Die Leichtigkeit der Kunst

Der Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” bringt dir regelmäßig unbefangene Kunstgespräche aus ganz Deutschland. Ich liebe es, die Kunst mit Achtsamkeit und Leichtigkeit zu betrachten und bin immer gespannt auf die Geschichte hinter den Werken. Im Podcast “die Leichtigkeit der Kunst” schnappe ich mir Experten, die informativ & intim sowie augenzwinkernd & aufschlussreich erklären können. Und zwar genau dort, wo sie am leichtesten zu finden sind: in Museen, Ausstellungen, Galerien, Werkstätten und vielleicht auch mal hinter der Bühne. Dort spreche ich mit meinen Gästen über die Frage der Herkunft, Passion & Leidenschaft sowie über Biografien aller Art. Findet hier eure monatliche Inspiration für eine Begegnung mit Kunst und Kultur.

https://dieleichtigkeitderkunst.de/podcast/

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episode 2000: Jetzt bist Du dran! [transcript]


Wir lieben sie… diese Fragen zu Biografien aller Art, zu Wegen in und durch die Kunst, zu Antrieben und Leidenschaften, zu Herausforderungen und Kuriosem und zu Stärken und vermeintlichen Schwächen.

Doch was sind denn eigentlich Stärken und Schwächen? Worin liegen sie begründet?

Sind sie nur das, was andere von uns erwarten oder eben auch nicht?
Kann man eigentlich aus einer Schwäche mit Leichtigkeit eine Stärke machen?
Und was benötigt man dazu?
Na klar geht das … und benötigt wird eigentlich gar nicht viel… Und wie das funktioniert, erfahren wir heute… Ihr merkt es schon, hier spricht nicht – wie gewohnt – Claudia sondern ich – ich bin Desiree von Bohlen und Halbach.

Und heute drehen wir die Rollen mal um.

Jetzt bist du dran – liebe Claudia – zum Jubiläum der „die Leichtigkeit der Kunst“ möchten wir mal etwas von deinen Prägungen, Herausforderungen und Antrieben erfahren…

Ich freue mich, dass ich heute – auch für mich ganz neu – in die Rolle der Moderatorin rutsche und mit den gesammelten Fragen deiner Hörenden nun dich auffordere… bitte erzähl uns doch von deinem Weg in die Kunst, ganz gespannt bin ich natürlich: wie haben du und der Podcast die Leichtigkeit der Kunst zueinander gefunden.

 

Gerne möchte ich euch an dieser Stelle auf Desideria Care aufmerksam machen.

Desideria Care setzt sich für die Angehörigen von Menschen mit Demenz ein.

Alle Fotografen, ob Profi, Nachwuchskünstler oder Amateur, sind eingeladen, an dem aktuellen Projekt von Desidera Care, dem Fotowettbewerb „Demenz neu sehen“ teilzunehmen. Alle Infos dazu findet ihr unter www.demenzneusehen.de. Einsendeschluss ist am 15. Juni 2022.

Die Charity-Auktion von Michael Schmidt-Ott und Sotheby’s findet am 5.Oktober 23 statt. Der Erlös kommt Desideria Care zugute.

Ich hoffe, dass sich nun viele Hörende eingeladen fühlen, ihren Blick auf Desideria Care zu richten.  Weitere Infos dazu findet ihr unter www.desideriacare.de


