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episode 7: Dialog über die Zukunft 007 – Prof. Michael Klein, 3D Animation, CGI, Game Design, VisualFX [transcript]


Ralf Neuhäuser im Dialog mit Pionier:innen und Visionär:innen über die Zukunft „Animator“ Prof. Michael Klein – MD.H Mediadesign Hochschule Düsseldorf, Studiengang: Digital Film Design – Animation/VFX (B.A.) Mein Gast heute

Am 24. August 2021 um 19 Uhr unterhalte ich mich mit Prof. Michael Klein, Dozent für Digital Film Design & Animation/VFX an der Mediadesign Hochschule, Düsseldorf, über die aktuelle Entwicklung und die Zukunft der Branche der Produzierenden visueller, bewegter und computergenerierter (CGI) Medien in den Bereichen Film, Computer Games, Industrie, Technik, Unterhaltung und Werbung.

Eine kleine Anekdote: Ich kenne Michael seit 1996 aus meinem Studium des Objektdesign an der HS Niederrhein. Mein erster Eindruck seines Könnens war seine Präsentation anlässlich des 25. Jubiläums der ehemaligen Werkkunstschule. Michael – selbst Alumni der Hochschule und inzwischen selbständig mit einem Studio für Animation (vorwiegend für Werbefilm) – zauberte damals auf seiner mehrere Hundertausend D-Mark teuren Profi-Workstation mit wenigen Klicks durch Extrusion, Rotation und „Sculpting“ aus nur zwei geometrischen Grundformen einen Schweinekopf, den er blitzschnell zum „Leben“ erweckte und seinen Rüssel mit einem virtuellen Skelett beweglich machte und ihn „schnüffeln“ ließ.

Da mein Studium noch hundertprozentig analog (ua. Modellbau) ausgerichtet war, eröffnete sich mir eine ganz neue, faszinierende Welt. Als direkte Folge schaffte ich mir einen irrwitzig teuren Mac an, auf dem ich mir zunächst autodidaktisch 3D-Animation zur Visualisierung meiner Semesterarbeiten beibrachte und diese Kenntnisse bald als Praktikant in Michaels Studio vertiefte.

Ein paar der Themen, die mich besonders interessieren:

  • Ein kleiner Rückblick auf mehrere Jahrzehnte 3D-Animation
  • Überschneidungen und Unterschiede Motion Design, Computeranimation, Visual Effects
  • Auswirkungen auf Filmbranche, Game Design und Werbung
  • Veränderungen in der Wahrnehmung der Konsument:innen
  • Industrielle und technische Anwendungen
  • Neue Möglichkeiten durch AI/KI
  • Veränderung der Berufsbilder mit Blick auf Studium und Lehre
  • Missbrauch durch Deepfakes
  • Monetarisierung mit NFT (Non-Fungible Token)

Ich fürchte, unsere Sendezeit wird bei weitem nicht ausreichen, all die spannenden Facetten und zukünftigen Möglichkeiten von 3D Animation, CGI, Game Design, Visual Effects auszuloten.

Über Prof. Michael Klein

Prof. Michael Klein ist ein Pionier der Computeranimation, inspiriert von den Kurzfilmen des PIXAR-Gründers John Lassetter aus den 80er Jahren. Mit dem legendären Commodore AMIGA 1000 machte er aus seinem Hobby einen Beruf.

Nach seinem Fachpraktikum 1989 in der Computergrafik bei Voss & Partner in Düsseldorf absolvierte er 1993 sein Diplom zum Grafik Designer mit Animationen für einen arabischen TV-Sender. Mit diesem internationalen Abschlussprojekt an der Fachhochschule Niederrhein startete er seine berufliche Laufbahn als Animationsdesigner bei dem Essener Studio Eichhorn und erlebte in den 90er Jahren den Übergang in ein neues Zeitalter der digitalen Revolution.

Als Gründer und Präsident der Virtual Republic ist er seit 20 Jahren selbständiger Unternehmer in der Werbefilmbranche. 2017 wurde er zum Professor und Studiengangsleiter für Digital Film Design – Animation/VFX an der Mediadesign Hochschule am Standort Düsseldorf berufen. Die Mediadesign Hochschule hat ab Oktober 2021 ihren neuen Sitz im Medienhafen.

Links zu Prof. Michael Klein und Beispiele seiner Animationen
  • Dozentenprofil der MD.H 
  • Virtual Republic – Studio für Animation & Visual Effects
  • Facebook, LinkedIn, Twitter und bei YouTube
  • Michael Kleins erste Animation mit dem AMIGA 1000:
    • The Magician (1988)
    • The Magician V2.0 (1989)
  • Forschungsprojekt „Renderbricks“ seit 2014, das die LEGO-Community nachhaltig beeinflusst hat:
    • Renderbricks bei Twitter
    • Renderbricks bei Instagram
    • Renderbricks bei Flickr
    • Renderbricks bei Artstation
  • Forschungsergebnisse implementiert und weiterentwickelt im Projekt „Mecabricks„

ÜBER “DAS FUTURISTISCHE DUETT”

Dienstags, jeweils 14-täglich (gerade KW) um 19 Uhr stellt Ralf Neuhäuser Menschen vor, die mit ihrer Arbeit, beruflichen und privaten Projekten, Hobbys, gemeinnützigem Engagement oder ihrer allgemeinen Lebensgestaltung “vorangehen”, Neues wagen, innovativ und kreativ sind und die darüber sprechen wollen, wie ihre Vorstellung von der Zukunft ist.

CREDITS

Moderation: Ralf Neuhäuser
Musik (Jingle): Jörg Hoewner aka N.A.T (No Animal Testing)
Sprecherin (Jingle): Eva Moysan
Produktion & Schnitt: Stefan Schmidt / futux podcastproduktion
Studiotechnik: Michael Theine-Dimt
Cover Foto: Joshua Fuller​​​​​​​ / Unsplash

WUNSCHGÄSTE UND -THEMEN

Bist Du Architekt:in, Ingenieur:in, Künstler:in, Philosoph:in, Programmierer:in, Wissenschaftler:in? Hast Du einen zukunftsweisenden Beruf, ein Hobby oder Engagement, an dem Du unsere Hörer:innen teilhaben lassen möchtest? Brennst Du für etwas, das die Welt der Zukunft verändern könnte?

Dann melde Dich: ralf.neuhaeuser@streamd.de

Gerne würden wir Dich und Dein Thema kennenlernen und einen Interviewtermin mit Dir vereinbaren.


