Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 1960: Gedenkstätte [transcript]


Ihr Lieben, … so gerne starte ich mit positiver Leichtigkeit in jedes neue Thema, bin neugierig auf mein Gegenüber, gespannt auf die mir anvertrauten Geschichten, blicke amüsiert auf die kommenden Anekdoten, freue mich auf das gemeinsame Lachen und versuche – in aller Sensibilität – auch auf ernstere Themen einzugehen.

Allen Episoden gemeinsam ist, dass ich meist recht unbedarft in ein Gespräch einsteige und mich gerne von meinen Gästen in aller Leichtigkeit in neue gerne auch tiefergehende An- und Einsichten mitreißen lasse.

Doch mit dieser Folge widme ich mich dem wahrscheinlich sensibelsten Thema der jüngeren deutschen Geschichte. Ich nehme euch mit in eine historische Stätte, die Synonym für: gegen das Vergessen steht, ich nehme euch mit in die KZ Gedenkstätte in Dachau.

Ich bin 42 Jahre alt – und es scheint verwunderlich, doch es ist mein erster Besuch in der KZ Gedenkstätte Dachau. Möglicherweise denkt ihr nun… Warum?

Ich habe keine Antwort darauf. Spielt vielleicht auch keine Rolle. Wichtig ist, dass wir nun – um den Zeitpunkt der Befreiung am 29.April 45 – diese Chance wahrnehmen und zusammen mit meiner Gesprächspartnerin Stephanie Zimmermann, langjährige Referentin der Gedenkstätte, mehr über Alltag, Kunst und Willkür während der Zeit des Lagerbestehens erfahren.

Ganz besonders freue ich mich, dass wir im Anschluss dieses Gesprächs die authentische wie grausame Geschichte des Zeitzeugen Abba Naor erfahren dürfen.

Es fällt mir schwer, nun einen von Leichtigkeit geprägten Einstieg zu finden…

 


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 2022-04-29  2h8m
 
 
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Music.
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Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst. Ihr Lieben,
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So gerne starte ich mit positiver Leichtigkeit in jedes neue Thema.
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Bin neugierig auf mein Gegenüber, gespannt auf die mir anvertrauten Geschichten,
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blicke amüsiert auf die kommenden Anekdoten, freue mich auf das gemeinsame Lachen und versuche, in aller Sensibilität auch auf ernstere Themen einzugehen.
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Allen Episoden gemeinsam ist, dass sich meist recht unbedarft in ein Gespräch einsteige und mich gerne von meinen Gästen in aller Leichtigkeit in neue, gerne auch tiefergehende An- und Einsichten mitreißen lasse.
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Mit dieser Folge widme ich mich dem wahrscheinlich sensibelsten Thema der jüngeren deutschen Geschichte.
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Nehme euch mit in eine historische Städte, die Synonym für gegen das Vergessen steht.
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Ich nehme euch mit in die KZ-Gedenkstätte in Dachau. Ich bin 42 Jahre alt und es scheint verwunderlich, doch es ist mein erster Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau. Möglicherweise denkt ihr nun,
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Warum,
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Ich habe keine Antwort darauf, spielt vielleicht auch keine Rolle. Wichtig ist, dass wir nun um den Zeitpunkt der Befreiung am 29. April
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45 diese Chance wahrnehmen und zusammen mit meiner Gesprächspartnerin Stefanie Zimmermann langjährige Referentin der Gedenkstätte mehr über Alltag, Kunst und Willkür während der Zeit das Lagerbestehens erfahren.
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Ganz besonders freue ich mich, dass wir im Anschluss dieses Gesprächs die Geschichte des Zeitzeugen Avana Ohr erfahren dürfen.
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Seinen 94 Jahren wahrscheinlich einer der letzten.
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Liebe Stefanie, es fällt mir nun schwer, einen von Leichtigkeit geprägten Einstieg zu finden. Wie gehst du damit an? Wie stellst du dich vor?
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Danke liebe Claudia. Ja, das ist auch immer die Herausforderung bei meinen Zielgruppen oder bei den Gruppen, mit denen ich arbeite, sehr viel bin ich tatsächlich für Schuldlassen tätig, die hierher kommen, die natürlich das Thema im Unterricht besprochen haben.
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Vielleicht dann ja auch bestimmte Erwartungshaltungen haben, vielleicht auch bestimmte Ängste oder Sorgen und auch da brauche ich eine gewisse.
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Leichtigkeit, wenn man von Leichtigkeit sprechen kann, um eben auch ja, meine meine Besucher und Besucherinnen nicht gleich zu überfordern mit dem doch etwas schweren Thema.
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Ich selber bin so aufgewachsen, dass Gott sei Dank mein Großvater,
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sehr offen und leicht mit dem Thema umgegangen ist und immer sehr viel darüber erzählt hat und,
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Vermutlich lag es an mir, dass ich nicht alles erfahren konnte, was ich wollte, bevor er verstorben ist, vor über zehn Jahren, weil ich mich einfach nicht getraut habe, nachzufragen und vieles dann im Nachgang recherchiert habe und dass ich hier tätig bin.
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Verdanke ich eigentlich eben ja dem offenen Umgang zu Hause, aber auch einem meiner Lehrer, der
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mit hierher gebracht hat an diesen Ort als Zehntklässler mit siebzehn, als es noch nicht üblich war und eben auch auf
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Ja, besondere Art und Weise uns dieses Thema näher gebracht hat und was mich besonders geprägt hat, war dass den Rundgang für uns damals jemand gemacht hat, der eben auch,
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überlebt hat, der ein Zeitzeuge gewesen ist.
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Und ja ansonsten bin ich in München geboren, bin 44 Jahre alt, habe vier Kinder, bin hauptberuflich Gästeführerin in und um die Stadt München herum und eben auch Referentin an der
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KZ-Gedenkstätte Dachau, KZ-Gedenkstätte Dachau. Ich hätte wahrscheinlich gesagt, Konzentrationslager Dachau. Ist das ein Fauxpas?
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Ja, das ist tatsächlich ein Fauxpas, denn es ist ja kein Konzentrationslager mehr. Gott sei Dank ist es kein Konzentrationslager mehr. Es ist eine Gedenkstätte, ein Ort des.
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Gegen das Vergessen und es gibt natürlich noch Originale,
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Es gibt noch original Bauten und Plätze, aber es gibt auch viele Rekonstruktionen, weil es natürlich im Laufe der Jahrzehnte
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verschiedene Nutzungen auch hier gab und weil sich natürlich auch das Gelände verändert hat und auch die ja die ganze Museumspädagogik und natürlich die Ausstellung dementsprechend und,
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Ja, deswegen Gott sei Dank eine Gedenkstätte und kein Konzentrationslager. Jetzt wird wahrscheinlich der ein oder andere Hörende denken,
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Was macht die KZ-Gedenkstätte Dachau in einem Kunst-Podcast?
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Kannst du's erklären? Ich denke, was viele nicht automatisch mit dem Thema in Verbindung bringen, ist das natürlich die Häftlingsgesellschaft.
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Total unterschiedlich zusammengestellt war, sei es von den Altersstrukturen, sei es von den Nationen, sei es von den Religionen, aber auch natürlich von dem persönlichen Geschichten. Und niemand konnte sich sicher davor fühlen, in ein Konzentrationslager gebracht zu werden
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Das wird natürlich dazu, dass diese Häftlingsgesellschaft
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total divers war und ja, natürlich gab es unheimlich viele Künstler auch und Kulturschaffende innerhalb der Inhaftierten Gesellschaft und ich denke.
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Wenn man sich so die Zeitzeugenberichte anschaut,
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wir arbeiten viel auch mit diesen Hinterlassenschaften, mit Bildern, mit Gedichten, mit Zitaten, mit Musik und das ist ja natürlich auch eine Art Kunst und vielleicht auch Kunst, die,
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hilft zu überleben, die einem,
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hilft noch Hoffnung zu bewahren, wenn man an ein Leben danach denkt oder wenn man an dem festhält, was man zuvor gemacht hat und vieles im Bereich Kunst und Kultur hilft uns eben das
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unseren Besuchern und Besucherinnen zu vermitteln, was hier passiert ist. Also ohne ohne Bildmaterial, ohne Zitate, ohne Zeitzeugenberichte wär's
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wirklich viel schwieriger ist die Gedenkstätte ein Museum, die Gedenkstätte ist auch ein Museum. Im ehemaligen Wirtschaftsgebäude, in dem
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beispielsweise die Küche untergebracht war oder die sogenannte Einlieferungsprozedur stattfand eben noch,
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an Originalhistorischen Bauten befindet sich heute das Museum.
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Chronologisch aufgebaut. Wenn ich an die NS-Zeit denke, an Kunst denke, fällt mir sofort der Begriff entartete Kunst ein.
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Könnte mir vorstellen, dass der Umgang mit Kunst noch viel, viel, vielschichtiger ist als,
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entartete Kunst. Wir stehen jetzt hier auf dem Appellplatz der Gedenkstätte. Wie beginnst du deinen Rundgang? Wenn ich ihn mit,
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Schulklassen beispielsweise oder mit einem offenen Rundgang auch hier am Appellplatz stehe, dann ist mir natürlich wichtig zu vermitteln, was war das für ein Ort, also ein Zentrum
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Machtdemonstration natürlich auch von Seiten der SS und wie will man so eine große, weite Fläche begreifbar machen? Kann man das überhaupt begreifbar machen und da verwende ich
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immer ein Bild von David Ludwig Bloch, einem Überlebenden, der vier Wochen lang in Dachau inhaftiert war. Er hat die jüdische Wurzeln, kam im Zuge der Pogromnacht im November neunzehnhundertachtunddreißig
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nach Dachau. Er war seit seinem fünften Lebensjahr taub
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und ähm hatte wirklich großes Glück, diese vier Wochen zu überleben, ohne dass es überhaupt
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auffällt, dass er nicht in der Lage ist, jeden Befehl zu hören und drauf zu reagieren. Ein weiterer Weg hat ihn über Shanghai nach New York geführt und er kam dann in den 70er Jahren zurück an die Gedenkstätte und.
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Hat dann tatsächlich am Appellplatz nochmal dieses Grauen verspürt und hat angefangen, dieses Grauen und auch die Emotionen in Bildern zu verarbeiten auf unterschiedliche Arten und Weisen und eins dieser Bilder haben wir
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im Museum integriert
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und dieses Bild zeige ich dann als Kopie am Appellplatz, weil das tatsächlich den Vorgang des Appellstehens bei Nacht zeigt und man sieht,
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eben diese militärische Ordnung, die vorgeschrieben war, Reihe für Reihe, Glied für Glied. Jeder Platz musste besetzt sein und man sieht eben
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Diese Menschenmassen, die sich teilweise hier befunden haben, dieses ausgeliefert sein, dass er durch durch die Scheinwerferkegel unterstreicht
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Man könnte noch viele weitere Details zeigen zu diesem Bild und.
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Was ich ganz ganz spannend finde, durch das, dass er ja gehörlos war, hat er gesagt, seine Bilder sind seine Worte, weil er natürlich,
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im Zuge dessen auch stumm war und er hat mit seinen Bildern verarbeitet, was ihm passiert ist und das sind natürlich Bilder, die manchmal mehr ausdrücken als Worte könnten.
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Es ist dieses Bild, was so länglich ist. Ja, die sind bewusst in diesem Format gehalten, denn er will damit an
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Züge erinnern an die Waggons, die ja Teil dieser Züge, dieses Transporte waren, weil natürlich in diesem Konzentrationslagersystem
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zuhauf Menschen in Zügen
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von A nach B transportiert wurden und es eben auf unmenschliche Art und Weise und auch viele dabei gestorben sind. War er Künstler? Ja.
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Er hatte das gelernt, er war gelernt, da Lithograph und war als Porzellanmaler tätig und hat auch nach der Befreiung beziehungsweise nach diesen vier Wochen weiter tatsächlich in diesem Beruf gearbeitet.
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Und seine Erlebnisse fing er erst 30 Jahre später an zu verarbeiten, als er das erste Mal hier in Dachau war.
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Also er hat davor schon angefangen, aber so richtig fertiggestellt wurde
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es dann tatsächlich, als er hier vor Ort nochmal war, er hat aber tatsächlich auch unheimlich viele Holzschnitte hinterlassen und hat zum Beispiel seine seine Zeit in Shanghai so dokumentiert und was man auch ganz klar sagen muss, seine Kunst
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hat ihm geholfen in Shanghai Fuß zu fassen, denn viele, die in Shanghai gelandet sind
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haben sich gedacht, das ist jetzt nur so eine Zwischenstation, man muss keinen Kontakt zur Bevölkerung äh schließen.
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Waren da aber tatsächlich dem Irrglauben verfallen und er hat eines Tages auf der Straße beobachtet, wie sich eben äh Menschen in Gesperdensprache unterhalten.
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Und,
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hat quasi dann den Kontakt gesucht und ist dann so in Austausch mit den Einheimischen gekommen. Man hat sich dann tatsächlich leichter getan, sich dem Leben anzupassen und hat dann eben, ja
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Straßenszenen auch festgehalten. In Holzschnitttechnik zum Beispiel ähm einen ganzen Rickchenzyklus in dem Museum hängt eine Skulptur,
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Sieht aus wie ein Hakenkreuz aus zwei,
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ausgemergelten Menschen, das ist auch von David Ludwig Bloch, ja. Er war in unterschiedlichen Weisen,
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tätig eben diese Holzschnitte, die er angefertigt hat und eben dann diese diese länglichen Bilder, aber auch diese Skulptur und jede Art der.
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Der Kunst, die er hinterlassen hat, hat eine ganz eigene Bildsprache.
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Bei den Holzschnitten zum Beispiel, die er über Dachau angefertigt hat, zieht sich das immer durch wie ein roter Faden, dieses Never again, also dieses
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Das soll nicht mehr passieren. Das darf nicht mehr passieren, ja? Und ähm bei den länglichen Bildern eben auf Leinwand ist auch noch eine ganz bestimmte Farbgebung in diesem
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blau, türkis oft gehalten, wie eben das Licht bei Nacht ist. Wenn man zum Beispiel nachts aus dem Bett gerissen wird und aus der Wohnung einfach
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rausgerissen und in einen Konzentrationslager gebracht wird. Hast du den Eindruck, er ist eher
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dokumentarisch vorgegangen oder eher aus dem Kern heraus handelnd, dass die Kunst aus ihm spricht. Ich denke, er hat beides vereint,
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Er hat natürlich Bilder angefertigt, die zeigen.
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Was hier vorgefallen ist, aber mit seinen persönlichen Erlebnissen auch. Ein Bild, das zum Beispiel in der Todesengel
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am Sarg sitzt. Ich meine, er hatte eben jüdische Wurzeln
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Der Grund, warum man hierher nach Dachau kam und dass zum Beispiel die Leichen hier eingeäschert wurden im Krematorium ab 1940 und eben der Leichnam nicht der Erde übergeben
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wird und dort verweilt es im Judentum tatsächlich ein ein Frevel, als du damit es die Chance auf auferstehung, aufs Paradies dahin
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Ja und und deswegen dieses symbolträchtige Bild der Todesengel, der am leeren Sarg sitzt, also damit ist die Chance vertan.
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Das hat natürlich mit seiner persönlichen Geschichte auch zu tun. David Ludwig Bloch,
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ganz am Anfang der Errichtung des Lagers hier, oder? Nein, in der Mitte, in der Mitte tatsächlich, aber
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Also eigentlich hast du so ein bisschen Recht, ganz am Anfang mit der Errichtung des Lagers, weil es gibt unterschiedliche Phasen, von denen wir sprechen. Dachau wurde eröffnet im März neunzehnhundertdreiunddreißig, also relativ früh. Daraus ist es,
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einzige Konzentrationslager, was zwölf Jahre bestand hatte, von dreiunddreißig bis fünfundvierzig, also bis zum Tag der Befreiung am 29. April 1945 und es gab verschiedene Phasen, es gab aber auch eine
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Neubauphase des Lagers eben das
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ursprüngliche Lager hat von den Kapazitäten nicht ausgereicht mit circa 200 Menschen, die hier in Haft genommen werden konnten und dann wurde ab 38 eben ein vergrößertes, ein neues Lager errichtet.
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Das, was wir heute als Gedenkstätte eben den Besuchern und Besucherinnen zeigen können und ja, dann hast du natürlich Recht, dass,
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David Ludwig Bloch relativ früh dann hier war, weil er ja achtunddreißig im November hierherkam, war das Konzentrationslager stets ein Arbeitslager, die offizielle Bezeichnung als Arbeitslager, aber das hat natürlich nicht
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der Realität entsprochen, denn
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Wenn man sich ansieht, wie viele Menschen hier tatsächlich gestorben sind oder umgebracht wurden, ist es eine viel zu hohe Zahl für das, das nach außen,
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vorgegeben wurde, dass hier Zitat nichts Schlimmes geschehe, sondern nur gearbeitet werden würde oder Menschen umerzogen
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werden würden. Ja, das hat nicht der Realität entsprochen. Genau, die Lüge im Tor. Arbeit macht frei. In zweierlei Hinsicht, nach außen und nach innen.
