Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1840: Ästhetik der Unschärfe [transcript]


Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, woher meine Liebe zur Vielfragerei kommt. Möglicherweise ist gar nicht das Stellen der Fragen der Motor, sondern eher die Suche nach den Antworten. Unterschiedlichste Antworten von unterschiedlichsten Menschen in unterschiedlichsten Situationen und an unterschiedlichsten Orten. Natürlich könnt ihr mir jetzt entgegensetzen, dass eine Suche immer auch in einem Ankommen zum Ziel werden sollte. Doch da halte ich gegen.

Ist Suchen nicht auch eine Form der immer erweiterbaren Wahrnehmung?

Und muss Wahrnehmung immer klar fokussiert sein, oder kann sie auch diffus, leicht verschwommen auf uns wirken und uns so ein Stück weit sanft und doch nachhaltig prägen? Muss alles auf den ersten Blick ersichtlich und klar erkennbar sein? Oder ist eine gewisse durchaus weiträumige Unschärfe sogar deutlich raumgreifender und auch poetisch-ästhetisch?

Um mögliche Antworten auf diese Fragen zu finden, reise ich mit euch nach Wien und zwar zur Tirolerin des Jahres 2011. Und wie die Brücke zwischen Tirol und Wien geschlagen wird, finden wir gleich auch heraus.

Doch jetzt begrüße ich voller Vorfreude die wahnsinnig spannende und sicherlich auch eine der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs Eva Schlegel hier in ihrem Wiener Atelier.

 

Infos zu den Videos (Screenshots)/Fotos:

Videos Palermo:

Eva Schlegel
The Pavilion,
11.10 -– 30.11. 2021,
Augemted reality instalation
Cantieri Culturali alla Zisa, a cura di Gerald Matt und Jürgen Weishäupl Realization: 2MVD

Videocredits:
Eva Schlegel, Video of AR-Instalation Palermo, 2021 (Realization: 2MVD) © Eva Schlegel

Exhibition views:

Three Fates
Ambreen Butt | Chitra Ganesh | Eva Schlegel 13.1. – 6.2. 2022
Gallery Wendi Norris
Fort Mason Pier 2
San Francisco

Fotocredits:
Eva Schlegel, untitled, mirror sculpture, 2022, exhibition view Three Fates, San Francisco ©Foto: Gallery Wendi Norris

Eva Schlegel 2009 CUC Berlin
Siebdruck auf Blei
je 123 x 183 cm
(6 Bilder je 123 x 183 cm)

Eva Schlegel 20210 MAK
erotische Arbeiten – gefundene Amateurfotos
Öl/Lack auf Kreidegrund
Bild im Vordergrund 80 x 120 cm

Eva Schlegel 2013 MMKK
unscharfe Texte
Siebdruck auf Glas
je 180 x 113,3 cm

Eva Schlegel
untitled (Porno)
32 x 24 cm
Öl Lack auf Kreidegrund
Sir Mark Haukohl Collection
zuletzt gezeigt im LACMA Los Angeles

