Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1830: Feine Art bei Sotheby's [transcript]


Ganz sicher bin ich mir, dass drei Liebhaber Aufrufe – entschuldigt Ausrufe ausreichen und ihr ahnt, auf welches spannungsgeladene Gefecht ich heute hinaus möchte:

Zum Ersten: Karl Lagerfelds Chanel-Tasche für 94.500Euro
Zum Zweiten: – eine meine Lieblingskünstlerinnen – Janis Joplins Porsche für 1,6Millionen Euro
Und zum Dritten: Banksys zerschreddertes Girl with ballon für 22,2 Millionen Euro

Ihr habt es herausgefunden – ich darf heute zu Gast sein in dem legendären Auktionshaus Sotheby‘s – und zwar in Wien, einer Stadt mit charmanten Schmäh und avantgardistischem Art Nouveau, dem vielleicht dekorativsten Stil des 20. Jahrhunderts.

Hier im historischen Palais Wilczek treffe ich auf Magistra Andrea Jungmann, seit 2001 Geschäftsführerin des Hauses.

Ganz gespannt bin ich nun, von Andrea ganz ohne Limit und erst recht nicht unter Vorbehalt auf fine Art durch die Wiener Repräsentanz von Sotheby‘s geführt zu werden.


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 2022-02-04  52m
 
 
00:00
Music.
00:11
Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst.
00:18
Immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartnerinnen.
00:23
Euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln, reise ich quer durch Deutschland. Wenn du die Reisen von die Leichtigkeit der Kunst unterstützen möchtest, dann freue ich mich sehr über deine Kulturpartnerschaft.
00:39
Geht auch ganz einfach. Mit einer goldenen, silbernen oder bronzenen Mitgliedschaft über Steady HQ Punkt com Slash die Leichtigkeit der.
00:51
Oder via PayPal Punkt Me Slash Leichtigkeit der Con.
00:58
Bedanken möchte ich mich von ganzem Herzen bei allen Hörenden, die bereits die ein oder andere Reise unterstützt haben.
01:07
PF, ihr möchtet mehr über die Leichtigkeit der Kunst erfahren und mal einen Blick hinter die Kulisse werfen.
01:15
Dann habe ich einen Tipp. Tragt euch in den Newsletter bei Steady HQ Punkt com Slash die Leichtigkeit der Kunst ein.
01:25
Einmal im Monat überrasche ich euch mit ein paar Hintergrundinformationen.
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Und nun wünsche ich euch viel Freude beim Hören der folgenden Episo.
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Music.
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Eine Art bei Saturbee.
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Ganz sicher bin ich mir, dass drei Liebhaber-Aufrufe entschuldigt, Ausrufezeichen, ausreichen und ihr ahnt, auf welches Spannungsgeladene Gefecht ich heute hinaus möchte.
01:58
Zum Ersten. Karl Lagerfels Chanel Tasche für vierundneunzigtausendfünfhundert Euro.
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Zum Zweiten. Eine meiner Lieblingskünstlerinnen Jennys Porsche für 1,6 Millionen Euro.
02:14
Und zum Dritten Banksyes zerschreddertes Girl with beloone für 22,2 Millionen Euro.
02:20
Ihr habt's herausgefunden. Ich darf heute zu Gast sein in dem legendären Auktionshaus Saturbees.
02:28
Und zwar in Wien, einer Stadt mit charmantem Schnee und avangardistischem Art Nuvoux, dem vielleicht dekorativsten Stil des 20. Jahrhunderts.
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Hier im historischen Palais Wilczek treffe ich auf Magistrat Andrea Jungmann. Seit 2001 Geschäftsführerin des Hauses.
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Ganz gespannt bin ich nun von dir liebe Andrea ganz ohne Limit und erst recht nicht unter Vorbehalt auf Feinart oder feine Art, die wiener Repräsentanz von Saddabeats kennenzulernen.
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Fangen wir doch mal mit der Vorbesichtigung an und lernen deinen Rahmen und deine Profinienz ein bisschen besser kennen.
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Gerne, freue mich. Ja, das ist ein spannender Weg. Ich wollte eigentlich Künstlerin werden. So hat's begonnen. Also das Interesse für Kunst war eigentlich das Kunstmachen.
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Und ich habe sogar zweimal die Aufnahmeprüfung versucht, sowohl auf der angewandten, das ist unsere zwei Universitäten, die wir haben, die angewandte und die Bildernde und ah habe aber.
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Dann recht schnell erkannt.
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Ich nicht gut genug bin. Also ich war schon nicht schlecht, aber ich habe auch gemerkt anhand der anderen Künstler, die mit mir dort versucht haben reinzukommen, dass die viel enthusiastischer sind und eigentlich nichts anderes tun wollen als
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Kunst zu produzieren, zu machen in dieser Sache zu leben, während ich das gerne gemacht habe, aber so viele andere Interessen hatte.
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Zum Beispiel eben zum Beispiel mit Leuten zu tun haben, was mir jetzt im Job recht zugutekommt, organisieren, tun, rausgehen, also alle diese Dinge. Und ich habe dann eben einfach beschlossen Kunstgeschichte zu studieren.
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Nicht so unbedingt zum Gefallen meiner Mutter, die dann gesagt hat, na ja mach halt mal. Die hat sich gedacht, also das wird.
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Ja aber ich bin da sehr schnell hineingekippt und habe das sehr gerne studiert.
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Und habe dann aber während dem Studium begonnen zu arbeiten.
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Äh also ich habe immer gearbeitet. Das muss man auch dazu sagen. Ich habe mir immer selber mein Geld verdient und äh.
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Bin dann einfach zu Saturples gegangen, äh also ich habe davon gehört von Zarte bis plötzlich. Das war ganz was Neues. Hat mir total gefallen diese Glamour und Picasso-Schiene, klingt keine Ahnung. Also das war ganz toll und ich habe mir gedacht, na
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bewerbe ich mich jetzt einfach als Praktikantin. Ah natürlich also Geld verdienenderweise.
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Und bin da einfach hinmarschiert, ja? Also ich frage mich manchmal, wie ich diesen Mut aufgebracht habe, aber ich hab's einfach gemacht und dort wurde mir gesagt, ja, also ich kann natürlich von mitarbeiten, aber natürlich also
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Bezahlung gibt es keine. Also das ist ja.
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Wie man eh weiß, also bei den großen Aktionshäusern oder eigentlich überhaupt im Kulturbereich recht üblich. Das man kann ein Praktikum machen, aber es wird nicht bezahlt. Das ist nur unbezahlt. Und.
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Ich war damals so als ich sagen habe, hatte so eine zu sagen nein oder so, dann mache ich das nicht.
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Mutig. Ja, doppelt mutig und das hat glaube ich ziemlich imponiert. Also ich wurde dann gefragt, warum sage ich Näher, weil ich überall anders Geld verdiene? Ich mache Führungen in der Albertina und
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bla bla bla und drei Stunden und da kriege ich überall Geld oder so, warum soll ich das machen?
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Hat glaube ich imponiert und man hat mir dann mitgeteilt, dass gut, also wenn das so ist, ist es so, dann fangen sie doch nächsten Montag an.
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Als Aushilfe für whatever und wir zahlen Ihnen. Habe gedacht okay, gut, war dann etwas, wie soll ich sagen, äh,
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per Plex, äh weil ich mir gedacht habe, oh Gott, ich habe ja noch meine ganzen anderen Jobs, die muss ich irgendwie was noch dazu kam, ich hatte mich eine Woche davor, bevor ich da hinmarschiert bin, am IKM, also das Institut für kulturelles Management.
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Für einen Postgrade Lehrgang beworben. Weiß auch nicht, warum ich das gemacht habe, weil eigentlich ist es ein
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postqueduit Lehrgang. Ich war aber mitten im Studium, ja. Aber man hat mir gesagt, da sind die so macht das net. Dann habe ich diese Prüfung gemacht, ja und dann was heißt von wenig Leuten? Also da waren relativ viele Leute und ich habe mir gedacht, ah machen wir's halt, ist ja wurscht
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wird eh nichts, ja? Und ich bin wirklich nach dem Termin bei suche ich quasi einen Job bekommen habe.