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Sag mal, warum wurde denn eigentlich in Dachau dieses Lager errichtet?
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Das ist relativ einfach zu erklären. Es gab hier ab neunzehnhundertfünfzehn, 1916 eine Pulvermunitionsfabrik
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während der Zeit des ersten Weltkrieges von 1914 bis 1918 wurden hier Waffen produziert.
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Es würde Rüstungsindustrie betrieben nach den Versaierverträgen war das nicht mehr möglich, war das nicht mehr in in dieser Form gestattet und dann wurde einfach das Gelände rachliegen gelassen
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relativ zügig nach dem Hitler am 30. Januar 33 zum Reichskanzler ernannt wurde und die Nationalsozialisten damit begonnen hatten
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eben sogenannte gefährliche politische Gegner in Gefängnisse zu sperren und diese komplett überfüllt waren.
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Man begonnen sich auf die Suche zu machen nach Örtlichkeiten, an denen es möglich wäre, neue Gefängnisse zu errichten, sogenannte Schutzhaftlager und,
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Da war das relativ einfach, dass die Wahl auf Dachau fiel, denn es war einfach schon alles da. Es gab Gebäude, es gab eine gut funktionierende Infrastruktur
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In dem Ort Dachau. Ein weiterer Vorteil, Dachau sehr nahe an München gelegen. München Hauptstadt der Bewegung, Hauptstadt der Kunst, eine der wichtigsten Städte für Hitler und die Nationalsozialisten und,
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Man hat tatsächlich.
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Ohne großen finanziellen Aufwand, ohne großen zeitlichen Aufwand dieses Lager zügig eröffnen können und das hat natürlich dem System in die Hände gespielt, weil Hitler man hier, Hitler war nicht im Dachau, nein,
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Du sagst grad Hühnchen, die Hauptstadt der Kunst,
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33 wurde das Lager errichtet, eröffnet in meiner einfachen Vorstellung,
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hauptsächlich jüdische Häftlinge,
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Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass in und um München herum so viele jüdische Mitbewohner waren. Das was du sagst, ist ein ganz wichtiger Punkt, denn wenn ich jetzt einfach mal
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Frage bei meinen Schulklassen zum Beispiel oder auch den Erwachsenengruppen, wie denn ihre Vorstellung ist, von der Zusammensetzung her der der Religionszugehörigkeit? Bekomme ich ganz oft als Antwort, das waren bestimmt achtzig, neunzig
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die in Dachau waren, die ähm jüdische Wurzeln hatten.
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Schaut man aber diese zwölf Jahre durchschnittlich gesehen an, dann kommt man auf auf 25 Prozent derjenigen, die eben.
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Als Juden hier in Dachau geführt wurden, also als jüdische Häftlinge blickt man sich aber die Zahlen an, der wirklich,
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gläubig jüdischen Personen 1933 in München, dann sind es nur 0,60,7 Prozent der Stadtbevölkerung tatsächlich, also ein ganz, ganz kleiner Teil und es gab sogar in Dachauphasen, da hieß es,
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Zitat des Lager Dachau sei judenfrei, weil so wenig
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jüdisch inhaftierte hier waren. Das hat sich dann gegen Kriegsende wieder verändert als jüdisch Inhaftierte aus anderen Ländern wie zum Beispiel Ungarn hierher kamen, um Zwangsarbeit verrichten zu müssen und das erklärt dann, wie man auf diese 25 Prozent kommt,
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weil
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natürlich auch die Nationalsozialisten vorgegeben haben, wer es Jude und wer nicht, also jüdische Eltern oder Großeltern zu haben, hat dazu geführt, dass man eben hier diesen
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vermehrt bekam, aber viele von denen, die als Juden ähm hier geführt wurden, hätten sich selber eben nicht als jüdisch bezeichnet.
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Das ist ja auch immer eine Frage des des Glaubens, sondern als Münchner, als Bayer, als Sportler, als du und ich.
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Gelesen, dass dieses Konzentrationslager ein Propagandalager der SS war, was ist denn ein Propagandalager? Ich denke, Propaganda wurde in dem ganzen
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NS-System
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sehr rege Betrieben, aber unter Propagandalager musst du dir das einfach so vorstellen. Schon vor der Eröffnung einen Tag vorher gab es riesengroße,
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Artikel
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mit Fotos, mit ausführlichem Text, warum jetzt hier dieses Lager eröffnet wird, wer hier in in Haft genommen wird, also untergebracht wird. Warum? Und das hat sich durch die ganzen 12 Jahre gezogen. Es gab immer wieder Artikel in Zeitungen auf den Fotos wurde,
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bewusst.
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Die Häftlingsgesellschaft so dargestellt, dass sie Furchteinflößend und auch ein bisschen grobschlächtig, unfreundlich wirkt, also so dass die Menschen draußen vielleicht das Gefühl bekommen,
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Eventuell ist es ja vielleicht gut Zitat, dass es so etwas gibt, dass diese Menschen dort,
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in Haft sind unter Kontrolle sind. Gleichzeitig wurde aber auch drauf geachtet, dass man nicht sieht, in welcher schlechten körperlichen Verfassung sich die Personen befinden.
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Eben Mangelernährung viel zu harte Arbeit, Strafmaßnahmen, hygienisch katastrophale Bedingungen, sondern es wurde immer gezeigt, als seien es normale menschliche Körper in relativ guten Zustand, aber das hat,
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der Realität nicht entsprochen. Es wurden Essenspläne abgedruckt, die auch nicht der Wahrheit entsprachen oder
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Freizeitaktivitäten, denen man hätte nachgehen können wie Sport oder Spaziergänge oder Ähnliches. Und damit sollten natürlich die Menschen auch beruhigt werden außerhalb, dass eben vielleicht.
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Ja, nicht zu viel nachgedacht wird, trotzdem,
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gab es durchaus in der Bevölkerung solche Sprüche wie lieber Gott mache mich stumm, dass ich nicht nach Dachau komme. Also es gab auch diese Angst
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davor und auch das hat mir zum Beispiel mein Opa erzählt, dass man durchaus gesagt hat, wenn irgendwas,
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zu Negatives gesagt wurde, jetzt sei besser still, weil sonst kommst du auch nach Dachau. Und das ist so so extrem, also einerseits diese Propaganda, die betrieben wurde, andererseits, dass man merkt, es hat aber doch ja irgendwie ein bisschen
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Angst auch gegeben und wie wie steht es dann in Verbindung zu dieser Aussage später, man hätte von nichts gewusst, also wo zieht man da den den Strich und sagt,
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die hatten rechts oder die hatten recht oder das stimmt oder das stimmt nicht. Also weil's so viele unterschiedliche Aussagen eben gibt und das ist glaube ich für uns einfach so schwer zu greifen und mit dem Wissen, was wir heute haben, glaube ich, sind wir schnell dabei zu urteilen oder auch zu sagen
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Die Menschen nicht so verhalten oder man hätte doch das und das tun können oder man hätte sich auflehnen müssen oder äh die haben das doch natürlich gewusst. Ich meine.
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Das wissen wir alles nicht, weil das natürlich auch so ein sensibles Thema ist mit Zeitzeugen
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Haben sofort angefangen über ihre Erlebnisse zu sprechen. Manche wurden vielleicht auch instrumentalisiert,
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andere wiederum haben vielleicht versucht ihre Familie zu schützen. Andere haben sich mehr getraut, weil sie halt vielleicht einen anderen Hintergrund hatten.
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Es gibt etliche, die erst 20, 30 Jahre nach
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der Befreiung zum Beispiel drüber gesprochen haben, was passiert ist. Da verschwimmen dann auch Erinnerungen. Also wer hat jetzt Recht und wer hat nicht recht, ja? Ich weiß, wenn wir uns gar nicht mehr mhm.
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Wie viele Häftlinge waren insgesamt? Über 206000 im
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Stammlager und in den dazugehörigen Außenlagern. Dachau hatte Außenkommandos und Außenlager. Das muss man.
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So ein bisschen trennen vom Stammlager, ein Außenlager
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Ich nenne jetzt Außenlager und Außenkommando einfach generell der Einfachheit, halbe Außenlager, ein Außenlager, konnte nur aus einer Person, bis hin zu mehreren tausend bestehen.
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Dieser Außenlager waren nur zwei Kilometer entfernt, andere mehrere hundert Kilometer aber das Besondere an Außenlagern war eben, dass Menschen
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außerhalb des Stammlagers gearbeitet haben und dort auch geschlafen haben und oft waren eben die Strukturen anders als im Stammlager und die Sicherheitsmaßnahmen waren andere und viele Außenlager hatten noch.
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Katastrophalere,
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Lebensbedingungen als das Stammlager selber, wenn man von noch schlechter sprechen kann und wir wissen eben, dass in Dachau, im Stammlager und in dazugehörigen Außenlagern über 26.000 Menschen in Haft waren während dieser 12 Jahre.
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Die Leute
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ihren Berufen gemäß eingeteilt, zum Teil ja, zum Teil auch nicht. Es gab Kategorisierungen eher der sogenannten
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Hierarchie, der Häftlingsgesellschaft entsprechen. Es war natürlich von Vorteil, Deutsch zu sprechen und zu verstehen. Es war zum Beispiel auch von Vorteil handwerklich geschickt.
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Zu sein, aber nehmen wir das Beispiel von Franz,
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dem Überlebenden, den ich damals als Jugendliche getroffen habe, der Rundgang für uns gemacht hat. Der war zum Beispiel gelernter Schlosser. Und der wurde
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anfangs aufgrund seiner polnischen Herkunft dem Kommando Kiesgrube zugeteilt, einem wirklich brutalen und harten Arbeitskommando, weil einfach polnisch Inhaftierte in der Häftlingshirachie
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deutlich weiter unten standen als zum Beispiel deutschsprachig politisch aktive Häftlinge und,
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dieses Arbeitskommando wirklich mit Mühe und Not überlebt und es danach zum sogenannten Himmelfahrtskommando gekommen in einem Bombenentschärfungskommando und er hat davor noch nie Bomben entschärft, aber
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Vermutlich hat ihm geholfen, dass er eben durch dieses Schlosserhandwerk vermutlich Handwerklich geschickt war und natürlich hat er auch.
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Unheimlich viel Glück gehabt, denn er hat 246 Bomben entschärft und der Einsatz seines Lebens. Ja, ich könnte mir auch vorstellen, dass der Landwirt im Kräutergarten eingesetzt worden ist, ein Grafiker vielleicht, um Plakate zu malen, das ist ganz wichtig, was spezielle Berufe
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anzugeben oder nachweisen zu können, um im Lager einen Alltag zu gestalten,
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der so erträglich wie möglich war oder? Ja und vor allem nicht nur erträglich, sondern
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auch ähm die Einteilung in die verschiedenen Arbeitskommandos hat natürlich mit darüber entschieden, wie gut sind die Überlebenschancen, denn zum Beispiel als Maler
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Kräutergarten, in der Botanik irgendwie tätig zu sein oder in der Küche, vor Wind und Wetter geschützt, eine
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relativ leichte körperliche Tätigkeit zu haben oder als Lagerschreiber in der Schreibstube die Neuankömmlinge zu erfassen.
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Zehrt natürlich weniger aus als eben
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wie Franzbrüttel am Anfang in der Kiesgrube dreißig, 40 Kilo Säcke schleppen zu müssen den ganzen Tag oder neue Straßen anzulegen und eben Wind und Wetter ausgesetzt zu sein und solche Feinheiten haben eben mit
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dazu beigetragen hat, jemand gute oder schlechte Chancen zu überleben, haben alle Häftlinge
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die gleiche Kleidung getragen und das gleiche Essen bekommen? Das variiert im Laufe der Zeit tatsächlich, wenn man,
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über dieses Lagersystem detailliert sprechen möchte, müsste man wirklich das Jahr rauspicken, dann den Monat den Tag und dann eben die jeweiligen Häftlingsgruppen betreffend, aber man kann sagen, dass es am Anfang,
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so drillig Uniformen gab, aus so einem dunkleren Beige
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und ab 38 dann blau-weiß gestreifte Häftlingskleidung, die einheitlich war.
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Später wiederum gab es nicht genug Häftlingskleidung und dann wurde die Kleidung
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der Toten zum Beispiel verwendet oder die Neuankömmlinge haben ihre Kleidung behalten und dann wurde ein X.
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Hinten drauf einfach markiert, dass man wusste, das sind Inhaftierte. Besonders erwähnenswertes ist hier vielleicht eher der Punkt, dass es immer die gleiche Kleidung war, egal ob Sommer oder Winter.
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Und man muss sagen, das war aus so festerem Baumwollstoff. Jacke und Hose.
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Auf beiden musst du deutlich sichtbar die Häftlingsnummer angebracht sein. Dann eine Art Kappe, also eine Mischung zwischen
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wie wir das heute bezeichnen und ruht und dann zwei meist hölzerne
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offene Schuhe oder Holz mit Leinen umwoben und die SS hatte natürlich bei der Kleidungszuteilung nicht drauf geachtet, ob das von den Größen her passt, ob die Schuhe von den Größen zusammen passen. Ob's zwei Rechte oder zwei linke Schuhe sind
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und auch das hat natürlich was mit den mit den Menschen gemacht, nicht.
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Ordentlich sitzende Kleidung zu haben oder nicht wettergemäße Kleidung zu haben und natürlich erschwert es auch das Arbeiten, wenn zum Beispiel die Hose ständig rutscht oder man aus den Schuhen rausrutscht und dann vielleicht nicht so gut arbeiten kann wie jemand, der passende Schuhe hat
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Also wenn ich jetzt ein wenig zusammenfasse. Wir haben,
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Menschen aller Genre, kann man das sagen? Ja, es gab verschiedene Altersstrukturen, es gab verschiedene Religionen, es gab verschiedene Nationen, also über 30 Nationen wurden am Tag der Befreiung hier vorgefunden.
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Wir haben hier nur Männer, nur Männer. Wir haben du hast es im Vorgespräch erzählt, Kinder ab elf, 12 Jahren hier.
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Unterschiedliche Sprachen, unterschiedliche Berufe wie haben diese Menschen zusammen agiert? Sie waren zusammengepfercht in den Baracken,
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die Situation heute betrachtet unterschiedliche Nationen kommen nicht wirklich
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gut klar miteinander. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es damals anders war. Weiß man etwas über die Gemeinschaft, wie sie zusammen gewirkt haben? Gab es vielleicht sogar eine Art Funktionshäftlinge, die die anderen beobachtet haben?
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Also da hast du jetzt schon viele wichtige Punkte angesprochen. Es gab ja diese Hierarchie innerhalb der Häftlingsgesellschaft und es gab die Einteilung in verschiedene Gruppen. Sechs verschiedene ähm
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übergruppen vorgegeben von den Nationalsozialisten. Daraus hat sich dann
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eben entwickelt, dass es keine einheitliche Häftlingsgesellschaft ist. Also es gab tatsächlich Häftlingsgruppen, die andere Häftlingsgruppen ausgeschlossen haben und das war eigentlich der der Zweck,
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Der Sinn hinter diesem System, das sich eben nicht alle als großes Ganzes sehen und dann ähm wenn man sich jetzt eben Zeitzeugenberichte anschaut und durchliest, muss es extrem zermürbend gewesen sein.
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Ständig irgendjemanden um sich rum zu haben, also dass man niemals allein sein konnte, nicht alleine beim schlafen, nicht alleine beim Essen
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nicht alleine beim Arbeiten, nicht alleine sein, beim auf die Toilette gehen. Also keine Privatsphäre. Und ja, natürlich hat es Freundschaften gegeben.
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Untereinander und Zusammenhalt, aber es hat natürlich auch Diskussionen und Streitereien gegeben und ja, es gab auch Funktionshäftlinge.
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Die SS hat bewusst mit so einem System gearbeitet, dass sie Aufgaben an Häftlinge weitergegeben hat. Das heißt, es gab zum Beispiel einen Häftling der Vorsteher für das Arbeitskommando war, der sogenannte Capo.
