Elektroautomobil | Der Podcast zur Elektromobilität

Das ist der offizielle Podcast zu Elektroautomobil, dem Magazin für Elektromobilität. Valentin Buss und Marcus Zacher diskutieren Themen und Technik rund um die Welt der Elektrofahrzeuge und stellen euch die neuesten E-Mobile vor. Elektroautomobil, der Podcast, erscheint alle zwei Wochen und immer pünktlich zur jeden neuen Ausgabe von Elektroautomobil, dem Magazin. Zusätzliche Episoden mit spannenden Interviewpartnern, neuen Technikthemen und Erlebnisberichten aus dem Bereich der E-Mobilität ergänzen das Podcast-Angebot. Stay tuned!

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episode 30: EAM 030: Endlich da: die E-Trucks kommen!


Neuigkeiten aus der Welt der Ladeinfrastruktur

KfW-Förderung für Wallboxen ausgelaufen
Der Fördertopf für die KfW-Förderung 440 ist erschöpft, d. h. es werden keine neuen Fördergelder mehr für die Installation eines privaten Ladepunktes mehr genehmigt. Bereits genehmigte Anträge werden natürlich weiterhin ausbezahlt.

Eine Millionen Ladepunkte für DeutschlandDie Ampel-Koalition plant eine Millionen öffentliche Ladepunkte in Deutschland bis 2030. Zum Vergleich: Anfang des Jahres 2021 waren lediglich etwas über 40.000 öffentliche Ladepunkte in Deutschland offiziell registriert. Die Nachbarn in den Niederlanden sind bereits deutlich weiter. Hier gibt es bereits heute über 66.000 öffentliche Ladepunkte. Übrigens sind für Europa bis 2025 ebenfalls eine Millionen Ladepunkte geplant. Stand heute wurden immerhin schon 290.000 Ladepunkte installiert. 
Ionity baut Ladenetz bis 2025 deutlich aus
Der HPC-Betreiber Ionity möchte sein Ladenetzwerk bis 2025 deutlich erweitern. Dank einer Investitionsspritze in Höhe von 700 Millionen Euro soll die Anzahl der Ladepunkte von derzeit knapp 1.500 auf 7.000 ansteigen. Aktuell sind europaweit etwa 400 Stationen im Betrieb, bis 2025 sollen es über 1.000 Standorte in 24 europäischen Ländern sein, jeder mit sechs bis zwölf Ladepunkten.Die neuen Ladestandorte sollen nach dem "Oasis"-Konzept aufgebaut werden: Die Ladestationen sollen überdacht sein und sich in unmittelbarer Nähe von Cafes,  Restaurants und Shops befinden. 
EnBW führt AutoCharge ein Nach Fastned (hier geht's zum Podcast mit Fastned-CEO Michiel Langezaal) führt auch EnBW die AutoCharge-Technologie ein: Hierbei handelt es sich um eine weitere Möglichkeit der Authentifizierung an einer Ladesäule, bei man einfach den CCS-Ladestecker ins Fahrzeug steckt und die Freischaltung anschließend automatisch, also ohne Smartphone oder RFID-Ladekarte, geschieht. Dafür muss man diese Funktion zunächst in der mobility+-App von EnBW freischalten. AutoCharge soll an (fast) allen Schnellladestationen von EnBW funktioniert, auch an 50-kW-Triple-Chargern. Die Funktion wird derzeit noch nicht von allen Fahrzeugen unterstützt. Fahrzeuge des VW-Konzerns und auch frühe Modelle von Opel oder Peugeot können noch nicht mit AutoCharge gekoppelt werden. Auch Kunden mit einem mobility+-Geschäftskonto können AutoCharge noch nicht nutzen. Das könnte sich jedoch noch im Laufe des kommenden Jahres ändern.AutoCharge ist nicht zu verwechseln mit Plug'n'Charge, das ähnlich funktioniert, hinter dem jedoch die ISO 15118 steht. Plug'n'Charge wird derzeit nur von wenigen Fahrzeugen und Ladesäulen unterstützt. 

Die E-Trucks kommen!