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Dorthin marschiert, das war damals noch am Karlsplatz und steht dann da vor dieser Wand, wo die Liste aus hing, wer es also geschafft hat.
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Und da bin ich drauf. Oh, wäre ich Dilemma.
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Und dann kommt auch die heraus, die das alles organisiert hat, diese ältere Dame und sagt, na ich gratuliere ihnen Frau und sie haben's da geschafft und ich so, ja, ich weiß jetzt gar nicht, ob ich das toll finde, weil ich habe jetzt
07:08
Ich bin jetzt gerade nach Wien gezogen. Jetzt habe ich ab Montag einen Job und jetzt habe ich auch noch das und das ist Anwesenheitspflicht. Also ich weiß nicht, wann ich mein Studium machen soll, ja.
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Gut, also so hat es begonnen. Und ich habe also wirklich als Aushilfe begonnen und war aber schon die ersten drei Tage.
07:25
Klichst, weil ich zwar drei Tage lang einkuvertiert habe, irgendwelche Einladungen
07:30
Aber neben mir standen einfach am Boden an der Wand, ein Klimt, ein Originaler, ein Original Schiele und die stand
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war einfach so. Also das kennt man ja aus dem Studio eigentlich gar nicht, dass man das Original gleich so, man kann's angreifen, also quasi dürfte man und das hat mir also total gefallen, ja und das so war der Einstieg.
07:50
Ich habe ja gehört und du hast auch gerade gesagt, du warst gerade frisch nach Wien gezogen
07:54
du bist gar keine geborene Wienerin und du hast in einer Klosterschule von Nonnenzeichnen gelernt. Ja, das war, glaube ich, das war vielleicht auch der Grund, warum ich dann also ich habe danach der Matura, also.
08:08
Ich war in einer Klosterschule, ich war bei den Usulinern äh auch im Internat und habe eben von London wirklich also
08:15
technen gelernt ist gut, ja, also ich meine man kann sich ungefähr vorstellen Stillleben auch gedacht irgendwie an Marienbilden also es war nicht ganz so aber doch also es war recht.
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Bieder und danach der Matura bin ich also mit meiner Zeichenmappe da wirklich hinmarschiert und ich meine das war peinlich, ja. Ich meine, ich hab's trotzdem immerhin so weit geschafft, dass ich.
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Welcher Zeichnen konnte es? Ich kann immer noch gut zeichnen, dass ich
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Zur Prüfung zugelassen wurde, ja, mit meiner komischen Schulmappe, ja? Ähm aber das war's dann auch schon. Und ich habe dann ein Jahr eigentlich auch dazu verwendet.
08:50
Meinen Geist zu öffnen, mich der Kunst zu widmen. Entschuldige, ich finde das auch extrem witzig. Von der Dreifaltigkeit zu Egon Chile.
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Ja, also genau und das war ja sehr lustig, weil man hat uns ja auch keine Kunstgeschichte vermittelt, ja? Also und ich habe dann irgendwie dann Skile kennengelernt und mir gedacht
09:08
Nicht schlecht, ja. Also und habe mich da schon geöffnet, aber wahrscheinlich auch, also das äh wer weiß, was aus mir geworden wäre, wenn ich in eine andere Schule gegangen wäre, aber das will ich jetzt gar nicht, dass.
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Was ist ist? Also ich bin da eher so das wird akzeptiert.
09:23
Und ich bin sehr froh, weil ich bin sehr froh, dass ich Kunstgeschichte studiere. Es war wunderbar. Also ich habe mit Kunst zu tun, was was glaube ich auch
09:30
wirklich mir mehr liegt, ja? Also dieses mit der Kunst zu leben, mit Leuten zu tun zu haben, die mit Kunst zu tun haben und dann dieses Kulturmanagement, dieser Lehrgang hat mir dann ja auch ein bisschen diese wirtschaftliche Seite gezeigt.
09:43
Auch die Arbeit hier bei Saturbase, sodass wir wirklich learning by doing. Wie managed man so was, wie macht man Verhandlungen, wie verkauft und kauft man Kunst, ja? Und also das hat schon alles seinen Sinn gehabt und ich meine, ich wäre nicht hier nach so langer Zeit
09:57
wenn es nicht wirklich mir liegen würde. Ja, also es ist wirklich eigentlich mein Traumjob. Mhm.
10:03
Immer noch. Das strahlst du gerade auch ein und herzlichen Glückwunsch zum 20-jährigen. Nein, 21-jährigen. Ja, aber eigentlich bin ich seit neunundachtzig bei Saturpeace. Also ich bin seit.
10:12
Zweiunddreißig, dreiunddreißig. Du wärst schon mit zum Inventar. Genau. Ich habe eine Dinosaurier.
10:19
Habe ich letztens mit so einem Händler, wenn einem aus. Ah danke. Ich habe keine scharfen Zähne. Ähm nein, ich habe letztens mit einem Galeristen, mit dem ich eben auch schon so lange zu tun habe.
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So gesprochen und dann habe ich gesagt, weißt du, das ist ein Wahnsinn. Wir kennen uns seit 2dreißigund Jahren.
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Wir sind Dinosaurier, so fühle ich mich manchmal, ja? Ich meine, der Kunstmarkt hat sich da schon auch sehr geändert in dieser Zeit, ja. Und da hat er gesagt, ja, aber wir
10:44
wir halten durch, wir sterben nicht aus. Und ich sage, ja, genau. Stimmt
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Wir bleiben dabei. Inwiefern hat sich denn der Kunstmarkt seit 89 gewandelt? Also gut, was ganz offensichtlich ist, ist die Digitalisierung. Mhm. Also
10:58
das, was ja in den letzten beiden Jahren quasi zu einem Formel-Eins-Rennen vorher war's vielleicht dann Minicard-Rennen, aber jetzt ist es ein Formel-Eins-Rennen. Also das auf jeden Fall und die Globalisierung, also
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das hat man auch gemerkt. Zweitausendacht, wie diese Krise war, so wie Lehman Brothers da in Konkurs ging und diese große Krise kam, ich meine, das war global.
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Ja, also die erste Krise damals, also über die ich auch meine
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Arbeit, meine Abschlussarbeit geschrieben habe am IKM, also am Kulturmanagement, die eben 199, 91 die Krise, die es damals gab, also diesen Einbruch des Kunstmarkts, das war ja ganz anders und das war nicht global.
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Ja, also das war also es war schon global, aber nicht es hat trotzdem es wurde verursacht durch ein
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Land, das hauptsächlich gekauft hat und die sind weggefallen, die Japaner. Ja? Äh und das war jetzt ganz anders, ja? Das war also weltweit.
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Ja, also diese Globalisierung, die Digitalisierung und das, was wahrscheinlich nicht nur im Kunstmarktbereich ist, ist dieser über.
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Bürokratisierung oder Regelung, also das hat's früher nicht gegeben. Würdest du, wenn du wüsstest, was.
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Der Kunstmarkt 2022 bedeutet, noch mit dem gleichen Enthusiasmus zu Cyberbeats marschieren wie damals.
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Wahrscheinlich, ja, weil ich ja nicht weiß, wie's wirklich ist. Und es ist ja trotzdem etwas sehr Spannendes, ja und Glamours und und man hat wirklich mit der Kunst an sich zu tun und würde wahrscheinlich nochmal kommen.
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Ich bin aber sehr froh, dass ich das alles miterlebt habe, ja, weil es schon eine Basis gibt, ja, die ich sonst nicht hätte. Was waren denn so Meilensteine? Oh mein Gott. Gibt so viele.
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Ganz am Anfang in den Neunzigerjahren war ich recht involviert in diese Vienna Ninetin-Hundred Sales, also das war eben
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was du auch zuerst schon erwähnt hast, Jugendstil. Das waren zwei, drei Sammlungen, die wir in London verkauft haben, wo ich.