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Es gab Häftlinge, die für die Baracken als sogenannte Blockälteste eingeteilt waren und diese Funktionshäftlinge, wie sie hier bezeichnet wurden
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standen immer so ein bisschen zwischen den Stühlen. Einerseits mussten sie die Befehle der SS ausführen, das heißt waren so ein bisschen rausgenommen aus der Häftlingsgesellschaft
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standen natürlich unter Beobachtung von Seiten der SS, also haben Sie vielleicht nicht hart genug durchgegriffen, konnte es sein, dass die Strafmaßnahmen befürchten müssen, haben Sie
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zu hart durchgegriffen, waren sie natürlich noch mehr aus der Häftlingsgesellschaft ausgestoßen und wussten dann auch nicht
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wie ist es, wenn mir diese Funktion wieder aberkannt wird und auch hier haben wir wirklich beide Extreme. Es gab Funktionshäftlinge, die diese Macht.
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Die ja damit auch einhergeht, missbraucht haben und wirklich andere Häftlinge so brutal gequält und misshandelt haben, also
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als es die SS eigentlich vorgegeben hätte und es gab aber auch diejenigen, die gesagt haben, das mache ich nicht. Also die quasi sich,
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geweigert haben und in dem Fall dann Gott sei Dank ohne Strafmaßnahme davongekommen sind. Also
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beide Extreme in unterschiedliche Richtungen. Ich habe ein Zitat gelesen.
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Nicht mal ein Bett von anselm Krand. Wer ist an seinem Krand und was hat er damit gemeint? Anselm Krant war vier Jahre lang in Dachau
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inhaftiert und auch in Oranienburg. Er war Maler und Musiker und von ihm sind eben etliche Zitate
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für uns unheimlich wichtig, die wir in in unseren Rundgängen verwenden. Also ich zumindest und ich weiß auch eben von Kolleginnen und Kollegen äh nicht mal ein Bett,
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damit geht er darauf ein auf die,
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auf die Überfüllung, also von Jahr zu Jahr kann man sagen, wurde das Lager Dachau voller und voller und die Lebens- und Arbeitsbedingungen,
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katastrophaler und am Anfang hatte jeder inhaftierte noch eine,
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Eigene Bettstadt, also ein abgetrenntes Bett im Laufe der Zeit wird es schmaler und zum Schluss hin gibt es keine abgetrennten Betten. Die Betten waren dreistöckig.
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Holzgestelle und am Schluss waren es nur noch hölzerne Liegeflächen ohne Trennwände. Die Menschen lagen
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Kopf an Fuß auf der Seite, hat sich einer umgedreht, mussten sich alle umdrehen, so eng war das und das meint er damit, nicht mal ein Bett,
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also nicht mal so das Nötigste, was was man eigentlich zum zum Leben und zum Sein braucht
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Schlaf als Erholung. Also wenn man sich vorstellt, die lagen Kopf an Fuß auf der Seite, dann ist das für uns auch immer schwer nachvollziehbar, aber was man auch ganz klar sagen muss
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ein großer Teil hat er wirklich sehr, sehr wenig gewogen. Also man kann es nicht immer auf alle
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runterbrechen. Es gab immer Ausnahmen, aber es gab hier durchschnittlich 680 Kalorien am Tag. Das hat natürlich dazu geführt, dass ein großer Teil der Menschen relativ
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schnell, relativ viel Gewicht verloren haben, bis zu seiner Untergrenze von vierzig, zweiundvierzig,
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Kilo und dann passen natürlich mehr Menschen eng aneinander als als Körper wie wir das heute
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kennen, ja? Und wenn man sich überlegt, normalerweise war eine Baracke unterteilt in vier Bereiche a52 Personen, also 2hundert8 und später haben da tausend, 1500 oder gar 2000 Menschen gelebt, wenn man denn vom Leben sprechen kann.
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Ja? In einer Baracke mit zwei Waschmöglichkeiten.
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Ich könnte mir vorstellen, dass Krankheiten solchen Plagen Läuse furchtbare hygienische Situation hervorgerufen haben. Ja
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Das war leider auch so. Am Anfang hingen große Plakate überall in Dachau, eine laust ein Tod. Es wurde.
33:20
Penibelst auf Sauberkeit geachtet, also nicht im Sinn, was wir heute unter Sauberkeit verstehen, sondern es war eigentlich um die Menschen weiter zu quälen und zu schikanieren in den Baracken,
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Später war das nicht mehr möglich. Also Krankheiten haben sich rasend schnell verbreitet. Fleckfieber, Typhus, Läuse eben. Viele Überlebende haben geschildert, wie wirklich Arme, Beine,
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Füße von Läusebissen wirklich
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blutig und offen waren, aber auch so was wie Erkältungskrankheiten, Magen-Darm mit dieser Überbelegung und dann auch diesem straffen Zeitplan und dann eben dieser schlechten Ernährung waren Durchfallerkrankungen
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an der Tagesordnung,
34:04
Warum gab's keine Fluchtmöglichkeiten? Warum ist nichts überliefert, dass sich die Häftlinge zusammengetan haben und gegen die SS vorgegangen ist? Warum war das nicht möglich,
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Ich glaube, ein wichtiger Punkt ist tatsächlich diese Mangelernährung und diese Erschöpfung und dieses.
34:20
Sich von Tag zu Tag hangeln, also wirklich damit beschäftigt sein, den jetzigen Tag zu überstehen und dann weiterzumachen. Es war keine
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keine Kraft mehr, keine Energie mehr da sich zusammen zu tun und einen Aufstand zu planen. Der nächste Punkt ist, das Gelände der SS hatte,
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ans Häftlingslager angegrenzt, also innerhalb von Minuten
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Nachschub in großer Zahl gekommen. Es gab eine Sicherheitsanlage mit einer Art Todesstreifen und einem Zaun, der mit Hochspannung geladen war und wo hätte man hinfliehen wollen?
34:53
Also wie hätten sich die Menschen draußen verhalten, wäre jemand, der deutlich sichtbar als entflohener Häftling gekennzeichnet war, vor der Tür gestanden? Gab es die Möglichkeit des freiwilligen Todes? Es gab diese,
35:06
und es gab auch Häftlinge, die diesen Weg gegangen sind. Also es gab Häftlinge,
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beispielsweise in den Zaun gegangen sind
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Also sich wirklich auf diesen Grünsteifen zubewegt haben, der als neutrale Zone galt. Jeder wusste einen Fuß auf diese neutrale Zone und von den Wachtürmen wird scharf geschossen. Manchmal hat die SS aber auch nicht.
35:29
Geschossen, sondern hatten wirklich gewartet, wie weit die Person kommt, um
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weitere Hindernisse wie einen Graben und Stacheldrahtwirrwarr und aufgeschüttete Kieselsteine zu überwinden und manche sind dann tatsächlich bei der Berührung,
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dem Zaun gestorben, also in den Zaun gegangen und daran erinnert auch die Skulptur auf dem Appellplatz errichtet von den Überlebenden, vom Komitee Internationale Dachau.
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Einen mit der Namensgebung Menschen im Stacheldraht hinter dem Stacheldraht kommt das Krematorium.
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Offiziell in Anführungszeichen ist es ein Arbeitslager gewesen und kein Vernichtungslager.
36:10
Warum es hier ein Krematorium? Von Jahr zu Jahr sind die,
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Zustände schlimmer geworden und das führt natürlich dazu, dass von Jahr zu Jahr mehr Menschen sterben. Am Anfang wurden die Toten an den Ostfriedhof nach München gebracht
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später wollte die SS nicht, dass die Öffentlichkeit vielleicht doch mitbekommt, wie viele Menschen hier tatsächlich sterben und dann wurde im Sommer 1940 hier ein Krematorium eröffnet und ein eigenes Standesamt um,
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Dinge, Zitat vor Ort erledigen zu können
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und ja es es wurde ein ein Krematoriumsgebäude geplant und gebaut, das sogenannte alte Krematorium. Wir wissen, dass dort circa 1.0000 Leichen eingeäschert wurden
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Es hat dann von den Kapazitäten her nicht mehr gereicht und dann wurde ein größeres, ein neues Krematorium errichtet, welches auch als barracke X
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zeichnet wird, weil es so in den Bauplänen verzeichnet war. Es gab absolute Geheimhaltung. Ein Teil der Häftlinge wurde zum Beispiel als Maurer angelernt, um das selber errichten zu können.
37:15
Firmen von außerhalb eingesetzt wurden, dann sind die nicht in Kontakt mit Häftlingen gekommen oder auch Firmen untereinander, sind nicht in Kontakt getreten, damit eben
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nicht darüber gesprochen werden kann, was hier vonstatten geht. Im jüdischen Glauben darf man gar nicht eingeäschert werden, oder? Nein.
37:33
Der Leichnam soll der Erde übergeben werden und dort auch verbleiben. Also ich bin katholisch,
37:40
erzogen und da ist es ja so, dass nach einer gewissen Zeit auch die Grabstätten wieder aufgegeben werden, aber auch das ist ja im Judentum nicht der Fall. Also ist DSS sowohl im Leben als auch,
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nach dem Tod, grausam, respektlos. Ja, also man kann sagen, sie hat wirklich die Lebenden.
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Respektlos behandelt und genauso respektlos auch die Toten.
38:03
Weitergehen, dann kommen wir an verschiedene Mahnmale. Wir kommen an einer evangelischen, an einer protestantischen Kirche vorbei, in einer katholischen, in einer jüdischen,
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Es gibt eben diese verschiedenen religiösen Mahnmale seit 1960. Damals wurde die.
38:20
Todesangst Christi-Kapelle, das erste Mahnmal ein katholisches eröffnet. Zwei Jahre später,
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ist das Kloster Kamel errichtet worden und dann wieder fünf Jahre später gleichzeitig
38:34
die protestantische Versöhnungskirche und dann eben das jüdische Mahnmal.
38:39
In den neunziger Jahren kamen dann eben noch eine russisch-orthodoxe Kapelle hierher und diese Mahnmale wurden dann zum Teil noch ergänzt mit der Glocke, die man vor der Todesangst Christi-Kapelle sieht, eben von
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österreichischen äh Priestern. Dann gibt es an der Rückseite noch ein Mahnmal für Polnisch-geistlich Inhaftierte. Aber ja
39:00
Es fehlen auch Religionen, die hier inhaftiert waren. Das liegt eher daran, dass
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jeweils die entsprechenden Religionsgemeinschaften
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an die Gedenkstätte herangetreten sind und um Errichtungen gebeten haben oder es forciert haben. Wir haben über David Ludwig Bloch gesprochen
39:18
Ich sehe ganz viele kleine Zeichnungen, vier mal vier Zentimeter groß. Hast du eine Ahnung, warum es so viele kleine Zeichnungen gibt.
39:28
Es war ja nicht erlaubt offiziell überhaupt so was anfertigen zu dürfen und wenn wir solche Dinge haben, dann sind es tatsächlich,
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wertvolle Schätze könnte man sagen, denn es war teilweise
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mit Lebensgefahr verbunden, so was anzufertigen und dann eben auch aufzubewahren und je kleiner etwas ist und je dünner, umso leichter kann man es verstecken, zum Beispiel,
39:52
Und da den Holzdielen vom Fußboden oder oberhalb irgendwelcher Balken oder man kann Aushöhlungen schaffen, wenn etwas zu sperrig, zu groß ist, zu wuchtig, es ist schwieriger zu verstecken. Das wurde gemalt.
40:05
Im Endeffekt wurde der normale Alltag,
40:08
malerisch dargestellt. Sei es sowas wie bei David Ludwig Bloch, diese Appellplatzszene, aber dann eben auch zum Beispiel Porträts von anderen inhaftierten, dann aber auch so was wie Arbeitskommandos und und deren Zusammensetzung. Es gibt aber durchaus auch Zeichnungen, auf denen deutlich
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sichtbar ist, wie inhaftierte Leichen abtransportieren.
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Alltägliche Szenen tatsächlich und betrachtet man alleine Briefe oder Postkarten,
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die nach draußen geschickt wurden. Zeitweise war das erlaubt, dann sind das schon auch eine Art
40:46
Kunstwerk oder Kunstwerke für sich selbst, also teilweise wunderschön äh gestaltet. Wenn man da eben sich Zeitzeugenberichte ansieht und durchliest
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dann haben solche Dinge den Menschen geholfen.
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Den Glauben und die Hoffnung nicht zu verlieren. Sei es in Form von Zeichnungen, von Gedichten, von Liedern. Es gibt Berichte von
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Österreichisch Inhaftierten, die sich drüber ausgetauscht haben, was ihr liebstes Schokokuchenrezept ist, um einfach weiter das Gefühl zu haben,
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Wir sind Menschen, wir haben eine Geschichte, wir haben eine Familie, wir,
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Wir haben noch etwas, was draußen auf uns wartet und uns solche Dinge eben das Lieblingsgedicht auszutauschen oder neue Gedichte zu erfinden oder eben künstlerisch tätig zu sein. Ich glaube, das hat den Menschen
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Hoffnung gegeben, dass es vielleicht danach weitergehen kann. Hast du ein Gedicht, was dich am meisten berührt hat? Du denkst,
41:46
Als ich das gelesen habe, habe ich darauf verstanden. Was mich immer mit,
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am am meisten beeindruckt in der Hinsicht ist tatsächlich von Yoga Säufer das Dachaulied. Die Geschichte hinter Yoga Säufer ist eben eine tragische,
42:03
Er hatte schon seine Entlassungspapiere erhalten und ist dann tatsächlich an Typhus verstorben. Nicht hier, sondern in Buchenwald.
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Er war aber eben auch in in Dachau inhaftiert und er hat zusammen mit Herbert Zipper das sogenannte Dachau-Lied eben
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komponiert und eben auch geschrieben, also eher den Text Herbert Zipperer, ähm die Musik und.
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Wenn man meiner Meinung nach dieses Dachau-Lied liest, dann hat man verstanden, was hier
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zuvor sich ging. Das ist aber mein persönlicher Eindruck. Ich glaube, es gibt eine Vielzahl an weiteren Gedichten, die das ebenso gut zum zum Ausdruck bringen, aber eben diese Geschichte und dieses Gedichtlied ist für mich einfach mit am am
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prägendsten und am passendsten. Ich könnte mir vorstellen, dass dich ganz besonders die Gespräche mit den Zeitzeugen prägen,
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Ich bin dir ganz dankbar, dass du dich für mich oder für die Leichtigkeit der Kunst,
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mit dem Zeitzeugen Avana Ohr unterhalten hast, bevor wir ihm nun hinzubitten, sag doch bitte noch ein paar Worte über Avana Or, damit die Hörenden auch wissen.
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Was für einen besonderen Menschen es sich hier handelt. Ist einer der leider wenigen Zeitzeugen, die,
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Ja, jetzt heutzutage noch Zeitzeugengespräche geben, sei es eben online jetzt mit mit Corona oder eben auch ähm noch vor Ort und,
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Mich hat es damals eben sehr geprägt als Schülerin,
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einen Zeitzeugen kennenlernen zu dürfen, eben diesen Franz Brückel und ich denke ähnlich prägend und ähnlich,
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Wichtig ist es eben auch, dass mit seinen jetzt 94 Jahren eben noch das alles auf sich nimmt, mehrmals die Woche von Schule zu Schule zu reisen und mit den Jugendlichen Austausch zu gehen und
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ja ich durfte ihn ein paar Mal dabei begleiten und jedes Mal wieder aufs Neue berührt mich eben seine Geschichte. Er war auch,
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jugendlich, er war 13 Jahre alt, als er eben,
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seine seine Heimat oder sein sein Zuhause verlassen musste und,
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Ich glaube, den den Rest erzählt am besten eher selbst. Liebe Steffi, ich bedanke mich ganz, ganz herzlich bei dir, dass du uns hier,
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so ein sensiblen Eindruck über das Leben, über den Alltag und die Kunst hier ermöglicht hast. Ganz, ganz herzlichen Dank,
44:36
Ganz herzlichen Dank dir für die Möglichkeit.
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Und nun freue ich mich, dass wir der sehr authentischen, wie, ja, grausamen Geschichte des Zeitzeugen aber eine Ohr zuhören dürfen. Eigentlich komme ich zu erzählen,
44:52
Was ich als Kind erlebt habe.
44:55
Während das Zweiten Weltkrieges, aber bevor ich das anfange werde zu erzählen, möchte ich euch ein bisschen so ein Bild geben.
45:05
Leben in Europa. Vor um Krieg lebten in Europa 16 Millionen Juden. In verschiedenen Ländern in Europa.
45:13
Ich muss sagen, in Frieden und Freiheit.
45:16
Auch wenn hier und da war ein bisschen Antisemitismus, aber damit konnte man leben, war keine große Sache. Wie kam es dazu, dass 16 Millionen Juden,
45:26
In Europa in verschiedenen Ländern, bisschen Geschichte vielleicht wird nicht schaden. Normalerweise lebte man ja im Nahen Osten. Man lebt in Palästina, man lebt in Ägypten.
45:39
Überall.
