Business-Podcast für Marken und ihre Macherinnen

Willkommen im Women in Fashion Germany Business-Podcast für Marken und Ihre Macherinnen. Ich bin Sibel Brozat, Initiatorin von Women in Fashion Germany, Gründerin von taeshy®, und Host dieser Show. Meine spannenden Talkshow-Gäste sind Business-Insider und Prominente, Gründer:innen, und Vertreter:innen namhafter Marken. Sie plaudern aus dem Nähkästchen und teilen ihre handfesten Learnings mit uns. Unsere Branche ist im starken Wandel. Gemeinsam machen wir uns für die Zukunft fit. Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Zukunfts-Technologien, und Diversität sind die aktuellen Schwerpunkte.Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten in unserer Branche mit den gleichen Herausforderungen zu tun haben. Schließlich drängte sich mir die Frage auf, ob es Sinn macht, dass wir alle die gleichen – teilweise ganz schön kostspieligen – Erfahrungen selbst machen müssen. Aus diesen Überlegungen formte sich das Fundament für meine Grundidee. Mit Women in Fashion Germany möchte ich all jenen ein Angebot machen, die ihre Marke im Fashion- und Lifestyle Segment aufbauen...

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episode 47: Wie schafft es Deine Marke in die KaDeWe-Group? Tipps von Kira Kohake, Damen Schuheinkäuferin [transcript]


Kira Kohake, 34 Jahre, blickt auf elf Jahre Erfahrung im Einkauf in der Fashion Branche zurück. Sie startete als Retail Buyer für einzelne Häuser, war im Zentraleinkauf tätig und ist aktuell Damen Schuheinkäuferin bei der KaDeWe Group. Ihr umfangreiches Spektrum reicht von Luxus- bis hin zu klassischen Schuhen in einem Unternehmen, das nie stillsteht und weiterwächst, so sind die Eröffnung von zwei weiteren Stores in Düsseldorf (Herbst 2023) als auch Wien (Herbst 2024) geplant. Dabei spielen die Umbauten in KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger, Neueröffnungen von Flächen, der Aufbau von E-Commerce sowie Liveshopping eine große Rolle in ihrem Job, der weit mehr als Order Termine bei der führenden Department Store Brand ist. Zwischen viel Kreativität und schönen Dingen ist der Blick auf Zahlen, Daten und Fakten mit am wichtigsten.

In der heutigen Episode gibt uns Kira Einblick in ihre Arbeit als Einkäuferin. Dabei geht es um Trenderkennung, Auswahl und Kuratierung von Marken, die unterschiedlichen Zielgruppen der Häuser KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger, die Wichtigkeit von Social Media und dem ersten Eindruck den man als Marke hinterlässt, und vieles Spannende mehr.

Es lohnt sich reinzuhören.

Hier geht's zu den Shownotes

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Herzlichst,

Sibel Brozat

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 2022-07-08  22m
 
 
01:10  Sibel Brozat
Willkommen im Women in Fashion Germany
01:16
ihre Macherinnen von mir, Sibel Brozat und
01:16
mit spannenden Talkshow Gästen.
01:24
Heute zu Gast Kira Kohake von der KaDeWe
01:24
Group.
01:28
Liebe Kira, schön, dass du heute bei uns in
01:28
der Show bist.
01:31  Kira Kohake
Vielen Dank, dass ich da sein darf.
01:32
Danke für deine Einladung.
01:34  Sibel Brozat
Liebe Kira. Erzähl doch mal, wer du bist und
01:37  Kira Kohake
Ähm, genau. Mein Name ist Kira.
01:38
Ich bin 34 Jahre und seit zwei Jahren in der
01:38
KaDeWe Group als Einkäuferin für den
01:46
kompletten Damenschuh-Bereich für unsere
01:46
drei Häuser tätig.
01:51
Wirklich von den Luxus Brands bis zu den
01:51
Mittelklasse Marken und bin da für den
01:57
Einkauf zuständig. Genau.
01:58  Sibel Brozat
Super spannend. Wie wird man den Schuh ein
02:02
Ist das so ein Traumberuf?
02:05  Kira Kohake
Tatsächlich war Einkäuferin immer ein
02:08
Das hört sich ein bisschen komisch an, aber
02:08
es war tatsächlich schon.
02:12
Nach der Schule wusste ich irgendwie, dass
02:12
ich was mit Fashion Mode machen möchte und
02:17
bin dann durch die Ausbildung in den
02:17
Einkäufer Beruf reingerutscht.
