workadventure OR rc3\-world OR rc3\-welt
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Reuven Lerner
2015-04-23
[transcript]
32:15 Right, we don't even had some sort of blog post, I think about a year ago, maybe two or three years ago at this point, where he was asked, How do I make my Python programs faster? And my guess is he's asked this so often, they finally just got sick of it. He said, okay, folks, I'm going to write down my notes. And one of the first things he wrote was don't use objects, like just use the built in data structures. They're fast. They were their intuitive. They've been really highly refined and optimized over the years. And, and why not? And that's something else that people sort of need to share that if you're coming from, say, the Java or the C sharp world, yeah, someone wants to write Hello, world. The first instinct is, oh, I gotta write a class. And by the way, so slow down, what problem are you trying to solve? And and what the analogies avenues is, like, you want to have a toolbox, and then pick the right tool of the toolbox, not just pick the first thing that comes to mind.
26:31 Yeah, I was gonna say that, for me list comprehension. comprehension is, in general, are one of the Python features that I find myself struggling with, not because I can't understand them when someone else uses them. And I see them in source code, and I say, comprehension, it does this bus. Because the syntax is so alien to me that when I find I need to do something, I'll you know, hit a code review. And they'll say, well, gee, a comprehension could do this a lot more cleanly and elegantly. It's like, Oh, yeah, I just, I never would have thought of that. Because it's this. For me in my you know, really limited way of thinking it's just this Bizarro world thing off in a corner somewhere that I haven't quite embraced yet. And I can only imagine other newbies have a similar challenge with them.
10:47 And unlike lyst, we're seeing which used to be the kind of de facto standard for intro courses, and at least the the big hardcore CS schools or Java, I guess, I should say, Java, you know, certainly had commercial use. But listen scheme was really kind of, you know, it certainly there have been successful commercial enterprises conducted with it, but it's not exactly what you consider a mainstream language. And I just want to say one thing about that those language popularity polls that we see so many times, when you actually look at what metric those polls us for, like how they determine which language is most popular. It's something really stupid and flawed, quite honestly, like it's like, number of lines admitted to GitHub projects over the last six months. And I mean, you know, like, that's exactly exactly like it that certainly are these JavaScript, that certainly represents a certain subset of the of the computing populace. But by no means is it like comprehensively showing what languages are actually most popular in us out in the world.
 
FG009 Wirtschaftspolitischer Journalismus
2015-03-24 (duration 1h24m)
[transcript]
09:45 Also vielleicht, ich spinne jetzt mal, aber vielleicht fängt China an, irgendwann zu sagen, ihr manipuliert euren Wechselkurs in unfairer Weise und wir haben selber hier Probleme im Moment, jetzt machen wir hier mal ein paar Zollschranken dicht. Oder wir behindern euren Export, gerade auch deutschen Export nach China, weil ihr euch uns gegenüber unfair verhaltet. Also es gibt unglaublich viele Rückwirkungen in dieser Welt und wie gesagt Journalisten und auch Wissenschaftler sollten sich vor allem als Suchende verstehen, auf der Suche natürlich nach Erklärungen, aber nicht so excatedra??? da zu sitzen und versuchen, die Welt zu erklären. Und zu sagen, das ist der Mechanismus und so läuft es. Das halte ich für unseriös.
04:29 Nein, nein, das kann man nicht sagen. Also wir haben Ende der 90er Jahre nicht gesehen, wie schnell insbesondere China und andere Schwellenländer aufsteigen würden und welche Bedeutungen auch diese Währungen bekommen würden. Also wir waren ja damals noch geistig in der Welt der Triade. Also Westeuropa, USA, Japan. Davon ist nicht mehr viel übrig geblieben von dieser Welt. Also Japan spielt ja wirklich nur noch am Rande eine Rolle. Europa steckt in großen Schwierigkeiten nach wie vor. Die USA ticken heute auch ganz anders, funktionieren auch ökonomisch ganz anders als damals. Also das ganze weltpolitische Setting ist heute ein anderes. Eben insbesondere weil große Schwellenländer so eine große Rolle spielen, von daher kann man nicht sagen, dass die Arbeit noch hält. Aber so als gedankliches Konstrukt und auch zu gucken, welche institutionellen Schwächen innerhalb des Währungsraums können eigentlich dazu führen, dass der Wechselkurs als Instrument genutzt wird, damit habe ich mich damals beschäftigt.
