Spur der Verbrechen

Kaltblütige Mörder, ungeklärte Fälle und Ermittler, die nicht ruhen, bis die Täter entlarvt sind. Life Radio Reporterin Martina Schobesberger spricht mit Polizisten, Richtern, Anwälten und Journalistenkollegen über die spektakulärsten Kriminalfälle in Oberösterreich - von der Bestie von Sierning bis zur kopflosen Leiche von Sarmingstein. Du hast Feedback zum Podcast? Schreib uns an podcast@liferadio.at!

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episode 9: Der Taximord in Gunskirchen [transcript]


20.April 2015. Ingrid wartet auf ihren nächsten Kunden. Sie ist Taxifahrerin und steht mit ihrem weißen Mercedes vor dem Hauptbahnhof in Linz. Um halb zehn am Abend ist Ingrid die erste in der Taxireihe. Sie weiß, der nächste Fahrgast gehört ihr. Ein Mann öffnet die Tür und steigt ein. Eine Gerichtspsychiaterin wird den Mann später bezeichnen als “jemanden, vor dem man die Gesellschaft schützen muss” und er sei „ein Psychopath, ärger geht’s nicht“.


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 2021-09-05  39m
 
 
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Spur der Verbrechen, Oberösterreichs spektakulärste Kriminalfälle. Immer sonntags, alle zwei Wochen ab 71 Uhr. 20 April 2015.
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Ingrid wartet auf ihren nächsten Kunden. Sie ist Taxifahrerin, steht mit ihrem weißen Mercedes vor dem Hauptbahnhof in Linz.
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Geduldig wartet sie in der Taxireihe, bis sie ganz vorne steht. Sie weiß, der nächste Fahrgast ist ihrer. Ein Mann öffnet die Tür und steigt ein.
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Eine Gerichtspsychiaterin wird ihn später bezeichnen als jemanden, vor dem man die Gesellschaft schützen muss. Er sei ein Psychopath.
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Jedes Jahr, wie einen Oberösterreich acht Morde oder Mordversuche verübt. Die meisten werden geklärt, auch wegen dem Mann, der mir gerade gegenüber steht, Erwin Leiter der Tatortgruppe Nordösterreich, also Chef der Spurensicherer. Herzlich willkommen in der Live-Radio-Podcast-Lounge.
00:56
Grüß Gott. Und ich bin Martina Schobersberger, Reporterin bei live Radio.
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Willkommen und schön, dass ihr da seid. Bevor wir dann gleich in den heutigen Fall einsteigen, muss ich unbedingt noch erzählen, es hat eine Hörerinnenreaktion auf den Podcast gegeben und zwar
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wahrscheinlich ungewöhnlichsten Anruf jemals hier in der Live-Radio-Redaktion erhalten. Es hat das Telefon geläutet und dran war eine Person, die mit einem Verurteil.
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Von einem Fall, den wir hier im Podcast Spur der Verbrechen vorgestellt haben, verwarnt ist. Ich sage jetzt bewusst nicht, ob die Person eine Frau oder ein Mann war, sag auch nicht, welcher Fall es ist, ähm aber
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Die Person war am Telefon sehr, sehr freundlich, sehr höflich, aber hat mir halt geschildert, wie schwierig und belastend die Situation auch für die Familie der,
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ist, also die Person hat mir geschildert, wie das damals war, wie ein furchtbarer Verdacht gegenüber, ein ja doch geliebtes Familienmitglied plötzlich auftaucht, wie der dann verhaftet worden ist, äh hat mir erzählt, wie sie auch heute noch Jahre später
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in der Gemeinde blüht angeredet werden, wie sie beschimpft werden im Supermarkt über die Tiefkühltruhe drüber und wie die Familie hunderttausende Euro locker gemacht hat, irgendwie aufgetrieben hat für Gutachten, um die Unschuld des Familienmitglieds
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zu beweisen und ja, in diesem Fall hat die Person gesagt, sie sind 1hundertprozentig davon überzeugt, dass ihr Familienmitglied unschuldig ist.
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Es ist natürlich ein abgeschlossener Fall, das Urteil ist rechtskräftig.
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Aber Erwin wie wahrscheinlich ist es, dass man tatsächlich einen Unschuldigen, eine Unschuldige eingesperrt hat, beziehungsweise wie realistisch ist es,
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dass ein schuldiger Täter die Familie jahrelang belügt und davon überzeugt, dass sie unschuldig ist? Ja, die Täter sind oft selber davon überzeugt.
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Kennen sie das so einreden, dass es selber nicht glauben, dass sie es waren. Und somit können sie sehr gut argumentieren an der Familie, dass sie sicher unschuldig sind.
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Das würde einfach verdrängt von den meisten. Wird von den meisten von vielen Tätern wird das so verdrängt, dass es zum Schluss dann selber glauben, sie sind unschuldig. Obwohl Sachbeweise und alles Mögliche dagegen spricht.
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Auch Geständnis, wo er schon da bei manchen, aber nachher haben sie sich eingerät.
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Dass sie unschuldig sind und dadurch können sie die Familie sehr gut überzeugen und die Familie natürlich auch jede Familienangehöriger glaubt nicht.
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Das sehen Bruder, Schwester oder sonstige Verwandte eine so eine Tat gemacht haben könnte. Mhm,
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Ihrer Erfahrung nach, steht die Familie hinter einem Täter, hinter einer Täterin oder distanzieren Sie die, wie ist es? Die meisten, die meisten Familien, nicht alle, aber die meisten Familien stehen.
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Lange Zeit hinter den Tätern, hinter der Person, weil sie doch Familienangehörige sind und nicht glauben, dass er zu sowas fähig war.
