Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen

Willkommen im Women in Fashion Germany Business-Podcast für Marken und Ihre Macherinnen. Ich bin Sibel Brozat, Initiatorin von Women in Fashion Germany, Gründerin von taeshy®, und Host dieser Show. Meine spannenden Talkshow-Gäste sind Business-Insider und Prominente, Gründer:innen, und Vertreter:innen namhafter Marken. Sie plaudern aus dem Nähkästchen und teilen ihre handfesten Learnings mit uns. Unsere Branche ist im starken Wandel. Gemeinsam machen wir uns für die Zukunft fit. Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Zukunfts-Technologien, und Diversität sind die aktuellen Schwerpunkte.Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten in unserer Branche mit den gleichen Herausforderungen zu tun haben. Schließlich drängte sich mir die Frage auf, ob es Sinn macht, dass wir alle die gleichen – teilweise ganz schön kostspieligen – Erfahrungen selbst machen müssen. Aus diesen Überlegungen formte sich das Fundament für meine Grundidee. Mit Women in Fashion Germany möchte ich all jenen ein Angebot machen, die ihre Marke im Fashion- und Lifestyle Segment aufbauen...

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episode 43: Theo Grassl, Professor Fashion Management - über Emotionale Psychopathie und Fashion Leadership [transcript]


Theo Grassl ist Professor für Fashion Management an der Polimoda in Florenz, Italien, und Lehrbeauftragter an der Hochschule Macromedia in Berlin und München sowie an der NYU, New York City, USA). Seit Oktober 2021 ist er Vorstandsmitglied des Fashion Council Germany.

In der heutigen Episode sprechen wir über Emotionale Psychopathie und was das mit Fashion Leadership zu tun hat. Es geht u.a. um:

  • Dark Leadership – dunkle Seite der Macht
  • Definition des Psychopathen / der Psychopathie
  • Begleiter Narzissmus und Machiavellismus
  • Dunkler Dreiklang vs. Heller Dreiklang 
  • Zuordnung von Dunklem und Hellem Dreiklang (Glaube an die Menschlichkeit)
  • Human Resources vs. Human Capital
  • Spannungsfelder und Umgang damit
  • Theo's Tipp: Zuhören, Beobachten und Analysieren bevor man kommuniziert -das kann man lernen
  • und vieles Spannende mehr.

Es lohnt sich reinzuhören.

Hier geht's zu den Shownotes

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Herzlichst,

Sibel Brozat

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 2022-06-10  43m
 
 
01:10  Sibel Brozat
Willkommen im Women Fashion Germany Podcast,
01:16
Macherinnen.
01:18
Von Sibel Brozat und mit spannenden Talkshow
01:18
Gästen.
01:25
Heute beehrt uns wieder Theo Grassl.
01:27
Lieber Theo, schön, dass du heute bei uns in
01:27
der Show bist.
01:31  Theo Grassl
Einen wunderschönen guten Nachmittag liebe
01:35
Einladung. Ist mir immer wieder ein Fest.
01:37  Sibel Brozat
Du hast immer so spannende Themen.
01:39
Worüber wollen wir denn heute sprechen?
01:42  Theo Grassl
Ja, wir haben uns ja im Vorfeld schon ein
01:46
auch spannende und interessante Themen sein
01:46
könnten.
01:50
Und ich habe mir überlegt, wir sprechen
01:50
heute über ein kontroverses Thema, nämlich
01:57
über emotionale Psychopathie.
02:01
Und das sind jetzt zwei Begrifflichkeiten,
02:01
die man so auf den ersten Blick ja nicht in
02:05
irgendeinem Kontext kriegt, weil auf der
02:05
einen Seite hast du ja Psychopathie als als
02:11
Emotionslosigkeit und auf der einen Seite
02:11
hast du die Emotion so und das Ganze
02:15
natürlich jetzt nicht in irgendeiner Art und
02:15
Weise in den luftleeren Raum, sondern
02:19
tatsächlich auf die, auf das, auf das
02:19
Leadership, auf das Management in Fashion
02:27
Unternehmen. Und das ist jetzt tatsächlich
02:27
erst mal egal, ob das jetzt ein riesengroßer
02:32
Konzern ist. Also du kannst die Idee, die
02:32
Kerings und die Louis Vuittons dieser Welt
02:39
nehmen, aber natürlich auch kleine Labels,
02:39
wo man sagt okay, ich habe etwas cooles,
02:46
einen großen Laden, ich habe was, was ich
02:46
345 Mitarbeiter.
02:50
Und ab dem Zeitpunkt, wo du tatsächlich in
02:50
irgendeiner Art Verantwortung für ein
02:55
Unternehmen hast und natürlich auch für
02:55
Mitarbeiter, bist du tatsächlich in diesem,
03:01
in diesem Spannungsfeld dieser sogenannten
03:01
emotionalen Psychopathie.
03:06  Sibel Brozat
Und das finde ich ein total spannendes
03:11
gleich auch mehr drauf ein, weil eben man ja
03:11
zu einem gewissen Grad Psychopath sein muss,
03:17
wenn man ein Unternehmen erfolgreich führen
03:17
möchte und auf der anderen Seite natürlich
03:23
die emotionale oder die Empathie einfach
03:23
auch riesengroß sein sollte.
03:28
Wenn man natürlich im Fashion Bereich, im
03:28
Kunstbereich oder im Leistungsbereich
03:35
arbeitet und Produkte entwickelt, kreativ
03:35
unterwegs ist.
03:39
Und das merken wir ja tatsächlich auch in
03:39
der Praxis, dass das ein großes Spannungsfeld
03:44
ist. Ohne das jetzt mal so theoretisch
03:44
auseinander getrödelt zu haben, merkt man das
03:48
ja schon, dass viele Kreative dann
03:48
Schwierigkeiten haben, sich zu vermarkten und
03:54
andersrum die, die eben Unternehmen gut
03:54
führen können und es irgendwie nicht
03:58
schaffen, coole Brands auf den Markt zu
03:58
bringen.
04:01
Also ich bin ganz gespannt auf deine
04:01
Insights und unsere Hörerinnen und Hörer
04:04
bestimmt auch.
04:06  Theo Grassl
Okay, ich freue mich darauf, da tatsächlich
04:13
dieser sogenannten Dark Leadership.
04:15
Also wir sprechen ja von diesem Dark
04:15
Leadership, von diesem und von dieser
04:19
dunklen, von der bösen Seite der Macht.
04:22
Und jetzt ist es natürlich auch so, ich
04:22
mein, klar, so Titel polarisieren natürlich.
04:28
Und ab dem Zeitpunkt, wo du über
04:28
Psychopathie sprichst, haben gefühlt alle
04:34
Menschen irgendwie sofort Serienmörder.
04:36
Du denkst nur an an Menschen, du denkst du
04:36
an Ted Bundy.
