8 Fuß - der Orgelpodcast

Dieser Podcast beschäftigt sich mit Kirchenmusikern und ihren Instrumenten. Ich selbst spiele seit vielen Jahren Orgel und finde die unterschiedlichen Klänge sowie auch die Persönlichkeiten an der Orgel immer wieder schön zu entdecken. Ich möchte euch auf eine Reise durch diese Welt mitnehmen!

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episode 7: Ein Streifzug durch Augsburg und digitale Orgelsoftware [transcript]


Hannes Ritschel ist Organist und Informatiker in Augsburg. Mit ihm spreche ich über verschiedene Orgeln in meiner Heimatstadt Augsburg, über moderne Orgelmusik und kostenlose Software fürs Orgelüben daheim. Außerdem präsentiert er mir die Orgel in St. Nikolaus Immenstadt.

Galerie Immenstadt Kongresshalle Augsburg Links

Wie im Podcast angesprochen haben wir über folgende Software gesprochen:

  • GrandOrgue (Virtuelle Pfeifenorgel): https://sourceforge.net/projects/ourorgan/
  • Website von Piotr Grabowski (u.a. kostenlose Samplesets für GrandOrgue): https://www.piotrgrabowski.pl/
  • Audactiy (Audio-Editor): https://www.audacityteam.org/
  • Ardour (Digital Audio Workstation): https://ardour.org/
  • MuseScore (Notensatz): https://musescore.org/

Der Beitrag Ein Streifzug durch Augsburg und digitale Orgelsoftware erschien zuerst auf 8 Fuß.


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 2021-09-28  1h13m
 
 
00:00
Willkommen zu einer neuen Ausgabe des Orgel-Podcasts und mich freut es ganz besonders, dass es heute zurück
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in meine Heimat geht. Ich komme aus Augsburg, wohne jetzt zwar in Linz
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und es hat sich lange nicht ergeben, auch im Bereich Orgel mal wieder meine Heimatstadt ein bisschen kennenlernen zu dürfen. Deswegen freue ich mich sehr besonders, dass heute Hannes Ritschel bei mir ist. Grüß dich nach Augsburg.
00:21
Hallo. Ich habe gesehen, du bist an der Universität Augsburg tätig im Bereich Informatik und äh kümmerst dich darum, dass Roboter.
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Wie soll ich sagen, menschlicher werden, habe ich so den Eindruck und auf der anderen Seite bist du Kirchenmusiker, hast auch die Crüfungen, Kirchenmusik abgelegt, spielst Konzerte,
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Was würdest du sagen, brauchen wir irgendwann den ähm Roboter an der Orgelbank, weil uns die Leute ausgehen? Oder wie gehen wir da weiter vor?
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Ja, ich glaube den den Roboter an der Bank gibt's, glaube ich, sogar schon. Äh es gibt tatsächlich schon so Aufsätze, die man auf Tasten ähm setzen kann, die dann spielen
01:01
Ähm aber ja, die äh Art von Roboter, mit der ich mich beschäftige, das sind andere Roboter, das sind soziale Roboter,
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das heißt die sollen mit den Menschen interagieren auf möglich ja intuitive Art und Weise.
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Aber ähm ich hoffe, dass wir die nicht an die Orgel setzen müssen, sondern dass wir da immer noch selbst sitzen dürfen und selbst spielen dürfen und improvisieren.
01:26
Das äh wäre mir schon ein Anliegen. Das glaube ich dir aufs Wort. Ich,
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Vom Aras Elektroniker, was wir hier in Linz haben, was ja auch so eine Vermischung von Informatik und Kunst ist. Ähm so den Bereich auch den Roboter
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oder die KI, besser gesagt, die künstliche Intelligenz improvisieren zu lassen. Wäre das für dich auch ein komplett spannendes Feld, dass eine künstliche Intelligenz an der Orgel mal improvisiert?
01:52
Ja, ähm also spannend, das ist sicherlich auf jeden Fall,
01:56
ähm die äh Vermischung zwischen ähm maschinellem Lernen und äh Musik. Ähm da gibt's ja auf jeden Fall auch schon ähm viele Projekte.
02:06
Man kann sicherlich auch mal irgendwie was trainieren im Stile von zu improvisieren oder so,
02:12
Wäre sicherlich auch ganz interessant, was dabei rauskommt, aber ähm das mache ich im Moment nicht. Ähm vielleicht später mal. Schauen wir mal.
02:21
Schauen wir mal, ist so der österreichische Ausdruck, hm, dann doch lieber nicht. Also im Moment übe ich erstmal noch lieber selbst. An was übst du zur Zeit so?
02:33
Äh im Moment grad ähm äh Musik von improvisationen ähm über Stelle und äh die Petition. Ähm.
02:47
Und 4undneunzigster Psalm ähm spiele ich alles demnächst in einem Konzert, deshalb ähm muss das wieder gut laufen und ähm.
02:57
Darf ich noch ein bisschen ähm ein paar Tage Zeit, um das vorzubereiten, ja.
03:04
Und für alle, die sich jetzt gerade diese furchtbar komplizierten Komponisten und Stücknahmen angehört haben, aber so wie ich jetzt grad nicht viel damit anfangen kann, kannst du so ein bisschen in ähm ins Bild holen
03:15
Was sind das für Komponisten, ähm was zeichnet sie aus und was zeichnet vor allem natürlich die Stücke aus, die du gerade übst?
03:22
Ja, also das äh fällt so in in mein Steckenpferd von Musik, was ich gerne spiele,
03:28
Also ähm war ein deutscher Komponist, ähm ein Organist, der ähm im Prinzip nur diese eine große Orgelsonate, der 94. Psalm hinterlassen hat.
03:42
Leider ähm ist nämlich eine sehr gute Musik, der es aus dem 19. Jahrhundert,
03:48
und ähm waren Franzose, der auch äh exquisit ähm improvisiert hat und von dem ähm wurden
03:58
mehrere Improvisationen aufgenommen und danach träglich nochmal transkribiert in Notenform, so dass jetzt eben auch.
04:07
Jede nachfolgende Generation die Möglichkeit hat diese Stücke praktisch nochmal.
04:12
Nach ähm zu üben und diese Improvisationen dann aufzuführen. Ähm da gibt's zum Beispiel eine Transkription von.
04:21
Ich glaube von Maurice das was ich jetzt hier habe als Notenmaterial ist nochmal eine andere Abschrift oder eine andere Transkription. Aber ja das sind auf jeden Fall ähm.
04:33
Ja, wichtige Komponisten jetzt der deutschen und französischen Orgelmusik. Also zu der Information ist auch noch ein neuer Komponist im Sinne von ich glaube ähm.
04:46
Zwanzigstes Jahrhundert, also der ist, glaube ich, so an der Übergang von neunzehntem zum zwanzigsten Jahrhundert angesiedelt. Müsste ich nochmal genau nachgucken, aber ähm ja.
05:00
Also kann man sagen, die spätromantischen Franzosen haben Sternen getan,
05:04
Auf jeden Fall, ja, also so ab 19. Jahrhundert primär spiele ich eigentlich 20. Jahrhundert und auch so ein bisschen 21. Jahrhundert,
05:13
auf jeden Fall so die Musik, die ich sehr gerne mache.
05:16
Auch gerne irgendwie in Kombination zum Beispiel jetzt irgendwie dieses Jahr hatte ich auch zweimal noch mit dem Schlagzeuger mit Nathan Ott gespielt, also Orgel Plus Schlagzeug. Das geht, da gibt's,
05:30
genau da gibt's auch äh zeitgenössische Komponisten, da gibt's auch viel für.
05:35
Oder Percussion plus auch super spannend.
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Also gerade so neuere Musik. Also 20, 21. Jahrhundert finde ich einfach super spannend.
05:49
Finde ich gerade auch sehr spannend, wie du mir so versuchst, die Eindrücke zu schildern. Aber vielleicht, dass man sich noch ein bisschen besser vorstellen kann, also spätromantik ist für mich
05:57
doch der sehr ähm voll und vielleicht ein bisschen artonale Orgelklang, ja, dieses etwas mehr Experimentierfreudige, aber wie kann ich mir das 21. Jahrhundert
06:08
als Orgelmusik vorstellen.
06:10
Also 21. Jahrhundert würde ich mal sagen, die Sachen, die ich bisher gespielt habe, ähm die sind schon noch relativ tonal. Ähm also.
06:21
Zum Beispiel, also einfach von lebenden Komponisten zum Beispiel von Olivier Latri, ähm also das ist ja auch ein ganz bedeutender französischer Organist.
06:30
Der hat auch selber komponiert da gibt's auch ein Werk was noch zusammen mit Singstimme ist, auch über so einen gregorianischen Koral.
06:39
Und das aber dann eben sein eigener Stil, der da einfließt, der natürlich irgendwie tonal sehr angereichert ist, auch so in dieser französischen Tradition.
06:48
Ähm die so eben sich über die Jahrhunderte beziehungsweise dann auch im 20, 21. Jahrhundert entwickelt hat,
06:56
Aber ich würde mal sagen, es ist auf jeden Fall jetzt.