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Das Glück hatte dabei sein zu dürfen, also zu katholisieren und also auch mit den Kunden, den Einbringern zu tun zu haben. Das war sehr spannend, ja. Also das war für mich ganz was Neues.
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Auch eine Zeit lang in London zu verbringen und das war auch ein Markt, der damals sehr stark war und neu war, also neu, aber halt
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gepusht wurde. Also das war toll und dann gab's
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dann die Terminal Australian Sales, wo dann langsam, also Chile Klimt, immer mehr auf den internationalen Markt kamen. Also das waren so die in den 90er-jahren mehr oder weniger die Höhe.
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Und dann ab 98 eigentlich und das ist ja nach wie vor bei uns hier in Österreich oder in Wien ein Schwerpunkt, das sind die Restitutionen
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Es hat damals begonnen und wir hätten uns nicht denken können damals, dass nach 24 Jahren, 24 Jahre
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wir immer noch restituierte Kunstwerke am Markt haben, eigentlich relativ viele, ja?
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Und das hat halt begonnen mit der Landschaft, die an die Erben nach Steiner zurückgegeben wurde aus dem Linzer Museum und da könnte ich jetzt drauf zählen. Also da gibt's sehr viele.
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Auch zweitausend
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zehn, die erste Privatrestitution, also Privatrestitution heißt, dass es nicht von einem Museum zurückgegeben wird an die ursprünglichen Erben, sondern das Bild gehört einem privaten Sammler.
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Der einigt sich dann mit den Erben und die verkaufen's gemeinsam und teilen den Erlös. Also das ist uns damals das erste Mal gelungen.
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Und ist in der Zwischenzeit Standard, also passierte recht häufig.
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Ihr führt ja selber keine Auktionen durch. Genau. Wie seid ihr denn aufgestellt oder wie arbeitet ihr? Also wir sind ein sogenanntes representative Office, ja.
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Nennt sich das Non Selling Office. Klingt irgendwie so.
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Diet machen eh nix. Äh weißt du was? Ja. Apropos Worte, Saturbeats ist.
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In der ersten Stige zu finden.
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Und ich habe überhaupt gar keine Ahnung gehabt, was eine Stiege ist. Also das ist sehr wienerisch nicht. Also wir äh das ist ein Haus, das hat mehrere
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Gänge, wenn man's ganz genau sagen möchte und wir sind Abstiege eins. Ja genau. Im ersten und im zweiten Stock genau diesen Innenhof gekommen.
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Wo finde ich denn jetzt hier eine Stiege? Na wir haben ja eh dann noch ein zweites Jahr Gott sei Dank, aber das
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Das zum Thema Representitive. Ja genau, also wir sind representitiv und also unsere Aufgabe hier ist ganz einfach.
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Schwerpunkte. Das eine ist also Ware hier zu finden in Österreich und auch Ungarn und Polen, weil das gehört auch zu mir.
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Die dann in Auktionen weltweit verkauft werden kann. Das heißt, wir suchen Ware oder wir betreuen Verkäufer. In allen Belangen.
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Wir schätzen auch ständig, ja also wir haben auch immer Experten da. Das ist kostenlos und unverbindlich. Da kann man einen Termin ausmachen, herkommen oder wir kommen hin, je nachdem, wenn's zu groß ist.
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Und auf der anderen Seite helfen mir natürlich auch Käufern, ja? Das ist äh wenn wenn sich jemand interessiert für, ich sage jetzt eine Warhol, äh helfen wir ihm vielleicht einen zu finden oder wir helfen ihm VIP
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kann, wir helfen ihm mit dem Transport von wo auch immer er es kauft hierher mit der Verzollung et cetera, also wir sind quasi eine so eine Schnittstelle zwischen
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Österreich, egal ob man jetzt verkaufen oder kaufen will und unseren weltweiten.
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Aktionen, Büros et cetera. Wir sind ein kleines Team und machen dann auch hier natürlich lokal schon auch
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Dinge, unter anderem das Artist Sporterlee, das ist so viermal im Jahr stattfindet, das ein Programm, das sich ins Leben gerufen habe zweitausend, wo junge Künstler, also unter 40, sich präsentieren können.
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Wir haben also auch seit glaube ich 2006 unten einen zweiten einen äh richtigen Ausstellungsraum. Wir haben das die ersten paar Jahre hier gemacht, also in diesem Büro, wo wir jetzt gerade sitzen. Wir haben jetzt auch schon
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schon länger jetzt Einladungen, die wir drucken, also es war ganz low budget am Anfang und so eher unter dem Radar und jetzt
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glaube ich, ist es ein recht anerkanntes Programm. Ist ja in der Zwischenzeit auch, es gibt ein Artiscortal München und es gibt ein Artist
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Frankfurt, da wollte ich an der Stelle gut recherchiert habe und gratulieren zu dieser tollen äh quasi Grenzenlos ist. Ja, ich bin auch ganz
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stolz, dass sie das übernommen haben und es auch
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brav immer sagen, dass das aus Wien kommt und das macht auch sehr viel Spaß, ja? Es war auch damals eigentlich eine Sache, die auch aus einer Notwendigkeit heraus entstanden ist. Ich habe sehr viele Künstlerfreunde.
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Und um 200 herum war es extrem schwierig auszustellen. Es hat nicht so viele Galerien gegeben wie jetzt. Da ist natürlich sowieso immer schwer in eine Galerie zu kommen und.
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Diese ganzen Pop-up-Dinger, also wo man irgendwelchen Fabriken, irgendwelche Ausstellungen macht, das hat's alles damals nicht gegeben und ich habe immer wieder gehört, wir haben keinen Platz zum Ausstellen und ist so teuer und wir können das nicht. Und dann habe ich gesagt, juhu
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dann machen wir's halt bei mir. Ja und dann drei Monate, also es sind immer vier Künstler pro Jahr für drei Monate, deswegen Waterli und.
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Macht's mal nicht und das ist wirklich gut angekommen, also das ist auch kein kein Geschäft für uns. Das ist wirklich eine reine Plattform. Also wir bieten eine Plattform.
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Und können die Künstler den Raum komplett selber bespielen. Ich sage ihm es es muss so sein, dass man noch hinein kann und auch
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könnte arbeiten drinnen. Also wir müssen ja auch Kunden empfangen. Also das muss noch mehr gescheitert und es darf nix kaputt werden. Mhm. Ja, aber ansonsten haben sie relativ viel Freiheit, also es hat glaube ich in den ganzen zwanzig Jahren
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eigentlich kein also ich glaube ein oder zwei Mal habe ich gesagt na ja also
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vielleicht sollten wir das ein bissel anders machen. Ja also hm ja also aber das funktioniert sehr gut und wir sind auch sehr mutig
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muss ich auch sagen. Also wir hatten schon ganz interessante Ausstellungen, wo Dinge von der Decke gehangen sind oder der ganze Raum fast vollgeht,
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baut war. Also wir wir sind mutig. Also ihr spielt auch mit unterschiedlichen Medien. Ja. Sehr wichtig. Wir hatten auch Videoarbeiten.
19:07
Ein paar Mal eigentlich sogar schon. Was schwierig ist, weil wir dann ja auch dunkel machen müssen und das ist natürlich nicht so einfach, aber
19:15
Ja, alles, alle Medien sind willkommen.
19:19
So lange sie nichts kaputt machen. Wie gesagt, also das ist ganz wichtig, ja. Ach, dann ist doch jetzt mit Augmented Reality das nächste Mal hängen wir nur an der so eine.
19:27
Brille hin, das geht schon. Ja also das bieten wir hier. Wir machen auch immer wieder Ausstellungen von Sachen, die eben weltweit verkauft werden und.
19:37
Ich bin eine Charity Oksenatorin, also für Charity-Aktionen. Mhm, was ich sehr liebe. Erzähle, welche äh Charity-Auktion begleitest du. Du äh verschiedenste, aber ich suche mir das sehr genau aus und die.
