Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

subscribe
share






episode 1950: Lieb den Moment [transcript]


Wenn nicht jetzt, wann dann,… das Leben ist kurz, die Kunst ist lang (von Hippocrates)… und natürlich Carpe diem… sicherlich sind euch diese stereotypen Kalendersprüche mehr als geläufig. Vielleicht motivieren sie euch in ihrer positiven Ansprache, vielleicht stoßen sie euch in ihrem Klischee auch ab… Sehr wahrscheinlich ist es, dass ihr euch sofort an noch viele weitere Sprüche, Zitate und Aphorismen rund um das Thema „Lieb den Augenblick“ erinnern könnt.

Erinnern… ist euch schon einmal aufgefallen, dass in diesem Wort auch das Wort „inne“ steckt. Inne wie aus dem Innern, Innehalten…  Ist es tatsächlich unsere innerste Sehnsucht, wirklich im Hier und Jetzt leben zu können, keine Angst vor dem Morgen, und kein Zurücksehnen des Gestern?­­­­

Ganz schön leicht gesagt, wenn man sich ziemlich sicher sein kann, die Prägungen der Vergangenheit als jederzeit abrufbaren Schatz mitzunehmen….

Doch wie fühlt es sich an, wenn diese Puzzleteilchen auf einmal nicht mehr abrufbar sind… wenn man das Gefühl hat, der eigene innere Kern löst sich immer weiter auf… Man weiß nicht mehr wer man ist und was man als nächstes verlieren wird…

Wie fühlt es sich weiter an, wenn ein geliebter Mensch auf einmal nicht mehr er selbst zu sein scheint… Müssen wir stillschweigend leiden, weil wir eine fragile Struktur erahnen, gar ein mögliches Tabu … oder stehen wir auf und fangen an zu kämpfen.

Vieles was einst selbstverständlich war, wird nun sehnsüchtig herbeigewünscht, um es zukünftig achtsamer zu pflegen…

Heute nehme ich euch mit, auf eine ganz achtsame Reise gegen das Vergessen und für das neue Sehen… Ich nehme euch mit zu einer Frau, die im ersten offensichtlichen Moment gar nicht so sehr für das Thema Kunst steht… obwohl ihr Leben von Anfang an durch die Kunst geprägt wurde….

Ich nehme euch mit zu Désirée von Bohlen und Halbach. Eine Frau, die ihrem eigenen inneren Antrieb folgend sich mit ganzer Kraft für Menschen einsetzt, die sich Tag für Tag mit der großen Angst vor dem Vergessen auseinandersetzen müssen.

Nicht weil sie gegen lapidare Kalendersprüche ankämpfen, sondern weil sie Angehörige von Menschen mit Demenz sind.

Meist lautet meine Eingangsfrage: Bitte stell dich und deinen Weg in die Kunst vor… doch Désirée stelle ich die Frage, wie hat dich Kunst von Anfang an begleitet?

 


