Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1900: Kunst statt Werbung [transcript]


In meinem „früheren“ Leben habe ich für eine wirklich große Werbeagentur gearbeitet. Wir haben viele Kampagnen für TV und Print realisiert. Ab und zu, und das habe ich immer als Highlight empfunden, haben wir auch großformatige und je nach Budget außergewöhnliche Outdoorkampagnen entwickeln dürfen. Natürlich immer um ein Konsumgut zu bewerben.

Manchmal haben wir uns damals gefragt, wie wir die uns zur Verfügung stehenden Flächen auch anders bespielen könnten. Müssen Plakatwände denn immer 1:1 für den Konsum stehen? Und dabei ist es dann geblieben…

Bis jetzt. Genauer gesagt, bis August 2020, denn da trat MeetFrida aufs Parkett. Bzw auf die Plakatwand – und so ganz und gar nicht als Werbung für ein Konsumprodukt. Doch um welche Frida handelt es sich denn, und wieso können wir sie im öffentlichen Raum treffen?

Das fragen wir doch gleich mal Dr Anna Schwan. Gründerin und Kuratorin von MeetFrida, schön, dass ich nun also MeetAnna kennenlernen darf.

Gespannt bin ich auf Annas Weg an die Plakatwand.


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 2022-03-25  48m
 
 
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Music.
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Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst.
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Immer auf der Suche nach spannenden GesprächspartnerInnen.
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Euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln, reise ich quer durch Deutschland. Wenn du die Reisen von die Leichtigkeit der Kunst unterstützen möchtest, dann freue ich mich sehr über deine Kulturpartnerschaft.
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Geht auch ganz einfach. Mit einer goldenen, silbernen oder bronzenen Mitgliedschaft über Steady HQ Punkt com Slash die Leichtigkeit der.
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Oder via PayPal Punkt me Slash Leichtigkeit der Con.
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Bedanken möchte ich mich von ganzem Herzen bei allen Hörenden, die bereits die ein oder andere Reise unterstützt haben.
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PF, ihr möchtet mehr über die Leichtigkeit der Kunst erfahren und mal einen Blick hinter die Kulisse werfen.
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Dann habe ich einen Tipp. Tragt euch in den Newsletter bei Steady HQ Punkt com Slash die Leichtigkeit der Kunst ein.
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Einmal im Monat überrasche ich euch mit ein paar Hintergrundinformationen.
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Und nun wünsche ich euch viel Freude beim Hören der folgenden Episo.
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Music.
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Statt Werbung.
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In meinem früheren Leben habe ich für eine wirklich große Werbeagentur gearbeitet. Wir haben viele Kampagnen für TV und Print realisiert.
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Ab und zu und das habe ich immer als Highlight empfunden, haben wir auch großformatige und je nach Budget außergewöhnliche Outdoor-Kampagnen entwickeln dürfen.
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Natürlich immer um ein Konsumgut zu bewerben. Manchmal haben wir uns damals gefragt, wie wir die uns zur Verfügung stehenden Flächen auch anders bespielen können.
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Müssen Plakatwände denn immer 1 zu1 für den Konsum stehen? Hm, na ja und dabei ist es dann geblieben.
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Bis jetzt. Genauer gesagt bis August 2tausend20.
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Denn da trat MeetFrieder aufs Parkett beziehungsweise auf die Plakatwand. Und so ganz und gar nicht als Werbung für ein Konsumprodukt.
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Um welche Frieda handelt es sich denn? Und wieso können und müssen wir sie im öffentlichen Raum treffen?
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Das fragen wir doch gleich mal, Doktor Anna Schwan. Gründerin und Kuratorin von MeetFrida.
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Schön, dass ich nun also Meet Anna kennenlernen darf.
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Bitte stell dich und deinen Weg an die Plakatwand einmal vor. Hallo und
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Ich freue mich sehr, dass ich jetzt hier mit dir spreche, ein bisschen über Meet Frieda erzählen kann. Mein
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eigener Weg. Fangen wir mal damit an. Gerne. Ich bin Hamburgerin, bin allerdings nicht in Hamburg geboren, sondern in London. Habe nach
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meiner Ausbildung Geschichte studiert hier in Hamburg und in Sevilla, bin dann direkt
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nach Amerika gegangen und habe eigentlich ganz ganz lange Kommunikation gemacht in unterschiedlicher Hinsicht vom Auswärtigen Amt über das Hamburg-Ballett bis hin zu Werbeagenturen
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habe aber immer mein Leben lang in meiner Freizeit, in meinem privaten Leben.
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Mich sehr um Kultur und um Kunst gekümmert. Ich habe auch Theaterwissenschaften im Nebenfach studiert.
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Habe auch viel dann in meinem Leben mit Kultur zu tun gehabt, auch was den Job angeht, ähm wenn irgendwie überall dann immer hingegangen und habe gesagt zum Beispiel beim Auswärtigen Amt, ich war da in New York an der Vertretung bei bei den Vereinten Nationen und es ging um eine Webseite. Das war mein erster Job.
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Habe ich gesagt, ja ist ja toll so eine Webseite, aber war mir nicht so ein Kulturteil machen. Ich meine, es muss doch irgendwie bekannt werden, was Deutschland so das war Anfang der 2tausender im 21. Jahrhundert so kulturell zu bieten hat, die Amerikaner denken immer noch, dass wir irgendwas machen mit
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Oktoberfest und Lederhosen und äh irgendwie es gibt auch Berlin und keiner weiß das und lass uns das doch machen. So das war mein erster Job, den ich gemacht habe und ich so ja cool.
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Na ja und insofern hat die das eigentlich immer äh durchgezogen und seit 2015 hatte ich meine eigene Agentur und da haben wir eben auch viele,
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Kunden betreut, die aus dem Kulturbereich waren. Insofern war das für mich immer ein ein ein ganz wichtiges.
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Element meines Lebens und auch viele Freunde von mir kamen aus der Kunst
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Na ja und das war alles irgendwie schön und gut und das Leben plätscherte vor sich hin und dann kam irgendwie Corona und Corona war es glaube ich für viele so ein Moment, wo man.
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Inne gehalten hat und überlegt hat
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mache das jetzt eigentlich alles so viel Sinn, was ich hier mache in meinem Leben und will ich das alles so machen, wie ich es mache und kann ich das überhaupt auch noch so machen, wie ich's bisher gemacht habe, weil zum Beispiel bei uns in der Agentur war's natürlich so,
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die Kunden alle erst mal ihre Etas gestrichen haben
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das heißt wir haben vorher hauptsächlich wirklich große Geschichten gemacht, also für die Stadt Hamburg oder für äh die Justizbehörde, für die Symphonika Hamburg und so weiter und die haben ja alle von ihr einen Tag auf den nächsten gesagt, äh lassen wir erst mal kurz hier anhalten und dann haben wir auf einmal Webseiten gemacht und dachten so okay
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auch ganz schön, aber so richtig groß denken ist irgendwie spannender.
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Na ja und gleichzeitig war es eben so, dass in der Zeit dann auch viel darüber berichtet wurde, dass äh Schauspieler und Musiker jetzt durch den Lockdown von einem Tag aufn nächsten Tag gar nichts mehr tun können. Dass alles, was ihr Leben ausgemacht hat, weggebrochen ist.