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Mhm. Äh in diesem Fall eben ist die Person davon überzeugt, dass der die Verwandte unschuldig ist, unschuldig im Gefängnis sitzt. Äh was ist nötig, um so einen Fall, der ja juristisch abgeschlossen ist, Nummer neu aufzurollen, wenn es tatsächlich so ist, dass die Person unschuldig ist? Naja, es müssten neue Beweise,
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zutage treten oder ein Gutachten kommen, die sind der Verhandlung noch nicht berücksichtigt worden ist,
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hat jeder die Möglichkeit über eine haben wollt ein Wiederaufnahmeverfahren anzustreben und entscheidet das Oberlandesgericht darüber,
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ob ein Videoaufnahme gerechtfertigt ist oder nicht. Mhm
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wir bleiben an dieser Sache natürlich dran. Jedenfalls, ich hab's sehr, sehr spannend gefunden, dass die Person bei mir angerufen hat, möchte wirklich betonen, die war sehr nett und sehr höflich am Telefon. Es war interessanter, mal diese Seite zu sehen, das wird ja oft vergessen, bei so grausamen Mordfällen gibt's natürlich auf der einen Seite das Opfer und die Opferfamilie, die ein Leben lang damit zurechtkommen müssen, aber es haben ja auch die Täter
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äh äh Familien, die ja jemanden verlieren, den sie lieb haben.
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Sind beide Seiten natürlich die Angehörigen der Opfer ganz speziell betroffen,
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absolut net verstehen, warum gerade mein Sohn, meine Tochter oder ähnliches.
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Und natürlich aber auch die Täterfamilie, die auch sie dir nicht vorstellen kann. Und mit dieser Ungewissheit zu leben, ist natürlich ganz schlimm. Mhm.
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Ja jedenfalls äh wenn ihr draußen irgendwie auch ähm
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das Gefühl habt, ihr möchtet dazu etwas erzählen, ähm habt auch Erlebnisse, ruft sehr gerne an bei mir, schreibt mir eine Mail an Podcast at Liveradio Punkt AT oder hinterlasst mir auch eine Sprachnachricht, ich bin da für jede Perspektive auch äh zu diesen Fällen sehr, sehr dankbar. Aber Erwin Kepic äh lassen sie uns damit jetzt in den heutigen Fall einsteigen
05:29
eine Taxifahrerin wird getötet von einem Mann, von dem eine Gerichtspsychiaterin später sagen wird, das ist ein Psychopath, Ärger geht's nicht,
05:37
Wir gehen zurück äh zu dem Tag, an dem der Fall ins Rollen gekommen ist. Es ist der 20. April 215. Das war am Montagabend, wie war das damals?
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Ja, wir haben am Montag mit kurz nach Mitternacht einen Anruf bekommen, dass bei einem Einkaufszentrum außerhalb von Wels,
05:53
ein Taxi mit einer toten Person aufgefunden worden ist und somit sind wir dann unser Team.
06:02
Rausgefahren, um das Ganze mal anschauen. Wir sind hingekommen auf dem Parkplatz, ist ein Mercedes-Taxi da gestanden, die Türe war geöffnet, der Motor ist noch gelaufen,
06:13
und eine Blutüberschränke.
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Ist im auf dem Fahrersitz gesessen. Mhm. Für uns war natürlich das Oje-Taxi.
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Weil von der Spurensicherung her Taxi das,
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ungünstigste überhaupt ist, weil so viele Personen mit einem Taxi fahren. Wir wissen nicht, wie's gereinigt wird. Wir äh äh haben ein Taxi generell natürlich gegenüber den anderen Fahrzeug,
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hunderte Spuren. Beim anderen Fahrzeug ist immer nur der Besitzer der Angehörigen, auch wenn Taxi
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Ummengen von Leuten damit gefahren. Also für Spurensicherung äußerst ungünstig. Also der Wurstkäse. Genau sozusagen. Mhm. Wer hat denn eigentlich Alarm geschlagen? Er sei salamiert worden, aber hat die jemand gefunden? Ein Passant oder wer hat euch angerufen? Na, das war der,
07:05
Taxiunternehmer, der hat eben keinen Kontakt mehr zu seiner Fahrerin gehabt.
07:12
Und aufgrund der GPS-Daten von der Achse hat er gewusst, es ist ein Rahmen. Rund um Wels unterwegs und deswegen haben wir dann die Streifen ausgeschickt,
07:22
die sollen schauen, ob das der Axel irgendwo aufgefunden wird, beziehungsweise wo das genau steht und was passiert ist. Mhm, also der Chef hat sich Sorgen gemacht um,
07:30
Mhm, okay. Sie haben gesagt, eine Blutüberströmte Leiche am äh Fahrersitz hat man auch gesehen, ähm welche Verletzungen die Person hat oder was da irgendwo eine Ahnung gehabt, was da ungefähr passiert ist
07:41
Ja, ich war dann gleich offensichtlich eigentlich, dass da äh Stichwerkzeug verwendet worden ist,
07:46
vermutlich irgendein Messer, weil sie unzählige Einstiche im Hals, Gesichts und Brustbereich gehabt hat. Das war ja alles nur mitten in der Nacht, äh aber vor einem Einkaufszentrum und da hat dann natürlich alles schnell gehen müssen.
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Ja, wir haben dann äh einmal die Spuren rund um das Taxi zu sichern, was einmal das wir hier mal zum Taxi hinkommen, wir haben.
08:08
Erzählt aufgeschlagen, weil das die nächste ungünstige Situation war.
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Es war ein Einkaufszentrum, wir haben gewusst, ob sieben Uhr früh wird's da voll zugehen mit äh Einkäufer, es san ja mehrere Geschäfte rundherum gewesen. Dadurch haben wir unser Zelt aufgebaut.
08:26
Drüber gegeben.
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Damit zumindest eine Sichtschutz einmal da ist, weil wir nicht gewusst haben, wie lange brauchen wir da für die Aufarbeitung,
08:37
Okay, ähm ich habe dann ein Zelt aufgestellt, wie ist es dann weitergegangen? Genau, wir haben ein Zelt aufgestellt, wir haben dann äh einmal die Spuren rundherum außen am Auto gemacht.
