Sozial Pod

Alle 2 Monate widmet sich der Sozial Pod einem neuen Schwerpunkt rund um ein soziales Thema. Und das in 4 unterschiedlichen Sendeformaten: In der ersten Woche erscheint der #Faktencheck, hier werden die Grundbegriffe zu dem Monatsschwerpunkt erklärt. In der zweiten Woche ein #Portrait, mit einer Person aus dem öffentlichen Leben. In der dritten Woche wird in #VorOrt eine soziale Einrichtung oder Organisation besucht. Und in der vierten Woche wird in einem weiteren #Portrait eine betroffene Expert*in interviewt.

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episode 3: #3 LeO: ein Ort, wo armutsbetroffe Menschen sowohl Lebensmittel als auch Beratung finden


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Themenschwerpunkt:
Armut

Sendeformat:
#Sozial Pod – Vorort

Interviewpartner:
Ender Ceylan

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Der Sozial Pod ist wieder unterwegs und besucht unterschiedliche soziale Einrichtungen, um das Engagement dahinter sichtbar zu machen.

Für den Monatsschwerpunkt Armut habe ich „Le+O“ besucht.

LeO steht für Lebensmittel & Orientierung und ist ein Projekt der Caritas Wien.

In mittlerweile 16 Ausgabestellen in Wien und Umgebung werden Lebensmittel an armutsbetroffene Menschen verteilt – Lebensmittel, deren Mindesthaltbarkeitsdatum schon erreicht oder überschritten haben, die aber stets noch genießbar sind.

 2009 wurde das Projekt ins Leben gerufen – und feiert also heuer sein 10-jähriges Jubiläum. In den 10 Jahren hat sich viel getan: es ist mittlerweile zu einem der größten Freiwilligenprojekte der Caritas geworden.

 Ich habe mich mit dem Sozialarbeiter Ender Ceylan in der Pfarre Gumpendorf, im 6. Wiener Gemeindebezirk getroffen, eine der Ausgabestellen von LeO. 

„Ich glaube wir geben den Leuten – durch diese Freundlichkeit und durch diese Zeit die sie hier verbringen – eben dieses Gefühl, dass es KEIN Almosen ist.“ 

Themen:
  • Wie sehen 24 Stunden bei LeO aus? – von der Abholung, bis hin zur Verteilung der Lebensmittel. 
  • Wer hat Anspruch auf eine LeO-Karte?
  • Wie kann eine Lebensmittelausgabe den Almosen-Charakter verlieren?
  • Warum kommen ganz viele Student*Innen und Senior*innen nicht zu LeO, obwohl sie Anspruch darauf hätten?
  • Welche Rolle spielt soziale Scham?
  • Wodurch entscheidet sich LeO zu der Wiener Tafel, Sozialmärkten und Foodsharing?
  • Ist eine gesunde Ernährung nach wie vor ein Privileg und eine Frage des eigenen Budgets?
  • Wie schafft es die Caritas so viele Freiwillige für das Projekt zu motivieren?
  • Leidet die Profession der Sozialen Arbeit unter stetig wachsenden Freiwilligenarbeit im sozialen Bereich?
  • … und noch viel mehr !

„Wir kennen das, dass eben besonders viele Senior*innen aus Scham nicht kommen – dass eben ein Verwandter, ein Freund, ein Bekannter sie sehen könnte. Das hören wir leider sehr oft und ist somit eine sehr große Gruppe.“

Le+O: 
  • … bietet niederschwellige Sozialberatung an.
  • … unterstützt bei dem täglichen Bedarf von Lebensmittel und Hygieneartikel.
  • … ist eines der größten Freiwilligenprojekte Österreichs und zeigt somit, dass zivilgesellschaftliches Engagement lebt und möglich ist.
  • … bietet langzeitarbeitslosen Menschen eine Möglichkeit zur Mitarbeit bei LeO, in Form eines Caritas‘ Beschäftigungsprojektes.
  • … wirkt in ökologisch, nachhaltiger Weise und setzt ein eindeutiges Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung.

 „Wir haben berechnet, wenn ein Gast viermal im Monat zu uns kommt, würde er sich ca. 80-100€ an Lebensmittel sparen, und das ist sehr viel für jemanden der nur 850€ zur Verfügung hat.“

Kontakt – Le+O:
  • Adresse der Zentralstelle: Heinrich von Buol Gasse 10 // 1210 Wien
  • Telefon: 01/2571215
  • E-Mail: leo@caritas-wien.at
  • LeO – Homepage
  • Ausgabestelle und Öffnungszeiten: siehe hier
  • Spendenmöglichkeit für LeO:
    • Zeitspenden
    • Sachspenden
    • Geldspenden

 

 


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 2019-11-22  n/a