45:45
Tausend Jahre eigentlich, aber dann kam es dazu, die angefangen,
45:53
Besuche zu machen im Nahles und da kam es dazu, der haben probierte Leute zu überzeugen, eine neue Religion.
46:03
Haben es angenommen, manche auch nicht, aber dann war eine Zeit, wo man Kriege geführt hat mit die Räme.
46:12
Menschen haben das Land verlassen, man sucht neue Plätze. Langsam ist man geworden ein Wandervolk,
46:19
Warum musste man wandern? Weil um Juden sind reingenommen worden für eine Zeit in gewisse Länder, so wie Spanien und Portugal und auch solche Länder,
46:29
Aber nur für eine gewisse Zeit. Da hat man probiert sie zu überzeugen, dass die Religion, die sie jetzt haben, ist nicht so ganz gut, da sie quasi gezwungen,
46:40
Eine neue Religion anzunehmen. Wieder Zeit hat man nicht nur gezwungen.
46:46
Nur wer nicht bereit war, vor allem in Spanien, Portugal, die katholische Religion anzunehmen, ist beim lebendigen Leib verbrannt worden.
46:56
Und so kam es dazu, dass Menschen nicht in diese Länder verlassen, suchten neue Plätze in Europa.
47:05
Wie der Tag welche gefunden worden. Juden sind aufgenommen worden. Langsam, langsam haben sich die Juden vermehrt auch in Europa.
47:15
Er hatte reingenommen, manchmal nur für eine große Zeit, weil man brauchte dich. Man brauchte Kaufleute, um ein.
47:24
Schade, dass die Juden ganz gute Kaufleute sind, haben Verbindungen überall auf der Welt. Dann kam wahrscheinlich der Neid.
47:33
Weil er grade die nach einer gewissen Zeit konnte man sehen, dass diese Menschen irgendwie finanziell,
47:43
In eine gute Situation ist und dieser Neid hat dazu geführt von Neid zu Hass,
47:50
sehr kurzer Weg da sind die Juden gehasst worden. Man wollte ihn zu zwingen ihre Religion zu wechseln.
47:59
In Spanien zum Beispiel, in Portugal, wer nicht bereit war, die Religion zu wechseln, ist einfach verbrannt worden.
48:07
Damals war noch nicht Gaskammern. Da musste man fliehen von diese Länder auch. Die verschwinden Ecken von Europa. Winterzeit, dass ich alles normalisiert.
48:20
Und die Juden sind anerkannt worden aus fast gleichberechtigte Bilder in diesen Ländern, die halfen diese Länder aufzubauen.
48:29
Hat sich rausgestellt, man kann auch miteinander leben. Auch wenn es damals geheißen hat, Antisemitismus.
48:38
Die Verfolgung.
48:41
War es mehr, in Anna war es weniger. Die sind gewandert von ein Land zum anderen, später sogar bis Amerika.
48:50
Aber man konnte damit leben.
48:52
Mit der Zeit hat sich's ja so entwickelt, dass die Juden sind fast gleichberechtigte Bürgerinnen die Länder geworden und die gelebt haben.
49:01
In einem Land war es besser und der andere war das Schlechte.
49:05
Ganz normal geworden und diese Normalität eigentlich hat gehalten.
49:14
Zweiter Weltkrieg ausgebrochen hat. Der erste Weltkrieg der Million mitgekämpft, die jedes Land für sein Land.
49:23
Also eigentlich haben Juden gekämpft, einer gegen den, weil die waren berechtigte Bürger, ob es Deutschland war oder England war oder Amerika war oder egal wo, Frankreich.
49:35
In den.
49:44
Und auch wenn Antisemitismus da war, man konnte aber ganz gut leben. Ich kann erzählen von Litauen, weil ich komme von dort.
49:52
Vorteile dort. Was anbelangt Religion.
49:59
Kultur wieder Zeit hat man sich integriert in diesen Ländern, auch wenn ein streng katholisches Land und es war ein gewisser Antisemitismus, aber,
50:10
Man konnte ganz gut leben damit, muss ich sagen,
50:13
Ich erzähle diese kleine Geschichte so in Kürze, weil ich vollkommen dazu, nicht nur meine Überlegung,
50:22
Während des zweiten Weltkrieges als Kind in verschiedenen Lager. Was mir eigentlich keine Ruhe gibt heute. Ich war mir sicher, nach diesen zweiten Weltkrieg.
50:32
Nach diesem Masterkarte geführt hat gegen die jüdische Bevölkerung in Europa, werde ich in Mainz mit diesem und nicht mehr erleben werden. Und leider, leider rede ich es nicht so.
50:45
Gerade hierzulande, obwohl die Beziehungen heute zwischen Juden und Deutschen Israel und Deutschland sind wunderbare Beziehungen und ich habe nicht mir die vorstellen können, dass sie meine Lebenszeit,
50:59
Würde ich hierzulande noch Antisemitismus erleben. Und wie ich kenne, die Jugend von heute hier, aber ich muss sagen, ein wunderbarer Jugend. Ich will aber hoffen, dass diese Kinder, die mich zuhören,
51:12
Werden dafür sorgen, dass in Deutschland soll kein Phosphat. Wir haben sehr gute Beziehungen Israel und Deutschland, die beste Beziehungen.
51:21
Austausch, alles was zum menschlichen Leben gehört,
51:26
Ich werde euch Kindern erzählen, was ich erlebt habe im Zweiten Weltkrieg. Nicht viel offen, wenn ihr mich richtig zuhört. Würde dafür sorgen,
51:36
Das Antisemitismus in Deutschland wird keinen Platz haben. Weil eigentlich leben doch nicht viele Juden in Deutschland heute. Diese paar hunderttausend, die hier leben,
51:46
Auch andere. Siemitten in Deutschland. Eigentlich Millionen.
51:51
Und ich sehe nicht, dass gegen diese irgendwie eine wie soll ich es nennen? Maße ich zusammengelebt eigentlich.
52:01
Chemie, die in Deutschland leben, die dürfen auch ihre Religion ausüben.
52:06
Geschäftsleute, ich treffe die Kinder und der Schulen, integrierten Leben hier so, wer sein soll, aber wir sind wieder so ein bisschen eine Ausnahme.
52:18
Und ist, wie ich schon sagte, ich will hoffen, dass die Kinder, die mich zuhören.
52:23
Anfange zu verstehen, dass wir sind Menschen genauso wie jeder andere. Machen wir irgendwas falsch? Benehmen wir uns nicht gut?
52:33
Wir nicht, sind keine jüdische Ärzte da oder Rechtsanwälte oder Arbeiter, Fachleute,
52:41
Ich sehe es zum Beispiel keinen Unterschied zwischen mir. Und jemand, der nicht meine Religion hat.
52:49
Ich sehe einen Menschen vor mir. Wir sind ja entstanden von derselben Material, alle.
52:56
Familien aussuchen? Das konnten wir ja nicht. Wir sind geboren, zufällig, nichts weil wir wollten,
53:05
Keine freie Wahl. Ich will geboren werden in diese Familie oder in der anderen.
53:11
Für mich, jeder Mensch ist genauso wie der andere, hat Rex auf Leben und Leben in Frieden und in Freiheit, egal welche Religion er hat oder welche Farbe hat. Ich will hoffen.
53:24
Tausende Kinder, die ich sehe jedes Jahr. Und da sind tausende und die mich zuhören, die werden bessere Menschen sein.
53:33
Werden vielleicht anfangen zu verstehen, dass jeder Mensch recht da drauf lebt, dass jeder Mensch ist genauso wie der andere. Es gibt Blonde, es gibt Schwarze, es gibt Rothaarige, es gibt nette Leute, es gibt weniger nette Leute.
53:48
Aber was heißt denn, dass man mich umbringen, wenn die eine andere Farbe sind?
53:52
Eine andere Religion? Weil die Religion wird sie uns auch irgendwie angehängt. Ich kann mich nicht erinnern, wenn ich geboren wurde, das ich gefragt worden bin, welche Religion will ich rannen?
54:05
Wird geboren in einer Familie? Ganz andere Familie wo. Aber man wird geboren, eine Familie.
54:14
Gefragt zu werden und selbstverständlich wir kommen auch die Religion von dieser Familie. Müssen dafür bestraft werden,
54:22
Ich bin geboren in Litauen. Einer der balischen Länder. Litau und Deutschland, drei kleine Länder,
54:29
Ein kleines Land in Litauen lebten nicht einmal 3 Millionen Einwohner. Unter denen lebten verschiedene Minderheiten und ich muss sagen, dass wir lebten miteinander, nicht nebeneinander.
54:42
Auch wenn es so klein war, vor allem Ralitau und Nena Grauland, große Industrie war nicht in Litauen.
54:49
War auch kein großer Reichtum in Litauen. Wir waren eine ganz normale Familie, drei Kinder zu Hause. Mein älterer Bruder war 14 Jahre alt.
55:00
Ich hatte einen kleinen Bruder, zwei Jahre alt und ich war das Sandwich in der Familie, gerade der dreizehn geworden.
55:07
Wunderbar schöne. Wir hatten alle unsere Freiheiten, was haben wir dann? Religion, Kultur, Schulen.
55:15
Synagogen, Tradition spielte eine wichtige Rolle.
55:21
So lebten wir. Ich weiß, meine Familie, die Wurzel von meiner Familie,
55:26
Aber hunderte Jahre vorher. Die Unterlagen kamen sogar noch heute finden. Immer wunderbar schöne Liter und Züle.
55:37
Weltkrieg in Europa hat ja auch einen gewissen Chaos gemacht. Weil er nach diesem Krieg ein schrecklicher Krieg jahrelang hat das gedauert.
55:48
Arbeitslosigkeit, Hunger, Geld spielte keine Rolle. Einer kämpfte gegen den anderen, Juden gegen die Juden.
55:56
Englische Juden kämpften gegen die deutsche EU und die französische Juden kämpften gegen die polnische Jugend.
56:04
So war es. Sie waren Bürgerin diesen Ländern, wissen zum Militär. Ich weiß, mein Vater war auch beim Militär.
56:12
Freiwillig sogar ginge, weil es war Krieg neunzehnhundertzwanzig, das war ein anderer Krieg. Mit Polen. Da muss die Polen unsere Aufstadt weggenommen.
56:23
Und wir waren gute Liter. Achter 1ten Weltkrieg, die Lage in Europa war nicht gut.
56:31
Länder und Geleten. Manche Länder haben oder besser gesagt manche Politiker.
56:39
An diesen Leid ausgenutzt. Und irgendwie gelang gesehen die Macht zu übernehmen in diesen Ländern. In Sowjetrussland.
56:49
Bis daher war ja der Zahn Russland nach der Revolution haben die Kommunisten übernommen auch in äh Deutschland war Kenny Reich.
56:59
Aber nach dem ersten Weltkrieg musste auch da kenne ich hier irgendwie abgesetzt werden.
57:07
Eine ganz andere Gruppe hat die Macht übernommen.
57:10
Und deren versprochen, sie werden dafür sorgen, dass Deutschland wieder aufgebaut wird. Es wird kein Arbeitslosigkeit sein.
57:19
Menschen mischen nicht mehr ungern. Nur das Problem war, dass die Kunden die Versprechungen nicht einladen.
57:28
Nicht ihre, nicht da, nicht in Deutschland und nicht in die neue Sowjetrussland. Und da musste man die Schuldigen finden. Wie kam es dazu?
57:38
Dass die Lage nicht besser geworden ist. Wer war Schuld daran? Isoliert Russland?
57:44
Sind die Leute einfach nach Sibieren geschickt worden? In Lagerung.
57:49
Zu entwickeln, so hieß es damals, aber in Deutschland war kein Sibirien da.
57:57
Aber es waren Juden in Deutschland. War ganz leicht zu finden diese Minderheit.
58:03
Und die Beschuldigten, die sind Schuld daran, dass die Lage sich nicht geändert hat. Und der normale Bürger wollte glauben, dass es so ist. Wenn man gesagt hat.
58:15
Ob es Befehl war oder nicht, kauft nicht bei Juden, da hat man eben bei Juden nicht gekauft. Nicht nur das, magjedische Läden demoliert oder angezündet. So hat das angefangen.
58:28
Später auch die Synagogen neunzehnhundertachtunddreißig. Die Juden, die sind Schrild daran.
58:34
Warum hat man noch Bücher verbrannt? Das kann ich bis heute nicht verstehen? Heinrich Hein hat das auch nicht verstanden und er hat prophezeit, wer Wicher verbrennt, wird auch später Menschen verbrennen. So hat sich das angefangen, langsam.
58:49
Und wir lebten unser Leben weiter, weil bei uns für für uns kein Problem. In Litauen war. Streng katholisch, ein bisschen Antisemitismus war immer da gewesen.
59:01
Aber wir lebten dort im Frieden.
59:04
Russland, Nazi-Deutschland am beschlossen ein Nichtangriffspakt zu unterschreiben, die werden einander nicht angreifen,
59:13
Und das war auch eine gewisse Beruhigung für Europa, weil man dachte, die zwei, die sind ja maßgebend in Europa.
59:20
Werden keine Kriege mehr fielen gegeneinander,
59:24
sogar gut dachte man. Aber nicht nur ein nicht Angriffspakt unterschrieben, ein Jahr später sind sie alle bei der Reinachstatt in Polen.
59:34
Das war schon nicht so gut. In Litauen lebten 240.0000 Juden. Unter denen waren circa 60.000 Kinder.
59:43
In Polen lebten 3 Millionen Juden. Ich weiß net, wie viele Kinder lebten dort. Aber in Litauen weiß ich genau.
59:53
Aber ich weiß auch, dass von dieses 240.000 nach dem Krieg nach dem zweiten Weltkrieg sind am Leben geblieben, nur vier Prozent.
1:00:03
Von DJ 60.000 Kinder sind am Leben geblieben, dreihundertfünfzig.
1:00:10
Einer davon bin ich, denn die Frage ist, wie kommt das geschehen? Und eigentlich, das ist die Geschichte, die ich erzählen will.
1:00:18
Bis jetzt erzählt habe, das war nur so eine.
1:00:22
Eine kleine Vorspeise. Wie kam es dazu? Das von das kleine Litauen ich rede ja vor allem über Litauen,
1:00:32
Hat fast niemand überlebt. Reimausch in Polen hat uns gekümmert, aber mit der Zeit bekam wir Übersuchungsbrühe.
1:00:43
Juden kamen nun erzählten, was tut sich gegen die jüdische Bevölkerung in Polen?
1:00:48
Nicht nur die Nazis waren dort, sondern auch die polnische Antisemiten.
1:00:54
Ja mach immer so gegen Juden. Verschiedene, wie soll ich es nennen, nicht sehr schöne Sachen gemacht?
1:01:03
Der war immer dagewesen. War immer streng katholisch. Aber ein Liter noch?
1:01:11
Der Literauscher Präsident war ein nobler Mann, Juden bekamen alle ihre Vorteile, was ein Mensch braucht.
1:01:20
So wie Schulen, wie Religion, freies Leben.
1:01:25
In Polen war es ganz anders. Der Armut in Polen war auch größer als war kein reiches Land.
1:01:32
Litauer war Landarbeiter oder 40ster, genauso die jüdische Bevölkerung. Industrieliter.
1:01:41
Ich weiß, es war ein Fabrik der Sie.
1:01:43
Dieses Schild kann ich bis heute noch sehen. Das haben wir immer gesehen überall, weil ein Schild von Persil. Kam ja auch aus Deutschland,
1:01:52
Keine Industrie gehabt. Das Einzige, was ich hatte, was ich verkaufen konnte, war Holz. Weil er hatte sehr viele Wälder.
1:02:00
Da hat man verkauft, Holz, sogar für Palästina, für eine Fabrik, die streichel soll gemacht haben.
1:02:08
In Polen, in Litauen,
1:02:12
Warum ich zu unserer Sache Wolf von Zeit zu Zeit bekamen wir Besuch und wir Herten was tut sich dort gegen die jüdische Bevölkerung aber war weit weg von uns,
1:02:22
Nach der Neumarsch in Polen werden wir sicher, jetzt wird eine Ruhe geben aber nein, die Sowjets waren nicht sehr zufrieden.
1:02:30
Zu wenig in Polen bekommen und dann ohne Vorwarnung sind sie reinmarschiert in die drei baltischen Länder.
1:02:39
Lettland und sind besetzt worden eines Tages von den Sowjets neunzehnhundert40.
1:02:47
Kleine Länder sind ja nicht gefragt worden sind russischen Bären und eine ganz neue Seite hat angefangen für unsere Liter.
1:02:57
Auch für uns Juden, wer hat uns gezwungen, unsere Schulen zu schließen,
1:03:02
hebräische Schulen mehr, Religion war schon ein Problem und außer die kommunistische Partei dürfte keine andere Partei existieren.