08:47
Und haben dann die versucht einmal Spuren schonend die Leiche aus dem Fahrzeug zu bekommen, auch in ein zweites Zelt aufgebaut,
08:56
und das gute Leiche abgelegt, damit man die Spurensicherung an der Leiche durchführen kann. Mhm. Was heißt Spuren schonend und wie sichern sie genau die Spuren an der Leiche? Ja, wir haben Schutzbekleidung auch,
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Wir wissen genau, wo die meisten Spuren zu erwarten sind und dieser Bereich äh wird versucht, nicht zu berühren.
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Beziehungsweise zu kontaminieren. Mhm, welche Bereiche sind eben dieser Bereiche, wenn man's ist Fahrerin von dem Taxi werden, das heißt, das ist dann der vordere Torso-Bereich,
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Kopfbereich,
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und die Hände fallen. Die Hände werden auch beim Transport, beziehungsweise beim auch abgedeckt, weil äh Abwehrspuren san, damit diese beim Transport.
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Nicht verloren gehen. Mhm, also das wird nicht gleich dort an Ort und Stelle abgenommen oder schon auch? Ja schon, aber erst im Zelt dann äh nicht im Taxi, weil da ist der Platz zu beengt.
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Und daher äh müssen wir's rausheben und beim Rausheben kann natürlich auch viel passieren, weil man das net äh spurenschonen durchführt. Mhm, okay.
10:02
Das heißt, da gibt man dann irgendwie ein Tuch rundherum und a Tuch genäht, weil ein Tuch san wieder Fasern drauf, sondern das ist eine sterile Papiersäckchen. Das sind eher eigens für Spurensicherung. Äh da, das ist ein komplett steril,
10:15
und die werden drübergestülpt, damit da keine Kontakt mit irgendwelcher Hose oder sonst irgendwas ist. Mhm, okay. Und dann haben sie gesagt, ähm
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Tatort ihnen in einem Taxi ist der Alptraum für ein Spurensicherer. Das heißt, äh wie geht man das dann an? Na ja, das ist natürlich das Problem, weil außen an der Achse ist an Fingerabdrücke von verschiedensten Fahrgästen, a DNA Spuren von Fahrgästen und natürlich ihnen dann Faserspuren
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von der Kleidung der verschiedenen Taxige. Daher ist dann ganz schwierig,
10:47
welche sich davon stammt vom Täter, wir haben auch nicht Anfang nicht gewusst, ist der Täter hinten gesessen? Ist der Täter auf Beifahrer gesessen und dafür haben wir auch dann gesagt, okay,
10:58
da holen wir uns an Blutspezialisten von der Gerichtsmedizin Salzburg, damit diese eine Blutspurenanalyse durchführt.
11:08
Wissen, wo ist er gesessen, dass man zumindest einen Bereich ausschließen kann. Okay und was hat diese Analyse dann ergeben, wo ist er gesessen? Die Analyse hat dann ergeben, relativ Beifahrersitz gesessen ist.
11:20
Und daher hauen wir uns mehr aufn Beifahrersitz konzentriert. Die Spurensicherung im Auto selber haben wir nicht vor Ort gemacht, sondern wir haben das Taxi abschleppen lassen,
11:30
Wir haben eigene Garage dafür, wo die Spurensicherung an Fahrzeuge durchgeführt wird.
11:36
Wird vorher immer gereinigt, damit keine Fremdspuren drauf kommen und dort wird dann die Spurensicherung durchgeführt. Mhm. Das haben sie mir letztes Mal schon erzählt. Es gibt da ganz spezielle chemische Verfahren, um da wirklich äh jede Spur sichtbar zu machen. Wie funktioniert das?
11:50
Also in dem Fall haben wir das net gebracht, weil ja die Blutspuren alle sichtbar da waren. Mhm. Ansonsten machen wir mit Chemie,
11:58
Wir müssen das in einen abgedunkelten Raum machen und dort kann man mit Chemie das äh Blut fluistiert dann und gut kann man sichtbar machen, wo ist es nur Blutspur,
12:09
In dem Fall hat ja niemand das Taxi gereinigt.
12:12
Täter versucht und die Blutspuren waren ja alle nur frisch, weil er wir unmittelbar nach der Tat, also nach der Tat schon entladet worden. Mhm, da waren die Spuren alle noch frisch, aber der Täter war weg äh und auch die Tatwaffe war ja nicht im Taxi.
12:27
Parkplatz haben wir dann gleich eine Suchaktion organisiert. Wir haben alle Kollegen vom Umkreis von Wels.
12:35
Die zur Verfügung standen, aktiviert, damit man den Parkplatz, bevor der Besucher Strom kommt, komplett einmal absucht,
12:44
ob der Täter irgendwas weggeschmissen hat oder ob ich noch andere Spuren vorhanden sind. Mhm und da ist ja dann die Tatwaffe gefunden worden. Bei der Suchaktion wurde vom Hund, wir haben ja da auch gleich natürlich nicht nur die Kollegen angefordert,
12:58
sondern auch äh spezielle Blutspürhunde angefordert,
13:02
und hoffentlich ist der Westbahnstrecke, was natürlich nächstes Problem war, wir haben die Wege komplett sperren müssen, aus Sicherheitsgründen.
13:13
Und da muss man immer zuerst warten, bis der Zugkoordinator kommt von der Westbahn, von der ÖBP und dann haben wir die Sperren lassen und dann haben die Hunde.
13:22
Weil die oben in unmittelbaren Nähe hinter einen Zaun waren die Bahngläser. Und ein Blutspürhund hat dann tatsächlich nach einiger Zeit,
13:32
die Tatwaffe gefunden. Mhm, was war die Tatwaffe? Tatwaffe, wohin klappt Messer? Mhm.