share








 2022-04-26  58m
 
 
00:00
Music.
00:10
Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast Die Leichtigkeit der.
00:16
Music.
00:22
Jetzt wandern. Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang und natürlich.
00:29
Sicherlich sind euch diese Stereotypen Kalendersprüche mehr als geläufig. Vielleicht motivieren sie euch in ihrer positiven Ansprache.
00:38
Vielleicht stoßen sie euch in ihrem Klischee auch ab.
00:41
Sehr wahrscheinlich ist es, dass ihr euch sofort an noch viele weitere Sprüche, Zitate und Aphorismen rund um das Thema lieb oder leb den Augenblick erinnern können.
00:53
Erinnern ist euch schon einmal aufgefallen, dass in diesem Wort auch das Wort inne steckt.
00:59
Inne wie aus dem Inneren innehalten. Ist es tatsächlich unsere innerste Sehnsucht wirklich im Hier und Jetzt leben zu können?
01:09
Keine Angst vor dem Morgen und kein zurücksehendes Gestern?
01:13
Ganz schön leicht gesagt, wenn man sich ziemlich sicher sein kann, die Prägungen der Vergangenheit als jederzeit abrufbaren Schatz mitzunehmen.
01:24
Doch wie fühlt es sich an, wenn diese Puzzleteilchen auf einmal nicht mehr abrufbar sind?
01:29
Wenn man das Gefühl hat, der eigene innere Kern löst sich immer weiter auf. Man weiß nicht mehr, wer man ist und was man als Nächstes verlieren wird.
01:38
Wie fühlt es sich weiter an, wenn ein geliebter Mensch auf einmal nicht mehr er selbst zu sein scheint?
01:44
Müssen wir stillschweigend leiden, weil wir eine fragile Struktur erahnen, gar ein mögliches Tabu? Oder stehen wir auf und fangen an zu kämpfen?
01:54
Vieles, was einst selbstverständlich war, wird nun sehnsüchtig herbeigewünscht, um es zukünftig achtsamer zu pflegen.
02:02
Heute nehme ich euch mit auf eine ganz achtsame Reise gegen das Vergessen und für das neue Sehen.
02:09
Ich nehme euch mit zu einer Frau, die im ersten offensichtlichen Moment gar nicht so sehr für das Thema Kunst steht.
02:15
Obwohl ihr Leben von Anfang an durch die Kunst geprägt wurde. Ich nehme euch mit zu
02:21
Desiree von Bohlen und Halbach. Eine Frau, die ihrem eigenen inneren Antrieb folgend sich mit ganzer Kraft für Menschen einsetzt, die sich Tag für Tag mit der großen Angst vor dem Vergessen auseinandersetzen müssen.
02:35
Nicht, weil sie gegen lapidare Kalendersprüche ankämpfen, sondern weil sie Angehörige von Menschen mit Demenz sind.
02:42
Liebe Desiree, meine Eingangsfrage lautet meist.
02:46
Bitte stell dich und deinen Weg in die Kunst vor. Dir stelle ich nun die Frage, wie hat dich Kunst von Anfang an begleitet.
02:55
Ja, Kunst hat mich begleitet, seitdem ich lebe, indem mein Vater Kunsthistoriker war. Er ist leider gestorben vor sechs Jahren schon und er hat München, denke ich, mal kunsthistorisch schon sehr mitge.
03:09
Magst du verraten, wer dein Vater
03:10
ist, beziehungsweise war? Mein Vater ist und war, also für mich ist es immer noch, Johann Georg Prinz von Hohenzollern und er hatte den schönen Spitznamen Hansi Hohenzollern, eigentlich unter Hansi Hohenzollern, kennt ihn ja jeder in München und das machte ihn sagen wir mal sehr viel nahbarer, weil das Prinz macht ja schon so ein bisschen
03:27
Schranken auf. Hat die Kunst euer Zuhause geprägt? Bist du zu Hause mit mit zeitgenössischer oder vielleicht mit alten Meistern aufgewachsen
03:35
also eher so historische Bilder, die mein Vater auch geerbt hatte, also weniger so so moderne Kunst des kamen erst sehr viel später, also er kannte dann auch viele Künstler dann persönlich wie Chelida und
03:47
und Alf Lechner. Also er hat sich dann doch auf den Weg Richtung Moderne gemacht
03:54
Aber er war sehr lange so für alte Meister zuständig, hat auch bewirkt, dass die alte Pinakothek in München äh neu gestaltet wurde und so. Also er war und hatte sich dann aber im Laufe seiner Karriere doch der Moderne
04:06
zugewandt. Du sagtest grade, dass er die Münchener Kunstszene maßgeblich beeinflusst hat. Wie hat er das geschafft? Indem er sich einfach unglaublich eingesetzt hat für die Kunst und ist.
04:16
War sein Leben und erlebte Kunst und
04:19
Künstler und Museum, er war ein Museumsmensch und er war Generaldirektor vom Nationalmuseum in München. Dann war er Generaldirektor
04:29
von der bayerischen Staatsgemälde Sammlung und dann also endlich in Pension gehen durfte, was für ihn natürlich so schön ein Unruhezustand war, war er auch Direktor der Hypokunsthalle.
04:41
In München und hat dort unglaubliche Ausstellungen selber kreieren dürfen, kuratieren dürfen, ist um die halbe Welt gereist, um die Kunstgegenstände einzusammeln und hat natürlich,
04:53
mit seinem Namen tolle Türen öffnen können, die vielleicht.
04:56
Jemand anders hätte so nicht öffnen können. Und du bist du dann als kleines Mädchen immer mit durch die ganzen Häuser gelaufen und hast dich beeindrucken lassen und hast gedacht
05:06
trete. Nee, eigentlich jein. Also mein Vater, der war für alle anderen einfach so unheimlich charismatisch, aber so in der eigenen Familie hat er das vielleicht manchmal nicht ganz so geschickt angestellt, sodass wir mit der Kunst nicht auf Kriegsfuß standen, aber da sprang so nicht
05:20
wirklich der Funke über, der sprang erst sehr viel später über und ich hab's wirklich sehr bedauert, dass ich nicht sehr viel früher
05:27
profitiert habe, weil ich glaube, ich hätte sehr viel mehr mitnehmen können an kunsthistorischem Wissen
05:33
Ja, aber es ist ja oft so, dass der Prophet im eigenen Lande nichts gilt und dann kam ich dann irgendwann auf die Idee Kunstgeschichte zu studieren und bekam dann so als Tipp von meinem Vater
05:43
bitte studiere irgendwas bloß nicht Kunstgeschichte. Und was hast du dann studiert?
05:47
Ja, das ist so ein bisschen peinlich, weil ich habe dann gedacht, ich muss jetzt Journalismus studieren und hatte mich angemeldet und war am ersten Tag an der Uni.
05:56
War zu allen irgendwie falsch und habe überhaupt nichts gefunden da in dieser großen Uni in München und habe gedacht, nee, also das ist es jetzt irgendwie auch nicht und habe dann nach einem Tag gesagt, nein, ich lasse es.
06:06
Sehr zum Entsetzen meines Vaters und bin dann eigentlich nach London gegangen und habe dort in einer Werbeagentur mitgearbeitet
06:13
ja auch eine Gemeinsamkeit herausrecherchiert. Wir sind beide Kommunikationswirtinnen, Wirtinnen.
06:22
Und wann kam der Punkt bei dir, dass du gesagt hast, na ja, okay, jetzt wohne ich vielleicht nicht mehr bei dem eigenen Propheten, aber ich spüre, dass die Kunst mir irgendwie auch Spaß macht.
06:33
Privat oder vielleicht im Sinne der Kommunikationswirtin also ich bin schon ganz gerne in Museen gegangen, aber ich glaube dann den Neuaufschlag zum Thema Kunst habe ich jetzt durch meinen jetzigen Mann wiedergewonnen, der auch sehr.
06:46
Kunstinteressiert ist und auch aus einer sehr kunstinteressierten Familie stammt und wir auch gerne sammeln und ja und wir auch ganz viel diesbezüglich zusammen machen
06:57
dein Mann von Bohlen und Halbach, ich vermute, Villa Hügel, richtig vermutet. Habt ihr engen Bezug zur Villa Hügel?
07:05
Nein, leider nicht mehr, weil das gehört ja mittlerweile der Stiftung und das war ja das Zuhause seiner Großeltern und ehrlich gesagt
07:13
bin ich froh, dass wir da nicht wohnen müssen. Sehr groß dort. Ja. Aber ganz spannend, wenn man da mal hingeht und sich das mal so anschaut und besonders spannend fand ich, wenn man so in diese privateren Räume vordringen darf, die dann doch sehr viel bescheidener ausgestattet sind und das kennt man ja auch.
07:29
Bei größeren Schlössern, wenn man dann die offiziellen Räume verlässt und dann in die Privatgemächer vordringen kann und da wird's dann sehr viel gemütlicher, dann sind die Decken auch nicht mehr ganz so hoch, dann ist es alles irgendwie so kuscheliger.
07:41
Am liebsten würde ich jetzt mit meinen Augen zwinkern und sagen, wenn du mal in Essen bist, nimmst du mich mit machen. Ich liebe das ja auch, wenn man dann die Treppen raufschreitet und die Hände über diese schönen Treppengeländer gleiten, das ist
07:54
Ja und die haben eben oben was ganz Spannendes in der Villa Hügel. Das war ja früher ein Stahlkonstrukt. Ich meine, kommt ja nicht von ungefähr, war sehr ungemütlich. Aber sie haben oben so eine
08:04
Dach
08:05
unterm Dach und es sieht aus, da hat man das Gefühl, man ist auf einem Schiff, also man hat irgendwie das Gefühl, es hat was mit einem Schiff zu tun, ist alles so sehr offen und also das ist irgendwie ganz spannend, kann ich dich gerne mal mitnehmen würde ich gerne mal sehen.
08:19
Und jetzt sag mir die Kunst
08:21
es ja nicht der Bereich, der dich im Außen gerade präsentiert oder über den du dich darstellst. Du hast ja ein ganz, ganz besonderes und eigenes Projekt oder viel mehr vereinen.
08:35
Desideria Care.
08:37
Die Seteria, der Wunsch zu helfen. Ich vermute ja, dass Desiderie auch irgendwas mit deinem Vornamen zu tun hat. Ja, das kam so beiläufig eigentlich, war in meiner Ausbildung