06:59
Nichts, was man ähm in jedem Augekonzert hört, sondern das sind dann schon eben Sachen, die auf jeden Fall so ein bisschen,
07:06
Extravaganter ein bisschen artonal vielleicht erstmal klingen wenn man sie aber eben ja öfters mal hört.
07:15
Dann wird man da so richtig von vereinnahmt und feiert das dann total.
07:21
Kannst du es noch ein bisschen genauer fassen, also wie kann ich's mir vorstellen, sind das mehr
07:26
atmosphärische Stücke oder lehnen sie sich an ihr ältere Melodien an im Sinne von einer Koaliverarbeitung, wie es jetzt von Bach kenne, nur eben anders aufgezogen
07:37
in welche Richtung geht das so ein bisschen, gerade auch wenn du sagst, es gibt dann Stücke mit Percussion, also läuft er dann, weiß ich nicht, eine Coverversion von Lady Gaga zum Beispiel,
07:47
Nee, ich würde sagen, es sind auf jeden Fall schon noch ähm,
07:50
eigene Werke, also was was oft gerade ja bei Orgelmusik zum Beispiel ist, das ist das eben noch zum Beispiel gregorianische Korelle,
07:59
Als Grundlage dienen, die ja schon viele Jahrhunderte alt sind, die aber harmonisch total modern dann verpackt werden.
08:06
Also wo man im Prinzip nur noch die Melodie als Ausgangsmaterial hat, aber,
08:12
in ganz äh wilden und neuen ähm ja Harmonien praktisch, das Ganze vertont wird. Und oftmals dann natürlich auch irgendwie mit entsprechendem.
08:23
Ja, Effektmaterial, was man einfach, ja, in in der Vergangenheit nicht so oft äh genutzt hat, also einfach die Art und Weise, wie gespielt wird.
08:33
Und ähm wie diese Harmonie in dieser Akkorde gebildet werden, die sind auf jeden Fall ähm deutlich anders natürlich, als man das jetzt irgendwie im 17. Jahrhundert gemacht hat,
08:42
da sind viele Reibetöne mit drinnen, die aber dann halt auch sehr elegant wieder aufgelöst werden,
08:49
und das Ganze ist dann zusammen mit ähm einer tollen Registrierung einfach ein ähm ja durchaus auch fairisches Erlebnis, also bei Schachtel,
09:00
zum Beispiel, der hat zum Beispiel viel so ähm wow immens zum Beispiel benutzt, also was ja so eine ähm.
09:09
Spezielle Zungenart ist, ähm die so ein bisschen, ja, einen schnarchenden Klang hat und der hat die zum Beispiel solistisch sehr stark genutzt.
09:18
Und ja, da so hat halt ja da auch jeder Komponist so seinen eigenen Stil und seine Harmonien, die er gerne nutzt. Und ähm gerade bei den Franzosen, die haben da eben eine eine Tradition, die sich da gebildet hat und das sagt mir einfach stilistisch sehr zu.
09:34
Klingt wirklich sehr spannend und alle Hintergrundinformationen zu diesem Podcast findet ihr natürlich auf Orgel Podcast Punkt DE. Also auch ein paar Stücke zum Nachhören und reingrooven in die Themen, die wir hier anreisen.
09:48
Gibt es dann Stücke, ähm die du gerne mal oder Melodien besser gesagt, die du gerne mal transformieren würdest, in so eine Post moderne Orgelkomposition?
10:01
Melodien, die praktisch schon bestehen, die ich selbst gerne weiter würde.
10:06
Fällt mir um Momente gerade nicht spontan ein, weil ich primär eigentlich Literatur übe zur Zeit,
10:15
Aber selbst mal was komponieren wäre auf jeden Fall ähm ja etwas, was ich mal wieder gerne tun möchte, ähm wo ich mich aber dann, glaube ich, auch weniger an schon bestehendem.
10:26
Ausrichten möchte, sondern eher ausprobieren, was mir eben selbst liegt.
10:32
Aber ja, also gerade Gregorianische Korelle, zum Beispiel, die eignen sich eigentlich sehr gut, dass man selber auch so ein bisschen dazu improvisieren kann.
10:40
Weil man eben entsprechend die Harmonien.
10:43
Auch äh modern gestaltet zum Beispiel. Da hat man viel äh Spielraum auf jeden Fall. Also das kann ich mir durchaus vorstellen, dass man sich mal sagt, okay man ähm.
10:52
Schnappt sich so eine alte Melodie und versucht einfach, was man daraus basteln kann, ähm aber ja, also,
11:01
Ähm da gibt's viele Möglichkeiten. Ähm ich bin jetzt bisher noch nicht so der der Komponist. Ich habe zwar immer mal wieder ein bisschen was komponiert,
11:09
aber ähm primär bin ich schon im Moment eher so der Literaturspieler. Also Spiele ähm schon fertige Noten praktisch.
11:18
Ja, kann ich verstehen, ähm.
11:20
Ich weiß nicht, ob's mir liegen würde, ich hab's noch nie ausprobiert, aber da fehlt mir auch ein bisschen der Background zu in der Musiktheorie, um das ausprobieren zu können, denke ich.
11:29
Was würdest du sagen, weil wir gerade so auch ein bisschen die postmoderne angeschnitten haben und du ja auch als ausgebildeter Kirchenmusiker sicherlich auch den ein oder anderen Gottesdienst von innen gesehen hast,
11:40
Denkst du, dass mehr Popkulturelle Musik inszeniert durch die Orgel vielleicht etwas wäre, was die Leute.
11:48
Mehr interessieren würde für die Musik oder anders interessieren würde?
11:53
Also ich denke mal, dass ähm ja, also moderne Musik im Sinne von Unterhaltungsmusik ähm.
12:01
Ist, denke ich mal, ähm für jeden, der halt nicht gewohnt ist, ähm andere Musik zu hören, sicherlich ein dankbarer Einstieg, sage ich mal. Es gibt ja irgendwie so neue geistliche Lieder auch,
12:12
in dem katholischen Gesangsbuch beispielsweise, die eben auch versuchen auch harmonisch so ein bisschen moderner zu sein und,
12:21
eben die Leute praktisch ähm ja dadurch ein bisschen ähm abzuholen an dem aktuellen ähm Musikgeschmack.
12:29
Ich selbst bin jetzt persönlich mehr wirklich so der totale Orgel-Freak, sage ich mal, also ich ähm mag echt so diese traditionelle Orgelnmusik.
12:42
Im im klassischen Sinne sozusagen. Also wie eben ähm diese ganze Improvisation und ähm die Literatur eben aufgeschrieben wurde
12:51
Ähm das ist, glaube ich, aber in meinem Fall trotzdem eher so die Klassik-Ecke als ähm die Unterhaltungsmusik.
12:59
Was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden in der Zukunft. Genau, ja, also es gibt ja auch, es gibt ja auch Arrangements von allen Möglichen, wenn man jetzt irgendwie zum Beispiel,
13:08
auf YouTube irgendwie sucht oder so,
13:12
Es gibt ja super Arrangements auch von Leuten, die Soundtracks beispielsweise dann auf die Orgel übertragen haben. Ähm ich selber spiele ja auch Arrangements von.
13:22
Beispielsweise in die Karneval der Tiere oder so ähm Musik, ähm so Soundtracks an sich, ähm höre ich auch selbst viel und finde ich auch super spannend. Habe auch erst kürzlich ähm in einem Konzert, so ein.
13:34
Auftragswerk gehört, was ich super fand, was tatsächlich äh eigentlich wie Interstellar war, nur eben perfekt auf die Orgel zugeschnitten.
13:43
Und ein bisschen vielschichtiger und ja eben etwas wie so 'ne Mischung aus Klassik und Unterhaltungsmusik.
13:52
Beziehungsweise Soundtrack Musik.
13:54
Ähm das auf jeden Fall finde ich da. Legt sehr, sehr viel Potenzial drin und da würde ich mir auf jeden Fall wünschen, dass das mehr kommt. Das äh ist für mich aber jetzt auch eher so im Konzertantenbereich angesiedelt. Also,
14:06
Musik, die man sich eben der der Musikvillen anhört und jetzt nicht zwingend irgendwie, um jetzt irgendwie in einem.
14:13
Ähm Gottesdienst irgendwie ein äh ein ein Gottesloblied irgendwie im Stil von Hans Zimmer zu singen, das ähm würde, glaube ich, äh nicht so ganz passen.
14:24
Ja, Gladiator, glaube ich, im Gottesdienst hätte eine gewisse Komik, aber würden nicht ganz reinpassen, da gebe ich dir vollkommen recht.
14:32
Aber das heißt, für solche Orchestralen Stücke braucht man ja auch sehr orchestale Orgeln, also vermutlich eher die neueren Modelle oder halt die spätromantischen.
14:42
Welche würden dir da einfallen, wo du sagst, das ist eine richtig coole Orgel für so was?
14:48
Also ja generell würde ich mal sagen so drei manualige Instrumente,
14:55
ähm sind generell, denke ich, gut geeignet, wenn man so
14:59
Ja, eher orchestrale, Musik oder sinfonisch, romantische Musik machen möchte, zwei manuale haben meistens so ein bisschen das Problem, dass man viel umregistrieren muss.