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 2022-05-25  n/a
 
 
00:00
Music.
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Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit.
00:16
Kommt. Liebe Hörer, herzlich willkommen zum Podcast die Leichtigkeit der Kunst.
00:24
Wir lieben sie, diese Fragen zur Biografien aller Art, zu Wegen in und durch die Kunst, zu Antrieben und Leidenschaften.
00:32
Herausforderungen und kuriosen und zu stärken und vermeintlichen Schwächen.
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Was sind eigentlich Stärken und Schwächen? Worin liegen sie begründet? Sind sie nur das, was andere von uns erwarten oder eben auch nicht?
00:48
Kann man eigentlich aus einer Schwäche mit Leichtigkeit eine Stärke machen? Und was benötigt man dazu? Na klar geht das.
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Und benötigt wird eigentlich gar nicht viel.
00:59
Und wie das funktioniert, erfahren wir heute. Ihr merkt es schon, hier spricht nicht wie gewohnt Claudia, sondern ich.
01:07
Ich bin Desiree von Bohlen und Hallbach. Und heute drehen wir die Rollen einfach mal um. Heute bist du dran, liebe Claudia.
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Heute möchten wir mal etwas von deinen Prägungen, Herausforderungen und Antrieben erfahren.
01:21
Ich freue mich sehr, dass ich heute auch für mich ganz neu in die Rolle der Moderatoren schlüpfen darf.
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Mit den gesammelten Fragen deiner hörenden nun dich auffordere liebe Claudia bitte erzähle uns doch von deinem Weg in die Kunst.
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Ganz gespannt bin ich natürlich. Wir haben du und der Podcast die Leichtigkeit der Kunst ist eigentlich zueinander gefunden.
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Jetzt bist du dran, liebe Claudia. Liebe Siri, ganz herzlichen Dank, dass du mich ermutigt hast, auch mal Rede und Antwort zu stehen.
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Dass ich ein bisschen was über die Hintergründe des Podcasts verraten darf
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Ja, ich glaube nämlich die Hörer oder Hörenden, wie du immer so schön sagst, die sind wirklich sehr gespannt. Warum machst du das eigentlich und wie bist du dazu gekommen? Also die Frage habe ich mir natürlich auch gestellt. Sie kommt zwar nicht von mir
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Ich finde sie so treffend und ich glaube, viele deiner Hörenden würden das gerne von dir erfahren, liebe Claudia. Auf Instagram habe ich einen Aufruf gestartet, passend zur 100 Folge.
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Was interessiert euch denn eigentlich so an den Hintergrundinformationen und die Frage nach, wie ging's denn eigentlich los? Kam recht häufig. Das Ganze war vor ziemlich genau zwei Jahren. Das passt ganz gut jetzt zeitlich sogar. Wir hatten diesen ersten großen Lockdown und eine Freundin hat gesagt
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Claudia, du machst jetzt einen Podcast
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Ich war ursprünglich als Redakteurin für einen kleinen Verlag unterwegs und habe sehr gerne redaktionelle Beiträge geschrieben und in dieser Zeit war eben alles etwas ruhiger.
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Viel Zeit und dann sagte diese Freundin eben so und du machst jetzt einen Podcast. Und dann habe ich total gelacht.
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Weil ich gar nicht wusste, was ein Podcast ist. Bei mir ging's auch so vor nicht allzu langer Zeit.
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Und dann habe ich sie gefragt. Ist ja ganz spannend, das jetzt mal von der Technik abgesehen, von der ich keine Ahnung habe. Was soll denn das Thema sein?
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Überhaupt nicht ernst genommen. Sie ist immer sehr visionär unterwegs. Und da meinte sie Kunst natürlich und dann habe ich wieder gesagt und meinte so, oh das wird nach fünf Minuten beendet sein, weil dann hat sich mein Wissen über Kunst erschöpft.
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Wenn sich wahnsinnig viele Hörende auftun. Dazu den Finger wahrscheinlich genau in die richtige Wunde gelegt wird.
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Oder? Na ja, ich war halt vorher ab und zu mal in einer Ausstellung, aber ich habe mich ja noch nicht mal getraut ein Bild zu kaufen oder sonst irgendwas, weil ich einfach auch nicht wusste, wie's geht. Ich habe mich immer
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eigentlich gefühlt wie eine Schülerin an der Tafel, die ihre Aufgaben nicht gescheit erledigt hat
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kein gutes Gefühl. Und wenn ich in ein Haus gegangen bin, mir fehlen halt viele Bezüge, Hintergrundinformationen, um
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ein oder andere zu verstehen und ein Freund hat mal gesagt, och wenn ich ein Bild betrachte, habe ich das Gefühl, als würde meine Netzhaut geküsst werden. Und ich habe mich wirklich echt schon vor das ein oder andere Werk gestellt und darauf gewartet, wie sich der Kuss auf den anfühlt, aber er ist nicht gekommen. Gerade. Ja.
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Und da ich eben, als ich als Redakteurin unterwegs war, mal ganz viele Interviews geführt habe in schriftlicher Form und oft in Situationen reingerutscht bin, in denen ich mich überhaupt nicht auskannte, habe ich gedacht, da mache ich doch den Podcast genau so.
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Durch
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Schreiben habe ich viel über unterschiedliche Bereiche, sogar Motorrad fahren und so herausgefunden. Also finden wir doch jetzt mal was über die Kunst raus. Mhm. Zittrige Beine und dann hat man zu mir gesagt, Claudia, weißt du was? Es wurden 84 Millionen Menschen in Deutschland. Da werden bestimmt
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ein paar dabei sein, die sich dafür interessieren, was du machst. Und dann habe ich gedacht, okay, das klingt nach einem Plan.
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Die erste Folge habe ich im August 2020 veröffentlicht und ich habe innerlich gedacht, wenn ich bis Ende des Jahres 220200 Hörende erreiche,
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dann ist das nicht so peinlich im Freundeskreis, wenn ich gefragt werde, na was macht denn so dein Podcast-Projekt, hätte ich sagen können, 200 führende
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ganz ganz zufrieden gewesen und hätte so und jetzt kann ich mich ja hier.
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Wieder raus verkrümeln und dann waren das eine zwanzig20, aber nichts, 200 Hörende, sondern
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fast 20.tausend Höhehunde. Wow. Weit übertroffen, weit übers Ziel hinausgeschossen würde ich mal sagen. Und dann habe ich festgestellt, dass mir das so viel Spaß macht, quer durch Deutschland zu reisen
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und äh
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dieser Situation haben wir eben nicht einen ganz großen Urlaub gemacht, sondern wir waren so ein bisschen unterschiedlicher innerhalb Deutschlands unterwegs und immer, wenn ich irgendwo war, sei es in Berlin oder am Tegernsee, in München, im Rheinland habe ich immer in den Häusern gesagt, hallo, ich bin Claudia und ich habe einen Kunstpodcast.
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Wollt ihr meine Gäste sein?
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Ich bin auf offene Ohren gestoßen. Da war wirklich Interesse da und ich glaube, das rechtfertigt auch innerhalb dieser kurzen Zeit, diese große Zahl
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sich einfach Häuser von großem Interesse oder Ansprechpartner, Gesprächspartner von großem öffentlichem Interesse bereiterklärt haben
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Ja, mir dieses Vertrauen zu schenken, sich mit mir zu unterhalten. Sag mal, jetzt habe ich doch ganz kurz eine Frage zwischendurch. Dieser Podcast, so wie du ihn machst, der ist, glaube ich, ziemlich einzigartig in Deutschland oder? Habe ich mich da geirrt oder mich da? Also ich glaube, damals gab's noch nicht so ganz viele in der Art.
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Da ich weiß aber keine Podcast höre und gar nicht mich informiert habe.
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Hätte ich dir zu dem Zeitpunkt gar keine große Antwort geben können. Ich glaube, es gibt viele auf ein bestimmtes Haus bezogene Podcasts oder auf ein Magazin bezogene Podcasts
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oder auf äh vielleicht auch die eine oder andere Galerie bezogene Podcasts, aber so ganz und gar unabhängige Aufnahmesituationen.
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Die komplette Kunst und Kultur abdecken
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und eben auch auf Gesprächspartner trifft, die sehr bekannt sind, aber auch auf Menschen trifft, die eher so unterm Radar schwimmen. Ich glaube, davon gibt's nicht ganz so viele. Kann man mal recherchieren, aber ich glaube, da gibt's nicht so viel und du dein Spektrum ist ja unglaublich.
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Auch wirklich total spannend. Ich werde auch manchmal gefragt, warum hast du denn einen Podcast über Schuhe?
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Was haben denn Schuhe mit Kunst zu tun? Und dann sage ich, na ja, letztendlich ist es ja, es ist ein Maßschubfertiger, der ja auch
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ganz viel Handwerk, ganz viel Kreativität, ganz viel eigene Ideen in dieses Einzelprodukt, Marshmallow reinsteckt, ne? Der fängt vom Leisten an, überlegt sich, wie das Produkt ausschauen soll.
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Und was es für Freude oder fürn Nutzen bringen soll und
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Da bin ich ja mein eigener Chef. Es ist niemand da, der sagt so, du darfst nur das und das und ich kann ja jedes Mal selber entscheiden, oh die Biografie ist irgendwie spannend, die Geschichte ist schön, ich könnte mir vorstellen, dass das begeistert und dann schneide ich und strahle aus.
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Du gönnst dir die Freiheit, selber zu entscheiden, wen du interviewst, was zu interviewst, was deine Themen sind. Ja genau, ich finde es auch schön
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Das ist mir, glaube ich, auch wichtig zu sagen, dass Synergien geschafft werden, also dass jemand, der, ich habe ja auch äh Theater und Schauspieler, Musiker dadrin
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dass jemand, der sich vielleicht für Schauspielerei interessiert, durch den Podcast
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auch mal einen Blick auf die bildende Kunst bekommt und umgekehrt jemand, der sich für ausschließlich Fotografie interessiert, bekommt auf einmal einen Einblick in einen alten Meister und denkt, och ja
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doch eigentlich ganz spannend. Es ist ja niemand verpflichtet, sich einer Episode anzuhören.
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Und wenn das jemand tut, ist ja immer auch ein Synergieeffekt da und das finde ich eigentlich ganz schön. Das ist auch total spannend, ja, weil du erweiterst Horizonte, nicht nur deinen eigenen, das ist doch wunderbar. Du äh schaffst dir deine ja. Bildung quasi.
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Ja, ich finde, du schaffst total Bildung in alle Richtung für jedermann für dich, für den, der, der bei dir als Gast sein darf. Ich hatte ja auch schon mal das Vergnügen.
