Podcast – Aufgeräumt

Ordentlich sein ist keine Arbeit, es ist eine Entscheidung. Wenn wir uns dafür entschieden haben, ist es eine Freude. Mein Name ist Anett Heim und ich habe ein ungewöhnliches Hobby: Umziehen. Warum? Weil ich es liebe, neu zu organisieren, einzurichten und auszumisten. Erst nachdem ich in einer sehr kleinen und dann in einer großen Wohnung gelebt habe, habe ich realisiert, dass ich –wie Sie sicher auch- zu viele Dinge habe: Zu viel am falschen Ort und vom Gehirn in die Region „schlechtes Gewissen“ verschoben.

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Zeiten stoppen für eine schnelle Ordnung


 

http://archive.org/download/podcast_nummer_32_-_-aufraumzeiten_stoppen_-schnelle_ordnung/Podcast_Nummer_32_-_Zeiten_stoppen.mp3

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Aufgabe: Stoppe und notiere Dir, wie lang Du für Arbeiten brauchst, die Du gerne vor Dir her schiebst

Ergebnis: Du merkst, wie wenig Zeit gewisse Ordnungs- und Haushaltsaufgaben brauchen. Dadurch bist Du motiviert, sie öfter doch mal schnell gleich zu machen

+ Spülmaschine ausgeräumt. Wahnsinn!

An manchen Tagen bin ich stundenlang daheim und arbeite vor mich hin. Am Ende des Tages denke ich: „Was habe ich heute eigentlich den ganzen Tag gemacht? Klar, ich habe gesaugt und Essen gekocht, aber war da nicht noch viel mehr Zeit? Aufgeräumt habe ich schon, aber was? Ich kann mich nicht erinnern…“ Solche Tage sind für mich sehr deprimierend, darum bin ich dazu übergegangen, mir manchmal genau aufzuschreiben, was ich von wann bis wann gemacht habe. Darin liegen viele Vorteile:

  1. Es macht mich zufrieden
  2. Ich schaue nicht so viel ins Smartphone oder gehe mal für 30 Minuten zu Facebook oder Youtube (Ich wollte doch nur ganz schnell…), weil ich so etwas nicht auf meinem Zettel stehen haben möchte.
  3. Ich bleibe konsequent an meinen Aufgaben dran und lasse mich nicht so leicht ablenken, da ich ja die Zeit stoppe und wissen möchte, wie lange ich nun zum Aufräumen der Küche benötigt habe.

So schnell? Dann hätte ich doch schnell am Abend aufgeräumt, anstatt am nächsten Morgen an einen unordentlichen Schreibtisch zu sitzen

 

Dies mache ich natürlich nicht jeden Tag, aber an Tagen, an denen ich mehrere Stunden für mich und meine Aufgaben Zeit habe, mache ich das regelmäßig. Wenn ich mal zu faul bin und es nicht mache, merke ich direkt am Abend, wie viel weniger ich geschafft habe und wie viel unzufriedener ich bin.

Natürlich ist das Zeitstoppen und Notieren nicht jedermanns Sache, ich möchte Dich aber heute trotzdem dazu einladen, es auszuprobieren. Im schlimmsten Fall bekommst Du nicht mehr, sondern nur gleich viel geschafft, weil Du schon super organisiert bist, aber im besten Fall wirst Du sehr viel mehr schaffen und am Abend sehr stolz auf Dich und zufrieden mit Deinem Tag sein.

Besonders überrascht war ich damals bei meinem Couchtisch. Über Monate sammelten sie Dinge an und trübten den ordentlichen Anblick meines Wohnzimmers. Nach nur 13 Minuten war der Couchtisch ordentlich und ich sehr glücklich. Hätte ich gewusst, dass es so schnell geht, hätte ich wohl eher schonmal aufgeräumt. Das Gleiche war auf meinem Sideboard im Schlafzimmer: Da diese Ablagefläche direkt an der Tür platziert ist, habe ich sehr oft schnell etwas abgelegt, so dass sich auch hier viel angesammelt hatte. Nach nur 10 Minuten war auch diese Fläche ordentlich. Um das Wohn- und Esszimmer am Abend in Ordnung zu bringen brauche ich im Schnitt 4 Minuten, für mein Schlafzimmer am Morgen im Schnitt 1 ½ Minuten. Ich fände es schade, wenn ich diese Zeit nicht in meine Ordnung investieren würde.

So lang haben folgende Tätigkeiten gebraucht:

Tätigkeit Minuten

 



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 2016-06-10  9m