02:22
Sozusagen. Habe lange bei einem anderen
02:22
deutschen großen Unternehmen gearbeitet als
02:28
Einkäufer in der zentralen Käuferin und
02:28
wollte dann noch mal einen ganz anderen
02:33
Bereich kennenlernen ein bisschen luxuriöse
02:33
Marken und andere einfach einen anderen
02:39
Bereich kennenlernen und bin dann in die
02:39
KaDeWe Group gekommen und habe natürlich
02:43
jetzt die schönsten Marken, mit denen ich
02:43
irgendwie zusammenarbeiten darf.
02:47  Sibel Brozat
Ja, das hast du wirklich, weil im KaDeWe.
02:50
Ich kann nur für Berlin sprechen, da gibt es
02:50
ja eine Wahnsinns Schuh Abteilung, auch in
02:55
allen Preissegment und auch sportlich und
02:55
auch schick.
02:58
Dann gibt es ja auch dieses Shop in Shop und
02:58
alles Mögliche.
03:01
Magst du da so ein bisschen erzählen, wie
03:01
ihr das strukturiert habt?
03:05  Kira Kohake
Genau, die Abteilung oder die Schuhe
03:09
größte mit den meisten Marken und auch mit
03:09
den meisten Partnern.
03:14
Wir haben, wie du schon richtig erkannt
03:14
hast, wir haben Shop in Shop Systeme, wo wir
03:19
mit den Marken zusammenarbeiten.
03:20
Das sind unsere Luxus Partner von Jimmy Chu,
03:20
Gucci, Balenciaga, also wirklich die großen
03:26
Namen, die wir da auf den Flächen haben.
03:28
Und dann haben wir unsere Generic Areas, wo
03:28
wir wirklich andere Marken noch spielen.
03:34
Bunter Mix von bis Marken Designer Marken
03:34
wie Jil Sander, Made in Mads, jetzt ganz neu
03:40
auf der Fläche und auch wirklich, wie du
03:40
sagst, die Sneaker Brands in Our Audrey und
03:44
auch tatsächlich für die etwas klassische
03:44
Kundin, den Kennel und Menga.
03:49
Höge Also wir decken wirklich von bis ganz
03:49
luxuriös ab, was glaube ich ein riesengroßer
03:55
Vorteil ist, was wir im KaDeWe machen
03:55
können.
03:57
Unsere anderen beiden Häuser, die Flächen
03:57
sind ein bisschen kleiner, da müssen wir uns
04:01
beschränken. Aber das KaDeWe ist schon
04:01
wirklich die größte Schuh Abteilung, die wir
04:05
haben.
04:06  Sibel Brozat
Wie, wie kommt da die Auswahl zustande?
04:08
Wird da eine Strategie festgelegt?
04:10
Ich meine, ihr wisst ja wahrscheinlich
04:10
ungefähr, wer eure Käufer sind.
04:14
Wie machst du das genau?
04:16  Kira Kohake
Wir wissen natürlich, was unsere Kunden sind.
04:19
Wir haben viel Touristen.
04:20
Natürlich auch. Deshalb laufen auch die
04:20
Luxus Brands sehr, sehr gut.
04:24
Jetzt in den letzten Jahren war es natürlich
04:24
so durch Corona, dass das so ein bisschen
04:27
zurückgegangen ist. Das merkt man dann
04:27
schon.
04:29
Aber wir wissen, was unsere Kunden sind.
04:32
Wir schauen auf Trends, schauen, welche
04:32
Marken brauchen wir auf den Flächen, was ist
04:36
neu? Natürlich wollen wir auch viel Neues
04:36
immer auf den Flächen haben, um unsere Kunden
04:40
so ein bisschen zu überraschen.
04:42
Und ich glaube auch tatsächlich Heiler sind
04:42
super, super wichtig auf den Flächen, weil
04:48
die Kunden natürlich vieles auch schon im
04:48
Schrank haben und brauchen halt aktuell
04:52
Highlights. Vor allen Dingen, weil jetzt
04:52
durch Corona alle sehr, sehr lange zu Hause
04:56
saßen. Man merkt schon, dass jetzt so ein
04:56
bisschen alles was geschmückt ist,
05:02
Highlights, Glitzer, dass die Kundin das
05:02
jetzt schon eher sucht als den Sneaker.