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Auch für die zuhörenden, weil sie einfach
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Über ihren Tellerrand mal gucken dürfen und sehr persönlich an ein neues Thema herangeführt werden. Das begeistert mich so. Dankeschön. Ja in erster Linie ist es glaube ich wirklich das Interesse, weil ich die Dinge.
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So gar nicht kenne und sie total gerne kennenlernen möchte und vor allem auch.
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Ich werde ja so gerne gefragt, was interessiert dich mehr, die Kunst oder der Mensch dahinter, dass
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So gar nicht beantworten, weil ich glaube mein Zugang ist über die Geschichte des Menschen oder der.
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In der Situation, in der ein Werk geschaffen worden ist.
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Wenn ich das verstehe, dann habe ich das Gefühl, kommt mir das Werk nochmal näher. Also das heißt, wenn du den Menschen, wenn du da einen kleinen Blick in die Seele des Menschen werfen darfst und uns auch teilhaben lassen kannst, hast du einen besseren Zugang.
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Zu den Werken oder was auch immer
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interessante Aspekt, weil normalerweise gehst du in ein Museum und hast ein Kunstwerk und weißt eigentlich erstmal von dem Künstler nicht so viel und hast sicher nicht so ein privates Gespräch mithören dürfen.
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Spannende Aspekte. Also mit jedem Künstler Künstlerin. Ja.
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Darf ich dir, ich glaube, das passt doch ganz gut, die erste Frage von deinen Hörenden, jetzt weiß ich nicht, wer hinter welchen Fragen steht, aber das macht
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nichts. Wie kommen denn deine Kontakte zu den Podcast-Partnern zustande? Magst du uns da mal was verraten? Sehr gerne und die Frage, die ist auch von einer ganz, ganz lieben und treuen Hörenden, die mich, glaube ich, von Episode eins an begleitet. Sie heißt Karin Wasmers und Künstlerin aus Nürnberg. Mhm.
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Am Anfang war's tatsächlich so, mein erster Podcast war mit dem LWL-Museum für Kunst und Kultur in Münster.
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Und die habe ich einfach angerufen, die haben selber einen ganz starken Podcast mit Ines von je Gespräche und diese Stimme ist wie so schön, die geht so unter die Haut und sie hat so eine leichte Art
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über Kunst zu sprechen, so eine verständliche Art, dass ich dachte, wow.
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Das berührt mich, da verstehe ich etwas und die habe ich einfach angerufen und den erzähle ich mir jetzt im Podcast.
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Und die waren so offen und so nett und so hilfsbereit und haben gesagt, klar machen wir das.
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Wir machen einen Podcast zum Thema Provenienz. Habe ich gedacht, ich kenne Provinz und Provence. Was ist denn bitte schön Provinz?
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Es ist ein bisschen was anderes, ja. Das war dann die erste Aufnahme. Also das heißt, eigentlich, wenn ich dich jetzt so richtig verstanden habe, deine Kontakte, du gehst
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frei auf die Menschen zu, bist mutig, wie hat man neulich reden und Fragen hilft? Ich finde das so einen coolen Satz irgendwie. Du fragst einfach und bekommst
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Denke ich mal relativ oft positive Antworten oder Reaktionen. Ja. Also ich glaube, mir hat damals der Lockdown
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ein bisschen eine Hilfestellung geleistet
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viele konnten nicht mehr in Sichtbarkeit treten und die Option dann in Hörbarkeit zu treten war sicherlich willkommen und möglicherweise liegt das in meiner ruhigen Stimme aber ich hatte nicht den Eindruck, dass viele ängstlich auf mich reagiert haben.
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Und ähm immer wenn ich gefragt habe, eigentlich immer. Es gab auch Ausnahmen, aber häufig, wenn ich gefragt habe, das und das ist das Konzept. Ich würde gern mit dir sprechen, du Spaß daran.
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Dann hat sich da meistens auch eine schöne Situation draus ergeben und die Möglichkeit, eine Aufnahme zu machen. Und ich habe viel auf Instagram geguckt, was.
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Wo ich denke och, wow, das finde ich toll, das möchte ich verstehen. Mittlerweile ist das auch so, dass sich viele
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Empfehlungen bekomme, also wenn ich eine Aufnahme mache, dass jemand sagt, ich kenne da noch jemanden, der würde super gut bei dir reinpassen. Ihr würdet von der Art zusammen passen und da freue ich mich immer.
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Also mein Spitzname war früher Netzwerk Claudi und ich mag das immer, wenn man mich auch weiter vernetzt merkt. Ja, nur so kommt man überhaupt weiter. So sind wir ja auch zusammengekommen über das Netzwerk
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aber das können wir ja vielleicht ganz zum Schluss erklären oder aufklären, wie das hier zustande kam. Ja, dann ist sie andere Frage
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hast du Lampenfieber, wenn du äh auf die Menschen zugehst und fragst und wenn's dann so Richtung Aufnahme geht? Ähm jein. Also mir ist es also letztendlich denke ich immer, ich habe einen Mensch vor mir sitzen.
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Und nicht jemand sich vielleicht schon wahnsinnig viel erreicht hat oder jemand, der gerade erst in den Anfang steht oder jemand, der schon einen großen Namen hat in erster Linie denke ich, das ist ein Mensch, der ganz schön viele Prägungen hat.
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Das finde ich spannend herauszuhören und ich glaube, dass jeder wirkliche um Stärken und wirkliche Schwächen hat oder sich selbst zuschreibt.
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Das macht uns ja alle gleich
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und das reduziert das Lampenfieber. Mir ist es aber mal passiert, dass sich eine Chip hatte, also eine eine Karte und diese Karte hatte keine Aufnahmevolumen. Das war so ein Virus oder sowas. Ich kann das technisch äh erklären. Und ich habe tatsächlich vor jeder Aufnahme dieses kleine Trauma nimmt's denn auf?
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Mhm
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bestehe ich. Das Trauma kann man nachvollziehen oder man spricht anderthalb Stunden mit jemand und dann ja, ist dann meinerseits irgendwie viel Aufwand, ich recherchiere ja schon immer ein bisschen im Vorhinein. Ich fahre viel durch Deutschland und wenn dann eine Aufnahme nicht
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läuft oder nicht aufgenommen worden ist, dann ist das schon echt bitter.
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Zeitgleich denke ich auch der Gesprächspartner natürlich, ich werde für die Folgen nicht bezahlt, aber der Gesprächspartner schenkt mir ja auch mal locker anderthalb Stunden Zeit und wenn die dann vertan ist, das war mir echt, das war mir unfassbar unangenehm. Also da habe ich auch tatsächlich geheult.
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Euch richtig fett.
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Das glaube ich dir aufs Wort. Das ist ja auch sehr unangenehm. Ist auch so ein bisschen enttäuschend für einen selber und ich finde so Gespräche lassen sich ja auch nicht endlos wiederholen im gleichen Turnus oder in der gleichen Stimmung. Ja.
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Und am Anfang habe ich gedacht, hoffentlich habe ich
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alles im Kopf, was ich fragen möchte, was die Hörenden interessiert und dann war ich aufgeregt, weil ich dachte, ich habe bestimmt was vergessen. Ich bin mir das Schulkind an der Tafel und habe wieder das Entscheidende vergessen.
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Und irgendwann, so im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, na ja, wenn man so vier, fünf Bausteine im Kopf hat.
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Man kann ja kein Gespräch wirklich planen. Es ist ja kein Frage-Antwort-Spiel, sondern es ist immer ein Gespräch. Und dazu habe ich
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Bausteine im Kopf. Lass dir das Gespräch erst mal fließen und überlege dann, ach darauf würde ich gerne noch zu sprechen kommen und versuche dann manchmal lustige Brücken zu schlagen. Um wieder dahin zu kommen. Ich habe ja das nicht gelernt.
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Moderieren tätig zu sein. Also du hast ja so einen gewissen roten Faden, an dem du dich ein Stück weit entlang hangelst, aber lässt der Spontanität manchmal auf freien Lauf und das ist ja auch das, was eigentlich ein Gespräch auch so interessant macht. Das ist ja auch, glaube ich, der große Unterschied zwischen einem Interview und einem Gespräch und ein Gespräch darf fließen und ein Interview glaube ich
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habe ich das Gefühl, ist eher so ein.
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Ja das hat so seine Struktur und seine Grenzen und ich glaube ein Gespräch ist einfach sehr viel schöner, weil du den Menschen die Chance gibst zu zeigen, wer er wirklich ist, wenn er das denn zulässt. Ja und
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Ach das klingt immer so so groß, aber ich habe ein echtes Interesse an meinen Gesprächspartnern, wenn ich da rein komme dann freue ich mich, wenn das so eine ganz
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komfortable
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nicht jetzt luxuriöse, aber eben so eine behagliche Atmosphäre ist und man kommt rein und hat das Gefühl, ach ja, jetzt sitzen wir hier zusammen, verbringe eine gute Zeit, lernen uns kennen und
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ich habe da keinen Druck hinter so, wir haben jetzt nur eine Stunde Zeit und dann muss das und das geklärt werden und manchmal
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sich auch völlig neue Gesprächsperspektiven wären
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der Begegnung. Das finde ich eigentlich ganz gut. Ja und dadurch, dass du dir deine Gesprächspartner auch zu Hause oft besuchst, so wie ich das von dir verstanden habe und selbst erlebt habe, tauchst du auch ein Stück
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in deren Privatsphäre ein und das zeigt ja auch vielleicht, was sitzt da für ein Mensch mir gegenüber? Wie ist denn der so eingerichtet? Ich glaube, das ist auch total spannend, weil es wirkt ja auf die.
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Menschen ja die Umgebung, in der sie sich wohlfühlen, also ihr Zuhause sozusagen. Absolut und das ist auch ganz spannend. Also wenn ich bei den Kunstschaffenden im Atelier bin, da ist ja auch immer noch mal ein ganz anderer Stolz da. Da fühlen sich die
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KünstlerInnen ganz wohl und das ist ihr, sie können präsentieren und ich sauge das natürlich auch auf und finde das ganz spannend, fange dann auch noch mal mehr an.