19:51
Ich jetzt, also die meisten davon wirklich schon Jahre oder viele, viele Jahre oder zwanzig Jahre fast schon und ich bin auch da sehr engagiert. Also ich bin auch zum Beispiel bei IZB, das ist ein äh Entwicklungshilfeorganisation bin ich im Vorstand.
20:05
Das geht auch schon seit.
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Über 20 Jahren, zwanzig Jahre oder Seedingart, da bin ich auch im Vorstand, da geht's um Kinder, Kinder, die mit Künstlern
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Kunstzwecke produzieren, die dann bei einer Auktion verkauft werden und der Erlös kommt wieder Kindern zugute. Das schläft im Moment etwas, weil wir die ganzen Malaktionen nicht machen können. Mhm. Also das ist ein bisschen schwierig, aber das wird wieder kommen und dann natürlich auch die Hospizoptionen mit dem Michael Schmidt-Ott
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die eine Herausforderung immer für mich sind, äh weil na ja also normalerweise haben solche Optionen, weiß nicht, zwischen 50 und 70
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Kunstwerke, manchmal auch hundert, aber der liebe Michael, nicht also der macht da gleich mal dreihundert draus, ja und dann stehe ich halt da auf dem Podium für dreieinhalb Stunden oder noch länger und das ist eine Herausforderung, aber es war immer so, ha, ich weiß nicht, ob ich das durchhalte und vielleicht muss dann irgendwer mich ab
21:02
lösen und so.
21:04
Aber ich habe immer durchgehalten, wenn ich sehr stolz. Wie wird man denn, wenn ich jetzt sage, als Frau Auktionatorin, dann klingt das so. Ach, da ist wieder dieser Genderstempel drauf.
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Dennoch glaube ich, ist es noch nicht ganz typisch, dass es viele Frauen im Auktionswesen gibt. Was ist so dein Antrieb gewesen und war's schwer? Ähm mein Antrieb war, also erstens kenne ich ein paar Optionatorinnen, die auch sehr gut sind.
21:28
Also auch wir haben ja die Helena Newman, die also eine Star-Ochsenatorin von uns ist in London und es gibt ein Paar und
21:36
der Anlass oder die ich wollte es immer schon, ja? Äh weil ich mir gedacht habe, na das muss einfach echt cool sein. Da oben stehen und und.
21:44
Zum ersten, zum Zweiten, zum Dritten, keine Ahnung, ja? Und dann wie ich dann Geschäftsführerin wurde.
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War irgendwie klar, dass dass diese Charity-Auktionen, die meine Vorgängerin gemacht hat.
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Die muss jetzt dann aber wohl nicht machen, nicht? Und mich hat das auch immer interessiert und ich habe dann gebeten, dass man mir eine Ausbildung gibt. Die hat eine halbe Stunde gedauert.
22:05
War damals nämlich noch nicht so, wie es heute ist, wo es so wirklich ordentlich ist, ja also eine halbe Stunde hat man mir ungefähr erklärt, wie das funktioniert, wie die Schritte sind, wie man das macht und so
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und den Rest habe ich dann einfach äh learning by doing wieder mal, wie immer. Das ist dein Weg. Und ich kann mich sehr gut an meine
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erste Auktion erinnern, die war im Kunst des deutschen Museum, eine ziemlich große Aktion und.
22:27
Ich war schrecklich aufgeregt. Und ich habe mir gedacht, es wird es wird gar nicht gehen. Also ich weiß überhaupt nicht, wie ich das überhaupt machen soll, ja? Und ich weiß noch, also ich habe natürlich
22:36
Kopfweh vor lauter Aufruf nach und dann habe ich zwei Ritt
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Bull getrunken und aber das wird schon, also es wird schon nicht und Kopfüberpulver von Red Bull angeht.
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Und das war super. Es hat echt super funktioniert. Also ich habe fast keine Fehler gemacht und das Gute bei Charity-Option ist, man kann Fehler machen. Ja, es ist jetzt ja nicht so wie eine richtige Auktion, wo man wirklich ganz genau auf den.
22:58
Punkt
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sein muss und es war so ein Erfolg. Also es war echt herrlich. Also da das war natürlich auch gut, ja, weil's wenn's nicht gewesen wäre, dann wäre ich wahrscheinlich verunsichert gewesen. Also ich glaube an mir ist irgendwie ein eine Schauspielerin
23:10
verloren gegangen oder irgend so was. Also ich bin eigentlich so ganz gern auf der Rampe. Ja. Was kann man denn für viele bei einer Auktion machen? Na ja, man kann schon, also bei einer richtigen Auktion, man kann schon ein Gebot übersehen. Also es hebt
23:23
jemand die Hand und und den sieht man irgendwie nicht und ich bin ja auch ein bisschen kurzsichtig, also das kann schon passieren. Ich auch. Und es darf in einer richtigen Auktion darfst du's natürlich nicht sein. Da gibt's eine gewisse Reihenfolge, wie man das macht und und dann gibt's auch Schritte, also
23:37
was ich äh zwei Schritte oder fünfer Schritte, keine Ahnung, äh bei einer Charity-Aktion, also wenn dann einer
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aufzeigt, da ist egal wie welche Schritte ich nehme, ja, ich nehme einfach die, die ich das Gefühl habe, die gehen jetzt grad gut, ja? Ähm ich kann auch mal sagen, na aber dein X ist jetzt dann ein Tausender mehr, ja, wie sonst
23:54
hm?
23:55
Das ist auch ein unterhaltsames Ding. Ich mache sehr viele Scherze dazwischen, ich ich kommuniziere mit den Käufern und und das ist sehr aufgelockert, ja. In einer Auktion ist das ganz
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die Eismetter kann man schon noch mal einen Scherz machen, aber muss schon ein bissel aufpassen, dass man sagt, ja also und äh das hat mir irrsinnig Spaß gemacht und seitdem mache ich das und ich glaube in der Zwischenzeit
24:16
bin ich ziemlich gut und das macht mir auch so wahnsinnig viel Spaß. Also ich bin auch überhaupt nicht mehr aufgeregt, schon lange nicht mehr, ja.
24:22
Ich finde das eine Herausforderung. Ist es gerade dieses lebendige und dieses grenzenlose was dich so fasziniert.
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Ja, es ist einerseits dieses, das muss man schon mögen, also dass dass viele Leute im Saal sitzen, die einen anschauen. Also man ist auf einer Bühne.
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Auf einer Bühne und performt, ja? Also das muss man mal mögen.
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Offensichtlich mag ich's, wusste ich vorher auch nicht, aber ich mag's offensichtlich. Und dann ist es schon ein Spiel, also ich spiele mit diesen Leuten, die im Publikum sitzen und spielen sie gegeneinander aus. Ja und ich fordere sie. Ich provoziere sie. Dass sie nochmal,
24:57
und spielt den Einen gegen den anderen aus und so.
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Es hat was mit Macht fast schon zu tun oder mit einem ist ein Spiel. Es ist ein Machtspiel, aber ist ein ein lustiges Machtspiel. Nicht böse. Es fühlt sich auch so nach charmanten
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führen geben und das hat auch was mit Flirten ja und
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das ist etwas, was mir offensichtlich.
25:23
Das macht mir Spaß. Kann man denn sagen, dass man als Auktionatorin eher Männer zu einem Gebot bewegen kann oder ist das gar nicht glaube, also.
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Will ich jetzt nicht so sagen. Es ist vielleicht ein bissel leichter. Ähm nein, das stimmt nicht und man kann jeden dazu bewegen.
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Ja? Kaufen viele Frauen auch grad in Charity-Auktionen.
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Gut. Ich verrate dir was. Wenn ich eine Aufnahme mache, versuche ich mich immer in meinem, also es ist jetzt ein bisschen feminin. Versuche ich mich in meinem Look.
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Immer ein wenig meinem Gesprächspartner oder meiner Gesprächspartnerin anzupassen. Heute habe ich ein wenig Glitzer. Da ist mir schon aufgefallen, ich dachte hübsch. Wien und Jugendstil und so und genau und es bereitet mir vorab
26:07
eine Riesenfreude mir Gedanken zu machen.