04:41
Und so weiter und so fort, dass tatsächlich
04:41
auch die Psychopathie als solches ein ein
04:47
essentieller Aspekt unserer Persönlichkeit
04:47
ist und dass jeder von uns natürlich auch ein
04:52
stückweit dieses psychopathische Potenzial,
04:52
also jetzt zu klinisch, nicht jetzt im Sinne
04:57
einer, einer, einer, einer
04:57
Persönlichkeitsstörung dann auch hat, kann
05:01
natürlich daraus entstehen, sondern
05:01
tatsächlich auch herzugehen, zu sagen, es
05:04
gibt gewisse Situationen, in denen wir halt
05:04
einfach relativ schnell, ohne großartig
05:09
drüber nachzudenken, Entscheidungen treffen
05:09
müssen.
05:12
Und wenn wir jetzt quasi nicht hergehen und
05:12
sagen Ah, okay, da warte ich jetzt mal ein
05:16
bisschen ab, jetzt muss ich mal gucken, da
05:16
kommt jetzt ein Mammut auf mich zu.
05:20
Muss ich jetzt, muss ich jetzt hier flüchten
05:20
oder gehe ich auf Angriff über?
05:24
Na, jetzt gucken wir halt mal und das ist
05:24
tatsächlich auch noch so eins zum Relikte
05:30
auch aus der aus aus der Evolution.
05:33
Deswegen breche ich hier tatsächlich auch
05:33
ein stückweit eine Lanze dafür, dass dieses
05:38
dieses Wort der, der der Psychopathie hat,
05:38
nicht sofort in diesem absolut oder mit
05:44
diesem, mit diesem negativen diese negativen
05:44
Konnotation tatsächlich auch in Verbindung
05:49
gebracht wird, sondern dann herzugehen, zu
05:49
sagen, ja, das gehört dann auch ein stückweit
05:55
mit dazu und die ist tatsächlich
05:55
ausgeprägter, als man denkt.
06:01
Also also auch hier ist sich die
06:01
Wissenschaft jetzt nicht so ganz einig, aber
06:06
man geht davon aus, dass jeder Fünfte in
06:06
irgendeiner Art und Weise psychopathische
06:12
Potenzial in sich trägt.
06:14  Sibel Brozat
Magst du das Wort oder den Psychopathen so
06:21  Theo Grassl
Also der, der der Psychopath.
06:24
Klassischerweise. Jetzt muss man natürlich
06:24
auch wieder hergehen und und und und nochmal
06:30
definieren, von welcher Art Psychopath man
06:30
tatsächlich auch spricht.
06:35
Also ist jetzt 1111 tatsächliche
06:35
Persönlichkeitsstörung, um dann hergeht und
06:40
sagt okay, aufgrund von irgendwelchen
06:40
Traumata, von Erlebnissen in der Kindheit
06:45
oder von irgendwelchen Läsionen im Gehirn,
06:45
dass diese Menschen halt sogut wie keinerlei
06:54
keinerlei Angst empfinden.
06:58
Und also ein wesentlicher Treiber dieser,
06:58
der der Psychopathie ist, zum Beispiel so
07:06
dieses Adrenalin, dieses Streben nach nach
07:06
Nervenkitzel, dieses unkontrollierte, auch
07:13
dieses sehr impulsive Handeln tatsächlich
07:13
auch.
07:18
Also das sind so, das sind tatsächlich so,
07:18
so klassische klassische Ausprägungen.
07:25
Die sind natürlich jetzt nicht so wahnsinnig
07:25
verträglich, also wobei man da wieder ein
07:29
bisschen unterscheiden muss zwischen den
07:29
Psychopathen, dann auch einnehmende
07:34
Soziopathen, aber da wird es jetzt
07:34
tatsächlich dann zu psychologisch, dann auch
07:38
dann auch werden. Aber wenn man jetzt zum
07:38
Beispiel hergeht und sagt, okay, ich bin als
07:43
als Geschäftsführer oder als
07:43
Verantwortlicher eines Unternehmens, ich habe
07:49
eine sehr hohe Risikobereitschaft, wo ich
07:49
dann hergehen sag, okay, ich mach das jetzt,
07:54
ich bin jetzt wieder vorsichtig oder ich bin
07:54
jetzt der, der knallharte Restrukturierung
08:01
und der Stratege in einem Unternehmen, der
08:01
dann halt auch mal hergeht und sagt Okay, das
08:05
tut mir jetzt wirklich leid, aber ich bin
08:05
für ein Unternehmen verantwortlich, ich bin
08:11
für den Gewinn verantwortlich, ich bin für
08:11
die Aktionäre verantwortlich.
08:14
Wie auch immer, ich muss halt jetzt 400
08:14
Menschen entlassen.
08:18
Das macht natürlich keiner gern.
08:20
Aber wenn du jetzt tatsächlich jemanden hier
08:20
an der Spitze hast, der ein ausgeprägtes
08:26
psychopathische Potenzial dann auch hat,
08:26
dann, dann geht ihm das jetzt persönlich
08:34
nicht so, nicht so nahe.
08:37
Und das birgt natürlich auch Gefahren.
08:40
Also wenn ich jetzt hergeht und sagt, du
08:40
bist mit deinem Unternehmen in irgendeiner
08:45
Art und Weise in einer Krisensituation.
08:47
Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen ein
08:47
bisschen heftig oder ein bisschen brutal,
08:51
aber in so einer Situation brauchst du
08:51
jemanden, der halt einfach ein gewisses, eine
08:57
gewisse psychopathische Ader dann auch dann
08:57
auch hat.
09:01
Weil mit lieb und nett wirst du das
09:01
Unternehmen tatsächlich nicht mehr aus
09:05
dieser, aus dieser Verlustzone dann auch
09:05
bringen.
09:08
Und auf der anderen Seite ist es natürlich
09:08
also alles, was dann wieder in so ein Extrem
09:11
gehen wird, dann wieder ein bisschen
09:11
schwierig.
09:14
Die sehen halt dann sehr häufig keine, keine
09:14
Gefahren und und gehen halt im wahrsten Sinne
09:20
des Wortes oder buchstäblich dann halt auch
09:20
über über Leichen.
09:26  Sibel Brozat
Ich habe von dir so eine Liste gesehen, von
09:33
psychopathischen Ausprägungen.
09:36
Geschäftsführer habe ich da gesehen.
09:39
Rechtsanwalt, Chirurg, Journalist,
09:39
Polizeibeamter, Priester, Priester.
09:45
Fand ich ganz.
09:46  Theo Grassl
Spannend.
09:47  Sibel Brozat
Höchste Ämter, Beamte.
09:49  Theo Grassl
Beamte, Polizisten auch ganz weit vorne.
09:54
Und was man natürlich auch nicht vergessen
09:54
darf, also alles, was in irgendeiner Art und
09:59
Weise mit Medien zu tun hat.
10:01
Also weil natürlich gehört zu dieser, dieser
10:01
gesamten Thematik ja auch diese
10:06
Selbstdarstellung dann auch dazu.