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Das Werk vielleicht zu verstehen oder wenn ich zu Personen nach Hause komme, natürlich man hat die eigene Umgebung oder wenn ich in ein Museum komme.
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Kuratoren oder Direktoren, die sind natürlich auch stolz auf das, was sie da gerade ausstellen und ich habe das Gefühl, das gibt den Gesprächspartnern auch ein Stück weit Sicherheit, wenn sie in ihrer eigenen Umgebung sind.
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Und es ist
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schön, die Menschen dort zu erleben, wo sie agieren. Könntest du dir einen Podcast in einem anonymen Studio vorstellen, fällt mir ist zwar nicht eines der Fragen der Hörenden, aber das fällt mir jetzt gerade so ein. Möglicherweise schon. Es kommt vielleicht auf das Thema an. Also ich merke, wir machen ja gerade eine Zoom-Aufnahme und
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Jetzt haben wir uns ja schon über verschiedene Wege nah kennengelernt und ich glaube, wir können eine schöne Gesprächsatmosphäre aufbauen.
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Ich mache eigentlich keine Zoom-Gespräche, weil sich über diese 1 zu 1 Begegnung noch mal was ganz, ganz anderes aufbaut, grade wenn man sich das erste Mal sieht.
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Und ich bin ja wahnsinnig dankbar, dass du hier so kurzfristig diese Zoom-Aufnahme einräumst.
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Ja, nachdem wir ich weiß nicht, wie viele hunderte Kilometer auseinander entfernt leben, war es einfach nicht anders möglich. Ich hätte dich auch lieber persönlich vor mir sitzen gehabt, aber
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Machen das Beste draus oder? Cool lass nach. Ja das machen wir.
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Also in einem anonymen Studio, also ich würde mich tatsächlich freuen, wenn jemand sagt, Claudia, magst du mal was mit mir zusammen machen? Ich habe hier den und den Raum. Ich glaube, das war auch eine Frage von einem
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Fragensteller würdest du einen Podcast mit mir machen? Mhm, der hat dir schon Spaß dran, natürlich. Okay.
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Vielleicht ergibt sich ja mal die Chance, wer jetzt da zuhört vielleicht ist dein nächstes Gespräch in einem Studio. Ist vielleicht auch ganz interessant, wenn's in einem neutralen Raum stattfindet, ob so ein Gespräch dann.
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Anders wird
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Unterstützung bekommen ganz am Anfang von einem Podcaststudio. Mhm. Und da saßen wir tatsächlich in einem Studio und die haben so lustige Übungen gemacht. Da musste ich mal einen Korken in den Mund nehmen und so brechen üben, damit dein Hund irgendwie ordentlich sich bewegt oder so.
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Genau und einen Stift musste ich quer in den Mund nehmen und das war irgendwie lustig. Da dachte ich, naja, das läuft einfach, das ist eine andere Ebene. Es ist nicht ganz so persönlich, aber auch schön, ausprobieren.
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Vielleicht gelingt's ja. Soll ich mit der nächsten Frage weitermachen?
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Was würdest du machen, wenn es dir Leichtigkeit der Kunst nicht gäbe? Die Frage ist von Raffaele
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Raffaele ist Fotograf aus Köln und einer meiner ersten Gesprächspartner. Rafaele ist auch verantwortlich für dieses schöne Layout von von mir Leichtigkeit der Kunst.
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Mhm. Und ja, wenn es die Leichtigkeit nicht gäbe, ich glaube.
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In den letzten zwei Jahren ist die Leichtigkeit der Kunst zu einem großen Teil meines Lebens geworden. Ganz, ganz, ganz, ganz wichtig und ich mag mir die Frage eigentlich
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Gar nicht so richtig stellen, weil es so wichtig ist und ich möchte, dass sie noch ganz lange bleibt. Ihr habt mich so geprägt, diese ganzen Begegnungen. Ja, ich hoffe
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Ich hoffe, dass du uns bleibst, erhalten bleibst, weil es ist so wunderschön. Also ich genieße es, ich habe noch nicht ganz so viele Teile anhören können, weil wir kennen uns ja noch nicht so lange, aber es ist eine tolle Begegnung und ich glaube, dass es für dich so wertvoll ist
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dass du diesen Menschen begegnen darfst und das macht ja dein Podcast. Du öffnest dir ja quasi die Türen, ich find's grandios, wie du das machst und ja was du für dich schöpfen kannst, ich finde das richtig, richtig gut.
20:30
Auch diese Hintergrundbegegnungen, ne, also so wie wir jetzt oder wie mit Rafaele, Michael auf jeden Fall, da gibt es ja ganz viele Leute, die ich über den Podcast kennengelernt habe und wo sich.
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Tiefe Freundschaften entwickelt haben, die ich gar nicht mehr missen möchte oder auch in
20:50
Situation, wenn ich Fragen habe für zukünftige Gesprächspartner. Ich weiß, ich kann mich an vergangene Gesprächspartnern wenden und habe das Gefühl, da wird mir geholfen und das sind
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Ja, das sind so schöne Begegnungen. Das ist ja alles Teil des Podcasts. Es ist ja nicht nur die Ausstrahlung oder die Episode. Das ist
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ein großes Geflecht und ich freue mich so, dass du das sagst. Das ganze Drumherum, nein, wirklich, das ist doch toll. Du schaffst dir da echt Begegnungen, die die dir wertvoll sind und vielleicht auch was wertvolles entstehen darf. So sind wir auch zusammengekommen und ich bin Michael sehr dankbar, dass er uns zusammengebracht hat.
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Ja, wie schaffst du es, auf Knopfdruck deine Podcaststimme einzuschalten? Du hast wirklich eine ganz spezielle Podcaststimme, das ist mir auch aufgefallen
21:35
Wundervoll und jedem, den ich den Podcast weiterempfohlen hat, der findet das auch und er sagt, das ist eine so angenehme Stimme, die du da hast. Hast du da lange geübt?
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Das ist so witzig. Also ich glaube, wenn man mal meine Kinder fragen würde, die würden nicht unbedingt sagen, dass ich immer so eine superangenehme Stimme habe, vor allen Dingen, wenn's darum geht.
21:56
Ins Bett. Das habe ich vorhin darf ich das sagen? Habe ich vorhin kurz mitbekommen, da warst du schon auf Lautsprecher, aber noch kein Video an.
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Eine andere Claudia Stimme gehört. Die klang nicht ganz so smooth und äh easy going. Äh da war doch etwas vehement drin. Braucht man aber auch ab und zu bei den Kindern. Ja. Ja, ich glaube, genau darum geht's ja, um dieses Rollenspiel, ne. Also ich könnte ja jetzt schlecht zu einem Gesprächspartner sagen, so, jetzt aber.
22:23
Ab ins Bett. Probier's mal aus, was passiert.
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Für was anderes einsetzen. Ja genau, hatten wir auch schon mal drüber gesprochen. Ja, ich glaube zum einen ist es tatsächlich dieses so, das ist jetzt die Aufnahmesituation, es kommt Ruhe rein.
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Vielleicht ist es ein Stück weit auch eine Art
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Filter für mich, vielleicht müsste jeder mal in sich reinhorchen, je nachdem, in welcher beruflichen oder privaten Struktur ist, ob sich die Stimme ein bisschen verändert und wenn man einen Podcast macht, ist es nun mal sehr hörbar, sehr offensichtlich hörbar.
22:59
Und lange trainiert habe ich nicht. Ich habe als Jugendliche viel Theater gespielt und wurde immer gerügt, weil man mir das Rheinische so anhört. Ich habe auch mal eine Agentur, für die ich gearbeitet habe spontan einen Werbespot einsprechen müssen und ich musste sagen, damals gab es noch den Drogeriemarkt Schlecker, Schlecker, nichts liegt näher.
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Und ich habe das hundert Mal sagen müssen, weil ich näher noch sagen kann.
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Und auch heute noch 20 Jahre später, wenn ich das Wort näher sage, konzentriere ich mich wieder. Oder siehst du?
23:33
Was sagt denn dein Mann zu dieser Claudia Podcast Stimme?
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Wie findet denn der das brennt mir jetzt so gerade auf der Seele? Kennt ihr die? Ist das eine auch private Stimme oder gehen wir jetzt zu sehr in deinen Familien äh Leben? Musst du sagen, wenn du es nicht beantworten willst? Gerne! Also ich glaube in organisatorischen Dingen ist die Ruhe nicht immer in der Stimme. Mhm. Mhm.
23:56
Aber wenn man zusammensitzt und über Dinge nachdenkt, zukünftig.
24:01
Glaube, dass dass er dann auch diese Ruhe spürt und ja vielleicht auch mal das Nachdenkliche oder nach den Worten Suchende. Also ich hoffe, dass ihr diese Stimme auch wahrnimmt.
24:11
Er hört ja auch jede Folge Probe
24:14
Er ist ein Fan von dir, ein Groupie, oder? Und ein Mitarbeiter. Und kriegst du Feedback von ihm, sagt er dir auch, wenn's mal nicht gut war?
24:23
Gibt's das überhaupt? Ja, er ist recht analytisch und ähm es ist ganz gut, weil er viel auf Fehler
24:30
hört, wenn er sagt, du da ist ein Schnitt nicht so ganz sauber oder an der Stelle hast du eine Wiederholung drin und dann da hilft er mir. Das ist wahnsinnig gut. Also ich schneide ja wirklich sehr, sehr akribisch. Mhm. Ja Millisekunde für Millisekunde durch und versuche es so ordentlich wie möglich
24:46
für mich so gut wie möglich zu schneiden
24:49
wenn man das wieder und wieder hört, kann es passieren, dass man schon mal eine kleine Stelle überhört und dann bin ich sehr dankbar, dass er mit einem anderen Ohr nochmal draufhört. Mhm. Und dann
24:58
Ja dann sagt er da irgendwie pass mal auf an Minute und Sekunde sowieso, da musst du nochmal ran, das hat immer ganz gut funktioniert. Dieser Teil hört sich irgendwie anstrengend an.
25:08
Dieses Schneiden und so genau hinhören, das ist dann nicht mal so locker flockig, sondern das hört sich wirklich nach viel Arbeit an. Ist das so?
25:16
Ja, also ich würde sagen, dass ich locker so.
25:19
8 bis 12 Stunden pro Podcast nochmal investiere, den zu schneiden und am Anfang fand ich's furchtbar. Da war ich auch ganz dankbar, dass mir extern geholfen worden ist.
25:30
Ich hatte so Angst vor dieser Technik. Also Technik ist
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wirklich nicht das, was ich gerne mag und irgendwann hat's klick gemacht und ich fand es beruhigend fast schon wie ein wie sich mit einem Buch beschäftigen. Das ist halt nochmal sich mit dem Gesprächspartner beschäftigen nochmal
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in das Gespräch eintauchen und noch mal gewisse Zusammenhänge verstehen und jetzt geht es recht leicht von der Hand. Es ist einfach
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Fleißarbeit. Aber die gehört halt dazu. Mhm, ich glaube, dass auch da, je nachdem, was man für einen Job macht, gibt es immer Bereiche, die einem sehr, sehr leicht von der Hand gehen und Dinge, die eben getan werden müssen.
26:04
Und das ist eben so Teil der Gitarre muss. In solchen Fällen hat mein Vater immer gesagt, Übung macht den Meister so nach dem Motto. Mach einfach weiter und immer dranbleiben, dann wird das schon, ja?
26:14
Genau.