05:07  Sibel Brozat
Ja, so Metz und Metz ist ja so ein Beispiel
05:10
Da ist ja Bling All Over.
05:11
Genau. Und auch Frauen und Freundinnen, die
05:11
ich kenne, die eigentlich gar nicht so bling
05:15
sind, legen sich jetzt diese Sachen zu, sind
05:15
nicht total spannend.
05:19
Aber wie kommst du auf den Trend?
05:20
Wie verfolgt ihr die Trends?
05:22
Weil ich habe mit anderen Podcast Gästen
05:22
gesprochen, die machen das zum Beispiel auch
05:27
mit künstlicher Intelligenz.
05:28
Wie macht ihr das?
05:30  Kira Kohake
Es hat sich so ein bisschen gewandelt.
05:32
Früher ist man natürlich super viel auf
05:32
Messen gegangen.
05:34
Das hat sich auch gewandelt durch diese
05:34
ganze Cebit Situation, dass man halt nicht
05:38
mehr reisen konnte.
05:40
Wir hatten super viele Order oder alle Order
05:40
Termine dann digital.
05:43
Das war vorher auch nie so und man musste
05:43
halt irgendwie schauen, wie kann man sich
05:47
anders informieren. Natürlich kommen Brands
05:47
auf einen zu schicken einem
05:51
Informationsmaterial, aber natürlich ist es
05:51
schon so, dass sich das gewandelt hat und man
05:56
wirklich viel über Social Media mitbekommt.
05:58
Tatsächlich, man sieht es irgendwie bei den
05:58
Influencern, bei den Stars, Stars und
06:03
Sternchen. Und dann muss der Kunde das auch
06:03
auf den Flächen wiederfinden, wenn er das
06:09
halt auch in Social Media sieht.
06:10  Sibel Brozat
Also heißt es, ihr macht es eher so Hand
06:14  Kira Kohake
Ja klar, wir sind auch noch auf Messen oder
06:19
Da sieht man auch immer viel, gerade auch
06:19
was Neues angeht.
06:23
Aber es ist schon wirklich sehr, sehr viel
06:23
über Social Media.
06:26  Sibel Brozat
Und was sind da so? Die Leit messen, wo ihr
06:30
ganz viel.
06:32  Kira Kohake
Es gibt Für den Schulbereich gibt es in
06:36
September, die kam und natürlich jetzt in
06:36
Berlin, dass unsere Haus und Hof Messe, die
06:41
Premium natürlich für die Schule nicht ganz
06:41
so interessant wie für den Fashion oder Ready
06:47
to Care Bereich. Aber die beiden Messen sind
06:47
schon für die Schuhe.
06:51
Jetzt dann so die, wo wir eigentlich
06:51
hingehen.
06:53
Genau. Aber Mailand ist schon eine wichtige
06:53
Stadt.
06:55
Genauso wie Paris.
06:57
Ist schon auch für die Schuhe super, super
06:57
wichtig.
07:00  Sibel Brozat
Jetzt frage ich mich okay, vier Du guckst in
07:06
so ein paar Kanäle und Leute bewerben sich
07:06
bei dir.
07:09
Wie behält man denn da den Überblick?
07:11
Kommt denn alles so richtig bei dir an?
07:13
Ich frag, weil ich kenne das aus eigener
07:13
Erfahrung in meinem Umfeld, was man da alles
07:17
tut und welche Kanäle und Wege man alles
07:17
nutzt, um um überhaupt eure Aufmerksamkeit zu
07:24
bekommen. Also ich kann von mir selber sagen
07:24
und von Freunden im Umfeld, was wir dem KTW
07:28
schon alles zugemüllt haben an Informationen
07:28
und Präsentationen und Mustern.
07:32
Und manchmal bekommt man da nicht mal eine
07:32
Antwort.
07:36
Nicht nur von euch, auch von anderen nicht,
07:36
weil ich vermute, dass da so viel ankommt,
07:40
dass man sich gar nicht um alles kümmern
07:40
kann.
07:42
Und wie wählt man dann da aus?
07:44
Kannst du uns da so ein bisschen Einblick
07:44
geben, uns Kleinen merken, was wir da besser
07:49
machen können?
07:50  Kira Kohake
Vielleicht auch? Ich glaube, bester Tipp ist
07:55
Brand stehen und das auch so wirklich in
07:55
der.
07:58
Ich meine, die meisten Marken schreiben als
07:58
erstes vielleicht eine Email mit einem
08:02
Laientheater tippen. Logo.