15:10
Aber generell also es gibt natürlich sehr viele schöne Instrumente, je nachdem hier in Augsburg zum Beispiel gibt's viele schöne Instrumente,
15:20
sowohl zwei Manualik wie auch drei Manualik wie auch vier,
15:25
Klar, da ist natürlich ähm die die große Argländer Ulrichsbasilika ähm mit zwei mal zweiunddreißig Fuß ähm und irgendwie acht bis zwölf Sekunden glaube ich.
15:37
Ein echter Hinhörer würde ich mal sagen, das sollte man auf jeden Fall mal gehört haben.
15:43
Ähm also so ein Tutti dort ist auf jeden Fall ähm ein Erlebnis, das durch Mark und Bein geht.
15:50
Aber es gibt natürlich auch in sehr vielen Kirchen sehr schöne Instrumente, also zum Beispiel.
15:57
Sankt Moritz, Sankt Elisabeth, Sankt Thaddäus, ähm.
16:02
Da gibt's also Sankt Georg, ähm ganz viele Instrumente, die echt schön klingen und jetzt bald demnächst, also ab morgen auch ähm die Orgel im Kongress am Park, die gerade.
16:16
Ja saniert wurde und die dann morgen eingeweiht wird und da bin ich auch schon ganz gespannt, weil ich selbst hab diese Instrument auch noch nie gehört, seitdem ich in Augsburg bin, war diese Orgel nicht mehr bespielbar,
16:29
Und die wurde jetzt sehr umfangreich modernisiert, saniert, überholt,
16:34
hat einen neuen Spieltisch erhalten und dementsprechend ähm ist es sicherlich ein,
16:40
neues Instrument, was es wieder zu entdecken gibt hier in Augsburg. Für jeden, der mal gerne in Augsburg Orgelmusik hören möchte.
16:49
Da hast du einen sehr spannenden Punkt angesprochen und auf Orgel Podcast Punkt DE findet ihr sowohl den alten Spieltisch, wie auch den neuen, den du dankenswerter Weise für uns fotografieren hast. Die Kongresshalle ist im Grunde, ja, ein größeres Konzerthaus,
17:03
und ich muss gestehen, wir sind ja beide das gleiche Baujahr. Ich habe diese Orgel auch noch nie gehört. Sie war immer irgendwo hinter den Holzpanelen verkleidet,
17:13
und ich bin wirklich auch selber gespannt, wie sie klingen wird. Fand aber, wenn ich ehrlich bin, den neuen Spieltisch ein bisschen arg.
17:22
Auf jeden Fall so im im Stile, der ja dieses dieses äh Saals dort auch gehalten, also von den Materialien her passt er natürlich gut zur Hagel,
17:32
von dem Stil her passt er sich auch gut in diesen Raum dann an, weil dieser Raum hat auch so ein bisschen Schrägen,
17:39
und ähm der passt sich einfach gut jetzt so in diesen dieses Gesamtbild von diesem Saal dann mit ein.
17:46
Der alte Spieltisch war ja direkt an dem Instrument angebaut.
17:51
Ähm der Neue ist dementsprechend so ein äh freistehender Spieltisch, den man auch dann natürlich beliebig im Raum platzieren kann. Auf der Bühne.
18:00
Ähm,
18:01
Sicherlich ist es immer Geschmackssache. In dem Fall ist es einfach sehr schlicht und ähm man hat irgendwie die Register, es ist alles Notwendige, was man als äh Organist irgendwie braucht, immer sofort zur Hand, denke ich.
18:14
Und dementsprechend denke ich, da geht's auch einfach um so eine gewisse Schlichtheit, damit es jetzt irgendwie in dem.
18:22
Sich auch entsprechend wieder ähm ja geeignet ja in das Ganze integriert.
18:30
Ja diese neuen, freistehenden äh Spieltische sind dann moderne, also in der Elbphilharmonie ist es ja so, im Wiener Dom ist es so, also ich glaube, das ist einfach grade der neue Trend.
18:42
Genau, also allgemein finde ich's super, wenn's sowas überhaupt gibt,
18:47
so einen freistehenden Spieltisch, weil man dann natürlich auch als Organist mehr die Möglichkeit hat zu hören, wie das Ganze auch in dem jeweiligen Raum überhaupt klingt. Ähm weil meistens, wenn man direkt an der Orgel sitzt, hat man ja doch eher einen sehr.
19:01
Ja nicht verzerrt aber ein ein Klangbild was eben anders klingt als das was man unten hört. Also,
19:08
Gerade in in Kirchen jetzt natürlich hat man immer irgendwie noch den Hall mit dabei und je nachdem, ob man so halb in der Argel drin sitzt, hört man dann eben nur Pfeifen, die,
19:19
relativ nahe an einem sind, dann stark und der Rest ist dann relativ.
19:24
Leise zu hören oder verzögert und dann braucht man einfach so ein bisschen Erfahrung, dass man weiß, wie das wahrscheinlich unten klingen wird.
19:32
Und da ist natürlich super, wenn man irgendwie so 'nen freistehenden Spieltisch hat und dann theoretisch auch mal von unten spielen kann. Den Luxus hatte ich leider bisher noch nicht, aber ähm wer weiß.
19:44
Vielleicht kommt's ja mal.
19:47
Da gebe ich dir vollkommen Recht, äh ich kenn's aus einer Kirche, die hat einen Spieltisch in der Absis vorne,
19:55
allerdings kein Freistehenden, er hatte aber den wunderbaren Nachteil, dass du,
20:00
ein paar hundert Millisekunden verzögert die Reaktion der Orgel hattest, indem ich in Sankt Stefan, steht in der Absis ein kleinerer Spieltisch für die Orgel und der hat leider den Nachteil, dass das Signal ein Stückchen braucht, wodurch du,
20:14
erst mit einer gewissen Verzögerung hörst, ob du dich verspielt hast. Ist ein bisschen gefährlich, aber lustig.
20:20
Ja, auf jeden Fall. Also tatsächlich in der Ulrichs Basilika das ist auch so, dass man von oben auch äh die Chorargel spielen kann.
20:28
Und wenn man die spielt, dann hört man das auch erst mehrere Millisekunden, also vielleicht so eine Viertelsekunde später,
20:35
da darf man dann echt nicht mehr sich selbst zuhören, sondern man muss wirklich äh stur.
20:40
Ohne zu hören, seine Noten spielen im richtigen Tempo, weil sobald man selbst sich zuhört, hat man auch schon verloren, weil dann kommt alles durcheinander. Äh da muss man dann echt äh einfach,
20:52
Ja, gut darin sein, sein eigenes Spiel zu ignorieren.
20:57
Ist auch ein Statement. Einfach ignorieren, einfach die Finger bewegen lassen und ja nicht nachdenken. Das ist immer die ganz große Gefahr. Sobald man einmal nachdenkt, ist vorbei,
21:06
Ja, genau.
21:08
Die Ullrichs Basilika finde ich auch sehr schön. Ich kann mich noch an, glaube ich, einen Auszug erinnern. Es ist schon sehr, sehr lange her. Und es ist eine bombastische Orgel. Wo würdest du sagen, sitzt man in der Ulrichs Basilika am besten um den maximalen Klang.
21:23
Über sich ergehen lassen zu können. Also ich selbst ähm sitze meistens so im.
21:31
Ja, so zwei Drittel höher ungefähr oder so Mitte ungefähr. Ich weiß nicht, ob das jetzt der perfekte Platz ist,
21:39
Aber es ist immer, finde ich, ganz gut, wenn man noch so ein bisschen direkten Klang hat, aber natürlich auch nicht irgendwie direkt unter dem Instrument sitzt, weil dann hat man meistens auch nur irgendwie so den indirekten Klang, der eben über die Reflexionen zurückkommt.
21:54
Das heißt, so, ja, in der Mitte eigentlich oder so vorderes Drittel, sitze ich meistens und da finde ich klang das immer super.
22:03
Ein Instrument, was ich tatsächlich in Augsburg etwas schwächer finde. Es ist zwar schön, aber für die Größe der Kirche durchaus, na ja, so mittel. Ich muss gestehen, die augsburger Domorgel
22:16
da hätte ich mir mehr erwartet. Ich weiß nicht, wie's dir da geht.
22:19
Domargel ist, glaube ich, auch irgendwie eins der eine der kleinsten Domargeln überhaupt oder sogar die Kleinste, was ich mal gelesen habe. Ähm das ist halt ein zwei manualiges Instrument und das ist halt historisch sehr wertvoll.
22:34
Deshalb wär's auch.
22:37
Nicht äh ja auf keinen Fall abreißen. Ähm aber es ist halt natürlich jetzt nicht vergleichbar mit dem, was man heutzutage üblicherweise oder so in den letzten paar Jahrzehnten irgendwie für große Dome gebaut hat.
22:51
Mit,
22:53
schmetternden Schamanen und allem Möglichen, aber die Domagel klingt auf jeden Fall auch sehr schön. Also wenn man die mal ähm gespielt oder gehört hat
23:02
das sind halt einfach sehr, sehr schöne Instrumente beziehungsweise Register, die man da ähm hören kann, die klanglich einfach
23:09
super toll klingen, auch wenn dieser Orgel jetzt keine,
23:14
keinen digitalen Setzer und sonst was hat, sondern alles mechanisch noch abläuft.