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Aber es hat ja auch was. Und jetzt 1hundert Folgen. Ja, liebe Claudia, da gibt's noch eine Frage. Wie schaffst du es immer so leicht zu bleiben? Es steckt doch so viel Arbeit, Energie und Zeit dahinter. Wie machst du das? Verrätst du uns das? Ich mache es einfach
26:28
gerne. Ich mache diese Aufnahmen wirklich gerne und ich lerne wirklich gerne die Menschen kennen und das bereitet mir riesen Freude, diese Bühne
26:37
zubereiten. Ich komme ja ursprünglich aus der Werbung, ich bin keine Journalistin um jemanden eine schöne Plattform zu bieten, um sich so darzustellen, wie er nun mal ist mit seinen Leidenschaften oder ihren Leidenschaften. Das finde ich unfassbar inspirierend und
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und auch ansteckend. Ich glaube, dass sich meine Energie ja.
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Ich war jetzt neulich in Berlin morgens hin abends zurück, drei Aufnahmen und mit dem Moment, wo ich im Zug sitze und wieder
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zu Hause dann aussteige, würde ich sagen, wenn ich hundert Prozent wach.
27:10
In dem Moment, wo ich dann zu Hause ankomme, arme Familie fand ich auch um. Also sie hört sich so ein bisschen
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immer wenn du auf Arbeit bist, wenn man das mal so zu gut Deutsch sagt.
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Voller Energie und dann bist du zu Hause, wie wenn man so ausm Stöpsel aus aus so einer Gummiente rauszieht, dann ist die Luft auf einmal weg, oder? Aber genau, so ist es tatsächlich.
27:32
Deswegen kann ich ja nicht jeden Tag 3 Aufnahmen in, weiß ich nicht, 400 Kilometer entfernten Orten machen.
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Versucht das so ein bisschen aufzuteilen, dass natürlich auch die Familie nicht zu kurz kommt
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Ja weil deine Kinder sind ja noch nicht so alt. Also ich finde das immer so schwierig so den den Grad zu schaffen. Wie weit kann ich gehen, bevor ich das Familiensystem allzu sehr strapaziere und mich natürlich dann auch. Ja. Tatsächlich schöpfe ich da auch grad
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aus. Es ist ja eine Frage, die die mir privat oft gestellt wird. Wie einst du das mit den Kindern?
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Mhm. Und ich finde das eigentlich ganz schön, wie die wie meine Töchter
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mit der Situation umgehen. Also wir sind auf der einen Seite ein Stück weit stolz, finden das auch spannend und sie sehen natürlich, was man beruflich machen kann und wenn man sich einsetzt,
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wie ähm glücklich einen das macht und
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irgendwie Gespräche, die sind dann ja natürlich auch an unserem Küchentisch parat und die Kinder, die sie stellen keine Kunstfragen, aber sie stellen schon mal Fragen zu unterschiedlichen Personen. Was ist das für eine Künstlerin? Was hat die gemacht oder warum bist du denn da begeistert? Und.
28:37
Auch eben als ich erzählte die Situation, als dieser nicht da war und sie mitbekommen haben, dass ich so unfassbar traurig war,
28:44
bekommen also mit, dass man sowohl traurig und verzweifelt sein kann, wenn etwas nicht gelingt, dass es aber weitergibt. Also es gibt einen Step danach und das sind ja alles Bereiche, die die Kinder dadurch
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auch mitbekommen und das ist vielleicht die Art.
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Wie ich sie auf meine Art prägen kann und sie sehen, dass ich ja immer für sie da bin, auch wenn ich mal physisch unterwegs bin und nicht
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greifbar, telefonieren wir und ich komme zurück. Ich glaube, das ist für sie ganz wichtig zu wissen, okay, man kann sehr, sehr weit reisen, aber es ist immer das Vertrauen da.
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Dass man
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nach ein, zwei, drei Tagen wieder in den Arm genommen wird und dass man da ist. Das macht Spaß und auch zu sehen, dass eben alle in dieser Familie an einem Strang ziehen müssen, wenn halt jemand mal drei Tage nicht da ist, ob's jetzt die Mutter oder der Vater ist, spielt keine Rolle.
29:36
Dass man da einfach gemeinsam funktioniert, weil ich sehr schön ja
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Wir sind ein Team sozusagen und helfen zusammen und stehen füreinander ein. Das ist superschön. Mhm. Mich würde mal interessieren, ob das mehr die Frauen fragen.
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Frage stellen, wie machst du das mit Vereinbarkeit von Beruf und äh Pflege wollte ich schon fast sagen. Beruf und Familie kommt das eher von Frauen? Ja.
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Denke ich mir
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Männer stellen häufig die Frage, wie ist dein Businessplan? Frauen stillen, andere Fragen hier und ich finde das eigentlich schade, weil ich stelle ja auch Frauen nicht die Frage, wie einst denn du das, wenn du von 8 bis 31 Uhr beispielsweise im Büro tätig bist.
30:20
Ich stelle auch Männer nicht die Frage nur mal, wie viel verdienst denn du? Ja in Amerika ist das ja Gang und Gäbe, dass man sofort fragt und was verdienst du? Das ist völlig normal dort.
30:30
Ja ähnlich. Aber da könnten wir jetzt tiefer eintauchen, aber ich fürchte, das lassen wir oder müssen wir lassen, weil wir haben noch ganz schön viele Fragen vor uns hier.
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Ja, dann die nächste Frage, das ist ähnlich so. Was gibt dir auf anstrengenden Reisen die nötige Energie, um dein hohes Qualitätsniveau zu halten?
30:47
Also für die Fragen bedanke ich mich natürlich für das hohe Qualitätsniveau, das würde ich ja jetzt selber so gar nicht in den Raum werfen. Ja, es ist die Freude auf die Begegnung. Mhm. Und.
30:57
Ich feier echt gerne Auto und höre dabei
31:00
unfassbar gerne laute Musik. Also du hörst nicht andere Podcasts etwa? Nein, du hörst Musik. Du man muss ja irgendwie mal so einen Gegenpol schaffen oder man kann ja nicht immer nur.
31:12
Gespräche anderer Menschen hören.
31:14
Hast du eigentlich auch schon ein bisschen was verraten, weil die nächste Frage wäre nämlich gewesen, wie verbringst du die Zeit im Auto oder im singend und das gibt's halt im Zug nicht.
31:25
Essens vielleicht? Essens? Ja, gibt's das auch? Ja, also ich habe so eine kleine Sucht. Mhm. Verrätst du sie?
31:33
Ich esse total gerne Cashew-Kerne. Oh, mhm. Und dunkle Schokolade. Also je schwärzer die Schokolade ist, umso leckerer finde ich die. Ja.
31:42
Das mache ich natürlich auch ganz gerne. Also eine Nuss, ein Stück Schokolade, eine Nuss, eine Stück Schokolade, so ungefähr, kann man sich Claudia im Zug vorstellen.
31:51
Ein schönes Bild. Also wenn ich im Zug bin, dann schneide ich ganz gern auch mal oder lese mich nochmal ein
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Wenn ich mit dem Auto reise, dann telefoniere ich auch total gerne.
32:03
Dann finde ich's einfach schön, ja wenn ich halt keinen Beifahrer habe, dann habe ich halt ein Gesprächspartner und da muss ich mich ja noch nicht mal umdrehen zur Seite.
32:11
Ja manchmal ist das ganz angenehm, alleine im Auto zu sitzen. Ich mache das auch ab und zu ganz gerne. Gibt's keinen, der irgendwie dir sagt, wo du hinfahren sollst, wie du fahren sollst, wo du bremsen sollst? Keine Kinder, die von hinten reinplanen. Sie haben Hunger oder wollen wir essen oder müssen raus oder irgendwas derart?
32:28
Oder Kinderlieder. Ja genau, rauf und runter. Gott sei Dank ist die war super. Ja, die habe ich Gott sei Dank auch schon lange hinter mir.
32:36
Ja, jetzt hätten wir eine englische Frage oder zwei englische Fragen. Maxi hören? Mhm. The Interview.
32:46
Sind die auf Englisch sagen, aber wenn du Lust hast? Nein, nein, nein, ich antworte auf Deutsch. Ich weiß derjenige, der die Frage gestellt hat, herzliche Grüße an Frederik Auerbach. Versteht auch Deutsch.
32:55
Also was gibt mir einen das beste Gefühl während eines Interviews? Wenn ich das Gefühl habe, dass ich meinen meine Gesprächspartner öffnen die muss zu knacken, das klingt jetzt ein bisschen blöd, aber ähm wenn ich das Gefühl habe, dieser Mensch hat
33:09
Vertrauen mag, sich mit mir unterhalten
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Und hat auch Lust über Anekdoten zu sprechen und ja, diesen Blick auf Stärken und Schwächen zuzulassen und Antriebe und
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Dann habe ich das Gefühl, jetzt läuft's. Jetzt ist es richtig, richtig, richtig schön und es fühlt sich an, als würde ich auf einer Welle surfen.
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Und dann vergesse ich tatsächlich manchmal auch so ganz informative Fragen zu stellen. Dann bin ich so begeistert von der Situation. Mir war's doch schön. Mhm. Wer kann das schon sagen in seinem Job
33:41
dass er oft diese Art Gefühle hat, die du jetzt gerade so beschrieben hast. Also ich glaube, es gibt ganz wenige Menschen, die das haben dürfen. Das ist doch ein Geschenk.
33:49
Dass du das gefunden hast, dieses Geschenk, dass du diese ja diese Gefühle spüren darfst und dann passt sie nächste Frage für auch noch gut dazu. How you feel.
33:58
Genau in dem Moment. Ja, es gab schon Situationen, mich aus dem Gespräch rausgegangen bin und gedacht habe, wird es denn jetzt interessant sein für die Hörenden?
34:10
Und dann denke ich, wie fandst du's denn selber? Und dann dachte ich, ja
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Es war so schön, es hat sich so lebendig angefühlt. Genau das ist das, was was was dich.
34:20
Brauche in Anführungszeichen oder was Spaß macht, was ich teilen möchte. Das ist eine kleine Sucht etwa geworden? Ja, eine große. Ja. Hört sich fast danach an. Ja, man kann natürlich nach solchen Gefühlen auch süchtig werden. Mhm. Finde ich schon.
34:35
Ich habe
34:35
neulich einen Bericht über eine Balletttänzerin gesehen, die viel spitze tanzt und sie meinte, wenn die Tänzerin auf der Spitze steht und dann ganz gerade steht, hat sie das Gefühl, als hätte sie eine Verbindung zwischen
34:46
Erde und Himmel. Mhm. Und dieses Gefühl macht süchtig. Und ich habe jetzt nicht das Gefühl, dass ich mich irgendwie zwischen Himmel und Erde verbunden fühle, aber diese Verbindung.
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So eine unsichtbare Verbindung zwischen zwei Menschen und ich merke, wenn ich mal zwei Wochen nicht auf Aufnahmereise war, dann werde ich so ein bisschen Kribbeln. Auf Entzug? Ja. Dann bist du auf ihn zu. Claudia auf Entzug. Da hilft noch keine Cashewnuss mehr. Ja und keine Schokolade?
35:10
Ich probier's trotzdem mit ihr. Sehr gut. So mal die nächste Frage mal angucken. Du triffst unheimlich viele Menschen, das beeinflusst dich bestimmt auf unterschiedliche Weise. Total.
35:21
Total. Ich spreche auch viel mit Menschen, die schon eine gewisse Reife erreicht haben.
35:28
Und den Menschen zuzuhören, wie sie aus schwierigen Situationen herausgekommen sind und ihre Souveränität
35:37
trotz allem zu bewahren oder gerade deswegen gefunden zu haben. Das nehme ich extrem gerne mit. Und manchmal, wenn ich denke, oh, ich kann nicht mehr, es ist grad so viel und ich habe keinen Bock mehr und überhaupt.
35:48
Eigentlich? Warum mache ich das hier eigentlich alles? Genau. Erinnere ich mich an das ein oder andere Gespräch und denke mir, komm, Claudia.
35:56
Jedes schlechte wirkt, ein Schatz, du machst jetzt weiter. Mhm. Ja, ich glaube, dass ja jeder Mensch auf diese Situation blicken kann, dass man mal in so einen Tal gerutscht ist oder in so ein Loch.
36:06
Feststellt so jetzt Ärmel hochgekrempelt und rausgeklettert und weitermachen und danach fühlt sich's schon wieder viel besser an. Und die Lernkurve
36:15