Eva Schlegel 1995
Biennale Venedig
unscharfer Text auf Fassade


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 2022-02-11  58m
 
 
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Music.
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Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst.
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Immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartnerinnen.
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Euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln, reise ich quer durch Deutschland. Wenn du die Reisen von die Leichtigkeit der Kunst unterstützen möchtest, dann freue ich mich sehr über deine Kulturpartnerschaft.
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Geht auch ganz einfach. Mit einer goldenen, silbernen oder bronzenen Mitgliedschaft über Steady HQ Punkt com Slash die Leichtigkeit der.
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Oder via PayPal Punkt me Slash Leichtigkeit der Con.
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Bedanken, möchte ich mich von ganzem Herzen bei allen Hörenden, die bereits die ein oder andere Reise unterstützt haben.
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PF, ihr möchtet mehr über die Leichtigkeit der Kunst erfahren und mal einen Blick hinter die Kulisse werfen.
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Dann habe ich einen Tipp. Tragt euch in den Newsletter bei Stady HQ Punkt com Slash die Leichtigkeit der Kunst ein.
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Einmal im Monat überrasche ich euch mit ein paar Hintergrundinformationen.
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Und nun wünsche ich euch viel Freude beim Hören der folgenden Episo.
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Music.
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Habt ihr euch schon einmal gefragt, woher meine Liebe zur Vielfragerei kommt.
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Möglicherweise ist gar nicht das Stillen der Fragen der Motor, sondern eher die Suche nach den Antworten.
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Unterschiedlichste Antworten von unterschiedlichsten Menschen in unterschiedlichsten Situationen und an unterschiedlichsten Orten.
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Natürlich könnt ihr mir jetzt entgegensetzen, dass eine Suche immer auch in einem Ankommen zum Ziel werden sollte.
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Doch, da halte ich gegen. Ist Suchen nicht auch eine Form der immer erweiterbaren Wahrnehmung,
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und muss Wahrnehmung immer klar fokussiert sein oder kann sie auch diffus leicht verschwommen auf uns wirken und uns so ein Stück weit sanft und doch nachhaltig prägen.
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Alles auf den ersten Blick ersichtlich und klar erkennbar sein? Oder ist eine gewisse durchaus weiträumige Unschärfe sogar deutlich Raum greifender und auch poetisch ästhetisch?
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Um mögliche Antworten auf diese Fragen zu finden, reise ich mit euch nach Wien und zwar zur Tirolerin des Jahres zweitausendelf.
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Wie die Brücke zwischen Tirol und Wien geschlagen wird, finden wir gleich auch heraus. Doch jetzt begrüße ich voller Vorfreude auf dieses Gespräch, die wahnsinnig spannende und
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so warmherzige und sicherlich auch eine der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs.
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Eva Schlegl. Hier in ihrem Wiener Atelier. Danke, dass ich dich besuchen darf und dass du dir Zeit für unser Gespräch nimmst.
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Bitte stell dich und deinen Weg doch einmal vor. Hallo Claudia, freut mich, dass wir uns heute sehen im Atelier.
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Ich bin Eva Schlegl, ich bin Künstlerin seit, glaube ich, vierzig Jahren schon oder so. Das könnte sein, genau.
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Ich bin das ich würde jetzt sagen, das sieht man dir aber nicht an. Danke. Ich kam gleich nach der Matura nach Wien, wollte eigentlich nur raus aus Tirol
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und habe dann hier an der Universität für angewandte Kunst studiert.
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Und habe nach Beendigung, also so schnell ging das nicht, weil eigentlich weiß er unglücklich während des Studiums, weil eigentlich alle wussten, was Kunst ist außer Meer.
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Als Studierende und das habe ich dann genutzt, um nach New York zu gehen. Neunzehn dreiundachtzig,
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was irrsinnig spannend war und es hat mir wahnsinnig gut gefallen dort die halbes Jahr, so lang war das wie's ungültig und dann habe ich mir überlegt ob ich dort bleibe und Tellerwäscherin,
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in der Nacht Arbeit. Gott sei Dank, dass du dir was anderes überlegt hier. Genau. Und bin dann zurückgekommen, habe schnell mein Studium fertig gemacht, dann Kredit aufgenommen und war mir sicher, ich möchte Künstlerin sein.
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Ich habe mir dann aber noch einen Vorsatz gemacht mit.
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Dreißig werde ich dann schauen, ob ich davon leben kann oder nicht und da werde ich entscheiden,
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ob ich als Künstlerin,
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quasi meinen Lebensunterhalt weiter verdienen werde oder ob ich den Beruf wechsel. Ich habe vorher schon wahnsinnig viel
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immer wieder gearbeitet zum Geld verdienen und das Studium zu finanzieren und so. Ja mit dreißig war's dann so, dass ich Ausstellungen hatte und das eigentlich sehr gut lief, mir große Freude bereitete
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Und in dem Sinne bin ich Künstlerin geblieben. Jetzt liegt es mir ja auf der Zunge zu fragen, wie alt warst du denn bei deinem Vorsatz?
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Neunundzwanzig na? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich glaube ich war so dreiundzwanzig. Oder warst du mutig und früh schon in New York auch, ne?
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Ja
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Ja? Dabei und das war wahnsinnig tolle Zeit, weil es war die Zeit der neuen Wegen, das heißt es war in New York natürlich auch sehr viel Deutsche.
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Und es war dominiert von einem europäischen Geist, das muss man auch sagen. Es war eine totale Aufbruchstimmung. Es gab
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neue Kalorien wie Mary Poon, zum Beispiel und
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ich war mit einer Freundin, einer Deutschen dort, wir haben bei Musikern gewohnt umsonst und haben unser Geld verdient in dem in der Nacht, mit denen aufgebaut haben in illegalen Clubs, ach wie spannend.
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Und ja und haben uns dort die ganze Szene angeschaut, alle Galerien angeschaut, die Museen angesehen und einfach
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auch natürlich die Nacht zum Tag gemacht, aber es war eine wahnsinnig spannende und tolle Zeit. Aber jetzt sag mal, was haben denn deine Eltern gesagt? Du kommst aus Hall in Tirol. Das ist ja jetzt,
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Ich möchte niemandem zu nahe treten, aber vielleicht nicht so als die aller Weltoffenste Stadt oder Ort bekannt, wo die Leute sagen, juhu, meine Tochter geht als Tellerwäscherin nach New York.
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Ja, das war auch schwierig. Ich muss sagen, mein Vater,
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da war ich ja sehr traumatisiert vom Krieg. Der wurde mit 17 eingezogen, zwangs eingezogen und wurde dann schwer verwundert,
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und war halbseitig gelähmt und mein Vater hat sich sehr dagegen gewehrt
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dass sich Künstlerin werden wollte und hat auch gefordert, dass ich das lernt, dazu mache. Erstaunlicherweise hat er bei den wichtigen Entscheidungen.
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Da gab's überhaupt keine Diskussion. Also wie ich gesagt habe, ich möchte gerne nach New York drei Monate. Ich bin dann einfach länger geblieben.
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Da gab's überhaupt eine Diskussion, das hat er voll unterstützt, hat da auch gezeigt, hat das gezeigt. Super. Und hat nachdem mir das Geld dort ausgegangen ist, auch Neues überwiesen.
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Das war ganz großartig von ihm und das war für mich a ganz a wichtige Erfahrung. Es war nämlich insofern so, dass ich dort auch gesehen habe, die New York Times hat zu der Zeit veröffentlicht. Es gibt neunzig
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tausend Künstlerinnen, Künstler und Künstlerinnen alleine in Manhattan und.
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Das hat mich dann schon zum Nachdenken gebracht und ich habe mir gedacht und ich kannte auch viele, also unter den Musikern, wir haben in Hells Kitchen gewohnt, da ist in der 30. Straße Evenuite, das war damals wirklich mild.