08:48
zur Demenztrainerin in Schweden. Das können wir vielleicht nachher auch noch erzählen, wie das dazu kam.
08:55
Ich saß mit meiner Ausbilderin abends beim Glas Wein und dann wusste sie von meiner Idee, mich selbstständig zu machen mit einem Verein und dann habe ich gesagt, Mensch, also da kannst du mir nicht helfen. Ich brauche irgendwie einen coolen Namen dafür und dann hat sie gesagt, Mensch.
09:08
Du hast doch so einen schönen Vornamen. Warum kann man das nicht irgendwie abwandeln und das so ein bisschen ausm Lateinischen herbeiziehen und dann kam sie sagt, Mensch.
09:17
Sag doch einfach Desideria und dann habe ich gedacht, Desiderie, ja vielleicht und so und dann habe ich das mal gegoogelt und was ich da gefunden habe war hat mich dann nicht so wirklich überzeugt kam so eher so auf so ein bisschen so Pornoseiten,
09:32
Und damit hat nein, das geht jetzt gar nicht, weil das ist ja nicht so ganz mein mein Thema, was ich vorantreibe. Oder wär's aber sehr schnell
09:39
und dann habe ich gesagt, nee, das möchte ich nicht und dann ist mir die Idee gekommen, dieses Kehr hinten dran zu setzen, weil Kehr, da kann man doch ganz schnell etwas verbinden. Es geht um sich Sorgen um sich ja pflegen und so
09:52
und dann war die.
09:54
Geboren. Was ist denn die Sederia Care genau? Die Sideria Care ist ein Verein, der sich um Angehörige von demenziell erkrankten Menschen.
10:04
Kümmere Sie begleitet
10:05
verschiedenen Angeboten, die wir in München quasi immer so als Pilotprojekte starten und sie dann hoffentlich und das ist unser großes Ziel, auch deutschlandweit ausbreiten zu können.
10:17
Wie lange gibt es die Sideria Care schon? Die Sidejacke habe ich im Juni 2017 gegründet, also jetzt fast
10:24
5jähriges Bestehen. Sagtest du ja gerade, dass das das Projekt ist, womit du dich selbstständig gemacht hast. Jetzt verzeih, wenn ich dir zu nahe trete, aber
10:31
du siehst jetzt nicht mehr aus wie fünfundzwanzig, sondern wie fünfunddreißig. Ja, danke. Ein bisschen mehr darf's dann schon noch sein.
10:41
Wie war dein Weg zu Desideria Care, warum hast du dir überlegt.
10:48
Ich möchte jetzt diesen Verein gründen. Was war dein Antrieb? Ganz ehrlich, Claudia. Natürlich. Ich wollte nie an den Verein gründen. Ach so, das sage ich auch ganz gerne. Es war wirklich nie in meinem Sinne
10:59
mich mit einem Verein
11:01
selbstständig zu machen und dann auch noch äh zu einem Thema, was ja doch nicht ganz so leicht ist, nicht so wie dein schönes Thema, sondern es hat dann doch etwas Schwere, aber.
11:13
Ja, es waren vielleicht so verschiedene, ich sage Fügungen in meinem Leben, die dazu geführt haben.
11:19
Dass ich jetzt da bin, wo ich jetzt bin und ich habe so das Gefühl, ich bin jetzt echt so angekommen. Aber vielleicht sollte ich von Anfang an wie's dazu kam. Also.
11:27
Zunächst war eine Erkrankung in meiner Familie.
11:31
Der Auslöser. Mhm. Warum ich gesagt habe, es ist so wahnsinnig wertvoll A sich begleiten zu lassen.
11:39
Und wir hatten das Glück, eine tolle Therapeutin, also meine Tochter ist an Magersucht erkrankt. Ich darf das auch ganz offen ansprechen. Ich habe das auch das okay von ihr bekommen. Danke für das Vertrauen an der Stelle. Ja, ich denke, es ist einfach wichtig auch mit so einem Thema rauszugehen.
11:53
Wir haben nur positives Feedback bekommen, so wie wir damit umgegangen sind. Also es bestärkt mich sehr, Dinge anzusprechen und durch die Erkrankung.
12:02
War ich wirklich in einer Situation gelandet, in der ich einfach nicht mehr wusste.
12:08
Wie ich sie bewältigen sollte und ähm ich habe wirklich Angst um das Leben meiner Tochter gehabt.
12:14
Da kam eine Therapeutin mit ins Spiel. Meine Tochter musste zunächst erstmal in eine Klinik und war dort ein halbes Jahr stationär aufgenommen und während dieser Zeit wurden wir begleitet, engmaschig, eben durch diese fantastische Therapeutin.
12:28
Und da ist so ein bisschen so ein kleiner Funke übergesprungen, wo ich mir überlegt habe, Mensch, ist ja irgendwie
12:34
so würde ich gerne mit Menschen arbeiten. Ich möchte Menschen nah sein dürfen, ich möchte an ihren Lebensgeschichten teilhaben dürfen, aber auch sie ein Stück weit begleiten, um sie.
12:45
In eine bessere Zukunft führen zu können oder ihnen eine Perspektive in einer schwierigen Situation geben zu können und
12:51
ja und dann kam wieder der nächste Zufall äh in Form einer anderen Freundin von mir.
12:57
Die dann gesagt hat, ja mach doch einfach eine Ausbildung zum Coach, weil ich wollte jetzt nicht deinen Studiengang draufsetzen, war ja auch nicht mehr ganz so jung, aber wir hatten ja so das jetzt also extra noch irgendwie
13:06
Psychologie studieren, das will ich nicht. Muss in irgendeinen anderen Weg gehen und den gab's ja dann in der Tat und dann habe ich mich als systemischer Coach ausbilden lassen und zusätzlich noch als familientherapeutische Beraterin.
13:17
Und während dieser Zeit habe ich ehrenamtlich in einer Tagesstätte für demenzielle erkrankte Menschen gearbeitet.
13:24
Und da ist mir das Leid der Angehörigen noch mehr ans Herz gegangen.
13:28
Und äh da habe ich gesagt, so und diese Ausbildung oder Weiterbildung, die möchte ich jetzt gerne dafür verwenden
13:34
diesen Menschen zu helfen und habe mich noch als Demenztrainerin ausbilden lassen, eben nach Sylvia Hemmid und
13:40
Ihr habt die drei Dinge miteinander kombiniert und dann kam wieder das Schicksal in Form einer Freundin zu mir und sie meinte, mach dich doch selbstständig. Das ist so eine tolle Idee und ich glaube, das ist so notwendig, dass die Menschen diese Art von Begleitung bekommen.
13:55
Mit den Mut gemacht und hat gesagt mach dich selbstständig und gründe einen Verein. Sylvia Hemet ist deine Tante. Ja Silvia Helmet stammt von meiner Tante der Königin von Schweden und trägt ja auch ihren Vornamen und Silvia Helmet heißt eigentlich Silvia Heim.
14:09
Und sie hat die Stiftung vor mehr als 35 Jahren ins Leben gerufen
14:14
ihre Mutter an Demenz erkrankt war und auch daran gestorben ist und jetzt leider ihr Bruder eben auch. Also bei ihr ist das Thema wirklich virolent in ihrer eigenen Familie. Könnt ihr euch gegenseitig gut inspirieren oder sammelst du
14:26
Kraft oder Antworten aus ihrer bereits getätigten Arbeit? Also ich denke, ich habe sehr profitiert von meiner Ausbildung, die ich dort nach Silvia mit machen durfte und dann auch meine.
14:36
Abschlussprüfungen in Schweden absolviert habe. Es war sehr lustig, weil
14:40
meine Studienkollegen oder wie man auch mit denen hatte ich ja nicht mich geoutet von Anfang an und habe gesagt ich bin jetzt hier nicht äh der schwedischen Königin und so. Das wollte ich einfach nicht, weil ich wollte einfach, dass die mich so kennenlernen, wie ich normal bin und jetzt nicht
14:52
denken, die macht ja nur die Ausbildung, weil das ihre Tante ist oder so. Sondern das war wirklich so ein inneres ja ein inneres Bedürfnis von mir, mich da weiterzubilden, weil ich gemerkt habe, dieses Thema
15:02
interessiert mich und es berührt mich und ja so kam eins zum anderen. Darf ich mal fragen, Silvia Hemmet, ist das eine Ausbildung, die man international tätigen kann oder nur in Schweden? Ich habe die ja in Deutschland gemacht
15:13
Ich habe angefangen in Deutschland und die Endprüfung quasi war in Schweden mit der Leiterin der Stiftung eine wahnsinnig tolle Frau, auch unheimlich charismatisch und ich habe da wirklich irre viel gelernt, auch über.
15:26
Würde des Menschen, was das bedeutet und dass ein Mensch mit Demenz, ich sag's jetzt, noch mal,
15:32
bewusst Mensch mit Demenz, weil viele, ich weiß nicht, wie ich's sagen soll, wenn Demenz ins Spiel kommt, zieht man immer nur die Krankheit und der Mensch geht verloren und wir sagen, es ist aber der Mensch, der im Vordergrund steht und der hat halt äh zufällig die Erkrankung Demenz. Also wir setzen den Fokus auf Mensch und nicht auf.
15:49
Weil das macht was mit einem, also wenn man so ein bisschen drüber nachdenkt, wie man was tituliert, das ist ein Riesenunterschied. Schön, dass du mir geht das ganz ähnlich. Mich stört das oft, dass Menschen, andere Menschen
16:02
Durch die Art der Bezeichnung sofort in eine Schublade kategorisieren und man kommt nicht mehr raus und ich
16:08
glaube, dass, jetzt kenne ich mich natürlich in dem Gebiet der Demenz nicht so gut aus, aber ich könnte mir vorstellen, je nachdem in welchem Stadium man ist, dass es ganz viele positive, schöne Momente gibt
16:17
wo man vielleicht auch noch einen weiß ich nicht Schwimmer ist oder ein Kartenspieler oder ein Gärtner oder was auch immer. Mhm.
16:27
Das funktioniert sogar sehr lange noch so und deswegen finde ich's so vermessen, also die Demenz immer in den Vordergrund zu stellen, weil es ist ein Mensch, der noch an sehr vielem teilnehmen kann.
16:36
Das hat glaube ich, scheuen sich.
