Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1940: Herz und Reiz [transcript]


Ihr kennt diesen Moment.

Ihr steht vor einem Werk und spürt: hier wurde unsichtbares sichtbar gemacht.

Gedanken, Gefühle, Stimmungen, Phantasie und vermeintlich Verlorenes wurde auf Leinwand übertragen. Bewegungen und Erinnerungen in Form und Skulptur gebracht.

Ihr möchtet stundenlang vor diesem Werk stehen, eintauchen, es verstehen, suchen, vielleicht finden, einfach treiben lassen…

Ihr seid fasziniert, möchtet verstehen… diesen Moment nicht mehr hergeben.

Euer Herz sagt… Ich möchte, dass dieser besondere Moment Teil deines Zuhauses wird.

Und dann kommt der Verstand…. Der diesem Reiz, diesem Verlangen einfach nicht nachgeben will…

Ehrlich gesagt: Ich mag diesen Moment gar nicht gerne, wenn ich mich insgeheim fragen muss… Kann ich mir denn diesen schönen Moment in meinem eigenen Zuhause leisten?

Möglicherweise kann ich mir die ersehnte Kunst von Brigitte Kowanz, Michael Sailstorfer, Jenny Brosinski, Carsten Fock oder Friedrich Kunath gar nicht leisten… Ich bin mir sicher, der ein oder andere kennt diese Frage auch nur zu gut…

Gibt es denn für dieses Dilemma eine Lösung?

Na klar… Mit dieser Episode stelle ich euch Sebastian Vogel vor, einen faszinierenden  Mensch, dessen Herz von Kindesbeinen an für die Kunst geschlagen hat. Und der nach der ein oder anderen Station, dem Reiz oder besser seinem inneren Wunsch folgend nun mit den bemerkenswertesten Künstlern unserer Zeit eng und freundschaftlich zusammenarbeitet…um die Liebe zur Kunst im eigenen Heim doch dem ein oder anderen zu ermöglichen.

Und wie ihm dies gelingt, das erfahren wir nun direkt von Sebastian.

 

 