13:39
Und leinmäßig würde ich jetzt sagen, habe ich hoffentlich äh Fingerabdrücke und DNA vom Täter. Natürlich wird das gleich angeschaut, das haben wir gleich zu uns ins Spurenrahmen gebracht.
13:49
Und äh angeschaut äh nach DNA und Fingerabdrücke vom vermeintlichen Täter.
13:58
Bei der Suchaktion ist weiter noch ein Kleidungsstück gefunden worden, circa 3hundert Meter entfernt vom Tatort.
14:06
Und ja, es ist wohl eine Jacke und diese Jacke haben wir dann gleich für äh die Medienarbeit benutzt, damit wir.
14:15
Versuchen gar, ob die Jacke irgendwer kennt.
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Und haben auch die Jacke gleichzeitig, weil's natürlich die beste Spur war, nach Salzburg über, überstellen lassen, weil.
14:27
Wir wollten nur unbedingt so schnell wie möglich eine DNA-Spur vom Täter haben.
14:31
Also wir haben jetzt gehabt, Tatwaffe und eine Jacke, die offenbar zum Täter gehört und dann ähm haben sie die Ermittler und Medien ganz groß eingebunden, weil es hat nämlich dann Aufnahmen gegeben vom mutmaßlichen Täter.
14:44
Wir haben gewusst, dass der Axi ist vom Bahnhof Linz weggefahren.
14:49
Und ein Bahnhof Lenz ist ja eine Videoüberwachung installiert und die Kollegen hauen äh dieses Videobänder gesichert,
14:58
und durchgesehen, das war natürlich schwierig, weil äh wann ist der Täter eingestiegen und so weiter und da ist die Jacke dann bei einer Person sofort aufgefallen, also war die Jacke schon sehr hilfreich.
15:13
Nicht nur bei der Untersuchung, sondern auch,
15:16
Auserkennungsmerkmal bei der Videoüberwachung und so hat man dann ein Foto von der Videoüberwachung gehabt, die auch nach Rücksprache des Landesgerichts
15:25
auch veröffentlicht wurde. Mhm. Das haben damals alle Medien veröffentlicht, also das war ja großer Aufruhr, weil wir gewusst hat, in Oberösterreich läuft irgendwo ein Mörder frei herum. Das war eine Jacke der Marke Smoke Schwarz-Weiß mit der Aufschrift West Hill 1982 Scotland
15:41
S, matten auch gewusst ungefähr durch die Aufnahmen aus der Überwachungskamera, das ist ein nicht besonders großer Mann, also es hat dann auch Personenbeschreibungen gegeben.
15:50
Ja, wir haben natürlich aufgrund der Überwachungskameras der verschiedensten Überwachungskamera auch eine ungefähre Größe feststellen.
15:58
Und erhielt bessere Beschreibung. Äh natürlich auch noch finden zu dem Zeitpunkt haben wir noch nicht gewusst, wer die Person wirklich ist,
16:06
Das ist erst dann über die DNA dann ausgeforscht worden. Genau und das war genau in diesem Fall wirklich eine Premiere. Da hat äh die DNA wirklich revolutionär schnell eigentlich für den Durchbruch gesorgt. Wie war das?
16:17
Ja, das ist, Gott sei Dank haben die Gerichtsmediziner in Salzburg eine Nachtschicht, kann man sagen, eingelegt.
16:24
Damit die DNA so schnell wie möglich ausgewertet werden kann.
16:29
Und äh DNA Auswertung ist es eher Material äh der Art verschieden lange. Bei Blut geht's schnell, aber in dem Fall haben wir nur Hautschuppen gehabt, die Hautschuppen waren von der Bekleidung auf der Jacke drauf.
16:43
Und diese Hautschuppen sind dann analysiert worden und wir haben relativ schnell.
16:49
Ein Profil gehabt, das Profil ist dann in die DNA-Datenbank, beim Bundeskriminalamt in Wien eingestellt worden,
16:57
und die Kollegen haben relativ rasch eine Treffermeldung bekommen und uns dann sofort informiert. Ja und so ein DNA-Treffer ist natürlich der totale Jackpot für die Ermittler, oder? Ja, natürlich haben wir, waren wir dann sehr froh,
17:10
weil in dem Fall haben wir ja auch einige Rückschläge gehabt.
17:15
Normal mit einer Videoüberwachung ausgerüstet gewesen. Diese hat aber leider nicht funktioniert.
17:23
Wir hätten ja am Anfang gehofft, wir kommen hin und haben sofort ein Bild, ein Großbild vom Täter. Es war aber dann leider nicht so,
17:30
doch schon ein paar Jahre in Gebrauch war und man hat die Videoanlage nicht gewartet im Taxi. Hm, das ist vielleicht Anregung für Taxibetreiber in Oberösterreicher ihrer eigenen Sicherheit zuliebe diese Dinge gut zu warten.
17:45
Ja, richtig, weil wir haben natürlich das öfter das Problem,
17:48
Überfälle und weil wir dann natürlich im Auto eine Überwachung hätten für die Fahndung und für die Beweisführung wäre das natürlich super. Mhm, also Videoüberwachung im Taxi,
18:00
Ist leider Fehlschlag. Ja, war leider da der Fehlschlag, wie gesagt und daher haben wir uns auf anderen Sachen konzentriert,
18:07
Der Durchbruch war dann die DNA. Mhm. Die Ermittler haben dann einen Namen gehabt, die DNA-Datenbank hat gesagt, Treffer. Genau. Wer ist der Gesuchte?
18:17
Mehrmals vorbestrafter Mann gewesen, der schon einige Delikte gehabt hat.
18:25
Und aufgrund dieser armen Geburtsdaten, was da drin steht, äh haben die Ermittler dann.
18:33
Intensive Fahndung begonnen, im Bereich Wels.