16:38
Viele auch sich eine Diagnose geben zu lassen, weil das ist, ich sage immer, das ist wie ein Stempel auf der Stirn und auf einmal reden alle nur noch von.
16:48
Demenzerkrankten und nicht mehr von dem Paul, der vielleicht jetzt kognitive Einschränkungen hat. Ich meine, es würde ja auch niemand hingehen und sagen, ach, das ist der krebskranke.
16:58
Mensch mit Krebs oder der jetzt kommt da der Brillenträger schon wieder daher. Das ist halt ein Mensch, der ab und zu eine Brille braucht.
17:04
Schön, dass wir das hier an der Stelle so öffentlich machen können. Ich habe mich schon gewundert, warum du sagst, Mensch mit Demenz und nicht Demenzerkrankter.
17:11
Du hast gesagt, dass du systemischer Coach bist. Mhm. Was bedeutet denn systemischer Coach genau?
17:17
Also als systemische Coache haben wir eigentlich so äh das Ganze wir konzentrieren uns jetzt in unserer Arbeit auf die Familie,
17:24
Weil wir das ganz wichtig finden und die Familie ist eigentlich die Institution, die auch so Demenzerkrankte zu Hause versorgen. Also und da
17:33
betrachten wir nicht nur den, sagen wir mal, den Partner, wenn's jetzt die Frau oder der Mann ist, der erkrankt ist, sondern da sind auch die Kinder involviert. Da ist vielleicht auch die Tante involviert oder die Schwester oder irgendwas. Also ein System,
17:46
Ist ja das gesamte Abbild einer Familie
17:49
Wir leben alle in Systemen, ja, ob eine Partnerschaft ist, ein System, wir leben in einem ganz großen System, nämlich dem Staat oder wir leben als Familie in einem System, in einem Job hat man auch ein System. Also wir sind alle in Systeme
18:03
quasi eingeschlossen. Ich verstehe, der Mensch ist ein System. Der ist in sich auch ein System, genau, völlig richtig. Und jede Begegnung sind die Begegnungen von zwei Systemen mit ihren unterschiedlichen Prägungen, die aufeinander treffen und dann wird dieser Weg eben in einem.
18:18
Neuen gemeinsamen Weg weitergegangen. So kann man das auch benennen, ja.
18:21
Ich finde, es ist sehr komplex und wenn man eine Familie begleitet, sollte man auch alle irgendwo zu Wort kommen lassen, weil jeder hat
18:30
einen anderen Blick auf die Situation und das finde ich ganz spannend oder wir arbeiten auch viel mit Familienbrett, das heißt, unsere Klienten können ihr System, ihr Familiensystem
18:41
externalisieren, sprich auf ein Brett stellen in Form von Figuren.
18:46
Hölzern, egal für was sie sich entscheiden, Größen, verschiedene Farben und können dann somit einen Blick auf ihr Familiensystem gewinnen und,
18:55
ganz erstaunliche Dinge, weil auf einmal kriegt man wenn man aus der Vogelperspektive auf etwas drauf schaut,
19:02
völlig andere Impulse, als wenn man immer nur davon redet. Man sieht auf einmal, wie stehen denn die Menschen hier auf diesem Brett zueinander, wer schaut wen an? Warum schauen die weg? Warum ist der
19:12
anderen Distanz zu dem Nächsten und man kann an diesem Familienbrett super schön arbeiten. Man kann auch Krankheiten.
19:19
Aufs Brett bringen, also in unserem Fall natürlich die Demenz, wo steht die denn? Bei wem steht die? Was macht die mit den ganzen Personen? Und somit.
19:27
Einen ganz tollen Einblick in so eine Familie und auch eine Klientin von mir sagte auf einmal, ah jetzt erkenne ich, das ist ja gar nicht mein Problem.
19:35
Jahrelang gedacht, das wäre meins, das gehört ja meinen Kindern zum Beispiel, das ist deren Problem und ich schlag mich ein Leben lang mit diesem Problem rum und merke auf einmal.
19:43
Nicht meins. Ja, ich glaube, dass über die Erfahrung wie die Krankheit mit einem umgeht.
19:47
Man wahnsinnig viel über die eigene Familie und seine Strukturen kommen zu uns mit dem Thema Demenz und auf einmal arbeiten wir.
19:56
Ganz anderen Themen sind Muster in Familien unterwegs.
19:59
Geglaubt hätte, die wären irgendwie erledigt oder die werden besänftigt, aber auf einmal poppen die wieder auf, weil die Demenz.
20:06
In einem Familiensystem sehr viel durcheinanderwirbelt in neue Kompetenzen müssen aufgebaut werden, der eine baut sie ab, der andere muss sie aufbauen.
20:15
Kinder werden auf einmal, wenn sie ihre Eltern pflegen, zu deren Verantwortlichen normalerweise es andersrum. Also es ist ein großer.
20:24
Wechsel und der muss erstmal verdaut werden und dann sollte man am besten draufschauen und sagen, ja wo stehe ich denn da, was will ich als pflegender Angehöriger, was kann ich dazu beitragen, dass es mir in dieser Situation auch gut geht, damit ich diese Situation
20:38
besser bewältigen kann. Ja und auch dass die Demenz nicht ausschließlich im Fokus des Miteinanders steht
20:45
sondern vielleicht auch noch viele weitere gute Momente wieder sichtbar werden ja wir möchten auch mit unseren Klienten dahingehend arbeiten, dass wir sagen.
20:54
Auch wenn's belastend ist, schaut euch an, was A, was macht ihr gut.
20:59
Was könnte alles, was schafft ihr alles? Nicht immer nur sagen, was geht nicht mehr und B einfach auch schöne Momente versuchen zu kreieren, bewusst zu kreieren und sagen, das tut uns allen gut.
21:12
Das können wir uns dann auch als Erinnerung mitnehmen.
21:16
Einfach diesen schönen Moment bewusst erleben im Hier und Jetzt, sage ich immer, das klingt so blöd, aber du hast ja eingangs auch gesagt,
21:24
Und das ist, ich glaube, der Schlüssel, wenn man mit dieser Erkrankung leben muss in einer Familie, viele Dinge im Hier und Jetzt zu erleben und wertzuschätzen.
21:34
Was noch möglich ist und nicht immer dahin zu gucken, was ist nicht mehr möglich? Was ist denn zum Beispiel möglich?
21:41
Klaas kommt auf den Schweregrad Erkrankung an. Ihr Lebensqualität ist ja sehr subjektiv und Lebensqualität verändert sich. Ich meine, wenn wir uns überlegen, was haben wir als.
21:50
Jugendliche, was war da für uns Lebensqualität? Was war wichtig und was ist uns jetzt wichtig und
21:56
Was brauche ich in meinem Leben, um glücklich zu sein? Und ich glaube, das wandelt sich. Egal, ob wir jetzt erkrankt sind oder nicht, das erwandelt sich auch bei ganz normalen Menschen und jetzt, wenn ich sage, ich habe einen Menschen mit Demenz zu Hause, um den ich mich kümmere, was
22:09
macht ihn glücklich? Wo kann ich ihm noch helfen? Was können wir gemeinsam genießen, zum Beispiel Musik ist ein unglaublicher Schlüssel zu Erinnerungen. Wir selber organisieren ja auch Konzerte für Menschen mit
22:21
und ohne Demenz, also ganz bewusst die Familie, soll bei uns kommen und wir erleben da so schöne Momente, wo wir sagen, dafür ist es wert
22:29
da zu arbeiten und da zu helfen. Spielt die Kunst auch eine Rolle? Die Kunst spielt eine Rolle in also jemand der gerne malen
22:37
wollte, sein Leben lang auch noch weiterhin malt und dass man auch die Möglichkeit gibt zu malen oder
22:43
Kunst, also im im Sinne von Musikschaffen zum Beispiel, also jemand, der gerne ein Instrument gespielt hat, sein Leben lang, der spielt auch.
22:51
Demenzerkrankung oft noch sehr, sehr lange, weil das sind so Dinge, die bleiben, die die sind so manifestiert auch im Gehirn, dass die sich da nicht so schnell auflösen, genauso wie Texte von Liedern, die man immer gerne gesungen hat. Oft können die Menschen,
23:05
einen vernünftigen Satz rausbringen, aber die Liedtexte, die sind auf einmal dann da, wenn die Musik losgeht.
23:11
Ich habe auch mal gehört, wenn man stottert, sobald man anfängt zu singen, geht das geht das Stottern weg.
23:18
Wenn man anfängt zu sprechen, kommt es wieder. Wenn es überrascht mich jedes Mal zu erfahren, was Musik oder was Lieder und Singen.
23:25
Alles für neue Räume schafft. Ja es heißt ja nicht umsonst, dass es Musiktherapie richtig gibt. Mhm.
23:30
Musik einzusetzen, zum Beispiel ist auch ein ganz wichtiger Moment in in einer Familie. Also wenn dir das der Erkrankte das auch immer mochte. Es gibt ja Menschen, die können mit Musik jetzt nicht so viel anfangen, dann sollte man auch nicht versuchen, sie mit Musik zu
23:43
bespielen, die sie nicht mögen, weil dann glaube ich erreicht man genau das Gegenteil. Also haben die Konzerte zwei Ziele zum einen ein,
23:51
schönen Moment im Jetzt zu schaffen und gleichzeitig für Erinnerung zu sorgen.
23:55
Mhm. Und auch einen dritten Punkt, dem schönen Momente mit dem sich Verlierenden zu ermöglichen ja.
24:03
Dadurch kann Entspannung eintreten, ja. Die beiden genießen etwas gemeinsam und ja, klar, der Gesunde nimmt's vielleicht noch eher, als Erinnerung mit während der Erkrankte das vielleicht wieder vergessen hat, aber
24:13
Deswegen sage ich so wichtig, diesen Moment genießen und zu sagen, ah Mensch, der wie geht denn der jetzt auf und wir haben ein Konzert mal gemacht und
24:20
da wusste man zum Schluss überhaupt nicht mehr, wer ist jetzt der erkrankte und wer ist der Gesunde, weil sie waren aber so dabei.
24:26
Das macht einfach, ja, das macht einen glücklich da zuzugucken und da auch mit
24:31