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 2022-04-22  1h7m
 
 
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Music.
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Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst.
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Freue mich, dass ich euch an dieser Stelle mit der Zoom-Stimme des Fotografen Hauke Dressler auf ein wichtiges Herzensprojekt aufmerksam machen kann.
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Lieber Hauke, schön, dass du da bist. Ja, hallo Claudia.
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Freue mich, dass ich bei dir sein kann. Mein Name ist Hauke Rössler. Ich bin Fotograf und ich bin hier in der Rolle als.
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Botschafter, so sind wir aufeinander getroffen als Botschafter für den Fotowettbewerb Demenz Neuseen. Und Demenz neu sehen und sich zum Ziel gesetzt, das
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Bild der Krankheit, Demenz von dementieller Erkrankten in der Öffentlichkeit neu zu gestalten mit diesem Fotowettbewerb und den Ergebnissen versuchen wir
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in der Öffentlichkeit zu zeigen, was unsere Erfahrungen mit Demenz sind und sammeln tolle Bilder ein, die eigentlich positive Erlebnisse
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in dieser Krankheit zeigen sollen. Das versuchen wir jedenfalls ich selbst bin Angehöriger gewesen, mein Vater ist vor,
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knapp zwei Jahren verstorben und ich habe über Jahre meinen Vater fotografisch begleitet am Anfang dadurch motiviert, dass ich dachte, ich
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sammeln bisschen was für so ein privates Familienalbum ein und fotografiere ihn mal, habe ihn dann auf eine Reise eingeladen und im Nachhinein habe ich.
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Dann diese Bilder ein Magazin von Geo gezeigt und
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gesagt, das wollen wir sofort veröffentlichen und ich habe eine solch dermaßene Resonanz auf diese Geschichte bekommen, wie ich sie noch nie hatte. Also ich habe noch nie was persönlicheres fotografiert und gezeigt und ich habe auch noch nie so viel Resonanz bekommen
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Das
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hat mir den Anstoß gegeben, mich mit Fotografie meinem Vater weiterzubegleiten, ihn auch mit den Bildern in positiver Erinnerung zu behalten und könne ganz viele tolle Momente einsammeln, die ich jetzt jederzeit wieder rausholen kann
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und
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diese zu teilen. Das hilft anderen Demenzangehörigen, wenn ich das heute zeige, in einer Rolle als Botschafter für den Fotowettbewerb. Es hilft aber auch meinen Töchtern, denen ich das zeige, dass wir uns an positive Erlebnisse
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hilft meiner Frau mit ihren Eltern umzugehen hat Wirkung in ganz viele Richtungen und insofern bin ich voll davon überzeugt, dass Fotografie ein tolles Mittel ist um sich eine,
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Krankheit eigentlich fast jeder Krankheit anzunähern und die positiven Dinge zu behalten und die Krankheit ein bisschen vergessen zu machen. Ganz ganz herzlichen Dank für deine sehr persönlichen Worte.
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Ich hoffe, dass sich nun viele Hörende eingeladen fühlen, ihren Beitrag zu dem Fotowettbewerb Demenz neu sehen.
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Einem Projekt des Vereins Desideria Care einreichen. Die Sederia Care setzt sich für die Angehörigen von Menschen mit Demenz ein.
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Alle Infos dazu findet ihr unter WWW Punkt demenz neu sehen Punkt DE.
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Einsendeschluss, des Fotowettbewerbs ist am fünfzehnten Juni zweitausendzweiundzwanzig.
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Und nun wünsche ich euch viel Freude beim Hören der Folge Herz und Reiz mit Sebastian.
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Music.
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Und Reiz. Ihr kennt diesen Moment. Ihr steht vor einem Werk und spürt hier wurde Unsichtbares sichtbar gemacht.
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Gedanken, Gefühle, Stimmungen, Fantasie und vermeintlich verlorenes wurde auf Leinwand übertragen.
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Bewegungen und Erinnerungen in Form und Skulptur gebracht.
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Ihr möchtet stundenlang vor diesem Werk stehen, eintauchen, es verstehen, suchen, vielleicht finden, einfach treiben lassen.
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Ihr seid fasziniert, möchtet verstehen, diesen Moment nicht mehr hergeben.
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Euer Herz sagt, ich möchte, dass dieser besondere Moment Teil deines Zuhauses wird und dann kommt der Verstand.
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Der diesem Reiz, diesem Verlangen, einfach nicht nachgeben will.
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Ehrlich gesagt, ich mag diesen Moment gar nicht gerne, wenn ich mich insgeheim fragen muss, kann ich mir denn diesen schönen Moment in meinem eigenen Zuhause leisten?
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Möglicherweise kann ich mir die ersehnte Kunst von Brigitte Kovans, Michael Seilsdorfer Jenny Brosinski, Karsten Fock oder Friedrich Kunert gar nicht leisten. Ich bin mir sicher, der ein oder andere kennt diese Frage auch nur zu gut.
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Gibt es denn für dieses Dilemma eine Lösung? Na klar.
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Dieser Episode stelle ich euch Sebastian Vogel vor. Einen faszinierenden Menschen, dessen Herz von Kindesbeinen an für die Kunst geschlagen hat,
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Und der nach der ein oder anderen Station, dem Reiz oder besser seinem inneren Wunsch folgend, nun mit dem bemerkenswertesten Künstlern unserer Zeit, eng und freundschaftlich zusammenarbeitet.
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Um die Liebe zur Kunst im eigenen Heim doch dem ein oder anderen zu ermöglichen.
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Und wie ihm dies gelingt, das erfahren wir nun direkt von dir lieber Sebastian.
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Bitte stell dich und deinen Weg doch einmal vor. Ja hallo zusammen. Ich freue mich natürlich auch bei dir, liebe Claudia zu sein und dass wir hier zusammen sitzen bei Vogel Art in München und wie du schon sagtest,
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ist es eine Herzensangelegenheit hier für mich. Es ist die Liebe zur Kunst vielen Menschen zu öffnen. Ich selber habe früh angefangen zu sammeln und bin in einem Künstler
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Kunstumfeld aufgewachsen und ich weiß, wie es ist sich verlieben zu können, nicht in einen Menschen nur, sondern auch in einem Kunstwerk und dieses Kunstwerk haben zu wollen.
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Als Kind saß ich auf einer Kunsthalle Düsseldorf immer vor demselben Werk. Welches? Von Jean-Merau ein Bild und ich habe jedes Mal eine Postkarte gekauft. Meine Mutter ist ausgeflippt, weil ich hatte so viele Postkarten von einem selben Bild.
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Es war für mich riesig, es war das schönste Bild für mich. Ich war dann irgendwann nicht mehr in der Kunst, also das war so, als ich Mitte 20 war, vor drei oder vier Jahren war ich mal wieder in der K einundzwanzig Kunstsammlung und da hing es immer noch.
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Und da dachte ich mir, wow, ist das Bild klein. Weil ich hatte es anders in Erinnerung, ich hatte es wirklich so doppelt so groß, da war so groß nennen, aber es war immer natürlich noch ein.
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Wahnsinnstolles Bild und das ist bis heute in meinem Kopf drin und genauso die Kunst, die wir zu Hause haben. Damit bin ich groß geworden und.
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Es ist ein Teil meines Lebens mit der Kunst groß geworden zu sein und sie auch lieben gelernt haben. Ich kann mir das gar nicht vorstellen.
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Haus zu leben ohne Kunst. Und diese Leidenschaft hatte ich immer mal. Vor meinem ersten Gehalt
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er hat sich noch in der Werbung tätig war, habe ich Kunst gekauft. Es ist, wie du schon beschreibst, wenn man vor etwas steht
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ob sie eine Skulptur ist. Ja, es kann auch einfach nur das Meer sein, wo man ja drauf schaut, wo man einfach nicht mehr loskommt. Was bei mir genauso ist, ob ich jetzt am Meer sitze, komme ich nicht mehr los, aber vor einem Kunstwerk auch und ich will es oftmals haben.
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Manchmal ist einfach der Punkt, ich kann es mir nicht leisten.
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Und dann denke ich mir so, fuck, ich will es aber. Ich ich habe mich dran verliebt. Und da gibt's auch kein Ende, ob jetzt ein Kunstwerk zu Hause hat oder fünf oder zehn.
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Es ist ja eine Liebe am Ende des Tages.
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Und ich war 20 Jahre lang in der Werbung und habe immer diese Liebe verfolgt und mit meinem Mann haben wir diese Liebe umgesetzt, dass wir quasi ganz viele Kinder haben.
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Irgendwann habe ich gesagt, okay, mach deine Leidenschaft zum Beruf und viele Freunde von uns sagten immer Sebastian, mach doch was mit Kunst.
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Ihr habt so ein tolles Auge, was ich als Kreativdirektor schon in der Werbung hatte, musste ich immer natürlich viele Fotos auswählen bei Fotoshootings und genau das war ja diese Leidenschaft auch zu übertragen auf meinen
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Neues Leben, was ich seit 2016 habe, die Kunst.
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Sich mit dieser Kunst auseinanderzusetzen, zu leben, Künstler kennenzulernen, eigene Edition zu produzieren. Es war ein Traum. Daran habe ich vor acht Jahren nicht gedacht, dass das.
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Wir so umgesetzt haben und dass ich mit dieser Leidenschaft so viele Menschen glücklich machen konnte bisher. Das ist eine Riesenfreude. Du hast
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ganz am Anfang erzählt, dass du in einem kunstnahen Haus aufgewachsen bist. Das finde ich total spannend, weil oft ist es so, dass mir Gesprächspartner begegnen, die sagen, ich komme aus einem Kunstfernhaus.
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In was für einem Haus bist du denn aufgewachsen, waren dort Künstler oder oder Galeristen oder,
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Mit wem bist alles mit ihm? Äh mein Onkel ist selber Künstler
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und seine Frau auch, haben beide Ende der siebziger Jahre, achtziger Jahre, sehr viel in Museen ausgestellt, waren aktiv, haben in Essen an der Vollkorn-Akademie auch studiert, kommen aus Hagen, hängen immer noch bisher im Osthaus-Museum. Von beiden hängen dort arbeiten.
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Und Sie haben mich schon geprägt. Ich habe,
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Kellnert im Kunstraumhagen, den sie mit gegründet haben. Sie war mit Gründungsglieder. Meine Mutter malte als eher Hobbymalerin, aber mit einer großen Leidenschaft. Sie hat mich zu,
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allen möglichen Galerien mitgeschleppt. Ausstellungen war selber in Kunstvereinen pausenlos, ist heute noch sehr aktiv in dem Ganzen, sammelt selber Kunst. Unser Haus war voller Kunst von
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Künstlerfreunden von meiner Mutter, von Künstlern, die wir besucht haben und das war so immer.
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Ja ein Teil von uns und ich habe da war ich keine 1 Jahre alt. Die Retrospektive von Andy Warhold im Museum Ludwig in Köln erlebt. Das war wahnsinnig toll. Ich bin heute immer noch dankbar, dass ich diesen bunten Katalog habe, weil ich immer noch für mich einfach