1:03:13
Die Juden hatten verschiedene Organisationen, alles wurde verboten und der Anführer von dieser Organisation sind alle nach Sibirien abtransportiert worden. So hat das angefangen. Obwohl später,
1:03:25
Beschuldige die Juden, dass die haben die Tore aufgemacht für die Kommunisten. Alle Juden sind Kommunisten. Das war auch ein Grund.
1:03:34
Die Juden zu verfolgen, später. Also hier sind wir unter der Sockets. Und wir dachten jetzt.
1:03:43
Wir werden aufpassen, dass äh Litauern bleibt, wie es ist,
1:03:48
Aber ohne Forum am 22. Juli 1941 ist auch die Sowjetunion angegriffen worden.
1:03:56
Das erste Staat, das bombardiert worden ist, war kaum das. Wo wir lebten. Wir wussten nicht, dass das hat mit Krieg zu tun überhaupt.
1:04:05
Flugzeuge in Liter und da wird niemals gesehen. Mein Vater war ein freiwilliger Feuerwehrmann.
1:04:11
Feuer rausgebrochen ist, er musste so schnell wie möglich zur Feuerwehrzentrale.
1:04:17
Stunden später nach Hause und sagte zu meiner Mutter für den Tag kommt mit mit mir in der Feuerwachszentrale. Wir haben dort ein Betonrohr.
1:04:26
Gegen, weil Flugzeuge erlitt haben, haben wir nie gesehen. So hat meine Mutter vorbereitet, Kakao, so wie jeden früh morgen, bevor wir zur Schule gingen,
1:04:36
Ich war ein komischer Junge, weil ich mochte kein Kakao und jeden früh morgen war Theater aufs Neue. Ich wollte den Kakao nicht trinken.
1:04:44
Dieses Mal hat meine Mutter mir gewarnt und sagte trink Trink, Junge. Wer weiß aber nicht das Letzte ist.
1:04:52
Leider hat sie Recht behalten. Wir haben unsere Wohnung verlassen und ihn nie mehr gesehen. Wir haben übernachtet mit der Feuerwehrzentrale,
1:05:00
Haben wir probiert die Stadt Kölners zu verlassen, so wie viele andere. Sehr viele, vor allem Juden sind gelaufen. Wir haben ja mitbekommen von die Leute von Polen.
1:05:12
In Polen nach der Nightwash. Dort lebten drei Millionen Juden, um der Einmarsch von diesen zwei einer.
1:05:21
Von der linken Seite und der andere von der rechten Seite.
1:05:24
Probleme gegen die Juden haben schon angefangen, die Juden in Polen waren sehr religiös und da waren schon Probleme. Das haben wir mitbekommen mit der Zeit.
1:05:34
Und so gesehen hatten wir Angst, wahrscheinlich und deswegen sind wir gelaufen. Für uns Kinder am Anfang war es so ein Ausflug, dachten wir.
1:05:44
Aber mit der Zeit, vor allem sind wir durch Wälder gelaufen, sind hier beschossen worden vom Flugzeug, mal schon tot und Verletzte gesehen.
1:05:54
Tausende Juden sind gelautet, vor allem Juden. Vor allem er hat ja Angst, nachdem, was man geehrt hat, was tut sich in Polen,
1:06:01
sehr spät nachts gelang es uns von in zu kommen,
1:06:06
80 Kilometer voneinander. Wie wir es geschafft haben? Manchmal sind wir mitgenommen worden mit Pferdemagen. Manchmal mit äh Lastwegen, militärische Lastwägen,
1:06:19
Und es gelang uns sehr spät nachts in Videos anzukommen,
1:06:23
Wir haben übernachtet irgendwo in einen Kellerraum und man dachte, nächsten früh morgen laufen wir weiter. Ganz früh.
1:06:29
Sind wir aufgestanden, aber dann trafen wir schon die erste Wehrmachtssoldaten mit Motorräder reinfahrenden Videos.
1:06:36
Weiter war schon nicht mehr vorhanden. Hier sind wir steckengeblieben in eine fremde Stadt, obwohl Willens war doch unsere Hauptstadt.
1:06:44
Die letzten 20 Jahre war es eine polnische Stadt. Und die meisten Einwohner waren überhaupt keine Litauer, sondern Polen.
1:06:53
Oder Juden, 80.0000 Juden lebt nun. Elitau selber waren 2hundertvierzigtausend. Vorm Krieg, wenn dieser Krieg vorbei war.
1:07:02
Zurückgeblieben ist, war fast gar nichts.
1:07:06
Von die Kinder fast kein Kind, 350 Kinder sind ein Leben geblieben.
1:07:13
Circa 60tausend. Ich war ja auch noch ein Kind. Bin nicht befreit worden bin nach viere Jahren in verschiedenen Lagern.
1:07:22
17 Jahre alt. Ich muss sagen, als 17-jähriger damals,
1:07:27
War ich schon ein alter Mann? Wir sind steckengeblieben in.
1:07:33
Drei Wochen. War gar nicht so einfach, mit deiner Familie mit drei Kinder in eine fremde Stadt.
1:07:39
Bekannte, ohne Verwandte die war überhaupt polnisch, nicht literisch.
1:07:45
Nachtzigtausend Juden dort. Wir wollten zurück nach Hause. Das Problem war Transportmittel, weil es waren keine Transportmittel da. Der einzige Möglichkeit war.
1:07:58
Finden jemanden mit Pferdemagen, der für gute Bezahlung bereit war uns nach zu fahren. War auch nicht einfach, aber auch mit der Zeit hat mein Vater,
1:08:09
jemanden gefunden, ein Bau mit Pferden im Wagen, der bereit war und zu fahren. Noch eine junge Ehepaar hat sich angeschlossen mit uns,
1:08:17
Ich muss sagen, vor allem wir Kinder fühlen glücklich und zufrieden zurück nach Hause.
1:08:22
Ein neuer Ausflug mit fairem Wagen, vor allem fuhren wir durch Wald, wir Kinder saßen oben. Für uns war es wirklich ein Ausflug. Die Männer sind so nachgelaufen,
1:08:33
In einem Waldstück trafen wir drei junge deutsche Offiziere mit Auto.
1:08:38
Das war so eine kleine Überraschung für uns. Ich nehme uns rein so mit den Erwachsenen zusammen. Aber wir waren doch Kinder eigentlich.
1:08:47
Alles war neu für uns. Drei junge Kerls, die waren so ein bisschen eingegraben mitm Auto, weil alles war voll much. Dann halfen die Männer schimmen den Wagen,
1:08:56
Fragte meine Mutter denn einen, fährt er zufällig nach und meine sentimentale Mutter hat bisschen so geredet, bisschen gefragt, ein bisschen dabei geweint,
1:09:07
beruhigt worden von einem diesen drei, weinen Sie nicht, liebe Frau. In zwei Wochen sind wir in Moskau und dann ist der Krieg zu Ende.
1:09:15
Der war sehr beruhigend. Die nächste Frage von meiner Mutter,
1:09:20
Kinder überrascht. Meine Mutter fragte, wenn ihr nach fährt seid ihr bereit, meinen Mann mitzunehmen. Das klang uns komisch. Warum will meine Mutter loswerden, mein Vater?
1:09:31
Was hat er falsch gemacht? Und ich sagte, die war Anette und die haben meinen Vater mitgenommen. Sobald mein Vater weg war, das junge Ehepaar wollte nicht weiter mit uns. Jetzt blieben wir Mutter mit drei Kinder,
1:09:45
mit Mann, mit Pferden wagen, fuhren weiter durch Wald.
1:09:49
Aber nach einer gewissen Zeit ist der Bau auch stehen geblieben und sagte ich kann nicht weiterfahren, meine Pferde sind müde, ganz einfach. Hat's uns einfach sitzen lassen im Wald und weg war.
1:10:00
Heute daran denke,
1:10:02
Standpunkt hat der. Juden transportieren zu dieser Zeit war gegen das Gesetz.
1:10:11
Die Erwachsenen, die die Männer sind weg, die Bezahlung hat aber kommen ins Voraus. Dazu braucht er eine jüdische Frau mit drei Kinder auf seinem Popo,
1:10:20
vorstellen, eine Frau mit drei Kinder im Wald,
1:10:25
Meine Mutter war so sehr schnell, hat sie verstanden, die Lage und sehr schnell haben wir uns auf den Weg gemacht,
1:10:32
Richtung ein kleines Dorf. Man konnte sehen von weitem diese war in die Litauischen Dörfer. Das erste Haus, das wir begegnet haben,
1:10:43
Meine Mutter kloppt an, das Tier und ein Bauer hat uns aufgemacht und meine Mutter fragte, geht das,
1:10:52
Eine Nacht übernachten. Nachher haben wir gestoßen auf eine nette, literische Bauernfamilie, die waren bereit, uns aufzunehmen,
1:11:00
Wir blieben dort nicht nur eine Nacht, sondern zehn. Zehn Tage. Muss sagen als Kind im Dorf war wunderbar schön.
1:11:09
Rumgelaufen mit den Kehen wie man zeigte uns wie man merkt hier. Die Bauern,
1:11:14
Auch Kinder, die waren nett, spielten ja rum mit uns. War wunderbar schön,
1:11:19
Das Problem war wieder mal, meine Mutter, weil sie war dauernd unruhig, musste dauernd beruhigt werden, machen sie sich keine Sorgen, wir bringen sie heil nach Carlos. Wir Kinder haben nicht verstanden, warum ist meine Mutter so unruhig?
1:11:31
Hat ja versprochen, der wird uns heil nach bringen. Und wirklich, wie versprochen, eines Tages,
1:11:38
Nach zehn Tagen fuhren wir Richtung. Das war der Grund,
1:11:43
Meine Mutter da und unruhig war. Warum wollte meine Mutter, dass mein Vater mitfährt mit diesen drei Kels und war bereit, alleine zu bleiben mit drei Kinder? Sehr schnell haben wir erfahren, da konnte man schon nicht irgendwie,
1:11:57
Nicht reden darüber, weil wir waren jetzt aufm Weg nach und sind überall von so sogenannten angehalten worden. Aber die Wahrheit war.
1:12:09
Der Bau, der uns gefahren ist, hat mit dieser Frau zusammen gesprochen. Wir dürfen weiterfahren. Aber die Wahrheit war, dass Liter und zu dieser Zeit schon fast Juden rein war,
1:12:19
Die litauische Portesane bekam freie Hand. Wir dürften machen mit dem Jungen, was die wollen, weil er die Litauer,
1:12:26
Wann Einmarsch von der Wehrmacht in Litauen? Waren sie glücklich.
1:12:32
Weil er loswerden die Kommunisten, das kann man sich vorstellen, eine streng katholische Gesellschaft mit Kommunismus. Das ging ja nicht zusammen. Aber,
1:12:42
Sie bekamen zwar freie Hand, um Beschuldigten sofort die Juden, die Juden waren diejenigen, die die Tore von Litauen aufgemacht haben.
1:12:51
Um den Kommunisten reinzulassen und jetzt muss man die abgerechnet werden.
1:12:55
Rechnen Männer ab mit Juden? Ganz einfach. Sie mischen einfach dafür bezahlen. Aber bezahlen womit?
1:13:02
Wie sich's rausgestellt hat. Wir zahlen mit dem Leben. Wir Kinder hatten keine Ahnung, dass der Massaker gegen die jüdische Bevölkerung die Zeit, wo wir in waren.
1:13:12
Vollen Gange war,
1:13:14
Windows war ruhig. Die Polen in Wilnuss waren keine. In Liba auch von diesen Einmarsch. Poren wurde ja besetzt 1939 von den Deutschen. Aber eine Litauer war es anders.
1:13:25
Der hat eine freie Hand. Man kann ja auf diesem Bild sehen, genau,
1:13:31
Die Männer werden begleitet von litauische Portesane zur Sekunde. Das war der Anfang Elitau.
1:13:37
Wir Kinder hatten keine Ahnung und nicht nur Männer sind die Exekution. Auch Frauen war kein Unterschied. So hat der Cenito angefangen.
1:13:47
Deswegen wollte meine Mutter, dass mein Vater mitfährt mit diesen drei umgebracht. Auch wir sind liberal angehalten worden von litauische Partisanen,
1:13:58
Bauert mit dir gesprochen, konnte irgendwie die überzeugen, dass wir sind nicht gefährlich. Wir dürften weiterfahren, aber eigentlich zu dieser Zeit.
1:14:08
Gegen die jüdische Bevölkerung in Letau schon im volle Kanne. Die Litau wollten diesen Einmarsch.
1:14:15
Von den Deutschen. Kann ich auch verstehen, weil diese katholische Liter und mit Kommunismus hat nicht reingepasst, aber warum müssten sie ihre irdische Nachbarn,
1:14:26
Vor allem sind Männer gesucht worden, gezwungen mit dem Bild von Stalin Aufnahme zu machen, um zu zeigen, schaut her, die sind doch alle Kommunisten. Jetzt müssen wir die abgerechnet werden,
1:14:38
Es gelang dem Bauern sich in der Vorstadt von zu bringen,
1:14:42
abgesetzt bei einer gewissen Familie. Ich weiß nicht, was bis heute was für Familie es war.
1:14:49
Ich war dort sehr kurz, weil er dann sagte meine Mutter zu mir, geh nach Hause und bring den Vater. Na warum gerade ich?
1:14:57
Ich war dort der Kleine. Mein älterer Bruder, der hat zu männlich ausgeschaut. Meine Mutter hatte Angst, sie zu schicken. Und nicht ging, glücklich und zufrieden, zurück nach Hause.
1:15:07
Und wo stand ich, was tut sich in Litauen? Was man sieht hier auf dieses Bild? Ich nenne es den Schlachthof.
1:15:13
Weil da sind jüdische Männer gestartet worden eigentlich. Das war eine Garage von Feuerwehr, um Erdenenen,
1:15:21
umgebracht, nicht mehr gewähre. Mit einem Wasserschlauch von der Feuerwehr, dem hat einen gesteckt im Mund und so hat man die umgebracht,
1:15:29
nicht gleich tot war da hat man schon gesorgt dafür sie umzubringen. Erschlagen werden und Publikum war auch dabei. Man steht,
1:15:39
das war der Anfang, nur der Anfang,
1:15:43
Bei dieser Familie hat uns abgesetzt und ich musste nach Hause gehen zu meinem Vater. Bringe den Vater, er soll uns holen. Ich war froh, nach Hause zu gehen eigentlich.
1:15:54
Ich wusste, dass Juden,
1:15:57
Auf der Straße und der gelben Davidstern zu dieser Zeit sind in Lebensgefahr und ich ging glücklich und zufrieden zurück nach Hause, meinen Vater holen,
1:16:06
Nicht einfach. Aber ich war kleiner, kleiner Junge niemanden hat mich angeschaut und es gelang mir fast, nach Hause zu kommen.
1:16:15
Weit weg von unser Zuhause, wo wir lebten jahrelang auch mit litauischer Nachbar, weil es war ja kein Unterschied. Man lebt hier zusammen.
1:16:24
Großstadt zusammen, er lebte in eine kleine Städtchen und in den Dörfer, weil er Juden waren auch Landarbeit darauf verzichten. Man lebte Tiere und Tier und da stand unsere Nachbarin wie ich.
1:16:36
Tante genannt habe, weil man war so befreundet. Ich war sehr froh, dich zu sehen. Aber sie war nicht sehr froh. Wenn die mich da hat sie ganz laut geschrien, aha,
1:16:47
Die Juden kommen schon zurück. Na,
1:16:49
wer ich bin. Was mache ich der Vertreter von den Juden? Ich war der kleine Nachbar vom ersten Stock. Wir sehen uns jeden Tag jahrelang lebten wir im selben Haus.
1:16:59
Freundin sogar und jetzt war ich die Jungen und da habe ich schon verstanden, dass mein Vater nicht zu Hause ist. Wie schnell davongelaufen von du,
1:17:08
wird sehr schnell erwachsen in solche Situationen. Ich gehe davon aus, dass auch ich bin sehr schnell erwachsen geworden. Es gelang mir,
1:17:16
meiner Tanten, meiner richtigen Tanten zu kommen. Ich wusste gar nicht, ist jemand oder da oder nicht, aber ich habe es in Kauf genommen.
1:17:25
Und tatsächlich habe ich gefunden dort, nicht nur meine Tante, sondern auch mein Vater.
1:17:30
Mir erzählt hat, dass er aber den ersten Tag schon in Kaunas. Die drei Kels haben im Heil nach gebracht.
1:17:38
Ging gar nicht nach Hause. Er ging direkt zu seiner Schwester. Meiner Tante habe ich gefunden, einen kleinen Teil unserer Familie, weil er normal waren wir mehr als hundert.