ist am höchsten, wenn man aus einem Loch wieder rausgekommen ist. Mhm. Ich glaube, das kann jeder auch rückblickend in seinem Leben sagen, also immer wenn's irgendwelche schlimmen Dinge gab oder schmerzvolle Dinge, dass man äh wenn man das gut
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bewältigt hat, dass man hinterher einen größeren Benefit hat, als wenn immer alles reibungslos verläuft. Wir wünschen uns das zwar immer
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aber ich glaube, einen größeren Benefit erreichen wir, indem wir aus Krisen herauskommen. Ja.
36:40
Ich glaube auch, dass diese Situation ganz ganz wichtig ist. Und ich glaube, das macht Menschen so viel interessanter, wenn sie Krisen erlebt haben, als wenn du Menschen begegnest, bei denen immer alles nur läuft. Das ist ja dann
36:51
Ich gönn's diesen Menschen. Das darf man nicht jetzt missverstehen. Aber ich glaube Menschen, die wirklich Krisen geschafft haben und daran gewachsen sind.
37:00
Die einfach superspannende Gesprächspartner sind. Ja, es ist wie ein Spiegel auch oft. Also Krisen, das sind zwar nicht die gleichen Krisen, aber im ich glaube im Grundgefühl
37:10
Es ist ähnlich und glaube ja auch, dass Herausforderungen relativ sind. Aber mir gibt das schon viel Kraft.
37:18
Wenn ich darüber nachdenke, ähm so der ein oder andere war in der und der Situation hat es geschafft, da rauszukommen und dann denke ich so, das nimmst du dir jetzt auch mal an. Relativieren sich da nicht auch so die eigenen Probleme manchmal?
37:31
Also ich werde immer häufiger gefragt, Claudia, wie schaffst du das in verschiedenen Situationen so ruhig zu bleiben? Also es gibt natürlich Situationen da, da fühle ich mich wie eine HB-Männchen. Dann geht's von 0 auf 100 in
37:43
Null Komma zwei Sekunden da kommt kein Auto mit, keine Rakete.
37:47
Aber es gibt ganz, ganz viele Situationen, wo ich mich echt frage, warum, warum regt das denn jetzt auf? Es gibt doch jetzt keinen Grund dafür. Und ich glaube, das ist
37:56
Weil ich so viele Gespräche mit so vielen Menschen geführt habe und einfach verstehe
38:01
es ist wie es ist. Es bringt nichts sich aufzuregen in Situationen, in denen man nichts ändern kann. Man kann nur den Blick darauf verändern und den Blick zu verändern heißt
38:11
erstmal ruhig bleiben. Ja, Situation akzeptieren und dann in Ruhe gucken, was kann ich denn jetzt machen, anstatt
38:20
überreagieren und ist reine Energieverschwendung. Ja. Wir haben jetzt ein kleines Therapiegespräch, habe ich so das Gefühl ich glaube wir machen die nächste Frage, bevor es hier zu tief wird.
38:32
Welche Person hat dich als gegenüber persönlich am tiefsten beeindruckt? Ich weiß nicht, ob du das beantworten möchtest. Ja, gerne sogar. Mhm. Ich spiele mal gerade den Ball zurück.
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Du gehörst dazu sprachlos. Ja, weil du es schaffst, in die Menschen wirklich.
38:49
Einzutauchen, weil du dir Zeit nimmst
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Ich glaube, dein Terminkalender könnte sich locker mit 3.595 Dingen füllen
39:00
Das übertreibst du ein bisschen. Ein kleines bisschen. Aber dir sind die Menschen wichtig und finde es ganz spannend, dass du als als systemischer Coach arbeitest und zu dir ja diese Zeit nimmst, dass du.
39:16
Begeistert, dass du weißt, wo deine Stärken, die auch, wenn du jetzt sagst, dass du es nicht weißt, aber ich glaube, dass du eben durch deine Art, ja, sehr vielen Menschen ein Vorbild sein kannst durch deine sehr, sehr offene und ehrliche Art und
39:31
Ist eigentlich das, wo ich denke, hm also ich glaube, uns trennen so gut zehn Jahre. Da möchte ich auch mal hinkommen, dass man sagt, du bist so offen an vielen Stellen. Das hat mich jetzt inspiriert.
39:40
Da möchte ich teilhaben lassen und es gab ein Gespräch zwischen Marie Bauermeister und mir, das ist mein nächster Podcast, vier Stunden und sie ist ja auch schon Mitte achtzig. Von ihr habe ich dieses.
39:54
Motto, jedes Schlechte birgt einen Schatz, was ich ja wirklich gerne zitiere und sie saß mir nie über auch in einer Aufrichtigkeit Souveränität und Ehrlichkeit da und wenn du das Leben ist es, wie es ist und ich habe so viel schon erlebt, das hat so Mut gemacht.
40:08
Das hat einfach so Mut gemacht
40:10
Auch Michael unser gemeinsamer Michael. Ja. Mit was für einer Begeisterung und Leidenschaft der die
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Unmöglichsten Situationen reinschliddert und da wieder rauskommt, das fasziniert mich auch total.
40:25
Ja der ist so eine Kraftquelle auch, dieser Mensch, der inspiriert und macht und man denkt, wenn man mit dem telefoniert hat, man hat wieder ganz viel Energie. Also mir geht das so und ähm Dank ihm.
40:37
Sind wir zwei ja zusammengekommen und.
40:40
Jetzt möchte ich mich erstmal bedanken für dein so tolles und offenes Kompliment, also wenn die Hörenden sehen würden, ich wäre jetzt ein bisschen rot, glaube ich, aber
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ein angenehmes Rot, was mich da jetzt grade überfällt, weil ich das wirklich sehr schön finde, was du sagst. Nee, ich wollte dir eigentlich sagen, ja, was uns eigentlich vereint und was du ja mit deinem Podcast auch machst, du hörst zu und
41:03
du sagst, wenn du den Mensch verstehst oder so das Gefühl hast, du hast ein Stück weit von dem Menschen verstanden, dem Mensch als Künstler, dass du dann auch seine Kunst besser verstehst.
41:14
Und mir geht's ja so, wenn ich mit meinen Klienten arbeite.
41:18
Und so ein bisschen ein Stück weit in diese Familie eintauchen darf. Ist das ein Riesengeschenk und für mich steht ja auch immer der Mensch im Vordergrund. Egal, wo der herkommt und das ist mir einfach so wichtig und ich glaube, das ist das, was uns beide auch so zusammengeführt hat.
41:33
Glaube, da ticken wir sehr ähnlich und ich habe manchmal so das Gefühl, dass so Podcasts auch wie so eine kleine Therapie sind, ja, weil ein gesprochenes Wort ist was anders wie ein Gedanke und wenn das mal
41:42
raus ist und ein Podcast ist ja was öffentliches. Das darf man ja auch nicht vergessen. Ist das schon nochmal was anderes, als wenn ich so meine Gedanken immer so
41:50
hin und her wälze und hat was therapeutisches. Man kann so ganz gut reflektieren, auch im Zuhören seiner eigenen Stimme und
41:58
was man so gesagt hat. Finde es sehr positiv. Ja tatsächlich es stimmt auch. Ich fasse auch jedes Gespräch wie ein
42:05
Geschenk auf
42:07
in dem Moment, wo ich merke, der Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin fast so viel Vertrauen, dass so viel erzählt wird, was vielleicht auch nicht so ganz an die Öffentlichkeit gehört, weiß ich schon, dass ich den Teil auch rausschneide. Also ein Verbrauen ist eine Vertrauensbasis, die man da hat und diese Schnipsel, die du da rausschneidest, die sind dann weg oder wie?
42:26
Die hebst du nicht auf in so einer geheimen Schnipselkiste, wo wo man dann später mal
42:32
einen Horrorroman schreiben kann über die Geheimnisse, die keiner sagen wollte, aber die dann doch irgendwann raus möglicherweise.
42:43
Denke schon, möchte doch keiner irgendwie ein blödes Foto von sich öffentlich haben und ich möchte doch auch keiner, dass gesagt ist, in der Öffentlichkeit wissen, wo man stotternd oder nachdenklich, also äh mit so langen Gedankenpausen drin und deswegen schneide ich einfach auch so gerne.
42:58
Da macht's mir dann tatsächlich wieder Spaß, weil dieses Vertrauen ist mir so wichtig und das möchte ich nicht kaputt machen. Das ist ein bisschen wie Photoshop, oder? Mhm. Ein bisschen.
43:07
Es ist wirklich nicht was verändert. Ich wollte gerade sagen, du fügst hier nichts hinzu, so du lässt nur weg. Aber das kann man bei Photoshop ja auch Oberschenkel kann man auch mal ein bisschen schmaler machen. Die Nase. Die Nase ein bisschen dünner und ich weiß nicht was alles.
43:23
Ähm mit welcher verstorbenen Person hättest du denn gerne einmal einen Podcast gemacht? War total gut. Ich hätte gerne Frida Carlo interviewt
43:31
Die finde ich wirklich so beeindruckend. Die hätte ich gerne kennengelernt, ja. Auch eine spannende Geschichte, die diese Dame hatte. Mhm. Da gab's du mal diesen tollen Film von dir auch, oder?
43:41
Ja, den fand ich auch wahnsinnig gut und eigentlich super tragisch so. Das was ihr da passiert ist oder? Ja und ich hätte gerne gewusst, welche Stärke sie aus dieser Tragik gezogen hätte, ob man das jetzt so im Nachhinein auf sie interpretiert oder wie sie tatsächlich gefühlt hat und
43:56
auch die Situation mit ihrem Diego, der Trupfern aus. Ich weiß nur, dass sie sich wahnsinnig verletzt hat und ihr auch kaum
44:04
gehen konnte, glaube ich. Die war wirklich schwerst beeinträchtigt. Die hätte ich genügend kennengelernt. Ja, ich finde diese Bilder, ich weiß nicht, finde die sind heftig zum Teil, also so von ihrer ganzen Wirkung.
44:15
Ja. Gibt's denn noch jemanden, der dich interessiert hat?
44:20
Ich hätte auch gerne Goya gesprochen. Goya? Mhm. Van Goch hätte ich auch. Auch ganz spannend. Den hätte ich auch gerne kennengelernt. Mhm. Oder.
44:30
Zusammen in der Schule meine Facharbeit in Kunst habe ich über Pale San und den Morsa Victor geschrieben. Oh wow. Das fand ich so spannend, ja, aber das hat mich damals interessiert und da habe ich meine Facharbeit drüber geschrieben.
44:43
Gerade so spontan ein. Liebe Claudia, du hattest ja auch mit Till Brönner schon einen Musiker. Dürfen wir denn in diesem Bereich noch mehr von dir erwarten? Also geplant ist ganz aktuell nichts.
44:56
Ich bin da ganz gerne wie ein offenes Buch, wenn sich ein Musiker gerne mit mir unterhalten möchte.
45:03
Unfassbar gerne machen. Das ist schon spannend und dann haben wir auch wieder diese Synergieeffekte, ne, dass Menschen, die Musik lieben, eben vielleicht darüber auch auf die bildende Kunst kommen und das würde ich schon gerne machen, ja.
45:14
Hört sich gut an. Da bin ich ja auch mal gespannt. Vielleicht kann man da ja gemeinsam mal überlegen, wen man da vors Mikrofon bekommt, oder?
45:22
Lenny Kravitz, das fände ich ganz gut. Dann würde ich auch einen Englisch machen.
45:27
Okay, leider kenne ich ihn nicht persönlich. Wir arbeiten dran. Ne, aber es gibt vielleicht so andere Kandidaten. Nur mal überlegen, aber da können wir ja mal gemeinsam brainstormen.
45:38
Ja, das ist auch nochmal eine Frage. Wie wäre es mit Gesprächen, mit Sammlerinnen und Sammlern und ihre Liebe zur Kunst? Wäre das nicht mal auch ein spannendes Thema?
45:47
Warum sammeln Menschen Kunst?
45:49
Sammler würde ich mich wahnsinnig gerne auch mal unterhalten. Bis jetzt hat sich noch nicht so wirklich die Gelegenheit ergeben. Einmal hat's zeitlich nicht so gut hingehauen. Ich habe da auch schon einen im Kopf hier, mit dem ich mich gern mal unterhalten würde. Mhm. Ja.
46:02
Sammler hätte ich auch gerne in meinem Programm. Ja, weil's spannend ist, warum Menschen
46:09
Kunst sammeln und was verstehen sie da drunter und und jeder sammelt ja irgendwas anderes und warum sammelt man das, was man sammelt und was ist so der der innere Motor? Ja wobei ich hatte tatsächlich sogar schon langsam da. Und das das war ganz spannend, ab wann man eigentlich sammelt und das ist ja eigentlich das Schöne ist
46:27
immer tiefer in einer Expertise einzutauchen. Das kann ein schönes Glas sein.
46:32
Gläser sammelt oder eben wer Kunstwerke, Bilder, Skulpturen
46:38
irgendwann ist man Fachmann für etwas aus einer einfachen Sammelleidenschaft heraus. Wenn ihr auch einen schönen Ansatz. Ja oder man steigt mit einem Thema ein und merkt auf einmal, nee, da gibt's ganz andere interessante Wege und man fängt dann auf einmal an, ganz was anderes zu sammeln und ähm warum macht man das? Warum verändert man seinen Geschmack?
46:55
Nur wenn man älter wird
46:56