26:10
Packe ich in meinen Koffer, wie könnte das passen? Geht dir das auch so vor einer Auktion, dass du dir genau überlegst, heute ist das Thema das Publikum wird eher so und so auftreten werde ich genau.
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Also wichtig ist also für mich wichtig ist, ich muss gesehen werden. Mhm. Das heißt, Schwarz geht gar nicht.
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Ja? Also es muss knallig sein, es muss auffällig sein, es knallig, das ist jetzt das klingt so. Es muss nicht unbedingt bunt sein, also ich war auch schon mal ganz weiß oder
26:36
Zoohalter nicht übertrieben.
26:39
Und es muss bequem sein. Mhm. Vor allem wenn ich da drei Stunden stehe, da war das Glück bei der letzten Auktion der Hospizaktion, das war ja äh wieder mal in einem dieser quasi fast schon Lockdowns.
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Oder kurz davor und das war Gott sei Dank nur ein Livestream. Also in der Zwischenzeit kann ich das auch recht gut per Livestream ja habe ich gesehen. Du hast mich gesehen, ne? Also und das Gute ist, man zieht die Schuhe nicht, ja? Weil das ist natürlich.
27:04
Ja also
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drei Stunden in High Heels geht in der Zwischenzeit gar nicht mehr. Aber so wie du siehst habe ich auch heute Sneakers an, ja. Na, habe ich nicht. Ich habe
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Stickers nach ja. Ganz coole Sneakers und das ging mir heute auch so auf dem Weg hierhin. Ich habe mir auch einen unwahrscheinlich schickes Paar Schuhe eingepackt, einen dann mit hier reingeschlüpft und dachte darauf halte ich nicht den ganzen Tag aus und dann bin ich hier durch die Wiener Straßen gelaufen und dachte
27:30
Kopfsteinpflaster, wie gut, dass ich die bequemen Schuhe angezogen in Wien ist es ja anzuraten. Ja? Ja, das weiß ich jetzt auch für meinen Zug und werden Besucher. Ähm.
27:40
Apropos Auktionen, vor einer Auktion gehört es ja auch dazu, dass man Werke wichtet und ich könnte mir vorstellen, dass dir die Frage schon 300.000 Mal gestellt worden ist, aber gibt.
27:51
Dachbodenfunde. Diese kleinen, super zugestaubten Werke, die sich hinterher als ein Millionenbild gibt es, ja.
28:00
Gibt und ist dir das auch schon so ergangen, dass du gesagt hast, ihr seid echter Schatz. Ja, also das passiert immer wieder.
28:09
Es ist oft so, dass es also Dachboden ist es eher nicht, aber.
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Es kann sein, in einem Wohnzimmer hängt irgendein dunkler alter Meister, der irgendwie über zwei Generationen vererbt wurde und dann eben.
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Ja ähm was Besonderes ist, ist schon passiert, so wie ich dorthin kam eben mit dem Experten für alte Meister, hätte ich mir das nie gedacht. Ja und dann kommt man rein und denkt sich immer noch, kann nicht sein und dann
28:34
ist es so, ne? Es war auch schon mal, einmal kam eine ältere Dame, die hat wirklich also am Dachboden eine Mappen mit japanischen
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Holzschnitten gefunden. Das waren glaube ich zehn oder zwölf und sagen wir es waren 12 und elf davon waren
28:49
nix besonderes, aber einer davon war ein paar hunderttausend Pfund wert, ja, also es passiert immer wieder, ja? Und ich meine, die große Geschichte ist ja dieser Rubens, den wir damals hatten zweitausendzwei.
29:01
Der ja auch kein Ruhms war über ja lange Zeit hinweg war er kein Rums. Der Bethlehemitische und wurde dann eben weil er eben auch so brutal ist. Das Bild ist ja eigentlich ein sehr also von der Darstellung her.
29:16
Ein sehr brutales Bild, das mit lauter toten Kindern und so.
29:20
Und den die Besitzer hat ihn ja dann auch einfach nicht zu Hause haben wollen und in ein Kloster gehängt ja weil's einfach zu grauenhaft war und
29:28
Das wurde eben auch, das ist eine Entdeckung gewesen mir die Geschichte. Du warst doch live dabei.
29:33
Ja also ein Verwandter hatte Fotos, hat die an unseren Kollegen geschickt
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und der hat gleich gesagt, also das ist total spannend, ist dann hier in den Flieger gesetzt, ist in dieses Kloster da in Österreich gefahren und hat gesagt, ja, es ist so ein tolles Bild, also es war ja in einem Nachfolger von einem Schüler von von Robens zugeschrieben.
29:52
Und hat gesagt, ja, es ist so toll, also es ist eigentlich fast besser, als diese Dinge so, wir müssen das kriegen und er hat es geschätzt auf zwei- bis 300.000 Pfund.
30:02
Das hat man dann dem Besitzer mitgeteilt und Vertrag unterschrieben, kein Problem, Hausfuhr angesucht, es war ein riesen.
30:10
Ding, ja? Und Auswahl bekommen, ab nach London, dort wurden dann die Rubensexperten hergeholt, sind drei, da, also damals waren's drei, ich weiß nicht, ob sie immer noch drei sind und es hat dann so ein paar Monate gedauert und dann kam die Nachricht, also.
30:25
Rums.
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Ja? Also wieder zum Besitzer, wirklich persönliches Gespräch, also sie sitzen eh ja. Wir wollen ihnen sagen, also das Ding ist ein Rums. Also ein Buch. Äh also die zwei bis dreihunderttausend, die lassen wir jetzt mal. Also es sind jetzt
30:40
zwei bis drei Millionen Pfund, ja? Ja, super, ne, also irgendwie. Ich kann mich nur reden, das war irgendwie im Februar oder so waren wir da dort und
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die Auktion war geplant für Juli und so ein paar Wochen vorher schon ruft mich meine Kollegin im Dark Meister Experte an und sagt, ich sage dir.
30:57
Dieses Bild wird eins der teuersten Bilder sein, die es je gegeben hat. Und ich sage also wirklich, sagt er, ja wir haben schon Wetten laufen, ja? Also
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Na also mein Kollege war gar nicht so schlecht. Ja, so der Hammerpreis waren 45 Millionen von und er hat glaube ich über vierzig gewettet, also andere haben wir gesagt, zwanzig, ich meine, von zwei bis drei, aber das ist ja fast nicht zu glauben, ja? Von zweihunderttausend. Genau und ich war ja dann auch dabei und das war ein
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ewig lang ist.
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Bietgefecht, ja also das war ein Highlight meiner Karriere und man konnt's nicht glauben, es hat mir dann schon besser 20 Minuten waren schon alle oh wow hat man so gehört und dann ging's noch weiter und noch weiter und noch weiter und wie dann der Hammer gefallen ist, war das natürlich schon eine Sensation
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und ja, es war einfach wirklich ein berauschender Abend, muss ich echt sagen. Also das war ganz toll.
31:50
Und danach hat sie ja dann diesen kleinen Skandal gegeben hier in Österreich, weil.
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Das hat natürlich hier auch Schlagzeilen gemacht und irgendwer hat dann den Medien gesteckt
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oder ich weiß gar nicht mehr, wie das genau war. Ich glaube, auch auch dem Finanzamt, also das da ist jemand in Österreich, da kriegt er jetzt zu viel Geld und das ist hinaus geschmuggelt worden von uns und
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Da war die Rubens-Omi, also die Einbringerin, das ist eine alte Dame und wir haben ja hier so ein so bissl wie
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Bild, also in Deutschland haben wir die Kronenzeitung und die hat dann Fotos von irgendwelchen alten Damen und hat gesagt, das ist die Robensomis, die Verkäuferin, was natürlich nicht,
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hat, ja.