08:03
Ich glaube, das Logo muss super überzeugend
08:03
sein.
08:05
Es muss wirklich knallen, man muss es
08:05
anschauen und ja, irgendwie überzeugt sein.
08:10
Aber es ist schon so, dass super, super viel
08:10
kommt und man teilweise natürlich im Alltag
08:16
oder im Berufsalltag dann oder auch gerade
08:16
in der oder Phase gar nicht so viel Zeit hat,
08:20
das alles anzuschauen.
08:22
Deshalb die erste Mail oder der erste
08:22
Kontakt muss wirklich auf den Punkt sein.
08:27
Ja, so ein bisschen wie der erste Blick oder
08:27
der erste Blick zählt.
08:32
Und wenn man dann überzeugt ist und auch
08:32
wirklich dranbleibt als Marke, dann kommen
08:37
wir auch mit den Marken in Kontakt.
08:39
Also es muss wirklich was Spezielles sein,
08:39
was wir halt noch nicht auf den Flächen
08:42
haben, weil wir brauchen nicht die siebte
08:42
Sneaker Marke, die aussieht wie alle anderen
08:48
und da müssen die Marken dann halt
08:48
tatsächlich dran bleiben.
08:50
Ist es hart?
08:51  Sibel Brozat
Also ich hatte mir da immer so Sorgen
08:56
schon so auf den Keks geht, dass die einen
08:56
dann gar nicht, erst recht gar nicht mehr
08:59
wollen.
09:00  Kira Kohake
Das ist aber wirklich nicht so, wir freuen
09:04
alles, was wir irgendwie bekommen, für
09:04
Inspiration.
09:06
Das bringt ja einen auch nur weiter.
09:08
Also das ist nicht so, ich würde auch immer
09:08
sagen Dranbleiben.
09:11
Das ist halt das Allerwichtigste.
09:13
Und wir freuen uns wirklich über jede Marke,
09:13
die irgendwie gerne mit dem KTW
09:16
zusammenarbeiten möchte.
09:18
Das ist ja auch für uns auf der anderen
09:18
Seite ein positives Feedback für unser Haus.
09:23  Sibel Brozat
Also wenn ich dich richtig verstehe, dann ist
09:28
überzeugen, die Präsentation muss gut sein
09:28
und man kann durchaus erst mal eine Email
09:33
schreiben und dann einfach weiß nicht alle
09:33
drei Tage nachfragen.
09:39  Kira Kohake
Vielleicht genau.
09:40
Auf jeden Fall wichtig.
09:42
Wie gesagt dranbleiben und äh, klar, einige
09:42
sind dann auch wirklich sehr dran.
09:47
Das wird dann auch ein bisschen zu viel.
09:48
Aber es ist wirklich das Produkt muss halt
09:48
einfach überzeugen.
09:51
Das ist halt einfach so, weil letztendlich
09:51
steht es auf unseren Flächen dann, es muss
09:54
cool auf den Flächen aussehen, der Kunde
09:54
muss es mögen und das ist halt einfach das
09:58
Wichtigste.
10:00  Sibel Brozat
Und wir haben uns vorhin offline auch drüber
10:03
informierst. Kannst du das auch noch mal ein
10:03
bisschen erzählen?
10:06
Also früher war es ja so, dann ist man neben
10:06
dem Liquid oder dem eBook, was zugeschickt
10:11
wurde, ja auch so auf die Webseite gegangen.
10:13
Wie sind die Wege da jetzt tatsächlich?
10:15  Kira Kohake
Wie gerade schon gesagt hat, ist es schon
10:18
Man schaut sich, wenn eine Marke was
10:18
schickt, wo man denkt Oh ja, das könnte
10:21
irgendwie passen, das brauchen wir, was weiß
10:21
ich, ein cooles Sandalen Brand.
10:26
Jetzt hatten wir schon gemerkt, dass alles,
10:26
was so geschmückt ist, super gut angekommen
10:29
ist. Wenn einem da noch was fehlt, dann
10:29
guckt man sich das dann schon genauer an und
10:33
tatsächlich, mein erster Stepp ist dann bei
10:33
Instagram auf deren Seite zu gehen, zu
10:39
schauen, wie ist irgendwie die Bildsprache?
10:42
Kommt es cool rüber, weil letztendlich am
10:42
Ende des Tages ist ja auch die Kundin so
10:45
informiert, dass sie es sich auch anschaut.
