Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1580: Nicht Farblos [transcript]


Nicht Farblos. So ganz und gar nicht farblos. Weder die Gemälde hier an der Atelierwand noch der Mann, der mir gegenübersitzt und den ich euch gleich näher vorstellen möchte. Beziehungsweise, das macht er selber.

Ich sitze hier zwischen großformatigen Farbfeuerwerken, die doch an der ein oder anderen Stelle Schattenseiten erkennen lassen. Und sie sind nicht reglementiert auf die Wand, sondern sie greifen über auf Boden und Decke. Ich habe das Gefühl, dass ich Teil von ihnen bin und irgendwie meinen Moment hier in ihre Geschichte einbringen darf. Aber auch das kläre ich gleich.

Ursprünglich hat mein Gegenüber Architektur studiert, vermutlich spielen Gebäude deswegen eine größere Rolle als der Mensch.

Ich bin mir auch noch nicht ganz sicher, ob ich euch die Bilder als abstrakt, surreal oder figurativ beschreiben soll… vielleicht spielt das auch einfach keine Rolle. Finden wir es doch heraus und lassen Ugur Ulusoy selbst zu Wort kommen.

 

 


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 2021-09-10  36m
 
 
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Music.
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Zusammen und herzlich willkommen zu meinem Pod.
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Die Leichtigkeit der Konz. Über euch als hörende freue ich mich ganz besonders.
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Und ich freue mich, euch meinen heutigen Kulturpartner vorzustellen. Misa, auf MISA dot Art findet ihr ein sorgfältig kuratiertes Angebot aus 70 Jahren Kunstgeschichte bis Ende junge Gegenwart.
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Taucht jetzt ein in den Kunstmarkt unter Misa dot ort. Und nun wünschen Misa und ich euch von Herzen viel Freude bei der nun folgenden Episode.
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Music.
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So ganz und gar nicht farblos.
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Weder die Gemälde hier an der Atelierwand noch der Mann, der mir gegenüber sitzt und den ich euch gleich näher vorstellen möchte.
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Beziehungsweise, das macht er selber.
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Ich sitze hier zwischen großformatigen Farbfeuerwerken, die doch an der ein oder anderen Stelle Schattenseiten erkennen.
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Und sie sind nicht reglementiert auf die Wand, sondern sie greifen über auf Boden und Decke.
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Ich habe das Gefühl, dass ich Teil von ihnen bin und irgendwie mein Moment hier in ihre Geschichte einbringen darf. Aber auch das kläre ich gleich.
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Ursprünglich hat mein Gegenüber Architektur studiert. Vermutlich spielen Gebäude deswegen eine größere Rolle als der Mensch.
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Bin mir auch noch nicht ganz sicher, ob ich euch die Bilder als abstrakt surreal oder figurativ beschreiben soll. Vielleicht spielt das auch einfach gar keine Rolle. Finden wir es doch heraus.
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Vor ich euch jetzt weiter auf die Folterspanne, verrate ich euch, mit wem ich mich unterhalte. Mir gegenüber sitzt Ugu Ulu,
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weiß gar nicht, ob ich seinen Namen richtig ausgesprochen habe, daher lieber Ugua, bitte hilf mir und übernimm die dankbare Aufgabe, dich selbst vorzustellen und mir erstmal zu sagen, wichtig, richtig ausspreche. Ja, hallo Claudia.
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Also richtig werde ich Uhr ausgesprochen,
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aber das verzeihe ich dir sehr gerne, weil ich kenne das nicht anders, also seit der Grundschule heiße ich Ugur.
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Oder Uhr oder OG. Oki, das finde ich auch schön. Genau, das das biete ich auch an. Woher kommt dein Name? Der Name kommt aus dem türkischen?
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Väterlicherseits habe ich türkische, mütterlicherseits kurdisch Aserbaidschanische Wurzeln. Ich selber bin hier in Oberhausen im schönen Ruhrpott aufgewachsen.
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Und habe 20 Jahre dort auch gelebt und genau und jetzt selber würde ich mich aber eher als ein Weltenbürger oder so bezeichnen und nicht irgendwie.
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Zuordnen lassen, was ich denn sein soll. Ich habe neulich, ich fahre ja ganz gerne Fahrrad und da habe ich ähm auch drüber nachgedacht,
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wenn ich jetzt sage, wer bin ich denn, dann klingt das natürlich sehr sehr hochtrabend und dann komme ich aus dem und dem Ort, bin ich vielleicht irgendwie in Nordrhein-Westfalen, bin ich irgendwie dies, Mutter, Münchner, Vater, Mecklenburg und dann dachte ich, bin nicht Deutsche, das finde ich aber auch irgendwie so blöde zu sagen
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dachte ich mir, was ist denn eigentlich, wenn man einfach sagt, ich komme von hier,
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Ich komme hier von diesem Platz, von dieser Welt und das das finde ich super. Also da gehe ich absolut mit. Ich denke auch, dass ich oder dass ja doch ich bleibe beim Ich erstmal in dem Fall, dass ich das Ganze eher als einen Planeten betrachte,
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Wir leben auf der Erde und ähm es gibt halt nur diesen einen Ort, wo wir momentan so existieren können.
