Vom Ende und der Zeit danach

Wie oft habe ich schon die Geschichte von der Auferstehung gehört? Mindestens mit jedem Lebensjahr einmal und dann noch in unzähligen Varianten. Das Kreuz in der Kirche erinnert daran, dass Jesus stirbt, dass Gott auf die Welt kommt und in ihr stirbt. Eigentlich eine dramatische Geschichte. Doch wir wissen ja: Er kommt wieder. Nach drei Tagen ist alles wie zuvor. Das Reich Gottes bricht an. Hallelujah! Und dieses Jahr? Dieses Jahr ist Ostern kein Spielfilm, den man* sich immer wieder anschaut. Dieses Jahr ist Ostern live. Wie die Zeit ausgeht? Keine Ahnung. Was danach kommt? Grob bekannt, aber in seinen Einzelheiten ungewiss. Ich ertappe mich manchmal dabei, wie ich beim Fußball vorspulen will, um das Ergebnis zu sehen. Unmöglich. Dieses Jahr lässt sich das Buch nicht von hinten lesen. Dieses Jahr müssen wir dadurch. Ja, Jesus ist auferstanden und damit wissen wir mehr als die Jünger und Jünger*innen damals. Aber was wir teilen, ist die Ungewissheit, wie es weiter geht.

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Worte zum Sonntag - 27. März 2020


Eine ungewöhnliche, bedrückende, aber zugleich auch sehr herausfordernde Situation: Wir können zurzeit öffentlich kaum mehr gemeinsam beten.

Vom Ende und der Zeit danach
ist ein Angebot des Bistums Essen

Der Beitrag Worte zum Sonntag – 27. März 2020 erschien zuerst auf Vom Ende und der Zeit danach.


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 April 2, 2020  2m