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 2021-09-14  48m
 
 
00:00
Hört, ist.
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Touristische Duett.
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Music.
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Im Dialog mit Pionierinnen und Visionärinnen über die Zukunft. Ja, guten Abend zur
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Ausgabe von das futuristische Duett auf Stream DE Radio. Mein Name ist Ralph Neuhäuser und ich freue mich auf mein sieb
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Gast und das ist heute ein absoluter Pionier seiner Zukunft. Das ist äh Professor Michael Klein, der ist unter anderem mit im Hauptberuf, ist der Fachbereichsleiter und Dozent an der Mediadesign Hochschule hier in Düsseldorf für Animation und Visual Effect
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aber dem geht eine ganz lange Geschichte und viel Erfahrung in im Bereich Werbefilm, eine und äh visuelle Effekte voraus. Und darüber werden wir jetzt sprechen, ein bisschen im Rück
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und ein bisschen einen Ausblick in die Zukunft. Hallo Michael. Ja, hallo Ralf.
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Ja, äh erzähl doch ein bisschen noch ähm mehr von dir zuerst. Stell dich noch ein bisschen vor, wie äh du bist ja jetzt äh Professor und bildest aus. Äh junge Studenten, die quasi in deine Fußstapfen treten
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treten, aber bis dahin hatte ich ja einen jahrzehntelanger Weg geführt. Erzähl ein bisschen von deinem Werdegang.
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Gut, ich versuch's mal in der kurzen Version. Ich bin.
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Jahrgang 66, bin im Westerwald geboren, ich lebe seit 204 hier in Düsseldorf, mit meiner Familie, meinen zwei Kindern, mittlerweile in Oberberg, im schönen Oberberg. Und ähm
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Ja, ich habe in der Mitte der achtziger Jahre Kurzfilme von Pixa gesehen
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und da hat's mich wie ein Schlag getroffen. Das ist das, was du machen willst, Computeranimation, also der Klassiker ist ein Luxo Junior und John Lasseter. Neunzehnhundertfünfundachtzig ähm.
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Dann im Zuge der das waren diese äh Schreibtischlampen, die ganz ja ja das sind äh das ist auch
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mittlerweile ja auch die Ikone beziehungsweise Teil des Logos von Pixa. Hm. Die hüpfende Schreibtischlampe. Mhm. Ähm.
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Damals war's ja noch schwierig da den Einstieg zu finden, weil es war ja absolutes Neuland
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Pionierzeitalter, aber es gab ja schon die erste Homecomputerrevolution, Commodore 4undsechzig
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dann gab's den legendären Komodora Mia eintausend, den habe ich mir dann im Einkauf gekauft für zweitausendsiebenhundert D-Mark mit Monitor und da habe ich
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faktisch meine ersten Schritte in die Welt der Computergrafiker. Ja, also ist schon ganz ganz früh da eingestiegen und vor allem, äh, was ja in Bezug auf deine jetzige Tätigkeit äh, äh, wichtig ist, alles Autodidaktische, also, anders ging's ja nicht, ne? Es gab
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noch keine, also es es gab ja nicht eine Filmhochschule, die sowas gelehrt hat zu dem Zeitpunkt. Mhm. Und da ich ja schon in der Schule immer auffällig war, für meine künstlerischen Fähigkeiten, mhm. Ähm.
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Standfest, ich muss irgendwas in dem Bereich machen. Ich habe dann äh an der damaligen Fachhochschule
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Niederrhein, wo wir uns ja auch kennengelernt haben, Grafikdesign studiert, Visuelle Kommunikation. Mhm. Von 1988 bis 19hundert.
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93, habe 19hundert88 Fachpraktikum bei VOS und Partner in Düsseldorf gemacht. Das war damals Europas größte
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Post und Filmproduktion. Mhm. Äh die hat eine Computergrafikabteilung mit allem.
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Ich gesucht habe. Super. Drei Monate hatten auch von Pixa den legendären Pixa
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Randerman Computer da stehen. Hm. Ich weiß gar nicht, was das Ding gekostet hat, Vermögen. Und dort bin ich dann auch mit meinem Amiga 1tausend aufgeschlagen und habe mich da auch eingebracht und habe auch die ersten.
04:15
Also kann man in Berührung mit den ersten sogenannten Workstations von Silicon Graphics. Ja.
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Ich habe äh du hast mir im Vorfeld ja nochmal deine alten Animationen, die man immer noch auf YouTube äh oder die wieder auf YouTube sehen kann. Das war ja schon
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natürlich total retro, aber damals war das Date of the Art, ne. Das war damals meine erste komplexe Animation mit dem Aniga ein000, mit einer Software, die hieß Animede.
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Drei D und dann nach 4D. Ja. Und ja das habe ich dann wieder im Internet gefunden, weil es sich über sogenannte ähm, wie nennt sie sich das
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ähm hat sich das dann verbreitet im Netz. Ja, man muss sich das so vorstellen für unsere Hörer, dass das damals eben weitgehend geometrische Figuren waren, äh alles sehr, äh sehr einfache Form. Es gab so ein so ein Männchen, was wie so ein Zauberer aussah, was dann da sich ein bisschen beweg.
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Hat so ein paar äh Reflexe und Farben und sowas, aber eben alles ganz, ganz einfach. Hatte mit mit heutiger Animation, wie man sie aus Gaming und und Kino kennt, äh noch überhaupt
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schon eine Technologie
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wurde realistisch berechnen konnte. Ja und
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Ähm also das Praktikum alleine erstmal zu finden, war schon ein Abenteuer, weil damals gab's ja kein Google da müsste man noch über Mundpropaganda.
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Und viel Gejammer versuchen, herauszufinden, wo kann man sowas machen? Mhm. Ja, ich habe dann in Krefeld studiert und mich hat natürlich das.
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Problem beschäftigt, wo finde ich jetzt nach dem Praktikum dann
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den Einstieg, ne? Weil du musstest ja jemand finden, der dich an die teure Technik lässt. Und dann habe ich halt im Studium so viel davon erzählt
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und dann kam irgendwann mein Kommilitonier, Sebastian Stolp, der hat bei einer Agentur in äh Duisburg gearbeitet und einen Film produziert und sagt, Michael.
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Ich glaube, ich kenne da jemand, der hat das, was du suchst, da ist eine James-Bond-Zentrale, in Essen werden im Wald, ne? Und das war Studio Eichhorn.
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Und der hat in der Küche, der Thomas Eichhorn war früher mal
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äh Theaterfotograf hat sich mit Bewegtbild selbstständig gemacht. Der hatte einen sehr unkonventionellen Studio, dein Essen werden traumhaft mitten im Wald.
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Und in der Ecke, in der Küche stand eine 25.000 D-Mark teure Workstation mit äh einer Software Soft ist dieses Software
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und er hatte keinen, der das bedienen konnte und ich kam er als junger Kerl da rein, habe mich sofort
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an die Maschine gesetzt und hat da am gleichen Tag den Job. Kurz drauf, also wenige Jahre später haben wir uns ja dann kennengelernt, da warst du in dem Studium schon fertig und da knüpfe ich an, weil kleine Anekdote, die ich auch in der Ankündigung schon geschrieben habe,
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meinen ersten Eindruck von dir hatte ich als du warst schon Alumni, ich gerade Studienanfänger, ich hab relativ spät in Krefeld angefangen Objektdesign zu studieren, was damals äh noch