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Erinnerung ist, ja da war ich. Ja,
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Das ist äh die Leidenschaft, die da natürlich drin steckt. Aber als Kind in diesen Museen zu gehen und dort das zu erleben, äh das Glück zu haben vor allem, weil,
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In Deutschland ist das nicht normal, finde ich. Also wir waren vor zwei Tagen in Mailand. Die Prade von Nationen, der Pirelli-Hangar, wie viel Schulklassen da durchgelaufen sind, von kleinen bis großen.
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Das erlebe ich in Deutschland nicht
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oder sehe ich nicht, nicht weil ich zu wenig ins Museum gehe, glaube die Bildung ist hier einfach miserabel in Deutschland, was die Kultur betritt und Kunst, dass dort einfach viel mehr
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getan werden müsste und könnte aber, da könnte man Stunden drüber reden. Hast du als Kind davon geträumt, selber Künstler zu werden oder in der Kunst und Kulturszene zu wirken? Ja, total.
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Also es war von vornherein irgendwie klar, dass ich irgendwas dort machen möchte und wollte. Nicht nur, weil ich's spannend fand und faszinierende Menschen kennengelernt habe, schon als 14-jährige oder Zehnjähriger, äh wo ich gekellnert habe in dem Kunstraum Hagen, bei meinem Onkel
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es war.
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Irgendwie war ich selber gemalt habe auch und selber Grafikdesign gemacht habe und früh schon selber Bilder verkauft habe. Aber ich habe mich nie als Künstler gesehen. Ich habe mich zwar in der Kunstakademie Düsseldorf beworben und wurde auch angenommen,
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aber es hat mich nie gereizt.
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Ich habe dann lieber Grafikdesign studiert. Es war halt einfach das, was ich einfach viel, viel spannender fand, zu sagen, okay, ich studiere etwas, womit ich
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Geld verdiene. Es war vielleicht irgendwie auch blöd. Im Nachhinein war ich bin ich kein Künstler. Ich bin ein Kreativer. Ja, ich bin jemand, der viele tolle Werbekampagnen entwickelt hat. Ja, die Kunst verstehe
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bisschen tiefste Pore über 2000 Fotoshootings betreut und begleitet habe, Konzepte dafür entwickelt habe und ich glaube, da ist meine Stärke drin und nicht
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ich ein Künstler bin. Deswegen bereue ich das nicht, dass ich nicht auf die Kunstakademie gegangen bin, sondern auf eine Werbung-Medien-Akademie gegangen bin Marquardt in Dortmund
12:00
Ach guck, ich war auf der in Köln. Okay, ich trotzdem war die Kunst immer da. Ich habe mich inspiriert, als ich Art Direktor war, junger Grafiker, bin ich oft in der Mittagspause in Museen gegangen und habe mich da inspiriert, um Konzepte zu entwickeln für die Werbekampagnen oder.
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In welchen Agenturen warst du dann? In vielen
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Ich habe angefangen bei Springer Kobe in London. Da hatte ich das Glück, dass ich zwei wunderbare Chefs hatte, die mich gleich nach Düsseldorf zu TBWA mitgenommen haben.
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Aus ging's nach Frankfurt zu McCen. Och.
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Da warst du ja auch ähm und von der McCain bin ich zurück nach Düsseldorf zu BBDO, was eine wunderbare Zeit auch war und irgendwann hatte ich aber
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Das Rheinland, wo ich aufgewachsen bin, auch massat, ich brauchte eine Pause.
12:45
Und hatte das Glück, dass Jungformat mich in Stuttgart angenommen hat für jeder sagte so, oh mein Gott Stuttgart. Mhm. Was die beste Entscheidung meines Lebens war, war ich dort meinen Mann kennengelernt habe und geheiratet habe. Herzchen in ja, total.
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Und dann begann eigentlich das eigentliche Leben, kann man so sagen und wir sind aber relativ schnell nach München gezogen und
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dort war ich auch in einigen international großen Werbeamturen tätig und habe aber irgendwann festgestellt, so es reizt mich nicht mehr.
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Es sind immer dasselbe. Die Kunden haben gar keine Ansprüche mehr oder die.
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Themen wiederholen sich so schnell. Die Anreize, wie viele es in der Werbung haben als Kreativdiktor, Art Direktor, Preise zu gewinnen, wie den Cannlöwen oder einen ADC, einen Nagel.
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Gab es bei mir nicht. Das hatte ich auch ich habe die Sachen bekommen, habe das Glück gehabt, dass ich wirklich auch einige Preise erhalten habe, aber der Alltag.
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Fand ich so langweilig geworden.
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Und da kam halt die Idee auf Vogel Art, weil wir selber, mein Mann und ich als Kunstsammler zu dem Zeitpunkt noch immer festgestellt haben, oh mein Gott, diese tolle Arbeit, die ist so schön.
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Kann ich mir nicht leisten
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Wo kann ich mir quasi eine Edition kaufen? Und da gab es gar nicht so viel oder gibt es gar nicht so viel Möglichkeiten in Deutschland. Damals auf jeden Fall so 2tausendzwölf, 2015 jetzt seit
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Online war das Thema überhaupt nicht gefragt. Es gibt natürlich sensationelle, gute Plattformen, wo man gucken kann
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Wenn man sich nicht richtig tief damit auseinandersetzt, gibt es nicht viele Möglichkeiten, wirklich Kunst zu kaufen,
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als junge Leute, weil man denkt, okay, in eine Galerie gehe ich rein, da guckt man mich mitm Arsch nicht an, auch das hat sich Gott sei Dank in vielerlei Hinsicht verändert.
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Wenn man damit anfängt über dem Sofa was zu kaufen oder wenn man schon so wie ich damals schon mehrere Kunstwerke hatte schon übers Bett äh das auch äh ja wo kann ich noch was hinlegen? Ist es die Gästetoilette äh wo inzwischen auch glaube ich,
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Zwölf Werke hängen. Ich liebe das. Ich liebe das, wenn ich zu Menschen komme,
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die sich mit Kunst beschäftigen dann auf die Gästetoilette zu gehen. Gästetoilette äh mein Partner Onkel hat damals gesagt,
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hängen die besten Werke auf die Gäste, weil die sieht jeder. Das haben wir nicht zwar, es hängen auf der Gästetoilette aber auch tolle Arbeiten von André Wutzer, Erwin Wurm, Jack Pearson, ähm
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und noch ein paar anderen Tollen, wo man auch denkt, okay, die Gästetoilette muss sehr, sehr groß sein. Nein, es ist wirklich sehr klein und das nächste Werk kommt auch an die Decke dort, weil äh
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wir haben keinen Platz mehr oder aber mein Appell an alle zuhörenden Architekten und Architektinnen bitte plant
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zukünftig Gästetoiletten mit ausreichend Wand keine Wandleuchten, keine Wandleuchten. Ich liebe sie zwar auch, von den ein oder anderen Designer, aber.
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Bitte keine Wandleuchten. Nach der Kunst, erst die Kunst und dann die Wandleuchte. Ja, verstehen wir. Ich merke das. Ähm ja, oftmals komme ich zu jemand nach Hause, will ein Bild hängen und da ist aber eine Wandleuchte. Wie kriegt man die weg?
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Wandleuchten, das ist keine Kunst. Das ist ein Objekt und das ist soll helfen, Licht zu schaffen. Wenn man's verbindet, ist das schön, aber einzeln nicht.
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Also von der Gästetoilette gut, bei uns hängt natürlich inzwischen viel, aber trotzdem ist es so, dass natürlich
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Kunst, die wir schön finden, oftmals unerschwinglich sind. Es gibt so tolle Künstler, von denen ich gerne was hätte. Ein Original kann ich mir einfach nicht leisten, eine Tracey Emmon werde ich mir nie leisten können. Da muss ich schon im Lotto gewonnen haben und selbst dann ist es schwer, eine Arbeit von ihr zu bekommen. Die Editionen geben aber die Möglichkeit, dass man von ihr etwas
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besitzen kann, haben kann, woran man sich verliebt hat. Genauso arbeiten wie von Künstlern, die wir im Programm haben, wie ein Friedrich Kunert, der,
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für viele unerschwinglich ist oder eine Arbeit von Max Frintrop, ein wunderschönes, großes Gemälde, zum Teil, ja, liegen die zwischen 20, 30.000 Euro und mehr, das.
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Können sich viele junge Leute nicht leisten. Wenn sie aus dem Job kommen und möchten, aber was ganz gerne in ihrer Wohnung haben, denn.
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In Deutschland ist die Kultur etwas anders als in,
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England, Frankreich, Italien oder auch Spanien, wo das Thema Editionen viel, viel stärker ist, wo die Leute Kunst an den Wänden haben. Das hat mit viel auch wieder mit der Kultur in Deutschland zu tun.
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Wo auch gar nicht mal dran drüber nachdenkt, ah gibt es das auch als Edition?
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In den Ländern ist es völlig natürlich, in wie viel Wohnungen komme ich da und da hängt Kunst.
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Allein in München für die Wohnung komme ich rein, es hängt keine Kunst.
17:17
Hängt da vielleicht schon jemand zum Einstieg, wenn man sagt okay ich kann mir gerade noch das Poster von Ikea leisten, dann kommt der nächste Schritt Lumas was ein sensationelles gutes Konzept ist
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muss ich einfach sagen. Habe zwar noch nie was da gekauft, aber ich finde, das Konzept sehr gut und dann ist eigentlich der nächste Schritt.
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Die Galerie, wo die Künstler ihre Arbeiten ausstellen, wo wunderbare Shows sind und wo die Galerien ein wahnsinnige tolle Arbeit leisten.
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Aber dazwischen.
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Muss man schauen. Da muss auf den Markt schauen, wo gibt es was und wenn ich in einer Ausstellung in ein Museum gehe und dann dort ein Künstler sehe, denke ich mir, wow, ein Thomas Hof, wie toll.
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Kostet aber 90.000 Euro und dann gehe ich zu der Galerie wo es äh Thomas Ruf gibt und kann's mir immer noch nicht leisten, würde ihn gern haben.
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Aber es gibt Thomas Ruf auch für zweieinhalbtausend Euro. Auch die Arbeit, vielleicht die im Museum hängt als Edition in einer kleinen Auflage von vierzig, also nicht,
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Posterware, sondern wirklich eine Fotografie, auf die aufgezogen in High End. Und da haben wir gesagt, wir wollen,
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mehr Editionen auf diesen Markt bringen. Damals 2016 mit einer Online-Galerie, was wir auch bis heute ja durchziehen. Wir kaufen die Werke online und haben ein Showroom in München, wie du ja siehst gerade, wo du dich gerade auch befindest,
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wo man diese Arbeiten erwerben kann. Kaufen kann online oder auch bei uns hier live anschauen kann und man hat einen echten Thomashof und viele sagen, oh, das ist eine Edition.
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Das ist ja kein Kunstwerk. Nein, eine Edition ist von dem Künstler ein extra dafür produziertes Werk oftmals ist es natürlich bei Fotografie ein Abzug, was vielleicht in einer kleineren Format ist und das in einer Editionsauflage von 40 zum Beispiel.
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Trotzdem ist es eine Arbeit von dem Künstler. Signiert nummeriert, denn die Fotografien sind immer,