18:38
Und auch nicht nur im Wels, sondern auch war der Täter stammt aus der Steiermark, auch in Steiermark, wurde sofort Verhandlungsmaßnahmen eingeleite.
18:48
Mhm. Sie haben gesagt, ähm der Täter ist mehrfach vorbestraft. Also da sind auch wir Medien dann informiert worden, dass das wirklich ein ein extrem gefährlicher Verdächtiger ist, der da gesucht wird.
18:56
Nur dass man ein gewisses Gefühl dafür hat, ein 46-jähriger Mann wirklich eine gescheiterte Lebensgeschichte hat, äh mehr als die Hälfte seines Lebens im Gefängnis äh verbracht, ist schon einmal wegen Mordes verurteilt worden, hat mit ungefähr zwanzig
19:09
schon seine damalige Freundin ermordet in Graz, er hat seine Freundin, er wirkt angeblich, also da gibt's
19:15
bissel widersprüchliche Angaben, äh weil sie im im Bett beleidigt hat oder es gibt doch Angaben, dass er angeblich mit dem Sex nicht zufrieden war, dass es einen äh Streit gegeben hat, hat dann
19:25
in einem Kasten versteckt, ist damals erwischt worden, ist äh zu zwanzig Jahren
19:30
Haft verurteilt worden ist wieder herausgekommen, ist aber dann sehr schnell wieder irgendwo auffällig geworden, es hat dann einen
19:38
Taxiüberfall gegeben, äh mehrere andere Delikte, ist dann wieder ins Gefängnis gekommen, also hat wirklich
19:44
ja im Grunde sein ganzes erwachsenes Leben im Gefängnis verbracht und es hat sich dann auch herausgestellt, dass er eigentlich noch net so kurz wieder auf freiem Fuß ist, er ist nämlich eigentlich nur zwei Monate vorher, nicht einmal zwei Monate vorher, das letzte Mal entlassen worden,
19:57
Ende Februar, äh diese Tat ist jetzt im April verübt worden und man hat ungefähr gewusst,
20:04
wo sich äh der Mann aufhält, weil er ja betreut worden ist. Also nach seinem Gefängnisaufenthalt. Ja, man hat gewusst natürlich, man hat Rücksprache dann natürlich auch.
20:13
Mit dem letzten Gefangenenhaus, wo er das letzte Mal aufhältig war, wie die Entlastung erfolgt ist. Das Ende Februar erfolgt. Mhm. Und wer sich um ihn kümmert, welche Sozialeinrichtung,
20:26
Und da ist man dann relativ schnell, hat man ja vorhin, dass das eine soziale Einrichtung in Wels sich um diese Person und den Täter kümmert.
20:35
Natürlich dann relativ schnell von dieser Organisation die Adresse, die Wohnadresse bekommen, allerdings hat er in dieser Wohnade nicht gewohnt.
20:45
Aber dort hat man dann erfahren, er haut in eine Hotel in Wels Unterschlupf gefunden.
20:52
Aber im Hotel wurde er auch nicht auffällig. Und der Herr ist eine allgemeine Fahndung,
20:58
besonders intensiv durchgeführt worden. Mhm, das ist ja ein spannendes Detail. Er hat ja unter seinem echten Namen in dem Hotel eingecheckt. Ja, er hat uns also seinen echten Namen, hat Gelegenheitsjobs gehabt.
21:10
Und haut auch mehrmals im Hotel bezahlt.
21:14
Er haut aber die Hotels immer wieder gewechselt, weil dann das Geld ausgegangen ist und ist dann in ein anderes Hotel gegangen,
21:21
da wieder also man hat den Namen gewusst, man hat gewusst, wo er sich ungefähr aufhält, wie haben die Ermittler versucht, den Typen tatsächlich zu schnappen? In den Hotels in Wels sind überall die Kollegen hingefahren,
21:36
haben die Rezeption informiert und haben gesagt, wann wieder kommt, bitte sofort anrufen. Und so ist auch Polizei dann verständigt worden
21:44
wieder zurückgekehrt ist. Bücher Hinweise oder oder Tipps äh geben Sie da a jetzt diesen Rezeptionisten, Rezeptionistinnen, die da in dem Hotel arbeiten, wenn Sie wissen,
21:55
da kann vielleicht ein Mörder aus und eng gehen.
21:57
Ja natürlich äh wir sagen dann nicht drauf ansprechen, keine Vorhalte machen, also nicht irgendwo fragen. War bist du das wirklich gewesen oder sonst irgendwas, sondern ganz normal, wie sonst auch immer äh bedienen
22:10
und dann heimlich.
22:12
Ohne dass sie alles mitkriegt, die Polizei zu verständigen. Mhm und in dem Fall ist das passiert. Und da ist es genauso passiert und die haben richtig gehandelt. Mhm. Man hat jetzt gewusst, in dem Hotel ist dieser
22:23
potentielle
22:24
Mörder drinnen in dem Hotelzimmer. Wie geht man das als Ermittler an, den festzunehmen ohne A irgendwelche Mitarbeiter, Zivilisten zu gefährden oder sich selber zu gefährden? Wie wird so ein Zugriff geplant?
22:37
Behindert, wenn Gewalttäter eigentlich, wird die Kobra verständigt,
22:40
Die Kobra macht, schaut sich dann dann das Gebäude ganz genau aus, wie der Plan besorgt von dem Gebäude, damit wir niemanden anderen gefährdet und man wartet da auf,
22:50
beste Zugriffsmöglichkeit, die kann entweder sein im Hotelzimmer, die kann sein von der das Hotel verlässt oder wenn ein Hotel kommt
22:59
immer individuell verschieden. Das wird aber die vom Zugriffsteam der Kobler äh immer genau gecheckt. Mhm. Wie geht es dann, treten die dann die Tür ein und stricken den sofort nieder oder wird man dort testen? Angeklopft?