Mercedes-Benz eActros
Seit diesem Jahr bietet Mercedes-Benz Trucks den eActros an. Er kann mit drei oder vier Batteriepaketen mit jeweils 105 kWh Energieinhalt geordert werden. Es gibt ihn mit  zwei Achsen (4x2, 19 Tonnen) und drei Achsen (6x2, 27 Tonnen). Die Variante 6x2 kann mit der größeren Batterie ausgerüstet werden. Außerdem ist auch eine Version mit Anhänger (zulässiges Gesamtgewicht: 40 Tonnen) verfügbar, allerdings nur in Verbindung mit der kleinen Batterie. Der eActros wird über eine E-Achse mit integrierten E-Maschinen und Zweigang-Getriebe angetrieben.

  • Fahrbericht zum Mercedes-Benz eActros
  • Vorstellung Mercedes-Benz eActros und eEconic
  • Mercedes-Benz Trucks (Herstellerseite)
Weitere E-Trucks von Mercedes-BenzNach dem eActros folgt in der zweiten Jahreshälfte 2022 der eEconic, ein für den städtischen Verkehr optimierter Lkw, der die gleiche Technik des eActros nutzt. Er soll zunächst als dreiachsiges Müllfahrzeug mit drei Batteriepaketen (315 kWh) und 27 Tonnen Gesamtgewicht angeboten werden. Derzeit läuft die Erprobung des eEconic „auf Hochtouren“, wie Mercedes betont.Für 2024 ist der eActros LongHaul mit etwa 500 Kilometern Reichweite angekündigt. Der GenH2-Wasserstoff-Lkw für Reichweite bis 1.000 Kilometer soll 2023 in die Kundenerprobung gehen und ab 2027 in der Serienversion ausgeliefert werden. Daimler arbeitet bei den Wasserstoff-Lkws mit Volvo Trucks zusammen und hat aus diesem Grund Cellcentric gegründet, um zusammen die Wasserstoff-Technologie in Serienreife zu bringen.
  • Cellcentric (Homepage)
  • Über H2-Lkw haben wir in EAM-Ausgabe 06/2020 in der Rubrik "Gratwanderung" berichtet. 
Volvo FL Electric und FE ElectricBereits seit 2019 baut Volvo Trucks die mittelschweren FL Electric und FE Electric in Serie. Der FL Electric wird mit 16,7 Tonnen Gesamtgewicht angeboten, beim FE sind es bis zu 27 Tonnen. Volvo Trucks greift dabei auf die Technik zurück, die auch in den elektrischen Volvo-Bussen verbaut wird.Der FL Electric wird von einem Motor angetrieben, beim FE Electric sind es zwei. Dazu gehört auch ein Zweigang-Getriebe und ein zusaätzlicher Nebenantrieb für Aufbauten. Die Batterien sind modular aufgebaut. Ein Paket speichert 66 kWh und es können davon zwei bis sechs Stück (im FL) verbaut werden, maximal also 396 kWh, wobei davon dann 317 kWh nutzbar sind. Der FH kann mit maximal vier Modulen bestückt werden (264 kWh brutto bzw. 212 kWh netto). Geladen wird mit bis zu 150 kW. Die Bordnetzspannung liegt bei 600 bis 750 Volt.

Volvo FH Electric, FM Electric und FMX ElectricAb 2022 kommen drei weitere, schwere Elektro-Lkw hinzu. Der FM Electric ist ein Truck für den Verteilerverkehr, der aber auch auf Baustellen, bspw. mit Betonmischer, eingesetzt werden kann. Der FMX Electric ist ein reiner Baustellen-Lkw. Der FH Electric ist ein schwerer Lkw für den Verteilerverkehr und längere Strecken mit bis zu 44 Tonnen Gesamtgewicht. Die Aufladung der Batterien mit bis zu 540 kWh erfolgt mit bis zu 250 kW an einer DC-Ladestation oder mit 43 kW per Drehstrom. Die Ladezeit wird mit 1,5 Stunden bis 80 Prozent angegeben. Die Reichweiten liegen, je nach Einsatzprofil und Fahrzeugaufbau, bei etwa 300 Kilometern.Die Zugmaschinen sollen im zweiten Halbjahr 2022 serienreif sein, die Fahrgestelle folgen ab 2023.
  • Volvo Trucks Deutschland (Herstellerseite)
Renault D Z.E. und D Wide Z.E.
Der Renault D und D Wide wird ab kommenden Jahr in Deutschland ausschließlich in der Elektro-Version Z.E. verkauft. Der Renault D Z.E. wird mit 16 bis 26 Tonnen Gesamtgewicht angeboten und wird seit 2020 in Serie produziert. Die Batterien sind identisch zum FE und FL Electric von Volvo Trucks und speichern etwa 200 bis 300 kWh (netto), wobei der D Wide nur mit maximal 200 kWh verfügbar ist. Die Reichweite beträgt im Idealfall bis zu 300 Kilometer. Die Antriebsleistung liegt bei bis zu 370 kW.