10:47
Und wenn das irgendwie überzeugt, glaube
10:47
ich, ist das schon ein ganz, ganz guter Weg
10:51
und man schaut auch, wie viel Follower sind
10:51
da tatsächlich irgendwie ist die hat die
10:56
Marke schon so ein bisschen
10:56
Bekanntheitsgrad, weil wenn dann 500 Follower
11:01
da sind, klar, es ist immer ansteigend, aber
11:01
wenn die Marke wirklich ganz am Anfang ist,
11:05
dann muss es schon irgendwie knallen das es
11:05
dann auch bei uns auf den Flächen gut
11:08
ankommt.
11:09  Sibel Brozat
Möchtest auch du mit deinen vorhandenen
11:14
deine unverwechselbare Marke im Fashion und
11:14
Luxussegment aufbauen?
11:19
Ich helfe dir gerne bei der Gründung deiner
11:19
eigenen Marke.
11:22
Ich biete dir meine Erfahrung.
11:24
Meine Plattform, um den Zugang zu meinem
11:24
exklusiven.
11:29
Triff jetzt deine Entscheidung und sag.
11:32
Dein kostenfreies Vorgespräch auf Women in
11:32
Fashion D Slash Mentoring, also Social Media,
11:40
sagst du. Du guckst noch so auf Instagram.
11:42
So ticktack und so noch nicht so ganz.
11:45
Tatsächlich?
11:46  Kira Kohake
Ich weiß gar nicht, ob ich zu alt bin für.
11:47  Sibel Brozat
Tick Talk, aber ich mein, so alt bin.
11:49  Kira Kohake
Ich jetzt noch gar nicht.
11:50
Aber das ist irgendwie bei mir noch nicht so
11:50
angekommen.
11:54
Das wird mehr. Man kriegt das schon mit.
11:56
Aber ich bin tatsächlich noch eher bei
11:56
Instagram unterwegs.
12:00  Sibel Brozat
Hast du auch noch von neben Ticktack und
12:05
Kanälen gehört, die vielleicht für andere
12:05
relevant sind?
12:07
Gibt es da noch irgendwas?
12:09  Kira Kohake
Und ihr fragt nicht?
12:10  Sibel Brozat
Also das ist mir.
12:11  Kira Kohake
Jetzt nicht bekannt. Also klar, wir werden
12:16
angeschrieben in Xing und so, klar das auch.
12:19
Aber das ist dann wirklich, das sind wenige
12:19
Marken, die einen über die Kanäle
12:23
anschreiben.
12:26  Sibel Brozat
Also dein Tipp wäre, wenn ich dich richtig
12:30
Social Media pflegen.
12:32
Was können wir noch mit auf den Weg geben?
12:34  Kira Kohake
Ich glaube, was echt wichtig ist, ist eine
12:37
Also das die das Shooting, was auch immer
12:37
man macht als Präsentation oder dass das
12:42
wirklich schön hochwertig und gut
12:42
rüberkommt.
12:46
Das ist glaube ich extrem wichtig, weil auch
12:46
die oder bzw das Material benutzen wir dann
12:51
ja auch für unsere Social Media Kanäle
12:51
vielleicht wieder, um die Brand dann zu
12:55
pushen. Das ist natürlich für uns auch immer
12:55
einfacher, wenn du gutes Fotomaterial da ist
13:00
und wir nicht dann noch ins Shooting gehen
13:00
müssen, sondern ich glaube wirklich
13:04
Bildmaterial Fotomaterial ist super
13:04
superwichtig.
13:08  Sibel Brozat
Kannst du uns ein bisschen Einblick geben,
13:13
Job sind? Also so in dem Sinne.
13:18
Das machen wirklich viele falsch oder machen
13:18
mir meinen Job schwieriger, oder?
13:24
Keine Ahnung.
13:25
Vielleicht Negativbeispiele auch geben, wie
13:25
es auf keinen Fall laufen soll.
13:29
Wo? Was etwas, was sich wiederholt und
13:29
regelmäßig vorkommt.
13:33  Kira Kohake
Ich glaube, das Wichtigste oder das
13:37
wirklich, die Kunden auf den Flächen zu
13:37
kennen.
13:39
Also welche Kunden ist bei uns wirklich in
13:39
den Häusern?
13:43
Und dann das auch zu oder den Einkauf auch
13:43
darauf zu spiegeln.
13:46
Es geht natürlich nicht nur darum, was finde
13:46
ich schön, welche Marken finde ich cool?