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Aber von wilden Künstlern hat nie jemand gesprochen.
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Viele meiner Freunde sind eben bildende Künstler und deswegen habe ich ganz one one sozusagen mitgekriegt, wie drastisch das war und wie heftig das war, weil
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eben jede Form von Sichtbarkeit gefehlt hat. Keine Ausstellungen mehr, keine Galerien offen, alle Museen geschlossen, alle Kunst messen weg, kein Sammler-Dinner, kein gar nichts. Also sowohl Verkaufskanäle sind weggefahren als auch Sichtbarkeit insgesamt ist weggefallen und
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Kunst ist ja nun etwas, was sehr leise geschieht. Ist ja nicht so, dass du irgendwie in deinem Atelier stehst und dann triffst du dich dabei mit zehn verschiedenen Leuten und du bist.
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Dir
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selbst beschäftigt und quasi auf deine Essenz und deine deine Seele quasi zurückgeworfen. Und deswegen ist ja Kunst auch so toll. Aber für den Künstler ist das natürlich eine doppelt harte Zeit, wenn er arbeitet alleine und anschließend auch alleine ist und dann auch immer,
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vor sich hinarbeitet, ohne das zeigen zu können und äh damit zu sehen, äh wie kommt es an? Warum kommt es an? Warum kommt es vielleicht auch nicht an?
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Also jedenfalls äh long story short äh haben wir uns dann damals zusammengesetzt in meine Agentur und haben gesagt, wir müssen irgendwas tun, um bildende Kunst.
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Zu machen in dieser Zeit, in diesem ersten Lockdown und da kamen wir eben auf die Idee, Plakatwände zu nutzen, um Kunst zu zeigen.
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Weil Plakatwände natürlich auch durch Corona nicht so stark genutzt wurden wie vorher. Ja natürlich. Genau, das heißt, sie hatten auch Buchungslücken.
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Und gleichzeitig war das eine Möglichkeit, wie die Künstler natürlich nicht ihre Originale, aber doch immerhin einen überdimensional großen 18 Eintel.
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Plakatdruck ihrer Werke in den öffentlichen Raum bringen konnten. Und dann haben wir uns überlegt, wir machen so kleine Touren, so kleine Spaziergänge vom Plakatwand zu Plakatwand, damit man quasi,
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die Stadt als Galerie oder als Museum erleben kann und die Plakatwende, die einzelnen Kunstwerke sind, die man sich angucken kann. Und dann haben wir einen QR-Code gehabt und dann konnte man auf die Webseite kommen.
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Und dann da immer was lesen zu dem Künstler und zu dem Werk und das war das Erste, was wir gemacht haben und äh damit wir überhaupt die Künstler hatten, um das
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aufzuziehen, haben wir einen Open Call gemacht und hatten innerhalb von einem Monat 150 Künstler, die sich bei uns beworben haben.
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Rein aus Hamburg? Nee aus aus ganz Deutschland. Und ich war halt total überrascht davon, dass das so viel Zuspruch war, weil wir das nur über Social Media gemacht haben und der nun auch selber
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nicht eine große Galerie, kein Name oder irgendwas dahinter stand.
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Also insofern das das war fantastisch und auch die Plakate sind wirklich gut angekommen sowohl bei den Künstlern als auch bei bei Menschen, die sich das angeschaut haben, bei den Medien, überall.
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Habe ich gesagt, okay, das ist nicht nur ein temporäres Projekt. Das ist was, was wir wirklich nachhaltig aufziehen sollen und was ähm anscheinend ein ein Kern berührt, weil die ganze Kunst.
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Sich ändert, die ganze Kunstwelt sich ändert und das Thema Sichtbarkeit einfach total wichtig ist und das Thema Räume durch Kunst zu besetzen, ganz wichtig ist.
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Meinst du den niedrigschwelligen Zugang oder genau. Ich meine, das Thema Kunst aus dem rausbringen und Menschen zu bringen, ohne dass die Schwellenängste da sind einerseits.
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Und andererseits Entwicklungen unserer realen Welt zu nutzen, um sie in die Kunst zu übertragen, also zum Beispiel das ganze Thema Digitalisierung.
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Im Kunstmarkt immer noch sehr wenig vorhanden, aber man kann zum Beispiel mit Augmented Reality ja ganz großartige Sachen machen und damit konnte den öffentlichen Raum bringen. Und generell ist das, was wir eben machen wollen, Räume durch Kunst zu besetzen. Einerseits
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öffentlichen Raum.
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Andererseits Leerstand, wie zum Beispiel das, wo wir jetzt hier sind. Es gibt so viele Geschäfte, die ihr ja auch durch Corona leider leerstehen könnt, die auch genutzt werden.
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Dieser Raum, in dem wir hier sind. Ich muss mich entschuldigen. Es ist ein bisschen
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Hallig, wir sitzen nämlich, greife ich jetzt hier vorweg. Wir sitzen nämlich in einer sehr großen Räumlichkeit im Hamburger Stilwerk.
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Wunderschön bespielt mit äh unterschiedlicher Kunst, mit Malerei, Fotografien, Skulpturen, Inspirationen
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und wie das meiste in einer Galerie üblich ist, ist hier wenig Stoff. Deswegen entschuldigt, dass es hier ein wenig herrlich ist.
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Erzählst du mehr zu diesem wunderbaren Space hier? Ja, sehr gerne. Wir sind in diesem Space, den wir jetzt auch Artspace nennen, seit Oktober 20 ein2und.
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Und haben den.
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Als in Augoration sozusagen mit einer Residency von 10 Künstlern. Zehn Hamburger Künstler in diesem Fall.
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Quasi ein ähm ein Ortstipendium hatten, ein Atelier Stipendium in Form dieser Residency und hier einen Monat lang gemeinsam gearbeitet haben und dabei sind sehr viele Arbeiten entstanden, die wir hier jetzt eben in dieser Gruppen
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Ausstellung gezeigt haben und
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viele dieser Arbeiten sind eben wirklich in Sito-Arbeiten, wo die Künstler mit der Örtlichkeit, mit den Räumen gespielt haben und es war total spannend, wie die wieder dann da interagiert haben, was dabei entstanden ist, warum es entstanden ist und
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Einige von ihnen kannten sich auch schon, andere kannten sich noch nicht und ich glaube, dass.
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Für alle eine sehr neue und spannende Erfahrung und genau damit haben wir eben also diesen diesen Raum.
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Zum ersten Mal bespielt und das ganze Jahr 2022 hindurch werden wir hier bleiben und weitere Ausstellungen machen. Wir fangen,
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an im Januar äh bis März mit einer Ausstellung von drei Künstlern beyond Form heißt es. Da geht's um abstrakte Kunst und um NFTs.
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Auch um Augmented Reality tatsächlich. Wir wollen ja auch eine Augmented Reality-Skulptur in den Raum direkt in die Mitte des Raumes hineinbringen
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und dann wird es eine Einzelausstellung geben von Dark und Colitsch. Dann sind wir grade in in Kooperationsgesprächen mit Johann König weil wir hier Ende Mai eine Mieser machen wollen.
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Richtig cool, wirklich cool und ich glaube das wird ganz toll. Also es sieht schon ziemlich gut aus.
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Ich drücke euch die Daumen. Ja. Visa bedeutet Messe in Sankt Agnes. Wie ist das denn? Ich will jetzt nicht sagen.