23:22
Aber ähm ja der Klang ist schön, ähm die ist jetzt sicherlich nicht so laut, wie wenn man jetzt beispielsweise irgendwie in der,
23:29
Ulrichs Basilika Tutti spielt. Das ähm kann man dort nicht erwarten, aber es ist trotzdem ein sehr, sehr schönes Instrument.
23:38
Ich durfte leider nie drauf spielen, aber fast. Also knapp daneben ist auch vorbei.
23:44
Du hast recht, ja, es ist ein sehr schönes Instrument. Wir haben gerade so ein bisschen den Klang angerissen und gerade, wenn man,
23:52
französische oder postmoderne Stücke übt, braucht man natürlich auch entsprechend,
23:57
Möglichkeit, sie zu üben und das kann natürlich nicht nur in den Kirchen passieren, sondern auch, ich denke, zu Hause bei dir. Und wir haben uns ja im Vorfeld ein bisschen unterhalten, beziehungsweise kennen uns über Pipes and Posts, wenn ich richtig,
24:10
informiert bin,
24:11
und ähm auch dort ist es ja so in dieser ganzen Orgel-Community wird ja sehr viel mit Hauptwerk gearbeitet als virtuelle Orgel, sei es jetzt zu Hause oder vielleicht sogar in kleinen Kirchen. Und dein ähm.
24:26
Deine Motivation war zu sagen, naja, Hauptwerk kost ja was und es gibt aber viele auch kostenlose Open-Source-Projekte, mit dem ich auch sehr, sehr weit komme und da ist mir was Schönes zusammengestellt.
24:40
Genau, also Hauptwerk ist sicherlich eine super Software, ähm sie ist aber auch sehr kostspielig. Ich selbst habe sie jetzt noch nie benutzt, ähm ich selbst benutze.
24:51
Ähm das ist jetzt eine freie Software, also die ist sowohl Open-Source, wie auch ähm von der Lizenz her,
24:58
so dass ich sie praktisch für jeden Zweck benutzen kann, den ich möchte. Ähm und ähm diese Software kann man eben auch benutzen, um zu üben.
25:08
Also ich benutze die immer, wenn ich übe und ich habe eigentlich noch nie irgendwie das Bedürfnis gehabt, jetzt irgendwie mehrere hundert Euro für Hauptwerk auszugeben, weil für mich persönlich ist das Üben wirklich einfach.
25:21
Ja was Handwerkliches. Also ich muss irgendwie die Noten in meine Finger und in meinen Kopf reinbekommen
25:26
und ich ähm tue da jetzt auch nicht stundenlang dann umregistrieren oder das einspeichern, weil wenn ich das Ganze irgendwie in einem Konzert spiele, dann muss ich das sowieso für dieses jeweilige Instrument komplett neu einregistrieren.
25:40
Da nützt mir das dann auch nicht viel, wenn ich das zu Hause für irgendwie Samples Set XY schon bei mir selbst ein registriert habe. Es ist sicherlich super, weil diese,
25:49
Sample Sets, die es auch für Hauptwerk gibt, die sind natürlich,
25:55
neuerdings oder die, die es in den letzten Jahren gab, die sind schon sehr, sehr beeindruckend teilweise auch, aber jetzt, wenn's wirklich um das Üben geht und ähm
26:05
nicht um das Aufnehmen, um das Ganze jetzt irgendwie auf YouTube hochzuladen,
26:10
dann kann man auch definitiv benutzen und ich würde jedem empfehlen, der vielleicht vor der.
26:16
Entscheidung steht, kaufe ich mir irgendwie eine Hauptwerklizenz, einfach mal auszuprobieren und zu schauen, ob einem das nicht genügt.
26:26
Auf Orgel Podcast Punkt DE findet ihr auch alle Links zu diesen Softwarepaketen,
26:32
Was ich persönlich, also ich nutze Hauptwerk tatsächlich und habe so ein Monatsabo genommen, was für meine Verhältnisse dann am kosteneffizientesten ist.
26:42
Und ähm ich weiß nicht, was du zu Hause hast, ich habe jetzt eine kleine Discountorgel bei mir stehen, die ich halt dann mit Medi bediene. Was nutzt du?
26:50
Ich habe auch so ein digitales äh Medi-Interface, also in dem Fall ist in dem Ding selbst gar keine Klangerzeugung mehr eingebaut
26:59
ähm sondern ich habe wirklich nur so ein drei manualiges äh praktisch ja so ein Tastaturblock und ähm ein Pedal dazu und eine kleine Bank und so
27:08
Metallständer, sodass man das Ganze auch wieder gut umziehen kann, ohne eine riesen Möbel transportieren zu müssen.
27:15
Und äh das kommuniziert auch einfach per Medi mit meinem Computer und dort läuft eben das muss man dann einmalig für das jeweilige Sampleset einrichten, dass man irgendwie auf seine Setzer-Pistance Zugriff hat,
27:29
seine Kombinationen damit einspeichern kann,
27:32
In meinem Fall habe ich eben kein ähm Display noch mit dabei stehen, auf dem jetzt diese Software angezeigt wird, sondern ich habe einfach so ein Meety Pad Controller mit 64 Pads,
27:44
und ähm da habe ich einfach so leuchtende Pads, die ich dann praktisch in unterschiedlichen Farben konfiguriert habe, sodass ich dann weiß, okay, ähm meine roten Pads sind die Zungenstimmen, meine,
27:57
Orangensünder wie die acht Fuß, blaues Vierfuß, äh Türkis ist Zweifuß.
28:02
Und dementsprechend ja mehr oder weniger benutze ich einfach diesen Pad Controller zusammen mit diesem Medi-Interface und über wird dann der Klang produziert.
28:14
Aber das heißt, du hast dir deine Übungsinstrument quasi selbst gebaut, also du hast dir die Tastaturen oder manuale gekauft, hast das Pedal gekauft, dann irgendwie zusammengestöpselt.
28:24
Und letztlich so an den PC rangebracht.
28:28
Also ich habe das äh so fertig gekauft, also das konnte man praktisch sich selbst zusammenstellen,
28:34
ähm welche Komponenten man da haben muss. Ich habe jetzt nicht so wie einer deiner vorangegangenen Gäste das Ding wirklich selbst irgendwie,
28:41
ja medifiziert und ähm selbst zusammengebastelt dann. Ähm ich habe keine Controller irgendwie programmiert oder so, um das Ganze midi-fähig zu machen. Ähm ich habe das wirklich so gekauft von einem Hersteller,
28:55
und ähm ich habe da einfach praktisch dann medikabel angeschlossen, das geht in den Computer rein und das war auch schon alles, was man da außer dem Aufbau selbst irgendwie tun muss. Danach funktioniert alles einfach per Software.
29:08
Spannend, aber wenn du magst, also kannst du den Hersteller auch ruhig nennen, weil mich würde auch interessieren, wo man so was fertig dann gekauft bekommt, jetzt vielleicht nicht unbedingt im Bereich. Das ist äh Hoffrichter nennt sich das.
29:21
Ähm und die bieten das eben anders. Also die haben praktisch so einzeln diese Komponenten, du kannst.
29:29
Dir einen ein, zwei, drei, vier manualigen so einen Tastaturblock kaufen. Du kannst dir ein Pedal in unterschiedlichen Größen kaufen, also ob's ein bisschen BDO-Norm hat,
29:39
also praktisch die genormte Länge oder ob's ein bisschen kürzer ist. Ähm da kann man sehr viel selbst äh einfach an ja angeben, was man gerne hätte.
29:49
Ähm es gibt mittlerweile aber sehr viele Anbieter, die einem auch so komplette Spieltische kaufen äh zusammenstellen. Ähm,
29:58
In dem Fall hoffe ich da, das was ich so gesehen habe. Ich war da halt mal direkt bei einem Händler dort und habe mir das angeguckt ähm.
30:07
Das ist einfach ähm fand ich für den, für den Preis sehr solide verarbeitet. Und für mich war eben wichtig, dass ich das gut wieder umziehen kann.
30:16
Und dass sich da nicht so 'ne riesen Möbel stehen hab, weil ich hab wirklich praktisch nur die breite und länge von dem Pedal,
30:23
an Platz verbraucht. Das sind irgendwie so maximal irgendwie einen Meter achtzig mal zwei Meter oder so. Und mehr Platz habe ich einfach nicht ähm verbraucht dann in meiner Wohnung.
30:36
Ja, kann ich verstehen. Also, meine kleine Discount umzuziehen ist auch eine gewisse Herausforderung. Deswegen schaue ich mir's auch gerne mal an,
30:44
Orgeln und schauen wir mal, ob die auch preislich was was können.
30:49
Wenn man Grand Org hat, kann man ja wahrscheinlich noch nicht direkt loslegen, sondern man braucht ja Samplesets, um ja, Instrumente imolieren zu können
30:58
und ich habe mir natürlich für Hauptwerk auch Sample Sets von einem Gewissen, ich hoffe, ich spreche ihn richtig aus. Pjotr Grabowski, runtergeladen.
31:06
Und ich muss sagen, die sind ja wirklich genial. Also ich weiß nicht, welche du davon nutzt.
31:11
Genau, also ich habe auch äh diese Seite irgendwann mal gefunden und bin hellauf begeistert. Ähm es gibt die älteren Samplesets eben auch äh durchaus kostenlos. Auch für,
31:24
die neueren, die er jetzt produziert sind, soweit ich gesehen hab nur noch für Hauptwerk.