02:00 Für mich ist der Reiz dabei, vor allem zu gucken, was eigentlich gerade draußen los ist. Wie sich eigentlich die Welt, die Gesellschaft im Moment gerade verändert. Weil das ist ja ein großes Privileg, was man als Journalist hat, dass man sich damit beschäftigen kann, was im Moment gerade die Wirklichkeit draußen ausmacht. Wirklichkeit ist ein großes Wort klar. Und dass man einfach von sehr vielen Seiten sich dieser Wirklichkeit nähern kann und viele interessante Menschen kennenlernen kann dabei und Erfahrungen machen.
 
FG008 Wirtschaftskriminalität
2015-03-02 (duration 1h18m)
[transcript]
1:05:48 SAP-Berater. Gibt es ja. Also das ist ja nicht ganz ungewöhnlich. Das ist ja auch sozusagen an vielen Universitäten gibt es das, aber eben nicht an allen. Und das ist natürlich schon, jetzt wenn man so ein bisschen globaler denkt, gibt es natürlich auch Regionen in dieser Welt, die sich so was möglicherweise gar nicht leisten können.
1:01:02 Die sind ja aber das rare Gut, weil davon haben wir nicht so viele und wir können die nicht für 100.000 Leute auf der Welt bereitstellen, aber wir haben ja jetzt durch zwei Runden White Color Hacking Contest haben wir ja jetzt einen Satz an Daten. Wir haben ja jetzt Fraud-Fälle, wir wissen genau was da passiert ist. Wir wissen genau, wie man ihn finden muss. Und das ist so ein Teil, den wir jetzt uns vorstellen, dass wir den als so eine...
18:54 Also was ich schon gemeint habe, also die Wirtschaftskriminalität ist halt ein sehr breites Feld, da geht es von den großen Bilanzfälschungsskandalen, also World Com, Enron, die sozusagen da publik geworden sind. Überfälle, wo ich sage mal Korruption eher eine Rolle war. Deutsche Konzerne sind da ja auch nicht ganz unbeteiligt gewesen. Bis hin zu dem Feld, was sich typischerweise Occupational Fraud nennt, das ist dann tatsächlich der Fraud von Mitarbeitern und uns interessieren die ersten beiden, also die großen Skandale und auf die Korruption interessiert uns jetzt eher nicht so sehr, weil das häufig aus anderen Motiven gemacht wird. Das ist unsere Vermutung. Und es passiert überhaupt nicht in IT-Systemen.
 
FG006 Die Bildung und das Web
2015-01-19 (duration 1h58m)
[transcript]
1:25:54 Eigentlich musst du, also was das Netz tut ist ja alles auf den User umzupolen. Also der User ist viel mächtiger als früher potenzielle, an diesem Mittelpunkt der Welt. Und im Grunde muss sich die Welt um ihn herum strukturieren, um sie herum. Und das kann man natürlich fördern und unterstützen und es würde ja auch den alten Bildungsprinzipien entsprechen. Also das wäre ja das vergrößerte Individuum, das emanzipierte, das sich selbst vervollständigende.