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Und na ja, ich ich verstehe nicht, also ich verstehe es, dass man irgendwann mal angefangen hat, das Land dann einzuteilen und diesen Stückraum auch einen Namen zu geben.
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Dann hieß es, dass es Nationalitäten sind, aber bei Nationalitäten steige ich aus, also bei Kulturen gehe ich mit. Das ist halt einfach verschiedene Kulturformen gibt,
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und so betrachte ich das auch. Deshalb befasse ich mich mit dem Thema der hybriden Identität,
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der halt sagt, dass dass wir eigentlich alle schon längst hybride Wesen sind,
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in Bezug auf die Kulturen, die sich halt über die Jahrhunderte.
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Zusammengetan haben und daraus neue Mischkulturen sozusagen entstanden sind und das war halt so ein ja, eigentlich hat mich das schon seit meiner Kindheit auch irgendwo verfolgt.
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Dass ich hier immer der Türke war, dann in der Türkei der Deutsche.
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Immer genau das, was sozusagen nicht zu dem großen Kollektiv oder so dazugehört, aber das habe ich halt selbst so nicht gespürt. Also es waren nur Begriffe, die mich ausgegrenzt haben, aber,
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Ich selbst war immer doch Teil von dem Ganzen.
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Und äh mit dem Kunststudium habe ich dann endlich gelernt, mich nochmal bewusst von dem Ganzen zu befreien. Ja, vorab hast du Architektur studiert? Genau. Das war der Plan. Der Plan, also ich war zehn, als ich gesagt habe, ich möchte Architekt werden.
05:12
Und dann es gab halt keinen Plan B so, aber das hat sich gut angefühlt. Dann bin ich 2005 nach Braunschweig an die TU.
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Studiert und dann aber schon relativ früh halt die großen Altmeisterinnen kennengelernt der Architektur, die dann,
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Architektur, Design und Kunst in einem betrieben haben und das auch so als Ganzes verstanden haben, das fand ich super und dachte ich, okay, das möchte ich auch.
05:40
Und danach habe ich halt nach dem Architekturstudium noch Industriedesign studiert, also einen Master gemacht, an der HBK Braunschweig,
05:47
Und dann dachte ich, okay, jetzt ist der Moment gekommen, wo ich als Hobby nebenbei irgendwie Kunst studieren kann und im Büro als Architekt tätig bin, gesagt, getan,
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und hab dann aber schon im ersten Semester gemerkt, OK, Kunst nebenbei geht nicht, alles andere muss jetzt nebenbei passieren und das ist das, was mich bewegt,
06:08
was mich ausmacht. Was für architektonische Formen hätten wir vorgeschrieben? Das Witzige ist, also in meiner Malerei bin ich das komplette Gegenteil. Du hast mich durchschaut. Ja, das genau das ist, also ich merke, dass in mir einfach.
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Viele Herzen schlagen und ich bin hier im Mies van Businesspark und Mies van ist halt so einer der Architekten für mich gewesen und immer noch,
06:33
es einfach formreduziert ist, dass es lichtdurchflutet ist und dass es klar ist. Irgendwie vielleicht brauche ich das persönlich als Ausgleich, so die Inwelt, die chaotisch ist.
06:43
Dann muss die Außenwelt doch relativ reduziert und klar sein.
06:48
Aber andererseits finde ich also Form fand ich auch immer super. Ich habe auch im Architekturstudium habe ich in jedem Semester, in jedem anderen Institut einen Entwurf gemacht, also.
07:02
Ich habe mich auch da nicht festgelegt.
07:04
An sich finde ich das auch sinnvoll, wenn es schon reduzierter und ja schon auch wirklich im Prozess auch nachhaltig gedacht ist,
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nur wenn wir jetzt in so einer Science-Fiction-Welt leben würden, die komplett wäre,
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der Prozess, das herzustellen, das jetzt rational gedacht, das wäre nicht tragbar. Die Innenwelt
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wenn wir da reinblicken und den Bezug zu deinen Bildern herstellen. Mhm. Also, du sagtest eben, Mies van der Ruhe, Licht durchflutet, ich würde sagen, deine Bilder sind durchaus auch lichte durchflutet. Mhm. Farb
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sprenkelt. Ja. Aber sonst irgendwie keiner weiteren klassischen Form zuzuschreiben. Reduziert würde ich sie als letztes beschreiben. Sie gehen, es ist ganz schön, liebe Hörende. Wir sitzen hier in,
07:51
Atelier und ich habe das Gefühl, dass wir ein wenig, hm es wirkt ein wenig wie auf einem,
07:58
türkischen Basar. Mhm. Viele Teppiche liegen auf dem Boden, viele Formen liegen auf dem Boden, viele Farben, die Gemälde
08:06
die sind teilweise höher als ich greifen kann, selbst wenn ich offene Leiter steigen würde. Sie gehen um die Ecke. Sie gehen in den Boden rein. Sie sind Teil des Bodens auf dem Boden. Vor dem Gemälde liegt dann ein Teppich aus dem Stück
08:18
rausgeschnitten sind, die wahrscheinlich auch irgendwo im Gemälde zu finden sind. Es lässt sich einfach nicht.