31:29
Weil das auch irgendwie mit Lizenztechnik beziehungsweise mit ähm Kopierschutz zusammenhängt.
31:36
Aber die alten kann man äh nach wie vor noch runterladen, die sind kostenlos. Ähm ich benutze selber und.
31:44
Noch ein weiteres Name mir gerade entfallen ist.
31:50
Und äh die sind einfach zum zum Üben super. Also ist insbesondere deshalb zum Üben sehr gut, weil da der Hall nicht zu extrem ist, sondern man hat einen sehr direkten Anschlag, also sobald du die Taste drückst, hörst du auch sofort den Ton,
32:05
Bei der anderen Krakau also die.
32:10
Mir ist der Name entfallen, aber ähm dort ist es zum Beispiel so, dass der Hall etwas ähm ja stärker ist und der Klang dadurch etwas,
32:19
indirekter. Das heißt ähm zum Üben würde ich eigentlich das Free Sache empfehlen. Das hat drei Manuale und es gibt eben noch eine weitere Orgel, die hat auch drei manuale, die tatsächlich noch einen,
32:31
etwas reichhaltigeres Schwellwerk auch hat, da die hat aber irgendwie so ein bisschen das den Nachteil, dass das zweite manual wiederum etwas ähm sehr leise ist,
32:40
Also ich würde auf jeden Fall empfehlen, ähm mal Freesach anzugucken. Ähm das ist echt ein super Sample Set von dem Mann und ähm wenn man das dann viel nutzt,
32:50
dann sollte man auch so fair sein, dass man dem Mann auch dementsprechend mal ähm eine Spende zukommen lässt,
32:57
im Vergleich, wenn man sonst eben irgendwie so ein Sample-Set jetzt für Hauptwerk gekauft hätte.
33:05
Ich nutze auch Friesach sehr, sehr gerne. Kann also den Tipp nur wärmstens unterstreichen.
33:12
Du hast mir noch ein paar andere Software Sachen aufgeschrieben, die vielleicht relevant sein können. Eins davon ist Ador und News Score. Was hat's damit auf sich?
33:22
Genau, also ähm die Idee war, dass wenn wir jetzt als Organist äh ähm,
33:28
Computer schon irgendwie unser Audio verarbeiten, beispielsweise wir haben jetzt äh an unserem eigenen Instrument oder irgendwo in der Kirche live unser,
33:39
unsere Orgel aufgenommen, unser irgendwie ein Stück eingespielt, dann möchten wir das ja sicherlich nachher auch irgendwie auf CD brennen oder weiterverteilen, irgendwo hochladen als MP3 konvertieren oder vergleichbares.
33:52
Da wäre zum einen noch das wäre genau für diesen Zweck, also da kann man praktisch eine Audiodatei drin öffnen und ähm.
34:03
Schneiden, wie man sie möchte, also irgendwie den Anfang wegschneiden, bis es losgeht, das Ende wegschneiden, nachdem's zu Ende ist. Man kann das Ganze dann auch in unterschiedlichen Formaten exportieren oder selbst noch ein bisschen Hall hinzufügen.
34:16
Also Audacity wäre zum einen eine Empfehlung, wenn's darum geht eben Audiodateien zu bearbeiten.
34:24
Das nächste, was dann praktisch von der Bedienung her etwas anders ist, das wäre eben Art durch.
34:30
Und ähm da ist praktisch das Ganze schon etwas umfangreicher von der Funktionalität, weil das ist eine komplette Digital Audio Workstation. Das heißt, die eignet sich auch insbesondere, um jetzt mehrspurig aufzunehmen,
34:43
aber durchaus auch um Sachen dann nachher zu schneiden und auch mit Defekten zu belegen,
34:50
hat im Gegensatz zu den großen Vorteil, dass es nicht destruktiv ist. Das heißt, man kann jederzeit nachher nochmal alles Mögliche anpassen, wenn man irgendwo aus Versehen zu viel weggeschnitten hat,
35:02
immer nachher nochmal verlängern und dann ist es Audiosignal noch da oder man kann irgendwie einen Effektparameter nachher nochmal.
35:10
Korrigieren und in Norddessity ist es so, dass es eben einmal angewandt wird und danach praktisch fest in diese Datei schon reingebacken ist.
35:19
Und wenn ich das Ganze später nochmal ändern möchte, dann müsste ich alles von vorne nochmal bearbeiten. Und das ist bei so einer dort Digital Audiobox dann etwas ähm einfacher zu handhaben und.
35:30
Dementsprechend kann ich dieses Tool auch sehr empfehlen. Auch wenn das in dem Fall jetzt ähm,
35:37
einen Dollar pro Monat kostet, ähm es ist trotzdem eine freie Software, also das heißt, der Quelltext ist offen und man kann damit machen, was man möchte.
35:46
Man kann die entstandenen Produktionen dann ähm ohne irgendwelche Abgaben auf jeden Fall weiterverarbeiten und Vergleichbares,
35:56
Das war mir auf jeden Fall wichtig, dass Leute eben auch wissen, dass es diese Software gibt, dass also durchaus ein Profi-Tool, was man für Audioverarbeitung benutzen kann.
36:05
Und das ist sicherlich auch für eine CD-Produktion Vergleichbares nützlich, wenn man jetzt selbst beispielsweise schon irgendwelche Plug-Ins hat für Effekte oder so.
36:15
Dann ähm wird es sich auf jeden Fall dieses Tool auch anbieten.
36:20
Also, wie gesagt, Audacity und auch durch für alle, die praktisch das entstandene oder aufgenommene Audio noch irgendwie weiterverarbeiten möchten.
36:32
Und was ist dann? Newscore ist eine hervorragende Software, um Noten zu notieren, also für Notensatz.
36:43
Da gibt's ja auch diverse ähm kommerzielle Größen wie ähm Finale und Sibelius et cetera. Das heißt, das ist im Prinzip ähm wie äh Finale oder Sibelius, nur als freie Software.
36:57
Ähm das heißt, man kann diese Software ähm kostenlos runterladen, man kann sie benutzen und ähm sie hat sich auch in den letzten.
37:05
Ja, zehn Jahren oder wie lange es das schon gibt. Ähm so gut weiter entwickelt, dass ich echt sagen muss, ähm Hut ab,
37:13
Das ist so super, was da auch rein optisch ähm an Notensatz herauskommt.
37:19
Ich werde auf jeden Fall nie mehr irgendwie eine andere Software benutzen, weil das eigentlich alles ist, was ich irgendwie bisher jemals gebraucht habe, steckte schon in dieser freien Software auch mit drinnen.
37:31
Zusätzlich hat die Software eben den Vorteil, dass sie ähm.
37:35
Auch wiederum ähm Open-Source ist, dass man keine Lizenzen abtreten muss. Es ist irgendwie keine Schere, die man nur 30 Tage lang benutzen kann oder es ist kein Abo-Modell, sondern es ist wirklich eine freie Software.
37:49
Und äh dementsprechend äh würde ich auch jedem empfehlen, der jetzt ähm sich Gedanken macht, sich äh ein kommerzielles, probletäres Produkt zu kaufen, erstmal News Care anzuschauen.
38:00
Gerade auch was Agelnoten betrifft.
38:03
Dass es innerhalb von wenigen Mausklicks hat man eine eigene Partitur mit Orgelsystem, zweimal manuale, einmal Pedal,
38:12
und dann geht man einfach her, gibt seine Noten entweder über sein Medi-Keyboard oder seine Orgel oder den digitalen Spieltisch ein oder mit der Maus.
38:20
Dann kann man dementsprechend noch irgendwelche Akzente und sonstige musikalische Elemente hinzufügen und das Ganze später als PDF exportieren.
38:32
Also auf jeden Fall sehr zu empfehlen sich diese Software auch mal anzuschauen und natürlich gilt das nicht nur für Organisten, sondern für alle Musiker, die es,
38:41
die irgendwie mit Notensatz zu tun haben, die mal eigene Werke aufschreiben möchten oder zusammen mit anderen.
38:49
Gemeinsam etwas schreiben möchten. Auch dafür ist es natürlich sehr nützlich, weil dann alle,
38:54
die gleiche Software nutzen können und das eben auch kostenlos ist, beziehungsweise man tut auch der Gemeinschaft was Gutes, wenn man dann solchen Projekten auch finanziell was spendet.
39:07
Vielen Dank für die tolle Zusammenstellung. Alle Links findet ihr nochmal auf Orgel Podcast,
39:12
DE samt Kurzbeschreibung, damit ihr wisst, was sich dahinter verbirgt und ja, ich unterstütze auch die Initiative Open-Sore Software und immer eine kleine Spende da lassen
39:22
Das nützt auf Dauer wesentlich mehr.
39:25
Weißt du eigentlich irgendwie, wie man solche Sample Sets aufnimmt oder erstellt? Also das wäre für mich jetzt zum Beispiel auch so ein Thema, was mich brennend interessieren würde, ob man da wirklich jede einzelne Pfeife wirklich aufnimmt oder wie das genau funktioniert.
39:40
Leider weiß ich das auch nicht, äh das würde mich tatsächlich auch sehr interessieren.