04:17 Für die Art und Weise, wie Kulturen sich jeweils ihre Welt zurecht denken. Und sich sozusagen die Welt so definieren und diese Welt dann auch bewohnen. Das hat ja ganz massive Folgen. Also banales Beispiel, wie man sich Liebe vorstellte. Liebe um 1800 war ein Thema, das wir behandelt haben. Liebe um 1800 ist was anderes, als was wir uns heute darunter vorstellen. Im Grunde musst du davon ausgehen, dass es wie eine fremde Kultur ist. Du bist der Ethnologe und gehst hin und schaust nach, was haben die darunter verstanden? Also nicht das, was ich darunter verstehe erst mal. Das wäre ein Kurzschluss. Und das spannende ist ja eigentlich auch das, was du dann zurückbekommst, wenn du mit diesem Blick des Verfremdens hingehst. Also du gehst in eine fremde Kultur, eine archäologisch fremde Kultur, in eine ethnologisch fremde Kultur und wenn das natürlich eine Art Stufe unserer eigenen Kulturgeschichte ist, in die man sich sozusagen begibt und dann sieht, wie fremd die ist und die schaut dann zurück auf dich selbst, das ist ein interessanter Prozess.
45:48 Das war ein Wunder. Und meine Tochter, als ich das miterlebt habe. Die Technik hat sich soweit fortentwickelt, die konnte ganze Seiten weg lasern und zwar wirklich restlos und konnte drüber schreiben und es sah sauber aus. Das war ein technischer Fortschritt. Das hat auch Schülern sozusagen das Leben massiv erleichtert. In einer Welt, die ansonsten dasselbe von ihnen verlangt hat, wie damals auch. So da hat sich aus meiner Perspektive überhaupt nichts geändert. Die Lehrpläne, also das ganze Reform und was man da alles macht mit der Schule, diese ganze Oberfläche, das ist eine wild gekräuselte Diskussion, die ständig läuft und untendrunter ist alles komplett gleich, zeitlos.
 
FG005 Wissenschaftskommunikation
2014-12-29 (duration 1h59m)
[transcript]
17:35 Ich glaube, sie wachsen auf, in einem Umfeld, wo diese Welt gar nicht existiert. Und da diese Welt nicht existiert, gibt es natürlich dann auch die Interpretation, warum diese Welt nicht existiert. Wir sind Türken, uns gibt doch keiner was. Was teilweise richtig ist, aber was teilweise dann eben richtig beobachtet ist, aber falsch bezüglich der Kausalmechanismen nicht immer richtig interpretiert worden ist. Meine Frau und ich reden dann öfter darüber, was machen wir nach der Rente, und es gibt 1000 Dinge, die man dann nach der Rente macht. Wahrscheinlich machen wir die Dinge dann doch ganz anders, als wir sie uns vornehmen… Aber eine von diesen Dingen, die wir uns immer wieder vornehmen ist, wir machen jetzt endlich mal wieder was richtig nützliches. Wir gehen in die Grundschulen und schnappen uns ein paar Kinder und hoffen, dass uns die Grundschuldirektorinnen und -direktoren auch wirklich machen lassen und machen dann Hausaufgabenbetreuung und solche Sachen. Wir gehen dann einfach hin und sagen, hier bin ich und wir würden gerne, was weiß ich, eine Reihe von Kindern Patenonkel oder Patentante von denen sein. Und die einfach ein bisschen durchs Leben begleiten. Und vielleicht ein kleines bisschen das kompensieren, was diesen Kindern in ihrem sozialen Umfeld fehlt. Diesen Kindern fehlt fast nie Liebe, manchmal ja, aber fast nie, sondern wirklich das Händchen, wie mache ich das. Und die Hoffnung am Leben erhalten, aber eben mit den entsprechenden Verhaltensmechanismen unterfüttern.
1:22:48 Das blöde in den USA zum Beispiel, wenn sie Förderquoten haben von 8 % oder 9 % oder 7 %, und Sie müssen damit teilweise Ihr eigenes Gehalt finanzieren, dann haben Sie ganz andere Strategien. Dann arbeiten Sie nicht mehr daran, was Sie gerade interessiert und versuchen, darin immer besser zu werden, sondern Sie versuchen die ganze Zeit, zu erschnüffeln, woher weht der Wind, um Ihre Siegeschancen zu maximieren. D.h. Sie forschen dann an dem, was gerade im Moment ziemlich gut klingt. Weil Sie einfach so verzweifelt sind, ob der niedrigen Förderquote. Und das ist ein ganz ungesunder Zustand. Und die USA machen mir große Sorgen. Das ist die größte Wissenschaftsnation und wir sind eine Welt von Wissenschaftlern und wenn unser größter Bruder langsam in die Knie geht, dann muss uns das allen große Sorgen machen.