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Aber dicke darunter, da waren auch so Studios, also wo man wie's bei uns heute ist, wo man einen Tisch mieten kann oder ein kleines äh paar Quadratmeter. Da waren irrsinnig viel
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Maler und Malerinnen und da hat man gesehen, die haben halt in der Nacht gemalt oder am Abend gemalt und.
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Das ist schon schwierig. Also unter Tag zu arbeiten und am Abend zu malen und dann versuchen als Künstlerin zu überleben,
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war mal relativ bald klar, dass ich das vermutlich energetisch nicht ausgehen wird. Und was hat dann den Switch gemacht, dass du gesagt hast, ich werde Künstlerin? Ich sehe, wie hart das ist, aber ich möcht's trotzdem.
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Das war vorher schon. Also ich bin ja im Gymnasium durch meine Zeichen Lehres her gefördert worden. Der fand, ich bin sehr talentiert und dann
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war's auch so unsere Familie war relativ groß. Ich habe drei Geschwister. Das war wahnsinnig lebendige.
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Oft auch anstrengende Familie und die schönste Zeit war, wenn ich in meinem Zimmer sitzen konnte und gezeichnet habe und quasi einen Raum für mich hatte.
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Wo ich Zeit,
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und Ort vergessen konnte, wo ich eingetaucht habe. Also das war mal von vornherein klar, das ist das Liebste, was ich mache. Auch wenn ich mir gar net vorstellen konnte, wie das dann aussieht als Beruf.
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Oder wie auch immer. Hast du denn als Kind beziehungsweise als Jugendliche schon sehr freigezeichnet oder war das da eher sehr,
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naturalistisch orientiert, es war eher naturalistisch orientiert, es war manchmal expressiv, das Expressive war irgendwie, das hat man im Zeichenlehrer sehr gut gefallen. Es war, kann mich erinnern.
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Ich habe auch oft vorgelesene Klasse, Gogold, der Mantel at geilen Po. Ich habe immer flieht gelesen, das hat mich wahnsinnig fasziniert und das Dunkle und Abgründige war auch etwas, was äh
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Was mich beschäftigt hat, aber
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von Kunst in dem Sinn kann man da nicht drehen. Es war wirklich ausprobieren, verschiedene Sachen probieren. Es war
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mehr da Versenkung und der Konzentration, der mich da fasziniert hat. Aus New York zurück in Wien.
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Du hast erst mal dein Studium beendet. Unter wem hast du gelernt? Oswald Oberhuper. Auch einer der, ich würde sagen,
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der Bekannten, deutschen, ach Deutschen sage ich schon. Ich bin ja in Österreich. Ups.
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Nach der Gewohnheit wahrscheinlich auch einer der,
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österreichischen Künstler, was hast du von ihm mitgenommen? Ich habe von ihm mitgenommen, dass ich Zeit bekam, mich zu entwickeln. Oswald Overhofer hat einmal in der Woche,
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Besprechungen gemacht in der Klasse und es gab keine Anwesenheitspflicht es gab.
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Überhaupt keine Pflicht. Also man konnte dort sein oder nicht. Man konnte präsentieren oder nicht. Es war ihm selber überlassen und das nach einem sehr geregelten
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Gymnasiums äh sozusagen,
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war für mich auch sehr verunsichernd, also ob ich dort war oder nicht, das war Wurst, was ich machen wollte, musste ich mir selber,
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bestimmen, aber es war im Wesentlichen war das ganz wichtig für weil als Künstler bist du damit konfrontiert. Du musst herausfinden, was ist mein zentrales Thema. Was interessiert mich am meisten?
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Was ist für mich wichtig zu formulieren,
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Und das habe ich von ihm mitgenommen und noch was, er hat dann immer wieder Leute einen klaren Marion Merz zum Beispiel, der blieb mir,
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Teilnehmerinnerung, weil Marion Merz gesagt hat.
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Man muss sehen geht oder Ausstellungen geht, ist alles perfekt. Die Arbeiten sind so perfekt und es sieht alles aus und du stehst als Student oder Studierender,
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immer davon denkst dir wie bekomme ich dort hin und bist aber gleichzeitig ausgeschlossen. Und der hat gesagt die ganzen,
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Fehlversuche unterscheidern, findet normalerweise Matelier statt,
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und dass das für ihn ganz wichtig und ein großer Faktor im Leben ist, dass er immer wieder scheitert. Und das fand ich ganz ganz wichtig damals, dass,
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Künstler, dessen Arbeit nicht kenne, dass der beschreibt, dass er oft scheitert.
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Das war toll. Wie geht es dir damit? Ja, mir geht es äh eben so. Aber das Scheitern ist auch ein Teil.
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Der künstlerischen Praxis und auch des Gesamtprozesses oder? Ja.
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Absolut. Wenn man etwas will, ich meine, man tut sich darauf hinarbeiten und das auch immer wieder überprüfen und den eigenen Standort wieder bestimmen und manchmal gelingt's einfach nicht. Ich muss ehrlich sagen, manchmal und
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Das ist auch öfter so, da gelingt es einfach nicht.
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Kannst du den Gedanken dann ruhen lassen oder kommt dann ein paar Jahre später? Schon verraten, dass du schon das ein oder andere Jahrzehnt arbeitest?
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Das dann vielleicht ein paar Jahre später die Idee nochmal kommt und vielleicht haben sich neue Technologien ergeben, die.
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Idee wieder aufleben lassen, so ist es auch. Also wenn Zwickauer wichtige Idee ist und dann lasse ich los.
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Und wende mich was anderem zu. Und meist war's so, also einmal kann ich mich erinnern, ganz am Anfang wollte ich, ich wollte einfach Weiße Räume, abstrakte weiße Räume vor der Weißen waren,
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Und das ist mit den sieben Jahre später gelungen, aber einfach plötzlich war das da. Plötzlich war's möglich.
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Das war aufgegangen aha vor einigen Jahren ist es mir nicht gelungen, ich konnte es nicht machen.
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Jetzt habe ich's. Also es gibt ein paar solche Dinge, die immer wieder.
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Gescheitert bin. Manchmal geht's gar nicht, manchmal muss man einfach sich dann abwenden und was anderes versuchen.
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Aber oft kommt man zurück und spielerisch löst sich der Knoten. Also ist eine gewisse Form von Gelassenheit wichtig. Ja.
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Also ganz ehrlich, man ist oft verzweifelt. Dein Blick gerade. Ja. Hast du die Gelassenheit, die später, wenn's dann geht, aber aber wenn man äh mit allem.
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Was will und was formulieren will und man kriegt's nicht hin, also die Vorstellung wird nicht.
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Sichtbar manifest, dann äh
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kann man auch sehr verzweifeln dran. Wie ist das denn eigentlich? Du bist in den 80er Jahren aus New York, aus diesem pulsierenden Künstlerleben Hells Kitchen, zurück nach Österreich gekommen. Österreich,
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die Kunst, jetzt werde ich wahrscheinlich Prügel bekommen, aber man denkt an Schiele, man denkt an Klimt, man denkt an die Wiener Moderne.
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Aber denkt man an Österreich, Kunst, 80erjahre? Ist es nicht mit einer unheimlich großen Unsicherheit verbunden gewesen
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in die Fußstapfen solch großer Künstler zu leben, wo so viele Jahre danach nichts. So ganz, ganz, ganz großes Meer geschehen ist, dass man denkt, oh ist Österreich als Kunstnation
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sichtbar. Welche Chance habe ich auch international? Ist zwar so, um die Zeit ein bisschen zu beschreiben, Wien war ja,
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im toten Ende Europas.
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Aber in den 80erjahren hat sich die Auflösung des eisernen Vorhangs schon angekündigt,