39:46
Aber ja, also ich glaube in den allermeisten Fällen wird tatsächlich jede Pfeife für sich aufgenommen und dann auch irgendwie aus verschiedenen Positionen.
39:55
Aber wie das im Detail abläuft, ähm weiß ich leider auch nicht. Aber es wären sehr gute Idee für ein weiteres Thema, das Orgel-Podcast, falls es schon mal jemand gemacht hatte, hätte das würde mich auch sehr interessieren.
40:09
Also, wenn ihr jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt, meldet euch gerne bei mir, ähm dass wir auf jeden Fall ein richtig cooles Thema für den Orgel-Podcast.
40:19
Du hast uns ja auch eine Orgel heute mitgebracht. Ich weiß es nicht, ob real aufgenommen oder in Grand-Org nachgespielt. Vielleicht magst du sie mal kurz vorstellen.
40:31
Ja, das ist die ähm Orgel in Sankt Nikolaus in Immenstadt, im Allgäu, also im ganz im Süden von Deutschland. Ähm das ist eine, also die Aufnahmen sind echt, meiner zu wissen's nach, ähm ist die Orgel noch nicht digitalisiert.
40:46
Ähm es ist eine drei manuale Orgel. Es sie hat aber nur zwei Werke, also es gibt ein Hauptwerk und ein Schwellwerk und das erste ist ein Koppelmanual, das heißt dieses äh Werk, also dieses erste Manual hat keine eigenen Register.
41:00
Man kann aber auf diesem Koppelmanual die beiden anderen Werke runterkoppeln und man kann auch das dritte Fuß runterkoppeln, sodass man also auf dem ersten Mann mal.
41:13
Mehrere Möglichkeiten hat, wie man dieses manual benutzt.
41:16
Hat auch den Hintergrund, dass dort ähm demnächst noch ein äh Fernwerk beziehungsweise eine Koregel ergänzt und neu gebaut werden soll, die man dann auch von diesem ersten Manual aus spielen können wird.
41:31
Die Vorgänger Argel-Wanne Steinmeier-Agel, von der sind dementsprechend noch ein paar Register eingelagert worden.
41:39
Und äh die werden dann praktisch in Zukunft in diese Koragel mit eingebaut und ähm,
41:46
Wir sind alle gespannt, ähm wann das äh finanziell geschafft wird, dieses äh neue, kleine Instrument dann auch im Altarraum noch fertigzustellen.
41:57
Genau zu der Hauptagel, das ist, wie gesagt, eigentlich eine Zweimanualige Orgel.
42:03
Mit einem ähm ja romantischen Schwellwerk, das heißt, man hat sehr viele Möglichkeiten, was man auf dieser Agel auch spielen kann an Literatur, ähm der das optische, des Prospektes so klassisch Barock.
42:16
Der Spieltisch ist so ein bisschen nach Kabay, also so ein Terrassenspieltisch.
42:23
Sieht sehr elegant aus und macht auch echt Spaß, dort zu spielen. Man hat also 'ne.
42:28
Digitale Setzeranlage, man hat am 38 Register.
42:34
Ähm und äh dementsprechend ähm ja macht es auf jeden Fall Spaß, auch an so einem eigentlich nur zwei manualigen Instrument dann spielen zu können. Man muss halt dementsprechend mehr umregistrieren, als wenn man jetzt einfach noch ein eigenes,
42:48
Zweites.
42:50
Manual hätte er also noch irgendeine Art von ähm rückpositiv oder vergleichbarem, wo man dann einfach ähm praktisch seltener umregistrieren muss.
42:59
Aber ähm nichtsdestotrotz,
43:02
Man kann ja nicht immer alles haben und im Gesamtpaket bekommt man dann trotzdem vergleichbar Gutes, ähm sodass man da also echt sehr viele Möglichkeiten hat. Und alles Mögliche an Stilepochen auch mit diesem Instrument spielen kann.
43:18
Also eine sehr vielseitige Orgel, vermutlich auch für die Region,
43:22
und du hast mir ja ein paar Audiobeispiele geschickt, die dort entstanden sind und wir können die gern einfach so mehr oder weniger nach und nach äh uns anhören und ähm wenn du magst, kannst du was dazu sagen
43:35
oder wir schweigen eher fruchtsvoll und hören uns einfach die kurzen Ausschnitte an. Mit welchem möchtest du denn starten?
43:43
Also ich würde starten mit Ausschnitt aus den Romans äh Sao Parol. Ähm da hört man auf jeden Fall ähm verschiedene Flöten.
43:55
Register, das heißt ähm da müsste dabei sein, ähm das gedacht acht Fuß aufn zweiten Manual.
44:01
Und vermutlich die Holzflöte acht Fuß, Traversflöte, Vierfuß auf dem dritten, also im Schwellwerk und der Super 16 Fuß im Pedal,
44:10
Vermutlich sage ich nur deshalb, weil das äh Mitschnitte aus Konzerten sind, die schon einige Jahre zurückliegen, deshalb weiß ich nicht mehr hundertprozentig, ob das wirklich genau die Registrierung war, aber dem Klangeindruck nach,
44:22
sind sie auf jeden Fall die ja sage ich mal eher die Flötenregister, die man da jetzt hören wird.
44:29
Music.
45:01
Das war zu weit der Ausschnitt von Josef Bournet. Ja, klang sehr lieblich hat sich den Eindruck.
45:10
Genau, das ist äh sehr gefällige Musik. Ähm und ähm auch zart registriert ähm zusammen mit dem Hall ähm.
45:20
Führt das ja halt zu einem sehr homogenen Klang dann unten im Kirchenschiff. Das für mich sowas käme so ein bisschen auch von oben, also,
45:29
auch von unten aufgenommen, ja. Also es ist unten so aus der Mitte ungefähr stammt die ähm Aufnahme eher schon weiter vorne. Also ist schon relativ indirekt der Klang.
45:44
Okay, verstehe. Und welche Beispiele hast du uns noch mitgebracht, die eine ganz andere.
45:52
Ja Tonalität zeichnen.
45:56
Das nächste also wenn wir dabei noch bei den eher etwas Zarteren Registern bleiben, da ähm beispielsweise noch von äh von Josef Heiden ähm aus der Flötenuhr Nummer dreizehn, das.
46:11
Da müsst ihr auf jeden Fall dabei sein zusätzlich zu den 8 Fußregistern,
46:16
die Quinte 22Drittel im Hauptwerk und auf dem Schwellwerk der Octava zwei Fuß.
46:23
Also so ein mit so einem hellen Flirn sage ich mal, praktisch in auf dem oberen Manual.
46:32
Music.
47:12
Das klang jetzt ein bisschen nach fast Mozart, würde ich sagen. Also ich habe mich so ein bisschen so rein von der Musik daran erinnert gefühlt. Aber ja, es hat etwas sehr hüpfendes.
47:22
Ja, ist auch 18. Jahrhundert. Ähm das ist auf jeden Fall schon etwas älter als ähm.
47:28
Die Musik, die ich mittlerweile primär spiele.
47:33
Ja, finde ich gut. Ohne das jetzt Josef Heiden abwerten zu wollen.
47:39
Und dann ziehe ich, hast du uns Charles Marie Video auch mitgebracht. Genau, ähm aus der.
47:48
Sechsten Orgelsinfonie, der dritte Satz, Anfang vom Intermezzo, da hört man jetzt vor allem äh die Grund- und Zungenstimmen
47:56
Das heißt äh im zweiten Manual auf dem Hauptwerk müsste da die Trompete 8 Fuß dabei sein und im dritten Mal.
48:04
Die und vermutlich die acht Fuß.
48:11
Dementsprechend ähm das ist jetzt eben sehr ähm von Zungen geprägter Klang. Das ist auch genau das, was äh da in der Partitur vermerkt hat, als Angaben.
48:25
Music.
49:04
Ja, man merkt, da ist ordentlich Tempo drauf und ich glaube, du hast schon eine gewisse Vorliebe für lautere Stücke. Kann das sein?
49:13
Ich habe auf jeden Fall nichts dagegen, wenn's mal ein bisschen lauter wird, ja. Merkt man. Und jetzt haben wir noch zwei verbliebene Sachen. Ich würde vorschlagen, eines hören wir uns noch an und das längere,
49:27
ähm geben wir ganz an den Schluss, zum Durchhören an den Orgel-Podcast ran.
49:33
Ja, wunderbar. Also ähm hier wäre jetzt noch aus dem auch schon zu Anfang genannten 94. Psalm.
49:41
Da hört man jetzt im im Pedal die Bombarde 16 Fuß mehr oder weniger solistisch,
49:47
Das heißt, äh die manuale haben jetzt äh sehr, also das sind praktisch,
49:52
die allermeisten 8 Fußregister ähm gezogen, um so einen sehr dicken und ähm ja.
49:59
Ich sage mal, dämonischen Klang ein bisschen, ähm ja, zu erzeugen, der einfach ähm ja, sehr ein bisschen ein bisschen drückt auch,
50:09
denn es ist nämlich auch ein sehr
50:11
ja, gedrückte Stimmung jetzt in diesem Teil von diesem Werk und dazu kommt dann praktisch äh im Pedal solistisch diese 16 Fußposaune mit dazu und das hört man jetzt äh in diesem Ausschnitt äh ganz gut.