49:50 Absolut, jeder war eingeladen. Wir haben drei Jahre diese Konferenz vorbereitet. Das war ein Workshop. Wir haben drei Jahre vorbereitet. Weil das blöde ist, man kann nicht über die Wahrheit abstimmen. Wir können nicht hingehen und da am Tempelhofer Feld einfach hinein rufen, ist die Welt rund oder ist sie eine Scheibe? Oder irgendetwas anderes. Und die Leute sagen irgendwie zu 78 %, sie ist eine Scheibe, dann ist es trotzdem falsch. Man kann also nicht über die Wahrheit abstimmen. Aber wir müssen irgendwie zu einem Konsens kommen. Und wie sieht der Konsens aus. Und da haben wir drei Jahre dran gebrütet, bis wir das hatten. Wir waren uns im klaren darüber, dass es immer sein kann, dass es Minderheitenvoten gibt. Die dürfen aber das Ganze nicht blockieren. Wir haben also eine Schwelle von 80 % definiert. Wir müssen mindestens 80 % erreichen, um etwas als Gruppe zu beschließen, aber dann das Minderheitenvotum immer mit kommunizieren. Dann teilen wir dieses Problemfeld auf in kleinere Untergruppen und jede Untergruppe bekommt eine kleine Untergruppe. Und diese Untergruppe kommuniziert über ihre Sprecher mit den anderen Gruppen. Wir haben sozusagen ein feingefädelten Stundenplan gehabt, in denen in kleinen Gruppen, wo die Ultraspezialisten sitzen, dann über zu Lösungen kommen, die wird dann über den Spokesman kommuniziert mit den anderen und derweil waren wahrscheinlich 70-80 Wissenschaftler auf der ganzen Welt quasi zugeschaltet und wurden dann immer wieder gefragt, könntest du leben da und damit? Oder sähest du damit ein ganz großes Problem? Wir hatten sogar zum Beispiel einen Kollegen aus Deutschland, der konnte wahnsinnig gut Latein, der half uns mit der neuen Nomenklatur, weil man macht sich mit nichts noch lächerlicher, als mit einem Grammatikfehler im Lateinischen, wenn man eine neue Nomenklatur finden. Also selbst daran mussten wir dann denken.
 
That Escalatored Quickly
2014-12-28 (duration 1h18m)
[transcript]
08:56 Der überhaupt zu diese ganze Intro Welt der Metaebene und wieder anderer Podcast mittlerweile auch bevölkert und der Sven der Graf o'rama.
 
FG004 Talentförderung
2014-12-15 (duration 1h25m)
[transcript]
1:17:54 Die Frage ist berechtigt, Sie haben recht, Sie haben vollkommen recht. Da möchte ich vielleicht einen Abschnitt ergänzen. Wir haben mehrere Standorte, habe ich ja eingangs auch schon gesagt, und ich wir haben einen Standort in Bocholt, das ist der Kreis Borken, Richtung Münsterland, sehr ländlich, da habe ich auch eine Partnerschule, das Berufskolleg Borken. Da ist die Welt in Ordnung, wissen Sie, genügend Ausbildungsplätze, da haben Sie nicht solch eine, wie soll ich es nett formulieren, nicht solche sozioökonomischen Herausforderungen, wie in den Metropolen und auch nicht so, wie hier im Ruhrgebiet. Aber Sie haben da tatsächlich andere Probleme. Sie haben unglaublich niedrige Übergangsquoten von Schule zu Hochschule. Sehr niedrige Abiturquoten usw. Warum? Weil es dann einfach zur Tradition gehört, den Hof zu übernehmen. Da gehört zur Tradition, dass du bei Onkel Hermann in der Sparkassenfiliale arbeitest. Das ist halt so. Da sind die Wege kurz, die Netzwerke arbeiten fantastisch und da wird jeder versorgt. Und eine Hochschule, wofür denn? Das ist eine wirtschaftlich starke Region, uns geht es gut, was soll der Junge denn da jetzt experimentieren. Da müssen Sie auch