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Mist klingt ein bisschen es ist quasi mieser meets Frida sozusagen. Genau. Genau. Weil woher kommt denn der Name Mietfrieder? Ah ja. Der Name Mietfrieder.
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Zwei Anfänger sozusagen. Einerseits das Thema Miet, was uns eben total wichtig ist. Gerade eben aus der Entwicklung von.
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Mietfrieder von unserer Kunstplattform herausgesehen, denn wir wollen ja Künstler und Kunstinteressierte zusammenbringen und die wollen, dass der Künstler auch im Fokus steht, viel mehr im Fokus als bei einer klassischen Galerie, wo ja das Werkzeug im Fokus steht, aber der Urheber viel weniger, weil der Galerist, der da
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zwischen einer ziemlich starke Rolle hat. Uns geht's eben darum, die Künstler zusammenzubringen mit der interessierten Öffentlichkeit und auch in den direkten Austausch und Dialog zu bringen.
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Machen wir zum Beispiel auch Artist Dinners oder verschiedene Veranstaltungen, wo wir eben
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Führungen natürlich sowieso dort, wo die Künstler dabei sind, Künstler, Artist Talks oder auch so Collaborative Malerei, wo Menschen sich anmelden können und mit einem Künstler gemeinsam.
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Bild entwickeln können. Also nicht so malen nach zahlenmäßig, sondern schon ein echtes Bild oder eine echte Collage. Beim Malen und Malen wäre ich dabei gewesen, sonst kriege ich ihn
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Oder wir machen auch zum Beispiel Open Studios. Also es ist alles immer der gleiche Gedanke. Wir wollen den Künstler und
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Menschen, die Interesse an Kunst haben zusammen zu bringen, um um auch zu zeigen, dass es nicht so schwer ist, Kunst zu verstehen, weil man es direkt und emotional verspät und entweder spricht es einen an oder spricht einen.
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Weniger an, davon hat man dann Gründe, denn wenn man's aber erklärt bekommt vom Künstler selbst ist es nochmal was ganz anderes als.
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Das nur von einem, also nur in Anführungsstrichen von einem Kurator erklärt bekommen, weil einfach da ganz viel Leidenschaft verloren geht und ganz viel Unabdingbarkeit verloren geht. Deswegen also Miet.
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Sprichst du da aus eigener Erfahrung? Hat dich der Kontakt mit den Künstlern auch noch näher zur Kunst gebracht? Ja, total.
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Definitiv. Also ich habe mich schon immer in dieser in in der Kulturwelt allgemein aufgehoben gefühlt und wie das so ist, ne, wenn man so, weiß nicht, 16, siebzehn, 18 und 20 oder so ist und nicht ausm
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Elternhaus kommt, was jetzt totalen Kontakt mit Künstlern hatte, dann
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kennst du irgendwie die Museen oder große Galerien und du gehst da immer rein in diesen eher furchtigen Tempel und schaust dir die Dinge an und entwickelst dann eben deine eigene Haltung dazu. Lies dir viel an, bist irgendwie dann total theoretisch unterwegs.
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Das, was du siehst, das Kunstwerk ist Teil dieser Theorie, aber es ist
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noch lange nicht Teil des emotionalen Lebens. Dazu musste dann irgendwie mit den Künstlern selber in Kontakt kommen und ich glaube
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somit Ende zwanzig vielleicht habe ich das erste Mal irgendwie Künstler Freunde gehabt irgendwie so ein paar Freunde, Familie und Künstler waren und dann kam ich immer mehr so da rein in die ganze Kunstszene und wenn du irgendwie Künstler kennst oder noch andere Künstler und
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Na ja und auf einmal war ich irgendwie so Teil.
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Der Grundwelt in meinem privaten Leben und damit war all das, was vorher so theoretisch war und so kalt auf einmal warm.
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Und nahbar und echt und diese Abdingbarkeit, die man ja eigentlich.
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So mag an Kultur im Allgemeinen, also das ist ja quasi die nackte Seele. Also es gab hier mal eine eine ähm Galerie, die hieß am und ich finde, das ist wirklich ein toller Ausdruck dafür, weil.
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Du kannst keine Kunst machen, egal ob jetzt bildende oder darstellerische oder Musik, wenn du nicht 150 Prozent von dir selbst und von deiner Seele gibst.
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Das hast du sonst in keinem anderen Bereich des Lebens ehrlich gesagt. Und das fand ich schon immer so unglaublich.
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Beeindruckend und toll und und anziehend und ich glaube deswegen ist mir das auch so wichtig, dass man Menschen dahin bringt, das zu sehen, dass das irgendwie der Nukleus von allem ist. Miet, ja.
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Und Frida? Ich denke, spontan an Frida Kahl. Ja genau. Och. Genau so ist es, weil
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Es ist eben so, dass wir bei diesen Plakaten haben wir immer Miet und dann den Vornamen des Künstlers genommen, also ähm
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In meiner Einleitung gar nicht so falsch, mit absolut.
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Schon gedacht, oh Gott, oh Gott, die greift sich bestimmt an die Sterne. Nee, nee, es ist schon alles richtig. Ja, es ist also genau das eigentlich, was wir gedacht haben und dann brauchten wir ja aber einen Markennamen sozusagen,
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wir also einen Künstler, der Passpro Toto für Künstler steht und dann denkst du eben erstmal so an Vincent oder
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an die was auch immer ja genau schön und dann habe ich mir gedacht nee ich bin selber eine Frau und ich bin die Gründerin hier, es wollte eigentlich einen Frauennamen sein und dann
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kommt dann so das lange, große, schwarze Nichts irgendwie, denn es gibt so wenig,
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Künstlerinnen, die man sofort an ihrem Vornamen erkennen kann, was eben auch schon sehr sehr viel aussagt über die Probleme, die wir haben im Kunstmarkt und auch in
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in der Darstellung von weiblichen Künstlern und dann bleibt eigentlich mit Frida oder Frida Carlo.
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Weil das der einzige Name ist, der auch für Leute, die eben kein enges Kunstverständnis haben mit einer Künstlerin zu verbinden, ist relativ spontan.
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Deswegen mit Frieda. So guckt mal, der Plan ist bei mir voll auf.
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Ja, das funktioniert wirklich häufig. Manchmal auch nicht, manchmal sagen die Leute, auf der Frida genommen, weil's grade so ein Modename ist. Ich habe eine Cousine, die heißt Frieda oder so was, was eigentlich auch ganz niedlich ist irgendwie. Ja, ist doch immer schön, wenn jeder so seine eigenen Assoziationen damit absolut
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Finde ich auch. Das hoffe ich. Ähm wir haben natürlich auch bei unseren Künstlern, die wir jetzt hier repräsentieren, wir haben 70 Künstler, mit denen wir zusammenarbeiten.
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Viele Frauen dabei, also mehr 60Prozent als 50 würde ich mal schätzen. Ich habe nicht genau durchgezählt, aber so Pi mal Daumen, mir ist das.
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Du sagst wir, wer ist denn wir? Ach so, mein Team und ich. Genau. Das
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Team am Anfang war eigentlich die Agentur, weil das Ganze ja aus der Agentur heraus entstanden ist und dann habe ich aber eben zwanzig einundzwanzig gesagt, nee, das ist ein Projekt, was es verdient, nachhaltig aufgestellt zu sein.