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komplett analog war, Objektdesign war eben Modellbau und grafisches Gestalten und Plastisches gestalten, aber 100 Prozent analog, obwohl es selbstverständlich schon Computer gab, nur noch nicht im Studieninhalt. Und dann war anlässlich eines Jubiläums oder eines Tages der offenen Tür, kamst du mit deiner
07:24
ebenso wahnsinnig teuren Workstation da an und hast dann eben äh aus wenigen geometrischen Formen, zack, zack in in Sekunden
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in Sekunden da ein relativ realistisch aussehenden Schweinekopf gebaut, der dann auch noch mit einem internen Skelett äh animiert wurde und dann so anfing zu rüsseln. Das war für mich dieses Schlüsselerlebnis.
07:44
Du jetzt gerade beschreibst und in der Folge habe ich mir dann eben auch ein für meine Verhältnisse irrsinnig teuren Mac gekauft und dann auch angefangen mit diesem ja Quatsch, ne? Und die Fachhochschule Niederrhein war ja.
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Auch schon so weit. Wir hatten ja den ersten Computerraum äh Apple
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und damit habe ich auch schon mein Geld dann auch während des Studiums verdienen können mit Systemadministration, aber da beim Thomas habe ich den Einstieg gefunden, hatte dann noch das Problem, wie kriege ich das Studium zu Ende? Das hat mich natürlich
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also ich hätte eigentlich gar nicht mal weiter studieren müssen. Ähm aber es hat mich nicht losgelassen und dann habe ich ähm mit einem realen Projekt für den saudi-arabischen Fernsehsender
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habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen können. Ich habe das Projekt gestemmt
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als junger Kerl und habe dann gleichzeitig mein Diplom in der Tasche gehabt. Und noch was der verdient dabei. Und noch was verdient, das war dann der Einstieg in deine Selbstständigkeit. Das war.
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Klar, der Thomas.
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Wie es dann eben so wäre, also wenn der Thomas, glaube ich, nie geheiratet hätte, wäre ich da vermutlich heute noch aufm Berg. Keine Ahnung. Ähm der Thomas hat mich dann so wie so ein junges Küken aus dem Nest gestoßen, aber ich habe ja vom Thomas eins äh gelernt, Großzügigkeit, Geduld
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und äh so ein gewisses Mindset. Also der Thomas hat mir wirklich da seinen teuren Rechner mitgegeben
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Ne? Ja. Hat vollstes Vertrauen gehabt. Ich habe dann von zu Hause aus erstmal gearbeitet, war dann noch bei einer Filmproduktion, bei Maddox Medien. Kennst du vielleicht auch noch, ne. Ähm und äh
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dann ging die, also ich war ja bis dato nie wirklich angestellt. Ich war eigentlich immer so Freelancer.
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Und habe dann Ende der Neunziger meinen ersten Partner, den damaligen Partner Matthias Reichel kennengelernt und mit ihm.
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Er hatte schon ein Studio in Düsseldorf, äh Motion Unlimited und so bin ich über den Matthias äh dafür bin ich ihm auch wirklich.
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Bar ähm in diese Werbung, in die Werbebranche reingerutschen. Mhm
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Ja, wollen wir ein bisschen vorangehen, weil wir wollen ja irgendwann auch in die Zukunft gehen. Also ähm wir versuchen das jetzt mal so ein bisschen zu zu raffen sozusagen. Du hast dann einige Jahre dann äh diese Agentur Creative Motion gemacht. Ich erinnere mich, dass äh die Ufer, Kristallpyramide gemacht, die im Uferkino vorab
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abläuft
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du hast äh mega Pearls fürn äh hiesiges äh Unternehmen gemacht.
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Also die mega, die durch die äh vergrößerten Stoff äh Fasern fliegen oder sich dadrin auflösen. Genau und äh für Auto äh Konzerne hast du gearbeitet und äh was für Projekte waren noch so Highlights?
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Projekte in den Jahren.
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Ähm jetzt in den frühen Jahren oder auch ja so in den Neunzigern und und vielleicht auch in die Zweitausend habe natürlich über die Verbindung mit dem Matthias für große Marken gearbeitet. Mhm. Ne? Ähm in Düsseldorf waren wir
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Pionierladen äh wurden dann auch von den Werbeagenturen natürlich angefragt
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ähm ja was waren so Highlights, aufwendige Motoranimationen waren Highlight ne und ähm
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was du schon sagst, der UFA-Trailer, dich mit mir Jens Dobbers zusammen gemacht, auch ein Kommilitone von mir, war eine tolle Sache. Also man merkte schon, okay, da
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langsam nahmen, so mein, meine Laufbahnfahrt auf, ne. Genau und äh die hatte ich ja dann dahin geführt, wo du jetzt bist. Äh und äh als eben wirklicher Pionier-Autodidakt und eben auch erfolgreicher Unternehmer. Ähm
11:06
Ja, wie hat sich das dann äh sozusagen verändert, als dann eben auch die die äh Ausbildungsberufe dazu kamen und auch die Studiengänge dann in diesen Mediendesign ähm äh berufen? Ja ähm hast du selbst auch schon ausgebildet? Ähm ja
11:24
den Patrick Busse, ne? Das war mein erster.
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Ehrlich gesagt auch mein einziger Azubi noch mal aus alten Zeiten. Den habe ich dann auch mit in die der als er dann fertig war mit der Ausbildung, ist er in meine neue Firma, die virtual Public gewechselt, die ich ja 2002 gegründet habe.
11:40
Und äh hat dann lange Jahre für mich
11:43
also im Team mitgearbeitet, wie hieß das Berufsbild dann? Also Patrick hatte noch eine Ausbildung als Klassik als Mediengestalter, Bild und Ton gemacht, ne.
11:52
Ich sag mal im Bereich Animation gibt's ja keinen Ausbildungsbereich, ne? Da gibt's höchstens das Studium an der Filmhochschule und bis dato war eben alles über.
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Was Autodidaktische, ne, learning by doing, aber was was im Kern ja auch ein Studium ist. Also wir haben ja faktisch in den 90ern studiert
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Ähm und das Schöne ist an dem heutigen Zeitalter, das was ich in den Neunzigern, in drei Jahren mühsam über Handbücher.
12:18
Mir selber beigebracht, kann heute jeder studieren, junge Mensch mit intrinsischer Motivation in drei Monaten lernen. Mhm
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ne? Mit Hilfe von YouTube, man muss halt nur die richtigen, qualitativ hochwertigen Kanäle kennen, die auch wirklich Inhalte vermitteln. Hm.
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Ja da gab's natürlich auch immer Schnittmengen einmal natürlich aus privatem Interesse, auch zu Gaming-Szene, aber äh da kommen wir auch sicherlich später nochmal drauf zurück. Alles, was ihr sozusagen entwickelt, entwerfbar
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baut, äh animiert äh und mit Visual Effects noch ähm äh verschönt. Das findet ja auch in der Gaming äh Industrie ähm Anwendung mehr und mehr. Aber es ist ja immer nicht nur das, was so Schlagzeilen macht und was spektakulär ist, was man in den Medien so sieht, sondern ich erinnere mich noch an ein Projekt, das war noch in den Neunzigern,
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wo es einfach um eine Visualisierung von einer äh Textilmaschine ging. Die musste quasi nachgebaut werden, um dann die einzelnen Elemente alle zerlegt
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auf den entsprechenden äh Steuerungs äh Bildschirm darstellen zu können. Das waren dann also durchaus ganz seriöse äh Industriejobs auch. Mit mit.
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Sehr technischem Inhalt, ne? Klar, wenn du jetzt sagst, Spiel-Gaming, äh Spieler haben mich ja auch geprägt, ne. Also wenn ich jetzt wirklich zurückgehe.
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Ist, glaube ich, die.
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Die Liebe zur Computergrafik entfacht worden über Pec Man in bei ich stand mit leuchtenden Augen vor diesem CRT Bildschirm mit den leuchten mit diesen