10:08
Und das führt mich jetzt im Prinzip zu dem,
10:08
zu dem, zum, zum wesentlichen Aspekt, dass
10:15
die Psychopathie ja in Anführungszeichen
10:15
nicht alleine steht, sondern die, die diese
10:21
Psychopathie hat, quasi zwei Begleiter, und
10:21
das ist der Narzissmus und das ist der
10:28
Machiavellismus, also wo es um Macht, um
10:28
Einfluss geht.
10:32
Und diese drei, diese drei Ausprägungen
10:32
Psychopathie, Narzissmus und Machiavellismus
10:39
werden zusammengefasst zur sogenannten Dark
10:39
Triade, also zum dunklen Dreiklang.
10:44
Also das ist wie bei Darth Vader Es ist die
10:44
dunkle Seite der Macht.
10:48  Sibel Brozat
Und kannst du die zwei anderen Ausprägungen
10:53
bisschen definieren?
10:56
Für alle, die es nicht wissen?
10:58  Theo Grassl
Ja, natürlich. Also gut, Narzissten, glaube
11:01
Das kennen wir. Kennen wir alle.
11:04
Wahrscheinlich auch in unserem sozialen
11:04
Umfeld.
11:07
Also die, die, die, dass jeder auch hier
11:07
wieder.
11:11
Jeder von uns hat ja was leicht
11:11
Narzisstisches, weil es hat eine gewisse
11:15
Form, gewisse Form der Selbstliebe auch oder
11:15
auch der Selbsterhöhung ist ja durchaus auch
11:20
nicht so, nicht so ganz verkehrt.
11:22
Wenn es natürlich wie alles in einen, in ein
11:22
absolutes Extrem umschlägt, dann wird es
11:28
natürlich auch ein bisschen bisschen
11:28
kontraproduktiv.
11:33
Und die Narzissten als als solches sind
11:33
tatsächlich im Durchschnitt im
11:40
Bevölkerungsdurchschnitt weit häufiger
11:40
vertreten als jetzt zum Beispiel
11:43
Psychopathen, also diese, diese Narzissten,
11:43
tatsächlich jetzt, hier, mit diesem Erhöhten,
11:52
dieser Eindrucks Motivation, also die wollen
11:52
natürlich, die wollen Anerkennung, die
11:57
wollen, die wollen, die wollen gepampert
11:57
werden, die wollen erhöht werden, haben ein
12:05
hyper sensibles Selbstbild.
12:08
Also da darf niemand und da darf tatsächlich
12:08
auch niemand dran kratzen.
12:14
Und die haben eine, sie sind sehr
12:14
extrovertiert und sie sind in aller Regel
12:19
tatsächlich sehr, sehr extrovertiert, haben
12:19
eine sehr, sehr niedrige Verträglichkeit.
12:24
Also so das Thema Kompromissbereitschaft und
12:24
konstruktiv miteinander diskutieren und
12:29
aufeinander zugehen ist jetzt nicht so die
12:29
Kernkompetenz.
12:32
Tatsächlich auch der der der Narzissten.
12:36
Auf der anderen Seite haben wir gerade
12:36
natürlich auch die Narzissten, wahnsinnig
12:40
viele Charismatiker und Visionäre.
12:44
Also das sind Steve Jobs, das ein Elon Musk,
12:44
das ein Richard Branson, dass die alle
12:52
natürlich ein relativ komfortables
12:52
narzisstisches Potenzial haben, das ist
13:01
vollkommen klar. Auch wenn du in den Medien
13:01
stehst, gerade auch im Fashion Bereich, haben
13:06
wir wahnsinnig viele, und zwar nicht nur
13:06
negativ gemeint.
13:10
Narzissten dann auch, die halt hergehen und
13:10
sagen Okay, ist dieses nach außen Tragende,
13:15
das Extrovertierte, diese gesamte Attitude,
13:15
dieses, dieses, dieses Auftreten.
13:23
Schwierig wird es dann tatsächlich.
13:27
Im unternehmens kontext, weil.
13:30
Sie brauchen Bewunderer.
13:32
Also die brauchen, ich sage mal ein bisschen
13:32
so, die brauchen zum Fußvolk diese Claqueure,
13:37
die dann sagen Wow, du bist toll und und ich
13:37
habe dich hier in den in den Himmel.
13:43
Und wenn Sie das nicht kriegen, wenn sie
13:43
diese, diese Bewunderung tatsächlich auch
13:50
nicht kriegen, dann vertreiben sie diese
13:50
Menschen auch sehr gerne.
13:55
Und dummerweise sind es dann im Unternehmens
13:55
Kontext tatsächlich sehr häufig wertvolle
14:02
Mitarbeiter. Also also tatsächlich so diese,
14:02
diese High Potentials, die dann hergehen und
14:08
sagen sorry, sei mir bitte nicht böse, aber
14:08
das muss ich mir jetzt hier dann auch nicht
14:13
geben.
14:14  Sibel Brozat
Die Beispiele, die du genannt hast, die waren
14:17
Ist es eine Eigenschaft, die in hoch
14:17
ausgeprägter Form eher bei Männern zu finden
14:23
ist?
14:24  Theo Grassl
Also du hast jetzt natürlich diese sogenannte
14:29
den hast du aufgrund der Evolution natürlich
14:29
schon eher bei Männern, wo man halt jetzt
14:35
hergeht und sagt Okay.
14:37
Also dieses Narzisstische, also dieses
14:37
Werden dann tatsächlich des Mannes um eine
14:42
und um eine Frau sieht man ja auch im
14:42
Tierreich, wobei es da auch auch natürlich
14:48
Gattungen gibt, wo es genau umgekehrt ist.
14:50
So dann das Thema der, der der Psychopathie
14:50
heißt ja tatsächlich erst mal nichts anderes
14:56
als Schutz. Also herzugehen, zu sagen gibt
14:56
es auch.
14:59
Wenn irgendjemand meine, meine Familie
14:59
angreift, meine Frau, meine Kinder, mein
15:05
Stamm, wie auch immer, dann verteidige ich
15:05
das.
15:09
Und da ist es mir jetzt auch egal, wenn da
15:09
jetzt vor mir einer steht, der drei Köpfe
15:14
größer ist. Und das ist er dann tatsächlich
15:14
auch dieses, dieses, dieses klassische,
15:19
psychopathische, dieses einfach keine Angst
15:19
zu haben, mehr zu gehen, zu sagen, okay, ich
15:25
gehe das Risiko tatsächlich jetzt auch ein.
15:27
Und der, der der letzte Part, also die
15:27
machiavellistischen, also nach Machiavelli,
15:33
da geht es ja um Macht, und auch das ist
15:33
tatsächlich so, so ein Sohn, sondern immer
15:43
noch so eine Zunft, männlich.
15:45
Ich meine, das grassieren im Moment ja diese
15:45
ganzen Bilder immer noch so, diese alten,
15:49
grauen, weißen Männer.