23:14
Der Überraschungsangriff ist immer die beste Variation, weil beim Überraschungsangriff kann der Täter nicht reagieren, kann er nichts vorbereiten oder sonst irgendwas,
23:24
und es kommt immer drauf an, die Tür aufgetreten wird so weit wie möglich vermieden, sondern man nimmt ein Schlüssel von der Rezeption,
23:33
und macht lautlos, wann's möglich ist, die Türe auf und stürmt dann herein, man mühnet die ganze Einrichtung vom Hotel zerstören, wegen Zugriff.
23:45
Das ist im Fernsehen kommt das gut an, aber in der Realität wird das so geschaut.
23:51
Durchgeführt. Mhm. Aber es ist tatsächlich so. Es stehen dann da quasi diese schwerbewaffneten Spezialkräfte im Gang, ganz leise? Ja, sperren die Tür auf? Ja, die sind vermummt natürlich, mit Schutzwesten, mit Helm,
24:05
schwer bewaffnet und natürlich, da geht's ja auch um die eigene Sicherheit. Man weiß ja auch nicht, ist das Gegenüber bewaffnet.
24:14
Leistet der Widerstand und so weiter und drum wird das alles vorher abgecheckt. Die Kobra hat immer auch eine Schutzausrüstung an. Mhm. Und wie war's in diesem Fall?
24:24
Fall war's genauso, also die Kobra hat das Zimmer betreten, Täter fest genommen, ohne Widerstand.
24:31
War überrascht, ob er er hat schon damit gerechnet, wer in den Medien auch,
24:37
sein Bild schon gesehen hat. Okay, das heißt, sie hat gewusst, ihnen nach ihm wird gesucht. Genau. Und er hat schon überlegt, ob er sich nicht stellen sollen. Mhm. Äh und hat aber dann gelesen eben, dass man Untersuchungen ausständig sein, dass sie doch das Wort da ab,
24:50
Also und er holt auch.
24:53
Gewesen, zu Fuß von Wels nach Linz zu Fuß hingegangen und wieder zurückgegangen und so immer wenn er ein Taxi gesehen hat, hat er sich sofort versteckt,
25:05
wer eben glaubt. Man kennt ihn schon.
25:08
Und er wollte nicht, dass er da von irgendwem überwältigt wird. Mhm, okay. Also ein Verfolgungsmann hat er schon gehabt. Mhm,
25:17
Ja und der ist natürlich dann vernommen worden, hat er das Ganze dann zugegeben. Ja und alles ganz genau zugegeben, wie's wo er das Ganze von Anfang an und das Ganze ist auch mit einem Spurenbild, hat das übereingestimmt,
25:30
Also man hat relativ breit gewusst, ja ja komplette Wahrheit und,
25:36
er berichtet über die Emotionslos, über den ganzen Fall. Mhm. Das erste Mal hat dann gewusst, was ist denn dann tatsächlich an diesem Montagabend am 20. April passiert? Ja, am Montag hat er den Entschluss gefasst, dass er das ein Taxi überfallen wird.
25:51
Und auch nach seinen Angaben auch schon einen Schluss gefragt, dass äh äh den Taxifahrer oder Fahrerin auch äh töten muss,
26:01
erwischt wird. Das war von vorneherein klar. Das war für Ehren von vornherein klar, als wäre ich mit dem Vorsatz schon hingegangen. Er ist dann von Wales zu Fuß Vertrauen entlang.
26:13
Bissel ins Gange, am Bahnhof und am Bahnhof hat er sich das kriegen das Kurios, aber das schönste Taxi ausgesucht.
26:23
Sondern er wollte das schönste Taxi haben, weil er.
26:30
Am Autofetisch ist, ist.
26:33
Und unbedingt einmal mit einem schönen Auto mitfahren wollen, weil das hat die Möglichkeit, ja, in seinem Leben ja noch nicht gehabt. Drum hat er gewahrt, bis genau dieses Taxi an erster Reihe gestanden ist.
26:48
Und erst dann äh ist er in das Taxi eingestiegen.
26:52
Und hat das Taxi nach Wels dirigiert. Also das hat überhaupt nichts mit der Taxifahrerin zum Dorn gehabt, dass sie ein leichtes Opfer gewesen wäre oder irgendwas. Na, nach schönen Ansagen.
27:03
Englisch gar nicht, sondern das ist nur, weil einfach das das schönste Taxi war. Mhm.
27:09
Und er ist dann eingestiegen? Er ist dann eingestiegen in das Taxi und die beiden sind nach Wels gefahren.
27:17
Und dirigiert, außerhalb von Wels zum Einkaufszentrum und beim Einkaufszentrum hat er dann, wie sie stehenbleiben ist.
27:27
Und das Vorgeld verlangt hat, hat er dann sofort das Messer genommen und mehrmals auf das Opfer eingestochen.
27:37
Mhm.
27:38
Und hat dann Beute gemacht, aber eigentlich sehr, sehr wenig. Ja, er haut eigentlich eine geringe Menge Bargeld nur, weil im Taxi selber.
27:48
Im Fahrgastraum, wo kaum ein Geld da. Die Taxilenkerin hat das Geld im Kofferraum gehabt. Das hat er natürlich nicht wissen können.
27:57
Und ob ähm Fahrgastraum ist noch ein Laptop gewesen und ein Laptop hat er auch an sich genommen. Mhm, also geringe Bargeldnehmer muss ich sagen, das waren 60 Euro für die diese Frau getötet worden ist. Genau. Also und einen alten Laptop.
28:12
Unmittelbar geflüchtet und da hat er gesehen bei der Flucht.
28:18
Dass seine Jacke blutig war und drum hat er die Jacke dann in den Strauch verstecken wollen. Also äh in der Nähe vom Tatort.
28:27
Messer hat er übern Zaun geworfen, auf die Gleise, weil sie dachte, der Vater Zug dann rüber und dann ist das Messer weg.