08:24
In fünf Minuten beschreiben, wie deine Bilder aufgebaut sind. Zumindest äh schaffe ich das,
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ich. Ich auch. Also nicht mies von der Ruhe. Nein. Ja, das ist halt mein Dilemma oder mein ich weiß nicht. Chance. Oder so. Also klar, es ist eher,
08:39
positiv das Ganze. Ich versuche dieses ganze komplexe Leben irgendwie zu greifen.
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Aber das gelingt mir nicht, das wird mir nie gelingen, das weiß ich, das ist auch okay so, vor allem weil ich halt auch nichts.
08:56
Also ich das entwickelt sich alles aus dem Prozess heraus. Deshalb äh ist es dann so, dass plötzlich der Boden mit Teil der Arbeit wird und irgendwann wird sich auch diese Arbeit links und rechts irgendwie auflösen.
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Und halt noch mehr Offenheit zulassen.
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Und ich ich weiß nicht, also das liegt einfach daran, dass ich, ich war jetzt zehn Tage unterwegs, ich bin erst gestern wiedergekommen, der Kopf ist voll,
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Ich muss das alles rauslassen, ich weiß noch nicht wie, ich mach dafür keine Skizzen vorher, es gibt keine Fotografien, nichts dergleichen, ich fang einfach an, ich brauch die passende Musik. Zum Beispiel? Das ist wirklich,
09:34
alles. Also jedes Kontinent ist vertreten und es ist halt emotional davon abhängig.
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Das kann halt Deutschrap sein, wo ich dann vielleicht ein bisschen aufgewühlt bin.
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Und dann im nächsten Moment, also es ist die Taktung ist auch so, dass gefühlt nach einem Album,
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danach irgendwie, ich weiß nicht, Ludovico Einow Design und ich träume einfach daher, so, das, das ist halt so ein tägliches Achterbahnfahren, das macht mir Spaß.
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Und ich kann danach auf jeden Fall gut schlafen. Also, weil ich wirklich, weiß ich nicht, stundenlang hier Achterbahn fahre, auch wenn ich nicht male, dann vor den Bildern stundenlang sitze und gucke, was ich selber da eigentlich gemacht habe. Also.
10:16
Wie das ich versuche dann in mich zu gehen, zu gucken was habe ich jetzt zum Beispiel in Berlin die letzten drei Tage erlebt.
10:23
Für Begegnungen, welche Architektur auf mich eingewirkt und wie habe ich das im Unbewussten quasi abgespeichert,
10:32
wie kommt das wieder raus und was macht's da eigentlich? Und bin selbst die ganze Zeit auf der Suche. Wir sitzen vor einem Werk, ist das der Wanderer?
10:40
Nein, der Wanderer, der Wanderer, das war meine Diplomarbeit, die durfte ich glücklicherweise dann auch in der Kunsthalle Recklinghausen ausstellen. Das ist eine neue Arbeit,
10:49
wird auch noch größer und noch eine andere Form einnehmen, aber das wird erstmal als Geheimnis bleiben. Mhm. Und die Arbeit hat noch keinen Titel,
10:58
Titel, die kommen eigentlich entweder. Ich habe eine Idee. Ja. Die Leichtigkeit. Nehme ich mit.
11:07
Mal gucken, ob's auch noch so leicht bleibt. Also, je nachdem, aber ist immer die Frage, wie man Leichtigkeit betrachtet. Ja, ja gut. Ist die Leichtigkeit etwas Oberflächliches
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Mhm. Ist die Leichtigkeit etwas achtsames, was aber trotzdem an der ein oder anderen Stelle leicht zu ertragen ist,
11:26
ist es vielleicht etwas Schweres, was leicht zugänglich gemacht wird? Ist es vielleicht auch der Gegensatz? Hm.
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Ich glaube, es ist wirklich die Mischung aus allem. Da hat ja jeder so seine eigene Ansicht. Mhm. Und ich finde alles schön, außer oberflächlich. Ja, das da gehe ich mit. Ich finde, also wenn's nur oberflächlich ist, egal was.
11:48
Finde ich's auch zu schade. Das ist zu sehr reduziert auf nicht das Wesentliche, sondern.
11:55
Offene Form von Verblendung, keine Ahnung, aber man kann auf jeden Fall erstmal mit einer Oberfläche anfangen, die Leute abholen, um sie dann in die Tiefe irgendwie zu leiten, zu begleiten, vielleicht auch,
12:10
je nachdem. Kann ja auch ein Zugang sein. Ja. Ja, das äh ich hoffe, dass meine Arbeiten auch so eine gewisse Leichtigkeit haben und dadurch dann vor allem die Betrachterinnen auch.
12:23
Abholt und sie mit sich selbst dann anhand der Arbeit irgendwie.
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Vielleicht auch nicht so leichten Themen. Hm. Befassen lässt. Also, weil die Arbeiten, also das, was ich da mache, das ist ja nicht nur irgendwie positive Laune, sondern.
12:40
Komplett alles, wie gesagt, Achterbahn fahren. Und ich glaube aber auch so eine Leichtigkeit für mich persönlich entsteht sie dadurch, dass ich erstmal.