13:51
Klar, jeder Einkäufer bringt, glaube ich, so
13:51
ein bisschen seinen eigenen Geschmack auch
13:55
mit auf die Fläche.
13:57
Der eine mehr, der andere weniger.
13:58
Aber es ist schon dann die Aufgabe, sich in
13:58
den Kunden hineinzudenken.
14:03
Jetzt, glaube ich, ist es für den einen auch
14:03
wieder schwieriger als für den anderen.
14:08
Aber wir müssen natürlich auch von bis wie
14:08
gerade schon gesagt abdecken.
14:11
Und ich bin jetzt glaube ich auch nicht die
14:11
klassische Kundin.
14:15
Man muss dann wirklich auf die Zahlen
14:15
schauen und gucken, was haben wir wirklich
14:19
gut verkauft. Das brauchen wir auch wieder.
14:21
Dann vielleicht für die nächste Saison.
14:22
Und auf der anderen Seite ist es aber auch
14:22
wirklich das Verrückte, das Schöne Die neuen
14:27
Brands, die wir brauchen, das ist wirklich
14:27
von Biss.
14:29
Und man muss dann auch irgendwie seinen
14:29
eigenen Geschmack so ein bisschen ausstellen.
14:34
Tatsächlich. Aber so ein bisschen
14:34
Handschrift ist tatsächlich, das sieht man
14:38
immer auf den Flächen von den einzelnen
14:38
Einkäufern.
14:42  Sibel Brozat
Ja, da.
14:44
Da sagst du was.
14:45
Da fällt mir jetzt gerade.
14:46
Da frag ich mich gerade.
14:48
Vielleicht kannst du uns da auch ein
14:48
bisschen Einblick geben.
14:50
Ihr habt ja jetzt drei Häuser, zwei kommen
14:50
noch dazu.
14:53
Und über Hollinger und Alster Haus hat
14:53
bestimmt ganz andere Kundinnen als KaDeWe.
15:01
Wie ist das? Magst du uns mal erzählen, wie
15:01
der Durchschnittsdeutsche sich da
15:05
unterscheidet? Bei Schuhen?
15:06  Kira Kohake
Tatsächlich ist das genauso wie du sagst.
15:09
Das hätte ich als ich in die KTW Gruppe
15:09
gekommen bin auch nicht gedacht, dass es
15:12
wirklich so unterschiedlich ist.
15:14
Aber es ist halt auch wirklich der Norden,
15:14
der Süden und halt jetzt so ein bisschen
15:19
Berlin, der Osten sind wirklich verschieden.
15:21
Also man merkt schon, in Hamburg zum
15:21
Beispiel ist ein doofes Klischee, aber es
15:25
sind wirklich größere Größen, die wir da bei
15:25
den Schuhen verkaufen.
15:29
Wir brauchen da tatsächlich auch 41 42 was,
15:29
die Frauen sind dort einfach größer oder
15:34
haben größere Füße. Das hätte man ehrlich
15:34
gesagt auch nicht so gedacht.
15:37
Dann haben wir zum Beispiel in München, wenn
15:37
wir jetzt über die Großen sprechen, viele
15:42
Touristen, asiatische Touristen, die dann
15:42
vielleicht eine kleinere Größe brauchen.
15:47
Wir brauchen da vielleicht mehr 36 und so
15:47
was und auch der Stil in den Städten ist ja
15:52
komplett anders. Also Berlin ist eh
15:52
outstanding würde ich sagen, da kann man
15:56
alles machen. Gerade die Berliner sind ja
15:56
sehr, sehr offen.
15:58
Was das angeht, haben wir schon so ein
15:58
bisschen klassischer und München ist dann
16:03
schon so ein bisschen angezogener und
16:03
schicker.
16:05
Also es ist wirklich so ein bisschen
16:05
Klischee, würde ich sagen.
16:08  Sibel Brozat
Und die zwei neuen Häuser, wo werden die
16:11  Kira Kohake
Genau. Wir eröffnen nächstes Jahr im Herbst
16:15
Das alte Karsch Haus sozusagen wird unser
16:15
neues Haus.
16:20
Und dann da drauf das Jahr in Wien
16:20
tatsächlich einen neuen Laden.
16:23  Sibel Brozat
Ist schön und da bin ich gespannt.
16:26
Hast du da schon Ideen, wie sich die der
16:26
Style und die Schuhgröße vielleicht abgrenzen
16:34
werden von den anderen Standpunkten?