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Es war für mich sehr anstrengend, also weil da Vorwürfe waren die absolut leicht entkräftet werden konnten aber es hat doch ein, zwei Wochen gebraucht, aber das hat sich dann alles aufgelöst, war natürlich alles korrekt
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und man hat nicht wissen können, dass das ein Ruben ist und selbst wenn wir's hier recherchiert hätten
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äh hätten wir trotzdem eine Ausfuhr bekommen, weil Robens ist kein österreichischer Künstler und wir haben wirklich mehr als genug Groben im historischen Museum, ja. Also das muss man schon sagen. Also dieser Vorwurf war vollkommen sinnlos und auch das mit dem Finanzamt, dass der irgendwelche Steuern zahlen muss. Also das ist auch nicht Sache der Öffentlichkeit, ja. Das muss eh der machen, der das Geld.
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Ja, das ist doch immer so, dass jeder dann auf einmal sein eigenes und meint die Moral und das eigene Recht in die
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Öffentlichkeit tragen muss. Also das war ganz spannend noch, dazu eine kleine Nachgeschichte gegeben, aber es waren dann alle glücklich und es war wirklich eine tolle Sache und das war eben auch ein Fund, den das hätten wir uns nicht erwartet, ja. Ist es für dich so, dass du denkst, boah, ich
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bin so glücklich, dass ich einmal in meinem Leben an so einer Auktion, an so einer Geschichte ja.
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Teilhaben konnte oder es manchmal auch der Gedanke da oh ich würde mich so freuen, wenn so was nochmal passieren würde. Ich meine erstmal fünfunddreißig beides, beides, also ich bin sehr dankbar, dass ich dabei sein durfte und es gab ja auch noch viele andere wirklich sehr schöne Auktionserlebnisse.
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Und ja.
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Da kann man nie davon genug kriegen. Also ich ich würde sofort wieder mitmachen, gell? Also vielleicht hast du ja irgendwo irgendein Ding am Dachboden, also ich nehm's sofort. Ah, ich könnte mir vorstellen, dass du wahnsinnig oft gefragt wirst, oh, ich habe hier was gefunden. Kannst du mal gucken? Ja. Habe ich natürlich. Das ist
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auch ein Teil meines Jobs, ja. Leider ist nicht sehr oft was dabei, was dann Ruben ist. Für die
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Besitzer dann schwierig. Also es gibt doch diese Sendung, wie heißt sie denn noch mal, Kunst und Krempel oder so ja, genau, wo dann Leute mit ihren Vasen hingehen können und denken oh, das ist bestimmt eine Vase ja. Sowieso Dynastie und eigentlich ist es.
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Ja, drei Euro fünfzig wert. Genau. Aber sie ist ungefähr so. Die Leute sind, die dann.
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Ich will nicht sagen sauer oder? Also ich würde sagen, das kommt drauf an, wie man das vermittelt. Ja, also wenn man das gut erklären kann und sagen kann, warum.
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Ja oder was jetzt auch die nächsten Schritte sein könnten oder was man damit tun kann, dann wird das eigentlich immer ganz gut aufgenommen. Und würde ja auch schon mal was Falsches runtergeschoben Picasso. Zufällig wird ganz regelmäßig, ja.
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Und wie gehst du damit um? Lächelst du dadrüber oder denkst du, ach nicht schon wieder? Ich sage einfach, das ist tut uns leid. Wir können die
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echt hat hier nicht bestätigen und daher auch nicht verkaufen.
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Ganz aber ich glaube schwarze Schafe, die gibt's gibt's überall. Mhm. Es gibt eine Auktionsreihe.
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Contemporary corated. Mhm. Magst du mir die mal erklären? Also da laden wir
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berühmte Persönlichkeiten ein, das kann alles sein, also aus dem Showbiss bis zu Sammlern oder
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Fashiondesigner oder whatever ja die kurat
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Tieren, also das ist natürlich die helfen, den Sale zusammenzustellen, ja? Also die sagen, sie hätten gerne was ich sage jetzt eher Pop-Art, ich sage jetzt mal, ja, dann,
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oder was auch immer und.
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Sind dann dabei, das halt ein bisschen zu promoten oder beziehungsweise auch. Es hilft natürlich schon, wenn man dann sagt, daher XY findet ihr Werk so toll und hätte das gerne in dieser Auktion, wo er korrektiert.
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Das ist natürlich schon auch ein Business-Getting und natürlich auch ein selling Sing. Also wir lassen dann auch meistens diese.
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Berühmten Persönlichkeiten über die Kunst sprechen.
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Also es sind schon Leute, die sich auskennen. Es ist nicht so, dass wir da irgendwen nehmen, ja und das funktioniert ganz gut. Und ist das so, dass dann alle, ich glaube, ihr habt
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80 Niederlassungen zusammenarbeiten und anfangen zu suchen zu diesem bestimmten ja. Und
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die Auktion findet dann in London statt oder New York, glaube ich, haben wir's. Mhm. In beiden. Äh und es gibt halt auch eigene, also Leute, die verantwortlich sind dafür bei Saturbes und die schicken dann, ja also wir kriegen dann eine E-Mail wir suchen nach hm hm
36:43
dann versucht man halt, schaut mal her, habe ich irgendwo habe ich irgendwo so was, ja, was natürlich nicht so einfach ist, ja, aber manchmal ist er halt doch, ja. Es wird dann international, wir nennen das gesourct, also
36:55
gesucht. Und dann habe ich gehört
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gehen ja auch Taschen. Ich hab's ja im Intro angesprochen und Turnschuhe in der Versteigerung. Hättest du dir das vor 30 Jahren ist ja klar. Und du siehst auch erst seit ein paar Jahren aber extrem erfolgreich, ja? Mhm. Also wir haben ja jetzt gerade.
37:12
Sneaker mit Louis Vuitton und.
37:15
Also es ist eine unglaubliche Sache. Läuft unglaublich. Also mein Sohn findet das wahnsinnig cool. Also dass wir
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so teure Sneakers verkaufen. Wie alt ist dein Sohn? 14 einhalb. Möchte er mitbieten? Das geht sich grad nicht aus, aber er findet das sehr spannend, dass Leute so viel Geld dafür zahlen und der überlegt jetzt ganz ernsthaft, ob er nicht seine Schuhe gar nicht tragen soll, sondern einfach nur aufheben. Singen ist leider nicht der Torten.
37:42
Wer weiß sag mal, lässt du dich denn auch schon mal verführen? Also vielleicht jetzt
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klar auch wenn du heute einen Sneaker trägst, dass du denkst, oh, da würde ich ja gerne mitbeten, verflixt und zugenäht. Jetzt bin ich hier die Geschäftsführerin von Österreich-Ungarn und Polen und ist irgendwie ein bisschen schwierig oder.
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Du jetzt die Sneakers oder meinst du die meinst du was anderes? Ach die Sneakers, die Handtaschen, meinetwegen auch ein Klimmt, also die Sneakers und die Handtaschen interessieren mich gar nicht. Kunst natürlich, das sehe ich schon immer wieder Sachen, aber ich sammle schon, aber ich sammle
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junge Österreicher, also das, was hier auch ausstellen, aber nicht nur das
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habe ich in den letzten 20 Jahren immer wieder gekauft. In der Zwischenzeit habe ich recht viel und ich habe mir überlegt, dass jetzt muss ich irgendwann mal aufhören, weil jetzt ist es soweit, dass ich's in.
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Nicht alles hängen kann und dann ein Sammler? Äh anscheinend. Na ja. Ah das war nicht so geplant. Immer. Ja und äh also das äh muss man sich jetzt dann überlegen, aber wie auch immer. Es sind alles Werke, die
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Also meistens kenne ich die Künstler persönlich und äh oder habe mich verliebt in das Werk, aber meistens ist hat's ja eine persönliche Geschichte.
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Wenn du sagst, Junge Österreichische Künstler sind es dann Leute, die grade mit dem Studium fertig sind oder sind es eher jung noch im Sinne von zeitgenössisch? Also zeitgenössisch auf jeden Fall und manches waren also
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wirklich ganz am Anfang der Karriere jetzt nicht mehr, ja, jetzt das habe ich gut gekauft, also quasi wenn man das jetzt als Investment sehen würde, was ich nicht tue, wäre das ein guter Kauf gewesen und manche singt auch schon ganz etabliert gewesen.