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Und deswegen habe ich eine Stiftung daraus gemacht, die jetzt zum 1. Dezember gegründet worden ist
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und in der Stiftung habe ich noch einen Mitgründer, Carsten Friege ist das, der eben auch lange Geschichte hat irgendwo zwischen Unternehmensberatung und Kunst
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Und dann habe ich jetzt eben hier ein Team, was sich gerade aufbaut, sodass wir eigentlich jetzt zu viert sind
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Schön, ja. Oh ich mag solche Geschichten gerne, die aus einer helfenden Idee heraus entstanden sind und größer werden und dann tatsächlich Menschen auch irgendwie ja eine existenzielle Sicherheit geben.
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Definitiv und das ist eben auch das ist mir so wichtig dabei, dass es eben eine Idee ist, die die Künstler unterstützen soll.
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Einerseits dabei,
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Sichtbarkeit zu kriegen und auch Kunst verkaufen zu können, aber andererseits eben auch so als als Kunstagenten ein bisschen, obwohl das entweder falscher Name, aber ich habe natürlich die Expertise im ganzen Kommunikationsbereich, dadurch dass ich das nun jahrzehntelang gemacht habe und das
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ganz leicht das zu machen und das ist viel Feedback was ich kriege, dass wir da eben die Künstlern mehr Outreach.
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Geben, als sie vorher jemals hatten und das natürlich super.
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Wie können sich die Künstler bei dir bewerben? Die können sich also wir haben einen ständigen Open Call über unsere Webseite. Da können Sie einfach ihre Werke hochladen bis zu fünf Werke. Es gibt so ein paar formale Kriterien im Kunsthochschulstudium, Empfehlungsschreiben. Mindestens drei Ausstellungen, die sie schon gehabt haben müssen und dann gibt es eine Jury.
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Die besteht aus René Spiegelberger, einer Messedirektorin aus Brüssel, Blightbauten und unser Team
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und wir schauen uns dann alle Bewerbungen an und gucken, was passt zu uns und was passt nicht so gut zu uns und was passt zu euch? Also Position quer durch von Malerei übers
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Fotografie, Installation, NFTs, digitale Kunst nehmen wir alles. Wichtig ist glaube ich der.
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Moderne Blick auf die Welt, also dieser Alltag auf die Welt und ich glaube man sieht das auch einigermaßen, wenn man auf die auf die Seite geht oder auch hier zum Beispiel das ist eben so ein sehr.
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Moderner junger Blick hat auf die Welt, die wir zeigen und unserer Kunst.
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Und die Künstler, die wir haben, sind momentan fast alle als Deutschland. Wir haben schon ein paar internationale Künstler. Ich hätte gerne noch mehr internationale Künstler. Ich denke, das wird 2022 noch mal deutlich ausgebaut werden, wenn wir dann eben auch
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bekannter werden, je bekannter wir werden, desto mehr interessieren sich Leute dann auch für uns. Na da arbeiten wir jetzt dran, dass sie noch bekannter sehr gut.
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Was ist denn ein moderner, zeitgenössischer Blick auf die Welt? Geht es um Fragen nach Diversität, Gender, Politik, Umwelt oder,
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Ich glaube, das spielt eher eine untergeordnete Rolle, weil ich finde, wenn man die Kunst, die man zeigt, so auswählt,
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dann beschneidet man die Freiheit der Kunst, finde ich. Also ich glaube, man muss bei allen Künstlern sehen.
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Das, was ich vorhin versucht habe zu beschreiben, so dieses Unabdingbare und äh sowohl den Werken als auch in ihrem Habitus dahinter, warum sie das machen
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und ansonsten können Sie das alles aufnehmen, wir können aber auch ganz andere Themen aufnehmen, was ich aber wichtig finde, in der Auswahl wiederum unserer Künstler, dass wir da sehr viel
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Diversität abbilden, damit wir einfach sehr viele unterschiedliche Positionen abbilden und auch jetzt, wo wir eben hauptsächlich Künstler.
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Haben die in Deutschland leben, haben wir aber sehr viele unterschiedliche Nationen zum Beispiel irgendwie dabei, also aus Iran, aus Israel, aus Italien, aus Kanada, aus Korea, Organa, aus Syrien,
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Also darüber kann man ja auch einiges abbilden und darüber dann dann wird's eben auch finde ich spannend, indem man dann eben sieht, wie.
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Unterschiedlichst die die Sichtweisen auf die Welt einfach sind und ich glaube das ist vielleicht auch das Modernste, dass man sagt die unterschiedlichen Sichtweisen
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sind da und sie sind alle gleichwertig und wir zeigen sie in ihrer Unterschiedlichkeit, aber auch in ihrer Gleichwertigkeit. Und wenn ihr
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anfangt zu kuratieren, überlegt ihr euch, wie die Werke miteinander im Dialog stehen zwischen den unterschiedlichen Künstlern? Na ja, also das hier ist ja nun die erste Ausstellung, die wir hier in diesem großen Artspace hatten und
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hier ist es eigentlich so, dass wir
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überlegt haben, welche Künstler passen als Persönlichkeiten gut zusammen, sodass das irgendwie eine harmonische ein harmonischer Monat wird sozusagen. In vier Wochen zusammen ist richtig
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Und dann habe ich gedacht, dass vielleicht auch relativ viel Laboration entstehen wird, äh sodass die Sachen schon passen. Das ist dann
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etwas weniger geworden mit der Kollaboration als ich eigentlich gedacht hatte. Doch schade. Ja ist auch ein learning. Ich sage immer gerne
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ein Weg entsteht im Gehen und man weiß ja nicht. Absolut, ne? Passiert. Genau. Ist wirklich so und deswegen haben wir hier eben dann nicht danach ausgewählt, dass die gut äh miteinander korrespondieren, sondern dass die die Menschen miteinander korrespondieren.
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Die Ausstellung ist dann jetzt so unterschiedlich, teilweise eben auch geworden, wie die Angänge an die Kunst sind. Gab's denn ein Thema?
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Habt ihr gesagt, so das Thema lautet? Nee, wir haben eigentlich wir wollen.
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Fast forward war das Thema, aber das ist eben so, so breit und sollte auch so breit wie möglich ausgelegt werden und es geht dann bei Fast Forward im weitesten Sinne darum, sich zu überlegen, wie kann man oder wie will mein Leben.
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Nach Corona und was ist diese Zeit nach Corona oder gibt es die überhaupt? Was ist das Fast Forward, wo man sich hinspulen möchte? Was ist dein Fast Forward?
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Oh, das ist eine gute Frage. Weißt du was, das habe ich jetzt in meiner Podcaster-Karriere gelernt, wenn ich höre, das ist eine gute Frage. Steht das eigentlich für oh, das ist eine schwierige Freiwillige immer für ihn. Genau.
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Was ist mein Fast Forward.
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Ich glaube, also wenn man das jetzt in Richtung Utopie denkt, dann wird's glaube ich irgendwie relativ schwierig, wenn man das denkt in
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Richtung, was ist mir wichtig jetzt und ist das anders als das, was wir irgendwie 2019 wichtig war? Dann wird glaube ich einfacher das zu beantworten. Ich bin gespannt.