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In mein Abgrund muss, in die dunkelste Ecke und wenn ich dann da wieder rauskomme,
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Also ich begebe mich sehr oft bewusst darein, um dann bewusst wieder rauszugehen. Wie machst du das? Naja, ich glaube, wenn man erkennt, was so gewisse Traumata sein könnten, die man erlebt hat.
13:06
Was man sich die ja auf den Tisch legt und sich das mal genauer anguckt und dann aber nicht aufhört, wenn's unangenehm wird,
13:14
sondern dann noch weitergeht. Ist denn der eigene Abgrund, eine Erfahrung, die man gemacht hat mit anderen oder mit sich selber oder wo man erkennt, da habe ich Fehler gemacht? Das ist meine schwache Seite. Mhm.
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Ich glaube, es ist situationsblind, mal ist es selber, mal ist es vielleicht über andere überhaupt erst entstanden, weil man sich selbst vielleicht nicht zur Wehr gesetzt hat.
13:36
Oder weil man einfach übermächtig irgendwie angegriffen wurde und dann ist es halt so, dass ich dann im Nachhinein,
13:45
mir das eigentlich mal genau vor Augen führen muss. Woher kommt das eigentlich und wie viel davon bin ich, wie viel davon habe ich zugelassen, wie viel davon wurde von außen.
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Vielleicht sogar auch nur übertragen und ich hab's einfach angenommen.
13:58
Und wer bin ich jetzt und wie gehe ich damit jetzt um? Sind Pinsel und Farbe deiner Emotion? Synonym dafür? Auch.
14:05
Ja, also Farben auf jeden Fall, wobei die ein und dieselbe Farbe kann halt auch manchmal für,
14:12
unterschiedliche Emotionen bei mir stehen. Ist das wie schwarz? Ist in der einen Kultur Trauer und in der anderen Freude bedeutet? Nee, entschuldige, es war weiß? Wahrscheinlich, ja. Mhm. Dass auch das, das finde ich auch sehr,
14:23
spannend, aber auch verwirrend für mich persönlich, dass Farben schon fest definiert sind, teilweise für Emotionen oder Ausdrucksformen. Ich meine, ich verstehe das, warum man das gemacht hat, damit man irgendwie auch da eine klare Sprache hat und.
14:38
Eine eine Kommunikation zustande kommen kann. Ich persönlich merke aber, wenn ich in so einem Prozess bin, dann ist,
14:46
dunkelblau. Das kann bei mir so was superglückliches sein, aber das dunkelblaue kann halt wieder die Einleitung zum Abgrund sein.
14:53
Und das, ich weiß nicht, Petrol ist zum Beispiel eine Farbe, die ich momentan für mich selbst definiere, dass wenn ich sie benutze, sage ich, ja, das ist irgendwie.
15:03
Da gehe ich grade nochmal auf eine andere Ebene in das Bild rein und,
15:08
Winke, den Betrachter innen zu, aber das wird man nicht wissen, weil man vielleicht das Petrol mit einer anderen Emotion oder wie auch immer, Sprache definiert hat.
15:19
Und ja, also ich weiß nicht, ich wünsche mir, dass man da.
15:25
Noch mehr das Ganze ein bisschen hinterfragt und wieder aufbricht.
15:30
Und deshalb sind meine Arbeiten auch eigentlich so offen wie möglich, dass halt.
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Jede Person, die Lust hat, sich drauf einzulassen, da dann sich in so einer eigenen Welt.
15:43
Finden kann. So und das das ist auch der Grund, warum ich dem ganzen versuche, sprachlich irgendwie mit Titel oder über Themen.
15:51
Zu leiten und viele meiner ersten Arbeiten hießen auch hybride Welt, eins, zwei, drei, vier, fünf und so weiter.
15:58
Das ist halt dieses hybride dreiunddreißig oder so genannt, ne? Ja, genau. Was ist denn dreißig dreiunddreißig? Ja, das, das ist das Jahr dreißig dreiunddreißig.
16:08
Das ist so eine in dem Fall eine dystopische,
16:12
so 'n Einblick in ein Kinderzimmer. Hm. Also wenn man das ist eigentlich 'ne abstraierte Form von 'nem Kinderzimmer und links in dem Bild steht auch quasi in dem Fall ist 'n Mädchen,
16:24
die wie so Art Planeten oder so vor sich schweben hat und dann aber auf so eine,
16:31
schwache Architektur auf so 'n Welt drauf schaut und ich finde halt dreißig, dreiunddreißig, so drei, drei, drei, das ist so ganz vereinfacht so 'ne kleine Botschaft, eher, dass es jetzt nicht super positiv gelesen werden muss.
16:45
Sondern eigentlich eher für mich eine Art Dystopie darstellt
16:49
wenn wir hier bei dem Bild ohne Namen bleiben oder mhm. Bei dem Werk ohne Namen bleiben, was zukünftig die Leichtigkeit. Tut mir leid, manchmal geht der Schalt mit mir durch.