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Auf wen sollte man jetzt den Blick wenden? Das ist die Frage, die ich gar nicht mag. Ha ha ha ha ich wusste das. Die fragt jeder und also ich kann also wenn man in Wien ist auf die Akademie gehen ist gerade der Rundgang, das sind die Abschlussarbeiten.
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Also die zum Teil Abschlussarbeiten oder präsentieren sich die jungen Künstler. Mhm. Dort würde ich mal hingehen und schauen und ansonsten es gibt so wahnsinnig viele. Also das heißt.
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Das ist auch interessant, also wir hatten wirklich einmal eine Zeit, wo wir für Artiscortaly gar nicht so leicht jemanden finden konnten. In der Zwischenzeit gibt's so viele tolle junge Künstler, das ist schwer, ist eine Auswahl zu treffen.
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Ja? Viele Frauen junge Frauen.
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Ganz tolle Sachen machen und da würde ich jetzt gar nicht fertig werden, ja? Also wenig cool finde, sieht man eh, wenn man auf meinen Instagram-Account geht, dann wer wem ich followe, dann.
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Sein kleiner Tipp. Aber es heißt, das ist nicht vollständig, ja. Es gibt wirklich so viele
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Ganz tolle. Ich glaube, das ist auch schwierig, dass man sehr schnell in seiner Expertise dann auch als
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consultant gesehen wird und sich überlegt, ja wenn die Andrea in den und den investiert, dann wird das bestimmt der nächste sein. Ich könnte mir vorstellen, dass es
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deswegen auch sehr sehr schwierig ist mhm. Da nicht als Stimmungsbarometer zu aber ich erzähle ja nicht vielen Leuten, was ich so kaufe. Erstens und natürlich, wenn ich jemanden kenne, also so
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im persönlichen Gespräch, wenn jemand sagt, du ich weiß nicht, ich habe eine Koordination aufgemacht und ich hätte gerne dann frage ich halt einfach nach.
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Was gefällt dir, welche Farben, Größe, frag halt ein bisschen nach und dann gebe ich schon Tipps.
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Ja, also das mache ich schon. Genauso wie ich's auch mache, wenn jemand anruft und sagt, ey ich weiß nicht, ich habe hunderttausend Euro und ich hätte gerne zwei, drei Sachen
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kann man das bei ihnen kaufen? Und dann sage ich na ja natürlich ja, aber dazu müssen sie schon ein bisschen mehr sich entscheiden. Was ihnen gefällt, weil das ist ja mein Credo. Man soll schon kaufen, was einem gefällt, weil man muss damit leben
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man soll das mögen, man soll das gern haben, man soll es jeden Tag gern anschauen. Also es hat keinen Sinn etwas zu kaufen, nur weil ich ihm sage, dass er's kaufen soll, ja? Also das
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ist mein Geschmack und nicht seiner.
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Und das kann ich dann schon also und das äh ist halt natürlich heutzutage extrem einfach geworden, weil man geht einfach auf unsere Webseite und scroll
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durch, ja und sagt einfach, das das gefällt mir, das gefällt mir, das gefällt mir und dann kann er mich immer noch anrufen und sagen, was sagst du da dazu?
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Meistens ist die Auswahl eh gut, die wir haben in den Auktionen. Also im Grunde und ich habe auch schon wirklich also wir haben gerade in den letzten zwei Jahren extrem viel neue Käufer dazugewonnen. Durch diese Online-Auktionen.
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Einfach ist. Sind es auch jüngere Käufer, jüngere Käufer, ja. Das ist super. Ja.
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Hm? Glaubst du, dass das durch dieses Digitale kommt, das und auch irgendwie durch Corona, weil man so viel zu Hause ist, sich viel mehr mit dem Thema beschäftigt? Beides, also es ist die Schwelle ist
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geringer geworden oder ist eigentlich gar nicht mehr vorhanden. Äh man hat die Zeit,
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sich davor hinzusetzen und zu scrollen mhm. Hatte man. Also manche hatten. Es ist auch genug Vermögen vorhanden.
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Also es liegt genug auf der Bank. Äh es ist einfach eine gute Alternative und es macht Spaß
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Also die Leute haben wirklich Spaß dran. Den Jungsammler anders ran, an die Kunst als die alten Sammler? Gibt's da irgendwie unterschiedliche Parameter? Ich würde das nicht nach dem Alter, sondern ich würde's eher per Kunst.
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Richtung also zeitgenössische Kunst zum Beispiel ist leichter zugänglich ja also die kann man kaufen obwohl das auch nicht für alles zutrifft, manches braucht schon sehr viel Verständnis und Wissen
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in der zeitgenössischen Kunst.
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Aber ein alter Meister zum Beispiel ist viel diffiziler, also da müsste man schon wissen, wer ist der Künstler, in ist das einer von den großen Meistern oder irgendein fünfter Nachfolger, wie ist der Zustand? Also da gibt's sehr viel.
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Da würde ich sagen, ist das einfach so klicken und kaufen.
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Weniger. Also das das sind schon sehr bedachte Käufe, auch von jungen Leuten. Aber die sind bedacht. Bei der zeitgenössischen Kunst.
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Ist es einfacher. Das gefällt mir. Das hat die Größe, die ich mag. Der Preis passt.
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Hast du das Gefühl, dass das Angebot auch viel größer ist, eben durch Instagram. Ja. Dass man in der Badewanne liegt und guckt das gefällt mir und dann nehme ich einfach Kontakt auch zum wir doch alle, oder? Ja.
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Ich entdecke auch Künstler auf Instagram, wenn ich einmal so Zeit habe und durchschaue. Ja und das ist so schön, so eine unkomplizierte auch
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Verschicke immer Sprachnachrichten. Ich wusste gar nicht, dass es auf Instagram geht. Ich dachte, das geht sehr gut. Ich denke mir ja in meiner Funktion als
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muss ich doch mit Stimme arbeiten. Das stimmt allerdings ja. Und das ist tatsächlich so verführerisch, wenn ich dann in den ganzen Ateliers bin und die Kunst sehe.
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Man würde gerne. Ja. Ja. Aber es ist nun mal leider nicht irgendwie eine eine Hose. Nein, es ist schon ein bissel mehr. Wir haben.
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Artiscortali angesprochen. Wir haben Contemporary, Corated angesprochen und ich habe noch was gelesen, was du mir auch noch mal erklären musst und zwar
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Crossover-Collection, kann ich mir das so vorstellen, dass man sich ein Altmeister neben den besagten Turnschuh stellt, zum Beispiel. Ja? Also zum Beispiel man merkt das ja auch manchmal an den Auktionen. Früher war ganz klar also alte Meister, zeitgenössische Kunst.
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Klassische Moderne. Jetzt gibt's diese Aktionen, wo sich das so ein bisschen mischt. Das ich erinnere nur an unsere erste Live-Auktion in der.
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Pandemie Ende Juli in London wird's also nein Entschuldigung 2020. Es verschwimmt alles die Zeit. Da war ein alter Meister neben einem Monet und so weiter ja und das nennt sich Cross-over-Collecting. Also wenn man quasi ein Käufer, der
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thailändische Kunst kauft, einen Sneaker kauft und einen alten Meister kauft und sich das alles zu Hause hinstellt. Was es aber auch gibt, ist so,
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ja so wo sich eben Leute inspirieren lassen von alten Meistern und dann einen Sneaker machen oder ich weiß nicht, von einem alten Meister im zeitgenössischen Kunstwerk erstellen oder umgekehrt, ja? Oder
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was sehr schön. Manchmal ist bei den Ausstellungen, die wir jetzt haben, wir hängen manchmal auch klassische Moderne neben alten Meister, weil dann doch die Motive manchmal sich
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beeinflusst haben, ja. Wie viele klassische Moderne haben sich äh beeinflussen lassen von alten Meistern? Kunst entsteht aus Kunst, genau. Geht es darum, dass auch der Dialog sichtbar wird? Ja.