zu singen und mit ein Teil dessen zu sein. Die Konzerte finden wahrscheinlich in München statt oder? Ja, im Moment schon.
24:36
Und ihr agiert in München oder Rauch über München hinaus? Unsere Büros in München, aber und das hat uns die Pandemie beschert, sind wir schon sehr auch im deutschsprachigen Raum unterwegs und zwar über unsere Online-Angebote. Also wir bieten ganz viel online an.
24:50
Das funktioniert super. Also wir hätten uns nicht vorstellen können, dass Angehörigengruppen per Zoom funktionieren, aber sie funktionieren. Es ist zwar nicht genau das Gleiche wie wenn jemand
25:00
gegenüber sitzt im Raum, weil da hast du eine ganz andere Energie. Also empfinde ich so, aber auf der anderen Seite erreichen wir Familien, die.
25:09
Sagen wir mal über Deutschland oder auch in Österreich, Schweiz verstreut Leben, um sich um einen Erkrankten zu kümmern. Das heißt, wir haben ganz viele Geschwisterpaare bei uns in den Gruppen und in den Seminaren sitzen und die können jetzt
25:23
durch diese Onlineformate gemeinsam an dem Thema arbeiten und kriegen auch noch Feedback aus der Gruppe und sagen
25:29
also wir profitieren sowohl, dass wir uns jetzt gemeinsam über das Thema austauschen können und kriegen noch zusätzlich Feedback und aus der Gruppe, also das ist super.
25:38
Ist das eine Art Werkstatt, die ihr anbietet? Nein. Das sind Seminare
25:42
Mhm. Und die haben einen edukativen Teil, deswegen heißen sie auch Edukation Demenz und da ist der eine Teil ist äh ganz stark auf Wissensvermittlung, was extrem wichtig ist bei dieser Erkrankung. Man muss wissen.
25:54
Was passiert oder was kommt auf mich zu,
25:57
in allen Facetten. Und der nächste Teil in diesem Seminar ist dann einfach die die Gruppe an sich, die sich dann miteinander austauscht und das ist so extrem wertvoll, weil wir sagen, jeder, der da sitzt ist Experte in seinem eigenen Umfeld und kann.
26:11
System, genau und kann unglaubliches Wissen auch an die anderen weitergeben und jeder
26:19
hat das Gefühl, er ist nicht alleine, also was wir ganz oft hören, dass die zu einsam werden, weil sie sind mit ihrem Thema alleine und äh isolieren sich auch mal mehr, weil die Freunde wollen das nicht die ganze Zeit hören und indem sie sich in diesen Gruppen wiederfinden
26:34
Haben Sie das Gefühl, ich bin nicht alleine. Ich habe
26:36
bei meiner Vorbereitung herausgefunden, dass die Zahl der Menschen mit Demenzerkrankungen ähnlich hoch ist wie die der Krebserkrankungen.
26:44
Es ist wirklich so. Wie ist denn der Zugang für die Angehörigen? Ist es sehr leicht zu akzeptieren.
26:51
Ich habe jetzt einen lieben Menschen, der an Demenz erkrankt ist. Jetzt gehe ich hin und
26:55
setze mich aktiv dafür ein, dass er begleitet wird oder ist da vielleicht auch erstmal ein persönlicher Prozess das akzeptierens und auch des Nach-Außen-Gehens vielleicht ein Schamgefühl? Mhm.
27:06
Da sprichst du was sehr Wichtiges an, also die Akzeptanz, dass eine.
27:12
Erkrankung eventuell vorliegen könnte, also erst bewegt man sich echt so in so einem nebulösen Umfeld, nennen wir das immer, also da merkt man
27:21
Der Angehörige wird vielleicht ein bisschen komisch oder vergisst öfter mal was oder
27:26
wird vielleicht ein bisschen lethargischer oder möchte nicht mehr an Gruppen teilnehmen oder möchte nicht mehr ausgehen oder Menschen treffen und zieht sich so ein bisschen auch zurück und wenn man so so das ein bisschen beobachtet.
27:39
Dann denkt man sich, ja Mensch, was könnten das sein? Also ist immer die Frage, wann ist der Punkt wirklich, wann äh ist es nicht mehr ein normales Vergessen? Also jeder Mensch, wenn er älter wird, vergisst einfach Dinge. Das ist ganz normal. Äh das Gehirn baut sich auch ein Stück weit ab.
27:52
Aber wann ist wirklich der Punkt, wo man sagt, dieses Vergessen ist nicht mehr normal, sondern ist eine Demenz und da geht's schon los und jeder versucht der Erkrankte natürlich auch.
28:01
Das zu vertuschen
28:03
Mhm. Und die sind so geschickt, Dinge zu vertuschen. Man umschreibt Dinge, wenn einem das Wort zum Beispiel nicht mehr einfällt. Dann mache ich auch. Ja, aber das ist nun
28:11
Mhm. Vergessen ist auch so ein bisschen für das Gehirn, das ist ein Schutz, ja. Werden so zugeballert mit Informationen und.
28:19
Der jetzigen Zeit noch mehr als früher. Ich glaube
28:22
manchmal ist das Gehirn so eine absoluten Überforderung, aber das ist hat dann noch nichts mit Demenz zu tun. Also da müssten die Faktoren, wenn man sie bemerkt, mindestens ein halbes Jahr bestehen und dann auch schlimmer werden und dann sollte man sich schon mal überlegen
28:36
gibt man diagnostisch vor und lässt eine Diagnose erstellen.
28:40
Was natürlich für die Familien schwer ist, weil wenn's dann mal da steht, dann kommt man dem auch nicht mehr aus. Also und immens ist eine Palliativerkrankung und das sagen wir immer relativ schnell, dass sie die führt,
28:50
zum Tod und es gibt leider bis heute nichts, was dies aufhalten kann.
28:55
Deswegen haben auch viele so Angst vor dieser Diagnose, weil bei Krebs hat man ja oft noch die Hoffnung, dass es geheilt werden kann, aber eine Demenzerkrankung.
29:05
Nicht heilbar, wenn sie,
29:07
eine primäre Demenzerkrankung ist. Da gibt's dann auch wieder Unterschiede primäre sekundäre Demenzen, sekundäre sind Demenzerkrankungen, die auf einer anderen Krankheit basieren, also da ist nicht das Gehirn per se erkrankt, sondern zum Beispiel beim Schädelhirntraumen. Kann sich eine Demenz bilden oder wenn jemand alkoholsüchtig ist oder Drogen konsumiert hat
29:26
oder eine Stoffwechselerkrankung hat, dann kann sich eine Demenz oben drauf setzen
29:31
Manchmal kann man's auch heilen, aber eine primäre Demenz, also das Gehirn an sich ist erkrankt, da gibt's leider keine Heilung, so zum Beispiel wie die Alzheimer-Erkrankung.
29:40
Wenn ich mir vorstelle, dass ein Hörer vielleicht feststellt, hm ich beobachte in meinem näheren Umfeld Personen, die da irgendwie.
29:48
Vergesslicher sind, sind Personen, die mir sehr nahe stehen.
29:52
Auf welchem Zeitpunkt kann ich mich denn an dich beziehungsweise an Desideria Care wenden? Noch vor der offiziellen Diagnose oder auch schon, wenn ich vielleicht Rat suche, ich möchte meinem Vater, meiner Mutter helfen, diesen Schritt zu gehen zum Arzt.
30:05
Du musst keine Angst haben, beides. Also wir würden uns wirklich freuen, dass die Menschen so früh wie möglich bei uns aufschlagen.
30:11
Und auch wenn's noch keine Diagnose gibt, wenn da so Verdachtsmomente entstanden sind, die man auch nicht mehr loswird, das manifestiert sich ja irgendwann, denkt er auch, was ist denn, was ist denn das?
30:21
Also auch gerne schon da. Mhm. Aber die meisten kommen, äh sage ich immer, leider zu uns, wenn das Kind schon den Brunnen gefallen ist und wenn man schon merkt, ich bin jetzt so überfordert,
30:31
schaff's nicht mehr. Also ich merke, dass ich da ganz schön Nachholbedarf habe, um meine Augen noch mehr in Richtung Menschen mit Demenz und
30:39
einem Zugang zu richten, welche Möglichkeiten findet ihr, um wenn ich jetzt sage einen leichten Zugang zu finden, klingt das vielleicht etwas eigenartig, aber.
30:48
Gibt es Projekte, um diesen Verein mehr in die Sichtbarkeit zu rücken? Vielleicht ein neues Sehen zu entwickeln.
30:56
Seit anderthalb Jahren beschäftigen wir uns mit der Bildsprache in den Medien und sind im Verein übereingekommen, dass das irgendwie so gar nicht geht. Die,
31:06
Demenzerkrankte abgebildet werden, wie man
31:09
bildlich versucht, diese Erkrankung darzustellen. Also in mir eingebrannt hat sich dieses eine Bild, das ist so ein ein Kopf, der ist in Form eines Baumes dargestellt und ähm der verliert so im Laufe der Zeit, also quasi wie.
31:23
Die Jahreszeiten verliert immer mehr Blätter und irgendwann fliegen so hinten die Blätter aus dem Kopf raus. Ich fand's ganz schlimm und das war dann wirklich der Auslöser, wo wir gesagt haben, nein
31:33
Da wollen wir jetzt irgendwie ein bisschen gegensteuern und die eine Vision.
31:37
Unseres Vereins ist es, dass wir versuchen, das Thema Demenz in der Gesellschaft zu sensibilisieren und es,
31:45
aus der Tabuzone herauszuholen. Also man kann die Demenz
31:49
in unserer Gesellschaft nicht mehr wegdiskutieren, auch wenn viele immer noch nicht hinschauen wollen. Sie wollen's einfach nicht und dann haben wir uns überlegt, was können wir denn da machen äh und dann ist uns die Idee gekommen, einen.
32:00
Fotowettbewerb ins Leben zu rufen. Der startete letztes Jahr im November und mit diesem Fotowettbewerb möchten wir.
32:08
Ein Bewusstseinswandel herbeiführen in der Gesellschaft. Wir möchten mit den Bildern, die wir hoffentlich generieren werden.
32:16
Diese schönen Momente auch darstellen. Also wir wollen dann nichts äh so tun, als wäre Demenz nur trallala, sondern äh Demenz ist ein schweres Thema, aber.
32:27
Mit der Perspektive auch, dass
32:29