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Also es gab neue Bars, es gab new wave, es gab Musik, es gab Künstlerinnen und Künstler, es gab a ganze Gruppe, also,
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zu wenig die haben alle mit mir studiert. Also wir waren quasi eine eine Generation und,
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das war schon ein wahnsinniger Aufbruch und es war dann auch,
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von außen der Blick nach Wien. Also wir hatten wahnsinniges Glück.
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Wir haben es sehr früh dann in der Kunsthalle Düsseldorf ausgestellt. Wir haben in Bonn ausgestellt überall weil,
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es war Blickpunkt Wien, also alle haben nach Wien geschaut und wollten die ganz junge Kunst äh dort entdecken. Da hat sich was gedeckt. Ich muss ehrlich sagen, Schiele, Klimt hat mich nie so interessiert.
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Auch,
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das, was jetzt im Moment als Wiener moderne verkauft wird, hat mich nie interessiert, weil ich fand immer den Historismus, der.
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Begleitet dazu. Im Paket kam.
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Dis fand ich einfach völlig uninteressant und ich habe die Moderne eigentlich immer in Frankreich georgt.
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In der Kunst. Du hast grade Namen genannt, hauptsächlich Männernamen und du als Frau. Zur Zeit?
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Ist ja Gott sei Dank das Thema, dass Frauen in Kunst und Kultur eine eine Sichtbarkeit bekommen müssen
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Es wird viel daran gearbeitet, auch nicht erst jetzt seit heute auch bereits verstorbene Künstlerinnen. Wie erlebst du das in dieser Zeit, in diesen 40 Jahren, die du jetzt in der Kunst bist,
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sind deine Möglichkeiten als Künstlerin gewachsen?
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Wahrscheinlich schon. Also zu der Zeit wehe ich studiert hatte, gab's ja die Brigitte von Tamassa Thiem. Es gab
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die Walli Export, die aber in Deutschland unterrichtet hat und Thema Real Lasnik, die jetzt net wahnsinnig präsent war, weil man kannte sie. Es gab.
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Die intakt, also diese Künstlergruppe, die vor allem die drei Ks thematisiert hat
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Kirche, Küche, Kinder sind irgendwie so, das war jetzt auch nicht so grad meines und wenn man Kunst ja.
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Auch. Das war eher so. Ja. Ja. Also es war damals wichtig, ja als Bewusstseinsmachung ganz klar,
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Aber es gab wenig Frauen,
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Das stimmt und es ist wahrscheinlich, ich meine, ich bin dann auch relativ bald Professorin an der Akademie ernannt worden, um gleichzeitig hatte ich in Graz.
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Auch eine Professur bei einer Ausschreibung, also war ich
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Das Beste nominiert sozusagen. Ich glaube, dass sich da schon was geändert hat und das ist auch jetzt so, dass auch immer geachtet wird, dass da Frauenanteil größer wird. Etwas.
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Was ganz Wichtiges.
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Du hast gesagt, bei deinem Professor war wichtig, was er uns mitgegeben hat, Zeit zu nehmen, um sich selbst zu finden. Wann hattest du denn den Eindruck
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boah jetzt habe ich meinen Stil gefunden. Jetzt habe ich genau die ausdrucksform gefunden für die Eva Schlegel steht. Das bin ich,
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Das habe ich leider immer noch nicht gefunden. Nee, nee, das darfst du nicht sagen. Ich finde dich will doch auf deine Ohren schärfen. Okay. Okay, gut. Weil in meiner Arbeit ist es natürlich so, dass
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Raum ist mein generelles Thema. Raum? Ist mein Thema? Raum ist der architektonische Raum, der physikalische Raum der mathematische Raum bei immateriellen Raum, also
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Raum ist etwas, was mich,
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immer interessiert und meine Arbeit kreist auch um dieses Thema, der soziale Raum. Das ist das, was mich interessiert.
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Und ich versuche auch, weil ich ja auch sehr konzeptuell arbeite, versuche ich immer.
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Mich entspannung zu halten, also immer neue Arbeiten zu machen, die mich interessieren. Erfinderin, mehr, ja, ja, mehr. Also ich kann mich erinnern, ich habe relativ am Anfang.
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Diese Graffitarbeiten, die du heute gesehen hast in der Alverdina Modern in den achtziger Jahren, mit denen war ich wahnsinnig erfolgreich, als mit,
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Plei-Arbeiten gefundene Fotografien im negativ auf Blei und da bin ich überall hinter Birnalen Sydney in Los Angeles in
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New York ausgestellt, dass dabei wahnsinnig erfolgreich.
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Und irgendwann habe ich mir gedacht, ich kann nur größer werden.
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Mit diesen Arbeiten und dann habe ich's lassen. Dann habe ich einfach mir ein Jahr Zeit genommen und habe gesagt, ab jetzt mache ich das nicht mehr.
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Suche ich was Neues. Also ich suche eine neue Ausdrucksform. Und das hat er ja gedauert und zwar eher schmerzhaft, aber,
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Das ist mir dann auch gelungen, habe ich diese unscharfen Texte entwickelt, mit denen ich dann zu panale in Venedig eingeladen worden bin. Also so.
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Das beschreibt ein bisschen so meine Arbeitsweise. Warum schmerzhaft?
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Ja weil das eine ist was Bekanntes und die sind ja sehr meditativ diese gezeichneten, zugezeichneten Oberflächen. Das ist ja schön, da kann man's auch versenken. Das ist etwas, was man kennt.
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Was Raum und Zeit einnimmt und dann steht man da und.
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Ringt, auch mit der eigenen Möglichkeit wird man jemals wieder was einfallen, wird das auch gut sein, wird das auch interessant genug sein. Also so wo
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wo geht es hin? Es ist auch der Druck von außen, wenn man merkt, ich bin wahnsinnig erfolgreich. Natürlich,
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und man will ja auch erfolgreich sein. Also man will ja auch etwas machen, was äh was interessant ist und was auch neu ist, was was es jetzt in dem Sinn noch nicht gibt
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Also und nicht im Sinne von mit dreißig kann ich mich davon mitfinanzieren, aber mit vierzig nicht mehr. Ja, genau. Aber aufgepasst. Genau.
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Wie viele Bleistifte hast du denn zu? Zu klein. Ich habe immer noch ein paar. Justin Case. Ja.
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Ich glaube auch, dass dieser Moment nein, weißt du, was ich eigentlich gerade denke, dass diese Aussage, wenn ich es schaffe, mich
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mit 30 davon finanzieren zu können, dann möchte ich Künstlerin bleiben.
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Und dann kommt der Moment, ich habe ein Thema gefunden, ich arbeite mit Graphit, die behörende Eva hat Gipsarbeiten angefertigt. Du korrigierst mi, wenn ihr's falsch und dann mit einem
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dicken Stift, dicken Bleistift, da drüber gezeichnet in,
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Kleinstarbeit. Es wirkt, als würdest du 300.000 Stunden in einem Werk gesteckt haben und dadurch entstehen hm.
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Jetzt geht natürlich wieder meine Fantasie mit mir durch. Die Halain, dadurch entstehen so eine Art Berglandschaften.
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Gebe ich's richtig wieder?
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Und um zurückzuspringen. Du du hast dir vorgenommen mit 30 möchte ich mich davon finanzieren können. Du hast es geschafft und dann kommt die neue Aufgabe.
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Was was was kommt dann? Ist das so dein hm dein deine Prägung, deinen Weg, dass alle paar Jahre.
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Diese Aufgabe kommt und jetzt muss das und das passieren, da möchte ich drauf hinarbeiten. Es ist ich habe heute mit einem Freund gesprochen, der hat Kinder, ich will keine Kinder und der hat,
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exakt die Kinder heuer, also jetzt haben's die Kinder wahnsinnig schwer. Seine Kinder sind alle 20, 30 Jahre.
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Und dann habe ich gesagt, wem's genau so schwer ghabt und das, was Geschichte ist oder was unsere Person ist,