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in der Auflage von drei oder mehr. Bei vielen Fotografen.
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Ist es aber auch so, dass sie exklusiv eine Fotografie machen, dient die es nur als Edition gibt mit Paul Hatschützner, haben wir eine Fotografie gemacht, eine Zonenauflage von zwanzig. In einem speziellen Rahmen, in einem speziellen Format, was abweicht von seinen klassischen Formaten.
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Dadurch ist es etwas ganz, ganz Besonderes und wir dürfen nicht vergessen, es ist eine Editionsauflage von zwanzig.
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Und wir sind paar Billionen Menschen auf diesem Planeten.
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Das heißt, diese 20 Werke sind wie Unikate. Mhm. Und das wollen wir einfach vermitteln. Wir wollen die Möglichkeit,
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den Leuten geben, ein Teil von den Künstlern auch zu haben, ein Teil Seele sage ich auch immer dazu, weil das ist ja das, was die Künstler da auf,
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Leinwand als Fotografie herausbringen.
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Ist ein Teil Seele von ihnen. Ich wollte grad fragen, wie ist das Gefühl für den Künstler eine Edition seines Werkes zu schaffen? Ist es
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ich vervielfältige eine Besonderheit oder ist es der Gedanke, ich freue mich, dass einfach
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Mehrere Menschen die Möglichkeit haben, sich mit meinem Werk zu beschäftigen. Das Letztere, absolut das Letztere. Ich nehme mal das Beispiel Friedrich Kunert nochmal. Friedrich Kunert, eine Arbeit
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innen der Größe von 50 mal 70 liegt weit über 20.000 Euro, wenn nicht sogar 30.tausend Euro. Das können sich sicherlich viele nicht leisten.
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Der Großteil der Menschen und Friedrich, mein Mann und ich saß zusammen sagten, hey, wir wollen eigentlich mehr junge Leute ansprechen
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die sich ein Friedrich Kunert leisten können. Und da kam halt die Idee 2tausendachtzehn, wir machen eine ganz besondere Edition mit ihm.
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Zwar auch nur eine 5undzwanziger Auflage, auch eigentlich elitär, klein, wir wollen ja keine Massenware rausbringen, es soll auch eine Qualität haben und damit die Qualität auch stimmt, haben wir,
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wunderbaren Druck gemacht, auf Holz aufgezogen, handlasierter Rahmen, geguckt, was wir da machen können
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und Friedrich hat dann auf jeder Arbeit drauf gemalt.
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Dadurch ist es ein Unikat geworden. Es hat immer noch sehr viel Geld gekostet, die starteten wir mit 2800 Euro. Das war für viele oder ist für viele sehr, sehr viel Geld.
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Und ich kenne nicht viele, die sie für 2800 Euro in Kunstwerken jederzeit leisten können und.
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Ich glaube, dadurch haben wir natürlich diese Edition für 2800 Euro eine andere Zielgruppe erreicht.
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Es haben auch ein paar große Sammler natürlich diese Edition haben wollen, weil sie wissen, was das bedeutet. Eine unikatäre Arbeit quasi äh von Friedrich zu haben, weil der Wert eigentlich viel, viel höher war. Aber darum ging's gar nicht Friedrich, darum ging's auch uns nicht.
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Ging nicht um. Oh wir machen nämlich jetzt richtig fett Geld, weil natürlich hätten wir auch zehn.tausend Euro vielleicht für diese Arbeit verlangen können.
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Aber wir wollen dir eine andere Zielgruppe ansprechen, die in den Markt eintritt, die davon träumt, eine solche Arbeit zu haben.
22:10
Und das Faszinierende war bei unserer zweiten Edition mit Friedrich, die wir 2021 ausgebracht haben. Von den 25 Arbeiten sind allein fünf Arbeiten hinter den Händen von Künstlern.
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Da haben wir was getauscht oder da haben wir gesagt, okay, ihr bekommt die.
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Wir finden eine Lösung, weil sie sich das auch vielleicht nicht leisten konnten. Das war das viel schönere für Friedrich als auch für uns, dass wir sagten, hey, es haben nicht nur
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Endkunden quasi gekauft, Kunden von uns oder Sammler leidenschaftliche Kunstliebhaber oder Fans von Gefried Friedrich, sondern auch Kollegen von ihm. Und das ist natürlich auch noch was Schönes, dass der Respekt gegenüber einer Edition so von den
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Kollegen entgegenkommt und das sehe ich inzwischen bei vielen Editionen von uns, wo Künstler Kollegen dann untereinander die arbeiten, auch die Edition haben wollen, was ich total,
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sensationell finde. Ich glaube, das spricht aber auch für die besondere Sprache eurer Edition. Es ist ja nicht einfach nur ein
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Print, ein Duplikat, sondern es ist ja immer noch eine spezielle, handschriftliche Note dabei. Absolut, das war auch einer unserer Kriterien, die wir von vornherein gesagt haben, wenn wir eine Edition produzieren wollen.
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Wir haben 2016 Vogelart gegründet,
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haben am Anfang Edition von einer Galerie mit reingenommen, was wir heute immer noch tun. Wir arbeiten mit vielen tollen Galerien zusammen von Knust, Kunstgalerie, Galerie Klüsa, Schäfer Grafiks in Kopenhagen, Borch Edition,
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und vielen anderen Galerien. Weil wir natürlich
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unseren Kunden nicht nur unsere Edition anbieten wollen, sondern wir wollen ihnen in Vielfältigkeit anbieten, die wir nicht nur mit unseren Editionen, die wir herausbringen, äh geben können.
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Aber die Edition, die wir herausbringen, sind für uns wirklich Kinder, Babys, womit wir anders umgehen und es war für mich von vornherein klar, die ich sage, wenn wir eine Edition machen,
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möchten wir es der Künstler der etwas Besonderes mitmacht.
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Diese Arbeit übermalt, schlägt irgendwas mit Macht oder wenn's eine Fotografie ist wie bei Polar Sieveding oder Brigitte das ist diese Wahrheiten nur einmal gibt
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Das heißt eins von eins. Es war eine Serie auf 16 bei der Brakete Kovans.
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Aber diese 16 Arbeiten sind alles Unikate, denn diese 16 Stück sind jeweils nur einmal produziert worden in einer Farbe.
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Das heißt, es ist nicht nur einfach eine Edition. Und das war am Anfang ganz spannend, wie die Künstler auch damit umgegangen sind, reagiert haben, weil natürlich der Wert.
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Eigentlich fast identisch sein müsste mit denen arbeiten, die sonst unbezahlbar sind und das haben aber die Künstler auch bis heute getragen und verstanden, dass wir dadurch eine ganz andere Zielgruppe erreichen.
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Und das macht das Spannende aus, wie auch bei Carsten Fock, der allerersten Edition, der hat mit einer Leidenschaft da, wie alle anderen Künstler auch, wirklich gearbeitet und wir waren völlig
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geplättet, weil jede Arbeit der 15 Stück, die er bemalt hat von den drei Motiven,
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ist wirklich ein Unikat geworden und das gilt wirklich für alle Edition und den Künstler, mit denen wir zusammen am oder Fabian Treiber,
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Wir nehmen uns wirklich trage dafür Zeit, um diese Edition zu produzieren,
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auch der Prozess dahin dauert, aber das ist ein weiteres Thema. Die erzählen mir davon, da bin ich ganz neugierig, wenn ich mich hier in deinem sagst du Showroom, ich sage dazu Showroom, andere sagen, es ist eine Galerie.
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Ich sehe mich nicht als Galerist, weil ich bin Publisher für Editionen.
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Ich habe das Glück, dass mir auch viele unserer Künstler in die Unikate geben oder ihre Galerien mir ihre Unikate zur Verfügung stellen.
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Weil natürlich der Einstieg sind die Editionen. Irgendwann wächst derjenige heraus und sagt der dann schon drei oder vier Editionen bei uns gekauft hat und sagt hm.
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Von dem Künstler würde ich aber jetzt ganz gerne auch mal ein Unikat haben. Kannst du mir das
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besorgen und dann natürlich spreche ich damit den Galeristen oder mit den Künstlern, wie kommen wir da zusammen? Auch da gibt es Möglichkeiten. Aber das ist ein anderes Thema. Im Showroom präsentieren wir hier
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hundert Quadratmetern alle Editionen, die wir herausgebracht haben und die es noch gibt und natürlich Edition von unseren Partnern.
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Wenn man sich diese einzelnen Werke anschaut, dann sieht man hier bei Jenny Brosinskis neue Edition, da ist was draufgeklebt. Ich frage mich, wie wie schaffst du denn diesen Prozess? Wie findest du,
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dem Künstler den Weg zu dieser Edition
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plauder aus dem Nähkästchen. Es ist gar nicht so ein großes Geheimnis. Ich setze mich mit den Künstlern natürlich intensiv auseinander. Was sind deren Arbeiten? Was sind ihre Techniken? Was ist ihre DNA?
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Und die möchte ich auf die Edition übertragen. Ich könnte jetzt nicht von jemanden, der in Bronze arbeitet, auf einmal eine Edition machen auf Papier.
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Kann man machen, ja. Ich möchte aber natürlich etwas verkaufen, was typisch der Künstler ist, seine DNA,
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aber in abgewandelter Form und wie schon einleitend sagt, für mich ist es wichtig, dass die Editionen nicht nur einfach ein Druck sind.
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Unterschrieben sind. Eine Lithografie ist eine wunderbares Unikat, was viele nicht wissen oder nicht verstehen. Das ist etwas, was nur der Künstler für diese Edition geschaffen hat und dasselbe gilt bei den,
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die wir rangehen, um den Prozess zu beschreiben. Wir setzen uns natürlich mit den Künstlern auseinander. Die, die wir kennen, da setzen uns alle die zwei Jahre zusammen und wir versuchen alle zwei Jahre mit den Künstlern eine neue zu machen.
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Bei neuen Künstlern, da ist ein Lernprozess zusammenkommen.
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Der dauert. Das kann zwei Jahre dauern, das kann ein Jahr lang dauern, weil man sich immer wieder trifft, Austausch, was ist das Beste, was macht Sinn für die Edition?
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Da ist ein gutes Beispiel die Jan-Ode Schiemann Edition, ein großartiger Künstler unter anderem von Amine Rech und vertreten.
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Und er ist sensationell. Ich habe ihn entdeckt bei Nino mir in Los Angeles. Wir haben uns getroffen,
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dreimal insgesamt in seinem Studio in Köln mit meinem Mann zusammen und wir waren uns relativ schnell einig, dass wir zusammen eine Edition machen wollten. Der Prozess dahin einfach nur eine Adaption von einem seiner großen Werke und die zu sagen, okay, die bringten wir.
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Und er malt wieder drüber. Das machen wir öfters, aber bei ihm war einfach ganz klar von meiner Seite.
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Steckt noch was ganz anderes drin. Seine Arbeiten haben verschiedene transparente Schichten. Sie mit Schablonen überarbeitet, die in seinem Studio sehr viel rumliegen. Und da kam schnell die Idee,