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Figuren. Ja. Und da hat's mich schon gepackt, das weiß ich noch. Und äh Spiele begleiten mich ja bis heute. Es hat ja beim Comedoor vierundsechzig angefangen. Äh wir haben auch.
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Das war halt auch immer in dieser Arbeitskultur so, wenn man da mal wieder Leerlauf hatte, hat man da auch zusammen Spiele gespielt, äh
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im im Studio, über Spielkonsolen oder wie auch immer oder im Netzwerk. Äh das hat uns immer begleitet und fasziniert. Und äh früher waren tatsächlich noch.
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Spiele weitgehend getrennt von dem Beruf, den wir gemacht haben, aber mittlerweile wächst das alles zusammen, ne? Also äh die modernen Spiele, zum Beispiel habe ich jetzt eine Demo gesehen mit der Andre fünf, Engine fünf, ähm.
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Gibt mal einen Ausblick, wie die nächste Spielegeneration aussieht, auch von Realismus
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und da werden natürlich auch Filmdesigner gebraucht die für diese komplexen Welten die entsprechenden sogenannten Assets, also alle Gegenstände äh herstellen, modellieren, texturieren.
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Die dann vor den Spieler äh Entwicklern
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weiterverwertet werden. Da kommen wir ja schon auf äh einen wichtigen Punkt, der sicherlich auch schon in die Zukunft weist. Äh diese Verschmelzung von Werbung, äh Hollywood, also Film, Filmindustrie, Gaming-Industrie äh und äh.
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Und noch sicherlich noch anderen Bereichen, die mir jetzt äh so gar nicht einfallen, von denen ich vielleicht nicht mal was weiß. Äh da verschmilzt ja immer mehr
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aber der Punkt ist ja, sage ich mal, virtuell etwas darzustellen, äh was aber eben
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äh entweder der der Realität extrem nahe kommt in ihrem Look
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oder sogar hyperrealistisch ist, also quasi eine Realität darstellt, die äh die man ähm in der
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äh in unserer biologischen Welt sozusagen gar nicht äh in unserer Kohlenstoffwelt gar nicht äh darstellen könnte, ne? Ja klar, die Möglichkeiten in den letzten.
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Ich würde mal sagen, speziell in den letzten zehn Jahren sind immens. Haben sich immens verändert. Äh vor.
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Ich sage mal, um die Jahrtausendwende war es ja immer noch sehr aufwendig, Computer
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zum Beispiel futurealistische Computergrafiken zu erstellen. Man muss sich ja so vorstellen, im Computer baut man ähm mit einem sogenannten Drahtgitter-System
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die Modelle zusammen und benutzt dann einen Prozess, nennt sich Randering, also Bildsynthese. Mhm. Äh daraus werden dann.
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Nach Algorithmen, die äh Oberflächen nachempfinden, ähm futurrealistisch äh werden dann die Bilder berechnet und
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davor war das doch ein mühsamer Prozess, so ein Fotorealismus zu erreichen, aber mit mit einer neuen Technologie, dieser Berechnungsmethoden, nennt sich ähm bekommt man mittlerweile
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auf einfachen Knopf, also mit einfachen Methoden
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schon futterealistisches Bild. Wie ist das zum Beispiel mit Texturen? Ich erinnere mich noch, dass Texturen damals quasi Fotos von realen Objekten
16:39
waren, also ne, was weiß ich, einen Stein oder oder irgendwelchem Holzmaterialien und die wurden dann auf die Objekte
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gelegt sozusagen, wie äh äh ja wie wie man eine Tapete draufklebt sozusagen. Äh ist das heute noch genauso oder werden die Texturen komplett äh schon synthetisch äh hergestellt? Unterschiedlich. Also klar, die alte Methode, ähm indem man.
17:03
Ich sage mal, Modell abwickelt und eine Textur darauf legt, also ein Bild darauf projiziert, äh ist natürlich immer noch die primäre Methode
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Texturen werden nur nochmal unterteilt in verschiedenen Texturen und Defekte zu simulieren, wie zum Beispiel eine Rauigkeit oder äh so eine Art Relief-Map ähm
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aber immer mehr kommen sogenannte Prozederale.
17:25
Methoden. Also über mathematische Algorithmen werden Texturen erzeugt, ähnlich wie man das bei Fraktalent, die da äh einen Vorteil haben
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Sie sind erstens auflösungsunabhängig. Man muss jetzt nicht mehr mit großen Bilddaten arbeiten, weil ja die Berechnung im
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also im Berechnungsprozess erfolgt. Ähm und man kann damit wirklich die, ich sage mal, abgefahrensten Dinge machen, ja.
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Vielleicht machen wir an dieser Stelle kurz eine Pause. Wir sind ja jetzt schon in der Gegenwart angekommen. Du hast dir Musik gewünscht. Was hast du dir gewünscht? Ja, ich soviel ich weiß, erstes Lied ist äh Wating Room von. Ja, was äh hat das eine Bedeutung für dich?
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Ja, alte Kulturfabrik Zeiten aus Krefeld. Alte Kuh. Unsere Partyzeit in Krefeld. Ja, genau. Dann hören wir uns Pugacia an.
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Ja, da sind wir wieder und das war äh wohl doch nicht Fugatzi Wating Room, da habe ich einen kleinen Fehler gemacht, aber gut. Jetzt bin.
18:19
Ganz traurig. Ich mach's wieder gut. Kommen wir zurück. Äh eben äh hatte ich ja kurz dieses Thema äh äh mit dem das man hat ja immer den Wunsch in der Animation oder lange Zeit galt ja, dass äh State of the Art.
18:32
Realität nachzubilden. Heute ist man ja längst drüber hinaus, man schafft
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neue Realitäten. Man kann physikalische äh äh Gegebenheiten, Gesetze außer Kraft.
18:42
Man ist ja da völlig frei. Früher war's eben so, soweit ich mich da noch erinnern kann, dass man eben einem Stein aufwendig erklären musste, also er soll sich wie ein Stein verhalten, wenn er fällt und einen Gummiball eben wie ein Gummiball, wie äh wie sieht das heute mit der Physik in der, in der Animation aus? Und wie wird sich weiterentwickeln?
19:01
Also klar, Simulation, also physikalische.
19:05
Abläufe sind natürlich ein großer zentraler Bestandteil jeder großen Hollywood Produktion, ob das Wassersimulationen sind, also Wassersimulationen waren noch eine Zeit lang sehr, sehr aufwendig und man sieht sie halt.
19:17
Also immer auf in immer aufwendigeren Varianten und Perfektion in den Filmen. Äh das ist natürlich auch ein Resultat.
19:25
Des schnellen Fortschritts aus der Computertechnologie. Auch Haare und so Pelz. Ja, Haare und äh müssen ja bedenken, dass momentan, wo wir hier sitzen, sich tausende von Firmen genau damit beschäftigen in den Produktionen. Mhm. Und.
19:39
Produktionsergebnisse beeinflussen wieder maßgeblich.
19:44
Die Entwicklung. Ne, also der der Anspruch, also diese die nach immer aufwendigeren Methoden ist halt da und da.
19:53
Es ist letztendlich wie so ein geschlossener Kreislauf. Ne, die Computergrafik aus meiner Sicht.
19:58
Hat auch maßgeblichen Einfluss auf die digitale Revolution, weil alles, was wir heutzutage so mit uns rumschleppen, zum Beispiel ein Smartphone
20:06
wurde durch die Computergrafik mit beeinflusst, weil die Computergrafik erfordert schnellere Computer, neue Technologien, wie zum Beispiel Grafikkarten und die die Sprünge in den letzten Jahren sind enorm. Ich seh's ja selber im Alltag, wenn ich mit.
20:20
Laptop arbeite, ich habe jetzt einen Laptop mit dem also der ersetzt faktisch ein komplettes Studio. Hm.
20:26
Also ist immer ein Wettlauf zwischen sozusagen der der Technik, der Hardware und den Bedürfnissen, den Sehgewohnheiten, den Ansprüchen von dem Konsumenten auch
20:37
ähm ja, du hattest im in der Pause kurz was erwähnt von prozedualen Techniken und so äh das heißt, das was früher äh eben sehr aufwendig war, einem Gummiball zu sagen, verhalte ich für einen Gummiball oder äh komplexeren System, zum Beispiel wie heute ein Haus, zusammenst
20:57