hat man auch einen anderen Blick auf die Dinge und sammelt vielleicht dann ganz was anderes und denkt sich, oh mein Gott, was habe ich denn da früher gesammelt? Das ist ja furchtbar und so. Und spannend ist natürlich der Blick von außen ab. Wann ist man denn Sammler? Mhm. Also ist man schon Sammler, wenn man zwei, drei Bilder hat für den einen möglicherweise schon und
47:12
für den anderen, der denkt, na ja, die brauchen noch ungefähr 300 weitere Bilder, um erstmal Sammlungen zu sein und das finde ich schön herauszufinden, auch wenn man sich selber auch als Sammler fühlt.
47:21
Ja und viele trauen sich vielleicht gar nicht, sich als Sammler zu bezeichnen, obwohl sie schon welche sind, weil sie denken, Sammler sind nur so die.
47:29
Ganz Großen, die ganz viele wertvolle Kunstwerke zu Hause haben oder auch in ihren Tresoren verschwinden dann und so und dann ist man genauso wie viele Menschen auch gar nicht gerne oder Angst haben vor Auktionen, weil sie denken
47:41
Ich bin ja nicht so ein wahnsinnig reicher Mensch, der jetzt da bei einer tollen Auktion was ersteigern kann.
47:46
Glaube, das sind so Hemmschwellen, oder? Ich liebe Auktionen. Ja, ich habe spät angefangen. Mich hat mal eine.
47:53
Freundin mitgenommen, das war meine erste Kunstauktion, das war hier in München von der Kunstakademie und da hatten dann die Studenten dort eine Auktion organisiert und da sind wir dann da hin und das war total lustig und ich habe jetzt ein Bild.
48:05
Das ist so so ein pinkelnder Hund. Das ist ganz süß, ein gelber pinkelnder Hund und der ist bei uns auf der Toilette.
48:12
Da passt er auch ganz gut. Aber das war so mein erstes ersteigertes Bild, was ich fand ich irgendwie total cool. Das war irgendwie ganz schön gemacht. Ja, ich liebe das auch, diese kribbelige Stimmung und ich durfte dabei sein, als ihr im am Köln
48:24
Auktionshaus in die Warhol Serie. Mhm. Steigert worden ist und das war so spannend. Ich hab's geliebt. Ja ich war mal in London auf einer Auktion bei Christies oder Suthers kann mich nicht mehr erinnern. Das war echt auch.
48:35
Richtig spannend so in dieser Atmosphäre einzutauchen. Das kann man eigentlich nur jedem raten, da mal hinzugehen und sich einfach auch mal nur reinzusetzen und so dieses Geschehen
48:45
beobachten. Jetzt brennt es mehr unter den Nägeln auf unsere gemeinsame Auktion hinzuweisen. Ja uns das bisschen übertrieben, aber im Oktober dreiundzwanzig, wenn Michael unser viel zitierter Michael.
48:57
Charity-Auktion zusammen
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für die sie dir startet. Ja, ich wollte dir eigentlich gar nicht die Steilvorlage geben, das hat sich jetzt das war nicht absichtlich, liebe Claudia, das war wirklich, nee, weil diese Auktion wirklich so ein Thema sind
49:12
Wo du's jetzt ansprichst, ja, ich freue mich da wahnsinnig da drauf und vielleicht sollten wir denen zuhören, kurz sagen oder ich möchte dich einfach fragen, warum.
49:20
Engagierst du dich für den Verein, den ich vor fünf Jahren ins Leben gerufen habe mit dem Namen Desibilia, habe das mit meinem Vornamen zu tun.
49:30
Und wir unterstützen Angehörige von Menschen mit Demenz und äh so sind wir uns und da haben wir uns begegnen dürfen und ich durfte auch schon einen Podcast mit dir zusammen machen und da war eben auch das Thema der.
49:43
Fotowettbewerb, den wir ausgeschrieben haben und eben auch die Kunstoptionen. Was.
49:49
Hat dich dazu bewogen. Das war nämlich auch meine Frage, die ich auf Instagram gestellt habe
49:55
Warum engagierst du dich so? Ich ehrt mich wahnsinnig und ich freue mich so, dich an meiner Seite zu wissen. Magst du jetzt nicht nur ran? Erzählen, was dich da.
50:03
Geritten hat sozusagen ähm sofort aufzuspringen auf dieses Pferd, was ich dir da runtergeschoben habe.
50:09
Das hast du schön gesagt, dich an oder an mich an deiner Seite zu haben. Ja. Finde ich gut. Ja, so empfinde ich das auch.
50:16
Also jetzt darfst du gerne noch mal von dir aus loslegen. Also ich glaube angefangen hat alles mit Michael
50:22
Dem Michael bin ich wirklich zu aller tiefsten Dank verpflichtet, weil er mir immer wieder ganz, ganz spannende Ansprechpartner, vorschlägt, wenn ich auch sonst mal eine Frage habe und nicht weiter weiß, dann steht er einfach immer mit Rat und Tat zur Seite. Und dann hat er eben von
50:36
seiner künftigen Auktion erzielt
50:39
im Oktober 23 und der Erlös kommt beim Verein Desilie Care zugute und das fand ich total spannend und ich hatte vorher mit dem Thema
50:48
Demenz gar nicht so viel zu tun, zumindest weil mir das nicht bewusst und dann hat er mit dieser brennenden Leidenschaft davon erzählt und.
50:57
Ich habe irgendwie gedacht, eigentlich möchte ich dem Michael gerne was zurückgeben.
51:01
Dadurch, dass er mir immer so hilft, habe ich gedacht, du ich kann doch einfach auch mal Gespräche mit Künstlerinnen führen und immer mal wieder auch auf die Auktion hinweisen.
51:11
Und dann hat er auch irgendwann erzählt, dass ihr euch kennengelernt habt und dass es doch auch spannend wäre, wenn wir uns unterhalten und da habe ich gar nicht für möglich gehalten, dass das für dich auch spannend sein könnte.
51:21
Und ich weiß, du hast irgendwann auch gesagt, na ja, was hat das Ganze denn mit dem Thema Kunst zu tun? Na ja, das Ziel ist ja die diese Charity, diese Kunstauktion.
51:30
Und ja durch die Vorgespräch, durch die Telefonate, die wir geführt haben und als wir uns dann persönlich kennengelernt haben, da war so eine Nähe da.
51:39
Dass dass der Funke einfach übergesprungen und ich habe gedacht, wenn sich zwei Frauen treffen, die beide so für ihr Projekt brennen
51:46
wenn man sich dann eint, da kann doch was ganz Tolles draus entstehen und ja, mir ist das irgendwie eine Ehre
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Desideria Care zu unterstützen. Mir ist es auch wichtig, dass ich vielleicht dazu beitragen kann, dass Menschen, die eben keine große Hörbarkeit bekommen, das zu unterstützen.
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Du sagtest, dass Menschen mit Demenz in eine andere Sichtbarkeit rutscht müssen. Es ist nicht der Demenzkranke ist, sondern dass es ein Mensch mit vielen Facetten ist und eine ist eben die Demenz und dann dachte ich, ja.
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Genau darum geht es doch im Leben, dass man nicht auf eine Rolle reduziert wird und wenn ich dazu beitragen kann, dass das ein Stück
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geschieht, dann möchte ich den Verein und die unterschiedlichen Projekte, ob es jetzt die Charity-Auktionen ist oder der Fotowettbewerb oder eine Ausstellung, dann möchte ich da einfach meinen Teil zu beitragen und deswegen liegt es mir so am Herzen und
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Ja ihr lieben Hörende, deswegen hört ihr auch so ein Intro so oft.
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Ein Aufruf oder bekommt eine Achtsamkeit mit. Vielen Dank Claudia. Also ich hätte das so nie gedacht, dass man mit dem Thema.
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In so einem Podcast auf einmal einen würdigen Platz findet und dass man ja dadurch andere Menschen erreicht, die ich vielleicht
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so mit wir machen ja auch einen Podcast. Das ist auch wirklich so ein Nischen-Podcast. Da sind zwei Angehörige von Menschen mit Demenz, also zwei Töchter, sprechen
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Ihre Erlebnisse mit dieser Erkrankung in der Familie und das ist sehr, sehr wertvoll, aber jetzt das, was du machst, hat ja nochmal einen ganz anderen.
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In die Gesellschaft, weil wir erreichen
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Menschen, die vielleicht dieses Thema zu Hause haben, aber sich nicht trauen, vielleicht auch irgendwo hinzugehen, sich Hilfe zu holen
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und das ist wirklich so so wichtig, aber ich möchte jetzt da nicht zu tief ins Thema eintauchen, weil sonst.
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Sitz mal hier noch länger. Aber ich möchte noch was Wichtiges dazu sagen oder was, was mir wichtig ist. Also ich glaube, dass da eine größere Brücke ist als vielleicht vordergründig sichtbar ist.
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Du arbeitest mit Angehörigen von Menschen mit demenz, dir geht es darum, eine Situation zu verarbeiten und eine größtmöglich positive Erinnerung in aller Schwere.
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Davon herauszunehmen und glaube bei der Schaffung von Kunst.
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Geht es ja auch darum, dass man gewisse Eindrücke und Ansichten.
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Verarbeitet, zwar nicht in einem Gespräch von Angesicht zu Angesicht, aber vielleicht von Angesicht zu Leinwand. Also man schafft ja quasi seinen eigenen Erinnerungsmoment. Mhm.
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Der langfristig immer wieder abrufbar ist
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Das ist ein sehr schöner Gedanke. So habe ich den noch gar nicht gedacht, aber da ist was dran. Da muss ich jetzt mal drüber nachdenken. Aber Musiker schaffen das ja auch in ihren Liedtexten, verarbeiten die ja auch
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Themen ihres Lebens. Mhm. Ja diese diese Erinnerungen zu schaffen aufrecht zu halten, andere daran teilhaben zu lassen. Ich sehe da schon noch diese Brücke.
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Dann schauen wir mal, wo uns das noch hinträgt diese noch Kunst schaffen dürfen.
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I don't know. Ich habe mal, doch, ich habe, du lachst, ich habe mal mit einem da habe ich noch in der Tagesstätte für tendenziell erkrankte Menschen gearbeitet und da war einer.
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Der war manchmal so unleidig und dann wussten wir aber aus seiner Biografie, dass er wahnsinnig gerne malt und dann habe ich mich mit ihm hingesetzt und dann haben wir glaube ich zwei, zweieinhalb Stunden und das ist für einen Demenzerkrankten eine sehr lange.
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Aufmerksamkeitsspanne, also die Zeit sich wirklich konzentriert dahin zu setzen und wir saßen beide, ich werde es nie vergessen vor dieses Leinwand, die haben wir vor uns auf den Tisch gelegt und er hat
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auf der einen Seite gemalt und ich habe quasi spiegelverkehrt auf der anderen Seite gemalt und während wir beide gemalt haben, haben wir uns unterhalten
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Und er hat gar nicht gemerkt, dass wir uns unterhalten haben, weil er so konzentriert war, auch mit diesem Malen und wir dieses Malen in dieses Gespräch integriert haben. Das waren zwei.
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So berührende Stunden für mich und es ist ein wunderbares Bild daraus entstanden, ja? Also das war so und er war so ganz ruhig, der war immer so ganz nervös und und er wollte sich nicht integrieren in die Gruppe und
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Saß ich ihn mit ihm in einem anderen Raum, wo's ruhig war und wo wir uns wirklich nur auf diese Farben und auf das, was da entsteht, ausm Nichts und dann haben wir uns unterhalten über dies und das und auf einmal konnte der irgendwie reden und ich glaube, die Kunst schafft das zum Teil und
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Musik das ist auch so ein Bereich. Ja, da komme ich schon wieder ins Fragen stellen.
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Jetzt bin ich aber dran noch mit ein paar Fragen. Wir haben ja einen einen Switch gemacht
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Ja, ich finde ja eine ganz lustige Frage. Wie viele Leoparden Kleider hast du? Was ist denn das für eine Frage? Wo kommt denn die