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Ich glaube mir hat das nochmal gezeigt, diese zwei Jahre, die wir jetzt haben
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was mir wirklich wichtig ist und das ist unsinnig ist ein sein Leben damit zu verbringen, Dinge zu machen, die einem nur so hype
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wichtig sind. Mhm. Und also ich bin sowieso der Meinung, dass wenn man etwas wirklich wirklich will.
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Auch immer erreichen kann. Ich habe mir da so ziemlich amerikanisch in dieser Art irgendwie, aber du bist doch in England geboren. Macht nix. Ist halt irgendwie so grenzenübergreifend. Genau. Und ähm
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Deswegen bin ich auch fest davon überzeugt, dass halt Mietfrieder.
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Gut wird und und noch größer werden wird, weil ich so viele Leute kennengelernt habe, die gesagt haben, das ist echt cool, was du willst und ich will unbedingt, dass es was Tolles wird und
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Wenn ich das will und andere Leute das auch wollen, die nämlich im inzwischen mitnehmen
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im Team dabei sind und dann auch noch Künstler und und Publikum, sage ich jetzt mal, im weitesten Sinne das auch gut finden, dann gibt's ja eigentlich gar keinen Grund, dass das nicht so ist. Also insofern mein Fast Fault ist
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stärker darauf fokussieren, was wirklich wichtig ist für mich ganz persönlich im Leben und Freiheit so viel wie möglich zu genießen, solange man sie hat. Mhm.
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Weißt du, dass wir ein paar Parallelen haben? Na, schau mal, Miet-Freeder startete im August 2020 die Leuchtigkeit der Gunst auch. Stimmt. Grad auf, ne?
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Unsere Affinität zu Plakat ja genau du musst mir jetzt nochmal ein bisschen erzählen dazu.
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Und auch das ist total wichtig ist, mit einer beharrlichen Leichtigkeit an Dinge ranzugehen, für die man sich
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wirklich begeistern kann, wo man mit großem Enthusiasmus dahinter steht, weil es ja auch viel Kraft und Energie
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benötigt. Mhm. Um an einer ursprünglich kleinen Idee so zu arbeiten
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dass sie Früchte trägt. Ich meine das gar nicht mal so sehr monetär, sondern dein Ansatz ist es, Künstler sichtbar zu machen und ich habe damals überlegt.
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Hm, das muss so im Mai gewesen sein. Hashtag ohne Kunst und Kultur wird's still. Ja. Habe ich gedacht, meine Güte, das darf doch gar nicht wahr sein. Da muss man doch was entgegensetzen. So und nun habe ich ja das Aufnahmegerät und
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das ist so ein bisschen einer der Gründe gewesen, warum es diesen Podcast gibt, weil ich dachte, es darf doch nicht wahr sein, dass es still wird. Man muss doch
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sprechen. Das ist unser Urbedürfnis, uns mitzuteilen und ja, das ist so eine.
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Geburtsgedanke gewesen. Es ist ein sehr, sehr stimmt. Art und Weise, ja genau. Cool.
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Und auch dass du im gleichen Gedanken irgendwo geboren, dass man irgendwas machen muss in dieser Zeit, um eine Alternative.
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Sichtbarkeit zu schaffen. Wenn alles, was man kennt, nicht nicht geht, dann muss halt was Neues her, was man noch nicht kennt. Und es ist so schön zu erkennen, wie viele ja sprachen ja eben schon kurz über Grenzen, überwinden. Wie einfach es doch auch oft ist.
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Dinge einfach anzugehen. Natürlich es gibt Stolpersteine, aber Grenzen kann man überwinden. Ja. Und zu zeigen
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was möglich ist finde ich, ne? Also ich kann nur alle Menschen ermutigen dazu, den
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den Mut in sich zu finden und zu
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Kollegen, was ist es denn, was mich wirklich beschäftigt und auch mal sich selbst so ein bisschen aufn Grund zu gehen und gucken, wie viel von meinem Leben es Ablenkung und wie viele ist das, was ich wirklich will? Und ich glaube, wenn man das einmal
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gemacht hat, dann ist man nicht nur näher bei sich selber, sondern auch bei allen Mitmenschen irgendwie. Ja.
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Jetzt sag mal, wie finanzierst du das Projekt? Also es gibt drei Standbeine. Das eine sind staatliche Förderungen. Das ist auch einer der Gründe
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die Finanzierung, weshalb's eine eine Stiftung jetzt geworden ist, weil, ja, weil diese drei äh Standbeine sonst nicht funktionieren. Es ist eine klassische Kunstförderung, staatliche Förderung, Corona-Förderung, alles, was es gibt. Das zweite private Förderung, also Sponsoring oder Kooperation mit Unternehmen oder auch Spenden?
28:07
Und das dritte ist der klassische Kunstverkauf, wo wir eben eine kleine Kommission nehmen, die aber niedriger ist als normal bei Galerien.
28:14
Idee ist eigentlich, die ersten beiden Säulen so hochzuziehen, dass man die dritte Säule eigentlich nicht mehr benötigt, damit.
28:21
Alles an die Künstler geben kann und gibt es auch die Möglichkeit von Crowdfunding? Ich meine jetzt haben wir ja natürlich drei Millionen Hörer. Wir haben Crowdfunding ganz am Anfang mal versucht.
28:30
Aber da äh waren wir wirklich ganz am Anfang. Es ging darum, dass wir die Plakatierung
28:35
finanzieren wollten. Also es ist so, dass ich eben eine Kooperation habe mit, der ja die meisten dieser Außenwerbefläche umsetzt oder oder hat einfach und wir müssen nur die Druckkosten bezahlen.
28:46
Dass es eigentlich schon super, aber kostet dann trotzdem irgendwie allein einen Druckkosten, wenn man 40 Flächen hat, 5000 Euro und die muss man ja auch irgendwo hernehmen.
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Na ja, also jedenfalls habe ich das versucht mit Crowdfunding und es ist jämmerlich gescheitert und dann habe ich's nicht wieder neu versucht. Vielleicht wäre es jetzt einfacher, weil wir bekannter sind.
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Größer sind, aber es ist schon relativ komplex, weil du wirklich viel machen musst dafür und
29:10
wahnsinnig viel Kommunikation auch dafür machen muss, damit da überhaupt Leute spenden. Ich brauche den Anlass da so eine gewisse Crowdfunding-Müdigkeit inzwischen da ist oder da mitzumachen, wenn es um allgemein altruistische Projekte
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geht und nicht um Dinge, die einen direkten Bezug zu einem
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persönlich haben, also äh alles, was mit Klamotte zu tun hat oder Tech oder Schmuck oder so und zum Nachhaltigkeitsgedanken hat, das läuft glaube ich ganz gut. Aber wenn es weiter weg ist, dann wird es immer schwieriger und.
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So ein Kunstprojekt ist natürlich dann relativ weit weg von
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ganz persönlich. Also ich glaube, es ist ich weiß nicht, ob es funktioniert oder nicht. Ich bin auch nicht ganz sicher, ob ich das jetzt nochmal mache oder ob ich erst versuche, Sponsoring zu kriegen und
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dann dann wenn das alles nicht klappt oder wie auch immer, dass man dann das irgendwie immer noch macht, aber eigentlich hat das ganz gut funktioniert, dann 2021 schon mit Unternehmen auch zu sprechen, kann man was gemeinsam machen. Wir haben zum Beispiel eine Augmented Reality-Installation jetzt, die äh wir gerade umsetzen, die
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im Frühjahr gezeigt werden in Hamburg
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und die ist gesponsert worden von einem Immobilienentwickler. Der hat sich aber gar nicht in die künstlerische Dimension eingeschaltet, sondern ist komplett frei geblieben, aber das Ganze eben finanziert vernünftig.