15:52
So, das ist eine perfekte Ansammlung, wo du
15:52
gehst und sagst, okay, da kannst du diese,
15:57
diesen ganzen Saal.
15:59
Kannst du dann irgendwie hergehen und sagen
15:59
Okay, das ist so das Gipfeltreffen der der
16:04
Dark Triade und es gibt natürlich auch
16:04
weibliche Narzissten und weibliche
16:13
Psychopathen. Natürlich gibt es auch
16:13
Machiavellis auch.
16:20
Aber es ist halt grundsätzlich so, dass
16:20
Frauen im wesentlich, im Wesentlichen anders,
16:25
anders führen, also auch im Achim
16:25
Unternehmens Kontext.
16:29
Wenn man sich das jetzt zum Beispiel auch
16:29
auch anguckt, weil ist es das Gegenteil.
16:35
Und da sind wir jetzt bei dem, bei der, bei
16:35
der Emotionalisierung.
16:39
Ja, das ist dann diese sogenannte Bright
16:39
Triade, also das ist das Helle.
16:44
Also das eine ist die dunkle Seite der Macht
16:44
und dann, und dann gibt es halt auch diese,
16:49
diese helle Seite der Macht und die wird
16:49
dann tatsächlich sehr häufig eher von von
16:59
Frauen besetzt.
17:01
Also diese, dieser Design, dieses Helle,
17:01
also diese Bright Triade, das wie das genannt
17:07
wird. Das ist also der Glaube an das Gute im
17:07
Menschen, der Humanismus, also die
17:15
Wertschätzung, Würde und der Wert eines
17:15
eines Menschen, dann der kann.
17:21
Theismus gehört hier klassischerweise noch
17:21
dazu.
17:24
Also jetzt eher zu gehen und und und.
17:28
Alle Menschen auch als Ziel zu behandeln und
17:28
nicht nur als Ressource.
17:35
Und das ist zum Beispiel auch ein sehr
17:35
interessanter Ansatz um den in den
17:38
Unternehmen. Ich frag dann immer sehr gerne
17:38
nach Habt ihr 1HR Abteilung oder ein HC?
17:45
Also das ist jetzt mal vielleicht ein
17:45
bisschen ein bisschen schrullig oder hacking,
17:52
aber H, r ist halt human Resource und
17:52
Ressourcen werden halt verbraucht und im
17:58
Zweifelsfalle auch ausgebeutet.
18:00
Wenn ich jetzt hergeht und sagt, wir haben
18:00
einen HCS in Human Capital, das heißt, ich
18:05
sehe dann meine Mitarbeiterinnen und
18:05
Mitarbeiter nicht als Ressource, sondern ich
18:10
sehe sie als Kapital.
18:12
Und Kapital wollen wir vermehren.
18:14
Kapital wird gehegt und gepflegt.
18:17
Und das ist halt dann tatsächlich auch ein
18:17
ein ganz anderer, ganz anderer Ansatz.
18:23
Und die Grundintention dieser, dieser bright
18:23
triade, dieses hellen, die helle Seite.
18:30
Macht ist im Prinzip der der Glaube an die
18:30
Menschlichkeit.
18:35
Also diese Every Day Saints nehmen wir, wenn
18:35
wir die auf.
18:39
Und da ist es tatsächlich so, wobei es wie
18:39
gesagt, das kann in beide Richtungen gehen.
18:45
Es gibt auch ganz viele Männer, die aufgrund
18:45
dieser dieser eher dieser Bright Trident auch
18:51
im Zuge sich zugehörig fühlen.
18:53
Es gibt auch Frauen, die eher so ein
18:53
bisschen auf der dunklen Seite der Macht dann
18:56
auch stehen, aber so per se aufgrund der
18:56
Evolution.
18:59
Wenn wir es jetzt mal aufwiegen müssten,
18:59
überwiegen bei dem beide, bei The Bright
19:03
Pride tatsächlich noch die Frauen.
19:05
Frauen führen halt anders.
19:07
Also das ist mehr dieses, dieses Kollektive,
19:07
auch dieses Miteinander.
19:10
Weil da geht es halt nicht so stark um
19:10
dieses Thema Macht und Narzissmus.
19:18  Sibel Brozat
Kurze kleine Nachfrage zum Thema HC, also
19:22
habe ich noch nirgends gesehen.
19:23
Ist es irgendwie.
19:25
Hast du da schon. Hast du da schon
19:25
Erfahrungen oder gehört das das jemand
19:29
anwendet? Schon.
19:31  Theo Grassl
Also es ist.
19:36
Ich weiß jetzt nicht ob es diese
19:36
Begrifflichkeit jetzt im Internet oder im
19:39
klassischen Lehr kontext auch gibt.
19:42
Also wir differenzieren hier an der an der
19:42
an der Uni schon, auch wenn es um das Thema
19:47
Personalmanagement grundsätzlich auch geht.
19:49
Aber das ist jetzt aus meiner Sicht oder ich
19:49
glaube, das ist tatsächlich noch nicht so
19:54
offiziell in den Sprachgebrauch auch auch
19:54
übergegangen ist.
19:59
Aber es ist jetzt tatsächlich ja auch nichts
19:59
Neues.
20:02
Und da gibt es ein sehr schönes Zitat von
20:02
Rolf Kugel war vor ganz vielen Jahren
20:10
Geschäftsführer von Siemens Nixdorf, die
20:10
halt auch mal in einem Interview gefragt
20:16
wurde zu diesem ganzen Thema
20:16
Mitarbeiterführung und und und.
20:21
Auch die Aufgabe tatsächlich auch als.
20:25
Als Vorgesetzter.
20:26
Als. Als Chef.
20:28
Als Geschäftsführer, der dann einen Firma
20:28
aus meiner Sicht einen.
20:35
Einen so eindringlichen Satz gesagt hat.
20:39
Nämlich Wir dürfen eines nicht vergessen,
20:39
nämlich dass am Abend 80 % unseres Kapitals
20:48
mit dem Aufzug das Haus verlassen.
20:51
Und unsere Aufgabe als Geschäftsführung, als
20:51
Vorgesetzte ist es, alles dafür zu tun und
20:58
dafür zu sorgen, dass diese 80 % des
20:58
Kapitals am nächsten Morgen wieder gerne
21:04
zurückkommt.
21:06  Sibel Brozat
Ja, das ist ein schönes Zitat.
21:07
Und wenn ich noch mal darauf zurückkommen
21:07
darf.
21:09
Also selbst wenn es den Begriff jetzt
21:09
offiziell so gar nicht gibt, fände ich das
21:15
schon eine Wertschätzung und vielleicht auch
21:15
ein Statement zu sagen, wir machen das jetzt
21:21
bewusst, wir ändern das.
21:22  Theo Grassl
Einfach, wir ändern es genau.
21:24
Genau das ist der Punkt.
21:25
Jetzt geht es hindert dich ja niemand dran.