intervenieren. Nicht, um die unglücklich zu machen, sondern sie intervenieren ja da, wo Talent vorhanden ist und wo ein Wille da ist, ein Wunsch da ist, ein Traum da ist, zu studieren. Und deswegen ist dieser Ansatz nicht nur, nicht nur in den Metropolen anzuwenden oder anwendbar, übertragbar, auch im ländlichen Bereich, jawohl. Als wir damit angefangen haben, habe ich mir so Sprüche anhören müssen, von einigen Kollegen, naja bist du sicher, im ländlichen, ich meine du hast eine Zuwanderungsgeschichte, da gibt es ja keine und da sind ja nicht so viele Arbeiterkinder. Wissen Sie was, die Kids die nehmen das so gut an. Denen ist das wurscht. Denen geht es um das Thema, die wissen, der ist einer, da ist eine Hochschule, der interessiert sich für mich und meine Biografie, wie kann ich davon profitieren. Das ist einfach, die jungen Menschen sind viel viel weiter, als wir denken. Junge Menschen können viel mehr Verantwortung übernehmen, als wir denken. Und dabei ist es tatsächlich egal, ob sie im Kreis Borken leben oder im nördlichen Ruhrgebiet. Wir sind für die da, die das Talent haben, und den Wunsch haben, an eine Hochschule zu gehen, sich aber nicht sicher sind. Die begleiten wir gerne dabei. Und mit Sicherheit kann man das auch in Richtung Ostwestfalen Lippe, das ist eine Region hier in Nordrhein-Westfalen übertragen, aber ich glaube die Metropolen sind so die ersten Ansprechpartner.
1:14:03 Nicht Teil der Routine und noch viel schlimmer, es ist nicht ein Teil der Kultur. Es muss ein Teil der Kultur werden. Wir müssen eine Vorschlagskultur hier entwickeln. Und ich habe jetzt die Schulen hier erwähnt, eigentlich müsste ich die Universitäten und Hochschulen erwähnen, weil die schlagen noch weniger vor. Und nicht alle, es gibt bestimmt Fachbereiche, tolle Professoren, die das machen. Und viele, die es eben nicht machen. Und damit müssen wir uns eben auseinandersetzen. Uns selber auch hinterfragen, bevor wir mit dem Finger auf andere zeigen, mit dem Finger auf die anderen zeigen, warum machen wir das nicht? Sind unsere Kids dümmer, als die in Freiburg oder in Bayern und Baden-Württemberg? Und ich glaube, die sind mit Sicherheit nicht dümmer, sondern wir haben halt diese Routine nicht, diese Kultur nicht des Vorschlagens. Das ist nur ein Beispiel. Und da haben wir noch sehr viel zu tun. Und ich muss Ihnen aber ganz deutlich sagen, ich bin ja auch jemand, der immer auch über die Probleme der Bildungskette spricht. Ich vergleiche ja immer die Bildungskette mit der Kühlkette und sage, fangen sie den tollsten Lachs der Welt, wenn die Kühlkette unterbrochen ist, stinkt der am Ende. Und ein Stück weit kann man das auch mit unserem Bildungssystem vergleichen, diese Bildungskette ist wichtig, wichtig nicht nur für uns, sondern wichtig für die einzelnen jungen Menschen. Damit sie am Ende nicht dort landen, wo sie hingehören, und dazu zählen solche Optimierungsmöglichkeiten von Biografien, wie Stipendien, privilegierte Praktika usw. und so fort. Damit müssen wir einfach viel viel mehr arbeiten. Tun wir nicht. Wissen Sie auch, warum wir ein Stück weit dieses Thema auf die Agenda setzen? Am letzten Ende sind es vielleicht 2 % die ein Stipendium kriegen, aber die Botschaft ist riesig. Ich habe ein junges Mädchen gehabt, an einer Schule, die hat während der Schullaufbahn ein Stipendium bekommen. Wir haben sie dabei unterstützt