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Das ist eigentlich eher mein Ansatz, das ist glaube ich zielführender und und und schneller irgendwie und hat was Positives für alle Seiten. Du hast gerade erzählt, dass der.
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Potenzielle Sammler auf den Künstler direkt trifft. Kann denn der Kunsterwerbende
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direkt beim Künstler kaufen oder seid ihr zwischengeschaltet? Wir sind eigentlich zwischengeschaltet bei allem, was wir jetzt eben bei uns zeigen. Also sowohl zeigen bei einer Ausstellung als auch auf unserer Webseite.
30:53
Alles was wir haben in der Ausstellung ist auch immer gleichzeitig auf unserer Webseite und alle anderen Werke kann der Künstler aber natürlich völlig eigenständig verkaufen
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Die Website ist doch eine Art Online-Galerie. Mhm. So kann ich's mir vorstellen. Ja. Wie kann ich denn da auswählen? Gebe ich den Namen ein? Ja, wie kann ich suchen?
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Wenn ich jetzt ganz unbedarft bin und denke, och ja, ich habe jetzt hier diesen Podcast gehört. Das wäre natürlich schön, ja, sehr gut, sehr gut. Das sollte man unbedingt tun. Es gibt verschiedene Auswahlmöglichkeiten, also einerseits kann man über Künstler
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Namen suchen. Da gibt es eben ein Dropdown-Menü mit allen Künstlern, die wir haben.
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Oder man sucht nach Medium, also Wallerei, Fotografie, NFT, was auch immer oder nach Stil, also mag ich lieber abstrakte Kunst oder äh figurativ oder wie auch immer
31:39
Und das sind so die verschiedenen Filtervarianten und dann
31:42
oder es gibt auch äh preisliche Filter zum Beispiel und danach sind dann die Bilder jeweils getaggt und dann wird einem eine entsprechende Auswahl angezeigt. Preisliche Variante finde ich spannend.
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Also ist das natürlich alles spannend, um Gottes Willen. Ich habe nämlich gesehen, dass ihr auch Kunst für den kleinen Geldbeutel.
31:58
Anbietet. Was habe ich mir denn darunter vorzustellen? Wir erbitten jeden Künstler bei den Werken, die er hochlädt, auch ein Werk dabei zu haben unter 500 Euro.
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Und das ist dann je nachdem was es ist. Da geben wir auch keine Vorgaben.
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Was unter 5hundert Euro, also fängt an bei 50 tatsächlich und wir haben jetzt auch Edition mit
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wir haben Ende 2021 Jahresgaben als Edition auch
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mit ausgestellt und auch auf unsere Webseite mitgenommen und darüber haben wir natürlich dann auch nochmal einen niedrigeren Preisrahmen. Es sind auch sehr schöne, kleine, figurative äh Skulpturen von Isabelle Kamp. Die kosten 100 Euro mit dabei.
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Oder Fotografien sind mit dabei. Also gibt's eben unterschiedlichste Werke. Wirst du selber manchmal schwach.
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Oh ja. Ich hab's gewusst. Sammel ist immer so ein großes Wort oder?
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Aber also ich habe früher drei Briefmarken gehabt und habe gesagt, ich bin Briefmarken ich bin da sehr großzügig. Ich glaube es ist schwer irgendwas mit Kunst zu machen
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und nicht irgendwie zwischendurch immer zu sagen, oh, ich bin, jetzt will ich unbedingt haben, das ist so schön. Und jetzt mal so von Frau zu Frau, du bist richtig, richtig, richtig schön angezogen. Investierst du eher in ein kleines Kunstwerk?
33:17
Oder in Mode,
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definitiv in Kunstwerk. Ja, definitiv. Ja. Weil weil es hat einfach einen ganz anderen Wert finde ich. Mhm ja. Ja. Mehr auch irgendwie deutlich nachhaltiger, ne? Absolut. Grad wenn dieser persönliche Bezug dazu. Ja.
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Ja und halt auch einen emotionalen Wert und ein Kleidungsstück. Ja, also ich weiß nicht, ich habe auch noch nie so eine krasse Affinität zur Mode entwickelt.
33:42
Zweimal als die Studentin war für die L gearbeitet und war dann bei allen möglichen Fotoshoots irgendwie immer mit dabei und das war auch alles ganz nice, aber ich fand das irgendwie auch ziemlich bekloppte Welt, ehrlich gesagt. Wie lange ist das her?
33:56
20 Jahre. Wie alt bist du denn? Dreiundvierzig. Oh. Junge als ich.
34:03
Verrate mir dein Geheimnis. Wie schön. Wie hältst du dich denn dann jetzt in 202zwanzig jung mit Kunst?
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Mit welchen Projekten? Ganz viel natürlich. Je mehr Kunst, desto größer ist der Jungbrunnen im mieser Frida haben wir schon angesprochen. Was erwartet uns denn noch so?
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Genau, ich habe ja auch gesagt, vorher noch die beiden anderen Ausstellungen, die hier stattfinden. Dann wollen wir im Spätsommer eine Ausstellung machen, die Beyond Space heißt und da wollen wir in einem Projekt zeigen von Einsiedl und Jung,
34:37
und da geht es darum, Räume zu vermessen, die es eigentlich im städtischen,
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öffentlichen Raum nicht gibt und das sind meistens so architektonische Räume, die passiert sind, weil irgendwas nicht richtig geklappt hat oder zum Beispiel einen Versprung zwischen zwei Häusern, wo auf einmal so eine Ecke entsteht oder unter einem Brückenpfeiler.
34:56
Hat man auf einmal einen Raum, der aber eigentlich gar nicht als solcher beabsichtigt war und die beiden sind in acht verschiedene Städte weltweit gegangen und haben diese Räume gesucht und vermessen und dokumentiert.
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Haben daraus eine sehr sehr spannendes Projekt gemacht, was ich hier gerne zeigen möchte.
35:13
Und was auch in äh dieser Größe mit den acht verschiedenen Städten und noch nie in einen in Deutschland überhaupt gezeigt wurde und das andere als Gegenposition sozusagen wäre eine Künstlerin Petra Gell.
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Bienen, die eben auch sich sehr stark mit Machtverhältnissen in Räumlichkeiten beschäftigt. Raum schafft Macht und Macht schafft Raum. Also so ganz klassisch.
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Ein Schloss oder eine Kirche,
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hat unglaublich viel Raum, um dadurch Macht zu symbolisieren. Aber es hat auch viel damit zu tun, wie richtet man sich ein oder wie wirkt ein
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Raum auf einen ist ein Raum männlich oder weiblich, was ist ein weiblicher Raum? Wie erfüllt man den? Solche Dinge dokumentiert sie mit ihrer Arbeit. Finde ich ganz spannend.
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Hast du schon Einsichten gewinnen können? Der
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weibliche Raum ist, voller Samt und Seide und Kerzendufte und ganz klassisch Gurtel ich darf hier noch mal ganz gerne in Klischee nee noch nicht so genau um ehrlich zu sein.