21:27
Es ist ein Mindset, tatsächlich herzugehen,
21:27
zu sagen Siehst du deine Mitarbeiter als als
21:32
Ressource? Oder siehst du deine Mitarbeiter
21:32
tatsächlich auch als als Kapital?
21:37
Und. Und das zieht sich ja, das darf man
21:37
nicht vergessen, jetzt gerade im Fashion.
21:42
Das zieht sich ja durch die gesamte
21:42
Wertschöpfungskette durch.
21:46
Wir sprechen von Diversity.
21:48
Wir sprechen von. Von.
21:50
Von Nachhaltigkeit.
21:51
Und so weiter. Und so fort.
21:53
Wo man dann hergehen und sagen Okay, fangt
21:53
doch bitte mit diesen ganzen Themen erst mal
21:59
bei dir in deinem Unternehmen an und und.
22:03
Ändere die Einstellung und die Sichtweise
22:03
gegenüber der Belegschaft, indem du sie eben
22:11
nicht als Ressource siehst, sondern als als
22:11
Kapital.
22:16
Und das geht bis zum bis zum kleinen
22:16
Lieferanten, der was weiß ich die Knöpfe
22:21
liefert oder die, die die Reißverschlüsse
22:21
oder keine Ahnung was.
22:25
Und da ist man dann tatsächlich eher in
22:25
diesem Design, dieser breit tritt.
22:31  Sibel Brozat
Möchtest auch du dir dein vorhandenen
22:36
deine unverwechselbare Marke im Fashion und
22:36
Luxussegment aufbauen?
22:41
Ich helfe dir gerne bei der Gründung deiner
22:41
eigenen Marke.
22:44
Bietet dir meine Erfahrung.
22:46
Eine Plattform um den Zugang zu meinem
22:46
exklusiven Netzwerk.
22:51
Triff jetzt deine Entscheidung und sag.
22:53
Dein kostenfreies Vorgespräch auf Women in
22:53
Fashion D Slash Mentoring.
23:00
Und das Schöne ist ja wo Licht ist, ist
23:00
Schatten und in jedem Menschen sind ja beide
23:06
Seiten in einem gewissen Prozentsatz
23:06
verankert.
23:10
Und jetzt frage ich mich, was ist da so die
23:10
optimale Mischung?
23:16
From hell und.
23:17  Theo Grassl
Sauber. Ich glaube, wenn man das.
23:19
Wenn man das wüssten, wenn ich das wüsste,
23:19
glaube ich, hätte ich ein Buch darüber
23:22
geschrieben und hätte wahrscheinlich meine
23:22
eigene Karibikinsel.
23:29
Also, es ist tatsächlich.
23:30
Es ist absolut situationsabhängig, weil wir
23:30
dürfen natürlich eines nicht vergessen Wir
23:36
sind gerade in unserem Business Fashion.
23:39
Es ist ja nicht so, dass es ein sehr
23:39
entspanntes, leicht gängiges Business ist.
23:45
Es ist ja so, gehört mit zu den zu den
23:45
härtesten Tricks des Business überhaupt.
23:53  Sibel Brozat
Was so viel, was viele gar nicht wissen und
23:56
Es sieht immer so ein bisschen natürlich
23:56
Hobby und natürlich, aber wenn man da mal
24:00
drinsteckt oder sich damit näher
24:00
beschäftigt, dann versteht man das erst.
24:04
Und da ist auch, kann ich dir sagen, aus
24:04
meiner Perspektive mit den Gründer und
24:09
Gründerinnen, den ich spreche, für die ist
24:09
das oftmals eine ganz, ganz harte
24:16
Realisierung. Also damit rechnen die selber
24:16
auch nicht.
24:19
Wie hart das Thema eigentlich ist, wie wenig
24:19
manchmal an Kreativität gefragt ist und wie,
24:25
wie klein der Anteil ist und wie groß
24:25
eigentlich das Drumherum ist an
24:28
Bürokratischem, an Unternehmertum und wie
24:28
langen, wie viel langen Atem man da auch
24:34
braucht.
24:35  Theo Grassl
Ja. Also du kannst wahrscheinlich, also ohne
24:40
empirischen Bezug zu haben.
24:42
Aber im Zweifelsfalle kannst du hergehen und
24:42
zugehörig tatsächlich auch einschätzen, mit
24:51
dem berühmten Ausnahmen, die die Regel
24:51
bestätigen.
24:54
Also sagt wahrscheinlich ist 20 %
24:54
tatsächlich das Thema der Kreativität und
24:59
80 % ist einfach brutales, knallhartes
24:59
Business.
25:02
Also alles was nach vorne.
25:03
So, das ist die Schiene.
25:05
So, das ist die, das ist Klammer und es ist
25:05
kreativ und dann gehst du hinter die Kulissen
25:11
und da ist es halt einfach richtig
25:11
knallhart.
25:14
Und das unterschätzen halt viele.
25:17
Und das ist wie in dem in dem Restaurant, in
25:17
der Sterneküche, da geht der hin, da
25:27
geht der Chef auch nicht her und sagt Hey,
25:27
das wär toll, wenn du jetzt so ganz langsam
25:33
auf dem Punkt sein, dein, dein, dein Medium
25:33
Real Steak hier andeutest, weil weißt du, es
25:42
wär toll, weil die anderen Sachen sind schon
25:42
fertig, das passiert dann nicht und das
25:46
kriegst du dann nicht mit.
25:47
Und ab dem, ab dem Moment, wo das Gericht
25:47
den Pass verlässt und zum Gast geht, ist es
25:54
halt einfach nur ganz wunderschön.
25:56
Arrangiert wurde jetzt wow, ein Kunstwerk,
25:56
was dahinter alles los ist.
26:03
Auch dieser, dieser, dieser Ton, dieser
26:03
Umgangston.
26:06
Also deswegen auch Köche relativ weit vorne
26:06
in der Psychopathen Liste und auch da hast du
26:15
halt, der kriegst du jetzt keinen, zumindest
26:15
in dieser Stresssituation.
26:19
Und die gehört auch immer wieder mit dazu,
26:19
wenn man hergeht.
26:21
Und deswegen muss man das noch insofern ein
26:21
bisschen differenzieren, dass man hergeht und
26:24
sagt, okay, es gibt halt einfach gewisse
26:24
Situationen.
26:28
Wenn alles wahnsinnig stressig ist, musst du
26:28
vorstellen, der kommen, was weiß ich, 30 Bons
26:33
gleichzeitig rein und dann wird es lauter
26:33
drinnen und da wird rumgeschrien.
26:38
Wenn da nicht irgendwas nicht funktioniert,
26:38
dann muss jeder Handgriff sitzen.
26:41
Und da kannst du jetzt nicht mit den
26:41
Everyday Sans, mit dem Gigantismus, das wird
26:46
da einfach nicht funktionieren.
26:47
Da wird der ganze Laden zusammenbrechen.
26:50
Du musst es aber das ist das Wichtige.