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Entsteht ja rückwirkend, also im Blick zurück. Und so ist es auch ein bisschen bei mir. Man hat immer.
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Das offene vor sich, wo man nicht weiß, wie der Weg
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gehen wird, aber im Rückblick ist es eigentlich alles klar und das ist klar, dass Sie von Schlägel erkennbar.
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Weißt du, es hat irgendwie alles, also ich glaube, es gibt jetzt nix, was man irgendwie so verwechseln könnte, sondern es hat alles
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einfach mit.
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Raum und mit meiner Art zu denken und zu formulieren, zu tun. Und das ist auch unverwechselbar. Obwohl ich mich jedes Mal irgendwie denke wie
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gehe ich weiter oder was wird als Nächstes sein? Ihr arbeitet sehr viel mit Spiegel, mit Spiegelräumen, mit äh.
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Ja, aber so Labyrinthdecke gemacht mit Spiegeln, weil normalerweise ist es so, wenn man in eine Auslangscheibe hineinschaut.
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Schaut man sich an, korrigiert sich, aber in Wirklichkeit versichert man sich seine Existenz.
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Und ich habe so eine berühmte gemacht, wo das nicht passiert. Du siehst dich selber nicht.
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Was macht das mit den Betrachtern? Weil hier äh zieht suchen sich, aber andererseits, sie schauen auch, was sie sehen.
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Und es entstehen ganz komplexe, tiefe Räume, unendliche Räume, die unendliche Säule,
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Er hat die unendliche Säule ist ein bissel anders, weil die ist ein Modul des in den Himmel geht. Bei mir ist es eigentlich die Invasion.
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Negativ ähm und es gibt a ganz a tolles Buch von Peter Weibel, ein neues Negativ-Space, also seine Kulturgeschichte
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Skulpturen der letzten 60 Jahre und da sind meine Arbeiten da drinnen eben diese Spiegelarbeiten also die Spiegel machen,
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Räume, die man in dem Sinn nicht so kennt. Also einfach neue Räume. Und das interessiert mich.
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Das hat aber auch mit den unscharfen Bildern zu tun, wo Informationen weggenommen wird. Es geht auch immer um Information.
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Was ist wichtig.
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Und was entsteht, wenn ich viel Information wegnehme, auch wie bei den unscharfen Texten. Das war eigentlich noch das Allerwichtigste, wenn ich den primären Informationsgehalt wegnehme.
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Was bleibt dann? A Bild oder Text? Wie nehme ich das wahr?
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Und und das war für mich einfach toll, weil dann habe ich ganz viele Texte, die abfotografiert, noch analog.
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Man sieht aber, Hauptsache dicht ist, ob's a wissenschaftlicher Text ist, ob's a Interview ist, sieht man alles, obwohl man kein Wort lesen kann. Man sieht,
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fremdsprachige Texte, also,
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Man kann viel Information ablesen, ohne die wesentliche Information zu erfahren. Und man kann den Text unterschiedlich einsetzen.
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Die haben wir architektonisch eingesetzt, aber
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Höre ich schon auf. Ich hänge hier gerade an. Was bleibt denn übrig? Ist das jedem Betrachter selber überlassen herauszufinden?
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Es bleibt, es bleibt, sie Struktur übrig, es bleibt also man sieht zaxt
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Also wenn man's anschaut, ist ganz klar, man sieht, es ist Text. Man kann's nicht lesen, aber man sieht es jetzt. Ich habe die dann Menschen groß gemacht
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und ganz lose auf Glasscheiben gedruckt und ganz los in einem Raum einfach an die Wand gelehnt, auch übereinander gelehnt
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und man geht im Raum herum wie in einem losen Buch, in dem man nix lesen kann. Es hat auch was mit Erinnerung zu tun. Die Erinnerung, die verblasst.
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Geht oder komm.
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Ganz scharf da ist und man kann's auch übereinander stapeln, dann spiegelt man sich selber drinnen. Dann steht der Raum, in dem man sich spiegelt und sieht.
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Als lauter unscharfen Texten. Aber im Wesentlichen ist es äh wie eine Schicht der Erinnerung.
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Und sind das willkürliche Texte? Ne, also ist von vielen Texte aus meiner Bibliothek. Aus der Bibliothek, die mich umgeben sozusagen. Ich habe dann auch Bücher gemacht, tausend Bücher.
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Mit unscharfen Texten, wo ich sie alle noch einmal zusammengetan habe in einem Buch, da kann man gar nix lesen in einem Buch.
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Nur ist jedes nummeriert. Das ist das Einzige, was man lesen kann und dann habe ich tausend Bücher gemacht, wo ich unscharfe Texte und unscharfe Bilder über Lapp.
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Also übereinander, weil die unscharfen Bilder immer an großen, weiten Raum ausbilden.
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Und der Text aber immer flach bleibt, auch wenn er unscharf ist. Also so das habe ich irgendwie,
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anhand dieser Arbeit untersucht. Arbeitest du noch an diesem Thema? Also äh das ist ja schon ein paar Jahre her, aber.
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Ist das immer noch etwas, was dich jetzt beschäftigt? Die unsaffen Texte, ja manchmal versuche ich sie anders heranzunehmen. Jetzt habe ich sie zum Beispiel in.
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Stahl ausgeschnitten und von hinten beleuchtet. Das ist a wahnsinnig schön. Also da wird der Text strahlend und manifest und schwer, obwohl er eigentlich nur das Licht besteht. Also.
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Ja
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Also zum Teil, das verwende ich schon. Apropos strahlend dreihundertfünfundsechzig, eine große Skulptur. Mhm. Du musst erzählen, deine Aufgabe. Dreihundertsiebenundsechzig.
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Ich glaube, es waren 369 Wochen,
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Ja. Ihr lieben Hörenden. Ihr wisst, ich habe es überhaupt nicht mit Zahlen. Nicht dreihundertfünfundsechzig fünfundsechzig ist ein Ja. So habe ich mir's gemerkt.
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Da ist ein Jahr 369 Wochen dauerte die Zeit des Nationalsozialismus, Wochen
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und diese Zahl ist projiziert auf das Gefängnis in Wien mitten in der Stadt dem achten Bezirk und in diesem Gefängnis
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wurden im nationalsozialismus politische Gegner, Gegnerinnen und Gegner inhaftiert.
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Und umgebracht. Also es gibt dort einen Raum mit einem Schafott,
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um sich das einmal vorstellen, der Raum existiert nach wie vor, ist jetzt ein Museum, aber.
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Mit dem Schafott, wo dann irgendwie das Blut so quasi abbrennen kann und so, also ganz schlimm und es wurden an die tausend Leute umgebracht und dann
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am Zentralfriedhof in der Nacht mit den Straßenpannen hinausgeführt und dort in ein Massengrab geworfen.
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Und es gibt eine Frau, die überlebt hat, die als junges Mädchen inhaftiert wurde.
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Als äh politische Gegnerin des NS Regimes die Frau Käthe Sasso. Die ist jetzt über 90 und die.
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Kämpft immer noch dafür, dass das nicht in Vergessenheit gerät.
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Und ich bin dann eingeladen worden eben an dem Haus seine Arbeit zu entwickeln und es gab mehrere Entwürfe, also nit von mir, aber mein Entwurf wurde dann
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umgesetzt und steht davor a Pyramide, die sieht man jetzt net, weil es wird umgebaut, der ganze Platz wird umgebaut, aber die Projektion ist jede Nacht
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zu sehen und
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projiziert, also das Licht außen der Schein ist genau an dem Ort, wo sich der Raum mit der Coyotin befindet
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Wenn du sagst, du bespielst gerne Räume oder du arbeitest gerne mit dem Gedanken, Raumgreifen zu arbeiten.