DAF LF Electric und CF ElectricDer niederländische Lkw-Bauer DAF hat zwei Elektro-Trucks im Programm, die sich in einem ähnlichen Segment bewegen, wie auch die Trucks der Wettbewerber. Los geht es mit dem kleineren LF Electric, den es als 19-Tonner gibt. Darüber rangiert der schwerere CF Electric, der mit 29 oder 37 Tonnen Gesamtgewicht angeboten wird. Der LF Electric wird mit einer Batterie mit bis zu  280 kWh (brutto) angeboten. Der CF Electric kann mit bis zu 350 kWh großen Akkus ausgerüstet werden. DAF setzt dabei auf Batterien mit "Cell-to-Pack"-Technologien, d. h. die LFP-Zellen werden direkt ins Batteriepaket eingebaut und die Ebene der Zellmodule entfällt. Geladen werden können die Trucks mit 150 bzw. bis zu 250 kW.
  • DAF (Herstellerseite)
  • Vorstellung: DAF LF Electric (Hersteller-Presseseite)
Scania 25 L und 25 P BEVScania gehört zur Truck-Sparte Tarton des VW-Konzerns und bietet derzeit einen Elektro-Lkw an, den 25 BEV, den es in der Fahrerhausvariante L und in der Variante P gibt. Der 29-Tonner kann entweder mit fünf oder neun Batterien bestückt werden, was effektiv 165 oder 300 kWh Energieinhalt bedeutet.
  • Scania (Herstellerseite)
MAN eTGMEbensfalls zu Traton gehört MAN, die aktuell den eTGM im Programm haben. Der E-Lkw leistet bis zu 264 kW und verfügt über eine 185-kWh-Batterie. Die Reichweite soll bei bis zu 190 Kilometern liegen. Geladen ewrden kann der MAN eTGM mit 150 kW Gleichstrom oder 22 kW Wechselstrom.
  • MAN(Herstellerseite)
Neue Player bei den Elektro-TrucksTesla hat bereits vor einiger Zeit den Semi vorgestellt, der sich allerdings noch nicht in Serienproduktion befindet. Der E-Lkw für den amerikanischen Markt soll 500 oder 800 Kilometer Reichweite bekommen und soll von vier unabhängigen Motoren angetrieben werden. Wann der Tesla Semi auf den Markt kommt und ob er es in dieser Form auf den europäischen Markt schafft, ist derzeit nicht bekannt.
  • Tesla Semi (Herstellerseite)
Auf Basis von Volvo-Lkw baut Futuricum in Kleinserie Elektro-Lkw in der Schweiz. Kürzlich schaffte in einem Weltrekordversuch ein E-Lkw fast 1.100 Kilometer am Stück. Reale Reichweite von bis zu 760 Kilometer verspricht der Hersteller.
  • Futuricum (Herstellerseite)
  • Electrive.net: Weltrekordfahrt über 1.099 km
Der US-Hersteller Nikola möchte noch 2021 mit der Produktion eines BEV-Lkw in Deutschland in Ulm beginnen. Dabei kooperiert Nikola mit Iveco. Der erste E-Lkw, der Tre, soll 560 Kilometer Reichweite schaffen. Später, 2023, soll ein Brennstoffzellen-Lkw folgen.
  • Nikola Motor (Herstellerseite)
  • Iveco (Herstellerseite)
Hyundai Xcient Fuel Cell Ausführlich haben wir über den Hyundai Xcient Fuel Cell in diesem Artikel berichtet: Mit Wasserstoff über die Alpen.

Weitere Links:
  • Batterie oder Brennstoffzelleim Lkw? Statement von Traton
  • Förderrichtlinie für umweltfreundliche Lkw
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 2021-12-01  1h23m