1:17:48
Diese Dreizimmerwohnung waren siebzehn, 18 Leute,
1:17:53
einundzwanzig. Die meisten waren schon verschwunden. Man wusste gar nicht, wo die sind.
1:18:00
Die Mutter ist und die zwei Brüder nun von der Erwachsenen getraut dort hinzugehen. Es war zu gefährlich.
1:18:07
Zu dieser Zeit war so, die Erwachsenen dürfen nicht mehr zur Arbeit gehen. Man dürfte die Wohnungen verlassen offiziell.
1:18:16
Paar Stunden am Tag aber nicht jeden Tag einzukaufen in gewissen Läden.
1:18:21
Was ich später erfahren habe, dass wir Kinder dürfen nicht mehr zur Schule gehen. Ja, ich muss die Ware sagen, Kinder, damit konnte ich ganz gut leben. Ich war nicht traurig. Später aber, später wenn wir schon eingesperrt waren.
1:18:35
Kinder zur Schule gehen während ich zur Arbeit getrieben worden bin, da war es schon anders. Die Familie war vereint, es gelang mir meine Mutter und die zwei Brüder heil nach zu bringen. Freude war groß, groß, nur lange,
1:18:50
Hat man ja uns nicht gegeben. Sehr schnell kam der Befehl, alle, die sich im Gaumhaus befinden, müssen ihre Wohnungen verlassen und man schafft den Kaunus 2 Ghettos. Der Befehl lautete, man verlasst die Wohnung, man nimmt gar nicht mit.
1:19:05
Alles muss zurückgelassen in die Wohnungen. 2 Ghettos, ein Groß-Ghetto,
1:19:10
Ein Kleingitter. Zu dieser Zeit lebten ungefähr 30.000 Juden in Kaumus. Kleingitter war nur Platz für dreitausendfünfhundert. Dort wurde auch eine Krankenhaus aufgemacht für Kranke, für Neugeborene,
1:19:23
dieser Gang ins Ghetto,
1:19:26
War auch für uns eine gewisse Beruhigung, weil wir dachten in Ghetto sind wir unter uns, vor allem unsere litauischen Nachbarn werden keinen Zutritt haben zum Ghetto vielleicht ist es besser so. Er wollte glauben,
1:19:38
Diejenigen, die uns gemordet haben, waren unsere Nachbarn. Niemand anders.
1:19:44
Wie ich schon sagte, eine gewisse Beruhigung. Musste man finden. Wir waren 21 Familienmitglieder. Wie findet man ein Wohnung für 21 Familienmitglieder,
1:19:56
Endes haben wir gefunden, zwei Zimmer. Mit einer Kirche war noch dabei, waren aber glücklich.
1:20:02
War ja keine da, war keine Probleme aufm Boden.
1:20:07
Ein neues Leben in ein Ghetto zwischen die Zweige, das ist auch eine Brücke gebaut worden. Das war so ein Beruhigungsmittel. Wir sollen keine Angst haben, wir sind nicht abgesondert voneinander.
1:20:18
Nur wegen Platzmann. So wurde erklärt. In kleinem Ghetto ist auch ein Krankenhaus aufgemacht worden, war so großes zweistöckiges Holzhaus.
1:20:28
Kranke Leute, für Neugeborene, für Kinder und da ist zu dieser Zeit sehr viele Kinder war, wo die Eltern verschwunden sind
1:20:37
Um auf die aufzupassen eine Zeit lang hat man die reingegeben im Krankenhaus.
1:20:42
Da konnte man die Zeichsen als kranke Kinder. Leben im Ghetto. Wir hatten ja keine Ahnung. Wie lebt man in ein Ghetto?
1:20:49
Läden waren keine da. Wo wird man einkaufen? Wie wird eine Verpflegung haben? Wir wussten, dass wir haben zwei Wochen Zeit, bis das Ghetto geschlossen wird,
1:20:58
Man probiert diese Zeit auszunutzen in den umliegenden Dörfer einzukaufen, was eigentlich verboten war. Sogar lebensgefährlich.
1:21:07
Überlegt, Kinder schicken zum Einkauf. Vierzehn, 15-jährige Kinder dachte man, kann doch gar nicht geschehen. Also schickte man solche Kinder zum Einkaufen 26 solche Kinder sind geschnappt worden,
1:21:21
Am selben Tag wurden diese Kinderausschuss. Glauben wollten wir es nicht.
1:21:26
Doch nicht sein, dass Kinder werden umgebracht. Und man lebte lange mit der Hoffnung, die werden doch eines Tages zurückkommen. Diese Hoffnung wollte man gar nicht aufgeben.
1:21:36
Am 15. August 26 Kinder war auch mein älterer Bruder.
1:21:43
Und wir lebten lange mit dem Gedanken, die wären doch eines Tages zurückkommen. Kann doch nicht sein, dass man Kinder umgebracht,
1:21:52
Das Wetter ist geschlossen worden. Am 15. August habe ich versprochen, man wählte eine Verwaltung, Arbeitsbrigaden haben sich geschaffen, jeder ab 15 musste zur Arbeit gehen, ein neues Leben in ein Ghetto.
1:22:05
Wir dachten jetzt, jetzt wird der Ruhe geben. Es sind Arbeitsbrigatten da,
1:22:10
Die Kranke mit den Kindern, auf die wird aufgepasst und vielleicht dieses neue Leben in Ghetto vielleicht sicherer und besser so dachten wir. Aber der Mann, der zuständig war für die Judenfrage.
1:22:22
Es war so einer. Er hatte ganz andere Pläne. Er wollte Elitauen so schnell wie möglich Juden rein haben.
1:22:30
Die Zivilverwaltung haben nicht die Möglichkeit, man brauchte der Arbeitskräfte.
1:22:35
Er hat nicht locker gelassen. Angefangen hat er es kam ein Befehl, man braucht Männer,
1:22:42
Eine gewisse Sorte von Männer nur für einen Tag oder vielleicht zwei Tage,
1:22:48
Aber das müssen Männer sein wie Intelligenz, Rechtsanwälte, Ärzte, Lehrer, die müssen sich melden am Tor.
1:22:58
Einen gewissen Tag, aber gut gekleidet, weil die den erwartet eine ganz besondere Arbeit. Da haben sie sich gemeldet, achthundertdreißig solche,
1:23:08
Männer, das Schönste und Beste, was die Juden im Carlos hatten,
1:23:13
Und diese 830 Männer gut gekleidet am selben Tag wurden die alle ermordet. Die Macht aber auch wahrscheinlich Angst gehabt, dass diese Männer solche Menschen wie die,
1:23:24
irgendwas unternehmen, davon gehe ich aus. Anders kann es überhaupt nicht sein. Auch das wollte man nicht glauben, aber der Mann, der die,
1:23:32
Wie sie alle Befälle gegeben hat, hat nicht nur die Befälle gegeben,
1:23:36
dass die Menschen umgebracht werden. Er hat ja auch Buche fährt. Auch die dreitausendfünfhundert. Sie müssen umgesiedelt werden, so hieß es damals.
1:23:46
Sie umgesiedelt worden zu den Festen und diese Festungen haben zu dieser Zeit gedient nur für eines. Morde den Juden.
1:23:55
Hat viele solche Verstände, vor allem Karmas. Er hat nicht nur dafür gesorgt, dass die Menschen umgebracht werden. Er hat auch wo gefehlt.
1:24:04
Man kann doch net einfach Menschen umbringen, denn Krankenhaus mit den Kindern mit den Ärzten hat man angezündet,
1:24:10
Muss ja gewisser Ordnung sein. Man kann es lesen. Jede kleine Gruppe, die ermordet worden ist, sind verzeichnet ihr. Das war noch nicht so viel. Jeder Zeit, als ich das entwickelt,
1:24:23
Jedes Mal eine neue Gruppe von Menschen sind umgebracht worden. Von diese Skater oder von anderen gar noch paar andere Gitters in Lettland, in Nestland, in größerer Städte in Litauen,
1:24:34
Anfang 1942 da konnte er schon wirklich zeigen, was ihm schon gelungen ist.
1:24:40
Geschrieben hat hier. Diese Arbeitsjuden inklusive mit ihrer Familien wollte ich ebenfalls umlegen.
1:24:47
Die Zivilverwaltung haben nicht die Möglichkeit. Aber mit der Zeit hat sich das angegeben. Anfang 1942 diese handgeschriebene Report,
1:24:57
Den kann man gar nicht übersehen,
1:24:59
Ich frage mich immer wieder, wenn ich es lese, ob seine Hand nicht gezittert hat. Ja, was schreibt er hier? Er schreibt dir, was ihm schon gelungen ist. 138.272 Menschen umzubringen.
1:25:13
Unter denen waren 55.556 Frauen und vierund3tausend,
1:25:20
464 Kinder. Klingt es glaubwürdig überhaupt.
1:25:25
Was ich da erzähle? Kann er sein? Das ist nicht erfunden, dass ein originelles,
1:25:34
Wer war derjenige, der da zuständig war für die Juden in den baltischen Ländern? Eigentlich hätte er ein humaner Mensch sein Sohn, weil er von Beruf,
1:25:43
Musiker. Musiker sind doch um einen Menschen. Er war zuständig in Lidauen.
1:25:52
Er wollte in den Waldischen Ländern so schnell wie möglich und rein. Nur die Zivilverwaltung haben nicht die Möglichkeit. Man brauchte der Arbeitskräfte. Und trotzdem lebt er bis 1959 als freier Mann.
1:26:06
Erst 1959 ist er verhaftet worden und sagte, was hätte ich machen sollen, es war der Befehl. Irgendwie hat er vergessen.
1:26:14
Derjenige, der dir Befälle gegeben 1959 ist er verhaftet worden. Das einzige Gute, was er tat,
1:26:23
selber geurteilt im Gefängnis. Karl Jäger, das Leben im Gheto ist auch verlaufen. Ich hätte fast gesagt, normal. Obwohl kamen überhaupt mal Leben, war das normal, dass wir eingesperrt waren.
1:26:37
Kinder dürfen nicht mehr zur Schule gehen, dass wir keine Verpflegungszuteilung bekommen haben, weil wir nicht arbeitsfähig waren.
1:26:46
Menschen für Hunger sind, dass zwölf Leute in einem Zimmer,
1:26:51
Normalität und jedes Morgen muss man Angst haben, wenn man zur Arbeit ging, wird man zurückkommen oder nicht, weil man musste irgendwie tauschgeschöpft und machen mit den Litauen.
1:27:04
Um nicht zu verungern. Aber es waren Kinder da. Es waren alte Leute, es waren kranke, die nicht gearbeitet haben. So hat das Leben ausgeschaut im Gheto.
1:27:13
Aber alles konnte man hinnehmen. Zu dieser Zeit die Hauptsache war, dass Teile der Familienmortage an Hunger gewöhnt man sich. Aber Familienangehörige verlieren, Kinder verlieren oder Eltern verlieren und Kinder alleine bleiben.
1:27:28
Am 28. Oktober 1941 kam ein Befehl um 6 Uhr früh,
1:27:35
Alle die Wohnungen verlassen und sich konzentrieren auf diesem Platz. Platz der Demokraten heißt er bis heute.
1:27:43
Standard stundenlang. Das waren circa 26.000 Menschen von,
1:27:48
Stundenlang standen wir dort Hochwinter in Litauen, nicht so wie hier. Wussten gar nicht,
1:27:55
Was zu erwarten ist. Stunden später kamen die Ersten. Litauische und deutsche Polizeitruppen rein marschiert? Das war noch immer ein Rätsel.
1:28:05
Was haben die vor mit uns? Aber nach langem Warten kamen die wichtigen Leute, die zu entscheiden hatten, wer zum Leben,
1:28:14
Und wer zum Tod,
1:28:16
Der nächste Befehl lautete jede Familie, jede Kleinfamilie muss vorbeimarschieren, einen in diesen Herren. Wir haben uns keine Fragen gestellt.
1:28:27
Mittelfinger. Nach rechts oder nach links?
1:28:33
Was bedeutet rechts oder links? Nach einer gewissen Zeit, wenn auf die rechte Seite eine größere Masse von Menschen sich angesammelt hat, wurden die abtransportiert. Da haben wir schon angefangen zu verstehen.
1:28:48
Rechte Seite wahrscheinlich ist es nicht gut. An diesem Tag 28. Oktober.
1:28:54
Fast 1.0000 Männer, Frauen und Kinder nach rechts geschickt worden. Alle rauf zu den Festungen. Es dauerte paar Tage bis niemand von denen am Leben war.
1:29:07
Aber es gelang manchen von der Gruppenzentrum.
1:29:11
Erzählten, was ich dort habe gespielt hat. Wie ist es zugegangen? Jedes Mal hundert müssen sich entkleiden, laufen zu den Groben erschossen zu werden. Die einzigen, die man verschont hat.
1:29:24
Manchmal kleine Kinder. Manchmal hat man kleine Kinder verschont.
1:29:30
Chance. Manchmal hat man die Lebendig in den Gruben geschmissen.
1:29:35
Klingt das überhaupt glaubwürdig? Was ich erzähle? Ich bin immer skeptisch.
1:29:41
Skeptisch, meinen Zuhörer, glauben die mir überhaupt, was ich erzähle? Kann es sein, dass es so war? Ist da kein Irrtum irgendwie?
1:29:52
Hoffmanns erzählen.
1:29:54
Was ich erzähle, was ich noch erzählen werde ist so viel, weil wir es wirklich wahr.
1:30:03
Ein Kind für jahrelange, verschwindene Lager.
1:30:08
Jede Selektion und jedes Mal ein Teil der Familie verlieren oder Freunde verlieren da und hungern.
1:30:17
Ich überlege immer wieder, wenn ich zu diese schreckliche Bilder komme, glaubt man mir, dass es so war.
1:30:27
Sind es bloß Märchen.
1:30:30
Nein, es war nicht so, Kinder. Es war viel schlimmer. Viel, viel schlimmer.
1:30:39
Die erste Zeiten, die Exekutionen, man konnte ja eine sehr große Gruppen irgendwie ermorden.
1:30:49
Zeit hat sich ja das entwickelt. Man hat ja Spezial gebaut.
1:30:55
Bauten wo Menschen werden umgebracht in Minuten. Tausende Menschen.
1:31:01
So schwer es ja nicht möglich so viele Millionen umzubringen. Nach dieser Selektion, das geht es kleiner geworden, hat abgeschnitten Teile vom Ghetto.
1:31:12
Man brauchte schon nicht so viele Häuser. Tausend sind ja weg. Man ging zur Arbeit, nach der Selektion gleich.
1:31:22
Musste zur Arbeit gehen. Ja, es war sehr ruhig im Ghetto geworden.
1:31:28
Manche Familien sind ganze Familien umgebracht worden.
1:31:33
Bis heute, wenn ich darüber rede, weiß ich nicht, wer hat es besser gehabt? Diejenigen, wo die ganze Familie weg war.
1:31:42
Diejenigen, die nur Teil der Familie weg waren. Bis heute.
1:31:48
Bis heute kann ich's nicht entscheiden, wer hat es besser gehabt? Weil diejenigen, die am Leben geblieben sind und auch später.
1:31:56
So wie ich zum Beispiel oder solche wie ich, die wirklich am Leben geblieben sind, haben wir ein schöneres Leben.
1:32:05
Ja, wir haben ein schöneres Leben, aber nur aus außen zeige.
1:32:14
Weil wir wollten ja akzeptiert werden, aber eigentlich sind wir doch unser ganzes Leben im Lager geblieben.
1:32:21
Befreit worden vom Lager, aber der Lager von uns niemals.
1:32:26
Befreit werden, weil ihr befreit werden vom Lager. Das heißt, befreit werden von der Familie.
1:32:32
Solange wir leben, diejenigen, die per noch am Leben sind, so wie ich zum Beispiel. Meine Familie lebt mit mir zusammen.
1:32:43
Ich weiß ja, dass denen geschah.
1:32:45
Aber ich will den nicht verlieren, ganz. Solange ich lebe sind die da für mich sind sie lebendig. Ich kann mit dir reden sogar.
1:32:54
Ganz normal sind wir ja nicht. Wir haben mitgespielt, wie die Menschen, wie die Menschheit, wie die Gesellschaft, weil wir wollten akzeptiert werden. Aber eigentlich,
1:33:04
Eigentlich haben wir ein zweites Leben, der in uns steckt. Der geht nicht raus. Er wird rausgehen, zusammen mit uns,
1:33:12
schwer zu erklären solche Dinge. Ich werde manchmal gefragt, ob ich zu Psychologen gehe.
1:33:18
Nein, ich gehe nix zum Psychologen, weil ich habe Psychologen jeden Tag vor mir. Die Schüler, die mich zuhören, das sind meine Psychologen und es gibt noch einen Vorteil.