50:25
Music.
50:58
Da musste ich jetzt ein bisschen schmunzeln, weil es hat mich so ein bisschen an die Situation bei meinen Großeltern erinnert. Ähm achtzehn Uhr, kein Licht, Bayern vier Klassik lief und man wusste nicht, dass es lief und da kam dann auch so Musik und ich habe mich ein bisschen gefürchtet.
51:12
Ja, ja. Ja gut, aber also das ist so, dieses Werk hat halt mehrere
51:17
Teile, sage ich mal und es gibt eben in der Mitte so einen leisen Mittelteil, ähm vor dieser Stelle und danach
51:24
ähm es eben sehr, sehr leise und einmal zwischendrin kommt eben immer diese Pedalstelle, wo diese Zunge dann dazu kommt. Und das ist auf jeden Fall immer ähm ja, was sehr exquisites dann im Konzert,
51:37
weil da natürlich auch niemand damit rechnet.
51:40
Aber es macht auf jeden Fall immer Spaß und ähm man muss halt auch so ein bisschen die Thematik von dem Werk kennen, das hat schon alles auch seine gezielte musikalische Verwendung ähm und passt gut zu der Thematik von dem Werk.
51:55
Was ist die Thematik des Werkes? Vielleicht magst du uns kurz mitnehmen in die thematische Reise?
52:00
Ja, dieser 94. Psalm, da geht's ähm um.
52:06
Ja, im Prinzip um Unrecht und um das Hoffen auf Gott, dass dieser eben,
52:11
das praktisch beseitigt und ähm praktisch ja sich der Herr zu.
52:16
Der Herr zeigt und ähm das Böse praktisch ähm ja verschwindet und im Prinzip ist dieses ganze Werk ja im Prinzip eine Programmmusik, die also praktisch diesen Plot mehr oder weniger in Musik gießt.
52:30
Und ähm dass es diesem Komponisten sehr gut äh gelungen, weil's eben am Anfang beginnt es eben sehr ähm ja sehr verzweifelt und am Ende wird es dann praktisch mit immer mehr Hoffnung,
52:43
auf äh diese Erlösung immer ähm bewegter und ähm freudiger und am Ende kommt so ein ganz virtuelles Finale.
52:53
Bis dann ähm praktisch die abschließenden Schlussakkorde ähm ja dann im vollen Tutti praktisch ähm das Ende verkünden.
53:04
Und äh das Ganze einfach mal ähm auf einem Instrument einzuregistrieren. Ist auf jeden Fall ähm schon eine große Herausforderung und so wie in Immenstadt ähm finde ich, konnte man das ganz gut machen,
53:16
auch obwohl es ähm in Anführungszeichen nur eine zwei manuale Orgel ist.
53:21
Also ähm da hat man im Prinzip alle wichtigen Register, die man benötigt, alle wichtigen Klangfarben und dementsprechend.
53:29
Ja, ist einfach ein schönes Instrument, auf dem ich immer mal wieder gerne spiele.
53:36
Ja das hört man auf jeden Fall und was denkst du wofür steht diese Stelle, die wir uns gerade angehört haben jetzt thematisch, ist das ein Stück weit innere Wut und Verzweiflung oder ist das schon.
53:49
Keimende Hoffnung. Also dieser langsame Mittelteil.
53:57
Ja, ich kann hier gerade nochmal ähm in die Noten schauen und äh da steht nämlich tatsächlich sogar.
54:05
Ähm das wortwörtlich drinnen, was da praktisch ähm zu Grunde liegt. Das ist ähm in dem Fall.
54:15
Das Grabe.
54:21
Adarcio. Genau, also das ähm Adacho.
54:31
Ist ähm dieser langsame Mittelteil und ähm da es jetzt hier in den Noten praktisch auch als Vorbemerkung und als Information für den Interpreten eben über diese Thematik,
54:43
hier jetzt ähm abgedruckt, wie dieser 94. Psalm eben zur Zeit von,
54:48
Julius Reupke da bei ihm eben zu finden war, hier bezeichnet als wo der Herr mir nicht hilfe, so läge meine Seele es hier in der Stille. Ich hatte viel bekümmernisse in meinem Herzen,
55:01
aber deine Tröstungen ergötzen meine Seele.
55:04
Und ich würde jetzt einfach mal vermuten, dass es äh an der Stelle sicherlich eher um die Bekümmernisse noch geht, als um die Tröstungen, weil danach ähm wird das Ganze von der Grundstimmung dann nämlich auch wieder positiver.
55:18
Und ähm das würde dann auch dementsprechend mehr äh zu den Tröstungen passen.
55:25
Vielen Dank für diesen musikalischen und thematischen Ausflug nach Immenstadt.
55:30
Gibt es denn, wenn wir jetzt ein bisschen auch ähm in die Zukunft schauen, quasi was du auch als Musiker reichen möchtest, jetzt für dich nächste Etappen, die du dir vorgenommen hast, nächste Stücke, Komponisten?
55:44
Also eine Sache, die ich auf jeden Fall ähm gerne spielen möchte, ähm das ist äh von auch einem Franzosen, der.
55:53
Auch ähm noch gar nicht so lange verstorben ist. Äh der heißt Jean Louis Florence. Also ich hoffe, ich spreche das richtig aus, aber ungefähr so,
56:03
und der hat ein Stück geschrieben, dass hat thematisch die Auferstehung zu Grunde, also.
56:16
Das ist ein aber tatsächlich eine Musik, die sehr, sehr ähm ja, zum einen ist sie sehr, sehr schwer.
56:23
Sie würde, glaube ich, im Original auch tatsächlich mehrere Organisten sogar ja benötigen, weil es eine Stelle gibt, an der,
56:31
ja mehrere mehrere Sachen parallel gespielt werden müssen eigentlich aber das ist eine sehr moderne Komposition, das heißt.
56:41
Da muss man auch überhaupt was finden wo wo das irgendwie aufführbar ist im Sinne von.
56:49
Ja eher ein größeres Festival oder so, denke ich mal. Ähm das ist also ein Werk, was ich auch noch nie auf einem normalen Programmzettel irgendwie gesehen habe, wo ich jetzt selbst irgendwie mal zugehört habe. Aber das ist ähm,
57:01
sehr, sehr modern, sehr artonal beginnt ähm direkt mal mit einem Cluster, also einem total ähm ja.
57:10
Sehr atomaren Klang, aber es ist halt äh wunderbar faszinierend, ähm komponiert finde ich.
57:17
Einfach, wie das Ganze musikalisch aufgebaut ist, aber es ist sicherlich nicht jedermanns Sache, würde ich mal vermuten. Und dann gibt's noch ähm.
57:25
Ein weiteres Werk, was ich auch demnächst mal einüben möchte, das auch von wieder von einem Franzosen. Ähm das ist äh auch jemand, den ich erst äh, auf den ich erst durch einen Freund vor Kurzem aufmerksam gemacht wurde, der heißt.
57:41
Und ähm da gibt's so Variationen auch über ein Weihnachten und die sind auch äh super schön.
57:50
Ähm und ja genau, das sind so Sachen, die möchte ich auf jeden Fall irgendwie in den kommenden Jahren irgendwann mal ähm spielen, dazu noch ähm.
58:01
Wenn's irgendwie geht, dass ähm die Oktaven von zum Beispiel, das aber auch ein äußerst virtuoses Werk, was sowohl im Pedal, wie auch.
58:14
In den manualen ähm sehr viel Kondition und Kraft erfordert.
58:19
Und also ich habe auf jeden Fall ein sehr langes Backlock. Ich glaube ähm wenn wir alles auflisten, dann sitzen wir wahrscheinlich morgen noch da, was ich gerne spielen möchte.
58:30
Ja, so dass dir viel vorgenommen und ich bewundere es vor allem, dass du diese Stücke auch so virtuell spielen kannst. Also, ich glaube,
58:38
Ich könnte das gar nicht von den Fingern her schon allein. Aber was dir sicherlich gefallen würde als Komponist ist ähm Eiweiß, ich bin mir nicht sicher, ob wir ihn so ausspricht.
58:47
Ist ein eher nordischer Komponist, aber rein von Tonalität und auch von der thematischen Interpretation der Stücke, glaube ich, müsste der sehr gut gefallen.
58:58
Ja, okay. Ja, du kannst mir ja dann mal einen Link schicken oder so. Ich habe die meisten Stücke tatsächlich immer über YouTube gefunden,
59:06
Ähm also ich bin schon so ein ähm neumodischer Mensch, der sich ähm durch maschinelles Lernen und Recrumentorsysteme passende Musikvorschlägen lässt.
59:16
Und dann in seiner YouTube-Bubble ähm rumsurft, was es sonst noch so gibt. Ähm dafür ist YouTube ja echt äh sehr nützlich,
59:25
Und da habe ich auch echt viel gefunden, ähm aber man findet auch echt viele Stücke einfach, wenn man in Orgelkonzerte geht und einfach ähm ja schaut ähm was andere Leute so spielen. Also das ist auch immer sehr bereichernd und.
59:37
Man findet dort immer viele neue Stücke die man selbst eben noch nicht kennt.