16:36
Hast du da schon eine Vorstellung?
16:37  Kira Kohake
Ich glaube tatsächlich, dass die beiden
16:43
Düsseldorf ist ja schon wirklich sehr, sehr
16:43
gut aufgestellt.
16:45
Wir haben dort die Königsallee zum Beispiel
16:45
mit sehr luxuriösen Brands und das Chaos ist
16:51
ja auch noch mal wirklich ein traditionelles
16:51
Haus.
16:54
Ich glaube, die Düsseldorferin, ich habe
16:54
auch lange in Düsseldorf gelebt ist so ein
16:57
bisschen vielleicht mit der Münchnerin zu
16:57
vergleichen.
17:00
Also wir schauen schon, dass wir dort ein
17:00
sehr gehobenes Sortiment haben.
17:03
Sehr luxuriös auch spezielle Marken
17:03
natürlich, die wir vielleicht dann auch in
17:08
den anderen Stores noch nicht haben.
17:10
Und Wien ist, glaube ich, noch mal was ganz
17:10
Neues.
17:12
Weil so richtig großen Departments gibt es
17:12
dort ja noch gar nicht.
17:17
Deshalb ist das noch mal wirklich ein ganz,
17:17
ganz spannendes Projekt.
17:20  Sibel Brozat
Und da bin ich auch sehr gespannt.
17:22
Wien ist eine Reise wert.
17:23
Wenn ich mal dort bin, gucke ich vorbei.
17:25
Wann wird es denn soweit sein mit den zwei
17:25
neuen Läden?
17:28  Kira Kohake
Genau. Düsseldorf ist im Oktober 23 und Wien
17:33  Sibel Brozat
Das sind spannende Projekte.
17:34
Aber wie unsere Zuhörerinnen und Zuhörer
17:34
jetzt daraus vielleicht auch so ein bisschen
17:39
erkennen, ist immer wichtig, wenn man eine
17:39
Brand aufbaut.
17:43
Auch die Zielgruppe vor Augen zu haben, zu
17:43
verstehen, wer ist mein Kunde?
17:46
Wer ist mein Ziel? Kunde Ich sehe so oft
17:46
ganz, ganz tolle, kreative Menschen, die ganz
17:51
schöne Sachen machen, aber so gar nicht über
17:51
ihre Zielgruppe nachdenken.
17:55
Passiert dir das auch öfter, dass so was
17:55
ankommt oder ist das dann schon?
18:00  Kira Kohake
Ich glaube ja, es gibt Definierte, es gibt es
18:05
Ich glaube tatsächlich, einige Brands
18:05
verlaufen sich dann so ein bisschen.
18:08
Sie müssen wirklich am Anfang wahrscheinlich
18:08
auch.
18:10
Wenn man sich den Gedanken macht, ich möchte
18:10
eine Brand machen, muss man sich wirklich
18:15
überlegen, was ist die Zielgruppe und nicht
18:15
von allem alles machen.
18:18
Ich glaube, man muss so ein bisschen hinter
18:18
der Brand oder hinter seiner Brand dann auch
18:22
stehen, weil das merken wir dann auch als
18:22
Einkäufer, wenn die eine Brand alles machen
18:26
will. Das funktioniert nicht, weil wir haben
18:26
schon viel auf den Flächen, das muss dann
18:30
wirklich speziell sein und man muss die
18:30
Zielgruppe kennen.
18:33  Sibel Brozat
Kommen wir zu dir Was war denn jetzt für dich
18:40
Herausforderung, mit der du vielleicht so
18:40
gar nicht gerechnet hast?
18:45
Und wie bist du damit umgegangen?
18:46
Vielleicht auch in deinem aktuellen Job?
18:49  Kira Kohake
Ich glaube tatsächlich, es gibt viele
18:52
wird. Jeder Tag ist irgendwie anders.
18:54
Tatsächlich sagt man immer Aber es ist
18:54
wirklich so, weil es gibt so viele
18:58
verschiedene Phasen irgendwie in der in dem
18:58
ganzen Job, man hat die Order Phase, dann hat
19:03
man Phasen, wo es ruhiger ist, wo man keine
19:03
Order Termine hat.
19:06
Man ist dann so ein bisschen mehr auch im
19:06
Verkauf auf den Verkaufsflächen, schaut sich
19:10
die Flächen an, wie es dort die Ware
19:10
präsentiert wird.