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hey,
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Warum machen wir nicht eine Edition mit seinen Schablonen? Sein Original Schablonen, die er für die anderen Werke, für die Unikatären, Großen, für die Museen, für die Ausstellung in Los Angeles oder Brüssel oder Berlin.
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Zeigt und nutzt zum Arbeiten. Und da war ganz schnell klar, okay.
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Edition, die muss diese Schablone beinhalten.
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Und da hatten wir dann viel ausprobiert, bis wir dann zum Schluss kamen, dass wir eine dieser großen originalen Schablonen von ihm ausm Studio Namen und vor einem Bild hingen.
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Wir waren alle fasziniert davon. Wow, sowas gab's doch nicht. Das ist ja im Grunde die Umkehrung seiner Arbeit, dass wir die Schablone nach vorne holen, die ja vorher nur ein,
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Ein Beiwerk war.
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Um dieses Kunstwerk, was er sonst malt, zu schaffen. Und so ist diese Edition entstanden. Wir haben 16 seiner Originalschablonen, die er für andere Kunstwerke nutzte, genommen
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dieser vor einem Print gesetzt in einer sehr hochwertigen Qualität und den gerahmt. Und die Arbeit ist einfach nur ja,
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Eine sehr intime Arbeit von ihm und so war der Prozess und wir machen uns wirklich Gedanken mit den Künstlern zusammen, setzen uns hin und sagen, was macht Sinn? Was macht auch Sinn zu verkaufen?
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Man könnte natürlich auch Experimente immer wieder machen und sagen okay, wir machen etwas, was kein Mensch kauft, aber was geil ist.
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Da bin ich zu sehr dein Kaufmann und sage mir, nö, also äh ich will schon was produzieren, was auch die Leute kaufen wollen und das andere ist, wo mein Mann und ich hinter stehen, weil die,
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Arbeit muss mich berühren und wenn Sie mich berührt dann kann ich sie auch verkaufen. Bist du schon mal an technischer Herausforderung gestoßen, die,
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schaffe ich mir selber. Und wie löst du sie? Ähm indem ich experimentiere und auch nicht nur technische Herausforderungen auch natürlich was kostet eine 15 Kilo Bronze in der Produktion, damit wir sie noch als Edition verkaufen können.
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Weil eine Bronzearbeit wie von Michael Salzdörfer
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man in Amerika vielleicht bezahlen, alleine für die Produktion den Preis und da muss man sich Überlegungen beschaffen und mit vielen Leuten sprechen, äh bis man dann sagt, okay, ja
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dann machen wir das und dann ist es wieder das, was ich schon mal vorhin erwähnte, gar nicht das Geld verdienen, um an erster Stelle, sondern das, dass man eine Arbeit schafft, die von höchster Qualität und dass man sie Menschen anbietet,
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für einen fairen und
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ehrlichen Preis, der vielleicht auch viel zu niedrig ist beim Einstieg aber man eine große Freude damit vielen Menschen macht. Es wird die Heavy Cloud von Mich als Seisdorfer die Bronze produziert haben.
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Und viele zumindest, mein Gott, die ist ja viel zu günstig. Ich sag's euch, aber.
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Vielleicht für euch, die das Geld haben, aber für viele, die haben drauf gespart, haben bei uns in Raten das abgezahlt, was wir auch ab und zu mal machen, dass wir sagen, okay, wenn jemand sich eine Edition leisten möchte
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kann sich's aber ein noch nicht leisten. Wir finden einen Weg. Wir finden eine Lösung, weil mir ist das Wichtigste, dass die Leute.
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Wenn sie sich verlieben in ein Kunstwerk, sich's auch leisten können und wenn man dann,
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in sieben Braten. Also ich habe mich gerade in das, das, das und das. Gut, wir verhandeln es später. Ähm nein, aber es geht um Leidenschaft von Anfang an bei dem Prozess,
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Künstler mit dem zusammenzusitzen, dass man auf Augenhöhe sitzt, zusammen sich überlegt, was macht Sinn? Was ist auch,
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gerechtfertigt nachher, dass man nicht zu viel macht als Unikate. Ich weiß noch, ich saß mit Chris Soko zusammen, wir haben eine wunderbare Edition herausgebracht
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er fing an an dem Tag wo wir produziert haben im Studio die Blätter mit Öl-Sticks zu bemalen und ich hab genug gesagt mach nicht zu viel sonst ist es ein Unikat.
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Und er malte wirklich das gesamte Blatt voll. Ist es an jeder Stelle Öl drauf, vom Oestig bemalt worden.
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Gut, eigentlich könnten wir das Vierfache, Fünffache für das Blatt nehmen.
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Machen wir aber nicht, weil das war nicht die Idee. Die Idee war's, Kunstwerke.
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Für Menschen zu schaffen, die sich das sonst nicht leisten können. Du begleitest deine Künstler auch sehr lange, ne? Oh ja,
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Ich besuche sie regelmäßig und telefoniere, auch wenn's geht, regelmäßig mit ihnen. Ich bin nicht nur eine Quasseltante, ich bin auch jemand, der gerne zuhört, gerade bei den Künstlern.
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Und ähm möchte wissen, wie's ihm geht. Möchte wissen, wo ich helfen kann, wenn mal auf irgendwas ist. Für mich sind es.
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Freunde, Familie schon fast. Ich besuche sie einfach gerne. Tausch mich mit ihnen aus.
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Ja. Also wenn du Friedrich Kunert in Amerika besuchst, da würde ich mich als deine Reisebegleitung anbieten. Ja, wer weiß, vielleicht hast du die Chance ihn dieses Jahr in München mal zu sehen.
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Heute würde ich mich freuen. Ich habe das auf deiner Website gesehen, dass du ja auch die
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potentiellen Sammler oder deine Betrachter an den Atelierbesuchen teilhaben lässt. Ja, das ist mir wichtig natürlich, dass man draußen mitbekommt, dass wir nicht einfach nur hier sitzen und online unser Edition verkaufen.
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Nein, für mich ist es wichtig, dass man ein wenig sieht, wie die Künstler arbeiten, wie sie leben. Die Leidenschaft miterleben,
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Der Künstler hat aber auch umgekehrt, die wir mitgeben wollen. Wenn ich durch ein Museum laufe und Fotos mache und die in einer Instagram-Story zeige, ist es nicht nur für mich, ich möchte ja weiter vermitteln, ich möchte.
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Anderen,
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die Kunst zeigen, auch wenn ich sie gar nicht vertrete, auch wenn ich die Künstler nicht vertrete. Wir zeigen ja auf Instagram auch ganz viele Künstler, die gar nichts mit uns direkt zu tun haben. Ich liebe hart Anker, das ist für mich einer der wunderbarsten Maler, die es gibt.
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Ich würde,
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liebend gern mit ihm eine Edition produzieren. Ich habe bisher noch keinen Kontakt persönlich mit ihm gehabt, aber ich möchte seine Kunst teilen und deswegen zeigen wir sie auf Instagram. Wir teilen viele Künstler auf Instagram, die.
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Ich einfach nur gut finde.
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Wo ich hinter stehe und mit ihnen würde ich allen gerne arbeiten, was natürlich nicht machbar ist. Man kann auch nicht irgendwie 30 Editionen produzieren, aber,
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Für mich ist es ein Gemisch, auch dort, dass ich nicht nur egoistisch an mich jetzt denke, so, okay, ich habe
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Diese Künstler und die will ich nur zeigen auf Instagram. Ich könnte ja auch nur arbeiten von uns zeigen und nur unsere Arbeiten quasi bewerben. Mir ist es aber vielmehr bei dieser Plattform wichtig, dass ich zeige
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die Schönheit der Kunst.
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Weitergeben, die Leidenschaft zur Kunst. Das, was uns beide ja auch verbindet, warum du Podcast machen und ich sage
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Ich hänge wirklich alle Zeit hier rein. Ob's am Wochenende abends, ob wir viel reisen und ich bin so dankbar, einen Partner an meiner Seite zu haben, der vieles mitmacht, weil,
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Seine Urlauber verbringt er oft mit mir auf Messen oder in Ateliers. Er liebt es natürlich auch.
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Aber weil's eine Leidenschaft ist und diese Leidenschaft möchte ich mir so viel wie möglich teilen und das ist wirklich unser Grundcredo und das gilt nicht nur beim Verkauf einer Edition, sondern wirklich, wie du mich gefragt hast.
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Warum zeige ich auch Bilder vom Studiobesitz? Warum will ich das zeigen? Mir ist es einfach wichtig, diese Leidenschaft mehr Leuten ranzuführen, weil es.
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Es ist einfach was wunderbares. Es baut ja auch Hemmschwellen ab. Absolut, wenn natürlich junge Leute sehen hey, das ist auch ein normaler Mensch.
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Oftmals werden Künstler ja wie Götter in Weiß auch gesehen,
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zwar leider nicht so behandelt, wie Götter in weiß, wie die Ärzte, sie werden oftmals ziemlich ausgenommen oder schlecht behandelt, was ich sehr schade finde, der Respekt ging mit der Kunst ist oftmals sehr
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sehr eindimensional, macht mich oft traurig, wenn jemand reinkommt und sagt, was,
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Arbeit und das ist ein handkolorierte Edition, kostet 1000 Euro oder 950 Euro und derjenige hat einen MS Gürtel an.
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Da muss ich leider gleich sagen, dann haben sie das nicht verstanden. Dann versuche ich diesen Menschen die Leidenschaft zur Kunst beizubringen, dass ich sage wissen sie was? Sie werden es ihr Leben lang haben. Sie werden damit leben.
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In der Messgürtel für denselben Preis werden sie irgendwann in die Schublade tun und vergessen
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aber es ist nun mal etwas anderes. Es ist ein doofes Beispiel, aber für mich ist es ein klassisches Beispiel in der heutigen Welt, in der materiellen Welt, dass Menschen für viele Dinge sehr, sehr viel Geld ausgeben.
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Bei der Kunst oftmals dann sagen was, was kostet das? Und das sie nicht verstehen
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etwas ganz, ganz Besonderes bekommen. Ja, das ist auch was, was mir häufig auffällt, dass Menschen gerne sehr viel Geld für ein Statussymbol ausgeben, was sehr schnell durch etwas Neues ersetzt werden kann und auch ersetzt wird. Und ich denke ganz oft auch, warum
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Warum leistet man sich denn dann nicht einfach
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Zwei Hosen weniger und dafür ein schönes Werk. Ich verstehe es auch manchmal nicht. Also ich habe manchmal Kunden da, die
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anfangen zu sammeln, die am Handgelenk Uhren tragen, wo ich denke, wow, könnte ich mir niemals leisten oder Klamotten tragen oder halt in ihren Wohnungen,
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so sensationell eingerichtet, sind traumhaft und kein einziges Kunstwerk haben und aber dann sagen, ich brauche was ganz Großes fürs Wohnzimmer. Ich brauche was ganz Tolles.