28:36
Und ist dann in Richtung Traun weiter geflüchtet und bei der Trauung hat er sich die Hände gewaschen, der seine Jeanshose.
28:46
Die achtblutig war gewaschen und nachdem er sich gewaschen hat, ist er in sein Hotel zurückgekehrt.
28:53
Nächsten Tag ist er mit der Beute nach Linz äh äh zuwider zu Fuß gegangen, also wieder seinen Weg der Traun entlang.
29:03
Und in Linz ist es an direkt ins Dorotheum gegangen, dort wo ich deinen Laptop äußern mhm. Aber ja,
29:11
Angestellte von hat gesagt, dass das so der ist nichts mehr wert und hat auch keine und daher kriegt er da gar nichts mehr dafür.
29:21
Daher hat er das einen Laptop dann in die nach seinen Angaben in die Donau geworfen. Mhm. Und hat sich in längst noch ein bissel aufgehalten.
29:31
Geschlafen.
29:35
Unter irgendeiner und ist am nächsten Tag wieder nach Wels zurückgegangen,
29:43
eingetroffen ist, da ist er dann festgenommen worden. Mhm. Mein jeder Mord ist sinnlos, aber ein Mord für sechzig Euro und der Schrottcomputer, also das ist.
29:54
Pfui. Und er hat. Er hat ja einfach nur Geld gebracht für die Hotels oder wie. Gött braucht fürs Hotel.
30:00
Sozialunterkunft hat er sich nicht wohl gefühlt, wollte heute immer im Hotel schlafen.
30:06
Und da hat er wieder und darum hat er den Entschluss gefasst. Mhm
30:11
Es ist dann zum Protest gekommen, er ist dann auch untersucht worden von einer berühmten Gerichtspsychiaterin und die hat dann äh gesagt, Zitat, er ist äh jemand, vor dem die Gesellschaft äh geschützt werden müsse. Er ist ein Psychopath, Ärger
30:23
geht's nicht. Also das hat wirklich die Psychiaterin davor Gericht gesagt und der Verdächtige hat selbst vor Gericht gesagt,
30:30
dass er in Freiheit irgendwo sich nicht richtig aufgehoben fühlt eigentlich.
30:35
Beschuldigte in der Info ist ja kein Verdächtiger mehr, sondern ist schon Beschuldigter. Ja. Äh hat sich.
30:43
Nach seinen Aussagen nie, nachdem er noch 20 Jahre gesessen ist.
30:51
Nie richtig wohlgefühlt in Freiheit. Er ist nirgends angekommen, wie man so schön sagt. Und er hat das auch selber gesagt.
30:58
Das Einkommen hat einem gefühlt, er hat keine sozialen Kontakte gehabt. Deswegen hat er ja auch das Problem gehabt.
31:07
Dass er sie im äh Sozialheim, wo er untergebracht worden wäre, auch nicht wohlgefühlt hat, wähler lieber alleine war, als mit Kontakt mit anderen gehabt hat. Mhm.
31:18
Er ist dann verurteilt worden äh lebenslang erhofft und ähm auch eine Einweisung in eine Anstalt für geistig abnahmerechtsbrecher, das heißt der Kunde nimmer raus eigentlich.
31:28
Mal die auf in Österreich ist ja auch der normal zwanzig Jahre.
31:35
Ein bisschen lebenslang kriegt, kann es immer wieder sein, dass ein Drittel der Strafe erlassen wird.
31:41
Wir haben einige, die äh wegen Mord schon verurteilt worden sind und nach dem nach zwei Dritteln äh der Haftverbüßung wie dem san. Aber wenn eine Einweisung hat für geistige Rechtsbrecher dazu,
31:56
dann ist natürlich immer wieder einer beantragt, dass er entlassen wird.
32:01
Eine Untersuchung notwendig von Psychiatern und da entscheidet eine Kommission mit Richter,
32:08
und Psychiatern ob eine Entlastung wieder möglich ist. Mhm. Also er kommt eher nicht mehr raus. Mhm.
32:17
Okay, das Revolutionäre an diesem Fall war ja, dass das erste Mal in Oberösterreich die DNA-Datenbank direkt zum Verdächtigen geführt hat, den Namen ausgespuckt hat und äh die Ermittler dann gewusst haben, nach wem sie eigentlich suchen müssen,
32:29
Innerhalb von 27 Stunden haben sie gesagt, also sehr, sehr schnell. Wie funktioniert denn diese Datenbank eigentlich? Wer ist da drinnen, wie kommt man rein und ist May DNA da vielleicht auch drinnen?
32:40
Nein. Außer ich weiß es bei Ihnen ja nicht, außer Sie haben eine.
32:45
Strafbare Handlung gesetzt, die mit mehr als einjähriger Freiheitsstrafe bedroht ist. Mhm.
32:51
Dann kommt man erst in die Datenbank. Das heißt, da kann man Fingerabdrücke werden abgenommen, Lichtbilder werden schon angefertigt und ein Mondhöhlenabstrich.
33:01
Und dann kommt man mit den Mundhöhlenabstrich, wie es von der Gerichtsmedizin in Innsbruck analysiert und diese Daten kommen dann in die Datenbank vom Bundeskriminalamt.
33:11
Man kann jederzeit natürlich eine Löschung behandeln, weil man unschuldig da reingekommen ist oder beim Gericht freigesprochen wird, dann wird eine Löschung durchgeführt. Wir haben zur Zeit die drittgrößte Datenbank in Europa,
33:25
und wir haben über 280.000 Personen in dieser Datenbank drinnen,
33:31
und haben insgesamt über 30.000 Delikte schon aufklären können. Mit DNA, die wahrscheinlich ohne DNA nicht aufgeklärt werden, hätte die können.
33:42
Unter anderem auch.