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Ist es der physische Raum oder wie in dem Fall jetzt auch ein politischer Raum? Ist ganz wichtig, finde ich ganz wichtig. Also
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Raum ist für mich also wie vorher ausgeführt habe, ist in jeder Dimension wichtig. Ich meine, mein Diplom, das sie da gemacht habe, dann bin ich zurückgekommen, bin von New York.
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Das waren weiße Platten und zwar weiße Glasplatten von einer Seite,
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mit weiß bemalt in verschiedenen Schichten. Da waren so Räume drauf, ganz abstrakte Räume. Hinten war Licht. Wenn man beim Licht gestanden ist, war's einfacherweise Wand, wenn man auf der anderen Seite gestanden ist, was ein des
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den Raum gezeigt hat
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Eigenfarbigkeit des Weiß. Das hat mich interessiert. Und zudem war eine zweite Arbeit, ich habe einen Ventilator abgefilmt.
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Mit super Acht wie er gestanden ist, wird gelaufen ist, wie er sie auch rückwärts tretet optisch wir wieder verlangsamt hat und habe eine Endlosschleife gemacht. Um diesen Film.
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Habe ich auf den realen Ventilator projiziert. Das ist nämlich so, wenn sich die Flügel so schnell drehen, sieht man die Flügel nimmer, aber sie machen eine Projektionsebene. Das Filmbild steht in der Luft.
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Es dann später im Mack ganz groß gemacht haben wir vier Meter große Rotoren gebaut und.
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Dort habe ich dann Filme von fliegenden Menschen,
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drauf projiziert und die Bilder stehen in der Luft. Beim Diplom damals habe ich den realen Ventilator einen Unterbrecher angschlossen.
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Dann hat der Ventilator verlangsamt und die Flügel hat man gesehen, der Film ist etwas verschwunden.
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Dann ist wieder schneller geworden und dann war der Film da und der Ventilator weg. Also so auch das hat mich interessiert wie kann ich einen Film in die Luft projizieren ohne dass ich das sehe?
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Wie kann ich die Schwerkraft überwinden? Wie können Menschen fliegen? So, wie lange hast du daran gearbeitet, also von dem Moment der Idee, dass,
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Umsetzen zu wollen, bis es ja realisiert worden ist, ist das eine von den Gedanken, wo du gehört hast in zehn Jahren nochmal. Na beim Diplom, das ist relativ schnell gangen, weil i damals sehr viel mit Fliegen gearbeitet habe.
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Und das hat mir sehr Freude gemacht und das a superschöne Arbeit, also der Ventilator auf den Ventilator projiziert und dann war es doch schon lange so 30 Jahre spät.
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Eigentlich fürs Museum für angewandte Kunst. Da gibt's eine riesige Halle. Die hat die Halle hat 400 Quadratmeter und ist glaube ich zehn Meter hoch oder so.
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Oder zwölf Meter und ich habe mir gedacht, da muss ich irgendeine große Arbeit hineintun und dann ist mir das eingefallen.
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Mit diesen Ventilatoren, wie schön das wäre, wenn ich Rotoren machen würde, die man dann ganz toll sind, vier Meter hoch die haben einen Sound gegeben und ich habe dann dort
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die ganz neu mit die Ausstellungshallen sind glaube ich 1200 Quadratmeter oder dreitausend also riesig.
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Ich habe dort alles gezeigt, was fliegt. Und eben diese diese Halle mit den drei Rotoren.
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Die miteinander kommuniziert haben, also die Filme sind von einem zum anderen gegangen, jeder hat den eigenen Film gehabt und waren zu Texte von
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Kosmonauten, Astronauten, Astronauten über wie das ist, im Alt zu fliegen, also ohne Schwerkraft sozusagen
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Und die haben dann so miteinander kommuniziert. Der Text von einem zum anderen gegangen. Dann gab's einen Raum,
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da gab's riesige Ballons eine Skulptur an der Decke, riesig und wenn man den Raum betreten hat,
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dann gab's eine Webcam über dem Eingangstor und die hat jeden gefilmt und über einen Projektor.
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Hat man sich selber neben sich am Boden also da war das Bild am Boden von mir quasi gesehen wie da neben mir stehe und dann ist das projizierte Bild,
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ist plötzlich gelaufen, hat die Wand berührt und ist zerplatzt.
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In viele Teile so. Das ist daher kommen, weil es waren eigentlich Wetterballons riesige mit zwei Meter fünfzig Durchmesser, die oben gehängt sind und wir haben normalerweise eine Kamera.
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Wenn die oben, weil die Luft so dünn wird, dehnen sich die aus,
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besser kann Druck mehr haben, dann zerreißen sie die Kamera kommt mit einem Shoot, das mit einem Fallschirm herunter. Da wird das Wetter beobachtet.
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Und diese Idee des von oben gefilmt zu werden.
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Und auch die Vergänglichkeit zu zeigen. Da habe ich eben mit dieser Arbeit umgesetzt. Sag mal, die Fotografien,
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die wir von dir sehen. Jetzt ist es natürlich ein bisschen schwierig zu fragen, fotografierst du selber
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oder arbeitest du auch mit bestehenden Fotografien? Beides, beides, also begonnen habe ich eigentlich mit bestehenden Fotografien, mit Ideal
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Bildern von Frauen aus Modezeitschriften, die ich unscharf abfotografiert habe, was auch wichtig ist, weil so analog, weil.
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Unschärfe,
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auch immer a wichtiger ist und ganz wichtig ist, dass die Information des subjektiven Gesichtsausdrucks weggegangen ist, also was bleibt, ist die Körperspannung und,
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andere Form von Informationen keine individuelle Information mehr und da gibt's,
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ganz viele unterschiedliche Frauen und die hat dann begonnen auch selber zu fotografieren und jetzt gibt's.
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Also viele selber Fotografierte und viele.
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Modellhafte Frauen. Warum ist es so wichtig, dass man die die Gestik sieht man, aber die Mimik nicht mehr sieht. Grade in einer Modezeitschrift.
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Überlebensgroß. Normalerweise sind ganz groß, weil das auch eine Kritik ist, weil die Frauen quasi.
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Wie eine wieder wie eine Erinnerung im Hirn ist und das für uns quasi die haben so Vorbildcharakter. Wir können uns dem gar nicht entziehen. Mhm. Sind.
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Dünn, schön, haben schon verschiedene, also manche sind irgendwie eher depressiv, manche sind aktiv
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die irgendwie, aber es ist so wie ein Imperativ, ein ständiger Imperativ. Der Übermenschen groß.
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Vor oder in uns ist. So sei,
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So ja genau. Mhm und es ist auch wieder irgendwie das Spiel mit dem Raum zu erkennen, ne? Also es der Fokus weggelenkt von dem Gesicht. Mhm. Genau.
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Und ich sehe auch gar net, wie's denen geht, sondern es ist wirklich nur so, es ist wie ein Hauch wie eine Ahnung. Es ist äh.
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Distanz, a räumliche Distanz.
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Genau. Ich habe auch gelesen über ein Werk die große Verführung. Ist auch schon ein paar Jahre her. Da hast du mit einer
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Fotoanlaufstelle gearbeitet, gebe ich das richtig wieder? Na, ka Fotoanlaufstelle, das war in einer,
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Blehmstoff Sammelstelle. Ach genau so und ich habe noch gedacht, was mag denn eine Problemstoffsammelstelle sein im ersten Moment habe ich einen
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Batterien gedacht. Es war richtig Batterien, Lacke, Gifte
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Das kann man alles zurückgeben und man konnte auch negative zurückgeben, weil man kann das Silber aus den negativen,
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herauslösen und zurückgewinnen. Und deswegen haben die Leute die alten, negative, die sie im Keller oder auf den Dachböden gefunden haben. Bei mir abgeben. Da waren da,