16:58
Du sagtest grade, dass du Erfahrungen verarbeitest, beispielsweise was du jetzt ein paar Tage in Berlin, du setzt dich gerne vor deine Gemälde und bist sie erstmal auf dich wirken, könnte das passieren, dass du dich jetzt an eine Stelle setzt, das
17:10
Bild auf dich wirken lässt und eine Erfahrung aus Berlin noch in das Bild mit einfließen musst, dass du in dem Sinne weiterarbeitest. Ja. Kann das auch bei abgeschlossenen Bildern geschehen?
17:20
Bei abgeschlossenen Bildern ist es folgendermaßen, ich sehe sie als Momentaufnahme, wenn sie abgeschlossen sind, sind sie bis zu dem Moment.
17:30
Bin ich oder ist das, was ich bis dahin erlebt habe oder was ich verarbeiten wollte, thematisieren wollte, ist bis dahin mit eingeflossen.
17:37
Danach passt es bei vielen Arbeiten nicht. Ich habe aber auch Arbeiten.
17:43
Die ich dann nochmal rausgeholt habe, wo ich aber wusste, diese Momentaufnahme ist nicht abgeschlossen. Also ich habe da sogar dann schon ein Datum.
17:53
Für mich, aber ich weiß genau, okay, entweder werde ich das Bild später noch zerschneiden und als Collage in einem größeren Bild weiter verarbeiten.
18:02
Oder ich male da nochmal rein, aber die Arbeiten kann ich an einer Hand momentan noch abzählen. Arbeitest du rein als Maler?
18:11
Oder bist du auch in anderen Medien unterwegs? Ähm momentan ist es überwiegend Malerei, ab und an gibt's ein paar Exkurse und dann mache ich.
18:21
Komische Objekte für mich, die dann oft. Komisch im Sinne von lustig oder komisch im Sinne von. Lustig, wir,
18:31
aber auch ja, also ich kann das nicht beschreiben, komisch ist halt so ein Begriff, wo ich mir denke, okay, das kann alles sein. Also es ist so auf jeden Fall undefiniert,
18:40
und ähm aber auch selbst also schon oft sehr lustig. Es ist auch oft sind es bei Objekten so, dass dann mein Humor oder so. Deshalb zeige ich das auch nicht so oft vielleicht.
18:51
Jetzt würde ich am liebsten sagen, können wir ein Foto machen. Von so einer lustigen oder von so einem von einem Objekt bei einem komischen Objekt. Können wir gerne machen. Du kannst gerne die Arbeit da fotografieren.
19:03
Oder die
19:04
die rote. Mhm. Eigentlich sind das zwei Personen, die nebeneinander stehen. Das kannst du aber gerne machen. Ach, ich dachte, das ist ein Handtuchhalter. Nee, also das äh genau. Genau, genau das ist es. Also das ist so mein Humor, wo ich mir denke.
19:20
Da hast du mich aber erwischt. Alles gut. Dann dann hat's ja geklappt. Ja, schön, dass wir gemeinsam lachen. Nee, das ähm,
19:31
genau, also je nachdem wie's gelesen wird, für mich ist es sogar eher eine mit einem Rundrücken. Ja, ich erkenne es jetzt. Oh Gott, ich hätte diejenige sein können, die die Fettecke wegmacht.
19:43
Ich glaube, ich hätte die auch weggemacht, versehentlich. Und die Hände abgetrocknet. Wahrscheinlich. Aber das wäre gut, dann wäre die Arbeit, dann hätte sie in dem Fall einfach, sie wäre erweitert gewesen,
19:58
Also ich glaube, die arbeiten auch meine jetzt, die sind, wie gesagt, nie wirklich abgeschlossen und zum Beispiel bei dem Wanderer, die Arbeit, die war ja zum Diplom in einem ganz anderen Raum, das heißt, ich habe mich da auf eine ganz andere Architektur eingelassen.
20:13
Und dann, als ich das in Recklinghausen wieder aufbauen durfte, musste ich mich dort auf den Raum einlassen und dadurch ist die halt nochmal weiter gewachsen.
20:21
Also das kann halt passieren, vor allem bei so installativen Arbeiten, dass die.
20:27
Teilweise sogar irgendwie jetzt neu zusammenkommen oder so. Du lebst auch ein Stück weit in deinen Werken, oder? Ja. Ist dir das wichtig, dass sie immer nah bei dir sind? Ja.
20:36
Es ist halt super persönlich. Ich habe auch kein Problem, mir meine Werke anzuschauen, weil ich dann darüber auch nochmal.
20:45
Anders reflektieren kann, was so bei mir, wann, wie passiert ist oder nicht. Und das Schöne ist, irgendwann vergesse ich das und je nach Tageszeit, je nach Licht und je nach Ort.
20:57
Sind das auf einmal neue Arbeiten teilweise. Also dann kommt irgendwas hervor, irgendeine Farbe, die sich so aufmacht, die vorher irgendwie nicht so präsent war und dann.
21:09
Es ist eine ganz, ganz andere Situation, eine ganz andere Ausgangssituation und ich kann im Kopf wieder komplett mich neu kreativ auf das von mir selbst geschaffene einlassen.