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Es muss farbig sein,
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macht man ihnen Vorschläge und ich lasse mir die Fotos geben von deren Wohnung toll eingerichtet, gar keine Frage. Da fehlt nur noch die Seele, die Kunst, damit die Wohnung richtig rund ist und da mache ich ihnen Vorschläge.
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Und ich merke bei Kunstwerken.
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Von jungen Künstlern auch hier von der Kunst-Akademie München oder woanders her, versuche denen einfach eine Lösung zu geben.
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Kunstwerk gleich viertausend Euro kostet im Format von eins vierzig mal eins achtzig, was ein Riesenbild ist.
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So viel Geld, das kann ich mir nicht leisten.
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Aber das Outfit, was sie anhaben, kostet das Dreifaches ungefähr oder das, was am Handgelenk ist.
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Und da kommt dann noch die Frage, ui, was ist, wenn da an ein Bild was drankommt? Ui, ui, ui, ui! Dann denke ich mir, versichert lieber gut mal eure Uhren oder versichert mal äh eure Klamotten und geht wieder bitte! Weil es ist so schade.
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Das,
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Gegenüber der Kunst wirklich der Respekt oftmals fehlt und den Künstlern, weil es ist ein Teil Seele von einem Künstler, die da kaufen und es geht nicht unterm Wert, ob das nachher nichts mehr wert ist oder ob sich der Künstler.
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Entwickelt und auf einmal doppelt so viel wert ist. Das ist alles schön und es sind Nebeneffekte.
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An erster Stelle steht aber, dass man sich in diese Arbeit verliebt. Die Worte, Herz, Seele, Liebe,
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spielen bei dir eine ziemlich große Rolle. Absolut. Die Erfahrung, dass Herz und Seele getrennt werden, habe ich selber erlebt und.
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Das kann ich übertragen, auch auf die Kunst, dass die Seele von dem Kunstwerk meinem Herz eine Beflügung gibt.
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Es bringt mich zum Leben, zum Lachen, zur Freude, zum Weinen. Ich kann vor einem Kunstwerk sitzen und hinein fliehen.
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Es ist ein Ort, es ist eine Seele, die da hängt. Ich setze mich abends vors Bild mit einem Glas Wein oder man kann einfach.
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Ja, mich verlieren da drin. Das kann mich aber auch auffangen und aufbauen und mich jeden Tag.
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Erfreuen. Ich wache jeden Morgen auf neben einer sehr, sehr schönen Arbeit von zwei Künstlern.
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Wirklich der Blick, wenn ich die Augen aufschreibe, schaue ich auf zwei wunderbare Arbeiten,
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von das eine ist eine ganz äh ist ein Münchner Künstler Christian Muscheid der hatte 2009 in seiner Diplomarbeit ein wahnsinniges, starkes Bild äh ein gelbes Bild
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was bei uns im Schlafzimmer hängen, was einfach ich liebe.
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Heute malt er ganz anders. Er sagt selber, es ist einer seiner Lieblingsbilder gewesen, auch seine Mutter. Und daneben hängt eine Arbeit von Friedrich Kuhnel, eine Edition und wenn ich da.
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Aufwache und morgens diese Bilder sehen. Sie geben mir jeden Tag eine Freude, weil da draußen kann's schneien, da draußen kann's regnen, es kann Sonnenschein, aber ich wache mit einem Schmunzeln auf.
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Der erste Blick ist eigentlich mein Mann, aber der zweite Punkt ist so schön. Du hast mir verraten, dass ihr schon seit 13 Jahren
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verheiratet seit 14 Jahren zusammen seid und du wirkst immer noch so
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so verliebt und so und es ist er ist der wichtigste Mensch meines Lebens und ähm ich bin so dankbar ihn an meiner Seite zu haben und.
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Die Kunst mit ihm teilen zu dürfen ist was wunderbares und dass wir sie zusammen so leidenschaftlich jeden Tag erleben und wie gesagt,
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Es ist was Wunderschönes, wenn man abends nach Hause kommt, sich hinsetzen kann und durchatmen kann und an nicht eine leere Wand.
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Sondern an eine Wand, wo man sich drauf freut.
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Oder morgens aufwacht äh ich kenne einige meiner Kunden, die sich wirklich abends freuen, wenn sie nach Hause kommen und weil sie die Bilder, die sie an der Wand haben, ihnen Kraft geben.
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Ich glaube, das ist ganz wichtig. Man darf nicht das unterschätzen, was Kunstwerke auslösen und was Kunst in einem Herz verändert, positiv. Wenn man anfängt, ein Kunstwerk zu kaufen,
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ist es keine Sucht, die daraus entstehen kann. Es ist eine Leidenschaft, wie ich öfter schon heute gesagt habe. Es ist vor allem.
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Die Liebe dazu. Man kann.
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Nicht genug Kunst haben, ob die nachher hintereinander stehen oder ob die auf dem Boden stehen oder ob sie eingepackt sind. Es geht darum, dass man sich wirklich verliebt hat und ich kenne wirklich viele Menschen, die sich tagtäglich freuen, wenn sie abends nach Hause kommen und sich.
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In ihre Bilder vertiefen, verlieben und es geht nicht darum, sich da fortzusetzen ein Glas Wein, es geht darum.
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Diesen Genuss, dieses Schmunzeln da vorbeizurennen. Wenn ich durch unseren Flur renne.
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Wo sehr viele kleinere Arbeiten von wahnsinnig tollen Künstlern, die ich alle sehr, sehr gern habe und da blüht mein Herz auf.
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Ein großer mit denen zusammengearbeitet, worauf ich mich freuen werde. Mit dem einen oder anderen bin ich im Gespräch. Nee, das wollte ich gerade da hängen natürlich auch ein paar kleine Unikate gemixt mit Editionen und das finde ich auch ganz wichtig, dass man sagt
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Es geht nicht nur Edition zusammen oder nur Unikat. Ich glaube, der richtige Mix macht es auch aus. Es gibt Sammler bei uns.
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Die haben quasi Privatmuseen. Die haben riesige gigantische Sammlungen. Sie kaufen trotzdem bei uns auch Editionen, weil sie einfach
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die Qualität nicht nur sehen, sondern für sie ist es ein Kunstwerk. Sie haben das verstanden, dass eine Edition, ob eine Auflage von fünf, eine Auflage von dreißig, fuffzig, hundert
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oder auch von mir aus zweihundert,
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Ein Kunstwerk ist von dem Künstler. Ein Jeff Kunst mit 500 finde ich schon grenzwertig, weil es ist schon für mich Massenproduktion, aber es ist am Ende des Tages trotzdem ein Kunstwerk von Jeff Kunst. Mhm.
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Wer entscheidet denn eigentlich in welcher Auflage die Edition erscheinen wird? Ich habe ja geguckt bei dir auf der Seite, ne? Manchmal mache ich so was, ja? Und dann habe ich gesehen, dass.
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Sehe dich zu und gibt in einer Auflage von zwölf, 16, fünfundzwanzig, neunundneunzig, wer entscheidet
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Das ist sehr lustig, weil die Frage kommt öfters mal. Ach, das habe ich mir überhaupt nicht gedacht und ähm es ist natürlich so. Bei den Editionen, die wir
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ins Programm nehmen von anderen Galerien. Da habe ich keinen Einfluss drauf. Bei den Aidsern, die wir selber herausbringen, habe ich eine Obergrenze. Das ist dreißig.
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Weil ich möchte wirklich die Manufaktur für die Editionen sein, für mich. Ich finde auch eine Edition von vierzig.
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Nicht schlimm oder 50 oder hundert, weil wie gesagt, wir sind über zwei Millionen oder,
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äh Menschen auf dieser Welt, da ist es egal, ob's eine Hunderte Auflage oder dreihunderter Auflage ist, weil die hundert1fünfundsiebziger Auflagen von Tracey Emo oder die dreihunderter Auflagen von ihr sind auch
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ganz schnell ausverkauft und man will sie einfach haben, weil man ein Teil von ihr hat. Da ist es egal und das sehe ich genauso bei
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unseren Edition, aber ich habe mir irgendwann gesagt, nö, also 30 ist so für mich meine Schmerzgrenze. Vielleicht ändere ich das auch irgendwann mal und sage,
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hey, das Blatt ist so gut, die Edition
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Da kann der Künstler noch bisschen Hand anlegen, aber am Ende des Tages sind wir bei maximal fuffzig oder 40
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Habe ich mich auf dreißig geeinigt mit mir. Ähm manche Künstler, weil die sagen, ah, wir lassen uns doch eine Fuffziger machen. Ich so, hm, will ich nicht. Weil irgendwo muss man nur sagen, okay, wenn gehe ich dann nochmal den Preis weiter niedriger?
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Oder was natürlich auch was Schönes ist oder ich sage, ich mach's weiterhin in dieser kleinen Auflage.
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Und es gibt einen Künstler, der macht immer sein Alter als Editionsauflage. Welcher? Nein, das soll ich jetzt ähm nein äh und dann habe ich gesagt, weil wir dieses Jahr wieder eine Edition produzieren. Ich so, nein.
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Das geht nicht, das geht einfach nicht. Das ist mir zu viel. Ich bin gespannt auf welche Auflage wir uns einigen. Ich werde dich beobachten. Ich werde's rausfinden. Ich werde ich werde trotzdem die Auflage fünfundzwanzig, die ich da gerne haben möchte, herausbringen, weil ich finde es
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ja irgendwie schön. Mhm. Und.
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Ich habe festgestellt, dass mögen die Leute auch sehr. Wenn's nicht zu viel ist. Mit welchem Künstler hast du angefangen zu arbeiten? Carsten Fock war der Erste. Oh, erzähl mir mal, wie's dazu kam. Oh, das war ein lustige Geschichte. Ich hatte ihn vorher, bevor ich Vogelart gegründet habe.
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Haben wir natürlich viele
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privat als Sammler, Messen besucht und irgendwie habe ich ihn immer wieder gesehen, aber natürlich viele andere können's auch wie Norbert Bisky und und und
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Aber Karsten blieb mir auch hängen
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und damals habe ich selber auch mal was bei der Galerie Krone gekauft, von Norbert Bisky witzigerweise und ähm es war auch nur eine Edition, aber
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Karsten blieb mir auch hängen, bei der bei ihm war und als wir Vogel Art gegründet haben, dachte ich mir, ey, den will ich mal kennenlernen. Und dann saß ich durch eine Bekannte, die sagte, komm doch heute Abend zum Essen
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zu einem Sammler, da sind paar Künstler auch und dann sagte ich zu Simon, weil er nicht dabei sein konnte, du, ich gehe da jetzt mal hin, ich kenne da zwar niemanden, außer die eine Bekannte. Schauen wir mal, es kann ja nicht so schlecht werden.
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Hatten wir gerade Vogelart wie ich zwei Monate auf dem Markt.
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Wer kam dann ins Gespräch damit kam ich mit einigen Leuten und dann sagte meine Bekannte das ist Karsten Vogel und ich so oh Karsten Fuck wow so.