26:53
Du musst es in irgendeiner Art und Weise
26:53
wieder ausgleichen können.
26:56
Und das stellen natürlich jetzt das
26:56
Individuum, also den, den den
27:01
Geschäftsführer, den Verantwortlichen, den
27:01
Teamleiter, den Creative Director, den CFO,
27:06
den CEO wie auch immer oder bei einem
27:06
kleineren Unternehmen tatsächlich
27:11
Geschäftsführerinnen oder Geschäftsführer
27:11
vor eine enorme Herausforderung, nämlich
27:15
jetzt herzugehen, zu sagen, okay, wie viel
27:15
dieses Dunklen, wie viel Dark brauche ich
27:21
rund und wie viel und wie viel Pride?
27:25
Und jetzt ist es natürlich so, es ist auch,
27:25
das hängt ja wieder mit der
27:28
Persönlichkeitsstruktur zusammen.
27:30
Also ich komme ja tatsächlich auch mit einem
27:30
gewissen Persönlichkeits Set auf die Welt und
27:37
da kann ich 100.000, 100.000 Seminare
27:37
besuchen, wenn ich tatsächlich aufgrund von,
27:43
von, von, von Evolution, also von meiner
27:43
persönlichen Evolution, von meiner
27:47
Entwicklung her und so weiter und so fort.
27:49
Halt eben nicht der dominante Machtmensch
27:49
bin, der hergeht und halt einfach knallhart
27:55
Entscheidungen trifft. Da helfen dir auch
27:55
5.000 € Seminare nix und andersrum wirst du
28:01
so einen dominanten Machtmenschen.
28:04
Den wirst du nur sehr, sehr, sehr schwer dazu
28:04
kriegen, jetzt herzugehen und zu sagen Hey,
28:09
sei mal ein bisschen empathischer und mach
28:09
das mal ein bisschen entspannter und
28:13
lockerer. Das manchmal tatsächlich für eine
28:13
Zeitlang.
28:15
Gut gehen. Aber das ist halt gegen die,
28:15
gegen die, gegen die
28:22
Persönlichkeitsstrukturen. Da tun wir uns
28:22
immer noch ein bisschen schwer.
28:29
Aber wenn ich das weiß und mir geht es ja im
28:29
Prinzip darum, dass es nicht einfach ist, ist
28:35
klar. Es ist aber tatsächlich machbar.
28:39
Also du kannst tatsächlich auch deine
28:39
Persönlichkeitsstruktur verändern, auch bis
28:44
ins hohe Alter. Das ist möglich durch diese
28:44
sogenannte Plastizität des Gehirns.
28:48
Es dauert halt einfach länger.
28:53
Aber alleine schon dieses Wissen,
28:53
herzugehen, zu sagen, okay, es gibt auch was
28:58
anderes. Ich setze mich da tatsächlich auch
28:58
ein bisschen ein bisschen damit auseinander.
29:03
Und dann ist wer uns allen schon sehr viel
29:03
geholfen, weil es ist tatsächlich aus meiner
29:10
Sicht eher die, die ein bisschen breitere
29:10
Masse.
29:13
Also es ist so klar, du hast auf der einen
29:13
Seite einen relativ hohen Anteil an Anpassung
29:19
an diesen stark an Psychopathie und
29:19
Narzissmus und Machiavellismus, was ja auch
29:25
vollkommen klar ist. Ich meine, du kannst
29:25
einen riesengroßen Konzern mit 20 30.000
29:30
Mitarbeitern nicht führen, indem du immer
29:30
nur lieb und nett bist.
29:35
Das wird de facto nicht funktionieren.
29:36
Ich glaube, das weiß auch jeder und ich
29:36
erwartet auch.
29:38
Über sie erwartet man dann aber auch
29:38
herzugehen, zu sagen okay, ich weiß aber
29:44
auch, dass dieses, dieses Empathische
29:44
genauso wichtig ist.
29:52
Und jetzt kommt noch 1111 zusätzliche
29:52
Herausforderung auch mit dazu, weil es geht
29:59
ja immer um das Gegenüber.
30:01
Ich muss ja dann immer hergehen und sagen,
30:01
okay, ich werde das werden wahrscheinlich
30:05
viele der der Zuhörerinnen und Zuhörer
30:05
selber auch wissen.
30:11
Das ist schon nicht so einfach.
30:12
Auch ist für die, für die Vorgesetzten, für
30:12
die Führungskräfte, weil sie ja genau sagen
30:16
Okay, ich habe hier was weiß ich, 50
30:16
Mitarbeiter, 100 Mitarbeiter, 20 Mitarbeiter,
30:21
zehn und alle ticken in irgendeiner Art und
30:21
Weise anders.
30:24
Der eine Mitarbeiter braucht ein bisschen
30:24
mehr Führung, nein, er braucht ein bisschen
30:28
mehr Kontrolle.
30:30
Dem muss ich sagen Der will das auch.
30:33
Der ist nicht so, gar nicht so, diese
30:33
Eigeninitiative.
30:36
Andere muss ich ein bisschen mehr laufen
30:36
lassen und, und das ist dann tatsächlich auch
30:42
die Herausforderung dann für die, die
30:42
Verantwortlichen jetzt in diesem
30:45
Spannungsfeld und auch sich zu bewegen,
30:45
jetzt herzugehen, zu sagen, okay, beim einen
30:50
muss ich so machen, wenn man ein bisschen so
30:50
und jetzt kommt ja dann meine
30:54
Persönlichkeitsstruktur auch noch mit dazu
30:54
und das ist dann halt tatsächlich dieses
30:58
Spannungsfeld. Und da verfallen wir dann
30:58
tatsächlich einfach wieder in klassische
31:02
stereotype Verhaltensmuster, dann auch, wenn
31:02
das aber bekannt ist, weil im Prinzip kann
31:10
man ja dann hergehen und sagen, okay, wir
31:10
brauchen ja immer einen Gegenpol, Trend,
31:15
Gegentrend, da tritt Bright Triade.
31:19
Also das muss sich ja ergänzen, sonst
31:19
funktioniert es ja nicht.
31:24
Also nur das eine wird nicht, wird nicht
31:24
klappen, weil es muss ausbalanciert sein.
31:30
Und dann kann ich ja hergehen und kann ja
31:30
gucken.
31:33
Okay, bin ich, wenn es für mich selber jetzt
31:33
tatsächlich nicht abbildbar ist.
31:37
Und das ist sehr häufig halt tatsächlich so,
31:37
weil du halt nicht aus deiner Haut kannst, im
31:42
wahrsten Sinne des Wortes.
31:45
Dann ist es ja auch absolut okay,
31:45
herzugehen, zu sagen, okay, dann hole ich mir
31:49
in den Führungszirkel tatsächlich auch
31:49
jemanden, der halt den, den dieses Helle und
31:57
dieses Empathische dann auch dann auch mit
31:57
reinbringt.