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tolle Bonus dabei.
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Ganz tolle Glas äh Plattenbonus und unzählige vor allem Mittelformat fotografien.
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Und das war schon sehr spannend, weil das Fotografieren früher ganz anders war als heute
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Heute macht Jeremy mit dem Handy ein Foto, aber damals musste man sich viel mehr Zeit nehmen, weil das Material teuer nicht so verfügbar war und du musst dich irgendwie schauen, ist die Belichtung richtig,
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sitzt die Person richtig? Ist die Landschaft richtig? Und so. Und da habe ich sehr viele Fotos verwendet, negativ.
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Und assoziativ. Jetzt würde ich ja mal gerne wissen, warum du in einer.
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Problemstoffannahmestelle gearbeitet hast, weil da war ich grad fertig mit dem Studium und das war am Wochenende und da habe ich ein bisschen Geld dazu verdient,
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Ich habe überlegt, oh, da ging es darum, spannende Materialien zu finden.
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Also ich blicke ja quasi aus der Vergangenheit darauf und denke, was was mag der Antrieb gewesen sein?
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Dort irgendwie Recherchetätigkeiten zu machen, aber du hast ja völlig losgelöst von deinem eigentlichen Thema dort gestartet.
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I war dort versichert.
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Und habe da zwei halbe Tage pro Woche gearbeitet und das war super. Freitagnachmittag und Samstagvormittag und wie kommt es denn dazu? Also wenn ich jetzt in so einer Problemstoff, ich finde dieses Wort großartig, Problemstoffannahmestelle
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arbeiten würde. Ich weiß nicht, ob ich es wagen würde in Anführungszeichen.
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Mir die alten Dias zu betrachten, bist du da einfach von der Neugier geleitet gewesen oder war es ein zufälliger Moment, wo du gesehen hast, wow, was ist das?
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Und dann auch das Thema Porno. Ich glaube in den achtziger Jahren ja auch noch nicht so ganz geläufig. Na genau. Durchaus heiß. Absolut aber das war so toll. Da kam eine Frau mit
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Lodenmantel und loden Hut eine ältere Dame und die kommen ja dauernd Leute, oder? Geben Lacke ab und Batterien und so.
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Die hatte so eine schöne Box, also schön so Kartombox und da war mit roten,
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Farbstift, aber so zart und verblichen, drauf geschrieben, Ponotias.
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Und die haben das abgegeben und ich habe das genommen und die ist gegangen und nach Pornodiaswau, okay. Und dann.
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Das konnte ich nicht weggehen. Nein. Das.
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Dann bei deiner Veröffentlichung kam die Formelonwand das war wichtig,
43:03
Ich war dort in den 80er Jahren und die Fotos waren von 1900. Das waren richtige Pornos, wie man sie früher gemacht hat, also große Glasplattenpornos mit,
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Hintergründen, also da waren irgendwie so Hintergründe von Meeresrauschen, also so Meeresbilder, ganz groß Kulissen.
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Und dann vorne war ein Matrose
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zum Beispiel und eine nackte Frau, der Matrose hat vielleicht nur ein Laiberl gehabt und Dauerlauf, aber sonst nichts.
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So waren die. Ist ja auch spannend in den achtziger Jahren, die die äh Pornografie von vor 80 Jahren zu betrachten. Ja, genau. Wo es sicherlich auch ein noch größeres Tabuthema gewesen sein muss. Ja.
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Na des war sehr speziell und ich habe die auch sehr vorsichtig dann umgesetzt. Also ich habe am Anfang gar nicht gewusst, das war toll
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Aber ich wollte die net einfach als Fotos machen oder ich meine und habe die dann langsam begonnen auf Blei zu drucken.
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Und auf Glas weiß auf Glas und
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schmerzhaft auf Blei, weil die waren auch sehr ornamental und sie waren zum Teil überbelichtet und waren dann erst am zweiten Blick zu erkennen, als das, was sie sind, also
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Sinn irgendwie sehr, waren sehr schön eigentlich. Ja es werden sicherlich keine Laienaufnahmen gewesen sein. Um 19hundert gab's ja nur professionelle Fotografen. Mhm.
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Ich habe dann später also das habe ich sehr lang weiterbetrieben, die sehr erotisch nur der Panographischen Arbeiten und habe dann auch von der Josephine, das ist ein Bordell.
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Hier in Wien,
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habe ich dann auch Fotos gekriegt, die dort gemacht wurden während der 60er Jahre in der Zeit der sexuellen Revolution und das Interessante ist, also da
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gibt's alles, da gibt's Gruppen, Szenen und Einzelding und verschiedene Positionen und da habe ich so kleine Arbeiten gemacht,
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total schön sind, auch dann mit vierzig, fünfzig Schichten Lack bemalt, aber interessanterweise ist die Frau immer,
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den Blick des Betrachters ausgesetzt und die Männer sind nach wie vor geschützt durch Bärte oder hinter der Frau oder so. Es ist echt interessant, fand ich echt interessant.
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Als du die Werke veröffentlicht hast, hm,
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Ich war noch zu klein, um da wirklich etwas von mitbekommen zu haben, war das damals ein Affront, ein Tabuthema, war das was macht die Schlegel?
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Ja, ich hieße immer Schläger. Okay. Ich bin zwar a Schlägel geboren, äh.
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Ich kann mich erinnern, einmal in den Neunzigerjahren, glaube ich, war das, neunte, späte Neunzigerjahr waren meine Eltern bei einer Eröffnung
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Und meine Mutter hat dann gesagt, also ehrlich
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des Packsch nimmer machen. Wir haben dich Eva genannt. Genau. Meine Vater hat's auch irgendwie beschäftigt, aber ich weiß nicht, also irgendwie.
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Ja.
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Irgendwie sind die auch sehr wie eben schon gesagt habe, ich habe mir lang damit beschäftigt und ich habe auch jetzt, also bis dann diese Pornoindustrie,
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das interessiert mich überhaupt nimmer. Also diese geschönten
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zurecht operierten Körper, die alle gleich sind. Also ich mache das ja nimmer. Das hat mich überhaupt nicht interessiert. Während diese alten Fotografien mit diesen Körpern, die.
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Nicht so standardisiert sind, die wirklich Amateurhaft sind, das finde ich auch sehr schön, also die sind auch sehr,
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respektvoll behandeln und haben auch was Liebevolles. Ich habe auch den Eindruck, als ich mir die die Werke betrachtet habe, dass sie sie sind so gehaucht.
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So poetisch gehaucht und
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es ist nicht obszön und platt und laut, sondern es ist eher ja wie ein leiser Hauch.
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Es ist unheimlich ästhetisch, finde ich auch, ja.
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Und es gibt a Museum, die machen a Ausstellung über erotische Kunst. Es gibt eine Arbeit, die ist nie weggegangen.
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Ich weiß nicht, die Farbe oder so war nicht so und diesmal geblieben, die liebe ich inzwischen und die ist genau wie die Erschaffung der Welt von.
47:33
Aber doppelt. Also da ist der Mann unten und die Frau oben und das ist genau die gleiche.
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Äh Blickrichtung sozusagen und dann habe ich das von Coupé unten drangehängt und das wahnsinnig schön, also das habe ich gern, dann sind diese Pornos sind ja alle.
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Dadurch, dass sie mit fünfzig Schichten Lack versiegelt sind, wo immer ein bisschen Farbe hineingerührt ist. Also es entsteht so ein Farbraum über die schwarz-weißen Übertragungen auf dem Kreidegrund
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und der Betrachter spiegelt sich immer drinnen. Also es spiegelt sich auch die ganze Welt in diesen Arbeiten und das ist auch so ein Aspekt, den ich sehr gern habe
48:17
Ja, weil das Räumliche auch wieder drin ist, ne? Mhm, genau. Stimmt. Man spannt immer wieder den Bogen dazu. Woran arbeitest du zur Zeit?