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Und es war ein sensationeller Abend. Wir haben.
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Uns nicht mehr gelöst voneinander. Er ist ein sehr besonderer Mensch.
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Und wir waren uns eigentlich schon an dem Abend, eigentlich kommt, wir wollen zusammenarbeiten.
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Und so ist dann die Edition entstanden. Er war ein Antrag, hatte dort verschiedene Motive gemalt, um malt als Basis für die handkolorierte Edition und
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zugeschickt und dann haben wir gesagt OK das könnten wir realisieren und haben dann diese Edition umgesetzt und,
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Das war das erste ja was wir produziert haben. Das waren drei Motive von ihm, die er jeweils handkolleriert hat in einer Auflage von 15 und,
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Hoffnung, genau.
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Hoffnung eins, zwei und drei und die besteht bis heute. Mhm und die Hoffnung, dass es gut mit dir weitergeht, die besteht auch bis heute. Ja, hat sich erfüllt. Ja, also damals hätte ich das.
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Noch nicht gedacht.
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Wie wir heute gewachsen sind. Ich sehe mich wirklich als Publisher, der noch nicht so bekannt ist, also vielleicht in der Kunstszene, aber ich sehe Riesenpotential auf dieser Welt, Menschen.
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Kunst zu verkaufen, nicht als oh ich will Geld verdienen, ich,
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Kunst an den Wänden ist. Wenn ich oft durch die Straße hier in München gehe, wo wir wohnen, wo so viel Wohnungen sind und abends Licht an ist, dann denke ich mir, hey.
49:13
Alle leere Wände. Woran liegt's? Was meinst du? Es hat sich durch Corona, durch die Pandemie,
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stark verändert, Gott sei Dank. Es war vorher schlimmer. Die Menschen haben keine Zeit, haben ihr Zuhause nicht mehr wahrgenommen.
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Also es ist auch bewusst wirklich mehr Deutschland als in dem ich so war, als andere Länder. In vielen anderen Ländern kaufen die jungen Leute mehr Kunst oder haben auch Posterplakate aus Museen an den Wänden hängen.
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Ich habe hier das Gefühl oftmals, dass sie sich damit gar nicht auseinandersetzen wollen oder auch gar nicht die Muße dazu haben. Es geht darum, höher, schneller, weiter und das im Alltag. Vom ich bin nur am Radfahren, ich bin nur am Wandern, ich bin nur am City,
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hoppen. Ich brauche die neuesten Klamotten, die man hat andere Werte, was ich total verstehe. Es muss nicht jeder.
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Die Luxuskunst und jeden Topsammler, aber ein bisschen mehr könnte in Deutschland.
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Der Kunst und Kultur gut tun an den Wänden, was zu haben und sich mit der Kunst auseinanderzusetzen und.
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Das ist dank der Pandemie sogar passiert. Also.
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Das hört sich so brutal an, aber die Pandemie hat der Kunst in vielerlei Hinsicht den Künstlern auch geholfen.
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In meinem Umfeld auf jeden Fall. Ich habe auch mitbekommen, dass es bei manchen schlechter lief.
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Wahrscheinlich schon vorher schlecht. Den Künstlern, die ich kenne, für die war's mit einer der besten Zeiten die letzten zwei Jahre, weil die.
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Menschen angefangen haben, Kunst zu sammeln. Ich weiß noch.
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Da war gerade der Lockdown der Erste und ich dachte, oh mein Gott, wie viele andere auch Künstler, Galerie-Kollegen, keiner kauft mehr Kunst.
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Unser Business um, weil die Kunstwelt lebt davon, dass die Menschen in Galerien geht und das auch gut so, dass sie in Museen gehen.
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Das ist halt eh schon in Deutschland immer etwas weniger gewesen.
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Aber es hat sich verändert. Auf einmal saßen die Leute zu Hause, guckten auf eine weiße Wand. Jetzt fing es an.
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Das an den Wänden zu haben und wir haben unwahrscheinlich viele Anrufe gehabt von jungen Leuten, die sagen, hey, können wir das kaufen? Können wir das geliefert bekommen?
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Natürlich, wir waren dadrauf ausgerichtet, wir hatten ja eine Online-Galerie. Für uns war das normal.
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Ich glaube auch, dass sich da viel gelöst hat, viel bewegt hat in der Zeit. Ja. Mhm und auch dieser Moment zu Hause zu sein und sich bewusst zu sein, oh, ich kann hier mein Inneres, mein Herzstück tatsächlich so gestalten.
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Ohne irgendwie permanent im Außen sein zu müssen. Ich möchte es auch gestalten. Das finde ich einen schönen Ansatz, den du gesagt hast, ja? Ich sehe, dass. Sie haben sich auch neu entdeckt und neu.
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Sind sie aufgeblüht. Ob alleine, zu zweit, man hat einfach sein Zuhause wieder neu entdeckt.
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In den letzten Jahren ist es auch ein bisschen verloren gegangen, das Wort zu Hause. Wo bin ich zu Hause? Fühle ich mich zu Hause? Die Leute sind geflüchtet.
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Am Wochenende Paris, Wochenende dein, Berge, sonst wie. Wer war denn mal zu Hause? Mhm. Ein Zuhause ist sehr, sehr wichtig. Bist du denn,
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nur in Anführungszeichen, in Deutschland aktiv oder bist du auch international? Ähm natürlich online ist äh international zu finden, keine Frage, aber ich könnte mir vorstellen
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ähm vielleicht mal irgendwie durch Pop-up-Galerien oder so. Natürlich agieren wir international.
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Der einen Seite, weil wir ganz viele Kunden haben, ob in Nordamerika, in England, Australien
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In Asien haben wir Kunden Europa sowieso überall, also da ist egal, ob jetzt Frankreich, Niederlande, Luxemburg, Italien, Spanien, da haben wir überall Kunden, selbst Monaco.
53:03
Aber wir machen neben unseren Showroom hier in München regelmäßig auch Pop-Up Galerien. Mit Kooperationspartnern oder auch alleine, so geschehen in
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Wien, Berlin, Düsseldorf, Düsseldorf sind wir jedes Jahr für ein paar Tage zur im Herbst,
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Dieses Jahr wollen wir das erste Mal ins Ausland gehen, freue ich mich schon sehr drauf, sind wir grad in Planung.
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Vielleicht sogar zweimal dieses Jahr ins Ausland. Schauen wir mal, wie sich das alles so entwickelt. Aber im Moment sind wir sehr motiviert, dass
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zu verändern, dass wir nicht nur in München sind. In München sind wir ja quasi mit unserem Showroom immer, wo man auch alles sehen kann, aber der hat natürlich auch nur auf, wenn wir da sind. Natürlich das Reisen, durch durch die Studiovesitzen wir natürlich auch nicht immer hier.
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Aber du bietest Open Houses an. Absolut. Normalerweise haben wir eigentlich alle zwei Monate oder drei Monate auch manchmal, ein open House. Das heißt.
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Wir kuratieren unseren Showroom komplett neu, das heißt wir hängen arbeiten von unseren Editionen auf, präsentieren eventuell auch eine neue Edition, was wir meistens damit verbinden und,
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zeigen, arbeiten von jungen Künstlern aus München oder auch aus Leipzig oder aus Berlin oder aus Düsseldorf oder von Künstlern aus unserem Programm, die uns Arbeiten zur Verfügung stellen.
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Machen wir ein open House. Das heißt, wir öffnen unsere Türen. Jeder kann kommen.
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Und das machen wir dann über viele viele Stunden mit Wein, Essen
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und wir feiern einfach die Kunst. Beim nächsten Mal sagst du mir Bescheid. Mitte Mai, Mitte Mai spätestens und ich freue mich drauf, weil dann diesmal
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ohne Maske hoffentlich wieder mit mehr etwas Freiheit und bei schönem Wetter hoffentlich warm
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Welche Editionen erwarten uns denn noch in diesem Jahr? Verschiedene. Also Namen. Also Ende April bringen wir von Michael Salzdorfer eine Edition heraus, eine Serie von
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25 verschiedenen Keramiken, eine Form, das ist die Verbindung, aber unterschiedlich lasiert, dann
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es sind Planung gerade mit Gregor Hildbrand eine sehr besondere neue Edition mit Isaak Mälzheimer,
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Ende des Jahres werden wir anfangen für nächstes Jahr aber erst zu produzieren mit dem Jonas Burkert und es gibt noch zwei, drei,
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Überraschung im Sommer. Da grinst er vor sich, er weiß genau, dass ich wissen möchte. Das glaube ich dir und ich weiß auch, dass du bei der einen Edition ausflippen wirst. Das sagt er schon. Nein, nein.
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Lass dich überraschen.
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Lasst mich überraschen. Genau, irgendwie. Wir werden im Sommer dazu sprechen. Mhm. Ich liebe dein Lächeln, ganz ehrlich nein, es sind natürlich viele Sachen, Projekte drin, wo wir arbeiten, schon auch seit zwei Jahren, wo
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wir mit den Künstlern gucken müssen, wann sie Zeit haben, weil natürlich
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Ausstellungen in ihren Galerien als auch museumsshows oder Messen haben Vorrang. Das ist mir auch ganz wichtig, wenn wir eine Edition produzieren. Dass der Künstler keinen Druck hat,
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ob ich die jetzt im Sommer rausbringe oder im Herbst mit Jonas Burkert hatten wir Anfang des Jahres gesprochen, hey komm lass uns die im September rausbringen.
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Kam aber zwei wichtige Ausstellungen dazu und die Edition, die wir herausbringen wollen, ist sehr, sehr aufwendig und sehr besonders dazu dann auch.
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Brauchen wir Zeit,
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Allein für das Motiv, was er für uns malt, das wird für uns geschaffen in Öl. Das heißt, es muss trocknen, es muss äh muss die Muße dazu haben. Das richtige Motiv für uns zu schaffen. Das, wo wir sagen, hey, das ist es.
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Deswegen kann ich noch gar nicht sagen. Vielleicht bringen wir sie nächstes Jahr im Februar raus. Vielleicht bringen wir sie aber auch nächstes Jahr erst im Sommer raus, weil
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die Edition wird wiederum auch mit Öl bemalt werden. Das heißt, Öl muss trocknen.
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Friedrich Kunert hatten wir letztes Jahr die Edition vorletztes Jahr produziert. Ein halbes Jahr lang wurde die bei uns geheim gehalten und gelagert.
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Bis sie final war. Keiner wusste von der Friedrich und ich haben uns wirklich da zurückgenommen, niemanden davon erzählt. Wir haben heimlich die Edition produziert.
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In mehreren Tagen und dann kam sie ein halbes Jahr später raus und es waren alle überrascht auf seine Galeristen. Wann habt ihr das gemacht?
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Die muss ja ewig getrocknet haben. Und das sind so Themen, wenn wir sehr aufwendige Editionen produzieren, wo die Technik sehr komplex ist.
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Das haben wir gerade bei 1 zwei Editionen. Da kann ich darüber noch nicht sprechen, weil,