1:33:29
Stellen Sie keine Fragen. In Ghetto ist ruhig geworden auf diese Selektion.
1:33:36
Man ging zur Arbeit, weil man musste zur Arbeit gehen. Aber die selbe Zeit haben sich manche junge Leute angefangen zu organisieren. Man war nicht mehr bereit, das hinzunehmen.
1:33:46
Hat viel Wart.
1:33:49
Manche haben schon davon Gebrauch gemacht. So dachten junge Leute es gibt ja eine Möglichkeit in Wald zu gehen.
1:33:57
Das Problem war man ist im Wald akzeptiert worden, nur wenn man ein Gewehr mitgebracht hat.
1:34:06
Die Frage war nur, wie findet man ein Gewähr? Das war ja auch eine lebensgefährliche Sache.
1:34:13
Geklaut werden von irgendwo. Aber es gelang manchen, in den Wäldern zu gehen, junge Leute sind gegangen in Wäldern, haben gekämpft.
1:34:23
Die Ruhe im Ghetto, ich gehe davon aus, dass die Machthaber gespürt, irgendwas stimmt da nicht. Kann doch nicht sein. Die wussten ja genau, was die taten.
1:34:33
Und da kam ein komischer Befehl. Ging ihr alles Schule aufzumachen.
1:34:42
Wir Kinder dürften wieder normale Kinder sein, Schule besuchen. Das waren die schönsten Tage im Götter.
1:34:50
Hat nur ein Problem. Wir hatten keine Wicher weil man dürfte keine Bücher im Ghetto reinführen aber manche haben doch Bücher reingeführt.
1:35:00
Gespendet und einmal in der Woche ist ein Mann mit Pferdemagen durch gefahren und hat Kinder glücklich gemacht mit einem Buch.
1:35:09
Scheibe Brot gegeben zu dieser Zeit wären wir wahrscheinlich glücklicher, weil der Hunger war da ständiger begleitet.
1:35:17
Eine gewisse kleine Normalität sozusagen finden. Kinder gingen zur Schule.
1:35:23
Die Macht dabei haben sich da wurscht, dass der litauische Rundfunkorchester diesen Ghetto.
1:35:29
Kam ein Befehl, Konzerte im Ghetto. Nicht für die Ghetto-Einwohner. Für die Machthaber.
1:35:37
Konzerte machen. Ein Konzertsaal, es war ein altes Synagoge im Gürtel.
1:35:44
Musste man die irgendwie reparieren, einen kleinen Satz zu machen. Die Macht aber mit ihren Frauen kamen gute Musik hören im Ghetto. Eine neue Zeit,
1:35:55
Kinder gehen mit zur Schule, die Musiker haben musiziert und ich muss gestehen, wenn ich ein Kind war, konnte ich ganz gut singen,
1:36:02
Manchmal habe ich mitgesungen mit diesem Orchester. Das war auch eine Möglichkeit. Extra Verpflegung zu bekommen. Was wichtig war.
1:36:12
Menschen gingen zur Arbeit und diejenigen, die zur Arbeit gingen, konnten,
1:36:17
Geschäfte mit den Litern machen, Unterlebensgefahr selbstverständlich, weil es war ja strengstens verboten, wenn man zurückkam, am Tor sind Kontrollen durchgeführt worden,
1:36:28
Beim Tauschgeschäft selber hat mal jemand geschnappt da musste man dafür mit dem Leben bezahlen. Manchmal die ganze Familie.
1:36:37
War Lust und Laune von gemacht habe,
1:36:40
Den Leuten wirklich zu warnen von Zeit zu Zeit hat man auch öffentliche Einrichtungen durchgeführt. Verstaubt, wenn er gestoppt wird,
1:36:48
Damit konnte man leben, wenn einer gehängt worden ist, war keine große Sache.
1:36:53
Gab es andere Probleme. Mit der Zeit ist unser Ghetto umgewandelt worden,
1:36:59
Konzentrationslager. Und das war schon wirklich eine ganz andere Musik. Weil im Gheto.
1:37:06
Da waren auch alte Leute, es waren Kinder, es waren auch wenn die Familien kleiner geworden sind.
1:37:14
Aber ein Konzentrationslager braucht man nur arbeitsfähige Menschen.
1:37:19
Arbeitsfähigen bekam er so einen Ausweich, was jeder haben wollte, weil man war noch so naiv zu glauben, wer so was hat, der schon sicher mit dem Leben. Es kam auch eine neue Kommando in Ghetto aus Österreich.
1:37:33
Man sagte, dass ich Gestappe aus Österreich. Die verteilten diese Ausweise, aber es hat nicht gereicht für alle. Zu dieser Zeit.
1:37:44
Fronten nähergekommen an den baltischen Ländern. Und da liegt auch so voll war mit Leichem, er hat ja bis Mitte neunzehnhundertzweiundvierzig,
1:37:53
Die meisten europäische Juden gebracht wurden nach Litauen oder in den anderen baltischen Ländern.
1:37:59
Weil in der Ausschwitz war noch nicht da und.
1:38:05
Massenvernichtung, außer hat man die gebracht, vor allem in Litauen. Die Fronten sind näher gekommen an dem baltischen Ende. Man muss aufhören, die Sprung zu verwischen.
1:38:17
Macht man das? Man musste die Leichen ausgraben.
1:38:21
Und die verbrennen. Aber bevor man die verbrannt hat, musste man auch Goldzelne suchen und abliefern,
1:38:29
Arbeit ist so geführt worden durch Äftringen, aber nur eine kurze Zeit. Nach einer kurzen Zeit hat man die umgebracht und wieder neu gebracht.
1:38:39
Ich war Heiligabend.
1:38:41
Wachmannschaft war besoffen, dann gelangt es, 16 solche Häftlinge zu entkommen. Großteil von denen kamen zu uns ins Lager, die erzählten, was sich dort abgespielt hat. Teils sind da geschnappt worden.
1:38:55
Das waren alles für diese Zeit damals waren es Kleinigkeiten, keine wichtige Sache. Man hat ausgegrabene Leichen, mehr die verbrannt, Zähne gesucht und abgeliefert, manche. Ja, manche nicht.
1:39:08
Aber Dinge, das.
1:39:10
Von Tag zu Tag zum Beispiel. Die Kinder in Lagerkirmes.
1:39:19
Kinder im Lager da. Ganz normale Kinder. Aber die sind doch nicht arbeitsfähig. Wer braucht Kinder, die nicht arbeitsfähig sind? Die bringen ja keinen Nutzen, umgekehrt. Es dauerte zwei Tage.
1:39:32
Die meisten Erwachsenen bei der Arbeit waren Lastfänger und Busse in Lagerkauners und die gingen vom Haus zu Haus um nach Kinder zu suchen,
1:39:42
Wer waren diejenigen, die es ausgeführt haben? Auch von diejenigen redet man heute nicht. Das sind die Mitläufer. Es war ja gelingend Mitläufer, die mitgemacht haben mit der Nazis.
1:39:55
Heute will niemand davon wissen,
1:39:58
Aber wo war Europa? Haben die Europäer nicht gesehen, wie ihre Nachbarn verschwinden? Wir haben nicht nur gesehen. Sehr viele haben mitgemacht und war auch froh, der Jürgen loszuwerden.
1:40:09
Zu findende Kinder vom Lager Kaunas. Da kam eine eine rübergelaufene Ukrainer.
1:40:19
War ja eine ganz ukrainische Militär mit General Blasova an der Spitze, die rübergelaufen sind,
1:40:26
Meisten bei der Sekunde und solche Ausführungen, die waren dabei, werden jetzt heute zugeben, niemals.
1:40:36
Willkommen. Es dauerte zwei Tage und die meisten Kinder sind gefunden worden. Abtransportiert nach Ausschwitz. War aber auch schon Auschwitz vorhanden.
1:40:46
War die Zeit, wo man hat aufgehört nach Litauen zu bringen. Die Juden. Vor hat man ja gebracht. Die deutsche Juden.
1:40:55
Aus Wien, aus Berlin, aus Frankfurt, Alinka und da sind umgebracht worden.
1:41:03
Gedenksteine sind auch da bis heute. Was die Deutschland deutsche Regierung dafür gesorgt hat.
1:41:11
Hatten keine Chance. Die meisten sind gefunden worden. Man muss sich nur vorstellen, wie er das ausschaut, wenn Mittag kamen zurück von der Arbeit.
1:41:20
Ihre Kinder nicht gefunden. Wie lebte man damit? Kinder haben doch Recht auf Lebens, doch egal.
1:41:26
Religion der haben oder welche Farbe der. Leider hat sich in der Welt in manchen Gängen nichts geändert.
1:41:34
Da gibt es manche Gegenden, wo immer noch Kinder den teueren Preis bezahlen. Vielleicht werden die nicht ermordet,
1:41:41
ausgenutzt. Schule, davon kennen die Träume.
1:41:49
Weiß jemand von euch? Bauen nicht schwer? War kein Problem zu lernen in diese was dann zu machen ist sehr schneller wie ich gelernt.
1:41:58
Ich muss sagen, ich hatte das leichte Arbeit. Ich bin gesessen den ganzen Tag. Nicht nur das.
1:42:05
Ich bin ja gefahren worden die Felder von. So viel Kilometer ungefähr.
1:42:10
Die Felder sind meistens bearbeitet worden von Frauen, aber manchmal waren die nicht da.
1:42:18
Kann sein, wären die da gewesen, hätten die mir noch geholfen. Aber wer weiß?
1:42:23
Ich habe gewartet, wenn sie da nicht waren. Da bin ich stehengeblieben und konnte mich bedienen mit diese. Normalerweise waren nur Riemen dort.
1:42:32
Habe ich nie gesehen.
1:42:35
Meine Freunde im Lager haben sich abgefreut, wenn ich jeden Abend mitgebracht habe oder von die Nachtschicht.
1:42:44
Solche Außenlager war. Alle waren gut genug, um zu sterben. Einer von der Elf Lagerkaufferin.
1:42:54
Einer der schlimmsten Lager. Nur Nachschub nachdem schon Ausschwitz befreit worden ist.
1:43:02
War kein Nachschub mehr da. Der einzige Nachschub, dass die bekommen konnten, waren die andere Außenlager.
1:43:10
Ich weiß nicht warum, grade für Kauferinnen gesuchten die Freiwillige. Das war ein Punkt, wo du die sind nett geworden. Die suchen Freiwillige.
1:43:19
Wozu brauchten die Freiwillige den Kunden jeden holen und sagen, du kommst nach Kaufering? Das war sehr komisch, muss ich sagen und das gab ein Gefühl, vielleicht ist es gut dort,
1:43:30
Für mich nicht nur das, ich wusste, dass in einem in den Außenlager muss auch mein Vater sein.
1:43:37
Und ich sagte zu meine Freunden, Kinder, ich gehe nach Kaufering. Freiwillig.
1:43:47
Du bist blöd. Kaufring ist ein sehr schlimmer Lager. Wir haben was mitbekommen. Dort ist Sterberat enorm und der Arbeit sehr schwer.
1:43:58
Ich hatte Ihnen einen kleinen Fehler, muss ich sagen. Er ist mir geblieben, mein ganzes Leben.
1:44:04
Stursheim. Ich war stur genug um zu gehen nach Kaufering. So bin ich mein ganzes Leben geblieben. Auch heute.
1:44:13
Heute sagt mir meine Tochter hör doch auf zu fahren.
1:44:18
Kein Kind mehr. Sie weiß, dass ich werde nicht zuhören. Sie sagte es trotzdem, jedes Mal aufs Neue.
1:44:29
So ging nicht nach Kaufering. Mein Vater habe ich nicht gefunden. Was ich gefunden habe war dieser Monster.
1:44:38
So. Gerade am Ende will ich zeigen, wie richtige Bilder dann die laufen weg. Wird das gesteuert von irgendwo?
1:44:48
Macht Spaß, nennt mich's nie so ernst.
1:44:52
Dieser Monster, das war ein unterirdischer Flugzeugfabrik, das gebaut worden ist. So wurde gemunkelt. Aber da war kein schön Lokomotiv, war keiner da.
1:45:02
Waren wir schon jeder von uns ein Lokomotiv. Weil wir müssen laufen, ob dir schmale Bretter. 50 Kilo.
1:45:11
Sehr leicht auszurutschen. Und wenn jemand hier rausgerutscht ist, hat er keine Chance gehabt. Man kann sehen hier.
1:45:20
Der Lauf hier. Wenn jemand ausgerutscht ist.
1:45:25
Einzige Chance war im Zement zu ertrinken. Heute ist es bekannt als die Welt vor Kaserne.
1:45:32
Aber es ist auch anerkannt. Teilweise als Friedhof,
1:45:37
Diese Wände sind voll mit Leiche. Das war Lagerring. In Lager selber haben sich die Leichen gestapelt die ganze Woche.
1:45:46
Und dann war es auch eine Möglichkeit, noch eine Suppe zu bekommen. Wer sich freiwillig gemeldet hat, Leichen wegzuschaffen. Die lagen dort so aufgeblasen. Diese Bilder werde ich niemals vergessen.
1:45:58
In diesem Lagers bin ich nicht sehr lange geblieben. Am vierundzwanzigsten April neunzehnhundertfünfundvierzig kam der Lagerkommandant am Aprilplatz.
1:46:08
Sagte, yes wird er gebracht zu schweizer Grenze. Dort wird er ausgetauscht mit deutscher Kriegsgefangene.
1:46:17
Haben wir den Lager verlassen und nächsten für morgen sind wir angekommen im Hauptlager in Dachau.
1:46:26
Auftrage haben wir nur übernachtet draußen, wo die Baracken stehen heute, hat die kleinen Steinchen haben wir übernachtet.
1:46:34
Geschneit und geregnet. Und dann sind wir im Arsch gesetzt worden. Der sogenannte Todesmarsch von Dachau.
1:46:44
Neun Tage marschierten wir insgesamt.
1:46:49
Schwarze Punkte kann man da sehen das ist die ganze rote wo wir durchmarschiert sind.
1:46:55
Fürstenfeldbruck und Bad Tölz haben Frauen probiert ins Wasser oder Wort zu geben. Die sind weggejagt worden von die Wachleute.
1:47:04
Dieser Marsch war ohne Verpflegung, keine Verpflegung. Manchmal haben wir sogar den Rassen gegessen.
1:47:14
Diejenigen, die nicht nur laufen konnten, sind erschossen worden. Ich weiß net, wie viel Tausende waren es?
1:47:23
Letzten Endes sind wir angekommen in dem Wald stieg Baba Kirchen. Dort fangen wir in toppen Pferd.
1:47:31
Da die Menschen so verhungert waren, haben die probiert mit bloßen Händen Fleisch von diesem Pferd zu reißen. Manche sind dabei erschossen worden.
1:47:41
Wir haben dort übernachtet.
1:47:44
Früh morgens wenn wir aufgewacht sind waren keine wachen Mörder. Stunden später.
1:47:52
Amerikaner. Hast die gefunden haben? Meistens waren es solche Bilder.
1:48:02
Das müssten wir aufnehmen, weil generell Eisenau hat befohlen Bilder aufzunehmen, er hat vor verzeiht, es wird ein Tag kommen wird, wenn es nicht glauben.
1:48:12
Krankenlager hat man nicht evakuiert.
1:48:16
Sogar gezwungen dem Lager vom Mandant zwischen die Leichen zu stehen, weil in dieser Kranklager wurde angezündet.
1:48:24
Leichenbauern überall. Diejenigen, die befreit worden sind, manche haben die Leichen ausgeschöpft.
1:48:31
Meine Erzählung. Wenn ihr Fragen habt.
1:48:36
Gerne beantworten. Wie war Ihr Leben nach der Befreiung? Nach der Befreiung war er ein freier Mensch.
1:48:44
So bei meinem Leben. Wie haben Sie es geschafft, die Hoffnung nicht aufzugeben? Ich habe erzählt, dass äh.
1:48:53
Eigentlich wussten wir im Lager, dass wir zum Tode verurteilt sind. Wir wussten nur nicht wann und wussten nicht wen.
1:49:02
Aber freiwillig sich umbringen.
1:49:06
Diesen Gefallen wollten wir unserer Peiniger gar nicht antun. Wir wollten leben, auch wenn es nicht einfach war.
1:49:14
Und äh letzten Endes,
1:49:16
Haben wir gemerkt, dass wir Recht hatten. Haben Sie Hass empfunden? Können Sie mittlerweile verzeihen? A, aber ich hasse nicht gefunden.
1:49:26
Ich habe nicht mit Hass gelebt und ich brauche niemanden zu verzeihen, weil er diejenigen meine Peiniger sind. Niemand von denen am Leben.