48:24
Zur Zeit arbeite ich an Spiegelskulpturen, an sehr komplexen Spiegelskulpturen, i habe gerade eine Ausstellung in San Francisco, wo ich zum ersten Mal,
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diese Spiegelskulptur hinüber
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bringen ließ und meine Galeristin hat dort aufgepasst, braucht drei Männer, um die aufzubauen und ich hatte schon die größten Bedenken gemacht, das wird nicht gelingen, es wird.
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Twentys irre teuer, aber es wird nicht gelingen. Und die haben die glatt hingebracht. Die hängt dort, ist irre schön
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I habe ja diesen Pavillon auch gebaut, wo das Modell ist
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ähm Spiegelraum, in dem man sitzen kann, wo man sich aber auch net ständig sieht, was auch wichtig ist. Also so an diesen Arbeiten,
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arbeite ich gerade so an Spiegelskulpturen, die sehr komplex sind, dass man eigentlich gar net weiß, wie's funktioniert,
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Apropos Pavillon. Ich bin über ein Wort gestolpert
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das ich so noch nicht kannte. Das musst du mir erklären. Du bist Biennale Teilnehmerin und du bist Kommissarin. Mhm. Was ist denn eine Kommissarin? Die Kommissarin war, das hat sich jetzt geändert. Die Kommissarin war
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beauftrag,
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des Staates Österreich, die zuständig war für den Beitrag auf der Biennale und ich war das 2011. Das heißt, ich konnte einen Künstler, eine Künstlerin wählen
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und war dafür zuständig, das alles auf die Beine zu stellen und zu machen
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zu realisieren, habe vom Staater Geld bekommen, habe dann selber noch ein Geld dazu aufgetrieben und habe zwei Jahre daran gearbeitet. Für wen hast du dich damals entschieden? Ich habe.
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Begonnen, die Biografie von der zu lesen, weil's mich interessiert hat, wie eine Frau quasi in einer.
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Männerwelt damit umgeht und habe dann, das war ganz spannend, weil die hat ja auch Friedrich den Großen als Gegenspieler, der hat sehr rational war und sehr konzeptuell, was mir sehr.
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Nein ist und mein Genoss sehr recht, also etwas, was mir äh.
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Erhalten ist und ich hatte dann zwei Optionen. Entweder einen strengen Beitrag.
50:44
Oder einem Beitrag der abgründig auch wienerisch ist, der österreichisch,
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der mit Freud zu tun hat, der das abgründige thematisiert und damit dann letztlich dafür entschieden, das war der Markus Schienwald mit einer Installation, die räumlich war, die Bilder hat.
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Touren und Filme und beim Thema Pavillon fällt mir auch noch dein aktuelles Projekt ein, Augmented Reality.
51:13
Super. Ach, habe ich einen Nagel auf den Kopf getroffen, ja. Super. Das hat mir besonders Spaß gemacht. Da arbeite ich mit zwei Architekten zusammen.
51:25
Diese Technologie auch gut beherrschen, ist eigentlich ein Forschungsprojekt mit der University you Chicago.
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Und wurde korrigiert vom Gerald Matt und vom Jürgen Weisheit und ich habe dort in Palermo eine Ausstellung gemacht in einer Halle die 1000 Quadratmeter groß ist und ohne Dach.
51:45
Das ist also da ist die Fundation Merz, ist nebenan, das ist so ein,
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Beat, auch die Düsseldorfer Akademie hat dort eine.
51:57
Und ihr habt den Raum gesehen, habe ich gesagt, da möchte ich sein. Und das gehört der Stadt und die haben das dann auch bekommen,
52:04
dort haben wir Skulpturen gemacht, die Augmented sind, die man nur am Handy sieht, aber man sieht.
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Die Umgebung und alle Leute, man kann's filmen und fotografieren. Es sind Skulpturen, sind's fern, die sich bewegen. Also es sind nicht nur eingescannte.
52:23
Die dann vergrößert sind, sondern die bewegen sich mit Text. Es sind fliegende Texte.
52:31
Rednee, das sind wie Wolken. Der Text fliegt wie Wolken herum. Es sind Augen,
52:37
so große Augeäpfel, die herumfliegen und alles beobachten,
52:42
Es gibt eine, die nebulant, das ist im Moment meine Lieblingssphäre, das ist ein,
52:50
schwarzer Nebel, aber es ist ein Nebel, es ist eine Kugel, wo innen drinnen Sterne fliegen. Die fliegen so home. Man kann a immer hineingehen und zieht hinaus.
53:01
Man kann's von außen anschauen, man sieht immer die Umgebung durch. Dann gibt's das Blackholz, das ist eine Kugel deren Öffnungen sich vergrößert und verkleinert, kann man auch hineingehen.
53:12
Ein riesiges Skulptur, die über allem schwebt und es gibt dann noch eine Sonne, die sich d.
53:18
Und alles ist scharf. Alles ist scharf. Da wird die Neboleise das ist deswegen ist sie auch mein Liebling.
53:28
Klar, aber ich hätt's mir jetzt denken können. Auch ein hm irgendwie nebulöses Thema, sehr trauriges Thema.
53:38
Ich stolz bin, dass ich dich drauf ansprechen darf oder dass wir das zum Thema machen, es deine karitative Tätigkeit für homelless-wimmen. Hm, ich habe davon gelesen, dass du da eine Installation gemacht hast
53:50
Und für ein Frauenhaus. Mhm, ah das ist aber toll, wirklich das, weil ich tue das jetzt gar nicht so proportieren.
54:00
Es gibt der Freddy Marin hat ein Haus gemacht für einfach Arme.
54:07
So wo die ärztliche Beratung bekommen, wo die Ärzte haben, die sie umsonst behandeln, wo's a Apotheke gibt, wo man irgendwie.
54:17
Einfach, glaube ich, äh das ohne Geld oder so, wo das unterstützt wird und dort habe ich eine große
54:26
Installation gemacht. Ja, die heißt Floating Gates Open World und das wahnsinnig schön, weil die so spielerisch ist und so schön. Ein Teil dieses Hauses, das ich natürlich im Rohr schon gesehen habe.
54:40
Abgetrennt für Obdachlose Frauen ein Tageszentrum und.
54:48
Das war damals alles sich betont und die Fenster sind so angeordnet, dass man nicht hineinschauen kann, weil die wollen auch nicht gesehen werden. Nur muss ich sagen, wie da drinnen war, wenn man dachte, das ist a Wahnsinn. Also es hat
55:02
natürlich auch ein bisschen was von einem Gefängnis oder so.
55:07
Und und dann habe ich gesagt, ich möchte eigentlich da gern was machen. Ich möchte irgendwie ein Fenster oder irgendein,
55:14
was positives machen in dem Raum,
55:17
dann war das aber gar nicht so einfach, weil die Leittrainer gesagt, mei, es ist toll, dass wir was kriegen, aber ich glaube, das können wir nicht nehmen, weil was machen wir, wenn das kaputt
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wir können's nicht versichern und wir haben aber auch so Aggressionen die Frauen
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Ja, machen Tanna manchmal was hin oder sind verzweifelt oder wie auch immer. Und dann habe ich gesagt, das ist überhaupt kein Problem. Wir machen,
55:41
Ich habe jetzt auch nicht gedacht, dass man da Bild hinhängen oder so.
55:45
Sondern ihr habt dann wie eine große Türe was gemacht mit einer unscharfen Frau, die ein Fenster öffnet oder die ein eine Tür öffnet
55:55
nach außen und das ist so angebracht, dass man, wenn man die Treppen rauf kommt oder dass man das auch vom ganzen Raum sieht und das öffnet einfach ein Fenster. Und wir haben das dann montiert
56:07
und der Mann, der mir geholfen hat, das zu montieren, das war gar net so einfach, dass der rein kam, weil es dürfen keine Männer rein.
56:15
Und kaum ist es von den Frauen total unnommen von einer Frau ist dann,
56:20
von hin wird die Frau also die ist so von hinten gezeigt und öffnet das Fenster so hin und hat der die Hand gegeben und dann habe dann das Haar fotografiert und das hat mich so gefreut.
56:33
Weil ich weiß, ich war mal im Krankenhaus, ich habe so einen Kieferbruch gehabt.
56:39
Habe ich Kunst, so tröstlich gefunden. Da war Kunst und,
56:44
Ich fand's einfach so tröstlich und immer gedacht, das ist auch ein Aspekt von Kunst und eigentlich möchte ich das gern. Das für die, dass die das Gefühl haben.
56:54
Geht irgendwo, geht noch a Tür auf oder es geht dann immer Tür auf. Mhm. Ja, es heißt doch auch nur, eine Tür schließt sich, die nächste öffnet sich. Genau.
57:02
Du liebe ich, freue mich so sehr, dass du heute hier mir ein Fenster geöffnet hast,
57:08
durch das wir reinschauen konnten auf dein Werk, dass du dir die Zeit genommen hast und uns.
57:14
So empathisch an deinem Werk an Leben, hast teilhaben lassen. Vielen, vielen, vielen Dank für dieses schöne Gespräch. Danke, Claudia. Freude. Danke.
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Music.
57:36
Ihr habt Fragen, Anmerkungen und Feedback? Dann schreibt mir gerne eine E-Mail an Claudia at die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE.
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Und wenn ihr mögt, dann freue ich mich sehr über euer Like und eine Bewertung.
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Möchtet weitere Informationen? Dann schaut auf meiner Website unter WWW die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE. Und nun von Herzen.
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Music.