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Ich kann nur, wie du das grinsen und schmunzeln. Es ist ein Genuss, wirklich. Oh, du bist du wirst es mitbekommen.
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Bin ich mir sicher. Ja ich finde das schön, dass du dieser Gedanke alle Zeit der Welt den Künstlern oder den Prozess gönnst und sagst, das soll halt einfach gut werden und das ist das A und O, weil
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Das spürt jeder, ob die Arbeit nun mal kommen, wir machen einen Print was können wir machen.
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Aber das ist nicht mein Anspruch. Mein Anspruch ist, dass wir etwas herausbringen, was etwas ganz Besonderes ist. Von der Technik her,
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oder halt von dem, was der Künstler noch dazu gibt.
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Sagt es bei Jenny, da ist nicht nur einfach ein Stoff noch draufgekommen, sondern mit dicken Ölsticks ist sie da drüber gegangen. Sie hat da noch draufgesprüht und da noch was gemalt. Jede, der arbeitende ist unterschiedlich und das ist das, wo ich sage.
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Dafür braucht der Künstler Zeit, weil die Produktionen waren allein bei ihrem Studio, wo wir da waren, nur für das drauf mal zwei Tage.
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Davor die Abstimmung, die Tests bis wir dahin kamen, hatte seine Zeit und die Planung für die Edition war schon lange, lange im Sommer, dass wir sagten, okay, im Dezember malt sie für diese Edition ein Bild
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dieses Bild
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nehmen wir dann als die Grundlage, was aber zu 85 Prozent vielleicht fertig war. Die letzten 15 Prozent des Bildes hat sie dann später in der Produktion gemacht, wo wir bei ihr waren. Was passiert denn mit diesem ersten originalen Bild mit der Ausgangslage?
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Unterschiedlich. Also wenn ist es im Besitz des Künstler, es ist in unserem Besitz oder ist hat der Galerist.
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Aber es hat eigentlich bisher kein Kunde. Die sind unverkäuflich die Originale, weil ich fände das auch komisch, muss ich sagen.
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Wenn auf einmal das auf dem Markt wäre, dann ist das zu nahezu da jetzt und es gibt auch bei manchen Arbeiten natürlich keine Vorlage, Originale, die dafür produziert worden sind. Bei Jan Albert zum Beispiel die Bronzearbeit, die ist natürlich.
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Extra für uns produziert worden und ähm die war ja in einer Kooperation mit der Galerie van Horn und dem Kunstmuseum Bonn,
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wo die auch hängt, unter anderem, das ist natürlich im Grunde nur ja für uns produziert worden oder die Edition von Fabian Treiber.
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Bei Fabian Treiber zum Beispiel da haben wir eine Edition herausgebracht,
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Das sind zwei Motive. Das Grundmotiv ist eine wahnsinnstolle Arbeit gewesen, die in einer Privatsammlung hängt, aber es ist kein Wiedererkennungswert, weil wir haben zwei Ausschnitte genommen aus dieser Arbeit.
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Das heißt, keiner kennt das Original, außer der Fabian, der Galerist und du. Ja, vielleicht noch der Kunstsammler.
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Dem das bewusst sein sollte. Äh das finde ich halt so toll, weil diese beiden Ausschnitte sind so eigenständige Bilder, dass jeder für sich geht,
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aus einem riesen Bild entnommen worden. Soll ich jetzt mal verraten, was ich toll finde?
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Unser Kennenlernen, weil ich glaube, dass baut auch Hemmschweden ab und zwar ich hatte im ich glaube im September ein ganz tolles Gespräch mit Jenny Brosinski,
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und.
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Wenn ich auf Reisen gehe und die Ateliers besuche, verliebe ich mich ganz oft in meine Gesprächspartnerin und ich übrigens auch und ich habe oft das,
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dieses Gefühl, dass mein Herz sagt, ich möchte so gerne etwas mitnehmen aus diesem Gespräch, was mir ganz eigen ist. Die Gespräche gehen in die Öffentlichkeit. Viele Menschen können sie hören
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Dann habe ich überlegt,
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wie wie geschieht es, wie kann ich mir denn ein Stück aus diesem Gespräch ein ganz persönliches mitnehmen und ich habe natürlich gegoogelt und habe dich gefunden.
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So bin ich auf dich aufmerksam geworden und dann bin ich ganz äh stark mit mir ins hadern gekommen. Kann ich denn jetzt eine Edition kaufen?
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Vielleicht vermessen? Ist das vielleicht du für den Künstler ein Werk, was vielleicht zwölf, fünfzehn, 20.000 Euro wert ist nun für.
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Einen deutlich kleineren Betrag, in dem Fall sogar einen dreistelligen Betrag auszugeben.
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Mir dann doof vorkommen, muss ich mich schämen und ich habe dich angerufen. Aus dem Auto heraus und du hast mich so nett abgeholt und mir das Gefühl gegeben.
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Natürlich, ne, das ist ja, das ist ja auch deine Intention, aber das Gefühl gegeben, dass es genau richtig ist. Ich habe auch die Jenny gefragt, muss ich mich schämen, wenn ich mir kein Original von dir leisten,
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kann oder wenn ich mir eine Edition von dir kaufen möchte und dann habe ich mich sehr gefreut, dass ich sogar die letzte gekauft habe.
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Ja, vielleicht ist das auch ein Weg vielen Menschen nun das Gefühl zu geben, es ist ein Stück auch eine Ehre für den Künstler, dass man gerne auch im Kleinen ein Stück,
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mit nach Hause nehmen möchte? Natürlich, es gibt Künstler wie Alex Kratz. Die produzieren ja hauptsächlich nur noch Editionen, weil das ist ist.
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Ein Teil der ihrer Leidenschaft geworden, in die Wall hat ja auch nur Edition im Grunde am Ende produziert größtenteils und natürlich gibt's diese wunderbaren Unikate, die mehrere Millionen kosten, aber,
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Nein.
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Ich liebe Edition und ich kenne wirklich ein paar große Sammler, die kaufen Edition in leidenschaftlich, weil für sie ist es genau das, es ist am Ende des Tages ein Kunstwerk des Künstlers. Mhm. Es ist auch,
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eine Arbeit von ihnen, die geschaffen worden sind, es ist nicht einfach nur ein Print oder eine Skulptur, die reproduziert worden ist. Es ist ein Kunstwerk von dem Künstler und das gilt,
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Eine Fotografie ist genauso. Es ist ein Abzug, ja. In der Erektionsauf zwanzig, aber es ist ein Kunstwerk von ihm.
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Signiert, nummeriert und mit Leidenschaft produziert vor allem,
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von dem Künstler für jemanden, der sich das sonst nicht leisten kann und trotzdem kaufen Sammler, die sich Unikate leisten könnten.
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Trotzdem das, weil sie das sehen auch als ein Teil Kunstgeschichte zu dem Künstler.
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Kenne zwei Sammler, die kaufen jede Edition bei uns. Die kaufen auch noch die Unikate dazu.
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Denen ist es, dann kaufen sie halt noch mal für hunderttausend das, noch mal 50tausend das, aber eine Edition von 3000 oder zweitausend, 150 Euro kaufen sie auch.
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Da spielt es gar nicht die Rolle, ob der Preis es geht darum, dass die Edition ein Teil des Werkes ist, das Öfre.
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Ganz einfach. Die Heavy Cloud von Michael Salzdorfer ist ein wichtige Arbeit von Michael,
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Eine ganz, ganz wichtige. Die äh Clouds damals 2010 hält das erste Mal gezeigt in Brasilien und in der K einundzwanzig.
1:04:10
Oder K 20 war's und jetzt als Bronze in klein, das ist.
1:04:15
Würde man dazu sagen. Ich finde immer diese Begriffe furchtbar, aber es ist halt nun mal es ist ein ganz wichtiger Arbeit aus seinem Övre.
1:04:24
Und die haben wir einfach nicht einfach, aber wir haben sie reproduziert.
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In Bronze exklusiv für uns in einer kleinen, besonderen Auflage und Technik und das,
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glaube ich, das, was ich mitgeben möchte auch allen zu sagen erstens, habe keine Angst, in Galerien zu gehen, geht bitte rein.
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Galerien haben auch was anderes aus, nur was da hängt. Wenn ihr damit nix anfangen könnt, die Galeristen haben auch ganz viele andere tolle Künstler. Fragt danach, wenn da eine Person sitzt, die nicht den Kopf hoch macht und hinterm Computer sitzt,
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habt den Mut und fragt auch die Galerien, die vielleicht was für hunderttausend haben, wo man denkt, oh mein Gott, da kaufe ich mal nix und das gefällt mir alles nicht. Die Galerie hat auch noch was anderes. Ich möchte einfach,
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sagen, geht mehr in Galerien. Punkt eins. Punkt 2 ist, schaut im Internet nicht nur bei Vogel Art, geht zu Arzt. Da natürlich auch. Ja natürlich nur. Guckt mal Azi, guckt euch um.
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Interessiert euch, sammelt, guckt bei Instagram, inspiriert euch, habt keine Angst.
1:05:29
Kunst ist nur Liebe und vermitteln und die Angst, die oftmals vermittelt wird. Oh, ein Warhol kostet.
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200 Millionen so wie jetzt oder andere nein. Man kann auch ein Warhol für viel, viel weitaus weniger kaufen.
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Auch ein Unikat. Es gibt Fotografien von Wall, Originale, Zeichnungen, die Kosten zwischen sieben und fuffzehntausend von der Ware Foundation. Man kann auch günstiger und wenn man genug guckt,
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vielleicht sogar für zweieinhalbtausend bis 3000 ein und sonst auch eine Edition.
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In dem Preissegment. Man muss nur schauen und keine Angst haben. Dafür gibt's wunderbare Plattformen, wo man sich austauschen kann
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oder ihr fragt mich ganz einfach, ruft mich an ähm dafür sind wir auch offen und finden finden Sachen. Läuft die Schelle heiß die nein, es ist wirklich für mich
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eine Herzensangelegenheiten, dass sie Menschen mehr Mut haben, die bisher sich mit Kunst nicht auseinandergesetzt haben. Und viele haben auch einfach gar keine Zeit. Was ich auch verstehe,
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Aber es ist so wichtig, dass wir die Kunst unterstützen und weitermachen, weil ohne die Kunst sind wir.
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Ein seelenloses Land. Dann freue ich mich, dass ich dem Reiz gefolgt bin, mich unbedingt mit dir unterhalten zu wollen. Ich freue mich, dass wir Herz und Seele geeint haben, hier zusammengekommen sind und.
1:06:52
Die Kunst so aufleben lassen. Vielen Dank für deine Zeit.
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Music.
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Ihr habt Fragen, Anmerkungen und Feedback? Dann schreibt mir gerne eine E-Mail an Claudia at Die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE.
1:07:17
Und wenn ihr mögt, dann freue ich mich sehr über euer Like und eine Bewertung.
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Ihr möchtet weitere Informationen? Dann schaut auf meiner Website unter WWW die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE. Und nun von Herzen.
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Music.