1:49:34
Deutschland für heute ist meine zweite Heimat. Ich brauche niemanden hier zu verzeihen. Hätten Sie eine Botschaft an ihr 17-jähriges Ich?
1:49:44
Wenn Sie jetzt aus der Zukunft quasi zurückreisen könnten? Ich hätte genauso gehandelt wie ich gehandelt habe damals. Meine Botschaft war später es war ja eine gewisse Entwicklung.
1:49:57
Drei Monate nach der Befreiung kam mein Vater. Er ist auch befreit worden.
1:50:03
Probiert nun in unserer Heimat Liter und zurückzugehen, was äh sich rausgestellt hat, ein Fehler wir haben umgekehrt zurück von äh wenn wir schon waren fast ein Lied dauern.
1:50:15
Äh mein Vater ist geblieben in Deutschland, sein ganzes Leben. Ich habe mich angeschlossen, eine kleine Gruppe von den Lagern,
1:50:25
beschlossen haben, nach Paris zu gehen und nennen dich ein eigenes Heim zu haben.
1:50:30
Also ich hätte genauso gehandelt heute wie damals, weil ich bin der Meinung, ich habe das Richtige gemacht, nicht nur ich, alle, die es gemacht haben, weil er niemand wollte und sorgen.
1:50:43
Und letzten Endes gab es eine Möglichkeit mit der Hilfe von der Welt, weil er das das wurde beschlossen in die Vereinigten Nationen.
1:50:52
Ein neuer Staat in Palästina für zwei Völker. Wir haben es akzeptiert. Die anderen leider nicht und dann waren wir im Krieg.
1:51:01
Zwei Jahre lang war ich im Krieg. Nicht nur das, bevor ich gekommen bin nach Palästina, illegal, wo uns die Engländer gekapert haben nach zwei Wochen aufs Meer und wieder gesteckt in ein Lager auf Zypern,
1:51:15
Und dann kam ich nach Palästina und da war ich ein junger Kerl alleine ohne Berufung ohne Schule.
1:51:21
Mein erster Zuhause war quasi beim Militär eigentlich,
1:51:25
Ich war schon organisiert von der Untergrundbewegung und die haben mich versorgt und und gesorgt für mich und da musste ich zum Militär gehen, das war mein erster Heim, wo ich drei Mahlzeiten am Tag bekommen habe.
1:51:38
Auch in Palästina war es net einfach. Ich war alleine, ohne Geld, ohne Beruf, ohne gar nicht. Leicht war es nicht,
1:51:46
Aber ich bereue keine Minute. Haben Sie mit Ihrer Rettung gerechnet? Die Hoffnung haben wir nie aufgegeben.
1:51:52
Ich gehe davon aus, hätten wir wirklich die Hoffnung aufgegeben, wären wahrscheinlich selbst Leute da gewesen. Aber wir haben die Hoffnung nie aufgegeben,
1:52:01
Diesen Gefallen wollten wir nicht antun. Niemanden. Ihre Religion hat sie damals in Lebensgefahr gebracht. Würden Sie sich heute als religiösen Menschen bezeichnen?
1:52:13
Nein, ich werde mich nicht als religiöse Menschen bezeichnen. Ich glaube, in keiner Religion. Kann sein, ich wer religiös geworden,
1:52:22
Ein Gott dagewesen. Aber da Religion in meinen Augen ein riesengroßes Geschäft ist und deswegen gibt es mehrere,
1:52:32
Wäre es nicht so, wäre vielleicht nur eine Religion,
1:52:35
Hätten wir vielleicht keine weniger Kriege gehabt und weniger Hass von einem zum anderen. Was sagen Sie zu den Nazivergleichen im Zuge des Ukrainekrieges? Das sind zwei verschiedene Schulen.
1:52:48
Jeder Krieg ist unmenschlich, egal von wem es gefährt wird. Warum passiert es Menschen zu sterben?
1:52:55
Warum muss man Kriege führen? Warum müssen die Länder ihre Aufkapital investieren in militärisch?
1:53:05
In Waffen. Warum kann man nicht leben miteinander? Wir sind doch hier an der Duchreise und Leben ist auch wirklich eine feine Sache.
1:53:14
Euch vor, man wird geboren, man geht in den Kindergarten, man kommt in die Schule, man hat Freunde, man heiratet, man hat eine Familie, eine Zukunft und man weiß, eines Tages ist es vorbei, aber die Jahre, die man genießen kann mit der Familie.
1:53:29
Wie muss ich ein Mutter oder Vater fühlen, wenn sie mich schicken ihr Kind zu Militär und die wissen, was geschenkt kann?
1:53:37
Das hat genau mein Vater zu mir gesagt, wenn nicht äh beschlossen, ich gehe nach Palästina. Sagt er, dort wird Krieg geben und man kann sterben. Sage ich, ich ich weiß, aber ich will sterben wie ein Mensch. Nicht wie die im Lager, wie man geschmissen hat auf der Kippe.
1:53:53
Ich würde sterben wie ein Mensch. Das war mir sehr wichtig. Als 17-jähriger Junge.
1:53:58
Ich wache schon keine siebzehn. Ich war schon siebzig. Können Sie sich an irgendeinen schönen Moment erinnern? Es waren schöne Momente, solange wir in Ghetto Carlos waren.
1:54:09
Meine Mutter da. Da war noch mein kleiner Bruder da, der dieser kleiner Bruder war. Für mich war das den Eltern habe ich ja verloren. Ich wusste, dass er wird nicht zurückkommen.
1:54:19
Meine Eltern haben immer immer noch äh geglaubt. Vielleicht ist er irgendwo. Schöne Momente war für mein erster Sohn geboren worden ist.
1:54:29
Wieder Zeit. Heute habe ich elf aber das erste Kind.
1:54:35
Wieder ein normales Leben mehr oder weniger, obwohl viele hatten wir nicht,
1:54:41
Am Anfang war das gar nicht so einfach. Da hatten wir ein Zimmer in den Dreifamilienwohnungen.
1:54:47
Es war kein äh schickes Leben im Anfang. Er hat's schon ziemlich lange gedauert bis man sich irgendwie,
1:54:57
was leisten konnte. Aber sicher waren das schöne, in diesem Kind habe ich gesehen, mein kleiner Bruder.
1:55:05
Für mich war das eine gewisse Heilung dieses Kind.
1:55:09
Ich war alleine. Also apropos, ich weiß nicht warum mir dieses Mädchen geheiratet hat. Weil ich hatte wirklich nichts zu bieten.
1:55:17
Das Einzige, was ich ich hatte ein Gehalt, weil ich war nach Militär war ich ich war ja ein neues Land. Man brauchte neue Leute und vor allem brauchte man Leute, die Sprache beherrschen.
1:55:29
Sonst war ich ja ein Alphabet. War ja nur sechs Jahre zur Schule.
1:55:33
Das war's. Mehr mehr habe ich keine Schule gesehen außer jetzt sehe ich viele Schulen, ja? Aber ich bin Beamter geworden.
1:55:42
Und ich hatte eine regulären Gehalt. Damals in in Palästina damals Anfang von Jesual. Das war wir hatten schon einen Beamtenplatz.
1:55:53
Irgendwie ist es mir gelungen.
1:55:56
Das einzige, was ich hatte, war die Sprache und das Zweite, was ich hatte, wahrscheinlich. Ich habe mich nicht unterkriegen lassen.
1:56:04
Irgendwie ist es gelungen, muss ich sagen. Ich bin mit meinem Leben zufrieden.
1:56:11
Zufrieden, dass meine Brüder das nicht erlebt haben, aber.
1:56:18
Wie ich mit mein Leben, wenn ich die Kinder anschaue und die Enkelkinder und die Urenkel.
1:56:23
Toi toi. Hatten Sie Fluchtgedanken? Bin ich wahr a Lochführer? Ich konnte abhauen. War überhaupt kein Problem.
1:56:33
Ich war alleine mit diesen kleinen Lokomotiv. Ich hatte keine Wache mit mir, ich fuhr zur Kissgrube. Ich konnte ihn stehenlassen und abhauen. Wer hätte mich aufgenommen?
1:56:44
Hat keinen Sinn gehabt. Ich habe gespielt manchmal mit den Gedanken. Aber es war zu wenig Wald in Hüttingen.
1:56:55
Wer mehr Wald in Noten gewesen kann ich wäre abgehauen. Kann es schon sein. Aber ich konnte nur schwimmen.
1:57:05
Und ich bin kein guter Schwimmer. Wie haben Sie Ihren Vater wieder gefunden? Ich habe ihn nicht gefunden. Er hat mich gefunden, weil ich habe nicht gesucht.
1:57:14
Mein Vater hat drei Monate nach der Befreiung. Er ging vom der zum und suchte.
1:57:23
Lager selber waren wir nicht weit voneinander. Ich war in Kaufering, er war in Allah. Ist doch um die Ecke. Nun wussten wir nicht.
1:57:34
Ich bin befreit worden mit dem Todesmarsch. Selber befreit worden. Und er suchte, wie er gefunden hat.
1:57:42
Was war für Sie die schlimmste beziehungsweise erschreckendste Erfahrung? Am sechsundzwanzigsten Juli neunzehnhundertvierundvierzig,
1:57:51
Ich sah meine Mutter mit dem kleinen Jungen.
1:57:55
Ich wusste genau, dass ich Sedi das letzte Mal. Das wünsche ich niemanden, so was zu erleben. Gab es irgendeine Form von Entschädigung? Ja.
1:58:07
150 Mark pro Monat.
1:58:11
Für jeden Monat, wo ich im Lager war und das geschah, da hat er euch schon verheiratet, welchen Jahr war das?
1:58:19
Vierundfünfzig so ungefähr. Aber das war auch viel Geld für mich, weil der der Mark war damals stark.
1:58:28
Stellt euch vor, 150 Mark pro Monat.
1:58:32
War es zu viel oder zu wenig? Auf jeden Fall zu wenig. Was ist ein Menschenleben wert? Wie will man ein Menschenleben mit Geld aufwiegen? Haben Sie auch nach 1945 Judenhass erlebt? Ich nicht, nein.
1:58:46
Niemals, auch jetzt nicht. Ich hätte es erlebt, wahrscheinlich hätte ich reagiert, aber ich habe es noch nie erlebt,
1:58:53
Umgekehrt. Haben Sie es für möglich gehalten, dass so etwas jemals passieren könne? Nochmal? Ja oder wahrscheinlich damals als Kind? Nein, ich hatte keine Ahnung. Wusste gar nicht, was es ist, worum es geht.
1:59:06
Dass es Krieg ist.
1:59:09
Aber Martin ich lebte damit, das war das war Teil meines Lebens.
1:59:18
Drei Jahre im Ghetto- und Lager in Kaunas und das letzte Jahr in den Dachhof. Also da da bin ich aufgewachsen.
1:59:28
Also das war mein tagtägliches äh Leben. Man gewöhnt sich daran, sehr schnell sogar.
1:59:36
Ich bin sehr schnell alt geworden. Was bedeutet für Sie Familie? Wir brauchen Eis. Sicherheit.
1:59:46
Menschlichkeit. Unsere Familie ist kein Leben. Das Wichtigste ist die Familie.
1:59:55
Ob es traurige Sachen gibt da ist jemand die Familie da. Auf die kann man sich verlassen,
2:00:04
auf Familie, auf die man sich nicht verlassen kann, ist keine Familie. Einer fährt einander. Das Schönste, was mir geschah.
2:00:12
Seine Familie wieder. Ich habe mein ganzes Leben gearbeitet.
2:00:17
Um die Familie zu versorgen je mehr umso besser ich brauchte nicht viel.
2:00:25
Aber für die Kinder und Enkelkinder und die hohen dafür habe ich gearbeitet. Gab es Soldaten, die sich menschlich verhalten haben?
2:00:35
Kann sein, es gab, ich habe den nicht gesehen. Haben Sie mit einem ehemaligen, überzeugten Nationalsozialisten über diese Zeit gesprochen? Leider nicht.
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Ich hätte gerne getroffen so einen. Ich weiß das Schuld nicht einfach sein aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so einer ein normaler Mensch ist.
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Irgendwas bei ihm ist nicht in Ordnung. Wie kann man mit Hass leben?
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Warum denkt einer, dass er es besser wie der andere? Deswegen frage ich immer, was machen wir falsch? Warum werden wir reingenommen?
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Und rausgeschmissen. Reingenommen um uns zu hassen.
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Wir haben vielleicht ein Problem. Kann sein mein Vater.
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Dein ganzes Leben in München, da hat gearbeitet eine deutsche Frau, sehe eine nette Frau, muss ich sagen. Für meine Kinder war das die Oma.
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Aber er hat im Anfang emigiert nach Amerika.
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Kam zurück nach München, aber musste jede zwei Jahre fahren nach Amerika, um die die Papiere nicht zu verlieren. Und ich habe ihm einmal sagen mir Papa.
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Warum fährst? Jedes zweier. Du lebst doch so schön in München.
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Einer der schönsten Viertel von München. Du hast eine junge, nette Frau. Was suchst du in Amerika?
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Sie haben mir geantwortet. Ein Satz hat er gesagt, nicht mehr. Man kann nicht wissen, der Jude.
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In sein ganzes Leben hat gewandert von ein Land dem anderen.
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Ist sässig geblieben aber ein kleiner Koffer war immer gepackt, weil man gar nicht wissen.
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Was ich reingenommen worden, ausgenutzt worden.
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Hat mitgeworfen, aufzubauen und zu machen, München. Was war der erste Einkaufszentrum in München? Wird da geheißen?
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War bekannt in München, das war eine jüdische Familie. Die sind alle weg von Deutschland. Der Teil ist in den Gang nach Amerika, hat Teil nach Palästina. Zufällig habe ich kennengelernt, eine von diese Familienangehörigen. Die haben warum Wegweiser wurde gekommen sind,
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Die wussten, die müssen irgendwas unternehmen, um geduldet zu werden. Wir müssen zeigen, dass erkennen, was was machen.
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Und überhaupt die Leute, die die studiert haben und so. Kinder bei uns schon von den.
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Ein Kind ab dem dritten Lebensjahr. Ich gegangen zum Rabbiner lernen.
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Jeden Tag, also Schule das war das erste.
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Gesagt hat, dass die Kinder zur Schule gehen. Die Jugend haben verschiedene Schulen in Ibrahimi Litauer schon, aber lernen, das Erste,
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Muss man lernen. Kann gar nicht andere. Und ich sehe von meine Urenkel zum Beispiel. Auch die Enkelkinder, ich habe vier Enkelkinder, die haben mir ihr Abitur nach Hannover gemacht. Schleppt eine Zeit lang in Aloe, so. Ich wollte, dass sie rüberkommen,
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Die waren noch klein, haben sie dort ihr Abitur gemacht. Ich habe elf einer davon, zwei, eine Studentin Hannover, Physik, die ist einundzwanzig und der Junge ist neunzehn mit achtzehn.
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Hat er sein Abitur gemacht und den ersten Titel von Universität bekommen.
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Jetzt macht er schon den zweiten Titel, aber leider muss sie ist er beim Militär jetzt. Musste unterschreiben fünf Jahre,
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auch den Doktor vielleicht machen können. Und ich sage ihm, hey, fang an zu leben. Wahrscheinlich auch stur. Ja. Haben sie noch Kontakt mit Freunden von damals? Leider nur am Friedhof.
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Sie sind alle gestorben. Wir waren eine ganze Clique.
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Aufgewachsen sind, zusammen im Lager überlebt haben und lebten miteinander unser ganzes Leben. Auch unsere Frauen und Kinder bis heute überhaupt keine Frage.
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Aber leider die Männer sind gestorben. Dass ich noch da bin. Tut mir leid, ich da steht noch da, die sind neidisch. Ich weiß.
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Wenn ich die Frauen anschaue, ich stelle mir vor, was die denken. Aber was kann ich machen? Das muss wohl so sein. Chapeau.
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Und ja, Bayern München, stimmt, dass Sie wirklich Fan sind. Ich bin nicht nur Fan in die Stadt, wo ich lebe in Israel, wenn Bayern, Bayern, München Fußball spielt, ist die Stillstand im Stadt.
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Nicht nur das in meiner Stadt wird nach Oktoberfest gefeiert. Nur zwei Tage, keine zwei Wochen.
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Ja und wir haben auch einen Austausch mit mit Bayer, mit Schiller, mit die Stadt Gauting.
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Jedes Jahr kommen die nach Israel und die Israelis kommen nach Gouting. Also Bayern ist sehr gut bekannt in meiner Gegend. Bayern München, Bayern München ist doch ein Begriff. Ist nicht nur Fußball.
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Geschichte. Danke fürs.
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Immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartner innen, die euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln, reise ich quer durch Deutschland.
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