32:00
Und dann könnte ich rein theoretisch
32:00
natürlich jetzt im Leadership hergehen und
32:04
sagen, ich mache das auch situationsbezogen.
32:07
Wenn man natürlich jetzt hergeht und sagt,
32:07
wir stecken jetzt im Moment alle in einer
32:11
Krise, wir können jetzt, wir können jetzt im
32:11
Moment nicht auf großartige Empathie und wir
32:19
haben uns alle lieb fokussieren, sondern es
32:19
muss halt einfach Business gemacht werden,
32:23
weil es stehen natürlich auch Arbeitsplätze
32:23
auf dem Spiel.
32:27
Und so weiter und so fort, dass man dann
32:27
tatsächlich hergeht und sagt Okay, lass uns
32:32
das zumindest noch mal versuchen, dass man
32:32
das ein bisschen Situation spezifisch macht,
32:36
dass man hergehen und sagen Okay, hey, es
32:36
ist eine Strategie, die ist immer aus dem
32:41
Gröbsten wieder raus.
32:42
Jetzt können wir tatsächlich vielleicht die
32:42
Zügel auch wieder ein bisschen lockern, aber
32:46
da muss natürlich auch wieder die
32:46
Belegschaft mitspielen.
32:48
Also es ist, du kannst es drehen und wenden,
32:48
wie du willst.
32:51
Sie wird nicht, es wird nicht einfach sein.
32:53
Und mir geht es ja tatsächlich im
32:53
Wesentlichen darum, herzugehen und einfach
32:58
nur anzustoßen und zu sagen Hey, denk mal
32:58
ein bisschen drüber drüber nach, guckt euch
33:04
das mal an, reflektiert, nehmt euch
33:04
tatsächlich mal die Zeit.
33:08
Du kannst Führung, das kannst du nicht
33:08
nebenbei machen, sondern ab dem Zeitpunkt, wo
33:14
du als als Verantwortlicher in dem
33:14
Unternehmen Führungsverantwortung hast und
33:19
für Mitarbeiter verantwortlich bist, sollten
33:19
die tatsächlich auch im Hauptfokus deiner
33:25
Tätigkeit auch stehen.
33:26
Und dann tatsächlich auch nicht irgendwas,
33:26
irgendwas anderes.
33:30
Wenn ich jetzt natürlich dann hergeht und
33:30
sagt Ja, das weiß ich schon, aber ich werde
33:37
jetzt bewusst nicht delegieren, weil ich
33:37
habe Angst, die Kontrolle zu verlieren.
33:44
Oder es könnte ja jemand besser sein als
33:44
ich.
33:48
Und das sind halt tatsächlich auch diese
33:48
typischen Verhaltensmuster.
33:52
Jeder kennt und die, die vielleicht viele
33:52
schon selber erlebt haben, die dann sagen
33:59
Okay, ich hab halt nun mal nen Chef, der
33:59
hält mich einfach klein.
34:03
Aus welchen Gründen auch immer.
34:05
Weil er Angst vor mir hat, dass ich besser
34:05
sein könnte, dass ich besser ankomme.
34:09
Und so weiter. Und so fort.
34:11
Dann wird es natürlich schwierig in diesem,
34:11
diesem Gesamtkontext.
34:17
Wenn man dann aber auch hergeht und sagt
34:17
Okay, bitte lass uns einfach mal wirklich in
34:20
einer ruhigen Minute hinsetzen, das Ganze
34:20
mal reflektieren und unser Verhalten, unser
34:26
Führungsverhalten einfach auch mal ein
34:26
bisschen abklopfen, in welche Richtung dann
34:30
auch und darum geht es ja, dass man erst mal
34:30
eine Bestandsaufnahme macht.
34:36  Sibel Brozat
Finde ich ganz spannend, weil wir haben
34:40
so einem Gründer tum, dass man eben die
34:40
Kompetenzen ergänzt, also dass der eine etwas
34:45
kann, was der andere so nicht kann.
34:46
Aber wir haben so noch gar nicht die, ja die
34:46
die Wesen Struktur so beleuchtet wie mit dir
34:53
heute. Wobei ich mir das aber das wäre jetzt
34:53
auch eine Frage gewesen hast du aber schon
34:58
beantwortet ich es ganz schwierig finde im
34:58
Umgang miteinander, wenn man jetzt im
35:03
Führungsteam eben Licht und Schatten hat,
35:03
weil ich glaube, die zwei Menschen kommen ja
35:08
im Zweifel auch nicht so gut miteinander
35:08
klar.
35:11
Also das ist ja, der eine sendet ja eine
35:11
Nachricht irgendwas und die wird ja
35:15
wahrscheinlich falsch aufgenommen, der.
35:17
Also man findet sich ja.
35:18
Dann müssen wir zwei total unterschiedliche
35:18
Menschen, obwohl beide alles haben.
35:22
Aber wenn bei einem eben das Helle überwiegt
35:22
und beim anderen das Dunkle.
35:27
Also im Zweifel gibt es ja richtig Stress
35:27
untereinander.
35:31  Theo Grassl
Und es kann und da muss man auch wieder, da
35:35
aber da könnte und sollte man tatsächlich
35:35
auch hergehen und das auf keinen Fall
35:41
unterbinden, weil gerade auch durch diese
35:41
Reibung, da entstehen sehr häufig tatsächlich
35:49
die, die die innovativsten, die tollsten
35:49
Ideen.
35:51
Also es ist aus meiner Sicht wirklich
35:51
absolut katastrophal, jeden Konflikt, jede
35:56
Auseinandersetzung so um Gottes Willen Hilfe
35:56
sofort unterbinden.
36:02  Sibel Brozat
Oder sich gleich trennen oder sagen So geht
36:04  Theo Grassl
Natürlich. Na ja, eben.
36:06
Und? Und auch hier Kommunikation hilft.
36:12
Und wenn wir uns tatsächlich mehr Mühe
36:12
geben, uns auch a mit uns selber
36:19
auseinanderzusetzen. Also der Mensch neigt
36:19
ja per se eher dazu.
36:24
Andere zu analysieren und sich mit den
36:24
anderen auseinanderzusetzen, aber nicht mit
36:28
sich, mit sich selber.
36:30
Und wenn man das tatsächlich so ein bisschen
36:30
verstärken würden oder oder ein bisschen
36:37
intensivieren würden, jetzt her zu gehen, zu
36:37
sagen, lasst mich mal so ein bisschen lassen,
36:42
bitte gebt mir Feedback, spiegelt es auch.
36:44
Auch damit muss man natürlich letztendlich
36:44
umgehen können, aber es ist halt genau
36:50
dieser, dieser, dieser Kontext.
36:52
Und da haben wir dann halt dieses
36:52
Spannungsfeld und diese Spannung, die
36:56
brauchen wir, weil Tänzchen ist immer gut,
36:56
weil ohne Spannung ist alles schlapp, ohne
37:01
Spannung ist alles irgendwie.
37:03
Da ist kein ist kein Druck drauf und
37:03
deswegen brauchen wir nichts.