und sie hat dann als Schülerin ein Stipendium bekommen und konnte parallel ein Studium an einer privaten Hochschule aufnehmen. Parallel zum Abitur. Und die Schule hat das erst einmal gar nicht so wahrgenommen. Die hat dann das Stipendium bekommen, ja o. k. Bis die kapiert haben, wir können das vermarkten. Wir können jetzt in die Elternabende gehen, und sagen, unser Mädchen hat hier ein Stipendium bekommen, Abitur gemacht und parallel Scheine an einer privaten Hochschule und sie studiert jetzt in Rotterdam an einer sehr renommierten Universität Wirtschaftswissenschaften. Die Schule fängt an, damit Werbung zu machen. Schülerinnen und Schüler hören davon und können sich damit identifizieren, mit diesem Erfolg dieser jungen Frau. Ich bin auch auf dieser Schule. Und solche Erfolge müssen wir produzieren, sichtbar machen und diesen jungen Menschen auch an die Hand geben. Und sagen, du kannst auch ein Teil dieses Erfolgs werden. Und wissen Sie, auch für Lehrer ist das toll. Wenn Sie sagen können, wissen Sie, wir schlagen ganz viele Leute vor und wir haben eine ganz hohe Stipendiatenquote und dann überlegen die sich, und stellen fest, ach das können wir, wir sind ja ein Berufskolleg, dann können wir demnächst, wenn wir eine Werbeveranstaltung an den Realschulen haben, wo die Eltern da sind, da können wir Werbung für unsere Schule machen, denn dann sind wir eine Talentschule. So und das sind vielleicht auf den ersten Blick triviale Maßnahmen, aber glauben Sie mir eins, die sind mindestens genauso wirksam, wie die millionenschweren Projekte.
 
FG003 Autonomer Verkehr
2014-12-01 (duration 1h31m)
[transcript]
07:36 Genau, also auch daraus lerne ich eine Menge, wenn ich nach hinten gucke und sehe, warum es bei dem nicht funktioniert hat, kann ich es entweder besser machen oder ich sage, die Welt funktioniert sowieso anders oder ich sage, das wird vielleicht auch bei mir nichts, das wäre natürlich die aller schlechteste aller Lösungen.
02:42 Das sind unverknüpfte Zusammenhänge. Sind vielleicht im Kopf ein bisschen verknüpft. Auf der einen Seite so die Welt und ihre Erscheinung und was das alles für Gründe und Motive gibt, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Jenseits der naturwissenschaftlichen physikalischen Eigenschaften und dann aber auch das Kommunizieren über die Dinge. Aber ich, um es ganz einfach zu machen, ich habe einfach beide Fächer studiert, weil mich beide Fächer interessiert haben. Ich hätte gerne noch Politik dazu studiert, das ging damals nicht. Und dann bin ich halt bei Geografie und Germanistik geblieben und habe mich mit beiden Fächern sehr wohl gefühlt.
37:05 Aber das ist der jetzt für die Industrie nichts wirklich Neues. Simulationen sind dort durchaus an der Tagesordnung, also um Verkehrsflüsse genauso zu simulieren, wie auch Crashtests et cetera, also die auch ein Stück weit in der Simulation gemacht werden, bevor man jetzt wirklich Metall beschleunigt und irgendwo gegen prallen lässt. Dann macht man das ja lieber ein paar Mal vorher im Computer und schaut mal, ob das was man sich ausgedacht hat auch mit der Realität übereinstimmt, das ist ja sowieso immer ganz praktisch. Denken Sie, dass das schon so eine Dimension ist, dass man quasi die Welt, so die diffuse Verkehrswert so weit simuliert bekommt, dass man so autonomes Fahren zumindest halbwegs vorhersagbar machen kann?
