Ablegen!

Wir legen in Kiel ab. Und kreuzen mit der Personenfähre über die Förde nach Laboe und zurück. Zu jeder Folge holen wir uns andere Gäste an Bord. Mit ihnen wechseln die Themen. Immer dabei sind Kulturtipps, ein Schuß Politik und Lebensfreude. Gemeinsam blicken wir auf Schleswig-Holstein und sprechen über das Leben am Meer.

https://ablegen.sh

subscribe
share





episode 19: Gorch Fock (Netztour)


Als wir mit Stefan Suckow im Sommer über das Thema Markenzeichen sprachen, klang es bereits an: Mit der Dreimastbark Gorch Fock haben unsere Städte ein gemeinsames Wahrzeichen. Darüber wollten wir mit ihm ausführlicher sprechen und vereinbarten dafür eine längere Aufnahme. Erstmals seit dem Start einer Serie mit kurzen Berichten aus Kiels Partnerstädten im Ostseeraum produzieren wir, Dieter Bethke als eloquenter Moderator und Podcaster und die Journalistin Daniela Mett, eine eigenständige „Twin Cities“ Episode. Wir danken damit der Stadt Kiel für die Förderung beim Aufbau eines Netzwerkes aus Mediapartnerinnen und -partnern. 

 Dipl. Ing. Stefan Suckow ist Gründer und Geschäftsführer des Personaldienstleisters Axiom Nord und Vorstandsvorsitzender der Stralsunder Mittelstandsvereinigung. Er fiel uns auf durch seinen Podcast Stefan Suckow fragt, in dem er regelmäßig Interviews führt mit Personen, die Ideen für die Stadt Stralsund und ihre Region entwickeln und vorantreiben. Überdies wurde Stefan Suckow im Sommer zum Präsident des Rotary Clubs Stralsund gewählt. 

 Kapitel 1
Begrüßung. 

Kapitel 2
Gorch Fock I.  Die Dreimastbark wurde 1933 in der Hamburger Werft Blohm + Voss nach nur 100 Tagen Bauzeit fertig. Bis Kriegsende diente sie der Reichsmarine zu Ausbildungsfahrten im Ostseeraum. Sie ist mit 82 Metern Länge etwas kürzer als das 1958 ebenfalls bei Blohm + Voss in Hamburg gebaute Schwesterschiff. Während die Gorch Fock II nach sechs Jahren Umbau demnächst wieder als „Schwimmende Friedensbotschafterin“ auf See unterwegs sein wird, liegt ihre ältere Schwester als Museumsschiff stationär im Hafen Stralsunds. Sie ist täglich für Besucher geöffnet und zeigt, wie die maritime Seemannschaft in vergangenen Zeiten an Bord gelebt und gearbeitet hat. 

Kapitel 3
Tall-Ship Friends. Eigner der Gorch Fock I ist ein Verein. Er hat dafür gesorgt, dass der nicht mehr seetüchtige Oldtimer 2003 aus der Ukraine zurückgeholt und zum  Touristenmagnet der Stadt Stralsund wurde. Im Rahmen der DLF-Sendereihe „Sonntagsspaziergang“ berichtet dessen Vereinsvorsitzender Wulf Marquard am 18. Juli 2021 im Gespräch mit dem Reporter Andreas Stopp über die Arbeit, die darin steckt, das Schiff instand zu halten, sowie über Betriebs- und Erhaltungskosten. Er hat sich zum Ziel gesetzt, das Schiff in Fahrt zu setzen - jedoch erst nach 2026. 

Kapitel 4
Stralsund Hafen. Auf Befehl der Wehrmacht wurde die Gorch Fock I am 30. April 1945 von Pionieren im Strelasund versenkt. Den Russen verdankt die Stadt, dass die Bark gehoben, wieder seetüchtig gemacht und in Dienst gestellt wurde. Heute ist sie ein Wahrzeichen der Stadt und für die Region. Jährlich gehen ca. 60 Tausend Besucher an Bord. Neben dem Ozeaneum ist sie eine der markantesten Attraktionen Stralsunds und Anziehungspunkt für Urlauber wie Einheimische. 

Kapitel 5
Gorch Fock II. Sie ist Aushängeschild der Bundeswehr. Die Marine nutzt den unbewaffneten Dreimaster zur Ausbildung seiner Offiziere. Oberstes Ziel ist Teambildung. Mehr zur Bordkameradschaft liefert eine private Internetseite. Daniela erinnert daran, dass vor 60 Jahren Dampfer und Motorschiffe noch nicht schneller waren als ein Großsegler, und dass Technik nicht alles sei. Stefan stimmt ihr zu, die Art der Hilfsmittel habe sich geändert, mehr nicht. Die mehrwöchige seemännische Ausbildung an Bord eines Großseglers diene dazu, die Jahrtausende alten Fähigkeiten im Umgang mit den Elementen weiter zu geben. 

Kapitel 6
Patenschaft. Parlamentarier des Schleswig-Holsteinischen Landtags stimmten 1982 mehrheitlich dafür, die Patenschaft für die Gorch Fock II zu übernehmen. Zum Dank erhielten sie die erste Unterwant zum Besteigen des Großmastes und einen Fockanker von der Marine. Beides ist bis heute auf dem Gelände an der Nordseite des Landtages öffentlich ausgestellt. Dieter bringt zum Schluss die Frage auf, was wäre, wenn sich  Gorch Fock I + II irgendwann einmal bei der Windjammer-Parade zur Kieler Woche begegnen würden. 


Die Rubrik "Städtepartnerschaft" wird gefördert von



Kiel. Sailing. City.


share







   36m