19:14
Und ich glaube, die größte Herausforderung
19:14
ist wirklich so der Ja, das alles miteinander
19:21
zu kombinieren, auch die Mitarbeiter
19:21
irgendwie abzuholen über die neuen Marken,
19:25
weil ganz viele Ja wissen ja auch, sind
19:25
nicht ganz so informiert natürlich wie wir
19:29
als Einkäufer.
19:30
Und da wirklich alle abzuholen, ist es schon
19:30
noch mal eine große Aufgabe.
19:35
Auf jeden.
19:35  Sibel Brozat
Fall. Machst du das oder machst du das auch
19:40
Manchmal ist vielleicht auch ganz
19:40
interessant.
19:42  Kira Kohake
Genau. Wir machen das in Kooperation mit den
19:45
Wir vereinbaren, gerade wenn wir neue Marken
19:45
haben, Trainings auf den Flächen, für die
19:49
Mitarbeiter, für die Verkaufs mitarbeiter.
19:52
Natürlich auch bei uns intern mit dem VM
19:52
Team, dann mit Marketing, dass wir da noch
19:57
mal pushen über Social Media, dass die
19:57
Brands so bekannt werden.
20:00
Also man muss tatsächlich alle einmal
20:00
abholen, um die neuen Trends und Themen nach
20:06
draußen zu tragen.
20:08  Sibel Brozat
Und was war in deiner Karriere so für dich
20:14
drüber warst? So persönlich?
20:16  Kira Kohake
Ich glaube tatsächlich, das Beste ist
20:20
neue Brand hat, ausprobiert, wo man hinter
20:20
steht und dann wirklich die ersten Verkäufe
20:25
sieht und auch die Mitarbeiter dahinter
20:25
steht.
20:27
Und das ist auch super finden.
20:29
Das freut einen dann schon irgendwie, auch
20:29
wenn es dann auf der Fläche ist und man die
20:32
neue Ware sieht. Hört sich immer so ein
20:32
bisschen simpel an, aber man sieht es ja
20:37
alles immer ein halbes Jahr vorher
20:37
eigentlich oder sogar noch länger
20:40
tatsächlich. Und wenn es dann auf der Fläche
20:40
ist, das freut einen dann schon.
20:45  Sibel Brozat
Hast du nicht auch Freundinnen, die sagen Oh,
20:49
Du bist ja hier. Voll der Trends.
20:50
Gut.
20:51  Kira Kohake
Ja, das passiert schon.
20:52
Ja, ich weiß auch teilweise so ein paar
20:52
Größen oder die dann auf jeden Fall
20:58
vielleicht doppelt gekauft werden müssen,
20:58
weil er, der oder die dann schon gerne da
21:03
einen besonderen Schuh haben möchte.
21:04  Sibel Brozat
Okay, ich bleibe an dir dran.
21:05
Du warst an mir dran.
21:06  Kira Kohake
Ja.
21:08  Sibel Brozat
Okay. Letzte Frage.
21:12
Kannst du noch einen abschließenden Tipp?
21:14
Wir haben ja jetzt ganz viele Tipps schon
21:14
mitgenommen.
21:16
Aber hast du noch einen abschließenden Tipp
21:16
für unsere Hörer und Hörerinnen, den du so
21:20
mit beim Gründen der Marke auf den Weg geben
21:20
kannst?
21:25  Kira Kohake
Äh, ich glaube, das Wichtigste ist wirklich
21:31
überzeugt zu sein und auch vielleicht, wenn
21:31
es schwierig wird, nicht aufzugeben.
21:35
Weil ich glaube, man steckt so viel Energie
21:35
darein, etwas zu gründen.
21:39
Und das Wichtige ist einfach nicht aufgeben,
21:39
auch wenn es vielleicht dann nicht so super
21:44
am Anfang läuft.
21:45
Ich glaube, es braucht einfach, bis die
21:45
Marke bekannt ist, bis die Kundinnen dahinter
21:49
stehen. Und ich glaube einfach, man darf
21:49
nicht aufgeben, sondern muss sich auch von
21:54
Niederschlägen oder Herausforderungen
21:54
einfach nur angespornt fühlen.
21:58  Sibel Brozat
Einmal mehr aufstehen als man hat, würde ich
22:01
Ja, super, liebe Kera, vielen Dank für das
22:01
Gespräch.
22:04
Und dass du dir die Zeit genommen hast, hat
22:04
Spaß gemacht und ich werde wirklich
22:07
dranbleiben. Danke dir.