21:19
Und äh das ist eigentlich ganz spannend, dass es in der Hinsicht auch nie aufhört. Du hast in Braunschweig studiert. Mhm. Du warst in der Klasse von Hartmut Neumann und Norbert Bisky. Genau. Norbert Bisky,
21:30
ist ja in meinem kleinen Verständnis dafür bekannt, dass er sehr, sehr, auch sehr, sehr farbenfroh arbeitet. Inwieweit haben dich die beiden
21:39
blödes Wort, aber inspiriert. Also ich bin den beiden sehr dankbar. Ich habe auch mit beiden noch einen sehr guten Kontakt, ein sehr gutes Verhältnis,
21:49
Norbert hat am Anfang, also Norbert hatte ich im ersten, in den ersten zwei Semestern.
21:54
Ich wollte ursprünglich zu Hartmut, der war 25 Jahre Fach äh Grundklassenprof.
21:59
Dann ist er genau in dem Jahr in die Fachklasse gewechselt, da war ich erstmal geknickt, dann habe ich mich gefreut, dass Norbert da ist und ich habe auch erst 2016 angefangen zu malen. Und das tolle war du bemalst erst seit fünf Jahren? Ja.
22:14
Davor habe ich immer nur gezeichnet, digital was gemacht und einmal 2tausend6 mit Öl was gemalt und dann das hat mich das,
22:22
hat zu lang gedauert. Das habe ich dann zur Seite gelegt und gesagt, okay, ich male nie mehr, bis ich dann endlich kurz vor dem Studium gemerkt habe, okay.
22:31
Es ist doch die Malerei, wie ich mich am besten ausdrücken kann und das Tolle war, gleich am ersten Tag,
22:38
In der Klasse hat Norbert, wir mussten unsere Sachen vorstellen von dem, von unserer Mappe.
22:43
Er hat draufgeguckt und meinte so, okay, du musst groß malen und irgendwie meinte er thematisch, weiß ich nicht, mach doch mal was mit Träumen oder so.
22:52
Damit ich erstmal anfange so diese Hemmungen zu überwinden.
22:56
Ich habe natürlich schwarz weiß angefangen. Ach, das hätte ich jetzt als allererstes vermutet. Genau, das ist genau das ist der, der Witz an der ganzen Sache. Also ich habe
23:04
wahrscheinlich, weil ich jeden Tag immer am Computer im Architekturbüro Schwarz-Weiß zeichne. Das war für mich so klar, schwarz-weiß oder wenn Farben dann maximal drei, die man miteinander kombinieren kann
23:14
Das war so das Verständnis früher und dann habe ich schwarz weiß angefangen und habe dann aber nebenbei, also so, ich habe so ein Traumbild gemalt,
23:23
und nebenbei etwas emotionales, da war ich halt quasi in so einer Familiensituation, das habe ich so nebenbei gemalt und beim Plenum nicht gezeigt.
23:33
Norbert hat natürlich das sofort entdeckt,
23:35
und meinte so, was ist das? Ich so, naja, das ist was sehr persönliches, unabhängig von den Träumen. Er meinte, alles klar, ähm ich glaube, dass mit den Träumen, das brauchen wir jetzt nicht,
23:45
Sollte hier nun eine Einleitung sein, geh in dich und mach da was draus. So, der hat sich aber nie natürlich eingemischt in was für eine Form, was für eine Farbwahl oder sonst irgendwas. Zum Glück, der hat halt immer nur gesagt,
23:58
Machen, machen, machen und gucken, wer bin ich und.
24:02
Vor allem meinte er je persönlicher und da gehe ich halt absolut mit, je persönlicher das ist.
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Desto automatisch ist die Arbeit auch für einen selbst stärker, weil man da einfach mit einer ganz anderen Sensibilität rangeht. Also wenn ich jetzt irgendwas malen würde,
24:21
Fotografien von Fremden sind, dann,
24:24
kann ich mich da nicht so hineinversetzen und mich darin verlieren vielleicht oder hier und da irgendwie über etwas hinauswachsen, wie auch immer. Und ja, danach bin ich zu Hartmut gewechselt, dachte mir super, endlich, jetzt bin ich bei Hartmut,
24:38
Seine Bildwelten sind ja auch super farbenfroh und üppig. Und Hartmut hat einfach nur gefühlt, also die Klasse Hartmut Neumann ist einfach eine bunte Tüte.
24:48
Das finde ich super bei Hartmut, dass er da einfach alles zusammenführt, was zusammengehört und sagt, so,
24:55
So sieht unsere Gesellschaft draußen aus, so sieht die Kunstwelt aus, sie ist nicht entweder nur das oder das oder das, sondern es ist alles und alles ist willkommen.
25:04
Und das war natürlich, das waren so viele Eindrücke. Plötzlich bin ich irgendwie morgens ins Atelier gekommen.
25:10
Wie gesagt, gelb war zum Beispiel für mich lange eine Problemfarbe, weil Gelb einfach mächtig ist.
25:17
Und ich bedeide Menschen die gelbe T-Shirts oder so tragen können. Und ich habe ein gelbes Sommerkleid und hatte eigentlich überlegt, das ziehe ich an. Mhm. Und dann habe ich mich dagegen entschieden. Warum nicht? Ich kann's nicht, aber ich beneide so Leute und,
25:30
Dann habe ich aber gemerkt, ich bin immer morgens ins Atelier und.
