. Ich komme auch da dann von einem Thema zum anderen und und kann mich
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sehr tief in in so ein Gebiet einarbeiten. Das gibt's glaube ich auch für verschiedene Zielgruppen und äh auf verschiedenen Kanälen.
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Da haben wir einfach Online einige Alternativen zu diesen Daily News, die einfach darin bestehen, dass
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irgendwas passiert ist und man reagiert dadrauf und morgen hat man schon wieder die nächste Sau, die durchs Dorf getrieben wird, sondern in in diesen Archiven oder diesen mexikanischen oder portalartig aufgebauten äh Systemen haben wir dann auch wachsende Informationen
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Wichtiger Punkt, müssen wir aber vielleicht gleich noch zu kommen, ähm im im
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Zusammenhang mit der Diskussion, also deutliche Bedeutung der Foren und und solche Themen spielen. Noch eine Frage vor einer letzten kleinen Musikpause wäre es möglicherweise eine gute Idee, so eine Art Profi-Wik
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PDR zu haben, denn die Wikipedia ist ja nicht unumstritten, das heißt, die ist erstens sehr männlich dominiert, zweitens äh
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ist da auch wenn sie den Anspruch einer Neutralität des neutralen hat
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Na ja, wie gesagt, sie ist nicht, nicht sehr divers. Gut, aber das ist jetzt ein ganz anderer Ansatz. Ich glaube, da muss man auch mal ein bisschen aufpassen. Es werden im Moment auch sehr viele Themen miteinander vermischt und wenn man jetzt erstmal unter dem Aspekt der reinen Information ist, äh klar.
34:03
Es würde sicher auch den Wikipediakt äh gut tun.
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Aus noch mehr Richtungen verschiedene Menschen daran mitwirken. Jetzt zu untersuchen, warum die Wikipedia jetzt grade so ist, wie sie ist, würde jetzt wahrscheinlich in den Rahmen sprengen, aber äh es war ja auch nur ein Beispiel, ne. Also es kann ja auch äh völlig andere Formen geben.
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Ich wollte nur weg von den Daily News, also von Informationsmedien, wo von oben immer wieder Neues reingeschüttet wird und du weißt unten schon gar nicht mehr, war da nicht neulich irgendwas mit Madagaskar und brennst eigentlich noch in Australien?
34:30
Weil schon wieder neue Themen da sind. Du kannst gar nicht an einem Thema entlang angeln und auch vielleicht sagen, das ist jetzt dein Thema, an dem du auch die nächsten Jahre vielleicht mitwirken möchtest. Und dir überlegst, ob du da politisch oder
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wie auch immer ähm dich für einsetzen möchtest. Ich weiß nicht, ob ich mich jetzt ins Boomer-Fettnäpfchen setze, aber selbst wir, die ja relativ vogue sind für bestimmte Themen, äh ja, verlieren da tatsächlich äh auch den Überblick und und es ist schwer, Themen dann auch ähm
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sage ich mal so, zu so separieren, dass man eben nicht am Ende wieder in einer ähm.
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Bunten Suppe von Themen landet, aber ich glaube, dass es vielleicht nochmal jetzt ein kurzer ähm in einem Moment für eine.
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Ja, wurde doch von früher sprichst. Ähm was natürlich auch in so eine Liste gehört, ist äh ein Titel von Marvin Gay, Mercy Mercy Me, quasi die Entschuldigung an die an die Umwelt, an die an die Erde. Und ich war ehrlich gesagt erstaunt, dass dieser Titel schon Ende der siebziger Jahre, ich glaube neunzehnhundert äh sechsundsiebzig erschienen ist.
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Ja, willkommen zurück.
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Russischen Duett, unser letzter kleiner Block ähm
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Ja, Stefan, die neuen Medien haben ja schon seit Jahren natürlich auch einen Rückkanal, ähm dadurch unterscheiden sie sich ja ähm von
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den Tageszeitungen, die maximal den Leserbrief hatten und im Fernsehen, also Foren und so weiter, wie kann man die noch stärker in in die äh Berichterstattung einbinden und den Nutzern noch stärker äh eben.
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Möglichkeit geben, zu interagieren.
36:00
Ja, ich glaube, da haben wir jetzt zum Schluss den schwierigsten Teil in dem Ganzen, aber eigentlich auch den interessantesten, weil dieser dieser Rückkanal ist ja das, äh wovon Medienschaffende früher geträumt haben
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oder halbgeträumt. Hm, ja, in der Vergangenheit im Vorfeld
36:13
denkt man ja immer erstmal an die positiven Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Äh ich glaube Brecht hat ja schon das Radio entsprechend beschrieben. Also das ist ein wunderbares Medium wäre, wenn es eben diesen Rückkanal geben würde, was es ja auch über Projekte wie Stream Day oder auch das klassische Bürgerradio ja auch schon seit einiger Zeit gibt, aber eben dann auch immer nur für einzelne Gruppen. Diese Foren zeigen natürlich
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jegliche Art der Kommentierung im Netz zeigt natürlich auch heute inzwischen die Kehrseite, wir haben das Problem der Trolle, wir haben das Problem der sehr aufgeregten Teilnehmer, die dann
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auch ihrerseits nicht mehr für Argumente zugänglich sind äh und sich das dann gegenseitig entsprechend hochsteigert. Ich glaube, das wird für die Zukunft eine der wichtigsten Aufgaben sein. Werden Redakteure dann auch äh mehr Moderatoren, das heißt, sie müssen noch mehr, nicht nur abliefern, sondern auch weiter begleiten.