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Muss ich nochmal länger mit ihr darüber sprechen
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Bisher ist das eben sehr, sehr theoretisch noch in der Annäherung sozusagen und ich will eben genau, dass es das nicht ist. Das ist voller Kerzenduft und und äh Samt und Seide ist
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oder rosa
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Ich glaube, wenn man da so ein bisschen tiefer einsteigt, dann hat es auch viel damit zu tun, wie viel Raum nehme ich ein als Person und will ich das oder will ich das nicht und habe ich ein Problem damit, rein Raum füllen zu sein als Persönlichkeit und das hat zum Beispiel glaube ich mehr
36:39
so einer Genderthematik zu tun und
36:41
mit dem, was man macht oder nicht macht als Frau oder Mädchen und was man so anerzogen kriegt. Also ich finde zum Beispiel so zum Thema Raum greifend, ist total interessant, wenn wenn Männer, die relativ viel erreicht haben oder Geschäftsführer sind, wenn die irgendwo reinkommen und erstmal so guten Tag sagen.
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Ist mit einer solchen Präsenz und Lautstärke, dass alle sich umdrehen und sagen, ah hallo und wenn Frauen, egal.
37:04
Egal wie bekannt oder wie einflussreich die sind, dann kommen die viel viel leiser in jeden Raum rein.
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Na ja und wenn man auf diese Ebene geht, dann kann man da glaube ich ganz interessante Strukturen irgendwie erarbeiten und künstlerisch manifestieren. Müsste man mal ausprobieren, ne. Wir beide als Frau in einen Raum reinzugehen
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Hallo. Ja genau. Man fühlt sich total hörenden. Ich liebe das ich mit solchen Themen auseinandersetze. Ja. Ich mag das auch total gerne. Ach so und dann kommt noch eine.
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Ich mag das jetzt nur auch noch nicht, hundertprozentig sagen, weil da wirklich noch sehr sehr viele Fragezeichen stehen, aber ich fände es ganz toll, wenn das
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könnte im Oktober
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wieder eine Residency zu machen und zwar habe ich 20021 in Basel eine Galerie aus Teheran kennengelernt, die Mosen Gallery und die ist eine der fünf großen Galerien, die es in
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Iran gibt und die haben schon sehr viele Austauschprogramme und Residencys gemacht
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Frankreich, Italien, Spanien, ich glaube in Südamerika waren sie auch mit zwei Ländern in Kontakt, aber noch nie mit Deutschland und wir wollen das jetzt zusammen auf die Beine stellen und,
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die Idee wäre dann erst irgendwie vier iranische Künstler hierher kommen hier in diesen Räumlichkeiten arbeiten, zwei Wochen lang am Stück und bei den Künstlern aus Deutschland, die dann in den Iran wiederum gehen würden auch äh leben.
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Und dass ich darüber eben einerseits die Möglichkeit.
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Wieder der sichtbarmachung und und der Arbeit hier vor Ort ergibt, aber andererseits eben auch wirklich so was wie ein persönlicher Kontakt und Austausch. Ich drücke die Daumen, dass das klappt. Ja, das wäre wirklich toll.
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Da brauchen wir zum Beispiel jetzt
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Fördermöglichkeiten, Visa, also da ist sehr sehr viel drumherum was zu organisieren wäre, aber ich bin da ganz optimistisch, dass wir das hinkriegen. Na klar, da hast du politische noch die ein oder andere Hürde zu überschreiten. Ist iranische Kunst in Deutschland populär? Glaube, ist völlig unbekannt.
38:55
Also gefällt dir ein iranischer, zeitgenössischer Künstler ein?
38:59
Bin da vielleicht auch nicht die Richtige. Schade, aber die lebt ich weiß nicht im Iran mehr. Wie würdest du denn iranische Kunst beschreiben? Es ist sehr,
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Ich hab's jetzt wieder in meine Klischeefalle, ja? Es ist sehr traditionell geprägt. Ich weiß es nicht, weil ich kein wirklich einen kompletten Überblick habe, sondern nur
39:20
weiß was ich halt gesehen habe bisher.
39:23
Das ist gar nicht Folklore, sondern das ist sehr moderne Auseinandersetzung mit dem Land und mit den Dingen, die sie nicht dürfen. Die wissen sehr genau,
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die sehr dünne Linie zu beschreiten zwischen kann ich gerade noch machen und jetzt muss ich ins Gefängnis und da balancieren die sehr interessant drauf.
39:42
Und sehr mutig. Das ist interessant, ne? In einem Land wie Deutschland, wo man diesen Bereich ja gar nicht bedienen muss. So betrachten wir einen anderen.
39:50
Punkten der Welt mit Möglichkeiten gespielt wird, die für uns selbstverständlich sind.
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Spielt das an Thema Frau eine Rolle? Ich habe den natürlich vorgeschlagen, dass ich am liebsten vier Künstlerinnen.
40:01
Und die beiden von der Galerie, die sind beides auch Frauen gewesen.
40:06
Die waren ein bisschen konsterniert darüber und meinten, naja, dass er genauso wie im Rahen nur andersrum. Das ist ja auch Diskriminierung und so sieht's eigentlich darum überhaupt niemanden zu diskriminieren. Plätze frei.
40:20
Habe ich gesagt, okay, das ist ein Ansatz, den kann ich irgendwie sehr gut respektieren.
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Es ist schwierig da immer den richtigen Weg zu gehen, dass es nicht in das eine oder in das andere Extrem.
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Gedeutet wird die waren halt auch echt genervt davon, dass sie gesagt haben so ey das ist jetzt aber auch echt klischeemäßig was du jetzt da willst und dann habe ich gesagt na ja okay
40:39
Ja, das ist auch so ein Punkt, ne, dass man sich häufig ja von allen Klischees befreien möchte und denkt, ich bin da irgendwie sehr offen unterwegs.
40:48
Und im Alltag immer wieder feststelle, da war's wieder, bin ich wieder reingetappst und ich glaube, es geht darum, dass man sich ab und zu einfach mal bewusst macht, mit welchen
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Normen man immer spielt und selbstverständlich sind. Ja, das stimmt. Und deswegen finde ich halt diese Internationalität in der Kunst so mega spannend und so wichtig und will das noch weiter ausbauen, weil das alles nur über.
41:12
Dialog und andere Sichtweisen zu relativieren ist und einzuordnen ist, finde ich. Das nervt mich ehrlich gesagt auch.
41:19
Mit am allermeisten an Corona, dieses in Deutschland gefangen sein und es ist viel weniger Austausch ist und viel weniger einfach mal irgendwie anders hinfahren ohne,
41:30
dass du irgendwie gleich denkst, okay ist jetzt ein Riesenakt da schon wieder zu machen. So dieses ganz normale.
41:36
Woanders sein. Ist viel weniger geworden. Wir haben's schon zwei, dreimal angesprochen, du bist in England geboren. Hast du auch englische Wurzeln? Nee, das ist, ehrlich gesagt, crazy Story von meiner Mutter. Also ich bin 78 geboren im März
41:50
Und da vor März 78 war der deutsche Herbst 77 stamme im
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und äh meine Mutter oder meine Eltern waren halt so Achtundsechziger und dann haben wir gesagt, oh Gott, dieses Land, man weiß ja nie, das Kind soll irgendwie die Chance haben, äh eine andere Staatsangehörigkeit noch zu kriegen, wenn es will.