33:45
170 Morde der Bestehen der Datenbank. Zum gesagt, der Rhein kommt jemand, der für eine Tat verurteilt worden ist, auf die ein Jahr oder wie
33:55
Verdacht steht, eine vorsätzlich strafbare Handlung begangen zu haben, die mit mehr als einjähriger Freiheitsstrafe bedroht ist.
34:05
Okay, aber wenn sie jetzt zum Beispiel an einen Tatort kommen und dort DNA finden, nicht genau wissen, zu wem gehört die, kommt die trotzdem da irgendwie rein oder? Das ist dann die Spurendatenbank.
34:17
Und alle Spuren, die gesichert werden, kommen in diese Datenbank und die Datenbank vergleicht zuerst einmal in Österreich.
34:28
Ob der in Österreich schon einliegt.
34:31
Und bei gewissen Delikten auch international. Das heißt, aufgrund des Schengener Abkommen können die Profile einer DNA Spur.
34:42
International abgeglichen werden. Also Schengen in Europa, ja. Mhm.
34:48
Ob er jetzt äh USA zum Beispiel ist da nicht dabei? USA ist beim Schengener Vertrag nicht dabei, aber auch USA oder fast alle Länder auf der haben eine DNA-Datenbank,
34:59
und über Gerichtsauftrag kann es auch in den USA abgeklärt werden,
35:04
ob die Person in der USA einlegt. Mhm. Ob man dann natürlich ein Ergebnis kriegt,
35:09
natürlich auch von den jeweiligen Gesetzen, weil jedes Land hat dadurch andere Gesetze,
35:15
Bei manchen Ländern ist es so, dass erst ab einer von fünf Jahre oder zehn Jahre je nachdem, was das ist. Beim Mord natürlich kann man international die Taten.
35:26
Mhm. Woraus können Sie überall,
35:29
DNA gewinnen, also reicht da, irgendwo schon a Fingerabdruck, wo ich auch mal irgendwo was angriffen habe und sie können da den auch rausziehen oder muss ich da irgendwie mehr hinterlassen? Ja, in Österreich eingeführt wurde, achtundneunzig,
35:43
Da hat man nur Blut machen können.
35:46
Und die DNA äh Analyse hat sich auch weiter entwickelt. Und mittlerweile genügt ein einziger Hautschuppen, der Hautschuppen, wenn man verliert, ist im Nanobereich.
35:58
Also ganz winzig kleine Spur und auch diese ist zum Auswerten. Das heißt.
36:04
Irgendwo einen Gegenstand ganz fest angreift und der ist rau, dann bleibt ein Haarschuppen zurück und diese, da ist halt die Kunst, dass man weiß, wo der Täter hingriffen,
36:15
und diese Hautschuppen sind auch DNA verwertbar. Das heißt, wir haben jetzt nicht nur Blut.
36:22
Oder irgendwelche anderen Körperflüssigkeiten, sondern es gingen jetzt auch Haare, Hautschuppen.
36:31
Für eine Analyse. Mhm. Ist es möglich, dass ein Täter einen Mord verübt und einen Straftat verübt ohne DNA zu hinterlassen?
36:40
Möglich ist alles, aber er müsste dann schauen, komplett steril angezogen sein,
36:46
mit Artenschutzmaske, mit äh Handschuhe und, und, und. Und selbst da ist es möglich, dass er trotzdem noch ein DNA hinterlässt. Mhm. Also eigentlich kaum möglich. Natürlich ist die Kunst darauf.
37:00
Auch diese DNA zu finden,
37:03
natürlich.
37:13
Diese herauszufiltern, dass die vom Täter stammt. Und drum schaut man vorerst einmal.
37:22
An Gegenstände, was sicher vom Täter stammen, wenn die Jacke oder das Messer, da hat man dann gute Chancen.
37:31
Wirklich die DNA nur vom Täter drauf ist. Und umgekehrt äh hat die DNA-Datenbank auch schon mal einen Unschuldigen aus dem Gefängnis rausgeholt?
37:39
Mehrfach schon. Also wir haben zum Beispiel aufgrund.
37:43
Angels Hinweises, noch kein Schraubüberfall und eine Überwachungskamera, wo sie dann zu Vater gemeldet hat.
37:53
Das könnte mein Sohn sein.
37:55
Und aufgrund der DNA Spuren ist aber dann hundertprozentiger Ausschluss gewesen und man hat den richtigen Täter in der Datenbank drinnen gehabt.
38:05
In dem Fall war es aber so, sie haben beide ziemlich ähnlich ausgeschaut zum Verwechseln ähnlich,
38:11
gehabt hätten, hätte es sein können, dass da.
38:15
Der Bursche, der ja aufgrund von Personalbeweis von mehreren Zeugen identifiziert worden ist, angeklagt worden wäre.
38:22
Und so ist ein Freiheit. Und so ist ein Freiheit aufgrund der DNA relativ schnell. Ich meine, er ist gar nicht verhaftet worden, weil man das dann relativ schnell gehobt haben.
38:31
Und da gibt's mehrere Beispiele dafür. Also es ist nicht nur zu Belastung, wie bei alle Spuren,
38:37
Belastung oder Entlastung. Vielen Dank fürs Interview, Erwin, Leiter der Tatortgruppe Oberösterreich. Gerne.
38:45
Ja und in der nächsten Episode ist wieder der letzte Gender-Marie-Kommandant Oberösterreichs mit dabei, Manfred Schmidbauer und erzählt uns im Podcast von einem der brutalsten Verbrechen der österreichischen Kriminalgeschichte überhaupt. Es geht um die
38:57
Zöllner Morde von Architekten, die zwei vorzeitig entlassene Schwerverbrecher mordend und raubend.
39:03
Durch Oberösterreich ziehen. Spur der Verbrechen, Oberösterreichs spektakulärste Kriminalfälle. Immer sonntags
39:12
alle zwei Wochen ab 7zehn Uhr.