stürzt oder irgendwelche Naturkatastrophen dargestellt werden. Äh das das muss man heute alles nicht mehr so aufwendig. Nein, äh klar.
21:05
Es kommt immer darauf an, was man machen möchte. Natürlich ist eine Wassersimulation immer noch aufwendig oder ein Gebäude zusammen stürzen zu lassen, weil diese Vorarbeit, die man dafür leisten muss, ist halt der Aufwand
21:16
Aber die Programme, also diese Simulationsmethoden oder prozedualen Workflows, ne, also Prozederal heißt ja, ich habe eine.
21:25
Bestimmte, also ich habe bestimmte mathematische Operationen, also Algorithmen, die kann ich miteinander verketten.
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Und daraus entsteht ein Endergebnis und ich kann mittendrin jederzeit was ändern oder neu hinzufügen und das wirkt sich auf das Endergebnis aus. Das nennen wir in unserer Fachsprache, also nicht zerstörbar. Mhm. Und äh diese Methode
21:45
ist so eine Zukunftsmethode in dem Bereich. Es gibt diverse Programme, die verwenden das schon, auch die Open-Sour-Software Blender. Und auch in Blender, wenn man mal jetzt
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so eine Open-Source-Software betrachtet.
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Die macht Dinge, die waren früher nur sehr teuren Programmen vorenthalten und die haben's noch nicht mal so gut gemacht wie so eine freie Software. Und äh da ist auf jeden Fall auch ständig.
22:08
Der Bedarf da nach solchen Methoden und deswegen entwickeln auch Entwickler gezielt daran weiter.
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Diese Sachen zu perfektionieren und auch an die neuesten Technologien anzupassen. Mhm. Äh dass das alles immer schneller simuliert und auch perfektioniert
22:23
simuliert wird. Ja, du hast mir schon wieder ganz viele Stichworte gegeben. Open Source ist natürlich ein tolles Thema. Äh das heißt äh da werden ja wahrscheinlich äh zig Entwickler weltweit
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weiteren arbeiten und anders als damals bei den teuren Proprietären Softwareen äh wo dann irgendwo eine Entwicklerfirma war, die begrenztes äh äh begrenzte Kapazität hatte äh Open Open Source, Open Culture, Open Data, ist ja auch bei mir schon mal Thema gewesen und wird sicherlich auch in Zukunft nochmal Thema sein. Ähm
22:52
äh prozedual, da habe ich jetzt gerade so eine Idee gehabt und das auch die den Gedanken hatte ich auch früher schon mal, wird es irgendwann so sein, dass ich das quasi verbal äußern kann, dass ich einer Maschine sagen kann, äh ich möchte bitte einen Fluss, ein Gebirgsbach darstellen, da liegt
23:07
dicker Stein in der Mitte und da führt eine Brücke drüber und da fällt dann noch da ein Baum rein und so weiter. Und dann berechnet er mir die physikalischen Gegebenheiten, die Texturen. Das soll in der Abendstimmung in den Alpen passieren und äh dann berechnet er die Prozeduren darum. Ja
23:24
zum Beispiel gibt's ja schon, also. Also es ist durchaus möglich, dass man sagt, ich habe hier einen Brief hin. Mhm.
23:29
Entweder in Form von Bildern oder in Form von Text, wie du's gerade so formuliert hast und der Computer berechnet mit sogenannten Machine Learning Methoden.
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Oder AI-Methoden, also artificial Intelligence, künstliche Intelligenz, daraus ein Ergebnis. Ob das dann das Ergebnis ist, wie's wie du's dir wirklich vorstellst, so eine andere Sache
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aber diese Methoden gibt's schon in Form von, zum Beispiel, ich male nur mit einfachen.
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Ich muss auch nicht malen können. Ich sage, okay, braun ist Stein, blaues Himmel.
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Ne? Weiß ist Wolken und dann wird daraus aus einer, ich sage mal, aus einer großen Datenbank, die dieses System hat, ne, aus naturaufnahmen oder wie auch immer.
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Wird daraus ein eine Bildkomposition erstellt
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Wahnsinn, ja, so ähnlich habe ich das tatsächlich online schon mal gesehen. Da ging's natürlich nicht um Animation, da konnte ich einfach eine Strichzeichnung machen und eine KI hat da draus ein äh Porträt
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Ja. Foto. Gutes Beispiel. Irrsinnig. Das heißt, äh da würden sich ja da sind, dann sind ja sogar noch andere Berufe davon betroffen. Im Prinzip könnte ja dann ein Autor, wenn du eine gewisse Semantik irgendwann sich aneignet, äh könnte direkt ein Film äh äh machen, der braucht keinen Regisseur, kein Team, keine Kamera, keine Schauspieler mehr. Das heißt, direkt
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aus dem Buch.
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Was da natürlich auch nicht mehr auf Papier gedruckt wird, das wird direkt als Hörbuch, wenn da künstlichen Stimme produziert und direkt noch ein Film raus produziert, nur aus dem geschriebenen Wort durchaus möglich. Äh ich halte ja alles für möglich mittlerweile. Wenn ich noch mal in die 90er zurückge
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gehe. Ähm wir haben schon damals vorausgeahnt,
25:02
dass irgendwann Ray Tracing, also diese Strahlenverfolgung, um realistische Bilder zu erzeugen.
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Da muss auch stundengerändert hat, also Bild wurde ich über Stunden berechnet
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dass es irgendwann mal in Echtzeit ist. Da haben wir damals so rumgewitzelt und haben gesagt, pass auf irgendwann, in der Zukunft wird man vermutlich nur noch auf den
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Playbutton drücken und spielt dann die Animation auf Band aus, wo wir uns geirrt haben, war das Band, ne. Aber jetzt ist.
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Sind wir angekommen seit ein paar Jahren über die neue Grafikkartengeneration von Nvidia zum Beispiel, ATX-Karten, das.
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Echtzeit möglich ist, auch jetzt zu den Spielen. Ja. Ne? Und ähm ich sage auch immer zu meinen Kindern, die ja mit dieser Technik aufwachsen.
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Ihr werdet vermutlich verblüfft sein, wenn ihr mal so alt seid wie ich, mit welcher Art von Technologie ihr
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zu tun habt, ne? Also auch dein äh Stichwort hier ähm wo wir auf jetzt auf Machine Learning und künstliche Intelligenzmethoden kommen. Das ist ja alles noch im Forschungsstadium. Es gibt natürlich schon
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Anwendungsbeispiele dafür ähm aber das, was du da sagst, dass aus einem Buch heraus ein Film entstehen kann, halte ich durchaus für möglich.
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Ob das dann qualitativ auch erstmal ein hochwertiger Film ist oder nach filmischen Stilmitteln
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Also stilistisch betrachtet, filmisch betrachtet, filmisch aufgelöst, äh vernünftiger Film ist
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Das steht ja nochmal in den Sternen. Das liegt ja wahrscheinlich dann irgendwann an der Verfeinerung der Semantik sozusagen. Das heißt, die Maschine, äh die das lernen muss, äh muss ja erstmal die Sprache verstehen, sie interpretieren beziehungsweise der Autor muss auch lernen, wie er mit der Maschine zu sprechen hat.
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Vielleicht läuft das dann über irgendwelche Sidenotes, die dann abseits von der Dramaturgischen äh Linie dann noch sozusagen die
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gestalterische Linie darstellen und ja also ich find das 'ne Wahnsinnsvorstellung, dass 'n kreativer
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Autor, eine Geschichte schreibt, hat dabei vielleicht
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Bilder im Kopf, wie womöglich Tolkin damals bei den Herr der Ringe und der braucht dann keinen Peter Jackson mehr. Der der macht gleich den Film selbst dazu. Ja gut, wenn man jetzt natürlich äh mal so ein Beispiel nimmt, dann müsste ja auch die Charaktere und Protagonisten.
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Bis in die kleinsten Details beschrieben werden, damit überhaupt der Rechner daraus eine Figur entwickeln kann. Ja, aber das sage, org
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dann bekommt man irgendwo vermutlich einen Org ausm Arsch. Aber die werden ja im Buch zum Teil eben auch beschrieben. Ja.