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Oh nein und jetzt ist der Brexit. Ja und jedenfalls ist es möglich in Großbritannien, in Amerika und in Frankreich und dann hat meine das irgendwie alles so gedealt, dass ich in in London zur Welt kommen konnte. Ist nur,
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Eine Woche nach London ins Krankenhaus, von mich gekriegt und ist wieder zurückgefahren. Das ist wirklich meine spektakuläre.
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Wie Mondän das klingt, ich bin in London geil oder? Ich find's auch einfach, ich bin sensationell, also äh meine war sowieso eine sehr coole Person, aber das finde ich jetzt eines der coolsten Sachen, die ich je gemacht habe.
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Ab und zu, weil ich schon mal auf Sylt und da denke ich immer, ach Gott, die armen Frauen, die aus der schwanger sind und dann zur Entbindung aufs Festland müssen. Es gibt ja
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Ja. Das finde ich immer schon vagemutig zu sagen, okay ne und der war heute niste ich mich einfach mal auf dem Festland ein. Aber tatsächlich, um für die Entbindung nach London zu wollen, bin ich auch ziemlich cool, ja.
43:05
So, von London zurück nach Deutschland. Ich glaube, eine Frage, die haben wir noch gar nicht geklärt. Ist Miete Frieda,
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rein in Hamburg unterwegs oder strahlt ihr aus, so wie er auch eher deutschlandweit mit Künstlern und dann halt auch bald äh in die nähere mit iranischen Künstlern zusammenarbeitet, strahlt ihr auch quer durch Deutschland.
43:26
Definitiv. Also der Fokus, den wir jetzt hier auf Hamburg haben, den soll's gar nicht geben. Das liegt nur daran, dass jetzt hier quasi unser Headquarter ist und wir Ausstellungen hier machen. Aber wir werden wieder eine äh Plakataktion machen, Grundstadtwerbung und die wird im Sommer stattfinden.
43:42
Ich weiß noch nicht genau in welchen Städten aber definitiv außerhalb Hamburgs. Wir hatten die jetzt schon in in diesem Jahr in Berlin, Frankfurt.
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München und Leipzig und das wird einer dieser oder mehrere dieser Städte wieder sein.
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Nehmen wir auch mal irgendwie andere Städte mit dazu, wie Köln oder Düsseldorf oder Stuttgart.
44:05
Weil wir auch in Baden-Württemberg noch nie was gemacht haben, müssen wir mal gucken, dass wir da auch machen. Dann sind wir wieder in Basel
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und äh diesmal werden wir auch nach Kopenhagen gehen.
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Falls wir dürfen. Ich würde nämlich gerne zur Enteradfair gehen und wir haben vor allem vor, das Thema Augmented Reality weiter auszubauen und mit einer
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Guerillaaktion bei den großen Kunstgeschichten dabei zu sein, also zum Beispiel beim Gallery Weekend oder bei der Dokumenta, dass wir einfach den
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ähm öffentlichen Raum da erobern mit augmented Reality und verschiedene Kunst unserer Künstler zeigen.
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Erzähl mal mehr. Also wir haben das in 2021 begonnen und hatten eine Augmented Reality Gallery, wo wir.
44:50
Einfach im öffentlichen Raum Werke gezeigt haben, also Bilder tatsächlich und Fotos verschiedener Künstler die waren wie auf so Stehlen.
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Man sah eben über das Handy oder über das Tablet saß so diese Ausstellung,
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15 verschiedenen Werken und konntest dann direkt rangehen und auch Details sehen und immer äh den Künstler sehen und es gab einen Gateway, das war eben ein ein Kubus.
45:13
Und äh da war ein QR-Code auch noch mal zu unserer Webseite, wo man dann nochmal alles lesen konnte über diese Ausstellung
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und das ist auch echt gut angekommen. Das haben wir in Hamburg und in Basel gemacht und ich glaube, es ist insgesamt ungefähr 10tausend Mal
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gescreent waren. Die QR-Codes, Sachen kann man ja sehen, wie viele Leute das gemacht haben und das fanden wir echt toll. Also es ist mehr als wir erwartet haben.
45:34
Und wir wollen ja nun eben Räume besetzen und den öffentlichen Raum auch. Man hat ja nun immer das Problem, Kunst ist ja nun wertvoll, kann's ja nicht einfach so ein Bild irgendwie in öffentlichen Raum hängen, essen ist es weg, zweitens regnet es so.
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Also musste ja immer irgendwas überlegen, wie du's anders machst und
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und augmented Reality ist halt eine wahnsinnig gute Möglichkeit, weil du keine Genehmigung brauchst. Du kannst ja einfach, es es ist ja nicht real, ne. Es ist ja einfach nur über dein Handy oder so laut. Nicht durften. Bitte kommt da einzuführen. Ja, das ist wahr.
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Brauchst nur einen Gateway und wir haben das so gelöst, dass wir wirklich das Browser based machen. Das heißt, du musst nur einen QR-Code abscannen und dann kannst du das direkt in deinem Handy öffnen, musst keine App runterladen, so wie bei Acut Art oder sowas und das macht es einfach nochmal viel einfacher. Nu.
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Und äh dazu kann man dann eben Kunst erlebbar machen, was ich total spannend finde und wir haben das eben bisher nur gemacht mit Bildern, weil es einfacher ist, dass
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beidimensional einzuspielen und jetzt haben wir ja eben diese LA Installation, die Anfang 22 Realität wird und dann auch sichtbar ist hier in Hamburg und das ist eine wirklich große Installation von also äh.
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Das hängt halt in der Luft das Ding, ne? Das ist ein Modell von Schnee. Der Berliner Künstlerin
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und äh die macht eben insgesamt sehr viele digitale Kunst und und A und man kann da drunter durchgehen und dann sieht man das immer aus ganz vielen verschiedenen Perspektiven. Viel Spaß. Ja ist ungefähr so um sechs Meter.
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Lang. Ja und wenn wir das jetzt einmal gut umgesetzt haben, dann haben wir,
47:05
unseren Case sozusagen wissen wie's geht, haben ganz viel gelernt, wirklich viel gelernt über Programmierung und Dateiformate und so weiter und dann können wir das auch öfter machen.
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Du Liebe und
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Ich freue mich total, dass wir uns nicht Augmented Reality mäßig gegenübersitzen, sondern wirklich real life und äh ganz in echt und in Farbe und total erste Reihe runter, das ist mir einfällt. Ist hier so schön kennengelernt haben.
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Ganz viel über MeetFreeder ausgetauscht haben. Herausgefunden haben, was du für eine lustige Mama hast. Wofür Mietfrieder steht?
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Ja ich freue mich riesig, dass wir 2 August 2020 total geborene. Na jetzt hier zusammen gefunden haben. Dank dir ganz herzlich für deine Zeit
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Danke dir. Cool.
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Music.
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Ihr habt Fragen, Anmerkungen und Feedback? Dann schreibt mir gerne eine E-Mail an Claudia at die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE.
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Und wenn ihr mögt, dann freue ich mich sehr über euer Like und eine Bewertung.
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Ihr möchtet weitere Informationen? Dann schaut auf meiner Website unter WWW die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE. Und nun von Herzen.
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Music.