 
FG002 Citizen Science
2014-11-17 (duration 1h26m)
[transcript]
35:09 Na ich glaube, das es diese Universalgelehrten heute eigentlich nicht mehr gibt. Ich habe vor zwei Tagen einen Vortrag in Dresden gehalten, und da wurde mir auch in der Diskussion hinterher gesagt, ja die Philosophie die könnte das vielleicht noch bieten, was die Einzelwissenschaften nicht mehr bieten können, die haben sozusagen so eine fraktionierte Sicht auf die Welt eingeführt, und zwar sind das inzwischen ganz viele, also es gibt ganz viele einzelne Bruchstücke der Sicht auf die Welt, aber keinen Zusammenhang mehr. Die Philosophie könnte das noch. Dem muss ich also widersprechen. Ich glaube das nicht.
06:39 Nein auch nicht bereut. Das war glaube ich eine richtige Interessenverteilung, denn ich habe sie auch so durchgehalten bis heute, auch in den anderen Universitäten, wo ich dann noch studiert habe, in Heidelberg und in Oxford und insbesondere das Studienjahr in Oxford war für jemanden, der sich für Theorien und Philosophie und ja sehr allgemeine Hintergründe von Wissenschaft interessiert und das war ja damals dann doch so bei mir gewachsen, ein ganz wichtiges Jahr. Denn das Erstaunliche war, dass dort allein in dem Bereich der Philosophie etwa 45 Professoren tätig waren. Das konnte man sich gar nicht vorstellen. Da waren auch nicht mehr Studenten als anderswo, aber es waren so viele Professoren, die hießen übrigens nicht alle Professor, sie waren vergleichbar sozusagen mit unseren Professoren. Und es waren Leuten, die aus berühmten Universitäten dorthin gekommen waren, das war damals Ende der Sechzigerjahre ein Mekka der Philosophie. Und das miterlebt zu haben, sozusagen diesen ganzen Strom von interessanten Leuten, die aus aller Welt da immer mal zu Besuch kamen und da Vorträge hielten usw., das war enorm wichtig für mich.
27:54 Ja man muss ja übrigens sehen, dass auch jeder Profi ein Laie ist. Jeder Profi ist auf allen Gebieten, auf denen er nicht Profi ist, ein Laie. Und er ist wahrscheinlich auf sehr viel mehr Gebieten ein Laie, als er ein Profi ist. Und das ist glaube ich ein ganz wichtiger Punkt. Wir sind alle Laien. Und dennoch versuchen wir, so viel Rationalität wie möglich sozusagen zur Anwendung zu bringen. Ich meine wenn ich Zeitung lese., Oder Tagesschau gucke, dann werde ich mit soundsoviel Nachrichten aus der Welt bombardiert, das sind alles so kleine Bruchstücke, und ob ich die alle wirklich so richtig einordnen kann, das ist natürlich die große Frage. Aber ich versuche es. Das ist das Entscheidende. Dass wir also sehr viele Anstrengungen unternehmen, die wir gar nicht so bemerken. Aus sehr wenig Informationen, ein Maximum zu machen. Das ist die typische Laiensituation. Also der Laie ist eigentlich nicht jemand, den man dadurch charakterisieren kann, dass er besonders dumm ist, sondern dadurch, dass er sich besonders angestrengt sieht oder dass er sich besonders anstrengt, aus den wenigen Informationen, die er hat, das Maximum zu machen. Das ist natürlich kein Garantieweg. Dass man zum Ziel kommt. Aber man muss dann einfach sehen, dass viele in sehr erstaunlicher Weise zu diesem Ziel gelangen. Und das ist eben, davon haben wir noch gar nicht gesprochen, meine zweite Erfahrungsebene. Ich habe ja nicht nur die Erfahrungsebene des professionellen Wissenschaftstheoretikers, der sozusagen von Amtswegen oder weil er einen Vertrag unterschrieben hat verpflichtet ist, über Wissenschaft nachzudenken. Das habe ich auch lange Zeit getan, nur