25:34
Beim Reinkommen hat äh ein Kommilitone sehr viel Geld benutzt, sehr viel. Und irgendwann habe ich aber, wenn ich stehen geblieben habe, das mal auf mich wirken lassen, habe gemerkt, ah, das ist doch gar nicht so mächtig, das ist doch super, es ist.
25:46
Super fröhlich, einladend.
25:49
OK komm versuchste mal, benutzt du auch mein Geld, immer so punktuell so hat sich das alles dann irgendwie weiter geöffnet so mit anhand der Dank der Klasse auch.
26:00
Weil man einfach so viele Eindrücke hat und die alle aber auch irgendwie.
26:04
Dazugehören, zu leben und das Leben ist halt einfach super bunt. So und ähm oder Farben froh.
26:13
Deshalb bin ich dem Main sehr, sehr dankbar, dass sie mich ähm da sehr gut begleitet haben, auch jetzt noch und ähm Norbert hat uns auch sehr viel über den Betrieb Kunst auch Informationen gegeben.
26:28
Was viele andere schon für zu früh finden, ist auch klar, ich mein die meisten fangen erst gerade an nach dem Abitur, in meinem Fall hatte ich schon, ich glaube, fast 10, 11 Jahre Studium hinter mir,
26:41
und ich wusste, was ich in der Hinsicht will und ich hab's alles danken nur aufgesaugt und geguckt.
26:47
Was wer bin ich dazwischen? Und danach bin ich im Meisterschüler zu Franz Ackermann gegangen nach Karlsruhe.
26:55
Dann wurd's nochmal heftiger mit den Farben und Formen.
26:58
Und den habe ich auch noch vor zwei Tagen in Berlin besucht im Atelier, weil es gemeinsame Gruppenausstellungen geben wird, auch mit Hartmut Neumann und Norbert Bisky, Anne Pöhlmann, Christina Buch und Azaddeckel Cash.
27:10
Das wird hier passieren auf dem Gelände,
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und genau das organisiere ich also wir haben noch keinen festen Termin, das wird sich die Tage hoffentlich dann klären und die mit der Ausstellung, da ist auch schon eine Freundin drin von mir, die ist Ausstellungsmacherin,
27:27
Das klingt großartig. Ja, das wird super. Ich drücke die Daumen, dass alles offen ist. Oh ja. Und ich würde gerne vorbeikommen. Sehr gerne.
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Also ich werd dann auf jeden Fall früh genug Einladung rausschicken oder besser gesagt Diana macht das dann,
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weil ich glaube, ich verpeile manchmal sowas. Könnte mir auch passieren, aber ja. Du hast auch einen ganz, ganz großen Preis gewonnen.
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Den Purmannpreis der Stadt Speyer. Äh jein. Jein, habe ich falsch recherchiert.
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Ein wenig. Also den großen Preis, es gibt immer den großen Hans Buhrmann Preis, den hat in dem ja Christina Buch gewonnen,
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ich hab den Förderpreis bekommen, also in der Hinsicht ja. Und genauso hab ich auch Christina kennengelernt und dann gab's noch ein, zwei Treffen danach,
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und deshalb dachte ich, es wäre cool, irgendwie,
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meinen ehemaligen Professorinnen und unter anderem Christina dann gemeinsam auszustellen. Weißt du, was ich so schön finde? Dass wir in diesem.
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Paar Minuten, in denen wir uns hier unterhalten, mir bewusst geworden ist, wie wichtig oder dass ich quasi
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einen farbenfrohen Eindruck bekommen habe, wie wichtig Gemeinschaft ist, was es bedeutet, aufeinander zu treffen
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Menschen sind kennenzulernen, den Weg weiterzugehen, sich zu öffnen, Kulturen und Gedanken auf allen Ebenen zuzulassen,
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ein bisschen den Eindruck, dass das doch die Aussage hinter deinen Bildern ist. Das äh trifft es sehr gut. Genau das ist es,
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und das ist halt genau das, was wiederum so schwierig ist für mich das dann irgendwie in Worte zu fasten, weil das halt super viele Bereiche sind, die da zusammenkommen müssen,
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aber eigentlich ist es genau das, also die Einfachheit, die Offenheit.
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Ich glaube, die Offenheit, wenn man offen ist, dann ist man ja offen für Kulturen, für alles Mögliche und dann.
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Lässt man sich halt drauf ein und bringt es zusammen und dann ist man halt bei diesem hybriden Gedanken,
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Also das, dass sich ja da verschiedene Bereiche Menschen, die müssen sich treffen,
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sich austauschen und anhand des Austausches entsteht halt was Gemeinsames, Neues,
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und das ist das passiert automatisch innerhalb jeder Gesellschaft.
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Und das finde ich schade, dass man das dann irgendwie versucht politisch sich dagegen zu wehren. Und ich glaube, das ist dann auch ein Grund, warum wir heutzutage im Jahr 2021 immer noch in so komischen Zwängen leben.
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Und ich find's super, dass gerade super viele verschiedene kleinere Gruppen sich lautstark auf die Straße begeben und sagen, so nicht.