37:08
Es muss halt ausgewogen sein.
37:10
Und das ist diese feinen Nuancen.
37:13
Dann herzugehen, zu sagen, okay, wo ist
37:13
jetzt tatsächlich dieses Dessert, dieser eine
37:17
berühmte Tropfen, der halt dann tatsächlich
37:17
too much ist und aber auch die Diskussionen
37:25
im Unternehmen nicht zu unterbinden, auch
37:25
die Auseinandersetzungen, weil eine
37:31
Auseinandersetzung heißt ja jetzt erst mal!
37:36
Mir ist in irgendeiner Art und Weise ein
37:36
meine Position, meine Meinung, wie auch immer
37:41
wichtig, wenn mir die nicht wichtig wäre.
37:45
Dann. Dann wird es keine Auseinandersetzung
37:45
geben.
37:49
Und ich glaube auch, das kennen wir.
37:54
Wenn du einen Gegenüber hast, der nicht
37:54
streiten will, weil er nicht streiten kann.
38:00
Der dann hergeht und sagt Ja, gut, okay, dann
38:00
mach doch so, wie du willst.
38:06
Dann ist es doof.
38:08
Na und?
38:10
Und genauso. Genauso ist es hier auch.
38:13
Ich bin. Ich werde eher.
38:14
Ich werde immer misstrauisch.
38:16
Ich werde immer misstrauisch, wenn ich höre.
38:18
Also bei uns. Ganz ehrlich.
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Bei uns ist alles, alles easy, alles
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gechillt und ne, wir haben uns alle lieb.
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Und nein, wir haben hier ganz tolles
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Betriebsklima.
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Und so weiter und so fort.
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Da werde ich sofort extrem hellhörig, weil
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da kann es dann sein.
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Und so ist es dann sehr häufig auch.
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Also auch hier wieder ist keine
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Generalisierung, deswegen sehr häufig, nicht
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immer, dass die dann hegen sagen Weißt du
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was?
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Ich habe es Pickup. Macht doch einfach, was
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ihr wollt.
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Ich gehe dann her. Ich mach dann diesen
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berühmten Dienst nach Vorschrift.
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Ich mach nur noch so viel, dass ich nicht
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auffallen und meine meine Bestätigung, meine
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Wertschätzung, meine Anerkennung whatever.
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Die suche ich mir dann tatsächlich auch auch
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woanders.
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Und das ist die gefährlichste Situation, in
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die ein Unternehmen geraten kann.
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Wenn du eine eine gewisse Anzahl oder eine
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zu große Anzahl an mit den Mitarbeitern hast,
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die im Prinzip innerlich schon gekündigt
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haben, also diese innere Kündigung von
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Mitarbeitern. Das ist somit eines der
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größten Schreckgespenster in den deutschen
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Unternehmen, weil die dann halt einfach
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wissen, diese Mitarbeiter sind nicht mehr
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produktiv, die sind nicht mehr effizient.
39:33  Sibel Brozat
Da sagst du was, das finde ich ganz toll.
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Es ist eine schöne Erkenntnis zu sagen
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Reibung gehört einfach dazu.
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Es ist wie mit allem, wenn es irgendwie man
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lernt einfach daraus und so muß man es auch
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sehen. Nicht persönlich, sondern einfach.
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Durch Reibung entstehen entsteht Hitze und
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da geht es vorwärts und man entwickelt sich
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gemeinsam weiter.
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Hast du noch zu dem Thema noch so ein ähm
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noch so einen Abschluss Tipp oder
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eine Zusammenfassung an Thesen, die du jetzt
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zu unseren Fashion Gründern mit auf den Weg
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geben möchtest?
40:12  Theo Grassl
Ähm, ja.
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Vielleicht sind es tatsächlich auch.
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Nur. Drei kleine Begrifflichkeiten.
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Zuhören, beobachten, analysieren.
40:32  Sibel Brozat
Ja, damit.
40:35  Theo Grassl
Das ist ganz ehrlich.
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Ja. Die beiden kommunizieren, aber.
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Also sich sich zurückzuziehen?
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Ja. Aus einer.
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Aus. Vielleicht aus.
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Auch aus einer anderen Perspektive.
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Aus einer Metaebene.
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Wie auch immer. Zuhören ist für mich so mit
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das Wichtigste.
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Wir hören nicht mehr zu.
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Es geht hier rein. Es geht hier raus.
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Alles Hektik. Diese berühmte Noise.
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Daniel Kahneman.
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Das berühmte Neues, die da draußen herrscht.
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Wir haben verlernt, hinzugucken.
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Zu beobachten.
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Und das Ganze dann zu analysieren.
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Und dann gehe ich her und dann überlege ich
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mir Maßnahmen, dann überlege ich mir
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Vorgehensweisen. Und so weiter und so fort.
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Kann ich aber erst machen, wenn ich weiß,
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was das, was da los ist.
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Und die Frage ist dann natürlich gerade Ich
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kann dir jetzt auch für 50.000 € an die Hand
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in die Hand nehmen und kann damit zu einem
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Unternehmensberater gehen.
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Klar, kann man machen.
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Wenn ich aber als als Chef, als Vorgesetzter
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hergeht und sagt Pass auf, das ist meine, das
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ein bisschen meine, meine, meine Leadership
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guideline, dann tatsächlich herzugehen rächt
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es einfach, in Summe in so einer Hierarchie
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dann auch runter zu sagen okay, so, ich habe
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meine, meine fünf, meine zehn Mitarbeiter,
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die haben dann auch wieder ihre.
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Und wenn das um so ein gemeinsames Um kommen
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Mindset dann auch ist, jetzt herzugehen, zu
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sagen Hey, lass uns das machen.
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Und es ist und das kann man lernen.
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Also hinhören, zuhören, beobachten.
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Das kann man tatsächlich auch lehren lernen,
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weil da geht es jetzt nicht darum, dass wir
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unsere Persönlichkeitsstruktur grundlegend
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dann auch dann auch verändern.
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Und es sind tatsächlich so meine, meine,
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meine, meine Ratschläge.
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Und es ist halt auch grau, oder gerade bei
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diesem Thema ist es.
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Es ist tatsächlich so Wir brauchen wieder
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mehr Einfachheit, wir brauchen mehr, mehr
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Simplifizierung. Wir machen Dinge großteils
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einfach zu komplex.
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Also wir müssen sie tatsächlich wieder
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einfach aufs Wesentliche reduzieren.
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Einfach machen, hergehen, zuhören,
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beobachten, analysieren, Maßnahmen.
43:03  Sibel Brozat
Lieber Theo, das war wieder ein ganz
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Vielen Dank, dass du uns mit auf die Reise
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genommen hast und ich freue mich, wenn wir
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uns demnächst wieder zu so einem spannenden
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Thema treffen.
43:14  Theo Grassl
Vielen Dank, ich freue mich drauf.
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Ganz herzlichen Dank für die Einladung.