es schön sein darf und das kriegen wir auch in unserer Praxis immer wieder gespiegelt, die Klienten sagen, es gibt auch so viel schöne Sachen, die wir erleben dürfen. Nur man muss das Auge dafür schärfen, wie du vorhin auch, glaube ich, gesagt hast und Bilder haben eine sehr hohe.
32:43
Macht etwas zu verändern in unseren Köpfen. Also wenn ich mir Fotos anschaue, die bewirken ja irgendwas.
32:50
Kann im Negativen, im Positiven passieren und wir wollen schauen, dass es was Positives bewirkt.
32:57
Dass man den Familien quasi auch.
33:01
Diesen Fotowettbewerb und den Bildern auch etwas an die Hand gibt, so ein kleines Werkzeug, nennen wir es.
33:08
Um vielleicht auch mal selber die Kamera in die Hand zu nehmen und zu sagen, ja was sind denn eigentlich schöne Momente? Kann ich die selber kreieren oder.
33:16
Wenn ich meinen Blick schärfe, sehe ich vielleicht andere Dinge, also wenn ich zum Beispiel mit der Kamera durch die Natur gehe, ich fotografiere wahnsinnig gerne draußen, ich gehe anders durch die
33:25
Natur, wenn ich eine Kamera dabei habe und
33:28
mir vorgenommen habe, ich möchte jetzt Bilder machen. Ja stimmt, ich auch. Einfach nur durch die Natur renne und möglichst schnell versuche meinen Spaziergang zu absolvieren und wieder nach Hause. Und wenn ich die Kamera dabei habe, nehme ich mir A mehr Zeit.
33:41
Ich bleibe vielleicht mal am Wegesrand stehen und entdecke irgendetwas, was ich sonst nie entdeckt hätte, zum Beispiel. Ich liebe Gräser fotografieren, weil die so schön sind, ja und ja und man geht immer so dran vorbei,
33:53
oder weiß ich Disteln oder einfach auch äh wir nennen's Unkraut. Ich finde Schweine-Netze. Ja, genau.
34:00
Saß irgendwann im Sommer auf einer Wiese und habe Spinnen fotografiert. Ich fand's toll, ja. Und dann saß ich da und habe die Zeit um mich herum vergessen und das ist es im Hier und Jetzt und das möchten wir den Familien,
34:10
Auch mit dem Wettbewerb mitgeben, weil der Wettbewerb richtet sich jetzt nicht nur an Profis und Nachwuchsfotografen, sondern eben auch an.
34:18
Amateure, also ganz normale Menschen, so wie du und ich, sollen die Kamera in die Hand nehmen und Fotos machen und dadurch.
34:25
Den Moment genießen und vielleicht auch eine andere Nähe zu dem.
34:30
Meinem geliebten Menschen, der erkrankt ist, herstellen. Also wir haben ja unseren Botschafter mit an Bord, den Hauke Treßler. Wenn ich den hier kurz erwähnen darf so ein.
34:39
Toller Mensch, über den sind wir gestolpert mit unserem Fotowettbewerb und er ist jetzt unser Botschafter geworden.
34:45
Und der begleitete seinen an Alzheim erkrankten Vater und er hatte kein gutes Verhältnis darüber spricht er auch ganz offen zu seinem Vater und während einer wunderbaren Reise nach Lappland, die er mit seinem Vater noch gemacht hat.
34:59
Sein Vater sehr nahe gekommen. Jetzt war der Vater allerdings auch Fotograf. Also der hatte jetzt nicht ein Störgefühl, wenn eine Kamera auf einmal da war. Aber ich glaube, dieses Störgefühl ist gar nicht mehr da, weil der Mensch mit Demenz merkt, man beschäftigt ziemlich die. Man baut
35:13
irgendwas auf und er fühlt sich auch vielleicht wichtig oder er fühlt sich gesehen also ich glaube da kann man sehr viel Nähe produzieren,
35:21
in der Familie. Honke ist auch Fotograf oder? Ist selber auch Fotograf, ja. Er hat eigentlich die Fotos nie gemacht, um sie irgendwie.
35:31
In der Öffentlichkeit zu zeigen und dann hat er sich aber überlegt, jetzt diesen so schön geworden und.
35:36
Einem Outdoor-Magazin glaube ich gegeben und die haben eine riesen Reportage drüber gemacht und sagt immer er hat noch nie so viel Feedback über Fotos bekommen, wie genau über diese Fotos.
35:46
An was hat er aus dieser Reise mitgenommen? Hat er seinen Vater neu gesehen? Ja oder? Ja.
35:50
Er war seinem Vater auf einmal sehr nahe und die hatten wirklich ein schwieriges Verhältnis und letztendlich war er dann dankbar, dass er das machen durfte, auch wenn's noch so anstrengend war und wenn's auch
36:00
so schön unschöne und hässliche Seiten dieser Krankheit gegeben hat und sich auch immer die Frage zu stellen, äh was darf ich fotografieren? Ich meine, fotografieren, glaube ich, darf man alle. Es ist dann die Frage, was macht man mit den Fotos? Wo gibt
36:12
man dienen oder sind die nur für einen selber? Und er sagt, durch die Fotos hat er sich einen unglaublichen Erinnerungsschatz geschaffen.
36:22
Mit dem er jetzt sehr viel besser mit dieser Krankheit klarkommt und in Begegnung mit uns.
36:27
Ihm diese andere Seite so bewusst geworden, also der hat einen riesen Prozess durchlaufen können vom Fotomachen, dann hat er seinen Vater verloren und jetzt in der Nacharbeit so auch mit
36:39
der Auseinandersetzung, wie wir die Dinge sehen, äh sieht er die Erkrankung auch wieder ganz anders. Also er hat einen, ich denke, einen großen Profit
36:47
davon getragen und das würden wir den Familien auch ähm mit an die Hand geben wollen. Ist das ein Tipp, den ihr auch in euren Coachings mitgebt, fotografiert ganz viel?
36:56
Mache ich inzwischen ja. Seitdem ich Hauke kennengelernt habe, ja, weil vorher ist mir das gar nicht so in den Sinn gekommen, aber es ist ein Tool
37:04
was man mit in die Familie integrieren kann und heutzutage ist ja Fotografieren so einfach. Jeder hat ein Smartphone denke ich mal und jeder kann Fotos machen.
37:14
Und das ist so einfach geworden, um auf den Fotografie-Wettbewerb anzusprechen. Du sagst grad, Smartphone.
37:21
Wenn ich jetzt als ein äh Animateur, genau, wenn ich jetzt als am bin ja auch
37:26
als wenn ich jetzt als Amateur loslege, ich habe keine gute Kamera, dürfte ich euch auch mhm. Handybilder und gibt es eine bestimmte Vorgabe in den Motiven oder kann ich vielleicht auch so etwas wie.
37:42
Ein gemeinsames Abendessen? Also das sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Also es kann auch was Gegenständliches sein, was man vielleicht mit einer Demenzerkrankung.
37:51
Gleichsetzen kann. Also es muss jetzt nicht, wenn man sich scheut
37:54
den Menschen zu fotografieren. Vielleicht gibt's Situationen, dass man ihn so gar nicht darstellen muss. Also wir wollen, dass er auch gar nicht so einschränken. Also wir haben jetzt zum Beispiel auf unserer Website Demenz neu sehen Punkt DE kann man mal gucken, wie Hauke Dressler das macht, wie er seinen Vater fotografiert hat.
38:10
Man kann sich daran anlehnen, aber man kann auch was völlig anderes für sich entdecken. Der Wettbewerb begann im November letzten Jahres. Mhm. Und bis wann wird er gehen? Bis 15. Juni.
38:21
Und mal angenommen, also ihr habt mich ja schon geoutet, ich bin kein Profi, gibt es
38:26
zusätzlich, dass ich ähm meine Erinnerung wach halte, mich vielleicht nochmal mit meiner an Demenz erkrankten, geliebten Personen intensive auseinandersetze, auch
38:37
vielleicht einen Anreiz sich zu beteiligen, gibt es einen Preis oder klar. Ich will jetzt hier nie so nein, aber da sind wir ganz nein, aber da sind wir ganz stolz, weil hier ist sind 10.000 Euro ausgesetzt, sage ich
38:51
Und da finde ich, das ist schon ein tolles Preisgeld. Also ich glaube, der Profi kriegt 5000 und der Nachwuchsfotograf für dreitausend
38:59
und der Amateur 2000 gibt es eine Stiftung, die dahinter steckt dass die Josef und Louise Kraftstiftung in München das wird
39:07
total glücklich, dass wir die mit an Bord holen konnten, dass die uns diesen Fotowettbewerb finanziert und ermöglicht eigentlich.
39:13
Also ihr könnt mir ja auch vorstellen, dass es auch eine Jury geben wird, die dann eben entsprechend entscheidet, welche es gibt Gewinnerbilder sein werden, darfst du verraten
39:23
wie sich die Jury zusammensetzt. Ja klar und wir sind nämlich sehr stolz auf unsere Jury, also da ist zum Beispiel dabei die Amelie Schneider und die ist die äh Leiterin von der Bild-Redaktion Die Zeit. Äh dann haben wir einen ganz tollen Fotografen dafür gewinnen können, den Armen Smilowitsch aus München, dann eine
39:40
Professorin Doktor Henriette Herwick, die doziert an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf.
39:46
Ebenfalls ein Professor Dirk Gebhardt an der Hochschule in Dortmund. Also ich denke, wir sind wirklich präsent und und sehr gut aufgestellt, dann ist meine Wenigkeit ist dabei und dann ist der Vorstand der Josef und Lose Kraftstiftung, der Herr Mosler mit an Bord. Und noch der Doktor Fritz Scherer
40:05
der ist Generationen repräsentant. So nennt der sich. Also ich denke, wir sind wirklich sehr, sehr gut aufgestellt und können stolz sein, dass sich so viele Menschen
40:15
Zu diesem Wettbewerb bekennen, weil als wir damit angefangen haben, haben die Anwälte zum Beispiel gesagt, dass es so was.
40:21
Nicht. Können wir nicht machen, weil das ist zu schwierig juristisch das alles abzuklären, aber wir haben's geschafft und wir sind.
40:28