27:34
Vielleicht nicht alles auf einmal an einer Stelle, der wird über die ganzen Roman, wird beschrieben, äh wie der aussieht, wie der sich bewegt, was für eine Sprache der spricht, wie der kämpft äh oder was auch immer. Oder ein Hobbit hat äh Haare an den Zehen und äh so und so. Das heißt, es gibt irgendwann genug Indizien aus der Geschichte.
27:53
Und was dann noch fehlt, könnte man da eben ran geben. Gut, äh anderes Thema ist ja aber eine spannende Vision eigentlich ähm
28:00
und der Regisseur gibt Regieanweisung. Ja. An, an die virtuelle.
28:06
An das virtuelle System, um die Sachen zu optimieren. Na klar. Nach seinen Vorstellungen.
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Hm, naja, in meiner, in meiner Vorstellung ist, ist das aber machbar, wenn die Maschine das leisten kann, äh, sage ich mal, was verbal
28:18
Alles wird ja verbalisiert. Es muss ja auch ein Regisseur erstmal ein Drehbuch schreiben und äh und Regieanweisungen schreiben und was weiß ich nicht. Ähm lässt sich ja alles verbalisieren. Wie auch immer. Aber äh.
28:29
Zu äh äh Echtzeit und Gaming und äh du hattest eben schon mal die
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gesprochen und wir hatten auch im Vorgespräch schon mal über den Einsatz in der in der Filmindustrie gesprochen. Anreal Engine kommt ja aus der Gaming-Industrie, muss man vielleicht ganz kurz nochmal für unsere Hörer erklären, was das ist und welchen Einfluss das in den letzten Jahren hatte
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diese.
28:52
Ist eine sogenannte Game Engin, also äh ein ja eine Technologie, die für
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Visualisierung und die Konzeption und die Programmierung von Spielen verwendet wird und um zum Beispiel Echtzeitgrafiken darzustellen, also.
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Ne, ähm wird über diese über diese dann visualisieren. Das heißt, das ist quasi der Container für die Welt äh in der dann dieses Spiel stattfinden soll. Ja, das ist im Grunde genommen die.
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Die Technologie, die mir ermöglicht, eine virtuelle Welt zu visualisieren, physikalischen Gegebenheiten. Genau und.
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Integrieren muss ich natürlich noch eine Programmierung. Hm. Um Spielecharaktere zu steuern, ne? Ist ja nicht die einzige Angel. Es gibt ja noch andere Spiele. Es gibt die.
29:40
Äh es gibt äh andere also viele Developer, größere Developer haben dann so ihre eigenen
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Spieler Engines. Ja. Die ähm eben die Visualisierung, die Darstellung von Spielen ermöglichen. Aber die ist halt auch in den Fokus gerückt, in der in die in der Spielfilmproduktion durch die Serie The Mandalorean.
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Weil dort hat man mit Hilfe dieser Technologie faktisch eine alte Filmtechnologie, die Rückprojektion.
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Revolutioniert ins, also in das neue Zeitalter sozusagen transformiert. Ähm
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über Rückprojektionsmethoden, über große LED-Screens. Hm. Das heißt, früher hat man eben quasi ein Tuch genommen, da hat man von hinten äh was drauf projiziert, das diente dann als äh
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Filmkulisse, für den davor stehenden Schauspieler. Genau. Dann kamen die Greenscreens, da stand der Schauspieler vor einem
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Grünen im grünen Wand und wurde dann hinterher ausgeschnitten und wurde dann ausgeschnitten und virtuell in die Umgebung reingesetzt sozusagen, in die virtuell äh entwickelte Umgebung und jetzt ist es wieder so, dass man ähm äh quasi das Bild schon direkt beim Dreh
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um den Schauspieler herum hat, aber eben Projektion. Nicht als äh wirklich gebautes Set
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nicht als gebautes Set. Also du hast einen Teil des Sets schon gebaut im Vordergrund.
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Und das geht dann nahtlos in den Hintergrund über, weil du Hintergrund und Vordergrund aufeinander abgestimmt hast. Und im Hintergrund und oben auch an der Decke.
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Soll die Projektionsfläche und dort wird dann über diese in Echtzeit.
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Der Hintergrund eingespielt und der ist synchronisiert mit der Kamera, sodass ich bei bei der Kameraarbeit.
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Zum Beispiel einen Zoom oder einen Schwenk ähm faktisch die virtuelle Kamera mitbewege
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Dadurch habe ich halt einen tiefen Effekt, eine sogenannte Paralaxenverschiebung, also der verschiedenen Ebene, in der Tiefe, dass sie sich unterschiedlich verschieben. Und ich bekomme äh einen One-Shot, nennt man das, also in einem, in einer Einstellung bekomme ich alles
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inklusive Lichtreflexion, also Lichtstimmung, Reflexion. Und das ist das ähm Interessante an dieser Methode, weil sie ersetzt.
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Zumindestens in in einem bestimmten Maße den den Greenscreen.
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Und löst auch noch Probleme reflektierenden Rüstung im Greenscreen stehe, reflektiert sich in das Grün da rein
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Aber in Wirklichkeit müssen sich eine virtuelle Umgebung.
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Spiegel. Ähm ich denke, wir müssen gleich nochmal eine Pause machen, weil uns läuft so ein bisschen die Zeit davon. Äh super spannendes Thema, nur so zum Abschluss nochmal, das ist jetzt State of the Art.
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Aber hat auch noch Zukunft, das heißt diese Technik wird sich auch erstmal noch die nächsten Jahre etablieren weiterentwickeln ja. Hochauflösendere Bildschirme
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Wird immer besser. Ja.
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Also da wird sich einiges tun. Gut, dann spielen wir nochmal deinen zweiten Wunschsong. Das sollte jetzt hoffentlich Velojah von den Pixies sein.
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Ja, da sind wir wieder zum dritten Teil vom futuristischen Duett mit Professor Michael Klein von der Mediadesign Hochschule hier in Düsseldorf und wir reden über Vergangenheit und Zukunft natürlich äh von ähm einem Animation in Werbefilmen Filmbranche, im Gaming und Visual Effects
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also bewegtes, virtuelles Bild. Und zuletzt haben wir über die ähm Echtzeitmöglichkeiten von
33:18
sogenannten, die auch in der Filmindustrie äh jetzt angewendet wird, gesprochen
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und das steht natürlich in einem krassen Kontrast zur Vergangenheit, wo man auf seine Szenen, die man äh ähm entwickelt hatte und ähm.
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Programmiert und gestaltet hatte, dann Stunden oder
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tagelang im rendering warten musste, bis man dann das endgültige äh möglichst realistische Ergebnis sah. So, wie wie sieht's da äh wie geht's da weiter mit dieser mit dieser mit diesem Echtzeit-Szenario? Was was äh kann man mit diesen Echtzeit äh Möglichkeiten, diesen Ränderings, die wirklich
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im Moment äh ähm zum Beispiel parallel zum Handeln eines Schauspielers geschehen, was kann man damit noch so alles anstellen? Ja, also erstmal
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klar, die Zukunft ist Echtzeit. Mhm. Das habe ich schon vor.
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Ja, 2018 in meiner Antrittsrede habe ich die geschlossen, the futures real time. Ähm der Vorteil
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Echtzeitgrafik auch in der 3D Software selbst ist, dass die ganzen Gestaltungsprozesse dadurch viel dynamischer und.
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Viel besser werden, ne? Also heutzutage, wenn man heutzutage 'ne Computergrafik zähle für 'n Film, erstellt, hat man über diese Echtzeitmethoden auch diese prävisualisierungsmethoden, also ich kann ja mit, mit der, mit, mit 'ner
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Echtzeit Engin erstmal vor visualisieren und Spanier dadurch auch aufwendige Entscheidungsprozesse, also ich kann vorab