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Ich weiß es nicht. Ich habe aufgehört zu ziehen. Was du meinst, du weißt nicht, woher die Leoparden Kleider kommen oder wie viele du hast. Sowohl als auch.
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Trage gerne Kleider. Ich trage einfach wirklich gerne Kleider. Es ist für mich das
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unkomplizierteste Kleidungsstück auf der ganzen Welt. Schwupp rein angezogen, super praktisch, immer irgendwie auch so ein Hauch
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Ich mag das ganz gern so ein bisschen feminin und so, ne? Das finde ich irgendwie schön und also ich habe nicht nur Leopardenprints. Das ist auch mal was.
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Na heute sitzt du nicht in einem Leopardenprint von mir. Schade eigentlich, hätte ich gerne gesehen.
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Aber wir sind ja ein Podcast. Genau. Ja genau. Nee, also ich trage einfach gerne Kleider und tatsächlich dieses
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Muster.
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Das passt zu oder Leopard? Ist variiert. Okay, also wir haben beides im Schrank, ja? Ja. Animal. Wirklich?
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Animal Print, ist ja total envogue, wie man so schön sagt, oder? Ja und auch ich trage gerne Kleider, ob mit Print oder ohne Print und
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fühle mich dann gut bitte. Also das nächste Mal, wenn wir uns treffen in live, bitte
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habe ich ein Kleid, ein ein und dann machen wir ein Foto und dann kommt das auf Instagram alle haben, aber das ist gebongt oder? Beim nächsten Mal Claudia?
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Das machen oder? Mhm.
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Ist nicht mehr so lange. Habe ich aber möglicherweise eine rote Mohnblume. Wie langweilig und mag ich mich auch sehr gerne.
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Sehr gut. Ah, das finde ich noch eine ganz spannende Frage. Was macht ein Bild zu einem Kunstwerk.
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Einen Menschen zu einem Künstler. Ich glaube, da gibt es so viele unterschiedliche Herangehensweisen.
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Also ein jemand, der
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Kunst, auf welche Art auch immer studiert hat, sieht sicherlich auch so eine Kombination aus Kreativität, aus Handwerk.
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Eine Mutter sieht sicherlich in jedem Bild ihrer Kinder ein Kunstwerk. Ich mag es, wenn ich die Aussage verstehe, sei es.
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Es ist ganz breit sein, ne, ob das irgendwie ein ein politischer Hintergrund ist, ob's ein ästhetischer Anspruch ist. Ich finde es einfach schön, wenn sich ein Mensch
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Ausdrücken möchte, sich mit etwas beschäftigt, sich in etwas reinkniet, nicht gleich aufgibt, sich etwas erarbeitet.
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Ich glaube, ich betrachte einen Künstler nicht nur als jemanden, der von der Akademie herunterkommt. Ich finde die Frage sehr schwer. Ja, ich finde die auch schwer.
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Also ich glaube, ich betrachte Menschen dann als Künstler nicht unbedingt als bildende Künstler, ja, wenn sie ihre eigene Aussage vertreten und vielleicht unkonventionelle Wege finden
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darzustellen. Ist ganz spannend, das hat mal jemand gesagt, Claudia, du bist auch ein Stück weit eine Künstlerin. Ja.
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Weiß noch nicht mal, wie ich einen Pinsel richtig halte. Nee, aber du hast eine andere Art von Kunst dieses Zwischenmenschliche
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Tasten und dann, das ist den Menschen rauszuholen ja, vielleicht ist das auch eine Art Cool. Ich glaube, das beschreibt
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mich auch ganz gut. Ich mag nicht gerne Grenzen oder etwas kategorisieren. Ich bin überhaupt nicht so ein Kästchenmensch.
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Mhm. Ich werde oft gefragt, warum die Leichtigkeit der Kunst. Warum hast du dann auch andere Leute da drin? Warum hast du jemanden aus Filmen oder Musik dabei?
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Weil ich dieses Kästchen denken nicht mag. Ich finde es schön wie ein Begriff Kunst
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einfach ganz breit aufzustellen. Und wichtig ist, dass man eine Leidenschaft, einen Anspruch, einen Willen darin sieht, die es zum Ausdruck zu bringen, auf welchem Weg auch immer
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und dann kann ich das auch akzeptieren, wenn man mich
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eigentlich überhaupt nicht Kunstschaffenden als Künstlerin bezeichnet, obwohl das fast ein bisschen vermessen ist, aber mhm.
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Finde ich gar nicht so, weil Kunst liegt da im in meinem Auge des Betrachters oder? Heißt und wer entscheidet schon oder wer hat wirklich das absolute Recht zu sagen.
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Ist jetzt Kunst und das ist keine Kunst und die Frage habe ich mir ja auch oft gestellt. Wer hatten das Recht zu beurteilen, was wie viel auch wert ist, es geht ja auch immer ganz oft um dieses Wertedenken in der Kunst. Was ist diese Kunst was wert? Ist sie nichts wert?
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Auch eine ganz interessante Frage. Vielleicht
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dazu auch mal ein Interview möglich. Ja, ein bisschen Licht in den Tunnel bringt, weil ich finde es eine ganz spannende Frage.
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Wann ist ein Mensch ein Künstler und was zeichnet denn Kunst wirklich aus? Wann ist denn was Kunst? Ich habe neulich eine ganz tolle Aufnahme gemacht. Wir lieben Hörenden. Im Hintergrund hört ihr meinen Hund. Charlie. Da ging es darum, Kunst im öffentlichen Raum zu besprechen.
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Und es wurde eine Mathematikerin befragt.
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Die eine Figur von beschrieben hat, der mathematisch aufgeteilt mit diesen ganzen Quadraten. Dann kam ein Intendant zu Wort, der eine Skulptur von Richard Serra beschrieben hat und sagte, es wirkt wie ein Bühnenbild und es kamen Kinder zu Wort, die eine Skulptur von Nordvital beschrieben haben. Es geht um
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das junge Kamel, das der Erde übergeben worden ist und sie haben diese Betrachtung über das Tier gefunden.
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Es kam auch eine Konditormeisterin zu Wort, die generell gesagt hat, es geht doch um den Genuss, wenn ich etwas
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esse und genieße, wie es auf mich wirkt, wie es mich entspannt. Genauso ist es bei der Betrachtung von Kunst und das ist eigentlich das, was ich auch mitgeben möchte, dass doch eigentlich, solang
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sich niemand verletzt fühlt, es um die Aufmerksamkeit und die eigene Wahrnehmung geht und da darf man sich doch nicht bewerten lassen. Nö.
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Du hast grade was gesagt irgendwie was ich jetzt auch ganz spannend finde, zum Beispiel Kochen also Kochen ist ja auch
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eine Form von Kunst und wenn man manchmal so sieht, wie wundervoll diese Gerichte angerichtet sind und denke ich mir, oh wow, das sind Künstler, die das dann so schön gestalten, so dass das Auge, wie man so schön sagt, auch mitisst und und das ist auch
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Kunst. Also es wäre ja auch mal Ideen auch irgendwie einen Podcast zu holen, ja, weil das finde ich auch
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hat auch was mit Kunst zu tun. Ja auch allein sich zu überlegen welche Zutaten zusammenpassen.
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Liebe Claudia, gibt es für dich einen Unterschied von Kunst zu Design? Äh die Frage kenne ich, die ist von Karsten Volk ganz herzlichen Dank, dass du die gestellt hast.
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Ja, ich denke schon, dass es einen Unterschied gibt. Ich glaube, dass
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Design sehr funktionsorientiert ist. Ich würde mich aber freuen, wenn Designer auch als Künstler wahrgenommen werden würden. Und witzigerweise, das passt ja jetzt zum Abschluss, meine hundertste Folge ist
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zum Thema Design. Ich habe mich mit Leo Lübcke unterhalten, der die Firma Chor leitet.
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Und da spielt das Thema Design eine ja maßgebliche Rolle. Ja sehr schön.
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Liebe Claudia, ich glaube, jetzt sind wir fast äh mit allen Fragen durch und die ich jetzt nicht speziell erwähnt habe, sind aber in den vorhergehenden Antworten eigentlich auch schon wiedergegeben worden und ich hoffe, es ist keiner beleidigt, wenn jetzt eine.
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Frage nicht gestellt worden ist. Ansonsten machen wir das nur einfach nochmal. Vielen Dank liebe Claudia Desirie. Ich bedanke mich ganz, ganz herzlich bei dir, dass du mich hier so schön abgeholt hast.
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Ich war tatsächlich echt gespannt die andere Seite des Aufnahmegeräts kennenzulernen. Also ich habe mich jetzt echt sehr wohl gefühlt. Ich.
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Total, also es ist echt ein super Experiment, habe vielen, vielen Dank. Ja, gern geschrien.
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Music.
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Immer auf der Suche nach spannenden Gesprächspartner innen, die euch und mir die Welt der Kunst entschlüsseln, reise ich quer durch Deutschland.
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Wenn du die Reisen von die Leichtigkeit der Kunst unterstützen möchtest, dann freue ich mich sehr über deine Kulturpartnerschaft.
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Geht auch ganz einfach. Via PayPal Punkt Me Slash Leichtigkeit der.
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Oder mit einer goldenen silbernen oder bronzenden Mitgliedschaft über Steady Haarkuh Punkt com Slash die Leichtigkeit der.
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Bedanken möchte ich mich von ganzem Herzen bei allen Hörenden, die bereits die ein oder andere Reise unterstützt.
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Ihr möchtet mehr über die Leichtigkeit der Kunst erfahren und mal einen Blick hinter die Kulisse werfen.
1:05:10
Ich einen Tipp. Tragt euch in den Newsletter bei Punkt com Slash die Leichtigkeit der Kunst.
1:05:21
Ihr habt Fragen, Anregungen und Feedback, dann schickt mir gerne eine E-Mail an Claudia at die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE. Und wenn ihr mögt, dann freue ich mich sehr über euer Like und eine Bewertung.
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Möchtet weitere Informationen? Dann schaut auf meiner Website unter WWW die Leichtigkeit der Kunst Punkt DE.
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Und nun von Herzen.
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Music.