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Und halt gemeinsam irgendwie diese Zwänge brechen wollen und dann endlich mal was Neues gemeinsam wieder zu zu erarbeiten. Echt vermiss auch ganz oft.
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Großzügig zu sein. Ich meine das jetzt nicht im Sinne von kommen. Ich lade dich zu einem Essen ein, was 160 Euro kostet, sondern ähm gegenüber den Gedanken und Emotionen des anderen,
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stört mich manchmal, dass alles immer an so eine Ecke gepresst wird und dann be und verurteilt wird. Ja. Und bewertet wird,
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und ja, ich finde es extrem angenehm, dass du so Licht durchflutet bist. So offen bist und mir hier deine deine Einblicke schenkst
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und auch all den Hörenden. Ich versuche zu gendern. Auch das ähm also mir persönlich ist es wichtig, weil ich mir auch da denke.
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Gleichberechtigung brauchen wir viele andere Debatten oder Dinge nicht zu führen. Also es ist,
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Entweder sind wir alle auf Augenhöhe gleich und das ist egal, welches Geschlecht, welche Nation, welche Religion, welche sexuelle Orientierung, wenn man das nicht akzeptiert.
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Dann ist jede, jedes Zusammentreffen von verschiedenen Gruppen, schon von vorneherein problematisch. Mhm. Aber auch da, ich meine, ich komme aus dem Ruhrpott.
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Im Freundeskreis die meisten Gendern leider nicht, aber wir können damit umgehen, die gucken mich anfangs komisch an, sagen, hä, was soll das jetzt, dann erkläre ich denen das und dann.
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Mache ich das einfach weiter und dann ist es aber Teil von einer Normalität. Alles beginnt mit einem Experiment und einem Versuch und ich würde niemanden verurteilen
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der es nicht schafft, mir selber gelingt es bestimmt auch nicht
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immer. Nichtsdestotrotz kann man jeden Versuch unternehmen, gewisse Dinge einfließen zu lassen und das würde ich mir wünschen, wenn das viele Menschen so betrachten würden, dass sie einfach mal versuchen,
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die Dinge auf Augenhöhe zu formulieren und nicht ausschließend. Eigentlich ist es ja, wenn man sich mal
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fragt, warum man das nicht macht oder es ist ja sehr viel Konditionierung, also oder Gewohnheiten.
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Durch das Wiederholen sind dann neue Automatismen da und dann macht man das, ohne dass es hinterfragt wird. Aber wenn man jetzt sozusagen etwas merkt, wo man sagt, das funktioniert nicht, das ist nicht gut, das müssen wir ändern.
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Mindeste was ich selber tun kann ist an mir selbst zu arbeiten,
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Also ich kann nicht bei anderen Leuten, auch wenn ich's mir manchmal wünsche oder dann doch sehr so manchmal so ein komischer Erklärbär bin, wo ich mir auch denke. Ach, wie süß, der Bär? Ja, ich weiß nicht, also es ist so,
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mal ist es okay, mal denke ich mir im Nachhinein muss nicht sein irgendwie, aber also ich kann.
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An mir selbst die Dinge ändern, wenn ich sie ernst meine. Und genau, wenn das aber viele so sehen, dass sie nur bei sich in dem Sinne,
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bei sich bleiben und sagen, okay, was kann ich für mich ändern
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auf einmal so eine kritische Masse überwunden und das ist neue Normalität sozusagen entstanden. In den 90ern hat man immer gesagt, wenn viele kleine Menschen viele kleine Schritte tun, ein großer Schritt für die Menschheit,
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Aber genauso funktionieren die Dinge auf der Welt. Also ich glaube nicht, dass es immer es gibt mal so,
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Einschnitte, so Riesenereignisse, aber am Ende des Tages sind es immer viele kleine, die gemeinsam vieles kleines machen müssen, damit Großes entsteht. So ein riesen Unternehmen funktioniert ja auch nur, weil sie,
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tausende von Angestellte haben, die an einem Strang ziehen, gehen alle plötzlich irgendwie drei Monate nicht mehr arbeiten, gibt's dieses Unternehmen nicht mehr
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So einfach sind die Dinge also. Ich freue mich, dass wir hier heute einen kleinen Schritt zusammen gegangen sind. Schauen wir mal, was für ein großer Schritt daraus entschied.
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Was irgendein wahnsinnig großer Künstler, aber dann kann ich verstehen. Ich habe mich mit Uwe unterhalten. Okay. Oki.
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Bedanke mich ganz, ganz, ganz herzlich, dass du mir hier die Ansichten geschenkt hast oder deine Einsichten, dass ich hier Teil von dir und deinen
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naja, von dein Berg nicht wirklich, aber dass ich hier mich so wohlfühlen durfte, dann für deine Liebe Art. Sehr gerne hart.
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Ich danke, dass du da warst und dass du dir die Zeit genommen hast und äh das Gespräch hat mir sehr viel Spaß gemacht. Danke dafür.
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Music.
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Immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartner, innen, die euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln, reise ich quer durch Deutschland.
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Bedanken, möchte ich mich von ganzem Herzen bei allen Hörenden, die bereits die ein oder andere Reise unterstützt haben.
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Für euer.
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