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entscheiden, okay, so sieht's aus und kann dann viel zielorientierter am finalen sogenannten Schott arbeiten
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Ja, also die ganze Industrie wird natürlich über diese Echtzeit-Technologie maßgeblich beeinflusst, was die Arbeitsgeschwindigkeit betrifft. Ähm jetzt werden natürlich viele sagen, oh Gott, der Greenscreen, was passiert denn da mit den ganzen
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Leuten, Spezialisten, die auf Greenscreen spezialisiert waren. Also in Greenscreen wird's nur noch eine lange Zeit geben, aber sie entstehen ja auch dadurch.
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Nicht neue Berufe, aber neue Möglichkeiten für Artist, die zum Beispiel für diese Hintergrundszenen, für diese Echtzeitanwendung ähm ähm.
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Virtuelle Umgebungen schaffen und gestalten. Das heißt, das sind dann die Entwickler, die äh die eher unreal oder andere Engines, äh Real Time Engines
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quasi mit Inhalt füllen, ne? Der dann eben nicht mehr äh sage ich mal äh statisch irgendwo ist, sondern der sich äh von vorne rein der dynamisch gedacht werden muss. Genau und
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ähm die Engin gibt ja auch die Möglichkeit, unter Umständen mit mit weiteren Methoden ähm.
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Einfache Filme zu gestalten.
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Also wo man spart sich ja diesen ganzen aufwendigen Berechnungs- und Postproduktionsprozesse und kann vielleicht sogar als äh ich sage mal Animation Director.
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Den entsprechenden Artist in relativ kurzer Zeit.
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Szenarien inszenieren und animieren und visualisieren. Das habe ich übrigens jetzt auch vermehrt
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bemerkt in so Dokumentationen, so historische Dokumentationen, wenn irgendwie gestern habe ich irgendwas äh auf ZDF Info über Attila gesehen. Und das sah mir halt auch äh diese Animationen, die da verwendet wurden, um äh Attilas Leben zu darzustellen, wurde eben nicht mehr mit Schauspielern nach
36:31
gestellt, sondern es sah mir auch sehr nach einer Gaming-Engine aus, die da verwendet wurde. Durchaus möglich. Oder auch so Weltkriegsgeschichten, da gibt's ja inzwischen auch Formate, die dann ganz
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präzise, ganz äh konkrete Ereignisse aus dem Weltkriegsgeschehen nachstellen und das auch mit Gaming Angel machen. Aber dann ähm genau, wir sind ja bei den Berufsbildern, du hast ja selber gerade schon äh geäußert, das verändert sich äh möglicherweise werden weniger und irgendwann gar keine äh Spezialisten für Green und Blues Green äh
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Technologien gebraucht, sondern eben ähm Echtzeitspezialisten, die eben dann die Gaming Engines beherrschen. Äh wie weit findet das in deiner äh Lehre und im Studium.
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Schon sage ich mal Anwendung oder wie weit werden die jetzt Studierenden
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da vorbereitet, weil ihr habt ja zum Beispiel auch Gamedesign als Fachbereich äh bei euch. Das heißt, das müsst ihr eigentlich eine mehr und mehr so eine Verschmelzung da auch stattfinden. Ja, nicht dort mit Game-Design, auch mit Mode-Design. Mhm. Ne, also virtuelle Mode
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ist auch mittlerweile möglich. Also man kann interdisziplinär zwischen den Fachbereichen.
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Auf jeden Fall zusammenarbeiten, das ist auch sehr interessant, das haben wir auch in der Planung. Ja, der äh Studiengang Digital Filmdesign heißt so, der Marketingbegriff ist ja im Kern
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Animation Visual Effects ist äh an der Mediadesign Hochschule eine generalistische Ausbildung in Anführungsstrichen. Das ist ja ein Studium
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jetzt nicht äh ist jetzt kein Unterricht, den wir machen. Äh auch äh wir nennen es ja trotzdem Ausbildung. Und wir behandeln im Curriculum alle.
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Also auch im Curriculum ist auch Anreal, also Echtzeitanwendung ist ein Thema
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ähm Verbindung mit Realfilmen, also Computergrafik mit Realfilmen, ist ein Thema, 360Grad Film VR
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Also wir haben schon die neuen Technologien.
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Implementiert im Curriculum. Wir haben auch das Curriculum 2tausend19 überarbeitet mit neuen Schwerpunkten noch im Bereich äh Charakteranimation und Animation.
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Und die Studierenden machen im Grunde genommen äh durchlaufen eine generalistische Ausbildung, das heißt also sie bekommen sie bekommen mit allen.
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In Berührung und äh wir haben in den in den Modulen ab dem zweiten Semestern ähm sogenannte Projekte.
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Beginnt mit dem Soloprojekt und dann gibt's immer Gruppenprojekte wo eben diese Technologien Anwendung finden
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können. Das heißt, sie sind auch interdisziplinär besetzt an diese Projekte. Ja, mhm. Genau, also in dem Projekten, das sind.
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In der Regel dann Kurzfilme, die von den Gruppen absolviert werden. Das beginnt, sagen wir mal, mit einem reinen also das erste Soloprojekt
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da ist doch die Technik freigestellt, da können sie sich Studierenden austoben und dann geht es in eine komplette 3D Produktion und dann drei D kombiniert mit real und dann real kombiniert mit.
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Drei D
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Was ich zum Beispiel auch toll fand, als sie noch am alten Standort gegenüber dem Amtsgericht warte, da wurden aber tatsächlich auch noch Figuren, zum Beispiel auch in Clay, also in Lehm oder andere Materialien äh wurden zum Beispiel Figuren, die als Vorlage für für Game-Design dienten, ähm
39:39
äh noch handgebaut, ne? Äh bei den Game-Designer, wir haben das jetzt im äh Filmdesign nicht. Und da kann man kommt ja wahrscheinlich dann auch noch andere Technologien zum Einsatz, wenn man so einen Prototypen braucht, was Sache dann auch schnell mal 3D zu.
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Aber du sprachst eben auch im Vorgespräch von einem Begriff ähm das das war auch eben mein Gedanke, den ich äh kurz äh verloren hatte ähm vom Scalp
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und ich erinnere mich noch äh in seiner Zeit in unserer Zeit, in der frühen Zeit, Neunzigern, da musste äh äh eine Form noch über Polygone und weg
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mühsam zurecht gezuppelt werden, sage ich mal, also man zupfte hier und zupfte da, bis man dann irgendwann ein Ergebnis hatte, wo man zufrieden mit war. Und heute ist man ja eigentlich eher fast wie so ein Bildhauer und hat äh ja. Sogar direkt
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mit virtuellen Blicken äh kann man ein Objekt eben so kneten, formen, bearbeiten äh wie wie
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wie man's möchte und auch wirklich dann schon so sehen, wie's äh am Ende aussieht. Richtig und man sieht auch, wenn man auf so Plattformen wie Artstation mal sich so Portfolios anschaut
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ähm eine Generation von Künstlern und Bildtowern, die auch den Zugang zu dieser Technologie haben, also dieses Arbeiten mit digitalem Ton.
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Da sind wirklich atemberaubende.
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Ergebnisse und Kunstwerke entstehen da, weil ja auch dann Talent auf Technologie trifft und Skype-Ding nennt man ja diese Methode, wird natürlich hauptsächlich auch in der Filmindustrie für Quietscher-Design, ne, also für
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die Gestaltung, das Design von Monstern und virtuellen Figuren verwendet. Ähm also man muss, es gibt einmal die klassische Modelliermethode.