36:55
Entweder die Redakteure oder spezielle Forenredakteure, die da vielleicht nur eine größere Bedeutung bekommen, wobei Redaktion dann wirklich nicht Zensur bedeutet, sondern wirklich ein steuerndes Eingreifen. Ja, auch ein Dialog.
37:07
Dialog, aber du musst natürlich auch eine Möglichkeit finden, Leute zu begrenzen, die wirklich nur stören wollen oder aus welchen Gründen auch immer, nicht äh an an der Diskussion äh qualifiziert teilnehmen können
37:18
aber wer will sich das anmaßen? Das ist ja wieder das Problem. Und ich glaube, da sind Bewertungssysteme nicht der ganz verkehrte Ansatz. Also ich.
37:24
Bin ja nur in ähm meinem Hauptberuf auch noch äh als Programmierer unterwegs und kenne das
37:30
Aus diesem rein technischen Bereich, dass sich das da sehr, sehr gut etabliert hat, dass man in Foren Fragen stellt und die unterschiedlichen Antworten werden dann entsprechend bewertet und die Bewerter kriegen dann auch andere Punktzahlen, werden also in zukünftigen Antworten auch von vornherein erstmal
37:43
besser bewertet äh oder oder anders wahrgenommen, aber andere haben auch wieder die Möglichkeit, da mehr teilzunehmen. Da geht's jetzt aber nur um Qualifikationen in technischen Aussagen. Da gibt's dann relativ wenig Streit. Mhm. Das wird in einer politischen Diskussion natürlich ganz anders aussehen.
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Ich nehme jetzt einfach als Beispiel mal ein etabliertes Medium wie den Spiegel, wo ich ab und zu im Forum dann auch mal.
38:03
Kommentiere und da gibt es ja Bewertungsmedien, da gibt's im Fall rauf, runter, also als Zustimmung, Ablehnung und zusätzlich noch das Herzchen. Ja, das ist eine kleine Referenz, da freut man sich, wenn man ein bisschen Zustimmung kriegt, aber eine echte
38:14
Sequenz dadraus sehe ich da noch nicht. Also das heißt, die werden einfach zeitlich linear trotzdem dargestellt und ja, man kann möglicherweise aktiv sortieren und die
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populärsten Kommentare nach oben holen, wie man das in Facebook ja auch kann, aber das ist immer noch äh sehr viel
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dem Nutzer überlassen, die diese Bewertung dann vorzunehmen. Also ja, unter Umständen hat dann auch jeder Nutzer eine andere
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Darstellung. Also, ich meine, warum soll das, was, was heute bei Facebook und anderen Systemen wie YouTube äh zum Teil natürlich auch mit sehr negativen Folgen behaftet ist, also dieses Tunnel, dieses in eine bestimmte äh thematische Richtung gelenkt zu werden,
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warum soll man das nicht auch positiv nutzen können, dass du deine entsprechenden Kommentare hast, es geht nicht darum, andere wegzudrücken, aber für dich auch einen lesenswerten Kommentarstream zu erhalten.
39:00
Aber da wird sich sicher auch noch einiges entwickeln.
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Ja, ich glaube, so langsam kommen wir zum Ende. Das war sehr netter Talk mit dir, ein sehr nettes Gespräch, Stefan, vielen Dank, dass du mein Gast warst, bei meiner ersten live Sendung von Das futuristische Duett. Hast du vielleicht noch einen kleinen äh Botschaft, die du unseren Hörern
39:18
zum Abschied mit auf den Weg geben willst. Hätte ich vielleicht vorher darüber nachdenken sollen, aber ich glaube, was wir im Mittelteil schon gesagt haben, äh den Optimismus
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trotz allem zu bewahren, auch an Tagen wie heute, in denen sich die Nachrichten ja wirklich ziemlich überschlagen äh oder oder auch der letzten Woche und trotz äh des ja auch nicht gerade sehr angenehmen Wetters draußen, was ja auch nicht dazu geeignet ist, die Laune zu heben
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Haben wir gerade gehört, aber bleibt trotzdem optimistisch
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es lohnt sich. Okay, dann äh schließe ich mich dem an, seht die Chancen in Veränderung und nicht nur die Risiken. Schönen Abend und auf Wiedersehen.
39:49
Ihr hört das futuristische Duett auf Stream der Radio.
39:55
Music.
40:13
Ansage von.