Wirklich stolz dadrauf. Na herzlichen Glückwunsch und danke. Ich höre auch schon, ihr seid bundesweit vertreten, ich nehme an, dass der Wettbewerb auch bundesweit.
40:37
Angenommen, ich würde jetzt hier auch Hörer in Österreich und der Schweiz und so erreichen, ist es auch Dach, nein leider nicht. Das konnten wir nicht machen, weil die juristischen ähm
40:47
Bedingungen so anders sind, sowohl in Österreich als auch in der Schweiz und das wäre für uns juristisch nicht darstellbar gewesen, leider, weil wir finden, wir müssen
40:57
Dachwald agieren, ähm aber im Moment, also zumindest jetzt für den ersten Aufschlag, das ist ja wirklich der erste Fotowettbewerb,
41:04
den's in der Art überhaupt gibt, haben wir gesagt, nein, wir machen's jetzt nur in Deutschland, um uns
41:09
juristisch einigermaßen wohlzufühlen, weil als Vorstand ist man dann leicht angreifbar und das möchte ich eigentlich nicht. Nee, das verstehe ich. Und werden wir die Bilder irgendwann auch mal in der Öffentlichkeit sehen können? Ja, also äh die Planung ist eine
41:24
Ausstellungen oder mehrere Ausstellungen im öffentlichen Raum zu kreieren. Also wie wir das genau machen werden, da sind wir noch am
41:33
basteln, sage ich mal so, weil wir natürlich erstmal abwarten müssen, was kriegen wir für Fotos? Also im Moment ist dieses Thema, wir nennen's nur unsere Blackbox, weil wir keine Ahnung haben.
41:42
Was für Fotos wir bekommen, aber die Idee, um auch eine Nachhaltigkeit mit den Fotos zu bewirken, ist das schon eine Ausstellung und zwar uns schwebt jetzt nicht so eine.
41:52
Ja, wie soll ich sagen, ich will's ja nicht abwerten, so eine Ausstellung in irgendwelchen Räumen, sondern wir möchten
41:58
in den öffentlichen Raum gehen und da sind wir jetzt grade in unserer kreativen Phase, um zu sehen.
42:05
Wie kann man das machen? Wer kann uns da unterstützen?
42:09
Und wann kriegen wir das überhaupt gebacken? Also ich denke so vor Ende des Jahres auf keinen Fall. Also ihr lieben Hörenden, hiermit die große Aufforderung
42:18
Bitte, ob Profi Nachwuchs, Fotografin oder Amateur-Amateurin, bitte beteiligt euch rege.
42:27
An dem Fotowettbewerb, ich denke, dass man alle Details und Informationen auf der Website WWW Demenz neu sehen Punkt DE nachlesen kann und natürlich
42:37
Falls es fleißig Tipps gibt, wo man, wie online und im Außenbereich präsentieren könnt. Wer sich noch nicht so sicher ist, wir haben eine Denkwerkstatt
42:47
eingerichtet, die wir regelmäßig ins Leben gerufen haben zum Thema Fotografieren, die letzte vor dem Wettbewerb Schluss findet am dritten
42:55
Mai statt. Also wer sich da noch einklinken möchte, bitte kommt auf unsere Webseite und meldet euch an. Wir freuen uns auf viele Fragen, die da auf uns einprasseln werden.
43:04
Eine große Frage.
43:06
Der Hörenden wird sicherlich sein, warum sitzen die Siri und Claudia zusammen? Wie sind die beiden denn verknüpft? Warum mache ich einen Podcast über Demenz? Hat ja erstmal so gar nichts mit.
43:21
Kunst zu tun? Geht es allein um den Aufruf?
43:25
Demenz neu sehen, bitte beteiligt euch, geht es um die Geschichte deines Vaters, der in Bayern sehr aktiv als Kunstförderer unterwegs war oder gibt es vielleicht auch noch eine dritte Möglichkeit.
43:39
Magst du sie verraten oder soll ich? Ich glaube Claudia, das ist jetzt an dir das zu verraten, weil wir haben einen gemeinsamen Freund, würde ich mal sagen. Einen sehr guten Freund, ne? Der mir.
43:51
Sehr viel bedeutet und den
43:53
ich uns beiden glaube ich und ich kann ja vielleicht mal gleich meine Seite der Geschichte darstellen und dann darfst du gleich weitermachen, weil das ist echt lustig, wie wie wir zusammengekommen sind. Ja, das ist der Michael Schmidt Ott aus Wien und
44:07
er ist Rotarier und mein Mann ist auch Rotarier und vor.
44:12
Glaube ich zwei Jahren oder fast drei Jahren, ich weiß nicht, zwei Jahren habe ich zu Hause einen Katalog vorgefunden, einen Auktionskatalog von Satherbies und Roterie.
44:22
Ich blätterte so durch den Katalog und habe mir gedacht, wow, also das ist ja der Wahnsinn und das alles für einen gemeinnützigen Verein, ich glaube, es war ein Hospizverein in Wien, wurde diese.
44:33
Kunstauktion veranstaltet und ich habe selber mit meiner Schwägerin, die Galeristin, ist hier in München, die Carack Johnson, auch Kunstaktionen schon gemacht und durchgeführt und das war immer ein großer Erfolg.
44:45
Hat aber so was mit Satherbies
44:48
und oder gemeinsam, das ist ja echt cool. Und einer meiner besten Freundinnen ist die Leiterin von in Frankfurt.
44:56
Und dann habe ich sie angerufen. Habe ich gesagt, sag mal, kennst du den Typen, der das macht? Und dann hat sie zu mir gesagt, ja, den habe ich gerade kennengelernt. Ich gebe dir mal die Nummer, rufe den einfach an, der ist echt total entspannt.
45:07
Also ich wage das jetzt einfach, ich rufe den an. Ich will das wissen, wie so was geht. Ich würde das gerne in Deutschland für meinen Verein haben. Und dann habe ich den angerufen und da war der super nett und wir haben uns glaube ich
45:18
auf Anhieb mal zwei Stunden locker unterhalten.
45:22
Und dann hat er nur gesagt, also er fänd das ganz toll, was ich da mache und Demenz ist so ein wichtiges Thema, aber er wäre jetzt so unter Druck, weil die Auktion, die er damals vorbereitet hat, war so in den letzten Zügen und er sagt, also in den nächsten drei Monaten
45:35
könne er sich zu gar nichts mehr committen, weil er es wirklich am Anschlag und dann hat er mir gesagt, ja er würde sich melden,
45:42
Wenn die Auktion vorbei ist und er so einigermaßen wieder am Durchschnaufen ist, hast du gedacht, das macht er nie. Ich habe wirklich ich habe mir gedacht, na ja, also schauen wir mal, ob das was wird, ja? Und dann
45:52
ging diese Zeit ins Land und ich hat's dann bisschen zurückgestellt, weil wir noch viele andere Sachen im Kopf haben und dann rief er tatsächlich an.
45:59
Und hat gesagt ja das wäre ihm auch nicht mehr aus dem Kopf gegangen und er würde gerne mit mir sprechen
46:04
Dann haben wir wieder telefoniert und dann hat er gesagt, ja er käme auch gerne mal nach München und dann war er bei mir in München gesessen im Büro und wir haben wieder zwei Stunden, glaube ich, geredet und geredet und geredet und dann ging er zur Tür und wollte sich verabschieden und dann hat er gesagt.
46:17
Ich mache das mit euch. Ihr seid mir so sympathisch, ich mache das und ich.
46:21
Cool, wie cool das so begeistert und das war so ja das war auch wieder so eine Fügung.
46:29
Das sollte irgendwie zusammenpassen und ich war so froh, dass ich mir so meinen Mut zusammengerissen habe und den Typen da in Wien angerufen habe. So, ich ich habe ihn echt so gefragt, ja toll, das
46:38
Projekt und wie könnte ich das denn in Deutschland auf die Beine stellen, so das war so meine Eingangsfrage, weil ich konnte ja nicht gleich sagen
46:46
Sie Lust, das für mich zu machen? Also das so frech bin ich dann doch nicht.
46:50
Glaube ich schon ganz richtig verstanden und jetzt sitzen wir in einem Boot und jetzt kommst du nämlich ins Spiel. Jetzt darfst du deinen Teil dazu beitragen. Michael und ich, wir sind hier auch schon seit geraumer Zeit sehr eng miteinander befreundet
47:03
Und er erzählte mir.
47:06
Auch während eines mehrstündigen Telefonate, Michael, du wirst jetzt als Vieltelefonierer geoutet von diesem tollen Projekt und mit dieser Begeisterung, mit der er erzählt hat, hat er mich
47:19
direkt angesteckt und ich dachte, ja vielleicht kann ich ja auch ein Körnchen dazu beitragen dieses wichtige Projekt.
47:26
Vielleicht nicht sichtbarer, aber hörbarer zu machen.
47:30
Und dann fingen wir an miteinander stundenlang zu telefonieren und ich freue mich wirklich außerordentlich, dass wir jetzt hier zusammen sind und.
47:40
Auch noch ein bisschen über die Charity-Auktion von dir und Michael. Mir fällt gerade so was ein, das ist so der Virus geht irgendwie weiter, ja? Er hat mich angesteckt und Michael steckt einen wirklich an, wenn man mit ihm telefoniert.
47:53
Und auflegt.
47:55
Dann hat man so das Gefühl, ja man kann eigentlich alles bewegen. Mhm. Also es gibt keine Grenzen die Kreativität nimmt kein Ende und es steckt
48:03
einen wirklich an und das deswegen macht's auch so Spaß, mit ihm zu telefonieren und irgendwie geht's mir mit dir genauso, weil wir haben uns ja wirklich er hat uns connected und dann haben wir telefoniert und das war auch schon mal gleich anderthalb Stunden glaube ich so bei mir nichts, dir nichts.
48:17
Und es passiert ja auch nicht so oft, dass man Menschen, die man gar nicht kennt.
48:21
Sofort ja so eine irgendwie in der Nähe spürt und sagt ja da da ist irgendwas. Das freut mich
48:27
kennenlernen durfte, liebe Claudia. Jetzt muss ich irgendwie einen Link finden und nervös. Also ihr Lieben, Hörenden, die Auktion findet statt am 5. Oktober zweitausenddreiundzwanzig. Also, Demenz neu sehen, der Fotowettbewerb,
48:42