59:45
Denkst du, es wird nach Corona oder jetzt, wo es quasi schon so ein bisschen nach Corona ist, einen neuen musikalischen Trend bei den Orgelkonzerten geben?
59:56
Ich weiß nicht, ähm das äh wird sich denke ich mal ähm noch zeigen. Das weiß ich bisher immer gehört habe, war eigentlich relativ traditionell so wie auch vor Corona.
1:00:06
Nur mit Maske.
1:00:08
Aber also ich bin sicher es wird auch in Zukunft mehr neue Möglichkeiten geben. Ich war jetzt neulich auch in München in Sankt Margaret, da hab ich,
1:00:18
Da war auch so eine Art Orgelnacht und ähm da wurde auch der neue Spieltisch dort vorgestellt.
1:00:24
Auch voll gespickt mit äh digitalen Erweiterungen beispielsweise, so wie das ähm mittlerweile jetzt dann auch im Kongress am Park sicherlich der Fall ist.
1:00:33
Und da hat man dann auch eben entsprechend natürlich gleich neue Sachen mit eingebaut, wenn man jetzt sowieso ein ähm Instrument neu überholt und so neue Techniken, die man da zur Verfügung hat.
1:00:46
Wie zum Beispiel äh Tonfessel oder so. Also wo man praktisch tasten drückt und äh die einfach gehalten werden,
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werdenden während man selbst dann auf einem anderen Manual weiterspielen kann mit beiden Händen. Das sind natürlich super ähm Sachen, ähm um auch
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andere Art von Musik irgendwie zu machen, die man sonst eben bisher nicht alleine machen konnte, sondern wenn dann nur mit jemandem anderen zusammen. Es gab solche Sachen schon auch mechanisch, aber ähm digital ist das natürlich alles kein großer Aufwand mehr, würde ich mal behaupten
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und ähm solche Stücke brauchen natürlich auch irgendwie Komponisten, die das dann bewusst mit einsetzen,
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und auch Organisten, die dann solche Techniken natürlich äh mit in ihr Spiel einfließen lassen. Und das muss sicherlich auch erstmal eben bekannt werden und Leute müssen das erstmal nutzen, sodass man so,
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was dann auch tatsächlich in nochmal neuer Art von Musik ähm wiederum wiederfindet, auch in Konzerten. Da ist also sicherlich ähm noch viel.
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Möglichkeit ähm gegeben, um die Orgelmusik auch weiterzuentwickeln.
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Denkst du, dass hybride Konzerte etwas für die Orgelwelt sind, also dass man nicht nur vor Ort ist, sondern dass es auch wirklich schön sauber gestreamt und aufgezeichnet wird?
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Also ich denke mal auf jeden Fall, dass es irgendwie eine Möglichkeit ist, ähm um auf jeden Fall auch.
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Ja, Leute mit dran teilhaben zu lassen, die einfach äh räumlich nicht vor Ort sein können,
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es gibt es ja auch schon in rein digitaler Form, ich selbst weiß jetzt nicht, in wie Fällen wie vielen Fällen das tatsächlich auch schon Hybrid genutzt würde,
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aber es ist sicherlich eine gute Möglichkeit, ja. Ähm ich selbst würde immer natürlich bevorzugen irgendwie, dass im echten Raum irgendwie zu hören, aber,
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Klar, wenn ich jetzt irgendwie dementsprechend ähm aus dem Kölner Dom oder sonst wo äh aus der Elbphilharmonie dementsprechend mir das zu Hause auch anhören kann, ist das natürlich äh eine super Sache.
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Vielleicht braucht es ja einfach noch das entsprechende Virtual Reality Equipment, äh wie es die Gamer nutzen mit Brille und 3D-Kopfhörer. Genau, ja. Mhm. Um dann direkt beim Organisten Platz zu nehmen, nein, Scherz.
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Ich habe tatsächlich mal versucht, so eine VR Orgel mit und äh der Gode zu basteln. Ähm.
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Aber man müsste natürlich irgendwie noch für das Audio die Möglichkeit haben, dass man tatsächlich auch diese drei D Position dann in dem Audio wiederfindet, also in dem Fall.
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Da gibt's sicherlich noch viele Möglichkeiten inwiefern man das jetzt als Konzert Experience nutzen möchte oder ob's das irgendwie,
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oder sich durchsetzt. Ich denke mal, da müssen einfach Leute ausprobieren und irgendwann ähm wird man dann einfach sehen, was sich draus ergibt.
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Das ist doch ein schönes vorerst das Schlusswort. Hannes vielen lieben Dank für diese Eindrücke, die Informationen. Aber zum Schluss ähm gibt es immer einen Ritus, nämlich wen würdest du denn gerne mal im Orgel-Podcast hören?
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Ja, ich war jetzt auf diese Frage schon vorbereitet, weil ich auch die anderen Folgen gehört habe und du schon wusste, dass die kommt. Ähm deshalb habe ich mir jetzt mal überlegt, wie man ähm.
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Wie man das eingrenzen kann, weil es natürlich sehr viele sehr gute Leute gibt, ähm von denen man sicherlich auch sehr viele interessante Inputs äh mitnehmen könnte. Aber ich habe mir jetzt einfach mal so gedacht, ähm wenn ich selber jetzt irgendwie.
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Ähm den Orgel Podcast höre, was mich interessieren würde, jetzt auch vielleicht im Hinblick auf Leute, die ähm dementsprechend überlegen, ob sie auch irgendwie Argel studieren sollen oder nicht.
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Werde einmal das Thema Arge studieren. Ähm da kenne ich jetzt zum Beispiel hier in Augsburg konkret ähm den Marius Herb, der auch,
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der noch sehr jung ist, aber auch schon in Sankt Elisabeth Organist ist, der Konzertfach Orgel und Kirchenmusik studiert. Ähm der macht also aktuell noch seinen Master, der kann sicherlich ähm,
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viel über das äh Studium an sich berichten und was man da los so lernt, was man da spielt, ähm woraus da ankommt, ähm was so die Voraussetzungen sind.
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Und ähm in dem Zusammenhang.
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Wäre sicherlich auch noch ähm ein sehr interessanter Input ähm zum einen von Marius Beckmann aus Sankt Georg und vom Moritz Unger aus Neusesers.
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Weil die beide in Frankreich, in Paris studiert haben und dort natürlich auch so diese französische Art zu improvisieren,
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gelernt haben. Und ähm ich persönlich mag das sehr, sehr gerne und auch das, denke ich mal, wäre sehr interessant, wie jetzt zum Beispiel so ein Studium in Frankreich abläuft und.
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Worauf ähm die Franzosen jetzt bei der Orgelmusik speziell Wert legen, wie sich das entwickelt hat und wie eben so eine Improvisation überhaupt aufgebaut ist und so weiter.
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Und unabhängig davon hätte ich ihn doch ein Thema, was mich interessieren würde. Ähm das wäre die Kombination aus Argel Plus Sintiser.
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Ich hab da immer mal wieder von Matthias Rehfeld, den ich zwar bisher selbst noch nicht persönlich kenne.
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Auf YouTube oder auf Facebook so Sachen gesehen der also sehr viel komponiert auch für Orgel Plus also die Kombination aus Orgelmusik plus elektronischer Musik.
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Finde ich selbst auch sehr spannend und ich denke mal, auch das wäre vielleicht ähm.
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Mal so thematisch ähm ein super Ausflug und ähm würde viele neue Inputs auch mit sich bringen.
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Vielen Dank für die lange Liste. Ich sehe schon, ich habe viel Arbeit vor mir. Bei Synthesizer und Orgel musste ich es leider an Modern Talking denken, aber ich schätze mal, er wird das sicherlich besser machen, das Motto Talking. Ähm,
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Da wir noch ein Orgelstück von dir haben, dass du uns zum Schluss vorstellen möchtest, soll ich das jetzt hier quasi an die Verabschiedung ranhänge, darfst du es natürlich gerne noch machen.
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Genau, also das letzte, was es zu hören gibt, das ist ähm von die.
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Da hört man jetzt die Imagestädte nochmal bis zum Tutti, also zu Beginn ist noch viel.
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Grundstürmen, also zu Beginn mehr oder weniger ähm zuerst kommt die Trompete.
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Dann wird das Ganze so über die Zeit immer wieder weiter aufgebaut, das heißt die Mixturen kommen irgendwann mit dazu. Im Schwellwerk ist meistens relativ viel schon registriert, das heißt es ist schon.
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Relativ stark.
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Ja, klanglich besetzt von Anfang an, aber ähm es sind sehr virtuoses und finde ich ähm sehr.
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Ähm Fesseln des Stück, wenn man eben ähm moderne Harmonien und ähm diese französische Orgelmusik sehr gerne mag. Aber ähm an der Stelle möchte ich mich auch noch herzlich ähm für.
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Die Einladung zum Orgel-Podcast bedanken und ähm ich hoffe auch auf.
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Viele weitere spannende Episoden und wünscht dir da auch schon mal viel Erfolg und Spaß, ähm dass deine zukünftigen Gäste.
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Gut mit dir kooperieren und es viele weitere Folgen geben wird.
1:08:11
Vielen lieben Dank, Hannes, mach's gut und wenn ihr Feedback habt, schreibt mir auf Orgel Podcast Punkt DE, bis bald.
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Music.