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Nach bestimmten Regeln funktionieren muss, ne? Da muss die sogenannte Topologie, also das Modell nach bestimmten Regeln vor äh Folgen
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damit das hinterher auch animierbar ist, aber man verwendet natürlich zum freien Arbeiten diese Skulpting-Methode.
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Und verwandelt das hinterher wieder in ein, ich sage mal, aufgeräumtes Drahtgitter.
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Ähm da ist ja dann immer noch ein bisschen Handarbeit gefragt, wird da auch KI und so mehr oder AI, KI, nochmal mehr eine Rolle spielen
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das heißt, ich kann dann auch mehr und mehr äh sage ich mal, äh Dinge schon äh programmieren oder verbalisieren algorithmisieren
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und äh sozusagen äh dann am Ende das womöglich umschreiben, ich möchte einen alten Menschen, der ist eins achtzig groß, äh ist äh von der und der Ethnie und was weiß ich nicht und dann kommt dann irgendwie eine Figur raus oder ein Monster
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Ja, Andre hat ja jetzt so eine Technologie, ich muss mal überlegen, wie die wie die Bezeichnung, wo virtuelle Menschen realistische Menschen ähm.
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Erzeugt werden können, ne? Ja, wir kommen jetzt leider schon langsam zum Ende. Ein paar Minuten, ja, ich könnte noch stundenlang mit dir reden und es gibt auch noch einige Fragen, die ich leider noch gar nicht angesprochen habe. Vielleicht in aller Kürze äh zum einen ähm äh was ist so mit
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irgendwie. Ist das äh ist das ein Problem äh sensibilisiert ihr äh auch die eure Studenten auf solche Sachen? Äh also zum einen damit kein Mist.
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Auch zu treiben, zum anderen aber auch die die Sehgewohnheiten zu schulen, nicht womöglich auch selbst darauf reinzufallen, ist das, wird sowas besprochen. Ja, die moderne
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äh Technologie hat ja Fluch und Segen zur gleichen Zeit, ne. Wenn man sie richtig verwendet, hat sie Vorteile, aber sie kann ja auch missbraucht werden. Ja. Also die fake ist ja ein gutes Beispiel
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beziehungsweise ich sag den Studierenden, ihr wir wissen natürlich uns muss bewusst sein, wir dürfen keinem Bild mehr glauben, was wir im Netz sehen, theoretisch
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weil man kann natürlich auch, natürlich sind die Prozesse noch aufwendig, Bilder zu manipulieren, aber ist ein gutes Beispiel. Es gibt einen YouTuber, der hat über seine
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wirklich eindrucksvollen deep Fake.
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Beispiele an großen Blockbustern jetzt ein Job bei bekommen, weil er es besser gemacht hat, als One-Man-Show.
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Ein ganzes Team bei
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Und der hat's aber immerhin mit einer guten Intention gemacht. Der hat ja jetzt damit keine politische oder Betrug oder sonst was oder Diskreditierung betrieben. Er wollte einfach seine Fähigkeiten zeigen und äh hat das öffentlich gemacht und hat sich letztendlich eine eine Expertise damit geschaffen. Äh das andere Thema, was ich gerne noch ein bisschen äh
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angesprochen hätte. Im Moment ist ja dieses NFT ein großes Thema, die Monetarisierung von Kunst und Gestaltung, Design, Musik und allen möglichen Gebirgen, über äh über die ähm Kryptographie sozusagen, ist äh ist ist da auch schon was in Sicht den, in eurem Metier, auch nur ganz kurze Antworten. Auch Erik, ich kann nur sagen,
44:12
solange das noch an einem Spekulationsobjekt gebunden ist
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sehe ich da momentan keine große Aussicht, äh damit ernsthaft einen Wert zu definieren. Es wird ja als Spekulations äh Instrument ein bisschen missbraucht. Äh in meinem Bereich, es es gab.
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Mal so eine Welle, als das grade gehypt war, da haben die Leute angefangen, da ihre Grafiken.
44:33
Zu versuchen, zu monetarisieren, aber ist ja wieder eingeschlafen. Also ich habe jetzt lange nichts mehr von NFT gehört. Ja
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Was äh würdest du denn jetzt jungen Menschen noch so mit auf den Weg geben, da du ja nun mal Dozent bist und äh jetzt äh schon mehrere Generationen von Studenten äh auf den Weg in den Beruf geschickt hast? Ähm wenn sie sich für dieses Thema interessieren
44:57
wo sollten sie ihr Augenmerk drauf haben und äh ein bisschen in die Zukunft nochmal zum Schluss schauend, mit wenigen Worten, wenigen Sätzen, was sollten sie äh äh bei der Berufswahl berücksichtigen?
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Oder mitbringen auch? Ja, erstmal versuchen, was zu machen, gerade in meinem Bereich, ähm was einem Spaß macht.
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Ähm das Internet sinnvoll nutzen, also zu lernen, nach Inhalten zu suchen, die auch einen weiterbringen. Ähm und.
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Es gibt halt mittlerweile Möglichkeiten über freie Software äh Vorkenntnisse sich selbst zu erarbeiten. Stichwort Blender. Blender, Stichwort Blender.
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Das ist ja so ein Konzept für 'ne Ausblick auf 'ne kooperative Gesellschaft in der Zukunft funktioniert perfekt. Also man hat heutzutage die Möglichkeit.
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Bevor man sich für ein Studium interessiert, sich Grundfähigkeiten anzueignen über übers Selbststudium zu Hause.
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Da gibt's ganz, ganz viele Beispiele im Netz mittlerweile. Mhm und was ist äh vielleicht noch ein mega Hype
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der nächsten Jahre, den du vielleicht kommen siehst, du hast Echtzeit genannt, äh wo wird vielleicht jetzt noch, wo gibt's vielleicht noch einen Trend oder eine junge Entwicklung, die gerade in den Startlöchern steht, die im äh in Animation, Filmmaking, Game Us. Wird sicherlich
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ein Riesending werden, äh Virtual Reality ist immer noch ein bisschen eingeschränkt über das digitale Brett vom Kopf. Äh
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ist aber eine Riesensache. Also ich habe ja selber zwei VR-Brillen zu Hause und meine Kinder nutzen das. Ja. Und äh riesen Begeisterung, Faszination. Das wird ja auch gefördert von den Mobilfunk äh Mobil, äh die weiß an äh Entwicklern, die ja jetzt auch die entsprechenden Chipsets äh für Virtual und Augmented Reality äh weiterentwickeln. Das heißt, auch das wird
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miniaturisiert und mitführbar. Natürlich. Und ich kenne die normale Brille aufm Kopf haben und kann dann ja. Virtuelle Inhalte projizieren.
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Ja. Ja, spannende Entwicklung und wir hätten noch äh stundenlang reden können. Ich kenne dich, du hast noch mit Sicherheit viele Anekdoten aus der Vergangenheit, aber auch viele aktuellen äh Themen und äh so auf der Pfanne. Leider, leider äh geht unsere Sendezeit zu Ende. Teil zwei, machen wir mal Teil zwei oder das P
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picken uns nochmal ein Einzelthema raus. Äh es hat mich sehr gefreut, dass du hier warst. Danke für die Einladung. Genau, das war äh Professor Michael Klein von der Media Design Hochschule und mit seiner eigenen Firma auch in dem Metier unterwegs unter Virtual Republi.
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Äh auf unserer Seite Stream DE findet ihr auch weiterführende Informationen zum Michael und äh sein Projekt
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und ich habe äh mich sehr gefreut, dass du hier warst. Es war ein spannendes Gespräch. Äh damit verabschiede ich mich in den Abend. Vielen Dank, Michael. Ja, bitte sehr.
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Ihr hört das futuristische Duett auf Stream de Radio.
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Music.
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NRT. Ansage von eine Fotos Podcast Produktion 2tausend12und.