bis Juni, also da ist erstmal der Einsendeschluss, das heißt dann werden wir die ganzen Werke Fotografien sichten. Dann haben wir im Juli die Jurysitzung.
48:52
Dann können wir die Gewinner quasi bekannt geben und möchten das gerne im Oktober diesen Jahres machen. Ja und dann.
49:01
Würde ich ganz gerne, wenn das irgendwie machbar ist, auch bei dieser tollen Auktion, dreiundzwanzig, vielleicht sogar unser erstes Preisfoto oder die ersten drei, vielleicht auch
49:12
mitversteigern lassen, je nachdem.
49:15
Was dabei rumkommt. Das wäre ja nämlich ein schöner Konnex zu unserem ganzen Thema. Sehr, sehr schöne Idee. Weiß gar nicht, ob ich dem Michael das schon verraten habe. Der hört hier den Podcast regelmäßig.
49:27
Guter Punkt. Fällt er auf. Also.
49:33
Die Auktion wird stattfinden am fünften Oktober dreiundzwanzig. Ihr Lieben, merkt euch das bitte schon mal.
49:38
Kannst du schon verraten oder darfst du schon verraten, wo die Auktion stattfinden wird? Die wird auf jeden Fall in Köln stattfinden bei. Die haben ja das tolle Palais,
49:47
Ich war selber noch nicht dort, also ich bin sehr gespannt und dort wird das stattfinden, also das ist auch ein,
49:54
denke ich, großer Erfolg, dass wir dort sein dürfen. Hat der Michael dir denn schon verraten?
50:00
Was für Künstler vertreten sein werden, aus welchen Regionen werden es reine europäische Künstler sein oder global oder
50:09
Also Michael hat mir schon verraten, dass wir an die 200 Werke zusammengesammelt haben, also hauptsächlich er, ich habe ein bisschen was dazu beisteuern können. Wir dürfen die,
50:19
Werke oder ein Großteil davon glaube ich eine Woche lang in dem Palais Oppenheim ausstellen und diese Ausstellung kann kostenlos besucht werden und
50:28
da sollten so viel wie möglich kommen. Es gibt auch Videoführungen und ich denke, wird auch die eine oder andere persönliche Führung durch seine Ausstellung machen.
50:37
Und die
50:38
Künstler, also er hat mir so ein bisschen was verraten, zwar noch nicht alles, wer da alles dabei ist, aber es ist ziemlich international, also von Amerika über Afrika, über England, Skandinavien, äh Deutschland natürlich Österreich, also ich.
50:55
Total begeistert, was er da schon alles in dieser kurzen Zeit ansammeln konnte und es
51:00
dies wirklich auf große Resonanz, weil auch viele der Künstler mit dem Thema Demenz was anfangen können und ich glaube, was wir auch machen wollen. Wir wollen diese ganze Auktion oder diese ganze Zeit, bis die Auktion stattfindet, wollen wir auch in den Medien oder.
51:14
In den Social Media begleiten und er ist ja jemand, der bereist
51:19
nicht alle Künstler, aber die, die er bereisen kann, äh macht eine richtige Künstlertournee und spricht mit den Künstlern, schaut sich die Ateliers an und da haben wir schon ganz tolle Ideen, wie man das auch vielleicht ganz spannend auf Instagram veröffentlichen kann und auch vielleicht äh zum Teil die
51:35
der Künstler mit reinnehmen kann und auch warum machen sie das und wenn jemand wirklich ein Demenzbezug in der Familie hat, vielleicht kann man auch darüber reden
51:46
Ich glaube, das macht sehr viel nahbarer und.
51:49
An Ideen mangelt's uns da nicht, um dieses ganze Thema bis Oktober 23 so interessant wie möglich zu gestalten und unsere Interessenten auf eine
51:58
längere Reise mitzunehmen als nur ich gehe auf eine Auktion und ersteigere ein Kunstwerk, sondern es soll eingebunden werden in Stories, das ist das, was so schön ist. Äh wir wollen ja
52:11
das über das Thema Demenz geredet wird und das ist kein Tabu-Thema mehr. Ist egal
52:16
wo man unterwegs ist und da danke ich dir, liebe Claudia, weil mit deinem Podcast eröffnest du ja wieder ein völlig anderes Publikum. Also ich hätte da nie drüber nachgedacht und als der Michael auf mich zukam
52:29
und gesagt hat, du kannst in dem Podcast von der Claudia und da habe ich gesagt
52:32
äh wieso soll ich und Demenz? Was hat denn das mit Kunst zu tun, aber jetzt haben wir, glaube ich, einen wunderbaren Dreh gefunden. Und was ich so schön finde ist, du sagtest ja eingangs, dass du zwar von Geburt an
52:44
durch die Kunst geprägt worden bist, aber erst gar nicht den Bezug hattest und tatsächlich jetzt so in der kann man sagen Lebensmitte, kann man das so sagen zwischen.
52:51
40 so, ja, ne? Ja.
52:53
Wir lassen das jetzt einfach mal so stehen. Die A40 klingt gut. Ja, dass du dann wieder zurück zu den Wurzeln findest, da etwas ganz Großes organisieren kannst, etwas Großes auf die Beine stellen kannst für deine Leidenschaft, die Angehörigen von Demenz zu unterstützen. Und weißt du was?
53:09
Ich mache dir jetzt das Angebot, dass sich dein Verein nicht nur mit diesem einen Podcast unterstützen werde, sondern ich möchte dir gerne anbieten, wenn du das möchtest. Also für dich jetzt nicht unter Druck gesetzt.
53:20
Aber dass ich gerne euch unterstützen möchte regelmäßig.
53:25
Künstlern ins Gespräch kommen möchte, um bis Oktober 20023 immer wieder auf
53:31
Diese tolle Auktion auf euren tollen Verein aufmerksam zu machen. Ich bin total begeistert
53:38
Du kennst mich ja, ich bin, glaube ich, wirklich sehr spontan und sehr offen. Ich find's echt toll, weil genau so was brauchen wir. Es muss begleitet werden und es muss integriert werden in eine.
53:47
Schöne Geschichten, ja und in in Geschichten, die das Leben schreibt, so Menschen, Künstler, warum machen die das? Warum spenden die einen Werk für einen Verein, den sie vielleicht in ihrem Leben noch nie gehört haben? Ja.
53:59
Was ist das? Und ähm ich glaube, wenn man da so ein paar Interviews mit den Künstlern machen kann und wenn du das machen möchtest, ich find's toll. Sehr, sehr gerne. Es kommt ein anderer Aspekt wieder rein.
54:10
Ich könnte mir vorstellen, dass so wie ich den Michael einschätze, dass die Kunstwerke sowohl für ein ein kleineres Budget schon
54:20
möglich sein werden zu erwerben und natürlich auch für ein sehr sehr großzügiges Budget zu ersteigern sind und ja ich freue mich, dass ich euch unterstützen darf und ja meine hörbare Note beitragen kann. Sehr schön.
54:32
Ich denke, wir haben wirklich von bis alles dabei und wir möchten auch, dass die Menschen die Möglichkeit.
54:38
Haben, auch wenn sie in kleineren Geldbeutel haben, auch mal zu sagen ich habe was ersteigert. Es ist ein tolles Gefühl, habe ich auch schon gemacht und wenn man dann rausgeht, dann sagt ja.
54:47
Bingo. Es gehört mir, ich hab's ersteigert und egal, ob das 300 Euro sind oder ob das weiß nicht, 50.000 Euro sind, das spielt überhaupt keine Rolle, sondern es geht darum.
54:57
Die Leute an die Kunst ranzuführen, das möchtest du ja auch machen, ja. Und die Scheu zu verlieren, sich in einer Option zu setzen. Ich glaube, viele Menschen haben immer so das Gefühl, Auktionen sind nur, was wir für wirklich Reiche
55:11
und das möchten wir eben nicht, sondern wir möchten nahbar sein und wir möchten für alle die Möglichkeit eröffnen, an einer Auktion teilzunehmen und dann auch nebenher noch was Gutes zu tun.
55:21
In diesem Sinne Desideria Care, der Wunsch pflegend zu helfen oder für Pflege zu helfen. Ich glaube, das haben wir hier jetzt in der letzten Stunde.
55:30
Wirklich erfüllt oder bestätigt. Ich freue mich so, dass du mir deine Zeit geschenkt hast und wir hier so ausgiebig ja.
55:39
Deinen Verein kennenlernen durften, die Aufgaben, die Wichtigkeit Menschen mit Demenz in den richtigen Fokus zu rücken, sie in ihrer in ihrer Vielschichtigkeit zu betrachten.
55:50
Rauszufinden, was es gibt, um die schönen Momente festzuhalten und das alles sich in der Kunst einen wird.
55:57
Vielen Dank. Wunderbar, danke dir Claudia.
56:00
Music.
56:09
Immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartner innen, die euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln, reise ich quer durch Deutschland.
56:21
Wenn du die Reisen von die Leichtigkeit der Kunst unterstützen möchtest, dann freue ich mich sehr über deine Kulturpartnerschaft.
56:29
Geht auch ganz einfach. Via PayPal Punkt Me Slash Leichtigkeit der.
56:37
Oder mit einer goldenen silbernen oder bronzenden Mitgliedschaft über Steady Haarkuh Punkt com Slash die Leichtigkeit der.
56:49
Bedanken möchte ich mich von ganzem Herzen bei allen Hörenden, die bereits die ein oder andere Reise unterstützt haben.
56:57
Ihr möchtet mehr über die Leichtigkeit der Kunst erfahren und mal einen Blick hinter die Kulisse werfen.
57:06
Ich einen Tipp. Tragt euch in den Newsletter bei Punkt com. Slash die Leichtigkeit der Kunst ein.
57:17
Ihr habt Fragen, Anregungen und Feedback dann schickt mir gerne eine E-Mail an Claudia at die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE und wenn ihr mögt, dann freue ich mich sehr über euer Like und eine Bewertung.
57:33
Ihr möchtet weitere Informationen? Dann schaut auf meiner Website unter WWW die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE.
57:42
Und nun von Herz.
57:44
Music.