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Das ist sehr spannend eigentlich. Ich finde das sehr schön, weil früher war das alles so abgegrenzt, ja und jetzt, was wir auch merken, das ist, wenn man diesen neuen Käufern, die also wenn man denen das quasi mal zeigt, was es dann noch alles gibt, ja, dass die dann sehr wohl hier und da zugreifen.
46:05
Ja und ganz was Neues kommt. Ich stelle mir das auch vor wie in der Einrichtung
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da auch den Bauernschrank mit irgendeinem und dann ist auch mal Ikea dazwischen. Ja. Also so ähnlich kann man sich das jetzt vorstellen, ja? Und das ist schon auch da ist man lockerer geworden.
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Ja? Und meine Kinder würden sich riesig freuen, wenn ich auf einmal einen Turnschuh auf ein Podest
46:27
Ja, natürlich. Glocke drüben ist eine ziemlich doof, wenn ich's sagen würde. Da dürft ihr aber nicht rangehen. Ja, das glaube ich auch, dass das nicht gut kommen würde. Weißt du, was wir auch noch auf den Lippen brennt so folgen? Du hast eben gesagt, du hast dir mal Geld als Reitlehrerin. Mhm.
46:41
Verdienen. Reiterin? Ich war Reiterin, ja. Also ich bin mit Pferden aufgewachsen. Meine Großmutter hat einen Reitstall geleitet und dadurch waren wir eigentlich immer in der Freizeit.
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Im Stall nicht
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und das hat sich dann so mit sechzehn, siebzehn ein bisschen äh wieder ja nicht aufgehört, aber es ist weniger geworden. Da gab's dann andere Interessen und ich habe das dann aber immer wieder gemacht, aber irgendwann dann einfach auch keine Zeit mehr gehabt, ja.
47:07
Könntest du dir vorstellen, dass es wieder kommt? Ja, also ich habe mir schon gedacht, so in irgendeinen ganz entspanntes Pferd
47:14
ja, das so vor sich hintrottet, ja. Ich meine, die Hochschule, die ist nicht hier in Wien. Also das ich ich äh denke da eher so an durch Wälderstreifen und so. Keine Ahnung. Ich warne dich vor.
47:25
Ich habe mit 40 angefangen zu reisen. Und.
47:28
Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben einen so schlimmen Muskelkater. Das stimmt, ja. Ja mir ultra sportlich vor. Ich weiß, es ist nämlich ganz schön anstrengend man glaubt es nicht, wenn man wirklich reitet
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Ja. Deswegen sage ich ja, ich brauche einen langsamen Gaul. Aber wenn man wirklich reitet, also so Dressur oder es ist wirklich ordentlich, das ist super anstrengend. Vor paar Jahren habe ich
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meine Tochter auch geritten ist, habe ich mich mal zweimal draufgesetzt und
47:59
äh da war eine sehr strenge Reitlehrerin. Also ich wäre fast vom Pferd gefallen, einfach aus Erschöpfung und ich habe mir nur gedacht, wie habe ich das früher gemacht? Ich möchte wie stundenlang geritten. Ich weiß es gar nicht. Also das kommt auch dazu, aber so aus Spaß, also
48:13
Ich liebe ja das Ausreiten, also einfach irgendwo durch die Gegend reiten. Das könnte ich mir schon wieder vorstellen. Wie gestaltest du deine Freizeit jetzt.
48:23
Ruhe finden und ja also die Freizeit, also Alleinerzieherin, zwei Kinder, ein Hund gut, der ist nicht so viel Zeit wahrscheinlich. Voll
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berufstätig. Ja in der Zwischenzeit sind die Kinder so, dass sie nicht mehr so viel brauchen, aber meine Freizeit, also ich liebe es, mit dem Hund im Wald spazieren zu gehen.
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Ich also ich laufe relativ viel, mache Yoga, meditiere.
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Lese viel. Sonst noch was? Uns Bücher wahrscheinlich. Nein. Wenige. Apropos meditieren.
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Ich habe noch eine lustige Anekdote über dich und das Sammeln gefunden. Ich sage dir ein Stichwort. Silikon-Wachtel.
49:05
Du lachst super. Ja, also das ist eines der Kunstwerke, die ich ganz spontan erworben habe von Katy Bond, die hier eine Ausstellung machte, Artiscoli und.
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Klingt so, also die hat Wachteln, Wachteln, Wachteln Fleisch in Silikon gegossen und damit.
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Alte weißen, wunderschöne Figuren.
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Verbunden. Ich sag's jetzt einfach nur so, aber das habe ich nicht gekauft, sondern äh nachdem diese Ausstellungen, also bei uns hier waren, wir haben ja ein altes Poleté hier mit
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an dem Decken und sie ist auch ein bisschen kritisch immer so ein bissel also wie soll ich sagen, sie sie sie macht es zu einem Thema dieses
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Stuck, tolle Räume und sie mit ihrem Wachtel Ding, ne und sie hatte dann eben an der Decke ein Stück.
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Den man so kennt von den Lüstern, also so ein Stück
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Kreis und dort drauf war eine Silikon-Wachtelfleisch geklatscht und ich fand das also wunderbar, ganz toll
50:09
Also ich fand das also einfach so eine Reise nehmen. Wirklich witzige
50:15
kritische Sache. Und habe das gekauft und dann habe ich das also hab's noch ausgebaut und im Wohnzimmer auch an die Decke gehängt, weil auch ich habe einen Altbau und da ist eben acht.
50:26
Und mein Sohn, der hat das irgendwie ignoriert und meine Tochter, also hat das schwerst kritisiert. Es hat schon ein paar Jahre ausgehalten. Ähm.
50:35
Aber ich habe mir ungefähr dreimal in der Woche anhören müssen, dass es Irres nicht peinlich ist. Also dass das da oben hängt. In der Pubertät, ich kann's mir vorstellen. Ja und dann äh haben wir ihm das Zimmer neu ausmalen lassen und seitdem liegt's eingepackt in der Biblio
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und wird sie irgendwann mal wieder es wird aufgehängt, aber ich muss jetzt dann erst den Platz finden, der meiner Tochter nicht ins Auge sticht. Wie alt ist deine Tochter? Auch vierzehn einhalb. Ich habe Zwillinge. Ah, okay.
50:57
Mhm. Ja dann hast du ja vielleicht nur noch sechs Jahre, die du warten. Genau, ich ich es hat alles hat seine Zeit. Meine Tochter hat mal ein Bild selber gemalt von einem Nosferrathum.
51:07
Und dann hat sie äh das sieht wirklich gruselig aus und dann meinte, was hast du denn dir dabei gedacht, als du das gemalt hast? Nicht, dass das Jugendamt hier steht und so, ach Mama, ich habe einfach irgendwie gemein gemalt, aber als ich fertig war, habe ich mich ganz schön erschrocken
51:20
bitte häng's niemals auf.
51:22
Super. Also das Thema war bei Halloween. Ah ja okay gut ja ja es geht schnell. Ja da muss man dann ein bisschen mehr Absicht nehmen. Ach danke, dass du mich erst an der Geschichte noch teilhaben. Gerne.
51:33
Ich will nicht sagen, dass dieses Gespräch hier meditative Züge hatte, aber durchaus einen sehr entspannenden Charakter und dafür bin ich.
51:40
Ganz, ganz, ganz, ganz dankbar. Ich freue mich, dass du dir hier die Zeit genommen hast in deinem Tumultigen und danke sehr. Es war mir eine Freude. Danke dir.
51:49
Music.
52:01
Ihr habt Fragen, Anmerkungen und Feedback? Dann schreibt mir gerne eine E-Mail an Claudia at die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE.
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Und wenn ihr mögt, dann freue ich mich sehr über euer Like und eine Bewertung.
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Möchtet weitere Informationen? Dann schaut auf meiner Website unter WWW die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE. Und nun von Herzen.
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Music.