bezogen auf die akademische Wissenschaft. Sondern ich habe vorhin gesagt, wofür ich mich seit Kindesbeinen interessiere, das habe ich auch fortgeführt. Und da bin ich ja dann zum Beispiel in Vereine eingetreten, nicht deshalb, weil ich da etwas über Wissenschaft lernen wollte, sondern weil ich Leute treffen wollte, die mir zeigen konnten, wo ich interessante Vögel finde. In einer für mich neuen Umgebung. Oder die mir zeigen konnten, wo es noch interessante Naturrelikte in der für mich neuen Gegend gibt. Oder später, da habe ich die Vereinigung für ökologische Ökonomik mitgegründet, weil ich fand, dass diese übliche Wirtschaftswissenschaft an den Universitäten viel zu viel sozusagen in herkömmlicher Weise daher redet, wie das Wachstum ganz notwendig ist und dass man also geradezu Angst haben muss, wenn das Wachstum ein bisschen zurückgeht. Weil nur Wachstum uns sozusagen aus den Problemen heraus helfen kann, die wir ja zu lösen haben. Deshalb habe ich diese Vereinigung mitgegründet, ich bin da jetzt noch im Vorstand. Und da habe ich in all diesen Vereinigungen oder zum Beispiel in einer Geschichtswerkstatt, wo ich mal mitgearbeitet habe, habe ich Leute getroffen, die sich sehr gut auskannten auf einem bestimmten Gebiet, wie immer sie dazu gelangt sind, und die mich teilweise mehr beeindruckt haben, als die Kollegen, die im Dienste der Universität um mich herum saßen und die teilweise hoch dekoriert waren, die teilweise auch wirklich gute Sachen gemacht haben, teilweise. Nicht jeder professionelle Wissenschaftler ist auch ein guter Wissenschaftler und nicht jeder Laienwissenschaftler ist auch ein guter Wissenschaftler, aber nicht jeder ist auch ein schlechter Wissenschaftler, das sind ganz andere Ebenen sozusagen über die man dann redet. Gut oder schlecht oder Profi und Nichtprofi. Und diese zweite Ebene meiner Erfahrung, die hat es mir ermöglicht sozusagen etwas eine Perspektive zu gewinnen, die ich nie bekommen hätte, wenn ich das gemacht hätte, was die meisten meiner Kollegen machen. Nämlich zu denken, Wissenschaft ist ja wunderbar hier in der Universität, überall Wissenschaft um mich herum, alle möglichen Disziplinen, sozusagen muss du gar nicht die Universität verlassen. Was sollst du denn da noch über Wissenschaft lernen, wenn du in die Gesellschaft hinausgehst und dich mit anderen Interessen beschäftigst. Kannst du etwas anderes lernen, aber jedenfalls nichts über Wissenschaft. Dies war ein Irrtum, dieser Kollegen. Und ich glaube ich habe das besser gemacht. Ich habe jetzt von Anfang an oder von sehr frühen Zeiten an jedenfalls diese zweite Ebene zugelegt der Erfahrung, und zwar auf ganz verschiedenen Gebieten. Und habe Leute getroffen, die mich sehr stark beeindruckt haben. Und die von denen ich sagen musste, weil sie auch publizierten sozusagen, jedes Jahr erschienen da Aufsätze, die mich sehr stark beeindruckt hatten, weil ich den Eindruck hatte, sie machen Wissenschaft, sie betreiben Forschung, aber sie sind keine Wissenschaftler. Was sind Sie denn eigentlich? Bis ich irgendwann mal darauf gekommen bin, auch unter dem Eindruck von Büchern, wie etwa Paul Feierabends „Science in a free Society“, Erkenntnis für freie Menschen, dass die sehr wohl Wissenschaft betreiben, nur eben nicht die akademische, nicht die professionelle Wissenschaft. Und das war für mich sozusagen Anlass, mich auch wissenschaftstheoretisch neu mit diesem ganzen Bereich zu beschäftigen.
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